M,r 212 Der Hte^ener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montage. Die Gießener Aamitienötütter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigrlegt. Erstes Blatt. Mittwoch den 9. September 1896 Sießmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Bierteljähriger Avonnementspreir: 2 Mark 20 Plg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: ScKulstrahe Hlr.7. Fernsprecher 51. Aints- und Aiizeigeblatt für ben Üreis Oiefzen ] chratisöeitage-, chießener Aamitienötätter. | Amtlicher Theil Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Nerrefte «olff« teUgrophssche« Lorrespondenz-Bsre«. werden, da der Sultan ihnen Leben und Freiheit -ugesagt habe. Madrid, 7. September. Bei den gestrigen General« rathswahleu erhielten die Ministeriellen eine bedeutende Majorität. — Während der Wahlen in Barcelona kam es zu Streitigkeiten, bet denen eine Wahlurne zerbrochen und mehrere Revolverschüsse gewechselt wurden. Petersburg, 6. September. Wie die „Nowoje Wremja" wissen will, werden im September im Eisenbahndepartement die Sitzungen der Commission zur Revision des Frachttarifes sür ausländisches Mehl beginnen. Diese Tarife sollen beträchtlich ermäßigt werden. Newyork, 3. September. DaS Operntheater in Benton Harbor (Michigan) ist durch Feuersbrunst zerstört worden. Elf Feuerwehrleute kamen dabei ums Leben. ____________ langen find daher nicht öffentlich. Berti«, 7. September. DaS „Marineverordnungsblatt" meldet: Die Kaiserin von Japan spendete zur Unterstützung der Hinterbliebenen der auf dem „Iltis" Verunglückten 1000 Yen. BreStau, 6. September. Das Kaiserpaar besuchte ^«te Vormittag daS schlesische Museum der bildenden S linste, verweilte dortselbst eine halbe Stunde und sprach in überaus anerkennender Weise über die Sammlungen aus. verliu, 7. September. DaS Loreley" ist am 6. September tiAgetroffen. Berti», 7. September. Die zusammentretende Conferenz zur Kanonenboot „Ersatz vor Konstautinop el Depesche» 8-rt «vreav „veralb* Berlin, 7. September. Reichskanzler Fürst Hohenlohe und der StaatSsecretär des auswärtigen Amtes, Freiherr von Marschall kehrten heute Abend von Breslau hierher zurück. Berlin, 7. September. Der bisherige KriegSmiuifter Brousart von Schellendorff ist, wie die „Post" hört, gestern Nachmittag nach beendetem Kurgebrauch von Neuenahr nach Berlin zurückgekehrt. Vertin, 7. September. Dem Prinzen Victor von Italien ist vom Kaiser während der Manöver der Schwarze Adlerorden verliehen worden. Vertin, 7. September. Profeffor Bergmann ist heute aus Warschau zurückgekehrt. Er sprach die Hoffnung aus, daß Graf Schuwalow der, wenn auch langsamen, Ge- nesung entgegengehe. „ Berlin, 7. September. Dem „Berliner Localanzeiger wird aus Kiel gemeldet: Das Zarenpaar wird mit dem „Polarstern" nach Kopenhagen fahren. Zum Empfange des- selben wird morgen der deutsche Kronprinz aus Plön hier etntreffen. Der Bahnhof prangt schon heute in herrlichem Flaggen- und Guirlandenschmuck. Wiesbaden, 7. September. Ftnanzminister Miquel ist nach ersolgreich beendetem Kurgebrauch heute Mittag 2 Uhr 30 Minuten abgereist. Er begibt sich zunächst nach Frankfurt a. M, woselbst er übernachtet, und wird dann die Reise nach Berlin fortsetzen. Breslau, 7. September. Aus Glogau wird dem „Breslauer Generalanzeiger" gemeldet: Gutem Vernehmen nach sind sämmtliche Verbände des 5. niederschlestschen Artillerie-RegimentS, welches in Glogau, Sprottau und (s^gan garnisonirt, und die bestehenden Avancirten-Vereine aufgelöst worden, angeblich wegen fortgesetzter Reibereien zwischen Militär und Civil. Görlitz, 7. September. Punkt 10 Uhr lief der Breslauer Sonderzug mit den fremdländischen Offizieren und fürstlichen Gästen im hiesigen Bahnhofe ein. Die Fürst- lichkeiteo fuhren alsdann mit den Offizieren in den bereit- stehenden Wagen nach dem Paradefelde. Um 10 Uhr 40 Min. langte der kaiserliche Sonderzug hier an. Der Kaiser verließ mit dem Zaren, die Kaiserin mit der Zarin den Salonwagen. Während die Kaiserin mit der Zarin ohne weitere Begrüßung den Bahnhof verließ, erfolgte die Begrüßung der beiden Herrscher durch den Oberbürgermeister von Görlitz. Der Kaiser reichte dem Ober- bürgermeifter dankend die Hand und verließ darauf an der Sette des Zaren den Bahnhof. In einer mir sechs Pferden bespannten Equipage fuhren fie, geleitet von einer Husaren- EScorte, unter Jubel und Hochrufen der zahlreichen Menge durch die festlich geschmückten Straßen nach dem Paradefelde. Görlitz, 7. September. Die Parade nahm einen überaus glänzenden Verlauf. Nach dem Abreiteu der beiden Treffen erfolgte der Vorbeimarsch. Der Kaiser führte beide Male die Leib-Grenadiere und die Leib-Kürassiere vorbei, der Zar daS erste Mal das Ulanen-Regimeut feines Vaters. Nach der Kritik fuhren beide Kaiserinnen, die Zuschaueriribüne be- rührend, nach der Stadt. An der Bauschule wurden sie Yon Ehrenjuugfraueu unter Ueberreichung von Blumensträußen begrüßt. Die beiden Kaiser ritten denselben Weg und be- gaben sich an der Spitze der Fahnencompagnie nach dem Ständehause, woselbst Frühstückstasel stattfand. Görlitz, 7. September. Das Zarenpaar wurde heute Abend 6 Uhr von dem Kaiser und der Kaiserin zum Bahn« Hofe geleitet und ist nach Kiel abgeretst. Der Abschied der beiden Kaiserpaare war ein überaus herzlicher. Kiel, 7. September. Zum morgigen Empfange des Zarenpaares sind außerordentliche Vorbereitungen ge- troffen worden. Vom Bahnhofe aus sind sowohl bis zum Breslau, 7. September. Se. Majestät der Kaiser hatte vorgestern Ihre Königl. Hoheit die Erbprinzesfin von Sachsen-Meiningen zum Chef des Genadier-RegimentS Kronprinz Friedrich Wilhelm (2. Schlesisches) Nr. 11 ernannt. Die Vorstellung und seierltche Uebernahme des Regiments fand heute Mittag auf dem PalaiS-Platze statt. Die Frau Erbprtnzessin trug bet der Feier die Uniform des verliehenen Regiments, den Waffenrock mit Achselstücken und den Helm mit Haarbusch. Nach der Vorstellung nahm Ihre Königl. Hoheit den Parademarsch ab und begab sich demnächst an der Spitze der Fahnencompagnie nach dem Re- gimentScafino, wo sie mit den Ofstzieren des Regiments das Frühstück einnahm. Bet dem Frühstück hielt der Erbprinz vou Sachsen-Meiningen eine Rede, in welcher er auf die Bedeutung des