Trümmerfelde unserer Rechtszustände wa en die Männer, die -ur Ausarbeitung dieses Entwurfs beruten waren, genöthigt, die Bausteine zusammenzusuchen für einen Bau, ohne Bruch mit der Vergangenheit, aber auch ohne Liebhaberei für Abgestorbenes. Ein überspanntes Nationalgefühl wollte nur deutsches Recht, aber das römische Recht konnte nicht übergangen werden, denn es war im Laufe der Jahrhunderte deutsches Recht geworden. Und soweit dieses römische R-cht nicht abgestorben war, hatte eS auch Anspruch daraus, deutsches R-cht zu bleiben. In Bezug auf die hierbei zu ziehende Grenze hat stch die Commission zwei Leitsterne angee«gnet; einmal die großen Codtficationen der neueren Zett: code Napoleon, sächsisches Recht und Landrecht, insoweit diese überetnsttmmten. Insoweit nicht, hat sich die Commission denjenigen Anschauungen zugcwendet, weiche den weitesten GeltungskretS hatten. Unser deutsche« Volk will im Wesentlichen behalten, waS es bat, e« will nur dem Mangel an Einheit ein Ende machen. Wenn Sie diese großen Gesichtspunkte, die ich Ihnen geschildert habe, erwägen, werden Sie finden, daß der Entwurf im großen Ganzen gelungen ist. Wir werden uns daher nur über Einzelheiten zu unterhalten baden. Ich gebe zu, daß die Sprache des Entwurfs nicht frei von Mängeln ist, glaube aber nicht, daß Irgend eine Commission Vollkommenes schaffen könnte. Die Sprache deS Code ist eleganter, aber nicht klarer und verständlicher im J"halte. Auch die Deutschen im Westen werden nationalen Stolz genug besitzen, sich zu sagen: Dieses Gesetzbuch ist uns lieber^ als das fremdländische. (Braoo.) Ich bin mir bewußt, daß der Reichstag seine Aufgabe nicht in Kleinigkeiten verzetteln wird. Er hat eS ja auch nicht bet dem Handelsgesetzbuch gethan, trotz der Opposition gelehrter Kreise. Die oerrünbeien Regierungen zweifeln nicht, daß dieses Ges.tzbuch, trotz aller ihm anhaftenden Unvollkommenbetten, doch so große politische und nationale Vortheile bat, daß auch alle parttculariütfchen Bedenken zurücktreten müssen. Trotz mancher schweren Bedenken und Besorgnisse haben alle Einzel- staaten für den Entwurf gestimmt. (Bravo!) DaS Volk, das sich bisher durch alle möglichen Rechte bat durchschlagen müssen, wird den Vorthetl dieses einheitlichen Rechtes schützen. Auch dteAutorität des Rechtes wächst durch die Einheit! chkett. Der gemeine Mer.schen- verstand hat eS oft nicht verstanden, wenn hier dieses, daneben jenes Recht galt. Das ändert stch mit diesem 50-Millionenrecht, hinter welchem der nationale Wille und die nationale Zusammengehörigkeit stebt. Was man auch von dem Entwurf sagen möge, fo wird man doch zugestehen, daß in ihm ein unermeßlicher wirthschaftlicher, politischer und sittlicher Vorthetl etngeschloffen ist. Welchen Einstuß, welchen gewaltigen Einfluß hatte in Frankreich das einheitliche Recht zu Gunsten französischer Anschauungen und Sympathien. Dagegen hatte in dieser Beziehung Deutschland bisher nichts einzusetzen. Das wird alles anders werd n mit dem Moment, wo auch wir ein einheitliches Recht in die Waagschale werfen können, eS wird für uns ein Culturelement fein An Ihnen liegt eS, ob die Erwartungen, welche das deutsche Volk auf diese« Werk setzt, in Erfüllung gehen sollen. An Ihnen ist eS, das Werk zum Abschluß zu bringen. Gelingt Ihnen da«, so werden Sie stch den Dank des deutschen Volkes nicht nur für jetzt, sondern für alle Zetten sichern. (Lebhafter Beifall.) Abg. Rintelen (Ctr.): Meine Freunde erkennen diese« Werk als ein gr ßes nationales an und wir sind gewillt, die