■t6m, Gössen. Mo i & Sohn, Weim RI 2,- pr.zl.ml.Nt, „ 2,40 do. , 2,50 do. „ 2,50 do. „ 2-3 do. , 2,10 do. 2,40 bi. , 5,- bi- „ L,20 „ 2,20 to- n 2,50 be. , 2,50 ds. । Originalität. & Lüdke, agcr m k »i«" Li.<’ der .„rtenunä unSbelB, er Polster- Art. tte«. lsstaMSt« k,ep»*ete? ’enTi.* etzlar. ksshandiung. MrriW M-, jSfnm« Xnfflrt- unb jtiobtr- T'sch^ Etageres. 1896 Wt., 287 _____Samstag den 5 December T>tr ^itgentr Anzeiger «scheint täglich, eilt Ausnahme beS Montags. Dir Girßenrr Aamitien vtätter »erben drm Anzeiger wöchentlich dreimal deigesegt. Gießener Anzeiger Keneral-Anzeiger. Dierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit vringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition ■nb Druckerei: Kchntflrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Anrts- unb Anzeigeblutt für den Atveis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für d« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Hratisöeitage: Gießener Kamitienötätter. Alle Annonceu-Vureaux deS In« und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. 2lntHid>cr Theil. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Die Maul- und Klauenseuche zu Dorf-Gill und Holzheim ist erloschen- die verfügten Sperrmaßregeln werden hiermit wieder aufgehoben. Gießen, den 4. December 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. 1 VS7™/" v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend: die Maul« und Klauenseuche zu Leihgestern. Nachdem in dem Hofe Neuhof, Gemarkung Leih- zestern, die Maul- und Klauenseuche amtlich festgeftelll wurde, wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntuiß gebracht, daß Gehöftsperre angeordnet worden ist. Gießen, den 4. December 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. verammnacylmg, betreffend: die Maul- und Klauenseuche zu Oberhörgern. Nachdem in einem Gehöfte zu Oberhörgern die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt wurde, wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Gehöftsperre angeordnet worden ist. Gießen, am 4. December 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 3. December 1896. Bett.: Die Staatsangehörigkeit deS Musikers und Schirm- flickerS Jgkob Lorenz GcaSmuck aus Allheim in Württemberg. Das Grobherzogliche Kreisamt Gießen an Gr. Polizeiamt Gießen und die Gr. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Behufs Feststellung der Staatsangehörigkeit deS am 12. Juli 1874 zu Altheim, Oberamt Riedlingen, in Württemberg, geborenen Musikers und Schirmst ckerS Jakob Lorenz AraSmuck ist es erforderlich, die Staatsangehörigkeit deS Vaters desselben zu ermitteln, pp. GraSmuck gibt an, sein Vater Heinrich GraSmuck, der in dem GeburtS- und Taufschein deS Rubrikaten als in Paris geboren bezeichnet wird, sei hessischer Staatsangehöriger. Nähere Angaben hierüber kann er nicht machen. Die Nachforschungen in Paris sind ergebntßloS geblieben. Auch ist der dermalige Aufenthalt des Heinrich GraSmuck nicht bekannt. Wir beauftragen Sie daher, binnen drei Tagen zu berichten, ob Ihnen über die Familie GraSmuck etwas bekannt ift und bejahendenfalls festzustellen, ob der genannte Heinrich GraSmuck (der ebenfalls herumziehender Musiker ist und als deffen Frau in dem erwähnten Geburtsschein Margarethe, geborene Müller, genannt wird) durch Abstammung die hessische Staatsangehörigkeit besitzt. Es wird hierbei insbesondere darauf ankommen, zu ermitteln, ob etwa der Vater (eventuell die uneheliche Mutter) deS Heinrich GraSmuck aus einem hessischen Orte nach Frankreich bezw. Parts auSgewandert ist. v. Gagern. VentsetzReichstag. ISS. Plenarsitzung. Donnerstag den 8. December 1896. Am Bundesrathstische: StaatSsecretär Graf Posadowsky, van Bötticher, Hollmann, Nteberding, Krtegsmintster »sn Goßler. Die erste Beratbung des Etats wirb fortgesetzt. Abg. Liebknecht (Soz.): Sein Genosse Schwa-tz habe ketnes- w«eg8 die „JltiS"-Mannschasten wegen des Hochrufes auf den Kaiser gstadelt, wie man demselben nachgesagt habe, sondein sich nur da- gsgen gewandt, daß man die Mannschaften dazu in einem Augen- bllicke commandirt haben soll, wo man auf Rettungsversuche hätte badacht fein müssen. Mit der ganzen H.tze gegen Schwartz wolle man offenbar nur die Aufmerksamkeit von den wirklich Schuldigen Menken. Es sei ja bekannt, daß das Schiff schon seit Jahren nicht imchr seetüchtig gewesen. Ebenso sei ja auch bet dem Untergange be8 „Großen Kurfürsten" auf ganz stiller See der Attentatslärm gekommen. Redner bezeichnet weiter die namntlich von den „Ham bürget Nachrichten", „dem Organ des alten Reichskanzler« und des randesverraths", ausgestellte Behauptung, daß der Hamburger Silrike von englischen Rhedern veranlaßt sei, als frivole Verleumdung. D«r Strike fei nicht einmal durch deutsche Socialdemokroten veran- laißt, sondern lediglich aus den Verhältnissen heraus entstanden. Die litbeüet wollten auch einige Brosamen vom Tische der reichen Rheder haben. Wie jede Revolution durch die Regierungen heioorgerufen werde, so jeder Strike durch den Widerstand der Unternehmer gegen berechtigte Arbeiterforderungen. Wie bei unS für die Arbeiter gesorgt werde, sehe man an der Volksschule und an der Hetze gegen die Consumveretne. Errötben müsse man, wenn man o-ntzutage noch immer das Märchen höre, unser Volksschulwesen sei beffer, als das im Auslande. Beim Militäretat preist Redner das Miltzwesen an, welches solche Mißstände aubschlösse, wie sie bet uns herrschten. In England bestehe strafrechtlich tem Unterschied zwischen Militär nnd Ctotl. Wer dort aufs Volk schieße, werde nach dem bürgerlichen Rechte abgeurtheilt und könne sich nicht auf Subordination berufen. Angesichts der übertriebenen Marine-Forderungen