Neueste Nuchrktzte«. WolffS telegraphisches Eorrespondmz-Bureem. Berlin, 7. Februar. Die Reichstags-Commission für daS bürgerliche Gesetzbuch wähbe zu Vorsitzenden die Abgeordneten Spahn ((Str.) und Kauffmann (sreis. Voiksp.). Die übrigen Comm ffionen des Reichstages sollen Abends tagen, sodaß die Commission für das bürgerliche Gesetzbuch die Vormittage frei hat. — Die heutige General-Versammlung des Vereins deutscher Zetrungsverleger beschloß, sich der Petition deS Vereins Berliner Presse an den Reichstag in Sachen deS ambulanten Gerichtsstandes der Presse anzuschlteßen und in Sachen deS unlauteren Wettbewerbes (Schwindel-Annoncen) gleichfalls eine Eingabe an den Reichstag zu richten. Im Uebrigen erledigte die General-Versammlung interne Au« gelegenhetten. — Der „Freisinnigen Zei ung" zufolge beabsichtigt der Reichskanzler in der morgigen ReicdLtagSsitzung außerhalb der Tagesordnung eine Erklärung in der Währungsfrage abzugeben. — Dem „Reichs-Anzeiger" zufolge ordnete der Kaiser an, daß zur Erleichterung des Wiederaufbaues des Fleckens Brotterode durch die Etsenbahnbrtgade die Feldbahn auS dem Armeefeldbahnmaterial alsbald hergestellt werde. Die Feldbahn soll ermöglichen, das zum Wiederaufbau nölhige Material schnellstens heranzuführen. — Der „Post" zufolge hat daS von den Sozialdemo - Laten im vorigen Jahre nicht boykottirte Münchener Brauhaus feine Arbeiter entlassen, welche in der letzten Brauerversawmlung die Verhäitniffe der Brauerei abfällig krittfirten und den ringfreien Arbeitsnachweis zum 1. März gekündigt. Oldenburg, 7. Februar. Der Kaiser traf heute Vormittag üi/z Uhr mit dem Generaladjutanten, Generallieutenant v. Pleffen, dem Hosmarschall F etherr zu und von Egloff- stein, dem Generalarzt vr. Leuthold und den Flügeladjutant'n Oberst v. Engelbrecht und Oberst v. Moltke hier ein. Dle Beisetzung der Großherzogin fand Vormittags zehn Uhr start. Der Feier wohnten bei: Der Kaiser, die Prinzessin Albrecht von Preußen, die Großfürstinnen Alexandra und Wera von Rußland, Fürst von Schaumburg, Prinzessin Therese von Altenburg, die Prinzen Ernst von Altenburg, ehe, 9> wie irch, weit, 'in ich mlich sv. 00 S b ® E c - b "ip ? öS ® t- m ? □ I • B E * B so B o rk • B JE CB den» 8hehd.\ S (U-nA, (Thranfift) ¥** hse »Wüt Wichse ttjtoti eder schönsten haltimn 1er und die Firm del Göppingen, 1 viel n Fabrik« nich teu SeiLLftm. 3« INE I FEVAÄP mkrelob, ' Liqueure. (ohlen. am Fuflse jeder Etiquette mit der Jirectora: Seltersweg 24. [KJR uoa ) wqanq no|«S 13IW1PV mesoa 01 58 • öimmet L KaStborSra^ iu Denn* dS. J5- »" ißt SS?-' Rr 34 Der #U6e*et Auzeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme deS Montag». Die Gießener »erden dem Anzeiger Wlcheutlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Sonntag den 9. Februar Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. 1S3S vierteljähriger AvonnementspretS: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: ZchutstrußeAr.,. Fernsprecher bl. Amts- un6 Anzeigeblcrtt für den Akveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de, zdLyzfft«!«nnoncm-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« felgmbm Tag erscheinenden Nummer bi» Vorm. 10 Uhr. VlUlltAnzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtiid?er Ltzeit. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Taschenmesser , 1 Handschuh, 1 Halstuch, 1 Karren, 1 Kette, 1 Hundemoulkorb und 1 Theil eines Karren. Gießen, den 8. Februar 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. E. v. Bechtold, Regierungs-Assessor. Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 7. Februar 1896. Die Verhandlungen werden um 9 Uhr eröffnet und tritt die Kammer sofort in die General-DiScusfion über den Gesetzentwurf, die Gehalte der Volksfchullehrer betr. Die Großh. Regierung hat mit Rücksicht auf die Aufstellung deS Staatshaushaltsplans für 1897/1900 dem gegenwärtigen Landtage die j tzt zur Berathung stehende Vorlage gemacht, damit sie noch vor Schluß desselben Anhaltspunkte hat, ob ste die für Verbesserung der Gehalte der Volksschullchrer nothwendigen 400,000 Mark tn daS Budget in Ausgabe stellen kann. Das Gesetz soll am 1. April 1897 in Kraft treten und hat es sich der Finanzausschuß angelegen sein lassen, bet der Regierung einen früheren Termin für die Wirkung deS Gesetzes herbeizuführen, allein die Regierung konnte sich aus einer Reihe von finanziellen Gründen nicht dazu entschließen, diesen Termin näher zu rücken, trotzdem sie nicht verkennt, daß dieses HinauSrückev auf ein Jahr al- hart erscheinen muß. Der Ausschuß hat sich demgemäß in eine Mehrheit und Minderheit getheilt. Die Mehrheit (Mölltnger, Vogt, WolfSkehl, Jöckel und Brrgsträßer) beantragt daher Annahme des Gesetzentwurfes und der Regie- rung die Ermächtigung auszusprechen, bei Pensionirungen innerhalb deS Jahres 1896/97 die Ruhegehalte nach den Grundsätzen des neuen Gesetzes eintreten zu lassen. Eine Minderheit (HaaS-Offenbach und Schroeder) beantragt, die Gehaltsaufbesserung mit dem 1. April 1896 iu Wirk famkeit treten zu lassen und die erforderlichen Mittel für daS Rechnungsjahr 1896/97, soweit sie nicht auS den infolge JakrafttretenS deS neuen Einkommensteuer-Gesetzes zu er» wartenden Mehreinnahmen auS dieser Quelle sich ergeben, den Ueberschüffen der früheren Finanzprrioden zu entnehmen. Abg. Berg st räß er als Berichterstatter entwickelt die Motive zum E>laß deS vorliegenden Gesetzes. Er ersucht daS HauS um Annahme der Anträge der Ausschußmehrheit. Abg. Cramer (Soz.) spricht sich in warmer Weife für das Gesetz auS, wünscht aber auch, daß den Veteranen deS Lchrer» standeS eine bessere Dotation zu Theil werde und stellt einen diesbezüglichen Antrag in Aussicht. Für Annahme des Gesetze» sprechen noch die Abg. Schmitt-Mainz. Jöckel und Wasserburg. Oberschulrath Eisen Huth erklärt, daß ihm von einer überwältigenden