MttUn Ihre Arrange- DirvstagS khiere auf Bitfrein aufgetrieben weroen. Thiere von Händlern werden nur zugelaffeu, wenn ne ISO« Freitag den 7. August 1 Men bet Amts- und Anzeigeblntt für den Tkreis Gieren Hralisöeitage: Hießener Kamitienökätter. Kocher 'il>AW °-R.P. 863 7. Bötticherarbeiten. AuS kleinen Anfängen heraus hat sich diese Industrie « einer Machtstellung emporgeschwungen, welche eS ihr ermöglicht, auf dem Weltmärkte ein gewichtige« Wort mit- «sprechen. Die Möbelindustrie ist e«, welche tu dieser Sreappe unsere Hauptaufmerksamkeit in Anspruch nimmt- au Bautischlerei, Bildhauerarbeiteu und Möbelbeschläge, Tapezier- und Decorateur-Arbeiten, DrechSlerarbetteu, Korbmacherarbeiten, Wolff« telegraphische« Eorrefpondent-Bure«. Berlin, 5. August. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Handelsmiuister B r e f e l d ist zum BundeSrathsbevollmachtigten Wesel, 5. August. Auf Befehl deS Königs der Belgier begaben sich der Gouverneur von Lüttich, Pety de Thozee, und der Commandant deS Divisionsbezirks Lüttich, General Van Alderverelt, hierher, um den Deutschen Kaiser bet seiner Ankunft am 7. d. MtS. im Auftrage deS Könige zu ^^Mauuheim, 5. Äugust. In der heutigen Sitzung des 19. Deutschen Fleisch er-BerbandStageS wurde der Vierteljähriger ASo»»e«entsPrei« » 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Bedaction, lkxpcditts» und Druckerei: Fernsprecher 5L wie WL F°b« N> » . Rar ächt 0* Erstes Blatt. 2. 3. 4. 5. 6. ßttreffend die Zulaffung von Loosen auswärtiger Lotterien zum Vertrieb im Grohherzogthum. DaS Großh. Ministerium des Innern und der Justiz irt dem Viehmarkt-Comits zu Marburg die Erlaubntß ertbellt, die Loose einer in Verbindung mit dem am Id. Sep- t(igbtT d. I. zu Marburg stattfiudenden Herbstmarkte zu tznaustaltenden Verloosung von Pferden, Fohlen und land- »irthschaftlichen Gegenständen innerhalb der Provinz Ober- »tfieD zu vertreiben. Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Werlo osungSplan dürfen 15 000 Loose ä 1 Mk. auSgegeben ,nd müssen 9800 Mk. zum Ankauf von Gewtnnsten verwendet »erden. «Gießen, den 5. August 1896. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. v. Gagern. ist eine WSS bü-l, ^e^rde; 2 Mark | ffl wd PosttnsU'ten- “ibtheüM. mindestens 7 Tage in unoerseuchten Orten der Provinz Oberhessen in seuchefreiem Zustande zugebracht haben. III. Personen, welche mit Vieh nicht gewerbsmäßig handeln, welche aber Vieh auf den Markt bringen, müssen mit einem UrsprungSzeugnisie versehen sein, welches auf den Namen deS Besitzers lautet und in Händen des Führers der Thiere sein muß. Jedes UrspruugSzeugniß hat zu enthalten : Ort und Datum der Ausstellung, Namen des Besitzers, die Zahl der mitzuführenden Thiere nebst Signalement derselben (Geschlecht, Alter, Farbe und Abzeichen) und die Angabe, daß die bezeichneten Thiere länger als 7 Tage in seucheu- freiem Gehöfte und Ort gestanden haben. Die Scheine sind 3 Tage gtlttg. Diese UrsprungSzeugnisie werden beim Austrieb revtdtrt und sind deshalb, um Störungen und Verkehrstockungeu zu verhüten, bereit zu halten. ® Bei jedem Besitzwechsel ist daS Ursprungszeugniß mit zu überliefern und hat eine Ueberschreibuag auf den neuen Besitzer, resp. wenn mehrere Thiere auf dem Ursprungszeugniß verzeichnet find, die Ausstellung einer neuen Bescheinigung auf Grund des vorgelegten UrsprungSzeugnisies zu erfolgen^^ vorstehend unter III. angegebenen Bestimmungen gelten auch für Händler mit Schweinen. V, Viehhändler aus Kreisen der Provinz Oberheffen, welche Thiere zu dem Markt bringen oder bringen lasten, müsten nach § 8 des Ausschreibens Großh. Ministeriums deS Innern und der Justiz vom 10. Juli 1895 mit einem von dem zuständigen beamteten Thierarzt ausgestellten Zeugniß versehen sein, worin bescheinigt wird, daß die Thiere wie der Bestand, aus welchem fie stammen, frei von seuchenverdachtigen Erscheinungen befunden wurden und daß die Thiere langer als 7 Tage in seuchenfreiem Ort und Gehöfte gestanden habens Ausstellung eines neuen Scheines kann nur auf Grund eines vorgelegten vorschriftsmäßigen ZeugnisteS erfolgen.^ aufzutreibenden Ziegen und Schafe Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehm» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. H n •*3 , C1» I =ii Z." .3E| Der tWfctwet Anzeiger rrjcheint täglich, M Ausnahme deS Montag». Dir Gießener JimitienvtLtter Mdm dem Anzeiger »tchrntlich dreimal beigelegt. Feuilleton. Berliner Ausstellungsdriefe. (Von unserem Corrcsvondmten.) (Nachdruck verboten.) Unsere Holz-Industrie. Stvlvoll — schneidig — pyramidal! hörte ich einen iuoaen Stutzer auSrufeu, als er unsere Möbelausstellung i'ftchttate, und in Wahrheit, der Mann hat Recht —- styl- jOg _ schneidig — pyramidal! — Speciell mit der Möbel- «Stellung hat Berlin die Prüfung auf seine Leistung«- fLhiakeit glänzend bestanden und die Möbel-Industrie und jkaasttischleret haben bewiesen, daß fie auf der Höhe der Btit strhen! Vor Allem gewinnt man aber auch über die berliner Holz-Industrie schon deßwegen ein richtiges und tberfichtliches Bild, weil fich zu dieser Ausstellung wirklich lie ersten und bedeutendsten Firmen dieses Industriezweige« ureinigt haben, um zu beweisen, zu welcher Blüthe diese brunche herangereist ist. ES verdient diese« schon deßwegen strvorgehoben zu werden, weil ein Gleiches von anderen «»SstellungSgruppen, wie z. B. Consection, Maschinenbau rc. Mt gesagt werden kann. Kleinliche Rückfichten haben da l aewaltet, erste Firmen haben dort theilweise überhaupt aus Nrschiedeueu Gründen nicht ausgestellt, andere hielten mit dem siwSstellen ihrer besten Erzeugniffe zurück, um der Cou- urrenz nicht Stoff ,nr Ausbeute zu liefern, - ge°ugd» tzrrmde erhält auf einzelnen Gebieten ein ganz falsche« Bild im der Leistungsfähigkeit Berlins und dieses ist im In- itreffe der Allgemeinheit herzlich zu bedauern. Aber zurück ie unserer Holz-Jndustrte, welche in fieben Uuter-Abtheiluugen f&at. ES find dieses: 1. Möbel, Spiegel, Billards rc., Gießener Anzeiger Amerat-Mnzeiger. Bekanntmachung, den Sommermarkt zu Schotten betreffend. Zur Durchführung der veterinärpolizeilichen Ueberwachun^ am 10. und 11. August dahier stattfindenden Biehmarktes die nachstehenden Bestimmungen zur Anwendung und dieselben daher hiermit zur allgemeinen Kenntniß I Der Markt beginnt Montags um x!