Donnerstag den 9. Januar Nr. 7 1896 Amts- und Anzeigeblatt für den IC«« Gieren. Gralisöeitage: Gießener Aamikienökälter. Alle Annoncm-Bureaux des In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» ^kqendcn Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchukstraße Wr.7. Fernsprecher 51. Vierteljährtger >8onnf« Platzes, mit welchem angeblich unsere Stadtverwaltung fich befass beschäftigte sich eine gestern Abend in der Restauration Spieß in der Neustadt abgehaltene, äüßerst zahlreich besuchte sammluvg, unter Vorsitz deS Herrn Ed. Hanau. DU, große Anzahl von Jntereffenten, welche zu dem Gegenstände das Wort Nahmen, vertrat in ihrer Mehrheit mit Entschiedenheit die Ansicht, daß eine Verlegung deS DiehmarkteS, etws nach dem Südende der Stadt, nicht nur eine Gefährdung der Bewohner der Neustadt bedeute, sondern das Jntereffe der ganzen Stadt gefährden würde. Während aber einer»- feitfl die Meinung vertreten wurde, daß ein Eingreifen 6er Bürgerschaft, bevor weiteres über die geplante Verlegung bekannt, verfrüht fei, hielt man andrerseits dafür, j-tzt schon die erforderlichen Schritte gegen die Verlegung zu thun, und zwar durch eine Petition an den Stadtvorstand, und danach rege Agitation und Sammlung von Unterschriften. Die an die anwesenden Herren Stadtverordneten gerichtete Frage, ob sie etwa Auskunft geben könnten über die Pläne deL Stadtrathrs, beantwortete Herr Sch mall dahin, daß er hierüber keine Auskunft geben könne, er glaube aber an- nehmen zu können, daß die Frage ventilirt sei- er empfiehlt den Anwesenden, sich an den Stadtrath zu wenden, und erklärt für seine Person, daß er in seiner Eigenschaft als Stabiver» ordneter nicht die Jntereffen eines StadttheilS, sondern diejenigen der ganzen Stadt zu wahren habe, er würde eS aber bedauern, wenn der Biehmarkt verlegt würde. Im weiteren erklärten sich die Anwesenden damit einverstanden, daß die heutige Versammlung nur als Vorversammlung einer demnächst zu berufenden größeren Versammlung anzusehen sei- eS wurde deshalb ein Antrag auf Einsetzung einer auS 15 Mitgliedern bestehenden Commission, welche das Weitere veranlaffen und demnächst, einer größeren Versammlung Bericht erstatten soll, angenommen. Im Lause der Verhandlung wurde auch der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß die Verlegung des Rindvieh«- Marktes eine Verlegung des Schweinemarktes zur Folge- Haben könne, auch der Stadt ein erheblicher Ausfall an Standgeld und Octroi entstehen würde- ferner ser der Ruin der Stallbefitzer in der Umgebung des jetzigen Viehmarkt- : platzeS die nächste Folge einer Verlegung desselben. Don- , anderer Seite wurde geltend gemacht, daß eine Aenderung in den Dtehmarktverhältniffen durchaus nöthig sei, wenn die i Gießener Märkte nicht zurückgehen, ober von Märkten ber : Nachbarstädte überflügelt werden sollten- zur Hebung der t Märkte würde, nach Ansicht einiger Redner, die Anlage eine« Schienenstranges nach dem Biehmarktplatze erheblich beitragen, [Qfle fich dieser aber nicht Herstellen, so bleibe nichts übrig, als sich nut dem -Gedanken einer Verlegung des D ehmarkte« in die Nähe deS Bahnhofes vertraut zu machen- wenn dadurch anfänglich auch eine Schädigung Einzelner entstehe, so gleiche sie sich auS zu Gunsten ber Gesammtheit, die Hebung der Gießener Diehmärkte solle daS Hauptziel sein. Wenn die Bahnverwaltung nicht für die Anlage eines Schienen- stranges zu haben sei, so seien die Jntereffen der Stadt so groß, daß die Stadtverwaltung einen erheblichen Beitrag zu den Kosten leisten könne. Auch die