S -pauitn ' °i-L'L'uthr!n m ’^tU tonnten n ,81« .Wik«.1"' &**•-£ k «Mn Ä* ««d) °.ch , b«chd«,,,„ dli ®(Wl . ** ®le »ita °°^ bMet Mutung J’’ ,w« M bai MM» ®tlWj£„ ’W'i hijijt ziq k,8 btt iiilienllt« E„« «»• ®ne «°ficht 6o„ n','* m Me correcte 1*1 »Ws ju d-» t dm Salon jin«. ibtrittrn sbäcker, niktr, weg 31. rchenplatz II M >r bedeutenden Werke W? Iniv.- ienhandlung V Verke and roa Colpor tso beiorgen wir iu 9801 ratur, sowie eleganter izwecken sich eig- ▼ eingeführten Schul* fänden. »rtimenf. gen portefrei. jT fler. ▼ LaWorXaieu ■ igen Preisen erhältlich, he in- und iniUndiBohe A sldernahruntz I-Hlt». । ^flanyneiweik- , Fleiich- ergkit- >er V 6084 ( neben w« * chä-f^ & pettf’ ratze$L V ötA it^ fliA< LL.ÄS 1896 Mittwoch dm 8- Juli Erstes Blatt Kt. 158 Amts- «nd Anzeigeblatt für den Urei» Gieren 1 Hratisöeilage: chießener KamittenSkätter ütttcht. 6067 Vergessen ist. B s 6 CQ Nö-? Namm der Besitzer Der kreptrten oder getödtetm Thiere Die Gießener »«»tttewötäller Werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. 4 s- Q v. Gagern. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, Wit Ausnahme de» Montag». Bemerkungen über Krankheit, wenn solche durch den Thierarzt festgestellt ist, sowie über die Art der Beseitigung der Ca- daver. teressenten unter dem Hinweise einlade, daß Die erscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Friedberg, den 1. Juli 1896. Der BereinigungS-Commissär: I. V.: Muhl, Großh. Regierungsassessor. vierteljähriger Avonnementrprei» st 2 Mark 20 Pfg. mti Bringerlohn. Durch die Post bezöge«. 2 Mark 50 Pfg. Ncdaction, Lxpeditto»' und Druckerei: Schnlstrahe Jt.l Fernsprecher 51. Die Berufsbewegung im Königreich Sachse«. In der Zeit großer wtrthschaftlicher und socialer Kämpfe ist eS so lehrreich, auS einem Staate, in welchem die Berufs- zweige der menschlichen Thätigkeit vollzählig und hoch ent- wickelt vorhanden find, einmal die Bewegung in den ver- schtedenen Berufsarten, wie sich solche in den letzten 13 Jahren nach den Zählungsergebnissen vollzog, kennen zu lernen. Sehr charakteristisch ist dabei, daß im Königreich Sachsen sich die Bewegung in den Berufsarten so vollzog, daß der Land- Wirtschaft sich weniger Personen als früher widmen. Während der Antheil der Landwirthschaft treibenden Bevölkerung von 20 auf 15 Proceut zurückging, stieg der Antheil der Industrie von 56 auf 58, der Antheil deö Handels von 12 auf 14, der Antheil des öffentlichen Dienstes von 4,9 auf 5,4 und der Antheil der Berufslosen von 5,1 auf 6,3 Proceut. Nur der Antheil der Personen, die außerhalb ihrer Wohnung häusliche Dienste leisten, ist neben dem der Landwirthschaft noch gesunken. Die folgende Tabelle zeigt die Zahlen der im Jahre 1895 und im Jahre 1882 in den einzelnen Berufs- klassen im Königreich Sachsen beschäftigten Personen._______ Bekanntmachung. Betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Staufenberg, hier den allgemeinen Meliorationsplan vom 2. und 3. Feld. In der Zeit vom 3. Juli d. I. bis einschließlich 17. Juli d. I. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Staufenberg zur Einsicht der Betheiligten offen: 1. der allgemeine Meliorationsplan, 2. Erläuterungsbericht und Prüfungsprotocoll zu demselben, 3. das Protocollbuch, enthaltend das Protocoll über die Prüfung der beantragten Abänderungen des allgemeinen Meliorationsplanes vom 2. und 3. Felde. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen gegen die Abänderungen des allgemeinen Meliorationsplanes vom 2. und 3. Felde, welche schriftlich einzureichen sind, findet statt Samstag, 18. Juli 1896, Borm. 9«/, bis 10% Uhr, ittf dem Gemeindehaus zu Staufenberg, wozu ich die Jn- Wslstr telegraphisches Lorrespondmz-Burea» Berlin, 6. Juli. DaS „Marine Verordnungsblatt" meldet: Der Kaiser theilte durch Ordre vom 1. Juli den Panzer „Kaiser Friedrich III. “ der Marineftation der Nordsee zu. Berlin, 6. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Namen der Ehrenritter deS Johanniter-Ordens, denen der Herrenmeifter Prinz Albrecht von Preußen am 24. Juli tu der Johanniter-OrdenSktrche in Sonnenburg AnrtUcher Tbeil. Bekanntmachung. betreffend: die Maul« und Klauenseuche. Die zu Kirch-GönS, Kreis Friedberg, und Nieder- Ofleiden, Kreis Alsfeld, ausgebrocheue Maul- und Klauen- seuche ist wieder erloschen. Die Sperrmaßregeln find aufgehoben. Gießen, den 6. Juli 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. Rttrerschlag und Investitur ertheilt. ES befinden fich unter denselben Staatsminifter v. Köller, Chef der Reichscanzlet Freiherr von WilmowSky, Vortragender Rath im Auswärtigen Amte, Graf v. Pourtalös und StaatSsecretär Graf PosadowSkh. Bremen, 6. Juli. Die Rettungsstation Buesum tele- graphirt: Am 5. Juli wurden von dem am Buschsand gestrandeten Fischkutter Nr. 