66 *i« * »*>« ''M für 3 Ml. M”k frei m’s Hat. $ Pfennig, eine n Rabatt, reini& nicht D HoLacbtunatv.i3 WS ’n »M« plh von nun an tersweg 46. Karl Gei* Uhrmacher 3 Goldene Medai werden nur von der F ,LOT»i«nirten>FM ***‘•752 :, ** Lk',.'- -h künstlich Unterkleider in *lle iedr. IW* W, 106 Erstes Blatt. Mittwoch den 6. Mai 1896 Der M«er Aazeiger i*deint täglich, M Ausnahme bei Montags Dt Gießener W.»lkie»»rLi1er »dn btm Anzeiger . Amtlich dreimal tieigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Lierteljibriger Jk6e*neeewt$#rcU $ 2 Mark 20 Pfg. mt» vringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pf,. Nedactiov, Ep)editi« und Druckerei: -chakAratzeAr.^ Fernsprecher 5L Zlints- und Anzeigeblutt für den Aveis Gieren. tirnhme von Anzeigen zu der Nachmittags für bei fallen Tag erscheinenben Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Hratisöeikage: Hießener Aamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- unb Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Therl. Gießen, den 4. Mat 1896. fi| nr Die Ausführung der allgemeinen Bauordnung- hier: die Gebühren der Bezirksbauaufseher und Sachverständigen für Prüfung genehmigungspflichtiger Bauten. M Großherzogliche Kreisamt Gießen tu die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Einsendung der slttizilchniffe rubricirten Betreffs für das 1. Quartal 1896 naat iw Rückstände find, erinnern wir an die Vorlage derselben btiimiin 8 Tagen. v. Gageru. vekmmtmachllua, betr. Versicherung gegen Hagelschaden. Indem wir bet dem Heranwachsen der Feldfrüchte die _kckv«the unseres Kreises zur Versicherung gegen Hagel- scWkn auffordern und darauf Hinweisen, daß daS Collectiren hjejtn Hagelschäden nicht statthaft ist, machen wir speciell a rr! Ht? Seitens einer Anzahl von HagtlversicherungSgesell- scWteo besonders im Interesse der mittleren und kleineren vdchr eingeführte Collecttv- oder Gemetndeverficherung auf- n-Msaii. Die getroffene Einrichtung besteht darin, daß die ü fenatmhrtOe einer Gemeinde einen gemeinsamen VerficherungS- aatttg unterschreiben und daß für dieselben sodann Seitens biH Gesellschaft eine gemeinsame Police ausgestellt wird. Sidiiticie Gesellschaften erlassen in diesem Falle die HMilieee-Kosten ganz, jedenfalls tritt aber auch eine Eidchsrniß an Toxationökosten ein. Gießen, den 2. Mai 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. ^Lie landwirthschaftl. Haushaltungsschule Lindheim, Provinz Oberhessen. Die zu Lmdheim seit sechs Jahren bestehende HauS- h.!Mm,l»schule des landwirthschaftlichen Vereins für die Wittioz Oberhessen steht unter Oberleitung und Verwaltung d> es kmdwirthschastlichen Bezirksvereins Büdingen und eines O^MomitöS zu Ltndhcim und hat die Aufgabe, Mädchen lohn alter von etwa 16 bis 20 Jahren die Gelegenheit zur ailrigiimng derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten zu geben, mieiit zur Führung einer wohlgeordneten, etn- fMm bäuerlich.bürgerlichen Haushaltung er- fchwaliich sind, sie an Reinlichkeit, Pünktlichkeit und Fleiß, EMung und Unterordnung, sowie an Sparsamkeit im HMHalt zu gewöhnen, und auch auf Geist und Gemüth bWib einzuwtrken. Im dieser Lehranstalt erhalten die Mädchen Unterricht u i«!?r acttsche Anleitung im Kochen, indem d,e Unterweisung h-.iiMi rbtheilungSweise an zwei Kochheerden erfolgt und auf Nis tz-lernung der Zubereitung einer schmackhaften und kiWzsn s. g. Hausmannskost gerichtet ist, im Conservtren v«vn Nahrungsmitteln, wie Einmachen von Gemüsen und Kläcken, Emsalzrn von Fleisch, Räuchern von Fleisch und WLchwaaren, im Backen, im Waschen, in der Behandlung düinSSsche und Kleidung, im Bügeln, Putzen, im Molkerei- »nifto, und zwar in der Behandlung der auS dem Orte LSoiseilN bezogenen Milch und Bearbeitung von Butter und AW in der, in dem Anstaltsgebäude eingerichteten klein- wMichaftlichen Molkerei, in der Bestellung und Ausnutzung de4SS-müsegartenS, sowie Unterricht in der Zucht und Pflege dei« Gikflügels. ES werden ferner die Mädchen in der Mchuing weiblicher Handarbeiten gründlich unterwiesen, und jtrxoc int Stricken, Flicken, Stopfen und Weißnähen mit der H^rat rund der Maschine, und erhalten Anleitung zum Kleider- mn:4tn,, wobei fie sich für den eigenen Bedarf und für den- iei^ni ihrer Familie beschäftigen dürfen. Auch wird in delmZo-rtbildungSfächern, nämlich im Rechnen, in der Ab fcrch-z von Aufsätzen und Briefen und tu der Buchführung Ulitzimicht ertheilt, wie auch Unterweisung in den AnfangS- g,Mm der GesundheitS- und Krankenpflege erfolgt. k« ist in der Anstalt für eine gelst- und gemüths- bif.iknb« Lectüre gesorgt und wird der Gesang gepflegt. Ein Kir«ir ist der unentgeltlichen Benutzung der Mädchen über- 'hilflir. VSIe unmittelbare Leitung der Anstalt ist einer Bor- (Hausmutter) und einer Assistentin (Jndustrielehrertu) S6iMa|.;en, welche beide in dem AnftaltSgebäude wohnen. Außerdem ertheilen in der Anstalt noch ein LandwirthschaftS- lehrer und ein Volksschullehrer Unterricht. — ES sinken jährlich zwei UnterrichtScurse von je fünf Monaten statt, in welchen jede Schülerin für Unterricht, Wäsche und LogtS 20 Mark bet dem Eintritt, und für Kost und Verpflegung pro Tag 90 Pfg. in Monatsraten praenumerando zu entrichten hat. Außerdem sind noch etwaige Ausgaben für Arzt und Apotheke zu bestreiten. Vom Tage des Eintritts an, also während deS CursuS, dürfen die Mädchen ohne Erlaubniß oder Auftrag der Hausmutter außerhalb der Anstalt nicht verkehren und haben fie sich der cingeführten Hausordnung unweigerlich zu fügen. Insbesondere ist ihnen auch Ehrerbietung, Ge- horsam und Unterordnung gegen daS Aussicht-- und Lehrpersonal, Freundlichkeit, Verträglichkeit und liebevoller Verkehr