' °hnr ben W BZ «4Ä 'M? Ä ,‘l- te* V*« Ä Ä" W! >W Wn brrn 2 ", In btt uni#. „N-« M®, m V3»"* 'l »• S^iUlnj. Fabriken: Mach, Liter. • Medaillen. lenneM ■n ^ten Kutohtäfca und ist das beliebteste ungsmittel für kldnt kranke. irnahrung xhweizermikh. Ernährung !ets zuverlässig. • irnahrang erhütet Erbrechen und das Entwöhnen. ernahrung genommen, ist sehne/ u bereiten. Jahreszeit, in der joA •I für kleine Kinder, 1 lNDLUNGEN. SU Mse, Garte, ^cnö« ne, Festons und $a -dreht), Treppenstufe?^ iminplatten rc., ferne en (solche für Mn ippffl u. f- w. ireiswerth- . jeden Verputz dicht t gerade. filndstnMbM all« '^me M den Schar Kasernen, öffentlichai Reinigung von W ttening. Näheres durch , liediBchbt. t**X*XM ©arltnbauti ist vor im Odß- $ * |n£ X S“*gb{ Ut8 ^f‘ba8 0>B V . beifl^S fe Obst- ! i< ^anbluil J lt ober ®ua,< |5 gjlt, | } KvM Mittwoch den 5. Februar 1896 Nr» 30 1 Meß euer Anzeiger Kenerat-Anzeiger Rebaction, ExpeditioK und Druckerei: K4«tßra^eVr.7. Fernsprecher 51. vierteljähriger AkonnemeutspreiL 1 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog» 2 Mark 50 Psg. Die Gießener Is««tki<»VtSlter werden dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt. Der chießener Anzeiger erscheint täglich, »K Ausnahme dc» MontagS. Amts- und Anzeigeblcrtt fiiv den ICtets Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für d» tzokgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. aitu ... ...----------■ ""r -----"■ .......- -.....-■ = Hrattsöeikage: Gießener Kamikienökätter. All: Nnnoncen-Bureaux deS In- und Auslände» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche»' Theil. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Die in Ober-Mörlen, Kreis Friedberg, s. Z. ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen. Die Sperrmaßregeln sind aufgehoben. Gießen, den 3. Februar 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______________ d. Gagern.__ Bekanntmachung, betreffend: die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums. Der Stadtvorstand zu Alsfeld beabsichtigt mit dem am 27. Juli l. I. daselbst stattfindenden Zuchtviehmarkt eine Berloosung von Vieh und landwirthschaftlichen Geräthen zu verbinden. Großh Ministerium des Innern und der Justiz lat die nachgrsuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Ver- hoosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 4000 Loose, zu 1 Mk. das Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 pCt. des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Zugleich wurde der Vertrieb der Loose in der Provinz Oberhessen gestattet. Gießen, am 3. Februar 1896. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. ________________v. Gaqern.__________________ Bekanntmachung, betreffend die Veranstaltung von Verloosungen innerhalb des Großherzogthums. Der OrtSvorstand zu Schotten beabsichtigt mit dem am 1. Juni L I. zu Schotten stattfindenden Zuchtvieh- und Bulleumarkt eine Berloosung von Vieh, landwirthschaftlichen Maschinen und Gerätheu, sowie Haushaltungsgegenständen zu verbinden. DaS Großh. Ministerium des Innern und der Justiz Feuilleton. Den Krieg hinter der Front 1870/71 hatte bei der Katser-GeburtStagSfeier in der Aula der technischen Hochschule zu Berlin der Rector Prof. vr. Müller zum Gegenstand der Festrede gemacht. Wir entnehmen der im „ReichSanzetger" veröffentlichten Rede Folgendes: „Auch mir sei eß vergönnt, zu Ihnen in dieser Stunde von jenem denkwürdigen Kriege zu reden, — doch nicht von der tobenden Felbschlacht