Jtheken lerien. -80PL iii Scbiihtittiittil Old Uff >>, ftOÄ Ml« Ktktlitz «rtWit 1 aa Stis, in- Ludwiasvlab i-r ir wieder . ' ' 1V- '"schuh 'J2 SS^ S"1'; Ö**n£d",Al,fc 129 ^teAnzeigenl IHULE ttieh i M Tima 9528 MM tMt. WtJi' Stämme, IweTgobet- nobetetraucher e«, im, sowie RMMLM Aus allen besWm AS' Franksurt a. M- «•) MI H JÄm Wsos ib poüfrel__2. ls«M ue»1 fliessen, • Lager in fertiger t undHinder. • 3he-jlrtiiel 9 tefühmng. W Nr. 263 Samstag den 7, November 1S96 Der Okeßener Aazeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamilienblatler Werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. Vierteljähriger Abounementsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -chulstrahe Ar. 7. Fernsprecher 51. Arnts- unb Anzeigebl^tt fKv den TLveis Gieszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Kratisöeitage: Gießener Jamitienökätter. | Reichstagswahl am 5. November. Wahlresultat Freitag, den 6. November, bis Mittags 12 Uhr. 1) Kreis Gießen. * = Gemeinde E3 R 8? t— c— JO- :a Scheide«, Gemeinde 83 Z €4 «> Scheideml Gemeinde cs & 0t 83 35 ä- 10 S ■& Albach......... — — — — Ronnenroth........ — — — — Klein-Eichen....... — — — — Ullendorf an der Lahn .... 27 — 30 15 Obbornhofen....... 5 2 45 24 Mittel-Seemen...... 12 2 44 4 Ullendorf au der Lumda.... 21 22 121 30 Ober Bessingen ...... — — — — Rieder-Seemen...... — 18 21 4 Allertshausen....... — — — — Ober-Hörgern....... 5 — 69 2 Ober-Lat-........ — — — — Alten Buseck....... 3 2 — 131 Oder Hausen mit Appenborn . . . — — — — Ober-Seemen....... 13 26 65 23 Annerod......... — — — — Opp'nrod........ — — — — Ober-Schmitten...... 4 — 48 9 Bellersheim........ — — — — Quickborn........ 24 — 11 24 Steinberg........ — — — — Beltershain........ — — — — Rabertshausen mit Ringelshausen . — — — — Unter - Seibertenrod..... — — — — Berörod mit Winnerod .... 6 3 33 8 ReinhardShaiu....... — — — — volkartShaiu....... — — — — Bettenhausen....... Beuern......... 11 7 3 6 33 76 20 Reiskirchen........ Rodheim mit Hof Graß .... 8 13 _ 39 4) Kreis Büdingen. Birklar......... — — — — Rödgen......... — — — — Bellmuth......... — — — — Burkhardsfelden...... 5 4 63 10 RökhgeS......... — — — — Bergheim........ — — — — Climbach........ — — — — RüddingShausen...... — — — — Berstadt......... 3 12 79 16 Daubringen mit HeibertShausen 30 10 6 59 Ruttershausen mit Kirchberg . . 5 6 29 7 Bingenheim........ 4 — 86 1 Dorf-G ll........ 5 — 68 1 Saasen mit Bollnbach, veitSberg Bisses mit Berstädter Markwald . — — 18 8 Eberstadt mit ArnSburg .... 13 — 50 4 und Wirrberg...... — — — — Bletchenbach ....... 8 5 32 32 Ettingshausen....... 4 1 76 1 Stangenrod ........ — — — — Blofeld......... — — — — Garbenteich........ 5 3 41 51 Staufenberg mit Friedelhausen 9 1 12 18 Reichelsheimer Antheil an Bingen- Geilshausen ....... 12 13 20 5 Steinbach........ 7 11 84 20 Heimer Mark...... — — — — Gießen mit Schtffenberg .... 644 1243 88 897 S^einheim........ — — — — Bobrnhausen I....... — — — — Göbelnrod........ — _ _ — Stockhausen........ — — — — Borsdorf mit Harbwald .... — — 70 2 GroßenBuseck....... 15 64 59 54 Trais Horloff....... — — — — Dauernheim mit Dauernheimer Hof 2 1 44 — Großen Linden....... 14 5 85 88 Tra S an der Lumda..... 17 20 46 2 Schleifeld ........ — — — — Grünberg........ 81 46 7 56 Trohe......... — — — — Echzell mit Echzeller Markwald 5 17 103 19 Grüntngeu........ 8 9 38 18 Utph? . . ....... 7 5 22 10 Eckardsborn ........ — — — — Harbach......... — — — — Billingen ........ 11 — 60 2 Effolderbach........ — — — — Hattenrod........ 1 7 32 13 Watzenborn mit Steinberg . . . 8 11 127 131 Fauerbach........ — — — — Hausen......... 26 6 1 27 Weickartshain....... — — — — GetS-Ntdda........ 3 12 19 — Heuchelheim........ 25 26 20 208 WeiterSha n........ — — — — Gelnhaar (Jfeob. u. Doman.) . . — — — — Holzheim........ — 6 178 — Wieseck......... 14 37 — 270 Gettenau........ 7 — 1 — Hungen......... Inheiden........ «esselbach........ Klein-Linden....... 