Allerhöchsten Gnadenacts, die Verleihung des Regiments an seine Gemahlin, hinwies. Görlitz, 7. September. Zu einer großartigen Kund« gebung gestaltete sich die Abreise des Kaisers und der Kaiserin von Rußland, welche um 6 Uhr erfolgte. Auf dem Platze vor dem Bahnhof war eine Ehreu-Compagnie des 6. Grenadier-Regiments Graf Kleist von Nollendorf, sowie das Wahlstätter Cadettencorps aufgestellt. Die ganze Ein- fahrtftraße war mit einem Militärcordon besetzt. Auf dem Bahnhofe fanden sich sämmtliche hier anwesenden Fürstlich, ketten ein; dieselben versammelten sich in der Ltchthalle. Kaiser Nikolaus suhr mit dem Kaiser Wilhelm im ersten, die beiden Kaiserinnen im zweiten Wagen. In der Ltchthalle verabschiedete sich Kaiser Nikolaus von den Fürstlichkeiten und höheren Offizieren. Nach dem Aufstieg des Tunnels zum BahnhofSstetg tntonirte die Capelle des Grenadter-Re- giments Nr. 6 die russische Nationalhymne. Hierauf ver- abschiedeten sich die Majestäten in überaus herzlicher Weise. Beide Kaiser umarmten und küßten sich zweimal, dasselbe thaten beide Kaiserinnen. Als der Zug sich in Bewegung setzte, winkten sich die beiden Herrscherpaare AbschiedSgrüße zu. Bet der Rückfahrt Ihrer Majestäten des Kaisers Wilhelm I und der Kaiserin Auguste Victoria nach dem StändehauS erschollen jubelnde HurrahS seitens der Bevölkerung. Kol«, 7. September. Einer der Eigentümer der „Köln. Ztg.", Auguste Neven Dumont, ist heute Vormittag in Hohwald bet Barr im Elsaß, wo er zur Kur weilte und vor einigen Tagen einen Schlaganfall erlitt, in vollendetem 64. Lebensjahre gestorben. Hamburg, 7. Septembrr. Wie der „Hamb. Corresp." aus Frtedrichsruh meldet, fuhr gestern Nachmittag Fürst Bismarck im offenen Wagen spazieren und hielt eine kurze Zeit au, um 120 Lübecker Turner zu begrüßen, die seit Mittag auf daS Erscheinen des Fürsten gewartet hatten. Der Fürst war wohlauf,- sein Befinden ist ein gutes. vrauufchweig, 7. September. Die deutsche Naturforscherversammlung soll im Jahre 1897 in Braunschweig abgehalten werden. Karlsruhe, 7. September. Wie die amtliche „Karlsruher Zeitung" meldet, trifft die Kaiserin Mittwoch Mittag 12 Uhr hier ein, um an den GeburtStagSfeierlichkeiten theilzunehmen. — Laut Hofbericht der „Karlsruher Zeitung" empfing der Großherzog heute die am htefigen Hofe accreditirten Gesandten von Preußen, Sachsen, Schweden, Norwegen, Belgien, Württemberg, Bayern, Rußland, Oesterreich-Ungarn, Großbritannien und Italien, sowie die besonderen Abgesandten I des Großherzogs von Heffen und des Herzogs von Sachsen- Altenburg, die die Glückwünsche ihrer Souveräne zum Geburtstage des Großherzogs überbrachten. Die Gesandten wurden I später auch von der Großherzogin empfangen. Die Kron- Prinzessin von Schweden weilt bereit« feit SamStag am hiesigen Hofe. Die Erbgro ßherzogin trifft heute I Abend hier ein. Zürich, 7. September. Der erste internationale I ethische Congreß wurde heute Vormittag durch Professor Felix Adler-Newyork unter zahlreicher Betheiligung aus I Oesterreich, England, Amerika, der Schweiz, namentlich aber I aus Deutschland eröffnet. DaS französische UnterrichtS- I Ministerium entsandte die Herren Buiffon und Jost zu den I Verhandlungen. Paris, 7. September. Alle Blätter, mit Ausnahme der socialistisch und international gefärbten, begrüßen die vom Minister deS Innern, Barthou, verfügte Ausweisung der deutschen socialdemokratischeo ReichStags-Ab- geordneten Bebel und Bueb mit großer Genugthuung. Marseille, 7. September. Die 17 Armenier, welche kürzlich auS Konstantinopel an Bord des „Gironde" hierher- gebracht und in daS Gesäugniß St. Pierre abgeführt wurden, haben an den Minister deS Innern ein gemeinsames Schreiben I gerichtet, tu welchem sie verlangen, tu Freiheit gesetzt zu Allc AnnonccN'Burcaux dcS In- und Auslandes nehme» . Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. morgen Vormittag hier Berathung der neuesten Vorlage über die Organisation des Handwerks wird eine« streng vertraulichen Charakter haben. Die Verhand- Bekanntmachung. iett.: Die Abhaltung landwirthschaftl. Vorträge. Herr Lavdwirthschaftslehrer Leit Higer zu Alsfeld wird 1. Samstag, de» 12. September lfd. ZS., AbeudS 8 Uhr, I ZU Steinbach in dem Saale des Gasthauses I „Zum Ritter" über daS Vogelsberger Rind und seine Zucht, I 2. am 19. September l. 3 , Abend» 8 Uhr, zu Wies eck über die Anwendung der künstlichen Dungmittel, 3. Souutag, deu 20. September lfd. 3»., Nachmittag» I 3 Uhr, in Londorf über Viehzucht und Fütterung, I 4. Samstag, de« 26. September lfd. 3»-. Abend» 8 Uhr, in Staufenberg im Burgsaal über die Anwendung der künstlichen Dungmittel einen Vortrag halten. Zu diesen Vorträgen werden alle Laudwirthe und Freunde der Landwirthschaft hierdurch ergebeust eingeladen. Die Herren Bürgermeister der obengenannten und be« pachbarten Gemeinden werden hierdurch ersucht, dies in ihren Gemeinden zur öffentlichen Kenntniß bringen zu lassen und tuf recht zahlreichen Besuch der Versammlung htnzuwlrken. | Gießen, deu 25. August 1896. Der Direktor des landwirthschaftlicheu BezirkSvereiuS. _____________E- Jost._______________________ Deutsches Reich. Berlin, 6. September. Wie wohlthätig die mittelbaren Wirkungen der deutschen Arbeiterversicherung find, ergibt sich aus der Thatsache, die bisher noch wenig gewürdigt worden ist, aus dem da und dort beobachteten Rückgang des Verkehrs der öffentlichen Leihhäuser. I» Mannheim ist nach einer vor kurzer Zeit erfolgten Mit- .Heilung der dortigen städtischen Behörde dieser Rückgang so erheblich, daß die Selbstkosten der Anstalt nicht mehr gedeckt werden können und daher die Gebühren erhöht werden müssen. Diese vom volkSwirthschaftlichen Standpunkt höchst erfreuliche Erscheinung ist hauptsächlich auf die Wirksamkeit der socialpolitischen Gesetzgebung zurückzusühren, wenn zwar daneben auch auf die Besserung der wirthschaftlichen Verhält- Nisse hingewiesen werden kann. SS ist klar, daß in den Arbeiterfamilien der Anlaß, einen Gegenstand zu versetzen, in erster Linie dann gegeben ist, wenn der Familienvater inlolge von Krankheit oder durch Eintritt eine» Unfalls oder auch durch eintretende Erwerbsunfähigkeit außer Stand ist, weiterzuarbeiten- die socialpolitische Versicherung gewährt et er gerade in diesen Fällen Hilfe, und zwar sofortige Hilfe, so daß also die Nothwendigkett, den Credit der Lethanstalten in Anspruch zu nehmen, weggefallen ist. Um die mittelbare Wirkung der Versicherung auf den Volkswohlstand zu be- »rtheilen, wäre e», wie die „Köln. Ztg." schreibt, sehr zweckmäßig, wenn in den größeren Städten statistische Erhebungen Ibet diesen Punkt angestellr und veröffentlicht würden- im Allgemeinen aber dürste überall dieselbe Erscheinung beobachtet worden sein. Neben den unmittelbaren Wirkungen tragen diese mittelbaren doch dazu bei, auch in der Arbeiter- bevölkerung ein gerechtes Urtheil über die socialpolitische Versicherung anzubahnen und thatsächlich hat sich in dieser Hinsicht auch in den Kreisen, die zu den festesten Anhängern der Socialdemokratie zählen, dem sorgsamen Beobachter schon der Anfang eine» Umschwungs bemerkbar gemacht. 