und dem Angriff auf die wehrhafte Festung, — nein, Bilder vom Kriege hinter der Front, vom Kriege am Schienenwege will ich Ihnen entrollen- erzählen will ich von der Thärigkeit jener Eisenbahn-Ingenieure und Pioniere, denen die schwierige Aufgabe zugetheilt war, die vom Feinde zerstörten rückwärtigen Verbindungen der weit vorgeschobenen deutschen Heere wiederherzustellen. Zwar sind eß nur Streiflichter, welche der knappe Rahmen dieses Vortrages bieten kann- sie werden aber, so hoffe ich, genugsam beweisen, daß auch an der Etappenstraße sür Deutschlands Größe gewirkt und gekämpft wurde. Die hervorragende Stellung, welche die Eisenbahnen im Kulturleben unserer Zett sich errungen haben, nehmen sie auch in der heutigen Kriegführung ein und insbesondere stützten sich im deutsch'französischen Kriege die rückwärtigen Verbindungen unserer Heere bei dem Fehlen einer im Bau von Feldbahnen durch lange Friedensarbeit geschulten und gut ausgerüsteten Eisenbahntruppe vorzugsweise auf die bestehenden Eisenbahnlinien. Ihr gesicherter Betrieb war von der höchsten Wichtigkeit für die Verpflegung des Heeres, sür die Nachsendung von Munition, Waffen und Bekleidung, für den schnellen Vorschub geschloffener Truppentheile, für die Zurückbeförderung von Verwundeten, Kranken und Gefangenen. Die einfache Pflicht der Selbsterhaltung gebot daher den Kriegführenden, dem Feinde die Benutzung des Schienenweges zu erschweren. Und mit großem Erfolg geschah dies Seitens unseres zurückweichenden Gegners. Auf wetten Bahnstrecken war Biücke auf Brücke zerstört, stolze Viaducte lagen in Trümmern, Tunnels und Einschnttte waren gesprengt und die nachgestürzten Bergmaffen verlegten dem Sieger den Weg. Noch während der späteren Betriebs- hat die nachgesuchte Erlaubniß zur Veranstaltung dieser Ber- loosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 4000 Loose zu 1 Mk. daß Stück außgegebeu werden dürfen und mindestenß 60pCt. deß Brnttoerlöseß aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind und zugleich den Vertrieb der Loose in der Provinz Oberheffen gestattet. Gießen, den 3. Februar 1896. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen, v. Gagern. Deutscher Reich. Darmstadt, 3. Februar. Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin nebst der Prinzessin Elisabeth reisten gestern Mittag 12 Uhr 12 Mtn. von hier, zunächst nach Frankfurt a. M., ab. Während Seine Königliche Hoheit der Großherzog von dort in Begleitung Sr. Exzellenz des Generals der Infanterie z. D. Obersthofmarschalls v. Westerweller via Köln, Calais nach London weitersuhren, reisten Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin mit der Prinzessin-Tochter für einige Tage nach Gotha, begleitet von Fräulein v. Hanekcn, sowie dem Kammerherrn v. Frankenberg. Steuerte Nachrichten. Depefch« deß Bureau „j^eeß)*. Berlin, 3. Februar. Im hiesigen Börsengebäude fand gestern Mittag eine von etwa 2000 Personen besuchte Protestversammlung gegen daß neue Börsengesetz statt, zu welcher Deputirte aus verschiedenen Städten, darunter Hamburg, Breslau, Leipzig, München, Frankfurt a. M. und Stuttgart erschienen waren. Geheimer Commerzienrath Herz begrüßte im Namen des Berliner Aeltesten-Collegiums die auswärtigen Delegirten. Vom Börsengesetze erwarte er, daß dasselbe den ganzen HavdelSstand beleidigen müßte. Mißstände, die sich Überall fänden, gebe es an der Börse nicht mehr wie bei jedem anderen Handelsstande. Der Di- rector der Bank sür Handel und Industrie, Stadtrath