chening rimhl und «läster, tag den 8. Fe- omittag« 9 Uhr M -Ä £•*2 ftt Lrutr 2? hl ' «■ ätj.) '«««H.-L Mnten „ Wen b«J? Achsen qB| J :ANaO toatbt «£■&* y#fr 3nb#fcbe ft’»'«e* '«8 Ä )em tv alleilürjrfia ?' ^Ntat bot '!»- Jede M ffl « MSt U oon Neuem em, Oenut an der Ne auf Elbön- Wr. Nach Ü man dem fBdta- chm. m, Schnittholz, m — 0,59 k», langen = 47 fa, im-Rundscheitholz, Scheitholz, riigchoh, eifer, töde. am Siang^- 3500 80 15« 40 150 M nn 50 30 14 20 7. Februar l.J., hr ansangmd, soll )er Gememdevald, z, nachoerzeichnctes aert wtrben: rm ßdttn 6 , *ft iS I«6*' e auf d-°> «** ;g am 6ingang W 9- 0. Mar 1896. förderet Hungen. rneyer. 1027 teigerung. yebruar 1896- Ur«** DE lS*j» eigert: ?*&•* S*-*1** „.*-■** he» Jlr. 32 Der Kietzen« Anzeiger «scheint täglich, mtl Ausnahme deS Montag». Die Gießener Ma»itteuVtLlter werden dem Anzeiger »ächentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Freitag den 7. Februar Meßmer Anzeiger Kenerat-Anzeiger. 18®S Vierteljähriger AbonnemenlsyrekIz 2 Mark 20 Pfg. mtf Bringnlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Rcdaction, Txpediti»» und Druck«,:: Schutstr-tzeKr.,. Fernsprecher 51. Anrts- uni Anzeigeblutt für den ‘Kreis Gieren folgenden Tag «scheinenden Nummer bi« Norm. wub' | Hratisöeikage: Gießener Aamitienblätter. I ,3nn;t Ans den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hesfischeu Stünde. nn. Darmstadt, 5. Februar 1896. Nach Verkündigung einer Anzahl neuer Einläufe, darunter ein Antrag auf Aufhebung des Weinsteuergesetzes, fetzt die Kammer ihre Berathungen heute fort mit der Re- gieruogS-Vorlage, betnfftnb die Uebertragung von in der Ftnanzperiode 1888/91 verwilligteu Credi ten in die Ftnanzperiode 1894/97. Dieselbe wird genehmigt. Ein Antrag des Abg. Wernher, die Erhöhung deS.Schutzdammeö bei Nierstein, insbesondere genaue Erhebungen anzustellen, ob bei den jetzt in Angriff zu nehmenden Arbeiten zur Verstärkung und Erhöhung der Landdämme bis Nackenheim auf der linken und rechten Rhetnsette eS sich nicht nöthig erweist, den Niersteiner Schutzdamm zu erhöhen. Der Ausschuß empfiehlt die Annahme deS Antrages und das HauS giebt diesem Antrag Folge. Für die Renovirung der Hin ter brücke am Großh. Refidenzschloß werden 5400 Mk. bewilligt. Eine längere Debatte ruft die Regierungsforderung von 98 400 Mk. für die Herstellung einer Glashalle und damit zusammenhängenden Arbeiten am Kurhaus zu Bad-Nauheim heror. Abg. Ulrich bespricht die noch herrschenden Mißstände, insbesondere den schlechten Zustand der Gradtrwerke daselbst. Auch die Badeverhältniffe, insbesondere die Einrichtungen für Herzkranke, seien noch nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Er bespricht ferner die schlechte Bezahlung der am Bade angeftellten Wärter u. s. w., die daher auf Trinkgelder angewiesen seien. Ebenso seien die Mädchen an den Trinkquelleu laut Anschlag daselbst nur durch Trinkgelder honorirr. DaS sei doch bedauerlich, daß sich der Staat Arbeit leisten lasse, aber Nichts dasür bezahle. Finanzmtvister Weber erklärt, er sei dankbar für die Anregungen, die au» dem Hause für Bad-Nauheim kämen. Ein Borwurf der Vernachlässigung könne der Regierung nicht grmachi werden, insbesondere daß diese zu wenig für Bad Nauheim thue. Seit dem Jahr 1866 habe die StaatS- kaffe noch keinen rothen Pfennig aus dem Bad - Nauheim eingenommen- sämmtliche Einnahmen aus Badegeldern u. s. w. find auch wieder für daS Bad verwendet worden. Im abgelaufenen Jahr haben diese Einnahmen 370000 Mk betragen, welche nur zur Verschönerung des Bades Verwendung fanden. Die Theilnahme der Regierung für die Hebung Bad Nauheims im Interesse des Landes und insbesondere der Kranken sei immer eine große. Abg. Jöckel hält die vom Abg. Ulrich besprochenen Mängel nicht für richtig. Um jedem Bedürsntß zu genügen, sei eS nöthig, noch einen weiteren Bademeister anzustellen. Abg. Westernacher bestätigt im allgemeinen die Aussührungen de» Abg. Ulrich und wünscht ebenfalls, daß die Regierung etwa» intensiver dem Bad unter die Arme greift. — Abg. Wetth dankt der Regierung für das ausgesprochene Wohlwollen für Nauheim, und hofft, daß dadurch manche Un- zafriedenhett daselbst beseitigt werde. Die Regierungsforde- ruog wird hierauf einstimmig genehmigt. Ein Antrag deS Abg. Köhler und Genossen, den Ankauf der Burg Münzenberg für den Staat Hessen betr., wird, nachdem die Regierung einen ablehnenden Standpunkt eingenommen hat, für erledigt erklärt. Hierauf gelangt die Vorlage der Regierung, den Personal-Etat der vor dem 1. April 1897 zu eröffnenden staatlichen Nebenbahnen betr., zur Berathung. Der Ausschuß beantragt, daß daS ständige Personal der staatlichen Nebenbahnen nach Maßgabe des vorgelegten Personal Etats an- aestellt werde. DaS HauS beschließt demgemäß. Der Abg. Hirsch richtet bei dieser Gelegenheit die Anfrage an die Regierung, ob die Eröffnung der Nebenbahn Obernheim- Alzey noch in diesem Jahr zu erwarten sei. Oderbaurath Wetz kann dies nicht bestimmt zusagen, theilt aber noch mit, daß die Schwierigkeiten bezügl. der Geländestellungen durch die Gemeinden jetzt endlich beseitigt seien. Eta Gesuch der Gemeinde Alsbach um Erbauung kiueS Stationsgebäudes mit heizbarem Warteraum und Errichtung einer Güterverladestelle bei der Station daselbst, findet trotz warmer Befürwortung des Abg. Euler keine Genehmigung. Die Herstellung eines nicht heizbaren Warte- raumS wird dagegen gutgeheißen. Eine längere Debatte entspinot sich über den Antrag Bogt und Genossen, den Bau einer Nebenbahn Ltch- Grünberg betr. Abg. Ulrich ist entschieden dagegen, daß diese Bahn von einer Privat-Gesellschaft gebaut werden solle und verweist auf die schlechten Erfahrungen hinsichtlich der Privatbahn Reinheim Reichelsheim. Abg. Köhler betont, Mi die Stadt Ltch von einer Bahn nicht- wiffen wolle und dadurch diese aussichtslos sei. Auch er ist für Herstellung auf Staatskosten. Trotzdem noch von Seiten deS Abg. Vogt versucht wird, die NothwendigkUt einer solchen Bahnverbindung uachzuweisen, w,rd der Antrag nach einer Erklärung des FlnanzmtntsterS Weber in ablehnendem (Sinne für erledigt erklärt. Bezüglich eines Antrags des Abg. Köhler, die Anlage einer G ü t e r st at i o n beider Haltestelle Langsdorf betr., für den derselbe in längerer Rede und mit statistischem Material in warmer Weise etntritt und wobei Finanzmtntster Weber eingehende Erhebungen zusagt, beschließt daS HauS dem Ausschußantrag gemäß, die Regierung zu ersuchen, Erhebungen über die Nothwendigkeit der Verladestelle anzustellen. Ein Gesuch der Gemeinden Bellersheim und Obbornhofen um Errichtung eine» Bahnhofs wird dahin erledigt, daß das HauS beschließt, ein Ersuchen an Großh. Regierung zu richten, einen gemeinsamen Bahnhof zu bauen. Zum Schluß der heutigen Tagung wird noch über den Antrag deS Abg. Euler auf Erbauung einer Nebenbahn von Bensheim nach Lindenfels verhandelt. Nach längerer Debatte, an welcher sich die Abg. Euler, Schönberger, Hetdenretch, Wolfskehl und HaaS berhet- ligen, beschließt die Kammer, die Regierung zu ersuchen, eine Verbindung deS mittleren OüeuwaldeS mit den Bahnnetzen im Auge zu behalten und nach Klärung der Verhältniffe Vorlage zu machen. Bezüglich einer Interpellation des Abg. Vogt, die Regulirung der Ufa betr., stellt Staatsmiuister Finger eine diesbezügliche Vorlage im Betrag von 64,000 Mark noch diesem Landtag in Aussicht. — Von 103 Wirthen aus verschiedenen LaudeStheilen sind Eingaben für Aushebung deS Weinsteuergesetzes eingelaufen. Damit ist die Sitzung beendigt. Deutscher Reichstag. 