2 an b eipro bucte Kraftfutter- Getreide, unb Düngemittel. fich nicht wesentlich gegen baS Vorjahr verändert, in keinem Falle ist es all schlechter zu bezeichnen. Die Ursache erblickt Farbenfabriken werben uns als nach jeber Richtung hin leistungsfähig bezeichnet, sodaß selbst ein reger Export nach verschiebenen Welttheilen stattfindet. Die trotz dieser Ausfuhr bestehende Ueberprobuction läßt eS zu einer wirklichen Rentabilität ber Werke nicht kommen, eine Besserung der Lage erwartet man von der endlichen Einführung des Rohstoff- tariss. erhöht. ernannt wurden: 1) die Heizer bei der Main-Neckar» Eisenbahn Heinrich Kramer, Armand Krick, Ludwig Scheidet, Jakob Schmuck unb ber Heizer bei ben Hessischen Staats-Eisenbahnen Wilhelm Stößel zu Loco- motivsührern, 2) bie Hilslheizer bet ber Maiu-Neckar-Eisen» bahn Karl Frommann auS Mainz, Heinrich Hotz aus «.«iriuner- , Bickenbach, Heinrich Löhr aus Darwstabt, Heinrich Das Geschäft in Betreibe hat Mtschlich aul Nauheim, Heinrich Stein auS Darmstabt unb Heinrich Stephan auS Darmstadt zu Heizern, 8) ber Schaffner bei ben Oberhesfischen Eisenbahnen Heinrich • Neuwied, 4. September. In de« Orte Straße«' hauS des Kreises Neuwied tödtete gestern ein junger Bursche einen Kameraden im Streite wegen eines Mädchens durch einen Mefferstich ins Kuiegelenk. Ehe Hilfe kam, hatte der verletzte fich verblutet. Scherz, die Hilfsschaffner bei der Main-Neckar Eiseubah, Philipp verbert auS Erzhausen, Ludwig Hölzel au» Laugwaden und der Bremser bei den Oberhesfischeu Tiseu- bahnen Heinrich Schneider zu Schaffnern, 4) der H lfS- wagenwärter Karl Hirsch auS Darmstadt, sowie der Hilfs- schaffner Georg Simon auS Zwingenberg, beide bei der Main Neckar-Eisenbahn, zu Bremsern, sämmtlich bei bei Hessischen StaatS-Eisenbahnen mit Wirkung vom 1. October an. •• Poßpersonul Rachrichten, versetzt finb: bie_ Post- birectoren ®tuns von Offenbach (Main) nach $ü||elborf, Hiemenz von Singen (Rhein) nach Offenbach (Main), Timmer von BenShrim nach Bingen (Rhein), bie Post- kassier Haag von Colmar (Elsaß) nach BenSheim als Bor- stehet bes Postamt! baselbst, ber Postkassirer «linkott von Offenbach (Main) nach Leipzig behufs Uebernahme einer Postinsprctorstelle bei ber Obet Poftbirection baselbst, der Ober-PostbirectionSsecretär Brüggewann von Dortmund nach Offenbach (Main) behufs Uebernahme der Postkassirer- stelle, der Poftsecretär Senget von Posen nach Darmstadt behufs Uebernahme einer Bürraubeawtenstelle 1. Klaffe bei ber Ober-Postdirectlon Darmstadt, ber Postsecretär Reimann von Friedberg (Heffen) nach Brombetg behusS Ueber» nähme einer Büreaubramtenstelle 1. Klaffe bei ber Ober- postdirection Brombetg, ber Postsecretär Däsch von Leipzig nach Friebberg (Heffen) unb die Ober-Postaffistenten Geißler von Büdingen nach Nidda und Störger von Nidda nach Lauterbach (Heffen). — Ernannt find: der Poftaffistem Breitwieser in Grebenhain zum Postverwalter und der Postanwärter Wahl in Mainz zum Postaffistenten. — Jo ben Ruhestanb treten: ber RechnuugSrath Jorban unb btt Postsecretär Netz, beide in Darmstabt. ♦♦ Generalversammlung der Eieinkohlenbezugsgesellschaft. In ber gestern Abenb in Lovys Bierkellet stattgefundenen gutbesuchten Generalversammlung bet Steinkohlen- bezugsgesellfchaft erstattete daS In letzter Versammlung gewählte Comitä Bericht übet seine Thätigkeit. Der vor- gelegte Statuteneniwurf fanb mit einer kleinen Äbänbetung bie Billigung ber Anwesenben. Bei bet Wahl bei Vorstandes wurde Herr Dickotv als Vorfitzender, Herr Mulch als Rechner, Herr Nau als Schriftführer, Herr Merkel als Kaffiret unb Controlenr bestimmt. Zu Beifitzern wurden gewählt bie Herren Bräutigam, MöbuS unb Schlffnle. Die Gewählten dankten für die Wahl und erklärten, ihre Schuldigkeit im Jntereffe der Gesellschaft thun zu wollen. Die herumgehende Liste zur Eivzeichnung wurde vielfach benutzt. „ 1U • • vefihwechfel. Die Baufirma Birkenstock & Schneider verkaufte ihr an der Weftanlage 34 belegeneS Hanl mit Garten für ben Preis von 38,000 Mk. an ben Frucht- Händler L. Baer (Mitinhaber der Firma Gebr. Rosenbaum). ♦ ♦ Deutscher Anwaltstag. Zu dem in dieser Woche in Berlin tagenden deutschen AnwaltStag werden fich von hier au! Justizrath Dr. Reatz und Rechtsanwalt Grünewald nach Berlin begeben. * • Falsche Zwanzigmarkscheine sind In der Berliner ©<« werbe-AuSstellung angehalten worden. Der Schein, der ganz vorzüglich auSgeführt ist, trägt daS Datum 19. Juni 1886 unb bie Nummer 1 683888. Bel näherer Untersuchung finbet man In ber Sirafanbrohung anstatt ber Worte »eine I Strafe" keine Strafe, außerdem find bie Fasern ein I wenig stärker als biejenigen bei echten Scheinen. E. Echzell, 6. September. Ganz in ber Stille, ohne daß es Jemand merkte, feierten Herr v. Harnier und Gr- mahlin ihre silberne Hochzeit. Zur Erinnerung au ihren Hochzeitstag stifteten sie in bie hiesige Kirche eine lehr schöne Altardecke unb ein Eruclfix im Werthe von mehreren hunbert Mark. — Die schlechte Witterung beeinträchtigt die Grummeternte in bebenklicher Welse, denn baS Grummet Ist viel weicher als Heu, wirb leicht schwarz unb büßt da- durch leicht an Werth ein. Die Grummetpreise sind bei uns gar nicht so niedrig, bie Preise schwanken zwischen 6 bis 24 Mk. pro Morgen. — Da! Obst fängt an bei dem unaufhörlichen Regen auf ben Bäumen zu kränkeln- weiche Sorten zeigen Fäulniß unb fallen