a. D. Kempf-Berlin, bespricht einzelne Theile des Gesetz Entwurfes eingehend, hauptsächlich daß Termin-Register. Durch das ganze Gesetz wehe ein Mißtrauen gegen den Handels- sührung wurden sorgfältig versteckte geladene Erdminen entdeckt. Auf der freien Strecke, namentlich an weit von Ortschaften entfernten Stellen und in Wäldern waren die Schienen auf Längen von mehreren Kilometern beseitigt. In den Bahnhöfen fand sich häufig keine Weiche mehr vor. Die Wafferstationen waren zerstört oder durch Entfernen der Schieber und Ventile und durch Verstopfung schwer zugänglicher Rohrleitungen unbrauchbar gemacht. Sodann gehörte die Vernichtung und gründliche Beschädigung der Eisenbahnwagen und namentlich der Loco- motiven zu den empfindlichsten Störungen, welche dem vordringenden Sieger bei der Inbetriebsetzung einer in seine Gewalt gegebenen Eisenbahnstrecke bereitet worden sind; denn häufig war es ihm nicht möglich, die fehlenden Betriebsmittel aus eigenen Beständen zu beschaffen, weil eine Festung den Zugang zu jener Strecke sperrte oder die Wiederherstellung einer größeren Brücke in einer Zufahrtßlinie Wochen in Anspruch nahm. Zu den technischen Schwierigkeiten aber, erhöht durch einen ausnahmsweise starken Winter, traten die großen Gefahren, die den Bahnlinien durch die zahlreichen mobilen Colonnen und Freischaaren der Franzosen erwuchsen. Selbst Truppenzüge waren vor den Angriffen der Freischaaren nicht sicher. So wurde am 23. December ein Eisen- bahnzug mit dem 2. Bataillon deS 72. Jnfanterie-RegimentS, welches von Chaumont nach NuitS souS RaviöreS befördert werden sollte, zum Entgleisen gebracht — glücklicherweise ohne die Böschung htnabzustürzen — und auS 160 Meter Entfernung von einem Kugelregen empfangen. Das auß Marine-Kanonieren, Mobilgarden und Franktireurs bestehende StreifcorpS hatte sogar die Absicht gehabt, den Zug in die Luft zu sprengen,- fast alle Leute trugen comprimirte Schießbaumwolle im Tornister, ein Feuerwerker führte 30 Gramm Knallqueckfilber bei sich. Nur dem Umstand, daß während einer Rast, die daS Streiscorps in einer Ferme hielt, daß Knallqueckfilber infolge einer Unvorsichtigkeit explodirte, war es zu danken, daß sich die Franzosen mit der Entgleisung begnügten. Sie nahmen die Schienen auf und legten sie kunstgerecht wieder so hin, daß der Locomottvführer die gestörte Stelle nicht sehen konnte. Das preußische Bataillon ging sofort in langer Schützenstand, wogegen sich dieser aufbäumen muffe. Nirgends werde Treue und Glaube höher gehalten als an der Börse. Kühnemann-Stetttn legte die Verschiedenheiten zwischen der Berliner Börse und den Börsen in den Hafenstädten dar. Die Agrarier versprächen sich irrthümlicher Weise von dem Börsengesetz eine Steigerung der Getreidepreise. Indem man die Börse opfere, schädige man die Landwirthschaft. Hein- richsen-Hamburg nannte dasBörsengesctz eine Zwangsjacke, die man sich nicht anlegen lassen dürfe. Pfister-München hielt die Vorlage für ein beschämendes Zeichen des Geistes, welcher jetzt durch unsere Nation wehe. Dirrctor Thorwart- Frankfurt sprach für die Frankfurter Handelskammer. Nach einem Schlußwort des Herrn Herz nahm die Versammlung, welche sämmtliche Reden mit großem Beifall begleitete, eine Resolution einstimmig an, in welcher Verwahrung eingelegt wird gegen die Angriffe auf -den deutschen Kaufmannsstand, welche demselben im Reichstage bei der ersten Lesung der Börsen Vorlage zugefügt worden find. Gegenüber den Bestrebungen, den Handelsstand herabzusetzen in seinem Ansehen und ihm Fesseln anzulegen, wisse sich derselbe eins und lege Verwahrung ein gegen dieses Gesetz, welches die schwersten moralischen und materiellen Schädigungen für den gesammien Handel befürchten lasse. Berlin, 3. Februar. Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig, wird im Auftrage des Kaisers der Beisetzung des Prinzen Heinrich von Battenberg beiwohnen. Berlin, 3. Februar. Die „Kreuzztg." widmet dem aus der conservativen Partei ausgeschiedenen Hosprediger a. D. St öcker in einem Leitartikel freundliche Worte und räumt dar Verdienst desselben um die conservative Partei ein. Sie bemerkt, daß der Austritt Stöckers au8 rein äußerlichen Gründen erfolgt sei. Die „Kreuzztg." meint, daß die Trennung nicht den Krieg nach sich zu ziehen brauche, vielmehr das beste Einvernehmen sehr wohl möglich sei. Wenn es denn sein müsse, bann marschire man getrennt, aber schlage vereint nach wie vor. Nachträgliche Auseinandersetzungen und Vorwürfe wolle man vermeiden, denn man würde damit nur die Geschäfte der Gegner besorgen. Berlin, 3. Februar. Der ehemalige Reichstagsabgeordnete Krug von Nidda erklärt im „Volk", daß die Procedur deS Elfer Ausschusses den Conservativen gegen den Hofprediger linie zum Angriff vor, doch gelang eS den Franzosen — wie fast immer —, im dichten Walde zu entkommen, unter Zurücklassung von 7 Todten und zwölf Gefangenen. Die benachbarte Gemeinde OrgeS wurde in eine Geldstrafe genommen, sie mußte den Wald in einem Abstand von 300 Metern von der Bahn niederlegen und hatte fortan vier angesehene Männer zu stellen, welche die auf der Strecke Chateau-Vilain verkehrenden Züge auf deren Locomotiven als Bürgen begleiten mußten. Dies eine Beispiel möge genügen, die Unsicherheit am Schienenwege zu kennzeichnen. Mit ber Riesenarbeit nun, ein weit verzweigtes Eisenbahnnetz inmitten einer durch ihre Regierung zu Thätlichkeiten aufgestachelten Bevölkerung betriebsfähig zu machen, wurden sechs Feldeisenbahn Abiheilungen (fünf preußische und eine bayerische) betraut, über deren geringe Stärke die folgenden Ziffern deS KriegSverpflegungS-EtatS Auskunft geben mögen. An der Spitze jeder Abtheilung stand ein höherer Eisenbahntechniker, unter ihm 4 höhere und 15 niedere Eisenbahn- Bau- und Betriebsbeamte. Zu jeder Abtheilung gehörte eine Eisenbahn-Compagnie, bestehend auS 4 Offizieren (baruuitr nur ein Jngenieur-Offizier), 75 Pionieren, 100 zur Herstellung des Oberbaues bestimmten Hilfsmannschaften, zu den berufsmäßige Eisenbahnarbeiter gewählt wurden, und lOTrain- solbaten. Die bayerische Abtheilung war etwas stärker und hatte burchweg Ingenieur-Offiziere bei ber Truppe. Die Compagnien waren in ihrem technischen Dienste den Abtheilungs- ChefS unterstellt. Die Stärke der Eisenbahn-Compagnien erwies sich sehr bald als so wenig ausreichend, daß noch mehrere Festungs- Pionier Compagnien, zuletzt 9, und 2 selbstständige Pionier- Detachemenls zu Wiederherstellungsarbeiten und zum Bau von Feldbahnen herangezogeu werden mußten. Sie wurden in technischer Beziehung ebenfalls den Chefs der Feldeifen- bahn-Abtheilungen unterstellt. Diese Compagnien konnten den Besatzungen der deutschen Festungen entnommen werden, da keine derselben zur Belagerung gelangte. Bei größeren Arbeiten wurden französische Werkleute mit herangrzogen. Ihre Löhnung erhielten fie meistens von den zu Kontributionen verpflichteten Gemeinden. (Fortsetzung folgt.) 