^4 Uhr früh, um 5 Uhr früh. Bor dieser Zeit dürfen keine der Straße aufgestellt werden. werden mit Geldbuße bis zu 60 Mk. II E« dürfen Thiere nur au« unverseuchten Orten der ' Oberheffen und des Kgl. Preuß. AmtSgerichtSbezirkS ment«" zeichnen fich besonders durch Schönheit wie auch dadurch aus, daß trotz der überaus reichen Ausführung der Eindruck der Einfachheit gewahrt bleibt. Nur leider allzu oft wird hiergegen arg gesündigt, aber jede Vornehmheit eines Salon« geht durch eine Ueberladung verloren. ES gelangen von dieser Firma ein Rococco-Salon und ein Herrenzimmer im Früh'Renatffance-Sthl zur Ausstellung. Auch die Gesammt- etnrichtuug des Kaiserschiffs ist von dieser Firma geliefert und erregt nach wie vor daS Staunen und dte Bewunderung der Besucher. Die geradezu künstlerische Vollendung dieser Ausstattung hat selbst den ungetheilten Beifall Sr. Maiestat gefunden, welcher daS Kaiserschiff öfter besuchte. Erwähnens- werth sind ferner wegen ihrer Originalität ein englisches Damenzimmer, sowie ein holländisches Herrenzimmer der Firma Krieg L Görke, weiterhin auch ein wunderbarer Salon der Firma Flatow & Prtemer. Ein romanisches Herren- zimmer, eine Schöpfung von hervorragender Schönheit der Firma Fr. Thierichens erregt ebenfalls die Bewunderung der Kenner. Zwar find unter den zahlreichen Ausstellern noch sehr viel Namen zu erwähnen, die sich durch die Schönheit ihrer Arrangements auszetchoen, aber ich will mich, um den Leser nicht zu ermüden, auf die vorstehenden Angaben be- Eng verbunden mit der Kuusttischlerei ist die Tapezier- und Decorateurkunst, welche in Berlin ebenfalls sehr stark vertreten ist. Auf der Ausstellung selbst ist, wie dies nicht anders zu erwarten war, in dieser Beziehung ebenfalls viel geleistet worden und hat sich die Berliner Tapezier-Jnnung zu einer Collectiv-Auöstellung vereinigt, um den Beweis dafür zu liefern, daß auch daS Tapeziergewerbe einen hohen Auf- schwung in Berlin genommen hat. Die Firma Richard Toepke stellt einen Salon im Stil Louis XVI. und ein niedliches Boudoir mit chinesischen und persischen Motiven au«; die Firmen Albert Neugebauer und Ferdinand DotgtS Rococco-BoudoirS. C. F. A. Stiefler bringt ein prächtige« Damenschlafzimmer mit Erker, welche« ebenfalls gemeine« Beifall findet. DaS Bett ist hierbei in die Mitte des Zimmers gestellt und in geschickter Art mit einem Erkerausba« decorativ verbunden. Wie ich schon Eingangs betonte, empfängt man von unserer Holzindustrie auf der Ausstellung ein durchaus übersichtliche- Bild, well die Darstelluuge-, welche uns hier vor Augen geführt, überaus reichhaltig find und alle Zweige dieser Industrie auch vertreten find. derselben haben sich auem Aussteuer vereng.. — habe, wie ich vorausschickeu und als Uebelstand hervorheven will, den Eindruck empfangen, als wenn der mittlere Genre auf dieser Ausstellung zu wenig Berücksichtigung gefunden hat. Das Bestreben, dem Besucher etwas Hervorragende« und Großartiges vor Augen zu führen, hat zur Folge gehabt, daß zwar wundervolle, staunenSwerthe, aber auch unerschwinglich theure Wohnungseinrichtungen zur Ausstellung gelangten. Von practischem Werthe ist diese« Beginnen nicht, denn eine solche kostspielige Einrichtung können sich nur die oberen Zehntausend leisten und zu den oberen Zehntausend gehören eben nur Zehntausend. Ein Buffet tm Preise von 15,000 Mk. z. B. kann sich selbst der Correspondent Ihres geschätzten Blattes nicht leisten, und dieses um so weniger, als zu diesem Buffetchen auch noch die paffende Speisezimmer- Garnitur gehört. Gegenüber dieser fürstlichen Einrichtungen steht der billige Genre, wo allerdings dem Auge für ver- hälinißmäßig wenig Geld viel geboten wird, wo aber Aus- sehen und Solidität nicht genügend im Einklang stehen. Der mittlere Genre, auf welchen wir Bürgerliche hauptsächlich Anspruch erheben, ist, wie schon betont, nur gering vertreten.^ eigentlich ganz merkwürdig, in welch durch- greifender Weise fich der Geschmack unseres Mittelstandes in den letzten 25 Jahren geändert hat. Wo ist der mit Recht so beliebte Sorgenstuhl unserer Großväter geblieben? Dte Sorgen find zwar größer, aber die Stühle bedeutend kleiner geworden! Wo baß rothe, mitunter sogar giftgrüne Plüsch- sopha unserer Boreltern, welches mit sawmt den zwei Seffeln baß Staatßstück jeder Einrichtung bildete? — Dahin — versunken im Strome der Zett! - Statt deffen umgeben wir uu« selbst in den mittleren Ständen mit einem gewtffen stylvollen Comfort, in welchem fich aber vor Allem daß Bestreben geltend macht, fich daß Leben so bequem wie mögl ch einzurichten, da der durch die erhöhten Ausorderungen unserer schnelllebigen Zeit mehr erschöpfte Körper einer größeren Erholung bedarf. Die Divanß, Schaukelstühle, Causeuseu legen hiervon auf unserer Ausstellung beredtes Zeugniß ab. Aber wir wollen uns nicht allein mit Bequemlichkeiten umgeben, wir wollen uns auch an der Schönheit unserer Umgebung erfreuen und gerade dieser Verfeinerung deß Ge- schmackeß verdankt dte Berliner Möbelindustrie die Anregung und Förderung, wie wir dieseß auf unserer Ausstellung beobachten können. In dieser Beziehung hat speciell^die Firma I. E. Pfaff, welche in der Möbelbranche eine domtnireuoe igtii S?! Ki »5 s S S* e fä beVroetk “einen SRtpatatuii ■< als die eomM; trt. r. “DS banifche $65ttgtelt V u empfehlen. *bt 78. Ansicht. MH VIII. Den Großh. Bürgermeistereien deß Kretseß empfehlen wir, sowohl die vorstehenden Bestimmungen in entsprechender Weise zur Kenntniß der Betheiligten zu bringen, als auch für dte Ausstellung ordnungsmäßiger Ursprungszeugnisse, soweit solche Ihre Zuständigkeit berührt, besorgt zu fein. Der Unterschrift ist daS Siegel beizufügen. Schotten, den 30. Juli 1896. Großherzogliche« Kreißamt Schotten. Schönfeld. Deutscher Reich. München, 5. August. Dte heutige zweite allgemeine Sitzung deß dritten Internationalen Kongress eß für Psychologie wurde von Prof. Richet-Paris alß Dorfitzende» geleitet. Vorträge hielten der Director der Jrreu-Anstalt in Leipzig. Prof. Flechsig, über Affoctattonß-Centren deß menschlichen Gehirns, ferner Prof. Sergi-Rom und Prof. Preyer- Wießbaden. An den Vortrag Flechfigß knüpfte sich e ne lebhafte Erörterung zwischen Vertretern der Psychologie und denen der Psychiatrie über dte Frage, welche Bedeutung d e psychologische Forschung und dte Gehirn-Anatomie für die Psychologie haben. Mittagß folgte die Besichtigung der Spatenbrauerei und ein Frühschoppen daselbst. ««nähme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» fit graben Lag erscheinenden Nummer bi» Barm. 10 Uhr. 2lmtiid?er Lhcil. Rest der 43 Punkte umfassenden Tagesordnung erledigt. Die Anträge bezogen sich tu der Hauptsache auf die Hebung des Verbandes und die Verbesserung der socialen Lage im Fleischergewerbe. Der seitherige VerbandS-Vorstand wurde nach der „Renen Bad. LandeSztg." wiedergewählt. Der nächstjährige VerbaudStag soll in Leipzig, der im Jahre 1898 in Hannover abgehalten werden. Die Thetlnehmer an dem VerbaudStage beabsichtigen morgen Nachmittag