Rr. 182 ErKes Blatt. Mittwoch den 5 August -» — ■IHM I .... ——i- . -A» ■ ------ 1806 Der Irfeienec Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». Die Gießener P«»itie»vtStter Verden dem Anzeiger »öchrntlich dreimal brigrlegt. Siebener Anzeiger vierteljähriger x Avonnementspreis * 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlobn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Aedaction, ExpedNi« und Druckerei: Kenerat-Anzeiger. Zchulstrahe Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den ALveis Gieren. I«nahmr von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Aamitienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. vekmmtmachung, betreffend: Schießübungen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 11<> Donnerstag den 6. August l. Js., Freitag den 7. August, Samstag den 8. August, Dienstag den 11. August, Mittwoch den 12. August und Donnerstag den 13. August jedesmal von 6 Uhr Bormittags bis 3 Uhr Nachmittags Schießübungen mit scharfen Patronen in dem Gelände zwischen Beuern, Großen Buseck, Danbringen, Mainzlar, Treis a. d. Lda. und Climbach abhalten wird. Das vorbemerkte Gelände ist zu diesem Zwecke an den genannten Tagen und Stunden für jeglichen Verkehr abgesperrt und das Betreten des abgesperrten Gel ändes verboten, während die Straßen Großen Bnfeck, Beuern, Climbach, Treis a. d. Lda., Mainzlar, Daubringen, Alten-Buseck, Großen- Bnfeck passirbar bleiben. Die Schußrichtung läuft gegen Climbach und gegen die Höhe östlich Mainzlar. Das Regiment wird an den hauptsächlichsten Communications-Punkten Posten aufstellen. Gießen, am 3. August 1896. Großherzogliches Kreisamt Gleßen. v. Gagern. Gießen, den 3. August 1896. Betr.: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gietzeu av die Großh. Bürgermeistereien Alten-Buseck, Aeaern, Climbach, Daubringen, Großeu-Buseck, Mainzlar und Treis a. d. Lda. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald «as ortsübliche Weise veröffentlichen lassen und vor dem Be° treten des durch das Schießen gefährdeten Geländes warnen. Weiter wollen Sie die Nachweisungen über etwa ent» stehende Flurschäden sofort nach Beendigung deS Schießens dem Regiment zusenden, damit die Abschätzung rechtzeitig erfolgen kann. v. Gagern. Deutscher Reich. Berlin, 2. August. Nach den nunmehr getroffenen Dis- pofitionen wird die erste Versammlung des allgemeinen preußischen StädtetageS am 29. und 30. September d. I. in Berlin abgehaltea werden. Zu« nächst wird sich der Städtetag mit seiner Constttuirung und der Feststellung von Satzungen, beschäftigen, doch sollen auch schon praktische Fragen auf die Tagesordnung gesetzt werden. Als solche find zunächst in Aussicht genommen: 1. Die lieber« nähme der Bau« und Wohlfahrtspolizei auf die Städte und die Ausführung des Polizeikoftengesetzes- 2. Die Heran« ziehung der Städte zur Uebernahme von Verwaltungsgeschäften für allgemeine staatliche Zwecke und zu besonderen Leistungen zu Gunsten der Allgemeinheit- 3. Die Anstellung der städtischen Beamten auf Lebenszeit oder auf Kündigung. Berlin, 3. August. Die katholischen Arbeiter Berlins haben beschloßen, sich auf dem Katholikentag in Dortmund vertreten zu lassen. Der Delegirte soll hauptsächlich dafür eintreten, daß die deutschen Katholiken ihren Berliner Glaubensbrüdern bei Schaffung billiger Wohnungen für katholische Arbeiter behilflich find. Heuerte Wolffs tll-gr«phycheS Sorrespondeaz-Bureim. Berlin, 3. August. In der Aula der Berliner Universität fand heute ein Festact statt zur Feier des Geburtstags des königlichen Stifters. Der Rector Professor Adolf Wagner hielt die Festrede über die Entwicklung der Berliner Univerfität, die Weltuniverfität geworden sei. Saalfeld, 3. August. Zwischen hier und Blankenburg ist die Eisenbahnbrücke in Folge deS Hochwassers eingestürzt. Coburg, 3. August. Abgeordnetentag deS deutschen KriegerbundeS. In der heutigen Sitzung der Krieger-Fechtanstalt wurde mltgetheilt, daß die Waisen- hausftiftung ein Vermögen von Mk. 238,179 besitzt. Der Bau eines dritten Waisenhauses soll in zwei Jahren in An« griff genommen werden. Für 1897 wird Cottbus, für 1898 Weißenfels als Versammlungsort bestimmt. Coburg, 3. August. Der Abgeordnetentag des deutschen KriegerbundeS entschied sich heute dafür, die Beschlußfaflung über die Gründung eines preußischen KriegerbundeS und die Erhebung der Beiträge auf nächste- Jahr zu verschieben. Sofia, 3. August. Die theilweise Zerstörung deS Grabes StambulowS wird auf eine Rach e der Freunde von vier im Proceffe Beltschew Hingerichteten zurückgeführt, deren Gräber seinerzeit angeblich von Anhängern StambulowS entweiht worden waren. Coustauiiuopel, 3. August. Infolge der letzten Angriffe der Türken auf christliche Cretenser im District Canea wurden von den Christen 15 Muhamedaner, Männer und Frauen, dort getödtet. Depesch« M »««« Berlin, 3. August. Der Kaiser nahm heute auf Schloß WilhelmShöhe den Vortrag des Chefs deS Civil- cabinets, v. Lukanus entgegen. Berlin, 3. August. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht heute den Entwurf eines Gesetzes betreffend die Abänderung der Gewerbe-Ordnung (Organisation deS Handwerks). Derselbe betrifft: 1. die Organisation deS Handwerks und zwar in Zwangs-Innungen, Handwerks Ausschüssen und Handwerkskammern, 2. die freien Innungen und 3. die Lehrlings« verhältniffe und den Meistertitel. In den UebergangS- brstimmungen heißt es, daß das Gesetz, soweit es sich um die zu seiner Durchführung erforderlichen Maßnahmen handle, sofort nach seiner Annahme in Kraft treten soll. Der Zeitpunkt, mit welchem daS Gesetz im Uebrigen ganz oder theil» weise in Kraft treten soll, wird durch kaiserliche Verordnung mit Zustimmung deS BuudeSraths bestimmt. Berlin, 3. August. Laut telegraphischer Meldung an daS Obercommando der Marine ist der Ablösungs- tranSport für die Schiffe der Kreuzer-Division unter Führung des Corvetten-EapitänS Thiele an Bord deS Dampfer- „Sachsen" gestern in Shanghai angekommen. Berlin, 3. August. Der Proceß