tti deutschen | taürito ! erFübrM 0 Chocolade^ lÄLM | i, Giessen, j !g 89, Quelle in Setten, i sowie Uebernahme! ttungen. uni | «'s “’bÄ j Co. Itn alt Wnte: ti** hm-LhuM, W« Mn. -- _JQ7m iSr~ -kleid. Tfc$ “ Mi* Pich, arzaruck lel1 10(11 chürzen. ST' Iäs, w£m$» i'i- ität: Q ediscbe O| W ÖL JeidoDß60 .nCk® ?».#?*■ eL---5 1896 Mv. 289 Erstes Blatt. Dienstag den 8. December Der Hteßener Anzeiger erscheint täglich, mit vu-nahme dcS Montags. Die Gießener AamitienSlälter werden dem Anzeiger wdchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Adonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulfiraße Ar.7. Fernsprecher 61. Amts- und Anzeigeblutt für den Tireis Giefzen. w ! Gratisbeilage: Gießener AamikienStätten Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» i Anzeigen für den „Gießener Zlnzeiger- entgege«. Hmilid?er Theil. Nr. 38 des ReichS-GesetzblattS, ausgegeben den 1. d. M., enthält: (Nr. 2348.) Bekanntmachung, betreffend die dem tnter. nationalen Uebereinkommen über den Eisenbahnfrachlverkehr beigesügte Liste. Vom 13. November 1896. (Nr. 2349.) Bekanntmachung, betreffend Ausnahmen Don dem Verbote der SonntagSarbeit im Gewerbebetriebe. Vom 27. November 1896. (Nr. 2350.) Bekanntmachung, betreffend AuSsührungS- bestimmuugen zur Gewerbeordnung. Dom 27. November 1896. Gießen, den 7. December 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. ________________ Bekanntmachung, betreffend: die Maul« und Klauenseuche zu Rodheim und Bellersheim. Nachdem in je einem Gehöfte zu NodHeim und Bellersheim die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden ist, wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Gehöftsperre angeordnet ist. Gießen, am 7. December 1896. Großherzoglichcs KceiSamt Gießen. v. Gagern.____ Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Die Maul- und Klauenseuche in Dreihausen, KretS Marburg, ist erloschen. Die Sperrmaßregeln find auf- gehoben. Gießen, den 4. December 1896. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. ________________v. Gagern.__ Gießen, den 4. December 1896. Betreffend: Die Ausstellung von Waudergewerbefcheinen zum Gewerbebetrieb im Umherztehen. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen au Gr. Polizeiamt Gießen und die Gr. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Mit Rückficht auf daS am 1. Januar 1897 in Kraft tretende Reichsgesetz vom 6. August 1896 (RetchSgesetzblatt Nr. 27) betr.: „Die Abänderung der Gewerbeordnung" ist das seither in Gebrauch gewesene Formular für Ihre in rubr. Betreff zu erstattenden Berichte neu redigirt worden. Daffelbe kann von der Papierhandlung von Wilhelm Klee in Gießen bezogen werden. Insofern noch ältere Formulare vorhanden find, können dieselben nach vorheriger Gleichstellung mit dem neuen Formular weiter verwendet werden. Im Uebrigen machen wir Sie insbesondere auf die Bestimmungen der Art. 9 und 10 deS genannten Reichsgesetzes bezüglich der Legitimationskarten und der Art. 12, 13, 16, 17 und 18 bezüglich der Wandergewerbescheine aufmerksam. v. Gagern. Deutsches Reich. Darmstadt, 5. December. Seine Königliche Hoheit der Srohherzog ist heute Abend zu mehrtägigcm Besuche des Prinzen und der Prinzessin Heinrich nach Kiel ab- 5. December. In letzter Zeit wurden von Land wtrth en mehrfach Bäckerei-Genossenschaften t, richtet, so im Rheinlande, in Hannover und in Posen, theilS im Anschluß an den Molkereibetrieb, theilS gesondert. Die Genoffenschaftsbäckereien sollen in erster Linie daS unrationelle Backen im eigenen Haushalt, das viel Zett und Feuerung verschwendet und doch ost ein minderwerthtgeS