unQ) teiib b|tib,n °^°rks **«•588 i'tsi T*' 4« "•"** »■ ailt. KtunHnte«. Cacao bA hör r° HMttt InOtUiMt, W empfiehlt E» Orbtg, Wiebeln, Jerrmre, 50 Mo fnd.Srf frieWttt unb jl 3- aj Men perf. 6t6 Nachn-Hwe m biDtfltr. einrich Glatthaar, »ppmrod Obeihchn ä*Ä%8* -jrti Ifroht ‘ -= -»ek'S.' ib ungeschält, offeriten m Denn 4 Co.( aumterick^ «Ä A«g. E»«' offiatischt iffl- fiactnr. te ESneutrSinnt der Neu ohlsdnne&rnd und finde' bei Bleien »nthi. Blut- j irrenRchwarhe und dient 1 türkendes und die Ver-1 dawinx rderni\r*l HUt A *te Y.isengeWt >■ met. Kl’en; 'greift • Jp die Zahne in 'keiner A Vi dsc an. A» l'rci- pro Flasche mH MM GebrauchsuiweiKK ■ ’N Mk. L- Nur echt nil -sä' rc^cne ebender Eehntzmark» aus der V Adrer-Äpotheke voi Pascoe 4 Bremer. Mülheim a. Ruhr. r Giessen und Oberhessen: Ilkan-Apotheke, Mr. 261 Erstes Blatt Donnerstag den 5 November 1896 Amts- und Anzeruedlutt fut den Itveis Rebaction, E^-pcditit« unb Druckerei: Schutftratzc Zlr.r. Kcrnsprechcr 51. Vierteljähriger Aöonncmenlspreiur 2 Mark 20 Pfg. mit Bringrrlohn. Durch bie Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamittenvtälter »erben bem Anzeiger wvchenilich dreimal hrigelegt. Der Siebener Anzeiger «scheint täglich, mit Ausnahme de» Montags. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für bm folgenben Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. I OrätisMage: Oießener Kamittenötätter. Alle Annoncen-Dureaux de» In» und Auslandes nehmen . Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Anrtlicher- Theil. Nr. 34 des ReichS-GesetzblattS, auSgegeben den 31. v. M., enthält: (Nr. 2342.) Zusatzerkiärung zu dem Internationalen Ueberetnkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr vom 14. October 1890. Bom 20. September 1893. (Nr. 2343.) Bekanntmachung, betreffend die Anzeige- pflicht für die Schweiueseuche, die Schweinepest und den Rothlauf der Schweine. Bom 29. October 1896. Gießen, den 3. November 1896. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. _______________I. B.: Dr. Melior. Bekanntmachung, betreffend: Abhaltung der Btehmärkte zu Allendorf a. d. Lda. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Großh. Ministerium des Innern genehmigt hat, daß zu dem am 11. l. Mts. zu Allendorf a. d. Lda. stattfindenden Btehmärkte auch Bieh aus den benachbarten preußischen Orte« aufgetrieben werden darf, wenn diese Orte nicht weiter wie 10 Kilometer von Allendorf entfernt liegen und durch glaubhafte UrsprungSzeugniffe nachgewiesen wird, daß dieselben seuchenfrei find und die Thiere dauernd darin gestanden haben. Thiere von Händlern aus den fraglichen Orten werden dagegen nur dann zugelaffen, wenn fie nach ihrer Einführung in das Großh. Hessische Gebier mindestens sieben Tage in seuchefretem Zustande zugebracht haben. Gießen, den 3. November 1896. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. I. B.: Dr. Melior. Bekanntmachung, betreffend: die Bestellung eines WasenmeisterS für die Gemeinden Bellersheim, Eberstadt und Muschenhetm, sowie der Gemarkungen Hof Güll und ArnSburg. Der Taglöhner Heinrich Heim zu TraiS-Münzenberg ist als Wasenmeister der Gemeinden Bellersheim, Eberstadt und Muscheuheim, sowie der Gemarkungen ArnSburg und Hof Güll verpflichtet worden. Gießen, den 3. November 1896. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. I. B.: Dr. Melior. Bekanntmachung, betreffend: die Abhaltung eines BirhmarktS zu Alsfeld. Großh. Ministerium des Innern hat die Abhaltung eines BiehmarkreS zu Alsfeld am 18. November l. I. unter folgenden Bedingungen gestattet: 1. Für Auf- und Abtrieb des BteheS ist'den Anträgen des KreiSveterinäramteS gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen, welche allein benutzt werden darf. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere aus unverseuchten Orten der Kreise Alsfeld, Schotten, Lauterbach, Gießen und Büdingen, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn fie mindestens fieben Tage in unverseuchten Orten der fraglichen Kreise in seuchenfreiem Zustande gestanden haben, aufgetrieben werden. Den Großh. Bürgermeistern wird die gewissenhafte Befolgung der bestehenden Vorschriften bei Ausstellung der Ursprungszeugnisse noch ganz besonders zur Pflicht gemacht. AlSfeld, den 27. October 1896. Großherzogliches KreiSamt Alsfeld. I. V.: Ham mann. Neueste Wolff« telegraphisches Sor-refpoudem-Vurea». Berlin, 3. November. Nach der „Nationalzeitung" ist an zuständiger Stelle nichts davon bekannt, daß der Handels- Minister, wie das „Berl. Tgbl." meldete, gegenüber dem Präfidenten des Aeltestencollegiums die Billigung des Schluß - scheine« für LieferungSgeschäfte ausgesprochen habe, bis auf die dann vorgesehene Benutzung von Sachverständigen der Productenbörsen. Breslau, 3. November. Heute trat hier die 8. Allgemeine StttltchkeitS-Conferenz zusammen, an welcher Vertreter auS allen Theilen Norddeutschlands theil- nahmen. ES wurde über die Ausbreitung der Bewegung, Über geeignete Flugschriften und über die Wohnungsfrage bierathen; ferner über die einschlägige Gesetzgebung, über die Thätigkeit der Synoden, über das Berhälmiß zur contmen- talen Föderation und über Rettungsversuche an einzelnen Frauen und Mädchen, endlich über unfittliche Annoncen in der Presse und über die Sittlichkeit in der Armee. Abends findet Gottesdienst statt, außerdem find zwei öffentliche Ber- sammlungeu angekündigt. Hamburg, 3. November. Der Strike der Motorführer ist als beendet zu betrachten. Fast sämmtliche Führer nahmen im Laufe des Nachmittags die Arbeit wieder auf. Die Direction bewilligte einen Theil der Forderungen. Wien, 3.,November. Herzog Louis Philipp von Orleans traf heute Mittag hier ein und wurde auf dem Bahnhofe vom Kaiser Franz Josef empfangen. Nach herzlichster Begrüßung fuhren beide nach dem Schlosse Schönbrunn. Budapest, 3. November. Die Millenium--Ausstellung ist heute Mittag in Anwesenheit sämmtlicher ungarischer Minister, sowie de- gemeinsamen Kriegs- und FinanzministerS, der Spitzen der Civil- und Militärbehörden und eines zahlreichen Publikums geschlossen worden. Paris, 3. November. Mehrere hundert Arbeiter der Schlachthäuser der Borstadt La Billette find in den Ausstand eingetreten. Die Großschlächter trafen Maßnahmen, damit die Fleischversorgung der Hauptstadt ungestört bleibe. Petersburg. 