d°ch ,« Dienstag den 7. Januar 1896 Nr - Zweites Blatt. Der #U|e*er A«ttiger erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener MamItteuStätter »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Generalanzeiger. vierteljähriger Abonnementsptcisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog«» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchnkstraße Hlr.1 Fernsprecher 51. ^Reiches 8 Uhr Tfcfl} ia Netzen, ein n. Uhr: - VorstandSIahl. » 288 Vorstand. ie schmerzliche mlsm heute tigft geliebten, -b. Merz. , Großmutter. ms 2 Uhr statt. iftgattung ^mßalt Her G' Winter-Saisoi 8468 •oxte mdHffltb«- to der wM |Tit NL2, 84.50 231.— 164.5® 130.- 123.10 87.85 86.% 235- 1679° 130- 125.5° 87 90 ilM Slv.l^ -vbahn- LenM Mdost idm«r Wst ttnt» uoo- H.100 M ■ kbide-l- 100 rj/lOO ».1860 u40 rs-4°0 144.4° 155.70 123.- 138.30 40.20 136.55 128.95 131.75 93.95 32.80 143.- 154.05 137.10 136.4° 127-- 13L- 93.90 30.- 6 rs> 13.60 23.9° 25.5° 45.40 25.90 45.80- 25.60 104.5° 57.30 27.30 12.80 23.9° 25.30 24.55- f * f Amts- uni* Anzeigeblatt für den Kreis Gieszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr, Gratisbeilage: Gießener Iamikienökätter. Alle Aunoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlichen Theil. Gießen, 3. Januar 1896 Betr.: Erlaß einer Polizei-Verordnung für den Kreis Gießen; betr.: den Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen. Sei SrMerzsgliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahme auf den Schlußsatz unsere- Aus« schreibens vom 29. December 1893 (Gießener Anzeiger Nr. 2 von 1894) sehen wir binnen 5 Tagen der Vorlage eines Verzeichnisses der in der Zeit vom 1. Juli bis 31. December 1895 stattgehabten und in Ihren Registern gewahrten Ab« und Zugänge von Fahrradbesitzern mit den zugehörigen Nummern entgegen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig - freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1896. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Frühjahr 1896 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Meidung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. Februar 1896 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Spe- ciellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs - Commission nur daun anzubringen, wenn der sich Meldende im Grotzherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthalts- ort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muh von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffe angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeuguiß; b. Cinwilliguugs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheinigen und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt fein; o. ein Uubescholtenheitszeugnih, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Uubescholteuheitszeuguiß beizulegeu. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden «stellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur »ehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 27 von 1894) Aufschluß. Bezüglich des Prüfuugstermius, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet »erden. Darmstadt, den 18. Decembrr 1895. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Buchinger, Regierungs-Rath. Deutsche» Reich. Berlin, 4 Januar. DaS Telegramm Kaller Wilhelms au Präsident Krüger, das Staatsoberhaupt der TranS- vaal-Republik, stellt einen SywpathiebrweiS jür dieses aufstrebende, südafrikanische Staatswesen dar, welcher daffelbe in seinem Kampfe mit englischer Anmaßung, Hinterlist uns Vergewaltigung nur mächtig stärken kann. Ja der Depesche spricht der deutsche Kaiser dem P.