3228 der Capitän Griebel und drei Personen durch daS Rettungsboot „Buesum" gerettet. Straßburg, 6. Juli. Wie dem „Straßb. Tgbl." aus Mülhausen i. E. gemeldet wird, hat der BezirkSprästdent von Oberelsaß die Wahl des Reichstagsabgeordneten Bueb zum Mttgliede des GemeinderatheS der Stadt Mülhausen nicht bestätigt, weil Bueb keine Steuern bezahlt. Odde, 6. Juli. Der Kaiser unternahm gestern Nachmittag einen Spaziergang. Er nimmt heute daS Frühstück am Lotefoß ein, wohin er fich mit der Reisegesellschaft mittelst CarriolS begibt. Reval, 6. Juli. Gestern fand zu Ehren der deutschen Seeleute ein Ball statt, dem auch der Gouverneur bet- wohnte. Der Capitän zur See Thiele, Commandant de- SchulschiffeS „Stosch", brachte etnenToaft auf KaiserNikolauS II. auS, der Hafen-Commandant von Reval, Admiral Wilken, toastete auf Kaiser Wilhelm II.; hierauf faud ein Tanz statt, an dem die deutschen und russischen Seeleute theilnahmen. Heute gibt der deutsche Viceconsul Koch ein Festeffen zu Ehren der deutschen Seeleute. Figuera», 6. Juli. Zahlreiche französischeBürger- meister kamen in einem Verguügungszuge hier an und wohnten dem Stiergefecht bei. Die Menge begrüßte die Gäste freundlich. Die Stadt gab ein Bankett, bei welchem der Bürgermeister von Ftgueras in einem Toaste das französische Volk verherrlichte. Ein sranzösischer Bürger- meister dankte und toastete auf die französisch-spanische Allianz. Rio de Janeiro, 5. Juli. Gestern Abend platze vor dem Spielhause eine Dynamit-Bombe, worauf das Haus von bewaffneten Personen angegriffen wurde. Eine Anzahl Personen wurde getödtet und verletzt. Man glaubt an ein Einverständniß mit der Polizei. Berlin, 6. Juli. Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist gestern in Alt-Auffee eingetroffen. Berlin, 6. Juli. Freiherr von Hammerstein wird die gegen ihn erkannte Zuchthausstrafe in der Strafanstalt Moabit verbüßen. Seine Angehörigen sollen fich mit einer diesbezügltchm Bitte an den Minister des Innern gewandt und dieser seine Zustimmung dazu ertheilt haben. Berlin, 6. Juli. Nach einer Mittheilung des Auswärtigen Amts hat General Simon Sam seine Wahl zum Oberhaupt der Republik Haiti dem Kaiser angezeigt. Berlin, 6. Juli. Wie daS „Kl. Journ." mitiheilt, ist in Sachen Hermann Friedmann bereits am 16. Juni Seitens der Staatsanwaltschaft gegen 17 zum Thetl bisher als hochachtbar bekannte Berliner Firmen das Strafverfahren wegen Wucher eingeleitet worden. Berlin, 6. Juli. Trotz der ungünstigen Witterung hatten fich gestern ca. 90,000 Personen in der Gewerbe-Ausstellung etngefunden. Auch die Restaurateure haben ein ganz gutes Geschäft gemacht. Frankfurt a. M-, 6. Juli. Die „Franks. Ztg." meldet aus Gera: Die Broschüre „Wilhelm II., die Revolution von oben" rc., welche dieser Tage in Zürich erschienen ist, wurde wegen der darin enthaltenen MajestätSbeleidiguugen c o n f i s c i r t. Wiesbaden, 6. Juli. Die Kaiserin Friedrich ist heute Mittag 1 Uhr zum Besuche deS Königs von Dänemark hier etugetroffeu. Dieselbe nahm bei demselben daS Frühstück cm und besuchte später die Ridder'sche Haushaltungsschule. Die Kaiserin fährt heute Nachmittag nach Cronberg zurück. Elberfeld, 6. Juli. Auf der zu Elberfeld gehörigen Bahnstation „Am DöppeSberg" faud gestern Abend IO1/» Uhr ctn Erdrutsch statt, wodurch zwei Geleise gesperrt wurden. Ein Geleise konnte bereits wieder frei gemacht werden. Bei den AufräumungSarbeiten ist die größte Vorficht erforderlich. Leipzig, 6. Juli. Heute fand vor dem DtSciplinarbof deS Reichsgerichts die Verhandlung gegen den Assessor Wehl an statt, der am 17. Januar d. IS. von dem Dis- ciplinargericht zu Potsdam zu einer Geldstrafe von 500 Mk. verurtheilt worden ist. Gleichzeitig hatte daS Gericht auf dessen Verletzung in ein anderes Amt mit dem gleichen Range erkannt. Der Vertreter des auswärtigen Amtes, LegattonS- rath Rohde, legte Berufung gegen dieses Unheil ein. Dieselbe wurde heute verworseu, wodurch daS Potsdamer Urtheil bestätigt wird. ^Berufsjgrup p e Landwirthschaft, Gärtnerei, Thierzucht Textilindustrie Baugewerbe Bekleidung und Reinigung Handelsgewerbe Ohne Beruf Oeffentlicher Dienst Metallverarbeitung Verkehrögewerbe NahrungS- und Genußmittel Holz- und Schnitzftoffe Maschinen, Werkzeuge re. Steine und Erden Berg- und Hüttenwesen Papier und Leder Beherbergung und Erquickung Häusliche Dienste rc. Typographische Gewerbe Forstwirthschaft und Fischerei Chemische Industrie Fette, Oele rc. Kunst und Kuostgewerbe Versicherung Zweifelhaft Die Kopfzahl der landwirthschaftlichen Bevölkerung ging sonach in diesen 13 Jahren von 578592 auf 540830 zurück, die Kopfzahl der Berufsgruppe „häusliche Dienste" von 53584 auf 45655. Ju allen übrigen Berufsgruppen hat fich die Kopfzahl erhöht, in den meisten sogar sehr erheblich, so namentlich im Baugewerbe, in der Metallverarbeitung, dem Verkehrögewerbe, dem Handelsgewerbe und dem öffentlichen Dienst. Infolgedessen hat fich auch die Reihenfolge der Berufsgruppen nicht unwesentlich verschoben. Obenan, als zahlreichster Beruf, steht zwar noch immer die Landwirthschaft. Ihr folgt, wie bisher, die Textilindustrie, dann daS Baugewerbe, daS Bekleidungsgewerbe, der Handel und der öffentliche Dienst. Deutfcbe» Reich. Darmstadt, 6. Juli. DaS Großherzogltche Paar mit den Prinzessinnen ist auS Rußland hier eiu- getroffeu. Tabelle über die in der Gemeinde........vom .... 