1SDG Sonntag den 9 August Erstes Blatt Ur 186 virrteljährigkr Kenerat-Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Ureis Gieren Hratisöeitage: Gießener Aamitienökätter 3. 4. 5. it vorzüglich^3 6. 7. Bullen: Bullen den Mk 45 // n n Preis zu 40 3) ein Mk. zu 11) fünf 8) 9) 10) w n n 45 40 30 40 // n H A. Für schönsten 35 30 25 20 15 10 70 60 50 40 30 50 ff If Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» falzenden Tag erscheinenden Nummer bi- Vorm. 10 Uhr. Preise n n v H // Mk. n n n n n Mk. // 1) für 2) „ Mk. // tf n n ff theiligev. 2. Sämmtliche 9 Uhr auf treiben und Commission aufzustellenden Thiere find bis Morgens dem Vtehmarktplatze zu Grünberg aufzu- von den Besitzern auf den ihnen von der angewiesenen Ständen aufzustellen. Nur Gattung auch zu übertragen. Gießen, den 17. Juli 1896. Den Vorstand deS landwirthschaftlichen BezirkSvereinS Gießen Carl Jost, RegiernngSrath i. P. „biden, Gtafiwta vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Nedacttou, S^pedtti» und Druckerei: Schutstraße Fernsprecher 51. Ion. ==== end in sonst slls. Shmpalhie und Beileidsbezeugungen anläßlich deS Unterganges deS Kanonenbootes „Iltis" auszusprechen. Berlin. 7. August. Die „Nationalzeitung" bezweifelt die Richtigkeit der Meldung, daß der Gesetzentwurf, betr. die Organisation des Handwerks, die Zustimmung de» BundeSrathS unter allen Umständen finden werde. In Süd- und Mitteldeutschland sei daS Jnnungswesen fast Überall voll- tändig auSgestorben, so daß die Zustimmung der betreffenden Staaten zu der Organisation problematisch erscheine. Berlin, 7. August. Dem angekündigten neuen Colonial.Scandal wird sich der „Volkszeitung zufolge noch ein zweiter anschließen, bei welchem ein englischer Beamter die Hauptrolle spielt. Berlin, 7. August. Die preußischen Bischöfe werden auch dieses Jahr in Fulda zu gemeinsamen Be- rathungen zusammenkommen. Die Conferenz beginnt Diens- tag den 18. August unter dem Vorsitz deS Cardtnalerzbischofs von Köln. Bad Ems, 7. August. Prinz Georg von Preußen ist nach beendetem Kurgebrauch nach der Schweiz abgereist. Wesel, 7. August. Heute Vormittag 10 Uhr fand hier, selbst dte feierliche Einweihung der vom Geheimrath Adler restaurirten protestantischen Willibrodi-Kirche statt. Der Feier wohnte in Vertretung deS Kaisers Prinz Heinrich von Preußen sowie die Kaiserin bei, ferner die Minister v. Boetticher, Thielen, v. d. Recke, dte Spitzen der Militär- und Ctvtlbehörden. Die Kaiserin und Prinz Heinrich wurden vom Pros. Adler, der Geistlich- keit und dem Oberbürgermeister Dr. Fluthgras vor dem Portale der Kirche empfangen. Den Weiheact vollzog Super- intendent Umbeck aus Kreuznach. Im Anschluß hieran sand tm großen Rathhaussaale, wo sür dte Allerhöchsten Herr- schasten an der Stirnseite ein Baldachin errichtet war, Setten» der städtischen Behörden ein Festact statt, bei dem Ober- bürgermetfter Dr. Flnthgraf die Ansprache hielt. Hieraus wurde der Kaiserin und dem Prinzen Heinrich der Ehren- trunk credenzt. Nach Beendigung des Credenzacte» brachte Oberbürgermeister Dr. Flnthgraf ein Hoch auf den Kaiser und dte Kaiserin ans, in das die Festversammlung begeistert etnstimmte. Prinz Heinrich erwiderte sodann auf dte Ansprache deS Oberbürgermeisters Dr. Fluthgras, er danke im Namen deS Kaisers, der herzliche Empfang sowie die ganze EinwethungSseier seien Zeugen der guten Gesinnung der Bevölkerung zum Herrscherhause. Der Prinz leerte den ihm credenzten Becher auf daS Wohl der Stadt Wesel. — Der Feier im großen Rathhaussaale wohnten 70 Personen bei, darunter außer den anwesenden Ministern der Ober- präfident, der Regierungspräsident, vier holländische Geistliche, dte beiden belgischen und holländischen Specialgesandten. Kurz nach IV/a Uhr wurden die Kaiserin und Prinz Heinrich von dem Bürgermeister und vier Beigeordneten an den Wagen geleitet und hierauf erfolgte die Rückfahrt nach dem Dampf- schtff-Landeplatze an der LtPPebrücke. Mittag« erfolgte dte Abfahrt mittelst Salondampfers nach Ruhrort. Vor dem Besteigen deS Dampfers sagte dte Kaiserin Dank sür den herzlichen Empfang und grüßte noch fo lange mit dem Taschentuche, als der Dampfer sichtbar war. Dem Salondampfer folgte ein von der Köln-Düsseldorfer Dampfschifffahrts-Gesellschaft für die übrigen Gäste, Vertreter der Preffe rc. zur Verfügung gestellter Dampfer, welcher indeffen in Ruhrort nicht landet, sondern wieder um 3^2 Uhr in Wesel eintrifft. Ruhrort, 7. August. Am Denkmalsplatze trafen die Kaiserin und Prinz Heinrich in vierspännigem Wagen mit Spitzenreiter um 2« Uhr ein. Prinz Heinrich trug große AdmtralSuniform. Die Toilette der Kaiserin bestand aus einem hellblauen Kleid, dunklerem Mantelet, gelber HalSrÜlche und Hut mit gelben Rosen und weißer Reiher- aigrette. Im Gefolge befanden sich Geh. Rath v. LukanuS, die Minister v. Bötticher und Thielen, sowie RegterungS- präsident von Rheinbaben. Zum Empfang waren erschienen die Damen Frau GerichtSräthin Carp, Frau Ww. Hantel, Frau Bürgermeister Bemme, Frau Landrath Hammacher. Dte Tochter des GerichtSraths Carp überreichte der Kaiserin ein prachtvolles Orchtdeen-Bouquet. Währenddem ertönten Fanfaren und Glockengeläut. Nach der Vorstellung einiger Stadtverordneten durch den Oberpräfidenten Raffe fand ein Cercle im Kaiserpavtllon statt. Dann erklang der Festgesang : „Heil Kaiser Wilhelm II." und hieraus dankte der Vorsitzende des Denkmals-AuSschuffeS, AmtsgerichtSrath a. D. Carp, in erster Linie sür die Anwesenheit der Kaiserin und deS Prinzen Heinrich. Redner sagte wörtlich: Als am 18. Januar 1871 im Spiegelsaale deS alten sränkischen KönigSschloffeS zu Versailles der große Kanzler Bismarck die Kaiserproclamation verlas, da jubelten auch wir und fangen mit dem großen Dichter: „Vorbei dte katferlofe, dte schreck- preiswürdige Thiere werden prämttrk und zwar: a. Bullen im Alter von 1 bis 2*/a Jahren, b. Rinder, welche sichtbar trächtig und c. Kühe, die sichtbar trächtig sind oder frisch gekalbt haben. Diese Thiere müffen selbst gezüchtet oder znm Zweck der Zucht mindestens 2 Monate vor der Preisverthetlung erworben worden sein und folgenden Raffen angehören: a. Bullen dürfen nur der reinen Vogelsberger oder der reinen Simmenthaler Rasse angehören. b. Mutterthiere ebenfalls nur der reinen Vogelsberger Raffe. Mutterthiere, welche eine weiße Färbung am Euter zeigen, werden erst in zweiter Linie prämiirt. c. Mutterthiere der reinen Simmenthaler Rasse- sowie auch dann, wenn solche wenigstens ausgesprochen des Simmenthaler Typus find. Unter sonst gleichen Verhältnissen erhalten selbst- gezüchtete Thiere bei der Prämiirung den Vorzug. Hinfichtlich der Bullen Simmenthaler Rasse ist urkundlich nachzuweisen, daß solche entweder direct aus dem Simmenthal eingeführt worden sind oder daß dieselben anS einer Reinzucht stammen. An Preisen werden aus VereinSmitteln gewährt: B. 6) zwei 7) „ Simmenthaler Rasse Vogelsberger Rasse Alle Annoncen.Bureaux deS In- und AuSlandr- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Bekanntmachung. Der landwirthschaftliche Bezirksverein deS Kreises Gießen wird Donnerstag den 27. Auguft 1896 auf dem Viehmarktplatze zu Grünberg