1896 Samstag dm 8 August Erstes Blatt Nr. 185 Anits- und Anzeiseblatt für den Areis Gieren Gratisbeilage: chießener Aamilienötätter 2lmtlid?er Tbeil am iger lofheken Wien. .SoPf ÄM Ui Sttiiiiiin Md IS Hityb vierleljährigkr AdoN«e«entsprei-l' 2 Mark 20 Pfg- mit Bringerlohn. Durch dir Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Lxpediti«^ und Druckerei: Schutstrahe Art» Fernsprecher bl. - daß für uns beffc l Bermeiduug । ■ Rechtsbeistand, § in9 eingereicht werd: eeetioa: ‘der. Dr. Sraui Innaljme vo» Anzeigen zu der Nachmittag- für b« Graden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß Radfahrer, tzeuen von uns die Erlaubniß ertheilt worden ist, in AuS- Ibnmg ihres Beruf» die inneren Theile der Stadt Gießen }* befahren, sehr häufig fich des Fahrrades in dem bezeichneten Lheil der Stadt auch dann bedienen, wenn fie fich nicht tu de« Ausübung ihres Berufes befinden. Wir haben daher die Schutzmannschaft veranlaßt, in aLen derartigen Fällen unnachsichtig Anzeige zu erheben. Gießen, den 7. August 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Deutsche» Reich. Saarbrücken, 6. August. Auf den Spicherer Höhen warbt heute Vormittag das Denkmal der 48er ein- zemeiht unter Betheiligung der Abordnungen des Regiments : rinb spätestens i» bie nnte ta9* Stftloffen. t: On. Haupi Gießen, den 6. August 1896. -getr.: Die Errichtung der Fortbildungsschulen. Die Arotzh. Kreis-Sch«lcommGo« Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erinnern Sie daran, daß die Schülerlisten in rubr. I tetr, bis Ende des Monats an uns einzusenden find. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß nach § 6 ,08. 2 a b. c. d des Ministerialausschreibens vom 13. Juli 187 5 in die Liften alle schulpflichtigen Schüler einzutragen find und bei von auswärts Eintretenden die betr. Gemeinde »umgeben ist. , m Die aus Ihren Gemeinden in andere Gemeinden übertretenden Schüler sind getrennt von den anderen aufzufü^en inb dahinter ist zu bescheinigen, daß die nöthige Mit. theüung an den Schulvorstand der betr. Gemeinden erfolgt ist. pos. 2 c. . x Die Verzeichnisse sind nicht, wie vereinzelt geschehen, diirch die Lehrer, sondern durch die Vorsitzenden der Schul- wrstände mit Begleitbericht an uns einzusenden. Zugleich fordern wir Sie auf, etwa einlaufende Gesuche xm Dispensation vom Besuche der Fortbildungsschule, auch stätestens bis zum 1. September d. I. an uns gelangen zu lasten, da wir später einlaufende Gesuche nicht berücksichtigen timten. v. Gagern. Betr.: Den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Bad* tück in Betr/eb ierongen. warmes Bsdl der Heizung a. ÜE s Gasheizöf 'S and franoo. hn Carl, w idtisebeGU-««;*^ in Betrieb«« Bekanntmachung, Uteffenb: Die Maul, und Klauenseuche zu Alten - Buseck und Daubringen. Die zu Alten-Buseck und Daubringen ausge- irechene Maul- und Klauenseuche ist erloschen und sind die zrtr»ffenen Sperrmaßregeln aufgehoben worden. Gießen, den 7. August 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. und des Vereins deffen ehemaliger Angehöriger, sowie von Militär- und Eivilbehörden, Offizieren der Garnison, zahl, reichen Krieger- und Militärvereinen. Die Weiherede hielt Pfarrer Fenner auS Saarbrücken. Das Denkmal übernahm KreiSdirector Dieckmann auS Forbach. Oberftlieutenant Stern vom 48. Regiment brachte das Hoch auf den Kaiser aus. Mit Choral und Segen endete die Feier. Bekmmtmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Betheiligren, kfc Großh. Kreisamt Gießen den hiesigen Bäckern außer str die in der Bekanntmachung vom 31. Juli I. I. (Gießener Im teiger Nr. 183) bereits genannten Tage in diesem Jahre xsch weiter für den 15. August und 19. September Ueber. arbeit gestattet hat. Gießen, den 7. August 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. «ft? i"1 Q^hdi Bekanntmachung. ®» wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, lieber Großh. Kreisveterinärarzt, Professor vr. Wrnckle r zi Gießen, vom 8. August bis 6. September ds. Js. be- »la»bt und mit seiner Vertretung der Großh. Kreisveterinär- «jt'Neunhöffer zu Grünberg beauftragt worden ist. 'Gießen, den 7. August 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. ____ die bekannteste Autorität für Geisteskranke an der hiesigen Universität, Professor Mendel, infolge einer telegraphischen Aufforderung mit dem Blitzzuge «ach Petersburg abgereist sei. ES wäre ihm ausdrücklich zugesichert worden, daß Patz, schwierigkeiten nicht zu befürchten seien. Jetzt erhaltenv^r auS Petersburg, auS einer Quelle, die über intimere russische Staatsangelegenheiten fich stet« al« zuverlasflg n Hat, Nachricht, daß Praseffor Mendel zum Czareu berufen (et und am Dienstag wieder zurückreiien werde. „ Frankfurt a. M., 6. August. Die „Franks. Ztg. meldet aus Sofia: Am 2. August hat sich im Bezirke Liaskisi ein schwerer Grenzconslict zugetragen. Eine aus acht Mann bestehende türkische Truppenabtheilung ist_ in bulgarisches Gebiet eingedrungen und hat bulgarische Posten angeschossen. Die Türken zogen sich alsdann zurück, scheinen [ aber verstärkt wiederkomwen zu wollen. Wilhelmshafeu, 6. August. Vtceadmiral Karcher ist zur Uebernahme deS BtatiouS-CommandoS heute Morgen hier Alle Annoncen-Bureaux des In- und «u»lanbeS nehm» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der GÜßener Anzeiger rrscheint täglich, Vtt Ausnahme deS Montag». Die Gießener IamtkienStätter pnden dem Anzeiger Htchmtlich dreimal beigelegt. ter Westeraus Kefiener Anzeiger Kenerat-Nnzeiger. ert.u?t e —-—1 ÖW Bonbon, ^6. August. Li-Hung-Tschang besichtigte I heute mit Gefolge und begleitet von dem(Admiral Tracy I und dem Kammerherrn Oberst Colville die Docks von Ports. I mouth. Bei seiner Ankunft wurde er von dem Commandanten von PortSmouth Admiral Salmon und den übrigen Marine- I behörden empfangen. Neyeschs« 6cl Bure«« Berlin, 6. August. Der Kaiser leidet, wie in einem I Telegramm auS WilhelmShöhe gemeldet wird, an einer leichten catarrhalischen HalSaffection und hat daher zu seinem lebhaften Bedauern die Reise nach Wesel, Ruhrort und Essen I auf ärztlichen Rath aufgeben müffen. Die Kaiserin wird diese Reise aber programmmäßig ausführen und dabei vom Prinzen Heinrich als Vertreter des Kaisers begleitet fein. Berlin, 6. August. Der Kaiser ließ heute am Sarge | Kaiser Friedrichs in Potsdam zur Erinnerung an die Schlacht bei Wörth einen Kranz mit Schleife niederlegen. Berlin, 6. August. Wie berichtet wird, hat der Kaiser I von seiner Nordlandfahrt den Entwurf eines neuen Gemäldes fast vollendet mitgebracht. Es versinnbildlicht den Schutz der Künste und der Industrie durch die Armee. Berlin, 6. August. Prinz Heinrich von Preußen und General von Hahnke