äsident.n Krüger seinen ausrichr'gen Glückwunsch aus, daß es den TranSvaal-Buren, auch ohne einen App.ll an bte Hilfe befreundeter Mächte, gelungen sei, nrt eigener Kraft den Frieden in ihrem Lande wieder herzustellen und die Unabhängigkeit desselben gegen den Angriff von außen zu wahren. In ganz Deutschland hat diese kaiserliche Kundgebung lebhafte Zustimmung gefunden, da der frevelhafte Einbruch einer Bande englischer Abenteurer in das Gebiet der TranSvaal-Republik von der öffentlichen Meinung unseres Vaterlandes mit seltener Ein müthigkeit verurtheilt wird. Allgemein ist denn auch die Befriedigung über die vernichtende Niederlage, welche die wackeren Transvaal - Buren der in ihr Land eingefallenen englischen Abenteurer-Schaar unter Dr. Jameson bei K'ügers- doip beigebracht haben und welcher Vorgang die äußerliche Veranlassung des TelegrammrS Kaiser Wilhelms an Präsident Krüger bildete. Hoffentlich genügt die blutige Lection, welche die Transvaal ■ Buren ihren Feinden ertheilt haben, um etwaige geplante fernere Angriffe von englischer Seite auf ste hintan zu halten, zumal ja das entschiedene Auftreten Deutschlands in der Transvaal Angelegenheit den Engländern außerdem hinlänglich gezeigt haben dürfte, daß im Nothfalle Deutschland den Buren nicht nur diplomatisch zu Hilfe kommen würde. UebrigenS li'.ß Kaiser Wilhelm seine Depesche an Präsident Krüger im unmittelbaren Anschluffe an eine Besprechung ergehen, welche der Monarch am Freitag Vormittag im ReichSkanz erpalais mit dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe, mit den StartSsecretären von Marschall und von Hollmann, dem commandirenden Aomiral Knorr und dem Chef deS Marine CubinetS, von SendewBtbran, gepflogen hatte. Berlin, 4. Januar. Im Hinblick auf die Mildung eines hiesigen Blattes, der Kaiser habe beim Empfang deS hier eingetroffenen Gesandten der südafrikanischen Republik im Haag, sich diesem gegenüber hinsichtlich deS Sieges der Buren bei Krügersdorp geäußert, erfährt die „Nat.-Ztg." auS sicherer Quelle, daß ein solcher Empfang bisher überhaupt nicht stattgesunden hat. Die einzige Kundgebung des Kaisers in dieser Angelegenheit sei daS bekannte Telegramm an den Präsidenten Krüger, deffen Bedeutung schon hervorgehoben worden sei. Artslarrd. Wie», 4. Januar. In hiesigen diplomatischen Kreisen verlautet, wie die „Neue Freie Presse" schreibt, daß die TranSvaal-Republik sich infolge der letzten Vorkomm niffe veranlaßt sehen könnte, ein Protectorat Deutschlands anzustreben. Da aber England unter Berufung auf seine Verträge mit Transvaal sich gegen die Annahme eines solchen ProtectoratS von Seilen Deutschlands sträuben werde, so sei die Möglichkeit ernster Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und England nicht auSgeichloffen. Wien, 4. Januar. Beim Austhauen eingefrorener GaS- röhren in der Hauptstraße deS Landstraßenbezirks gerietheo infolge ausströmenden GafeS fünfzehn Arbeiter in Lebensgefahr. Zwölf von ihnen konnten von der RettungS- gefellfchaft wieder zur Besinnung gebracht werden, während drei ins Spiral gebracht werden mußten. Paris, 4. Januar. Sämmtliche Blätter billigen daS Telegramm Kaiser Wilhelms an den Präsidenten Krüger. Der „Soleil" sührt auS, daß England den ihm vom dlutschen Kaiser angethanen S^imps ruhig hinnehmen, aber ihm die Sache nachtragen werde. London, 4. Januar. Von officiöstr Seite wird ver- fichert, daß in Johannesburg keinerlei Ruhestörungen stattgeful.dcn und keine Personen gefährdet seien. Auch daS HauS Rothschild erhielt die Nachricht, daß ia Johannesburg