Mehrheit der Lehrer deS Landes die Zustimmung und der Dank zu dem vorliegenden Gesetz zug-gangen sei. Abg. Schmitt wünscht, daß im Paragraph 1 deS Gesetzes die Bestimmung „bei gewissenhafter und tadelloser Dienstführung" tn Wegfall kommen soll. Mit dieser Bestimmung taste man die Dteustehre der Lehrer an. Geh. StaatSrath v. Knorr empfiehlt, daS Gesetz tn Form der Regierungsvorlage anzunehmen. Bezüglich des Antrages des Abg. Schmitt müsse er sagen, daß die Regierung unter keinen Umständen darauf etngehen könne. Auch Staatsminister Finger wendet sich gegen den Antrag deS Abg. Schmitt. Er sagt, wenn die Herren des Hause» sich einmal die verschiedenen Gesetzentwürfe anderer Saaten ausehen wollten, dann würden sie finden, daß die Gehaltsstufen nicht so günstige seien, wie im vorliegenden Gesetzentwurf. Auch sei bei allen Staaten ein Paragraph vorgesehen, daß das Aufrücken in eine höhere Gehaltsklaffe nur bet gewissenhafter und treuer Dtenftführung geschehen kann. Er kann nicht begreifen, daß man tn dieser Bestimmung eine Ursache finden kann, bte gegen die Dtenstehre deS Lehrers zehen soll. Die Regierung halte sich für berechtigt, jedem Beamten ein Aufrücken tm Gehalt zu versagen, der seinen Dienst nicht richtig thut. Ausgenommen hiervon seien die Richter. WaS die Regierung von den Beamten verlangt, da» muß auch für den BolkSschullehrer maßgebend sein. Die Regierung hält gerade an dieser Bestimmung fest und geht auf etwas anderes nicht ein. Im Interesse des Lehrer» I- Landes kann er nur rathen, das Gesetz tn seiner jetzigen Znffung anzunehmen. Graf Orr0la ist für das Gesetz . in der vorliegenden Form. Durch den Antrag Schmitt sei dem Lehrerstand nicht gedient. Er ist auch für Besserstellung der alten Lehrer hinsichtlich ihrer Pensionen. Er empfiehlt dem Hau», den vorliegenden Gesetzentwurf nicht mit Bestimmungen zu versehen, welche eS der Regierung schwer machen, dieselben anzunehmen. Abg. Osann ist voll und ganz für den vorliegenden Entwurf, dagegen kann er sich mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens nicht einverstanden erklären. Er hat noch nicht gehört, daß man 1896 ein Gesetz macht und erst ein Jahr später in Kraft treten läßt. Er verlangt von der Regierung eine Darlegung der Finanz- Verhältnisse des Staates, um daraus zu ersehen, ob es nicht möglich sei, das Inkrafttreten deS Gesetzes schon am 1. April 1896 zu ermöglichen. Finanzminister Weber gibt nunmehr einen eingehenden Bericht über die StaatSfinanzen. Er hebt den Ausfall der Weinsteuer und die Mindereinnahmen auS den Matricularumlagen hervor. Seit ihm es denke, fei die HauptstaatSkasse mit ihren Mitteln nicht fo am Rande gewesen rote jetzt. Ohne eine Steuererhöhung gehe eS im nächsten Budget nicht ab. Abg. Ulrich meint, so schwarz wie der Herr Ftnanzminifter ausgemalt habe, fei es doch sicher nicht. Die endgültige Festlegung de» Reichsbudgets habe noch nicht stattgefunden, da könnten immer noch Einnahmen zu erwarten fein. Auch auS der neuen Steuer- Veranlagung seien Mehreinnahmen zu erwarten. Wenn es nöthig, schrecke er vor einer neuen Steuererhöhung nicht zurück,- er ist der Meinung, daß die Volksschullehrer die allerersten seien, deren Gehalte zu erhöhen seien, um das, was versäumt worden sei, wieder nachzuholen. Für daS Inkrafttreten deS Gesetzes hält er den 1. April 1896 für richtig. Die PensionSverhältniffe für die alten Lehrer wünscht er gebessert, ehe eS zu spät ist, um den alten Herren, die sich um daS Vaterland verdient gemacht haben, ihren Lebensabend zu verschönen. Abg. Metz-Gießen wird nach der Erklärung der Regierung und deS Ausschusses für den 1. April 1897 stimmen. Abg. Metz Darmstadt spricht sich ebenso auS, stellt jedoch den Antrag, daß den vor 1890 pensionirten VoikSschullehrern ihre Pension um ein Viertel ihres Ruhegehaltes erhöht werde. Geh. Staatsrath Knorr kann auf diesen Antrag nicht etngehen, weil hierzu 50000 Mk. jährlich nöthig seien, um ihn zur Durchführung zu bringen. Abg. WolfSkehl bespricht in eingedender Weife die finanzielle Sette deS Gesetzentwurfs und empfiehlt den Antrag der Ausschußmehrhett. Zum Schluß der heutigen Sitzung ergreift nochmals Staatsminister Finger das Wort zu einigen Bemerkungen. Die Regierung habe mit freudigem Herzen die Vorlage eingebracht und sie fei angenehm berührt über die gute Aufnahme tm Hause wie auch auswärts. Bedauerlich sei eS, daß man an kleinlichen Sachen mäkele. Jetzt gelte es, das Gesetz zu Stande zu bringen. Er empfiehlt, dem Gesetzentwurf, wie er vorliege, zuzusttmmen. DaS Wichtigste fei das Inkrafttreten deS Gesetzes. Hier sei die Regierung nach reiflichster Er> Wägung nicht in der Lage, bet Sr. Köntgl. Hoheit zu befürworten, daß ein früherer Zeitpunkt für das Inkrafttreten des Gesetzes gewählt werde. Die Finanzlage sei eine derartige, daß eS nicht berechtigt sei, um etnes besonderen Interesses willen das Land in eine schwierige Lage zu bringen. Ohne die äußerste Roth dürsten die Reserven nicht veräußert werden. Damit ist die Debatte beendigt und wird die Sitzung um 1 Uhr geschloffen. Die Abgg. Jöst und Genossen haben einen Antrag eingebracht auf Vorlage eines Gesetzentwurfs, betreffend die Regelung des BegräbnißwesenS im Lande und Aushebung deS in Rheinhessen gültigen EdtctS. Deutscher Reichstag. 