gegen Friedrich Schröder hat der „Post" zufolge am 27. Juli stattgefundeu. Nach hier eingetroffenen Nachrichten hat Schröder gegen die hohe Strafe appellirt. Die Appellation wird, falls sie aufrecht Fenilleton. Allerlei über Sludentenauszüge. Von Dr. O. Buchner. (Nachdruck verboten.) (6. Fortsetzung.) Der Bürger und Glockengießer Otto hörte am Abend dis Alarmschlagen und da er meinte, es sei Feuerlärm, so eilte er pflichtgemäß nach dem Spritzenhaus auf dem Brand, Birte aber da, es brenne nicht, die Herren Studiosi hätten W geschlagen. Auf dem Heimweg begegnete er einer Patrouille mit dem Oberstlieutenant v. Schmalkalbe r, der Otto heftige Wvrwürfe machte, daß er auf der Gasse sei- dann schlug er nut ihn los und — „Bringt den Jakobiner in die Wacht!" — liijj ihn nach der Hauptwache abführen. Nach einer halben Wunde wurde er wieder entlassen, aber seine Schläge hatte er. Henrich Hoch, Bürger und Schuhmachermeistec, stand mich 9 Uhr zur Erholung vor seiner Hausthür in der Sonne. Dc hörte er Trommelschlag und von Vorübergehenden, er jd die Folge von Streithändeln zwischen Soldaten und Studenten. Bald darauf kam Feldwebel Weher mit etwa 8Munn und stellte den Hoch mit Ungestüm zur Rede, warum et nicht nach Haus gehe. Hoch antwortete: „Kennt er mich dum nicht? Ich stehe ja vor meiner Hausthür". Da gab ihn Weyer einen sehr heftigen Schlag mit dem Stock über bin Arm- Hoch zog sich zurück in der Besorgniß, noch weiter mißhandelt zu werden. Capitän v. Nagel begegnete mit seiner Patrouille von 50—60 Mann in den Neuen Bäuen dem stuck. Gottlieb n. Nordeck zur Rabenau, der, von einem Besuch kommend, sich vllein an den Häusern hindrückte, um nach Haus zu gehn, v. Nagel machte ihm heftige Vorwürfe, daß er auf der Straße sei und schlug ihn mehrfach mit dem Stock. Durch Dcgllaufen entzog sich v. Rabenau weiterer Mißhandlung, lief er Fall wurde dem Landgrafen in einem besonderen Vrricht mitgetheilt. Aber auch am folgenden Morgen hatten sich die Gemüther nach nicht beruhigt und kam es wieder zu unangenehmen ——i— BR Ausschreitungen. Ein besonders heftiger Streit entwickelte sich vor des Bäcker Kochen Haus am Eck der Kaplanei- gasse der Apotheke gegenüber. Der stuck. Schuler, der schon am Abend, ohne Veranlassung dazu gegeben zu haben, Schläge empfangen hatte, blieb aus Furcht, noch zur Wache abgeführt zu werden, die Nacht bei einem Bekannten. Am anderen Morgen lieh er sich einen Stockdegen, um nicht ganz wehrlos zu sein. Als er an des Bäcker Koch Haus kam, waren schon Studenten und Soldaten an einander, stuck. Frosch, der sich ein Frühstück gekauft hatte, und es nun auf der Gasse verzehrte, wurde vom Soldaten Becker und dann noch von mehreren anderen angefallen und mit einem Unteroffizierstock viermal über Kopf und Arm geschlagen- Fr osch flüchtete sich in das Haus, wurde aber auch noch im Hausähren geschlagen. Da kam Schuler dazu- andere Studenten riefen ihn näher herbei, aber nun trat ihm Hauptmann v. Nagel's Bursch entgegen und schlug ihn mit dem Stock. Schuler ging etwas zurück und zog den Stoßdegen, bekam aber von einem anderen Soldaten derart mit dem Gewehr auf die Hand geschlagen, daß der Degen fiel. Nun wurden die Studenten ordentlich abgeprügelt, sie flohen in Koch's Haus und retteten sich durch eine Hinterthür. Hauptmann v. Stosch machte dem Stteit ein Ende und sagte dem sich entschuldigenden Frosch, es müsse nicht selten der Unschuldige mit dem Schuldigen leiden. Die streitenden Soldaten wurden dann fortgeschickt. Bei den immer noch erhitzten Gemüthern waren derartige Scenen vorauszusehen, doch waren dabei die Offiziere als Streitende nicht mehr betheiligt, sondern nur als Friedensstifter. Wie lang die Studenten in Krofdorf und Gleiberg aushielten, ist aus den Acten nicht genau zu erkennen. Es wird bei den mangelhaften Quartieren und der noch schlechteren Verpflegung mit Speise und Trank nicht allzulang gewesen fein. Die Sehnsucht nach den Fleischtöpfen Gießens trieb sie wieder nach der alten Hochschule. Davon verbreitete sich vorher die Kunde in der Stadt und planten nun die Bürgersöhne, die Studenten mit Musik festlich zu empfangen. Doch wurde dies mit Recht nicht gestattet und geltend gemacht, daß es nicht ohne Tumult und Auflauf abgehen werde, auch leicht neue Auftritte dadurch veranlaßt würden, denn das Militär müsse aufs höchste aufgebracht werden, wenn die Bürger auf solche Weise erklärten, daß sie mit den Studenten causam communem machten. Es wurde deshalb der Einzug mit Musik abgeschlagen und weiter beschlossen, die Studenten sollten von drei Professoren empfangen werden, ganz still, ruhig und ordentlich einziehen, sich zum Universitätsgebäude begeben und da vom Senat mit einer „schicklichen Ermahnung" entlassen werden. Die milde Behandlung der Gießener Studenten bei ihrem Auszug nach Gleiberg 1792 war, wie schon erwähnt, durch den gleicbzeittgen Auszug der Jenenser Studenten nach Erfurt veranlaßt worden. Man fürchtete, es könnten die Gießener Studenten nach Marburg ziehen und dadurch die heimische Hochschule aufs schwerste gefährdet werden. Da der Jenaische Studentenauszug von 1792 in den weitesten Kreisen großes Aufsehen erregte, so sei auch dieses hier kurz gedacht.