eine Rhetufahrt und Besichtigung der hiesigen Hafeuanlageu zu veranstalten. Rom, 5. August. Die Staatseinnahmen im Monat Juli d. I. übersteigen die des MonatS Juli 1895 um 9,751,465 Lire. Paris, 5. August. Der Cou greß für angewandte Chemie hielt heute Nachmittag feine letzte Sitzung. Boucher als Vorsitzender hielt eine kurze Ansprache. Der nächste Congreß findet im Jahre 1898 in Wien statt. Madrid, 5. August. Ein Haufen von etwa 50 mit Flinten bewaffaeten Individuen durchzogen in der letzten Nacht die Umgebung von Valenzta und schoß auf die Steuerbeamten. Die Polizei, welche gegen die Tumultuanten auSrückte, wurde mit Flintenschüssen empfangen. Vier Personen wurden verwundet, darunter eine Frau schwer. Andere bewaffnete Haufeu durchzogen in gleicher Weise verschiedene Dörfer. Cavallerie wurde gegen dieselben entsandt und zerstreute sie. Man glaubt, daß die Banden von Republikanern gebildet worden sind. Einige Verhaftungen wurden vorgenommen. Petersburg, 5. August. Durch einen heute veröffentlichten kaiserlichen UkaS wird die Umbildung der administrativen und gerichtlichen Organisation deS Gebietes am Schwarzen Meere verfügt. Das Gebiet wird tu eine neue Provinz mit dem Namen „Provinz des Schwarzen Meeres" umgebildet. Diese Provinz soll, dem Ukas gemäß, nicht mehr von der Verwaltung deS Kuban-Territorium» abhäugeu, sondern wird einen Thetl Transkaukasiens bilden und eine Verwaltung, sowie einen Gouverneur wie die übrigen Provinzen Transkaukasiens erhalten. TomSk (Sibirien), 5. August. Der erste Zug der transsibirischen Eisenbahn ist hier eingetroffen und von dem Gouverneur sowie anderen hervorragenden Persönlichkeiten feierlich empfangen worden. Dapesch« bei B»rea» .Herold*. Berlin, 5. August. Wie auS Kassel berichtet wird, reist daS Katserpaar morgen Abend 10 Uhr 30 Mtn. von WilhelmShöhe über Witteu—Oberhausen nach Wesel, wo die Ankunft Freitag Morgen 9 Uhr 15 Mtn. erfolgt, nachdem Ruhrort und Hügel besucht worden find, erfolgt die Rückkehr nach WilhelmShöhe am Sonntag Morgen. Berlin, 5. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt die Darstellung der „BreSl. Morgenzeitung" bezüglich des Vorfalles in der Mtlttär-Schwimmanstalt in BreSlau als im Wesentlichen richtig, jedoch könnte erst die eingeleitete Untersuchung Klarheit darüber schaffen, ob der Tod eingetreten ist, weil der Kürassier Walter vorschriftswidrig behandelt wurde oder aus anderen Gründen. ES könnte sehr wohl doch eine Plötzliche Erkrankung vorliegen. Wenn die „Breslauer Morgenzeituug" .meldet, der Unteroffizier sei verhaftet, so sei hiervon au hiesiger maßgebender Stelle nichts bekannt. Berlin, 5. August. Zu der Thorner Landes- verrathS-Affaire erfahren wir weiter, daß außer den beiden verhafteten Unteroffizieren auch ein Wollmetster in Haft genommen worden ist. Berlin, 5. August. Lt-HungTschang hat den Pro« feffor Schweuutuger, dessen ärztlichen Rath er bereits während feines Aufenthalts in Berlin in Anspruch genommen hatte, zu einer erneuten Consultatiou nach London gebeten. Berlin, 5. August. Die „Post" schreibt: AuS allen polnisch gemischten LandeStheilev mehren sich die Meldungen über EinzelauSbrüche von polnisch em Fanatismus und polnischem Heberrnuth, zu einem Theile seitens der polnischen Geistlichkeit in solchem Maße, daß man die Annahme aufgeben muß, als handle es sich um vereinzelte Erscheinungen, sondern zu der Ueberzeugung gedrängt wird, daß man es mit Symptomen einer allgemeinen Bewegung innerhalb deS PoloniSmuS zu thuu hat. ES scheint, daß wieder eine grobpolnische AngrtffSbewegung auf der ganzen Linie in Aussicht steht oder wenigstens doch die Stimmung für eine solche in den polnischen Kreisen, insbesondere in der polnischen Geistlichkeit, vorhanden ist. Vergebens sucht man nach einem sachlichen Grunde für diese Erscheinung- nirgends ist ein sachlicher Grund zu Beschwerden, noch Veranlassung zu Hoffnungen auf die Verwirklichung großpolntscher Wünsche gegeben. Allem Anscheine nach find die jetzigen Vorstöße deS PolenthumS auf das Gefühl zurückzuführen, daß das Verhalten der Regierung nicht ausreichend kräftig und consequeut ist. Dieser Thatsache muß die Regierung ihre ganze Auf- merksamkeit schenken, wenn anders nicht die nationalen Gegensätze in den zweisprachigen LaudeStheileu sich in unheilvoller Weise zuspttzen sollen. Berlin, 5. August. Zu der unbestimmten Andeutung der Chicagoer Zeitung „Der Westen", betreffend einen neuen Colontal-Scan dal, ist der „Volkszeitung" nach durch Erkundigungen an unterrichteter Stelle bestätigt worden, daß sich hier in der That ein Colonial-Scandal vorbereite, der alles bisher auf diesem Gebiete Dagewesene in den Schatten stellen wird und dessen Folgen für unser gesammteS Colonial- wesen äußerst weittragend sein werden. Wiesbaden, 5. August. Der vierte Bundestag deutscher Gastwirthe, welcher heute hier bet zahlreicher Betheiligung von Delegirten anS allen Thetlen Deutschlands im Bürgersaale deS RathhauseS tagt, beschloß, gemeinsam mit den anderen Verbänden die Beseitigung der preußischen BetrtebSsteuer anzustreben und eine retchSgesetzltche Festsetzung der Feterabeudstuude auf mindestens 12 Uhr Abends auf de« platten Laude herbeizuführeu, während eine Verlängerung derselben in den Städten den Bundesregierungen und Ort»- behörden Vorbehalten sein soll. Die bisherige BuudeSleituug wurde wiedergewählt, ebenso Leipzig als Borort. Der nächstjährige Bundestag wird tu Stuttgart abgehalteo. Königsberg, 5. August. Heute find wiederum drei Personen an Hitz schlag gestorben. Elbing, 5. August. Auf ZeherS vor der Lampen brannte der „Elbinger Zeitung" zufolge tu der Rächt das Anwesen deS KätnerS Gottschalk nieder, wobei der Einwohner SalewSkt, dessen Frau und vier Kinder, welche schliefen, verbrannten. Heber die EntstehungSursache de» BraudeS ist noch nichts bekannt. Wie», 5. August. Der berühmte Kliniker Professor Dr. Schrötter ist tu der letzten Nacht von Strolchen an- gefallen worden. Der Kutscher seines Wagen» konnte die Angreifer durch Avtreiben der Pferde zurückdräugen. Man nimmt allgemein an, daß der Heberfall auf einen Racheact zurückzuführen sei. Ischls 5. August. Der deutsche Botschafter Graf Eulenburg ist heute Mittag von Aussee hier eiogetroffen. Er wurde vom Kaiser Franz Joseph in halbstündiger Audienz empfangen. Man bringt diese Audienz mit der durch die Haltung England» in der Kretafrage hervorgerufene Verschiebung In der politischen Situation in Verbindung. Rom, 5. August. Osficiell wird die Meldung de» Pariser „Memorial diplowatique", wonach bei der Anwesenheit Baldissera» in Rom die Wiedereröffnung der Feindseligkeiten gegen Meuelik im April 18 9 7 besprochen worden sei, als