gelegentlich des DiehmarkteS eine Diehpreisvertheilnng veranstalten, für welche die nachstehenden Bestimmungen getroffen sind: I. Bezüglich der von dem landwirthschaftlichen Bezirks- Verein zur Ausführung der Biehpreisvertheilung zur Verfügung gestellten Mittel in dem Betrage von 500 Mk. 1. An der Ausstellung können sich alle im Kreise Gießen wohnenden Viehzüchter, Viehhändler ausgenommen, be- Wolff» telegraphische« Eorrespondenr-Bure«. Berlin, 7. August. Wegen Beleihung deS Getreides durch die Reichsbank ergingen auf Antrag von Landwirthen zwei vom 29. Juli und 1. August d. I. battete Antwort- chreiben deS ReichsbankdirectoriumS, die den preußischen Bankanstalten zur Kenntniß gebracht find und von der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht werden. Die Antwortschreiben führen die Bedingungen auf, welche die Reichsbank bezüglich der Begründung und Erhaltung des rechtswirksamen Pfandbesitzes sowie hinsichtlich der Revision und Conservirung des PfandobjrcteS stellt. Berlin, 7. August. Die Abendblätter melden: Der Kaiser unternahm gestern und heute einen Spaziergang im Schloßparke von WilhelmShöhe. München, 7. August. Dritte und letzte allgemeine Sitzung des internationalen PsychologencongreffeS. Dr. Franz Brentano (Wien) sprach zur Lehre über die Empfindung. Er führte aus, daß man von einem Empfindungsraum sprechen müsse. Jedenfalls müffe in einer Art räumlicher Kategorie das JndividuationSprincip der finnlichrn Qualität erblickt werden. Qualität für Qualität erweise sich in diesem SinneS- raum undurchdringlich. Die Multiplicität bestehe ohne Zweifel wirklich. Dr. Hermann Ebbinghaus (Breslau) sprach über eine Methode zur Prüfung geistiger Fähigkeiten und ihre Anwendung bei Schulkindern. Im Anschluß an die vom Breslauer Magistrat angeregte Untersuchung über die Wirkung fortgesetzter Unterrichtsstunden auf die Aufnahmefähigkeit der Schüler führte er aus, daß man erst eine richtige Methode habe suchen müssen. Weder die Anwendung der RechnungS- probe, noch der Gedächtnißprob^ erweise sich als geeignet. Am besten könne man die geistige Fähigkeit und Leistungsfähigkeit durch eine Combinationsprobe prüsen, indem man den Schülern ein ihrem Auffassungsvermögen angepaßtes Lesefiück vorlege, in welchem Worte und Silben fehlen, die der Schüler ergänzen müsse. Er werden noch zwei Vorträge folgen und dann der Congreß geschloffen werden. Lille, 7. August. Infolge des zwischen den Arbeitgebern und den Gießern der hiefigen Metallwaarenfabriken getroffenen Abkommens nehmen die Gießer die Arbeit wieder auf. Der Strike ist definitiv beendet. Brest, 7. August. Präsident Faure besichtigte heute Vormittag die Truppen und begab sich sodann zum Frühstück nach der Handelskammer. Er schifft sich heute Nachmittag zur Flottenrevue ein. Christiania, 7. August. Der Herausgeber des „NorSke Landbladet", welcher sich nach Spitzbergen begeben hat, theilt in einem Telegramm aus Spitzbergen vom 4. ds. Mts. mit, Andrse, der, wenn der Wind nicht bald günstiger werde, den Ballon einpacken und bis zum nächsten Jahre warten wolle, habe drei Brieftauben von Bären-Eiland, drei von Hornfnnd in Spitzbergen und fünfzehn von dem Aufsteige- platze abgesandt. Petersburg, 7. August. In Gegenwart des Ministers des Innern fand heute die Grundsteinlegung deS ersten städtischen Arbeitshauses zur Erinnerung an die Geburt der Großfürstin Olga statt. Depesch« be» Bnre« »Herold*. Berlin, 7. August. Wie au» Kassel gemeldet wird, kehrt Prinz Heinrich morgen Abend von Essen nach Kiel zurück. Die Kaiserin sährt gleichfalls morgen Abend mittelst Sonderzuge» von Essen nach WilhelmShöhe. Berlin, 7. August. Dem „Berl. Tagebl." zufolge ist von einer Demission deS Reichskanzlers an ein- geweihter Stelle nichts bekannt. Der Reichskanzler ist gestern ia bestem Wohlsein von Aussee zunächst nach München gereist und dürfte am SamStag oder Sonntag wieder in Berlin eintreffen. Es sei allerdings nicht ausgeschloffen, daß er auf der Reise nach Berlin WilhelmShöhe berühre, um dort dem Kaiser Vortrag zu halten. Berlin, 7. August. Die Vorstellungen deS „Gehängten" im Paffage-Panopticum sind polizeilich inhibirt worden. Berlin, 7. August. Zu den Verhaftungen in der An- gelegenste des Attentats gegen den Polizeiobersten Krause wird gemeldet, daß das Vorverhandlungsverfahren bereits in den Händen des Untersuchungsrichters liegt, der auch die Verhaftung der Frau Gürtler anordnete. Ob die Vor- Untersuchung zu einer Anklage führen wird, läßt sich vor- läufig noch nicht übersehen. Berlin, 7. August. Präsident C leveland hat, wie wir erfahren, den amerikanischen Botschafter in Berlin, Uhl, telegraphisch beauftragt, dem Deutschen Kaiser seine Der Gießener JUqciger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag-. Die Gießener Itamitienvläller »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. ln' deich» v. • ich der ' UA ®ro6un H H boh ? ’01 besten @Qt ÄS H-'«° L ®en »ThlerquSla n A felD, ter "l «8<»«4t t)at '«“bl, Ratten ' SJ,lln ,ihl° Et Mo 65 t lt|j|tlt™ mb otblttt g 'Ml?"” *lr ’ "lmiker eine Setit fammelten: m 25. Juli an keil! Öen. 75 Klinik» i-, ntefiteten Heften ab:- das Testiren K ster vorzunehwen. runde. Die Klinik« ischen Arbeiten übn> theoretischen Studiu lange Ferien. 4) „ „ „ 80 5) zwei Preise zu 20 Mk. uen MilcMaMW en. 00,000 Liter. :1 goldene MedaHle^ Kinienoe ändernd schweüernul^ ftse äider** Jaalich. 1 gcr? -infacb t» it|'■ ' h=is5C“ ] for »ffirabt 8r Logis ta: ck zu nermiethm. MirteS Zimmer mttsi ien. RLu-bm, Zusammen 6 Preise in dem Betrage von 200 - Für Kühe und Rinder Coicßcnct Anzeiger “ss lnrLLiche»» Theil. Gefunden: 1 Ring, 1 Armband, 1 Atlas, 1 Hand- schuh, 2 Kinderschuhe, 1 Taschentuch, 1 Badehaube, 1 Henkel- körbchen mit Inhalt, 1 Paar Turnschuhe, 1 Haarkamm, 1 Fischernetz, 1 Hundehalshand und 1 Hundekette. Gießen, den 8. August 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. itn schön möblirtes x Tmietben. Leltertvz M. Zimmer per fr auf Sßunfdj auch etnWAk ßbV Mmn mit Su _____________Sreq oriineinLnderg,mU5 hen. Da»mstratzr t Irbeiter kö men Kost ur _________S-ageibttt imeSttJiM m Eingang, Wttbtmfr j ü, eoent mit Mm wf, anderweit zu wn* im Hause SehuUtrameM iabrik, Giess Zusammen 15 Preise in dem Betrage von 300 Mk. II. Bezüglich der von der Stadt Grünberg zur AuS- fiihrung der BiehpretSvertheilung zur Verfügung gefreuten Mittel in dem Betrage von 200 Mk. gelten ebenfalls vorstehende Bedingungen, jedoch sollen auS diesen Mitteln auch nicht im Kreise Gießen wohnende Züchter bei Vorführung dort preiswürdigem Vieh mit Prämien bedacht werden. III. Es bleibt dem Ermeffen der PrämiirungScommission überlassen, die bestimmten Preise innerhalb deS Gesammt- bttrageS je nach der Güte der ausgestellten Thiere jeder geflüchtet. Paris. 