gebe er zu bedenken, daß wir doch unmöglich eine Flotte schaffen könnten, die einem etwaigen Kriege mit zwei Fronten, gegen Rußland und Frankreich, gewachsen wäre. In Deutschland, fährt Redner fort, haben wir ein gewisses X, über welches nicht gesprochen werden darf. Ich möchte wohl wissen, wer in England einem Abgeordneten dergleichen verbieten wollte? Dabet weiß Niemand, was das L vielleicht morgen thun wird, — und gerade darin liegt das Beunruhigende In England, wenn das Parlament etwas gegen die Regierung beschließt, hat die Regierung zu gehen, in Deutschland — Hal der RetchstagZ zu gehen. tJn England steht die Krone außerhalb der Politik, in Deutschland aber, — man weiß ja doch, von wem eigentlich die uferlosen Pläne herrühren; man kennt auch die Angriffe auf die Soctaldemokraten, die größte Partei im Reiche. Und da soll man nicht antworten dürfen? Das sind Zustände, die deS Reichstages unwürdig sind. Prästdent v. Buol ruft den Redner wegen dieses Ausdrucks zur Ordnung. Abg. Liebknecht: Wenn die Zustände io liegen, soll ich sie nicht als unwürdig kennzeichnen dürfen? Wir werden unserem Gebrauch treu bleiben: keinen Mann, keinen Groschen, weder für Militarismus, noch Marintsmus! Unsere Parole lautet: Für das deutsche Volk, seine Freiheit und die internationale Soctal- demokratte. StaatSsecretär v. Bötticher: Den Vorredner bekehren zu wollen, würde ja doch fruchtlos sein. Ich habe die Ueberzeugung, die Socialdemokratte wird nicht mehr weiter anwachsen, wenn alle Anderen im Kampfe gegen sie zusammenstehen. An einen Verfassungsbruch denkt keine Regierung, ebensowenig an eine Reichstags- auflösung. Das sind nur Phantome. Nur einen Punkt will ich vor dem Lande klarsttllen. Wenn es je eine Arbeitseinstellung gegeben hat, die unbegründet war, so M es die jetzige der Stauer in Hamburg und der übrigen mit ihnen associtrten Arbeiter. Die Lebensbedingungen der Stauer sind solche, daß sich Tausende nach ihnen sehnen würden. (Lebhafter Widerspruch und Beifall.) Die Stauer verlangen statt bisher 4.20 Mk. fortan 5 Mk. Welche binnenländischen Arbeiter haben 4.20 Mk. Lohn? Die Rheder erklärten sich bereit, 4.50 Mk. zu geben. Das genügt den Stauern nicht. Die Leiter dieser sonst braven Arbeiterklasse reden zu, den Bogen nicht zu überspannen, trotzdem wird von einer Versammlung das Gebot abgelehnt. Ob irgendwie englisches Geld am Entstehen des StrikeS betheiligt ist, das weiß ich nicht. Aber jedenfalls hat der englische Agitator Tom Mann für den Strike agilirt. Und die Socialdemokratie soll nicht dabei betheiligt sein? Was sagen die Abgg. o. Elm, Legten, Molkenbuhr dazu? Was haben diese Herren in Hamburg zu thun, statt hier zu sein? Und Herr v. Elm hat sich sogar in einen Schuppen der PacketfahrtgefeUschaft eingeschlichen, um die Arbeiter daselbst zu haranguiren. Sind sich die Führer denn auch der Folgen bewußt, für die Arbeiter Angesichts des Winters? Was soll aus den Arbeitern werden? Die Rheder halten es länger aus. In Bremen ist der Strike gestern beigelegt auf Grund der ursprünglichen Propositionen der Rheder. Wer entschädigt die Arbeiter für den gehabten Ausfall? Was den Hamburger Strike betrifft, so muß Jeder, der es mit den Arbeitern und der Ruhe und Ordnung im Lande gut meint, fein baldiges Ende.wünschen. Staatssecretär Hollmann: Herr Liebknecht hat mir vorgeworfen, nicht verhindert zu haben, daß sich ein unbrauchbares, nicht mehr seefähtges Schiff auf dem Meere herumtreibt. (Widerspruch links.) Der Sinn lag jedenfalls in den Worten des Vorredners. Ich übernehme durchaus alle Verantwortlichkeit. Wir sind aber nicht so leichtsinnig, wie Vorredner es uns zuschreibt, wir lassen über die Seetüchtigkeit jedes Schiffes alle Jahre Bericht einfordern. Der letzte Bericht des Commandanten des „Iltis" erklärt für das Schiff eine vorläufig noch zweijährige Jndienflhaliung zulässig. Wie kann Schwartz sagen, der Commandant hätte lieber R-ttungs- maßnahmen anordnen sollen. Es war eben keine Retiung möglich. Die Anklage gegen den Commandanten ist völlig grundlos. Redner erläutert dann noch sein neuliches Wort. Die jungen Leute würden in die Marine eingeführt bu.d) eine erhebende kirchliche Feier, in welcher sie — in Anwesenheit des Kaisers, der jedesmal extra dazu Hinreise — zu Gott dem Kaiser den Eid der Treue schwören. Die Feier sei eine so ernste, erhebende, daß wohl Jeder in einer so ernsten Stunde, in solcher Lage, wie die, in der sich die Mannschaften des „Iltis" befanden, an sie zurückdenke. Und aus diesem Gefühl heraus würden fie zu Gott hingezogen. Nichts Anderes habe er sagen wollen, wenn er sich auch vielleicht ungeschickt ausgedrückt haben möge. Erstaunt sei er über die Angriffe, die man dieserhalb gegen ihn gerichtet habe, namentlich in einer gewissen Presse, die wohl weder gewillt sei, Gott zu geben, was Gottes ist, noch dem Kaiser, was deS Kaisers ist. Abg. Frhr. v. Stumm (Rp) versichert, auf dem Boden des socialpolitischen kaiserlichen Erlaffes zu stehen, der aber dmch den früheren Handelsminister in einer Weise gedeutet worden sei, die er nicht für richtig halten könne. Der Hamburger Strtke sei von langer Hand vorbereitet worden. Daß englische Emissäre in Hamburg, Bremen, Belgien seit Jahren aufgewiegelt baden, sei in allen Zeitungen zu lesen g-wesen. Aber daß englische Unternehmer dab'i betheiligt seien, das glaube er allerdings nicht Vielmehr seien eS focialdemokratische Agitationen, um die es sich dabei handle. Für die Soc'aldemokratle sei die Sache lediglich Machtfrage. Abg. Schwerin Löwitz (cons.) wahrt gegenüber dem Abg. Richter den Landwirthschafttkammern datz Recht, E> Hebungen über Preißnotirungen zu veranstalten. Damit werde