Product her- slsllt, ersetzen, dann sollen sie aber auch statt des KornS daS °wS dem Korn ihrer Mitglieder gebackene Brod verkaufen, m dadurch eine höhere Berwerthung zu erzielen. In Pofen verpflichten sich die betheiligten größeren Landwtrthe, ihren Leuten den größten Theil deS Deputats in Gestalt von ynodanweisungea an die Bäckerei-Genoffenschaft zu geben — Mftatt deS bisher üblichen BrodkoroS, von dem „rin großer Weil mißbräuchlicher Weife in Schnaps statt in Brod um- «eiietzt zu werden pflegte." Aus diesem Grunde hofft man, ba-.g die Genossenschaften einen segensreichen Einfluß auf die Lrrbeiterbevölkerung gewinnen werden. Wenn der in Brodform geOlieftrie Thrtl des Lohnes nicht daS normale Brdürsniß nach Brod übersteigt und daS Rendrment loyal bemessen wird, kann daS Verfahren zweckmäßig sein. In Hannover find im letzten Monat auch drei Müllerei-Genossenschaften neu entstanden. Hamburg, 5. December. Die heutige Versammlung des Arbeitgeber-Verbandes blieb einstimmig der Meinung, mir der Ablehnung des Schiedsgerichts das Richtige getroffen zu haben. Der proclamirte General- strtke im Hafen ändere bis auf den Ausstand der staatlichen Quaiarbeiter kaum etwas au der bisherigen Lage. Wenn die Arbeiterschaft gegenwärtig infolge bedauerlicher Auf- hetzungen ihrer Preffe die Gründe der Ablehnung deS Schiedsgerichts verkenne, müffe man hoffen, daß die Zukunft ihnen, wenn der Strike ntedergeworfen, zeige, ob die Ham- burger Arbeitgeber thatsächlich kein Verständniß für die be- rechttgten Wünsche der Hafenarbeiter und Seeleute haben. Wenn der soctaldemokratischen Parteileitung es wirklich um daS Wohl der Arbeiter, nicht nur um Aufwiegelung der Mafien und um eigene Machtentfaltung zu thun fei, möge sie den Arbeitern ratheo, freiwillig die Arbeit wieder aufzunehmen. Mit der gegenwärtigen Verhetzung der Mafien richte sie bei den Arbeitgebern nicht» aus und werde den Arbeitern und ihren Familien schaden. Eins aber müffe offen ausgesprochen werden: Wenn thatsächlich durch die Ablehnung des Schiedsgerichts die allgemeine Lage verschlechtert, der Strike verlängert sei, müßten die Arbeitgeber die Verant- wortuog dasür ablehnen. Die Verantwortung für die Verlängerung des Strtkes, der nahezu erloschen war, für die Aufreizung der GemÜther liege ausschließlich in dem unglücklichen SchiedSgerichtSvorschlag, mit dem den Arbeitgebern unzeitgemäß in den Arm gefallen und der der Arbeiterschaft erst die Ansicht von oem vermeintlichen Rechte betgebrachr habe. Ausland. Wien, 5. December. Der Botschafter Graf Philipp Eulenburg hat telegraphisch gebeten, in der nächsten Der- Handlung des Prozesses gegen Leckert und Genoffen als Zeuge vernommen zu werden, und ist bereits nach Berlin ab- gereist. Loudon, 5. December. Eine Anzahl Handelshäuser, die Beziehungen mit Uruguay haben, empfingen Telegramme aus Montevideo, die nichts, was den von dem „Newyork Herold" veröffentlichten beunruhigenden Gerüchten entspräche, erwähnen. Der Schauplatz der übrigens für wenig be- deutend angesehenen Unruhen, sowie die Grenze zwischen Uruguay und Brafilieu find 400 Meilen von Montevideo entfernt. Raueste »olff« telegraphisches Lorrespovderrr-Br.rra». Berlin, 5. December. Aus Utrecht wird telegraphisch Folgendes gemeldet: Anläßlich der Vertheilung von Kinderspielzeug zu Ehren des Festes vom heiligen Nicolaus war eine Estrade über dem Canal errichtet, die während der Festlichkeit einftürzte. Fünszig Frauen und Kinder fielen in den Canal. Die Meisten ^wurden gerettet, doch find mehrere Personen ertrunken. Berlin, 6. December. DaS Königliche Polizei-Präfidium theilt