7. gram« kündet tember an. Achen, 7. einen Stur m Besitz von den Tagen in Stettin statt. •• Hvvdestatistik. Nach einer Zusammenstellung in den „Statistischen Mtttheilungen" waren im Etatsjahr 1896—96 sächlich umkehren. ♦ Straßburg, 7. August. Gestern Abend gegen 7 *■** I ----- des kleinen Rheines tu den großen Rhein ein schwerer u- glücksfall. In Folge der starken Strömung kippte e» schwerer Dollenzweier, In dem sich drei Mitglieder de» Stratz' Mailand, 7. August. Der Börseuseusal Spinelli ist nach Unterschlagung von Depots im Betrage von 450,000 Lire ♦ Aachen, 6. August. Der Polizei zu Eschwetler ist er gelungen, ein DiebeSpaar festzunehmen, da» in Köln vor einigen Wochen die RetchSbauk uw 20,000 Mark gc« schädigt hat. * Halle, 7. August. Der Bundestag der Radfahrer wählte für den den Vorsitz ablehnenden V o g e l - Königsberg Ludwig H oltbuer-Leipzig zum ersten Bundesvorsitzenden und verlieh Erstei em die Ebrenmitgliedschaft, das go/toc Bundesehrenzrtchen und die BundeSehreuurkunde. * Kiel, 5. August. Erstochen wurde in dem sttlleo, idyllisch gelegenen holsteinischeu Badeorte Albersdorf der Briefträger Siebcke. Die Blutlhat hat die Bewohner und Badegäste in große Aufregung versetzt. Wie die „Siel. Ztg/ berichtet, fand man gestern Morgen den Briefträger Siebcke als Leiche mit einer tiefen Stichwunde im Unterleib neben seinem Hause. Siebcke hatte in der Trunkenheit mit de« Arbeiter Köllner in der vorhergehenden Nacht Streit ange- sangen und sich thätlich au ihm vergriffen. Beim Nachhause- gehen hat Köllner Rache genommen und seinen Gegner tnw gebracht. Der Thäter ist geständig und bereit- ins Gericht»- gefängniß eingeliefert. Der Todte soll ein ruhiger, aber in der Trunkenheit äußerst streitsüchtiger und roher Meafch gewesen sein. - Tilsit, 5. August. Ein Unteroffizier von der 7. Co»« pagnte des hiesigen Infanterie Regiments ließ der „KöuigSb. Allg. ßtg.* zufolge in seiner MavnschaftSstube die Soldattn mitten in der Nacht Hebungen auSführen und bedrohte fie, als diese endlich fich weigerten, mit dem geladenen Gewehr. ES gelang den Soldaten sich zu retten und den Unteroffizier in dem Zimmer etnzuschließen. Der offenbar geisteskrank Gewordene wurde zur Untersuchung seine« Geisteszustandes in das Garnisonlazareth gebracht. ♦ Den originellste« Bahnhof in ganz Deutschland besitzt unstreitig Oldenbrock im Oldenburgischen. Der Bahnhof liegt mitten im Moor und ist über eine halbe Stunde von der Ortschaft entfernt. Die Stelle deS Stationsgebäudes vertritt ein alter, weiß angestrichener Eisenbahnwagen, der die nothwendigsten StationSgeräthschasten beherbergt und die Reisenden gegen die Unbilden der Witterung schützt. Sine Fahrkartenausgabe scheint alS LuxuS angesehen zu werden, denn die Reisenden müffen sich die Fahrkarten erst im Gepäckwagen des betreffenden Zuges lösen. ♦ Am 1. August feierte in Leipzig das Bibliographische Institut sein 70jähr,geS Bestehen mit eine« I Sommerfest, an dem daS gesammte Personal des Instituts theilnabm. Während des Festes verkündete der Chef deS Hauses, daß Herr H. I. Meyer zur Feier de» TageS der Invaliden- und Waisenkaffe die Summe von 100 000 Mt. überwiesen habe. • Chausseegeld wird in verschiedenen thüringischen Staaten noch erhoben. Jüngst wollte nun ein Bürger Nordhansen» mittels eines Motorwagen» nach dem Kyffhäuser fahr». Er wurde aber von dem Lhauffeegelderheber zurückgewiese-, da Wagen ohne Pferde nicht tarifirt feien- er mußte that- liche Zeit!" Redner gedachte sodann de» Fürsten Bismarck und bedauerte, daß dieser durch seinen Gesundheitszustand verhindert sei, am heutigen Feste thrilzunehmen. Schließlich dankte Redner allen, die fich um die Entstehung deS Denkmal» verdient gemacht haben und übergab dasselbe der Stadt. Namens derselben übernahm Bürgermeister Bemme dasselbe und sprach den hohen Gästen ebenfalls den Dank für ihr Erscheinen au». Angeficht» de» Denkmals glaubt Redner Namens der Bürgerschaft Treue für Kaiser und Reich für alle Zeit aussprechen zu dürfen. Schon in den Freiheitskriegen habe die Bürgerschaft ihre Treue durch ruhmvolle Thaten bewährt, und so sei der Sinn der Bürgerschaft geblieben. Er dürfte stolz behaupten, daß staatsfeindliche Be- strebungen hier noch keinen Eingang gefunden haben. Und so soll c», so Gott will, auch in Zukunst sein. Redner schloß mit dem Ruf: Se. Majestät unser allergnädtgster Kaiser und König Wilhelm II. und Ihre Majestät unsere allergnädtgste Kaiserin und Königin Auguste Victoria fie leben immerdar hoch! „ , Ruhrort, 7. August. Das heute enthüllte Denkmal Kaiser Wilhelm» I. verdankt seine Entstehung der ur- eigensten Initiative von Ruhrorter Bürgern und ist auch au» deren Mitteln errichtet. Der Entwurf ist ein Werk Prof. Eberlein »- Berlin. Der Bronceguß der Figuren ist von der Acttengesellschaft vorm. Gladenbeck u. Sohn in Friedrich»- Hagen bei Berlin hergestellt, während die Steinhauerarbetten die Firma Gebr. Zeidler-Berlin ausführte. Das Denk- mal zeigt auf einem Postament von mächtigen Quadersteinen, aus deffen Mitte ein die Kaiserkrone und Aar tragender Obelisk gen Himmel strebt, die Gestalt Kaiser Wilhelms I. in Garde-Jnfanterie-Uniform, das Haupt entblößt, mit der Rechten den vorn wallenden Federbusch gezierten Helm haltend. Zur Linken vor dem Kaiser steht Fürst BiSmarck in Kürassier - Uniform, deffen linker Fuß auf dem Postament ruht, während der rechte auf die vorletzte der drei Stufen gesetzt ist. Beim Entwurf der Gruppe hat sich ihr Schöpfer die Kaiserproclamation in Versailles zum Vorbild genommen. Der Fürst hält mit beiden Händen das Document dieser Proclamation. Hebet den beiden Figuren schwebt ein Genius, die Palme in der Rechten, Jen Lorbeer in der Linken. Den Hintergrund bilden Fahnen und Helmzier- zu Füßen liegen Kanonenrohre. Von den Fahnen trägt die mittelste an der Spitze einen Kranz mit langen Schleifen. Recht» und links vom Denkmal auf einem Sockel de» Hnterbaue» befinden sich zwei Jdealgestalten: der Sieg und die Geschichte. Vor dem Unterbau ruht ein Löwe, welcher die rechte Pranke auf eine feindliche Fahne gesetzt hat. Die Inschrift des Denkmals lautet: „Dem Heldenkaiser Wilhelm I. und seinem großen Kanzler. Die dankbare Stadt Ruhrort." Ruhrort, 7. August. Anläßlich der heutigen Denkmalsfeier wurde dem Generaldirector Thielen der Rothe Adlerorden dritter Klaffe, dem Bürgermeister Bemme1, dem Landrath Hammacher, dem Baumeister StelkeuS und dem AmtSgerichtSrath a. D. Carp der Rothe Adler- orden vierter Klaffe verliehen. Leipzig, 7. August. Die „Leipz. Neuesten Nachrichten" melden au» Berlin: Wir haben schon vor Monaten auf die Absicht deS Fürsten Hohenlohe hingewiesen, nach Erledigung des Bürgerlichen Gesetzbuches die Gelegenheit zu einem glänzenden Abgänge zu benutzen und seinen Abschied zu nehmen. Wir haben damals einen heftigen Sturm gegen unS entfesselt, jetzt Ist die Zeit der Entscheidung nähergerückt, tote wir ja von vornherein annahmen, daß erst die Sommerserien zu Ende gehen müßten, ehe der Wechsel eintreten würde. Jetzt erhalten wir von einer Seite, bei der wohl eine genaue Kenntnlß der Vorgänge als natürlich vorausgesetzt werden kann, die Mittheilung, daß die Demission deö Reichskanzlers unmittelbar bevorsteht. Fürst Hohenlohe werde in Wilhelms- höhe seine Entlastung fordern. Al» Nachfolger werden Graf Hatzfeld und Freiherr v. Marschall genannt. Auch weitere Wandlungen seien nicht auSgeschlosten, so namentlich in der Leitung der Finanzen. Wien, 7. August. Heber Mittel-Steiermark, sowie über Hngarlsch-Hradisch gingen gestern Nacht wieder