untereinander, und endlich Treue, Fleiß und Sorgsalt bet den Arbeiten zur strengsten Pflicht gemacht. An Sonn- und Feiertagen werden die Mädchen veranlaßt, den Gottesdienst ihrer Confesston zu besuchen, wobei die Hausmutter bezw. die Assistentin die Begleitung übernimmt. Morgens vor dem Frühstück, vor und nach dem Mittagessen uud Abends vor dem Schlafengehen findet gemeinsames Gebet statt. Besuche von Eltern und Schwestern find gestattet, solche anderer Personen nur unter Begleitung eines Mitglieds des OrtScomitsS. In die Anstalt sind witzubringen: 1 Bettdecke, 1 Unterbett, 1 Kissen (Bettstelle und Ma- tratze werden gestellt), 1 doppelter Ueberzug, 1 weißer Bettüberwurf, 3 Betttücher, 6 Hemden, 4 Handtücher, 2 Bettjacken, 1 Kleiderbürste, 1 Schuhbürste, 1 Zahnbürste, 1 Regenschirm, 1 Nähstein, Zeug und Leinwand zur Anfertigung bezw. Unterhaltung von Kleidern, Hemden und Bettwäsche, Wolle und Garn zu Strümpfen und Socken rc. und zwei Vorhaugschlößchen. Am Schlüsse des CursuS findet eine Ausstellung der gefertigten Arbeiten, die Uebergabe von Zeugnissen über Betragen und Leistungen, sowie eine feierliche Entlassung der Schülerinnen statt, wozu deren Eltern und Angehörigen ein- geladen werden. Der 2. CursuS pro 1896 beginnt Mittwoch, de» 1. Juli 1896, uud wird Montag, den 30. November desselben Jahres geschloffen werden. Die Meldungen hierzu sind bei dem unterzeichneten Vorfitzendev des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen unter gleichzeitiger Angabe deS Vor- und Zunamens, deS Tags, MonatS und Jahres der Geburt und des Wohnorts der Schülerin und des Namens der Eltern oder deS Vormunds schriftlich einzureichen. Beim Eintritt in die Anstalt hat eine jede Schülerin ein ärztliches Zeugntß vorzulegen, das sich über ihren Gesundheitszustand, sowie weiter darüber aussprechen muß, daß gegenwärtig keine ansteckende Krankheit in ihrer Familie und bet deren Hausbewohnern bestände. Lind heim, den 10. April 1896. Der Vorsitzende des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Büdingen. Klier sch, Geh. Regierungsrath. DaS OrtScomitö: Westernacher, Oberamtmann, Frau Westernacher, Buß, Kreisschulinspector, Lipp, Bürgermeister, König, Beigeordneter. Deutscher Reichstag. 83. Sitzung. Montag, den 4. Mai 1896. Am BundesrilhSttsche: Staatssecretäre v. Bötticher und v. Nteberding. Auf der Tagesordnung steht die Interpellation Auer wegen Verhaftung des Abg. Bueb in Mülhausen i. E. Nachdem Staatssecretär v. Bötticher die sofortige Beantwortung der Interpellation zugesagt, begründet Abg. Stadthagen dieselbe. Ein Grund zur Verhaftung habe überhaupt nicht vorgelegen. Die Polizeibehörden feien augenfchetnltch nur durch die bevorstehenden Gemeindewahlen aufgeregt gewesen und durch die aus diesem Anlaß verbreiteten socialdemokratischen Flugblätter, die aber so harmlos wie möglich gewesen seien. Schon vor der Verhaftung sei Bueb, als derielbe vor die Thür seines Wohnhauses trat, verboten worden, dieses zu verlassen. Diesem ersten Verstoß seien dann bis zur Verhaftung noch eine Reihe ^weiterer gefolgt, weil bei Bueb Flugblätter abgeladen worden waren und er deren Herausgabe verweigerte. Die Frage der Interpellanten geht dahin, ob der Reichskanzler geneigt fei, gegen die Beamten, welche dergestalt Artikel 31 der Reichsverfassung verletzt, die strafrechtliche Verfolgung zu veranlassen? Die betreffenden Beamten feien dringend verdächtig, bewußt rechtswidrig gehandelt zu haben. Staatssecretär Nieberdtng: Die Frage, auf die es hier ankommt, ist die: Ist durch die Verhaftung der Artikel 31 der Verfassung verletzt worden? Der Reichskanzler hat bei der elfässischen Regierung Informationen über ben Thatbestand eingezogen. Danach enthält das betr. Flugblatt die Worte: Die Armuth fei durch da« Gesetz für eine Schande erklärt. Hierdurch ist der Thatbestand desjenigen Paragraphen teS Strafgesetzbuches gegeben, wonach strafbar ist, wer Staatseinrichtungen verächtlich macht. Es erfolgte daher DU Beschlagnahme und zu dem Behuf Haussuchungen, auch bei Bueb. Bei diesem fanden sich Flugblätter nicht mehr vor, weil Bueb daS vor wenig Stunden zur Beschlagnahme bestimmte Material bei Seite geschafft hatte. Darin erblickte die Staatsanwaltschaft ein Vergehen aegen S137 deS Strafgesetzbuches. Die Verhaftung erfolgte o uf frischer That und tn der Beforgniß, Bueb könne, wenn er in Freiheit bliebe, die frifchen Spuren der That verwischen. Nachdem auf Andeutungm Buebs hin daS beschlagnahmte Material gefunden war, erfolgte die Freilassung. Die Verhaftung hat sich im unmittelbaren Anschluß an die Sirasthat vollzogen, ist also unter Beachtung deS Art. 31 der Verfassung vor sich gegangen und zwar auch innerhalb einer Zeit, innerhalb der die Verhaftung ohne Zustimmung des Reichstags erfolgen durfte. Damit ist die erste Frage des Interpellanten verneint. Zum Zweiten ist der Reichskanzler nicht competent, Beamte eine« Einzelsiaates zu reclift.iren, es ist das Sache der Landesbehörden. Sorten irgend welche Verstöße einzelstaatlicher Beamten vorkomrntt», so hätte doch der Reichskanzler keine Veranlassung, sich mit der Sache zu befassen. Ich glaube, das hohe Haus wird nicht geneigt sein, in eine Erörterung beS Verhalten« der Staatsanwaltschaft einzutrrten, so lange nicht die Aufsichtsbehörden ihr Urtheil gefprochen haben. Abg. Len »mann (srf. Vp.) ist durch die Ausführung deS Staatssecretär« nicht von der Gefetzlichkett der Verhaftung überzeugt. Es fei hier gefrevelt nicht nur gegen den Socioldemokraten Bueb, nicht nur gegen den Elsässer Bueb, sondern auch gegen den Reichstags- abaeordneten Bueb. Das dürfe sich der Reichstag nicht gefallen lassen. Wenn die Verletzung der Majestät des anderen gefetzgebmden Factors durch entehrende Strafen geahndet werde, fo müsse auch die Majestät deS Reichstags gebührend gewahrt werden. Selbst wenn Art. 31 der Verfassung nicht in Frage käme, wäre die Verhaftung doch ungefetzlich, denn die Voraussetzungen für eine Verhaftung : Fluchtverdacht und Verdunkelung, hatten nicht vo-gelegen. 