trafen heute Nachmittag in WilhelmShöhe ein. Berlin, 6. August. Im „Reichsanzeiger" wird heute I die Begründung zum Handwerks«OrganisationS- I Gesetzentwurf veröffentlicht. Dieselbe umfaßt circa acht I t3CitCeetIta, 6. August. Wie der „Reichsanzeiger" meldet, I ist der Handels, und Schifffahrtö.Vertrag zwischen I dem Deutschen Reiche und der Republik Uruguay vom 20. Juni 1892 am 30. Juli d. I. von der Republik Uruguay gekündigt worden. Infolge dieser Kündigung wird der Ber- I trag am 1. August 1897 außer Kraft treten. Berlin, 6. August. Der preußische Kriegsminister macht I bekannt, daß den Unteroffizieren und Mannschaften dienstlich I verboten ist, sich auf Beraulaffung von Civilpersonen mit dem I Vertrieb von Druckwerken und Maaren innerhalb I von Truppentheilen oder Behörden, feien dies nun ihre I eigenen oder fremden, zu befaffen. Den Unteroffizieren und I Mannschaften ist zugleich befohlen, von jeder seitens einer I Civilperson an fie ergehenden Aufforderung zum Vertriebe I von Druckwerken oder Maaren ihren Vorgesetzten Meldung I zu machen. _ I Berlin, 6. August. Der bekannte Irrenarzt Proseffor Mendel ist auS Petersburg, wie der „Localanzeiger" meldet, I zurückgekehrt. Nach dem „Berl. Tagebl." handelte es sich nicht um eine Untersuchung deS Zaren, sondern um die eines Berlin? 6^ August. In der Angelegenheit Attentats gegen den Polizeiobersten Krause ist nunmehr auch die Grün- kramhändlerin Gürtler ans Rixdorf, welche mit em h°npt- sächlich angeschuldigten Koschemann in Verbindung stand, I verhaftet worden. Vorher wurde eine Haussuchung bei ihr "ttltnX August. Zu der bannten Mi.ihettungd« mtcMoer Zeitung „Der Westen" über neue C°l°ninl> Scandale verlautet jetzt, baß $>”r P“lt,amer' frühere Gouverneur von Togo und I-tz'll- @ ' einigen Tagen brachten hiesige Zeitungen die Nachricht, aß 11t. iut^pp£ toben tragt, toru hne Gefah1 * •'S»*. TS»-* ülle- Stic*’ h W WÄy - v dn0eSien" 6. August. Die gestrige Aufwartung deS deutschen Botschafters Grafen Eulenburg in Ischl bei Kaiser Franz Josph hatte keine specielle Veranlaffung, sondern nur dre übliche Vorstellung anläßlich der Rückkehr deS Botschafter nach Oesterreich. t , IC. Wien, 6. August. Einer Blättermeldung zufolge ist bei dem EstegerLandwehrbataillon die egyptis che Augen- krankheit auSgebrochen, an welcher bereits 54 Mann er* ttan,$Men 6. August. In einer Unterredung des römische» Correspondenten der „Neuen freien Preffe" mit einem leitende» italienischen Staatsmann über die politische Lage con- statirte der Letztere, daß die Einigkeit der Mächte trotz der Angriffe der Lolouial-Zeitungen gegen England fortbestehe. Leider mache aber die Unfähigkeit und die Mißwirthschaft der i Türkei alle Bemühungen der Mächte zu Schanden. So unpopulär auch eine Blokade Cretas in England und Italien sei, die Großmächte würden schließlich dieselbe doch im Interesse deS Friedens durchführen. Weiter ging der Staatsmann auf die feindliche Haltung der österreichischen und deutschen Preffe gegenüber Rudini und Visconti Venafta ein. Man thue damit diesen Unrecht, da die jetzige italienische Regierung ernstlich bemüht sei, treu und unverzagt zum Dreibunde zu I stehen und das Berhältniß noch inniger als bisher zu ge- stal^Wie», 6. August. Die „Neue Freie Preffe" ist der Ansicht, daß die gestrige Audienz des deutschen Botschafters Grafen Eulenburg beim Kaiser in Ischl ebenso mie bie I Berufung deS Botschafters Nelibow mit bei kretenfische» Frage zusammenhängt und baß man wahrscheinlich vor einer neuen Phase in ber Kretafrage steht. Auffee, 6. August. Der Reichskanzler Hohenlohe ist I heute von hier abgereist. Bozen, 6. August. Ein furchtbares Unwetter richtete hier großen Schaden an. Die Straßen durch da» Eggenthal und Teuferthal find Überschwemmt und dadurch I jede Communication unmöglich. Rom, 6. August. Einem hiesigen Blatte zufolge findet im September in Syrakus eine Begegnung des Rnren mit dem Könige Humbert statt. I Sari«, 6. August. Die erste SubscriptionSliste für daS Denkmal JuleS SimonS weist 14,200 FrcS. auf. Paris, 6. August. DaS Ministerium deS Aeußeren hat eine Mittheilung an bie Blätter gesandt, worin es heißt, daß die von einigen Zeitungen verbreitete Nachricht, wonach der Minister des Aeußeren sich nach Vichy begeben habe, nm daselbst die Anordnungen für den Aufenthalt des russische» Kaiserpaares zu treffen, vollständig unbegründet fei. Minister Hanotaux fei lediglich nach Vichy gereist, um sich auSzuruhen, nicht um Geschäften nachzugehen. Loudon, 6. August. Der Grund der Verspätung deS Dampfers des Norddeutschen Lloyd, „Spree", ber heute früh 10 Uhr mit zwanzig Stnnbev Verspätung in Southampton eingelaufen ist, war Ueberhitzung ber Maschine. Das Schiff hat bie Weiterfahrt von Southampton nach Bremen unverzüglich angetreten. EoSsowice, 6. August. Auf ber Jgnatzgrube bei Zargorce (Russisch-Polen) verliefen bie Berhanblungen zwischen ben Grubenarbeitern und ber Bergwerks-Verwaltung 1 resnltatloS. Infolge besten wurden 2000 Arbeiter entlasten. Athen, 6. August. Betreffs der Blocade Kretas wird gemeldet, daß eS fich nur noch darum handle, ob England sich derselben anschließen werde. Ohne England werde Europa diesen Schritt nicht unternehmen, der zur Folge 1 haben könnte, daß England den ganzen Einfluß im Orien WZ Cs et etßen'alZ? Wolffs telegraphische« Lorrefponbeuz-BmeeRN. Berlin, 6. August. Die „Neuesten Nachrichten" ver- nehmen, daß in naher Zeit Verhandlungen zwischen Deutschland und Portugal wegen endgültiger Abgrenzung der beiderseitigen Gebiete am Rovuma-Fluste in Ostafrika eingeleitet werden. . ..... Paris, 6. August. Der Ertrag der indirecten Steuern im Monat Juli ist um 4 770000 Frs. geringer an fich reihe» würde. Durch feine Souderftelluug fei England im Stande, die Blocade zu vereiteln, jedoch sei die Möglichkeit vorhanden, daß England sich den Schritten der Mächte aoschließen werde, wenn sich die Türkei verpflichte, ihre Truppe» von Kreta zurückzuziehen, die Feindseligkeiten eiuzuftellen und die berechtigten Forderungen der Kretevfer auf der Basis des Vertrages von Haleppa zu erfüllen. Konstantinopel, 6. August. Die Botschafter haben, veranlaßt durch die Rüstungen der Pforte, den Rath er- theilt, zunächst durch vorzeitige militärische Maßnahme» daS Vertrauen in die friedliche» Absichten der Türkei nicht zu störe». In diplomatischen Kreisen gibt man sich der Erwartung hin, daß die Pforte diese Rathschläge befolge» werde. Berlin, 7. August. Die Kaiserin ist gestern Abend mit dem Prinzen Heinrich und Gefolge von Casiel »ach Wesel abgereist. Der Kaiser muß daS Zimmer hüten. Berlin, 7. August. Heute findet hier der 6. Ver- band Stag des Verbandes deutscher