84. Plenarsitzung. Freitag, den 7. Februar 1896. Ohne Debatte werden die Zusatzerklärungen zum internationalen Uebereinkommen über den Eisenbahnfrachtoerkehr vom 14. Ocioder 1890, sowie der Entwurf über bti (Kontrolle des Retchs- hausbaltsetats, des LandeshausbaltsetatS von Elsaß Lothringen und des Haushaltsetats der Schutzgebiete für das Etatkjahr 1895/96 tn dritter Berathung angenommen. Es folgt die Beratung der Interpellation Schwerin und Genossen, betr. die Aufhebung der gemischten Prtoattranfitläger und des deren Inhabern, sowie den Inhabern von Mühlen gewährten Zollcredttes. Staatssecretär Gras Posadowsky erklärt sich zur sofortigen Beantwortung der JnterpeUaiion berdt. Graf v. Schwerin (cons.) begründet die Interpellation. Die Erwartung auf Aufhebung der gemischten Transttläger bestimmte s. Z. die Conservatioen und CentrumSmänner, für Aushebung des Jdnttiätsnachweises zu stimmen. D>-r preußische Landwtrthfchasts- minister bezeichnete kürzlich die Aufhebung der Transttläger als ein kleines Mittel zur Hebung der Getretdepretse. Hierbei stehen sich die Jnteressn einer ganz beschränkten Anzahl von Händlern und Gctretde- speculanten und die einer großen Masse des thätigen Volkes schroff gegenüber. Von der Antwort der Regierung wird es abhängen, ob er wettere Anträge stellen werde. Staatssecretär Graf Posadowsky erklärt, die gemsschten Transttläger seien eingeführt worden, um das deutsche Getreide bet der Zollbelastung auf dem Weltmärkte concurrenzsähig zu erhalten. Der ursprünglich auf 6 Monate gewährte Zollcredtt sei bereits auf 3 Monate beschränkt. Die Negierung sei der Ansicht, daß sie die Wirkung der Aufhebung des Jdentitätsnachweists länger abwarten müsse, bevor sie einschneidende Maßregeln gegen die Transttläger treffe. Uebrigens sei durch das JdentitätSgesetz der Zollschutz voll erreicht. Die Protocolle des Staatsrathes beweisen, daß auch tn landwirthschaftlichen Kreisen Bedenken gegen die baldige Aufhebung der Transttläger bestehen Auch der Gesichtspunkt, daß durch Aufhebung der Transttläger bet Getretdehandel tns Ausland abgelenkt werden könnte, sei ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Der R-ichs- kanzler wird tn nächster Zett beim Bundesrathe die Aufhebung einer Anzahl Transttläger beantragen. Ob ein Gesetz, wodurch die Transtt- läger und Mühlenconten aufgehoben werden, demnächst vorgelegt werbe, könnte et heute noch nicht versprechen. Auf Antrag bes Abg. Rickert tritt bas Ha >s in eine Besprechung ber Interpellation ein. Abg. Rickert (fr. Vga.): Der Finanzminister Miquel habe noch im Jahr 1894 bte Transttläger für gerabezu unentbehrlich erklärt. Abg. Paasche (nl.) hält eine Reform bes ganzen Zollcredits, sowie beS börsenmäßigen Terminhanbels für nothwenbig. Das Bestreben bes Interpellanten sei lebiglich bahin gerichret, zu verhinbern, baß bas Inlänbische Getreibe gegenüber dem auslänbischen benach- theiligt werbe. Geheimrath Conrad erklärt NamenS des preußischen Land- wirtbschaftsminifters, baß nach Aufhebung des Jbentttätsnachwetses die Bedeutung der Transttläger sehr herabgemindert sei. Dre Erhaltung ber Transttläger in Danzig, Königsberg und Memel, die wesentlich zum Transport bienen, sei auch vom Standpunkte ber lanbwirihschaftltchen Verwaltung werthvoll. Abg. Ploetz (cons): Die Landwirthe seien mit ben großen Mitteln keineswegs abgeblitzt. Dies sei nur mit bem Anträge Kanitz ber Fall. Die Börsenreform werbe burchgesetzt werben, und über bte Währungssrage erhielten wir bisher ttne abwe sende Antwort. Auch bas Zuckersteuergesetz sei ein zweischneidiges Mittel. Erschließt: So lange der productive Mittelstand durch die Gesetzgebung zurück- gesetzt werde, werben wir sortsahren, in ber bisherigen Weise zu agitiren. Staatssecretär Gras v. Posadowsky erklärt, Kohn und Rosenberg erhielten für bteHumboldt-Mühle nur diejenigen Crebite wie alle anberen Mühlen. Eine außerordentliche Ereditirung sei aber webet erbeten noch geleistet worben. Abg. Meyer-Halle (Fr Vgg.): PaascheS Wunsch, baß die einheimischen Hänbler von einheimischen Lanbwirthen kaufen sollen, werde gerade durch das vorgeschlagene Börsengesstz verhindert werden. An ber weiteren Debatte beteiligen sich bte Abgg. Graf Kanitz, Szmula, Graf Arnim, Staatssecretär v. Boetttcher und Graf Schwerin. Damit ist die Interpellation erledigt. Nächste S'tzung morgen 1 Uhr. Initiativanträge, darunter Wablantrag Rickert, socialdemokratischer Eoalttionsantrag und Antrag auf Aufhebung deS Jmpfgefetzes. verstorbener SriegSveterauen. Mögen recht viele Vereine sich diesen Gebrauch zu eigen wachen. »• Sretzuev, der Technische» Hochschule» Dentfchl«otzS. Im Wintersemester 1895/96 zeigen die deutsche» £ Nischen Hochsch ulen folgende Frequenz: Sachen 353 (darunter 234 Studirende, 119 Hospitanten, dabet tm ganze» 38 Ausländer) Berlin 2735 (1182 St., 753 H., 248 ».), Braun chweig 388 (254 St., 134 H., 42 A), Dresden 732 (507 St., 225 H. 164 A ), Hannover 910 (607 St., 303 H., 89 A.), Darmstadt 870 (765 St., 105 H., 116 A.), Karlsruhe 916 (757 St., 159 H., 149 A.), München 1561 (1182 St., 379 H., 280 A.), Stuttgart 826 (624 St., 202 H., 213 A.). Die Technische Hochschule zu Darmstadt nimmt danach unter den 9 deutschen Technischen Hochschulen bezüglich der Frequenz die 5. Stelle ein. Die Summe aller Studierenden belief sich aus 6912, der Hospitanten aus 2379; zusammen 9291, davon 1389 Ausländer. •• Der Getreidemarkt. (Berichiswoche vom 1. bis 7. gebt.) Der Getre-demarkt zeigte in dieser Woche ein merkwürdige» Bild. Während Amerika, England, Frankreich, Orsterreich- Ungarn u.s.w. wiederholt Preissteigerungen für Weizen und Roggen meldeten, verhielt sich dieser Bewegung gegenüber der deutsche Markt resp. die Berliner Börse ablehnend, da» heißt, es landen sich in Berlin Hamburg, Leipzig u.s.w. keine Käufer zu den erhöhten Preisen. Die Börsenblätter behaupten, eß sei dies eine Folge der Anfeindungen gegen die Börse, welche deren UederlegungSluft lahm gelegt babe. Wir glauben dieS nicht, denn der Händler und Speculant läßt sich nicht von einer Verstimmung abhalten, einen ®e* winn zu machen, sondern die vielversprochenen colosialeu vorjährigen Getreideanhäufungen in Berlin werden bie i Ursache an der geringen Kauflust sein. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Centner für 148 bis 163 Mk., Roggen für 123 bis 128 Mk., Gerste für 113 bis 170 Mk., Hafer für 116 bis 145 Mk. vorzubehalten bleiben. Berlin, 7. Februar. Nächsten Montag wird die Entscheidung über dte Frage, ob ein Partieller oder ob der Generalstrike der ConfectionSarbeiter und .Arbeiterinnen eintreten soll, in vierzehn öffentlichen Versammlungen getroffen werden. Berlin, 7. Februar. Mit der Führung deS 3. Armeekorps ist, wie die „Post" hört, der bisherige Cowmandeur der 11 Division in DreSlau, Generallieutenant von Lignitz, beauftragt worden, zu dessen Nachfolger Generalmajor Freiherr von M e er s ch e idt. Hüllessem bestimmt worden ist. Rom, 7. Februar. In angeblich gut unterrichteten I Krisen gelten folgende Personen als eventuelle Nachfolger deS Papstes Leo XIII.: Rampolla, Galimberti und die beiden Brüder Vauutelli. Brüssel, 7. Februar. Die Angriffe der Socia- listen auf den König in der gestrigen Kammersitzung haben in der Preffe großes Aufsehen erregt. Die royalistischen Blätter drohen den Socialisten mit Enthüllungen, wenn sie ttre Angriffe fortsetzen sollten. Paris, 7. Februar. Der „Figaro" führt aus, daß der Schiffs Lieutenant Mandat de Granceh, Militär-Attachs hei der Botschaft in Berlin, auf Betreiben des Botschafters Herbette, deffen Ansehen er wahrscheinlich Abbruch gethan hat vom Marine-Minister Lock.oy abberufen worden ist. Der Kaiser hat bei dem letzten Hoffest Herrn de Grancey sein lebhaftes Bedauern über deffen Weggang ausgedrückt. Auszeichnung. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog | haben Allergnädigst geruht, dem Bürgermeister Johannes Köhler IV. zu Langsdorf das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. » Armenpflege in Gießen im Stats-Zahre 1894/95. Nach dem die Verwaltung der Armenpflege betreffenden Statut wurde den 6 Bezirksvorstehern Sitz und Stimme in der Armendeputation übertragen. In der sogen, streitigen Armenpflege wurden zunächst in die Kliniken eingewiesen: 251 Personen mit 7258 Verpflegungstagen, in die „Herberge zur Heimath" 40 Personen mit 269 Tagen. Mit Schuhen wurden unterstützt 37 Personen, mit sonstigen Kleidungsstücken 3, mit Medicamenten, Brillen u. s. w. 18, für zwei Personen wurden die Beerdigungskosten vorlagswerse übernommen. - In der offenen Armenpflege standen behufs Erlangung freier ärztlicher Behandlung und. Mebl- camente, sowie freier Aufnahme in die Kliniken 328 Per- fönen bzw. Familien auf der Armenliste, davon wurden 165 mit 3799 Tagen in den Kliniken verpflegt. — Die Zahl der in offener Armenpflege ständig unterstützten Personen bzw. Familien hat 163 betragen; von diesen erhielten 58 Baarunterstützungen, 81 Brod, 128 Miethe, sowie eine An- zahl ständig oder vorübergehend Kohlen. Die Zahl der m I Familien untergebrachten Kinder betrug im Durchschnitt 47. Die gesammten Auswendungen in der offenen Armenpflege I haben mit Ausscheidung der darunter verrechneten Pflege- gelber für erwachsene, in Heil- und Bewahranstalten befindlichen, und für Auswärts unterstützten Personen betragen 22,648 Mk. — In der geschlossenen Armenpslege wurden in dem städtischen Hospital untergebracht: 13 Plock.sche Pfründner mit 3986 Verpflegungstagen, 22 Ho'pitaliten mit 4710 DerpflegungStagen, vorübergehend 1 Perfon mit 148 Verpflegungstagen. Im Hospital wurden daneben verausgabt 1205 Portionen Mittageffen an 10 Personen oder Familien, 7752 Liter Milch an 52 Personen, 6699 Laib Brod und | 2010 (Str. Kohlen. Vorübergehend wurden an zwei Per- ■ Jonen 111 Teller Suppe verabreicht. — In auswärtigen ErziehungS-, Heil-, Bewahr- und Siechenanstalten wa I schriftlich bem Jubelpaare seine Glückwünsche zu Übermutes sowie eine Ehrengabe von 30 Mk. zu stiften. Durch dte Unterstützung lieber Freunbe war es möglich, dem arme» Jupelpaare eine bescheidene Feier bereiten zu können. A Mainz, 7. Februar. Seitens der hiesigen Garnisanverwaltung ist bezüglich der Fleischversorgung der Truppen Kt lt’1L nun m W“‘ L IH'"1 »•*-< *Lunt 6Ö1 11,1' M v*' 8j’| it »le1 A kbnbof vach btr Stt# »0,ü! ft« * »I * tltn; ß- ["lot 1 gut dl-tfors^ogr" yriedrich von Meiningen, Heinrich zu Stollberg, die Herzoge | Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin und Friedrich Ferdinand von Schleswig - Holstein -Sonberburg- Glücksburg, sowie bie Mitglieder der Grohherzoglichen Familie. Rotterdam, 7. Februar. DaS .HanbelSdlad erfahrt, der Eapttän und der Rheder der »Erathie appellirten -egen den UrtheNSfpruch des Rotterbamer Gerichtshofes bet dem Appellgerichtshof in Haag. Der ^walt Thorbecke vertritt bie Appellirenben, der Rotterdamer Schöffe Ban- raalte den ,Nordbeutscheu Lloyd". Sofia, 7. Februar. Die Fürstin Marie Louise ist heute mit dem Prinzen Cyrill abgereift. Fürst Ferdinand begleitete sie bis Zaribrod. Depesche» bei Berte» ^ert»*. Berlin. 7. Februar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine amtlich- Erklärung des KrtegSministerS über die Untersuchung bezüglich des vom „Vorwärts" vorzeitig veröffent- lichten Kaiserlichen Gnad en-Er lasseS vom 18. Januar. Rach dem Ergebniß der Untersuchung ist ein Verschulden eines Beamten des Kriegsministeriums an der Veröffentlichung im Vorwärts auSgeschloffen. Vielmehr ist ein Exemplar am 16. Januar Nachmittags in die Redaction des „Vorwärts gebracht worben, nachbem eß in ber Druckerei von Mittler und Sohn entwendet worden ist. Deshalb ist die DiSciplinar- Untersuchung geschloffen und wegen Einleitung deS Strafverfahrens da» Erforderliche veranlaßt worden. Berlin, 7. Februar. Freiherr v. Hammerstein befindet fich nach Meldung des „Berl. Tagebl." noch immer in Brindisi. Seine Abreise von dort erfolgt erst am 9 b. Mts. Berlin. 