heftige Unwetter nieder. Saaten und Ernte wurden vielfach vollständig vernichtet und viele Ortschaften theilweise zerstört. Der Blitz zündete vielfach und äscherte eine größere Anzahl Bauerngüter ein. Mehrere Flüsse traten au» und über- schwemmten d e Gegend. Budapest, 7. August. Im Toronthaler Comltat werden seit dem 27. Juli ununterbrochen heftige Erdstöße ver- spürt. Viele Häuser sind dem Einsturz nahe. Die Bevölkerung campirt im Freien. Brüx, 7. August. Zu den in der letzten Nacht hier stattgefundenen Erdsenkungen wird gemeldet, daß die An* * zelchen der Katastrophe gegen 1 Uhr plötzlich so drohend wurden, daß die Bewohner im Parterre de» Glaser'schen Hauses unter Zurücklassung aller Habseligkeiten in» Freie flüchteten. Bald darauf stürzte daS Hau» ein. Die noch im Hause befindlichen Personen wurden mit größter Mühe von 6er Feuerwehr gerettet. Die Trümmer deS Hause» gerieten hierauf in Braud. Fast zur selben Zeit stürzte auch daS HauS de» Baumeisters OpocenSky ein. Dämmt- liche umliegenden Häuser zeigen Riffe und Sprünge. Auch der westliche Thell deS Bahnhofs der Ausfig-Teplitzer Eisen- bahn hat sich gesenkt. Die Bahn mußte den Verkehr ein- stellen. Verluste an Menschenleben find nicht zu beklagen. Die Ursache der Katastrophe ist der Abfluß von Schwimmsand. Die umliegenden Schächte sind intact geblieben. Triest, 7. August. Hier wurde eine Diebesbande verhaftet. Dieselbe hatte seit langer Zeit aus den Freihafenlagern große Mengen Colonialwaaren, besonder» Kaffee, gestohlen und damit einen schwnnghasten Handel getrieben. Rom, 7. August. Gerüchtweise verlautet, der Minister de» Aeußeren habe diplomatische Verhandlungen mit Petersburg eingeleitet, um den Zaren zu bestimmen, dem König Humbert einen Besuch abzustatten. CocaUs tmb Sießen, den 8. August. Für Forstwartaspirauten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog genehmigte eine zwischen dem hessischen Finanzministerium und der 25. Division für den Aushebungsbezirk de» Großherzogthum» getroffene Vereinbarung über die Einstellung und Ausbildung von Forstwartaspiranten beim ersten Großherzogl. Infanterie-Regiment Nr. 115. Die „Darmst. Ztg." veröffentlicht die Vereinbarung mit dem Hin zufügen, daß fie am 1. October d. I. in Kraft tritt, und daß auch Nlchlmilitärpersonen in die zu errichtende Forstwartschule eintreten können. ♦♦ Turnverein. Wie wir erfahren, hat der Turnverein in feiner letzten VorftandSfitzung beschlossen, die am vorigen Sonntag wegen regnerischem Wetter ausgefallenen Aufführungen im Laufe der nächsten Woche abzuhalten, um sämmtlicheu Festkartenbesitzern Gelegenheit zu geben, ihre Karren auSzunützen. Die vorgesehenen Pyramiden, lebenden Bilder, Fack.lreigen, verbunden mit Concert, Feuerwerk und | Tanz sollen alsdann in Stein» Garten zur Ausführung kommen. Nähere» wird noch durch Annoncen in nächster Woche bekannt gegeben. Französischer Deserteur? In eine unerwartete Sltua* tlon ist kürzlich ein junger Oeconomie-Verwalter aus dem Rheinland im benachbarten Dutenhofen, Kreis Wetzlar, gekommen. Demselben wurde von einem hiesigen Stellen- Vermittler in Dutenhofen bei einem dortigen Landwlrth eine Stellung nachgewiesen. In einer Wirthschaft daselbst unter- hielt er sich mit einem zufällig anwesenden Herrn in franzö- sischer Sprache, was zur Folge hatte, daß alsbald derWirthschaftS- raum mit Neugierigen besetzt wurde. Der junge Mann begab fich nun zu dem ihn erwartenden Landwlrth, woselbst er alsbald von dem Ortspolizeidiener überwacht wurde. Eine Anzahl Bauern umzingelten das Gehöft und nun trat der Ortsvorsteher ein und frug den jungen Mann nach seinen Legitimation-papieren. Besondere LegitlmationSpopiere hatte derselbe leider in Gießen bei seinem seitherigen Principal liegen und ein Papier, daS er bet fich führte, wurde zu Un- recht als falsch beschlagnahmt. Hierauf wurde nun der arme Teufel verhaftet und in die nächste Wirthschaft abgeführt, von wo aus derselbe in Gewahrsam kommen sollte. Der Mann hatte also weiter nichts gethan, als mit einem Herrn fich französisch zu unterhalten, was schon genügte, um ihn als französischen Deserteur, Spion oder bergt, zu behandeln. Gegen baß Etnstecken hatte ber Stellungsuchende energisch protestirt unb so gelang es ihm schließlich, mit bem nächsten Zuge toteber nach Gießen zu gelangen. Anzeige wegen wlber- rechtlicher Freiheitsberaubung unb Beschlagnahme seines PapiereS hat der junge Mann bereits erhoben. •• Für Gastwirthe. Die Bezeichnung „Zum Kaiser Wilhelm" barf neueren Bestimmungen zufolge ein Hotel nicht mehr ohne Weiteres tragen, vielmehr ist hierzu bie Erlaubnlß bes Kaiser» zu erbitten. Da» Clvilcabinet zieht, bevor bie Genehmigung erthellt wird, genaue Erkundigungen über die Person deS Eigenthümer» bei ber Polizei bes be- in Darmstadt 2274 Hunde. Mainz hatte 2544, Offenbach 1369, Worm» 876, Gießen 753 Hunde. = Lich, 7. August. Gestern sollte ein Bulle von hier nach Hattenrod verbracht werden. Unterwegs wußte sich der- selbe feiner Fesseln zu entledigen und eilte nun in wüthen- ber Welse im gelbe umher. Seine Führer unb andere in ber Nähe weilende Leute eilten erschreckt davon, einige Heb letten sogar auf Bäume. Nur ber inzwischen herbeigeholte Beterinärarzt Herr Dr. Rreuber von hier behielt kalte» Blut. Derselbe schoß nämlich mit seiner Büchse mit de« ersten Schuß ba» Thier nieber. -o- Ostheim bei Butzbach, 7. August. Die hiesige Einwohnerschaft wurde heute Mittag zwischen 11 und 12 Uhr durch Feu erlärm in Aufregung versetzt. Ein sechsjähriger Knabe hatte den Holzstoß des BäckerS Stenger in Brand gesetzt, wodurch alsbald auch die angrenzenden Gebäude, ei, Holzschuppen und eine Scheuer entzündet wurden. Dieselbe, boten dem Feuer so viel Nahrung, baß fie in kürzester Zeit in hellen Flammen aufloberten. Obwohl bie hiesige Feuerwehr rasch zur Stelle unb ebenso btejenige au6 den umliegenden Orten Butzbach, Niederweisel, Hochweisel und Fauerbach so schnell als möglich herbeigeeilt war, gelang es nicht, deS Elementes Herr zu werden, und bald verkündigten auf- steigende Rauchwolken, daß auch die erst vor wenigen Jahre, erbaute stattliche Nachbarfcheuet des LandwirthS Steiner ii Flammen stand. Bon letzterer sind nur noch die massive, Steinmauern stehen geblieben, während bie oben angeführte» Gebäude vollständig nieberbrannten. Seligenstadt, 6. August. Kürzlich wurde in einer kleine» Gemeinde ein merkwürdiges Pärchen unter außergewöhnliche» Umständen getraut. Der protestantische Bräutigam zählt 65, seine katholische Braut 58 Jahre. Er, Vater von 7 Kmder», tritt in seine fünfte, fie, Mutter von 6 Kadern, in ihre vierte Ehe. Die Civiltrauung vollzog ein katholischer Standesbeamter, die kirchliche Einsegnung ein evangelischer Geistlicher. Al» Organist fuagirte ein katholischer Lehrer und als Balgtreter ein israelitischer Bursche. Beim Einzuge deS Braut- Pärchens intonirte die Orgel daS holde Liedchen: „Stehst Du wohl, da ktmmt er" rc. und nach der Trauung: „Schier 30 Jahre bist Du alt!» N. H. B. An» Rheinhessen, 7. August. Die Verwaltungsorgane unserer Provinz haben die generelle Weisung erhalten, ber fich bemerkbar machenden Vermehrung ber Wirtschaften auf bem Lande energisch entgegen zu treten. August. Ein officielle» Petersburger Tele- ben Besuch be« Zaren für Enbe Sep- Heraklion abgefahren. Konstantinopel, 7. August. Der englische Botschafter forberte nochmals bie Pforte zur sofortigen Einstellung der Feindseligkeiten und strengen Einhaltung de» Waffenstillstände» auf Kreta auf und drohte mit einer Flotten- demonstration im Bosporus. Wien, 8. August. Bel dem gestrigen Unwetter in Goeding (Mähren) kamen fünf Menschen um das Leben. Lüttich, 8. August. Aus der hiesigen Filiale der bei- gischen Nationalbank wurden 2600 goldene 20 Frankenstücke gestohlen. Der Thäter ist ermittelt. Rom, 8. August. Ueber das Befinden deS Papste» werden abermals ungünstige Nachrichten verbreitet. 