ab. Die WeSpen find I äußerst lästig an ben Haustraubenstöcken, welche reich mit I Früchten beladen find, aber in der Reife nicht recht voran wollen. — Manche Parthien an ber Bahnstrecke fehen I breiartig auS unb bie Arbeiter traben im Schlamme. Jetzt I sieht man, wie gewaltig ber Unterschieb im Arbeiten bet I gutem ober schlechtem Wetter ist. B. Berstadt, 6. September. Die Grummetpreise find bei un6 an einzelnen guten Lagen sehr hoch, fie stellen fich zwar im Durchschnitt nur auf 12 Mk. pro Morgen, er- I reichen aber an einigen Stellen dietzHöhe von 33 Mk. Das I unaufhörliche Regenwetter hat die Trockenarbeiten vollständig I lahm gelegt. Wir hätten für alle Feldarbeiten warmes, trockenes Wetter äußerst nöthig. Man befürchtet Kartoffel» I krankheit, wenn fich bie Witterung nicht bald» änbeit. Schotten, 8. September. MerkwÜrbige Lebens- Teilung. Bei einem vor einigen Wochen ftattgehabten Gewitter suchten zwei Leute be! benachbarten Wingershausen, welche auf bem gelbe beschäftigt waren, Zuflucht I unter zwei Kornhaufen. Die Frau, welche glaubte, daß I ber Haufen, unter welchem fie stand», mehr Schutz vor bem Regen biete, rief Ihrem Manne, er solle zu Ihr kommen. Kaum hatte nun derselbe seinen seitherigen Platz verlaffeo, als ber Blitz In ben Hausen fuhr unb blefen entzündete. Den Schrecken und auch die Freude der beiden schon filteren I Leute kann fich wohl Jeder denken. Schloff-, wi- bl« jur eanbungibrüie -- H°!-° die Straßen abgesperrt und beide Seiten mit einemMilitär» Eordon umgeben. Prinz Heinrich von Preußen ist bereit» heule vormittag zum Empfange de! Zarenpaares eingetroffen. I Der Zar wirb im königlichen Schlöffe absteigen. Wien, 7. September. lieber Oed enbnrg und Kammer am See ging Nachts ein furchtbare! Unwetter mH Orkan und Wolkenbruch nieder. Daffelbe richtete großen Schaden an. Ein Theil der Stadl Oedenburg wurde unter Waffer gefetzt. Budapest, 7. September. Hier geht wieder das Ge» rücht, die Regierung werde den Rel ch Sr at h am 15. Dctober auflösen. Prag, 7. September. In einer gestern abgehalteneu Versammlung der tschechischen Antisemiten kam eS zwischen den Ehristlich-Socialeu und ben Socialbemokxaleu zu einer «roßen Schlägerei, daß die Polizei den Saal räumen mußte. Rom, 7. September. Zwischen Fralcali und Grolta- ! Ferrata wurde ein Postwagen von vermummten Strolchen , Überfallen unb bie zwölf Insassen auSgeplÜnbert. Paris, 7. September. Seit 14 Tagen finb acht fr an- zösifche Polizeiagenteu nach Englanb abgereift, woselbst fie fich zur Disposition bes franzöfifchen Botschafters gestellt haben. Mehrere andere Polizisten werben ebenfalls nach Engsanb abgehen, sobalb ber Zar in Portsmouth ge- [anbei ist. Die Bahnhöfe von Cherbourg unb Paris werben äußerst streng bewacht. In ben letzten Tagen finb mehrere verbfichtige AuSlänber au6 Frankreich auSgewlefen worben. Madrid, 7. September. ES bestätigt fich, daß in Manilla auf den Philippinen vier Deutsche verhaftet wurden, die fich an dem Aufstande beteiligt haben sollen. Die deutsche Gesandtschaft Hal gegen die Verhaftung protestirl. Rio de Zauelro, 7. September. Neue Unruhen find in der Provinz Sergipe aulgebrochen. Die Lage ist um so bedenklicher, al! die Polizei unb ein Theil ber Truppen Partei für bte Aufftänbifcheu ergriffen haben. Berlin, 8. September. Da! Zarenpaar berührte um Mitternacht auf feiner Reise nach Kiel ben Bahnhof Frlebrichstraße, woselbst der Polizeipräfident anwesend war. Ein osfizieller Empfang fanb nicht statt. Königsberg, 8. September. Der „KöuigSb. Allg. Ztg. zufolge beabsichtigt ber Zar auf feiner Rückreise dem Kaiser einen Besuch in Potsdam abzustalten. Wien, 8. September. Nach einer Belgrader Prival- depesche halten die Mol la HS in den Moscheen All-SerbienS aufreizende Reden gegen die Christen. In dem Bilajel Kossowo wurde die berittene Gendarmerie um 800 Mann vermehrt. . WB. Sorlih, 8. September. Bei dem Paradediner sagte Kaiser Wilhelm nach seinen Worten hoher Anerkennung für die Leistungen beS 5. Armeecorp!: »Ganz besonberS erfreut eS mich, baß es bem ArmeecorpS vergönnt gewesen ist, unter ben Augen be« geliebten Nachbarsvetters, des Kaisers von Rußlanb, in blefer vorzüglichen Verfassung zu erscheinen. Wir stehen noch alle unter dem Zauber ber jugenbfrlschen Gestalt deS ritterlichen Kaisers, sein Bilb schwebt vor unseren Augen, wie er an bet Spitze beS Regiments seines verewigten Vater« vorbeizog, er, ber Kriegs- Herr Über daS gewaltigste Heer, will doch nur feine Truppen im Dienst der Gultur verwendet wissen unb zum Schutze beS FriebenS - in völliger Ueberclnftimmung mit mir geht sein Streben dahin, bie gejammten Völker deS europäischen Welt- theilS zusammen zu führen, um sie auf ber Grundlage gemeinsamer Interessen zu sammeln zum Schutze unserer heiligsten Güter. Daß daS 5. ArmeecorpS auch künftig in reger angestrengter FricbenSarbeit die gleichen Resultate liefern möge, wie es heute ber Fall gewesen, barauf erhebe ich mein GlaS." WB. Mel, 8. September. Das russische Kaiser- paar traf um 10 Uhr vormittags mittelst SonberzugeS Wr ein. Am Bahnhöfe waren anwesend: ber deutsche Kronprinz, Prinz Heinrich in rusfischer Uniform, Prinzessin Hein- rich, die gesammte Admiralität unb alle dienstfreien Offiziere de» Geschwader». Die Einwohner grüßten -begeistert. Nach Abschreiten ber Ehrencompagnie unb Vorbeimarsch fuhren bie Kaiserin unb bie Prinzessin Heinrich im ersten, ber Kaiser unb Prinz Heinrich im zweiten Wagen nach der Jensenbrücke, von da auf dem Wasserwege zum Schlosse. Die Morgen» einge- troffene Manöverflolte prangt im Flaggengala, die ruffische Flagge im Großtopp. man darin, daß die Getreidepreise an Stabilität gewonnen und ungefähr 2 Mk. per 100 Rgr. für Weizen und Roggen gegenüber dem Durchschnittspreis des vorigen Jahre» höher gegangen find. Auch in Gerste unb Hafer ist ba» Geschäft ein gefunbere» geworden, da namentlich erstere durch gute Qualität, welche in der Wetterau gewachsen, zu 2 Mk. höherem Preis per 100 Rgr. leicht zu verkaufen war. Der verkauf in Rraflfu Iler Mitteln war auch lohnender als in dem vorhergehenden Jahre, da sowohl größere al» kleinere I Landwirthe nach und nach von den Consumverelnen zurück- kommen unb mehr als seither ihren Bedarf wieder bet den- jentgen