3. November. Der Finanzminifter hat die zollfreie Einfuhr derjenigen ausländischen Erzeugnisse, welche für die im Jahre 1897 in Kiew stattfindende landwirthschaftliche Ausstellung bestimmt find, unter der Bedingung gestattet, daß der Zoll für die die russische Grenze passirenden Erzeugnisse bis zu ihrer Rück- beförderung von der Ausstellung interimistisch hinterlegt wird. Belgrad, 3. November. König Alexander ist heute Abend hier wieder eingetroffen. Er äußerte mehrfach seine Befriedigung über den herzlichen sympathischen Empfang Seiten- des Königs Karol und des rumänischen BolkeS. Newyork, 3. November. DaS Wetter ist freundlich in den Oftftaaten, ebenso in Westen bis nach Minnesota, wo etwas Schnee gefallen ist. Im Süden ist daß Wetter klar, ausgenommen Louisiana, Georgia und einige Theile von Tennessee, wo Regen droht. Aus einigen Orten wird berichtet, daß um 9Vz Uhr Vormittags bereits die Hälfte der erwarteten Stimmen abgegeben war. Nach einer Depesche aus dem Fort Wayne (Indiana) wären Anzeichen dafür vorhanden, daß die Golddemokraten für Mac Kinley stimmen. ____________ Depeschen de8 Bureau „Herold". Berlin, 3. November. Der Kaiser hörte im Neuen Palais heute Morgen von 9 Uhr ab den Vortrag tue« Staatssekretär« des Reichsschatzamts, Grafen von PosadowSky, und empfing um 10 Uhr den KriegSminister v. Goßler zum Vortrag. Nachmittags gedachte das Kaiserpaar gegen 2 Uhr nach Berlin zu sahren und der heutigen Vorstellung von „Renaissance" im Berliner Theater betzuwohnen. Gegen 10y2 Uhr will der Kaiser die Reise nach Schlesten antreten. Wegen der ungünstigen Witterung haben ter Kaiser und die Kaiserin die Abficht aufgegeben, an der heutigen Hubertusjagd im Grünewald theilzunehmen. Berlin, 3. November. Das Staat-Ministerium trat heute Nachmittag 2 Uhr unter dem Borfitz des Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 3. November. Das polizeiliche Verbot der Sonntags-Versammlungen auf Grund der Poli- zei-Verordnung vom 10. October wird ein gerichtliches Nachspiel haben. Die Einberufer aller Versammlungen, die am 1. November infolge polizeilicher Intervention nicht ab- gehalten werden konnten, beabsichtigen, die RechtSgiltigkeit der Verordnung in Bezug auf das BersammlungSwesen anzufechten. Bis zur Entscheidung der Frage durch die Gerichte werden die Berfammlungen a«f die Nachmittagsstunden verlegt werden. Berlin, 3. November. Der Berliner Arbeiter- Beretn verhandelte gestern Abend flbtr die aufgelösten Quidde'i'cken Versammlungen. In dem einen Fall hat der Polizeipräsident die Auflösung als zu Recht bestehend an erkannt und in dem anderen Falle steht die Antwort noch aus. Sobald anch der zweite Bescheid eingegangen fein wird und dieser dem ersten gleich lautet, soll eine Deputation sich direct an den Minister deS Innern wenden. Gleichzeitig soll im Wege der Eivilklage der Rechtsanspruch deS Schadenersatzes durch alle Instanzen durchgeführt werden. Berlin, 3. November. Gegenüber der Mittheilung der „Berl. Polit. Nachr.", daß dem Reichstage alsbald die Vorlage, betreffend die Aufbesserung der Beamten- geh älter, zugehen werde, erfährt die „Post", die bezüglichen Vorarbeiten find noch nicht filr baß Reich und für Preußen abgeschloffen. DaS Priucip der Gleichzeitigkeit der GehaltSausbefferung im Reiche und in Preußen wird auch fernerhin festgehalten werden. Frankfurt a. M., 3. November. Die Stadtverordnetenversammlung genehmigte einstimmig dieBorlage des Magistrats, den Vertrag mit der Trambahn-Gesellfchaft zum 1. Januar 1898 zu kündigen und behufs Einführung electrischen Trambahnbetriebes einen Wettbewerb auS- zuschreiben. Frankfurt a. SR., 3 November. Die „Franks. Ztg." meldet auS München: Der engere Ausschuß der deutsche« Volkspartei in Bayern hat eine energische Agitation sür die Gothaer Petition gegen daß Duellunwesen in die Hand genommen. In der nächsten Zeit soll hier eine Volksversammlung zur Erörterung dieser Petition und der Frage der Militärstrafproceßordnung einberufen werden. Königsberg i. Pr., 3. November. Der Fortschritts- Verein Waldeck beabsichtigte hier am Freitag eine Volks- Versammlung zu veranstalten, in welcher der Fall Brüsewitz erörtert werden sollte. Wie der „Ostpr. Gen.« Anz." erfährt, ist dem Verein von sämmtltchen Saalbefitzern der Saal verweigert worden. Infolge deffen findet die Versammlung in Klein KartuS statt. Der Verein beabfichtigt, ein eigene- Local zu erwerben. Budapest, 3. November. Die israelitische Gemeinde in GaszecS erhielt vom Grafen Theodor Andrasstz ein Geschenk von 20,000 Gulden. Dieselben find zum Erbauen einer Synagoge bestimmt. London, 3. November. Der Berliner Professor Dr. Robert Koch wird der „Morning Post" zufolge nach Afrika abreisen, um die Rinderpest zu studtren. Konstantinopel, 3. November. Nachrichten auS Astp in Arabien zufolge schreitet dort die Pest langsam fort. Die verseuchten Ortschaften werden von einem Militärcordo« eingeschloffen. Berlin, 4. November. In einem neuerdings in einer Streitsache wegen Uebertretung deS VereinSgesetzeS ergangenenen Erkenntniß des Kammergerichts ist außgeführt, daß der in Betracht kommende Verein als ein Verein anzusehen sei, der bezwecke, auf öffentliche Angelegenheiten ei«- zuwirken. Zur Begründung heißt eß in dem Erkenntniß, daß die Agitation für die socialistische Partei, deren Ziel der Umsturz der StaatSverfaffung, der Gesetzgebung und der socialen und religiösen Verhältnisse der Gegenwart seien, eine Einwirkung auf öffentliche Angelegenheiten bezweckt, indem die verfolgten Ziele daß öffentliche Interesse berühren. Berlin, 4. November. Die „Nat.'Ztg." bestätigt, daß der frühere ReichStagSabgeordnete Dr. Böttcher von der Leitung der „Nationalliberalen Eorrespondenz" iurfltf getreten ist und ein bisheriger Redakteur der „Nat.