mit, daß dem Criminal-Commiffarius v. Tausch mit Rücksicht auf die schwebenden gerichtlichen Verhandlungen die fernere Ausübung von ArntSoerrichtungen vorläufig untersagt worden ist. Springe, 6. December. Se. Majestät der Kaiser, Allerhöchst welcher baß Jagdschloß heute Vormittag nicht verließ, ist Nachmittags nach 4 Uhr nach Bückeburg abgereist. Die Abreise von da nach Potsdam dürfte am Dienstag Vormittag erfolgen. Bückeburg, 6. December. Se. Majestät der Kaiser traf um 6 Uhr hier ein, wurde am Bahnhofe von dem Fürsten Georg und dem Prinzen Adolf zu Schaumburg-Lippe empfangen und fuhr mit dem Fürsten im offenen Wagen durch die festlich erleuchtete Bahnhofstraße zum Schloß, tu welchem bald darauf ein Diner zu 60 Gedecken stattfaud. Die Stadt ist festlich beflaggt. Kiel, 6. December. Seine König!. Hoheit der Grobherzog von Hessen ist heute Vormittag von Darm- stadt zum Besuch Ihrer König!. Hoheit der Prinzessin Heinrich hier eingetroffen. Hofmarschall Frhr. v. Seckendorff sowie Adjutant Rittmeister v. Breugel empfingen den Großherzog am Bahnhofe und geleiteten ihn nach dem Schlöffe. vochu«, 6. December. Auf Zeche „Constantin" Schacht 2 wurde gestern durch einen Sprengschuß ein Berg- mann getödtet- zwei wurden schwer verwundet. Hamburg. 5. December. Zwei von Frauen, Schwester» und Töchtern der Ausständigen besuchte Versammlungen verliefen ruhig. In denselben wurde ein Beschlußantrag angenommen, treu mit den Männern auSzuharren, ohne Vorwurf, ohne Murren Noth und Entbehrungen mit ihnen zu tragen, und fie zu ermahnen, daß fie nicht nachgeben, um die einzige KampfeSwaffe aller Arbeiter, die Organisation, stark zu erhalten. Hamburg, 6. December. Heute fanden hier 13 Volks- Versammlungen statt, die in größter Ordnung verliefen. In allen Versammlungen wurden Beschlußanträge angenommen, in welchen entschieden gegen das Verhalten der Arbeitgeber Einspruch erhoben wird. Hamburg, 6. December. Die Unglückssälle zugereister Arbeiter infolge der ungewohnten Hafenarbeit und herrschenden Glatteises mehren fich tu furchtbarster Weise zur Warnung auswärtiger Arbeiter. Allein gestern gab eß zwei Todte und zwei Arbeiter wurden lebenßgefährlich verletzt. Triest, 6. December. Heute, Abends, trat eine heftige Springfluth ein, die die Ufer, sowie die dem Hafen zu- liegenden Straßen und Plätze überschwemmte. Da» Wasser steht einen halben Meter hoch. Athen, 6. December. Der König hat an den Minister- präfidenten Del Yannis eine Botschaft gerichtet, in der eß heißt: Die im vorigen Frühjahr abgehaltenen Manöver hätten die Nothwendigkeit ergeben, die Manöver durch stärkere Einheiten abhalten zu laffen. Der König wünsche, daß daß Heer seiner Ausgabe würdig sei, und halte eß deshalb für erforderlich, daß ein permanentes Lager errichtet werde, in dem das Heer fich ganz der militärischen Ausbildung widmen könne. Um eine Streitmacht von ungefähr 12000 Mau« zu bilden, sei es nöthig, die Reserven einzuberufev. Auch für berittene Truppen müffe gesorgt werden. Ferner müffe ein Ausschuß von höheren Offizieren gebildet werden, der fich mit der Wahl eines Gewehres für daß Heer zu beschäftigen habe. Die vorgeschlagenen Maßregeln würden das Heer in den Stand setzen, das seit langen Jahren er- strebte Ziel zu erreichen. Die griechische Armee, die ihren Hauptzweck aus den Augen verloren habe, sühle das Be- dürfniß, fich wieder einer ihrer würdigen Aufgabe und einer Ausbildung zuzuwendeu, die eine schnelle, den Staatsmitteln entsprechende Heeressormirung gestatte. Der lebhafteste Wunsch des Königs sei eine der Aufgabe des Heeres würdige Formirung desselben, und die