18 . . bis .... 18 . . crepirten oder getödteten Thiere. Bekanntmachung. Infolge Verfügung Großh. Ministeriums deS Innern und der Justiz vom 27. v. MtS. ist die Abhaltung des für den 13. und 14. Juli l. IS. geplanten Vieh- «arkteS zu Ulrichstein unter der Bedingung genehmigt, daß nur Thiere aus unverseuchten Orten der Kreise Schotten, Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Friedberg und Büdingen, Thiere »oh Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens 7 Tage in uuverseuchten Orten fraglicher Kreise iu seuchefreiem Zustande zugebracht haben, aufgetrteben werden dürfen. Schotten, den 1. Juli 1896. GroßherzogltcheS KreiSamt Schotten. Schönfeld.__________________ Gießen, am 8. Juli 1896. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetterau. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen « die Großherzoglichen Bürgermeistereien Mendorf a.d.Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Oroßen-Linden, Grüningen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Klein-Linden, Langd, Lang-Göns, Langsdorf, Leihgestern, Ach, Muschenheim, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Raberts- hausen, Rodheim, Steinheim, Trais-Horloff und Utphe. Sie werden, insoweit Sie noch im Rückstände sind, an baldige Einsendung der. in unserem Augschreiben vom 23. August 1880 — Anzeiger Nr. 201 — vorgeschriebenen Tabelle nach dem unten abgedruckten Muster über die in dem letzten halben Jahre crepirten Thiere erinnert, wobei namentlich in der Spalte „Bemerkungen" die Angabe über die Krankheit des Thieres und die Art der Beseitigung des Cadavers nicht zu Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Ausländer nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. n g ech örtge 5189bj 1882 540830 578592 504093 477906 340655 265346 270195 229639 258796 184230 236333 153929 202065 148361 182222 95096 178914 113907 168780 127043 157727 112674 129855 89612 128206 80897 111315 104211 103176 64186 80762 59048 46655 53584 43475 24010 24469 23786 17276 10823 11,286 8061 8928 6334 7165 3490 684 57 Übungen abhalten. A Mainz, 6. Juli. Die heutige zweite außerordentliche General-Versammlung der hessischen Ludwigs- bahn, in welcher 204 Actionäre mit 73,068 Stimmen an- wesend waren, lehnte den RegierungSantrag bezw. den An- trag des VerwaltungSrathS, sich mit einer Entschädigung von Mk. 730»/, pro Actie zu begnügen, mit 45,197 gegen 27,929 Trimmen ab. Ein von dem BerwaltungSrath tu Verbindung mit Großactionären und der „Darmstädter Bank" gestellter Eventualantrag, sich mit einer Vergütung von 741 Mk. pro Actie abzufiadeu, wurde dagegen mit 71,474 gegen 914 Stimmen angenommen. Ein von einer großen Actie«» Z. Groben.vuseck, 6. Juli. Ein junges Brautpaar unternahm gestern mit einem Fuhrwerk einen Ausflug auf die unweit gelegene „Ganseburg". Auf dem Heimwege scheute aus der KretSstraße, die die Staatsstraße mit Großen- Buseck verbindet, das Pferd. Das Wägelchen stürzte um und die Jnsasien fielen heraus. Der Bräutigam hat bei dem Unglücksfall den Arm gebrochen, während die übrigen Theilnehmer mit einigen Hautabschürfungen davon gekommen sind. DaS Wägelchen ist nur wenig beschädigt. = Londorf, 5. Juli. Die heutige Fahnenweihe des Gesangvereins „Frohsinn" har einen guten Verlauf genommen. Der Festzug, welcher fich um 2 Uhr durch den Cocetes tmS prwhtjklkf# Gieße«, den 7. Juli. Deutscher und Oesterretchifcher Alpeuverei« Sectio« Gießen. Ein prächtiger Sonntagmorgeu, ein Morgen, so frisch und heiter, wie wir ihn kaum auf einem unserer Aus« flüge genosien hatten, hatte am Wallthor die Wanderung-- I lustigen Mitglieder des deutschen und österreichischen AlpenvereinS zur Thetlnahme an einer Tour versammelt, die diesmal zunächst auf die vom Hangelstein auS in östlicher Richtung liegenden Höhenzüge gerichtet war. Bald war bet des I Morgens frisch athmenden, lebendigen Hauche, dem keine nächtliche Grille stand hielt, der Wald erreicht und oberhalb Altenbuseck der Höhenzug erklommen, auf dem eine mehrstündige Wanderung unS durch einen prächtigen WaldeSdom voll schlanker Buchensäulen und mächtiger Etchenstämme hindurchführte. Immer wieder konnte die Marschrichtung auf dem fchlangenförmigen