7. Februar. Wie baß „Volk" hört, ist Commerzienrath Metzen thin- Branbendurg a. H. auß der «onservatwen Partei außgetreten. Berlin, 7. Februar. Die erste Lesung beß Zucker- steuer-GesetzentwurfeS wirb nächste Woche im Reichstage stattfinben. , Berlin, 7. Februar. (Ausführlicher Bericht; siehe Depesche tn voriger Nummer.) Der StaatSsecretär beß Auswärtigen Amtes, Freiherr v. Marschall, hat in der heutigen Sitzung ber Budget - Commission des Reichstages auf eine Anfrage des Abgeordneten Lieber (Centr.) bezüglich der durch die Preffe gegangenen Erörterungen über eine neue Marine-Vorlage, folgende Erklärung abgegeben: Dem Reichstage wird in dieser Session eine über den gegenwärtigen Etat hinauSgehende Forderung für Mariuezwecke nicht vorgelegt werden. Schon seit geraumer Zett bildet die Frage einer stärkeren Vermehrung der Flotte den Gegenstand von Erwägungen in den behelligten Refforts. Der Zeitpunkt, wenn dieselben zum Abschluß gelangen werden, ist noch nicht bestimmbar. Das Ergebniß dieser Erwägungen Wird seiner Zeit den verbündeten Regierungen und dann dem Reichstage, und zwar in einer Form unterbreitet werden, welche volle Klarheit gewährt sowohl über die Bedürsniß' ' frage wie über die angestrebten Ziele und über die finanziellen Mittel, welche für die Gegenwart und die Zukunft an einmaligen und fortdauernden Ausgaben erforderlich werden. Vorläufig könne nur betont werden, daß fich baß Bedürsniß nach einer Vermehrung der Flotte, Insbesondere von Kreuzern, feit dem vorigen Jahre erheblich vermehrt habe. DaS beruhe nicht etwa auf einer Aenderung unserer Überseeischen oder überhaupt auswärtigen Politik; eine solche sei weder eingetreten noch beabfichtigt, vielmehr seien die im vorigen Jahre entwickelten und die vom Reichstage gebilligten Gesichtspunkte maßgebend geblieben. Es handele sich um bie Sicherung unserer Colonien, unb bie Erhaltung und Befestigung ber deutschen Autorität unb überhaupt darum, bie Deutschen Im Auslande und unsere überseeischen Interessen, vornehmlich deS HanbelS unb der Sch'fffahrt, nach der Maßgabe der Verträge unb deS Völkerrechts wirksam zu schützen. Die Steigerung jenes BedürfniffeS entspringe auch »icht einzelnen Vorgängen ber jüngsten Zeit, fvnbern habe fich vielmehr organisch entwickelt auS ber stetigen Zunahme unserer überseeischen Jntereffen, inSbesonbere aus der Ausfuhr solcher Probucte nach fernen Länbern, welche tm vergangenen Jahre einen befonberen Aufschwung genommen haben. Daß die beutsche Flotte mit ber Zunahme jener Jntereffen gleichen Schritt halte, sei eine Forberung, ber sich das Reich nicht entziehen könne. Die näheren Darlegungen biefer Gesichtspunkte werben für die Berathung deS Marine-EiatS ' s-ßch 4. Fkb KMnit-RtiMltt Lcbirtii, "häng" vor einer zu * lifltM 5- tlncn W rnttz' H QiigtUogt, M .|tobttünxt8on ber Abberufung beß Botschafters Herbette. yttua, 7. Februar. Nach bem nunmehr festgestellten Programm beglcbt fich ber französische P^^dent Faure am 5. März nach Cap St. Martin, woselbst er bem Kaiser und ber Kaiserin von Oesterreich einen Besuch abftatlen wirb, ber voraussichtlich noch an demselben Tage erwidert werden dürste. »Ubtib 7. Februar. Auß Alicante wird gemeldet, daß eine ungeheure F-u-rSbrunst tn etacm Sager eon 44 000 Fäffern Petroleum auSgebrochev ist. Einzelheiten fehlen noch, doch wird mitgethellt, daß Menschenleben anscheinend nicht zu beklagen find. Loudo», 7. Februar. Die Ankaufsverhanblungen wegen der ganzen Insel Borneo sollen, wie bestimmt verlautet, ihrem Abschluffe nahe sein. €»caU» unö prsvinjkllc#. Sießev, 8. Februar 1896. • Die Kochweise am Wiener Hofe tragt, wie wir einer f Marie König bterselbst. 3. Heinrich Keil, Schneider dahier, mit 2 1 2 40 T 42 46 25 Pfg. SO , 23 , 24 „ 46 , 48 , 21 , 22 „ 20 , 42 , 44 „ 40 „ 63 , Universitäts - Ncrehviehten. Wien, 7. Februar. Der hervorragende Professor der Chemie Rudolf Benedikt ist, 44 Jahre alt, gestorben. Wilhelmine Elisabethe Münker, geb Burkdard», Wittwe von lay löhner JohS. Münker dahier. 5. Karl Röhm, Fuhrknecht dahier, mit Johannette Demper bterselbst. 6. JovanneS Fenster, Cigarren- wacher zu Garbentetch mit Henriette Dorothea Sauer, geb. Samer, Wittwe deS Photographen Heinrich Sauer dahier. VerLehsk, €aub* rsnd Volk-wirryjchaft. »ießm, 8. Februar. Marktbericht. Auf dem heutig« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,70-0,80, Hühnne^r pr. St. 00 L, 2 St. 13—15 A> Enteneier pr. St 9 A, Gänse- eter pr. St. 00-00^, Käse pr. St. 5-8 Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 30 A, Tauben pr. Paar JL. 0,80 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,40, Hahnen pr. Stück JL 1.30—1,70, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund X 0,46-0,54, Ochsenfletsch pr. Pfd. 72-76 H, 5tuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 68 A, Schwetnv- fletsch gesalzen, pr. Psd. 72 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 A Hammelfleisch pr. Pfd 60-70 Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00 bÄ 5,00 JL. Weißkraut pr. Stück 0-00 A. Zwiebeln pr. Centn« X 6,00-7,50, Milch pr. Liter 16-18 A Februar. sch ttitbix > nfo unb Athmnngi' mit seiner hüben, mb man muh mit ein. In Geschistr- Schweine und der Bauern haben aber Auszug aus den Standesurntsregrfterir der Stadt Gieße«. Februar: 1. Heinrich Gustav Neid, Bäcker dahier, mit Auguste Reichwein Hierselbst. 