fl ^^liebenen- ** !«>, ■ ei" Töehtad» und Frau, ®eh- Plamichi't toooaoooo- ’^OOQOq hricht, 3n Mädchens i» ii und Frau, geb, Siebei >000006 erein ßiesi >, Abends 81,! eiten diesjährig ». MB Ferber’sche- ich, woselbst u i en Steno^::M^- handlunge: insg^: dass die 8teno^ terhandim^n übt! iteme stehen, di* und Schrej steh 1 sein iaam %ele "müssen. nWessende Üehmi^ , U. October l- x Vorstand. Wi jiustemsmhl -andW tgjffl*___ . Cravck H»' \S* SS1' 24»'. 1W- 1JS' ei' ein d°,SüdUM- Deft.^bW1, Schwz,N°rbvst Ztl, Pr.henri^) $onaWfl iif$ M jk* jij*’ Ä’>* dS**jS -a 5S?r* ÄK /o misicnö tätter Verben dem Anzeiger vdchmtlich drei weil deigelegt. Zweites Blatt. Dienstag den 6. October 1896 Gießener Anzeig er Keneral-Mnzeiger. Bierteljähriger AOenmmcnlbprfU: 2 Matt 20 Psg. ait Bringerloha. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Psg. RebacNrv, Txpeditioa nnb Druckerei: Schulftr.ßeAr.7: Fernsprecher 51. 2lnrts- und Anzeigeblntt für den Tireis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den leigenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage; Hießener Kamilienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» I Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. vekmmtmachunL betreffend: die Abhaltung von Viehmärkten zu Alsfeld. Gr. Ministerium des Innern hat die Abhaltung des auf den 7. October l. I. fälligen Viehmarktes zu Alsfeld nutet folgenden Bedingungen gestattet: 1. Für Auf- und Abtrieb des Viehes ist den Anträgen des Kreisveterinäramtes gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen, welche allein benutzt werden darf. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus unverseuchten Orten der Kreise Alsfeld, Schotten, Lauterbach, Gießen, Büdingen und Friedberg, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn sie mindestens sieben Tage in unverseuchten Orten der fraglichen Kreise in seuchenfreiem Zustande gestanden haben, aufgetrieben werden. Alsfeld, den 30. September 1896. Grobherzogliches Kreisamt Alsfeld. I. V.: Ham mann. Der Zusammenschluß der landwirthschast- lichen Genossenschaften in Deutschland. Die großen Fortschritte der deutschen landwtrthschaft- lichen Genoffenschasten haben die eingehendste und dankens- »eri hefte Beachtung in Preffe und Parlament, bet Regierungen nnb laudwirthschastlichen Vereinen gefunden, namentlich soweit ib sich um die Ausdehnung des Netzes der Genoffenschasten janfreltt. Jeder Fortschritt nach dieser Richtung ist aufmerk- (am verfolgt und die Neugründung von Genoffenschasten ist tarch die ausklärende Mitarbeit der Behörden, Vereine, Zeitung e» und Zeitschriften wirksam unterstützt worden. Neben der Ausdehnung ist die zweite gleich mächtige iatroicklungStendenz der laudwirthschastlichen Genoffenschasten, Ile ebenfalls in den letzten Jahren kräftig hervorgetreten ist, Heutiger beachtet worden, daS ist die fortschreitende Organi- [otlen, der Zusammenschluß all der Einzelgenoffenschaften. llad doch ist der Zusammenschluß der Genoffenschasten von rttrchürtiger Bedeutung neben ihrer Ausbreitung. Die Aus- trhuang ist nothwendtg, um allmählich jedem Dorf, jedem Landwirth die Segnungen der verschiedenen Arten von Ge- »offeuschasten zuzuführen. Daneben ist aber der Zusammen- Ichluß ebenso nothwendtg, um die Dortheile der Genossenschaft, Itn billigen Geldausgleich, den wohlfeilen Bezug guter Roh- ^offe, zweckmäßige Verarbeitung und vortheilhaften Absatz in Erzeugnisse deS Landbau- und der Viehzucht durch die kihaiffung gemeinsamer Einrichtungen für viele Genoffen- Men gemeinsam voll auSzunutzeu; um einen Wetteifer und eine wechselseitige Anregung und Belehrung unter den vor- Ebenen Genoffenschasten zu erwecken- um endlich zur Sb« Feuilleton. Der writrre Weg. Sine Geschichte von Hugo Klein. (Schluß.) „Erst al» ich auf einer Bank neben ihr in dem Parke M der am Flusse liegt, löste fick dieser Zauber. WarS In milde Ton der guten Rede, war» der theilnehmeode Lick,, aber ich begann zu weinen und unter Thränen er* gl)(le ich der Fremden alles, alles. ... Da sagte fie, ein eifttnutztger Junge sei nicht werth, daß ein braves Mädel m ihn ins Master gehe. Ich sei jetzt zwar recht ver- gliißelt und lebensmüde, wenn ich aber erst nur eine regel- ■litge Tätigkeit gefunden hätte, die mich beschäftige und nen meinen traurigen Gedanken ableuke, so werde fich diese Mmmung bald verflüchtigen. Ich glaubte zwar nicht daran, >ii siie mir aber vorschlug, ihr hier im „Waldvogel", besten Mtzerin fie ist, bet der Beauffichtigung der Küche und deS !k°ffttS zu helfen, stimmte ich zo. SS geschah, aufrichtig plagt, nur scheinbar, um fie loS zu werden und wieder zum We gehen zu können. Sie dachte aber wohl so etwa», tarn fie wich nicht mehr von mir, hing fich au mich «nd ich ii&te gleich mit ihr gehen. So kam ich willenlos hierher, 'ti war mir alle» in der Welt so gleichgiltig geworden, daß lit amch das auf mich nahm und wie eine Maschine «eine Wtit besorgte. Wochen, Monate lang lebte ich in dieser 'btheirgeschlagenheit — und Du wirst begreifen, Ernestine, Hf i Ich in dieser Stimmung nicht daran