3lvch weniger liegen die Voraussetzungen vor, derenthalben ein Abgeordneter verhaftet werden könne. Denn die Verbreitung des Flugblattes habe länger als 24 Stunden zurückgelegen. Auch das Delict, die Flugblätter der Befchlagnahme entzogen zu haben, liege nicht vor. Denn Bueb habe von der Beschlagnahme gar nichts gewußt, die Beschlagnabme sei überhaupt nicht in zweifelsfreier Form erfolgt. Thatsächlich fei die Verhaftung nicht erfolgt, um die zukünftige Strafverfolgung zu sichern, fonbern um die Brochuren rc. herauSzu- befommen, um also Bueb zu einer Handlung zu nöthigen, zu der er gesetzlich nicht verpflichtet war. Mißbrauch sei also In der That mit Artikel 31 getrieben worden. Dem zweiten Theil der Interpellation, betr. Einschreiten deS Reichskanzlers, schließe er sich jedoch nicht an. Vielleicht solle Bueb den Staatsanwalt unb btn Polizetbeamten bet bet Staatsanwaltschaft in Mülhausen benunctren unb ben Bescheid, ben er bann erhalte, bem Reichskanzler mittheilen. Ein Gefühl bet Bitterkeit müsse bie elsässische Bevölkerung ergreifen, wenn sie sähe, wie ihr Abgeorbneter bdianbeit werbe. Staatssecretär Nieberbing: Wenn der Reichskanzler bas Bewußtsein gebabt hätte, baß hier VersaffungSverletzungen vorlägen, fo würbe berselbe nicht gezögert haben, bies auszusprechen. Aber solche liegen nicht vor. Abg. Lieber (E.): Wir wollen bie Immunitäten ber Abgeordneten nicht weiter ausdehnen, wollen uns dieselben aber auch nicht um ein Jota verkümmern lassen. Deshalb ist diese Sache auch für uns wichtig genug, um sie zu erörtern. Ich glaube, daß Herrn Bueb das Bewußtsein ber Beschlagnahme nicht zweifelsfrei von ben Behörden beigebracht worden ist. Aber auch davon abgesehen, so liegt doch eine mittelbare Verletzung des Artikels 31 fraglos insofern vor, als die Voraussetzungen für die Verhaftung überhaupt nicht Vorgelegen haben. Von Fluchtverdacht zu sprechen wäre lächerlich. Aber auch eine Verdunkelung war ausgeschlossen. Nachdem Herr Bueb sich als Verfasser und Verbreiter des Flugblattes bekannt, konnte von einem Verwischen von Spuren gar nicht die Rede fein. Weil also die Verhaftung an sich ungefetzlich war, so ist sie auch, weil sie einen Abgeordneten betraf, eine Verfassungsverletzung. Dafür haben wir uns an ben H-rrn Reichskanzler zu halten, weil er ber einzige uns Verantwortliche ist. Abg. Rickert (frf. Vp.) spricht in gleichem Sinne. Wie könne matt in ben Wv'ten bes Flugblattes über bie Armuth eine „Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen" sehen! Wir sind ganz anbere Kost gewöhnt in ben Flugblättern ber Antisemiten und. bes Bunbes ber Lanbwirthe. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) hält für rathfam, das Ergebniß ber Untersuchung abzuwarten. Eine Beschlagnahme habe thatfächltch stattgefunben gehabt. Die Abgeordneten sollten nur selber die Gesetze beobachten (Zurufe links: Duell, Duell.) Im Uebrigen hätten die Socialdemokraten, welche selber bie Autorität ber Gesetze nicht achteten, am allerwenigsten Grund, sich über bie Verletzung ber Verfassung ihnen gegenüber zu beschweren. Abg. Bueb sucht darzulegen, daß er keinen Anlaß zu der Verhaftung gegeben. Märe wttklich eine Befchlagnahme erfolgt gewesen, wie wäre er denn dazu gekommen, ben ganzen Tag bei ben Behörden herumzulaufen, um bie Colportage - Erlaubniß nachzufuchen?! Man hätte ihm alsbann boch einfach geantwortet: „Machen Sie sich boch keine Umstände, Ihre Flugblätter sind ja beschlagnahmt!" Jkach seiner Verhaftung habe er an das Reichstagspräsidium und an Bebel telegrapblrt unb mit eigner Hanb geschrieben: „Ursache unbekannt." Weshalb sei ihm nicht wenigstens ba sofort vom Criminalcommisiar der Grunb angegeben worben? Erst später habe ihm ber Eommissar gesagt: „Jetzt will ich Ihnen ben Grund angeben!" Unb ba habe er natürlich ben Ort genannt, wo sich die Flugblätter befanben. Redner schließt, daß er bei ben höheren Instanzen Beschwerde einlegen werde. Staatssecretär Nieberbing äußert hierüber seine Befriedigung, da bann bte Widersprüche aufgeklärt werden würden, was hier in diesem Hause nicht geschehen könne. Abg. Bebel erhebt gegen ben Staatssecretär ben Vorwurf, parteiisch zu sein, weil er ben Aussagen untergeotbneter Polizei- Organe mehr Glauben schenke, als ber auf Bueb selbst sich stützenden Darstellung Stadthagens. Abg. Dr. Lieber (Ctr.) meint, jetzt liege sogar eine unmittel- btre Verfaffungsoerlehung vor, nachdem durch Buebs Darstellung constattrt fd, daß eine Beichlagnahme nicht erfolgt gewesen. SiaatssecretLr Nieder ding weist abermals daraus hin, daß der R-tchStag für die Entscheidung des Thatbestandes nicht competer.t sei. Damit ist die Besprechung der Interpellation beendet- Es folgt erste Lesung der Vorlage, durch welche die Bundes- rathSdefugnih zur Feststellung des Abgabetarifs auf dem Nordostsees Canal bis September 1899 verlängert wird. Abg. Dr. Hammacher (nl.) befürwortet eine Herabsetzung der Gebühren für die größeren Schifte und Gestattung schnellerer Fahrt. Geheimrath Jong ui er« gibt zu, daß nur ein einziges Schift, das im letzten Monat den Canal befahren, mehr als 600 Registertonnen gehabt habe. Eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit von 10 auf 12 Kilometer pro Stunde sei beabsichtigt. Eine endgtltige Feststellung des Tarifs sei erst nach weiteren Erfahrungen möglich. Abg. Molkenbuhr lSoc.) wünscht vor Allem Herabsetzung deS TartsS für kleine Schifte. Geheimrath JonquterS erwidert, die kleinen Schifter feien mit dem Tarif bisher ganz zufrieden gewesen, eS würde auch in Zukunft aus ihre Interessen Rücksicht genommen werden. Zunächst jedoch handle eS sich darum, die großen Schifte durch Gebührenherabsetzung mehr heranzuztehen. Abg. Graf Stolberg (c.) fordert, daß, wenn eine Tarifherab- setzung erfolge, dies nicht einseitig für die großen Schiffe geschehe, sondern auch für die kleinen. Abg. Hammacher: Auch ich habe nicht eine einseitige, sondern eine gleichmäßige Herabsetzung gewünscht. Damit schließt die Debatte. Die zweite Lesung folgt demnächst nach. Morgen 1 Uhr: Margarinegesth. (Schluß 5% Uhr.) Neueste Nucheictztett. Wolff« telegraphische« Lorrespondenz-Burean. Berlin. 