32. Plenarsitzung. Mittwoch, den 5. Februar 1895. Fortsetzung der Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Abg. v. Hodenberg (Welfe): Vor leeren Bänken wird hier über eine so wichtige Vorlage verhandelt, hauptsächlich von Juristen. Ich bin der erste Laie, der au Worte kommt. Ist das bürgerliche Gesetzbuch wirklich ein Wunsch des Volkes? Für meine engere Hetmath leugne ich dies, leugne ich das Bedürsntß. Man will heule möglichst centraltsiren, vom föderativen Prtncip zum Einheitsstaate kommen, die parttculartsttsche Selbstständigkeit aussaugen und das ist, wie schon Windthorst sagte, retchsfeindttch. Für diesen Entwurf sind die Juristen wegen d« Rechtseinheit. Aber wir haben ja schon ein Reichsgericht und über dieses bestehen doch Klagen genug. Es mehren sich die K agen, daß unsere deutschen Richt« den Zusammenhang mit dem Rechtsbewußtsein des Volkes verlieren. Dieses Gesetzbuch wird diesem Uebel nicht abhelfen. Die Regierung, von der es mich sonst freut, daß sie in dieser Session im Eentraltsiren einen Rückzug angetreten hat, hat zu meinem Erstaunen dennoch diesen Entwurf etngebracht. Es zeigt das, daß die moralische Autorität im Reiche fehlt, so lange wir keinen Rechtsstaat Haden. Wir wiffen nicht, ob wir die Berarhung dieser Vorlage zu Ende führen werden, oder ob das Andere beschteden sein wirb. Aber wir Welsen werden, wenn eine gleiche Vorlage wieder an uns herantreten sollte, als gute Deutsche handeln und danach handeln: Recht soll Recht bleiben Geh.-Rath Prof. So hm: Der einzige Rechtswiffenschaftl«, d« heute noch Gegner der Vorlage ist, ist Gtehrke. Abgesehen von ihm, sehen alle Juristen in der Vorlage einen Fortschritt aus d« elenden particularen Rechtszersplttterung. Auch alle Parteien hi« im Hause haben sich patriotisch zustimmend erklärt, mit einer Ausnahme, der des Abg. Stadthagen. Derselbe nennt den Entwurf ein Klassengefetz, bet deffen Abfassung ja auch die 98 pCt. Arbeiter nicht vertreten gewesen seien, sondern nur Grundbesitzer und Schlotbaröne. Nun sind Sie im Stande, sich ben Abg. Stadthagen als Verkörperung des deutschen Volkes zu denken (Stürmische Heiterkeit), «IS den „deutschen Mann" (Stürmische Heiterkeit, zugleich aber große Unruhe bei den Socialdemokralen und Rufe: Zur Ordnung!) Können Sie sich das denken, dann mutz ich sagen: finis Germaniae! Wer ist denn, wenn ich Herrn Stadthagen H«rn Planck gegenübnstelle, d« Vertreter deutscher Wahrhaftigkeit, deutscher Treue, deutscher Gerechtigkeit (Beifallsrufe sowie Unruhe links), Herr Stadthagen? (Große Unruhe links.) Wir Gebildeten, wir Beamten, denen anzugehören ich stolz bin, sind nicht Vertret« des Grundbesitzes. Wir sind Vertreter d« Arbeiter (Bravo! rechts.) Alles, was ich bin und waS ich habe, verdanke ich meiner Arbeit. Der Ärbeiterstand, der mag erkennen, er ist nicht unmrlreten gewesen in unserer Commission. Ich habe gestern begriffen, weshalb Herr Stadthagen nicht in unsere Commission gekommen ist. Er hat unserer ganzen Rechtsordnung gegenüber ein entschiedenes Nein — und dann konnte er nicht an unserer Commission thetlnehmen. Er Hal unser Werk codi- fictrtes Unreckt genannt, das ist die fckwerste Beleidigung, die er uns zufügen konnte. Auch das geltende Recht hat Stadtbagen Unrecht genannt. Aber Haden das Gesetzgeber gemacht? Keine Red.! Es ist aus dem Volke erwachsen. Wir Alle, das Volk, macken das Recht. Dieses setzt sich zusammen aus Keimen, über die kein Gesetzgeber Gewalt bat. Unser geltendes Recht kann daher nicht Unrecht sein. Und wer das sagt, schließt sich daher von der Gesammtheit des nationalen Lebens aus. Unseren Entwurf nennt Stadthagen Scheineinheit. WaS hat man nickt Alles unserem Entwurf vorgeworsen. Man bat gesagt, wir hätten nickt genug für den Grundbesitz gesorgt. Sollten wir noch für höhere Getreidepreise sorgen? Wir find nicht im Stande, AlUs zu machen. Ein Ausbeutergeseh sollm wir gemacht haben. Und wieso? Ein paar unschuldiger Paragraphen halber. Auch der von dem Herrn so scharf bekämpfte Nochrechts-Varagraph steht schon im corpua Jaris. Welche unbegründeten Vorwürfe bat Stadthagen gegen einen bloßen Namen g«tchtet, gegen Di en st vertrag und Di en st Herrn. Dies« Name soll en'würdigend sein. Nein — er adelt. Der Arzt dient dem Patienten, der Rechtsanwalt dem Clienten „Ich dien'!" Honny soit qui mal y pense! (Bravo!) Ich kann nicht auf alle Einzel- beiten etngehen. Ich glaube fest, daß wir ein gerecktes, der ganzen Nation hochwillkommenes Werk bringen. Der Ärbeiterstand soll von der sozialdemokratischen Unfreiheit zu d« bürgerlichen Freiheit kommen. Auch mit dem Vereinsrecht, wie es in dem Entwurf steht, macken Sie einen großen Fortschritt! Nehmen Sie die Paragraphen nicht einzeln durch. Schlagen Sie darauf mit dem Hammer des Geistes und der sociale Funke wird hervorleuchten. Auch die Sprache des Entwurfs ist verständlich, dies« selbst ist deutsch. Von 2300 Paragraphen nur 300 römisch. Der Entwurf ist ein Dornröschen, noch schläft e8. In demfelben Momente, wo Sie, der Reichstag, Ihr Machtwort geben, wird es erwachen, und der Küchenjunge wird nach der Gesindeordnung — seine Ohrfeige bekommen. (Große Heilerkett.) Nehmen Sie den Entwurf an, und das deutsche Recht möge blühen, wachsen unh gedeihen. (Beifall.) Abg. Frhr. v. Stumm (ReichSp.): Bei einer Commissions- bnathung wird von einem Zustandekommen deS Gesetzes in dieser Session nicht die Rede sein. Ich schlage vor, daß die Fracttonen zusammentreten und sich überlegen, welches Minimum an Forderungen betrtffs Abänderung des Entwurfs sie stellen wollen. Mein« Fractton Bedenken