uud österreichischer Eisenbahnbeamtenvereine statt. Berlin, 7. August. Die Frt edwauu ' sche Broschüre über den Fall Kotze wurde Hierselbst gestern wegen Majestät». Beleidigung confiScirt. Wien, 7. August. Der österreichische Thron- folger traf in den letzten Tagen unerwartet und uuaugesagt zu den Hochwtldjagdeu in Kärntheu ein. Wien, 7. August. Seit vier Tagen fällt hier unauf- hörlich Regen. Mau befürchtet neue Calamitäten. Rom, 7. August. Der Papst ist bedeutend wohler und hat gestern daS Bett verlosten. Derselbe empfing Rompolla uud wohnte der Cardinalcongregation bet. Rom, 7. August. Der „Italia Militärs" zufolge wird Kassa la im October definitiv an die Engländer übergeben werden. CocaU» und provittjklle». Gießen, den 7. August. Von der Universität. In der theologischen und juristischen Facultät wurden gestern die letzten Vorlesungen für daS beendete Semester gehalten. ** Von der Universität. Die PrüfuugScommissiou für das höhere Lehramt hat die mündliche Prüfung von 23 Candidateu gestern abgeschlosten. Nicht bestände» wurde die Prüfung von füuf, bedingt bestanden von vier Candi- daten. Die vierzehn übrigen erhielten zur Hälfte Zeugniste ersten, zur Hälfte Zeugnisse zweiten Grades. ** SteinS Garten. Heute Freitag Abend findet daS letzte Wochenconcert statt, für welches das Trompeter- CorpS des Magdeburgtschen Dragoner-RegimentS Nr. 6 gewonnen wurde. Dasselbe wird ein historisches Programm zur Ausführung bringen, auf welches hierdurch aufmerksam gemacht fei. ** OmuibnS - Verkehr. Nachdem die ASphaltirung der Marktstraße fertiggestellt ist, fahren die Omnibusse wieder in der früheren Weise Marktstraße, Schulstraße, N e u e b ä u e (Umsteigestelle Markt). Für kommenden Sonntag beabsichtigt der Vorstand gelegentlich des JugendsefteS des Turnvereins von Nachmittags 3 Uhr ab wieder einen fortwährenden Omnibusverkehr gleichwie beim Friedens- und Jugendfeft zwischen Markt- uud Phtlosopheuwald einzurichten. Der Stadtverkehr wird deshalb am Sonntag Nachmittag in gewohnter beschränkter Weise gefahren, während die Fahrten nach und von dem Schiffenbergerwald für diesen Tag ausnahmsweise ganz eingestellt werden. Der Fahrpreis beträgt 20 Pfennig. * • Vergrößerung der SchlachthauSbauteu. Dem Vernehmen nach beschäftigt sich unser Stadtbauamt z. Zt. mit der Vergrößerung der Bauten unseres Schlachthofes. * * Vogelsberger Höhenclub. Den Bemühungen des Herrn Dr. Schäffer in Freiensteinau ist es gelungen, eine „Section Freiensteinau" des Vogelsberger Höhenclubs zu gründen. Derselbe zählt bereits 25 Mitglieder, doch hoffen wir, daß diese Zahl noch einst die höchst erreichbare wird. Man beabsichtigt, wie wir hören, die Erbauung eines AuS- sichtSthurmS auf dem WinterSberg durchzusetzen. • • Zu Amerika verstorbene Heffev. In Columbus (Ohio), am 6. Juli: Peter Schäfer aus Darmstadt. In Dayton (Ohio): Christian Groß aus Rodheim. In New-Uork: Heinrich Wagner aus Friedberg. * * Postalisches. Zur Verminderung und Erleichterung des BaargeldumsatzeS besteht bei der Reichspostverwaltung feit dem Jahre 1883 die Einrichtung, daß die auf Postanweisungen auszuzahlenden Beträge den Empfängern nicht baar gezahlt, sondern auf deren Giroconto bei der Reichsbank gutgeschrieben werden können. Diese Einrichtung erspart den betheiligten Empfängern die Zeit und Mühe des GeldzählenS für jede einzelne Zahlung, die Aufbewahrung des Geldes uud die Beförderung desselben zur Reichsbank- sie verhindert, waS für die Abholer von Postanweisungen von besonderer Wichtigkeit ist, die Auszahlung der Beträge an Unberechtigte und vereinfacht daS Verfahren insofern, als nicht über den Betrag jeder einzelnen Postanweisung, sondern über alle zur gleichen Zeit überbrachten Postanweisungen zusammen ein Anerkennrniß zu ertheilen ist. Außerdem werden durch das Postgiroverfahren alle Gefahren und Weiterungen beseitigt, welche mit der Geldbeförderung von Stelle zu Stelle, mit der Zählung des Geldes und der Ausstellung vieler Einzelqaittungen verbunden find. An dem Giroauszahlungsverfahren könne» solche Empfänger von Postanweisungen theilnehmeu, welche zu den Girokunden der Reichsbank gehören uud mindestens monatlich 1000 Mk. auf Postanweisungen empfangen. Das Verfahre» kann auch auf solche Personen Anwendung finden, welche zwar an einem anderen als dem mit dem Postgiroverfahren auSgestatteteu Orte wohnen, aber ihr Giroconto bei der Reichsbankanstalt deS letztere» haben. Die mit dem Verfahren verbundene» Vortheile find im Laufe der Jahre von den betheiligten Kreise» immer mehr erkannt worden, sodaß die neue Einrichtung von Jahr zu Jahr einen erfreuliche» Fortschritt genommen hat. Ende März 1895 bestand die mit nur 91 Theilnehmeru in Berlin ins Leben getretene Einrichtung bereit» an 123 Orten, welchen inzwischen noch 4 Orte hinzu- getreten find. ES betrug die Zahl der Theilnehmer 2178 — 30,7 pCt. der zum Beitritt berechtigten Gtrokunden, die Zahl der jährlich durch Giroverkehr beglichenen Post- auweisungen 6 900 540 = 13,6 pCt. der au den betheiligten Orten überhaupt eiugegangeueu Postanweisungen, die Summe der jährlich durch Giroverkehr beglichene» PostauweisungS- beträge 480 Millionen Mark = 17,2 pEt. der an den be- theiligte» Orte» überhaupt ausgezahlten PostauweifungS- beträge. Hiernach hat der Poftgiroverkehr in der verhältutß- mäßig kurzen Zeit seines Bestehens bereits einen namhaften Umfang erreicht. Jndeffeu ist daS Verfahren noch einer erheblichen weiteren Ausdehnung fähig, da von 7096 zur Theilnahme berechtigten Inhabern eines Giroconto» bei der Reichsbank noch nicht der dritte Theil dem Verfahren beigetreten ist. Durch den Poftauwetsung»-Giroverkehr werden alle beim Baarverkehr betheiligten Stellen entlastet, die Baar- sendungeu vermindert, der Umlauf der Zahlungsmittel beschleunigt. Angesicht» dieser wirthschastlichen Vortheile ist eß in hohem Maße wüuschenswerth, daß die Ueberzeugung von dem Nutzen der Einrichtung noch mehr als bisher in die betheiligten Kreise dringen möge. ♦* * Stiftungen uud Vermächtnisse. Im Lause deS zweiten Quartals 1896 sind vom Großherzog u. A. nachstehende Stiftungen und Vermächtnisse bestätigt und hiernach die betreffenden Behörden zu deren Annahme ermächtigt worden: Schenkung der evangelischen Kirchengemetnde zu Geiß-Nidda an die evangelische Kirche zu Affolterbach, bestehend in einer Orgel im ungefähren Werthe von 300 Mk. - Schenkung des evangelischen Vereins zu Bürgel an die evangelische Kirche zu Bieber für den KircheubaufondS, im Betrage von 200 Mk. - Schenkung der Ehefrau Heinrich Breimer zu Frankfurt a. M. an die Gemeinde Beerfelden zur Unterstützung Ortsarmer, im Betrage von 3000 Mk.