Erfüllung dieses Wunsche« werde eingeleitet werden durch die Errichtung eines permanenten Lagers, das der König der Sorgfalt seiner Regierung anvertraue. — Diese Botschaft, die vom 4. d. MtS. datirt ist, hat großes Aufsehen hervorgerufen. Depeschen des Bureau „Herold". Beilin, 6. December. DaS Herrenhaus hält seine nächste Pienarfitzung am 16. December, 1 Uhr, ab. Aus der Tagesordnung stehen die Wahl des Präsidenten, der Gesetz- entwurs über den Erwerb der Hessischen Ludwigsbahn mit dem dazu gehörigen Nachtragsetat und die CouvertiruugS- Vorlage. Für den Prafidentenposten werden von beiden Fractionen drei Candtdaten deS höchsten Adels vorgeschlagen werden. Berlin, 6. December. Zum Fall Leckert-v. Lützow berichtet die Post: Oberstaatsanwalt Drescher erschien gestern Vormittag im Auswärtigen Amt, dem Vernehmen nach, um mit dem StaatSsecretär v. Marschall zu conferiren. Von dort begab fich der Oberstaatsanwalt zum Polizeipräsidium, woselbst er eine längere Unterredung mit dem Polizei- präfidenteu v. Windheim gehabt haben soll. Nachmittag« sah man Dr. Hamann vom Auswärtigen Amt im Hause des Rechtsanwalt Dr. LubzinSki, de« Vertheidiger« v. Lützow«, woselbst derselbe nahezu eine Stunde verweilte. Sicherem Vernehmen nach ist während der Vernehmung de« Criminal- commiffarS v. Lausch die Verhaftung desselben wegen ColltfionS- gefahr von einflußreicher Seite dem Oberstaatsanwalt nahe- gelegt worden. Oberstaatsanwalt Drescher soll indessen die Erwirkung eines Haftbefehls aus dem Grunde abgelehnt haben, weil die Aussage v. Lützows allein nicht hinreichend zu erachten sei, um den dringenden Verdacht einer strafbaren Handlung zu rechtfertigen. Der Angeklagte v. Lützow empfing gestern, nachdem ihn der Oberstaatsanwalt Drescher nochmals persönlich verhört, den Besuch des Gefängniß-Geistlichen, der ihn eindringlich ermahnte, sein Geständniß zurückzuziehen, wenn dasselbe der Wahrheit nicht entspräche, damit kein Nu- schuldiger dadurch tnS Verderben gestürzt werde. Lützow soll mit aller Entschiedenheit dabei geblieben sein, daß er unter dem Druck der Verhältnisse sein v. Tausch gegebenes Ver- sprechen gebrochen, nur die reine Wahrheit gesagt habe, wie er fie auch vor dem höchsten Richter vertreten könne. Er sei fich dessen voll bewußt, daß sein Geständniß an der Ehemannes vor fremden Leuten in Thränen auSgebrocheu und hat deshalb eia volles Jahr Traueekleidung getragen. • Der Wvuderdortor Schäfer Ast ist jetzt Rittergutsbesitzer geworden. Die Dummheit seiner Mit- menschen hatte ihn bereits zum reichsten Manne deS Kreises Winsen a. d. Luhe gemacht, so daß er bet Weitem der höchst Besteuerte dieses Kreises war. Jetzt hat er da» im dortigen Kreise belegene, 106 Hectar große, mit einem Grundsteuer- etnrrag von 4122 Mark verzeichnete Rittergut Wuhlenburg, bisher im Besttz der Familie de Dodbeler, käuflich erworben. S»afer Äst ist damit an die Seite der altadeligen Grundbesitzer des Fürstenthuws Lüneburg getreten, da m-r dem Rittergut Wuhlenburg Sitz und Slimme in der Ritterschaft deS Lünedurgischen Landtages verbunden ist. • München, 5. Decewber. Wenig, der Thetlhaber der falliten Tuchsi ma Reiß u. Wenig, tödtete sich durch Herab- stürzen vom 4. Stock auf die Straße. ♦ Glücklicher Gewinner gesucht. Der 4. Haupttreffer von 10,000 Mk. in der Nürnberger LaadeS-Lottersie ist bis jetzt nicht abgeholt worden. ES ist die Nr. 299,259. Die Berfallsrist läuft am 30. Decewber ab. • Au8 dem Schwar-walde, 4. Decewber. In der Gemeinde Todteamderg wurde erst jetzt die Hafer-Ernte etngebracht. Der Hafer hatte drei bis vier Wochen unter Schnee gestanden. Der