Fußsteige durch die freien Ausblicke auf die in den lachenden Fluren sich schmuck präsentirenden und immer von Neuem auftauchenden Ortschaften deS ThalgrundeS regulirt werden. So trafen die in zwei Colonnen mar- fchirenden Herren auf dem Aspenkippel gar leicht wieder zusammen und konnten am Abhange dieses erloschenen BulkanS ihr nach der mehrstündigen Wanderung trefflich mundendes FrühstückSmahl mit dem köstlichen Nachtisch frischer auf der weiten Fläche deS prächtigen GotteSgarten sich ungesucht dar- bietender Walderdbeeren etnnehmen. Bom Aspenkippel aus ist Climbach bald erreicht und von dort geht eS bergab in'S Thal der Lumda nach Allendorf, wo eine längere Rast im Gasthof von Weber während der Mittagszeit uns äußerst willkommen ist. SS herrscht munteres Treiben im Lumdaer Grunde. Mit frischem Grün geschmückte Leiterwagen befördern fröhliche Bundesbrüder aus der dörferreichen Umgebung oen Londorf zum friedlichen Wettstreit in der edlen Sanges- I kunst. Zur Verwunderung der Frau Wirthin, die unsere Rucksäcke für Futterale von Musikinstrumenten hält and unser Alpencostüm als zünftige Kleidung einer Mufikantevschaar anfieht, bleiben wir ruhig und pflichtvergessen hocken, wahrend die luftigen SangeSbrüder kaum zur vorübergehenden Aust frischung ihrer heute sehr in Anspruch genommenen Kehle sich kurze Rast gönnen. Nachdem sich der Schwarm verlaufen hat, mahnt auch unS die vorgerückte Zett zum Weitrrmarsche. Ein schon bejahrter, freundlicher Handwerksmeister, der den Sonntagnachmittag dazu anSersehen, den Stand deS Ge- treideS zu beschauen, wird zum willkommenen Führer. Der gesprächige Alte, der beim steilen Aufstiege noch rüstig mitwandert, hat bet seiner Verabschiedung den zuversichtlichen Trost, daß wir unS nicht verirren würden, da wir ja unfern AtlaS mitgenommen hätten und über die Meridiane genügend I informirt waren. Bei seiner heiligen Scheu vor den Geheimnissen der geographischen Wiffenschaft hat er einen GlobuS, den er in der Gießener UniverfitätSbuchhandlung gesehen, noch in ehrwürdiger Erinnerung. Wir sind mittlerweile über die I hessische Grenze hinaus auf dem waldigen Plateau ins preußische Gebiet gelangt und haben von dort auS den Leydenhöfer I Kopf bald erreicht. Auch dieser trigonometrische Punkt bietet I durch das hohe Holzgerüst eine köstliche Fernsicht. Nach Süden zu schauen wir die Höhenzüge deS Vogelsberges in breiter Entfaltung, auf ihm wird ja heute daS Fest des HöhencludS gefeiert. Nach Westen zu entbietet unS Gießen seinen Gruß durch die geharnischten Häupter deS Gleibergs und Vetzbergs- fie überragt als höchster Gebieter der prächtige und mächtige DünSberg. Nach Norden zu umrahmen die Marburger Höhenzüge, der Frauenberg mit den sich anschließenden Bergen einen weiten, fruchtbaren Feld- und Wiesengrund, aus dem die schmucken Ortschaften in Nippfigurengröße sich abheben. Oestlich ragt Amöneburg auS dem welligen Terrain empor. | Nachdem wir diesen prächtigen Aussichtspunkt gebührend gewürdigt haben, bleibt uns Zeit, das tragi-komische Geschick deS armen Dorfschulmeisterleins nachzuempfinden, der hier oben auf dem Thurme dadurch zu unfreiwilliger Haft festgehalten wurde, daß er den Bretterverschluß auf der Platt- form hatte viederfallen kaffen und nun mit seinen schwachen Kräften nicht im Stande war, ihn wieder emporzuheben. Da der sichere Letterabftieg versperrt war, blieb ihm endlich nichts anderes übrig, als nölens volens sich an dem Holzgerüste mit vielem Hangen und Bangen herabzulaffen. Uns aber führt eine bequeme zweistündige NachmittagSwanderung I über Ilschhausen und den Fortbacher GutShof dem heutigen Ziele unserer Fußtour, dem Staufenberge, zu, wo unS genügend Zeit verbleibt, um nach der prächtigen Wanderung uns bestens auSzuruhen und um von dort auS bequem in Lollar den Zug zu erreichen, der uns um 8V< Uhr nach Gießen zurückbefördert. Diese prächtige, nicht sehr anstrengende TageStour sei hiermit bestens empfohlen, fie bietet alles, was man in dieser Hinficht begehrt, schöne Höhenwanderung durch prächtige Wälder, abwechselungsreiche Fernfichten und willkommene Ruhepuvkte. Zum Schluffe machen wir zu allgemeiner Kenntnißnahme unserer SectionSmirglieder darauf I aufmerksam, daß beschlossen wurde, am nächsten Donnerstage eine Gleibergfitzung abzuhalten. Hoffentlich wird eine zahlreiche Betbeiligung stattfinden. Unfall. Beim Abbruch deS alten MaschinenhaaseS an der Mam-Weser-Bahn fiel heute Morgen einem Arbeiter auS beträchtlicher Höhe ein Stück Holz auf den Kopf. Derselbe mußte in Folge der erlittenen Verletzung in die Klinik gebracht werden. , v _ ♦* Piston Solistin. Ende dieses Monats wird fich in „SteinS Garten" die Piston-Solistin Sophie Brandon hören lassen. ♦♦ Generalarzt >. 5. Wl. s................ Alsfeld sowie Darmstädter Vereine mit der Beschickung Vieles zu wünschen übrig Uetz. D l Y , be« allgemeinen beulten Gcn°ssenschast«tage« zu 3Sie«baben wirb bereit« am nächsten Montag auf Abbruch (22. bis 24. August 1896) betraut. — DaS Präsidium steigert. _ ö B.‘ wurde einhellig wiedergewählt. Als Orr des nächsten Der- bandölageS wurde Groß-Gerau bestimmt. — Die Zahl der deutschen Genoffenschasten ist bereit- auf 11,141 gestiegen. * ^rüttberger- s HM MrL ttfTf’on ®tSe5Äfttbt 3 ftje ' 1 Ufr,*: Itittgi Lsf« Uöb d°tzdttK?'°t der ttfigen J^ne titt‘ ** L'L LLr ** hl«,, ?""I, dnbmdw m?6*"® Sh». [*»« w*, lt * dir s4lnl, ®b 2 ®i|M8»mint. «"ft io» (Mn, Äe''«*»«>• ?'* 8* M eine lf* sNttaita, ' ®”“« >>!i Btottt 9«tbe sprach btt Herr :,S« hoherodskops. J Sturmgebraus recht W «« Ml NtthM »«iln Mi nä^re Um, aus vielen anderen ent« »chbarlande waren frohe oben ein Stelldichein zn "bach, der Vorsitzende Festgeoossen und dankte 8 ^hle und stürmische vA«t höhen zn besuchen, r drsoudne Bedeutung ubhaus'.S, bestehend in ^zimmern, seiner Beer Redner dankte hierbei aubwetker, als auch in chte namentlich auch der : deren thatkrästige Mit- : zu leisten nicht möglich er Redner an die ruhm- feine Ansprache in einem Im II. und den hohen ^>oh. Ernst Ludwig auS- ung kräftig eiuftirnmte. ch ein Deutschamerikaner, leu Ausdruck und freute i die alte heimathlieöe eulMnv । uvd st in achter deutscher Ge- Tein hoch galt oflw DteanS. HerrDr.Nebel Tort und verlas einen bergs. Dos hierauf aus och jugendsrifchen Dichter Wiederhall. aufregende Scene ,, hiesige Familie zu er« n kannte nach M , daS M°schu»° »W schon vorher, in Abw fen er dem Feuer befindlich« >et dicht vor dem Hend- der Zugöffauag desselben tu inbM ta tt» rnobuit jl«* '1 Bll ®|W 1 «W1 nKmihiltl 6«s f'TJÄw* , °°d u«b °m itldd ™ L r>» t gdW I“’ ’ .(„«fflentinbi neuen /und nament' vaugclh^ ^rerwohnE tttÄ ®eboöb '***/&% »« “73,068 w»® gn, !f*eev„ mit galt"' Ml*".”« 6* Jtt «°° " gruppe gestellter Antrag, 750 Mk. pro Hotte von der Re gierung zu fordern, wurde zu Gunsten deS Eventualantrags zurückgezogen. Wie es allgemein heißt, werde eine Ber- ftcivdiguug auf der BafiS von 741 Mk. erzielt. △ Mainz. 5. Juli. Auf das von der Verwaltung der LudwrgSbahn für die Erbauung einer Etfenbahnbrücke über dm Rhein bet WormS erlassene Preisausschreiben find im Ganzen sechs Entwürfe eiugelaufen und zwar mit fol gknden Kenuworten: „Etfenbahnbrücke WormS", „Rheinpfalz", .Bogen", „Eisenbahn", „Parabel" und „Semper eidem". Von den Preisrichtern wurde, wie schon telegraphisch mit- gerheilt, der erste Preis mit Mk. 10,000 dem Entwurf „Etsevbahubrücke WormS" zuerkannt, als deffen Verfasier die Actiengesellschaft für Eisenindustrie und Brückenbau vor- malS I. C. Harkort in Duisburg, Profeffor Frentzen in Sachen und Bauunternehmer B. Schneider in Berlin ermittelt wurde. Der Entwurf stellt eine Bogenbrücke mit hoch ausgebauten Brückenköpfen, 2 Wafferpfetlern und auf der rechten Rheinseite mit 8 Landpfetlern dar. Auf der Wormser Sette mündet dte Brücke tn einer Rampe mit breitem Durchlaß aus. Die Landpfetler sind unterbogt und die Waffer- pfetler überbogt. Die Fahrbahn liegt in der Mitte, neben welcher rechts und links Fußwege herlaufen. Den zweiten Pcets mit 6000 Mk. erhielt der Entwurf „Rhetnpfalz", der von der Mafchinenbau-Actiengesellfchaft Nürnberg, Filiale Gustavsburg, den Bauunternehmern Grün u. Bilfinger in Mannheim und Baurath Hoffmann in WormS eingegeben wurde. Derselbe zeigt ebenfalls eine Bogenbrücke (Bichel- system) mit drei Wafferpfetlern, wovon der eine als Thurm mit einem bogenartigen Durchlaß dargestellt ist. Zwei weitere Preise mit je 3000 Mk. enthielten die Entwürfe „Bogen" und „Eisenbahn", wovon der erstere von der Maschinen- sabrik Eßlingen, Architect Otto Rieth in Berlin und der Firma E. A. Menzel Elberfeld und Ludwigshafen und der zweite von der Maschinenbau Actiengesellschaft Nürnberg. Filiale GustavSburg und Konrad Walther, Profeffor der Kunstgewerbeschule in Nürnberg eingereicht ist. Nicht prä> mitrt wurden die Entwürfe „Parabel" und „Semper eidem" und blieben daher auch ihre Berfaffer unermittelt. Weisena«, 2. Juli. Einem hiesigen Landmann wurden schon oft Johannisbeeren von unbekannter Hand abgepflückt und sogar einige Pflanzen auSgeriffen. Nun fand der Bestohlene auf dem Feldstück einen Bleistift, der ihn auf die Spur der Urbelthäter führen sollte. Der Landmann übergab nämlich den Bleistift einem Lehrer und erzählte ihm das vorgefallene. Als nun gestern Morgen der Lehrer tn den Mafien Nachfrage hielt, wem dieser Bleistift gehöre, meldete flch ein Schüler und stellte es sich heraus, daß er der Thäter war. * Marburg, 6. Juli. Im Dorfe Stelen bei Trendelburg wurden durch ein Schadenfeuer sechs Wohnhäuser mit Nebengebäuden etngeäschert. ♦ Berlin, 3. Juli. Profeffor