Herstellung desselben mit allen Kräften zu fördern (Bravo), und zwar in möglichst kurzer Zett. (Bravo) Andererseits würden wir uns schweren Gefahren aussetzen, wollten wir unS nicht wenigstens über die der letzte Schieuennagel geschlagen und am 26. September die Bahn in Betrieb genommen. Bringt man die Tage in Abzug, an denen ungewöhnlich starke Regengüsse znr Einstellung der Arbeiten zwangen, so bleiben für die Ausführung des bedeutenden .Werks nur 33 Tage übrig, — eine achtunggebietende Leistung und ein glänzender Anfang. Mit dem wetteren Vordringen in Feindesland steigerten sich die aus der unvollkommenen Ausrüstung der Feld- eifenbahn'Abtheilungen erwachsenden Schwierigkeiten. Besonders süblbar wurde der Mangel vorbereiteter Bauthetle für den Brückenbau. Während heute die Leitungen aller größeren Heere um die Beschaffung einfacher, zerlegbarer Brücken bemüht find, die einen schnellen Aufbau ohne feste Gerüste selbst bei größeren Spannweiten gestatten, waren unsere Feldetsenbahn-Abrhetl- ungen oft gezwungen, das Brückenbaumatertal in Feindesland, in großer Entfernung von der Baustelle zu suchen und auf verschneiten Waldwegen heranzuschaffen. Die Franzosen waren etwas besser gerüstet, wenngleich auch bet ihnen von einer gründlichen Vorbereitung für den Brückenbau im Feindesland nicht die Rede sein konnte. In Metz wurden ganze Etsenbahnzüge mit Kunstrammen, Pfählen und Gitterträgern zur Herstellung von Flußüberbrückungen erbeutet. Wie begehrt dieses Material war, beweist der kleine Handstreich, den der — zur Zeit der Uebergabe von Metz in Epinal weilende — Chef der V. Feldeifeubahn- Abtheilung vollführte, indem er aus die Nachricht von dem großen Funde sofort nach Metz eilt, einen Zug von 20 Achsen mit Gitterträgern und langen Baumstämmen auS dem überfüllten Bahnhofe wegholt und erst nachträglich Billigung dieser nothgedrungenen Selbsthilfe erbittet. Ein treffliches Bild von der Umständlichkeit der Gewinnung der Bautheile bietet die Wiederherstellung der Moselbrücke bei Charmes, etwa 100 Kilometer von Metz in der Bahnlinie Nancy—Gpiual. Die 17 Meter weiten Brückenöffnungen mußten freitragend überspannt werden, da ein I Prinzipien einigen. Deshalb kann auch von der in einem Thetle der Presse an uns gerichteten Zumuthung, die Vorlage en bloc anzunehmen, keine Rede sein Doch meinen wir, daß, wenn wir da« ganze Gesetz einer Commission überweisen wollten, die Gefahr entstehen würbe, daß die Commission zu sehe an dem ganzen System der Vorlage rüttelt. Wir schlagen deshalb vor, nur eine Reibe besonders wichtiger Materien resp. Paragraphen einer Commission von 21 Mitgliedern zu überweisen. Das Einsührungsgesttz soll ganz an die Commission gehen, um namentlich auch festzunelln, welche RechtSgebi.te den Landesaesetzgebungen vorbehalten bleiben können. Wir wünschen z. B, daß das Wasserrecht ein einheitliches für da« ganze Reich sei. An der Sprache des EntwursS bemängelte Redner namentlich die Wendung: Der und der Paragraph findet „entsprechende" Anwendung. Mit solchen Ausdrücken bringen Sie den Richter oft in die größte Verlegenheit. Am Familienrecht muß ich eine zu weitgehende Einmischung deS Staates in die Familie tadeln. Dieser Entwuif soll nach einem Worte aus erhabenem Munde R ligion, Ordnung und Sittltchk.it schützen. Statt dess n wirkt er aber nach unserer Ansicht in dieser Beziehung eher zerstörend. (Widerspruch und Zustimmung.) Die soziale Frage, der Schutz der Schwachen, ist nicht genügend berücksichtigt, so hinsichtlich des Zinsfuß-MaxirnumS. des