3. Johann Heinrich Sauer, Knecht dahier, mit du varuisoue» Mainz Kastel eia neuer Modus in Aussicht lenomme*. Seither wurden nämlich die Fleischlieferuugeu der einzelnen Regimenter an verschiedene Metzger vergeben. Letztere sind nun dieser Tage dadurch unangenehm überrascht worden, daß ihnen für den 1. Juli nächsten alle Fleisch« ürferungen gekündigt wurden und zwar mir dem Bedeuten, daß von diesem Z itpunkt an der ganze Fleischbedarf für die hiesige Garnison von einer Firma zu decken sei. Dieser Modus ist leit einiger Zeit auch in Straßburg und Metz ktngeführt und soll sich dorten sehr gut bewährt haben, obgleich man Seitens der Metzger alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, es bei der früheren Lieferungsweise zu beiaffen. — Aus der Durchreise von Köln nach Wien wurde gestern auf dem hiesigen Centralbahnhof die vor einiger Zeil von England gekommene Schauspielerin Fräulein Brahms vom I r r s i n u b e s a l l e n. Die Unglückliche, in deren Begleitung sich ihre Schwester befand, eilte unter allerlei Gestikulationen von dem Bahnhof nach der Stadt und war nicht mehr zu bewegen, ,ach der Bahn zurückzukehren. Aus Bitten ihrer Begleiterin nahm sich schließlich die Polizei der Armen an und verbrachte dieselbe mittelst eines Wagens auf den Bahnhof zurück, von wo später unter sicherer Bewachung die Reise nach Wien fortgesetzt wurde. Mainz, 6. Februar. Einen schweren Verlust hat auf dem Maskenball am Samstag eine hiesige Dame erlitten; sie verlor eine Brillantbrosche im Werthe von 4000 Mk. Alle Nachforschungen noch dem Object blieben bis jetzt ohne Erfolg. bei Aug. Gubr Kg. (4 Pfd.) Weißbrod . bei Aug. Guhr Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod . bei Aug. Guhr Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod. Der Vrodverkäufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 8. Februar 1896. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. E.: v. Bechtold, RegierungS-Affeffor. Technische Fortschritte. — Die Erfindung eine» neuen praetischen Dachpappen« anfiriches. Zum Wasferdtchlmachen des Dazp.ppenmalettmS auf Dächern benutzte man bisher einen Anstrich von Steinkohlentheer, dtt aber den Uebelfiand hat, im Sommer unter dem Einfluß der Sonne weich zu werden und herabzuflteßen, im Winter aber Riffe bekommt, die Dachpappe bloßlegt und so beschädigt, daß die Bedeckung keinen Schutz mehr gegen atmosphärische Niederschlage gewährt , so daß öfter Reparaturen nothwendig find unb der Anstrich öfter erneuert werden muß. Die bisher angewendeten Mittel, z. B. Abdampfen des TheerS, damit er dickflüssiger wird, Mischen mit pulverförmigen Substanzen, Ausstreuen von Sand rc. konnten bm Uebelstanb nur wenig beseitigen. Ein H. Gentzen in Cottbus patentirteS Verfahren soll nach „N. Erf. u. Elf." einen neuen pract schen hrllen Dachpappenanstrich bieten, der bie Schattenseiten des Theeranstrtches nicht befitzt. Abgesehen von den Vortheilen, die in hygienischer Beziehung durch einen Hellen Dachanstrich erreicht werden (da derselbe den größten Theil der Wärmestrahlen zurückstrahlt und die darunter befindlichen Räume deshalb kühl erhält), werden diese dadurch für eine ganze Anzahl von industi teilen Betrieben in weit höherem Maße geeigneter gemacht, als bisher. Die zu dem neuen Hellen Dachpappenanstrtch nothwendigen Bestandtheile find Harz, fettes Oel, Steinkohlentheeröle und ein Gemisch von Schweißverbindungen des Baryums und des Zinks. Dieses Product wird trocken und fein gemahlen in das noch heiße Gemenge von Oel und Steinkohlentheeren, worin das Harz gelöst ist, eingetragen unb bie bamit zu schützenden Dächer rc gestrichen. Durch den vorgedachten Prozeß wird das fette Oel zerlegt, das ausgeschtedene G ycerin erhält die Masse verhaltnißmäßig geschmeidig, so daß das Reißen im Winter verhindert wird, aber auch ein Weichwerden im Somme!: nicht eintritt. Jntereffenten thun am besten, sich direct mit Herrn H« Gentzen in Cottbus in Verbindung zu setzen. Ali a% oRira. Februar: 1. Wilhelm Bopp, Bauaspirant dahier, mit Margarethe Luise Marie Bauer hierselbst. 1. Eugen Hermann Letsch, Kaufmann dahier, mit Bertha Mickel hierselbst. Januar: 30. Dem Schreiner Wilhelm Wacker ein Sohn. Februar: 1. Dem Bäckermeister Ernst Muth ein Sohn, Ernst Heinrich. 1. Dem Taglöhner Heinrich Schmidt XI. eine Tochter, Margarethe. 1. Dem Bäcker Karl Schober zu Newyork ein Sohn, Eduard Karl Konrad. 2. Dem Privatier Joses Güngerich ein Sohn. 3. Dem Bauaspirant Georg Grünig ein Sohn. 3. Dem Schuhmacher Heinrich Schomber II. ein Sohn. •cttorbetM. Januar: 31. Justus Röhrscheid, 77 Jahre alt, Schlosser dahi«. Februar: 4. Carl Philipp Heinrich Jacob Max Schwan, 38 Jahre alt, Weinhändler dahier. 5. Regtne Gemmecker, geb. Bender, 60V, Jahre alt, Wittwe von Schutzmann Heinrich Gemmecker dahier. 5. Juliane Jung, geb. Kuhl, 47 Jahre alt, Ehefrau von Hilssbremsor Georg Jung dahier. 5. Robert Friedrich Kern, 4 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Peter Kern dahier. 5. Heinrich Bersch, 71 Jahre alt, Privatier dahier. reich illufirirten Plauderei in der Zeitschrift „Zur Guten Stunde" entnehmen, vorwiegend den Character der feinsten französischen Küche, der insbesondere bei jeder Hoftafel streng gewahrt wird. Ausnahmsweise, z. B. bei der Auwesenhett des d.m Kaiser befreundeten und verwandten Großherzogs von Toskana, werden wohl auch Gerichte nach italienischer Art zubereiret, ebenso wie die Kaiserin für gewiffe Speisen der süddeutschen Küche eine besondere Vorliebe hat. Eine bestimmte Arr von Backwerk wird ihr auch bei den zu unter« nehmenden Reisen nachgeschickt oder durch zugetheilte Hofzuckerbäcker jeweilig frisch bereitet; eine besondere Pflicht der Hofzuckerbäckerei ist eS aber, dafür Sorge zu tragen, daß die Kaiserin stets und wo sie auch weile, Milch von der besten Qualität erhalte, da diese zu den Hauptnahrungsmitteln der hohen Frau gehört. Die Hofzuckerbäckerei ist von der Hofküche räumlich vollständig getrennt und hat ein eigenes Personal. In ihr Reffort fällt die Beistellung des ersten Frühstücks des Kaiserpaares, die Bereitung von Kaffee, Thee, Chokolade, Eis, Crem s, Erfrischungsgetränken, feinem Frühstücks- unb Theegebäck, sowie von Konfitüren, Compoten, Bonbons und aller Art von Cousect. Ihre Hauptthätigkeit ist daher zur Weihnachtszeit unb während des CarnevalS, zumal, wenn man bedenkt, daß die Hofbälle von circa 3000 Personen besucht werden und daß das Arrangement der Buffets ausschließliche Sache der Hofzuckerbäckerei ist, die in solchem Falle allerdings auch die Stadtgeschäfte der Hofzuckerbäcker zur Hilfeleistung heranziehen muß. Eine fast ganz unzugängliche Sehenswürdigkeit ist der