Frage der viehschau rouroe berührt, und betont, daß diese gerade so ungünstig den Markt- verkehr beeinflusse, wie der Mangel einer Schienenverbindung. Diesen und ähnlichen Ausführungen wurde entgegengehalten, daß die Nähe des künftigen GüterbahnhofeS für Beibehaltung des jetzigen Viehmarktplatzes spreche, abgesehen davon, daß eine Schienenverbindung dahin auch nicht zu den Unmöglichkeiten gehöre, ja sogar geboten sei, wenn daS Project der Bahn in daS Bieberthal zur Ausführung komme- eine Schienenverbindung sei aber in Anbetracht der Eigenartigkeit der Gießener Märkte, wo vorwiegend Zuchtvieh gehandelt werde, auch nicht unbedingt nothwendig. — AuS der weiteren, sehr lebhaften Behandlung der Sache ging hervor, daß sich die Mehrheit der Versammlung für Beibehaltung deS jetzigen Viehmarkt. Platzes, bezw. für Errichtung eines solchen in der Nähe deS Schlachthauses au-sprach- ferner wurde dem Wunsch AuS- druck gegeben, sich mit der Bahnverwaltung behufs Anlage eine» Schienenstranges ins Einvernehmen zu setzen, und die aeleat 1. e. Ferner soll das Statut dahin geändert werden, 1 daß nid) nur Bürger innerhalb der DemarcationSlime Lahn- i brücke, Neustadt, Marklstraße, Marktplatz, Reuenbauen di« ■ Steins Garten im Süd W-st-B-re.n Ausnahme finden, sondern daß auch Bürger der übrigen Stadt, sofern fie fich al» Mitglieder de» SüdWest B-r-ins melden, ausgenommen «erden sollen. Herr Stadtverordneter Jean Kirch weist daraus hin, daß -» sür die Folge wohl nicht mehr für räthlich erscheine, wenn der Verein bet der großen Zahl von Mitgliedern nur so lose organifirt bleibe, wie e» mt dem bisherigen Statut der Fall sei. Er halte -», um An- griffen von g-wiff-r Sene zu begegnen, auch nicht sür an gängig, daß das Kastenwesen so weiter gehandhabt werde al« bisher und meine, da- Amt de« Rechner« sei von dem de« Schrtstsührers zu trennen- auch halte er iät die Folge Kaffenrevisor-n sür ersorderlich. Redner kommt dann aus dte vielseitigen Angriffe zu sprechen, di- die B-j>r!-°°--m-, ob mit Recht oder Unrecht laffe er dahin g-st-ll f,t"' " sahren haben und weist aus das traurige Bild Hw, welches ! B bei dec letzten Wahl die zersplitlerle Bürgerschaft ge. boten habe, wo -s möglich war, daß an jedem ->t°mmttsch eine besondere lrandidatenliste ausgestellt wurde. Die Zeit bei Bezirksvereine sei vorbei und gebe et ber Erwägung des Borstanbes resp. bieser Versammlung anheim, ob man nicht jetzt bazu übergehen wolle, einen großen allgemeinen Bürgerverein zu grünben, in bem bie gesammten Interessen ber Stabt besprochen unb berathen werben könnte«, um dami ben Vertretern ber Bürgerschaft im Ratbhausc G-legenheit zu geben, auch bie Ansichten ihrer Mandatare kennen zu lernen. Er gebe zu bedenken, baß eS jetzt noch bie rechte Qeit sei. Hand anS Werk nach bieser Richtung zu legen, ehe sich in ber Grünbergerstraße unb in bet Neustabt weitere Bezirksvereine bilben, woburch wiebetum eine weitere Zersplitterung ber Bürgerschaft herbeigefühtt werbe. Nachdem noch weitere Redner in diesem Sinne gesprochen, stellt Herr Bauunternehmer Winn ben Antrag, den Punk: 1, Statutenänderung, von der Tagesordnung abzusetzen und den Vorstand zu beauftragen, ein neu ausgearbeitetes Statut, Pen heutigen Verhältnissen entsprechend, einex spateren Generalversammlung votzulegen. Hierauf nimmt Herr Rechtsanwalt Grünewald daS Wort und bemerkt, daß die gegen die Bezirksvereine gerichtet gewesenen Angriffe nicht etwa von weiten Schichten der Bevölkerung, sondern nur von einzelnen Personen anögegangen seien. Einem ber Vorredner aber, welcher