4^3© Pari-, 8. August. Hier cursirt da» Gerücht, Präsident Faure habe mit Kaiser Wilhelm ein Zusammen- treffen in OSborne bei der Königin Victoria. Paris, 8. August. Von der französischen Münze sind 625 000 für bie russische Regierung geprägte Silber- rubel abgegangen. H. Athen, 8. August. In Janina brach eine Misst- tarnt enteret au». Zwei Regimenter verweigerten ben Abmarsch nach Makedonien, zahlreiche Offiziere und Soldaten wurden verhaftet. Der Gouverneur erhielt mit Hilfe der treugebliebenen Garnison die Ordnung aufrecht. August. Gestern haben 10,000 Muhamedaner auf Heraklion auSgeführt. Sie nahmen Christenhäusern und trieben deren Bewohner auf bie Straßen. Furchtbare ©eenen ereigneten fich habet, viele Personen find umgekommen. Selbst ba» russische Con- fulat wurde nicht verschont. Der Viceconsul Sarro» erlitt schwere Verletzungen. Der Bischof von Heraklion veröffentlicht einen Aufruf an baß Christentum, gegen ben fanatischen J-lam energisch einzuschreiten. Daß britische Krtegßschtff „Hoob" unb der französische Panzer „LinviS" find nach treffenden Ortes ein. Der zwölfte allgemeine VereinStag ber deutschen ÄSStÄÄÄ s 5ÄÄI es... & «**•»1 Sfr« "'"°d Vf % ooo * ' TJ-r ' «Siti' *• IXt.Wß0®e fj) litt ehiflt t ßktrztt rs a «tnontn erira • 6hie tt b WW 0 »litt riv M Rtnb entfl detralhete Kri -sachte ba» adjtiflonotlidlti iic -lbe arid ßinbel ist ben H not aiüt fi • Sin ön Ctrein fnr L pari Me in btilnnft* fltme fcifat ein D et str 1500 Sitzung der getheilf. Sim schaftlichku Z Photographie verkrüppelte» e ihren Sohn, He lieh oft airthtnnen fi beim Vivona bet« Wettbea echtes Xttbif iotitßi fjatf ft lind schmckh fcbtxati, too i eine NMche ianm, tote t btfommt well Zornnier tote • Den s Veralb* bered iabriken mit el Äoch im $a Ht Buchdruck, ®tnn man d weifte Papier vsahreSdurchsc 10'/». der 5 M In ( uffer auf 4\ ^faner mt ber Ruff« •tiiefi Regiment, dai "trolmmübuni iO Xt)lere ?6 Dassn, ft «nb hüt du vdn *®Be, all ^"rchschttg^ 'Die, an Sorti ’lBBllojtj j »ie wl <« I. «<»»«,; . “ f-Hit fr 'Äl» 'm 1 W« «r 4? t-tS" •"—ft; bQbou, . k w. 4> l!t «m. l’ ?)e Wm k ?b Utz Ä *n ©tbaubt" Kurten, Diel, *" >C , ‘ «»■ 8i "? °us ben , ’Mtl unb fta[, es nii lb vnkLMgien n b.ot tottü|tn Ich «btokths Steim » noch bte wchd! 6lt °bm angeHw "urde in einer klein « autzergewüholij! Bräutigam zählt 6; Bater von 7 Mm 1 6 Kinbern, in ih katholischer Staaili augrlischer Gristlitz !-hrer und als Arh Einzuge beS Bru Liebchen: „Silk er Trauung: „(gjfy N. H. $. t AervaltungSorgo Weisung erhalten, b laug bei Wirt! otgegen zu treten. :i zu Eschlveilrr isi: ehmen, baS in Li. d 20,000 Mark p Stag der Radsa-i! :n Bogel-KönigS!: en AM-eSvorsitz!!-' :bschaft, M fit tnuxhnbi. wurde in dem jfe rte AlberSdorsii hat die Bewohnei» Wie die MKl 'en Briefträger W be Im Unterleib * Trunkenheit mit la ,tn Nacht Streit fltn, Seim MN'1 uni feinen Gegner dj ib bereits ins Gericht ll ein rch-rr, abu er und roher W Mr von bet 7.6 :ut6 ließ der M chaftsstube die So - .uSfühlen und bed - n, mit dem gel^ m i- «* ti srs-» &st! "X,s „ Eisenbahnwasu'' s.kn beherbergt uni, arten w fifet j ,s -usesehe« »u Fahrkort--- »st haß Btblt-i" Ü'“.3 wen^’Artj«®' ch b‘”hß., udkt«"! bet 91«»‘ n 3 1 2 W. Steinmüller v. Lang-Göns 40 3 42 66 21 44 40 44 44 66 66 66 26 Pfg. 52 „ 24 , 48 , 22 . 20 „ Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot» Der außto&rtigen Bäcker. Kg. (2 Pfd.) Wettzbrod bet W. Weitzel v. Lang-GönS Aug. Derbcl, Wteseck Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bet L. Steinmüller, Gr.-Linden W. Weitzel von Lang-Göns G. Jacoby o. Alten-Buseck Aug. Deibel v. Wteseck Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bet Balth. Christ Ww. v.Wieseck G. Jacoby v. Alten-Buseck Aug. Deibel von Wteseck Der Brodverkäufer. Dieselben Preise wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 8. August 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. 22 Pfg. 24 „ 38 „ 40 „ Temperatur der Lahn nnd Luft mich Reaumur gemeffen «tn 8. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhrt Master 14, Luft 13°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Witteruugsbericht vom 7» August. Das Maximum behauptet mit fast unveränderter Intensität seine Lage westlich von Jrl«nd und breitet sich von dort aus der Hobe Druck immer weiter nach dem Conttnent zu aus. Dagegen besteht das Minimum am Südfuße der Alpen fort und hat sich sogar noch etwas verstärkt. Auch über Nord- und Ost-Europa lagert niederer Barometerstand. Spectell über Süddeutschl«nd und dem Alpengebiet bestehen beträchtliche Druckdifferenzen in nordöstlicher Richtung und dauert dementsprechend im Alpenvorlande andauernd trübes, unsicheres Wetter an. Die Temperaturen find in Süddeutschland für die Jahreszeit ziemlich tief. Bei wechselnder Bewölkung zunächst noch trüb und regnerisch. aus den Standesamtwwgifterts der Stadt Gietzen. entatbott. August: 3. Leonhard Kaiser, Kaufmann zu Darmstadt, mit Lina Marie Christine Dort Hierselbst. 4. Carl Wilhelm HanS Fabian, Gerichtsassessor zu Ziesar, mit Meta Karoltne Wilhelmine Johanna Mettenhermer hterselbst. 4. Peter Schmidt, Operationswärter dahier, mit Elisabethe Sommer hterselbst. August: 6. Johann Martin Robert Wörner, Kaufmann dahier, mit Auguste Marte Johanna Katharine Hahn Hierselbst. Juli: 27. Dem Fuhrmann Heinrich Pfeil eine Tochter, Maria Barbara. 30. Dem Schuhmachermeister Karl Bonartus eine Tochter. 30. Dem Obermälzer Anton Schmitt eine Tochter, Marie Antonie. 30. Dem Feldwebel Heinrich Schmidt ein Sohn, Heinrich Hans Ferdinand. 31. Dem Maurer Georg Dietz ein Sohn, Georg. Burger RudervereinS befanden, um. Zwei der Jnsafieu des [ HooteS, der Bureaugehilfe Emil Behr und der Kaufmann Adolf Legemann er trauten, der dritte vermochte sich zu lettee. * Nürnberg. 