dachte, Dich auf* piitiea. Meine Wohlthäterin hatte so viel Geduld mit wehr wirthschaftSpolittscher Angriffe der Gegner, zur Vertretung eigener WirthschaftSpolittscher Forderungen die geklärte gemeinsame Erfahrung und die Maffenenergie der Hunderttausende genostenschaftlich verbundener Landwirthe als Einheit aufzubieten. Und gerade diese Organisation, dieser Zusammenschluß, hat in den letzten Jahren, wenig beachtet von der öffentlichen Meinung und nicht unterstützt durch fernstehende Factoren, durch stille, ernste Arbeit nicht mindere Fortschritte gemacht als die Ausbreitung. Von den 9000 eingetragenen landwirthschaftlichen Genossenschaften, die jetzt in Deutschland bestehen, haben fich kaum 1000 von dem Zusammenschluß in Verbänden zurückgehalten. DaS find Molkereien, Bezugsvereine, Werkgenoffen« schäften mit rein localen Lebensbedtngungen, die den Mangel der Einigkeit nicht so sehr empfinden. Und doch trachten auch diese Vereine jetzt vielfach einer Einigung zu. Obschon neuerdings jährlich 1000 bis 2000 Genossenschaften neu entstanden find, ist die Zahl der ganz isolirten Vereine in den letzten Jahren eher kleiner als größer geworden. Die Ge- nostenschaften, die unter den gegenwärtigen schwierigen Wirth- schaftöverhältniffen ins Leben treten, empfinden fast alle sofort die Nothwendigkeit deS AnschlusteS an einen Verband. Sie suchen und finden Anschluß. Zur Zeit bestehen in Deutschland 86 staatlich bestätigte RevifionSverbände landwirthschaftlicher Genoffenschasten, die b!S auf einen den Generalanwaltschastsverband zu Neuwied, für einzelne Bundesstaaten oder Provinzen gebildet find. Von diesen 36 Verbänden find 24 ihrerseits wieder zu dem Allgemeinen Verband der deutschen landwirthschaftlichen Genossenschaften mit dem Sitze in Offenbach a. M. zusammengeschloffen. In der EntwickelungS- geschichte dieses Verbandes drückt fich die Tendenz des Zusammenschlußes am deutlichsten aus. Erst 1883 von 10 Verbänden und 278 Genoffenschasten inS Leben gerufen, ist die Zahl der ihm zugehörigen Genoffenschasten sowohl durch Anschluß neuer Verbände wie durch Ausdehnung der bestehenden ständig gewachsen. 1889 wurde daS eiste, 1894 das zweite Tausend der angefchloffenen Genoffenschasten Überschritten. Im August 1895 gehörten 2447, im Februar 1896 3016 und im August 1896 3633 Genoffenschasten durch ihre Verbände dem Allgemeinen verbände an. An diesem WachSthum des letzten Jahres hat neben der Gründung neuer Genossenschaften auch die Einbeziehung schon bestehender Verbände und Genoffenschasten einen hervorragenden Autheil gehabt. Im letzten Jahre haben fich dem Allgemeinen Verband drei bisher isolirte Verbände neu angeschloffen, der Verband hinterpommerscher Molkerei-Genoffenschaften mit 32 Molkereien, der Verband wirthschaftlicher Genoffenschasten deS ErmlandeS mit einer Centralkaffe und 58 DarlehoSkaffen, der Verband der badischen landw. Consumvereine mit 274 BezugSgenoffenschaften. Ebenso haben auch die Proviuzial- mtr — und wie fie eS sagte, so geschah eS. In der Arbeit wich nach und nach der finstere Bann von mir, die neuen Sorgen begannen mich zu beschäftigen, alle Leute hier suchten mich zu erheitern. Sie kannten meine Geschichte nicht, aber fie sahen, wie traurig ich war. So wurde ich nach und nach wieder munter und gewann schließlich die Kraft, alle quälenden Erinnerungen von wir abzuschütteln und ein neues Leben zu beginnen. Und da ich mich immer anständig und zurückgezogen hielt, so hat mich auch ein guter Mensch liebgewonnen und mich zur Frau verlangt. Ja, Liebe, auch ich bin Braut, und ich bin meinem Franz herzlich gut und ich glaube, mit ihm glücklich zu werden. Er ist hier Oberkellner. Im Herbst wollen wir heirathen und dann Übergibt uns unsere Wohlthäterin eine kleine Wirth- schaft, die fie bisher in der Stadt geführt hat und nicht recht versehen kann. Mein Franz hat Erspartes und wir wollen fleißig fein und so wird fich die Sache hoffentlich machen. Ich denke oft an diese merkwürdigen Wendungen und wie seltsam es ist, daß man doch noch froh werden kann, wenn auch daS Herz todtkrank gewesen ist. Ich will mirS merken und nie verzweifeln — der Himmel schickt doch jede« Menschen wieder ein bischen Sonne, wenn ihn der Sturm noch so sehr herumgeschüttelt hat." DaS Mädchen schwieg und auch ihre Zuhörer schwiegen, bis tief ins Herz erschüttert. ES war, als hätte ihnen der Himmel einen Boten geschickt, um fie zu mahnen, daß fie den Muth nicht verliere». ES wurde dunkel, man zündete die Laternen in de« Garten an und die ersten Gaste erschienen. Malchen verabschiedete fich und verließ daS Paar, nm ihren Pflichte» verbände eS sich angelegen sein laffen, die in ihrem Gebiet noch für fich allein bestehenden Genoffenschasten aufzunehmen. Beispielsweise ist dem Brandenburger Verband die größte deutsche ButterverkaufSgenoffenschaft: „Kleeblatt" in Prenzlau, und dem schlesischen Verband die größte deutsche Ein- und Verkaufsgenoffenschaft, die für Schlesien in BreSlau, neu beigetreten. Von den Bezugsgenossenschaften für landwirth- schaftliche Rohstoffe gehört