32 6 36 25 25 13 7 2) Kreis Alsfeld. Heuchelheim........ Hirzenhain........ 56 — 20 8 5 7 31 _ Atzenhain........ — — — — Kohden......... 11 6 2 13 25 9 33 68 BernSseld........ — — — — Letdhecken........ — — — — Langd ......... Lang-GöuS........ Langsdorf........ 29 1 98 208 1 Ermenrod........ Flensungen........ — — — — Ltßberg ......... Michelnau........ — — — — 14 29 28 26 15 46 1 JlSdorf ......... Lehuhetm........ 36 — — — Ntdda......... Ober-Wtddersheim...... 51 9 48 42 22 40 6 Leihgestern........ Lich mit Hof Albach, Colohausen und Mühlsachsen..... Lindenstruth....... Lollar ......... 6 45 3 48 95 30 78 126 Merlau mit Kirschgarten.... Nieder-Ohmeu....... Ober-Ohmen....... 31 20 6 160 1 Oltenberg........ Ranstadt......... Schwickartshausen...... 37 12 14 31 Ruppertenrod....... — — — —— Selters mit ConradSdorf . . . 22 2 6 18 81 12 34 98 Wetlsaasen........ — — — — Unter-Schmitten...... 4 — 43 9 Londorf ......... Lumda......... 28 25 1 14 Z'ilbach......... — — — — Unter-Widdersheim mit Grund- 15 1 16 8 3) Kreis Schotten. Schwalheim....... — — — — Mainzlar 11 2 58, 8 EtchelSdorf........ — — —. — Usenborn ........ — — — — Münster ........ — — — — Gedern......... 34 40 40 41 Wallernhausen....... — — — — Muschenheim mit Hof-Güll . . . Nieder Bessingen...... — _— _ — Glashütten........ Groß-Eichen....... — — — — Wtppenbach........ — — — — — — — — — — — — 1761 1978 3150 3003 Neueste NuehrHchtess»' Wolff» telegravbffche» Lorretvondenr-BurerN. Berlin, 5. November. Die Stadtverordneten beriethen heute den Antrag Ullstein und Genossen, den Magistrat zu ersuchen, bet dem Polizeipräsidium auf Prüfung, eventuell Verbesserung der Einrichtung der Kriminalpolizei und deS Nachtwachewesens zu dringen. Nach der Debatte wurde der Antrag Cassel auf motivirte Tagesordnung mit 69 gegen 39 Stimmen angenommen. München, 5. November. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" vernahmen, die Baronin Hirsch.Planegg habe heute 100.000 Mk. gespendet als Beitrag für die erste bayerische volkShetlstätte. Den Grundstein wird heute Nachmittag Prinz Ludwig bet Planegg legen. Wien, 5. November. Der von einigen Berichterstattern In Pariser Blättern verbreitete und von einigen hiesigen Organen auf diese Autorität hin unter Vorbehalt wieder- gegebene Text einer angeblichen Ansprache der Erz. Herzogin Maria Dorothea an die Ueberbringer der vrillantkrone wird von zuständiger Seile als eine Willkür liche Erfindung bezeichnet. Die Erzherzogin habe überhaupt keine formelle Ansprache gehalten, sondern habe nur im All- gemeinen ihre Freude über daS Geschenk und ihren Dank dafür ausgedrückt. Wie», 5. November. Die amtliche Statistik des Außenhandels im österreichisch ungarischen Zollgebiet für 1895 stellt den Werth der Einfuhr, exclusive Edelmetalle, ans 722,5 Millionen Gulden fest, den der Ausfuhr auf 741,8 Millionen, mithin ergibt sich ein Aktivsaldo von 19,3 Millionen Gulden. Der Ueberschuß der Ausfuhr in 1895 gestaltete sich thatsächlich um 4,3 Millionen höher, als vorläufig berechnet worden war. Die Einfuhr an Edel, metall tu 1895 betrug 53,8, die Ausfuhr 25,2 Millionen Gulden. Triest, 5. November. Der österreichische Llohd-Dampfec „Electra" stieß infolge heftigen WtndeS auf der Levante» Eillinie mit dem vor Anker liegenden englischen Dampfer „Lydia" zusammen und erhielt ein Leck. Um den Unter gang deS Schiffes zu verhüten, ließ der Capitän dasselbe auf eine Sandbank auffahreu. Es ist kein Menschenleben zu beklagen- die Post und ein Theil der Maaren konnten geborgen werden. Marseille, 5. November. Infolge der endgiltigen Weige tung der öffentlichen Lassen, ausländisches Kupfer» geld anzunehmen, kam es gestern Abend zu ernsten Ruhe« ftörungen. viertausend Gewerbetreibende hielten eine Versammlung ab, in welcher die Regierung für die auS diesem Verbote entstandenen Unzuträgltchkeiteu verantwortlich ge» macht wurde. Die Volksmenge zog sodann vor den Wechsel« Laden, wo ausländisches Kupfergeld nur mit bedeutendem