*) Unter dem Vorsitz des höchst unbeliebten Prorektors Ulrich waren 1792 achtzehn Studenten relegirt worden. Dadurch entstand eine dumpfe Gährung, die bei dem kleinsten Anlaß Schlimmes fürchten ließ. Da sich das öffentliche Studentenleben in Jena vorwiegend auf dem Markt abspielte, so versammelten sich auch am 10. Juni 1792 die ftubirenben Ungarn nnb Siebenbürgen baselbst zur Krönungsfeier ihres neuen Königs Franz I. von Oesterreich. Ein Vivat würbe auf benfelben ausgebracht, bann „Ein freies Leben führen wir" gesungen, bem bann ein „Pereat" folgte, bas zugleich bas Zeichen zu einem Sturm auf bas Haus bes verhaßten Prorektors Ulrich, bei bem nicht bie Fenster allein zertrümmert, sonbern auch bie Möbel unb ber Garten zerstört würben. Ein anberer Mißliebiger wäre beinahe getötet worben. Daraufhin kam von Weimar eine Untersuchungscommission- dieser aber wurde in aller Feierlichkeit eine von etwa 800 Burschen unterzeichnete Schrift eingereicht, in welcher sie die Ausschreitungen mißbilligten, aber Beschwerde *) S. R. Keil unb Ph. Keil, Gesch. des Jenaischen Studenten- lebens 1548—1858. Leipzig 1858. S. 263—283. über die mißliebigen Männer führten, auch erklärten, die akademischen Freiheiten gegen ihre Feinde muthig vertheidigen zu wollen. Nun begannen erst recht die Reibungen zwischen Rektor und Studenten, ja es wurden 60 Husaren und 50 Jäger von Weimar nach Jena gezogen, obgleich bei einem Tumult zwei Jahre vorher fest versprochen worden war, kein Militär mehr nach Jena zu ziehen. Durch einen öffentlichen Anschlag wurden die Studenten aufgefordert, die akademischen Freiheiten nicht mit Zuchtlosigkeiten zu verwechseln, wer mit den bestehenden Gesetzen unzufrieden sei, könne ja weggeh« u. s. w. Natürlich entstanden nun auch Streitigkeiten mit den Offizieren und ihren Mannschaften; Degen und Knotenstock, die besonders verboten waren, wurden erst recht getragen. Ein Gerücht, ein Student solle verhaftet werden, brachte in wenigen Minuten etwa 700 Studenten auf dem Markt zusammen und nur der besonnene Widerstand ihrer Führer verhütete ein furchtbares Blutbad. Die Soldaten zogen vom Markt ab und der Aufruhr war zu Ende. (Fortsetzung folgt.) erhalten wird, in Dar-eS-Salam entschieden. Hebet die Schröder zur Last gelegten Berbrechen, rott über die Be- I gründung des Urtheils werden nähere Nachrichten mit dem nächsten fälligen ReichSpost-Dampfer erwartet. J Berlin, 3. August. Aus Wilhelmshaven wird gemeldet, daß Bice-Admiral Ballots feinen Abschied genommen hat 1 unb an seiner Stelle Vice-Admiral Karcher zum Chef der Marinestation der Nordsee ernannt worden ist. Berlin, 3. August. Der „Post" zufolge hat Contre- Admiral Tirpis bereits feit einigen Tagen die gerettete Mannschaft des „Iltis" vernommen, da er mit dem Flaggschiff der Kreuzer-Divifion „Kaiser" wenige Tage nach der Strandung des „Iltis" an der Unfallstelle erschien. Berlin. 3. August. Wie die „Doff. Ztg. schreibt, bereitet ein Cabelbrtef der Chicagoer Zeitung „Der Westen vom Sonntag den 19. Juli auf einen neuen Colonial- Scandal vor, der diesmal in noch höhere Stellungen hinaufgreift, als diejenigen waren, in der sich Leist, Wehlan und PeterS befanden. Ankläger soll ein früherer Bice- gouverneur und wiederum der Journalist Giesebrecht sein. Das Beweismaterial soll so gewichtig sein, daß eine amtliche Untersuchung unvermeidlich sein wird. Der betreffende Colonialbeamte wird schrecklicher Grausamkeiten gegen mann« liebe und weibliche Eingeborene, niedriger AuSschweisungeu und anrüchiger Finanz Speculationen beschuldigt. Weiteres Beweismaterial werde dem Reichstage in Gestalt einer Interpellation der Regierung vorgelegt werden, sobald er wieder zusammentritt. Berlin, 3. August. DaS Centralcomitv der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz erläßt einen Aufruf für eine Sammlung zum Besten der durch den Untergang des „Illis" in Trauer und Leid versetzten Familien. Grünberg i Schl., 3. August. Ein wolkenbruchartiger Regen hat hier großen Schaden angerichtet. Viele Fabriken mußten die Arbeit etnstellen, da die unteren Räume unter Wasser stehen. Frankfurt a. M., 3. August. DaS nächste deutsche SangerbundeSfest wird, einer Meldung der „Frkf. Ztg." I aus Stuttgart zufolge, in Graz ftsttfinden. Jena, 3. August. Die Saale ist aus den Ufern getreten. In Greiz ist eine große Ueberfchwemmung entstanden. I DaS Waffer stand l‘/2 Meter hoch. Leipzig, 3. August. Hier verlautet, daß in der zweiten Hälfte dieses Monats in der Gegend von Wurzen Uebungen einer combinirten Cavalletie«Divifion, bestehend auß sächsischen und preußischen Truppen, stattfinden sollen. München, 3. August. Der Wien et Bür g etme ift e t Dr. Lueger, welcher dieser Tage hier eintreffen wird, wird seitens seiner Parteigenoffen in einer vierspännigen Gala- Equipage vom Ostbahnhofe abgeholt und unter Ovationen in das fkstlich becortrte Hotel „Deutscher Kaiser" geleitet werben. | Stuttgart, 3. August. Fünfte« deutsches Sänger- bundes fest. Gestern Vormittag 10 Uhr begann unter Anwesenheit be« KönigSpaareS unb Angehörigen beS König«- Hauses bie erste Hauptaufführung. Eröffnet würbe dieselbe mit Beethoven« „Die Ehre GolteS in der Natur". Lauter Beifall loh te bie Leistungen ber Sänger. Der König selbst spendete lebhaften Beifall. Der Borfitzenbe bes AuSschuffe« de« deutschen Sä gerbunbe«, Herr Hermann Beckh-Nürnberg, hielt sodann eine begeistert angenommene Ansprache, in ber er bie deutschen Sänger unb ben beutichen Gesang feierte. Er schloß mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm II. unb König Wilhelm II., baß mit unbeschreiblichem EnthufiaßmuS ausgenommen würbe. Alßbann würben bie Gesangsvortrage fortgesetzt, von bene« jeder einzelne mit lebhaftem Beifall ausgenommen würbe. Nachmittag« gegen 3 Uhr wurde mit der Aufstellung be« Festzugeß begonnen unb nach 4 Uhr setzte sich berselbe in Bewegung. Der Zug bestand auß 7 Gruppen. 975 Vereine mit über 12000 Sängern unb 580 Fahnen nahmen an demselben Theil. Da« nach Tausenden zählende Publikum, welches Spalier bildete, begrüßte die Sänger mit Hochrufen, bie von diesen begeistert erwidert wurde«. Der Zug, in welchem sieben Festwagen untergebracht waren, bot ein glänzendes Bild. Da« Königspaar und die Mitglieder de« Königlichen Hause« betrachteten sich den Zug vom rechten Flügel de« RefidenzschloffeS auß. Wien. 3. August. Zw et gefährliche Einbrecher unternahmen gestern Nacht einen Fluchtversuch auß der Strafanstalt des Wiener Landeßgerichts. Sie waren von ihrer Zelle auß in ben HeizungScanal etngebrungen unb von bort auß in ben SchwurgerichtSfaal gelangt, woselbst man sie wieder festnahm. Prag, 3. August. Der Perlmutterwaaren-Fabrikant Stroer'in Graßlitz wurde durch einen entlaßenen Arbeiter mittelst Revolverschüffen schwerverwundet. Der Revolver- I Held wurde festgenommen. «... . ...... 