Sonnenschein der letzten Woche hat die Körner etwa- getrocknet. * Unsere Kraue» kouueu reichen Segen stiften, wenn sie ihren Beruf darin erkennen, die Güler deS Lebens wlt treuer Hand zu pflegen, den Frieden de» HaufeS zu erhalten und ihre Kinder nicht nur zu erziehen, sondern auch über ihr Körperwohl zu wachen. Im Kindrsalter, wo die Haut am empfi dltchsten ist, empfiehlt fich eine geregelte Hautpflege auf oaS Dringendste und Nichts ist geetgn ter, als das Lanolin, das die Haut kräftigt und auf der Höhe ihrer Widerstandsfähigkeit hält. Man wird so dem Kinde viele lästigen Un« annehmlichkeiteu ersparen. Aber n:djt nur in der Kinderstube, auch auf dem Toilettentisch der Erwachsenen sollte da» Lanolin nicht fehlen, da cß ein unentbehrliches Schönheitsmittel ist. Man verwendet das Lanolin in der Form vou ^Lanolin-Toilette -Cream-Lanolin", da» in jeder Apotheke und Drogerie zu billigem Preise erhältlich ist. «r- sonders achte man darauf, daß jede Tube und jede Dose dir Marke „Pfeilring" trage, da nur hierdurch eine Garantie für die Reinheit gegeben wird. 6 7 6 Bogena ihrem Mann in Verbindung mit einem gewiffen Büstmann aus RechrSupweg im Verlauf eines ehelichen Streite» einen Schlag mit einer Zange auf den Hinter- köpf verletzt haben, wodurch Bogena betäubt zusammen- sank. In dirskm Zustand haben die beiden Unmenschen den Verletzten in den nahen Brunnen geworfen, in welchem B. auch ertrank. Um da» schreckliche Verbrechen zu verheimlichen, hat die Ehefrau die Leiche ihres Mannes später aus dem Brunnen gezogen und dann mit Hilfe ihres Geliebten in das Waffer geworfen, wo die Leiche nach einigen Wochen aufgefunden wurde. Frau B. ist stet» über den Tod ihres Justizrath Baur von Bad-Nauheim. •• Au» dem Zustizdieust. Seine Köntgl. Hoheit der Groß her zog haben Allergnädigft geruht, dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Seligenstadt Rudolf Keiber den Character als „AmtSgrrichtSrath" zu ertheilen, den Land- rtchter bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Dr. Friedrich Buff zum Landgertchtsrath bet diesem Gericht, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Pfeddersheim Dr. August Nagel zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Bingen und • Emden, 3. Decewber. Ein Verbrechen, daS vor ca. 4 I ihren verübt wurde, ist jetzt Dank der unermüdlichen Thätigkeit des Gendarmen Müller zu Marienhafe aufgeklärt worden. Damals verschwand plötzlich der allgemein geachtete Landwirih Bogena aus Rechtsupweg, ohne daß es trotz aller Nachsor chuugen gelungen wäre, über seinen Verbleio etwas zu ermitteln. Später fand man die Le che des Der- mtfc'tn in einer mit Waffer gefüllten Niederung in der Nähe deS Dorfes. Obgleich schon damals der Verdacht geäußert wurde, daß B. nicht durch einen Unglücksfall zu Tode ge- kommen fei, so waren die angestellten Ermittelungen jedoch nicht derart, daß gerichtlich eingeschritten werden konnte. Schwurgericht. W Gießen, 7. Decewber. Heute Vormittag um 9 Uhr wurde in die erste Der- Handlung deS diesmaligen Schwurgerichts eingetreten. Die Richterbank wird gebildet durch die Herren LandgerichtSräthe Müller als Vorsitzenden, Dr. Schäfer und Seeger als Beisitzer. Für die Staatsbehörde nimmt Herr Erster Staats- anwalt Dr. Güngerich Platz. Bei Verlesung der Namen der Geschworenen ergiebt fich, daß der Haüptgeschworene Philippi unentschuldigt auSgeblteben. Derselbe wird in eine Geldstrafe von 100 Mark genommen. Von den anwesenden 26 Geschworenen wird einer auf Grund eines ärztlichen AttesteS für die Dauer der Sesfion entlasten. Nach AuS- loosung der Geschworenenbank und Erledigung