bewegen sich hauptsächilich auf dem Gebiete des Rechtes der Frau. In einzelnen Punkten stellt der Entwurf die Frau ja sogar schlechter, als nach französischem Recht und nach unserem gegenwärtigen. In kein« Zeit hat sich der Blldungsstand b« Frau bem beS Mannes so genähert, wie gegenwärtig. Der ganze Cultmstanb eines V lkes ist zu beurtheilen nach der Stellung, welche man der Frau gewährt. Ich bin nicht für vollständige Emancipatton und Gleichberechtigung, aber in allen Dingen, wo Mann und Frau vermögensrechtltche Gemeinschaslsintereffen haben, mutz auch die Gleichberecktigung etntreten. Sie geben solche Rechte ja auch den Unverbetratheten und der Wittwe. Ich kenne auch mehr letchtstnnige Männer als Frauen, und wo in der Ehe Unglück ist, hat öfter der Mann Schuld, als die Flau. Wenn der Mann das Vermögen der Frau verpraßt, soll dann die Frau keinen Schutz haben? Gegen die vertragsmäßige Gütergemeinschaft habe ich nichts, ab« in dubio gesetzlich muß Gütertrennung herrschen. Weiter fordert Redner Namens feiner Partei Aenderungen beim Erbrecht. Seine Freunde würden ober, falls ihre Wünsche nicht durchgingen, daran das Gesetz nicht schtttern lassen. Er hoffe aber, daß auch die Freisinnigen mit ihren o«einsrecktltchen und das Centrum mit der Forderung betreffs der Civilehe es ihm und seinen Freunden nicht unmögllch machen, für das Gesetz zu stimmen. Abg. Förster (Antis.): Eine solche Vorlage heische gründ'iche Prüfung, selbst auf 'die Gefahr hin, daß die Sache ein halbes Jahr länger dauere. Seine Partei lege sich in ihren Wänscken Setbst- beichränkung auf. Aber an dem Recht der Schuldenoerhältnisse würden Aenberungen nöthig sein im Hinblick auf ein unter uns ansässiges fremdes Volk, w>e denn überhaupt einmal in ein späteres büraerlicheS Gesetzbuch ein Abschnitt darüber aufgenommen werden müsse, wonach Deutschland den Deutschen gehöre. (Lachen links.) Vor b« Auslegung der Gesetze sei ihm nicht bangt, mosern nur der Richterstand vor dem Hineinfluihen gewiss« fremder Elemente behütet werde. Ganz bestimmt müsse sich seine Partei gegen die Fassung der Bestimmungen über das Vereinsrecht erklären, im Interesse der social- politticken und religiösen Vereine. Abg. Colbus (Elsäffer): Unser vorjähriger Antrag auf Abschaffung der Dictatur in Elsaß-Lothrtngen wurde vom Reichstag angenommen, aber d« Bundesralb hat ihn abgelebnf. Das Hal in ganz Elsaß Lothringen im höchsten Maße befremdet. Solle denn nun mit diesem bürgerlichen Gesetze der Ausnahmezustand bei uns fortdauern? Huf« Volk, das beste der Welt, wird dann immer erbitterter werden. Warum will man uns das allgemeine Recht nicht gönnen, uns nur durch Ausnahmegesetze regieren? Wir verlangen ein gleiches Recht mit allen Anderen. Abg. Spahn ((Str.): Herr Geh. Rath Planck hat gemeint, die Ehegesetzgebung betreffe nur die bürgerliche Wirkung. Das ist nicht richtig. Die Ehe ist tn bürgerlicher, religiöser und sittlicher Bezrehung eine Einheit. Und deshalb können wir ben Bestimmungen bes Entwurfs hierüber nickt zusttmmen. Leib« ist ber Anregung in ber Commission, bte Ehegesetzgebung ganz auszuscheiben aus dem Entwurf, nicht stattgegeben worden. Redner gedenkt dann der Vorzüge des bürgerlichen Gefetzbuckes: eine zweite Einheit, die Einheit des Rechts, neben ber politischen Einheit. Der politische Erfolg hiervon fei nicht hoch genug anzufcklagen. Jedenfalls werbe man mit allen Kräften danach streben müffen, über ben Entwurf zu einer Verstänbigung zu gelangen. Man wirft bem Entwurf vor, er sei nicht focial genug, ich glaube, es gibt kein bestehendes Gesetz, bas socialer gefaßt wäre. In Bezug auf Eherecht stehen alle Katholiken auf unterer Seite. Man sollte von bem Gesetz Alles fernhalten, was bte Katholiken auf baS Schwerste ewpfinben würben. Weiterberathung morgen. Außerbem Interpellation betr. Transitläg«. Neueste Nuchvichten. Wolff» telegraphisches Corresponbenz-Bureau. Berlin, 5. Februar. DaS Staatsminifterium hielt heute Nachmittag 2 Uhr im ReichstagSgebäude eine Sitzung unter dem Vorsitz deS Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe ab. Berlin, 5. Februar. Die Börsengesetzcommission deS Reichstages nahm § 38, Zulassung von Werthpapieren, in ber Faffung der Regierungsvorlage mit einigen Abänderungen an. Die Commission nahm ferner § 39 in der Faffung Gamp an, wonach für Wertbpapiere, deren Zulassung zum Börsenhandel verweigert oder nicht nachgesucht ist, sowie 1778]* 1 W zu übertragen. *• „«tilgten und Naturwissenschaft" so lautete da» Thema de» zweiten Vortrages über brennende religiöse Fragen, den Herr Dr. Joh. Müller au» Leipzig am letzten Freitag vor zahlreicher Zahörerschast hielt. Mit großer Spannung folgten die Versammelten den hochinteressanten Ausführungen des geschätzten Redners, au» denen wir in der Kürze Folgendes herauSgrerfeu: Wir leben in dem Zeitalter der Naturwissenschaft, fo begann der Herr Referent, und Inte- resse für sie stehl allenthalben im Vordergrund, doch zeitigt diese Erscheinung die beklagenSwerthe Thatsache, daß daS Interesse vor den religiösen Fragen zurückrrirt, ja eS werden Stimmen laut, die Naturwisienschaft habe mit der Religion aufgeräumt. Sine solche Behauptung beruht immer auf einer gänzlich falschen Aufsasiung von dem Wesen der Religion, sprctell de» ChristenthumS, denn dasselbe ist keine theo« getreten, retische Wahrheit, die mit den wechselnden Anschauungen der Zeiten ebenfalls wechselt, sofern da« Christenthum ,st Wirk- sein thatenreicheS Leben beschloß. vefitzwechsel. DaS ehemals Bäcker Germanische HauS am Neuenweg wurde für 31000 Mk. an den Bäcker Spam er au« Schotten verkauft. Derselbe will da» Besitz« thum umbauen und die Bäckerei we ter darin betreiben. Hegezeit. Mit dem 1. cr. hat die allgemeine Hegezeit süc das Wild ihren Anfang genommen. — Auch dafür Jagdfreunde und Landwirthe gleich wichtige hessische Wild schadengesetz tft zu dem obigen Zeitpunkte In Straft Zn Steuer Anssehern wurden ernannt: am 15. Januar 1896 brr Mlliräranwär.er Johannes Kaul au» Nauheim Nietzsche." Fernsprechverkehr Gießen Frankfurt und Gießen Cassel. Au Gebühren für Benutzung der demnächst in Angriff zu nehmenden Fernlprecheinrichtung werden erhoben: Für ein gewöhnliches Gespräch bi« zur Dauer von drei Minuten in Gießen beim Verkehr mit Bad-Nauhetm, Friedberg und Marburg 50 Pfg., mit Frankfurt und Caffel 1 Mk.,' in Bad'Nauheim beim Verkehr mit Friedberg, Frankfurt und Gießen 50 Pfg., mit Marburg und Caffel 1 Mk.