nur der berechtigte Zweck verfolgt, die Preise unabhängig von der Börse zu gestalten. Abg. Richter bleibt dabei, es handle sich hier um ganz eins fettige Preise,Mittelungen zum Zwecke der Preistreiberei. Genau derselben Ansicht seien die Intendanturen in Stettin, Halle k., wie aus amtlichen Schreiben derselben hervorgehe. Abg. Auer (L>. c): Die heutige Rede des Ministers v. Bötticher bestätige nur, daß die Regierung socialpolitifch zu den Traditionen Bismarcks zurückgckehrt sei. Wiffe der Minister nicht, daß bei der Eigenart der Hafenarbeit die Arbeiter oft Tage lang ohne Arbeit unb Lohn seien, wenn beispielsweise die Sch ffe nicht bis Hambur-- hinauf können? Wie kann der Minister den Anschein einer besonder guten Lage der Hafenarbeiter erwecken wollen, während es Tbat. fache sei, daß die Arbeiter in der Regel nicht über 8 bis 900 Mk hinauSkämen! (Hört! hört!) Die Arbeiteroerhältniffe hätten fich feit dem Zollanscdiuß noch verschlechtert, denn die Entfernung vom Hafen nach der Stadt lege den Arbeitern doppelte Wtithschaft auf. Wenn von solcher autoritativen Seite solche Erklärungen abgegeben würden, dann habe der, der dies thue, die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, ein obj ctives Bild zu geben, und kein einseitiges. Die Socialdemokraten hätten den Strike angezettelt. Der Staatssecretär selber habe zugestanden, daß die Führer zum Frieden rathen, aber niedecgestttnmt würden. Daraus könne Herr v. Stumm ersehen, daß mit einem unorganisirlen Hausen viel schlechter zu reden ist, als mit einem organistrten, der Führer hat und ihnen vertraut. Der Staatssecretär sage, über die angeblichen englischen Millionen wolle er nicht urtheilen, weil er nicht unterrichtet sei. Nicht unterrichtet? Ja, wrzu haben Sie denn Ihre Consule? (Heiterkeit). Tom Man habe seloer über den Ausbruch des Strikes geschimpft. Der SiaatS- secretär frage, wenn die Socialdemokratie nichts mit dem Strike zu thun habe, weshalb alsdann Legten, Molkenbuhr, v. Elm jetzt in Hamburg feien. Ja weiß er denn nicht, daß alle drei ihren Wohnsitz in Hamburg haben, ferner daß der Polizeisenator Hachmann sich direct an v. Elm gewandt hat, und daß Molkenbuhr Abgeordneter des ersten Hamburger Wahlkreises ist? Weiß er ferner nicht, daß die socialdemokratischen Führer das loyale Angebot deS Senator Hachmann, das Schiedsgericht, angenommen haben? Und wenn der Staatssecretär da fragt: Was soll aus den Arbeitern werden? da sollte sich der Staatssecretär lieber an die Arbeitgeber-Vereinigung wenden, die das Schiedsgericht abgelehnt hat, um die Arbeiter mürbe zu machen. Sie fpeculirt auf Elend, Hunger und Notb bet Arbeiter, aber biete werden unterstützt werden durch die Arbeiterschaft der ganzen Welt. Freilich nicht durch die Bourgeois Söhnchen, die nur nach Hamburg gehen, um sich in gewisser Weise zu amüftren, nachdem sie vorher dem Reichskanzler eine Visite abgestattet haben. (Beifall.) Staatssecr. v. Boetticher: Meine Informationen über die Lohnverhältnisse sind amtliche. Auch in einer heutigen Mitlheilung bet „Nat.-Ztg." wirb ber JahreSlohn auf 1155 Mark angegeben. sRuse links: „in besonders günstigen Lagen".) Nein allgemein, und das ist doch ein Lohn, wie er sonst in Deutschland eben zu den hohen gerechnet wird. Die Arbeitgeber haben das Schiedsgericht ab- geiebnt, weil ihnen darin nicht eine entsprechende Vertretung eins gcräumt ist, vielleicht auch, weil unter den Schiedsrichtern drei Reichstagsabgeordnete sind, die man ihren vaterländischen Arbeitern nicht hat entziehen wollen. (Heiterkeit.) Ob englische Einflüffe Mitwirken, darüber bin ich nicht unterrichtet. Daß ein Verdacht in dieser Beziehung besteht, zeigt ober die Ausweisung des Tom Man. Wenn dieser über den Strike geschimpft hat, ja — der Strike tarn ihm wohl zu früh! Hamb. Bevollm. Klugmann: Die Hamburger Regierung hat sich jeder Einmischung enthalten, fie bedauert aber um so mehr, daß die Sache hier zur Sprache gebracht worden ist, zuerst von den socialdemokrattschen Herren. (Lebhafter Widerspruch bei den Social- demokraten.) Tom Man hat jedenfalls zum Strike angereizt und in den Arbeitern falsche Vorstellungen erweckt, als würde ihnen vom Auslande Hilfe kommen. Seine Ausweisung war also gerechtfertigt. Bet dem Sinke handelt es sich nicht allein um die Lohnverhältniffe. Aber wenn sie 8—900 Mk. al- Regel htnstellen, so kann ich Ihnen Angaben darüber machen, welche zuverlässiger sind, aI8 die eines Zeitungsschreibers. Nach den amtlichen Aufzeicdnungen der bett. Berufsgenossenschaft betrugen die Löhne einer Reihe von Stauern weit über 800 bis nahezu an 1800 Mk. Die Leute sind nur aufs gereizt, unb hinterher wollen sie es nicht gelhan haben! Geschimpft haben Sie, Herr Liebknecht hat sich hier ausgeschimpsl! Man solle lieber alles Mögliche thun, um bie Sache in Freunbschaft beizulegen. Abg. Liebknecht bestreitet, baß die Zusammensetzung deS Schiedsgerichts ungünstig für die Arbeitgeber gewesen sei. Die von dem Staatssecretär erwähnte Mittheilung, bfe auö dem „Hamburger Echo" stamme, berechnet einen Lohn von 1155 Mk. nur für besonders günstige Jahre. Abg. Molkenbuhr (Soc.): Die meisten Schauerleute feien nicht derart, rote die von dem hanseatischen Bevollmächtigten vor- gefübrten 15 Mann in der Lage, im ganzen Jabrr Arbeit zu haben, sie seien vielmehr längere Zeit arbeitslos. Der Lohn verringere sich überdies durch vier-, bei gleichzeitiger Nachtarbeit sogar sechsmalige Zahlung von 10 Pfg. Fährgeld pro Tag. Als das Geschäft schlechter ging, hätten die Stauerbaase den Lohn herabgesetzt, und da sei es natürlich, daß die ©tauet jetzt, wo wieder mehr zu thun sei, wieder auf Lohnerhöhung dringen. Von Hetze von Außen sei nicht die Rede. Der gestrige Tag habe gezeigt, daß die Unternehmer es seien, die den Frieden nicht wollten. Darauf schließt die Debatte und ber Etat wird großentheils der Budgelcommission übetw-esen. Morgen 1 Uhr: Rechnungssachen, Vertrag mit Nicaragua, Petitionen. — Schluß 50/4 Uhr. Zteuefte N^ch-Schte«»' Blolff« telegraphisches Torrespsndent-BvreaL. Berlin, 3. December. Bon der WahlprüsungS- commisstou wurde nicht die Wahl deS Abg. Scholtz, wie der „Vorwärts" meldete, sondern die Wahl de» Abg. Holtz (schwetz) für ungültig erklärt. Berlin, 3. December. Der Centralverband deutscher Schneider und Schneiderinnen beschloß angesichts deS Umstandes, daß die ungünstigen Folgen de» letzten Strikeß noch nicht ganz überwunden find, vor Frühjahr 1898 über die Lohnfrage nicht mehr zu dtsputiren. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 3. December. Prozeß gegen Leckert und v. Lützow. Zu Beginn der heuti^n Verhandlung fragte der Borfitznde den Angeklagten Dr. Ploetz, ob Ihm Lützow einmal einen Artikel über das Befinden de- Kaiser- vergeb« lich angeboten habe, waS Dr. Plo-tz bestätigt. Obe, staats- anwalt Drescher erklärt, daß es sich um den in ter Presse mehrfach aufgewärmten Klatsch von e nem Ohrenletden deS Kaiser- handele, und fragt darauf den Angeklagten v. Lützow io bestimmter Weise, ob er von Commifiar v. Tausch nicht den Auftrag erhalten habe, Ermittelungen nach der Autorschaft eine» AriikelS der „Münchener Neuesten Nachrichten" avzustellen, welcher sich mit der Militär Strafprozeß Novelle beichäsi gte und gegen den damaiigen Minister v. Koeller auSgenutzt worden sei. Lützow leugnet die-, worauf der Oberstaatsanwalt erklärt, dem Angek agten «erde noch rechtzeitig genug da- Material in Eriooeruog gebracht werden. — Sodann beginnt daS Zeugenverhör. Der Berichterstatter des Wolff'fchea Bureau-, de Grahl, führt deS Ferneren aus, in welcher Weife der falsche Text der Zaren« rede entstanden sei. Sonst würden derartige Reden immer erst veröffentlicht, wenn fie dem Geheimen Clvilcabtnet vorgelegen hätten. In diesem Falle habe aber der Zeuge den von ihm verstandenen Text der leise gesprochenen Zarenrede in einem Borbericht seinem Bureau sofort telegraphtrt. Die Behauptung, Hofmarschall Graf Eulenburg habe ihm den fal chen Text in die Feder dictirt, sei natürlich falsch. Im weiteren verlaufe der Verhandlung erscheint alS Zeuge Reichskanzler Fürst Hohenlohe. Derselbe bekundet, daß er fich der Angelegenheit nicht wehr erinnere. Nach Aussage seines Kammerdieners fei in BreSlau während der Kaiser« tage ein junger Mann in seiner, deS Reichskanzler-, Wohnung gewesen, der vielleicht der angeklagte Leckert sein könne und der empfangen sein wollte. Er habe ihm sagen lassen, daß daS nicht angehe, worauf der Betreffende erwidern ließe, ec-hätte wichtige Mittheilungen zu machen. AlS er, der Reichskanzler, auß feinem Z mmer trat, fei ein junger Mann im Vorzimmer gewesen. WaS dieser ihm aber mit- grlheilt habe, könne er nicht mehr sagen. Alsdann wird der StaatSseeretär v. Marschall vernommen. Derselbe sagt auß, daß er Leckert nie gesehen habe, er könne ihm vielleicht im Reichstage vorgestellt sein, empfangen habe er ihn doch nie, da er einen fo jungen Menschen überhaupt nicht vor« lassen würde. Er habe im Auswärtigen Amte genau Umfrage gehalten, ob einer der Beamten je Beziehungen zu dem Angl t agten unterhalten habe, habe aber er« fahren, daß dies nicht der Fall fei. Der Zeuge geht dann auf den Zaren Toast und die Geschichte drffelben deS Näheren ein, wobei er die Erklärung de GrahlS im Wesentlichen wiedergiebt. Die Behauptung von dem Vorhandensein eines doppelten T.xteS der Zarenrede sei müßige Erfindung. Des Weiteren erörtert der Zeuge seine, bezw. deS Dr. Hamann Verhandlungen mit Dr. Ploetz. Als ihm hierbei g'legentlich der Name von Lützow genannt worden sei, habe er nach diesem Nachforschungen anstcllen lassen mb in Elfahrung gebracht, daß Lützow im Dienste der politischen Polizei stände. Der Zeuge Frhr. v. Marschall geht nun auf b»c „Staatsbürger Ztg" ein, in welcher seit länger als Jahresfrist Arttkel erschtenen seien, bahin lautenb, daß im Auswärtigen Amte die Quelle zu suchen sei, ander die Verhetzung von hohen Beamten gegen einanber stamme. DaS sei geschehen in Bezug auf einen Artikel in den „Münch. N. N" in Betreff der Mtlitärstrafproceß- Novelle, wie auch in Bezug auf einen die gleiche Malerte behandelnden Artikel im „Hamb. Corresp." AlS Verfasser dieses Artikels habe fich gestern ihm gegenüber in etnem Schreiben der Hauptmann a. D. Fritz Höentg bekannt, mit der Versicherung, daß cs fich hierbei lediglich um eine Piivatarbeit handle, zu der er keinerlei Informationen von irgend einem Beamten erhalten. Wetter erörtert der Zuge die Geschäftsführung im Preßbureau deS Auswärtigen Amtes, daß nun einmal ein nothwendiges Uebel fei. Am liebsten würde er desselben ganz entbehren. Vom Außwärtigen Amte feien niemals persönliche Angriffe ausgegangen, weder gegen active noch gegen frühere Minister und Beamte. Herrn von Lützow würde er nicht empfangen haben. Auf eine Anfrage deS Vertheidigerß erklärt der Zeuge, eß fei im StaatS- interesie dankbar anzuerkennen, daß Dr. Ploetz den Namen v. Lützow genannt. Bon Derrath könne nicht geredet werden, von einer P'eßwirthschaft im Auswärtigen Amt könne eben» falls keine Rede fein. Aber er könne leider im Staats« Interesse feine Beziehungen zur Presse nicht noch enger ziehen, als er eß bisher gethan. R.