Raufleuten zu decken suchen, die ihnen ihr Getreide abkaufen. WaS den verkauf von Düngemitteln anlangt, so hat fich der Bedarf der Landwirthe wegen mangelnden vertrauens, da» dieselben zu ihrem eigenen Erwerbszweige haben, wesentlich vermindert. Dieser Mangel an Vertrauen der Landwirthe in die Zukunft hat feine Ursache sicherlich nicht in schlechten Verhältnissen unserer Landwirthschast, wird vielmehr hervorgerufen durch die Agitation aus agrarischen I Kreisen, welche vom Norden und Osten Deutschlands nach dem Süden und Westen ihre aufrührerischen Zwecke nicht verfehlt. Besonder» zu klagen ist Über da» schlechte Eingehen I von Geldern auS laudwirthschafllichen Kreisen, in welchen eine I gewisse Gleichgiltigkeit in der Erfüllung von ZahlungSverbind- lichkeiten man fich angewöhnt Hal. Manufaclurw aar en en gros. Da» EugroS- I Geschäft wurde mit Beginn de» Frühjahr» ziemlich lebhaft, da» Steigen von Wolle und Baumwolle unb bte damit zu- I sammenhängende Preiserhöhung der fertigen Fabrikate regte bie Kauflust an, gegen Enbe be« Jahre» trat ein kleiner I Rückschlag ein, mit veranlaßt burch ben gelinden Winter. Manufaclnrwaaren en detail. In der Manu- I facturwaarenbranche war man allgemein der Ansicht, daß man I In der Geschäftsperiode 1895/96 einem recht flotten Geschäftsgänge enlgegensehen dürfe. DaS Ausland belebte durch Auf- gäbe großer Aufträge den inländischen Markt und allseitig I wurde von günstigen Aussichten auf eine gute Ernte berichtet. Fast alle Fabrikanten waren schon frühzeitig außerordentlich stark beschäftigt und die Preise zogen in allen Artikeln namentlich der Baumwollbranche an. — Die besten Zeichen, daß auch bald baß Detailgeschäft fich beleben würbe, waren vorhanden unb in der Befürchtung, bei ben Fabrikanten bald noch wesentlich höhere Preise zahlen zu müssen, wurden größere Posten Maaren auf Lieferung abgeschlossen, die Lager tn fast allen Artikeln frühzeitig gefüllt. Allein baß Detailgeschäft entwickelte fich nur sehr langsam unb blieb hinter dem guten Geschäftßgang der Fabrikationßgeschäfte wesentlich zurück. Die Umsätze waren nicht wesentlich größer wie in ben vorauf- gegangenen zwei schlechten Geschäftsperioden, sodaß der Detailleur nur von einem mittelmäßigen Geschäftßgange berichten kann. Daß Delallgeschäfl steht immer noch zu sehr unter dem Drucke der außwärtlgen Eoncurrenz. Eiuerseitß ist es die Menge der Detailreisenden, andererseits die Dersandl- geschäfte, die täglich bemüht bleiben, mehr Maare nach hier zu schaffen, was ben Platzgeschäften natürlicherweise abgeht. Menn bafür bie Einwohnerschaft Gießens, namentlich bie besseren Stände, bei ihren Einkäufen bie hiesigen Geschäfte, wo fie entschieben mindestens ebenso gut unb vorlhellhast | kaufen, mehr berücksichtigen würben, könnten sich bleie ganz I anders entfalten. Tabakfabrlkatlon. Der Absatz für Rauchtabak Wirb immer schwieriger und wenn eß auch gelang, die Fabrikation auf annähernd gleicher Höhe mit dem Vorjahre zu । halten, fo war daß Ergebniß doch in keiner Meise befriedigend, da zur Erreichung beß Umsatzeß wesentlich größere Aufwenb- ungen nöthig waren unb bie Verschiebungen von besseren Qualitäten zu theilweise ganz geringen Sorten sich immer mehr fühlbar machen. Um daß Mißverhältniß zwischen dem breimonatlichen Zollcrebit gegenüber bem so sehr außgedehnlen, selten unter sechß Monate, meist darüber hinauß fich erstreckenden Maarencredtt, welchen die große Mehrzahl ber Abnehmer beansprucht, einigermaßen zu ^leichtern, müßte ber Jnbuftrie eine Verlängerung beß Zollcrebttß auf 6 Monate gewährt werben. Eß bürste berechtigt erscheinen, nach bieser Richtung hin erneut mit Anträgen vorzugehen. Die Rau- tabakfabrikation zeigt dagegen eine kleine Besserung, hier nimmt der Consum noch zu, während die Raucher der heran- wachsenden Generation die bequemere Cigarre dem Genuß der viel billigeren Pfeife vorzuziehen scheinen. Ziegelei unb Thouwaarenfabrikation. Die Probncte der Dampfziegelei unb Thouwaarenfabrik haben im vergangenen Jahre im Allgemeinen guten Absatz gefunden. I Daß außerordentlich dauerhafte Product findet allem Anscheine I nach in immer weiteren Kreisen Anerkennung. Dennoch sind die Erträgnisse beß letzten Jahreß hinter ben bescheibensten I Erwartungen immer noch erheblich zurückgeblieben, well bie I erzielten Preise In keinem Berhältuiß stehen zu ben hohen I Betriebskosten. Zu letzteren gehören auch bie trotz wieber» I Holter Vorstellung viel zu hohen Gebühren, welche bte Eisen- I bahn für die Uebersührung der Waggons vom Werk nach I dem Bahnhof Gießen erhebt. •• Die Kunstausstellung im Thurmhau» am Braud wird am Sonntag Vormittag 11 Uhr wieder eröffnet. Zur Aus- stellung gelangen ca. 80 Gemälde, darunter solche berühmter I Meister. Die Reichsbauk hat den Wechseldiscont auf 4 und den Lombar dzin Sf uß auf 4»/, bezw. 5 Procent CocMts tuet provinzielle-, Stehen, den 8. September. Der Jahresbericht der Grohh. Handelskammer In Stehen für da» Jahr 1895 bemerkt auf Grund der von ben einzelnen Branchen eingelaufenen Berichte über den Geschäftsgang ferner Folgende»: öifenwaaren. Utber baß abgelaufene Geschäftsjahr kann nur Günsttgeß berichtet werden. Mit Beginn beß zweiten Quartals zogen bie Preise in sämmtlichen Zweigen unserer Branche an unb stiegen solche zwar langsam aber stetig biß Enbe be» Jahre». Infolge besser» ging bie Detail» Kundschaft auß der bisher beobachteten Zurückhaltung heraus unb assortirte ihre Lager reichlicher als bisher. Farbenfabriken. Die in Oberhessen Uegenben ictW e* „Uten*" merkk, au Mi ■*-*££.« d“ Xu« ®°" d ' ln e^n gifte bi« »-°° r in jwetten 5 . «'m. elt W * "| le - «WagbebM!»51 Kl den SchieMbgm kl «tfilifaitt, » »OauJ ««' ne ® • keaei 12,000 1 Hm" «W’1 »tlttlrod verloren, ü nahen jetzt mit Hülst bi »le tm nÄ1' k,”> 1,1 ‘ei i i L »l,b ’«« , «le n i, W"»I , gemacht i I! EL M-I einer i Iler 'toiefüjrt 8 LU.®laDfce; tef I * ix bei t|«|, «‘Meie« । »irrt, 1,1 leiiin 1 •'i'bee 16 " «tlml »“»■ »>' t . »«• i;'" ««ifet,?! eirSbtl ::Ä ;ä» ’ pDb: dir efiL**’1'** SM (»Qb ft),blt M ft*««! Uebtrn^mt ” lal‘lb», be ”e 111 P°»!ch,» lf" M ©atmftab t“'1 8I* X Postsecretär Rri ?;0.M"föUeb" Lbel drr Od» Ni) ton tzriyji, ^WmrllGrihlr! >" vor, Nidda du' br; d» PostaW« ^dttwalttt und hr ^sststratro. - H, H 3ordau und da "Hlnbrzu-Sgeselllih^ 5" stattgrsulld»^ der Steinkohle letzter AttfamM- hättgkck. Der vci kleinen Abäudem >er Wahl des 801 tzendrr, hm Muli >rrr, hm Mrifi Zu Beisitzern toutlu buS und TchiffnK l und erklärten, zast thun zu tvvlla aung wurde vichj iirktllstock & Schul''.. 