2040 geführte Neuerung, daß die Bezirksvorsteher in dringenden Fällen Allweisungen aus Naturalien und Essen, ohne vorheriges Benehmen wir der Armendeputarion, geben können, hat sich bewährt. Herr Pfarrer Schlosser nahm aus dem Uebergang der ®e* schäfte auf Herrn Beigeordneten Wolff hierauf Veranlassung, für daS, was der Herr Oberbürgermeister auf dem Gebiere der Armenpflege bisher gethan, mit anerkenneudeu Worten und unter Hinweis auf die günstige Wendung, die die Armen- pflege seit der unter thatkräftiger Arbeit des Herrn Oberbürgermeisters sich vollzogenen Neuorganisation genommen, den wohlverdienten Dank abzustatten, was den Herrn Ober- bürgermeister zu der Erwiderung veranlaßte, daß er das, was er habe thun können, seinem Lehrer in der Armenpflege, den er wohl nicht zu nennen brauche, verdanke- seine Trennung von der Armenpflege selbst werde nur eine äußerliche sein, er werde sich der Sache auch ferner widmen. — Der Bericht über die Leipziger Jahresversammlung des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohlthätigkeit wurde von den Herren Beigeordneten Wolff und Pfarrer Schlosser erstattet. Aus dem Referat des Herrn Beigeordneten Wolff, welches derselbe über die dort verhandelte Frage: „Wie hat die neue Arbeiterverficherung auf die Armenpflege eiogewirkt- Gemeinden angrevzt. Im Uebrigen waren zu beiden au-ge» botenen Jagdbezirken Liebhaber und Mitbieter zugegen, auch ist Herr Major Frh. von Röder zu Diersburg io Darmstadt Theilpächter, und bei der Pachtsumme hat Einsender um netto 100 Mark zu kurz geschaffen, indem dieselbe nicht 390, sondern 490 Mark beträgt. A Main,, 3. Februar. Don dem Maskenball tu daS Gefängniß! Ein Angestellter der hiesigen Obereinnehmerei wurde gestern Morgen, als er eben gerade von einem Maskenball nach Hause gekommen war, verhaftet. Der Betreffende hat aus einer ihm anvertrauten Kaffe 1600 Mk. unterschlagen und in lüderlicher Gesellschaft verjubelt. Der große Aufwand, den der untreue Beamte machte, siel den Collegeu deS letzteren auf und veranlaßten dieselben eine Kaffenrevtsion, welche obiges Manco ergab. — Unterhalb der hiesigen Straßenbrücke wurde gestern die Leiche des Musketiers Erker von dem 117. Infanterieregiment gelandet. Erker ist vor circa 14 Tagen von der Brücke aus in den Rhein gesprungen. Eine zu erwartende Strafe soll das Motiv zu dem Selbstmord gewesen sein. — Die Angelegenheit der Fahrkartenunterschleife will noch immer nicht zur Ruhe kommen und noch fortwährend werden weitere Kreise tu die Untersuchung gezogen. Außer Schaffnern und Zugführern haben sich auch verschtedene Unterbeamte von Zwischenstationen zu verantworten, die beschuldigt werden, den Durchstechereien insofern Vorschub geleistet zu haben, als sie durch gewisse Zeichen die Eonducteure und Zugführer schon vor der Einfahrt in die betreffende Station von der Anwesenheit eines ControlleurS benachrichtigten. In der Spectaldirectiou der LudwigSbahn hat die gegen die Ludwigs- bahnbeamten anhängige Untersuchung noch nachträglich viel Staub aufgewirbelt und zwar um deswillen, weil ein Mitglied der Specialdtrection ohne Wissen der übrigen Mitglieder den Hamburger Polizeiorganen die Erlaubniß zu Nach- sorschunaen auf dem Gebiere der LudwigSbahn ertbeilt bat. <5 1660 29,6 32 15 2210 35 106 29 Adolf Stöcker keinen conservativen Traditionen widerspreche I und er demnach seinen Austritt aus der conservativen Partei, welcher er mehr als 40 Jahre angehörte, erkläre. Berlin, 3. Februar. Der commandirende General des dritten ArmeecorpS, Prinz Friedrich von Hoyeu- zollern ist, wie die „Post" hört, in Genehmigung feines Abschiedsgesuches zur Disposition gestellt worden. DaS „Berl. Tagebl." bemerkt dazu, Prinz von Hohenzolleru sei dnrch das Urtheil, welches da- Rathenower Ehrengericht in der Angelegenheit Kotze fällte, veranlaßt worden, feinen Ab- | schied nachzusuchen. __ Berlin, 3. Februar. Die gestern in München verbreitete Nachricht, Frhr. v. Hammer st ein habe auf seiner Reise nach Berlin München pasfirt, ist unrichtig. BiS jetzt ist noch keine Nachricht eingetroffen, daß Hammerftein die Grenze pasfirt hat. Gestern Vormittag wurde noch mit dem Consul wegen einiger Formalitäten verhandelt. Berlin, 3. Februar. Der „Reichsanz. veröffentlicht heute eine längere Erklärung über die Angelegenheit Brause- wetter, die im Reichstage am SamStag zur Sprache kam und sagt u. A.: LandgerichtSdirector Brausewetter habe noch in der letzten von ihm geleiteten Sitzung am 17. Decbr., wenngleich unter nervöser Anspannung leidend, in voller, geistiger Klarheit und sachlicher Beherrschung deS Stoff- die Berhandlung geführt. Für die Justizverwaltung liege daher kein Anlaß vor, in eine Prüfung der Frage einzutreten, ob und wie bezüglich der unter der Mitwirkung Brausewetters zu Stande gekommenen Strafurtheile Abhilfe zu schaffen sei. Antwerpen, 3. Februar. Mehrere englische Matrosen, welche verdächtig find, bei dem bereits gemeldeten Handgemenge Matrosen des Nordd.Lloyd-DampferS „Preußen dnrch Messerstiche schwer verletzt zu haben, wurden verhaftet. Unter denselben befindet sich auch der Mörder eines deutschen Matrosen. Paris, 3. Februar. DaS nunmehr veröffentlichte Programm über die Reise Faures nach Nizza erwähnt nichts von einer Begegnung des Präsidenten mit dem Kaiser von Oesterreich. „ „ London, 3. Februar. Die „Times" meldet aus Konstantinopel, daß die Nachricht von dem russisch-türkischen Bündniß von der Palast-Partei in die Presse lancirt worden sei, um eine Verständigung der Mächte zu verhindern. Sofia, 4. Februar. DaS von Stoiloff in der Sobranje verlesene Manifest hebt die Schwierigkeiten hervor, welche sich dem Uebertritt des Prinzen Boris ent- gegenstellen. Trotzdem erfolgt der Uebertritt am 14. Februar. Die Proklamation wurde jubelnd begrüßt. _ CocoUs rrird Gießen, 4. Februar 1896. ** Sitzung des Provinzialansfchnffes. SamStag den 8. Februar d. IS., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungsgebäude dahier eine öffentliche Sitzung deS ProvinzialauSschusseS mit folgender Tagesordnung statt: 1. Klage des Rheinischen Landarmenverbandes gegen den Landarmenverband deS Kreises Gießen wegen verweigerter Fürsorge für die geisteskranke Ehefrau des Heinrich Hecker. 2. Klage des OrtSarmenverbandeS Düdelsheim gegen den OrtSarmenverband Lindheim wegen Rückersatz vorgelegter Berpflegungskosten für die Katharine Nagel aus Lindheim. 3. Beanstandung eines GemeinderathsbeschlusseS, betreffend die Erhöhung der Mühlgasse zu Ilbenstadt. 4. Verkauf von fiscalischem Gelände. 5. Kostenfestsetzungsgesuche. 