Dienstvertrages, der Alimentation unehelicher Kinder, der Lanowirthschaft. Etz muß doch z. B. möglichst dahin gewirkt werden, daß das Grundeigenthum in festen Händen bleibt. Ferner ist in den Bestimmungen über die väterliche potestas viel zu sehr an dieser Grundlage der Familie, und damit auch der Gemeinde, gerüttelt. Dadurch wird nur dem Umsturz vorgearbeitet. Der Eigenthumsbegrifs ist in dem Entwurf viel zu absolut, das ist unrichtig und undeutsch, der Begriff muß enger gefaßt werden. Den kleinen Leuten ist eine viel zu ausge- dkhnte, sich auf die Zukunft erstreckende Cretitfähigkeit gegeben. Das CorporationSrecht, das Vereinsrecht, ist viel zu sehr eingeschränkt, das ist nicht nöthig, nicht zweckmäßig, und auch nicht politisch. (Sehr richtig!) Beim Erbrecht muß volle Testirfreiheit beibehallen werden. Die Frage der religiösen Erziehung der Kinder muß unbedingt reichsrechtlich geordnet wetbtn. Das religiös-sittliche Moment in der Ehe ist in dem Entwürfe nicht gewahrt, und das zerstört die Grundlagen der Monarchie. Die bürgerliche Ebe ist doch weiter nicht« als das unheimliche Product der französischen R volution. Alle Christen müßten hier zusammen stehen, um das Volk und den Staat zu schützen vor diesen Folgen des modernen Liberalismus. Wenn in diesem Punkte keine Aenderung erfolgt, so sind wir genöthigt, nicht nur gegen die bezüglichen Bestimmungen des Ebe- rechts zu stimmen, sondern auch gegen den ganzen Entwurf. (Bewegung. Redner verla« diese letzten Worte.) Abg. v. Cuny (nl): Meine Freunde werden alles Mögliche aufbieten, um fo fchnell als möglich diesen Entwurf Gesetz werten zu lassen. (Beifall) Unsere Wünschen höt'en am besten einer en dloc-Annahme entsprochen. Man sagt, der Entwurf enthalte ,u viel römisches Recht; ich möchte aber den sehen, der einen Entwurf fertig brächte, welcher sich im Wesentlichen auf deutsches Recht stützt. Das Nichtzustandekommen der Vv'lage in dieser Session wäre ein großer, vielleicht nicht wieder gut zu machender Schaden. (Beifall.) Abg. v Buchka (conf): Wir stehen vor einer gewaltigen Aufgabe. Mögen wir ihr gewachsen fein und unseren Vätern an Patriotismus nicht nachstehen, um sie zu einem guten Ende tu führen. Redner bestreitet, daß der Entwurf eine capitalistisch-liberale Tendenz habe. Er selbst alS Mecklenburger sei, obwohl in Manchem Rammen von Pfählen in den steinigen Untergrund ausgeschlossen war. Man entschied sich für den Bau von Gitter - trägern. Die größte Schwierigkeit machte die Beschaffung der 18 Meter langen, starken GurtungShölzer. Einige fand man in Metz, in Nancy und in dem südlich von Epinal gelegenen Remiremont. Der größte Theil mußte in den 30 Kilometer von der Baustelle gelegeuen Staatswaldungen von RambervillierS geschlagen werden. Zu den Diagonalen wurden 2500 laufende Meter Eisenbahnschwellen verwendet. Die eisernen Hängestangen gewann man auS den Untergestellen der Wagen eines EtfenbahnzugeS, den die Franzosen kurze Zett vorher in Remiremont in Brand gesteckt hatten. Noch größer waren die Schwierigkeiten beim Bau einer Brücke über die Seine bei Montereau. Hier war eine gußeiserne Bogendrücke gesprengt worden. Der gänzliche Mangel an kräftigem Langholz verbot die freitragende Ueberspannunq der 50 Meter weiten Oeffnung. Nur vereinzelte Eichen und schwache Fichten fanden sich in den von französischen Fret- schaaren unsicher gemachten Waldungen. DaS Einrammen von Pfählen zwischen den stehen gebliebenen Pfeilern behufs Kürzung der Spannweite war unausführbar, weil die De- feitigung der