den Zusammenschluß zu einem allgemeinen Bürgerverein befürwortet habe, mit der Motivirung, um baburch bester ben Socialbemoktaten entgegentreten zu können, müsse er boch erklären, baß bie Socialdemokraten nicht nur Bürger unserer Stadt seien, sondern daß man diesen Bürgern auch ben Eintritt in ben Süd West Verein nicht gewehrt habe unb in einem Allgemeinen Bürgerverein erst recht nicht wehren bütfe, beim ein solcher Verein habe bie Aufgabe, das Interesse aller Bürger — auf die politische Gesinnung komme es dabei nicht an — zu wahren und zu vertreten. Bei dieser Gelegenheit wolle er auch bekennen, baß er persönlich gegen all und jebefl Compromiß sei, auch bas von einer Partei anläßlich der Stadtveiordnetenwahlen abge« schlosserte nicht gebilligt habe, aber dasselbe sei bereits vollendete Thatsache gewesen als er es erfahren, er sei verhindert gewesen, den betreffenden Berathungen beizuwohnen und so habe er diese Abmachung nicht hindern können. Seine Meinung sei, daß bei Wahlen jede einzelne Partei eine Kraftprobe aushalten müsse und gestehe auch ehrlich den Social- demokkaten ihrer Stärke entsprechend eine Vert'etung in der Stadtverwaltung zu. Auch ihm scheine die Ansicht des Herrn Kirch die richtige zu fein, daß es jetzt an der Zett sei, einen großen Bürgerverein zu schaffen, in dem die Interessen der Gesammtheit besprochen und bißeutirt würben, wo ber Stabtverorbncte bie Meinung der Bürgerschaft ungeschminkt hören könne und so auf gewisse Dinge vorbereitet werde, zu denen er später im Rathhause sein Votum zu ertheilen hätte. Denn darüber solle man sich doch keiner Täuschung hingeben, bie heutigen StabtrathSbeschlüste hängen boch mehr ober weniger von Zufälligkeiten ad, wie eß auch gar nicht anberß fein kann, wenn man bebenft, baß sehr häufig die wichtigsten Dinge an bie Stabtoerordneten herantreten, ohne daß diese sich erst über die einschlägliwen Verhältniffe haben trientiren können, wozu noch kommt, bah man meistens schon vor von ben Commissionen beschlossenen Dingen steht unb bann unter bem Zwange ber Abstimmung nicht gut nein sagen kann, weil man eben nicht bester über biete Dinge orientirt ist. Er benke hierbet nicht etwa an die Genehmigung zur Erbauung einer Gartenhütte oder ähnlicher unwichtiger Dinge, aber wir stehen vor der Canalisation, einer äußerst wichtigen und schwierigen Frage, über bte sich selbst die Gelehrten nicht ganz einig seien. Da sei es an ber Zeit, daß die Bürgerschaft sich zusammenschließe und bitte er bie Versammlung, abstimmen zu lasten, erstens über ben Antrag Winn und zweitens darüber, ob bie neu zu entwerfenden Statuten so geartet fein sollen, daß dieselben für einen allgemeinen Bürgervere n posten. Stadtverordneter Petri spricht sich ebenfalls für einen allgemeinen „hns-ch üb--I-g-°-n F-ivd- aller Waff-a °°a J" Rücken und in der Flanke angefallen, ein Einkommen schien unmöglich immer, -enn er sich Luft gemach, »a.en neue Feinde auf, den ganzen Tag mußte er Schritt °°r Schritt erkämpfen, fein- Schwadronen -inhauen, seine Zn ,-nl-rie stürmen laffen. Seine Geschütze hatten die halbe Bespannung verloren und dennoch schlug er sich * 11 Uhr nach Vendome durch. Er hatte 100 Mann und 6 Offiziere verloren, brachte aber 230 Gefangene un z hn Offiziere mit, zu feiner eigenen Überraschung, denn zum Zählen war unterwegs keine Zeit gewesen. :tti 6000 Nt' X 2/s M )e: hatte dar xi Psnde u. 1 geleitet &e6 Recht-. Strver nach Lr 8°W lluheren fy, “« MeiMg, 11 ihnen dar °"i>pllnkt und Diele Feage b!