nichts vorgefallen sei und alle gegentheiligen Nachrichten tendenz-öd erfunden sind. London, 4. Januar. DaS Telegramm deS Deutschen Kaisers an den Präsidenten der südafrikanischen R-Publik, Krüger, erregte hier ungeheures Aussehen. Der con- servattoe Abgeordnete Sir Sortiert theilte mit, daß die Buren nach ihm zugegangenen Nachrichten zuerst die Dr. Jameson'schkn Truppen beschaffen haben. Ferner sei ihm gemeldet worden, daß deutsche Marinetruppen in der Delagoa Bai gelandet find. London, 4. Januar, Der Cith-Kausmann Regan empfing die Bestätigung der Meldung, daß Dr. Jameson vor ein Kriegsgericht komme. Seine Soldaten seien jedoch freigelassen worden. London, 4. Januar. Wie verlautet, ist die zweite Streitmacht der Chartered-Compagnie entweder auf- gerieben oder gefangen genommen worden. London, 4. Januar. Die englischen Blätter zeigen sich heute sehr erregt über ta8 Telegramm des Deutschen Kaisers an den Präsidenten Krüger. „Daily Graphtc erklärt, man brauche den intelligenten Engländern nicht d e' jenigen Punkte deS kaiserlichen Telegramms hervorzuheien, welche die Gesetze der Diplomatie überschreiten uud auf ter Grenze einer internationalen Beleidigung stehen. Der Deutsche Kaiser habe eine schwerwiegende Kundgebung gnh .n. DaS Telegramm sei ein osficielleS diplomatischer D?cum>nt, weil der Kaiser vorher darüber mit den Ministern con- ferirl hat. London, 4. Januar. Die öffentliche Meinung interesfirt sich um io mehr für das Wohlergehen Dr. Jamesons und feiner Leute, alß mehrere seiner Offiziere englischen Familien arigehören. Mehrere Offiziere der Chartered Company pro testiren energisch gegen die Meldung ausländischer Zeitungen, daß sie schon seit langer Zeit von dem Übernehmen deS Dr. Jameson unterrichtet gewesen seien. Der Krieg von 187O|71, jefchildert durch Ausschnitte «US ZeitunqS-Nummern jener Zeit (Nachdruck verboten.) 7. Januar Von Lothringen, wo der preußische General v. Werder commandirt, werden wir bald hören. Bon Lyon aus ist eine sranzöstsche Armee von etwa 30000 Mann (und 300 arabische Reiter) im Anmatsch, um sich mit Garibaldi zu vereinigen. Die deutschen Soldaten nennen Garibaldi nur den Vagabonden» Vater und sind gegen ihn sehr erbittert, seinen Soldaten geben sie selten Pardon. Unter Garibaldi dient eine polnische Legion (800 Mont,), sowie eine italienische (15000) und eine amerikanische (3—400), in seinem Heere find Schweden, Ungarn, Dänen, Schweizer und sogar hannöversche Offiziere, namentlich wird ein Oberst Krämer genannt. General Werder zieht sich zunächst aus strategischen Gründen auS Dijon auf Vesoul zurück. • Berliner Meßpalast. Nachdem der Rohbau deS auf dem ausgedehnten Grundstücke Alexandrinenstraße 10 errichteten MeßpalasteS vollendet ist, bringt die 1893er Vereinig un g für internationale Messen in Berlin jetzt ein hübsch ausgestatteteS Heft zur Versendung, welches neb n den Grundriffen der fünf Stockwerke dieses AuSstellungS- Gebäudes eine Ansicht des Vorderhauses sowie erläuternde Bemerkung-n enthält. Die Baufläche des Berliner Meß- palastee umsaßt ein Areal von 5535 Quadratmeter und bildet ein gewaltiges, 128 Meter langes und 52 Meter breites, nach der Front zu fich verschmälerndes Viereck. Der Bau selbst umsaßt ein Vorder- und zwei dahinter liegende Quergebäude, welche, durch zwei parallel lausende Seitenflügel mit einander verbunden, drei Höfe bilden, von denen der mittlere 932 Quadratmeter groß ist. DaS Vordergebäude, welches eine monumentale Fatzade ziert, ist in Sandstein aas- geführt, reich ornamentirt und im Renaiffance-Stil gehalten. Dasselbe besteht