1 Cebenbarg, 3. August. Auf dem Plattensee richtete ; ein Orkan arge Verheerungen an ber Aacht Alm a an. ! Währenb ber Fahrt würbe bie Yacht inmuten beß Seeß vom Sturme erfaßt und schwebte eine halbe Stunbe lang tn größter Gefahr. Der Rettungskahn würbe von Bord ge- rissen unb verschwand in den Wellen, ber Sohn beß Yacht- I Eigenthümerß sowie ein Matrose würben von Sturzwellen erfaßt unb fielen in bie See. Der erstere wurde gerettet, während der letztere ertrank. Triest, 3. August. Hier ging gestern Nacht etn schwere« Unwetter nieder unb richtete erheblichen Schaden an. I Ein großer Theil ber Stadt wurde durch eine Springfluth überschwemmt. , I Rom, 3. August. Bei dem Empfange der Comitv- I Mitglieder deß im September in Trient tagenden Anti- freimaurercongresseß bezeichnete es der Papst als eine I gute Vorbedeutung, daß der Congreß an einem Orte ab- gehalten werde, wo die Kirche nur Kräfte zum Kampf gegen den Unglauben sammelte. Der heilige Stuhl werde Alles aufbteten, daß ber Congreß einen glänzenben Verlauf nehme. Brüffel, 3. August. Gestern fanben in Belgien die I Stichwahlen für 68 Mandate der Provinztalrathe statt. In Mecheln siegten die Katholiken gegen die Liberalen mit 500 Stimmen Mehrheit. In ben meisten anberen Beznken siegten bie Liberalen ober Sozialdemokraten, da diese Par- I reien sich entweder offen oder stillschweigend gegen die Katho- I lifen verbündet hatten. Die clericale-liberale Concentration, I welche von mehreren Seiten gegen die Sozialdemokraten empfohlen worden war, ist nicht zu Stande gekommen. In Lüttich siegte ber Sozialbemokrat Bregre gegen ben katho- tischen UniverfikätSprofeffor Framcolle. Pari«, 3. August. Wie von offiziöser Seite verlautet, bauern die Unterhandlungen betreffend dte Reise des Craren- paar« nach Frankreich fort, doch ist noch nichts definitive« bestimmt. Alle bisherigen Blättermeldungen beruhen auf 1 I Combination. ...... Loudon, 3. August. ©ämmtücbe nicht sozialistischen Blätter erklären, baß ber sozialiftfiche Congreß ein noch nie I bagcwesenes Fiasko gemacht habe. Dieses klägliche Resultat werbe besonder« ben Fortschrittsparteien aller Länder zu I Gute kommen. Ache«, 3. August. Hier herrscht große Aufregung I infolge beß GerÜchtß, bas Cabinet habe bemisfionirt, weil I der König strikte Neutralität anbefohlen habe. Demonstra- I twnen werben befürchtet. Konstantinopel, 3. August. Infolge ber Beschlagnahme I compromittirenber politischer Schriftstücke würbe baß armenische Journal „Hairenik" suspenbirt. Der Chefrebacteur I des Blattes, Schalmazar, würbe verhaftet. Berlin, 4. August. Die Thorner Lanbeßverraths-Affaire liegt, wie bie „StaatSb.-Ztg." hört, sehr viel ernster, als es nach ben ersten Meldungen den Anschein hatte. Bon ben I verhafteten Personen, unter benen sich bekanntlich zwei Unter» 1 offiziere befinben, sei biß jetzt Niemanb freigelaffen worben. I Eß könne auch nach Lage ber Sache von ber Freilassung I irgenb eines ber Angeklagten keine Rebe sein. Die An- gelegenheik sei bereits beim Ober-Reichßanwalt anhängig I gemacht. Sobalb bie Untersuchung in Thorn abgeschlossen ist, wa« in etwa 14 Tagen ber Fall sein bürste, erfolgt die I Uebersührung ber Angeklagten nach Leipzig, wo sie sich vor dem Reicksgericht wegen L anb e s v er r a th zu verant- I Worten Haden werbe«. Lerlia, 4. August. Daß „Berliner Tageblatt meldet I auß Amsterdam: Namen« ber holländischen Socialbemokratie I veröffentlicht Dan eia einen Protest gegen ben Lon- Iboner Socialistencong reß unb stellt bie Abhaltung eines neuen, wirklich revolutionären Congreffes in Aussicht. Königsberg, 4. August. Die Gesammtzahl ber an I Hitzs chlag Verstorbenen beträgt jetzt 23. Auch auß ber I Provinz werden zahlreiche Todesfälle gemeldet. Triest, 4. August. Der „Piccolo" erfährt auß Rom, I die Mächte hätten die Blockade CretaS befchloffen, um I die Waffen- unb Munition Sendungen bes cretenfischen Auf- I stand«-Comitas in Athen nach Creta zu verhindern. Paris, 4. August. Der beutfche Marine-Attachs hat im I Auftrage beß Kaiserß tn Havre bem Präfibenten Saure I für bie Teilnahme am Untergänge beß „Jltiß" gebankt. Paris, 4. August. Eine von Brüffel hierher abgegangene Banksendung, enthaltend russische, österreichische unb un- : I garische Staats-Obligationen, ist abhanben gekommen. - I Der Diebstahl würbe auf bem hiesigen Norbdahnhofe entdeckt. I Der Thäter ist bisher nicht ermittelt. __________________ CocaU» unb Gießen, ben 4. August. •* In SleinS Garten wird morgen Mittwoch Abend bie ungarische Capelle VilmoS Bubai coucertiren, nachbem dieselbe in Frankfurt mit großem Beifall mehrere Tage tm „Scheffelgarten" concertirt hatte, sowie in Bad Homburg die Ehre hatte vor bem Prinzen von Wales zu spielen unb in Hanau im „Deutschen HauS" vor einem ausgesuchten Publikum ein Concert gab, welches großen Beifall fand. Die Capelle wirb in den nä&ften Tagen vor bem Canbgrafen von Hessen unb auf befonbeten Befehl hin auch vor Ihrer Majestät ber Kaiserin Friebrich concertiren. Alsbann tritt bie Capelle, in welcher sich vier Compomsten befiaben, eine Kunstreise durch sämmtliche deutsche Badeorte an, um später sich nach Frankreich und England zu begeben. ES sei deshalb ganz besonder« auf diesen Kunstgenuß ungarischer Originalmufik aufmerksam gemacht. •• Batterietag ES steht nunmehr fest, daß, wie früher an dieser Stelle schon mitgetheilt ist, ber geplante Batterie- tag ehemaliger Angehöriger ber Großherzog, lich Hessischen reitenden Batterie (die Jahrgange 1848 bi« 1871 umfassend) an einem noch näher zn beßtm» wenden Termin, wahrscheinlich Sonntag, 18. October l. I., zu Darmstadt stattfinden wird. Viele geladene Kameraden haben bereit« ihre Theilnabme zugesagt, Von anderen wird solche« noch erwartet. Aber auch viele Einladungen kommen mit dem Vermerk „unbestellbar" zurück und -rg-ht deSh^ an alle ehemaligen Kameraden, die dtese Zeilen zu Gesicht bekommen unb an der geplanten Feier theilzunehmen wünschen, bie freunbliche Bitte, sich innerhalb vier Wochen anmelde» zu wollen. Anmeldungen nimmt Herr