^ltigt unb HUn erstattet, ' Die Frage ksetz eine Alke 16 streitig unt iu schaffen "heiligten sich rectvr Pa-cve. 'M die Ber. Eingabe an bitr Zeit die Statt. 1 in Flug zu >it und fiel die. >rcoe, Land, yligenstaedt,^ H« Kühn, chlessivger,. Bei der Eon- öenen Motor christslihrn ent r der BrreinK deß Bith»arlt- ltungfichbefa^i Mion Spieß h belachte Bei- Hanau. Dl^ itm Gegrnstan-e mit Entschieden' ehmarkte^, etwa eine Gesahidung ii das Jnterch end aber einer.' n Eingriffen der plante Verlegung dafür, jetzt schon ng zu thun, und mb, und danach christen. Die an gerichtete Feage, die steine des dahin, daß lt n» glaube oder an» (ei; er empfiehlt wenden, und er- hast als Stadiver» (andern diejenigen ; (g aber bedauern, heutige ®«l«7' chft juieraf*" juibt ein ittan n Unb btmn«4|t M iO«, gilt dN ®** „g btt «•* liier Ausfall an ? [d »« * belielbett. ®‘l Ä-» S" x ,-:S; ;*$S ? ’ S“ ^/entsteh-, 1° nie! t >,e Hrbn"8 ilnthrit, *2ß(nn >t»iel ^H^ienen» refft" gxJtrag zu «‘ÄjitfW«’ bi« »°7 „ $16" l W, SÄ-"'"' nie, Gle^ft Nothwendigkeit betont, dahin zu wirken, daß die Angelegenheit, wenn sie vor die Stadtverordneten Versammlung komme, in einer öffentlichen Sitzung behandelt werde. In die Commission, welche sich provisorisch mit der Sache bis zu einer größeren von ihr zu berufenden Versammlung befaffen soll, wurden gewählt die Herren: Hanau, Happel, Ph. Euler, Carl Euler, Eichenauer, Kitz, Puth, Ad. und Gg. Möhl, Metzger Rosenbaum, Fruchthändler Rosenbaum, Möbs,Troß, Bieler, Böhl und dieselben zu einer Sitzung auf nächsten Montag Abend 873 Uhr in die Restauration Spieß geladen. ♦♦ Der Verein für Krankenpflege hält heute Abend 87, Uhr im Feidel'schen Restaurant seine Generalversammlung ab. Seitens des Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt Grünewald, wurde ein Schreiben an alle Diejenigen, welche den Verein seither durch Beiträge unterstützt, ohne Mitglied zu sein, mit der Bitte erlassen, sich alsbald als Mitglieder zu melden. Bekanntlich übt der Verein durch seine katholischen barmherzigen Schwestern die Krankenpflege in der Stadt aus. Die Mitgliedschaft verpflichtet nach dem Slatut nur zur Leistung eine- Jahresbeitrags in Höhe von mindestens einer Mark. Grund zur Anregung zum Beitritt giebt der Wunsch deS Vorstandes, daß die Zahl der Mitglieder aus allen Consessionen eine möglichst große sein und daß allen Personen, die den Verein mit Beiträgen unterstützen, die Möglichkeit gegeben sein möge, bei der Verwaltung und Geschäftsführung des Vereins mitzuwirken, dies insbesondere durch Betheiligung an der Generalversammlung. Die Rede beim Festattus in der Uuiverfität anläßlich der 25. Wiederkehr der Errichtung des Deutschen Reiches am 18. Januar wird Se. Magnificenz Rector Behaghel halten. ♦♦ WeihnachtSorotorium Donnerstag den 9. Januar, Abends 1/28 Uhr, kommt nun endlich das WeihnachtS- oratorium von Heinrich von Herzogenbcrg zur Aufführung in unserer Stadrkirche. B>- zuletzt hat eS nicht an allen möglichen Schwierigkeiten gefehlt, die sich der Aufführung entgegenstellten. Trotzdem ist die Begeisterung für das herrlich- Werk bei den Mitwirkenden stetig gewachsen, und es ist, wenn nicht noch zu guterletzt neues Mißgeschick eintritt, eine würdige Aufführung gesichert. Die Opfer, die dafür gebracht werden mußten, find allerdings sehr erheblich und der Ktrchengesangverein darf wohl daraus rechnen, daß die Gemeinde ihm durch freiwillige Spenden einen Theil dieser Last abnimmt. Betreffs der äußeren Anordnung sei hier noch einmal daran erinnert, daß der Eingang durch daS Hauptportal nur für die mit Eintrittskarten Versehenen