im Erdgeschoß auS dem imposanten Portal nebst einer geräumigen Durchfahrt, ferner aus den R-stau- rationSräumlichkeiten, die fich von der Straßenfront bis zum eigentlichen Meßgebäude auSdehven und auf'S Comfortabelste eingerichtet werden. Im ersten Stockwerk deS VordergebäudeS befinden fich ein großer Festsaal, mehr als 500 Personen fassend, Spetsesäle, Toilette- und Garderobezimmer re., darüber im zweiten Stockwerk die Büreauräume und im dritten Stockwerk die Beamtenwohnungen. Der für die eigentlichen Maßzwecke bestimmte Thetl deS Meßpalastes erhebt sich im ersten Hofe. Dieses Bauwerk, fein und geschmackvoll gegliedert, wirkt imposant in den Einzelheiten der ausragenden Front. Dasselbe enthält neben zwei großen Sälen für Collectiv-AuSstellungen lauter separate, kleinere und größere Ausstellungsräume. Für reichlichste Zufuhr von Luft ist durch Fensteröffnungen von ungewöhnlich großen Abmessungen gesorgt. Den Personen- Verkehr vermitteln neben vier breiten Treppen in den vier Ecken deS Gebäudes eben ko viele elektrische Fahrstühle. Dampfheizung und electrische Beleuchtung sind für alle Räume vorgesehen. Für telephonische Verbindungen, Gelegenheit zur Erledigung deS Briefwechsels und ähnliche Bequemlichkeiten deS Ausstellers und des Einkäufers dienen hierzu bestimmte separate Zimmer. M'.t den Vermiethungen der Einzelräum- zu den festgesetzten, sehr billigen Preisen ist neuerdings begonnen worden, und die Meldungen laufen derart zahlreich ein, daß in kurzer Zeit über alle Räume verfügt sein dürfte. * eine im 90. Lebensjahr stehende Greisin, die noch den anstrengenden Beruf einer Waschfrau versieht, daS ist — so schreibt das „Darmft. Tgbl " — gerade kein alltägliches Vvikommniß, und mancher Leser deS „Tageblatts" wird Mh »rneßsid U Bttn gn«l8'1 H«*1’ Ctc tret) Bt( ulgcitoti gettoffinen Sie 61 ®h 6ri*t, bah Bcri|4?cno| Sartorim |» ginnt < 3"li 18' «ich »Id je ti selbes nn itorbnrt. Olef £ft ,ü*^ KM •wtt a lai ItitbtrR. ®Ht bt« fritta m t r° Vlungti l®.1' 11 “iBtnbi *«8 mb " ^ölpTI IbÜ (oi 6ctnt lWnD| . lii Hm, l*1« .z Peilt«" **• »Bf S k"> ^iie» * »in t 86i '" Itt, Stets scharf! Kronentritt unmöglich. Du einzig Praktische für glatte Fahrbahnen. Freien eten end Zeegrleee grratli und franco * Leonhardt & CiL Berlin, Schitibeii6rdamm3 Die weltbekannte und In RR Die Einberufer INeue Gasglühlicht-Actiengesellschaft Berlin! Geueral-Bertreter für Oietzen und Umgegend. 76O2| Rudolph Rüdiger In Giessen.■ bis Diese feinen Thee’s — vM 2.50 aee ju vermiethen. _ Dr»! nl Verlag *v Brü^W" Um o« ft töt»-8*4- wtb gtembrederet (Pietsch * Echeqtza) bi Ohefcn. Htbacttas: A. Gcheyda. gebracht und, nachdem die Wageabremse gelöst, fährt der Wagen sammt den Pferden die abschüssige Strecke von selbst hinunter, so daß die Rößlein unterwegs Zeit genug haben, auszuschnaufeu und zur nächsten Auffahrt neue Kräfte zu sammeln. Jedenfalls eine originelle aber ganz humane Ein. richtung, an deren Vorhandensein auch nicht gezweifelt werden kann, da eine amerikanische Zeitschrift eine photographische Wiedergabe der zu Thal fahrenden Bahn der betreffenden Mittheilung beifügt. (Mitgetheilt vom Internationalen Patent-Bureau Karl Fr. Reichelt, Berlin N. W.). 