Abzug angenommen wird und richtete Verwüstungen in demselben an. Petersburg, 5. November. Die russische Telegraphenagentur meldet: Botschafter Nelidow trifft in Kurzem tu Petersburg eiu. Seine Anwesenheit ist als wünschenSwerth erkannt, um die Mittheilung der nothwendigen Instructionen zu erleichtern, die darauf gerichtet find, den Gang der Ber- Handlungen zu beschleunigen, die mit anderen Großmächten über die schwebenden Fragen in Konstantinopel eingeleitet find. Stockholm, 5. November. König Oskar gab gestern auS Anlaß des UnionStageS ein großes Galadiner im hiesigen Schlosse, an welchem die Prinzen des königlichen Hauses, die schwedischen und norwegischen StaatSräthe, das am 2. d. M. in Stockholm zusammengetretene schwedisch-norwegische UnionS« Comtis, die Chefs der höheren Behörden und die sämmltchur Mitglieder des höchsten Gerichtshofes rhetluahmen. Der König trank auf dar Wohl der Union. Depeschen deS Bureau „Herold". Mainz, 5. November. Reichstags-Ersatzwahl. ES ist Stichwahl zwischen Dr. Sch midt (Ctr.) und Dr. David (Soc.) sicher. Berlin, 5. November. Ueber die finanziellen Ergebnisse der SonderanSstelluogeu auf der Berliner GewerbeauSstellung 1896 wird berichtet, daß das Unternehmen „Alt-Berlin" feinen Acttonären wird ungefähr 300 Procent Dividende zahlen können, daß aber die Gesellschafter der Ausstellung „Kairo" auf eine Dividende nicht rechnen können, aber auch keinen Verlust erleiden werden. Berlin, 5. November. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht einen Runderlaß an sämmtliche Dienststellen in Dar-es-Salaam, an die Bezirksämter usw., betreffend VerhaltungSmaß- regeln über die Beulenpest. ■ Berlin, 6. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die in verschiedenen Blättern aufgetauchteu Meldungen über beabsichtigte Erhöhungen der Beamtengehälter als unzuverlässig, da endgültige Entschließungen noch auSstehen. Berlin, 5. November. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." constatirt, ist es zutreffend, daß dem Landtage mit dem Erat eine Herabsetzung der Gütertarife der Staatsbahn in Vorschlag gebracht werden wird. Außerdem wird, wie in jedem Jahre so auch in dieser Session eine besondere Vorlage über die Erweiterung des Eisenbahnnetzes und die Vermehrung der Betriebsmittel erfolgen. Berlin, 5. November. Ueber die Verhandlungen des BundeSrathS, betreffend den Entwurf der Mtlitär- Strafproceß-Ordnung verlautet, daß bis jetzt nicht alle Bundesregierungen mit der Einsetzung des obersten MilitärgerichtShofeS einverstanden find, der in dem Entwurf vorgesehen ist. Auch sonst find dem Vernehmen nach die wesentlichen Principien der bürgerlichen Strafproceßordnung in dem Entwurf durchgeführt. Die Oeffentlichkeit deS Verfahrens ist für alle Fälle in Aussicht genommen, in denen es sich nicht um die DtSciplin handelt, um Verstöße gegen dieselben oder Ausschreitungen bei ihrer Handhabung. ES scheint indeß nicht, daß die Verhandlungen im BuudeSrath über den Entwurf schon beim Wiederbeginn der Sitzungen deS Reichstages beendet sein werden. Breslau, 5. November. Wie der „BreSl. Gen-Anz." meldet, ist nunmehr das kriegsgerichtliche Unheil gegen den Lieutenant v. Saurma und den Unteroffizier Ulrich, unter deren Aufficht der Kürassier Walter am 1. August bet Uebungen in der Militär-Schwimmanstalt verunglückte, gefällt worden. Daffelbe unterliegt noch der kaiserlichen Bestätigung, weiche in einigen Wochen zu erwarten ist. Stettin, 5. November. Der Maler Red din er, der ans der Schiffswerft Vulkan beschäftigt war, ist auf dem Nachhausewege von den beiden Brüdern Heidemann, die als arbeitsscheu bekannt find, überfallen und durch Messer- stiche getödtet worden. Hierauf raubten fie ihm seinen halben Monatölohn im Betrage von 70 Mark. Die Mörder wurden verhaftet. Der Ermordete, der seit drei Jahren verhetrathet war, hinterläßt eine Frau und zwei Kinder. Hamburg. 