geöffnet ist, und daß Kinder ohne Begleitung von Erwachscnen keinen Zutritt haben. ** Die StSbahn ist heute geöffnet.' Wegen Unterschlagung von Kuudeugelderu wurde gestern der HauSbursche eines hiesigen Bäckers in Haft g e n o m m e tt; ** Schlägerei. In einem Privathause in der Stein- straße hatte sich gestern Abend eine Gesellschaft beiderlei Geschlecht- zusammengefunden, um bei Ziehharmontkamufik zu zechen. Den Schluß bildete eine Keilerei, bei welcher eS Mutige Köpfe gab, sogar soll ein Frauenzimmer durch einen Mefferstich erheblich verletzt worden sein. *• Handwerkertag Wie kürzlich gemeldet wurde, sollte Ende dieses Monats in Darmstadt ein hessischer Hand- werkertag statlfinden. Nach einer am Sonntag in Mainz stattgefundenen Berathung der Jnnnngen von Mainz und Worms soll jedoch nunmehr der Handwerkertag, auf welchem in erster Linie „Stellungnahme gegen die Gewerbevereine betreffs der Organisation des Handwerks" auf der Tagesordnung steht, am 26. Januar in Mainz abgehalten werden. Zigeuner. An den Steinbruchcn am Hardtberg hatte sich gestern ein Trupp Zigeuner, begehend au- 27 Personen, 15 Pferden mit 7 Wagen, niedergelaffen. Bier Schutzmänner und zwei Gendarmen hoben das Lager auf und verbrachten die Gesellschaft über die LandeSgrenze. *♦ LebeuSmittel-Preise Ende November 1895. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landes- statistik kosteten: Ochsenfletsch 1 per Pfund 1 Rindfleisch per Pfund Kalbfleisch per Pfund Schweines!. per Pfund Hammelfleisch per Pfund Gemischtes Brod Roggen- Brod Butter per Pfund Milch N 1 Liter j Eier 1 Stück 1 Städte mit Octroi Darmstadt 76 70 76 66 70 11,5 10 100-110 18 6-7 Mainz 72 63 70 63 55 11,5 10 95-103 18 5-7 Offmbach 76 66 76 70 70 12 10 111-131 21 6-10 Worms 74 70 71 68 60 10,5 9,5 101-113 16 6-9 Gießen L-tädte ohne 74 67 65 62 65 10,5 10 86- 98 18 7-8 Octroi Lingen 75 65 70 70 60 11 10 94-109 19 7-9 Bensheim 74 66 70 60 60 12 9,5 88— 93 17 6-7 Alzev Friedberg 68 64 70 60 60 16 10 102-112 17 8-9 i 75 70 70 52 65 12 11 110 18 8 Alsfeld 70 63 70 50 — 12,5 10 95-100 16 6—7 Lauterbach l 64 64 60 56 55 13 10 . 100 16 7 Bad Nauheim, 5. Januar. Die Bürgermeisterei fordert diejenigen Veteranen, welche im Jahre 1870/71 ihrer Militärpflicht genügt hahen, öffentlich auf, den Truppentheil anzugeben, bet welchem sie damals gestanden haben, um fie zur Gedenkfeier an die Wiedererrichtung deS deutschen Kaiser- thumS einzuladen. Für jeden Theilnehmer find 5 Mk. aus Gemeindemitteln ausgesetzt. s> jeder Tageszeit. 238 N Achtungsvoll Möhl. 282] Ein kleines Familienlogis zu vermiethen- Lahnflratze 9. Uhren, Brillen, Pincenez, Barometer, Thermometer, Operngläser kauft man am besten und billigsten bei Tanz-Unterricht. Mein neuer Cursus beginnt Mittwoch, 15. Januar 1896. Gefl. Anmeldungen erbitte möglichst vorher in meiner Wohnung Damm- ftratze 6. — Privatunterricht zu 32] Eine Familien-Wohnung im zweiten Stock, 5 Zimmer m. Zubeh, per 1. April zu vermiethen.Aflerweg 6. Bekanntmachung. Das Abfallholz von städtischen Bäumen an der Sicher- und Grün- bergerftraße', auf dem Trieb, im Lärchenwäldchen, am alten Anneröder- weg, am Lutherberg, Steinbacherweg, in den Friedhofsanlagen, im Bürger meistereihof, am Wieseckerweg und auf Oswaldsgarten, bestehend aus Knüppelholz, Reisern, auch einigen Stämmen u. einigen Haufen Spähnen, soll Freitag den 10. Januar, Nachmittags, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Versteigerung beginnt Nachmittags 2 Uhr am Oswaldsgarten. Gießen, den 7. Januar 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 347 Gießen, den 4. Januar 1896. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Otto Bergen. ..W>- Hasen empfiehlt Heinrich Klotz, 335 Mäusburg 17. Haus mit Garten, nächster Näh- der Stadt, z« verkaufe«. Näheres in der Exped. d. Bl. 249 Heu iu verkaufen Näheres $29 Bahnhofflratze 58, Georg Koch, Uhrmacher, Neuenbäue« 5, 283 nächst dem „Kaiserhof". Weit unter Einkauf wird der Rest noch vorhandener Kleiderstoffe, Leinen re. abgegeben. Wilhelm Attig, 29 Asterweg 45. 252] Schöne 6 Zimmer-Wohnung mit zwei Mansarden per 1. April zu vermiethen.BiSmarckstratze 10. Wllh. Wirsig, Handschuh-Fabrik Selters weg* IO ■■ Grosse Auswahl in Aecht Ziegenleder-, Glace-, Doxcin-, Wildleder-, Seide- und Tricnt-Handschuhen in allen Preislagen. Anfertigung der Handschuhe nach Maass 1! ■pnheifPR in Cravatten, Shlipsen, Hosenträgern, Tricotagen, Kragen, WBUneiien manschetten und Manschettenkndpfen. 16114 Wasch n u. Bügeln wird bestens besorgt. 21 Marktflratz« 16. är PS \ bringen Jtzltib'A Dvl / Katarrhpastillerl SL Tod Alt («almiak- yE ueucll pafltve«) K TTnctan \ in kurzer Zeit UUSWll ) Sicheren Erfolg. Beutel 35 und 25 H bei Be««-r & Krumm, Bahnhofstr., und A. & VaSeufrl», Marktplatz.28 Bekanntmachung, Ermäßigung des Wafserpreises betr. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in der Stadt- verordneten-Versammlung vom 28. November v. I., um die Einführung der Wasserleitung auch in kleinen Häusern zu erleichtern, beschlossen worden ist, rückwirkend vom 1. October v. I. ab, den Mindestbetrag des jährlichen Wasserverbrauchs für Häuser mit kleineren Wohnungen bis zu drei Zimmern einschließlich auf : 8 Mark für ein Gebäude von einer Familie 16 ,, „ , ,, zwei Familien 24 , „ „ ,, ,, drei und mehr Familien bewohnt, zu ermäßigen und ersuchen wir diejenigen Abnehmer, welche von dieser Vergünstigung Gebrauch zu machen berechtigt find, uns alsbaldige Anzeige zu machen. Die Mindestbeträge des jährlichen Verbrauchs für Häuser nut größeren Wohnungen — mit mehr als drei Zimmern — bleiben dagegen dieselben wie vorher, nämlich: für ein Gebäude von einer Familie bewohnt 15 Mark „ „ „ „ zwei Familien bewohnt 25 „ ,, „ „ „ drei und mehr Familien bewohnt 35 „ Familien, welche kein Wasser beziehen, werden dabei nicht gerechnet. Ferner wird, gemäß Stadtverordneten - Beschlusses vom 7. Februar v. I., der Preis des Wassers für solche größere Abnehmer, deren Jahres« verbrauch eine Höhe erreicht von: , 500— 999 cbm auf 22 Pfg. und bei Erreichung einer Höhe von 1000—10000 „ „ 20 „ für 1 cbm widerruflich vom 1. April 1895 an berechnet, wenn der Jahresverbrauch aus einem zusammenhängenden Grundstück und bei einem und demselben Wasserverbrauchenden in der erwähnten Größe stattfindet. Für Abnehmer noch größerer Mengen Wassers wird eine denselben entsprechende Preisermäßigung in Aussicht gestellt. Die Beträge für den Wasserverbrauch sind vierteljährlich zu entrichten und zwar zu dem Grundpreis von 25 Pfg. für 1 cbm. Nach Schluß des vom 1. April bis 1. April laufenden Geschäftsjahres wird der betr. Nachlaß verrechnet. 34] Zwei kleine Familienlogis sofort zu vermiethen. Tiefenweg St Näh, bet Wilh. Plank, Bahnhosstr. 18. 28JJ Ein Familienlogis mit 4 Zim- mern, sowie ein Mansardenzimmer mit allen Bequemlichkeiten per 1. April zu vermiethen. Näheres bei G. H. Müller, Schillerstraße 26. 186] Schönes Familienlogis an ruh. Lenke -u verm. KaplanSg. i«. 139] In meinem Hause Ecke der Damm- «. Steknflratze, nächst der Nordanlage, ist der zweite Stock mit 5 Zimmern, allen Bequemlichkeiten und Gartenantheil per 1- April l. I. »u vermiethen. Andr. Suler, Steinstr. 