- Schenkung des Simon Blad aus Büdesheim, wohnhaft in Berlin, an die Stadt Bingen zur Unterstützung junger aufstrebender Talente von Personen beiderlei Geschlechts auf dem Gebiete der Kunst, Wiffenschaft uud des Handwerks, im Betrage von ca. 300,000 Mk.- Vermächtniß der Wtttwe des Pfarrers Voglers zu Hühnlein an die evangelische Kirche daselbst mit der Bestimmung, daß die jährlichen Zinsen daraus an die Armen dieser Gemeinde vertheilt werden sollen, im Betrage von 200 Mk.,- Schenkung der Gebrüder Simon und Max Neu zu Darmstadt an die israelitische ReligtonS gemeinde daselbst als Grundstock für ein zu errichtendes jüdisches Krankenhaus, im Betrage von 1000 Mk. - Vermächtniß der Frau Dr. Stanelli Wtwe. Franziska, geb. Perchel, zu Wiesbaden an die evangelische Kirche zu Bodenheim—Nackenheim, im Betrage von 500 Mk.- Vermächtniß der Lehrerin Luise Steuernagel zu Mainz an den evangelischen Ktrchenbauvereiu daselbst als Beitrag zur Er bauung einer zweiten evangelischen Kirche, im Betrage von 250 Mk.- Schenkung des evangelische» KtrchenbauvereinS Groß-Steinheim an die evangelische Kirche daselbst für den Ktrchenbaufonds, im Betrage von 228 Mk. 69 Pfg.- Schenkung deS Oberamtsrichters, Geh. Justtzraihs Hempel in Lauterbach an die evangelische Kirche zu Wening» für die Einrichtung der Kirchenheizung daselbst, im Betrage von 500 Mk. - Schenkung des Simon Blad aus Büdesheim, wohnhaft in Berlin, an die Stadt Mainz zur Unterstützung junger aufstrebender Talente von Personen beiderlei Geschlechts auf dem Gebiete der Kunst, Wiffenschaft und des Handwerks, im Betrage von ca. 300,000 Mk.- Schenkung des Theodor Erckel in Frankfurt a. M. an die Gemeinde Neu - Isenburg zur Beschaffung von Kleidern für Confirmandinnen, im Betrage von 1000 Mk. - Vermächtniß deS Ober-Appella- tionS- und KaffationSgerichtSrathS, Geheimerath Dr. Joseph Röder zu Darmstadt an die Stadt Mainz zur Unterstützung von ohne ihr Verschulden in Noth geratenen Mainzer Familien, im Betrage von 10,000 Mk.- Vermächtniß der Privatiu Luise Harteneck zu Darmstadt an das städtische Krankenhaus daselbst, im Betrage von 1000 Mk.- Schenkung deS Majors a. D. Hallwachs an die Stadt Darmstadt zur Unterhaltung eines ErbbegräbniffeS, im Betrage von 600 Mk.- Schenkung eines Ungenannten an die evangelische Kirche zu Zwingenberg zur Ausschmückung des Innern der Kirche, im Betrage von 250 Mk. - Schenkung der Friedrich Philipps Wtwe., Anna Katharina, geb. Kahlbach, zu Trebur an die evangelische Kirche daselbst mit der Bestimmung, daß die Zinsen daran» jährlich an die Ortsarmen vertheilt werden sollen, im Betrage von 200 Mk. - Schenkung der Oskar Tscherning Eheleute zu Hetlbronn an die Realschule in Wimpfen zur Verwendung für Schulzwecke, im Betrage von 300 Mk.- Vermächtniß des LaudwirthS Philipp Jacob SDbenauer VI. zu Nieder-FlörShetm an die evangelische Kirche daselbst, mit der Bestimmung, daß die Zinsen daraus alljährlich an die ältesten und die bedürftigsten Einwohner dieser Gemeinde vertheilt werden sollen, im Betrage von 600 Mk. - Schenkungen an die evangelische Kirche zu Beuern und zwar: a. von Ungenannten in dieser Gemeinde zur Einrichtung einer Kirchenheizung, im Betrage von 343 Mk. 92 Pfg. - b. deS evangelischen Pfarrer« Vogel zu Beuern, sowie von Ungenannten in dieser Gemeinde und von auswärts zur Errichtung einer Kleinkinderschule, im Betrage von 1928 Mk. 65 Pfg. - Schenkung des Rentners August Kautzmann zu Deidesheim an die Gemeinde Groß-Rohr» | heim mit der Bestimmung, daß aus den Erträgniffen alljährlich am Todestage seines Vaters, des verstorbenen Lehrers Johanne» Kautzmann (31. März), an die Kinder der dritte» Schule Bretzeln zu 10 Pfg. baß Stück vertheilt werden sollen und ein etwaiger Ueberschuß den würdigsten Armen der Gemeinde zugute kommen soll, im Betrage von 500 Mk. - Schenkung bcß Zabig Gröbel unb besten Söhne Hermann, ’ Bernhard uud Albert an die Ludwig» uud Elise Gröbel- Stiftung in Friedberg im Betrage von 2000 2Rt; Schenkung der Wtttwe bcß Consulß Georg Adam Wiener, Elisabeth, geb. von Bechtold, zu Darmstabt an daß Mathilden- Laubkrankeuhauß daselbst, im Betrage von 200 Mk.- Schenkung des Oberförsters Bückmg in Büdingen zu Gunsten der Armen der Gemeinde Romrod, im Betrage von 2000 Mk.- Schenkung des Fabrikanten, Landtagsabgeordneten Euler in Bensheim an die Stadt Bensheim zu Gunsten der Armen, im Betrage von 10,000 Mk.- Vermächtniß des in New York verstorbenen Johann Endlich aus Ebcrstadt, KretS Dar», stadt, an die evangelische Kirche daselbst zur Unterhaltung der Gräber seiner Eltern, im Betrage von 412 Mk. 32 Pfg. •• Mauoverseuduugeu. Au» Anlaß der bevorstehende, Herbstübungeu wird darauf aufmerksam gemacht, daß auf eine sichere, unverzögerte Beförderung an die Offiziere, Bea«rv und Mannschaften der manövrirende» Truppen geridnttti Postsendungen nur dann zu rechnen ist, wenn dieselben ewr genaue und deutliche Aufschrift tragen. Zur genauen Aus. fchrift gehört außer Angabe de» NameuS und beß Dienst, grabeß beß Empfängers bie Bezeichnung beß Trupperttheiles — Regiment, Bataillon, Compagnie, EScabrov, Batterie, Colonne rc. — unb waß besonberß wichtig ist, bie Angabe beß stäubigen GarnisonorteS beß Empsäugerß. Nur wenn ber letztere auf ben Senbungeu verzeichnet ist, vermögen die Poftanstalten bie Zuführung ber Senbung an ben Empfänger ohne Zeitverlust zu bewirken. Die Abresfirung muß bemnach im Wesentlichen so erfolgen, als ob ber Empfänger die Garnison gar nicht verlosten hat. Die Angabe im Manöver- terraiv ober bie Bezeichnung eines MarsctquartierS als Bestimmungsort ist zu vermeiben. Besonbers wirb barauf aufmerksam gemacht, baß auch bei ben an die Offiziere und Militärbeamten gerichteten Senbuvgen bie genaue Bezeichnung beß Truppentheiles erforberlich ist. Senbungen auß ben Garnisonorte selbst finb gleichfallß mit bem Garnisonorte zn bezeichnen. ♦♦ Erbarmt Euch der Kettenhunde, gebt regelmäßig reichliches und gutes Futter unb in ber heißen Jahreßzeit täglich öfter frisches Master - haltet streng auf größte Reinlichkeit in unb neben ber Hütte - stellt bieselbe im Sommer an einem schattigen Platze auf - beschafft eine lange Kette und breites, nicht drückendes Halsband, damit sich die armen Gefangenen wenigstens möglichst frei bewegen können. In gleicher Weise sorge man für die Zughunde. □ Ruppertenrod, 6. August. Zu unserer Mittheiluog über ben bemerkenSwerthen Schaben, welcher von Raben in unserer Gemarkung verursacht wird, ist ergänzend nachzutragen, daß es keinesfalls an unserer Gemeindeverwaltung gelegen ist, wenn dem Uederhandnehmen ber Raben Seitens ber Jagbbefitzer, benen ber Abschuß rechtmäßig in erster Linie zusteht, nicht bester entgegenzuwirken gesucht wird. AuS ber Gemeindekaffe