der sonstigen Formalitäten wird in die Verhandlung selbst eingetreten. ES find angeklagt der im October 1872 geborene Dienst« knecht Balser und der im September 1873 geborene Konrad Reitz, Beide noch unbestraft und von Steinsurt gebürtig, beschuldigt des wissentlich falschen Eides, den sie in einer Verhandlung vor dem Schöffengericht Bad-Nauheim tu der Sache gegen Johann Michel IV. von Steinfurt wegen Körperverletzung im Juli d. I. geleistet haben sollen. ES find 16 Zeugen zu vernehmen. Der Thatbestand, welcher der Anklage zu Grunde liegt, ist kurz der folgende. Himmelfahrt dieses Jahres fand zwischen Bad-Nauheim und Stein- furt im Freien ein Volksfest statt. Der Angeklagte Balser gerteth mit Michel IV., seinem Landsmann, in Streit, der bald zu einer Rauferei auSartete, wobei Michel dem Balser einen Schlag mit einem Bierglase auf den Kopf versetzte. Michel hatte sich dieserhalb vor dem Schöffengericht zu Bad- Nauheim zu verantworten. Bei dieser Verhandlung beschwor der Verletzte, er sei zuerst angegriffen, denn sein Gegner habe ihm, als er fich gebückt, den verhängnißvollen Schlag versetzt. Konrad Reitz trat damals als Schutzzeuge des Der- letzten aus, stellte den Vorfall genau so dar wie dieser und wurde erst nachher vereidet. Die Entlastungszeugen behaup- teten aber, Balser habe den Michel zuerst angegriffen, indem er über den Tisch weg Jenen gepackt, so daß dieser sich in der Nothwehr befunden habe. DaS Schöffengericht glaubte im vorliegenden Fall den Entlastungszeugen und sprach den Michel IV. von Strafe und Kosten frei mit der Begründung, daß die unbetheiligten Zeugen vollen Glauben verdienen. CoceUs «nd Provinzielles. Gießen, den 7. Decewber 1896. ♦♦ Seine Majestät der Kaiser hatte die Gnade, dem Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm sein Bild über- reichen zu lasten. Dasselbe ist in Lebensgröße in Oel gemalt und wird im Offiziers-Casino aufgehängt. Das Bildntß ist für Dienstag und Mittwoch dieser Woche in dem Schau- fenster des Herrn Kunst- und HandelsgärtnerS Becker, SelterSweg 44, ausgestellt. ♦♦ Empfang. Seine Königl. Hoheit der Großherzog , ------- --- » • ~ . n «mpfingcn am b" D-cemb-r u. A. den C°mmcr,iknrath n ° ch, Nach den litziaen Fchstellungen foH bt- Eh-sr°u V°rfitz-nd.n der Gratzh. Handettkammer in Sieben, den ' <" "»"' ndnna mit einem aemtfien Gemrinderechner Wagner von Zeilhardt, den Geheimen den Amtsrichter bei de« Amtsgericht Büdingen Ferdinand Schmidt zum Amtsrichter bet dem AmtSgertcht Gießen zu ernennen. •• Bo» der Universität. Der am 2. December beendeten juristischen FaculrätSprüfung haben fich 29 Candidaten unterzogen. Von ihnen traten sechs Candidaten im Hinblick auf den Ausfall ihrer schriftlichen Arbeiten vor der münd- lieben Prüfung zurück. Don den verbleibenden 23 Candt- baten erhielten fünf die Note „gut", sechSzehn die Note „genügend-, zwei die Note „ungenügend". •♦H. Stadttheater. ES ist eine angenehme Pflicht, über eine solche Vorstellung, wie fie gestern geboten wurde, zu re- fertren. Wenngleich daS aufgesührte Lustspiel „Renaissance" seinkm Werthe nach alS Sonntagsstück ungeeignet erscheint, so wußte doch da» zahlreich erschienene Publikum eS in gebührender Weise zu würdigen. Da der Inhalt deS Stückes in voriger Nummer bereits bekannt gegeben, so erübrigt bloß noch, besten Wiedergabe mit einigen Zeilen zu beleuchten. Unsere heimischen Künstler wußten den richtigen Ton der Handlung in Spiel und Declamation mit Glück festzuhalten, besonders an dem tadellosen Zusammenspiel konnte man seine Freude haben. F'äaleiu Egger als Marchesa di Sansa- vrllt schuf eine