- in Friedberg beim Verkehr mit Bad-Nauheim, Gießen und Frankfurt 50 Pfg., mit Marburg und Caffel 1 Mk. Luthers Todestag. Der 350jährige Todestag Marti« Luthers, am 18. d. M., wird in allen protestantischen Kirchen gebührende Erwähnung finden. Die Hauptfeier wird in Eisleben stattfinden, wo Luther am 18. Februar 1546 Cocates und LrouinzieUe-, Gießen, 6. Februar 1896. ** Aus der Stadtverwaltung Wie aus dem Ber- waltungsbericht Großh. Bürgermeisterei für 1894/95 zu ersehen ist, hat die Stadtverordneten-Versammlung 25 Sitzungen abgehalten und 593 Gegenstände verhandelt. Der stärkste Besuch der Versammlungen bestand au« dem Vorsitzenden, den beiden Beigeordneten und 25 Stadtverordneten, der schwächste aus dem Vorsitzenden, den beiden Beigeordneten und 15 Stadtverordneten, es nahm im Durchschnitt jeder Stadtverordnete an 18 Sitzungen Theil. Die städtischen Deputationen und Commiffionen waren beschäftigt wie folgt: Baudeputation, Commission für da« Feuerlöschwesen und Friedhofs-Commission in 29 Sitzungen mit 614 Gegenständen- Finanzdeputariou in 21 Sitzungen mit 66 Gegenständen, Deputation für daS städtische Gas- und Wafferwerk in 14 Sitzungen mit 93 Gegenständen, Juristische Cowmiision in 7 Sitzungen mit 15 Gegenständen, Schlacht- haus Commission in 6 Sitzungen mit 23 Gegenständen, Landwirthschaftliche Commission in 6 Sitzungen mit 24 Gegenständen, Schuldeputation in 3 Sitzungen mit 3 Gegenständen, Commission zur Prüfung der Gesuche um Concesfion zum Branntwein-Ausschank und -Kleinhandel in 14 Sitzungen wir 48 Gegenständen, Deputation für die Märkte in 2 Sitzungen mit 3 Gegenständen, Deputation für daS Ein- quartierungSwesen in 1 Sitzung mit 3 Gegenständen, Armen- deputation in 24 Sitzungen mit 15 Gegenständen, das Curatorium der höheren und erweiterten Mädchenschule in 8 Sitzungen mit 27 Gegenständen, der Schulvorstand In 5 Sitzungen mit 32 Gegenständen. *♦ Kirchliche Dienstnachrichten. Se. Kgl. Hoheit der ( Großherzog haben Allergnädtgst geruht, am 25. Januar dem Pfarroerwalter Hermann Schmidt zu Groß-Gerau die evangelische Pfarrstelle zu Worfelden, Decanat Groß-Gerau, Deoetch» ot» Oorc'ia .Herold*. Berlin, 5. Februar. Der Kaiser begibt sich morgen Avend zur Beisetzung der Großherzogin von Oldenburg nacb Oldenburg. Unmittelbar nach der Bei- sttzung Lhn er nach 'Berlin zurück. Berlin, 5. Februar. Durch den Abgang de» Prinzen Fii drich von Hohenzollcin stehen, wie der „Localanzeiger" weidet, wichtige P e rsonalveränderungen in der Armee bevor. An der Stelle des Prinzen wird der General Freiherr v. Falckenstein daS Commando deS 3. Armeecorps erhalten, während ter Commandeur der 1. Cavallerie-Bligade, der würitembergiscke Generalmajor von Sick für den Fretherrn von Falckcnstcin an den württsmberg'schen Hof gehen soll. Commandeur der 1. Garde.Cavollcrie-Drigade wird voraussichtlich Prinz Friedrich Lcopold. Von anderer Seite wird b-u.-gen als Nachfolger dr« Prinzen Friedrich von Hohenzollern der Commandeur des 1. Armeecorps, Graf Finck von Fincken- stein bezeichnet. Berlin, 5. Februar. Den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft ging auf ihre Glückwunsch-Adresse an den Kaiser folgende Antwort zu: Den Aeltesten der Kauf Mannschaft von Berlin spreche ich für die freundlichen Glück wünsche, welche Die mir beim Eintritt in ein neue» Lebensjahr darbrachtcn, meinen wärmsten Dank auS. Don der in der Glückwunsch Adresse zum Ausdruck gebrachten vertrauensvollen Zuversicht, daß die berechtigten Jntereffen deS Handels und der Industrie bei mir stet» ein w ll-geS Gei öc und thuu- lichste Förderung erfahren werden, habe ich mit Befriedigung Kenntniß genommen. Auch ich hoffe, daß eS den Bemühungen meiner Regierung bei weiter Mäßigung der betheiligten Kreise ohne Verfolgung von Soudcrirucrrssen gelingen werde, die für solche, die zur öffentlichen Zeichnnng aufgelegt find, vor der Zutheilung eine amtliche Preisfeststellung n cht erfolgen bar] und Geschäfte in solchen Papieren von den Börsenein- richtungrn ausgeschlossen sind und von CourSmaklern nicht I vermittelt werden dürfen. § 40 wurde nach den Anträgen Arnim und Gamp angenommen, wonach dem BundeSrathe I obliegt, den Mindestberrag de« Grundcapstals für die Zu- I loffung von Actien an den einzelnen Börsen sowie den I Mtadcstbetrag der einzelnen Stücke zu bestimmen. Berlin, 5. Februar. Die Commi'sion deS Abgeordneten- | Hauses zur Berathung deS DienfteinkommenS für Volksschullehrer nahm § 1 mit unwesentlichen Aende- rungen an, ferner den ersten Absatz deS § 2, der da« Minimalgehalt der Lehrer auf 900, der Lehrer nneu auf 700 Mark festsetzt. , Rom, 5. Februar. Prinz und Prinzessin Heinrich starteten heute dem König und der Königin im Quirinal einen Besuch ab, welchen dieselben kurz nachher im Hotel Bristol erwiderten. Paris, 5. Februa". Die Budgetcommission nahm einstimmig den Bericht deS Deputaten Raiberti über die Be- w lligung deS CreditS zur Thetlnahme Frankreichs an der Krönung des Kaisers von Rußland an. Der Bericht stellt fest, daß der Credtt zur Ents ndung der außerordent- lichen Gesandtschaft und für die Ausgaben der Botschaft in Petersburg bienen wird. Lobanoff RostowSki theilte mit, der Kaiser und die Kaiserin werden einem Ball, den man ihnen zu Ehren in Moutebello zu veranstalten beabsichtigt, bei« wohnen. Für zwei Häuser, die in Moskau gemiethet, noth- wendtg einzurichten sind, beträgt der Miethpreis 40,000 Rubel. I Die Ausgaben für den Ball und ein sich anschließendes Souper werden 100,000 Rubel erreichen. London, 5. Februar. Nach einer Meldung der „Times- auS Odessa vom 2. d. MtS. eröffnet in diesem Jahre eine neue Transport-Gesellschaft unter der Directiou eines russischen AdmiralS ihren Betrieb auf dem Schwarzen Meere. Sieben Dampfer find in England bestellt worden. Dieselben sollen so gebaut werden, daß sie in Kriegszeiten in armirte Kreuzer umgewandelt werden können. Cowes, 5. Februar. Da« Leichenbegängniß deS Prinzen von Battenberg ging bei trübem, bedecktem Wetter vor sich. Die Leiche wurde in CoweS gelandet und auf einer von sechs Pferden gezogenen Laffette mit großen militärischen Egren nach Whippingham übergesührt. Se. König! Hoheit Prinz Albrecht von Preußen folgte zu Fuß mit den Prinzen. | Die Prinzen von Battenberg gingen als Hauptleidtragende vor dem Wagen der Königin, in welchem die Königin, Prin- z-ifin Beatrice und zwei Kinder der letzteren saßen, hierauf folgten die Wagen mit den Prinzessinnen deS königlichen HauseS. Sämmtliche Prinzen gingen im Trauerzuge. Bei Schluß der feierlichen Handlung tn der Kirche zu Wgtppingham wurden drei Salven abgegeben. Athen, 5. Februar. In Vertretung des Königs begiebt sich der Kronprinz zu den