-A. LubfzynSki erklärt auf eine Anfrage des Oberstaatsanwalts, daß fein Client dabei bleibe, daß das Breslauer Telegramm von einer Nebenperson abgefaßt fei. Auf die Aufforderung des Vorsitzenden an Lützow, den Namen deS Fälschers zu nennen, entgegnet derselbe: „Ich kenne ihn nicht." Der Zeuge LegationSrath Dr. Hammann erklärt, er habe von den beiden Angeklagten nur v. Lützow einmal gesehen und er habe den Angeklagten v. Lützow für einen Pol zeiagenten gehalten. Der Zeuge Commiffar ».Tausch sagt auS, daß er v. Lützow seit 1891/92 kenne und ihn deS Oefteren zu Recherchen betreffs Preß- angelegenheiten benutzt habe. Auch über den beregtrn Artikel in Frankfurt a. M. habe er, Zeuge, mit Lützow geredet, um den Verfasser desselben zu erfahren. Lützow hatte gesagt, derselbe sei von Freiherr v. Marschall. Er hätte noch weitere Details hinzugefügt, aus denen er, Tausch, geschlossen habe, daß Lützow düpirt sei, Heckert aber einen Hintermann habe. Freiherr v. Marschall möchte vom Zeugen ersahreu, woraus er seine Angaben stützte, indem er ihn au Normann und Schumann erinnert. Tausch erklärt, die politische Polizei treibe keine Politik. StaalSsecretär v. Marschall betont, Tausch hätte doch erkennen müssen bei seinen Erfahrungen, daß die Angeklagten ihre Angaben auS den Fingern gezogen haben. Tausch entgegnet, Heckert sei dazu zu jung und Lützow sei düpirt worden. Er hoffe noch, den Hintermann HkckertS ausfindig zu machen, doch würde eine schon jetzt erfolgende Namensnennung die Recherchen erschweren. Berlin, 3. December. DaS preußische Abgeordnetenhaus erledigte heute die Novelle zum Haufir Steuergesetz von 1876 in erster Lesurg. D.e ConvertirungSoorlage wurde in zweiter Lesung angenommen; desgleichen die Vorlage , betreffend den Erwerb der Hessischen LudwigSbahn. Nächste Sitzung SamSraz 11 Uhr. Hamburg, 3. December. Heute Mittag proclamirten mehrere Sterke-Versammlungen den Generalftrike. Berit«, 4. December. (Proceß Leckert). Der zu- letzt vernommene Zeuge von Tausch nennt schließlich auf allgemein ausgesprochenes Verlangen den Nomen eines ehemaligen ConsulS von Equador, Nomens Rens auS Stettin. Der Angeklagte Leckert versichert, diesen nicht zu kennen. Der Gerichtshof beschließt, RenL sofort alS Zeugen zu laden. Der nächste Zeuge, Oberstlieutenant Grerda vom Kriegs- Ministerium erklärt, er kenne o. Lützow nicht persönlich, habe nie mit ihm gesprochen, und ihm nie einen Auftrag gegeben. Zeuge berichtet bann über bte Nachforschungen, welche Seitens deS M nisteriumS betreffs beß schon öfter erwähnten Artikels der „Münch. N. N.", an welchen fich weiterhin Artikel im „Hann. Courier" unb den „Berl. N. N." geschlossen hätten, die alle den Eindruck der Indiskretion gemacht hätten. Er habe mit v. Tausch diesbezüglich verhandelt, welcher ihm bann erklärt habe, v. Lützow mit den Nachforschungen betraut zu haben. Bon v. Tausch habe er, Zeuge, bann erfahren, daß gegen Zahlung von 50 Mk. von Lützow burch einen Herrn Kukutsch vom litterarischen Bureau nähere Mtt- theilur.g über die Herkunft beß Arttkelß erhalten zu können, angegeben habe. Die Anweisung beß GelbeS fei erfolgt; die angebliche Quittung beß Kukutsch überreichte der Zeuge bem Vorsitzenden; in einer dieserdalb eingeleiteten Disc plmar- Untersuchung habe Kukutsch bann eidlich bestritten, etwas hierüber zu wissen. ES folgt die Vernehmung des Zeugen Kukutsch. D e'cr bekundet, von keiner Behörde außer vom litterarischen Bureau, mit dem er ein VertragSverhältmß habe, je Geld erhalten zu haben. Der President macht dem Zeugen Mittheilung von der Aussage Lützows und zeigte ihm auch die Quittung. Zeuge erklärt entrüstet, das sei eine Lüge, die Qu'ttung rühre nicht von seiner Hand her. Nie habe er von Lützow ober Tausch Mk. 50 erhalten. Mit Lützow sei er wohl auf der Journalistentribüne und auch einmal im Cafv zusammengetrvffm. Er habe aber ängstlich die Berührung mit demselben vermieden. Lützow bleibt dabei, daß er mindestens dreißig mal mit dem Zeugen gesprochen habe, und diesem in einem auf der PotSdamerstraße gelegenen Casü Mk. 50 gezahlt habe. Zeuge Kukutsch zieht fich durch Aeußerungen, die er in der Erregung über die Aus sagen LützowS macht, wiederholt einen Ordnungsruf zu. Berlin, 4. December. Die Commission deS Ab« g eordnetenhaufeS zur Vorberathung des Gesetzentwurfs betreffend die Staatsschuldentilgung ist zum 7. December einberufen. Der Finanzminister sagte sein Erscheinen zu. Wien, 4. December. Der einstige militärische Lehrer deS Erzherzogs Franz Ferdinand, General Hüber, ist vorgestern gestorben. Er bestimmte seine Feuerbestattung in Gotha. Der Wiener Fürst Erzbischof verweigerte entschieden die kirchliche Einsegnung der Leiche. Wie«, 4. December. Anfangs Januar erscheint in Trient das Werk BaratieriS über den afrikanischen Kriea. Blüff'l, 4. December. Der König sprach in einer Unterredung mit dem Bürgermeister BulS fein Bedauern über die cl er tkal- s oclaltstis ch e Koalition im Ge- melnderath aus. WB. Hamburg, 4. December. Die Central Strike- Commlssson beschloß den Generalstrike aller im und am Hafen bekräftigten Arbeiter. Ein heute vertheilteS Flug blatt fordert die Quaiarbeiter, Barkassenführer und Rollkutscher auf, zu fhtfen, damit der Hamburger Hulenverkebr vollständig erlösche. Um 81/, Uhr legten die Staats Quai- arbeitet die Arbeit nieder, ein kleiner Thetl arbeitet w-iter, vermuthlich bi« Mittag. Eine Versammlung strikender Qual- arbelter findet Mittags statt. WB. Hamburg, 4. December. Nach beendetem Frühstück stellten zweitausend Staats'Qualarbeiter die Arbeit ein. _ CocaUs utiö prot>injteUc*, Gießen, den 4. December 1896. *• Berzeichniß bei Sitzungen bei Schwurgerichts pro 4. Quartal 1896: 1. Montag den 7. December, Vormittags 9 Uhr, gegen Heinrich Balser und Conrad Reitz, beide auß Steinfurth, wegen Meineldß. Die Anklage vertritt Erster Staats- anwalt Dr. Güngerich, die Venh idigung führt Rechts- anwalt Grünewald. 