prächtige, noch nach Weltlust fich sehnende Wiitwe. Fräulein v. Winterstein spielte deren Sohn Vittor'no ganz entzückend. Die ihr gerechterweise gezollte reiche Anerkennu. g, sogar bei offener Scene, bewies, wie sehr die richtige Auffastung und Natürlichkeit dieser Knaben- natur im Spiel Ausdruck gefunden. Wir gratuliren der strebsamen, befähigten Künstlerin zu dem schönen Erfolge. Den Maler Silvio wußte Herr Fritzschler auf'S An- sprechendste wiederzugeben,- in Haltung, Bewegung und Tonfall war die Rolle eifrig und sympathisch wirksam ausgearbeitet. Herr Kunert als Pater Bentivoglio bot in gewohnter Weise tine solch' charakteristisch, feinsinnig-vornehm durchgeführte Leistung, daß unS dieses Spiel sagen mußte, der Künstler vereinbart mit dem Denken auch daS Fühlen und seine darstellerischen Vorzüge begründen fich in dem richtigen Maß- Halten. Auch die wirkungsvolle Jnscenirung machte seiner Regie alle Ehre. Herr Schröder trug die Würde des MagisterthumS mit gebührendem Benehmen und wußte sich gleichfalls beifällige Kundgebung bei offener Scene zu er- ringen. Die Damen Kruse, Diener und Leno führten ihre Parthien lobenSwerth durch. Lebhafte Beifallsbezeugungen folgten jedem Actschluß. Alles in Allem war auch diese Vor- stellung der besten eine und der Direction gebührt Dank und Anerkennung für ihr Bemühen, Gießens kunstsinnigem Publt- kum dies in reizenden Versen verfaßte schöne Lustspiel vor- gesührt zu haben. Eine Wiederholung erscheint begehrenS- werth, möge sich an dieser alsdann ein volle» HauS erfreuen. Stadttheater. In dieser Woche gasttrt die erste Soubrette des Frankfurter Stadttheaters, Frl. En riet, hier und zwar zunächst als „Em l" in Wilkens beliebter Poffe „Kyritz-Pyritz", worauf wir die Theaterfreunde schon heute aufmerksam machen wollen. 8. TraiS-Horloff, 5. Decewber. Der hiesige Maurer und Kirchendiener Hirzinger verunglückte heute in be- dauernswerther Weise. Derselbe war nämlich auf einem Grundstück in der Gemarkung Inheiden für einen hiesigen I Landwirth mit Steinbrechen beschäftigt. Dabei wollte er I das feste Gestein mit Pulver sprengen, hatte auch bereits den Schuß geladen und wollte denselben festkeilen, al» sich derselbe aus unbekannte Weise entlud und dem genannten Hirzinger an Händen und Kopf sehr schwere Verletzungen beibrachte. Ein dabei mitbeschästtgteS junges Bürschchen von Utphe kam mit leichteren Verletzungen davon. Erst- genannter wurde, «chdem Herr Dr. Suffert von Hungen die nöthigen Verbände angelegt hatte, zur Klinik nach Gießen I verbracht. Mainz, 3. Decewber. Auf Anordnung deS Ministeriums wurde die hiesige Gesängnißverwa'tung angewiesen, einen der Gefängnißwärter im Photographiren auSbtlden zu (affen. Sobald der Beamte die nothwendige Fertigkeit erlangt hat, sollen alle zu photographischen Aufnahmen be- I nöthigten Apparate angeschafft und jeder einzelne Unter- I suchungsgefangene sowohl, sowie alle zu Freiheitsstrafen Derurrheilte und dem Gefängniß zur Abbüßung überwiesene Personen photographirt werden. Nach Art der in Zuchthäusern schon eingeführten Verbrecher-AlbumS, werden dann später auch die Bilder der im Gefängniß Photographtrten I in einem Album vereinigt. N. H. W. thee-messmer) Am Morgen, nach dem Aufstehen, leiden die Me ften häufig an Verschleimung und schlechtem im Munde. Durch den Gebrauch von Fay» Mineral Pastille« (3—4 Pastillen im Munde sich eutlöfen Ufj SSS"b* “erfolsreid, MdM®« ewm-hb rasch gelöst und der üble Geschmack im Munde, die Trockenheit o» Reizbarkeit der RachenschletmhSute wrrdm sofort vttschwstwco. hälUtch zum Preise von 85 Pig. per «schachtel In allen