11, U. 95] Dterflratze 7 der zweite Stock, 4 Zimmer, Mädchenkammer u. s. sowie eine kleinere Wohnung auf den 1. April 1896 zu vermiethen; ferner ein Stall für 2 Pferde auf sofort.__________ 36] Durch Wegzug von Frau Canzleirath Dörr ist «aetheflratze SL der mittlere Stock per 15. April 1896 zu vermiethen._____________________ Beidin ung I Die Erd- und Maurer-,! Steinhauer- und Schloffer- arbeiten zur Herstellung einer 21,18 m langen Einfriedigung in der Steinstraße, längs des Scheid- scheu Hofes, sollen Dienstag den 21. d. Mts., Bormittags 117, Uhr, öffentlich verdungen werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote sind auf Vordruck, der bei uns erhältlich, bis zum genannten Termin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 7. Januar 1896. Das Stadtbauamt. Schm andt.340 Vermischte Anzeigen. 7000 Mark find per 1. April er. auf erste Hypothek zu vergeben. Offerten unter J. 8. an die Exped. d. Bl. erbeten____________224 308] Ein junger, tüchtiger Schneider sucht Stelle. Seltersweg 57, m. Berdwgurrg. Die Schreiner- und Weißbinderarbeiten zur Herstellung des früher Schmidt'schen Hauses im Tiefenweg sollen Dienstag' den 14. ds. Mts., Bormittags IV/2 Uhr, öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular find bis zum genannten Termin einzureichen. Gießen, 7. Januar 1896. Das Stadtbauamt. 315 Schmandt. IM. Schlachthaus. Freibank. [348 Heute und morgen: Ochsenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. Trauerhüte stets vorräthig bei 180 Frau Schepers, Grabenstr. 10. 67] Der mittlere Stock meines Hauses, Kirchenplatz 21, ist per 15. März a. c. anderweitig zu vermiethen. __________«. Wallenfels Wwe. 51] DaS von Herrn Fabrikant Gg. Noll bewohnte Logis ist per sofort ander- weit zu verm. Näheres Oflanlage 9. 37] Wohnung tm Hinterhaus zü vermiethen. €♦ Steinhäuser, Neuenbäuen 17. Iermietyungen. 346] Schöne Wohnung, 2. St., m. all. Zubehör zu verm. Bletchflratze 5. 338] Kleines Logis zu vermiethen. Näheres bei Architect Kockerbe». 334] Ein kleines Logis an ruhige Leute per 1. Januar zu vermiethen. _______________ «arttflratze 11. 333] Wohnung von 4 Zimmern mit allen Bequemlichkeiten zu vermiethen. Vlarburgerflratze 29, H Föns-Zimmer-Wohuuna im vierten Stock, mit allem Zubehör, Trockenplatz rc., per 1. 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Januar 1896, Abends 8 Uhr Stolberg, Rhld., Giessen, Linz a. Rh., den 7. Januar 1896. Hochachtungsvoll Heinrich Siever, seither Neuen Säue 1, jetzt 2 Kreuzplatz 2. Unseren verehrltchen Mitgliedern theilen wir hierdurch das Hinscheiden unseres Mitgliedes Heinrich Kümmel ergebenft mit und bitten, demselben die letzte Ehre zu beweisen. Ev. Kirchengesangverein. Donnerstag den 9. Januar 1896, Abende TVe Uhr, in der Stadtkirche: Die Geburt Jesu Christi Kirchenoratorium für Solostimmen, gewischten Chor, Kinderchor und Gemeindegesang, mit Begleitung von Harmonium, Streichorchester, Hoboe- und Orgel von Heinrich von Herzogenberg. Eintritt frei. Für die inactiven Mitglieder werden Plätze im Schiff der Kirche und der Eingang durchs Hauptportal vom Kirchenplatz aus reservirt. Texte ä 20 Pfg. an der Kirchthüre zu haben. Zur Deckung der bedeutenden Kosten werden freiwillige Gaben in die MmmMtzMi unb GchoirUW heute eröffnen werde. Durch gute Bedienung und Verabreichung nur bester Waare werde ich das Vertrauen meiner werthen Abnehmer zu erlangen suchen und Gustel Noack geb. Bansa, Die Singstunde nächsten Donnerstag fällt aus. 336 Giessener Concerlverein. Drittes Concert (105. Vereinsjahr) Sonntag d. 12. Januar 1896, Abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins. Ausführende: Heinrich Grünteld (Cello), Kgl. Hof-Cello-Virtuose, Berlin. Max Pauer (Clavier), Professor am Conservatorium in Cöln, Grossh. Hess. Kammervirtuos. Florian Zajic (Violine), Grossh. Bad. Kammervirtuos, Berlin. Programm: 1. Trio D-dur op. 70 No. 2 L. van Beethoven. Poco sostenuto. Allegro ma non troppo. Allegretto. Allegrcttomanontroppo. Finale. Allegro. 