tief in den schlammigen Untergrund versunkenen Trümmer nicht glückte. ES wurde deshalb die Erbauung einer neuen Pfahljochbrücke 12 Meter oberhalb der alten Brücke beschlossen, der alte Bahndamm abgetragen und cm neuer geschüttet. Zugrammen fand man in Melun und Cannes. Zur Herstellung deS Schiffssteges entdeckte man nach langem Suchen zahlreiche Kähne itn Loing-Canal. Diese aber hatte der Feind durch umlaufende Seile mit einander verkettet, theilweife unter dem Boden verankert, größtenthetls auch beschwert und schließlich durch Sprengung einer Schleuse trocken gelegt. Mit großer Anstrengung und Anwendung künstlicher Dtauvorrichtungen gelang eS, sie flott zu machen. So mußten sich unsere Pioniere die Bautheile und Hilfsmaschinen in Feindesland zusammensucheu. (Fortsetzung folgt.) lri>ar 1896 Beater in Ue. ends 8 Uhr, ijlorstand^ Jnfall- und, esellschaft i« Ilana. Dir. Beck. Gichen. itnbä 8 Uhr: BALL uaussührvng, -dt mit 36 MM, , Cafe Leib. iS H.rrenküktena80 Pf, i SO Psg., für Dam , Aier, SchulstE, l, Mstadl, « erienkarten ä 1 Gehemlarieri M er_Voritavd^_ LZ> nds 9 Uhr, tW*..... belieb«6 Zel jhernng. fe»te und Stehplatz zu r_. landlnn? (C. Hoch] n- uod Schülerkarte* fniversitlt. 134 jk, 5000000. liium ich, W* ebiteDbwa 11,1 :.n. herein, 'tolze. änd‘ä/<10lhr. SsS Ernst rung i Giessen ls 8 Uhr allthorstrasse. innen m. CT (Rudolph Nacht) « Mk. 2.50; Zweite, eMartea Mk. i._ ___J012 e der Gegen- ilüller. 1896 Zweites Blatt. Donnerstag den 6. Februar Der chkßener Anzeiger erfdjeint täglich, nut Ausnahme be$ Montags. Die Gießener AfM»itte«0täl1er exrbfw dem Anzeiger »Kchmtlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Keneral-Anzeiger. Lierteffährtger Jt6»enem«nbprett r 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstrahe Ar.7. Kerusprecher 61. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. »««ahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» ßokgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Sonn. 10 Uhr. Hratisöeikage: Gießener Kamitienötätter. All: Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlichem Theil. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Die zu Treis a. d. Lda. au-gebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen und sind die getroffenen Sperr- «aßregeln aufgehoben. Gießen, den 4. Februar 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, 3. Februar 1896. Bete.: Die Ausführung der Landesfeuerlöschordnung. Da- Grotzherzogliche Kreisamt Gießen OU die »rstztz. Bürger« etttereteir M Kreises. Unter Hinweis auf die Bestimmungen des § 11 der Ausführungsverordnung zur Landesfeuerlöfchordnung und des Art. 11 der letzteren beauftragen wir Sie, die Grundliste der pflichtigen Mannschaften, sowie das Verzeichniß der aus der Grundliste für das nächstfolgende Jahr (1 April 1896 bi» 81. März 1897) für die Pflichtfeuerwehren oder als Hülfsmannfchaften für die freiwilligen Feuerwehren in Anspruch zu nehmenden Personen unverzüglich aufzuftellen und beide Listen nach erfolgter ortsüblicher Bekanntmachung acht "Tage lang zur allgemeinen Einsicht offen zulegen. Etwaige von Ihnen nicht erledigte Einwendungen find uns dis spätestens zum 15. März l. I. vorzulegen. v. Gagern. Deutfd?er Reichstag. 