dem Allgemeinen Verband der deutschen landwirthschaftlichen Genoffenschasten bereits eine ganz überwiegende Mehrheit an, 1046, während nach einer Statistik überhaupt nur 1085 in Deutschland bestehen. Der Allgemeine Verband hat für fie einen besonderen Geschäftsausschuß für Einkaufswesen und Gruppenconferenzen zur Wahrung ihrer gemeinsamen wirthschaftspolitischen und wirth- schaftlichen Jntereffen eingesetzt. — Von den 1300 Molkerei- g enossenschaf ten in Deutschland gehören bisher 710 zum Allgemeinen Verbände, und auch für diese ist eine Sondervertretung durch Geschäftsausschuß und Gruppenconferenzen eingerichtet worden. Die bisher noch fernstehenden Molkereiverbände stehen ebenfalls mehrfach schon in Erwägungen Über einen Anschluß, so daß auch hier eine einheitliche Vertretung der gesammten Molkereigeooffeoschaften in naher Zukunft geschaffen werden dürfte. Am wenigsten weit ist die Einheit der ländlichen Dar- lehnSkassen vorgeschritten. Von ihnen find bis jetzt erst 1800 dem Allgemeinen Verbände angeschlossen. Die Mehrzahl verharrt bisher noch in isolirten DarlehnSkaffenverbänden und zwar 1050 im bayerischen, 700 im württembergischen, 300 im westfälischen Verband u. s. f. und 2200 in dem über die verschiedensten Gegenden Deutschlands sich erstreckenden Neuwieder „Generalanwaltschaftsverband". Unter dieser bietet namentlich der bayerische Landesverband das Bild einer fich vervollkommnenden Organisation. Er faßt, 1893 gegründet, die Kaffen de» älteren m'ttelfränkischen, pfälzischen, neuerdings auch des unterfränkischen Verbandes und großen- theils die bayerischen früher zu Neuwied gehörigen (142) Kaffen einheitlich zusammen und hat diese durch Förderung neuer Kaffen-GrÜndungen beträchtlich vermehrt. AnderersettS scheint der Neuwieder Verband einer gleichmäßigen Organisation allmählich fich dadurch anzupaffen, daß auS seiner Mitte heraus selbstständigere Provinzial- und Landesverbände fich zu formen beginnen. Mit der fortschreitenden wirthschaftspolitischen Organisation geht die geschäftliche Hand in Hand. Zur gemeinsamen Führung wichtiger Geschäfte (Geldausgleich, Ankauf,Verkauf) schlichen sich dieEinzelgenoffenschaftenderganzen Provinz bezw. des Staates zu Centra lgenossenschaft en zusammen, deren in Deutschland im Ganzen 34 bestehen, davon 27 innerhalb deS Allgemeinen Verbandes der deutschen landwirthschaftlichen Genoffenschaften. Die Zahl der diesen angehörigen Einzelgenoffenschaften ist noch nicht so groß, uachzugehen. Die Liebenden erhoben fich und traten au» dem Garten. ES war ein schöner Sommerabend mit heißen Düften in der Lnft. Irgendwo spielte man auf einer Zither und der Wind trug abgerissene Klänge herüber. ES war wie ein Klingen in der lauen Loft. Seltsame Rohe strömte die ganze Natur aus und erfüllte mit wonnigem Gefühl die Herzen. Ernestine schmiegte den Kopf an den Geliebten und flüsterte: „Auch wir wollen den Mnth nicht verlieren, nicht wahr, Lieber? Wenn wir nur treu zu einander halten und keine Schuld auf unS laden, wird fich der Himmel auch unserer Liebe erbarmen." Er drückte einen Kuß auf ihre Stirn. „Wir können warten, wir find jung," sagte er. „Und kein Haar soll Dir auf Deinem Haupte gekrümmt werden, wenn ich eS verhüten kann." Und wie neu belebt, das Herz voll Hoffnung, so schritten fie wieder der Stadt zu. Friede erfüllte nun auch fie, neues Vertrauen znm Leben beflügelte ihre Schritte. Lachende Paare kamen ihnen entgegen, die au» dem heißen Gemäuer der Stadt ins Freie strömten, und ein Bursche sang ein alte» Lied: „Blondkopfet, blauauget, en Grüble im G'ficht, Me kann Dir net fetab sein, weil d' gtt so nett bist. 5e höher der Kirchthurm, desto schöner daS G'läut, Je weiter znm Schätzte, desto größer ist d' Frendl" Da sahen fich die beiden an und dachten, auch der weitere Weg führt zu« Ziele. Da» MSdche» lächelte und da» lege des jungen Manne» blitzte. wie die Mitgliederzahl der Verbände, fie wächst aber ständig und nähert sich jener immer mehr an. Die veueutstehenden Genossenschaften schließen fich ihrer großen Mehrzahl nach den Tentralgenoffenschaften sofort an, fie treten so von vorn» herein in einen genossenschaftlich und geschäftlich hachent- wickelten Organismus ein, können dessen Technik und Erfahrungen sofort übernehmen. Sie werden von erfahrenen Beamten deß Verbandes und der Centralgeuosseuschaft in die Geschäfte etngeführt, und die Thätigkeit ihrer Beamten wird, soweit da- nöthig ist, kaufmännisch und technisch — letztere- namentlich bei Molkereien — durch Sachverständige überwacht. Wett über 100 Berufsbeamte find in dieser Weise im Dienst der landwirthschaftltchen Genossenschaft-- verbände allein innerhalb des Allgemeinen Verbandes thätig. Die Zahl der Vorstände und Beamten landwirthschaftlicher Lentral'Bereiue, LandwirthschaftSkammern rc., der Landwirthe und Freunde des Genossenschaftswesens, die sich ehrenamtlich diesen Geschäften widmen, ist noch viel größer. In dieser intenfiven Zusammenarbeit und Cooceotrirung der Erfahrungen und Kräfte liegt das Gehetmniß, in Hunderten und Tausenden neu entstehender