Hofkeller mit seinen reichen Schätzen an rothem Ungarwein und weißem österreichischen Ttschwein, seinem kostbaren alten Tokaher, den auserlesenen Bordeaux, Rhein- und Burgunder-Weinen, die den Stolz der Hoswtrthschaft au-machen. * Die Wetterpropheten haben bekanntlich immer recht — so lange nicht das Gegenlheil der vorausgesagten Witterung eintritt: Der Verfasser des 100 jährigen Kalenders, Falo und seine Anhängerschaft, der Landmann, welcher seine Auf- merksamkeir dem Fluge der Vögel, ja der Freßluft seiner Schafe u. a. zuwendet, sowie alle Personen, welche einen gefangenen Laubfrosch oder die Spinne als Wetterorakel ansehen — sie alle wollen aus ihren grundverschiedenen Beobachtungen Schlüffe auf die kommende Witterung ziehen. Als einzig sicherer Anhalt zur VorauSbestimmung des Wetters haben sich aber, wie auch nicht anders zu erwarten, nur die auf fester wissenschaftlicher Grundlage, auf Beobachtung der Wolken, der Windrichtungen und Windstärke, tote überhaupt auf der Kenntniß der Luftdruckoertheilung über einen größeren Theil der Erde süßenden Untersuchungen und Grundsätze bewährt. In den größeren Zeitungen erscheinen wohl täglich Wetterkarten, die auch in den meisten Großstädten öffentlich ausgehangen werden, auf welchen sowohl d e Verbreitung deS Luftdrucks über einzelne Länderstrtche — der Verlauf der „Isobaren" — wie auch die Windrichtungen und die Stärke derselben durch Linien, Zahlen, Pfeile u. dergl. angegeben ist. Wie wir einem in der tttuftrirten Familienzeitschrtft „Universum" (Dresden) veröffentlichten längeren Aufsatz, welcher gleichzeitig über die Schlagworte „Isobaren", barometrisches „Maximum" und „Minimum" in allgemein verständlichster Weise Auskunft unb Aufklärung giebt, entnehmen, kann sich der Laie am besten aus der Be- obachtuvg der sogenannten CirruSwolken ein fast unfehlbares Urtheil über die kommende Witterung bilden. Im Allgemeinen kann man baß Auftreten von CirruSwolken, unter welche auch die sogenannten „Schäfchen" gehören, als die Ankündigung eines Wetterumschlages ansehen und zwar wird in etwa 66 pCt. aller Fälle Regen eintreten; nur die Cirrus- wolken, welche von Ost nach West ziehen, bringen oft schönes Wetter. Eine ausführliche Erklärung für diese Erschein- ungen wird Jeder leicht auS dem erwähnten intereffanten Artikel schöpfen. 2 Kg. (4Pfd.) Schwarzbrod bei Gg. Ant. Heuser v. Gr.-Linden 36 L Schmidt von Gr.-Linden W. Weitztt von Lang-Göns Joh. Kd. Veite v. Kirch-Göns 38 W.Steinmüller v. Lang-Göns 40 G. Jacoby v. Alten-Buseck Aug. Deibel von Wiestck 3 Ka. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei G. Jacoby v. Atten-Buseck, W. Fabel von Wieseck, Balth. Christ Wwe. v. Wieseck Iß VeruMschtes • Kassel, 4. Februar. Ein Kanonier beim hiesigen Artillerie-Regiment Nr. 11, NamenS Morbach aus Westfalen gebürtig, erhängte sich in der Reitbahn der Caserne. auS Furcht vor einer zu erwartenden Strafe. * Düsseldorf, 5. Februar. Die Untersuchung gegen einen Arze erregt hier großes Aufsehen. Dr. Volbeding ist angeklagt, sich bei Ausübung seiner ärztlichen Praxis grober Unregelmäßigkeiten schuldig gemacht zu haben. Während der acht Jahre, wo er in Düsseldorf practizirt, hat er etwa dnt halbe Million Patienten in Behandlung gehabt- an tiaem Tage hat er schon 495 Patienten „brhandelt", meistens brieflich. Dieser coloffale GeschäftSumfang wurde in der Weise bewältigt, daß Dr. V. mehrere Schreiber anfteHte; diese lasen die eingehenden Anfragen von Kranken und sollen diese in der Werse behandelt haben, daß sie, ohne den Doctor Mhig zu haben, einfach beliebige Medicin, die Dr. D. auf Loger hat, unter Nachnahme (gewöhnlich sechs Mark, Honorar sÜr die „Consultation" zehn Mark) an die Fragenden fanbten; bessere Situirte mußten die Mixturen theurer bezahlen. Wie die Anerkennungsschreiben zu Stande kommen, lehrt unter Anderem folgender Fall: Ein Lehrer a. D. in einem süddeutschen Landstädtchen ließ sich von Dr. V. für ein Magenleiden Elixtre senden, bildete sich ein, geheilt Horden zu fein, trotzdem er nach ärztlichem Befund jetzt noch gerade so krank ist, wie er vor Jahren war, und schrieb an Volbeding, er werde ihn in der Gegend weiter empfehlen- Dr. V. zeigte sich dafür durch Gewährung freier Medicin, Geldgeschenke, Cigarren u. s. w. erkenntlich. Im Ganzen besitzt Dr. V. etwa 500 „Anerkennungsschreiben", die sammt Recepten, Bestellbriefen u. s. w. beschlagnahmt wurden. Drei Angeklagte, Schreiber ohne jegliche Vorbildung, die Konsultationen hielten, Arzneien nach eigenem Gutdünken verabfolgten u. f. w., kommen mit Dr. Volbeding, der für diese „Confultation" daß Honorar einsteckte, gleichzeitig auf die Anklagebank. Volksrundschau. • „AuS bet guten alten Zeit." Heinrich von Selbitz, der bekannte Schilderer des altbayerischen Soldatenlebens, schreibt der „Fr. Ztg.": Die neuerdings in Bayern vom LriegSministerium erlassene Vorschrift über den obligatorischen üirchenbesuch der Soldaten bestand auch schon in früherer gelt und wurde auch meines WiffenS niemals aufgehoben. Auch in preußischen Regimentern besteht die Verpflichtung zum Besuch deS Gottesdienstes unb erstreckt sich sogar auf die Offiziere, sodaß vom Regiments Commandeur abwärts iämmtliche Chargen sich in die Kirche begeben. Auch damals — vor ca. 30 Jahren — mußte der Soldat um die Er- laubniß, von dem Gottesdienste wegbleiben zu dürfen, nach- jachen. Der Feldwebel — ein „Rhei'-Pälzer", hatte an einem Sonntag Morgen die Mannschaften zur Kirchen-Parade in Casernenhofe aufgestellt- die Leute waren in größter Propretät ausgerückt- Alles funkelte und blitzte. „Wer will frei fei vun der Kerche Parad'" — ruft der Feldwebel — ,ber soll vortrete!" Stramm marschirte der Soldat Johann Jacob Müller aus dem Gliebe heraus vor die Front unb pacht drei Schritte vor dem Feldwebel Halt. „Herr Feld- vebel, ich bitt' g'horschamft von der