2. Dienstag den 8. December, Vormittag- 88/< Uhr, gegen Franz Milkau auß Schellen wegen Derdrechenß wider bte Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Erster Staats anmalt Dr. Güngerich, die Veriheidigung führt Rechtsanwalt Weidlg. 3. Mittwoch den 9. und Donnerstag den 10. December, jedesmal Vormittags 9 Uhr, gegen Heinrich Eckstein II. und Georg Ludwig Pauli, beibe aus Kirtorf, ersterer wegen Meineid-, letzterer wegen Anstiftung und unternommener Verleitung zum Meineid. Die Anklage vertritt Gerichts-Assessor Dr. Friedrich, die Dertheidigung führt für Eckstein Rechtsanwalt Metz, für Pauli Rechtsanwalt Grünewald. 4. Freitag den 11. und Samstag den 12. December, jedeßmal Vormittag- 8’/t Uhr, gegen Heinrich Scheerer aus RüddlngShausen wegen Verbi echen- im Amte, Urkundenfälschung und Betrugs. Die Ank age vertritt Staatsanwalt Zimmermann, die Bertheidigung führt Rechtsanwalt Kraft. 5 Montag den 14. December, Vormittag- 9 Uhr,, gegen Carl August Laatsch au- Rossow wegen Ver« trechenS im Amte. Die Anklage vertritt Gerichts Assessor Dr. Friedrich, die Bertheid-gang führt Rechtsanwalt Grünewald. •• Kirchliche Dieustnachrichttu. ©•?. König!. Hoheit der Großherzog haben AÜergnäöigst geruht, dem Pf,rrer^ Heinrich Wolkewitz zu Mon-heim die evangel. Pfarrstelle zu Dauernheim, Decanat N'dda, zu übertragen, den von ©r. Durchlaucht dem Herrn Fürsten zu ©tolberg-öem'gerobe auf die evangel. Pfarrstelle zu Rannadt, Decanat Nidda, präfentlrten Pfarrvermalter Heinrich Wolf daselbst für diese Stelle zu betätigen. •• Ernannt würbe der Gefangenenwärter am Provinzial Arresthaus in Gießen Heinrich Otto Wahl zum Gefangenenaufseher an dieser Anstalt, mit Wirkung vom 14. December d. I. an. Die nächste Geometerptnsnug beglant am 1. Marz 1897. Anmeldungen sind spätestens biß zum 18. Januar 1897 Großh. Finanzministerium, Abthetlung für ©teuermefen, zu machen. •• Siabtiheaier. Heber baß Sonntag Abend zur Aufführung kommende Lustspiel „Renaissance" leftn mir über die jüngst stattgehabte Ausführung vor Ihren Kaiserl. Majestäten: „Der Kaiser und die Kallerin äußerten sich- über die Aufführung von „Renaissance" im Berliner Theater sehr befriedigt. „Alle spielen sehr gut, besonder- aber der Junge", fügte der Kaiser dem „Börs. Cour." zufolge h n- zu unb schien sichtlich erheitert, als ber Intendant Praich ermlberte: „Der Junge, Majestät, ist meine Frau." Mit den Worten: „Sagen Sie Schönthan, er soll bald wieder ein solch schöne- Stück schreiben", bestieg ber Kaiser ben Wagen. Im Auftrage beß Kaiser- übermittelte Intendant Prasch allen Mitwlrkenden ben Au-bruck der kaiserlichen Anerkennung. „Vor allem dem reizenden Vittorino, Ihrer Frau Gemahlin", betonten Kaiser unb Kallerin". ** Ei« Messerheld Der Maurer Anton Schmidt wurde am 18. September vom hiesigen Landgericht wegen Körperverletzung mlttelß eineß M'fferS zu einer Gesängmß- strafe von drei Monaten verurthellt. Am HimmelfahrtStage Abends gegen 10 Uhr lag ber Angeklagte mit seiner Bekanntschaft, ber Zeugin Becker, auf ber Straße, als die Brüder Johann unb Heinrich Reitz bazu kamen, mit denen der Angeklagte verfeindet war. Er ging ohne Weiteres auf dieselben los unb attaflrte sie mit ben Worten: „WaS steht Ihr hier?" mit offenem Messer. In diesem Augenblick kam der dritte Bruder Conrad Reitz dazu unb verletzte bem Angeklagten zur Abwehr seines angegriffenen Bruder- einen Hieb mit seinem Stock, worauf fich Schmidt zu ihm wendete und ohne Weiteres auf ihn lotzstach. Da kam ber Schreiner Wilhelm Fugger dazu und riß, al- er ben Au-ms beß Con» rab Reitz „ich bin gestochen" hörte, mit ben Worten „wenn er gestochen hat, bann auf ben Flapich" ben Schmidt von seinem Opfer weg, ber bann allerdings noch eine gehörige Tracht Prügel erhielt. Conrad Reitz trug einen Stich In den Unterleib und einen in die Achselhöhle davon, die jedoch zum Glück gut und ohne jede weitere Gefahr verheilen. Schmidt stellte die Sache so bar, atß fei er angegriffen worden und berief fich darauf, in Nothwehr gehandelt zu haben. Der Vorderrichter constatlrte jedoch auf Grund ber Zeugenaussage und festgestellter vorauSgegangener Drohungen deS Angeklagten, daß es fich gerade umgekehrt verhalten unb dieser ben Streit angefangen habe. Die Revision beß Angeklagten richtet fich gegen einen Beschluß beß Borberrichters, wonach brei Zeugen vereibigt würben, bte er, Schmidt, für ber Thellnahme verbächtlg erklärt. Bei Vernehmung der Zeugen Conrad, Johann und Heinrich Reitz und Katharina Becker wurde zunächst b-e Beeidigung ausgesetzt, bann aber aus Beschluß beß Vorderrichterß, „die Zeugen im Einklänge mit ber Rechtssprechung beß Reichsgerichts" zu beeidigen, nachträglich noch vorgenommen. Der Reichsanwalt wie- darauf hin, daß ber Angeklagte versuche, den Vorgang all eine wechselseitige Schlägerei hinzustellen, und dadurch die Zeugen der Thellnahme zu verdächtigen. DleS sei vom Vorderrichter ohne RechtSirrthum zurückgewiesen worben. Die Revision richte fich Übrigens nicht gegen die eigenthüm- liche Formulirung deS Beschlusses, sondern gegen die Vereidigung überhaupt. Der erste Strassenat erkannte im Einklänge mit ben Ausführungen und in Uebereinfttmmung mit bem Anträge deS ReichSanwaltS auf Verwerfung ber Revision des Angeklagten und legte dem Beschwerdeführer die Kosten des Rechtsmittels zur Last. •* Watzenborn, 1. December. Dle Gemeinde-Hebamwr F au Christine Weiß feierte heute ihr 25jäbrlgel Dtenstjubtläum. Frau Weiß hat während dieser 25 Jahre 754 Wöchnerinren Betstand geleistet. □ Darmstadt, 2. December. In ber folgemäßigen geschichtlichen Aneinanderreihung der alten griechischen Kunst« tenfmale und Entwickelung der griechischen Kunst sprach heute Abend