KrönungSfeierstchkeiten nach Moskau. Auch die Königin und Prinz Georg werden an den Festlichkeiten theilnehmen. Sofia, 5. Februar. Die Regierungsorgane „Mir" und „Progreß" bestätigen die Meldung anderer bulgarischer Blätter, daß der Czar die Emladung deS Fürsten Ferdinand angenommen hat, Pathenstelle beim Uebertritt deS Prinzen Boris zu übernehmen. Der Czar dürfte sich durch einen russischen General vertreten taffen. Eine Gruppe hiesiger Bürger trifft Vorbereitungen, um dem Abgesandten deS Czaren mittelst SonderzugeS entgegen zu fahren. Die Ankunft deS bulgarischen Exarchen wird am 9. d. Mts. erwartet. Aus allen bulgarischen Siädten sollen Deputationen zur Feier de« UrbertritreS be» Prinzen Boris eintreffen, der all- Bischöfe und Arch'mandriten des Landes beiwohnen werden. Sämmtliche Parteiblätler, mit Ausnahme der „Swoboda", des Organs SlambulowS, besprechen daS Manifest des Fürsten sympathisch. Der Monizipalrath veranstaltet Samstag ein Bankett zu Ehren der Minister und Deputaten. Havanna, 4. Februar. Bei Conaolazion fand ein Gefecht zwischen dcn Aufständischen und den spanischen Truppen statt, bet welchem die Aufständischen 300 Verwundete und 60 Todte verloren. General Lvque wurde verwundet. e der —22!^« soi '<• ontoufen *' N en* ll* j[t äff1 8«lf !e bayerischen und Llbert«, Alice«, M bildet sich zur Zeit d:S Reichskanzlers, lohe-SchillingSfürft, 8. von dem Snefel ">« Rothen Kr cochvendigen Kamp von Heilstätten ** S'öbere Anzahl leldltl beizetreten. 7 vnrinSmitglieder ?nl>n ihren Beitritt' LvniRWR beteini ;b!a Nichienenen Au ntn Arbeiten in Mite Utmn n„, I; 1»m Rch, ■r?unll Uangpotta' -00 Heildedüe dnf Hrilstäiie zu sich zur Zeit fühlbar machenden Gegensätze auf wirthschast- | lichkeit, und zwar schafft da» Zusammengreisen be» rm» an- l-dtem nnö foclalem @eblete allmäiig au6Augletd>en un» alle- gtborentn reli9ta(en ®atpfinben« mit derWI, StmtrbJimtiatn be« Solte« eine gedeihliche Entfaltung zu neue« geistige« Leben, da« fpteied chnstlich »lle*8fc ^ebee. ermöglichen ° Berlin, 5. gebruar 1896. ge>. Wilhelm, «SX. Da« Ehristeniham ist weiter nicht« al« »er volle Durchbruch ketli», 5. Februar.^ In der B nd g etc° m mi IIi°n de« selbstbewußten religiösen Erben«, bte be»u§te «emetn- be« Reichstage« wird am Donne.-iag der Marineetat schal mit dem lebendigen Gott, hergestellt dnrch e*ri6u«. tut Berathang kommen. Man erwartet schon in der ersten O-wohl nun Religion und Raturwiffenschast auf derselbtu S'tzun, vom Staat-secreiär Hollmann eine auSsllhrliche «a«. Basis ruhen, au, der Wirklichkeit so besteht doch soNwäh- kunst über die immer von Neuem austauchenden Gerüchte, rend Streit zwischen beiden durch Ueberschreitung der Grenz- wonach an den en.scheidenden Stellen die «bficht einer schon Unten von beiden Seiten. Wie weit geht d e Glenze iede« In kürzester Zeit vorzunthmenden erheblichen Bermehrung der beiden Reiche ? Die Naturwissenschaft ist eine Menge unfeier Motte beftehen foB von Einzelkennwissen au« der Ersahrung über die Welt, die Berlin 5 Sebtuar Ja der hiesigen englischen Religion ist eine bestimmte Anschauung der Welt, d. h. nicht St. Georg «kl r ch e sand heute Mittag eine Trauer- eine bi, in« Einzeiste gegliederte, dogmatisch seftgelegte »n^ leierlichkeil uatb anglikanischem Ritu« für den Prinzen s-hautwg, sondern nur eine Wellanschauung mit Sott al« Heinrich von Battenberg statt, der da« Saistrpaar I Mittelpunkt. Folglich: die Naturwissenschaft biet« k^»e und die Kaiserin Friedrich beiwohnten. Anwesend waren Weltanschauung, sondern nur Naturkenntniffe, die Reiigiou serner die Herren der englischen Botschaft, der hessische Ge> bietet un« keine vollständige Weltanschauung,, sondern ein sandte, die^nächfte Umgebung de« ikaiserpaare« und der W-ltanschauungSprlneip. Redner beleuchtet nun durch einze ne lkaiserln Friedrich und Mitglieder be« diplomatischen Eorp«. Hinweise, wie häufig die Grenzlinien von be den Seite Berlin 5 Februar. Die Klarlegung über den Stand überschritten, und damit Streitigkeiten hervorg-rusen werden, der Währung-srage Seiten« der osfic ellen Reichsftellen ,. B. wenn die Religion von der Nawrw^enlchaft sordern wird nicht mehr lange auf sich warten lasten. Wie e« wolle, fie habe sich au die im b.bltschen Schöpfung«berlcht heißt, gedenkt der Reichskanzler in Bälde eine Erklärung, geoffendarteu Nawrwahrhtiten zu halten. Dag-g,n st ju deren Text bereit« festgeftellt sein dürfte, Im Reichstage ab- fugen: die Bibel Ist ke-n naturwistenschastliche« Handbuch, »uaeben sondern Gott ihut seinen W llen durch die Bibel kund, und München, 5. Februar. Prinz Friedrich Leopold zwar trägt er stet« dabei dem Btrftändnlß, dem geift gen von Preußen wird voraussichtlich seinen ständigen Ausenthalt Niveau der Zelt, zu der er redet, Rechnung. We auf dem ■ m * » i. speclell religiösen Gebiet eine Entwicklung zu eonftatireu ist, Wien, 5. Februar. «u«Quebeck berichtet da« „W. Jll. lMose«, Propheten Jesu«), so auch cui dem n(ben(äd)ll4en Erirablatf, daß Nacht» In der Irrenanstalt zu Beauport Gebiet derNaturerkevntnlß innerhalb der Bibel. Da«Bleibende, ein Feu er ausbrach, wobei von den 2000 Patienten etwa die Hauptsache der Weltanschauung der Bibel M, daß fie un« em 100 getödtet und sehr viele schwer verletzt wurden. We.tanlchauungSprlneip, nämlich Gott, gibt. Die ^turedennt. Baris 5. Februar. Hier tritt mit großer Bestimmtheit niste, die m>t einfließen, können für unsere Forschung nicht das Gerücht auft daß Kaiser Wilhelm dem russischen bindend fein, da« hieße die Grenze der Religion überschreiten. Thronsolger In La Turbie und dem österreichischen Anderseit« find die Grenzen der Wistenschaft voni Ihren Kaiserpaar aus Cop St. Martin einen Besuch abftaiten Bertretern nicht beobachtet tootben, so von den «nhingern will. Bei dieser letzteren Gelegenheit würde eine den osficiellen der Darwin schen Theorie. Redner geht eingehend auf die- Charaeter entbehrende Begegnung de« deutschen Kaiser, mit selbe ein. Gegen die Theor r der Entwickelung au« der dem Präsidenten Saure stattfiuden. Urzelle an sich ist vom christlichen Srandpunkt nicht« emzu. Paris 5. Februar. Der Handelsminister hat in der wenden. Die Grenze wird aber Überschritten, wenn mai, gestrigen Kammersitzung einen Gesetzentwurf eingebracht, behauptet, diese Theorie sei daS Resultat der wiffenschastllchen demzusolge alle Diejenigen, welche die freie Ausführung der Forschung- da« Ist sie nicht, sondern lediglich eine Hypothese, durch daS Gesetz vom Jahre 1884 dem Arbeiter- Em Schüler Darwin« hat nämlich, um da« neue Eoange iurn Syndicat zugestandenen