-Ztg.",Dr. Mohr, dieselbe übernommen hat. Berlin, 4. November. DaS Befinden deS General- Gouverneurs von Warschau, Grafen Schuwalow, hat nach neuerdings hierher gelangten Privatnachrichten ein« ständige, wenn auch langsame Befferung erfahren. Paris, 4. November. In der Deputirtenkammer beantwortete gestern Minister Hanotaux die Interpellation deS Deputirten Cochin über die Ereignisse in Armenien. Die Erklärung, welche der Minister verlas, machte trotz der wiederholten Versprechungen, daß man eS au Energie nicht fehlen lassen werde und trotz des Hinweises auf den Zarenbesuch nur geringen Eindruck. Nur einige Bänke nahmen dieselbe beifällig auf. WB. Newyork, 4. November. Mac Kinley wurde mit 242 Stimmen zum Präsidenten gewählt. CoceUs tmfc protHniklkf# Gießen, den 4. November. *• Ernennung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den practischen Arzt Dr. Hermann Ch riftian Tjaden auS Norden zum KreiSasfi- stenzarzte bei dem KreiSgesundheitsamte Gießen, mit Wirkung vom 1. November I. I., zu ernennen. *• Auszeichnung. Se. König!. Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, dem Formermeifter bei der Firma Buderuß in Lollar, Konrad Wolf zu Lollar, dem Arbeiter in der Schirmer'fchen Tabakfabrik zu Gießen, Heinrich Rodenhäuser II. aus Wreseck und dem Maga- zinarbeiter bei der Firma Blavcjour in Mainz, August Weigand zu Mainz daß Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" zu verleihen. •• Postperfoualuachrichteu. Versetzt find: der Post« kasfirer Mittelstäot von Gießen nach Berlin, der Post asfisteot Fastg von Berlin nach Mainz. — Za Postaflenten angenommen find: der Schneidermeister Sahm III. in Jügesheim und der Gemeinde-Einnehmer Frteß in Mommenheim. — Aus dem Poftdtenste freiwillig auSgeschiedeu ist der Postagent Bopp in Mommenheim- gestorben ist der Postagent Grieß manu in Urberach. *• Borirag. Am nächsten Freitag den 6. November, Abends 8 Uhr, wird Herr Dr. Johannes Müller in Steins Garten seinen zweiten Vortrag halten und zwar über das Thema: „DaS Naturgesetz und der christliche Glaube". ES ist das die eigentliche entscheidende Frage im Kampf der Geister, sobald eS sich um Religion handelt. Macht der lückenlose Zusammenhang zwischen Ursachen und Wirkung, den wir überall beobachten, nicht jedes Einwirken Gottes in Natur, Geschichte und in das eigene persönliche Leben, also auch jede Hülfe GotteS unmöglich und damit alles Gottvertrauen illusorisch, alles Beten überflüssig? — Andererseits hebt die eiserne Nothwendigkeit, die damit gegeben ist, nicht auch jede Freiheit und Verantwortlichkeit des Menschen auf und macht ihn zur willenlosen Puppe im Weltgetriebe? Eine Folgerung, die die Revolution und Anarchie nicht nur auf religiösem, sondern auch auf moralischem und staatlichem Gebiete bedeutet. Man sieht, eS find schwerwiegende und foigereiche Probleme, die das Thema deS nächsten VortragS Dr. Müllers in sich schließt. Wir machen deshalb ganz besonders darauf aufmerksam. •* Religiöse Vorträge. Nächsten Freitag, 6. d. MtS., wird Herr Dr. Johannes Müller seinen zweiten Vortrag in Steins Garten halten. Hoffentlich übt dieser eine ebenso starke Anziehung auf das Publikum auS, wie der erste. Der Besuch jenes ersten Vortrages war über Erwarten zahlreich. Die Versammlung folgte den Worten des Redners mit gespannter Aufmerksamkeit. Wir können die gedankenreichen Ausführungen, welche Herr Dr. Müller seinen Zuhörern am Abend des 23. October bot, ja natürlich nur sehr flüchtig skizziren. Doch wollen wir versuchen, wenigstens Einzelnes zu fixiren. Jeder Mensch, der über die Räihsel deS Daseins wirklich nachdenkt, stößt aus die Frage nach Gott. Auch der Materialist, der Gott leugnet, muß sich mit dieser Frage auseinander setzen. Selbst dem gläubigen Christen drängt sich zu Zeiten die Zweifelsfrage auf, ob eS einen Gott gebe. Steht es nun so, wie vielfach behauptet wird, daß die Wissenschaft bewiesen hat, cs gebe keinen Gott, Gott sei lediglich eine Fiction des Menschen? Für den Glauben erscheint Gott als der Träger alles Seins und der Schöpfer alles Seins. Die Naturwiffenfchaft aber hat es lediglich zu thun mit der Erscheinungswelt. Von dem Wesen, das dieser ErschetnungSwelt zu Grunde liegt, kann sie nichts auSsagen. Den Beweis, daß Gott nicht der Träger alles Seins sei, kann sie gar nicht erbringen. Ebenso steht eS mit Gott, dem Schöpfer alles Seins. Immer find wir an die Grenzen der Endlichkeit gebunden. Wenn Gott das unendliche Wesen ist, so können wir vom Standpunkt der Naturforschung aus über ihn nichts sagen. Unsere Organe, die wir zur Durchforschung eines Gebietes gebrauchen, versagen auf einem andern. Unser ganzer wissenschaftlicher Apparat läßt uns in Stich, wenn es sich um die Frage nach Gott handelt. Nun kann man sich freilich die Sache sehr leicht machen, wenn man sagt: es gibt keine andere Welt als die körperliche Welt. Aber gegen diesen Satz gibt eS einen schlagenden Beweis. Das ist unser Geist. In unserem Geist lernen wir eine andere Welt kennen, nämlich die geistige Welt. Wie kann mau da leugnen, daß er eine übermenschliche geistige Macht gibt? Der Materialismus freilich behauptet, daß der Geist nur existire als Function deö Körpers. Aber die Naturwissenschaft hat unS einen Beweis gegeben, der dem Materialismus das Fundament entzieht. DaS ist das Gesetz von der Erhaltung der Kraft. Rach diesem Gesetz erzeugt Bewegung nur körperliche Bewegung oder wandelt sich zurück in potentielle Energie. Die körperliche Bewegung unseres Gehirns aber kann doch nicht etwas ExtraeS, etwas Anderes, das Denken, hervorbringen. Vom w ssenschaftlichen Boden ist also der Geist etwas Unbe- gretsltcheS. Er exiftirt aber doch. Also haben wir eß mit einer neuen Welt zu thun. ES gibt eine geistige Welt, die man nicht erreichen kann auf naturw ssenschaftlichem Wege. Man sagt, die Wirklichkeit GotteS sei auS der Welt geschafft durch daS Gesetz der Entwickelung, daS die Naturforschung entdeckt hat. Aber wenn wir auch Alles, was existirt, auS