LangerhanS, deffen Sohn s. Z. unmittelbar nach einer Einspritzung mit Diphtherieserum gestorben ist, erhebt in der „Berliner kliutschen Wochenschrift" gegen das Gutachten der Gerichts- iirzte Einspruch, wonach der Tod deS SohneS durch Er stickung infolge Aspiration des erbrochenen Mageninhalts in die Luftwege erfolgt sei. LangerhanS führt aus, nachdem skstgestellt sei, daß vaS angewandte Serum normal gewesen, sei der Tod deS Knaben durch Anwendung des normalen Lehring'schen Serums Herbetgesührt worden. * Osterode (Ostpreußen), 6. Juli. Auf der Strecke Elbing-MiSwalde wurde auf tbem Ueberwege ein mit zwei Personen besetztes Fuhrwerk durch den Zug über» fahren. Eine Person wurde getödtet, die andere verletzt. * Reifie, 3. Juli. Lieutenant Kaemmler von der 3. Compagnie deS htefigen 23. Infanterieregiments hat in V.t letzten Nacht Selbstmord durch Erschießen begangen. Die Gründe find unbekannt. • Kattowitz. 3. Juli. In der polnischen Gouvernements- stadt Pettckau sollte ein Paar getraut werden. Als der Bräutigam die versprochene Mttgist nicht erhielt, verließ er vor der Kirche seine Braut. Die Angehörigen der Braut bemächtigten sich deS Flüchtigen und brachten ihn mit seinem Bruder gewaltsam nach dem Hause der Schwiegereltern, wo der junge Mann geprügelt wurde- sein Bruder ist lebensgefährlich verletzt. * Hamburg. 3 Juli. Gestern Abend erschoß der 35 jährige Wurstoerkäufer Tuschke seine 22 jährige Geliebte Emilie Harst in Altona, weil fie sein Ltebeswerben abwteS. Tuschke, der von seiner Frau geschieden lebte, ist entflohen. * Hamburg. 6. Juli. Kurz fiach 10 Uhr Bormittags kürzte dasGerüst eines vierstöckigen Neubaues im Vorort Rotherbaum ein. Zwei Personen wurden getödtet, drei leicht, drei schwer verletzt. » Ein hoher Primiziant. Dr. jur. Prinz Max von Sachsen, der bekanntlich vor nicht langer Zeit nach Beendigung seiner theologischen Studien im Kloster Eichstätt tn Bayern zum katholischen Priester geweiht wurde, wird am 1. August zum ersten Male die heilige Meffe lesen. Prinz Max wird diese Handlung in der katholischen Hofktrche in Dresden vornehmen und zwar in Gegenwart des sächsischen KönigspaareS, sowie sämmtlicher Mitglieder des kgl. Hauses. ♦ Mülhausen i. «., 6. Juli. Der „Neuen Mülh. Ztg." zufolge ist der bekannte Geigenkünstler und Director der Mülhausener Philharmonischen Gesellschaft Adolf Stiehle heute früh 71/2 Uhr den Folgen eines Schlaganfalles erlegen. * Die goldene Tugendrofe. Der Papst hat in diesem Jahre die goldene Tugendrose der Fürstin von Bulgarien bestimmt für den Beweis, den fie von ihrem festgewurzelten katholischen Glauben gab, als fie fich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln widersetzte, daß ihr Sohn Boris zum griechtsch-chtsmatischen Glauben Übertrat. ♦ DaS schwimmende Czareufchloß. Die neue Yacht deS russischen Kaisers „Standart", die demnächst aus Kopen- Hagen in Petersburg eintreffen wird, stellt, wie aus PeterS- bürg berichtet wird, mit der Pracht ihrer Einrichtung ein ganzes schwimmendes Schloß vor. DaS Schiff verbindet mit einer seltenen Seetüchtigkeit die Bequemlichkeiten der luxuriösesten Palasteinrichtung. Der große Speisesalon auf dem obersten Deck ist auf 60 Personen berechnet, der Raum ist mit theueren Gobelins und prächtigem Preßleder tapezirt und mit wunderschönen Holzmosaiken verziert. Die Wandgemälde stellen auf goldenem Grunde rusfische Typen in Nationaltrachten dar. Die Möbel und die ganze Einrichtung find gleichfalls im russischen Styl ausgeführt. Vom Speise- saal aus führen zu beiden Seiten der Glasdecken des Mafchinenraumes gedeckte Gänge zum Vorderdeck. Die Wände dieser Gänge find mit künstlerischer Malerei und geschliffenen Spiegeln verziert. Durch die geschliffenen Scheiben der Decke gewinnt man einen Blick in den Maschtnenraum mit seinen blitzblanken riefigeu Maschinen, die tief im unteren Raume arbeiten. Diese Maschinen find nach dem Urtheil der Fachleute ein seltenes Kunstwerk der Mechanik- die Fahrgeschwindigkeit, die fich mit ihnen erzielen läßt, betragt zwanzig Knoten in der Stunde. Auf dem obersten Deck be- findet sich ferner eine wunderbar auSgestattete kleine Schiffs^ kirche, ein sehr großer EmpfaugSsaal und ein kleine- Speisezimmer für 20 Personen. Von hier au6 führt ein breiter Gang, zu deffen Seiten die Wohnräume und die inneren Gemächer der kaiserlichen Familie liegen. Wunderhübsch ist die Küche auf der Yacht auSgeftattet. Die Wände find mit Porzellan bedeckt, alle Tische, Schränke und die Übrige Ein- richtung find aus Rothholz- den Boden deckt italienischer Stein- mosaik. Der Ofenherd ist ein wunderhübsches Spielzeug aus Porzellan und Nickel, jedoch von ungeheueren Dlmenfionen. Auf dem obersten Deck befinden fich noch die Cajüten für die hochgestellten Persönlichkeiten deS MarinereffottS