Herr Privatdecent Dr. F. Noack über die Akro« poliS von Athen. Für die Baugeschichte der Burg von Athen haben die 1886—90 von der archäologischen G sell« schast in Athen unter der Hauptleitung deutscher Archit«cte> gemachten Ausgrabungen auf dem unregelmäßigen, laug' gestreckten Plateau der Burg, daS einerseits 60, andererseits 100 Meter über die Umgebung heraußragt, baß Dich' ttgste geliefert; Inschriften und Ueberllcferung der Schriftsteller treten hinzu. Man fand da Reste in kyklopenmaveru, kleinere Wohnungen u. s w. auß der alten mykenlschen Zeit, erhielt die nöihlgen Anhaltspunkte dafür, daß eine ursptüng« liche „Poseidonia" (mit Kultstätte beß Poseidon) sich nach und nach zur „Athena" ben Athen (nach dieser Göttin genannt) umgeroanbelt, kann nunmehr Nachweisen, welchen verschiedenen Zeiten die Bauten biß Burgplateauß angehören biß um bte fie Bel ber heute i Sroßherzoglicher Handel Ern! A. S L.e Er wird dies mit protocott nebst Anlagen eemder 1896, auf S di; 12 Uhr Bamitta Einwendungen gegen di tage bei Vermeidung bringen find. Gießen, ben 2. Großhi Gothaer < 125 (älteste und gri A°idc»dk im J,hr- Normalprämie — je ___Vertreter: Heii 9 Sonntag, den 6. 3t vormittags 9V, W PorwiiagS 1J W • P.-Lmitlags 2'/, Ul MndS 5 Ubr: A $ chie unb bell M tu» für die confi'MNteZ tu der ffiobnung beß W 5(jn fteeeoSlopa'^" „runc-mateml tum k aalt aai °"ur'hk'l>er T ,tau ooS dem^ Kirchliche An)' •■Clrösi angetlei rj ”” bin, ,uPPeuh ,lebla^'ed6rla» ÄS« A s Tas Für Weihe e weiss 1 G ln besten Biel G ^flkaten. V G Spitieu-Tüc 9 t,st Tüchern • Ne,de”e Thm 1 Fr W Ausstattungs - * tü* ? " Mt «ton «h" läftAÄ M M*. n säS*"' ®eiB o w io. Januar 188? l«t Sk°n»„n, «btnb jur U >'»«in«nce* UUn »|, ’ m“*» Ü" 2v-° Mil 0« ttiiltrln aafetrttn U f®DCe Berliner Thtain |T <*ul- besonders aber dn M.L°llr- zufolge ho, ,Qle ber Intendant Praich W mine Frau/ Mit °*h°°, er soll bald wieder 111 bestieg der Nasser den ert üb-.rmitltltt )nt*t Äuibtul btt lchrW «szrnben Bittotino, Um *x unb Kaiserin^. Maurer Anton S ira, bO" ftjf1 4W« (”m, ,««<' M'»"" ite, mit den Worten „rven^ i toa W^t mi aUtxW liat ib Reitz trug einen ©iW j e Achselhöhle davon, die yM de weitere G-s-hr vrchw. bar, «ll l'i « m S!°ih»'hr jrtanbilt nftolitta je(o4 °»! ®'“" ; r°,r-°li-I°°I-""^° °b 1*1** habe. ®k S'*n •* -r«, »6lt • ” ,a btrW'i * („x, taWl! hinzustelleo, w f(f r.- rthu« zl-rii-kseiott Ls» zur Last- Zeit 420 v. Chr., da der eomplicirte Bau deS Trechtheion tntftanö und der Kariaiyden Holle, die fiepen Ausgang deS genannten Jahrhunderts unschön in das B ld de» Ganzen eingebaut wurde. Die Hauptbauteu entstanden untrr der ^Ty anneo"'H?rrschaft der Peesistratiden- die Pers^kriege brachten furchtbare Zerstörungen mit sich und die späteren Bauten wurden erst, nachdem Alles mit Schutzmauern und Lcrraffen versehen und eingeebnet, aufgesührt,- der darunter liegende sog. Pcrserschutt war besonders ergiebig an a chäo- loqticher Ausbeute. Der Redner meinte, wenn das Buk der Athener nichts als die Akropolis geschaffen, dies.» wahrhast heiligen Bezirk, mit seinen verschiedenen Kultstäkten, so hätte eS nicht vergebens gelebt. Zahlreiche Skioptionbtlder, oft von stereoskopartiger Vollendung, waren angenehmes Erläu- terunoSmaterial zum Borgetragenen. Mainz. 3. Decemder. Heute Nacht ist ein zu 5 Jahren Zuckt aus veruriheilier Schlosser NamenS Alois Ziegler avS T-rtau aus dem hiesigen Gesängnist auSgebrochen. rtirchliche Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische «emeinde. Gottesdienst Sonntag, den 6. December. 2. Advent. In der Stadtkirche. Dormittags 9V, Uhr: Pfarrer Schlosser $ormt'iag9 11 Uhr: Miluärgottesdienst. Pfarrer Dtngeldey. Nachmittags 2Va Uhr: Kmdrrkirche. Pfairer Schlosser. Abends 5 Uhr: Mar»er Dr. Krein chke und betl Abendmahl für die Markusgemeinde, besonders auch für die confi, mir te Jugend der Gemeinde. Ai Meldungen werden in der Wohnung des Pfarrers erbeten. Donnerstag den 10. December, Abends 8 Uhr: vibelynnde im Confirmandensaal (Neustadt 61). Pfarrer Schlosser. Sonntag den 13. December, 3. Advent, findet im Abendgottrs- dienst Beichte und heil. Abendmahl für die MatthäuSgemeinde statt, wozu besonders die confirmirte Jugend der G-memde eingrladen wird. Anmeldungen dazu werden tm Pfarrhause entgegengenommen. "Xu 6ex ?Xobann<#fir/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6Vi Uhr erste hl. Mefle; , um 7‘Z, Uhr AuStbeilung der hl. Communion; v um 8 Uhr zweite hl. Meffe; Vormittags um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um bVi Ubr Christenlehre; darauf Adoentsandacht. SchLffsnachkiehten. Der Postdampfer „Soulhwark" der „Red Star £tne* in Antwerpen ist laut Telegramm am 1. Decemb:r wohlbehalten in New Aart ang.kommen. Der Dampfer »Pennsylo nta* der w9teb Star Line- in Antwerpen ist laut Telegramm am 1. December wohlbehalten in Philadelphia angekvmmen. ------ Zurückgesetzte Stoffe für Weihnachtsgeschenke. ------- 8 Meter Belfort Winterstoff zum Kleid für Mk. 2.40. 6 „ Damentuch solider Qualität „ , , , 3.30 7 „ Levantine, garantirt waschecht „ n , , 2 80 6 , Flanell, bedruckt , „ ■ n 4 bU. 8 „ Cheviots Diagonal, sol Qualität „ „ w T 50. Gtelegenheitskäufe in Well- und WaschstofTen zu reducirten Preisen versenden in einzelnen Metern, Roben, sowie ganzen Stücken franco ins Haue, Muster auf Verlangen umgehend OETTINtiER & Co., Frankfurt am Main Abtheilung für Herrenkleiderstoffe: 6913 Rnxkin z ganzen Anzug Mk. 4 05. Cheviots z ganz. Anzug Mk. 5.85. 'eyers Konversations Lexikon (auch in Umtausch gegen ältere Werke) sowie alle andern Bücher liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VII. 10674 !®l = Taschentücher SI Gießen, den 2. December 1896. Großherzogliche Handelskammer Gießen. 