Kammercanzlist C. Hetzel zu Darmstadt entgegen. \ Befihwechsel. Zur Erbauung deS evangelischen Schwesternhauses hat der Verein für Krankenpflege in der Moltkestraße zwei von den Petri scheu Bauplätzen zum Preise von 10 Mark pro Quadratmeter •• Ruderfport. Das MeisterfchaStSrudern von Deutschland, daS am 16. August zu Hamburg zum Au«, trag kommt, hat Solgenbe sechs Meldungen Pfunden: K e- bahn-Bremen, SommerSeld - Danzig, Franz Jentsch -Stettin, Sommerkewp-Hamburg, Trendel unb Küttner-Berlin. Der auösichtSvollste Bewerber dürfte der Bremer Klebahn fe«- Fußball-Match. Unsere gestrige Notiz über baß Wett, spiel am Samßtag Abenb ist bezüglich beß Resultat« dahin zu berichtigen, baß eß heißen muß: Marburg 7, Gießer» 0 Goalß. _ ,, . ♦♦ Militärische Uebungen der Lehrer. Zahlreiche jungt Lehrer auß bem Bereiche beß 11. Armeccorpß wurden neuer: dings auS den 15 August zur Absolvirung ihrer zehnwöchigen Militärpflicht einberufen. Diese erste Uebung erfolgt, wie die „N. Heff. Dolksbl." melden, beim 116. Regiment zn Gießen. _ A _ Kriegergräber und Denkmäler bei Metz. Am 9. August Dormittagß findet die feierliche Einweihung eineß oom Verein ehemaliger Achtundvierziger in Berlin auf bem Schlachtfelde von Vionville errichteten Denkmalß statte i Am 15. August wirb bie Vereinigung zur Schmückung und fortbautrnben Erhaltung ber Kriegergräber und Denkmäler bei Metz sämmtliche Kriegergräber unb Denkmäler in weitem Umkreise von Metz schmücken unb herauf Nachmittag« 4 Uhr in der Schlucht bet Gravelotte bie übliche allgemeine Gebend- feier abhalten. Eß wird ersucht, etwaige Beiträge zur Schmückung, unb zwar Kränze an ben Vorstand genannter Vereinigung, Gelber an ben Schatzmeister Jonaß in Metz zu senben. Die im Commiffionßvcrlage von G. Scriba in Metz erschienene Gebenkschrift über die 25jährige @rtnnerungß- feier ber Siege bei Metz fanb so lebhaften Absatz, baß z. Zt. eine zweite Auflage vorbereitet wirb. Diese, allen vorjährigen Besuchern von Metz zu empfehlende Gebenkschrift kann für 1 Mark durch alle Buchhandlungen bezogen werden. Durch den Vorstand ber Vereinigung zur Schmückung ber Krieger- gräber bei Metz erfolgt Versandt gegen Ersatz von Mk. 1.10 I ober gegen Nachnahme; Vereine erhalten bei Bezug von zehn I Exemplaren unb mehr 25 pCt. Rabatt. (Um Nachdruck wird I gebeten.) ______________ -o- «u8 der Wetterau, Anfang August. Wenn man gegenwärtig die Fluren ber wegen ihrer Fruchtbarkeit viel» I gepriesenen Wetterau burchwanbert, so wirb dem beobachtenden Blicke nicht entgehen, baß fick in diesem Jahre neben reichem I Segen auch recht empfindlicher Mangel breit macht. Während nämlich unsere Getreidefelder einen vielfältigen Ertrag aufweisen unb auch die verschiedensten Hackfrüchte durchschnittlich recht gut gerathen find, ist auf den Wiesen und Kleeäckern infolge ber öoraußgegangenen fast ununterbrochen regenlosen Zeit eine unangenehm auffallende Dürre zu bemerken. Daß Graß ber Wiesen ist thatsächlich noch so I kurz, baß man meinen könnte, man beftabe sich eben in der Zeit unmittelbar nach ber Heuernte- nur einzelne Dolde»- gewächse, sowie Wegerich, Wiesenknopf und einige andere Pflanze« ragen hervor, so daß auf eine Grummeternte wohl I kaum zu rechnen fein türfte. Einen ähnlichen Einbrock machen die Kleeäcker. Der Roth, ober deutsche Klee ist nach I bem ersten Schnitt fast ganz außgebHebcn unb nur dem an haltenden kräftigen Regen der letzten Julitage ist eß zu Der- I danken, daß jetzt wenigstenß noch einige, wenn auch geringe Außsichten auf einen zweiten Schnitt vorhanden find. Die I Luzerne, der sogenannte ewige Klee, natürlich liefert infolge der tief tn die Erde bringenden Wurzeln auch in diesem I trockenen Jahre Immer noch einen genügenden Ertrag an Futter. Maß endlich bie heurige Obsternte in hiesiger I Gegend betrifft, so kann dieselbe nur alß eine sehr mäßige bezeichnet werden. Viele Obstbäume stehen vollständig leer da und die Aepselweintrinker werden die Nachricht nicht- sehr freudig begrüßen, daß auch bie bteSjährigen ffietterauer I Aepfel reckt spärlich außfaQen. n. Utphe, 3. August. Am vorigen Sonntag hielt $>en Landwirthschaftßlehrer Reichest am hiesigen Orte vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft einen Vortrag über ben Obstbau. In bemfelben verbreitete er sich ausführlich über ben Werth beßfelben im Allgemeinen und zeigte und nannte bie Aepfel- unb Birnsorten, welche sich, wie eint langjährige Erfahrung gezeigt, für untere Gegend zum Anbau am besten eignen. Auch betonte er, daß eß von großem Nutzen für bie Producenten fei, nicht vielerlei, sondern mig' lichft eine Sorte zu ziehen, weil dadurch eine größere Nachfrage am Orte entstehe und der Verkäufer einen höheren Preis erziele. Den höchsten Preiß für unser Obst zu er I langen sei jedoch nur bann möglich, wenn man sich mit der Berkaufßstelle beß Obstbauvereins in Verbinbung setze. Zu» Schluffe folgten noch practische Winke über bie Verwerthuog beß Obsteß im Haushalte, woran« hervorging, daß man sich bei richtiger Verwendung beßfelben manchen Genuß verschaffen unb habet doch Geld iparen könne. Rodheim bei Nidda, 2. August. Don schweren Schi^' salen ist dte Familie beß Landwirth« Koch hier seit Jahre«' I frist heimgesucht worden. Gegen Weihnachten starb ein zeh>' I jähriges Mädchen rasch hinweg, die Mutter erkrankte unr . m °»"T ein -alt: ® t,6 ft'® Mittags- St tn«» M1 • ,(ifgm *■ ' ‘*B3“"' ® ■*”***„ ’ „it ®««i JTl. «* 116 ® 18 " Li I« 3^"'? SZ -tot äonälft «it» Das »M »izm-toi »«P»‘«- mW» t)im i->>°tol° ” »ttwi'bt, mie-n IW fei«. in Htildroon am non bem ftupferbruder kn eß erfunben Hai, feoommen. Eigenthürn tlt bie SegrÜnbung dich liaetett; wÄn Euch, I rii Karl. Wenn man v-or Ällem, um einem ö । 