30. Sitzung. Montag, den 3. Februar 1896. Hlnqegangen ift der Zuckersteuer-Gesetzentwurf. Bet sehr schwacher Besetzung deS Hauses beginnt die erste Be- rathrmg deS bürgerlichen Gesetzbuchs nebst Einführungs-Gesetz. Staatssekretär v. Nieberding: Der Entwurf, der in dem bürgerlichen Recht die lang ersehnte Einheit herbeiführen soll, ist die Frncht zweier Jahrzehnte und der Arbeiten dreier Comrnttsionen. So darf man vielleicht sagen, daß er, wenn er auch nicht Alle befriedigt, doch der Ausdruck der Auffassungen in den weitesten Kreisen deS Volkes ist. Al« der deutsche Reichstag 1873 die Initiative zu Metern Gesetz ergriff, war man sich freilich unter dem Drängen der naHonalen Begeisterung der Schwierigkeiten nicht bewußt. Wir ar en in einem Zustande der Rechtszerriffenheit. Auf diesem Feuilleton. Der Krieg hinter der Front 1870|71. (1. Fortsetzung.) Gleich bei Beginn des Feldzugs fiel den Feldeisenbahn- Abtheilungen I uni) IV, unterstützt von vier FestungS Pionier- Compagnien, die umfangreiche Aufgabe zu, die gegen fünf Meilen lange normalspurige Feldbahn von R6rnillh nach Pont ä Monsson zur Umgehung der Festung Metz in sehr schwierigem Gelände auszuführen. Die Bahn, deren Herstellung bereits beschlossen und an der Hand der Generalstabskarte vorbereitet worden war, als der Feind die ersten Niederlagen bei Spicheren, Weißenburg erlitten hatte, überschreitet zwei Flüsse, die Seille und die Mosel, und zwei Wasserscheiden, deren tiefste Einsattlungen die Flußthäler um 60 Meter überragen. Am 14. August, am Tage der Schlacht bei Colombky, erfolgte von Mmilly auS die Absteckung der Linie, von deren Mühsamkeit die eine Angabe zeugen möge, daß die Ueder- schreitnng der hohen Wasserscheide zwischen den nur eine Meile entfernten Flußthälern der Getlle und der Mosel in einem Gelände ausgesucht werden mußte, welches fast ganz von dichte«, nnterholzreichem Buchenwald bestanden war, und daß Aufnahmen und insbefondere Höhenmeffungen von der Genauig" leit, wie sie die Tracirung einer Bahn verlangt, nicht zu Gebote standen. Am 17. August trafen die ersten größeren Trupps der rus der Gegend von Saarbrücken herbeigeholten Bergarbeiter, die deS Krieges wegen feiern mußten, ein und eS konnten nunmehr die Erdarbeiten kräftig in Angriff genommen werden. Trotz des großen Umfangs dieser Arbeiten, trotz der Schwierigfeiten, welche die Verlegung des Oberbaues bereitete, dessen T heile von verschiedenen Bahnverwaltungen und Fabriken bezogen werden mußten und deshalb schlecht zusammenpaßten, -ftzdem endlich zwei größere Brücken und zwei längere 8-iadncte zu erbauen waren, wurde bereits am 23. September | 1 Buchen-Scheit, 1160 Eichenstämme mit 13,05 fm, n fm 33,69 15,98 fm 63 fm 7,07 106 fm 20 fm, Zusammenkunft und Anfang ist im । District Seewald, am Weg nach 37 rm Nadel-Scheitholz, 50 n 1500 40 Eingang de« 1157 1107 Balser. 1169 w 186 68,5 Neuen bäum 12. Rein. 861 1168 1171 » 131 Nadelstämme 2 Aspenstämme ist dem 117 174 Knüppel, Stock, Wellen, tt tt 117 91 n ft H 53,70 1,91 1 538 24 120 260 800 110 ff tt 30 1 232 49 40 29 3300 1650 33 7 rm tf tt tt tt Prügelholz, Reiser, Stöcke. Knüppelholz, Reisig, Stockholz. 3,2 30 4,5 1650 29,5 32 15 2210 35 105 29 2040 157 rm n u tt n H tf ft ff tf tt ff Wellen 3500 Die Zusammenkunft iimmten Stunde auf röder Vicinalweg am Waldes. Hainbuchen-Rundscheühol-, Buchen Scheitholz, Albach, am 1. Februar 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Alback rm Buchenscheiter, rm Buchen-, Elchen- u. Radel- Knüppelholz, rm Buchen-, Eichen- u. Rodel- Reisig, rm Buchen-, Eichen-u. Radel- Stockholz. 128 130 67 13 8 322 6 10625 19 30 3 rm 150 30 14 20 6 150 zur be- Hatten- Elchen - Stämme, haltend, Nadel - Stämme, haltend, Nadel - Stangen , haltend, Buchen-Neisstangen, 0,17 haltend. rm 80 Der Kreiütechniker. Braun. Holzversteigerung. Freitag den 7. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in dem Albacher Gemeindewald, District Kreuzholz, nachverzeichnrtes Holzversteigerung im Forstorte Schweinahl und Klafterschlag am Samstag den 8. Februar er., Vormittag« 9 Uhr beginnend: HolMrsteigerung. Donnerstag den 13. Februar l. I., Vormittag« 10 Uhr beginnend, werden im Muschenheimer Markwald versteigert: kchetth. nn Buchen 120 Birken 40 Eichen — Aspen — Nadel — Domanial-Jag-Berpachtttng. Montag, den 2. März l. A Bormittag» IO1/« Uhr, sollen im .Hotel inm Ctern* in Sttdva die leihfälltg gewordenen Domanialjagdbesirke Nr. I und V der Oberförsterei Eichelsdorf, Nr. II der Obersörst ret Grebenhain, Nr. Il, V und vi der Obmörftetci Nidda, sowie Nr. I der OberfSrsteret Schotten, auf weitere zwölf Jahre öffenilich verpachtet werden. Bewerber, deren Q'-alification zur Jagdpachtung nicht notorisch vorliegt, wollen sich innerhalb 14 Tagen bet der unterfertigten Stelle hierüber genügend auSweisen Nidda, den 1. Februar 1896. Arbeitsvergebung. Für den Schulhaus Neubau zu Bleidenrod sollen die Maurer-, Steinhauer-, Zimmer-, Dachdecker-, Schreiner-, Glaser-, Schlosser-, Speng- ler-, Weißbinder« und Pflastererarbeiten , sowie die Lieferung von 325 Centner Kalk, 5000 Schwemmsteinen, 8 Tonnen Gement, 400 Kilo gußeis. Abortrohre und 2960,9 Kilo Walzeisen öffentlich vergeben werden. Pläne, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen vom 6. d. Mt«. ab an den Wochentagen auf dem Bureau des Unterzeichneten offen. Angebotsformulare werden ä 1 Mk. abgegeben. Die Angebote sind verschloffen und portofrei mit entsprechender Aufschrift versehen bis Montag den 17. Februar lfd. Js., Vormittags L2 Uhr, bei Gr. Bürgermeisterei Bleidenrod einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote stattsindet. Zuschlagüftift 14 Tage. Alsfeld, 3. Februar 1896. Holz-Versteigerung. Freitag, den 7. Februar, Vormittags um 10 Uhr beginnend, sollen nachstehende Holz- Sortimente in den hiesigen Gemeinde Waldungen versteigert werden, als: ohne Gewährleistung ausliefern werde. Frankfurt a. M., den 1. Februar 1896. Der Rechtsanwalt: Dr. jur. W. Lorey, als seitheriger gerichtlich bestellter Pfleger der Louise Emmel. Ans de«1 Ku««- Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. Zusammenkunft im District Läus- köppel bei Holznummer 1. Allendorf a. d. £oa., 4. Febr. 1896. Großh. Bürgermeisterei Allendorf an der Lumda. Eichen - Stamm, Schnittholz, = 1,23 fm, Birken-Stamm — 0,59 fm, Fichten-Derbstangen = 47 fm, so . Gambetta hatte in seinen Decretrn die Wahlfreiheit um- gestoßen, Bismarck bestand auf freien Wahlen zur Rational- Bersammlung, denn sie waren vereinbart. Schon war von Vertagung der Wahlen und von Verlegung der National- Versammlung von Bordeaux nach einem sicheren Ort die Rede; da ermannte sich JuleS Favre in Paris und stieß die Decrete Gamletta« um. Seine Collegen in Bordeaux, mehrere Präfecten und endlich die Gesandten der Großmächte traten auf Favre« Seite; da trat Gambetta ab, und erhielt sofort an Arago au8 Paris einen Nachfolger. Die Wahlen werden frei vor sich gehen, und die Besonnenen werden die Oberhand gewinnen. Couvet, 3. Februar. Seit drei Tagen bietet sich unfern Augen da» schreckliche Schauspiel eine« Heeres in voller Auflösung. Seit dem 1. Februar früh zog die Spitze der französischen Artilleriecolonve langsam das TraverSthal entlang. Kanonen und Mitrailleusen rollten und rollen noch immer mit dumpfem Lärm auf der bodenlosen Straße, müh- sam fortgeschleppt durch Klepper, welche kaum noch den Schatten von