4. Mai. An der Meldung, daß der Handelsminister Freiherr v. Berlepsch seine Demission gegeben hat, ist kein wahre- Wort. Spandau, 4. Mat. Die AuSwa nderer auf dem Bahnhofe Ruh leb en wurden vollständig isolirt wegen Vorkommens der schwarzen Pocken bet mehreren Mitgliedern einer russischen AuSwandererfamtlie. Die Sanitätsbehörden trafen umfasiende Maßregeln. Sera (Neuß), 4. Mat. Der Dichter Julius Sturm ist am SamStag in Köstritz gestorben. Wien, 4. Mai. Nach hier vorliegenden Meldungen aus Belgrad hat der dortige österreichisch-ungarische Gesandte wegen der am SamStag vorgcfallenen Verbrennung einer ungarischen Fahne sofort Genugthuung verlangt. In Folge dessen verfügte der Minifterrath noch am 2. d. M. Abends die Amtsenthebung des Belgrader Präfecten und Gendarmerie-Commandanten. Die Amtsenthebung wurde sofort auSgeführt. Madrid, 3. Mai. AuS Nordafrtka wird das Er- scheinen von Heuschreckenschwärmen gemeldet. In der Provinz Malaga befürchtet man große Verheerungen. Teheran, 4. Mat. liebet den Mörder deS Schahs werden nachstehende Einzelheiten gemeldet: Der Mörder Mtrza Muhamed Reza steht tm mittleren Alter. Er ist ein eifriger Anhänger eines Aufwieglers NamenS Djemal-ed-dtn, der im Jahre 1891 wegen seiner aufrührerischen Reden auS Persien verbannt wurde. Nach DjemalS Verbannung wurde Reza tnS Gefängniß geworfen, später jedoch wieder entlasten. Darauf wurde er wegen fortgesetzter Umtriebe abermals etngesperrt und schließlich wieder freigelasten. Einem unverbürgten Grüchte zufolge war Reza vor kurzer Zeit in Constantinopel, wo er mit Djrmal zusammentraf. Reza ist bereits mehrere Male verhört worden und hat gestanden, er sei auSerwählt worden, den Schah zu tödten. Zwei Monate habe er auf eine günstige Gelegenheit gewartet, habe sich öfter dem Schah genähert, jedoch nie nahe genug kommen können. Am Freitag hätten ihn zwei weibliche Verwandte, die im Harem des Schahs bedienstet seien, benachrichtigt, der Schah werde den Wallfahrtsort Abdul Asim besuchen. Reza hatte die Absicht gehabt, nach der Ausführung des Verbrechens sich selbst zu tööten, sei aber durch die schnelle Verhaftung daran gehindert worden. Derselbe hat acht angebliche Mitschuldige namhaft gemacht. Depesche» de« B-rer» .Herold". Berlin, 4. Mai. Dem Fürsten Ferdinand von Bulgarien ist nicht, wie ein hiesiges Blatt meldete, der Schwarze Adlerorden verliehen worden, sondern das Groß- kreuz und die Kette zum Rotheu Adlerorden. Berlin, 4. Mai. Auf der Havel wurde gestern ein Ruderboot des Clubs „$Benetia" vom Sturme umgeschlagen, wobei drei Ruderer ertranken. Drei weitere Jnsasten des Bootes konnten gerettet werden. Berlin, 4. Mai. Infolge Unvorsichtigkeit entstanden heute früh 5 Uhr im Laboratorium der Gesellschaft für flüifige Gase in derUsedowstraße zwei Explosionen. DaS Gebäude wurde total zerstört, ein Arbeiter anscheinend leicht verletzt. Berlin, 4. Mai. Die Reichstags-Bau-Commission trat heute Mittag unter dem Vorsitz deS Staats- seeretärS Bötticher zusammen. ES wurde sicherem Vernehmen nach über die innere Ausschmückung des neuen ReichStagS- gebäudeS Beschluß gefaßt. In der Wandelhalle, tm Haupt- Restaurant, im Schreib- und Lesezimmer sollen Bildniste rc. ausgestellt werden. Für Ausschmückung der Wandelhalle soll ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Berlin, 4. Mai. Um zu verhindern, daß nach Annahme deS Verbots des Termtnhandels in Getreide und Mühlenfabrikaten sich die Speculation nach ausländischen Plätzen zieht, wird, wie die »Post" meldet, bei der dritten Lesung der Vorlage im Reichstage ein Antrag eingebracht werden, daß im AuSlande erzielte Urtheile in Prozesten, die sich auS Termingeschäften ergeben, nicht vollstreckbar sind. Berlin. 4. Mai. DerVerein deutscher ZeitungS- Verleger hält am 1. Juni in Berlin eine außerordentliche Generalversammlung ab. Berlin, 4. Mal. DaS Sta a t S mi u ist er i u m trat gestern Nachmittag 2 Uhr in der Wohnung de« Reichskanzler« uiter besten Vorsitz zu etuer Sitzung zusammen. Au derselben, welche biS um 6 Uhr dauerte, nahm außer sämmt- lieben Ministern auch der Schatzsecretär PosadowSky Theil. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, soll die Zustimmung zu dem Verbot deS GetreidetermiuhandelS beschloffeu worden sein. Dem Anträge de« HandelSmiuisterS auf Zurückziehung deS Gesetzentwurfs über die Handelskammern wird Folge gegeben werden. Berlin. 