5. August. Etwa eine halbe Million Mark hat der kürzlich verstorbene RetchSrath Lothar von Faber, Besitzer der bekannten Bleistiftfabrtk in Stein, {einen Arbeitern vermacht. Jeder erste Vorarbeiter erhalt nach dem letzten Willen des ErblafferS 500 Mk., jeder zweite Vorarbeiter und diejenigen Arbeiter, welche über 20 Jahre in der Fabrik beschäftigt waren, 400 Mk., Arbeiter unter 20 Jahren Dienstzeit 300 Mk. und mit kürzerer ArbeitS- I bauet 200 und 100 Mk. Für die Wittwen und Waisen skiuer Arbeiter hat der Verstorbene ein Vermächtniß von 100,000 Mk. ausgesetzt, deren Zinsen zu einem Drittel vertheilt und zu zwei Drittel dem Capital zugeschlageu werden sollen. Die Stadt Nürnberg erhält, wie schon erwähnt, fiir Vrrschönerungszwlcke zwei Millionen Mark. • Wien, 7. August. Drei englische Radfahrer, I Mr. Tuuu, Lowe und Fraser, die im Auftrage einer englischen I Sportzeitung eine Reise auf Fahrrädern um die Erde machen, I sind hier etngetroffen. * Hammerfest, 7. August. Ein verwundetes Wal- I roß griff am 25. Juli im EtSineere ein Fangschiff an und | stürzte e« um, wobei der Harpunier und zwei andere I Personen ertranken. * Sine ergreifende Liebesttagodie spielte sich in Kolin ! in Böhmen ab. Die 19jährige Katharina Nadvornik I hatte ein Verhältniß mit einem dortigen jungen Manne, dem ein Kind entsproß. Der Mann löste daS Verhältniß und beirathete kürzlich eine Andere. Aus Verzweiflung darüber sachte das Mädchen den Tod. Sie bekleidete sich und ihr achtmonatliches Kind mit frischer Wäsche, warf daS Kind in die Elbe und sprang selbst in den Fluß. Die Leiche deS «indes ist bereits aufgefischt worden, die Leiche der Mutter ist noch nicht gesunden. ♦ Ein Wunder der Natur. Dem Westfälischen Provinzial, verein für Wiffenschaft und Kunst hat der Metzgermeister Karl Rolle in Brackcl bei Dortmund die „wichtige Mtt- thetlung" gemacht, daß er ein Pferd besitzt, daS nach seiner Nnsstcht ein Bastard von Hirsch und Pferd ist und das er für 1500 Mk. (!) verkaufen will. — In der jüngsten Sitzung der Zoologischen Section des Vereins wurde mit- I lietlheilt: Eine solche Mischung ist natürlich vom naturwiffen« ! schaftlichen Standpunkte unmöglich. Nach der eingesandten Photographie handelt es sich um eine traurige Rofinante mit verlkrüppeltem Halse und ohne Schwanz. • „Wie war die Kost im Manöver?" fragte eine Mutter ihm» Sohn, einen schmucken Einjährigen. — „Ach, Mama, sie ließ oft zu wünschen übrig. Die meisten Quartier- wicthinnen kochten nicht nach meinem Geschmack, und für die beten Bivouakiren von mir selbst bereitete Suppe hätte ich beim Wettbewerb keine Lorbeern errungen. Aber daS Töpfchen echveS Li ebig'S Fleisch > Extract, daS Du mir mitgegeben battest, half stets aus der Noth. DaS hat so manche Speise schnell schmackhaft werden laffen. Auch bereitete ich mir überall, wo nur kochendes Waffer zu beschaffen war, rasch eine treffliche Taffe Bouillon von dem Extract. Du glaubst kavm, wie die nach dem Marsche stärkt- fie schmeckt und bekommt weit besser als Milch, Bier oder Spirituosen, im Sommer wie im Winter." * Den Papierverbrauch der Welt hat der „Newhorker He« alb" berechnet. Danach gibt eS auf der Welt 3985 Papierfabriken mit einer Gesammterzeugung von 7 904 Millionen Bach im Jahre. Die Hälfte dieses PapierS verbrauchen ble Buchdruckereien- 600 Mill. Buch entfallen auf Zeitungen. ÜBrnu man die einzelnen Länder betrachtet, so verbraucht das «ei.ste Papier der Engländer, nämlich H1/» Mill. Buch im Jahresdurchschnitte. Nach ihm kommt der Amerikaner mit 10i/|, der Deutsche mit 8, der Franzose mit 71/2 Mill. Buch. In Oesterreich und Italien stellt sich die Durchschnitts- jlff»rr auf 41/* Mill. Buch, und zum Schluffe kommen der Mexikaner mit 2 Millionen, der Spanier mit 1 */3 Million und der Ruffe mit ls/8 Mill. Buch. • eine kluge Maßnahme. DaS ungarische 14. Husaren- ftegiment, daS in Nyiregyhaza in Garnison liegt, hatte 8chwimmübungen mit den Pferden. Eines Tages wurden la 40 Thiere in die Theiß getrieben. Sie schwammen durch da» Wasser, wurden aber, am gegenseitigen Ufer angelangt, scheu und stürmten in der Richtung auf Csobaj fort. Da ließ der Oberst einem Trompeter daS Signal zum Füttern geben, und kaum vernahmen die Pferde die wohlbekannten Töme, als fie auch schon Kehrt machten, den Fluß wieder durchschwammen und ruhig nach ihren Stallungen zurücktrabten. • Die Neger haben es manchmal faustdick hinter den Ohren- auch haben fie ein merkwürdiges Sprachtalent. In len um Porto Alegro liegenden Colonien, die meist von Ab- simmlingen biederer Hunsrücker bewohnt werden, gibt es j. B., wie man der „Köln. Bztg." berichtet, Schwarze, die ein so echtes „Dettsch" sprechen, als wenn ihre Wiege in Itri Gefilden um Simmern oder Caftellaun gestanden hatte, ein solcher dunkler Biedermann verabschiedete sich dieser Tage im Innern von mir mit dem Bemerken, er wolle in He Siadt, um sich dort etwas zu verdienen, „para matar o bicko“ wörtlich: um das Thierchen tobt zu machen, ein tigenartiger, in ganz Brasilien üblicher Ausdruck für Schnaps- hluEen. Tags darauf fand ich meinen Augusto, so hieß er vavtlich, an der Landungsbrücke tu Porto Alegro stehend, vo gerade ein Dampfer mit neuen Einwanderern anlegte. Alle hatten fich bereits an Land begeben, bis auf ein altes Shapaar, welches rathlos dastand. An diese machte sich La.gufto heran, und nun entspann fich folgendes Zwiegespräch. 6r begann: „Socht ehr JeameS?" Die beiden Alten starrten tztr wundert eine Zeit lang den Schwarzen an, aus dessen Mumde fie solch' heimathliche Klänge vernahmen, bis endlich bie Fran erwiederte: „Njo, de Mayer Johann." „Ei, dä ■1aa:a eich eich weise." Wiederum längeres zweifelhaftes An- famnett des Schwarzen, dann aber fragte die Frau wieder: Brodpreise vom 9. bis 23. August 1896. Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Wettzbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Wettzbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Roggen-Schwarzbrod bet Karl Spamer Roggen-Schwarzbrod bet Ernst Muth, W. Amend und G. Spies . 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod Roggen-Schwarzbrod bei Karl Spamer . Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth, W. Amend und G. Spies „Seid Ehr dann deit ck?" „Dat jo." „Ei, Ehr seid jo I schwarz!" „Ja, wat maint Ihr dann," war die Antwort, I „wann Ehr emol esu lang hier in Brafilie seid, als we eich, dann werdt Ehr aach schwarz." Wiederum lange Pause. I Darauf aber wandte sich die Alte unter großem Halloh der Umstehenden an ihren Mann mit den Worten: „Kumm, Ntkela, mir wolle wieder oft Scheff und fahre haim, in dem Lann elei bleiwen eicy nett." Schließlich übernahm ich eS denn, die Beiden über die wahre Natur ihres „LandSmannS" anfzuklären, was mir nicht ohne Mühe gelang, worauf sie endlich beruhigt mit ihm zum Mayer Johann abzogen. * Eine feste Burg der Ehrlichkeit. Aus Paris schreibt man: M. Lag ässe, einer der eifrigsten Radfahrer deS Pariser BarreanS, pflegt seine Clienten in den Gefängnissen auf seinem Fahrrad zu besuchen. Neulich traf er hoch zu Stahlroß in MazaS ein und richtete an den Gefängniß- | portier die Frage, ob er sein Rad in der Einfahrt stehen ! lassen könnte. — „Seien Sie unbesorgt", erwiderte der brave Mann, „wir haben keine Diebe hier." Mr. Lagasse schüttelte dazu bedenklich den Kopf. • Die praktische Hausfrau. Dame: „Sie waren ja auch tn China, Herr Capitän- ist es wahr, daß man dort Regenwürmer ißt?" — Capitän: „Als Delikatesse sogar - ich habe sie selbst verspeist!" — Dame: „Ach, da kommen Sie doch auf ein paar Tage zu uns, tn unserem Garten nimmt daS Zeug nämlich überhand!" ♦ Drastische Belehrung. Vor einiger Zeit erließ eine geizige englische Dame folgende Anzeige: „Eine Dame von zarter Gesundheit sucht eine passende Gesellschafterin. Sie muß häuslich, musikalisch, liebenswürdig, tn