Kerche-Parad' toegbletbe |u dürfe!" „Ah, der Hanjakob! Natürlich!" — schmunzelt der Feldwebel mit freundlichem Lächeln- „dös hab ich mir zlei denkt, daß eS wieder der Hanjakob iS, der net in die sierch gehe will: aber warum willst Du frei sei von der laiche Parad'?" fragte der Gestrenge. „Herr Feldwebel, ich will mit meinem Schatz spazieren geh'." gesteht erröthend der Han-Jakob. „So, so — also deßwege willst Du von der Kerch Dich drücke — wegen Deinem Schatz — aber, grab Du haft'S am Allernvthigste, daß Du in die Kerch kummst, etib emol Deine Sünde ablege thust- und Du willst mit Deinem Schatz statt deffe spaziere gehe? Du haft's am Mernöthigste- Du sollst fleißig in die Kerch geh'. Der- ftaitne! Han Jakob, geh Du schö in die Kerch!" — Und schwupp — schwupp — schlägt der Feldwebel mit seiner großen Brieftasche dem Soldaten ein paar ordnungsmäßige Ohrfeigen herunter. „Marsch '— eingetrete - — wart' ich toiü Dir ordentlich in bie Kerch gebe!" Der Han-Jakob wacht Kehrt, und tritt wieder in se nem Gliede ein. „Wer toid noch frei fei von der Kerche-Parad?" ruft der Feldweibel wieder — „der soll voctrete!" — aber Niemand mehr folgt dieser freundlichen Aufforderung- eS war über Alle der Geist der Frömmigkeit gekommen. Auszug aus -en AirchenLücherm Ver Stadt Gletzen. Soaugelifche Gemeinde. »«traute. Lukasgemeinbe. Den 1. Februar. Eugen Hermann Letsch, Kaufmann, imb Bertha Mickel, Tochter bes Briefträgers Philipp Mickel zu Gießen. Johannesgemeinde. Den 1. Februar. Wilhelm Bopp, BauaufseheraSpirant z« Gießen, unb Margarethe Luise Marie Bauer, Tochter beS verstorbene» Oeconomen Friebrich Bauer zu Rieder-Eschbach. MatthSusgemeinde. Den 2. Februar. Dem Mustklehrer Franz Bauer ein Sohn, Franz Christian Karl, geboren den 22. December. Denselben. Dem Dachbeckermeister Heinrich Ruckstuhl ei« Tochter, Wilhelmine Johanna Margareihe, geboren den 16. Januar. Denselben. Dem Schneiber Georg Schütz eine Tochter, Anna Bertha Johannette, geboren den 20. November. Denselben. Dem Bahvarbeiler Heinrich Jericho ein Sohn, Ludwig Daniel, geboren den 19. December. Denselben. Dem Kutscher Johannes Keil ein Sohn, Eduard, geboren den 30. December. MarkuSgemeinde. Dm 2. Februar. Dem Schuhmacher Georg Wink eine Tochter, Elisabeth, geboren den 13. Januar. Johannesgemeinde. Den 2. Februar. Ein unehelicher SohnMlbert, geboren de» 31. October 1895. BeerdisU. LukaSgemeinde. Den 6. Februar. Carl Schwan, Weinhandler, alt 38 Jahre, starb ben 4. Februar. Johannesgemeinde. Den 2. Februar. Justus Röhrscheid, Schloffer, 78 Jahre alt, starb den 31. Januar. Dm 7. Februar. Juliane Jung, geb. Kuhl, Ebesrau des HilsS- bremsers Georg Jung, 48 Jahre alt, starb den 5. Februar. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei Aug. Deibel v. Wieseck, W. Fabel v. Wieseck 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg. Ant. Heuser von Gr.-Lindm 38 Louis Schmidt v. Gr.-Linden 40 116®' Ä“ 163> ,826 (624 6t ff.***, ? baller ,7'bi-?«) el"»»Mrbigei x* V-flnrrich- Wkiz» M *8 flegtnüb« ie ^lehnend, dar L M-to. D.'; Börsenblätter «leinbungen gegen lQt>» ßtlegt habe. r UDb Spekulant galten, einen "teoen kolossalen lin werden die 3« Berlin und wtm für 148616 W für 113 bis ir. Nach ttockem :ttt unter de« Nth Dies kommt daher, er Trockenheit niti z. B. R>odvieh in? titteln auch zu ti»f( Da der Som'. fiutttrpflawa M Dar) erfcheiuea, ft ichigkeit auf. Dtt für ty übuaH zu haben 6 Mittel bei allen h. sowohl bei W ,en Thiem wttd bei en werden Mfe^ en nicht so leicht mb Die MageoM, Menschnitzelu obtt linbet. Hühvrr u°i igend Kalk zuzesüh't dnug btt Eierschalen un i» d-» „Itjt fdion bmul"» btnn d°« eingttrrtew Mpiell8«< 118 'JJJ Stall ritt» <* inte. Slanl«flB Hi, ei« R°d M ele, Wl ““ »’S6,1 tin Mele, DNd«»"i , -7' W auf -d»" »** -S ierte . qn t R|pbe 1 n« & •*■*«$» sfes e6 0,991 |f(P Kunst-AnssteUung, nähme des SamStaas, von 11 bis 1 Ubr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 6 Uhr. »on«1«-A während deS «nnnterdrsche« »•* 11 M6 8 Uhr. — Eintrittspreis f®« Nrchtmttglteder an Werttagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pir Brodpreife vom 9. bis 23. Februar 1896. Der hiefige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Takelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod .... bei Aua. Guhr Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth u.W.Ammd . 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod Der auswärtige» Bäcker. auSge führt von der 1302 Entree 40 Pfg. Anfang V25 Uhr. Nerciis-MskriibM GEGk: 1289 Gießen, 8. Februar 1896. dänischer Pferde Gegr. 1865 itt Lang-Göns an. 1104 Expedition. 1305 Vermiet (jungen. fiTrXv Züditiflc Modistin, All. 0/ «’j [eiben a sucht. coonfl., für ein Kurz- und Mobewaaren' fö.rr rv;/T.pn unter Sl 1OO an Geschäft in eine Stadt in Oberh ff en Gest. Offenen unter A. 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TodcsAnzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerz- liche Mittheilung, daß unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter und Tante Lisctle Weitz, geb. Bauer, im Alter von 40 Jahren nach langem, schweren Leiden sanft verschieden ist. Ä , Die tieftraueruden Hinterbliebenen. Lollar, Kaiserslautern, den 7. Februar 1896. Die Beerdigung findet Sonntag, den 9 d. $118., Nachmittags 3 Uh , vom Traue'bauie statt uVl] Ein Lchretnergefelle und ein Lehrling g-suchr Bttd. &<{<««««, Wetz^einstr. 4C. Ein Aunge m die Lehre gesucht Qeinricr» Zytllenann, Alasermeister. Nachmittag? 2 Ubr, versteigere ich im »Adler^ (Markt» platz 20) zu Gießen öffentlich gegen Baar.ablung: eine Ladeneiurichtur'g und eine Reihe von Mobilien, sowie verschiedene Oel- unb fonfiiflc Silber; »mittelbar bar auf — um 3 Uhr — im Katserhaf baselbst: einen Hautzt'legraphen, vollständig Beibe Versteigerungen voraussichtlich bestimmt- 1307 «ngO. 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