unrichtig bezeichnet. Venedig, 5. August. Die „Gazetta di Venezia" spricht sich tu schärfster Weise gegen das Project der Heirath deS Kronprinzen von Italien mit der Prinzessin Helene von Montenegro auS. Turin, 5. August. Nach der „Gazetta del Popolo" gilt es bereits als feststehend, daß Meneltk den Rest der italienischen Kriegsgefangenen nur gegen große Geldsummen sreigeben werde. Der italienische Regierungs- Bevollmächtigte Mazzarint habe dementsprechende Weisung auS Rom erhalten. Die nöthlge Geldsumme soll auS den noch zur Verfügung stehenden Beträgen der 140-Mtlltonen- Anleihe genommen werden. Brussel, 5. August. Die belgische Regierung wird demnächst einen Credir von 10 Millionen Francs für die Verbesserung der Landwege und Landstraßen fordern. Paris, 5. August. Bei der Ankunft des Präsidenten Faure in Saint Malo rief ein Individuum: „Rieder mit dem Präsidenten! Hoch daS Königthum! Hoch die Orleans!" Der Manifestant wurde verhaftet. Paris, 5. August. In Vichy find zahlreiche russische Geheimpolizisten eiugetroffen, waS man mit der bevorstehenden Ankunft des Zarenpaares in Zusammenhang bringt. Pari», 5. August. Der russische Botschafter Baron Mohrenheim ist gestern von Pan nach dem Kurorte Saltes abgeretst. Die Hnterhandlungen, betreffend den Besuch de» Zaren in Paris, sind jetzt beendet, jedoch deren Resultat noch unbekannt. Madrid, 5. August. General Weyler soll, wie auS Havanna gemeldet wird, jedem Dampfer, bezw. Segelschiff, daS von den Flibustiern zu ihm übergeht, 24,000, bezw. 9000 Dollar versprochen haben. Loudon, 5. August. Bei der Grubenexplosion in Reath find 25 Bergleute umS Leben gekommen. Athen, 5. August. AuS Kandia tottb gemeldet, daß die Türken sich sämmtlicher umliegender Dörfer bemächtigt und die Einwohner daraus vertrieben haben. Die in Kandia einge^rungenen Türken nahmen ebenfalls von den Häusern der Christen mit Gewalt Besitz. Der Commandant von Kandia wurde provisorisch durch Haffan Pascha, dem früheren Stadt-Commandanten, ersetzt. Die Zahl der in Athen befindlichen Flüchtlinge wächst zu Tausenden an. — Weiter wird auS Kandia gemeldet, daß der Commandant der Stadt vor den Thoren von Türken angefallen und mißhandelt worden ist. Bewaffnete Türken sollen in großer Zahl in die Stadt eingedrungen sein. Chicago, 5. August. Die Passiven der falliteu Handelsfirma G ebr. Moore betragen 20 Millionen Dollar. Berlin, 6. August. Nunmehr ist auch in den Berliner Buchhandlungen die Friedmann'sche Broschüre über den Fall Kotze erschienen. Berlin, 6. August. Wegen der Soldatenschlägerei in der Blücherstraße hat gestern in den Räumen des Militärgerichts vor einem Auditeur ein großes Verhör stattgefunden, zu dem zum ersten Male auch die drei bei der Schlägerei Verwundeten zugegen waren. Die Hntersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Berlin, 6. August. Der „Localanzeiger" meldet auS Hamburg: Die Rhederet des Schiffes „General Chanch" sandte an den Commandanten des „Gefion" 1 0000 FrcS. zur Dertheilung an die Mannschaften. Der Commandant sandte daS Geld zurück. München, 6. August. Sin hochinteressantes Experiment wurde bet der anläßlich des internationalen Psychologen CongresseS veranstalteten Ausstellung wissenschaftlicher Apparate vor der Prinzessin Therese, dem Prinzen Ludwig, dem CultuSminister von Landmann sowie einem kleinen Kreise geladener Gäste auSgeführt. ES handelte sich um die Durchleuchtung de» menschlichen Körpers mittelst der von der allgemeinen ElectricitätS-Gesellschast Berlin con- struirten verbesserten Röntgen-Röhre. DaS Resultat war ein geradezu überraschende». ES wurden nicht blo» die Knochen deS ganzen Körper» sichtbar, sondern man konnte auch die weichen Organe, da» Zwerchfell, da» Herz, den Magen u. s. w. bet threr fortwährenden, dem Auge bisher noch nicht sichtbaren Thätig- keit beobachten. Diese Entdeckung erregt in medtctnischnr Kreisen geradezu Sensation. Pari», 6. August. Der Congreß der Chemiker wurde gestern unter Vorsitz de» Handelsminister» geschlossen London, 6. August. AuS Southampton wird gemeldet: Der gestern von New York erwartete Lloyddampfer „Spree- ist bi» jetzt noch nicht signalisirt. Derselbe ist also 20 Stunden Überfällig. Konstantinopel, 6. August. Wegen Bewilligung ber kretenfischen Forderungen sind innerhalb de» Kabinet» Meinungsverschiedenheiten entstanden. In einge- weihten Kreisen gilt ein Personenwechsel im Großvezierar fit nicht ausgeschlossen. H. Darmstadt, 6. August. Die hessische Landes, synode tritt am 13. oder 14. October zu mehrtägigen An. Handlungen zusammen. Coceles nnö pr oohtsiclte#. Gieße«, den 6. August. ** Kirchliche Dienstnachrichlea. Se. Kgl. Hoheit dn Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 29. Juli de» Pfarrverwalter Ludwig Reeg zu Wimpfen, Decanat Zwingenberg, die zweite evangelische Pfarrstelle daselbst zu Übertragen. ** Erweiterung des Gaswerks. Gestern Nachmittag 5 Hhr fand im hiesigen Gaswerk eine einfache Feier statt, welche einem wichtigen Ereigutß galt, der Grundstein- legung deS in Ausführung begriffenen vierten Gasbehälters, dieses demnächsiigen Wahrzeichen» unserer in erfreulichem Aufblühen begriffenen Vaterstadt. — In Anwesenheit deS Herrn Beigeordneten Wolff, als Vertreter des in der Sommerfrische weilenden Oberbürgermeister» Gnauth, einiger Mitglieder der Deputation de» GaS- und Wasserwerks, der betr. Unternehmer und ihrer Arbeiter, sowie des gefammten verfügbaren Beamten- und Arbeiter- Personals des GaS- und Wasserwerks wurde eine Urkunde mit Schriftstücken und Münzen in daS auS Natur-Beton her- gestellte Fundament eingesenkt. Eingeleitet wurde die Feier durch folgenden, von dem Herrn Director Bergen gehaltenen Bauspruch: Geehrte Anwesende, werthe Mitarbeiter! Ein bedeutungsvoller Augenblick tu dem Bau unseres neuen Gasbehälters ist herangekommen: Die Gründung unb ein wichtiges Stück seines eisernen Aufbaues ist vollendet, der dicht befundene eiserne Boden nebst dem ersten Schuß deS Bassin-Mantels soll herabgelassen werden auf daS Fundament. — Da wollen wir, die ausführenden Beamten, einem schönen Brauche folgend, eint Urkunde und einige Schriftstücke einfügen über die Geschichte unseres Werkes und dieses in Ausführung begriffenen Gasbehälters |um Gedächtniß für ferne Nachkommen! Dabei will die Verwaltung deS Werkes aber auch den Dank aussprechen unserem löblichen Stadtoorstand, unserer Deputation nnb insbesondere unserem verehrten Herrn Oberbürgermeister Gnauth, der die Erstehung auch dieses Baues aufS Thatkräftigste gefördert hat. Indem wir diese Documente einfügen unter dem Pfeiler w* Sonnenaufgang, erbitten wir den Segen des Allerhöchsten zum y- lungenen Anfang dieses Baues, zu feiner