der Entwickelung erklären wollen, so müßte doch erst nachgewiesen werden, wie diejenigen Kräfte und Anlagen in daS Sein kommen, aus denen die Entwickelung entst hen konnte. Der Schluß, daß die EntwickelungSwahrheit Gottes Wirklichkeit auS der Welt schaffe, ist ein vorschneller Schluß. Die ordnende Macht wird dadurch nicht außer Kraft gesetzt, daß mau nachweift, wie jede Wirkung auch ihre Ursache hat. Im Gegentheil! Wenn wir Hinsehen auf jenes wunderbare große Ganze, auf diese strenge Gesetzmäßigkeit, die durch alles hindurch geht, so können wir unS dem Gedanken nicht entziehen, daß dem allem ein Verstand inne wohnt. ES liegt nicht so, daß wir ein Opfer deS JntcllectS bringen müßten, wenn wir Gott bekennen. Tausende müßten ein Opfer -btß Intellekts bringen, wenn sie Gott leugnen sollten. Wenn der Sinn für die Natur einmal erweckt ist, so werden wir Überwältigt von dem Zeugntß GotteS, daS unS die Schöpfung gibt, so wird eS uns ebenso gehen wie Alexander von Humboldt, dem der Psalm von dem Lob Gottes auS dem Buche der Natur (Psalm 104) der liebste Psalm war. Sehen wir die Weltgeschichte an, so erblicken wir in der Geschichte der Völker eine Gleichartigkeit. Aber wir treffen ein Volk, daS nicht in diese Gleichartigkeit des Verlaufs paßt. DaS ist das Volk Israel. Insbesondere ist JesuS von Nazareth ein geschichtliches Räthsel. Er kann nicht be- griffen werden als ein Product seiner Zeit. Weist unS das nicht aus etwas Höheres hin? Wohin wir blicken in der körperliche« Welt, überall sehen wir ein wunderbares, wohlgeordnetes Ganze. Wenn wir aber in die Menschenwelt hineinsehen, so erblicken wir nirgends en wohlgeordnetes Ganze, überall ein Chaos. Wir haben den Eindruck, als stünden wir noch vor der Schöpfung. Die Menschheit strebt immer vorwärts in rastlosem Drang. Aber waS ist der Cultursortschritt? Er ist Raffinement, und in diesem Raffinement geht ein Volk nach dem andern zu Grunde. Die Menschheit erreicht nicht, waS sie erreichen muß. Und nun kommt in diese Nacht plötzlich ein L cht der Offenbarung. In JesuS von Nazareth löst sich daS Räthsel, daS und zu rathen aufgegeben ist. DaS ist die Botschaft, die erbrachte: daß die Menschen zu etwas Höherem geführt werden sollen, daß die Menschheit durch daS Wirken GotteS zu einem wunderbaren, wohlgeordneten Ganzen werden soll, wie eß die körperliche Welt bereits ist. WaS verkündigt JesuS? DaS Reich GotteS! DaS Reich GotteS, das ist daß Ziel aller Entwicklung. Wenn dieses Ziel erreicht ist, daun ist die Schöpfung GotteS vollendet. JesuS Christus hat daS nicht gefaßt als eine bloße Idee. WaS JesuS den Menschen bot, war die Auswirkung seiner überschwenglichen Empfindung der Wirklichkeit GotteS und der Welt. Er hat nicht bloß die Predigt vom Reiche GotteS gebracht, sondern daß Reich GotteS selber, und er hat alle Diejenigen in diese Entwicklung hineingezogen, die in Beziehung zu ihm treten. JesuS hat den Anstoß zu dieser Entwicklung gegeben, und sie wird so lange fortwlrken, biß sie ihr Ziel erreicht hat. Diese Wirklichkeit aber kann cs nicht geben ohne Gott. Sobald wir in Beziehung zu Jesu treten, so bald werden wir überwältigt von der Wirklichkeit GotteS. Wir merken, daß eine Wandlung in uns beginnt, daß es zu einer Neuschöpfung kommt. Jesus preist die selig, die reine« Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. Nur lautere Menschen können Gott in sich spiegeln, sie werden auch für andere zu lebendigen Zeugnissen von Gott. Wenn wir miß an die lebendige Quelle der Läuterung — daß ist Jesus — herannahen, dann ist eß unS keine Frage mehr, ob Gott exlstirt, bann sagen wir nicht mehr, wir glauben an Gott, sondern wir sagen: ich weiß, daß Gott existirt, ich weiß eß, weil ich ihy erlebt habe, weil ich ihn täglich erlebe, er ist der Grund meiner Existenz, und er ist mir darum so sicher wie meine Existenz. ** Stadttheater. Herr OScar Bohnve, welcher am Donnerstag zum ersten Male hier als „Uriel Acosta" auftritt, beschließt am Freitag sein Gastspiel als Konrad Bolz in Freytags „Journalisten". Auch diese Rolle hat Herr BohnLe auf seinen ausgedehnten Gastspielreisen, welche ihm Geld und Ehren, sowie mehrere Orden einbrachten, oft mit größtem Erfolge gespielt. Wir lassen eine Kritik aus Halle folgen: „Die Journalisten. Die Rolle deS Bolz ist eine für gewandte Characterdarsteller recht dankbare und Herr Bohnöe wußte sie aufs Beste durchzusühren. Der Schreiber dieses hat die nämliche Rolle vor einiger Zeit von Mitterwurzer spielen sehen und beide Bühnenkünstler glichen sich darin, daß sie, ohne zu stark aufzutragen, sehr lebhaft und temperamentvoll spielten, dabei mit einer Natürlichkeit, daß jedes Wort, jede Geste so selbstverständlich erschien, als könne eß eben nicht anders fein. Sollte Herr Bohnve über Kurz oder Lang wieder einmal nach Halle kommen, so darf er freundlichster Aufnahme gewiß fein." Die Leipziger Concertsänger veranstalten morgen Donnerstag Abend noch eine humoristische Abschieds- Vorstellung mit neuem Programm, auf welche wir hierdurch aufmerksam machen. *♦ Wir erhielten folgende Zuschrift: „Auf zur Wahl!" Der Wahltag steht vor der Thür! Von allen Seiten kommen übereinstimmende Berichte, daß daß W a h l e r g e b n i ß zwar keine größere Anzahl wirklicher Socialdemokraten, wohl aber eine erhebliche Vermehrung socialdemokratisch er Stimmen zeigen wird. Gegenüber der unermüdlichen Agitation dieser Partei haben rruch die bürgerlichen Parteien, wenigstens zuletzt noch die größten Anstrengungen gewacht. Beispielsweise hielten die Nationalliberalen in den letzten Tagen noch fast ausnahmslos sehr gut besuchte Versammlungen an folgenden Orten ab: Lich, Langsdorf, Muscheuheim, Hungen, Berstadt, Echzell, Bingenheim, Nidda, Ortenberg, Gedern, Nieder-Ohmen, Ober- Ohmen, Ruppertenrod, Grünberg, Reiskirchen, Großen-Buseck, Londorf, Allendorf, Annerod, Grüningen, Beuern und Holz- Heim- auch für heute Abend ist noch der Besuch mehrerer Orte in Ausficht genommen. Zur Kennzeichnung des social- demokcatischen Bauernfanges möge dienen, daß