4. Mai. Zur zweiten Berathuug des Margarinegesetzentwurfes tm Reichstage find folgende Anträge eingegangen: Der Abg. Schmidt Warburg (Centr.) beantragt: Dem § 6 folgenden letzten Absatz hinzuzufügen: Gastwirthe, Restaurateure, Couditoren und Bäcker, welche sich zur Herstellung von NahruugS- und Genußmitreln der Margarine bedienen, haben solches durch augenfälligen Anschlag in den Speise- und Verkaufsräumen ihres Gewerbe« und, falls Speisezettel geführt werden, auch durch Vermerk auf letzteren kundzugeben. — Der Abg. Fußangel (Tentr.) beantragt: Dem § 12 folgende Fassung zu geben: Mit Gefängniß nicht unter einer Woche bis zu sechs Monaten und mit Geldstrafe nicht unter 150 bi« 1500 Mk. wird bestraft 1. wer zum Zwecke der Täuschung im Handel und Verkehr eine der nach § 2 unzulässigen Mischungen herstellt, 2. wer in Ausübung eine« Gewerbes wiffentlich solche Mischungen verkauft oder feilhält. Im Wiederholungsfälle tritt Gefängn'ßstrafe nicht unter 4 Wochen bis zu einem Jahre und Geldstrafe nicht unter 300 bis zu 3000 Mk. ein. Diese Bestimmung findet nicht Anwendung, wenn seit dem Zeitpunkte, in welchem die für die frühere Zuwiderhandlung erkannte Strafe verbüßt oder erlassen ist, drei Jahre ver- flosten find. Berlin, 4. Mai. Zur zweiten Lesung des Margarinegesetzentwurfes beantragen die Abgeordneten Bindewald, Hlrschel und Köhler mit Unterstützung der deutsch- socialen Resormpartel, sowie deS Abg. v. Plötz folgenden § 2a einzufügen: Käseartige Zubereitungen mit Margarine oder sonstigen nicht ausschließlich der Milch entstammenden Fetten, sowie der Vertrieb von solchen im Jnlande find verboten. Frankfurt a. M., 4. Mai. Die „Franks. Ztg." meldet auS Straßburg: Gestern Abend kam eS um 10 Uhr in der Langestraße, in der Nähe der Hahnengaffe, zu einem schweren militärischen Exceß. Dem „Eisäster" zufolge hat zwilchen einem Unteroffizier deS Infanterie Rrgiment« Nr. 126, der angetrunken war, und einer Anzahl Civtltsten aus bisher noch unaufgeklärten Ursachen ein heftiger Wortwechsel stattgesunden. Der Unteroffizier rief eine Patrouille zu Hilfe, ließ fie daS Seitengewehr auspflanzen und mit gefälltem Bayonett gegen die Menge, die fich inzwischen angesammelt hatte, vorgehen. Mehrere Etviltsten wurden verwundet, darunter einer schwer. Der Unteroffizier wurde verhaftet. Rom, 4. Mai. Der „Meffagero" meldet: General Baldissera habe am gestrigen Sonntag telegraphirt, er werde die Abessynier sofort angreifen. DaS Blatt glaubt, daß bereits ein Kampf stattgesunden habe. Warschau, 4. Mat. In den letzten Tagen wurden zahlreiche russische Studenten, darunter Söhne hoher Beamten rc., wegen geheimer nihilistischer Umtriebe verhaftet. Gießen, den 5. Mai. ** Betr. Reichstagswahl. Die GeschäftSordnungö Commission des Reichstages ist auf Mittwoch einberufen, um über die weitere Gültigkeit des zum Postagenten ernannten Abgeordneten Köhler zu entscheiden. *• Zur Stadterwelteruug. Unsere Stadt reckt und streckt sich nach allen Seiten. ES wird den Bürgern in der Altstadt zu enge, man verlangt, um behaglich wohnen zu können mehr Lust und Licht, als man früher gewohnt war. Unsere Stadtverwaltung hat sehr wvhl daS Bedürsniß erkannt und sich daran begeben, tm Süd-Westen der Stadt einmal ganze Arbeit zu schaffen. Durch den Ankauf der ehemals von Rabenau'schen Besitzung seitens der Stadt ist diese allerdings mit in erster Linie intereffirt, in diesem Gelände Bauquartiere zu bekommen und so hat man auf dem Stadtbauamt einen vollständigen Bebauungsplan zur Einsichtnahme offen gelegt. Zunächst soll die alte Hollergaffe auSgebaut und zu einer einseitigen Vtllenstraße längs der Eisenbahn weiter geführt werden. Die später in dieser Straße zu erbauenden Häuser werden Vorgärten erhalten. Man hat das Freilaffeu der Hollergaffe nach dem Bahnkörper deßhalb gewählt, damit den dereinstigen Bewohnern dieses Straßenzuges der Blick aus da« liebliche Lahnthal und hinüber auf die Berge, Burgen und Wälder erhalten bleibt. Ein weiterer Straßenzug wird von der Frankfurterstraße nach dem erst vor einigen Jahren geschaffenen Uebergaug am Hotel Lenz angelegt, hier wird die linke Seite deS Weges Vorgärten erhalten. Die thcilweise schon bebaute Hoffmannstraße wird bis zur Eisenbahn, also in die Hollergaffe mündend, weiter geführt und sind in derselben aus beiden Seiten Häuser mit breiten Vorgärten in Aussicht genommen. Die Verbindungsstraße zwischen der eisernen, über den Bahnkörper sich spannenden Uebersührung mit der Frankfurterstraße, welche ine Fortsetzung der Kltnikstraße bildet, ist ebenfalls zur Bebauung von Häusern mit beiderseitigen Vorgärten erwählt. Der jetzige Fahrweg nach den Kohlen- strängen ist zur Bebauung m t Häusern ohne Vorgärten al« Straße, mündend in die Hollergaffe, in Aussicht genommen. Als letzte Querverbindung zwischen dieser Gaffe und der Frankfurterstraße beabsichtigt man eine Verlängerung der Straße, welche längs der Psychiatrischen Klinik sich befindet, vorzunehmen und ist bei bereu Bebauung ebenfalls auf beiden Seiten die Anlage von Vorgärten erforderlich. Zwischen der Frankfurterstrabe und der Hollergaffe, von der Hoffmann- straßc ausgehend nach Klein Linden zu laufend, wird eine Parallelstraße zu ersten beiden Straßenzügen hergestellt, bei welcher man von der Anlage von Vorgarten absehen wird, dieselbe soll münden in jene letzte Querstraße, welche in gleicher Höhe mit der Straße vor der Jrrenklwi, läuft. Endlich ist, um da« Gelände vortheilhast J ? bauung auSznnützen, eine Straße zwischen der veriäo. ” Klinikstraße und dem ZufahrtSweg nach den Sohlenbi- vorgesehen. Diese wird nicht in die Hollergasie fon^’ die neue Parallelstraße münden. •• The«ter Lerein. Die gestrige fünfte vorstellpo. u Theater-Dereins brachte Grillparzer»Trauer ioirl t Meere« und der Liebe Wellen". Nicht ohne Fug ' Grillparzer zu den echten Nachfolgern unserer ÄWtu T Würde der Dichtung, die naive Einfachheit der die edle Sprache, die Tiefe der Gedanken, die ideales anschauung sprechen dafür. Man nennt ihn auch aouT Schiller Oesterreich«"; de« Meere« und bet Vitbe weisen mehr auf Goethe hin. bem eine solche Lenieirua den Charakter einer Frau, ein solche« Belauschen jeder beS weiblichen Herzen« naher lag, al« seinem Crto2? Freunde. Der Dichter führt seine Hero durch fr-t Reihe der Gefühle hindurch: von der Herbigkeit der 0^-2 zum Erwachen der Liebe, von der schalkhaften Tanteln* traumhaften, weltvergeffeneu Seligkeit, von der zur Verzweiflung, zum Tode. Er fordert etne |r;:7#V? spteleriu, eine kluge und dabei naive Darsteller,.