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Bei der heute vorgenommenen Ergänzungswahl der Mitglieder Großherzoglicher Handelskammer Gießen find gewählt worden die Herren: Crnst Balser mit 57 Stimmen. A. Katz „ 54 „ L. Howberger „ 53 „ Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß das Wahl- protocoll nebst Anlagen drei Tage lang, nämlich vom 5. bis 8. De- eember 1896, auf dem Büreau der Ftrma A. Heichelheim von 9 bü 12 Uhr Vormittags und 3 bis 6 Uhr Nachmittags offen liegt unb Einwendungen gegen die Wahl oder die Gewählten innerhalb dieser drei Tage bei Vermeioung des Ausschluffes bei der Handelskammer vorzu bringen sind. a j| ■ in jeder beliebigen Schriftart und Kartonierte werdet 11 BO S a I/O I*Tö zu mänigen Preisen angefertigt in der VIuHhUi Juli Brähl’schenUniv.-Drackerei(Pietsch&Scbeyda,' Schuletraeee 7. Für Weihnachten empfehle mein grosses Lager weiss leinener Taschentücher in besten Bielefelder und Schlesischen Fabrikaten. Viele Neuheiten in Feston-Tüchern, Spitzen-Tiichern, Hohlsaum-Tüchern. 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December 1896. 1 685 Gr. Direction- GeMc-Msteigeriing. Die nachstehenden zum Straßen- eigenthum gehörigen Parzellen sollen unter den im Termin bekannt zu gebenden Bedingungen wie folgt öffentlich versteigert werden: Samstag bei 19. December, Vorm. 10 Uhr, vor dem Ortsgericht Inheiden: Flur IV Nr. 160 — 1286 qm und 160,5 — 286 qm. — Steinbruch „auf dem Schlitzenberg" und „auf dem Egelsloch". Montag den 21. December. Vorm. 11b/, uhr, vor dem Ortsgericht Steinfurth: Flur VI Nr. 78 — 4041 qm. — Steinbruch „am Galgenberg". Montag den 21. December. Nachm. 2 Uhr, vor dem Ortsgericht Ober- Rosbach: Flur I Nr. 761 — 987 qm. — Steinbruchsgelände. Montag bett 21. December. Nachm 3V, Uhr, vor dem Ortsgericht Ober-Wöllstadt: Flur IX Nr. 138 — 12248 qm. — Ackergelände. Montag ben 21. December. Nachm. 41/2 Uhr, vor dem Ortsgericht Friedberg: Flur IV Nr. 4 — 853 qm. — Ackergelände. Dieosiag ben 22. December. Vorm. 9 Uhr, vor dem Ortsgericht Schwalheim: Gewann XXI, Flur III Nr. 27 — 828 qm. — Ackergelände. Mittwoch ben 23. December. Vorm. 10 Uhr, vor dem Ortsgericht Stammheim: Flur XII Nr. 306,5 — 813 qm. — Steinbruchsgelände — „Weg an der Katzenhohl". Mittwoch ben 23. December. Vorm. 111/2 Uhr, vor dem Ortsgericht Leidhecken: Flur IV Nr. 185 — 1056 qm. — Steinbruch „auf der Zeilraun". Nidda, den 29. November 1896. Großherzogl. Straßenbauamt Nidda. Cellarius. 10668 Stadt. MiaWlnis. Freibank. 10649 Heute nnd morgen: 8d)metneJIeifdj gicht ladenrein, per Pfd. SvPfg. Biuitbfln, Knoblauch, Nüsse sind Sam-tag ;u haben 10662_______auf dem ^Brairbplal;*. Frisch geschossene Hasen, sowie Reh im «Umschnitt empfiehlt 10683] H. Klotz, Mäusburg 17. Datteln, fst. Wuscades, Kaseknüffe, Aeapok., Kaseluüffe, lange Sicikian., Fafekmandeltt, fst. dünnschat., Kafetrostnen, Fafetfeigen, Walknüsse, fst. Waröots empfiehlt 10469 EmiS Fischbach. Empfehlungen. 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Der Besuch der Versammlung von Seiten der Frauen ist erwünscht. 10639________ Der Vorstand. Fremde der nalioiml-fodaltn Anlegung (der „Zeit" und der „Hilfe") werden zu einer Besprechung auf Montag den 7. December, Abends 8f/2 Uhr, Ein Fabrikat erster Güte ist die D Pfaff. Nähmaschine J welche sich durch neueste Verbesserungen, gediegene X Arbeit, größte Dauerhaftigkeit und Leistung» J fähigst auszeichnet. — Alleinverkauf bei Mechaniker H. Kraft, Neuenweg Nr 46. • eigene Reparatvrwertftältk. 8885 M Zum Besuche der Weihnachts- Ausstellung ladet ergebenst ein J. Ricker’sche Buchhandlung 6 Südanlage 5. 10563 Stellung sucht ‘ÄÄ Comptoirarbeiten vertraut, per l.Aaiw« auf einem Comptoir oder Büreau, bte' oder auSwäns- *' (Rttottion: K. Echeyd >. — Drack und Verlag der Brühl'scheu UnivkrsitStS Buch. und Cteindruckerei (Pietsch & Echeyda) in Gießen. Aie heutige Mumner umfaßt 6 Sems. solider Maare zu den denkbar niedrigsten Preisen zu erwerben. L. 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(0414 Zur Deachlung beim Ankauf einer Aähmaschine. Die außerordentliche LeiftungSfäbiokeit der deutschen Nähmaschinen-Industrie läßt es als vollständtg unnSthig erschein n, daß in Deutschland noch amerikanische Nähmaschinen der Smger Co- (oorm. Neidlinger) gekauft werden. So lange die schre'e, de Ungerechtigkeit der Zolloerhältnisse besteht, welche der deutschen Nähmaschine den om-rtkanischen Markt vollständig verschließen, sollte es jeder Deutsche als patriotische Pflicht empfinden, nur deutsche Maschinen zu taufen Die deutsche Maschine ist der amerikaniichen mindestens ebenbürtig und dabei w'sentltch billiger Wer eine deutsche Nähmaschine kauft, gibt dadurch il.direct deutschen Arbeitern lohnenden Verdi nst Es ist schädigend, sowohl im eigenen Jrteresse, wie auch in dcm unserer heimischen Industrie, wenn man von den Amerikanern kaust, was man in Deutschland ebenso gut und dabei zu billigerem Preise erhalten kann- Für bevorstehende Weihnachten empfehle ich Seidel & Naumann«, Hritzner. u. Junker & Juh-Maschinen. Meine lanc.jährigen Erfahrungen in der Branche bücgen jedem Käufer dafür, daß er eine vorzügliche u d pretswertbe Maschine erhält. 10288 Die billigen Berliner Fabrikate find zum Preis von 55 Wf. auch Bei mir |U iahen. 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Sr gebraucht alle »ie fir seinen Zritgrnoff st- »it neue« ^alt. "Mnbigt, ist etwa» ga vir tl da» phariiäische ^ristt fiudeo wollen, z ^prüoglichen Chri •pshl zu dem Jude, 1 Q,t insbesondere oebei iffft °Uf ”0D dk°ke an das k $om 3o. -17'- Cobne 8863 ! Hud>b ! No« } Lackire «VN 1 Läcker. <2$ irbtt. i Jauttt. I - L ULrsteg^ MtzKL-