der letzte socialdemokratische Wahlaufruf auch die Verstaatlichung deS Hypothekenwesens verspricht, während diese Forderung doch sammt dem ganzen Agrarprogramm von dem socialdemokra- tischen Parteitag akgelehnt wurde. Immerhin machen solche Versprechungen auf eine gewisse Sorte von Wählern Eindruck. Um einen socialdemokratischeu Wahlsieg zu verhindern, ist eS dringend nöthig, daß die bürgerlichen Parteien morgen den letzten Manu zur Wahlurne bringen. Möge man sich gegenseitig an die Erfüllung der Wahlpflicht erinnern, möge jeder möglichst früh seine Stimme abgeben! Dann, aber auch nur dann ist der Sieg den Tausenden von ruhigen und verständigen Bürgern gewiß! Die Wahlhandlung dauert bekanntlich von 10 Uhr DormittcgS bis 6 Uhr Abends. Landtagswahl. Im 7. Wahlbezirk der Provinz Ober- Hessen wurde an Stelle des Abgeordneten Pfannsttel der nationalliberale Mühlenbesitzer Hrch. Brauer - Oberofleiden nach der „Darmstädter Zeitung" zum Landtagsabgeordneten gewählt. •* Sarlenbau AnSstellung. Nur noch einige Tage trennen nnß von der Eröffnung der in den Stein'schen Sälen stattfindenden Gartenban'AuSstellung. Trotz der für das Unternehmen ungünstigen Witterungs-Verhältnisse haben die Unternehmer eß verstanden, dem, waS die Natur zur Entwicklung der Pflanzen fehlen ließ, durch die Kunst nachzuhelfen. So kann Schreiber dieses dem Publikum mittheilen, daß nur vorzügliches geleistet werben wird, die Saisonpflanzen befinden sich in vollster vlüthenpracht. Die Loose find grvßtemheils abgesetzt, und ist zu hoffen, daß auch der Besuch der Ausstellung ein zufriedenstellender fein wird, umsomehr, als die Aussteller allcß aufbieten werden, um etwas wirklich großartiges zu leisten, und auch für fernerhin derartige Ausstellungen unserer Stadt gesichert bleiben. •• Rachahmenswerth. DaS Großh. Polizeiamt Darmstadt erläßt nachstehende Bekanntmachung: ES ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß durch Ueberladen von Lastfuhrwerken, sowie durch Verwendung lahmer, aufgezogener, kranker oder abgetriebener Pferde zum Transport von Lasten Thierquälereien verübt wurden. Wir sehen uafl daher veranlaßt, die in unserem Bezirke verkehrenden auswärtigen, sowie die einheimischen Fuhrwerks Besitzer hiervon mit dem Anfügen zu warnen, daß die Sch^tzmannschaft angewiesen ist, in solchen Fällen Strafanzeige wegen Verfehlung gegen § 360, £ ff er 13, br| ReichsstrafgesetzbuchS zu erheben, iowie zu veranlassen, daß Pferde obiger Beschaffenheit außer Dienst gestellt werden. ** Der „Deutsche Lehrerverein" feiert am 28. December in Berlin daS Fest seines 25jährigen Bestehens, und find bereits die Zweigvereine zur Betheiligung hieran durch Delegirte eingeladen und eventl. ersucht worden, durch Veranstaltung von Sonderversammlungen und geeignete Borträge dieser Feier zu gedenken. + Nidda, 3. November. Gestern Mittag ereignete sich an der Neubahnstrecke bei Salzhausen ein trauriger Unglücks fall. Der bei dem Schachte im sogen. Köppel mit LoSschlagen von Basaltsteinen beschäftigte unverheirathete Arbeiter TheiS aus Oder-Schmitten glitt während seiner Thätigkeit auS, fiel die Böschung herab und wurde von alsbald nachgerollten Steinmassen begraben. Nur mit großer Mühe wurde der Verschüttete zwar lebend, aber schwer verletzt herausgebracht und durch Herrn Dr. Koch hier, nach Gewährung der nothwendigsten ärztlichen Hilfe, der Klinik in Gießen zugeführt. Eß ist wenig Hoffnung, daß der Verunglückte am Leben erhalten, ober doch soweit hergefiellt werde, daß er wieder arbeitsfähig wird. R. Reichelsheim i. d. W., 3. November. Die Menge von Milch, welche alltäglich bei hiesiger Molkereigenossenschaft verarbeitet wird, ist so bedeutend, daß die Magermilch, obgleich in der Umgegend große Schweinezucht getrieben wird, keine genügende Verwendung finket. Die Gesellschaft wird daher die Käsefabrikation in Angriff nehmen, die bei geschickter Leitung noch einträglich ist. Da die Pro- bucte der hiesigen Molkerei einen sehr guten Ruf genießen, wie die errungenen Anerk?nauvgSdiplome und Preise beweisen, darf angenommen werden, daß auch in der Käserei Hervorragendes geleistct werden wird. .. .. ■ --------- ■ - - ■- — • Ein einnndzwanzigfitziges Fahrrad ist in Amerika in Arbeit. Die Rtesenmaschine besteht nach dem „Sport in Blld" auß zwei nebeneinander stehenden Gestellen, die je zehn hintereinander fitzende Fahrer oufnehmen können und nur ein Steuerrad an der Spitze haben. In Verbindung mit diesen Gestellen befindet sich ein Sitz für den einund- zwanzigsten Fahrer, der kein Pedal zu treten, fondern nur die Lenkung btß coloffalen Gefährtes außzuüben hat. Die beiben Laufräder der Maschine haben einen Durchmesser von 30 Zoll, da- Steuerrad einen solchen von 26 Zoll- eine Übersetzung von 168 Zoll soll dem Rade eine coloffale Geschwindigkeit geben. Man spricht von 70—80 Kilometer in der Stunde. (?) Wöchentlich« Neberstcht der TodetzMe tu Gießen. 44. Woche. Vom 25. October biß 31. October 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann Militär). SterbltchkettSziffer: 13.56, nach Abzug der Ortsfremden 6,78°/«. Sinder ES starben er Znfannn«: Erwachsene: hn vom 1. Lebensjahr: 2.—15 Jahr. KrebS 1 1 — — DiphtheritiS 1 (1) 1 Ä — — Gehirnerweichung 1 (1) 1 (1) — — Lungenschwindsucht 2 2 — — Eitervergiftung 1 (1) — — 1 (1) Summa: 6 (3) 5 (2) — 1 (1) A n m. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in drr betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. t Universität- - Nachrichten. Freiburg i. Br., 3. November. Professor Dr Eugen Baumann, Direclor der medicintschen Abtheilung btß chemischen Instituts an der hiesigen Untoerstlät, ist heute früh gestorben. — Die Kaiser WilhelmS - Universität Straßburg begeht am 1. Mai 1897 ihr 25jährigeS Stiftungsfest. Der Lehrkörper der Unioerfilät sowie die Studentenschaft haben beschlossen, diesen Jubeltag besonders festlich zu begehen durch Festact in der Universität, F-ckelzug, CornmerS, Ausflug in die Vogesen, u. A. m. Um den ehemaligen ©tubirenben die Theilnahme an diesen Festen »u erleichtern, haben letzthin in Straßburg Versammlungen der ehemaligen ©tubirenben der Universität stattgefunden, worin ein Ausschuß A. H. A. H gewählt wurde, welcher mit dem Jubelfest' auSschutz der Universität gemeinsam daS Fest vorbereiten soll. Dieser Ausschuß der ehemaligen ©tubirenben der Wilhelms Argentinenee besteht auS folgenden H-nen: Prof. Dr. Bringer, Vorsitzender, Chefredacteur H. Dedelley, Schriftführer, Oberlehrer Dr. H. EhriS- mann, Schatzmeister, Pfarrer Lic. Grünberg, Beigeordneter RegierungS Assessor Hochapfel, Rechtsanwalt Dr. JaeglS, San- tonalarzt Richard Metzenthin, Prof. Dr. Weigand. In den beiden stattgehabten Versammlungen der ehemaligen ©tubirenben der Straßburger Universität wurde fernerhin beschlossen, der Wilhelea »u diesem Jubeltage eine Ehrengabe zur künstlerischen AuS- schmückuna des Allgemeinen EollegiengebäudeS zu stiften. Beiträge zur Schaffung dieser Ehrengabe nimmt der Schatzmeister deS Ausschusses, Dr. H. EbriSmann, Ohnmachistraße 3, Straßburg i E., entgegen. Die Anregung zu einer Ehrengabe hat in den Kreisen ehemaliger Studirender der Straßburger Hochschule, welche gerne der Alma mater ein Zeichen der Dankbarkeit und treuen Gedenkens widmen möchten, großen Anklang gefunden und wir hoffen, daß auch in unterer Gegend die ehemaligen ©tubirenben der Kaiser Wilhelms- Universität ihr Scherflein zur Jubelgabe fnenben werden. S - «an 0 * *l8 fie oer; ÄÄ1 ”3$ °tit K- S'ker tinfanfen ko ffte 'n i Jofletf °mih l JU Ein Acker, E wir i-b wob &««■»«’• Maftun# W tn & SM Die vereh ju der diesjährig Freitag de ki dem Taale Mfindel, ergeb !. Vorlage der schlosienen 1. Desgleichen d 3. Weitung 4. Bewilligung b. Dergleichen' 6 Gesuch der 1 7. Wahl von 3 8. Revision der Gießen 2 Vergel Älchnb Die bei Erb den Wirafet teilen foüen i; vergeben werden lichm Angebote Zeichneten Term d<ö Unterzeichnet! Mn?, Voranschlä zur Einsicht offen Zuschlagssrisi ' I keichchmdk Laug veran Erarbeiten. . tiiwiimmgiMb Masierarbeiten. Termin fßi Nebote: DituStag bet toraitiu u ertilrij,,: letfl.Ol n vri J^arbeiten^0^ ^erarbeiten, «erarbeiten. •Mcungiarbeii Win für Jngtbote: E'kustag bttt »Sw * IV Mtb ■’Wfc.'" fr ,n,“neme. inb °°ch I», M •«Ä> durch dir Ufa, a • Appel mit 7B .e unverheiraihrir n, 9lilt tvährekld seiner ab und wurde von als- ‘ tö: mit großer deud, aber schwer ver« u Dr. Ach hin, na(b *'n Wr, bet Klinik Öffnung, bah der Brr- doch soweit hergeftellt ib. oüember. Dir Menge Molkereigenossen» "end, daß die Mager, irofce Schweinezucht ge- uduug sinket. Die @e- Ion in Angriff nehmen, Iglich Ist. Da die Pro- hr guten Ruf genießen, iplome und Preise be> )aß auch In der Käserei d. §. mb ist in Amerika in 1 nach bim , Sport In nbtn ßifttUtn, bh jt wfuehwen können und M. DnWMg u tz'h K Ito üuuub- bu netto, svnbtru nur ei auSMev hat. Die in einen Durchmeffer toi [dien von 26 ßott; eint Rade eine coloffale ®e- on 70-80 Kilometer ii MM tu Mk» bis 31. October 1896. l(M.1600!ta»W* der Ortrftemdw 6,78»/» Kinder i- DO® ei,totn«i«6t: 1-^W' :__LilL -------- M vif vkw Sl'iSSlti StzM TWr '.Ä vorberetten 18?,r Wilhelo» tc ^S!-s?S hin b^Nkelil^ii- fftfäeü -SLÄ Z'E Eingesandt. Burg Gemünden, 3. November 1896. Sehr gerb'te Schitstleiiung! Gestatten Sie freundlichst einem Freund unseres Volkes, der seit 9 Jahren unter Bauern lebt und an dem Gießener Wahlkampf unbetheiligt ist, einen bedeutungsvollen Jrrthum Eugen Richters ,u bertch'tgen. Er hat nach Ihrem Bericht gesagt, daß 76pEt. der landwirtbschastlichen Betriebe ganz und gar keinen Vortheil vom Antrag Kan tz hätten, weil alle Betriebe unter 5 H ctor weniger bauten, als sie verzehren. Der Durchschnitt der Betriebe von mehr als einem H-ciar in Hessen sei 5‘/, Hectar. Da der Nutzen des Antrags Kanitz erst bet 5 Hectar beginne, so sei die Zahl der Betriebe, die Nutzen hätten, gering. Hier müßte doch die Folgerung logischerweise lauten: „Da der Nutzen bet 5 Hectar beginnt und der Durchschnitt der B triebe 5'/r Hectar hat, so haben mehr als der Durchschnitt der bäuerlichen Betriebe Nutzen von dem Antrag." Der Ruhen beginnt aber nicht erst bei 5 Hectar, d. i. 20 Morgen, denn schon Beir'ebe mit 6 Morgen, und — wenn die Familie klein — noch weniger, verkaufen Frucht. Auch der kleinste Besitz kann nicht jede« Jahr mit Korn bestellt werden, und der alsdann gebaute Wetzen oder Hafer wird ganz verkauft. Aber selbst angenommen, es gäbe zahlreiche Betriebe, die niemals Frucht verkaufen können, so ist es doch ein ungeheuerlicher Jrrtbum, daß solche an dem Fruchtprets ganz und gar unbethetltgt wären. Ob da« Getreide, das ein solcher Bauer für sich baut, 200 oder 300 Mark werth ist, das wirkt doch auf den Werth seines Gutes zurück. Ein Acker, der vorher 8000 Mark galt, wird dann 12 000 oder, wie ich wohl nicht mit Unrecht annehme, noch mehr Werth bekommen. Das wird bet Gutsoerkauf, Erbtheilung oder Hypotheken- belastung sehr in die Erscheinung treten. Daran hätte doch ein so berühmter Rechenmeister wie E. Richter denken müffen. Den vaterländischen Boden nicht entwerthen zu helfen, müssen auch Stadtbewohner für ihre Aufgabe a^seben. Und darum möchte ich die verehrt. Leser um vorurtheilslofe Prüfung dieser Zeilen freundlichst bitten. Schick, Pfarrer. Gießen, den 4. November 1896. Geehrte Nedactton! Gestatten Sie einem langjährigen Abonnenten Ihres geschätzten Blattes eine Aeußerung über die in den Zeitungen (auch in der Ihrigen) ab und zu erscheinenden Besprechungen der Brodpreise. In Z«itungsnoti;en wird den Bäckern oft der Vorwurf gemacht, sie hielten bei fallenden Frucht- und Mehlpreisen nicht Schritt mit den Brodpretsen. Seit Ende August sind nun Frucht- und Mehlpreise stetig gestiegen, während die Brodpreise die gleichen geblieben. Die Preissteigerung von Frucht und Mehl ist sogar in den letzten Wochen so bedeutend, daß der gegenwärtige Brodprcts in keinem Verhältniß dazu steht. So kosten z. B. 3 Pfd. Mehl, welche zu einem vierp ündigen Brod ä 44 Pfg. erforderlich sind, 33—36Pfg. ohne Ocjrot, also bleibt Brutto-Verdienst 8 bis lOPfg. Die