- ?. Adele Milan-Dore bot in reichstem Maß,, a:l /. Dichter begehrt; sie folgte allen seinen Intention« ... seiner Gestalt Blut und Fleisch, Liebe und Leden cr sönlichkeit- fie fühlte alle Feinheiten seiner öerfe; jede ihre« Gemüthe« tönte wieder im Wohllaute der ft tu» Sie ließ sich auch in der Tode« Scene de« letzten Lc:r» zu dem hoch-tragischen Patho« verleiten; fie schul tirt geklärte Gestalt - sie war eine vollendete Hero! Redli- mit Erfolg unterstützten Herr Farecht und Herr Teah,, > als Leander und als Oberpriester die Künstlerin, tu, Mittelpunkte des Jntereffes stand. — Dem Publikum st--, es anfangs sichtliche Mühe, von den modernen Äufchaa^, zur clasfischen Einfachheit zurückzukehren, aber bald ubaT- Schönheit deS Drama« und die Vollendung der Darr.!;, ihre Wirkung au«, und zwang einen Jeden in den CanZ Dichtung. Nach dem gestrigen Erfolge darf man de« ccjfa DorstellungSabend, der Anzengruber« »Gewtsienliu, bringen wird, mit den höchsten Erwartungen entgegen ♦ ♦ Don einem leichttu Schlaganfall wurde gestern Bc. während der Gesangsprobe Herr Universität«.Musikdirur Felch net in der kleinen Aula betroffen. Man brachte r per Wagen in seine Wohnung. Hoffentlich ist dieser L& ohne bleibenden Nachtheil für Herrn Felchnet. • • Bestätigte Stiftungen. Im Laufe de« 1. Quartals b» find vom Großherzog u. o. nachstehende Stiftungen L Vermächtnisse bestätigt und hiernach die betr »ttta&- Hörden zu deren Annahme ermächtigt worden: tzchakL, der Erben de« verstorbenen Kaufmann« Christian ji Nidda an die evangelische Kirche daselbst zu Gunsten te Kletnklnderschule zu Nidda, im Betrage von 1000 IK Schenkung der Rentner John Hehl Eheleute zu ®tr«Nt au die Gemeinde Wallerstädten für die Kletn^nterljiile tc selbst, im Betrage von 30,000 Mk.: Vermächtnis Ur • schen Eheleute zu W.mpfen an die evangelische Kirche hu'.t-, tm Betrage von 200 Mk. - Schenkung eine« Ungeoamuer an die evangelische Kirche zu Dortelweil, bestehend In nrtr Oelgemälde im Werthe von 800 Mk., öermactfnii ter Fräulein Susanna Laufet zu Darmstadt, zu Gunsten U Barmherzigen Schwesternhauses zu Darmstadt, im vrm, von 300 Mk.- Schenkung der Freifrau Pergler von Per§:S zu Darmstadt, an daS Haus der Barmherzigen Schrekern zu Darmstadt, im Betrage von 5000 Mk., Schenkung irt Sparkaffe Zwingenberg an die evangelische Sl.idt ,u heim zu Gunsten bn daselbst zu errichtenden D-.'s- station, im Beirage von 200 Mk.- Schenkung lei tzeuv Grasen zu Erbach Erbach an die evangelische KircheH - als Beitrag zu den Kosten der Anbringung jettet WW’ \ nibtafeln in der Sladtktrche zu Erbach für diejeuigw | Jonen aus dem Kirchspiele, welche die Feldzüge ten 1881- und 1870/71 mitgemacht haben, tm Betrage von 40° W- Schenkung der Firma G. Kuhn, Maschinen- uni Kc-c- fabrik zu Stuttgart Berg, an die Technische Hochschule, te- stehend in einer kleinen 8pferdekräftigen Dampsau'ch''" 11 Werthe von 1100 Mk. - Schenkung der Maschinenbu.i-^': Gesellschaft Nürnberg an die Technische Hochschule zur fr* 1 richtung eines Stipendiums, bestehend in dem auf btetc * sellfchaft entfallenen Drittel des ersten Preise« für daß t»* ject „Civitati Vangionum“ für eine Straßenbrücke -ten den Rhein bei Worms, im Betrage von 3333 Mk. f> Schenkung derselben Gesellschaft an die Technische VW* zur Errichtung eines Stipendium«, bestehend in de« "i entfallenen halben Autheil de« Ankaufspreises suc wurs „Eisenkette" zu einer Strabenbrücke über den W® bei WormS, im Betrage von 1000 Mk.: Schenks« • Wittwe von Dr. Friedrich Alefeld von ObtfÄaeNj® ' die Gemeinde Ober Ramstadt zur Unterstützung v« E*» armen, im Betrage von 1000 Mk. * • Eine Unsitte bei den Spaziergängen. * j, Lenze die Ausflügler und Spaziergänger hinaus in Flut Wald ziehen, ist tß an der Zeit, auf eine Unsitte hinzam^ welche auf diesen Spaziergängen den Aerger nicht nm- Jateresfinen, sondern eine« jeden Naturfreunde« 8" auf die Spitze treibt, und manchen schönen ^.:genb.> Erholung verbittert. Diese Unsitte besteht darin, 8 sogenannten B umensreunden nach recht« und hnf« gehalten wird nach Beute und Zerstörung^ Eriche Fg Naturfreunde berauben nicht nur die betreffenden und Bäume ihrer Pracht, sondern sie rauben in jedem wahren Freunde der Natur die Freude an Irr r Wa« bleibt aber für den Plünderer selbst übtig' seinem Suchen und seinem Raubhaudwerk geht er > • . nach dem Einzelnen und Kleinlichen sehend, a!’ Schönheiten in ihrer Gesammtwirkung vorüber un sich in der That selbst noch den wahren gri liche« Wald- und Wiesenfträubchen von kurz blM| ten, io ist d io d< ; । jh der altern uni i i|rn jn wehren tut! i Epenba der Natur » £eien?eittel -Zl^autmenstellung de ntedl'J kosteten: freier sind e5, die 1 •üt In Lchrrrinnet Mtt Wi Z rntrnin. Sinn dl gyj °»ch * Zvi ivdä °tl* b ü 31,1 11 8» eä ! utii mit I wetKi 1 '«>»» 6ttto •«ta# ,U3e' 5L, ck- di°<-"ch' Cai, f & .Jtnnb H« Fridl' int Stadt schmückt fgeüt|(l, der W'rth , w,;:1 Bt- Sträuchen i m kiiucher eine« L l Wt Bilder unb Sp> I lex i erornW ilridW und zerstört r tittcr dem Strahl i Da heißt 1 i yegt.'r ~n OctTt! I fcSnricb! ft: 70 7 UM« 72 60 7i ' »Wtr 72 CT i € t SiUtk o«ne Cctrel rktegen 75 65 gcHWm 70 60 lllW 68 64 Wrtebb«! 70 64 lilted: 70 60 itataM 60 60 I N«r= ti HU73 «tzs w,ehn, an 2t Die D WMWtirü, " der Sonntag oers -Zu« ReichSadl da« Fenster eie der Gaststube Htato Ä ’M peute «ft Hiiu„8en fi be -vt.d von den «n-nn Vorhaben n •»'« eitnlen Hunde gt L-rrx S%;: >°htt.