und des kaiserlichen Hofes. Das zweite und dritte Deck enthalten die bequemen und luftigen Räume der Schiffsmann- schast. Die Yacht wird mit electrischem Licht beleuchtet, daS von 1100 Lampen gespendet wird. * Die deutsche Aepfelweinerzeuguug ist in einem noch immerfort in rascher Zunahme befindlichen Aufschwünge begriffen. Da daS einheimische Rohmaterial nicht zur Deckung des Bedarfs auSreicht, so werden jahraus jahrein erhebliche Mengen von Aepfeln aus Frankreich und Oesterreich (Steiermark) eingeführt. Deutscher Aepfelwein gewinnt nicht nur innerhalb deS Reiches ein stetig fich erweiterndes Absatzgebiet, sondern geht tn beträchtlichen Mengen auch inS Ausland. Als hauptsächlichste Abnehmer des deutschen AepfelweiuS find die türkischen Hafenstädte, sowie Athen, Damaskus, Aden, Kalkutta, Sidney, Kapcolonie, New-York, Baltimore, San Francisco, Buenos AyreS und selbst Peking zu nennen. • Todt gerollt auS Uuvorfichtigkeit hat eine Frau in Zerbst ihr einziges etwa V/j Jahre altes Kind. Die Frau war an einer Drehrolle beschäftigt und das Kind war während deS Aufwickelns zwischen Wand und Rolle getreten, ohne daß die Mutter dies bemerkt hatte. Da beginnt fie die Rolle in Bewegung zu setzen, und als dieselbe anscheinend etwas schwer geht, zieht sie fest an und zerquetscht ihr Kind, daß eß sofort tobt war. Die bedauernSwerthe Mutter hat noch eine Anklage wegen fahrlässiger Tödtung zu erwarten. Citeratur — Preisausschreiben. Die im Verlage von I- Bensheimer in Mannheim erscheinende, vonLeop. von Sacher-Masoch begründete Fenilleto« - Zeit««« z. Z. im siebenten Jahrgang stehend, erläßt soeben ein Preisausschreiben und fordert die gelammte Schriftstellerwelt zur Betheiligung auf. ES sollen 3 Novellen auS dem modernen Leben im Umfange von höchstens 250 Druckzeilen mit Preisen bedacht werden und zwar die beste mit Mk 150, die zweitbeste mit Mk. 100 und die drittbeste mit Mk. 50. Die Arbeiten müfien in verschlossenen Couverts mit Motto versehen, bis spätestens 1. September d. Js. beim Verlage eingeliesert werden. DaS PreiSrichteramt haben übernommen Frau E. Vely und die Herren F. von Zobeltitz und R. Misch, alle in Berlin. Die näheren Bestimmungen sind auf Wunsch von der genannten Derlagshandlmrg erhältlich. Verkehr, CanS- unb Velk-rvirthsehaft. Gieße«, 7. Juli. Marktbericht. Aus dem heutige« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. JL 0,80—1,00, Hühnereier pr. St. OA, 2 St. 11-12 H, Enteneier 6 2 St 0 Gänse- eter pr. St.v0-00H, Käse pr.St.6-8H, Käsernatte pr. St. 3 4, Erbsen pr. Liter 17 4, Linsen pr. Liter 30 4, Tauben pr. Pa« X 0,60 biS 0,80, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,20, Hahnen pr.Stück X 0,60-0,90, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund x 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Psd. 70-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64-68 Schweinefleisch pr. Psd. 50 bis 66 H, Schweine- fletsch, gefallen, pr. Psd. 70 A. Kalbfleisch pr- Dsd. 50-60 Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 4 Kartoffeln pr. 100 Kilo 5(0 Mi 0,00 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 H, Zwiebeln pr. Centn« X 7,00—8,00, Milch pr. Liter 16 H, Kirschen pr. Pfund 16—18 - »ersuche vo« Professor Sortzlet-Münche« zum »ach- wei- eine- Wasserzusatzes zur Milch. Wie bekannt, befinden fich die, welche Milch zu beurteilen haben und einem halbwegs gebildeten Milchfälscher gegenüber stehen, in einer sehr mißlichen Lage, wenn die Fälschung mit Verständniß ausgesührt wird und der Milchfälfcher stch mit einem Wafferzusatz von 10 pCt. begnügt, was immerhin noch ganz rentabel ist. Solche Fälle sind sehr unangenehm und man läßt immer einige Schuldige mit durchlaufen, um nicht dem Unschuldigen wehe zu thun. Die Zusammensetzung der Milch schwankt an und für fich, auch kann man die Milch durch die Kuh hindurch wäffern und dadurch eine Milch erzeugen, die oon der künstlich gefälschten Milch nur schwer zu unterscheiden ist. ES hat nun zuerst FuchS in Pest den Vorschlag gemacht, man solle ben Wafferzusatz beweisen, indem man einen Körper in der Milch nachweist, welcher in den meisten Brunnenwäffern, nicht aber in echter Milch enthalten ist, und das ist die Salpetersäure. Diese vortreffliche Idee ist bann später von Soxhlet wieder aufgegriffen und von ihm ein Verfahren ausgearbeitet worden, welches gestattet, fast ledeS in der Natur vorkommende Waffer in der Milch nachzuweisen. Witterungsbericht vom 6. Juli. Das umfangreiche DepresstavSgebiet, welches schon fett.längerer Zeit den Norden und Osten deS Erdiheils bedeckt und mit seinem Einfluß weit in dm Continent hereinragt, scheint nunmehr langsam ostwärts abzuziehen. Auf seiner Rückseite über den britischen Inseln ist das Barometer zwar im Steigen begriffen und nach