9tötWfit h'er "rtcnfriilfian, ber fd)m ! "umtrn. Wir baben, fi fest gegründet unb sehen ‘•.anttn wa\txt Mn, uv ■.un Turun^ ',®ir auf Aeußerüchieiie Dann werbe ich Dir sag -reden Dir in Gesahr k Du ein Turner bist, bi wie in allem: der — unb so will ich Euc Frisch, h DaS An DaS ist JahnS A Deutschlands Jungen g -in seinen vier Ansangs :vier F, ich habe sie z : bann daß deutsche Rn !gleiche Rrah, gleiche g «s ist baß Cieretf über, ■Menb, nehmtS wie Jh Aergeht nur nicht, daß '»ine darüber. Ich -bessert» kenne, nehmt» 16 fcal Zeichen der Di ^eten tztrhanblung l °°i P einer etn indem ber M •' »l't enenfm, bl ’P» Kto uw . »ich t-4- n, 2,108 zi:" ‘totota eJ? 8«l ötubente Mj, fre ‘‘»Mi.. ® blt ® StS**. ■"1,1 Ho, frisches Herzgeblüte, Eta No Nb st it, ntlbQ Rlü schst ' uvl lt'Ich» itmttti e iungt neuen tnödjljd teil ment zr '-AvM :ne6 von iuf der S statt angnn) entmalti i weiter )8 4 Uh ! Gedead rage j» zenavnil! । in Mi; Scriba ii merungl >°h n\W kann fr i. Dmt f Kriege Mk. 1.1 von zö )rud tw> t voi n Aul : Klt Stettin • Dei n jw. 5 Weil, Siehe, Eule und daß Schwert beigcsügt. In verschiedenen Sprachen finden wir ehre Bedeutung also wtedergegeben: Französisch: kraue, frais, fier, fort; Englisch: frank, fresh, frisk, free; Niederländisch : vroed, vrank, vrij, vromm; Spanisch: franco, fresco, firme, fuerte, Italienisch: franco, fresco, flero, forte; Schwedisch: frisk, from, freidij, fri, Portu- giestsch: franco, fresco, fero, forte. Wie sich nach dem Bor- stehenden der Turner eine Form ersann, auswählte und znrechelegte, die seinem Gedankengange entsprach und sein Gemüttr eiiüHu, so möge der Turnerschast, zumal der deutschen, für alle Zett, zugleich in der Erinnerung an daS Entstehen ihres Zeichens, bewahrt bleiben Stilbn zu versorgen. Boa der Bergstraße wird ein heiteres Stückchen Ein Beamter zu H. hält in seiner Familie mit SStrenge darauf, daß beim gemeinschaftlichen Esten sich die Rjüber, wie die Schüler des Weltweisen Pythagoras, tm Zweigen üben. Schüchtern bittet nun der kleine Emil Mein Beginn des Mittagsmahles den gestrengen Papa um MU Eclaubniß, etwas sagen zu dürfen, wird aber barsch ab- Diesen. Erst nach beendeter Mahlzeit fragt der Papa nach Oimlie Begehr. Dieser platzt nun erleichtert heraus, er habe nnr darauf aufmerksam machen wollen, daß in einem Zimmer riet WafferleitungSkrahnen offen stehe und daS Waffer aus- fhüme. Tableau! Alzey 31. Juli. Schon seit längerer Zeit trägt sich Uar hiesige G e w e r b e v e r e in mit der Idee, eine Allge- i Ntlre Gewerbe-Ausstellung tu unserer Stadt zu veranstalten, «an ist nun mit Energie dem Gedanken näher getreten, mb im Schoße des Vereins wurde dann befchloffen, besagte 'Rnöstellung im Jahre 1897 inS Werk zu setzen. Zn diesem Behufe sand bereits eine Generalversammlung deS Vereins itott. — Zunächst wird man Über „Geschäftsordnung" und ^rbeitsvertheilung" verhandeln. Senn m: nkeit vii ibadjitck en reich» -it mcj! lielfSlch! ftodfrüt >en $k|ü t nnuniii1 nbe thn ich°-chl° iber it bv ne Dvibt iige mbt tritt w । Sinbni et iss it betn $ es zu tt ud) find. I fett Wi । in Etm«' in N W ■* Ifta*'1 st nid)t-'c ffiettw1 sich nicht mehr recht erholen, und nun kam dieser Tage I Nachricht, daß ein Sohn, Soldat im 115. Regiment, . bnttn Baden im Woog ertrunken sei. Die Mutter, der daS Deügramm auf der Straße etugehäudigt wurde, brach I aitinetib zusammen und kann sich nicht fasten. Auch der | 10ater erkrankte durch den Schrecken; derselbe hat noch fünf I Vevtznischte». ♦ Wiesbaden, 3. August. In der Nacht vom SamStag auf Sonntag wurde der 25 Jahre alte Tagelöhner Holt- | mann nach einem voraufgegangenen Streit vor der Maria- Hilfkirche erstochen. Drei der That verdächtige Brüder I find verhaftet. • Kreuznach, 2. August. Zum Curdirector ist der Major a. D. und Bürgermeister Geißler in Laasphe an I der Lahn gewählt worden. * Saalfeld, 3. August. Wegen Dammunterfpülung zwifchen Wöhlsdorf und Blankenburg in Thüringen werden I die Perfonenzüge nach Arnstadt über Schwarza-Blankenburg befördert. Die Dauer der Störung wird 18 Stunden betragen. ♦ Hamburg, 3. August. Gegen V/2 Uhr Nachts ging das Pferd einer Droschke durch, die einen Herrn und eine Dame von e-nent Helgoländer Dampser abgeholt hatte. Bei Steinhoest wurde der Wagen in die Elbe geschleudert und | beide Insassen ertranken. Der Kutscher wurde gerettet, erlitt jedoch einen doppelten Beinbruch. Die Ertrunkenen find Ignaz PereleS nebst Frau aus Prag. ♦ Nürnberg, 3. August. Lothar v. Faber hat der Stadt an 2 Mill. Mark für Verschönerungszwecke vermacht. * Coucurs-Statistik. Nach dem jüngst erschienenen statistischen Jahrbuche für das Deutsche Reich wurden im Jahre 1895 6333 Concurse eröffnet. Dieser Zahl find die 661 Fälle I hinzuzurechnen, in denen der Antrag auf ConcurSeröffnung wegen Mangels einer die Kosten des Verfahrens deckenden Concursmaffe abgelehnt wurde. Im Ganzen find sonach 6994 ConcurSfälle zur amtlichen Kenntntß gelaugt. Im Verhältniffe zur Einwohnerzahl gestaltet fich die Häufigkeit der Concurse derart, daß im ganzen Reich auf 100,000 Ein- I wohner 13,5 Concurse entfallen. Bei den 3770 durch Schluß" vertheilung beendeten Eoncurfen erhielten die Gläubiger in 183 Fällen gar nichts, in 540 Fällen weniger als 5 pCt. I ihrer nicht bevorrech igten Forderungen, in 635 Fällen 5 bis I unter 10 pCt. und tn 606 Fällen 10 bis unter 15 PCt. legeutlich fragt, wohin fie reifen will. „Zu nuferem Arzt, auf die Station X.M Sie nannte eine sehr entfernte Station. „Bist Du krank?" fragte fie der Nachbar. „Ach nein, ich bin nicht krank — — ich wollte schon lieber, ich wäre tobt — — sieh hier, was ich mit mir sühre." Und dabet läßt fie den Mann verstohlen einen Einblick in den Sack thuu. Er birgt drei Kinderleichen! „Ich kann fie nicht beerdigen ohne den Todteugräber und der Arzt wohnt so weit! In einen Sarg kann ich fie nicht legen, da mühte man einen besonderen Wagen einftellen laffen und bezahlen — wie soll ich das machen?" „Sind Sie getauft?" fragte der Kleinbürger. „Ja, getauft sind fie, aber sie sterben eins nach dem anderen, fast immer wegen der Milch, der sauer gewordenen Milch." „Haft Du fie alle drei in Pflege gehabt?" — „Nicht doch! Aber es kann doch nicht jede ihr Kind darbringen. DaS wäre viel zu theuer. So fahre ich adern und bezahle nur eine Fahrkarte und die Nachbarinnen haben mir ihre Tobten