Genossenschaften ebenmäßig eine tüchtige Geschäftsleitung, eine ausgedehnte Thätigkeit und einen echt genossenschaftlichen, auf daS Gemeinwohl und die Unterstützung der Schwachen, auf die that- kräftige, gemeinsame Selbsthülfe gerichteten Geist in kürzester Zeit zu erwecken. Der Zusammenschluß verbürgt die wettere segensreiche Entwicklung der deutschen landwirthschaftltchen Genossenschaften- und wer die segensreichen Wirkungen dieser Entwicklung voll zur Entfaltung bringen will, der muß auch die Förderung und Vollendung der Organisation wollen und an ihr arbeiten. Deutsche» Reich. Berlin, 3. October. Etwa 250 Abgeordnete und Dele- girte zum nattonalltberalen Parteitage hatten sich gestern Abend zu einer Begrüßungs-Sitzung versammelt. Köln a. Rh., 3. October. Die „Köln. Ztg." meldet auS Petersburg: Das Zarenpaar werde dem Vernehmen nach auf der Rückreise von Darmstadt drei Tage zum Besuch deS deutschen Kaisers in Potsdam verweilen. Derselbe Correspondent meldet, eS werde immer bestimmter behauptet, die Verlobung des Großfürsten Sergius Mtchaelo- witfch mit der Prinzessin Marte von Griechenland fei aufgehoben. Ausland. Brüx, 3. October. Im hiesigen Revier hat sich die Situation gebessert. In mehreren Schächten wird wieder angefahren. Rom, 3. October. Nach den aus Sicilten etnlaufenden beunruhigenden Nachrichten aus dem Schwefel-Revier ftriken daselbst 2500 Arbeiter. Es wurden bereits 140 Verhaftungen socialistischer und anarchistischer Agitatoren vorgenommen. Brüssel, 3. October. Gestern Abend fand zwischen Landen und Lüttich eine Zugentgleisung statt. Ein Maschinist wurde getödtet, ein Heizer und ein anderer Maschinist schwer verletzt. Sämmtltche Züge, sowohl die nach Deutschland, als nach Ostende, erlitten eine achtstündige Verspätung. London, 3. October. Um das Zarenpaar auf seiner Reise von Balmoral nach Portsmouth ganz unbehelligt zu lassen, find sämmtltche Beamte auf der Strecke angewiesen worden, kein Publikum auf den Bahnhöfen zu zu- lassen, sondern nur die nöthigen Bahnbediensteten, welche fich auch jeden Zurufs zu enthalten haben. Athen, 3.October. Die aufständische Bewegung in Macedonien ist nach allen hier anlangenden Nachrichten in der Zunahme begriffen. Es hat den Anschein, als ob während des Winters der Aufstand aufrecht erhalten werden soll, um im nächsten Frühjahr heftiger als bisher aufzu- stammen. Die Führer gehen schon jetzt planmäßig vor. Jeder von ihnen hat seinen bestimmten Bezirk. Ueberallhtn werden kleine Trupps entsandt, welche den Winter in Macedonien zubringen und im nächsten Frühjahr als Stütze für größere Unternehmungen dienen sollen. In den letzten Tagen ist wieder eine stärke Bande in Macedonien eingedrungen. Am Fuße des OlympoS fand ein Gefecht statt, in welchem die Türken 35 Todte und 15 Gefangene verloren haben. Der Jusurgentensührer BrouphaS, welcher vor Kurzem eine Anzahl NtzzamS gefangen genommen hatte, soll einen der- selben mit einem Briefe an den Valt nach Bitolja gesandt haben, in welchem er Auswechselung der Gefangenen angeboten hat. Verrutschte». * Bremen, 1. October. Ein trauriges Ende nahm hier ein alter Polizeiwachtmeister aus Zwickau. Er traf gestern Abend hier mit einem Gefangenen ein- da dieser ortskundig war, überließ er ihm die Führung nach dem UntersuchungSgefängniß. Der Gefangene wandte sich absichtlich einer anderen Gegend zu und entlief dem Beamten in einem Viertel mit engen Gassen. Da der Flüchtling nicht wieder dingfest gemacht werden konnte, erhängte fich heute der Wachtmeister. kaudwirthschaftUche Blinkt und Kathschlägr. △ #«• Ober Hesse«, Mitte September 1896. «eher da» «»schirre« ««d die vehandlu«- der Augthtere. (Schluß.) Zwingt die Rothwendigkeit dazu, große Lasten zu laden, so ist «S besser, fie gleich«e»sti- auf de» Urrhrwerfe |» veriheite», als ste vorne oder hinten anzuhäufen. Unter allen Umständen soll aber der Bauer vermeiden, den Borderwagen stärker zu belasten als de» Hinterwagen. ES kommt vor, daß sechs bis acht Arbeiter mit dem Heuwagrn nach den Wielen, die eine Stunde vom Wohnorte oder noch weiter liegen, gefahren werden. In der Regel drängen fich diese sechs bis acht Person», die zusammen ein Gewicht von »eh» Emtnern auSmachen, zu dem Fuhrmann« nach dem Dorderwagen. Gerade daS Gegentheil müßte geschehen, weil daS fortzuschaffmde Gewicht dadurch wesentlich verringert würde. Da« sind solche kleine Vorthelle, an die der hundertste Bauer nicht denkt, ober wenn doch, verachtet er sie. Sehr mit Unrecht, mein freundlicher Leser, denn au» viel» Wenig» wird nach und nach ein Viel! Wer den Pfennig nicht ehrt, ist deS ThalerS nicht werth. Man überlege einmal, welche Masse von kleinen Voriheilm während eine« Jahre« nicht beachtet werden, z. B. der Eine läßt die Jauche zu Thore hinau« laufen, während sie auf Getreide- und Gemüsefeldern, bei Obstbäumen und Beerensträuchern Wunder wtrkm würde; der Andere läßt seine Hühner- und Gänseställe nicht reinig» und vergißt ganz und gar, welche trefflich» Dungstoffe ihm verloren gehen und wie sein Geflügel unter der schlechten Behandlung