6. KreiSstraßen-Angelegenhetten. *• Schwurgericht. Am 2. März beginnen die Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen. Zum Vorsitzenden ist Herr LandgertchtSrath Seeger ernannt. Es fallen bis jetzt drei Fälle soweit gediehen sein, daß dieselben Eingesandt. X. Gieße«, 4. Februar 1896. zur Aburtheilung gelangen können. •* Die Organe der offenen Armenpflege waren auf gestern Abend zur dritten Jahresversammlung zusammenberufen. Der Vorsitzende, Herr Oberbürgermeister Gnauth, berichtete über die städtische Armenpflege im Jahre 1894/95. Danach find in der Zusammensetzung der Armenpflege belangreiche Personalveränderungen nicht vorgekommen- tief beklagt wurde daS Hinscheiden deS um die Sache sehr verdienten Herrn Patz. WaS die städtische Armenpflege betrifft, so ist dieselbe mit der Anstellung eines besoldeten Beigeordneten in das Ressort desselben, des Herrn D,olff übergegangen, und gab der Vorsitzende der Freude darüber Ausdruck, in Herrn Wolff Ersatz gefunden zu haben. WaS die städtische Armenpflege betrifft, so stieg der Zuschuß der Stadt zu derselben im letzten Jahre von rund 35,000 Mk. auf 38,500 Mk., während der Aufwand für die offene Armenpflege zurückging. Der erhöhte Aufwand in der ftädti- fchen Armenpflege kam zum Ausdruck in dem Mehraufwand für die in Pflege gegebenen Kinder, sowohl der Kinderzahl ' nach, wie in dem erhöhten Zuschuß zu den Kosten für das einzelne Kind, während die geschloffene Armenpflege in erhöhtem Maße in Anspruch genommen wurde durch Mehr- aufnahme von hülfSbedürftigen Personen in daS städtische Hospital, damit aber zugleich entlastet wurde die offene Armenpflege. — Auch der Aufwand für die Zwangserziehung von verwahrlosten Kindern erhöhte sich, jedenfalls bedingt durch Anlegen eines strengeren Maßstabes an die Qualifica- tion des einzelnen Kindes zur Zwangserziehung, und durch die Erkenntniß, daß mit der Zwangserziehung frühzeitig be- gönnen werden müffe, wenn dieselbe noch von Erfolg sein solle. Auch die Mißbräuche in der Inanspruchnahme von Unterstützung waren in den Bereich der Berichterstattung gezogen und gaben besonder- Beranlaffung zum gerichtlichen Einschreiten die Fälle, in denen entweder die Familienhäupter sich der Unterhaltungspflicht entzogen, oder die Unterstützten noch heimliches Vermögen besaßen. Der Vorsitzende drückte den Wunsch au-, daß auch nach dieser Richtung hin die Organe ihres Amtes walten möchten, damit Mißbräuchen in Zukunft , ----Vn entgegengetreten werden könne. Die im vorigen Jahre ein- I trifft wohl nur die zu, daß die Gemarkung an neun «SL, 68 Nti.V M ]ßfiß j * *4 Mber d-rM, fr* 1, JW -l> 2* SrläB m int 1 w* ff. -"L! „i ion Sw » 6iT * Sn«* ’ Friedberg' 1 Der Le .Theatervereir,.* . v Einsender dieser Zetten hat Jahrzehnte lang in der Großstadt gelebt und erst seit vergangenem Winter sein Domicil nach Gießen verlegt. Gleichwohl möge es ihm gcsiattet sein, zu der Stritt! und Antikritik in Sachen des „Modells" ein Wörtletn drein »u reden. Daß die Leitung des TheaieroereinS in der Wahl bet Operette einen Fehlgriff gethan hat, unterliegt keinem Zweifel. Allein dieser Fehlgriff ist einmal entschuldbar, wenn man in Betracht zieht, daß das nachgelassene Werk Suppös in Wien und anderen Großstädten zur erfolgreichen Darstellung gelangt ist, ferner wenn man berücksichtigt, daß der Vorstand des TheatervereinS sich, wie angenommen werden muß, im guten Glauben befand, es handle sich um eine Operette desselben Meisters ©uppu, der uns „Fatinitza" und „Boccaccio" geschenkt hat und dessen Volkslied „O, Du mein Oesterreich" in allen patriotischen Herzen an der Donau widerhallt. Die Direction des RestdenzlheaterS zu Wiesbaden häitc besser daran gethan, dem Geschmack des Gießener Publikums mehr Rechnung zu tragen unt eine andere Operette zu wählen. Aber um dieser einen mißglückten Vorstellung willen einen Entrüstungssturm lotzulassen, wie ihn heftiger der selige Aeolus nicht vorräihig gehabt hat, das bedüokt uns doch lächerlich. Der Thcaterverein hat sich erst kürzlich durch