2. a'i II. Satz a. d. E-moll-Concert D. Papper. b) La Cinquantaine Gabriel Marie, c) Guitarre M. Moszkowski. Herr Heb. Grünfeld. 3. a) Lied ohne Worte F. Mendelssohn. 270] Eine Stsenwaaren-Srotztzand' lottfl sucht einen gewandten, tüchtigen Reisenden, der Hesse« und Walde« besucht und nicht unter 2 Jahren bereits gereist hat. Solche Bewerber erhalten Vorzug, welche im Eisenwaaten Detail- geschäst gelernt haben. Antritt sofort. Cff- unter Ö. 9 an chaasenstein & Vogler, « 'S., Cassel.__________ 345] Ein Hausburfche und eine Frau zum Weckaustragen gesucht. Näheres Mäusburg 12. 2711 Ein tüchtige», gewandtes Ladenmädchen, welches mit Landkundschaft umzugehen versteht, zum 15. Februar d I in mein Colonial' und «anufacturwaarcn' Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 9. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Nordanlage 18. 278i Eine Frau empfiehlt fich im Waschen und Putze«. Zu erfragen Echlotzgasse 19.__ „.«er Gärtnerei-Trocken,, . (Priiserven) yezQ5se aus der Fabrik von Landgraf 8t Merlet in Bamberg (ßflimi) bieten als das vollendetste Product aller Conservirungsmethoden jeder- zeit vollständigen Ersatz für gute frische Gemüse und sind kaum theurer als letztere. 32» Niederlage bei A. & G. Wallenfels in Gieawen. Kaufmännischer Verein Gießen. Tamstag den 18. Januar, Abends 9 Uhr, im Neremslocale „Poftkeflrr“: Außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1) Erbauung eines Hauses für die Kaufmännische Fachschule und Vereinszwecke. 2) Weitere Anträge, die nach § 50 der Satzungen 4 Tage vorher eingereicht werden müffen. In Anbetracht der großen Wichtigkeit der Tagesordnung bitten wir um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen. 343 Der Vorstand. Sonntag, den 12. Januar, Abends 8 Uhr: ims? Hauptversammlung. 'MU Jahresbericht. — Jahresrechnung. — Statutenänderung. — Vorstandswahl. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. 28- Der Vorstands Geschäfts-Eröffnung. Einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgegend hierdurch : gefälligen Kenntnißnahme, daß ich in meinem Hause Wallthor strasse Nr. 27 eine Die Beerdigung unseres Kameraden und langjährigen, eifrigen Mitgliedes der F. G. F. Herrn Heinrich Kümmel findet statt Donnerstag Mittag 2 Uhr. Zusammenkunft pünktlich Vk Uhr im „Schipka". Uniform: Tuchrock und Helm. 344 Tüchtige L>«rrschastskö»innen und Hausmädchen "WI sofort und später gesucht. PlacirungSbureau von I Stiasny, 324_________Bahnhofstraße 11._________ 339] Lanffra« gesucht. __«artenstraße 3 332] Ein junger Mann auS guter Familie, welcher drei Jahre Lehrzeit in einer Sondttoret und fteinb&cfetei gestanden hat und gute Zeugnisse aufweisen kann, sucht per sofort Stell« in ähnlichem Geschäfte. _JBir?_iu erfragen in der Exped d. Bl. 160] Für einen jungen Mann in einem besseren Ladengeschäft Lehrlingsstelle gesucht. Näheres Lchnlstrafte 6. Heinr. Henkel. Gieherr, den 9. Januar 1896._____________________________330 Geschäfts-Verlegung. Meinen werthen Kunden zur gefl. Nachricht, daß ich mein Herrenkleider-Geschäft nach