Rechte verhindern oder zu ver- wirksam au«zudrelten, nicht nur °n Stelle der hindern suchen, mit zehn Tagen bi« zu einem Monat Gesängniß „Resultat" eingesetzt, sondern sich auch bewußter (serich.Ii» und 10 bi» 200 Francs Geldbuße bestraft werden. Die eonstatirter) Fäischungen bedient. Diie Naturiwlffieufchaf Soe,allsten nehmen diesen Gefetzentwurf sehr günstig auf. überfchreltet ferner alle Mal darin ihre Grenze, wenn sie I 1 M _____ behauptet, Gott ixlstire nicht- diese Behauptung, von der WB Lissabon 6. Februar. Hier wurden 57 Anarchisten Naturwissenschaft etwa ausgestellt, ist ein direeter Unsinn, denn verhaftet/ um zu ermitteln, wer am Dienstag Abend die die Wistenschaft kann nicht« Über Golt au-sagen, well Gott Bombe vor dem Hause des Arzte« warf. Der Arzt hatte sich vollkommen ihrer Betrachtung entzieht. D e Misten chaft den Arbeiter für verrückt erklärt, welcher den Wagen be« geht ber Entwlcke ung der Dinge nach bi« auf Ihren letzter, I i » u c,eH,nrt,„ Grund und doch kommt sie nie dabei zu einem völligen Ab' I 5ontfl8 m't beworfen. | • @ @q« ^rwin, angelangt, daß sich aus den einfachsten einzelligen Lebewesen da» Leben gebildet, so bleibt immer noch die Frage zu lösens Wie ist die erste Zelle überhaupt in die Welt gekommeir und wie hat sich der Uebergang vom Anorganischen zum Organischen vollzogen, wie der Uebergang aus dem Thier- tn» Menschenreick? Darwin behauptet, daß sich der Mensch au» dem Affen entwickelt habe, aber der Nachweis dieser Behauptung mit Hilfe des Studiums an wilden Völkerschaften, wie an Knochenüberresten, die von einer Zwischenstufe zwischen Mensch und Affe darstellenden Lebewesen her- rühren, ist mißglückt. Wenn wir also durch die vom Dar- winismuS angegebenen Factoren die Entstehung und Entwickelung der Welt nicht ausreichend erklären können, so ist damit der WahrscheinlichkeitSbcweiS, daß Gott nicht existiren kann, hinfällig geworden. Zu einem Begreifen der Welt- entstehung und Weltentw ckeluag, zu einer ei cheitlicheu Weltanschauung kommen wir nur, wenn wir ein Eingreifen einer übernatürlichen Macht, ein Eingreifen Gotte» annehmeu. — Lauter herzlicher Beifall dank:e dem Redner für seine geist- vollen, fesselnden Ausführungen, die, in solchem Abriß wiedergegeben, bet Weitem nicht aa den Eindruck de» Gehörten heranreichen können. Reiche Anregungen zu weiterem Nachdenken werden dem Hörer geboten. Deshalb fei auch an dieser Stelle auf das Wärmste empfohlen der morgen (Freitag> Abend 8 Uhr im Letblchen Festsaal ftattfindrnde dritte Vortrag vr. Müllers über „Von Darwin bi» Bebel und Elten '"»uitta*1"“* Statin. h “»H, ste* ’Sä 'P tine $.n., LLr «‘“‘‘»«‘Wie “’S/, taetn lln Miw “ it;b« Still« ** twrtn, &h i,tb,ni SJMmjiteiHt „«M« I» h A'«L>°dd»ch, «W tu«b, nt l6‘ b™ --'»iw '8* W e auf de« 8U conftatiren ist, t« uebevsSchlichku d. DaS Bleibende, W/ daß sie uns ein Dit Nalurerkeavt. ' Forschung nicht S'vn Überschreiten. von ihren n tun Änhiingna tiosrhend auf dü- v'ckelung aus der punkt nicht« eiuzv« ritten, wenn man cr wiflenfchastlichen lich eine Hypothese. S neue Eoangeltow ette der Hypothese ewuhter (gerichtlich e Natnrwifsenfchaft Grenze, wenn fit anptung, von bet irecter Unsinn, den- tSfngen, weil @oli t. Die Blfftnft^ '6 auf ihren letzde einem tiofllgen A lartotnl angclongi, x bai iU %xay zu U|tr. die Welt ßdommtn Anorgnuifchen zu« ans dm Thier- i°i .h fich der Menflh der Nachweis dieser an wilden Völker« von einer Zwischen« nben Lebewesen htr- durch die vow Dar« Entstehung und Ent« (artu können, so ist g Wt nicht eDrtn gegretsen der Welt- ■ ei Zeitlichen Weitem Eln-relfeu einer otteS annehmen. - bnet für seine geist- olchem Abriß wieder- noruf --- ;n tu weit««” ” ÄfjJ fSÖ» gt n» »** •**.j; L > Cassei Mgrti« «oieH14" । oüen p ,Mir! Die Haupt es „ 18. S°d»" Bii» ®"”g 8^ ich tnM mit Wirkung vom 22. Januar 1896, am 16. Januar 1896 der MMtLranwärter Fußgendarm Adam Eipp aus Gimbsheim. *• Die Ausrüstung der Persoueuwageu 4. Klaffe mit Lihbünkeu ist nunmehr aus den preußischen Staatsbahnen vollstLndig durchgeführt. Da eS im Interesse des reisenden Publikums erwünscht erscheint, daß die gleiche Einrichtung auch bei den preußischen Privatbahnen getroffen werde, hat bet Minister der öffentlichen Arbeiten die Eisenbahncommiffare veranlaßt, den Vorständen der ihnen unterstellten Privat« bahnen ein gleiches Vorgehen zu empfehlen. Sie sollen hm bis zum 2. Mat berichten, wie fich die Vorstände zu dieser Anregung gestellt haben. •• Altersrenten. Ansprüche auf Bewilligung von Altersrente find seit dem Inkrafttreten des Alters- und JuvaliditätSgesetzeS erhoben 339,687. Bon diesen wurden 269,450 anerkannt und 58,570 zurückgewtesen, 3360 blieben unerledigt, während die übrigen 8307 Anträge auf andere Weise ihre Erledigung gefunden haben. Die Zahl der An- spräche auf Invalidenrente betrug 219,095. Davon wurden 156,027 anerkannt, und 44,140 zurückgewiesen, 8620 blieben unerledigt, während der Rest anderweitig erledigt wurde. Handel mit Bieh nach Lebendgewicht. Der deutsche Laudwirthschaftsrath hat in seiner am 3. d. Mts. in Berlin adgehaltenen Plenarversammlung folgende Resolution angenommen: „Der deutsche Laudwirthschaftsrath wolle erklären : 1) Die auf der Couferenz vom 6. und 7. November 1895 in Berlin unter Betheiligung von Vertretern des Deutschen LaudwirthschaftsratheS gefaßten Beschlüsse, betreffend a. die einheitliche Normirung des Begriffes Schlachtgewicht, b. die Eintheilung der Qualitätsgruppen unter Fortfall der gegenwärtig gebräuchlichen Classification, find als zweckmäßig anzuerkennen: 2) ES ist anzuftreben, daß, wo und so lauge uoch nach Schlachtgewicht gehandelt und notirt wird, die Notirung einheitlich an den betreffenden Viehmärkten auf der unter 1 bezeichneten Grundlage vorgenommen wird. 8) Der deutsche LandwirthschaftSrath erklärt indessen, daß grundsätzlich der Handel und die Notirung nach Lebendgewicht elS der dem Interesse der Landwirthschast entsprechende avzu- sehen und mit allen Mitteln zuzustreben ist. Er erklärt fich deshalb für die in der genannten Conferenz in Bezug auf Handel und Notirung nach Lebendgewicht gefaßte Resolution vud beschließt: den deutschen StaatSregierungen unter Darlegung der für den Handel nach Lebendgewicht sprechenden Gründe die Bitte vorzutragen: überall nach Analogie der in dem preußischen Gesetz über die Errichtung der Land- wirthschaftskammern enthaltenen Vorschrift deS § 2 Abs. 4 zu veranlassen, daß den landwirthschaftlicheu Interessen- Vertretungen geeignete Mitwirkung bei der Verwaltung der Märkte und den PreiSnotirungen