Apo Droguerteu und Mineral-Wafferhandlungen. Strafbarkeit seiner eigenen Handlungsweise nichts zu ändern vermag. Montpellier, 6. Decewber. Gelegentlich der gestrigen Eröffnung der Uaioersiiät demonstrirten die Studenten gegen die Stadtverwaltung, weil sie von dieser nicht zum Festbankett eingeladen wurden. Die Polizei mußte mit blanker Waffe gegen die Demonstranten vorgehen. Fünfzig Studenten wurden verhaftet, jedoch nach F'.stftellung ihrer Personalien bis auf einige Rädelsführer wieder entlasten. Die Bevölkerung sympathifirt mit den Studenten, weshalb die Demission deS Bürgermeisters unvermeidlich ist. Brüx, 7. Decewber. Am SamStag fand im Bruch- gebiete der letzten großen Katastrophe eine Erdsenkung statt. Einige Häuser zeigen Riffe. Antwerpen, 7. December. Die Hafenarbeiter beschlossen, von einem AuSstande vorläufig abzusehen, jedoch kein Hamburger Sch'ff zu löschen. Pari», 7. December. In dem Tbeater Mont Parnaste wurden während der Vorstellung bei Abfeuern einer Kanone in Folge zu starker Puloerladnng zwei Statisten durch Propfen i ch r e ck l i ch z u g e r i ch t e t. Das Publikum werkte den Unfall nicht, da die Aufführung eine Gchlachtscene darstellte. Ostende, 7. December. Der Postdampfer „Rapide" wurde während des heftigen Sturme» gegen den Hafendamm geschleudert. Die Passagiere konnten gerettet werben. WB Berlin,7.December. Proeeß Leckertr Der Oberstaatsanwalt beantragte heute Bormittag die Verhaftung Tau sch s wegen Verdachts des Meineids. Der Gerichtshof beschloß demgemäß. II. Berlin, 7 December. Proeeß Leckert. Anwesend Marschall Philipp Eulenburg und Windheim. Der Chesredaeteur des Tageblatts, Levysohn, als Zeuge, sagt aus, Tausch habe ihm erklärt, Leckert verkehre im Auswärtigen Amt, was Tausch bestreitet. Daraufhin wird Tausch wegen wissentlichen Meineids verhaftet. UirchttcheAnrelgen der evang.Gemelude. Montag, den 7. December, Abends 8Ubr: im Confirmandensaal der Johannesktrche. Matth. Cap. 5, öerfl 20 u s. w. reißen*Sonntag den 13. December, 3 Advent, Beichte und heil. Abendmahl tür die JohanneSgemetnde im AbendgotteSdtenst. (JnSbeson ere find auch die Neuconfirmtrten der letzten Jahre ein* geladen) Wttternngsbericht vom «. December. Der Lustdruck hat allenthalben noch abgenommen, seine Vertheiluna bleibt jedoch im Großen und Ganzen diese'be. DaS barometrische Maximum behauptet seine Lage im Südosten de» Erd- theils und zicht sich von dort eine zungensörmige Zone relativ hohen Barometerstandes über die Alpen und an deren Südfuße entlang über die Po Ebene hin. DaS westliche DepresstonS-Centrum ist ostwärts nach England hereingedrunaen und breitet sich von ihm aus der niedere Druck weiter nach Central Europa auS. Die Ps.lz steht bereits unter seinem Einflüsse. Dortselbst hält da» trübe Wetter mit zeitweisen Niederschlägen an. tütimmei Vorerst ohne wenig Aenderung, dann Eintritt von trübem Wett-r mit Niederschlägen. Kunst-Ausstellung, Ä'Ä nähme des Samstag», von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 biS 5 Uhr. EonutagS «nvnterdroche« von>11. W» 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktagen 60 Ptg., an Sonntagen 20 Psg. Die Rentabilität jeder maschinellen Nu läge wird bedeutend erhSht durch Ausstellung eine» ökonomisch arbeitenden Betriebsmotors. AlS sparsamste Betriebsmaschinen find die Locomobilen mit ausziehbaren Rohrenkesseln von «. «-N in Maadedurg-Buckau bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen vec JndustrieundLandwirthschastverbrettet. GeringerBrennmateriai verbrauch, große Leistung»sähigkeit u. 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