5. November. Im Hafen von Calao fand an Bord deS Petroleumdampfers Madelaine eine Explosion statt, wobei fünf Mann getödtet und mehrere verwundet wurden. Der Schaden am Schiff beläuft sich auf über 100000 Mark. Leipzig, 5. November. Der bisherige Director im Colontalamt, Dr. Kayser, wurde beute Vormittag 9 Uhr durch den Reichsgerichtspräsidenten Dr. v. Oehlschläger als Senatspräsident vereidigt. Hamburg. 5. November. Der „Hamb. Corr." erklärt osficiös, daß nur der Reichskanzler, der StaatSsecretär deS Auswärtigen und Graf Schuwalow um die deutsch-russischen Geheim-Berhandlungen gewußt haben. Retcheuberg i. v., 5. November. Im R esengebirge herrscht starker Schneefall. DaS ganze Gebirge ist bereits etngeschneit. Wien. 5. November. Heute Mittag fand in der Hofburg Pfarrkirche unter großem Prunk die Trauung des Herzogs von Orleans mit der Erzherzogin Maria Dorothea statt. Rom, 5. November. Alle Angaben über angebliche italienisch-russisch-französische Verhandlungen, betreffend Veränderung der afrikanischen Besitzstände, werden als tendenziös zurückgewtesen. Paris, 5. November. Der soctalisttsche Abgeordnete Coutant stellte in der heutigen Kammersitzung den Antrag, den Arbeitslosen einen Credtt von 4 Millionen Francs zu eröffnen. ES sei dieser Betrag ebenso hoch wie der für daS Zarenfest. Der Antrag wurde der Budget- commisston überwiesen. Loudon, 5. November. AuS Peking wird der „Times" gemeldet, die chtnefi'che Regierung habe Verträge unterzeichnet auf Lieferung von zwei Armstrong'schen Kreuzern und vier deutschen Torpedobooten. Sau Francisco, 5. November. Zwölf mit Getreide beladene Dampfer liegen hier zur Abfahrt nach Europa bereit. Berlin, 6. November. Der Schnellzug Dresden- Berlin stieß gestern Mittag bei der Station Wendisch- Drehna mit einem Güterzuge zusammen. Personen wurden nicht verletzt, dagegen ist der Materialschaden ziemlich erheblich. ES wurde nach der Unglücksstelle ein HtlfSzug abgelaffen, welcher die Paffagiere abholte. In dem Zuge befand sich auch der österreichische Botschafter. Posen, 6. November. Dem „Pos. Tagebl." zufolge wurde daS DiScipltnar-Verfahren gegen den DistrictS- Eommtffar Carnap schon vor der Opalenitzaer Affaire ein- geleitet. Kiel, 6. November. Der in Neu-Münster abzuhaltende freisinnige Parteitag dürfte sehr zahlreich besucht werden, da viele Vertrauensmänner sowie frühere und jetzige RcichStagöabgeordnete SchleSwig-HolsteinS ihr Erscheinen -ugesagt haben. Rom, 6. November. Der Justizminister hat die „Tribuua" wegen deren jüngsten Alarm-Nachrichten über die Lage in Afrika, wodurch die Börse stark beunruhigt wurde, verklagt. ES wurde constatirt, daß die Reute stark gefallen war, wahrend die Actien der Navigazione Generale, die im Kriegsfälle den Transport von Truppen übernimmt, eine erhebliche Steigerung erfuhren. Loudon, 6. November. DaS Auswärtige Amt erhielt ein Telegramm von dem Consul in Smyrna, wonach der von Räubern gefangen genommene Engländer War- rioll von diesen freigelaffen worden ist. CocoUs unö prwhtjkUCff Vietze«, den 6. November. * ♦ Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 4. November den Probator bet der Oderrechnungskammer Peter Feuerbach und den Finanzaspiranten Wilhelm Wolfschmtdt aus Schotten zu DistrictSeinnehmern der DistrictSeinnehmereien Lampertheim, beziehungsweise Pfeddersheim zu ernennen. • *H. Stadttheater. Es darf wohl als etwas Seltenes betrachtet werden, wenn in Gießen das Trauerspiel „Uriel Acosta" zur Aufführung kommt. Die Direction Kruse- Helm hat uns gestern damit und gleichzeitig mit einem neuen Gaste, Herrn OScar Bohnve vom Kölner Theater, überrascht. Das Stück selbst führt bei wuchtiger Expo- sition, worin sogar noch die Details markig erscheinen, die Geschichte dieses GetsteSkämpferS Uriel Acosta in überraschen- den, überwältigenden Situationen vor Augen. Gutzkow hat in richtiger Erkenntniß und ganzer Hingebung seinen Stoff in das Fahrwasser der historischen Dramatik gelenkt, in der Wirkung jedoch fällt heute manche Schwäche auf, welche bet Entstehung deS