gesichert werde. Den landwirthschaftlicheu Centralvereinen ist nochmals dringend zu empfehlen, a. in ihren Bezirken für die Einführung deS Lebeodgewtchthandels, b. für die Beschaffung von Gemeindewaagen in ollen ländlichen Gemeinden zu wirken." ** Bolksheilpätten Bereiu vom Rothen Kreuz. Im Anschluß an die über daS ganze Reich verbreiteten wohlorgani- sireen Vereine vom Rothen Kreuz, zu denen bekanntlich auch die zahlreichen Vaterländischen Fraueuvereine, ferner die bayerischen und badischen Frauenvereine, die Olga«, Albert-, Alice-, Marien-Frauenvereine u. s. w. gehören, bildet sich zur Zeit unter dem Ehrenvorsitz der Gemahlin deS Reichskanzlers, Ihrer Durchlaucht der Fürstin zu Hohen- lohe-SchillingSfürst, und unter dem Vorsitz des Kammerherru D. von dem Knesebeck ein Volksheil st ätten-Verein vom Rothen Kreuz, der seine Thätigkeit dem dringend noehwendigen Kampfe gegen die Schwindsucht durch Errichtung von Heilstätten widmen will. Dem Verein sind bereits eine größere Anzahl von Personen aus allen Theilen deS Reiches beigetreten. Zum Zweck localer Thätigkeit sollen die Bereinsmitglieder, welche zunächst der Centralstelle in Berlin ihren Beitritt erklären, baldmöglichst zu selbstständigen Ortsgruppen vereinigt werden. Wie außerdem aus dem eben erschienenen Aufruf hervorgeht, steht der Verein bet seinen Arbeiten in Verbindung mit den leitenden Persönlich- .keiten des Reichsversicherungsamts, Gesundheitsamts, der Milttär-Medicinal-Abtheilung uud anderen bei der Heil- siättevfrage interessirten Stellen. Infolge des Entgegenkommens dieser, sowie deS Central«ComiteS der Deutschen Vereine vom Rothen Kreuz wird es möglich sein, unter Benutzung transportablen Kriegsmaterials schon am 1. Mat d. I. für 200 Heilbedürstige auf fiScalischem Terrain bet Berlin eine Heilstätte zu eröffnen, in welche in erster Linie Der- «-Ml lltf———— sicherte der staatlichen Versicherungsanstalten ausgenommen werden sollen. Eine wissenschaftliche Commission wird den Betrieb überwachen und Erfahrungen darüber sammeln, ob eS möglich und zweckmäßig ist, auch an anderen Orten ähnliche Anstalten zu errichten. Der Verein nimmt Damen und Herren auf bei einem Mindestbeitrag von 3 Mark. Zuwendungen an Geld uud Materialien werden an den Schatzmeister Herrn LouiS Raven«, Berlin C, Wallstraße 92/93, erbeten. Nähere Auskunft ertheilt im Uebrigen der Schrift- führer Dr. Pannwitz, Stabsarzt beim Kaiserlichen Gesundheitsamt, Berlin Charloitenburg, Kantftraße 149. Wir wünschen den gemeinnützigen Bestrebungen deS Vereins den besten Erfolg. DaS Rothe Kreuz wendet fich damit im Jahre der Erinnerung an seine Thätigkeit in dem großen Kriege einer neuen, für daS Volkswohl hochbedeutsamen Friedensaufgabe zu. ♦♦ Eine Ueberficht der Anstellungen, welche der Allgemeine deutsche Lehrerinneuvereia im Jahre 1895 bewirkte, dürfte für unsere Leser von Interesse sein. Durch baß Centralbureau der Stellenvermittlung und die mit demselben verbundenen Agenturen in Deutschland wurden im verflossenen Jahre 508 Stellen besetzt, und zwar war die eine Hälfte derselben Schulstellen, die andere Erzieherinnenstellen in Familien. Bet freier Station wurden 300 bis 2000 Mk., ohne freie Station 720 bis 1800 Mk. JahreSgehalt gezahlt. Die Gehälter wuchsen mit den nachzuweisenden Fähigkeiten, besonders mit den Leistungen in fremden Sprachen und Mufik, und mit dem Alter der Lehrerinnen. So betrug daS Durchschnittsgehalt der jüngsten Erzieherinnen 440, das der ältesten 670 Mk., daS DurchschnittSgehalt der jüngsten Lehrerinnen 900 Mk. ohne freie Station, das der ältesten 1240 Mk. Im Ganzen erhielten im Jahre 1895 788 Mitglieder durch den Verein Stellen, nämlich 508 durch daS Leipziger Centralbureau und die mit demselben verbundenen Agenturen in Deutschland, 200 durch den Verein deutscher Lehrerinnen in England, 70 durch den Verein deutscher Lehrerinnen in Frankreich und 10 durch den Verein deutscher Lehrerinnen in Italien. Diese Erfolge verdankt der Verein der sachverständigen Arbeit der Lehrerinnen, welche die Agenturen als Ehrenämter übernehmen. Da der Verein an 10,000 Mitglieder zählt, ist es ihm auch möglich, die rechte Lehrerin in die rechte Stelle zu bringen. Eltern, Schulvorstände und Lehrerinnen können daher nur gewinnen, wenn sie fich in Stellenangelegenheiten an die Centralleitung der Stellenvermittlung, Leipzig, Psaffendorferstraße 17, wenden. Nidda, 4. Februar. Sicherem Vernehmen nach geht die Wirthschaft in dem gut renommirten Gasthaus „Zum Gam- brtnuö" dahier pachtweise an einen Gießener Restaurateur in Kürze über. Vilbel, 5. Februar. Durch genaue Bücherrevision wurde festgestellt, daß sich die Unterschlagungen von Gemetude- gelderu seitens deS verhafteten GemeindeetnnehmerS Hermann Rausch auf 14000 Mk. belaufen. Büdingen, 3. Februar. Gestern wurde am hiesigen Platze eine GenossenschaftS-Molkerei gegründet und ist für deren Betrieb bereits die Darenburg'sche Mühle zu einem billigen Preise erworben worden. Zum Director der Genossenschaft wurde Herr Fr. Fendt dahier, zu dessen Stellvertreter Herr Bürgermeister M äs er-BUcheS und als Rechner Herr Georg Appel von hier gewählt. An Milch sind biS jetzt 1750 Liter pro Tag gezeichnet, doch wird sich dieses Quantum bis zu der Anfangs Mai vorgesehenen Betriebseröffnung jedenfalls noch beträchtlich erhöhen. Oppenheim, 2. Februar. Seit gestern haben hier die Todtengräber ihr Amt niedergelegt. Die Ursache ist folgende: Die Bürgermeisterei hatte die erledigte Stelle eines Friedhofaufsehers zur Neubesetzung ausgeschrieben. Neben verschiedenen anderen Leuten hatten fich auch die vier Todtengräber um den Posten beworben, in der festen Hoffnung, daß einer der ihrigen für die Stelle ausersehen würde. Der Gemeinderath hat nun in seiner letzten Sitzung als Aufseher den Handarbeiter M. Monat erwählt, welcher seiner Zeit die Tochter deS früheren Frtedhofaufsehers ge- heirathet, später nach seiner Heimath verzogen, und nun seit 11/, Jahren wieder hier ansässig ist. Darüber sind die Todtengräber erzürnt, begaben sich gestern Morgen gemeinschaftlich zur Bürgermeisterei und kündigten ihre Demission an. Hoffentlich wird die Sache beigelegt, damit von den guten Oppenheimern keiner gezwungen ist, leben zu bleiben. vermischte*. ■ Saga», 3. Februar. Ju der hiesigen Stadtverord- netenfitzuug gab, so schreibt die „BreSl. Ztg.", Stadtverord- netenvorsteher Rentier König folgende Erklärung ab: Dem Färbermeister König hterselbst sei der Kroneuorden 4. K affe verliehen worden. Er habe ihn aber ablehnen müsse«, da ein Ehrenbürger der Stadt Sagan sich