34 belegeneS H»l > Mk. an den Frih na Gebr. RostMr n in dieser Woche u rltstag tverdea ft tz unb Recht-ami In -er Mnex Si- i. Der Schriu, ta tiA DÄM > näherer Wrrsuchi»! statt der Worte ,rc sind die Fasm ic Tchtiueu. ij in der Stille, t v.Haruter unbß- Zur Erinneruuz - htlsige Kirche eine i>i Werthe voll *■ ■mng beeioträchtigt t ise, deuu das Trum schwarz unb W ;• itunmdpnlle F'gl * itwanftiil*8" '* "* H J « >“ tt5' ab, Sie BHF«/ iM «* r a ta Tchlawae. A M im a'“«o* >u LSx ;»s*r SZL « ®"?" tt» ®W1 i 6n«»60 auf«! iWÄi,i; * TO» * 1 ib, * ®V, tt«»r et <» ti .et* I»bI” !lll- • Wie viel bezahlt verliu Mtethe? Im letzten Jahre wurden in Berlin, wie aus einer Statistik hervorgeht, an Miethen 320 Millionen Mark eingenommen. Tine interessante, aber schwierigere Rechenaufgabe wäre: Wie viel Methe wird in Berlin schuldig geblieben? * Dieser Tage ist der Fahrradfabrikant Hugo Neu- mann io Berlin verhaftet worden. Deine Fabrik war eine der ältesten ihrer Art in ganz Deutschland, und blühte, da N. der erste Fabrikant war, der Fahrräder auf Theil- zahlung gab, wodurch er sich einen großen Kundenkreis erwarb. Während er früher einen soliden Lebenswandel führte, erregte er in den letzten Monaten durch seine Verschwendungssucht Aufsehen. Allgemein hielt man N., der, nebenbei be- merkt, wegen Körperverletzung schon viele Anklagen gehabt hat, nicht mehr für zurechnungsfähig, und in Sportkreisen war die Redensart „Neumann ist complett verrückt" zu einem geflügelten Wort geworden. Von den vielen Tollheiten, dle der verhaftete verübt, sei folgende erwähnt: Am 6. August begann tn Halle der 13. Bundestag der Radfahrer- auf dem Bahnhof standen zur Empfangnahme der fremden Gäste die hallenfischen Radfahrervereine. Obgleich kein Zug von Berlin in Halle fällig war, rollte plötzlich doch ein Extrozug in den Bahnhof, bestehend aus 4 Wagen. Dem ersten Wagen entstieg Neumann nebst einigen Freunden, dem zweiten weitere Freunde, dem drittln zwei Diener, und im vierten befanden sich seine Equipage und das Pferd - — acht Tage später erfolgte die Coucursaumeldung. ♦ Magdeburg. 5. September. Schwere Verletzungen bei den Schießübungen in der Nähe von DieSdorf erlitten heute Vormittag drei Feldartilleristen. AlS man ein Geschütz, daS versagt hatte, öffnen wollte, ging die Ladung nach hinten heraus und traf die BeklagenSwerthen, welche mittels Fuhrwerks dem hiesigen Mtlitärlazareth zugeführt wurden. • Seinen 12,000 Pfd. schweren Anker hatte das Panzerschiff „König Wilhelm" bei den letzten Manöver« unter Helgoland verloren. Die Werftdampfer „Fleiß" und „Rival" haben jetzt mit Hülfe von vier Tauchern elf Tage lang nach dem Anker gesucht, denselben aber nicht gefunden. Dabei haben sie aber einen anderen, nicht minder schweren Anker an's Tageslicht befördert, der dem Anschein nach viele Jahre aus dem Meeresgründe gelegen haben muß. Dieser Anker wird nun in den Gartenanlagen der Marineacademie zu titel, wo viele derartige Raritäten zur Schau gestellt find, einen Platz finden. * Eine grauenhafte Mordthat. Seit einiger Zeit wurde inMeiderich (Rheinland) der Bergmann Schulla vermißt. Gleichzeitig waren deffen Frau und drei frühere tiostgänger verschwunden. Die Wohnung der Schulla fand man frisch gescheuert, auf dem Fußboden jedoch Blutspuren. Fine Blutlache wurde auch am Ufer der Emscher entdeckt unb ebendaselbst die Kaffeeflasche und der Regenschirm des Vermißten. Infolge des letzten Umstandes suchte der Bruder beß Verschwundenen die Emscher ab. Dort fand er auch richtig den mit mehreren Wunden bedeckten Leichnam stlii es Bruders. An dem Halse der Leiche waren mit einem Stricke sechs Ziegelsteine befestigt. Man nimmt an, tzah der Schulla in seiner Wohnung ermordet und seine Leiche in die Emscher geworfen worden ist. Der Verdacht lenkt sich natürlich auf die Ehefrau des Ermordeten und seine drei früheren Kostgänger. Die vier Personen sind flüchtig, doch ist man ihnen bereits auf der Spur. • Die Mutter erschossen. Der 24jährige Sohn eines HolzhäudlerS in Rosenheim in Bayern, der bereits seine Mtlttärzeit abgedient hat, manipulirte in unvorsichtiger Weise mit einem ihm zugeschickten neuen Gewehr. AlS die Waffe sich plötzlich entlud, durchschlug die Kugel die geschloffene LHUr und traf die tn der Küche beschäftigte Mutter so un« glücklich tn den Kopf, daß diese sofort tobt umfiel. • Die Vendetta eine» Galeerensträflings. Auf der Insel Procida kehrte nach verbüßter zwanzigjähriger Bagno- firafe der Bauer Antonio Carava in sein Besitztum zurück. 6r war 1876 wegen Fälschung in Neapel zu dieser harten Strafe verurtheilt worden und zwar hauptsächlich auf Grund btr Aussagen seiner eigenen Schwägerin Elvira Pomont. -mm war er zurückgekehrt, bewaffnete er sich mit einem tzkwehr und legte fich in einen Hinterhalt, wo die Verhaßte lldends gewöhnlich mit ihrer Tochter vorüberzugehen pflegte, tr streckte zuerst die Mutter durch einen Schuß in den Mcken nieder, dann die Tochter. Hierauf rannte er zu fortr Behausung und erschoß dort noch ihren einzigen Sohn, ber gerade vor der Thür saß und Mutter und Schwester uw artete. Am anderen Morgen stellte er sich den Cara- iiaieri und wird nun auf Lebenszeit in den Bagno zurück- tanbern. Wie er erklärte, hätte er nicht länger leben Liintn, ohne seiner Rache durch Ausrottung der ganzen z-lmilie Lust gemacht zu haben. * Frankreich erhebt schon seit 1893 eine jährliche Fahr« tadsteuer von 10 Frcs. pro Rad, ohne daß die franzö- flchen Radfahrer darüber besonderes Lamento erheben. Als ii: Erhebung einer derartigen Steuer in Frankreich vor dei Jahren eingeführt wurde, legte man bei Feststellung itr Höhe derselben eine Zahl von 120,000 besteuerbaren Fährrädern zu Grunde- aber schon im Jahre 1895 fanden 240,000 Erhebungen statt und zu Anfang dieses Jahres fhcg die Steuerliste auf 322,000 Nummern, welche das ftbsche Sümmchen von 3,200,000 FrcS. ergaben! * DaS Paradies der Dienstboten. Aus London wird berichtet: Neu-Seeland ist das Paradies der Dienstboten. Dort genießen sie eine gesellschaftliche Gleichberechtigung, wie in keinem andern Lande der Welt. Gegen- bärtig liegt der Legislatur eine Bill vor, welche bestimmt, ba§ jedem Dienstboten allwöchentlich ein halber Tag frei- gigrben werden muh. Die Gemahlin eines früheren radialen Premierministers von Neu-Seeland, Lady Stout, sonst itne große Frauenrechtlerin, macht auf die bedenklichen Folgen dieser gutgemeinten Bill aufmerksam. Die große Nenge der Dienstmädchen in Städten kommt vom Lande inb» hat keine Verwandte in der Stadt. Nach der Vorlage muß das Mädchen einmal die Woche von 3 Uhr Nachmittags bis 10 Uhr Abends aus dem Hause gelassen werden. ES bliebe ihnen nichts übrig, als in den Straßen zu paradiren. Sie dürften nach den Vorschriften des Gesetze» nicht einmal nach Hause gehen, um etwas zu effen. Ihre Herrin muß nämlich Lstr. 5 Strafe zahlen, wenn das Mädchen während der angegebenen Zeit irgend welche gewöhnliche Handarbeit verrichtet. • Sine LiebeStragodie hat fich in den jüngsten Tagen in StrahlheimsTouriften-Hotel in Bergen (Norwegen) ereignet. Seit sieben Wochen wohnte dort ein junges deutsches Paar, das sich als Eheleute v. Hammer in die Fremdenliste hatte aufnehmen laffen. Am SamStag Abend fielen in deren Zimmer zwei Schüsse. Man fand den Mann tobt, die Dame durch einen Schuß in den Kopf verwundet und wurde dieselbe in ein Hospital gebracht. Aus einem Briefe an die Eltern des jungen Mannes geht hervor, daß diese die Heirath mit der Dame, einer Jüdin, nicht haben zugeben wollen, und daß daS Paar deshalb zu sterben beschloß. • Ein beklagenSwerther Vater. In Odessa lenkte dieser Tage ein alter, vornehm gekleideter Herr auf der Abendpromenade dadurch die Aufmerksamkeit auf sich, daß er verschiedenen Personen mit leiser, bebender Stimme die Frage vorlegte: „Haben Sie nicht meine Ssonia gesehen? Ach Gott, meine Ssonia!" — ES wurde polizeilich festgeftellt, daß der Fragesteller ein reicher, aber geisteskranker Gutsbesitzer aus dem nördlichen Kaukasus war, dessen jugendliche Tochter von seltener Schönheit in Moskau bei der Chodynski- Katastrophe umgekommen war. In Folge deffen verfiel der arme Vater in Wahnsinn und bringt seit dieser Zeit keine anderen Laute als nur jene leisen, klagenden Warte über seine Lippen. Der Unglückliche wird jetzt in eine Irrenanstalt untergebracht. * Amerikanisches tzotelerlebniß. Mister Brown hatte einen Besuch in einem Hotel Philadelphias zu machen. Er läßt im Empfangsraum seinen Regenschirm stehen, nachdem er an den Griff vorsichtshalber einen Zettel folgenden Inhalts befestigt hat: „Dieser Schirm gehört einem Akrobaten, der Rippenstöße von 250 Pferdekräften auStheilen kann. Ich komme in drei Minuten wieder!" Nach Beendigung der Visite begibt sich Mister Brown wieder nach dem Em- pfaugSraum, sucht aber dort vergeblich nach seinem Schirm. Er findet nur ein Billet vor: „Diese Karte hat ein Schnellläufer zurückgelaffen, der spielend 20 Meilen in der Stunde zurückgelegt. Ich komme nicht wieder!" ♦ „Für Kinder ist da« Beste eben gut genug!" (Goethe.) Staatsmänner, Nationalöconomen und Aerzte find längst auf die beängstigend große Kindersterblichkeit unserer Zeit auf> merksam geworden. Dieselbe ist aber vorwiegend eine Er- nährungSfrage, denn in der richtigen Ernährung liegt die sicherste Gewähr für die Erhaltung und gedeihliche Ent- Wickelung des Kindes. In allen Fällen aber, wo die Er- nähruvg mit Muttermilch gar nicht oder nur unzureichend erfolgen kann, sowie in den schwierigsten Fällen der Entwöhnung ist NestleS Kindermehl der vollkommenste Ersatz für die Muttermilch. Dieses Milchpulver aus bester Schweizermilch ist billig, höchst einfach zuzubereiten, verur- sacht keinerlei Verdauungsbeschwerden, schmeckt gut, wird gern genommen, und die Kinder entwickeln sich sichtlich und freudig danach. » Siu vorzügliche» Mittel gegen alle lästigen Insekten, wie Fliegen, Schnacken, Wanzen usw. ist das von Apotheker Lahr in Würzburg hergestellte „Dalma". Die Wirkung besonders bei Fliegen ist wirklich überraschend und kann man in wenigen M'nuten seine Räume von diesem Ungeziefer gänzlich befreien. * Riesenzwillinge. Auf dem Meßplatz in der Ostend« straße zu Frankfurt a. M. ist gegenwärtig das „größte Naturwunder" zu sehen, nämlich zwei dreijährige Zwillinge, ein Knabe und ein Mädchen, die zusammen 230 Pfund wiegen. Sie heißen Heini und Lini Poelmann und stammen aus OstfrieSland- die Kinder stammen von normalen Eltern uyd waren bei ihrer Geburt normal, erst später entwickklie sich Appetit und WachSthum. » Das SnbmiffionSwesen zeitigt immer wieder merkwürdige Abweichungen in den Forderungen. Bei der Ver- gebung der Malerarbeiten für den Neubau der Schule in Zeitz betrug das höchste Angebot der Ausführung 4038 und das niedrigste 1999 Mk. ♦ Zm Feuer. Junger Mann (im Theater, zu dem neben ihm sitzenden Fräulein): „Wenn ich gewußt hätte, Fräulein, daß Sir dieses Trauerspiel so rührt, bei Gott, ich hätte den Dichter durchgeprügelt!" • Schelmische Schlagfertigkeit. Ein Angeklagter, welchen die Geschworenen des Diebstahls für schuldig erklärten, wurde vom Gerichtspräsidenten bei Festsetzung der Strafe gefragt, waS er vorziehe, ArbeitSbeuS oder Gefängniß? worauf derselbe sofort erwiderte: „Herr Präsident, machen Sie es, wie wenn es für Sie selbst wäre!- Citeraiur rrnb Arrrrst» — DaS 70. Hest der „Wahrheit", Halbmonatsschrift zur Vertiefung tn die Fragen und Aufgaben des Menschenlebens; herausgegeben von Ehr. Schrempf (Preis vierteljährlich Wk. 1 80, Stuttgart, FrommanS Verlag) bringt über actuelle Stoffe zwei intereffante Artikel. Der aus seinem Proceß gegen Stumm bekannte Pfarrer Kölschke weiß über Armenien Ausschlüsse zu geben, die der Leser sonst nicht so leicht erhält. An daS 7. deutsche Bundeskegelfest knüpft ein AnonymuS die geziemenden Betrachtungen über die in Deutschland wüthende Sucht, Feste zu feiern, an. Aber auch guten historischen und lilterarischen Essays begegnen wir wieder im vorliegenden Hefte. Es sei nur darauf hingewtesen, mit welch' selbstständigem Verständniß Dr. Armin Seidl über Carlytos Helden- Verehrung geschrieben hat. — Zola8 allenthalben so viel Aufsehen erregender Roman ist nunmehr auch in der bekannten Halbmonatsschrift „A«s fremMtt Zunge«" (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt) vollständig erschienen und gleichzeitig auch in einer Buchausgabe in 3 Bänden (Geheftet Mk. 6.