279] Ein fast neuer Kinderwagen billig zu verkaufen. Krofdorferstratze 17. wohl den Kopf schütteln, wenn er hierdurch erfährt, daß eine solche Frau thatsächlich zur Zeit hü. in Darmstadt lebt. Den Namen derselben öffentlich zu nennen, würde dem bescheidenen Sinne der durch ArbettSkräftigkeit in solchem Alter so reich gesegneten, wackeren, alten Frau wohl nicht gefallen, aber die Sache selbst schien unS totereffant genug, um sie der Oeffentlichkeit nicht vorzuenthalten. * Ein seltenes Jubiläum. DaS Jubiläum der hundertsten Reise über den Atlantischen Ocean ist selbst in SeesahrtSkreisen ein seltenes Ereigniß- daß aber ein Fahrgast hundert Reisen über den Atlantischen Ocean vollendet und daß alle diese Reisen auf den Dampfern derselben Gesellschaft zurückgelegt werden, daS gehört selbst in unserem Zeitalter deS Verkehrs zu den seltenen und bemerkens- werthen Erscheinungen. Mit dem Schnelldampfer „Havel" deS Norddeutschen Lloyd hat vor Kurzem der Inhaber einer bekannten rheinischen Weiufirma (L. Durlacher in Bingen) seine neuuundneunzigste Reise über den Ocean angetreten und kehrt gegenwärtig ebenfalls mit einem Dampfer deS Norddeutschen Lloyd von New-York zurück. Damit wird der betreffende Herr dann seine hundertste Reise über den Atlantischen Ocean und zwar lediglich auf Schiffen des Norddeutschen Lloyd zurückgelegt haben, ein Borkommniß, welches jedenfalls ebenso sehr für die Anhänglichkeit deS Fahrgastes wie sür die Vortrefflichkeit der Einrichtungen des Norddeutschen Lloyd spricht. ' Sine Pferdebahn, bei welcher die Pferde bequem mit im Wagen stehen, anstatt an demselben zu ziehen, dürfte wohl eigentlich zum Begriff der verkehrten Welt gehören, existirt aber thatsächlich zu Denver im Staate Colorado, Nord'Amerika. Die Sache verhält sich nämlich so, daß auf einer Strecke von ca. 2,5 Kilometer Länge die Bahn in der einen Richtung hin, beständig ansteigt, so daß die beiden vorgespannten Pferde sich redlich plagen müffeu, um den Waggon zu Berg zu ziehen. Aber im Vorgefühl des Lohnes und des Vergnügens, welches ihnen durch die Rückfahrt zu Theil wird, bewältigen sie die dicht besetzten Wagen spielend. Oben angekommen, werden nämlich die Rosse in einen bei der Auffahrt hinten angehangenen niedrigen Wagen unterZitherlehrer A Adolf Arnold g «leasen. Dammstr. 24. Kunstgerechter Unterricht ’W nach anerk. bester Methode. W Lager und Besorgung aller Musikalien, Instrumenten. Saiten fj etc. — Cataloge gratis. — Aus- Ä wahlsendungen. Hausarbeit, elegant mit Der- schlußkasten, Fußbetrieb für 50 Blatt« (®adp kennertaxiren dieselbe meist auf 80 biS 100 Mark). Bierwöchmtliche Probezeit, biähr. Garantie. Nicht- Holzverkäufe in der fiinigl. Vdersörsterei Krofdorf. I. Freitag den 17. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Ebert'schen Gasthause zu Fronhausen aus 1. Lchutzb. Waldhaus: Distr.58 (Lindenschied) Eiche: 5 rm Scheit, 1 rm Knüppel, 13 rm Reiser. Buche: 983 rm Scheit, 65 rm Knüppel, 878 rm Reiser. 2. Schutzb. Salzböden: Distr. 78a (Hardt) Eiche: 20 rm Knüppel, 43 rm C'ockholz, 953 rm Reiser. Buche: 51 rm Scheit, 42 rm Knüppel, 15 rm Stockholz, 365 rm Reiser. II. Dienstag den 21 d. M., 8 .mittags 10 Uhr, im Freund- sii n Gasthaufe zu Krofdorf aus Schützt). Waldhaus: Distr. 48a (L.chlenberg) Eiche: 10 rm Reiser. Buche: 1 rm Scheit, 8 rm Knüppel, 175 rm Reiser. Distr. 48b (Lichten, berg) Luche: 2 rm Scheit, 4 rm Knüppel, 95 rm Reiser. Dtstr. 54 nub 58 Buche: 22 rm Scheit, 11 rm Reiser. Dtstr. 55 (Lindenschied) Eiche: 6 rrn Scheit, Buche: 176 rm Scheit, 23 rm Knüppel, 218 rm Reiser. Distr. 57 (Linden- schied) Eiche: 2 rm Scheit, 3 rm Stockholz. Buche: 378 rrn Scheit, 23 rm Knüppel, 456 rm Reiser. Krofdorf, den 4. Januar 1896. Der Königliche Oberförster: Bus old. 273 ! Ankauf ■L— alter Bicher und Bilderwerke. Angebot* gnnier Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die J. Rioker’sche Buchhandlung Glessen. Jt 7.