der Pflege erfahren, von gutem Aussehen sein und srüh aufstehen. Temperenz- lertnnen bevorzugt. GemüthlicheS Heim. Kein Gehalt." — Einige Tage darauf wurde der Dame ein Korb geschickt, als dessen Inhalt fich bei der Eröffnung eine hübsche Katze erwies - um den Hals war ihr em Brief gefunden, worin eS hieß: „Gnädige Frau, es freut mich, Ihnen auf Ihre Anzeige eine durchaus paffende Gesellschafterin übersenden zu können, die allen Ihren Anforderungen entspricht. Sie ist häuslich, i im Besitze guter Stimmmittel, steht früh auf, besitzt einen liebenswürdigen Charakter und gilt allgemein sehr hübsch. Sie hat als Pflegerin große Erfahrung, da sie schon eine zahlreiche Familie aufgezogen hat. Ich brauche kaum zu bemerken, daß fie vollständige Temperenzlerin ist. Gehalt beansprucht fie nicht und wird Ihnen für ein gemüthlicheS Heim durch treue Dienste danken." ♦ 5. Deutsches Säugerbundesfest in Stuttgart. Neben ben verschiedenen Choraufführungen u. f. w. kam auch ein von Präz. Schairer verfaßtes Gedicht auf das Sängerfest zum Vortrag, daS allgemeinen Beifall fand. Es lautet: „Zwar sächseltS dort ein wenig, Hier fchwäbeltS ziemlich stark, Vom Schwarzwald klingtS erfrischend Und schneidig auS der Mark. Und feurig töntS vom Rheine, Kühn von dem Ostseestrand, Warm von der blauen Donau, Voll Kraft vom Bayerland. Und dennoch stimmt- zusammen Zu einem großen Lied, Zum Chor, der allgewaltig DaS Herz zum Herzen zieht l" August: 2. Dem Laternenwärter Jakob Rinderknecht eine Tochter, Anna Salharine Elisabeth. 3. Dem Metzger Fritz Leuning eine Tochter. August: 1. Christoph Martin Otto Heger, 10 Jahre alt, Sohn von Bandagist Hermann Otto Heger dahier. 1. Helene Bindewald, 36 Jahre alt, dahier. 2. Georg Peter Baum, 56 Jahre alt, Spengler- meifter dahier. 4. Elisabethe Müller, geb. Scholl, 24 Jahre alt, Ehefrau von Tischler Christoph Heinrich Müller zu Wetzlar. 4. Friederike Bertha Therese Pitz, geb. Warncke, 37 Jahre alt, Ehefrau von Taglöbner Heinrich Pitz dahier. 5. Christine Balser, ged. Psannmüller, 29 Jahre alt, Ebefrau von Arbeiter Johann Peter Balser dahier. 6. Johannes Schäfer, 41 Jabre alt, Fuhrmann von Oppenrod. 6. Wilhelm Gustav Belloff, 4 Monate alt, Sohn von Sattler Ludwig Belloff dahier. 6. Anno Gertrude Seibel, geb. Mook, 73 Jahre alt, Wittwe von Taglöhner Eckhard Seibel dahier. Auszug aus -en Ttirehenbüchern der Stadt (Sieben. Evangelische Gemeinde. MatthäuSgemeinde. Den 2. August. Heinrich Lang, Maurer zu Gießen, und Lin- Künkel aus Frechenhausen. Lukasgemeinde. Den 1. August. Joh. Georg Michael Treiber, Bierbrauer, und Marie Margarethe Mohr, Tochter des Pflasterers Phil. Mohr von Anner^d-nseiben go6anne§ Liehr, Schmied zu Offenbach, und Mari- Carle, Tochter deS Privatmann- Johannes Carle zu Gteßm. Den 6. August. Johannes Martin Robert Wörner, Kaufmann, und Auguste Marie Johanna Katharine Hahn, Tochter deS verstorbenen Stationsasststenten Georg Hahn zu Gießen. »ttautu. Matth äusgemeinde. Den 2. August. Dem Locomotivführer Heinrich Schneidn zwei Söhne, Zwillinge, Karl und Hermann, geboren den 16. Juli. Denselben. Den Gefangenaufseher Philipp Hartmann ein Sohn, Eugen Heinrich, geboren den 21. Mai. Denselben. Dem Spenglermetster Rudolf Rödiger eine Tochter, Ann- Katharine, geboren den 13. Juli. Denselben. Dem Schneider Otto Steih ein Sohn, Wilhelm, ; geboren den 27. Juni. , _. , Den 4. August. Dem Stationsasststent Johann Georg Giegling ein Sohn, Wilhelm, geboren den 3. Juni. Den 5. August. Dem Metzger Georg Ruthsatz eine Tochter, Minna Marie, geboren den 23. Juli. Den 6. August. Ein unehelicher Sohn, Ludwig Karl, geboren den 15. Juli. MarkuSgemeind«. Den 2. August. Dem Jnstallationsmeister Wilhelm Weydemeyer eine Tochter, Luise Marie, geboren den 29. Mai. , Den 3. August. Dem Schneidermeister Ludwig Simon ein Sohn, Heinrich, geboren den 22. Juni. Lukasgemeinde. Den 2. August. Dem Buchhalter Eugen Hermann Lttsch eine Tochter, Eugenie Ottilie Amalie Corona, geboren den 20. Mai. Den 3. August. Dem Restaurateur Christian Riegelmann ein I Sohn, Heinrich Friedrich, geboren den 20. Juli. JohanneSgemeinde. Den 2. August. Dem Spenglermeister Georg Appel ein Sohn, I Karl Heinrich, geboren den 13. Juli. Den 4. August. Dem Heizer Heinrich Lust ein Sohn, PhUipp I Heinrich, geboren den 15. Juli. Beerdigt»» Markusgemeinde. Den 4. August. Christoph Martin Otto Heger, Sohn des I Bandagisten Hermann Otto Heger, 10 Jahre alt, starb den 1. August. Den 4. August. Georg Peter Baum, Spenglermeister, ver- I heirathet, 56 Jahre alt, starb den 2. August. Lukasgemeinde. Den 4. August. Helene Bindewald, Tochter des verstorbenen I Pfarrers Theodor Bindewald zu Frischborn, alt 36 Jahre, starb den I 1. August. Den 7. August. Christine Balser, geb. Pf-nnmüller, Ehefrau des Taglöhners Johannes Balser, alt 29 Jabre, starb den 5. August. VerSehS, £anö« unb SUtrn, 8. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 1.00—1,20, Hühnereier pr.St. 0*2 St. 12—13* Enteneier t * 2 St. 0 * Gänse- eter pr. St. 00—00 * Käse pr.St.5-8* Käsem-tte pr. St. 3 * Erbsen pr. Liter 15 Linsen pr. Liter 26 H, Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück JL (>,60—0,80, Enten pr. Stück X 1,50—1,80, Gänse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsenfletsch pr. Pfd. 70-74 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64—68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bis 66 H, Schweinefleisch, gesalzen, pc. Pfd. 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 60—10 A, Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00 bi» 7,50 X, Weißkraut pr. Stück 0—00 H, Zwiebeln pr. Centner X 4,50-0,00, Milch pr. Liter 16 Gießen, 8. August. Auf dem am 4. und 5. d. Mts. d-hier I abgehaltenen Viehmarkte waren aufgetrieben: 751 Stück Rindvieh und 343 Stück Schweine. Die Preise bei Kälbern und Schweinen I gingen etwas in die Höhe, bei allen anderen Viehgattungen machte I sich eine Aenderung in den Preisen nicht merklich. Nächster Markt Dienstag den 18. und Mittwoch den 19. d. Mts., am letzteren Tage I auch Krämermarkt. — Das Technik«« Mittweida, ein« staatlich beaufsichtigte I höhere maschtnentechntsche Fachschule mttekeetrotechnische«Jnflttrtt I zählte im vergangenen 29. Schuljahre 1677 Besucher, die der Ab- I theilung für Maschinen-Jngenieure unb Elrctrotechniker bez. der für Werkmeister und Monteure angehörten. Die Geburtsländer der Besucher vertheilten sich auf alle fünf Erdtheile und die Altersgrenzen bildeten daS 17. und das 58. Lebensjahr. Der Unterricht I des Wintersemesters beginnt am 15. October unb die Aufnahmen zu I dem am 21. September beginnenden unentgeltlichen Vorunterricht finden von Mitte September d. I. täglich statt. Nähere Auskunft I gibt das auf Verlangen von dem Secretariat des Technikum Mitt- I weida kostenlos abgegebene Programm mit Bericht. K- M Erdarbeiter gesucht Versteigerungen 7202 I. Nickel, Ltcherstraße 5. 7207] Tüchtiges Dienftwädche» 3nf sofort gesucht. 