wirb für jeben gelieferten Raben eine Vergütung von 20 Pfg. bezahlt, gewiß ein entsprechen- ber Betrag. Wenn nun beste» ungeachtet die Jäger sich doch nicht mit dem Abschieben der Raden beschästigev, st geschieht dies aus dem Grunde, weil die Jagd auf Raben um diese Zeit nur sehr wenig von Erfolg begleitet ist. Der Rabe ist eben ein so vorsichtig kluges Thier, daß et aui größerer Entfernung als Schußweite de» Jäger vo» eine« anderen Manne genau zu unterscheiden weiß. Er sucht deshalb bei Zeiten die sichere Weite auf unb ber Jäger hat bat Nachsehen. Jrn Winter bagegen, wo ber Hunger ben Rabea weniger vorsichtig sein läßt, kann man seiner leichter habhaft werben. Arn besten ist wohl eine Verrninberung ber 9?oben ba zu erzielen, wo sie, z. B. in Ober-Ohmen, ihre allabendliche Sammlung habe» unb oft zu Tausenben eriche'nen. Hierbei bürste allerbingS durch Gift mehr zu erreichen sein ols durch Schrot. f Usenborn, Kreis Büdingen, 6. August. Nächst« Mittwoch findet in hiesiger evangelisch - lutherischer Gemeinde das Missionsfeft statt. ♦ Karlsruhe, 6. August. Premierlieutenant v. Goeler- Ravensburg vom Lützow Regiment iu Rastatt, commanbirt zur Kriegsakademie und jetzt beim hiesigen Leibdragoner. Regiment, stürzte heute früh bei einer Felddienstübung st unglücklich vom Pferde, daß er einen Schäbelbruch erlitt unb sofort tobt war. • Ulm, 29. Juli. Vier Strolche haben gestern Früh nach ber „Schnellpost" einen frechen Streich beim Ruhe- thal ausgeführt. Einer berselben gab sich als Polizeiwachl- meister aus, bie anberen spielten die Fahnber, alle waren mit Prügeln bewaffnet unb es sollen Personen angelalten unb „im Namen beS Gesetzes" einer Leibesvisitation unterworfen worben fein. Ein Mann soll sich haben entkleiden müffen, bie Habe wurde ihm als „verdächtig" abgenommen. Der Betreffende soll, nachdem er von den „Polizisten* notirt war, „vorläufig" wieder entlasten worden und in bie Stadt geeilt sein, um auf der nächsten Polizeiftati* Anzeige zu erstatten. Nuu wurde eine wirkliche Razzia ausgeführt und eS gelang, die Strolche noch rechtzeitig 1° erwischen, die nun geschloffen in die Stadt transportirt wurden. • Schwugglerlist. AuS Triest wird folgende» Se- schichtchen erzählt: Seit einigen Tagen pafsirte hier jeden Nachmittag ein Kindermädchen mit einem dichtverhangenen Wägelchen die Miramarstraße, um am selbe» Nachmittage/ wenn die Sonne noch mit versengender Gluth herabschien, in die Stadt zurückzukehren. Die Verzehruugßsteuerbeamten, die natürlich alle Vorgänge auf der Straße mit begreifliche* Jutereste verfolgen, konnte» fich beß Mitleibeß mit dein kleine» Wurm, ber alle Tage in der größte» Hitze spazieren geführt wurde, nicht erwehren. Aber auch ein Verdacht regte fich in ihnen und dieser Tage hielten fie daß Kindtt> mädcheu, sowie eine dem Wagen folgende Frau, auscheineu» die „Mama" beß Kleinen, an, unb erbaten fich die Erlaubnis, er * W »Tw % Ä'Z Mit j “ • Deistich* 5 auSläadischl? ^ dentsch« Sch mW i»1 Me' ” K» *b" M, ’ nf..iöi. Doch ' schul' wu gen 360 SMttx j Quartier Moufi La, W ° ftinbtt weis' inb säst nur ° ml tu tinta bei ziehnvg ®üxtt, kehr häufig °°ch rrbrrn/ um ihr keinen Lefitz jn Deutschland langte rem ft« Die Pariser J »oafdfton zugl : Massigen Volk' zäsische Sprache samiiien Halle labern aus t besucht werden ihre Kinder na im tzchalgebau Kuppe, einer Vrob, - Alle von armen De Kchule noch ei Lehrer ist ost Einflüssen im wird ein kleine I ch (für ein zr flaller gemäl 6er Großher S'sügeu Losten Mb au6 Beitr! s-auzöfische Re zu diesem Wer in Paris nicht begriffen. Alle t honten ins L scher katholische hyette). Der Heftern erth reichischew Schi ' Dir 6al 2436770 Fra Steigerung « 10 Franc» ein ' Sin kl, |wei Leute die 6an Newhork Qi Die Fahrt hat * Peine P *ltrbe$änbi ^rabe-hauptsstd Mraje, o weilte hieraus Urin Qaf dc b°tt t;r®tnbet, N , * Renezß ! ”bc vtmg bt nui ; stacht wird. 5 8ii|«ng ! f<«.r Oabl lu e?!"* Gelan, itä5** äs?* .ii, > "l-° aufg «trO kein bent H ««•Sys '"em >n 7->D «Mw bl,7« "*6 d-r ta$^" ?lb,l Sitii j* ? }UI UntuK w«2äW et b!d»ch,>, » b‘6“ V'llWi, Bü ^“PPtn gttij 7° Mefilba our genauen» “ «°d dl« $, । J>« Itnwentk »ah«, 8a«, > ® '»> M« Ap |an8«s. Jim j, |nt* V, ütimigm ,n0 an ben @mp(b mtz bti2 Empfang» i : ^S°be im ManSi- «rstquartlrrs QU ibtrß mirb darauf ij an die Osfijiere 9 Me genaue Bezeichn Senbuugen aus K dem Garnifouort! °de, gebt regelwii der heißen Jahretii ceng auf größte 3fr diefetbe im Som hasst eine lange Sc >/ damit sich die an bewegen können. J Hunde. u unserer Mlttheilc welcher von Ral> ), ist ergänzend nä er Gemeindeverwolic «en der Raben Seile rechtmäßig in ttr uwirken gesucht tieben gelieferten Sc Miß ein entfpret tadlet bit $iga Raben belästige ^agv aus r rsolg begleitet ist. r S Thier, daß et ti ben Jager von tla m weiß. Er sucht lö und der Jager hol W der Hunger den S- n seiner leichter h-^- erminderung btt M c.Ohmen, ihre aW Taufenden ericheinei mehr zu * v 6. August. Nach ch« lutherischer Semei daß Kind ansehen zu dürfen. Hierauf großer Protest. DaS Sind sei krank und dürfe nicht gestört werden,- die klugen Finanzer aber ließen sich kein L für ein U vormachen, und zogen den Vorhang zurück, der bestimmt war, daS Kind vor ben Sonnenstrahlen zu schützen. Zu ihrem Erstaunen fanden sie auf den Kiffen eine prächtige — Puppe, der Wagen selbst ober enthielt, wie sich bet näherer Besichtigung ergab, in verschiedenen Blechcaffetten ein halbes Hectoliter Spiritus. Shin wurden Wagen, Mama und Kindermädchen zum Magi- frat geführt, von wo die Mama" nach erfolgter Einver- »ahme entlasten, während daS Kindermädchen dem Gefangenen- Haufe eingeliefert wurde. * Deutsche Schulen in Pari«. Die deutsche Zeitschrift für ausländisches Unterrichtswesen gibt interestante Aufschlüste über deutsche Schulen in Paris. Seit 1855 entstanden in ben verschiedenen Stadttheileu eine Reihe deutscher Elementar- schulen für die, meist der armen Arbeiterklaste angehörigen «Inder. Mit dem AuSbruche des Krieges von 1870 wurden tiefe mit so großen Opfern unterhaltenen Anstalten aufgehoben. Doch entstand 1876 im Stadttheil La Vilette eine Armenschule mit 90 Schülern, welche schon 1882 die Zahl von 360 Schülern erreichte. Eine andere Schule in St. Marcel (Quartier Mouffetard) sollte aus Mangel an Schülern etu- gehen, blühte aber neuerdings wieder auf. Da die Eltern bft Kinder meist nur ganz mangelhaft französisch sprechen, unb fast nur mit Landsleuten verkehren, so wird der Zu- sammenhang mit dem alten Vaterlande durch die Schule auf. rechterhalten. Belm Besuche französischer Schulen würden die Kinder der armen Arbeiter, überwiegend Hessen und Pfalzer, die Muttersprache verlernen, und die elterliche