Werkes als solche nicht empfunden wurde. WaS nun die Aufführung am hiesigen Theater betrifft, so fand Herr Bohnve in der Hauptrolle Gelegenheit, seine große künstlerische Begabung unter dem lebhaften Beifall deS Hauses zu entfalten. Einem Character, wie dem des Uriel Acosta, eines solchen Helden für Geistesfreiheit, der trotz Anathema feine Ueberzeugung hochhielt, gerecht zu werden, ist eine schwere Aufgabe. Und doch verstand eS der Künstler eine mustergiltige Darstellung dieser Rolle zu schaffen: der Ausdruck der Leidenschaft, deS Zornes und Schmerzes entfaltete sich zu großartiger Wirkung. Den Mit- wirkenden hielt eS doppelt schwer, fich für den Abend zu behaupten- erstens der künstlerisch-reifen Leistung des GasteS gegenüber und zweitens dem Stück als Trauerspiel gegenüber, einer ganz ungewohnten, gerne gemiedenen Bahn. Als daS Beste dürfte wohl die Verkörperung der „Judith" durch Frl. Leno angesehen werden. Ihre Wiedergabe zeugte von dem richtigen Erfassen ihrer Rolle und der rühmlichste Vorzug ihres Spieles war daS unerschütterliche Festhalten an dem richtigen Maaß, das der Wirkung die Schönheit verleiht. Ferner war die Leistung deS Herrn Kunert als Rabbi Ben Akiba lobenSwerth- Maske und Spiel entsprachen mit aller Sorgfalt den gestellten Anforderungen. Herr Fritzschler als Arzt de Silva declamirte nicht immer im richtigen abgrenzenden Pathos, und Herr Goldbach brachte eß nicht zu einem HerauStreten des CharacterS durch die Sprache, zu einem ausdrucksvollen Handeln deS von ihm dargestellten Ben Jochai- feine Sprache erscheint immer gedämpft, leise, und wirkt dadurch abschwächend. Herr Schröder als Rabbiner de Santos befriedigte. Die übrigen Rollen wurden nach Kräften bestens durchgeführt. Wir sehen der heutigen Wiedergabe des „Conrad Bolz" in G. Freitags „Journalisten- durch Herrn Bohnve mit Interesse entgegen. * ♦ Leipziger Sänger. Der Abschiedsabend der Leipziger Quartett- und Coucert-Sänger gestaltete sich wiederum zu einem äußerst genußreichen, und schloß fich den vorherigen Darbietungen würdig an. Zeigten auch die Reihen der Zuhörer merkliche Lücken, was wohl auf die gestern Hierselbst stattgefundene Reichstags Ersatzwahl wie auf sonstige Veranstaltungen zurückzuführen sein dürfte, so ließen fich dies die Darsteller nicht verdrießen, sondern wetteiferten mit einander, um fich hierorts ein gutes Andenken zu sichern. Dieses Bemühen fand denn auch die gerechte Würdigung durch stürmischen Beifall seitens der Zuhörer, welcher sowohl den von großer Begeisterung zeugenden Liedervorträgen, wie den, die Anwesenden zeitweilig in die heiterste Stimmung versetzenden humoristischen Vorträgen gezollt wurde, was die Sänger wiederum zu Einlagen veranlaßte, die ebenfalls den wohlverdienten Beifall fanden. Die Darsteller aber können mit Stolz auf den gestrigen Abend zurückblicken und ist ihnen bei ihrer Wiederkehr stets ein herzliches W.llkommen gewiß. Das Coucert des königlich sächfischen Kammer- und kön'glich preußischen HofopernsängerS Paul Bulß findet hier am Mittwoch den 18. November im großen Saale des GesellichaftS - Vereins statt. DaS Arrangement ist der Mufikalienhandlung von Ernst C hallier übertragen worden. • • Steins Saalbau. Mitte dieses Monats wird das Mailänder Scala-Orchester dahier ein Concert veranstalten. Ueber das Ensemble wird geschrieben: „Gestern Abend concertirte im Saalbau zu Frankfurt a. M. daS Ensemble Mailänder Scala, daS aus einem Orchester von 14 Künstlern, einer Sopranistin, einem Tenor und einem Bariton besteht. DaS Ensemble brachte sämmtliche Vorträge zur besten Geltung. Unter den Solisten ist der Violinvirtuose Fusel la zu nennen, der einen rtefigen Applaus erntete. Ihm steht auf seinem Instrument, dem Piston, Herr Franchini nicht nach. Silberhell perlten die Töne der Concertpolka und glockenrein klangen die hohen Einsätze. Zu erwähnen ist roch daS fertig gespielte Streichquartett von Mendelssohn. Herr Profeffor K. Delli Ponti vom Mailänder