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Die Stammgäste. O a GarMlogis mit Pension sofort gesucht. Z Offerten mit Preisangabe abzugeben sub. M. 1OO im Cafd Hettler. Betten. Wegen Aufgabe der Gastwirthschaft wird eine Parthie sehr gut erhaltener reiner Betten verschiedener Qualitäten im Ganzen oder Einzelnen preis- werth verkauft. Näheres in der Exped. Postkeller. Habe am Jugendfest Sonntag Nachmittag eine Wein- u. Apfelwein- Wirlhschaft im Mlosophenwald und lade zu zahlreichem Besuch ergebenft ein. £ Anton Koch. n, Aul Adjtn Ob»! bezüglich der )ahr r-u uu derselbeo seh' Tbaksacht/ da nicht für dk »Shol, daß 1 »ich WD tytt antaiiM grei-ort worr dvtz iuögrsamr tn tzranlsan 2,900,000 h Gtttüul tim wtnn sich bti — Lnaulstt Höhr, da nr nicht rtor D n. 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August 1896, Nachm. 3 Uhr, am Forsthaus 14 Nennen mit Preisen wsammen im Werthe von ra. 50,000 IMark iJut-actian- « Ckdev-a. — Druk? und ^rrtcq btc Brüh! 'chkr Nmv'rsnä»» Buch- und Str.nbrudrrn 'Kirtfrf’ *. in Gikhrn. §ie heutige Fummer umfaßt 10 Seite« Hochachtungsvollst Ohr. Hebe Gasglühlicht. Nachdem die Deutsche Gasglühlicht-Actien-Gesellschaft m Berlin die Preise für ihre Glühkörper nunmehr ermäßigt hat, bin ich in der Lage, die fertig abgebrannten Glühkörper zu« Preise von Mk. 1.40, statt Mk. 1.80, zu liefern. — Die Glühkörper werden zwecks größerer Haltbarkeit und besserer Leuchtkraft mittelst Preßgas präparirt. G-esucht für Ende Oktober von einem Student möbl. 3 immer mit Eabinet in ruhiger Lage, wenn auch nicht in der Nähe der Aula. Offerten mit Preisangabe sub. J. €fr. 11 an die Expedition dieses Blattes erbeten.72(8 Haus mit allem Zubehör, Hof, Garten rc. und Einrichtung für verschiedene Geschäfts arten steht zu vermiethen in einem schönen verkehrsreichen Orte in der mittleren Wetterau Schriftliche Nachfragen unter der Aufschrift B. B. 50 nimmt die 20.— 15 — 10.— 5 — O zu seinem 26. Geburtstage ein ö B dreifach doullerndes hoch □ Q daß das ganze „Weiße Roß" q 2 wackelt! 7191g q Garbenteich, 10. August 1896. q Stadt. MiMthml«. ff r ei 6 auf. 17159 &ente und Montag: Rindfleisch, nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 Pfg. Die Freibank bleibt bis 10 Uhr Abends geöffnet. Der •» florM8- Io*»"1* brigclegi- Mk. 2.- , 1- Reifrkörbe in allen Größen empfiehlt 7179 Louis Lony, Bahnhofstraße Nr. 27. OQOOOOOOOOOOQQQOQa o h? Omnibus-Verbindung (£Äi Linie A Marburgerftraße—Bahnhof und zurück. 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Brandkiste, 1 Bücherregal und 2 Blumenoasen; 2) 40 Dutzend Compott-Teller, 60Com potlschüsseln, 2 Salat-, 3 Fisch-, ein Tranchir-, 3 Butter- u. Köse-Bestecks, 4 Tortenschaufeln, 2 Etuis mit je 6 Löffeln, 2 Tafclservice, 26 Kaffeeservice, 3 Nickeltische, 2 Nippschränke, 25 Bierkrüge, 50 Kvchenteller, ein Zweirad, 1 Schreibtisch, 1 Commode, 1 Rauchtisch, 1 großen Zimmerteppich, 1 Plüschsopha, 1 P'eilerspiegel, einen Seffel, 6 Rohrstühle, mehrere Oel- gemälde, 1 vollst. Badeeinrichtung, 30 eis. Mistbeetfenster-Rahmen, einen Kassenschrank, 2 Pferde und circa 4 Mille Cigarren. Die Versteigern«- ad. 1 findet bestimmt, ad, 2 theilweise statt GoncursAusverkauf. Von Dienstag den 11. August 1896, Nachmittags 2 Ubc bis auf Weiteres findet im Geschäftslocal der Firma Mannheit» & Lewin in Gießen — Bahnhofstraße Nr. 1 — der Ausverkauf der zum Concurs gehörigen Maaren und Vorrälhe statt. Hanau, am 6. August 1896. Drr Mannhkim-Lewin'sche Lonmrsvcrwalttr 7182 Rechtsanwalt Hecht. Kreide.u-Kohleponraitsab 15nwl***l**:iA Naturu.jeder PbotogrUph^ Billiger Unterricht im Zeichnen IIBIDOriPSIlS Ausführung nach Pretsanll-- 2233 und Malen- ww r “iew Aehnltchkeit garantttt _______ Otto Frits, Kunstmaler, «oethefteatze 46, AtelierhauS.__ INeueGasglühlicht-Actiengesellschaft Berlin] General-Vertreter für Gießen und Umgegend: sdl Rudolph Rödlger in Giessend Erste Giessener Milchkur-Austalt. Verehrlichem Publikum beehre ich mich erqebenst anzuzeigen, daß ich auf meinem Nordanlage (Eingang neben der Wetzsteinstraße) eine Milchkur-Anstalt Männer-Turnverein. Sonntag den 9. August: Melöeitigung am Aestzugr. Zusammenkunft um Uhr im Vereinslocal. Ä SchühkN-Nerem Giesicu. Grosses ^reisfHiesien Sonntag den 16» und Montag den 17. Augnst. An beiden Tagen Nachmittags: = Grosses Concert = ausgeführt von der Regiments-Capelle des Jnf.-Rgts. Kaiser Wilhelm unter persönlicher Leitung des Herrn Musikdirectors Krautze und Ganz und Dotksbelulligung. 7000 Der Vorstand. Montag Abend ft Uher Ueb««g. 7206] Kleine Hündin (braun) zu- gelausen. Abzuh. Weftanlage 33, l. Verkauf. Wegen Aufgabe des Geschäfts verkaufe die noch vorhandenen Waareu billig. Auch ist daselbst die Spenglereinrichtung, eine electrische Schelle, sowie ein Herd, mehrere Leitern und verschiedene Haushaltungsgegenstände billig gegen Baar zu verkaufen. 73n3 fron Baum, Somlenstraße 32. Kornsiroh isianddrM 7211] Ein Junge von 14 bis 15 Jahren findet Arbeit bei Kauffmann & Cie., __Lampenfabrik. Ein Junge für Geschäft und Haus gesucht. |Vergnügungen.» | Steinsflartrn. Montag und Dienstag den IO. und 11. August d. I. Nur zwei Concerte der MarUtt-Sänger 0’Rosenheimer Singvögel unter Leitung des Componisten und Jnstrumentalvirtuosen Georg Lechner. (6 Personen). Außer großartigem Gesang, schneidiger Musik und Schuhplattlertän^en, wirkt Herr Niederauer als National- Humorist mit. 12 Instrumente im Gebrauch. Anfang SVi Uhr. Entree: Res. Platz 1 Mk., 1. Platz 50 Pfg., 2. Platz 30 Pfg. ö- Bei günstiger Witterung finden die Concerte im Garten statt mit nur 50 Pfg. Eintritt. Ergebenft ladet Damen und Herren .ft<•!!<»t* zu, sofortigem Eintritt jVB' gefacht durch ” 7210________C. Ntiaany, Placeur, Mädchen, welche das Kleidermachen gründlich erlernen wollen, werden gesucht. Anna Kramer, 7183 Bismarckstraße 10, L | Vermiethungen. | 6O72J Der mittlere Stock meines Hauses, bestehend aus 8 Zimmern mit Zubehör und Gartenantheil, per jetzt oder später zu vermiethen- Earl Schwan »en., SelterSweg 64. 7173] Göthestratze 42: Zweiter Stock, bestehend aus 5 Zimmern mit allem Zubehör, zu vermiethen- Wild. Seipp I., Ludwigstraße 28. 7172] Stube mit Küche zu vermiethen. __«aplansgafte 5* 7184] Zwei kleine Logrs zu oermitthen ___________LH. Vogt, Löwengasse 17. 7185) Harnrnftratze 1: Kl. freundl- LogiS an ruhige Leute zu vermiethen. 7186] LudwigSPlaitz 6, «edenhausr Parterre - LogiS, 3 Zimmer mit Zubehör , wegzugshalber alsbald zu verm. 7197] Zwei Wohnungen an rudige Leute zu vermiethen. SelterSweg 12. 7192] Kleines LogiS zu vermi^hen. _____________Satharinengafte 1t. 7189] Ludwigftratze 26, vis-ä-via der Aula, 6 Zimmer mit Zubehör, mittlerer Stock, per 1. Oclober zu vermiethen- 7200] Srenenweg 17r zweiter Siock, 3 Zimmer mit Zubehör, per 1- Oclober zu vermiethen. Näheres Erlengafie 7» 7201] Möbl. Zimmer zu oermtethen. _________________Liebigftratze 63. 6567] Schön möbl Parterrezimmer Kinder bis zu 10 Jahren . Mk. 2 — Wagenkarte...... w 10.- Nur Karten iür Logen und Pafte-Partout» berechtigen die Logentribüm und das Dach derselbe« z« benutzen. 7170 Eintrittskarten zum Totalisator werden an die Besucher der Loge»- tribüne und erfte« Tribüne auf dem Rennplatz & 5 Mk. pro Tag abgegeben- Georg Lechner, Componist. Vereinsnachrichten^ UNION! Heute Samstag Abend 9 Uhr Generalversammlung im Vereiuslocal. 7177 Der Vorstand. T n T *7188