leidet; 6er Dritte sieht seine Kartoffel- und Obstoorräthe nicht nach und läßt fie halb verfaul»; der Vierte striegelt und putzt sein Vieh nicht, weil er nicht weiß ober nicht wissen will, baß fleißiges Striegeln und Bürst» bte Gesunbhett unb Leistungsfähigkeit außerorbmtltch steigert; der Fünfte, Sechste, Zehnte ober Zwanzigste unterläßt scheinbar Kleines, woburch er sich ben größten Schaben zufügt. Ist nicht schon manches Pferb lahm geworben, weil sein Herr zu träge war, ein» verlor» gegangen» Hufnagel zu erneuern? Di« kleine« Mittel spiele« in der Landwirthschast eine ««endlich große Rolle. Cie werden ««S über die jetzige schlecht« Lage der Landwirthschast hinanshelse«, nicht die großen. In bet Anwenbung btefer kleinen Mittel finb unsere Bauern aber weistmtheil« noch recht weit zurück. Deshalb führen wir seit Jahren die Peitsche, das ist unsere Stahlfeder und rufen und klappern und knall» munter auf, wenn sich eine Gelegmheit dazu bietet. Die heutige Gelegenheit wollen wir nun dazu benutz», gegen die Schenleder am «opsgeschirr der Pferde Einiges vorzu- brtngen. Man kann sich eigentlich keinen größer» Unfug d»k» als die Scheuklappen, höchstens noch den, daß man dem Pferde den Schweif abschneidet und eS dadurch der Möglichkeit beraubt, sich seine Peiniger: die Fliegen, Schnaken und Brems» vom Leibe zu halten. Eine schöne Mähne und ein schöner Schweis find ein Schmuck für das Roß. Die gütige Mutter Natur hat ihm diese Stück« zur Zierde und zum Schutze verlieben und der verdrehte M»sch verdirbt di« Natur, indem er seinem fleißigsten Helfer und Arbeiter Schutz und Schmuck wegschneidet. WaS hat der Mensch nicht Alles schon fertig gebracht, indem er die Natur verhunzte! Tburmhohe Haartrachten, verpflästerte Gesichter, tonnenartige Reifröcke, meterlange Schnabelschuhe, krummgebogene Tischbeine, figurenartig zugeschnitt»« Hecken und Sträucher — Scheuklappen und abgestutzte Schweife bei den Pferden und — und — Schinkenärmel und die jetzige schauderhafte Damenmode am Ende des 19. Jahrhunderts. Heiliger Ben Akiba! Was würdest Du heimgeschickt werd», wenn Du jetzt lebtest und die Moden, den Unstnn mit den Scheuledern und--die Schlauheit der Pfandmeister beim Einschlüpfen in verschloss»« Scheuern erkennen würdest! Pferde und Hunde find die intellig»testen unter den Haus- thiecen, sie lernen ihre Wärter unb Freunb« sehr bald k»nen unb lieben, wenn fie gut behandelt werd». Hier, im Punkte der gut» Behandlung, muß der Bauer noch Vieles lernen. Der Türke unb Cosack behanbelt fein Roß besser als der deutsche Bauer, obgleich dies« Volker sonst viel niedriger steh» als ter Deutsche. Der Bauer muß seine Kinder schon in früher Jugend daran gewöhnen, rücksichtsvoll mit den Hausthieren umzugehen. Wenn die Pferde jammern unb heulen könnten, etwa wie Hunde unb Katzen über die Qualen unb Schmerz», die ihnen unnölhigerweise zugefügt werben, es würbe auf Aeckern unb Landstraßen vor Stöhnen unb Klagen nicht auszuhalten sein. Die Qualen und Schmerz», ble den!Thier» hier unb ba einmal burch eine Züchtigung, die in vielen Fäll» ihre Berechtigung hat, zugefügt werben, sind es weniger, als biejenigen, die burch falsches, schlecht passendes Geschirr und unrichtige Anspannung stunden- unb tagelang zugefügt werben. Gegen diese richtet sich unser Unwille, sowie unser Bestreb», ben Bauer zum sorgfältigen Prüfen unb Untersuchen der entstehenden Fehler zu führen und sich dadurch vor Nachtheil und Schaden zu bewahren. Hoffentlich werden unsere Worte nicht alle auf steinigen Boden fallen. Vekamttmachmlg. Aufschrift der Postsendungen. Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der spostsendungeu müssen auf d»s«ld» Empfänger unb Bestimmungsort so genau bezeichnet fein, bafijebet Ungewißheit vorgebeugt wird. Dabei find namentlich folgende Punkte zu beacht»: 1. Bei Postsendung» nach größer» Ort» ist in der Aufschrift die Wohnung deS Empfängers möglichst genau anzugeben. Auch ist «S von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stet» an derselben Stell« der Aufschrift, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe des Bestimmungsortes, erfolg«. 2. Aus dm nach Berlin bestimmten Smdungen ist, außer bei Wohnung deS Empfänger«, der vostbezirk (0., Nn NO. tc.), in welchem die Wohnung fich befindet, hinter der OrtSde- zeichnung .Berlin" zu vermerk«. 