—; elegant gebunden Mk. 8.-) in demselben Verlag zur Ausgabe gelangt. Neben diesem neuesten Werke des französischen Romanciers brachte „Aus fremden Zungen" noch den großen, to England mit sensationellem Erfolge aufgenommenen Roman „Der Manksmann" von Hall Caine, und ein neuer Roman aus dem Finnischen: „Die Gattin des Pfarrers" von Juhani Aho, hat soeben begonnen. Ferner finben wir in den letzten sechs Heften noch folgende kleinere novellistische Arbeiten: „Das silberne Crucifix" von Antonio Fogazzaro und „Freigesprochen" von Bruno Sperani (auS dem Italienischen); „Auf der Wolga" von Wladimir Koiolenko und „Lydia" von P. Boborykin (auS dem Russischen); „Sein Sohn" von Emilie Seipgens (aus dem Holländischen); „Valborg" von F. C. van der Burgh (aus dem Dänischen) Diesen kleineren gewählten Prosawerken von modernen Autoren verschiedenster Nationalität reihen sich e Icfene poetische Gaben von fremdländischen Dichtem unb Dichterinnen an. Neben neuen Gedichten von Ada Negri findet man Poesien von den Franzosen Paul Verlaine unb Louis Bouilhet, dem Rumänen M. EmineScu, dem Kroaten Hugo Badalic, sowie italienische und litthauische Volkslieder, sämmtlich sorgfältig inS Deutsche übertragen. Die Rubrik „Don Diesem und Jenem" endlich enthält intereffante literarische Notizen mannigsachen Inhalts, ßlteraturfreunben, bie sich über bk neuesten unb bemerkenS- wertbesten ausländischen Erscheinungen auf dem Gebiet der Belletristik durch gute Uebersetzungen auf dem Laufenden erhalten wollen, fei diese Zeitschrift aufs neue empfohlen. — ein früher Herbst. Die Metereologm verkünden einen frühen Herbst, hoffen wir, daß eS ein recht sonniger fein werde. Für die Frauenwelt tritt damit das Interesse für die herbstliche Mode tn den Vordergrund; sehr zur rechten Zeit kommt deshalb Heft 24 der „Wiener Mode", mit welchem der neunte Jahrgang würdig schließt. Ungefähr 80 Abbildungen sind der Toilette unb Hanbarbeit ge- roibmet, außerbem ist dem Hefte eine farbige Beilage von bemerkenS- werther Schönheit der Ausführung beigegeben. Abonnentinnen erhalten Schnittmuster nach Maß gratis von der Administration der „Wiener Mode", Wienstraße 19. — „Velo-Sport", Lahr i» B. Jllustrirte Sportzeitschrift für das gesammte Radfadrwefen, pro Quartal Mk. 1 50 bei jeder Postanstalt. — Inhalt der Nummer 28 (22 Seiten stark): Noch einmal das Schrittmachen. — Flieger unb Stayer. — Deutschlanb. — Auslanb. — Chronik. — Pariser Briese. — Der Fall Arnolb- Kley. — Ein neuer Weltbund. — Rennberichte. — Sports-Kladde- raddatsch. — Eingesandt. — Ausschreibungen. — Elsaß Lothringen. — Briefkasten. — Illustrationen: Zwischen zwei Feuern. Verkehr, £atte* tmfc Velk»wirth schäft- Gieße«, 8. September. Marktbericht. Auf dem heutige« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JC 1,05-0,00, Hühnereier pr. St. 6-7 H, 2 St. 00 H, Enteneier L H, 2 St. ' v 4, Gänse- eler pr. St. 00—00 H, Käse pr.St.5-8^, Käfematte pr. St. 3 Erbfen pr. Liter 16 4, Linfen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar JL 0,60 biS 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück X 0,55-0,80, Enten pr. Stück JL 1,60—1,80, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochfenfleifch pr. Pfd. 70-74 Kuh° und Rindfleisch pr. Psd. 64-68 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 4, Schweine, fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr- Df^ 50—l0 ch, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 3, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 BO bi« 8,00 Jt, Weißkraut pr. Stück 0-00 Zwiebeln pr. Gentner X 3,50—4,00, Milch pr. Liter 16 - Das Technik«« Mittweida, eine staatlich beaussichtigte höhere maschinentechnische Fachschule mit elecirotechnischem ^nstOut, zählte im vergangenen 29. Schuljahre 1677 B sucher, bie der Ab- theilung für Maschinen-Jngenieure und Electrotechniker bez. der für Werkmeister unb Monteure angehörten. Die Geburtslänber ber Besucher vertbeilten sich auf alle fünf Erbtheile unb die Altersgrenzen bildeten das 17. und das 58. Lebensjahr. Der Unterricht des Wintersemesters beginnt am 15. October unb die Ausnahmen zu dem am 21. September beginnenden unentgeltlichen Vorunterricht finden von Mitte September c. täglich statt. Nähere Auskunft gibt bas auf Verlangen von dem Secretariat deS Technikum Mittweida kostenlos abgegebene Programm mit Bericht. Witterungsbericht vom 7. September. Das barometrische Maximum bat sich von Nordwesten her über das Nordsee-Gebiet und über Scandinavien ausgebreitet und auch in Central-Europa zeigt der Luftdruck eine Zunahme. Hierdurch wurde ber niedere Druck nach dem Osten deS Erdtheiltz zurück- Ofbianftt, doch haben sich einerseits am Südfuße ber Alpen noch Neste relativ nieberen Barometerstandes erhalten, anbererseils scheint von Westen her eine neue Depression herüberzurücken, lieber Süb- deutscbland ist bie Witterung noch unbestänbig geblieben unb fielen am Morgen im südlichen Bayern unb im Alpengebiet vielfach Niederschläge. Vom SentiS wird neuerdings bedeutender Schneefall gemeldet. Bo,a«A«»UiGa »Ittmmei Im Allgemeinen Fortdauer des unbeständigen WetterS, höchstens vorübergehend Aufklärung___________________________ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 8. ©tplbr., Mittags zwischen 11 unb 12UH>: Wasser 12'/,, Luft 13°. Rübsamen'sche Babeanstalt. Henneberg-Seide — nur ächt, wenn birect ab meiner Fabrik bezogen - schwarz weiß unb farbig, von 60 Pf. bisMk.18.65 per Metergestreift, karrirt gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual.und 2000 veisch. Farben. Dessins rc.), porte- und steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend., 197 Seiden - Fabriken 6. Henneberg (k. u. k. hoa.), Zürich. Spezialität: Lieferung von Werken aller Art gegen Teilzahlungen. V 77 Prachtbände zu je 10 Mark. Die vorliegenden Bände 1 — 8 lie- ’ fere ich eofort, die übrigen nach Erscheinen. Eine vorteilhaftere Erwerbung dieses das gesamte menschliche Wissen umfassenden Universalwerks gibt es nicht. 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