meisterhaften Fortführung und glücklichen Vollendung! Möge unser SaSbehLltew Nr. IV unserer lieben Vaterstadt Gießen und der gefammten Einwohnerschaft zum Segen gereichen bis in die fernsten Zeiten, möge derselbe eine immer mächtiger strömende Quelle werden von Nßid)t, Wärme und Kraft!" DaS walte Gott! Hierauf verlas Herr Assistent Förtsch die nebst bezüglichen Druckschriften und Münzen einzulegende Urfunbe, welche insbesondere Notizen über den auszuführenden Bau, die Namen der Unternehmer, der Mitglieder de» Stadtvorstands, deS Beamten- unb Arbeiterpersonals des GaS- und Wasserwerks enthielt und mit den besten Wünschen für da» GaS- und Wasserwerk und seine Unternehmungen schloß. — Alsdann eröffnete Herr Beigeordneter Wolff unter ba wärmsten Glück- und Segenswünschen für daS Werk, dir Stadt und Einwohnerschaft, daS Ceremoniell der drei Hammer- fchläge, dem sich alle Beamten, Deputationsmitglieder, Fabrikanten u. f. w. anschlossen, durchgängig mit finnig angepaßtti Worten. — Hiermit schloß die einfache aber würdige Feier, welche zeigte, daß man auch in ernste, prosaische Arbett tu geeigneten Momenten ein Stückchen Poesie eivflechten kann, welches ficher allen Betheiligten unvergeßlich in Erinnerung bleibt. — Der neue Gasbehälter, welchen wir in einige» Wochen hier begrüßen werden, wird bet einem Glockendurchmesser von 22 Mtr. und einer Höhe von 6,8 Mtr. 2800 Cd«. Inhalt fassen. DaS Bassin hat einen Durchmesser von 23,3 Mtr. und eine Höhe von 8,5 Mtr.- durch TeleScopt- rung kann dieser Behälter, wenn in späteren Jahren der Bedarf eintreten wird, auf den doppelten Inhalt vergrößert werden, ohne an Durchmesser und Höhe der FührungSsäulea etwa» zu ändern. ** DaS Concerl der ungarischen Capelle Btl- mo» Budat gestern Abend in Steins Garten war gut besucht. Die Vorträge dieser Streichmusik, die durch da» freie Spiel ohne Roten lehr an Innigkeit und Feuer gewinnen, dazu die ungarischen Compofitionen und Melodie», Üben einen eigenartigen Reiz auf ba» musikalische Gehör au». Ohne auf Einzelheiten einzugehen, kann man nur gr stehen, daß Vorzügliche» geleistet würbe unb dürften wohl viele gerne öfter einen solchen seltenen musikalischen Genuß wünschen. •* Der heutige Wochenmarkt, der erste, welcher Don« nerßtag» gehalten wurde, war nur schwach befahren. Der Hauptantheil an der Anfuhr bestand au» Gartengewächsen, besonders Gurken - Butter war fast gar nicht, Eier einige Körbe voll vorhanden. ES ist indeß nicht zweifelhaft, daß auch der DonnerStagSrnarkt in Zukunft stärker besucht wird, denn ba» BedÜrfniß nach einem britten Markttage ist vorhanden. Radfahrt. Heute vormittag wurde zwischen zmee Mitgliedern unserer hiesigen Radfahrveretve ein Privat- rennen veranstaltet. Der Sieger legte die Strecke Gieße« Sderstabt, Jos. Bebnw Brrtrtttr, Herr taag- unb Dr Hmu Regien» wrhriniyeclor» *Sr* tot M *“»' fce^^ Si ■»rin. ‘"tot 18 im Betrieb und schließlich Bingen Betrieb. Diejenigen Bezirke, die den keinen Wein produziren, stellen den her und dort, wo der meiste Wein mb 71 im Betrieb, Minz mit 44 und rtt 27 und 12 im wenigsten oder gar «eisten Branntwein beleidigend sei,- ein Lehrer dürfe die Schüler der Fortbildungsschule wohl rügen, aber nicht beschimpfen. Jetzt erhob aber die BezirkSregterung den Conflict, und nachdem fich alle in Frage kommenden Justizbehörden zur Sache geäußert hatten, erklärte der Erste Senat des OberverwaltungS- gertchtS unter dem Vorfitz deS Präfidenten VersiuS den Con- flict der Regierung für begründet und erkannte auf Einstellung des gerichtlichen Verfahrens gegen den Lehrer. Und alles wegen des „Grünschnabels"! * Bern, 5. August. Der Maschinenmeister deS Forts Bätzberg auf dem Gotthard, Namens GtrSberger, ist über einen hohen Felsen ab gestürzt. Er war sofort eine Leiche. Met! n dem Bau unltn n: Die Gründung c rö ist vollendet, der L Huß des Bassin-Ma^ lent. — Da wollen i 31 Brauche folgend, s iber die Geschichte uni; smen GaSbehülterS p !eS aber auch ben tu ), unserer Deputation c erbürgermetster Gnar ufS Thatkrästtgst! unter dem Pfeüec ■ es WWn W Mnhaslm FvrtU IV unserer Ui! iten Einwobnersji iften Zeilm, möge btr- le werben von ^li'. Zwecke der Wasserversorgung von Mainz wurden von der Stadtverordneten-Versammlung wiederum einmal Mk. 19,000 und für die electrische Beleuchtungsanlage auf dem neuen Schlachthaus Mk. 23,100 bewilligt. — Schließlich wurde von der Versammlung noch ein Antrag angenommen, den städti- schen Arbeitern während ihrer Einziehung zum Militär ihren vollen Lohn Wetter zu bezahlen. Temperatur der Lahn und Luft nach Reamuur gemeffcn em 6. August. Mittags zwischen 11 und 12 Uhr i Waffer 15Vz, Luft 151/«0. Rübsamen'sche Badeanstalt. vciichst, wird der wenigste Branntwein fabrizirt. So produ- I litte der weingesegnete Bezirk Bingen in dem angegebenen I BclrtebSjahr nur 96 Hectoliter Branntwein, Mainz nur 143, I -WarmS 362, Darmstadt bereits 787, Offenbach schon 5352 mb Gießen 11,087 Hectoliter Branntwein. Da der officielle Bericht nun angibt, daß die Ausfuhr von Branntwein aus dem Großherzogthum Heffen ganz unerheblich gewesen sei, I so wurden die nahezu 18,000 Hectoltter Branntwein nur in I Hessen consumirt und wohl zumeist dorten, wo er ge- I biün nt wurde. ** Frachtermäßigung für «epfel. Dem BezirkSetsen- baharath Frankfurt lag kürzlich der Antrag zur Befür- woreung vor, frisches Obst von den Stationen deS Eisen- I bihodtrecttonSbeztrkS Essen «ach dem billigen Spectaltarif I zu befördern. Mit Bezug darauf richten nun die Frank- sucter Aepfelweinproducenten an die Frankfurter Handelskammer, sowie an die Minister für öffentliche Arbeiten und für Site Landwirthschaft die Bitte, bet dem BeztrkS-Etsenbahn- ralh dahtn zu wirken, daß auf den preußischen Staatsbahnen nach den Stationen des DirectionsbezirkS Frankfurt a. M., Lepfel nach Specialtarif I befördert werden. In der Etn- gabk wird ausgeführt, daß selbst in guten Erntejahren der Bedarf an Aepfeln, aus der näheren Umgebung Frankfurts < bet weitem nicht gedeckt werden könne und daher regelmäßig erhebliche Quantitäten von auswärts, auch aus dem AuS- lonbe müßten bezogen werden, im vorigen Jahre z. B. 240,000 Centner. ES gehen daher Tausende von Mark jcihckich ins Ausland. Durch den Beschluß, Obst aus dem Frankfurter Bezirk nach Bremen rc. zu Spectaltarif I zu befördern, sind die Frankfurter Aepselweinproduzenten geschädigt, denn daS heimische prima Obst wird zu billigen Frachtsätzen auSgeführt und die Frankfurter müssen minder- vertthtge Qualitäten zu erheblich höheren Frachtsätzen wieder iinfllhren. Warum aber diese Schädigung eines eben erst recht in der Eotwtckelung begriffenen Industriezweiges, der sehr zur Förderung der