3. Gibt «S mit dem Bestimmungsort« gleich ober ähnlich lantenbe Postorte, so ist dem OrtSnamm eine zusätzlich« Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die OrtSnamm im Postocrkebr al« maßgebend anzuseh» find, ergibt fich au« dem .Verzeichniß gleichnamiger ober ähnlich lautender Dost- orte*, daS zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanstalt bezog» werd» kann. 4. Wmn der im Reichs Postgcbiet belegene Bestimmungsort zwar mit einer Poftanstalt verseh», dessenungeachtet aber nicht als allgemein bekannt anzunehmen ist, so empstehtt es sich, di« Laa« de« Ort« in der Aufschrift der Smduug noch b«S Näher» zu bezeichnen. Zu derartig» Bezeichnung« eignet fich die Angabe de« Staate« und bei größeren Staat» de» palttischm Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. f. w.), in welchem der Bestimmungsort beleg» ist, oder auch die Angabe von größer» Flüssen [(Ober), (Elbe). (Rhein), (Main) x.1 ober öan Gebirgen [(Harz), (Riesmaebirae) «.] Nicht minder find zusätzliche Bezeichnung», wie [(Thüringen), (Altmark), iLausitz) tcl für ben Zweck geeignet. luf Postsmdungm nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außerdem eigmllichm Bestimmungsorte noch diejenige Post- anstalt anzugebm, von welcher auS die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt roerben bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wmn der Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete beleg» unb zu den weniger bekannten Ort» »u rechn« ist, fo ist außer dem OrtSnamm noch daS betreffen*« Land btL der LandeStheL auf der Sendung anzugeben. Di« Beachtung dieser Punkte wird lur Herbeiführung einer schleunig» Heb er hin ft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitrag», und e« liegt daher im eigenen Interesse der Absender, bte Aufschriften der Smdungev hiernach gmau anzufertigen. Eingesandt. Gieße«, dm 2. October 1896. Stenographie. Bezüglich de« im „Gießmer Anzeiger' Nr. 231 erschienenen „Eingesandt" verwahren wir un« vor Allem gegm die Verdächtigung, der Oeffentlichkeit mit unterer Annonce in Nr. 228 de« .Gießener Anzeiger- Behauptung» vorgeführt zu haben, deren Inhalt sich nicht mit der Thatsache decke, ober baß wir nicht in der Lage wärm, diese Behauptungen zu verantwort» unb al« richtig nachzuweisen. Im Gegmtheil, wir halt» fest an jeber Silbe, jedem Buchstaben unserer Erklärung Über die Vorzüge der Stolze'sch» Steno- graphie und wtederhol» unb erklär«: 1) Thatsache ist: Die Stolzesche Stmographie ist Gabel-der-er'sch» ebenbürtig (der Ausdruck wurde übri^rw lediglich au» Bescheidmheil und zur Fernhaltung jede« .jeberfrier, gewählt, denn richtiger hätte es dort heißm müssm: überlegen da auf dem 1891 stattgefundmm Stmographmtage von ben xeanern Leistung» gezeigt worben finb (240 SUbminber SRtaiii? die bi« jetzt unerreicht bastehen, unb selbst bie Bewunderun be Systemgegner erregt«. 2) Thatsache ist: Da« Regelwerk be« Stolze'sch» 6cti« ist confequenter al« ba« be« Gabesberger'schm, benn btrtie sinb alle unparteiische Gelehrt« einig, unb btefe Ansicht wird r all» berzeittg maßgebenb» EonversattouS-Lericon« vertreten. 3) Thatsache ist: Da« Etolze'fche Regelwerk ist einfach, unb leichter erlernbar; bte Wahrheit dieser Behauptung wird »6b jedem Lai» etnleuchtm, w»n er folgmbe Zusammenstellung, baa facttsche Richtigkeit nachgewtesm werd» kann, überliest: ES find beispielsweise zu erlern»: bei Stolze a) Zusammengesetzte Consonanten u. Lautoerbinbungen...... 12 b) Vorsilben........ 13 c) Feststehende Wortkürzungm . . 92 d) Willkürliche Schreibweisen einzelner Wörter u. Redensarten . 0 e) Einzelne zu merkende AuSnahmm von Regeln....... 2 f) Regeln u AuSnahmm in Form von Regeln....... 57 bei G-belSderger 60 31 136 108 46 237 «.U 4) Thatsache ist: In all» uns vorliegenden aulführlch« Lehrbüchern ber Stolze'schen Stmographie ist bte Zahl ber Ute, richlsslunden burchschntttltch auf 13 bi« 15 festgesetzt, fea balb welcher man sich bequem das System aneignen k» Thatsache ist, baß wir in unserem Vereine bet ben bi« « stattgehabten 5 Cursen btefe Zahl niemals überschritten, aber je. schiebmtlich den Eursus sogar mit 12 bis 13 UnterrichtSstunben n:^ bestem Erfolg unb ohne Ausreißer zum Abschluß gebracht Ute 5) Thatsache ist. Die ausschließliche Anwenbuoz bn Stolze'schen Stinographie im Preußischen Herr»- unb Hbgeoiboe:cv hauS, bie vorbanbene Mehrheit der Mitglteber be« stmographiijc, BureauS im Reichstag an Stolzean ern ist nicht burch Plotmus- fonbern vielmehr burch freien Wettbewerb herauSgebUdet m allerwenigsten aber ist mit biefer Gestaltung einer Ebren pflicht Li:;», gegenüber Rechnung getragen worben. Nein, In Preußen find!l< Gabelsberger bereits vollstänbig unserem System unterlegen. 6) Thatsache ist, daß von ©eiten derStolzeaner einemt>:u schlage ber Schreyaner gegenüber wegen Verschmelzung bn bota Systeme überhaupt bi« jetzt noch nicht näher getreten worden Ist 7) Thatsache ist: Di« Stolze'sche Stenographie trat erfi te Jahre 1841 mit einem schon nahezu 30 Jahre bestehmben Eqnn die Gabelsberger'sche bageg» schon 1817 ohne einen solchen bte Oeffentlichkeit, unb nur biesem Umstanbe, keineswegs aber etrn Vrc beladen ist unb daß sie alle ZersetzungSvorgänge beschleunig' Nachstehmdem soll daher der Landwirth einige Snhalttpunt'e 'n eine geeignete Stalltemperatur find». Für Pferde ist eine,mct mäßige Stalltemperatur, nammtlich im Herbste unb ffltntej, starker Arbeitsleistung ein sehr wesentliche« Ersorberniß für die w sunbheit berfelben. Sie kehr» häufig erhitzt von der Arbeit In K Stall zurück, unb sinb Erkältungskrankheiten häufig die Folge, orr. ste bann einen kalten Stall vorfinben. Die geignetste Sialliem» rotur ist für ste 10 bi« 14, im Durchschnitt 12° R. - 15° n Lichte uud »tfewww*, sondern gewährt auch dem Auge eine S«echsel»OAeee geuehoaer« ErfcheiUvUg. die bei der Verwendung folch«rv° zur Au«schwückung von Räum» Weseutttch mte SW w« kvMuet. ___ d&t/oi \xv\Srti\)X^es c\\öxö^ ^ÄV^veA \xxx\^raXX\ ä. Mark 1,70, 1,80, 1,90, 2,— per Kilo. Zu haben in Giessen: In der Hauptniederlage bei Je M> SchllBhof« Ferner bei L. Kalkhof, Westanlage und Rud. Schlabach Nachf., Ludwigsplatz. In Lieh bei A. Bing u. H. Zimmer VII. In Steinbach bei H. Kraemer I In Lollar bei A. Zimmermann. In Londorf bei G. Braun. In Krofdorf bei Ad. Schmidt Wtwe. In Hohensolms bei Joh. Ferres. 