Scala- Orchester gewann fich mit seinem auS 14 Künstlern bestehenden Ensemble schnell die Herzen deS beifalllusttgen Publikums. Sämmtliche Orchestervorträge wurden vortrefflich zu Gehör gebracht und fanden dementsprechend de» lebhaftesten Beifall." WohlthatigkeitS Coucert. Unserem kürzlich gebrachten Hinweis auf daß Coocert der Gesangvereine „Bauer'scher Gesangverein" und „Mäunergesangverein" dahier, welches am 29. dsS. M>S. in SteinS Garten stattfinden wird, füge» wir heute die Notiz hinzu, daß der Reinertrag deffelben de« beiden hiefigen Schwesternhäusern zugesührt werben soll, gewiß ein schöner und edler Zweck, der die weitgehendste Unterstützung seitens deS Publikums verdient. Wer nur einigermaßen einen Blick in die aufreibende und Verantwortung», reiche Thätigkeit dieser barmherzigen Institute gethan hat, wird gern und mit Freuden sein Scherflein dazu beitragen, daß der klingende Erfolg deS ConcerteS ein befriedigender werde * • Auszeichnung. Auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung wurde tu der Gruppe 19 dem Stenographen Verein GabelS- ber ger und der Stenographen-G esellichaft für ihre stenographische Ausstellung ein Ehrenpreis ertheilt — die einzige Auszeichnung, die auf diesem Gebiet verliehen wurde. * * LaudeSgewerbeverein. Einem Beschluß deS engeren AuSschuffeS des LandeSgewerbeveinS ent'prrchend, hat Großh. Centralstelle für die Gewerbe auf Sonntag, 8. November, eine Berathung des preußischen Gesetzentwurfs wegen Organisation deS Handwerks, sowie der von genannter Centralstelle zur Beantwortung gestellten bekannten „vier Fragen" anberaumt. Dazu find nach Darmstadt etngeladen außer den Mitgliedern des engeren AuSschuffeS 1) sämmtliche Mitglieder deS weiteren AuSschuffeS deS Landes- gewerbevereinö, welche Handwerker find, 2) je ein Handwerker aus den OrtSvereinen, welche zur Zeit durch einen Nicht-Handwerker im weiteren Ausschuß vertreten sind, 3) die Vorsitzenden der Ortsvereine der fünf größeren Städte deS Landes, soweit diese nicht schon dem engeren Ausschuß angehören, 4) eine Anzahl der Ober-JnnungSmeister und Vorsitzenden von Berufsvereinen. Alle unter 1 bis 4 Geladenen haben „berathende Stimme." * ♦ Aus der guten alte» Zeit. Ein Bescheid deS Land- grafen Ludwig IV. von Hessen (Marburg) dürfte von In- tereffe sein, den dieser Fürst, bekanntlich der zweite Sohn Philipps deS Großmüthigen, am 5. Juni 1589 an die Bäckerzunst der Stadt Grünberg erlaffen hatte. Als nämlich die Mitglieder dieser Zunft sich bei dem Landgrafen darüber beschwerten, daß ihnen beim Verkauf des BrodeS die auswärtigen Bäcker, insbesondere diejenigen der Stadt Alsfeld, schädigende Concurrenz bereiteten, ertheilte ihnen der Fürst in landesväterlicher Huld und Gnade die „Resolution", daß ihrer Beschwerde keine Folge zu geben und den auswärtigen Bäckern der Verkauf ihres BrodeS auf den Grünberger Märkten, auch auf dem SamSlagS Wochenmarkt, nach wie vor erlaubt fein solle. Dieser Bescheid enthält die Motivirung: „Daß Zünfft in Städten dem gemeinen Mann keine besckwerung, sondern vortheil bringen sollen, wie man den brfindt, daß fast alle Zünfft mehr beschwerlich, als nützlich seien." ReiSkircheu, 5. November. Bei der heutigen Reichs- tagSwähl entfielen auf Meinert 8, Stengel 13, Köhler 0, Scheid manu 39 Stimmen. Wahlbethetltgung war schwach. 0 Hattenrod, 5. November. Bei der Reichstag»- Wahl erhielten Meinert 1, Stengel 7, Köhler 32, Scheidemann 13 Stimmen. 4 - Nidda, 5. November. Bei der heutigen Reichs- tagßersatzwahl haben von den 466 Wahlberechtigten nur 186 abgestimmt. ES kamen auf die nachbenannten Candidaten folgende Stimmen: GutSpächter Meinert (ntl.) 51, Prof. Dr. Stengel (frf. BlkSp.) 48, PH. Köhler (Sntis.) 