Landwirthschaft beiträgt, nachdem man für andere Interessenten Ausnahmebestimmungen, wie bie erwähnten, geschaffen hat? Ein Entgegenkommen in iiefer Sache würde naturgemäß durch die Aepselweinmehr- rnSsuhr als Stückgut wieder aufgewogen. Eberstadt, Str. Gießen, 6. August. Die von der Firma Hoß. Beduwe in Aachen unserer Gemeinde durch deren Vertreter, Herrn C. L. Gail-Gießen, gelieferte zweistrahlige tzawg- und Druckspritze wurde gestern bet Anwesenheit deS Herrn RegierungSrath Dr. Wallau und deS Herrn Kreisfeuer- ivehrinspectorS Loos einer Prüfung unterworfen, welche ein ztäwzendes Resultat lieferte. Bei 15 Millimeter-Mundstück erreichte der Strahl eine Länge von 37, bei 17 Millimeter- Mundstück eine solche von 33 Metern, zweistrahlig mit I3-Milllmeter-Mundftück ergab zwei Strahlen mit je 28 Meter .Länge, weit über die garantirte Leistung. Die Spritze ist sehr schön und sehr soltd gebaut, die Ventile leicht handlich mb erregte auch die Leistungsfähigkeit allgemeine Anerkenn- ing. Die mit dieser Probe gleichzeitig abgehaltene Jnspection Itr Pflichtfeuerwehr erwies sich unter dem Commando deS Herrn Ph. G ö r l a ch in allen Theilen zur größten Zufrteden- |eft, wie auch Herr RegierungSrath Dr. Wallau und Herr ürei.Sfeuerwehrtnspector LooS ihr Lob dem Commandanten Ule der Mannschaft spendeten. R. Reichelsheim L d. W , 5. August. Vom nächsten Sonntage an wird der Gottesdienst bet unS in der khule abgehalten, weil in unserer ehrwürdigen Kirche ver« 'Wedene größere Reparaturen vorgenommen werden lüsssen. Dies bezieht fich auch auf die Orgel, deren Um- inb Neubau dem reoommtrten Geschäfte Förster in Lich an- üttraat und wofür eine namhafte Summe vorgesehen worden ist. n. Freiensteinau, 4. August. Der Jagdpächter Dr. tzch äffer hier schoß am 2. d. M. auf dem Anstand einen tapitalen Sechs er bock. Das Thier, welches ein grau- lilirteS Haarkleid trägt und einen ganz grauen Kopf hat, ■liegt 4O‘/2 Pfd., was in der jetzigen Blattzeit recht viel zu unnen ist. Die größte Sehenswürdigkeit bildet daS Gehörn. Vie eine Stange ist 26 Ctm. lang, die andere etwas kürzer. Vie Kronen find sehr ausgeprägt und die Stangen reich ge- Ittlt, daS Geweih bildet nach dem Ausspruch erfahrener Qiget eine große und seltene Sehenswürdigkeit. Der Bock sieh» schon 5 oder 6 Jahre im sog. Halloh und führte all- zmein den Namen der „große Hallohbock". Obwohl der- fild« auch nach dem Freiherrlich Rledkselischen Jagdgebiet iiaxrburg hinüber wechselte und ihm allenthalben viel nach- |esi«ebt wurde, ist der alte Schlaumeier doch bisher allen (einen Feinden entgangen. A Mainz, 5. August. In der heutigen Sitzung der Hefigen Stadtverordneten-Versammlung kam ein Schreiben it8 früheren Abgeordneten Jöst zur Verlesung, mittelst velchem derselbe seinen Austritt aus der Stadtver« -4ttoneten-Dersammluug anzeigt. Ein gleiches Schreiben Literatur und TLrrnst. — Dr. Otto» Universal-HanS. Lexikon Hegt nunmehr bis zum 20. Hefte vor, welches soeben zur Ausgabe gelangte, und liefert wiederum den Beweis, daß dies Werk eine Fülle von praktischen Rathschlägen in allen häuslichen Angelegenheiten enthält. Wir unterlassen es, alles in den letzten Heften enthaltene Gute aufzufuhren, können aber nicht verfehlen, untere Leser wiederholt auf dies unschätzbare Werk aufmerksam zu machen, welches in Lieferungen zu 20 Pfg. durch alle Buchhandlungen bezogen werden kann. — Mit dem nunmehr erschienenen 30. Hefte hat die von der Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart herausgegebene „Jllnstrirte Geschichte deS Krieges 1870/71* ihren Abschluß gefunden. Wir verfehlen nicht, allen unseren Leiern die Anschaffung des wirklich schönen Werkes nochmals auf das Wärmste zu empfehlen. Bei der Leclüre dieser KriegSchrontk wird gewiß in vielen Lesern der Wunsch entstanden sein, auch eine ihren Bedürfnissen ebenso entsprechende zeitgeschichtliche Chronik zu besitzen, welche fich nicht bloß auf eine fuije Spanne Zeit erstreckt, sondern auf alle wichtigen Begebenheiten der Gegenwart und über alle bemerkenswerthen Ereignisse in allen Weltgegenden berichtet. Eine solche zeitgeschichtliche Chronik bietet uns die obengenannte Verlagshandlung in ihrer Jlluftrirten Cbronik der Zeit, von welcher soeben das erste Heft des Jahrgang- 1897 veröffentlicht worden ist. Vorzügliche Ausstattung wie gediegenster Inhalt verleihen dem Journale einen bleibenden Werth und wir möchten deshalb unsere Leser angelegentlich auf diese treffliche Familienzeitschrist Hinweisen. Witteruugsbericht vom 5, August. Während das Maximum im Nordwesten an Intensität und Ausdehnung noch etwas gewonnen hat, ist in den continentalen Lagen eine Abnahme de« Luftdruckes eingetreten. Einerseits nämlich hat die nordöstliche Depression gegen Südwesten zu, andererseits daS südliche Minimum gegen Norden und Osten an Ausdehnung gewonnen. Im südlichen Deutschland fanden gestern wieder vielfach Gewitter statt und war auch am Morgen die Witterung meist trüb, stellenweise regnerisch. Ergiebige Niederschläge sind in der Schweiz gefallen. Die Temperaturen zeigen in Nord- und Central-Europa eine geringe Abnahme, im Süden dagegen eine beträchtliche Zunahme. VoaauSWchUUSa ttittmtnti Unbeständiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. Dottisdimft in der Synagoge. Samstag den 8. August. Vorabend 7* Uhr, Morgens 8« Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 860 Uhr. Vermachter. * Ein Jubiläum seltener Art beging am Samstag Abend I in einer bekannten „Bernemer" Aepfelweinwirthschaft im Kreise seiner Freunde ein hiesiger, früher als großer Nimrod gefeierter 73jähriger Rentier. Derselbe trank nämlich um i/,9 Uhr seinen 1 00,000sten Schoppe« Aepfelwein während einer Zeitdauer von 29 Jahren 5 Monaten und 11 Tagen. Die Belege hierzu hatte er in Gestalt von fünf starken Notizbüchern mit zur Stelle gebracht. Die einzelnen Aufzeichnungen wurden seitens der Anwesenden in heiterster Weise commentirt. * Hanau, 25. Juli. Ein komisches Intermezzo ereignete sich, tote der „Han. Anz." meldet, im Schöffengerichts- faale bei der Verhandlung über eine Anklagesache wegen Diebstahls gegen den Händler S. von hier. Dessen beffere Hälfte, die im Zuhörerraum verweilte und jedenfalls um das Schicksal ihres EhegesponS bangte, glaubte nämlich, dem Lauf der Dinge eine andere Richtung dadurch geben zu können, daß sie bei der Vernehmung eines Belastungszeugen auSbrach: „DeS iS all' ne wohr, was der da sagt." Darüber | nun natürlich allseitiges Erstaunen, und als der die Stelle des Amtsrichters vertretende Asseffor sie zur Ruhe verwies und fragte, wer fie überhaupt sei, erhielt er die vielsagende Antwort: „Et, mein Mann sei Fra!" * Berlin, 4. August. Die