Mehrzahl der hiesigen Bäcker, welche 50 bis 60 Laib pro Tag verkaufen (einige dies noch nicht), baden also einen Brutto-Verdienst von 4 bis 5 Mr. Davon sollen Arbeitslohn, Mtethe, Heizmaterial, Steuern, Lebenshaltung und andere kleinere Unkosten, rote Austragen, Beleuchtung, Abnutzung u. s. w. gedeckt werden. Verluste durch schlechte Kunden, Ptakereien und Nörgeleien des Publikums u. s. w. hat der Backer noch nebenbei. Man wird nun etnwenden, daß die Bäcker ja auch Verdienst an den Brötchen haben. Hier sind aber die Herstellungskosten noch viel größer, desgleichen die durch Austragen u. s. w. entstehenden Verkaufsspesen. Wenn nun wirklich hie und da noch billiger verkauft wird, so geschieht dies meist aus Kosten der Qualität, Verwendung von mlnderroerthigem oder schlechtem Mehl. „Wenn'S nur bHlta ist, geborgt wird, dann ist's auch gut?" — und wird ge- gesien, selbst auf die Gefahr der GelundheitSschädlichkett, was schon oft nachgewiesen und Vt.le eS an sich selbst erfahren. Wer durchaus sparen will, der kaufe lieber Commtßbrod, da hat er wenigstens Garantie für Verwendung guter Frucht. Vielfach tritt auch die traurige Erscheinung zu Taae, daß mancher Bäcker nicht zu rechnen versteht, so zu sagen Geschälte machen will „um jeden Preis", um schließlich, wenn die eigenen Mittel und C'edtt erschöpft, wieder auszuhören, wobei noch Müller und Meblhändler erhebliche Verluste erleiden. Um ferneren An- sch rldigungen gegen die Bäcker von vornherein zu begegnen, hielt ich es für meine Pflicht, auf die oben angegebenen Umstände bin- ruwkisen und darzulegen, rote überflüssig die Angriffe gegen die Bäcker sind. — G.— MrchlicheAnzeigen der evang.Genrein-e. Die Vorbereitung zur Siuderkirche wird statt in der Neustadt im Conferenzsoal der Stadiknabenschule gehalten- Donnerstag den 5 November, Abends 8 Uhr: Btbelstuude im Confirmandensaal (Neustadt 61). Eo. Marc. Cap. 4, 21 ff. Pfarrer Dr. Grein. Kunst-Ausstellung, nähme des Samstags, von 11 ms 1 Uh , am Mittwoch apch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntag- ununterbrochen von 11 bt- 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmilglteder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Akademischer Gesangverein. Die Karten zum nächsten Concert können von den Mitgliedern bei Herrn Eruft Challier in Empfang genommen werden. 9819 ______________________________Der Vorstand. Wchl-Kmm I der smfimigen Partei _____im AgHarinm, Wallthorstraße 5. -Sir Hatiouailiberalrr Verein. Am Wahltage, Donnerstag den 5. November, befindet sich unser___ Wahl-Biireau im Büreau des Herrn Rechtsanwalt Dr. Fuhr, Südanlage. Abends Sy2 Uhr, im Hotel Victoria: Versammlung 9826 zur Entgegennahme der Wahl-Resultate. Geschäfts-Eröffnung. Bei der ausnahmslosen größten Zufriedenheit aller meiner seitherigen Abnehmer von aW Nähmaschinen habe ich für diesen Artikel ein Special-Geschäft in einem der Läden des Herrn I. H. Fuhr, Sonuenftraffe 25, eröffnet. Insbesondere halte die von keiner Concurrenz übertroffenen und als vorzüglich in Material, Ausstattung und Dauerhaftigkeit einen Weltruf genießenden Durkopp’schen Maschinen zu allerbilligsten Preisen gegen Baar- und Abzahlung angelegentlich empfohlen. Fachgemäße Reparaturen prompt und gut. Achtungsvoll 9784 Job. Fr. Schaaf. Spar- und Leihkaffe Gießen. Robert Stuhl 9608 6. 9810 Mieth-Gesuche, und ein Wagen. 9805 Kemmer, Pfandmeister. Postkeller, 11. Stellenangebote. 9688 am Freitag Abend. 9831 Zu haben bei: E. Lind, Hof-Conditor. Stahl. 9797 9813 Asterweg. Offen per Pfund . . . 1/i Pfund in Stoffbeutel 6. 7. 8. Jäger-Hemden Normal-Hemden Haut-Jacken Unterhosen. Termin für die Eröffnung der Angebote: Dienstag den 17. Nov. l. I., Mk. 2.40 „ 2.50 » 130 8668 Neustadt 23 empfiehlt Jagdwesten Metzger-Jacken gestr. und gew. Jacken Restaurant Westendhalle. ff. Pfungstädter Märzenbier und Kaiserbräu 4 Pfd. Kornbrod (echtes Bauernbrod) 40 Psg. bei J. Klingelhöffer, Mk. 1310.— 634.77 2145.- 2118.75 Vormittags 10*/, Uhr. Kreisftraßen Neubau Staufenberg - Odenhaufen. Donnerstag den 17 November Mittags 2 Uhr, sollen im Pfandlocale zu Gießen, Skltersweg. il, gegen Baarzahlung versteigert werden: goldene Damenuhr, Sopha, Regulateure, Kommode, Verticow, Nähmaschine, Kleiderschrank, Spiegel schrank, Spiegel, Kassenschrank, Buchen- und Eichen-Bohlen, sowie sonstige Hausgeräthe, eine Chaise veranschlagt zu Lcdarbeiten..... Chaujsirungsarbeiten . . Pflasterarbeiten. . . . Die verehrlichen Mitglieder des Spar- und Leihkaffevereins werden zu der diesjährigen ordentlichen General-Versammlung, welche Freitag bett 4. December l. I., Nachmittags 3 Uhr, in dem Saale der höheren Mädchenschule (Schillerstraße) dahier siattfindet, ergebenst eingeladen. &ZmizsßLWr> KmigUfefl Bcnn,Berlm,Hairhu^ Alleinverkauf für Glessen bei J. Gesuch des Kaffendieners Zutt um Gehaltserhöhung. Wahl von Ausschußmitgliedern. Revision der Statuten. Gießen, am 4. November 1896. Die Direction des Spar- und Leihkaffevereins. I. E.: Wiener. Gesucht: Rkisküdkr für Briketts, in der Branche erfahren, von Grube Friedrich, Huugeu in Oberhessen. Vorstellung möglich im Hotel Kühne Ein Fabrikat erster Güte • ist die M Pfaff - Nähmaschine • welche sich durch neueste Veibefferungen, gediegene 1 Arbeit, größte Dauerhaftigkeit und Leistung- d fähigkeit auszeichnet. — Alleinverkauf bei W Mechaniker H. Kraft, Neuenweg Mr 46. • Eigene sreparatvrwerksiätt?. 8885 M Mittagtisch im Abonnement Stamm - Abendessen. Mk. 4800.— 25445.— 1370.— Tages-Ordnung: 1. Vorlage der von Großh. Oberrechnungskammer geprüften und abgeschloffenen Rechnung für 1894. 2. Desgleichen der vorgeprüften Rechnung für 1895. 3. Mittheilung des Ergebnisses der oorgmommenen Kassenrevifion. 4. Bewilligung von Unterstützungen. b. Desgleichen von Prämien an Dienstboten. Anstich des Pfungstädter 9818 Vergebung von Straßenbau- Arbeiten. Die bei Erbauung der nachstehenden Kreisstraßen erforderlichen Arbeiten sollen im Submissionswege vergeben werden und sind die bezüglichen Angebote bis zu den unten bezeichneten Terminen im Amtszimmer des Unterzeichneten, in welchem die Pläne, Voranschläge und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. I. KretSstraßku-Neubau Leihgestern- Laug Göns. Neuester Ernte ä Mk. 2,50, 3,—, 3,60, 4,—, 6,— pr.J/3 Kilo vorzüglichster Qualität. M. Schulhof. 