42 und Redacteur Scheidemann (Soc.) 40, während 5 Stimmzettel für ungültig erklärt wurden. — Die gestern Abend im Saale „Zum GambrinuS" ftattgefundene Wählerversammlung der antisemitischen Partei war stark besucht. AlS Redner waren hierbei ReichtagSabgeordneter Zimmermann auS Dresden und Candtdat Köhler von LangSdorf aufgetreten. Lauterbach, 3. November. Die gestern Abend in der Angelegenheit der Errichtung einer höheren Schule am hiesigen Platze im Gasthaus „Zum Anker" hier einberufene Versammlung war gut besucht. ES gab sich ein regeS Jntereffe für die Sache kund und die Bebürfnißfrage wurde lebhaft betont. Gleichzeitig wurde aber auch in der anerkennendsten Weise auf die seitherige erfolgreiche Thätigkeit deS Leiters deS hiesigen PrivatinftitutS, des Herrn Ober- pfarrrrs Kull mann, hingewiefen, dem zu Ehren fich die Versammlung von ihren Sitzen erhob. Bestimmte Beschlüsse wurden noch nicht gesaßt, sondern vorläufig eine Commlssioa gewählt, der die weiter in dieser Angelegenheit zu unternehmenden Schritte überlaffen wurden. Drmst. Zig. -b- Aus dem Oberwalde, 5. November. Das Streulaub wird bei uns gesucht und erzielt hohe Preise. Die Leute werden daS Stroh zum Füttern heranziehen, weil daS Grummet verdarb, darum sieht man fich nach anderen Streu- stoffen um. ES verlautet, eine Waldbahn solle nach dem nächsten großen Bahnhofe gebaut werden, um unsere Forst- producte dem großen Weltverkehre zugänglich zu machen. Der Vogelsberg ist unerschöpflich an Holz und Steinen, er würde Außerordentliches in dieser Beziehung leisten. Die buchenen Treppentritte auS Vogelsberger Hölzern fangen au, einen weitverbreiteten Ruf zu erlangen. Darmstadt, 5. November. In der Nähe von Eberstadt wurde gestern die schreckl'ch zugerichtete Leiche eines auS diesem Orte gebürtigen Mädchens im Walde aufgefunden. Der Leib war ausgeschnitten und der Körper auch in anderer Weise verstümmelt DaS Kind wurde seit ca. 10 Tagen vermißt. Seine Stiefmutter soll angeben, fie habe geglaubt, eS habe fich zu Verwandten nach dem benachbarten Pfungstadt begeben. Hoffentlich gelingt eS, diesen schrecklichen Mord aufzuk ären. Kleia-Krotzeuburg, 5. November. Dem Landwirth Ferdinand Fuchs aus unsrer Nachbargemeinde Kahl wurde während verwichener Nacht aus seinen Stallungen eine werth- volle trächtige Kuh entwendet und wurde dieselbe in Keffelstadt wieder entdeckt. Ein dortiger B-wohner hatte daS Stück Vieh, welches einen Werth von 250 Mk. reprä- ■ Sfi* Wer *, Unt«t' »’.'s* *«Ä** "ptl" C J" i’t| “‘Kfe S* i. '£ ‘"■ss«s :$?•* tDten h.f” yntont« u”n ’rtauntn Ä*9’hl 5‘ 4"fr’ i) uw. ‘ * »-« Sonbti. H 2) ]t ein ^wbi mm8? b”"* '* ’WUÜ betreten find, !r fliöfeeren Siädit e”fl«to Aueschni ^Jonungsweist.-r und ue unter 1 bis 4 @c, n Bescheid des Land, bürg) dürfir von ntiich btt zweite Sch ’• Juni 1589 an die lchn hatte. Als na^ h bei dem ßanbgrajen >m Berkaus bei Brodet ■i diejenigen bet Stadl reiteten, ertheilte IHv« b und Gnade die e9lt int Folge zu geben und rs ihre- BrodeS auf btn SamSlag-Wocheumaikt, Dieser Bescheid enihäi! Städten dem gemeinen votthül bringen sollen, Zünfft mehr beschlverliit, i btt Stengel 13, Köhler 0, Heiligung max 5t\ ta ^xichrrugr. 1, Wtt 32, Schelde. bet heutigen Reich»' a 466 Wahlbertchtigt« auf die nachbenannten »pachtet Meiner! (nll.) bl, Zh. Köhler (Sntis ) 42 während 5 StimmM« le gestern Abend lm SM Wählerversammlung dei lat! besucht. Al- ft* et Zimmermann M an Lang-dorf - «-s>"° % y, bäheren Schute ° Ui* h>.' ** ''*ÄÄ" voxMS, u nnttt' > ««rS* » l«i" f“Äi« 8«"' tverdeo,.u“* n S»-ü* •Ä*S Jflt e0/ »,,!l del' ®tmbt ßaflLpenf' Itfe«1®' „or» * |ii« ; 250 * 6 Uhr: Kmderkirche. Pfarrer Schlosser. Nachmittags 5 Uhr: siehe Johanneskirche. Donnerstag den 12 November, Abends 8 Uhr: BibeiMunde im Confirmandensaal (Neustadt 61). Jac 5,1—6. Pfarrer Schlosser. 3» der Aohaaaebttrch«. Vormittags 9*/s Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johann eS- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Montag, den 9. November, Abends 8 Uhr: Bibelst««de im Confirmandensaal der Jobanneskrrche. Matth b (Seligpreisungen. Fortsetzung). Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. (Nachdruck ohne Genehmigung untersagt.) SamStag den 7. November. Nachmittags um b Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit (ui hl. Beichte Sonntag den 8. November. 