1414 Probe-Nummer gratis llumncr 1 33. Zahrg. 8800 Schnell- und Postdampferiini en nach lung geschritten werden. 8827 Isidor Schulhof, Friedberg, Julius Karl, Grünberg u. Wilhelm Aoker, Berstadt. Zu haben bei: andere Gewinne. 8114 A. & G. Wallenfels. Offen per Pfand . . . */i Pfund in Stoffbeutel Loose ä 1, 11 Stück JL tO bet Bich. Buchacker, Neuen Bäue 11. Filsener Franziskaner 18/1 Flaschen (2/j Liter) für 3 Mk. frei in’s Haus. 36/2 Flaschen für 3 Mark frei in’s Haus. Anwohner bringen. Gießen, 3. October 1896. Spar- und Leihkafie Gießen. Mittwoch den 7. Oetober fällt wegen baulicher Arbeiten im Sftfes Ladung. Der Karousselbesitzer Rudolf Diiinter von Eiserfeld (geb. am 10. August 1867), dessen Aufenthalt Mannt ist, und welchem zur Last chxgt wird, den ihm von der König li-vin Regierung zu Arnsberg für Nähere Auskunft retheflfc J. M. Schulhof, Giessen Mk. 2.40 „ 2.60 . 1.30 8668 Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen Otto Bergen. Gebr. Röhrte, Exportbierbrauerei, Giessen tSSS” Telephon No. 47 empfehlen ihre mehrfach prämiirten feinen Flaschen-Exportbiere: Ladung. Der Carl Färber, Sohn des Lar ouffelbesitzers Johannes Färber na Frankenberg, (geb. am 16. April 187 5), dessen Aufenthalt unbekannt h, und welchem zur Last gelegt wird, m!2.März 1896 zu Rodheim a. Bieber tos Musikgewerbe im Umherziehen kliieben zu haben, ohne den zu Kesern Gewerbebetrieb erforderlichen S;«erbeschein eingelöst zu haben — Vertretung gegen § 1, 6, 18 des Stsetzes vom 3. Juli 1876 — wird uf Anordnung des Königlichen Amts- Sichts Hierselbst auf Iben S. Deeember 1896, Vormütags 11 Uhr, iir das Königliche Schöffengericht zu Kadenbach zur Hauptverhandlung filoden. Auch bei unentschuldigtem UMeiben wird zur Hauptverhand- i«N geschritten werden. 8828 Gladenbach, den 24. Sept. 1896. Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. 51 a, norliegenben ari,- V ** ^Unktii^fu. ® Abschluß gehet Mtche Srntc Hmm- unbit;- Wer des faf n W nicht butd). 'twerb »>8 .einer Lbr^ Ä in Prech 1 System untnltg 1 der StchuW t t Verschmelzung ü * Gtinltn M i« otenoßtepbit lt Jahre btflM • ohne einen hl: ande, keines; ; eo System; tsiiiu der in veGb-- k>aß sich ufaHtfc fünften gtOifr: ne edle Sch tot ihn. - i Lesern M siems unbk.-- geraner. mb >en-VeMM grnibeS Stein V" wir bin flOjib'.Vi Srmbtn, bi r W1 girren §/aie>gr»ft' ’jirftn woüm. Sin deutsches Familienblatt mit Illustrationen. Wkkthvoilk Romane, Novellen, Erzähinngen der beliebtesten Schriftsteller Schöne Lildcr in knnülcrischer Anssührnng nach den Originalen erster Maler. Eine Eigenart deS Daheim sind seine interessanten Beilagen: AuS der Zeit — für die Zeit: schildert in Wort und Bild wich- 8816 ttge Ereignisse aus der Gegenwart. Ara«e«-Daheimr gibt unter bewährter weiblicher Leitung eine Fülle von Anregungen und Rathschlägen für das häusliche Leben. HavSmufitr ist der Pflege der edlen Tonkunst am häuslichen Herde gewidmet. Der Hau-garteirr gibt practifche Winke für den Gartenbau und die Zimmergärtnerei. Kinder-Daheim r bringt für die Kinderstube allerlei Kurzweil; Spiele, leichte Unterhaltungsaufgaben, Beschäftigungen u. Räthsel. Preis: BierteljLhrl. SM., bet freier Zustellung tnSHauS 2 M. 15 Pf. auch In dreiwöchentliche« Hefte« mit schönem Farben- Umschlag ä 50 Pf. Man abonnirt bei allen »nchyandlungen oder Postämter«. or.S^Aa^ 25?*^ Ziehung am 14. Oetober d. I. Hauptgewinne im Werthe von JL 6000, 2000, v* 1700, ferner 16 Hauptgewinne, je 1 Pferd oder Fohlen, im Gesammtwerthe von JL 10000 und viele bUrwinhschs int. Dir Itmpm WvMsnü« iwiro, mtux ist M IW- n mmbchlgm te. an die II Sofien dn Mhfeta , Feiles. jen unb ssMv<|; ipersturen l!m Thiere bei s:> m haben sie' Thiere auf * l ste>M. & ; elnlßlitb wsi > igsvorgdige l!. irlh einige Für $ fett';1 im Herbste s licheS 6rfoM i erhitzt m«; kheiten hack t« ; i. 