nicht claifificirerr lasse. Eß sei ihm nicht würdig erschienen, in dieser Beziehung mit Subalternbeamten 2. Klasse (vielleicht 7. Rangklasse) auf eine Stufe gestellt zu werden, nachdem er 45 Jahre als Stadtverordneter und fast 30 Jahre als Vorsteher nach besten Kräften gewirkt. Warum man ihn nicht als „Rentier" und „Ehrenbürger" bezeichnet, sei ihm nicht bekannt. Die Versammlung erklärte durch Bravorufe ihr Einverständnitz. * Mannheim, 5. Februar. In Neckarau suchte der Taglöhner Kahr mann seinen eigenen 8jährtgen Sohn zu erhängen. Waldarbeiter verhinderten die Ausführung des Verbrechens. ♦ Preßburg, 5. Februar. Bet dem Bäckermeister Friede, der schon seit längerer Zett durch einen Schuß verletzt war, wurde heute mit Hilfe der Röntgen schen Strahlen die Kugel gefunden und entfernt. Bisher war eß den Aerzten nicht gelungen, den Sitz des ProfictilS zu entdecken. Citeratur unfc Xnnft — Bei Paul Neff Verlag in Stuttgart erscheint und kann durch alle Buchbandlungen bezogen werden: Ehr. Ar. Griev'4 Englisch-Deutsches und Deutsch - Englische» Wörterbuch. Zehnte Auflage, mit besonderer Rücksicht aut Aussprache undElymo- loflie neu bearbeitet und vermehrt von Dr. Arnold Schröer, ao. Professor der engl. Philologie an der Universität Freiburg i. B. Circa 160 Bogen gr. Lex. Octav in 42 Lieferungen ä 50 Pfennig. F. H. Hedley, Professor der englischen Sprache an der Wiener Handelsakademie schreibt über das Werk wie folgt: Mit Freuden begrüße ich hier ein Wörterbuch, das durch die treffliche Neubearbeitung Seitens des tüchtigen Philologen Dr. Arnold Schröer, aus der Asche des einst vorzüglichen, aber nun veralteten Grieb'lchen Wörterbuches hervorgegangen ist. Die große Uebersicktlichkeit in der Anordnung, welche es ermöglicht, das gesuchte Wort rasch und leicht zu finden, macht diese neue Auflage sowohl für den Anfänger, als auch für den Kenner der Sprache geradezu zum Ideal eines Wörterbuches. Als besonders rübmenswerth erwähne ich die Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit, mit welcher die Behandlung der Aussprache des modernsten Englisch durchgeführt ist, die zweckmäßige Veranschaulichung der Etymologie, die feinsinnige Ausscheidung veralteter, und Aufnahme neuer Wörter, und last not least — die schöne Ausstattung des ganzen Werkes Seitens des Verlegers. — I. Wright, Professor der Universität Oxford, schreibt: The workmanship of this Dictionary is most excellent in every way. "When it is finished it will certainly be the best work of its kind and I shall etrongly recommend it to my countrymen. Verkehr, Canb* rrnd Volkswrrthfchaft. ftimbttr», 5. Februar. Fruchtmarkt. Rother Weizen */& 13,75, weißer Weizen X 13.20, Korn 9.65, Gerste X 8.50, Hafer JL 6.05. — Die Pommersche Hypotheken Actie« Bank in Berlin übersendet uns ihren Geschäftsbericht pto 1895 und stellt von demselben laut Inserat in unserer heutigen Nummer jedem Pfandbrief- Besitzer ein Exemplar kostenlos zur Verfügung. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle i« Gieße». 5. Woche. Vom 26. Januar bis 1. Februar 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 find. 1600 Mann Militär). Sterbltchkeitsziffer: 6,78 o/oo- Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: Bronchitis 11 — — Darmcatarrh______2________j—■2 — _ Summa: 3 1 2 — Gottesdienst in der Synagoge. Samstag dm 8. Februar: Borabmd 5 Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, Sabbat Haus gang 615 Uhr. Gottesdienst der iSraelittschen Religionsgesellschaft. Freitag Abend 510 Uhr, Samstag Vormittag 830 Uhr, Nachmittag 3 Uhr, Sabbathausaang 623 Uhr. Wochengottesdimst Morgms 646 Uhr, Abends 8 Uhr. von S 0I rfflnsio®®® WSJRtI fi) p- Sd mM HLww RS Hnot». Man schreibe um Muster u WB ■ ■ unter Angabe oeS Gewünschten. & Keussen, Seidenwaaren-Fabrik, CrefekL IDOODO DO DODOODOOOOI amüsieren M Bonn Dninps-Kafftt-Breunktti wahlsendungon. 263 zu 85, 90, 95 und 100 Pfg. das V2 Pfund. Verkaufsstelle: Gießen, H. Wallach, Marktplatz 8. 349 Schnstez$] l JAVA- ) XKATFEfZ 1685] 150 Etr. He«, Stroh, Kartoffeln rind Milch zu verkaufen. Westanlage 25. U87| Zwei gebrauchte Bettstellen zu verkaufen. Näh. Hammpratze 4. sich und andere aut unterhalten will, der befasse sich mit dem soeben erschienenen Buch: von Schuster in I unsere Gesellschaft? Neuer maltre de plaisir. 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Februar, Abends 8 Uhr, e(tll: Die All-Mrul M ©robben1 n di- ®"’«*)•3 gemen tlijmlgtn voa JH ßchrzk 6o® Jaui !d) m «°vde trinntrt Unterlassen Sie nicht Ihre Schuhe wöchentlich ein dis zwei Mol mit «rebs-Alett zu schmieren, denn biefdben Kalten noch einmal so large, wie wenn Sie solche stets nur w chsen oder mit Vaseline urd sonstigen schlechten Fetten schmieren. ggy— Verlangen Cie habet ausdrücklich nur Krebs'Felt. ”^SS Dosen i» 10, 20 und 40 Pfg. sind zu haben: <^n Gieren bei: ». Lori; PH. Herrmann; 8. «oblermann 11.; R Meuser; »ua Roll 11 ; W. M. Roll; W. Lchomder; Rob. etubi; A & «. LSollenfelA. In Grotzen-Linden bet: 8. Menge» X. In Largtzdv'f bei: Asaae Sahn. In Lich bei: H. <£. Vtngwav«; «art «Sdler. 107 — Druck und Verlag der Brühl Icheu UnwersttälS-Buch. und Stnnbruderei (Pietsch & Scheyda) in Gießen. Are heutige Mwmer uwsaßt 6 Zciren. Coursbericht vRl Je Knrx ’Co.j. Giessen, oä Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mitthe-lung, daß eS Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere hebe Gattin, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tanle Frau Juliana Jung, geb. Kuhl, nach kurzem, schweren Leiden in ein besieres Jenseits abzurufen. Gießen, den 5. Februar 1896. Die tieftrauerndeu Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Freitag dm 7. Februar, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Grünbergerftraße 15, aus statt 1213 i Wohnung ron 5 — 6 Zimmern nebst Bubetor und Garl.n (Billa bevorzugt) per sofort gesucht. Offerten unter E. H. 100 postlagernd Oirßen erdeten__ fLil« hü®0 E Biirgergesellschast. Samstag den 8. Februar: 1214 Berlin W., im Februar 1896. Pommersche Hypotheken - Actien - Bank. Eme möbl. Wohnung mit zwei Zimmern in der Gegend der Ludwigs» strafte wird zum 15 März gesucht. Offerten unter E. K. an die Expet. d. Bl. 1139 I McMchks (aufmähditn (»fort gesucht. Dammstrafte 6, »l. l~9Öj Tüchtiges Mädchen, daS in Küche und Hausarbeit erfahren, p:r 15. Februar gesucht. NSh. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. u® ? gefehlt, »bersch "-s-r HWinif?1' 610,1 «I» 1 •Wlja Mte v * btö tlnt f Artz ^'kr tQ h klltl s.° m brrrste 91 301 4°/v Eisend. Nentnrb. O6L 102 fj ?2 7d|5