“’S«-. * L “l! k. ^d°°d»Ä> «n Stliobh r5 \l ’ °°id! $],[ J” «tm. Jm Laufe deN.ür nachstehende lt und hiernach die itv- ne ermächtigt tooita nen Kausmannr Khiid he Kirche daselbst }u ■. io, im Betrage boa Hn Hehl Eheleute iötcn für die Kleloli MM.-, VnwWvij i mi bU mansche fc 1} Schminag eine/ - ! zu Dortelweil W von 800 Mi, Seer - er zu Darmstad. u ihauseS zu Dame : I g der Freifrau W'v nan§ der Barmhchn. ge von 5000 M,» in die evangeW M aselbst zu mW* t 200 Mk., Schellc an die evangelische en der Anbringu°S I rche zu Erbach sm: •le. welche die Felij- t haben, in W; st* g, «n die Schenfm» deiDi. n die let«llüu|l „Zum Reichsadler" hier e inzu brechen. Er hatte bevlMi vaS Fenster eingedrückt, und vermuthete jedenfalls in derm In der Gaststube stehenden Schranke einen größeren Beding Geld von dem vorausgegangenen F'ühjahrSmarkt. 8nii Idntm Borhaben wurde er durch den im Hause wüthrnd ansnWgeinden Hunde gehindert. Hoffentlich bewährt sich von dem Spitzbuben da- Sprüchwort: „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis ihm ein Ohr abgeht." Geiß-Nidda. 3. Mai. Bei der gestern dahier vorgenommenen Wahl eines Bürgermeisters siegte Herr Adolf Lind mit 66 Stimmen über den Gegencandidaten Ludwig Lind von hier. *,• Darmstadl. 3. Mai. lieber 300 alte und junge Corpsstudenten hatten sich gestern im großen Saale des SaalbaueS dahier znsammengefunden, um, tote vor 10 unb 20 Jahren, einen großen A.H-Commers in Darmstadt zu feiern, zu welchem alle A.H. A.H. des Cösener 8.0- BerbandeS generell, die im Großherzogthum Heffen wohnenden, soweit ihre Adreffen bekannt waren, noch specirll eingrlaben waren, wie auch alle activen Korpsstudenten von Gießen unb Heidelberg. Leider waren bie Heibelberger durch den am gleichen Abend daselbst stattfindevden AntrittScommerS am Erscheinen verhindert. Außer dem Präsidialtische, an welchem der Festausschuß unb als Ehrengast Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm von Hessen Platz genommen hatten, durchzogen vier Tafeln die ganze Länge des mit Fahnen, Wappen, Schlägern rc. festlich decorirlen Saals, von welchen Tafeln drei für die Angehörigen der drei Gießener unb die vierte für die anderen Corps bestimmt waren- eS erwies sich jedoch noch ein fünfter LängStisch unter der linken Seitengallerie für nothwendig, da jedes der Gießener Corps an seinem Tisch nicht genügenden Platz fand. Die Gallerten waren für die Damen der Thetlnehmer reservirt worden und wurden ebenfalls vollständig von denselben .besetzt. Um 8 Uhr Abends begann der CommerS mit einem einfachen Abendessen, auS zwei Gängen bestehend, während dessen der Vorsitzende, Herr Gehetmerath Küchler (Teutonia Gießen, Saxo • Borussia Heidelberg) die Versammlung mit einer Ansprache begrüßte, die mit einem kräftigen Salamander auf Seine Majestät den Kaiser und Se. Königl. Hoheit den Großherzog schloß. Als bald nach 8 Uhr die Tafel abgeräumt war, ertönte das erste Lied „Wo zur frohen Feierstunde" rc., bet welchem wie auch bei den folgenden an jedem Tisch von vier Chargirten mit Schärpen, Handschuhen und Schlägern präfidirt wurde. Bald folgte die eigentliche Festrede, von Herrn Rechtsanwalt Metz I. (Starkenburgta), in welcher derselbe der verschiedenen Stellungen, Verhältnisse unb Altersstufnn ber versammelten A.H A.H gedachte, die aber alle durch die auf der Hochschule im CorpS empfangenen gleichen Grundsätze zu tüchtigen deutschen Männern erzogen worden seien. Die Rede schloß mit einem von dem Senior der Starkenburgta commandirten Salamander auf die Alten Herren der deutschen Corps. Nach dem zweiten Lied: „Stoßt an Landesfürst lebe rc." folgte die Rede des Herrn Dr. Habicht (Hassia) auf die activen CorpS, in welchen er anerkennt, daß sie die Haupttugenden, welche die CorpS zu üben berufen find: Muth, Ehrenhaftigkeit und Freundschaft hoch halten, sie auffordert darin fortzufahren und nicht etwa Politik hineinzuziehen, für deren Verständniß der Student erst vorbereitet werden solle. Hieran schloß fich daS dritte Lied: „O alte Burschenherrlichkeit rc.", bei welchem die ältesten Thetlnehmer präsidtrten und welches stets mit besonderer Thetlnahme gesungen zu werden Pflegt. Bald nach 12 Uhr stieg der „LandeSvater" und dann folgte daS Initium fidelitatis, welches größere Theilnehmergruppen noch bis weit in die TageShelle hinein zusammenhielt, sodaß viele benachbarte Auswärtige direct vom CommerSlocal aus dem Bahnhof zustrebten, um mit dem ersten Frühzug nach Hause zu reisen. So verles die schöne Feier ohne einen Mißton ober ftörenben Zwischenfall irgend welcher Art unb zu ben lieben Erinnerungen an den 1876er unb 1886er AH 8.0.- Commers zu Darmstabt werden sich nicht minder freundliche Erinnerungen an ben 1896er Commers daselbst reihen. Für Sonntag war noch ein Frühschoppen und Nachmittags ein Ausflug in die nahe Bergstraße in Aussicht genommen, woran Einsender dieses leider nicht theilnehmen konnte. □ Darmstadt. 