Er- ziehmog würde wenig wirkfam sein. Auch pflegen die Eltern sehr häufig nach 8—10 Jahren wieder in die Hetmath zurückzu- , kehren, um ihr verpfändetes Elgenthum einzulösen, oder einen kleinen Besitz zu erwerben. Für die Militärpflicht der Söhne in Deutschland würde die in französischen Volksschulen erlangte rein französische Bildung wenig zweckentsprechend sein. Die Pariser deutschen Ärmenschulen, für Angehörige jeder tzousefsion zugänglich, find nach dem Muster unserer 1- bis Lklusfigen Volksschulen eingerichtet- natürlich bleibt die fran- Mche Sprache nicht unberücksichtigt Die deutschen Arbeiter- slwtlten halten viel auf diese Schulen, welche selbst von Kindern aus den entlegensten Vierteln (Batignolles, Clichy) besucht werden. Auch Frauzosen suchen um Aufnahme für ihre Kinder nach. Weit entfernt wohnende Kinder erhalten im Schulgebäude ein Mittagbrod, bestehend auö einem Teller Suppe, einer Düte gerösteter Kartoffeln und einem Stück vrod, — Alles für 5 Centimes. Auch besteht in dec viel von armen Deutschen bewohnten Rue de Crimee neben der Schule noch eine Kleinktnderbewahranstalt. Die Aufgabe der Leh-rer ist oft sehr erschwert, da eß gilt, den schlimmsten Elvflüffen im Hause entgegeuzuarbeiten. Von den Eltern tuhib ein kleines Schulgeld von 1 Fr. für jedes Kind monatlich (für ein zweites Kind 50 Cent.) erhoben. Der deutsche Kaiser gewährt eine Spende von jährlich 8000 Fr. und bei Großherzo g von Hessen von 2000 Fr. Die übrigen Kosten werden durch Sammlungen in Deutschland vnd aus Beiträgen der deutschen Colonie aufgebracht. Die französische Regierung stellt sich freundlich und wohlwollend za diesem Werke. Eine höhere deutsche Knabenschule existirt in Paris nicht- eine höhere Töchterschule ist im Entstehen begriffen. Alle diese Schulen wurden oder werden von Protestanten ins Leben gerufen. Für die Schulbedürfniffe deutscher katholischer Kinder sorgt die Jesuttenmisfion (Rue La- fayette). Der Unterricht wird durch Schulbrüder und Schul- schweftern ertheilt. DaS Unternehmen steht unter österreichischem Schutze. ♦ Die Fahrradsteuer brachte im Jahre 1895 in Paris 2436770 Fcancs ein. Für dieses Jahr erwartet man eine Steigerung um 800000 Francs. Jedes Rad wird m.t 10 Francs eingeschätzt. * Ein kleines 18 Fuß langes Ruderboot, in welchem z«et Leute die Fahrt über den Atlantischen Oceau «‘S i» rlieutevant v. ®oeU’ IU Rastatt, Mgru 2ti»< a Schädelbruch ed»’ • ßUS S 1« er «°° h‘" bt; Bil irr « »«* ton Newyork aus antraten, ist glücklich in Sctlly eingetroffen. l)le Fahrt hat 55 Tage gedauert. * Keine Pferde in Washington. Jüngst wandte sich ein Pferdehändler in Nebraska brieflich an einen in der LanLeShauptstadt Washington wohnenden Geschäftsfreund mit itr Anfrage, ob er dort Pferde verkaufen könne. Letzterer irtheilte hierauf folgende Antwort: „Die Leute iu Washtngtou fahren auf Zweirädern, die Straßenbahnen werden durch tzlectricität betrieben und bet der Regierung werden Esel irrwendet. Wir brauchen demnach keine Pferde. * Meeresströme und Flaschenposten. ES dürste im Binnen- tnbe wenig bekannt sein, daß die Erforschung der MeereS- fiömungen nur durch die ausgiebige und planmäßig an- ^ordnete Verwendung von sogenannten Flaschenposten möglich Wacht wird. Die hydrographischen Institute, wie in Deutsch 'M die Seewarte, vertheilen an die SchiffScapitäne Zettel Bit der Weisung, sie an bestimmten Stellen der Oceane, in Aschen gesteckt über Bord zu werfen. Die Zeit und der der Aussetzung, sowie der Name des Schiffes, von dem it über Bord geworfen worden find, werden auf dem Zettel bemerkt, ferner eine Aufforderung an den Finder, den Zettel ivler Angabe des OrtS und des Datums der Auffindung an t»r nächste Confulat oder die erste beste Hafenbehörde ein- Duden. Gelangt nun eine solche Flasche irgendwo an den Strand und wird dort aufgefunden, so läßt sich aus dem Hltanterschiede ein Hinweis auf die Richtung und Stärke -irr Strömungen gewinnen, die in dem in Betracht kommenden MereStheike herrschen. Die Methode kann natürlich auf ßtMdwelche Genauigkeit keinerlei Anspruch machen, da nicht angenommen werden darf, daß jede Flasche sofort nach dem AnlandspÜlen aufgefunden wird. Ferner kommt in Betracht, tiB Wind und Seegang, ganz unabhängig vom Strom, den Leg der Flasche beeinflussen können. Immerhin giebt es aber bislang kein zuverlässigeres Mittel zur Feststellung der Suvmungen, und so unvollkommen auch die auf vorstehend Si'h riebeue Weife erlangten Resultate sein mögen, sind sie >och noch immer das Beste, was nach Lage unsrer heutigen HülfSmittel erlangt werden kann. Freilich muß bei den Schlußfolgerungen aus den diesbezüglichen Daten äußerste Vorsicht angewandt und allen mitwirkenden Faktoren Rechnung getragen werden, da man sonst leicht zu Trugschlüffen gelangen kann. Ein in dieser Hinsicht intereffantes und lehrreiches Beispiel lieferte eine am 15. Juni am Strande von Watling Island, der Insel, auf der ColombuS auf seiner WelteutdeckungSreise zuerst landete, aufgefundene Flaschenpost. Sie war, wie der Zettel auSwieS, am 30. Juli 1892 in 40® N. und 62° W., also etwa 600 Meilen östlich von New-Aork, von dem Schiffe „Sapolio" über Bord geworfen. Die Annahme, daß sie auf mehr oder weniger geradem Kurse nach dem Ausfindungsorte gelangt ist, würde aber allen physikalischen Gesetzen widersprechen. Die von der Flasche zurückgelegte Reise kann daher nur in der Weise erklärt werden, daß der Findling sich zunächst mit den vorherrschenden Strömungen nach Europa zugewendet, dann an der spanischportugiesischen Küste entlang nach Süden versetzt worden ist, bis er an der afrikanischen Küste nahe dem Aequator in den auf die brasilianische Küste zu setzenden äquatorialen Rückstrom gelangt ist, und dann weiter an den Antillen vorbei nach der AusfindungSstelle getragen wurde. Zu dieser Rundreise durch den Atlantik hat die Flasche rund vier Jahre gebraucht, vorausgesetzt, daß sie sofort nach dem Anspülen an den Strand aufgefunden worden. Ein merkwürdiger Zufall ist es übrigens, daß das Schiff „Sapolio", von dem aus die Flasche ausgesetzt wurde, nach PaloS, dem Hafen, von dem Columbus feine Reife angetreten hatte, bestimmt war, während die Flasche selbst an der Westküste von Watling Island angetrieben ist, wo der große Entdecker bekanntlich gelandet sein soll. * Leuchtende Abendgesellschaften find jetzt baß Neueste in den französischen feineren Kreisen, und Sucher nach neuen Excentricitäten werden sich beeilen müffen, die Abendgesellschaft zu imitiren, welche kürzlich in Parts gegeben wurde. Bet derselben war nämlich keine regelrechte Beleuchtung vorgesehen, sondern die Decke, Wände, Gardinen, Möbel, Geschirr, kurz all ß nur Mögliche