Pferden haben, und deren erloschenes Feuer fort und fort durch Peitsche und Sporen wach gerufen werden muß. Von Zeit zu Zeit stürzt ein« dieser atmen Thiere nieder- bann nimmt man ihm Geschirr oder Sattel ab, und laßt es am Rande der Straße verenden. Wir hatten hier gestern Abend etwa 56—60,000 Mann und 600 Pferde aufzunehmen. Selbstverständlich ist eS unmöglich, eine solche Maffe unter Dach zu bringen, und mußten daher Biwak« bezogen werden. Wir führten diese armen Teufel auf eine kleine Ebene, geschützt durch den Bahndamm, aber von anderthalb Fuß hohem Schnee bedeckt. Da bildeten sie Gruppen von 8 oder 10 Mann, höhlten Löcher in den Schnee, zündeten ihre Feuer an und richteten sich für die Nacht ein. Um halb 1 Uhr Nachts besuchte ich diese Biwaks. Nicht» ist trauriger, als ein solcher Anblick. Die große Mehrzahl von den Soldaten hat Anfälle von trockenem Husten, welcher eine Musik peinlichster Art bildet. Nähert man sich ihnen und richtet man an sie wohlwollende Worte, so scheinen sie voll Erstaunen, unter schweizerischen Osfizier«- uniformen einiger Sympathie zu begegnen, und sie zeigen Brennholz versteigert werden: Knüppeth. Stockh. Reisig Citeratnr und Kauft — Buch der Erfindungen, Gewerbe «nd IndnKrie«. Gesammtdarstellung aller Gebiete und gewerblichen und industriellen Arbeit sowie von Weltverkehr und Weltwirthschast. Neunte, durchaus neugestaltete Auflage. Bearbeitet von Fachmännern ersten Range». Vollständig in 10 Bänden, geheftet je 8 Mk., In Halbfranz gebunden je 10 Mk. Auch in 160 Heften zu je 50 Pfg., oder in 400 wöchentlich erscheinenden Lieferungen zu je 20 Pf. beziehbar. Die Hefte 3 bis 10 d«S berühmten Werkes, von dem in alln kürzester Zeit der erste Band vollständig vorliegen wird, enthalten den größten Theil des Abschnittes über die Baukunst. Jede Zeile ist schön und leicht verständlich geschrieben, wie denn überhaupt der ganze Text die Eigenart besitzt, den Leser immer von Neuem amu* regen und ihn nicht nut Nutzen, sondern auch Genuß an der Lectüre finden zu laffen. Ganz unvergleichlich in Bezug auf Scbän- hett und Reichhaltigkeit ist der illustrative Theil der Hefte. Nach Allem, was die vorliegenden Hefte bieten, darf man dem 9Bdttr- erscheinen deS Werkes mit Spannung entgegensehen. I A-: Großherzogliche Oberförsterei Nidda. H a l l w a ch S. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen zur angegebenen Stunde in den genannten Districten. Wieseck, am 4. Februar 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 1170 Holzversteigerungen in den Wikskcktt Geuleindewalbniigell. Donnerstag den 13. und Freitag den 14. Febr. 1896, jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, soll in den hiesigen Gemeindewaldungen das nachverzeichnete Holz versteigert werden: 1) In den Districten Kornberg und Efstgpfad am 13. d. M.: Holzversteigerung. Dienstag den 11. Februar l. I., Vormittags um 9 Uhr anfangend, sollen in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lumda, in den Districten Läusköppel, Langebruch, Lehmgrube u. s. w., nachver- zeichnete Holzsortimente versteigert werden: 4 Eichenstämme mit 1,83 fm, Bekanntmachung. Nachdem auf Antrag hiesiger Jntereffenten die am 13. September 1823 geborene Louise Emmel, Tochter von Franz Emmel und Juliane Christine Emmel, geb. Cramer, durch Beschluß Königlichen Amtsgerichts II1 dahier vom 1. October 1895 für verschollen und ohne Leibeserben gestorben, erklärt worden ist, werden alle Diejenigen, welche erb- oder sonstige v rmögenSrechtliche Ansprüche an das Vermögen der