mitgegeben!" . . . * Rheinheffischer Durst «ud Appetit. Die unter der SPitzmarke „Pfälzer Durst und Pfälzer Appetit" in der „Franks. Zig." gebrachten erheiternden Mitlheilungen riesen i in mir eine Summe von Jugenderinnerungen wach, welche sich aus dem gleichen Gebiete bewegen und die beweisen, daß neben den Psälzern auch ihre Nachbarn, die Rheinhessen, in der Vorliebe zum Wein jenen nicht vachstehen und nach- ftanden. In einer rheinhesfischen Stadt lebte ein angesehener Patrizier, der nie Waffer in den Mund nahm, auch die all- morgendliche Reinigung deffelben besorgte er mit Wein. In der Nacht hatte er unter dem Bette ein Gesäß stehen, welche» I eine verzweifelte Aehnlichkeit mit dem Requisit hatte, daS I man fast in jedem Schlafzimmer findet, welches aber unsere I europäische Prüderie zu nennen verbietet. DaS Gesäß war I für den „Dorfcht" zu nachtschlafender Zeit bis zum Rande mit Wein gefüllt, und es war keiner vom schlechten. | Der Mann bekam auf seine alten Tage die Wassersucht; daS I wollte ihm gar nicht in den Kopf, und eS veranlaßte ihn dies zu einer nicht sehr schmeichelhaften Aeußerung über die I Aerzte, die ihm weiSmachen wollten, er, der nie einen I Tropfen Waffer getrunken, leide an der Wassersucht. Dennoch hatten die Aerzte Recht: er erlag dieser unlogischen Krank- I heit. — In derselben Stadt wohnte ein Mann, der gleich I stark im Essen wie im Trinken war. Einst wettete er mit I seinen Zechbrüdern, er würde sieben Pfund Kalbsleifch I zum Frühstück effen. Um ihm die Sache zu erleichtern, ließ man ihm die Portion in Form von „Eingemachtem" vor- I setzen. Als er mit der riesigen Schüffel nahezu zu Ende I war und fich anschickte, die Sauce noch mit Brod au»- I zutunken, Hub er an: „Jetzt macht emol, daß der Kalb»- | brote reinkummt, deß war nit ausgemacht, daß ich detz noch I vorher effe müßt",- er war offenbar der Meinung, da» „Eingemachte" solle eine appetitreizende Vorspeise sein, so I etwa wie Caviar oder Sardellen. — An der oberen I Haardt verkehrte ich in einer Familie, bei welcher zum I ersten Frühstück nur Wein in den bekannten hohen irdenen Mtlchhäsen auf dem Tische stand; Männer und Frauen sprachen dem Trünke gleich fleißig zu, ein hochwürdiger Herr, der zur Familie gehörte und bisweilen zum Frühstück er- schien, war auch kein Verächter der guten GotteSgabe. Ich bewunderte stets den auf den Wein übertragenen „ata* demifchen Zug". — In Rheinhessen stellte frühe* Bingen die trinkbarsten Männer, ob dem noch so ist, weiß ich nicht. Die „Fliegenden Blätter" brachten darüber vor vielen Jahren eine gelungene Erzählung mit den entsprechenden Illustrationen. Ein Engländer hatte von dem Ruse der Binger gehört und er beschloß, sich mit einem von ihnen zu meffen. Man brachte ihm einen eingeborenen Werftarbeiter und daS Turnier begann. Beim letzten Bilde liegt der Engländer unterm Tisch, der Binger aber fitzt unbeweglich vor seinem gerippten Schoppen und ruft dem Kellner zu: „Schorsch, bring mer nochso'nEnglänner." ♦ Ewig jugendlich. Journalist (eine Künstlerin aus- fragend): Sie find einundzwanzig Jahr alt, mein Fräulein? — Künstlerin: Ganz richtig — aber woher wissen Sie das? — Journalist : DaS steht ja schon in meinem letzten Bericht, den ich vor fünf Jahren über Sie brachte. Frisch, fromm, froh, frei, DaS Andere Gott befohlen feil DaS ist JahnS Wort, waS grün bleiben wird, so lang I Deutschlands Jungen grün bleiben werden. Diesen Spruch in feinen vier Anfangsbuchstaben hab ich zusammengeftellt tu Ute F, ich habe fie zu einem Zeichen vereinigt, fie bilden bona daS deutsche Kreuz, fie bilden wie die Turnttschast Weiche Kraft, gleiche Form und Stärke nach allen Seiten, ui ist das Viereck Überall gleich stark, fest in den vier Ecken I tbenb, nehmtS wie Ihr wollt, eS ist daS F au« dem Ffi. Hiraeßt nur nicht, daß eS auch daS Christenzeichen ist. Keine I Sorte darüber. Ich fchlagS vor, weil ich kein anderes bkffereS kenne, nehmtS an oder verwerft- kurzer Hans, es st daS Zeichen der Darmstädter Gemeinde." — Bei der weiteren Verhandlung über diesen Gegenstand kam eS da- »als noch zu einer erregten, leidenschaftlichen Auseinander- I lisuag, indem der Mannheimer Advocat Dr. Eller un- I kbtoflte Verwerfung deS Zeichens beantragte, da er zwar turnet, aber kein Christ, und die Zeit des Spruches langst icrüber fei. „Wir sollen wettergehen," rief er aus, „und oiüt an veraltetem Plunder festkleben, wegwerfen, fallen lassen, was heute nicht mehr paffend ist!" Der hochverehrte Sdolf Spieß entgegnete darauf: „Eine Turnerschast, so »ie wir solche begreifen, kann nur im christlichen Sinne be- | .rächtet werden, rein christlich, recht fromm, und jeder kann komm fein und dem Spruche folgen, auch wenn er kein Lbrist ist Und wenn von einem Stifter einer fo edlen Sache ein solcher Kernspruch besteht, so muß dieser heilig ,nb ehrwürdig sein für alle Zeit!" Daraufhin wurde daS «orgeschlagene vierfache F endgiltig angenommen. WaS nun im Turner - Wahlspruch : „Frisch, frei, fröhlich, fromm" betrifft, so galt schon vor Jahrhunderten daS alte Wort deutscher Studenten: Frisch, frei, fröhlich, frumb Ist der Studenten Reichthumb! aber die neuere, glückliche Fassung hat Niemand anders ge- stoffen, als Ludwig Uhland, der echt vaterländisch gefirmte tzrsund deS Turnvaters Jahn. An dieser Stelle sei übrigens b-rrierkt, daß das „fromm" des Turnerspruches mit der kirchlichen Frömmigkeit nichts zu thun hat, sondern „vor- teä-rtS", „ohne Falsch und Scheu" bedeutet, ähnlich wie in btra Ausdrücken „der fromme Schweppermann", „der fromme Landsknecht". Don deutschen Dichtern find die vier f wiederholt besungen worden. Zuweilen ist ihnen noch die kaufte wieder ergänzten. • Russische Findelkinder. Einem traurigen Lose gehen in Rußland häufig die Findelkinder entgegen, wenn fie das Findelhaus, daS fie selbst in musterhafter Pflege hält, zur weiteren Verpflegung in andere Hände gibt. Ein Theil fallt den Engelmacherinnen anheim, die trotz aller Aufsicht der Behörden an der Sterblichkeit der Findelkinder