strahlte und leuchtete auf ge- heiwntßvolle Weife. Die Gegenstände waren zu diesem Zwecke mit einem leuchtenden Pulver bestreut, welcheß von einem Profeffor der französischen Akademie der Wlffenschaften erfunden worden ist und selbst die Gesichter, Arme und Schultern, sowie die Costüme der Damen in Hellem Lichte erstrahlen läßt, wenn man dieselben damit einpudert.s * Rosen Automaten. Der Zehnpfennig - Automat, der anfänglich nur darauf ausging, Genüffe für den Gaumen und den Magen, wie Chocolade, Bonbons, Cognac, Cigarren und Ctgaretten u. dergl. m. zu spenden, gewinnt mit der Zeit poetischere Züge und hat sich neuerdings auch auf die Abgabe feinerer Freuden dieses Daseins verlegt. In Paris kannte man schon vor wenig Jahren einen automatischen Apparat, der Einem gegen den festgesetzten Obolus ein kleines Quantum Parfum inß Taschentasch tröpfeln ließ- in der Berliner Gewerbe-Ausstellung, Abtheilung für Gartenbau, macht die gefühllose Maschinerie bereits den Blumenmädchen Concurrenz und verkauft „Rosen, die blendenden, balsamverschwendenden". Der von einem Berliner erfundene Apparat ist sehr sinnreich und praktisch gebaut. Er sunktiouirt mittelst einer Trommel. In dem vollständig gefüllten Apparat find 60 Rosen enthalten, die sich in ebensoviel Gläschen mit Waffer befinden. Nach Einwurf eines Zehnpfennigstückes rückt ein mit der Trommel verbundenes Zahnrad um einen Zahn weiter- eine Klappe öffnet fich unb der Käufer hat ein Gläschen Wasser mit einer Rose vor sich. Der Betreff nde nimmt fich die Rose auS dem Glaß und die K'appe schließt fich wieder. ♦ Ein praktischer Arzt. Wie die „Presse Medicale Belge" erzählt, lebt in Ecoffe (Belgien) ein praktischer Arzt NamenS Harrey, dessen Clientel sehr ausgebreitet ist. Ganze Tage verbringt er auf feinem zweträdigen Wägelchen, um feine Kranken zu besuchen, deren Wohnort von dem seinigen oft sehr entfernt ist. Er hat dabei die Gewohnheit, stets einige Brieftauben mit fich zu führen- im dringenden Falle läßt er eine Taube als Träger feiner Recepte los. Sobald der geflügelte Bote im Taubenschlage eintrifft, untersucht ein Diener deS Arztes das Thierchen, schaut unter die Flügel, nimmt daS darunter befindliche Recept heraus, trägt es sogleich zum Apotheker und begibt sich dann ungesäumt mit dem Medikament zum Kranken zurück. Dr. Harrey pflegt noch bet Kranken, deren Zustand eine Verschlimmerung besorgen läßt, eine oder mehrere Tauben zurückzulassen, die ihm im Fall der Dringlichkeit Nachricht geben, worauf er sich sofort zum Kranken begibt. * Wer ist der Lump? Inhaber eines KleiderladenS: „Hier wird nichts gegeben!" Fremder: „Sie halten mich für einen Bettler?" — „Na, so sehen Sie doch aus ! — „Sckurke, das wollte ich ja eben hören — das ist nämlich der Anzug, den ick vor vierzehn Tagen bei Ihnen gekauft habe. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos unb I. 3JL Schulhof. Bremen 6 August. (Per transatlantischen Telegraph., Der Schnelldampfer Havel, Capl. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten m Newyork angekommen. Bremen, 6. August. Mer wmsallantNchen T-Iegr-A Der Postdampfer Bonn, C-pt. A. WMckel, vom Norddeutichm Llopd in Bremen, ist heute 1 Uhr Morgens wobld-hallen in Newyork angekommen. r n _ Bremen, 6 August. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Dresden, Capitän H. Langgüter vom Nordd. Aoyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten in Baltimore angekommen. ______ — Der Postdampfer „Nederland" Antwerpen ist laut Telegramm am Philadelphia angekommen. der „Red Star State" in 5. August wohlbehalten in Citeratur und Xanft / Im (5. H. Beck'scben Verlag (CScar Beck) in München beginnt oeben eine illustrirte Packtausgade des bekannten Meisterwerkes des Pfarrers Karl Klein von Fröschmetler: r9ftdf<6h>tilet Chronik. Kriegs- und Friedensbilder aus dem Jahr 1870/71" zu erscheinen. Der Illustrator des Werkes ist Ernst Zimmer, derselbe, der sich durch seine Illustration von Hauptmann Tanera's „Ernsten und heiteren Erinnerungen eines Ordonnanzoffiziers im Jahre 1870 71", welches Werk im vorigen Jahre im gleichen Verlag erschienen ist, einen hochgeachteten Namen gemacht hat. Der große Kreis derer, die die „Fröschweilkr Chronik" schon kennen, wird die Miltheilung von dem Erscheinen einer illufirirten Autzgabe mit ungethetltem Beifall begrüßen. Diejenigen, die dieses prächtige nationale Volksbuch noch nicht kennen, werden dankbar sein, wenn sie sich durch dleseZeilen bestimmen lassen, seine Bekanntschaft zu suchen. Im Gegensatz zu dem kampfesfrohen jungen Soldaten, der unS in Tanera's Erinnerungen seine persönlichen Erlebnifie und Abenteuer während des großen Krieges in mehr als einem Dutzend größerer und kleinerer Schlachten und Gefechte erzählt, berichtet uns in der „Fröschweiler Chronik" der Ortspsarrer von Fröschweiler, jenem heitzumstrittenen Mittelpunkt der blutigen Schlacht von Wörth, in der im Jahre 1870 die erste große Entscheidung fiel, zunächst von den Leiden, welche die bürgerliche Bevölkerung einer mit dem Krieg überzogenen Landschaft Heimsuchen, und zwar thut er dies mit voller geschichtlicher Treue, zugleich aber mit wunderbarer Anschaulichkeit unb fesselnder Lebendigkeit Die „Fröschweiler Chronik" zeigt den Krieg mit allen seinen Schrecken, wie er in der unmittelbar von seinen Schlägen getroffenen Gegend mit elementarer Gewalt das tägliche Leben erschüttert und die Volksseele in ihren tiefsten Tiefen aufwühlt. — Wie wir der uns vorliegenden ersten Lieferung des neuen Prachtwerkes entnehmen, hat der Illustrator von Kleins berühmtem Bucke, das (nebenbei bemerkt) in ntcht- illustrirter Gestalt schon 13 Auflagen erlebt hat, auf dem Schlachtfeld von Wörth und in der wetteren Umgegend ausgedehnte Localstudien gemacht. Seine Zeichnungen stehen denn auch an Wahrheitstreue nicht hinter dem T«xle zurück. Das geschriebene Wort ergänzt und belebt er durch seinen Stift, fo daß auch, wer das Buch längst kennt, durch die Illustration neue Eindrücke und Anschauungen empfängt. Die erste Lieferung ist außer mit 25 lebensvollen Text- bildern mit 2 prächtigen doppelseitigen Vollbildern („Der Wörther Hohl am Abend beS 22. Juli 1870" und „Der Ueberfall der Abtheilung des Grafen Zeppelin im Schirlenhof — 25. Juli 1870") und einem Vollbild („Graf Zeppelin und der Wendltngpeter") geschmückt. — Das Werk erscheint in 14 Lieferungen zum Preise pon 50 Psg. und soll bis Weihnachten vollständig vorliegen. ES fei mit dem Bemerken von uns empfohlen, daß es, wenn vollständig geworden — zum Schluß wird eine elegante Einbanddecke in Aussicht gestellt — ein prächtiger Schmuck auch für den Weihnachtstisch dieses Jahres zumal der deutschen Jugend zu werden verspricht. Wir gedenken beim Fortschreilen darauf zurückzukommen. ^cr^ehliche Anzeigerr öet Stabt Gietzeir. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag, den 9. August. 10. Sonntag nach Trinitatis. I« der Gtadtkirche. Vormittags 7°/« Uhr: Pfarrer Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten der Matthäus- gemeinde. Vormittags 9>/« Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. PfarrerDingeldey. I« der Joha««eSkirche. Vormittags 7°/« Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Zugleich Christenlehre für die Neuconfirmirten der JohanneS- gemeinde. Vormittags 9*/s Uhr: Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. (Nachdruck ohne Genehmigung untersagt.) SamStag den 8. August. StachmittagS um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag den 9. August. 11. Sonntag nach Pfingsten. Dornrttra^s von t>’/> Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; „ um 6i/i Uhr erste hl. Meffe; „ um 7*/i Uhr AuStheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Meffe; „ um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr: Herz Jesu Andacht. GotteSdimst der israelittschen ReligionsaeseMchaft- Freitag Abend 730 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Predigt, Nachmittag 4 Uhr, Sabbathausgang S46 Uhr. Nachmittag 3" Uhr SchrifierklLrnng. Wetzsteingaffe 8. Wochengottesdienst Morgens 6” Uhr, Abends 7 Uhr. Witter«rrgsbericht vom 6, August. Während das Maximum über dem Nordwesten fortwährend an Intensität gewinnt, tft gleichzeitig der hohe Druck von dorther weiter ostwärts vorgeschritten, lieber Süd- unb Ost-Europa lagert nieberer Druck. Die beiden Depresfions-Centren im Norbosten beß Erbtheils unb über Ober-Italien stnb durch eine über bas Alpengebiet, Süd-Bayern unb bte österreichischen Länber verlaufenbe Furche mit einanber oerbunben. Bei bieser Druckoertheilung bauert ta Sübbeutschlanb das unbeständige Wetter fort. Nur in der Pfalz war am Morgen die Bewölkung etwas geringer. Sehr bedeutende Niederschl-gsmengen fielen in der Südschweiz (in Lugano seit gestern 98 Mm.). Zunächst noch Fortdauer des unbeständigen Wetters. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 7. August, Mittags zwischen 11 und 12 llhrr Waffer 15, Luft 13°. Rübsamen'fche Badeanstalt. --Zurückgesetzte Woll- und. Waschstoffe im Ausverkauf. Alpaka doppeltbreit mod. Farben ä M. 1.15 Pfg. pr. Mtr. Muster auf Verlangen franco ins Haus Wasch Stoffe waschächt ä 22 Pf. pr. Mtr. Mousseline lalne ä 60 Pfg. pr. Mtr. versenden in einzelnen Metern franco ins Hans, neueste Modebilder gratis OETTINGER & Co., Frankfurt a. M. Separat-Abtheilung für Herrenkleiderstoffe: 6943 Buxkin von M. 1.35 Pfg., Cheviots von M I 95 Pfg. an pr. Meter. Hüttenarbeiter, Schlaffer, Eisenarbeiter rc. beschmutzen bei der Arbeit ihre Kleider — das theuerste Material deS ArbeitSmannes — am meisten, und muß deshalb jede sparsame Frau ein Waschmittel Taufen, das die Wäsche schont, und doch gut reinigt. 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Bekannt gemacht: Orth, zum Selbstfahren (Halbverdeck oder offen). Von wem? sagt die Exped. 7165] Schönes, kleines FamUienlogiS zu vermiethen. Äaplan6gaW< 18. Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur ConcurSmafse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmasie etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auserlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Eoncursverwalter bis zum 1. September 1896 Anzeige zu machen. Gießen, den 6. August 1896. Großherzogliches Amtsgericht. 6344] Junger Kaufmann, 27 Jahre, sucht, gestützt auf beste Zeugnisse und Referenzen, Stellung als Buchhalter und Eorrefpondent am Platz. Suchender wünscht dauernde Stellung. Gefl. Offerten unter V. B. 15 an die Expedition b. Bl. Die Beerdigung findet Samstag, den 8. August, Nachmittags 2i/a Uhr von der Großen Mühlgaffe Nr. 38 aus statt. heute Morgen dem Herrn sanft entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebener»: Ludwig Vellof und Frau, geb. Koch. Frankfurterstraße Nr. 13. Ausstellung* für Elektrotechnik und Kunstgewerbe Concursforderungen sind bis 1 September 1896 bei Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung Concursverfahren. Ueber das Vermögen der Wittwe des Revisors Julius Schäfer, Katharina, geb. Bierau, zu Gießen wird heute am 6. August 1896, Vormittags 10 Uhr, das Concursverfahren eröffnet. Der Kaufmann F. Hoffmann in Gießen wird zum Eoncursverwalter ernannt. 6932] Antröge auf Hypothekarische Beleihung und Beschaffung von -- Bankkrediten = erledigt eegt Si«a«rfirma. Direct. Offert, unter Z. 2670 an chaafenstei« & Bögler, «.•»., Eisendreher, Maschinenschlosser, bei hohem Lohn gesucht. Merkens- & Maschinenfabrik Emil Müllenbach, Darmstadt. 7153 7104] Ein kleiner, gebrauchter Gasmotor zu kaufen gesucht. 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Septbr. 1896, Bormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Herrn Georg Schmandt H, Grotzherzoglicher Bürgermeister, sowie für die vielen Blumen und Kränze, sagen wir auf diesem Wege unfern innigsten Dank. Insbesondere fühlen wir uns zu tiefem Danke verpflichtet der Vertretung des Kreisamtes für die Anteilnahme, sowie dem Herrn Decan Wahl für seine trostreiche Rede und dem Ge> sangverein für seine schönen, tröstenden Lieder. Die trauernde Familie Schmandt. Hausen, den 7. August 1896. 7157 Danksagung. vielen Beweise herzlicher Teilnahme von Nah dem Grabe unseres unvergeßlichen Gatten und Abfahrt Morgens präcis 7 Uhr. — Ankunft von 8»/r Uhr an. Nachmittags 3 Uhr: Hierauf: Concert im „Gasthaus zum Einhorn“, aus geführt von der Gießener Regimentsmusik. Preisvertheilnng und Tanz, wozu alle Freunde des Radfahrsports höflichst cinladet 7169__Der Vorstand. 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Bl l ■ 7122) Tüchtiges Mädchen tagsüber M gesucht- Wo? sagt die Exped- d. Bl- ■ 7162] Ein Mädchen oder Ara« zur I Aushülfe für einige Stunden Vormittags I gesucht.__«irche«platz v. ■ ' Eine Putzfra« wird für SamStags gesucht. 7160 «etter«weg 6. Deutsch, u. vesterreich. /Ja Alpeuvereiu. Sectiou Gietzeu. Samstag den 8. und Sonntag dru b. Auguft: Iammerthaliour. Abfahrt: Samstag 12« Uhr Mittags (Rückfahrkarte Balduinstein ) 71&^ ■ r^77 9H6^ 8754 IP^ Forstgartm. Schutzmarke._____haben j« de« meiste« Sefchäfte«. 339_______________ iRcbaction: Ä. Schevda. — Druck und Verlag der Brübl'schen UniversikalS-Buch. und Stnndruckern *6 <61p b a> R L Die heurige umiay» o 5>cu«w am Wallthor. Nachmittags 2*/a Uhr: Abmarsch desselben durch die Stadt nach dem I Philosophenwald; dortselbst großes Volksfest, Hürnen und Kinderspiele. sind im Philosophenwald und auf dem Trieb zu haben.