9796 U. «rbettSloos. veranschlagt zu kcdarbeiten..... Maurerarbeiten.... Pflnsterarbeiten. . . . Khaussirungsarbeiten . . Man verlange Proben von ARENS’ CONSUM-CACAO garantirt rein. Höchste Ausgiebigkeit. Grösste Nährkraft. Feinstes Aroma. Termin für die Eröffnung der Angebote: Dienstag den 17. Nov. l. I., Vormittag« 11 Uhr. III. KreiSstraßeu Neubau Obbornhofen nach der Station Bellersheim - Obbornhofen, veranschlagt zu Mk. krdarbeiten..... 900.— Lhaussirungsarbeiten . . 4829.90 Pflasterarbeiten.... 70.— Termin für die Eröffnung der Angebote: Dienstag den 17. Nov. l. I., Vormittags ll,/2 Uhr. IV. Kreisstrahen Neubau Bellersheim nach der Station Bellersheim-Obbornhofen, veranschlagt zu Mk. krdarbeiten..... 800.— Lhaussirungrarbeiten . . 6777.50 Masterarbeiten.... 105.— Termin für die Eröffnung der Ingebote: D ieustag den 17. Nov. I. I., Vormittags 12 Uhr. Nießen, am 2. November 1896. Der Kreisingenieur: Stößt. Schlachthaus. 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Z. 100 an die Exoed d Bl. *9 WM- R,eichsta,gswaJilL Wer eine Erweiterung der Volksrechte und eine wahrhaft freiheitliche Verfassung will, Wer die Selbstbestimmung und Selbstverwaltung des Volkes in Reich, Staat, Provinz und Gemeinde will, Wer die Abschaffung aller die freie Meinungsäußerung und die freie Vereinigung einschränkenden Gesetze will. Wer der Reaction auf allen Gebieten einen energischen Damm entgegengesetzt wissen will, Der wählt den für die wirtschaftliche, politische und geistige Befreiung des Volkes kämpfenden Candidaten der soeialdemokratischeu Partei Philipp Schndemsm in Gießen. Auf zur Wahl! Thut Alle am Donnerstag Eure Pflicht! Die Wahlhandlung dauert von 10 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags. Abwesende können in keiner Weise durch Stellvertreter oder sonstwie an der Wahl theilnehmen. Die Wahl ist eine geheime. Der Stimmzettel muß derart zusammengefaitet sein, daß der auf ihm verzeichnete Name verdeckt ist. Der Name de- Candidaten darf auf den Stimmzettel auch mit Bleistift oder mit Tinte geschrieben sein; die Schrift muß dann aber deutlich und genau sein und es darf Vorname und Wohnort nicht fehlen. Es könne, auch gegnerische Stimmzettel in der Weise benutzt werden, daß der Name des gegnerischen Candidaten sichtbar und vollständig durchstrichen und der des eigenen Candidaten leserlich darauf geschrieben wird. An die Wähler in der Stadt Gießen. In letzter Stunde versucht die freisinnige Partei, unseren Candidaten persönlich anzugreifen. Wir weisen diese Kampfesweise ruhig, aber entschieden zurück. Unser Candidat, Herr Carl Melnert, war 1893 ein offener nnd ehrlicher Nationalliberaler, ist es jetzt gerade so nnd wird es bleiben. Er ist kein einseitiger Agrarier, sondern wird, wie er ausdrücklich erklärt hat, die Interessen möglichst Aller zu vertreten bemüht sein. Daß die nationalliberale Partei mit ihrer Parteifreiheit mehr geleistet hat, als die freisinnige mit ihrem einseitigen und unbekehrbaren Parteizwang, lehrt die Geschichte. Schließlich richten wir an die rnhig denkenden bürgerlichen Wähler folgende Warnnng im Namen des von der freisinnigen Partei so gering geschätzten „gefunden Menschenverstandes". In die Stichwahl mit dem antisemitischen Candidaten kommt entweder der nationalliberale oder der socialdemokratische Candidat; die Stimmung der bäuerlichen Wähler läßt keinen Zweifel darüber aufkommen, daß auf dem Lande Herr Professor Stengel nur von einer verschwindend geringen Zahl gavählt werden wird. Wer also dem freisinnigen Candidaten feine Stimme giebt, erhöht die Möglichkeit, daß der focialdemokratifche Candidat in die Stichwahl kommt. Wir haben so viel Zutrauen zu der vaterländischen Gesinnung unserer Bürgerschaft, um zu glauben, daß ihr das allgemeine Wohl höher steht, al» ein doch vergebliches Parteiftreben. "r* Die freisinnige Partei behauptet, an Patriotismus und Idealismus hinter uns nicht zurückzustehen; sie mag bei dieser Gelegenheit es beweisen, indem ihre Parteigenossen gleich bei der ersten Wahl ihre Stimmen dem Candidaten der bürgerlichen Parteien geben, der allein Aussicht auf Erfolg hat, Herrn Gutspächter auf Hammerhof. In diesem Wahlkampf werden wenige Stimmen die Entscheidung geben. Darum versäume Keiner, morgen, Donnerstag, seine Pflicht und geh» rechtzeitig zwischen 10 und 6 Uhr zum Wählen. — Stimmzettel find am Wahllocal zu haben. Der nationalliberale Wahlausschuß. OOOOOOOOOOOOßOOOOOOO und Lager aller Arten Haushaltung®- und Toilette-Artikel Q Reiserollen, Badehauben . .. _ g Haarbrennmaschinen und -Scheeren HllüöhlluüllHöllllkllkll Q Zerstäuber ' und g Mdklwichsrr nnb 8rxpichdehr>»°schi»k» Pinsel g Portemonnaies. in 9*16 Haarschmuck und Fantasiebroches. Gieß en, den 3. November 1896. 9815 ooooooooooooooooooooooooooooooooooooo I 0000000000000 lu 0 h-rzlichsten Dank. 9500 9786 Heinr. Elges 9830 Vereinsnachrichten. ÄAertion: N. Echrhd g. — Druck imb Sexten brr Srnbl'schen UniverfitLtS-Buch. wnb 6tcinbnuferti (Pietsch A Echeyda) In Archen. v-c ■j’ 0 0 0 0 Für die überaus vielen Glück wünsche anläßlich unserer silbernen Hochzeltsfeier sagen wir auf diesem Wege allen Freunden und Bekannten unseren 0 0 0 0 0 0 0 0 Gießen, 4. November 1896. A. Keßler nnd Frau. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Dammstraße 26, aus statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Oelhar. l l Obl. Freitag den 8. Nov. 8 Uhr. [9784 Feine Seifen und Odeurs von einfachster bis hochfeinster Verpackung. Med lein al-Seifen Lager der renommirtesten deutschen, englischen und französ. Parfümerien. Mouson’sche Fabrikate zu Originalpreisen. Puder und Schminken. Stets Neuheiten Statt jeder besonderen Anzeige. 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