24. Sonntag nach Pfingsten, vormittags von 6'/> Uhr an Gelegenheit zur hl. Brich»; , um 6V« Uhr erste hl. Messe; „ um 7Vi Uhr AuStbeilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweit,- hl- Messe; Vormittags um 9V, Ubr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um M/> Uhr Christenlehre; daraus Andacht für die Abgestorbenen. ।----------------Zurückgesetzte Stoffe für Weihnachtsgeschenke--------------- 7 Mtr. Noppen-Booker zum Kleid für Mk. 1,60 Pfg. 7 „ Waechstoff waschecht „ „ „ „ 154 „ 7 „ Levantine „ „ ,» „ 2,80 „ 6 „ Damentuch solid. Qual. „ „ „ „ 3,30 „ 6 „ Veloutine „ „ „ „ „ 3 90 „ Gelegenheit^kaufe in Woll- und Waschstoffexi zu reduzirten Preisen versenden in einzelnen Metern, Roben, sowie ganze Stücken franco ins Hans. — Muster auf Verlangen umgehend. OETTINGER & Co., Frankfurt a. M. 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Auf den Markt dürfen nur Thiere aus unverseuchten Orten des Großherzogthums Hessen, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens sieben Tage in unverseuchten hessischen Orten in seuchenfreiem Zustande zugebracht haben, aufgetrieben werden. 3. Außer der Controls der Ursprungszeugnisse hat selbstverständlich auch die thierärztliche Besichtigung der Thiere vor dem Auftriebe zck erfolgen. Gießen, den 31. October 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G nauth. 9769 Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Gartenftraße S. Vom 2. -bis 4. November: Angebot per Arbeitnehmer. 1 SBerffübrcr coent auch als Lagerist oder Büre au Gehilfe. 8 Taglöhner. 1 Krllner. 9836 Nachfrage der Arbeitgeber. 2 Dienstmädchen auf fofort. t guter Pfirdtknecht auf sofort, 1 nach 1 Dienstmädchen für landwirth- f aus- ich -fit Slrbetten jum z7. SDecbr. ) märte. 1 Schlossergkselle auf fofort. GekaanrMaGAag. Der Voranschlag der Gemeinde Ober-Hörgern für 1897/98 liegt vom 9. November d. I. an acht Tage lang zur Einsicht 'der Betheiligten auf dem Bürgermeisterei-Büreau dahier offen. Ober-Hörgern, den 5. November 1896. Grobherzogliche Bürgermeisterei Ober-Hörgern. Alles. 9858 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Eberstadt sür 1897/98 Siegt vom 7. November d. I. an acht Tage lang auf hiesiger Bürger- meisteret zur Einsicht der Betheiligten offen. Eberstadt, am 4. November 1896. Grobherzogliche Bürgermeisterei Eberstadt. Görlach. 9861 | Behördliche Anzeigen | Chausfirarbeit. Die Befestigung der Fahrbahn der Landmannstraste mittelst Chaus- sirung aus Basalt, rd. 530 qm, einschließlich Lieferung der Materialien, soll Dienstag den 10. Nov. d. I., Vormittags 11 Uhr, öffentlich verdungen werden. Die Bedingungen liegen während bet Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Formulare, nach welchen die Angebote einzureichen, find auf Zimmer Nr. 7 erhältlich. Zuschlagöfrist 14 Tage. Gießen, den 3. November 1896. Das Stadtbauamt. Schm andt. 9793 Versteigerungen. Samslag den 19 Dicember, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem btksigen Ortsg richi die den Wilhelm Steinbach Eheleuten in Gießen gehörige Hofratthe: Flur 27 Nr. 19087/ioo — 557 qm am kleinen Steinweg rechts öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 6. November 1896. Großh. Ortsgericht Gießen. ____________I. A.: Bogt. 9370 Ssmstsg den 21. November, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen OrtSgericht die dem IshanneS SchLfer in Gießen gehörige Hofratthe: Flur 1 Nr. 1079 — 56 qm bei der Kirche öffentlich meistbietend versteiaert werden- Gießen, den 30. October 1896. Großh. OrtSgericht Gießen. I. A-: Vogt. 9642 Wasserdiente Loden, Havelocks, Winter-Pelerine-Mäntel, Schlafröcke, Jagd und Hausjoppen empfiehlt in grober Auswahl 8521 H. Rübsamen. Alle diese Kleidungsstücke lasse ich nach nach Maaß unfertigen und stehen Stoffmuster stets tur Verfügung. 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