Verschollenen zu haben glauben, aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 1. April 1896 bei mir geltend zu machen, anderenfalls ich das seither unter meiner Verwaltung gestandene Vermögen an die bis dahinaufgetretenen Jntestaterben Holzverfteigerung. Dienstag, den 18. Februar d. I. werden aus den Districten CchinderSkopf 16b, 21, 22, Rehhecke 65, 66 versteigert: 1 Birkenstamm von 33 cm Durchmesser, 7 m Länge mit 0,60 fm, 22 Kiefernstämme von 27 — 50 cm Durchmesser, und 6 — 10 m Länge mit 16,34 fm, 24 Lärchenstämme von 21 — 38 cm Durchmesser, und 7—12 m Länge mit 17,20 fm, 57 Fichten-Derbstangen von 8—13 cm Durchmesser, und 10—13 m Länge mit 5,71 fm. Buchen: 2 rm Scheiter, 2 rm Knüppel, 580 Wellen, 7 rm Stöcke; Birken: 2 rm Scheiter, 2 rm Knüppel; Eichen: 74,6 rm Scheiter, 61 rm Knüppel, 6660 Wellen, 188,6 rm Stöcke; Nadel: 13,8 rm Scheiter, 33,9 rm Knüppel, 800 Wellen, 35,4 rm Stöcke. Das in der Rehhecke lagemde Buchen- und Eichen, Knüppel, Reisig- und Stockholz, sowie das zerstreut liegende Weichholz, reisig in Abth. 16 a, 17 a und 50 wird nicht vorgezeigt; es kommt gegen Mittag im Schinderskopf zum Ausqebot; Steigliebhaber wollen dieses vorher einsehen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Sandkautenschneise am Uebergang über die Oberhessische Eisenbahn Gießen-Gelnhausen. Nähere Auskunft ertheilt der Großh. Forstwart Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 4. Februar 1896. 2) In dem District Huuds- kopf am 14. d. M. Zusammenkunft am Langsdorf— Nonnenröther Weg. Hungen, den 30. Januar 1896. Fürstliche Oberförfterei Hungen. Wieg meyer. 1027 Eichen-Scheit, „ Knüppel, „ Stock, „ Wellen, Nadel-Scheit, „ Knüppel, „ Stock, „ Wellen, Annerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1896 verstattct. Rödgen, 3. Februar 1896. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Jnderthal. 1149 «cdactum: «. Scheyda. - Druck uub Verlag der Brühl'scheu llrnverßtäk-.vuch- uub 6trmbnuftrd (Pietsch * Schema) w 2986 Wellen „ 2 rm „ Holzversteigerung m brr first!. Nberfirstrrci Lich. Es sollen versteigert werden: Montag de« 10. Aebruar, von Vormittags 9*/i Uhr an, im District Hard: Buchen r 380 rm Scheiter, 120 rm Knüppel, 190 rm Stöcke, 4310 Wellen; «tchenr 2 rm Werkscheiter 2. Kl.. 64 rm Ärüppel, 130 rm Stöcke, 1870 Wellen; Linde re.r 9 rm Knüppel, 2 rm Stöcke, 830 Wellen; «adel- holz r 8 rm Stöcke, 230 Wellen. 15 Fichten-Derbstangen mit 0,70 fm Holzghalt. Die Zusammenkunft ist in den Anlagen vor der Hard auf dem sogenannten Terrassenweg. Dienstag den 11. Aebruar . von Vormittag« 9 Uhr an, im District Metlbach: 1Qrx Buchen r 6'0 rm Scheiter, 180 rm Knüppel, 154 rm Stöcke, 3710 Wellen; Eichen: 8 rm Knüppel, 14 rm Stöcke, 280 Wellen; Nadelholz r 7 rm Knüppel, 42 rm Stöcke; ferner 4 rm Lärchen, Rollen (für Küfer brauchbar). Die Zusammenkunft ist auf dem Weg von Burkhardsseld-n nach Nieder-Bessingen am Thor (an der sog Strettecke). Ltch, den 28. Januar 1896. 1007 Fürst!. Oberförsterei Lich. Nadelstämme mit 22,71 Nadeiftangen „ 3,20 Der Krieg von 1870|71, zeschtldert durch Ausschnitte euB Zettung«-Nummern jener Zeit (Nachdruck verboten.) 5. Februar. Gambetta, der Dictator in Bordeaux, ist abgetreten und die FriedenSactien sind gewaltig gestiegen. Das kam AM dämm eto A-M-- hy blt il la z«E°- ° ': iit FtoMniovr. Sm Bnttafl 1 desSchotzdamir Erhebungen anzust mhwenven arbeit VanbbSmme bis 5 Aheiostüe r« ftd Zchutzbanm zu t, uahwe des Antrag, Für die Rei Refideozfchloß wer! 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