Central- Europa herein hat flch der hohe Druck noch weiter ostwärts ausgedehnt, indeffm kündigt fich im Westen der britischen Inseln abermals eine Depresfion an. Das Luftdruck-Gefälle ist von Südwestm gegen Nordosten noch immer bettächtlich und namentlich über Nordwest- und Süddeutschland befiehm ziemlich bedeutende Gradienten, sodaß die Witterung ihren böigen Character meist beibehalten Hai. Unter Föhn-Einfluß ist im südlichen Bayern und im Gebirge theilweise Aufklärung eingetreten. Die Temperaturen zeigten daselbst eine merkliche Zunahme. BoranSffchtliche OitUnmfli Zunächst noch ziemlich warme-, aber unruhiges und unbeständiges Wett«. Temperatur der Lahn und Luft nachReaumur gemeffen am 7.Juli, Mittags zwischen Hund 12U&ri Waffer 15Ve, Luft 19°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Alice-Kochschule. Der Einmacheursus beginnt Mittwoch den 8. Juli. Grünberger Merdeverficherungs- Werein. Die Besichtigung der Pferde findet Samstag den 11. Juli, Vorwittags 11 Uhr, auf der Gießener btraße (Jahrmarktplatz) dahier statt. Die Mitglieder werden auf § 21 der Statuten aufmerksam gemacht. Reubeitretende wollen ihre Pferde zu derselben Stunde vorführen. Die Mitglieder von der Rabenau werben ersucht, Ihre Pferde Mittags m 2 Uhr vorzuführen. Grünberg, den 2. Juli 1896. Der Director: 6226 Georg Keil. Dich- und Krmnmkt zu AEenöurg 1219 Montag, 13. Juli. Gr.ObklhksM Eisenbahnen Es soll die gefammte innere Einrichtung der Schmiede für die neue Werk stätte vergeben werden. Angebote sind diS zum 14. Juli d. I., Vormittags 12 Uhr, bei der unterzeichneten Dienststelle einzureichen, woselbst auch , die Lieferungsbedingungen und die Dispositionszeichnung eingesehen werden können. Gießen, den 6. Juli 1896. 6234 Der Großb. Maschinenmeister. Versteigerungen. Freitag den 17. Inti 1896, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Pfandlocale zu Gießen — Seltersweg 11 — gegen Baarzahlung versteigert werden: Spiegelschrank, Sopha, Comrnode, Verttcow, Kleiderschränke, Tische und sonst. Hausgeräthe, sowie 2 Schweine, Eichen-Stärnrne und Eichen-Bohlen. 6233 Kemmer, Pfandmeister. Donnerstag den 9. Inti l. I., Nachmtttags 2 Uhr, im „Adler* zu Gießen werden durch den Unterzeichneten öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 1 Pianino, 1 Büffet, 1 Caffaschrank, 2 Waarenfchränke, 1 Partie Glaserleisten, 1 Anzahl Bilder rc. Bersteigeruug vorauSs. beflimmt. 6268 «agel, Gerichtsvollzicher. Empfehlungen. Haben Sie Kinder lieb? dann bestellen Sie bitte eine Probenummer und abonnieren Sie auf: „Gesunde Kinder!" Zeitschrift für kindliche Gesundheitsund Krankenpflege. Redacteur: Dr. med. H. Moeaer. Alle 14 Tage eine Nummer. — Probenummer gratis. = Quartalpreis nur 75 Pfg. = einschliesslich freier Zustellung. Man abonnirt unter Einsendung von 75 Pfg. bei den Buchhändlern, oder bei der Post, oder bei den Verlegern: Breer& Thiemann, Hamm(Westf.) Ueae ljoll. Vollheringe bei Hch. Belloff, 6265 Alieestratze Nr. 2V. Früh-Kartoffeln 50 Kilo incl. Sack 4 Mar» ab Station Friedberg — Frankfurt a. M- (größere Posten entfpr. billiger) versenden gegen Nachnahme 6236 Gebr. 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Zimm-r^H-rm^Schmid^t^H-,nr^Wal^eB zur Generalprobe keine Gütig, leit. - Alles Nähere besagen di- Programme. Dag Fest-Comite. 6152) Ein braves MLdche«, welches kochen kann und alle Hausarbeit gründlich versteht, wird gege« hohe« Lohn gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl- 6056] Ein junges MLdche«, das Liebe zu Kindern hat, wird gesucht. ______Grüubeegerstratze 27, part. 6140] Ein MLdche« nach auswärts gesucht. Zu erfragen «teiustratze 11, m Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mittheilung, daß heute Morgen 9*/2 Uhr nach langem, schweren, mit großer Geduld getragenen Leiden unsere innigstgeliebte Tochter und Schwester ‘ Emma im Alter von nahezu 22 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: K. Eller, Gendarm. Reiskirchen, den 6. Juli 1896. 6230 Die Beerdigung findet Mittwoch den 8. d. M., Nachm. 2 Uhr statt. , üiltÄwW11“”11 Dl! i«nl« a“k w @-i-6 N 8,*f Pttisemaßigullg hervorz itTitnigtn Gtverbetteibev gtdfta, fianben heranM sich im Laase der Sntöid Lrbürsaih der Verhivdm tznaaSüellru tann, ist iS Vorivrtzk za nestea) bis! iaSbesoadirr im Handel lälSverschlrirruvgen vich Maare in Mengen abgeg üblichen und vom Pn Quantum nicht entspriö PreiSuntrrbieten stattfin! abgegeben, die eine b pflegen. Die Einheit fll Pfund, das früher meist wurde. Manche ®W Katt 10 Saab deren 12, untir Serfchleieruag des I blt scheinbar günstiger wa leute, deren Kunden sie ai W, brr statt eines Psi Quantum, müdhrS kein( ehrliche GrsWtmann, ' Dem soll entgegengetret erfüllt werden, der auS äußert wird. 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