fich eine Einnahmequelle zu schaffen wissen. Nicht viel besser geht eS dem anderen Theile, der von Bauernfrauen im Innern angenommen wird, die den redlichsten Willen für daS Wohl der Kinder haben, bei denen diese aber auch wie die Fliegen sterben, namentlich im Sommer, bei der fürchterlichen Armuth der Bauern und der gänzlichen Unzulänglichkeit ärztlicher Hilfe. Die Frauen erhalten für die Verpflegung der ,/Krous- kinder" für daS ganze Jahr dreißig Rubel also etwa sechzig Mark'. Dafür können fie die Pflege selbstverständlich nicht entfernt bestreiten, aber daS baare Geld, das zumeist in die Kirchspielkasse zur Bezahlung rückständiger Steuern wandert, verlockt die Bäuerinnen zur Ausnahme derarmen Kinder Wie eS dann zugeht, schildert der russische Schriftsteller I Uspenskij, der folgende Geschichte erzählt: An einem glühe heißen Julitage fährt auf der Nicolaibahn in einem Wagen dritter Klasse ein altes Bauernweib, da» einen Sack neben । fich stehen hat. Neben ihr fitzt etn Kleinbürger, der fie ge- te vor 1 übet a* z-igt- < -h, < ;pb von fltc' iond-r^ inen 1F Obsti . fi» "**; bo61°, AM ' -.i Ä Das vierfache F M allgemeine Zeichen der Turner, der Schmuck aller !«n>ekischen Wappen, Wahrzeichen und Drucksachen, ist fttzt gttabc sünszig Jahre alt, und da eS Recht in Hohen threa gehalten wtrd, weil eS de» Turner» Sinn glücklich aiebcrfltbt, mögen ihm einige Worte der Erinnerung ge- | albmet sein. ES wurde bei dem ersten deutschen Turnfest, das in Heilbronn am 2. und 3. August 1846 gefeftrt wurde, von dem Kupferdrucker Heinrich Felsing auS Darmstadt, fctt tA erfunden hat, zur Einführung beantragt und an- Btnommen. Eigenthümlich in ihrer Art, derb und bieder, ift die Begründung dieses Antrages, die etwa folgendermaßen lautete: „An Euch, Ihr Warte, an Euch, Ihr Abgeordnete, Bin Wort. Wenn man sich eine Wohnung errichtet, so giltS Vn Allem, um einem Bedürfniß abzuhelfen. Kaum ist aber Saö Nöthigfte hier geschehen, so kommt der angestammte HchöRtheitSfinn, der schmückt und ordnet: so geht« auch unS Lurvern. Wir haben, so'S Gott waltet, unser Turngebäude lest gegründet und sehen es täglich weiter schmücken: so ent- Händen unsere Lieder, unser Gruß, so entsteht auch vielleicht Bin a.llgemetneS Turner-eichen. Ich für meinen Theil geb mt auf Äußerlichkeiten gar sehr wenig. Geh anS Gerath, •bann werde ich Dir sagen, ob Du ein Turner bist, laß einen Vtbe» Dir in Gesahr kommen, und ich werde Dir sagen, ob Du ein Turner bist, da braucht'- kein Zeichen- ober eß ist Ater wie in allem: der Mensch verlangt ein sichtbar Zeichen — and so will ich Euch ein solch Turnerzeichen Vorschlägen: ♦ Impfung mit dem — Revolver. Der Impfzwang wird in TexaS summarischer dnrchgesührt, al- in dem | alternden Europa. Ein Engländer schreibt darüber nach | Hause: „ES interessirt mich sehr, daß bei Euch die Pocken ausgebrochen sind. AIS eS in diesem freien und erleuchteten Laude in einem Städtchen der Fall war, erhielt Jeder den Befehl, fich impfen zu lassen. Wenn welche fich dagegen sträubten, verfuhr man höchst einfach. Ein stämmiger Polizist hielt den Renitenten gegen eine Mauer und ein Anderer hielt ihm während der Impfung einen geladenen Revolver vor. Ich möchte nur, daß bei Euch das Mittel auch an» gewendet würde." So? * Eiue gewisse Aeudertmg in dem Aeußereu vieler Schaufenster hat daS am 1. Juli in Kraft getretene Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb zu Stande gebracht. Wie mit einem Schlage find saft alle Plakate, welche den „AuS- verkauf wegen Geschäftsaufgabe" n. s. w. ankündigten, verschwunden, auch die Ankündigungen, die wegen „Brand- oder Wasserschaden" ganz besonders billige Preise in Aussicht stellten, haben fich oerflüchtet. Die Zahl der Teppiche, die „wegen kleiner Fehler" 50 pCt. weniger kosten sollten, tst sehr heruntergegangen, und Lager von „50,000 Schlafröcken I eristiren überhaupt nicht mehr. Die Auctionen, ConcurS- massen-AuSverkäufe werden ihr Ende wohl auch zum größten Theile erreicht haben, denn beides waren meist unlautere Manöver, um Kunden anzulocken. Namentlich die ConcurS- massen Ausverkäuie hatten fich tn den letzten Jahren vermehrt; es hat Geschäfte gegeben, die fich 365 Tage im Jahre I im „ConcurS" befanden und jeden Abend da» am Tage Der- Verfebr, taub- Steßn», 4. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JC l.°5—1,1°, pr. St. OH, 2 St. 11—12 H, Enteneier 6 H, 2 St. 0 A, eter pr. ©LOO—00 H, Käse pr. St. 5—10 Käfematte pr. ®t34 flFrbien nr Liter 17 Linfen pr. Ltter 28 T«uben pr. Poor JL 0^0 bis 0,80, Hühner pr. Stück 0,90 bt8 1/20, Hahnen pr-Stück 0,60—1,00, Enten pr. Stück 2,00, Gänfe pr 7 00 JL. Weißkraut pr. Stück 0—00 H, Zwiebeln pr. Eentnrr X 4,50—0,00, Mllch pr. Liter 16 A _________________ Witterungsbericht vom S. August. Die Luftdruck-Vertheilung ist noeb immer unregelmäßig. Ein umfangreiches Depressionsgebiet bedeckt den Norden und Osten Europas. Dasselbe weist zwei Eentra aus, ^a^^sten Nord-n und über dem südlichen Theile der Ostsee. Im Südwestm des Erdlheil» iagert relativ niederer Druck. Zwischen di.sen beiden Gebieten niederen Barometerstandes verläuft ein breiter Rucken hohen Druckes vom Haupt-Maximum über Irland in südöstlicher Nutung bis zu den Balkanstaaten. Innerhalb desselben sind ledoch noch kleinere Unregelmäßigkeiten vorhanden, sodaß h^ute wolkiges Wetter herrscht. Die Temperaturen lagen am Morgen über West- und ^u^butschllmd etwas tiefer als gestern, doch find sie im Allgemeinen wenig verändert. Bo«. •». lumprlfufl Ci.r-1-1 KMMaXral. tau 41. Uj.iUU. Stereotypie, Galvanoplastik, Buchbinderei Brühl’sehe Cniversitäts-Bnch- nnd Steindruekerei (Pietsch & Scheyda) Verlag des Giessener Anzeigers 7 Schulstrasse 7 empfiehlt »ich »ar Anfertigung aller Buchdruck-Arbeiten in elegantem Schwan- und Farbendruck. I M. Dampf mann. 6965 Lststhilosophenwaid. Aushftsskellner V gesucht. (7.74; H-inr. Leib. 6. IvermischteAnzeigerLl Backsteinmacher eine Partie, sofort gesucht von 7040 H. Winu, Gießen. 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