Zulassung der Kinderbrutanstalt aus der Berliner Gewerbe Ausstellung ist auch vom Landrath des Kreises Teltow endgültig abgelehnt worden mit der Begründung, daß der Treptower Park wegen seiner tiefen Lage und der dort herrschenden Näffe nicht geeignet sei, eine derartige Vorführung lebender Wesen zu gestatten. * Mit dem Berliner Personenzvg traf am Donnerstag Nachmittag in Hamburg eine Dame ein, die in Wittenberge von einem Herrn in freundlichster Weise ersucht worden war, ein kleines Kind für einen Augenblick ins CoupL i zu nehmen, da er mit seiner Frau sofort nachkommen und nur noch einige Sachen aus dem Wartesaal abholen wollte. Der Zug ging indeß ab; die Dame hatte das kleine Kind, aber der Herr ließ fich nicht wieder sehen! Nach einer tele- graphischen Rückfrage von Hamburg auS ist ein Herr und eine Dame, welche ein Kind vermißten, In Wittenberg nicht zurückgeblieben. Die Hamburger Dame hat indeß vorläufig daS kleine Mädchen, das augenblicklich elternlos ist, in Pflege behalten. Es ist dies jedenfalls ein neuer Coup, sich eines verwaisten Wesens auf die bequemste Art zu entledigen. ♦ Gegen die Mensuren, lieber einen neuen Ausspruch des Großherzogs von Weimar gegen die Mensuren wird auS Weimar berichtet: Vor 14 Tagen nahm der Großherzog nach Besichtigung eines Bataillons des 94. Infanterie-Regiments, deffen Chef er ist, an dem Essen im Osfizierscasino Theil. Hierzu waren auch die Vicefeldwebel der Reserve zugezogen. Mit Jedem sprach der Großherzog einige Worte. Einen Vicefeldwebel (Coipsstudenten), dessen Gesicht bezeugt, daß er mehr als eine Mensur gefochten, fragte der Groß- herzog: „Wie viel Mal haben Sie gefochten ?" — „Fünfzehn Mal, König!. Hoheit!" — Darauf drehte sich der Groß- Herzog mit den Worten um: „O mon dien, o mon dieu, die Zeit hätte besser angewendet werden können!" * Aus Rorddeutschlaud. Die Frage: Sind junge Krähen genießbar und wie müssen sie behandelt werden? stand in der letzten Sitzung eines landwirthschaftlichen Vereins zur Verhandlung und wurde wie folgt beantwortet: Junge Krähen find ein Leckerbissen (?) und Werth, mit Vorliebe genossen zu werden. Man zieht ihnen die Haut I ab, entfernt die Füße und bereitet sie dann wie eine Taube I oder ein Rebhuhn zu. Ein von einem unbekannten Mit- I gliede eingesandtes Recept lautet: Man säubert ein Dutzend Krähen, bestreut sie mit Pfeffer und Salz und wälzt sie in Mehl. In einer Bratpfanne läßt man V< Pfd. Butter zergehen, legt die Vögel hinein, gtebt eine Zwiebel in Scheiben, I 2 Tomaten, 6 Wachholderbeeren und den Saft einer halben Citrone zu, läßt die Vögel 20 Minuten braten und kann während des Bratens noch einige Löffel Bouillon zugießen. So bereitet, sind sie eine vorzügliche Beigabe zu jungem I Gemüse. * Daß die Bezeichnung „Grünschnabel" viele 'Umstände I machen kann, lehrt folgender Fall: Ein Lehrer der Fort- I bildvngSschule in Sorau nannte einen Schüler dieser An- I stalt wegen seines nnpaffenden Benehmens in der Erregung u. a. auch „Grünschnabel". Nach längerer Zeit erfuhr der Vater deS Lehrlings von diesem Vorfall und verklagte den I Lehrer wegen Beleidigung seines Sohnes. DaS Schöffengericht sprach den Lehrer frei, weil der Strafantrag nicht rechtzeitig gestellt worden sei. Auch die Strafkammer ge- langte zur Freisprechung deS Lehrers, weil nur erwiesen sei, I daß der Lehrer den Lehrling einen „Grünschnabel" genannt ist von dem ehemaligen Museumsdirector Fischer einge- I habe; die anderen beleidigenden Ausdrücke wurden für nicht laufen, der sein Stadtverordnetenmandat um deßwtllen nieder- l hinreichend erwiesen angesehen, da die Zeugen, die diese gelegt hat, weil man ihm in seiner Eigenschaft als Mitglied I Ausdrücke gehört haben wollten, noch nicht eideSmündig der Museumsdeputation unlautere Handlungen vorgeworfen I waren. Der Ausdruck „Grünschnabel" wurde aber nicht für -Steinberg (6 Kilometer) in 9i/t Minute mit einem Vorsprung von 150 Metern zurück. ** Die Staats-Hundesteuer ergab im Rechnungsjahre 1895/96 in der Provinz Starkenburg für 19,960 Hunde 98,800 Mk., in Oberheffen für 11,294 Hunde 56,475 Mk., in Rheinhessen für 7932 Hunde 34,086 Mk. — Die Ge- «einde - Hundesteuer ertrug in Starkenburg für 5886 Hunde 25,345 Mk. Hebet die Brauulwein Produetion im Großherzogthum Henneberg-Seide — nur ächt, wenn birect ab meiner Fabrik bezogen — schwarz, weiß und farbig, von 60 Pf. bis Mk. 18.65 per Meter — glatt, gestreift, karrirt gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 versch. Farbe«. Desstns rc.), perte- and steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. 197 Seiden-Fabriken 6. Henneborg (k. k. Hoti.), Zürich. Hessen int Betriebsjahr 1894/95 erschien eine Statistik, auS fcti wir ersehen, daß von 457 in Hessen bestehenden Bräunt- »ttnbrennereten nur 229 sich in Betrieb befinden. Die meisten Branntweinbrennereien weist der Steuerbezirk Darmstadt ans mit 121, von denen 92 in Betrieb find, dann lalgt Offenbach mit 108 und 73 iw Betrieb, Gießen mit 88 — - ■ - Worms mit 69 und 33 im Betrieb, hat. Die Stadtverordneten-Versammlung hat gegen den beleidigend erachtet, da dieses Wort nach Adelungs Wörter- AuStritt der beiden genannten Personen nichts zu erinnern. I buch im Übertragenden Sinne einen jungen, unerfahrenen — Ferner wurde durch die Stadtverordneten die Schenkung I und naseweisen Menschen bezeichne. Der Lehrer habe sich des jüngst verstorbenen hiefigen Rentners Braun ange- I prägnant ausgedrückt, aul< sei ihm der Schutz des § 193 nommen, der die Stadt zur Uniberfalerbln eingesetzt hat. I des Strafgesetzbuchs (Wahrnehmung berechtigter Jnterrffen) Nach der Mittheilung deS Oberbürgermeisters bleibt auS zuzubilligen. Gegen diese Entscheidung legte der Kläger dem Vermächtniß für die Stadt nicht viel übrig, indem sie abermals Berufung beim Oberverwaltungsgericht ein. Er als Legate Mk. 60,000 auszuzahlen hat, die wohlthätigen | machte geltend, daß der Ausdruck „Grünschnabel" doch wohl und öffentlichen Zwecken zuflteßen. — Für Bohrungen zum *<ÄS< SS lfanbtn. “ '• 44 Verkehr, CanO» unb Vsttswirthschaft. Mm, 6. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 1,05—1,15, Hühnerei« pr. Gl. 6 4, 2 St. 00—Ü H, Enteneier 6 H, 2 St. 0 Gänse- ei« pr. St. 60—00 H, Käse pr. ©t. 5-10 Käsematte pr. St. 3 A. Erbsen pr. Liter 17 A. Linsen pr. Liter 28 A. Tauben pr. Pa« vtL 0,50 bis 0,80, Hühner pr. Stück 0,90 bi8 1,20, Hahnen pr. Stück jtc i ‘,60-1,00, Enten pr. Stück JL 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund Jk. 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 A. Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64—68 A. Schweinefleisch pr. Psd. 50 bis 66 A, Schweinefleisch , gesalzen, pr. Pfd. ?U A> Kalbfleisch pr. Pfd. 50—00 Ai Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 Ai Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00 bt< 7,50 Weißkraut pr. Stück 0—00 A. Zwiebeln pr. Centn« JL 4,50—0.00, Milch pr. Liter 16 A — Gieße«, 6 August. Viehmarktbericht. Auf dem gestrigen Schweinemarkt belief sich der Austrieb etwa auf 6- bis 700 Stuck, darunter zwei Drittel Ferkel. Schon zu Beginn des Marktes waren zahlreiche Käufer erschienen und setzte der Handel gleich flott ein, bis zum Schluß, der verhältnitzmätzig früh um 12 Uhr eintrat, anhaltend. Die Preise aller Sorten Schweine zogen gegen den letzten Markt stark an, was wohl dem Regen in der letzten Woche und den dadurch bedingten guten Aussichten für Hackfrüchte zuzuschreiben ist. Gesucht und sehr hoch bezahlt wurden schwere Läufer, ohne daß der Markt in dieser Gattung ganz ausverkaust wurde. Die Verkäufer stellten mit Rücksicht auf die Tendenz des Marktes für bessere Läufer sehr hohe Preise und ließen nicht mit fich handeln. Fettvieh, welches nur vereinzelt aufgetrieben, war sehr gefragt und wurde hoch bezahlt. Es wurden folgende Preise erzielt: Ferkel, 6 bis 7 Wochen alt, 24 bis 28 Mk., 12 bis 13 Wochen alt 40 bis 50 31«., Läufer, halbjährig, 65 bis 75 Mk., dreivierteljährig 80 bis 100 Mk., schwerere Maare wurde bis 120 Mk. bezahlt Die Preise verstehen fich pro Paar. Fetlvieh kostete 45 bis 48 Mk. Statostfi, 5. August. Fruchtmarkt. Roth« Weizen (alter) JL 13.95, weiß« Weiten X 00.00, Korn (neues) X 8.70, Gerste X 0.00 Hafer X 7.20. ikOes. sA? Um • hl. Hoheit i Deca, ^anHt baftibft Astern Nachntz 5 ktuNt Fei» fti fctT Gruüdstei, "en vierten Qu ^zrichenz uninn 3» d ieIm °>« Sitirt a Oberbürgemchr utation der c ihrer Arbeiter, imttn. und Arbck wurde eine Urte aus Natur-Beton st leitet wurde die Bergen gch FSrtich die nch! einzulegende W b auszusühreck- 8= Itglteber W&abibi)i «rfoualr M 8aö> uu isteo Knichrn W jungen r Wolfs wer , M Vas Weck, M der drei HM ülonSwitglieder, fr 36 aber würdige s, x, profane * Poesie eivflech'eri f- ,raehlich in Äeu «ir hei einem einen Mn- durch Trier!» In spätereu 3«^ »eit 3*‘ "Ä ’jje der W«* syjssJ e D Bf die durch ;b »«8X gief i* 1 6 uichi 0 s' ritten w w ^^lche Lanl iU Steins Garten |BehärdiicheÄnzeigen|If11fd|C SdjtUfifdjC! |vermischteÄnzeigen'] ”?***^^*^**^™**^^^** 422 J* Ml« Schulhof« 70191 2—3 Herren können an bürgerl- 422 Pstichtseuerwchr Entree 40 Psg. Anfang 8 Uhr. Am 4 K 6)A Wagen Gartenerde XQj Äv können abgefahren 7145 werden bei Th. Brück, Schloßgasse 16. H. 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Der Vorstand, freunde des Vereins find willkommen. 7127 Großh. Kulturinspettion Gießen. Wißmann. 7124 -erben einer jed - -ßme ein Raum B;i I2vf der obere tvai ton 0,40-0, v?.a einzelnen Grab Mfor.x ju betteten. Wo ititi ®rab ^80 Meter bre Lehrling. 7141] Ein braver Junge aus guter Familie kann als Lehrling in ein hiesiges Delieatefiem und Atsch-GefchLft alsbald eintreten. Selbstgeschr. Offerten unt. A. V. 7091 Postlag, Gietze« erbeten- 8ur Feier des 50jähr. Stiftungsfestes des Turuverems. Morgens 6 Uhr: Weckruf. Nachmittags 1/22 Uhr: Aufstellung des Zuges in der Ostanlage, am Wallthor. Nachmittags 21/, Uhr: Abmarsch desselben durch die Stadt nach dem Philosopheuwald; dortselbst großes Wokksfefi, Hürnen und Kinderspiele. Abends 10 Uhr: Lampionszug nach der Stadt. Der Lampionszug wird auf dem Trieb aufgestellt. — Lampions int) im Philosophenwald und auf dem Trieb zu haben. Eintrittspreis 20 Psg. a Person. — Festkarten haben Giltigkeü. P. 8. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder nach Beendigung der Spiele an den Spielplätzen in Empfang zu nehmen.7106 Slebacnan: L. Schevda. — Druck unb Verlag btc Brübl scher UnwerütälS Buch. und ©tnnbruderei & Schevda) tn ®iehen. Are heutige Tunnmcr umfaßt 6 Seiten« Vorladung. Der Husar Alsred Heinrich Theodor Otto der 1. Escadron Husaren-Regiments Nr. 13, geboren am 27. 6. 1871 zu Schotten in Oberhessen, gegen den das förmliche Contumazial'DesertionSverfahren ebv geleitet worden ist, wird hiermit auf gefordert, sich sofort bei seinem Truppentheil zu melden, spätestens aber in dem auf Montag, 7. December 1896, Vormittags IO Uhr, in dem Militär-Arresthause dahier anberaumten Termin zu erscheinen, widrigenfalls er nach Schluß der Untersuchung in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und in eine Geldstrafe von 150 bis 3000 Mark Lehrling für ein hiesiges Colon.-Waare«- Engros - Geschäft gesucht, welcher die Berechtigung zum Emj.- Freiw. «Dienst besitzt. Eintritt am 1. October oder früher. 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Die Mädchen haben um 5 Uhr und die Knaben um 6 Uhr Nachmittags pünktlich zu erscheinen. 1100 Der Vorstand des Turnvereins. h Iw- Haben Sie Verdruss, dass Ihnen der Kaffee nicht schmeckt, so genügt ein kleiner Zusatz von Weber’s Carlsbader Kaffeegewürz bei der Zubereitung des Getränks, um Sie vollständig zufrieden zu stellen. nnt w u/ und , OK* Um. *■ *»St * Bekannten und Geschäftsfteunden lheUe ich hierdurch mit, daß nch meine Wohnung von heute ab 6S« Bahnhofstrasse 15, im Hause der Frau Marcus befindet; mein Lager bleibt bis zur Fertigstellung meine» proj'ctirtt» Neubaue« unverändert, g. NUSSbaUm, Fellhändler. den 11. d. M., Vormittags IO Uhr, in mehreren Arbeitsloosen durch öffentliches Ausgebot im Saale der Wirthschaft zur Lahnbrücke ver-, 71ü4] Ein kleiner, gebrauchter geben werden. Äwll fiin utor Die Verdingungsunterlagen liegen k r . n mn auf Großh. Bürg°rrnÄft°r°i »utte» ^»*'n Hausen zur Einsicht offen. 1 ------------ Gießen, am 6. August 1896. XXXXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXXM x S X Habe mich dahier untern Heutigen X N als prakt. Arzt niedergelassen. g x Dr, med. R. Hoeschen. * 5 Londorf a. ö Wa., 6. August 1896. |t| MKKMItMMMWItMMOOtMKMMXMMK«» , il»ft 8 fil dik « Lj£*Crbniing erla Dö Ffiähos W v« Las umb dmch Lscabtt str rm Lntitt aogtlktzi ur obgrmcha m - Ein Lehrmädchen in ein feinere» Detatlgeschäft gesucht. Schriftliche Offerten beliebe man unter H. 12 postlagernd Siete« ,u senden. 7122] Tüchtiges Mädchen tagsüber gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 6928] Anständiges Mädtden gesucht. »ahnhofstratze 27, L j^^teller^esucha^ 7140] Junger Mann wünscht z. wett- Ausbild, als Boloniair b. eoent. fr. Etat- in Weiß-, Woll- u. Kurzw -Geschäft per Isofort einzutreten- Offerten bef. die Exped- d. Blattes unter O. H. Montag, den 10. August d. I. Abends SV* Uhr: Uebung sämmtlicher Rotten. Der Brauddirector. 7119 Schmandt. Großes Ijiflor. fanfarrn^onrrrf auSgeführt von der 7110 Capelle des 6. 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