— per ross. Pfund von 410 Gr. — unerreicht an Geschmack u. Aroma empfehlen: Emil Fischbach, Eberh. Dort, H. Wallach, Ph. Herrmann, W. Schoniber. 264 9tH9] Line neue Aitbe* billig zu Dertaufen. Schalstrasse 5 ®er aUt im Frise^geschäft. 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Die dehnbare Maste läßt man sodann in einer dünnen Schicht an einem vor den Sonnmstrahl« geschützt« Orte trocknen, wodurch sie sehr hart wird, Gebrauche erwärmt man d« Kitt über Feuer oder dem Eplinder einer Lampe und verstreicht die durch die Hitze schadhaft geworden« Stell« an eisernen Oef«, Herd« oder sonst zersprungen« Geg«ständ«. 2lg. Oeffentliche Versammlung Alle, die Interesse daran haben, daß der Vichmarktplatz Staditheil verbleibt «nd nicht nach dem Süden hinter die Gnterbahnhöse verlegt wird, wodurch ben inneren Stadttheilen unberechenbarer Schaden erwüchse und Dutzende von Existenzen untergraben würden, werden aus Dienstag, 7. d. 3M., Abends 81» Uhr, in die Restauration Sauer (früher Spieß) am Oswaldsgarten eingeladen. Citeratwr «nd Arrnst. - Akademische Kreihett. 2. Auflage. Lieder und Gedichte eines ^Alten Herrn". Berlin, Verlag von I. Harrwih Nachfolger. Preis Mk. 1.50. Der Verfasser bietet etze Sammlung von Liedern und Gcdtchl«, die in humortsttscher, burschikoser Weise die Leiden und Freud« deS Studenten wiedergeben. Die flotten Verse stnd theils tm Scheffel'schm Geiste abgesaßt, häufig wird aber auch der Leser an die leichte Porste Heinrich Heines ertnner. Das Werk ist nett ausgestattet und wird seiner Eig«art wegen alten und jung« Akademikern eine willkommene Gabe sein. - In di« thüringische H-imath von gtepoto »-« Banfe, dessen hundertster Geburtstag auf den 21. Decembcr d. I. fällt, führt uns ein sehr intertssanter Aussatz tn der neusten Nummer der .Gartenlandes, der auch durch Abbildungen mit der btstorisch merkwürdigen Gegend von Wiehe näher bekannt gemacht. Zwischen dem Kysthäuser mit sein« Erinnerung« an die Hohenstaufenzeit und der Abtei Memlebm, in welcher Kaiser Otto der Große starb, ist die kleine Ortschaft gelegm, tn welcher der berühmte Historiker seine Jugendzeit tn idyllischer Stille verlebt hat Wie die WodWn Erinnerung« des Unstrutthale« auf das Gemüth beil RbweJ gewirkt hab« müffen, davon giebt Zeugntß ein etgenthümltches Gedenkblatt, daS Ranke im Alter gelegentlich eines Aufmthalts tn der Heimath, dem Secretär seines Schwiegersöhne« des Schloßherrn von Loders- leb«, in die Feder dtcttrte. Das Gespräch, welches die ^Gartenlaube veröffentlicht, wägt die großen Erinnerungen der Gegend gegen einander ab. Technische Fortschritte. - Lnftdrnckwasserlettnngen. In all« Städten und Dörfern ist das Bedürfnttz nach einer gut« Wasserleitung, welche die Haushaltung mit Master versorgt, vorhanden, aber eine ver- hältnißmäßig nur geringe Anzahl von Gemeinden konnte bisher die Dennietyungen. 282] Ein kleines Familienlogis zu vermtethen-___________Lahnstr atze 9. 289J Ein Familienlogis mit 4 Zimmern, sowie ein Mansardenzimmer mit allen Bequemlichkeiten per 1. April zu vermiethen. Näheres bei ___E. H. Müller, Schillerstraße 26. v 139] In meinem Hause Ecke der Damm- n. Steinstratze, nächst der Nordanlage, ist der zweite Stock mit 5 Zimmern, all« Bequemlichkeiten und Gartenantheil per 1. April l I zu vermiethen. Ande. Enler, Steinstr. 11, II. 164| Bahnhofstraße sti, lv, 3 schöne große Zimmer mit Zubehör, per 1 April zu vermiethen Nngnst Noll. 133| Allnf-zimmer-Wohnnn- zu vermiethen. Auskunft erthetlt L. Senttng, Architect- 132] Die von Herrn Regierungsrath l)r. Wallau bewohnte Wohnung, Uster- weg 84, ist zum 1. 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