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October, von Vormittags S'/i Uhr bis gegen Mittag die Wafferleituug in der Ludwigstraße oberhalb der Oberhesfischeu Eisen» bahnen, in der Liebigstrafte, Ebelftraße, auf dem Riegelpfad, Aulweg, Leihgesternerweg, in der Wilhelm- straße, Fraukfurterftraste von der Wieseckbrücke ab, in der Hofmanustraße, Kliuikstraste und Zufuhrstraße nach der Jrrenkliuik «hzusperren, was wir hiermit zur gefl. Kenntnißnahme der betreffenden Sichere schnelle comfortable Uebertahrf, | ^ausgezeichnete ^^yerpfieguncfZ Bureaulocal der Zahltag auS. Aufgebot. Georg Moritz Riehm, geb. am 22. August 1806, Sohn des Johann Friedrich Riehm und dessen Eßefrau Marie Margarethe, geb. Greißler, von Lollar soll vor vielen Jahren nach Amerika ausqewandert utlb dort, mit Hinterlassung von Kindern, verstorben sein. Näheres konnte nicht ermittelt werden. Dem Greorg Moritz Riehm war aus deut Nachlasse seines im Jahre 1863 lellig verstorbenen Bruders Georg Ri ehm von Lollar ein Erbtheil zu« -»'allen, das seither curatorisch ver- Haltet wurde und dermalen circa 8800 Mark beträgt. Auf Antrag des CuratorS Ludwig «eißler III. von Lollar werden hinrmit Georg Moritz Riehm oder desisen Erben aufgefordert, sich im Termin : Di enstag deu 1. Decbr. l. I., Vormittags S Uhr, t>or unterzeichnetem Gericht zur Em» pfingnahme des Vermögens einzu> finden, als sonst Georg Moritz Aiehm für tobt erklärt und das motorisch verwaltete Vermögen den aw, getretenen erbberechtigten Ver- «vomdten ohne Caution ausgeliefert re.den wird. Zugleich werden alle Diejenigen, reiche Erbansprüche zu haben ver- meiinen, aufgefordert, diese Ansprüche Mnlitt Beibringung der nöthigen Be- schäinigungen spätestens im obigen Termin bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden, als sonst sie bei btc Verthellung nicht berücksichtigt «er ben können. Gießen, den 30. Septbr. 1896. 8^)ßherzogliches Amtsgericht Gießen. gez. Langermann. Bekannt gemacht: 8825 Orth, Gerichtsschreiber. und ,ann. ubtnifp in allen Buchhandlungen, (t. Gelotet 1896) Gladenbach, den 24. Sept. 1896. GerichtSschceiber des Königlichen Amtsgerichts. Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen für die Erbauung eines BahnmeistermagazinS, Herstellung einer RetntgungSgrube mit Entwässerungsanlage. Erweiterung der Güterabfertigung, Versetzen und Unterkellern eines MagazingebSudes auf Bahnhof Friedberg sowie Erbauung eines Güterschuppens auf Haltestelle Groß- Linden sollen zusammen oder getheilt vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen können gegen post, und bestellgeldfreie Einsendung von zusammen 5 Mark (1 Mk. für jede Bauausführung) durch uns bezogen, bezw. in unserem AmtSgebäude, Poststraße 6, Zimmer 26, eingesehen werden. Die Eröffnung der mit entsprechender Aufschrift versehenen, geschloffen und gebührenfrei an uns einzureichenden An, geböte erfolgt EamStag de« 10. Oetober d. I., BormittagS 11 Uhr. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 8829 Frankfurt a. M-, den 29. Septbr. 1896. König!. Eisenbahn-Betriebs-Jnspection 2. Qrtrtfr des Darmstädter Sferdemarüt. f^Versteigenn^ Mittwoch den 7. Moder, NachmittaflS 21/» Uhr, sollen auf dem hiestgen Ortsgericht die zur Concursmaffe deS August Helfenbet« in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 13 Nr. 161 - 669 qm Acker auf der Hardt über der Kropbach, Flur 13 Nr. 162 — 644 qm Steinbruch daselbst, Flur 13 Nr. 163 - 668 qm Steinbruch daselbst, Flur 13 Nr- 180 — 1100 qm Acker das., Flur 13 Nr. 181 — 388 qm Acker das., Kur 13 Nr. 183 - 1488 qm Acker das., Flur 38 Nr. 58V10 - 2311 qm Wiese im Wallpforterfeld, rechts der Chauffee auf die herrschaftlichen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden- Gießen, den 25. September 1896. Großh. Ortsgericht Gießen- I A-: Vogt. 8555 Newyork, Baltimore, La Plata, Brasilien, Dienstag den 6. Dctober l.I., Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich Marttplatz 20 dahier gegen Baarzahlung: Caflaschrank, Pianino, vollst. Bade, einrichtuna, Zweirad, Zimmerteppich, Plüschsovha, Seffel, Pfetlersptegel, Sptegelschrank, 2 große Ladenschränke, Kaffee-, Theei u Tafelservtce, Wasch, garnituren, Bierkrüge, verschiedene Bestecke, Ntckeltische u. sonst verschied. 8808________Bor«, Gerichtsvollzieher Dienstag den 6. Bclbr. 1896, Nachmittags 2 Uhr, ,« Gießen in dem Hause Marbvrgerstratze 22 versteigere ich aus der ConcurSmaffe Aug. Helfenbein auf Anstehen des Concurv-VerwalterS Herrn Böck allda: 1 einsp. Wagen, 1 Kippkarren, eine Anzahl eiserne Drückkarren, 1 Zweirad mit Pneumatik, 1 Kreissäge mit Handbetrieb, 1 Parthfe Dung, Stangen- und Pfostenholz (iheilweise schon geschnitten und beschlagen), Waschpfähle u. Bretter-Einzäunung, 1 Haferkasten, 1 Deeimalwaage, div. Pferdegeschirr, 1 Parthie Reiser- besen, 1 Fäßchen Essig, ferner 1 Näh, maschine, 1 Kletderschrank, 1 Gesinde, bett, 2 Tische, 1 Anzahl Stühle, 1 Fliegenschrank und sonstige Mo, bitten, sodann die Traubenernte beim Hause, endlich an Ort und Stelle: 1 Ruffensteinbrenverei - Einrichtung und 1 Parthie Ruffensteine. Bersteigerrrng bestimmt. 8811 Engel, Gerichtsvollzieher. _________________________8730 das Kalenderjahr 1896 ausgestellten Gewerbeschein an den Carl Färber aus Frankenberg überlassen zu haben — Uebertretung gegen §§ 8 und 25 des Gesetzes vorn 3. Juli 1876 — wird auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts Hierselbst auf den 2. Deeember 1896, Vormittags 11 Uhr, vor das Königliche Schöffengericht zu Gladenbach zur Hauptverhandlung geladen. Auch bei unentschuldigtem Ausbleiben wird zur Hauptverhand- C^^^bsmpfschifffährfs-Gesellschäfr^^^ Empfehlungen? DiiiigbTe i- r e i ä> c. FritzNowack Wäsche Fabrik. 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