4. Mai. Vor vier Jahren besichtigte der Ortsgewerbeverein die damals in Aussührung begriffenen hundert neuen Brunnen deS städtischen Wasserwerkes bei Griesheim, heute galt sein Besuch der vorläufigen Vollendung der ganzen Erweiterungsbauten daselbst. Die Anlage ist mustergiltig auSgeführt und bildet nicht dageringste Denkmal, das sich der Initiator desselben, der unvergeßliche Oberbürgermeister Ohly, in seinem Wirken zum Wohle der Stadt selbst gesetzt hat. Bei aller Anstrengung der vorhandenen großen Maschinen (namentlich auch für Reservezwecke dienenden) können 8600 Cubikmeter Wasser pro Tag in daS Hochreservoir befördert werden, dessen jeweiliger Wasserstand fich auf einem Wasserstandanzeiger tm Maschineohaus ablesen läßt- die durchschnittlicye Leistung ist 6000 Cubikmeter. Die Maschinen arbeiten Tag und Nacht ober, tote der Techniker sagt, ihre Betriebszeit ist 23,45 Stunden. Bei der Vergrößerung hat man zum ersten Mal kleinere Röhren-Brunnen al- früher (innerer Durchmesser 50 Millimeter) gewählt, daS andere Mal einen Sammelbrunnen neu angelegt, in dem daS Wasser mittelst eines HeberohreS gesaugt, unb von da in das Hoch-Reservoir direct gepumpt wird. Bei ber Maximalfürderung von 8600 Cubikmeter pro Tag senkte sich der Wasserspiegel der Brunnen um beinahe 3 Meter. Einzelne Brunnen find bis zu 60 Meter tief. DaS System der kleineren Brunnen soll auch bei einer eventl. weiteren Vergrößerung wieder beibehalten werden. Da der Weg zum Haupt-Reservoir auf ber Mathildenhöhe lag (ca. 2 Stunben) unb die Höhendifferenz nicht unbeträchtlich, bedarf eS starker Pumpen unb ebensolcher AntriebS-Dampsmaschinen, die größten Maschinen (doppelt wirkende Verbund-Maschinen) haben je 73 Pferdestärken und können jede 4500 Cubikmeter pro Tag fördern. Die Baugruppe deS Werkes ist electrif* beleuchtet. S-ik!p1au brr wrrhtigtrn «frankfurter Stabtthrikr. operndavS. Mittwoch ben 6. Mai: HanS Heiling. Donnerstag ben 7. Mai: Hochzeit deS Figaro. Freitagben 8. Mai und Samstag ben 9. Mai geschlossen. Sonntaa den 10. Mai: Festoorstellung. Erste Adtheilung: Ouvertüre. Friedenshymne und Einleitung von Emil Elaar. Die Meistersinger (letzte Verwandlung der Oper). Zweite Adtheilung: Lebende Bilder (auS ber deutschen Geschichte) mit verbindendem Gedicht von Emil Elaar. Epilog von Wilhelm Jordan. Schlußbild. SchauspieUraus. Mittwoch den 6. Mai: Biel Lärm um dlichts. Donnerstag den 7. Mai: Madame Sans-Güne. Freitag den 8. Mai: Götz von Berlichingen. SamStag den 9. Mai und Sonntag den 10. Mai geschlossen. Witterungsbericht vom 4. Mai. Für die Wetterlage ist zwar noch immer die bisherige Luft- druck-Vertheilung maßgebend. Doch rückt das Depressionsgebiet im Süden auf nordöstlicher Bahn langsam ab und gleichen sich dir Dluckunterschiede über Central-Europa allmälig aus, demnach dürften die Niederschläge, welche im Süden unseres Gebietes in den letzten Tagen in erheblicher Menge gefallen sind, aufhören, lieber Ober- ttalien ist heute ein kleiner Rest des Minimums vorhanden. 8oian*Mili4t tBittmmgt Von Westen nach Osten langsam fortschreitrndc Besserung.?! Oerkehr, €aub* tntö Votkrwirthschäft. Sietzm, 5. Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,80—0,90, Hühnereier pr. St. 0 2 St. 9-11 X Enteneier 6 2 St. 0 Gänse, eiec pr. St. 14—00 Käse pr.St.b—11 H, jtäfematte pr. 6t. 3 Erbsen pr. Liter 17 Linsen pr. Liter 30 Tauben pr. Paar JL 0,80 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,30 bis 1,50, Hahnen pr. Stück JL 1,40-1,80, Enten pr. Stück JL 1,80-2,00, Gänse pr. Pfund JL 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68 Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bis 66 H, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 4, Kalbfleisch pr Pfd. 54-56 H, Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 bis 4,50 JL, Weißkraut pr. Stück 0—00 4» Zwiebeln pr. Centn er Jt 6,00-8 00, MU» pr. Liter 16 H_________________________ I. Wickersheimers, Präparator der Kgl. Universität zu Berlin, Motte«-BarlUgnngA- «fsenz ä Fl. 50 Pfg. und 1 Mk., «/- Liter 2.75 Mk., */i Liter 5 Mk., Wanzen-BerlilgungS-Essenz ä Fl. 50 Pfg. und 1 Mk., '/» Liter 2 25 Mk.. i/i Ltt r 4 Mk. «st zu beziehen durch die Königl. Hofl. .1. F. Schwarzlose Söhne, Berlin SW., Markgrafen straße 29. In Gießen zu habm bei «. Welz, Lindrnplatz. 3950 8par- und Jeihkaße Gießen. Ausschuß-Sitzung Firreitag, den 8. Mai I. J., Nachmittags 4 Uhr, im Sitzungszimmer der Stadtverordneten dahier. lZießen, am 28. April 1896. Die Direction des Spar- und Leihkassevereins Gießen. I. E.: W i e n e r. 43753 Gncursverfahren. 1 Bitte das Vermögen des ver- storktzeii, Müllers Friedrich Frey z« -Ällar wird heute am 4. Mai 18936, Nachmittags 4J/2 Uhr, das EonMbDerfahren eröffnet. 2 d>e.^!ausmann Jean Böck von ®ie!r< | Frankfurter Möbel-Magazin § Inh.: Ang. Ossmann, Giessen, *8 89 Seltersweg 89, A Billigste und reellste Bezugsquelle in Vettcn, k Polster- und Kastenmöbeln, sowie Uebernahme B completer Ausstattungen. J. G. Honben Sohn Carl, Aachen. Unter Anderem durch das Städtische Gas- und Wasserwerk t(7 Giessen zu beziehen und daselbst in Betrieb zu sehen. A. Werner, Marktftrafie 29. Danksagnng. Für die vielen Beweise herzlicher Thetlnahme während der Kra'? heit und Beerdigung unserer unvergeßlichen Margarethe Kliebe, geb Rabenau, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir Allen unseren kn* ltchsten Dank. Die trauernden Hinterbliebeneu Londorf, den 4. Mai 1896. 43'1] Einige Stämme Rassehühner billig abzugeben. August Schwa«. Gesucht. Tine gebrauchte, gut erhaltene w Drehbank wird zu kaufen gesucht. Gefl. Offerten unter 1'. K. 50 an die Expedition. 4387 4372] In der Nähe von Gieße« wird zu baldigem Eintritt ein beffere« Kindermädchen gesucht, welches Liebe zu Kindern hat, mit denselben umzugehen versteht und aut nähen und flicken kann. Familiäre Behandlung und guter Lohn. Offerten nebst Referenzangabe unter Nr. 4373 an die Exped. d- Bl Redaktion: A. k-Heyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu llniversität»-Buch- und 6 4377] Junger Manu, 19 I. alt. sucht Stellung auf einem Büreau ob. Ladengeschäft als Commis per sofort ob. später. Gute Zeugnisse vorhanben. Offerten unter K. II. I). 1896 an bte Expedition d Bl. 4403) Mehrere tüchtige Mädche«, die bürgerlich kochen können, suchen Stellen durch Frau Hehler, Sonnenstraße 24. Kaufmännischer Verein Giessen. 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