die geradezu mustergiliige Darstellung deS „Glück im Winkel" ein großes Verdienst erworben und wenn auch über dieses neueste Werk SudermannS hierorts einige Leute die Köpfe geschüttelt haben, s» beweist das eben gar nichts. Denn erwiesenermaßen hat „Glück im Winkel" auf die athemlos lausche-.de Menge einen ganz gewaltigen Eindruck gemacht. ES ist an dieser Stelle gesagt worden, man möge die Dramen Grillparzers und Anzengrubers zur Aufführung dringen. Der Verfasser der abfälligen Kritik möge doch erst einmal auSeinandersck' bat. hierher gelangten Mittheilungen ist die Fernsprechverbindung £ GießemNauheim-Friedberg-Frankfurt und Gießen-Cassel ge bi< Kummer jutfttfgefleflt werden. uehmigt und die Inangriffnahme der Arbeiten angeordnet „ . . . . .. ~ worden. Perftfrr, tmö VoUswittyschaft. * *TodtlicherUuglücksfall. VergangeneNacht verunglückte »ießm, 4. Februar. Marktbericht. Auf dem heutig«, Wohnung durch einen Fehltritt in den Keller stürzte und I ©t. 00—00^, Käse pr. 6t. 5—8 A. Käsematte pr. 6t. 3 4, tobt auf ber Stelle liegen blieb. @rbfm pr. Liter 18 4, Linsen pr. fiiter äO 4, Tauben pr. Pa« ♦ ♦ Einbruch. In ber Nacht vom Samstag zum Sonntag 0,80 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,40, Hahnen pr. Stück würbe ein dem Bergwerksbefitzer E. W. Fernie gehöriges, 1.30—1,70, enten_pr• SnhftÄS an ber Frankfurterstraße stehenbes dlufenthaltS- 66-68 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 56biS68 4. Schweine- Häuschen erbrochen unb bar aus ben Arbeitern gehörende I aci|(b( flefahen, pr. Pfd. 72 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60—64 4 Dictualien sowie diverse Kleidungsstücke entwendet. Dem Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5 00 bi« Dieb ist man auf der ©pur. 5,00 JL, Weißkraut pr. Stück 0-00 Ä, Zwiebeln pr. Zentner ♦ ♦ Hausschlachten. Wahrend des Winters find in unserem 6.W-7.50. Milch vr. 1 Schlachthofe 200 Schweine für Private geschlachtet Ball’Seidenstoffe v. 60 Pffl. worden. Nimmt man nun an, daß außerdem noch mit Met.-sowie schwarze, weiße und farbigeHe««eberO- polizeilicher Erlaubniß 50 Thiere außerhalb des Schlacht- DOn 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. glatt, gestreift, farriert, bofe« von Privaten geschlachtet wurden und meisten- an jeder gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 versch. Farben, Schlachtung sich zwei Familien betheiligten, so haben sich Dessin» rc.), porio- °°d »ia-«rfr-l Ins »aus. Muster »'ngehend. j- 500 Familien auf diesem Wege mit Fleisch versorgt. 8mdan-Fat)nkan 6. Henneberg (k. k. Hoti.), Zurich. Au8 dem Etat der preußifchen Staatsbahueu. Im bementireu hiermit alle von unsere» Bezirk- der Eil-Obahndirecli-N F.anksurt a. SR., wozu Mich den Amerikanern, ausgehenden Ge- die Main-Weser-Bahn von Lollar bis Frankfurt gehört, find 'S 9 ... « ittiit*#* folgende Baukosten pro 189 6/9 7 vorgesehen: Zur Er- rüchte, daß mau im B Weiterung ber Geleisanlagen auf dem Bahnhofe zu Beuel, russischen und amerikantscheu Petroleum-Pro- letzte Rate 60,000 Mk. Zur Erweiterung der GeleiSanlagen ducenten eine Berstäudigung anzubahueu. «s auf dem Bahnhofe zu Linz, fernere Rate 50,000 Mk. Zum ... Wahres an diesen Gerüchten. Jede«' Umbau des Bahnhofes zu Troisdorf, fernere Rate 100,000 Mk. ' einer ^juschränkung oder theil- I Zur Höherlegung der Siegbrücke beim Bahnhofe Friedrich I f . WilhelmS-Hütte und zur Erweiterung der GeleiSanlagen weisen Abtretung unseres Abfatzg b f dieses Bahnhofes 181,000 Mk. keine Rede sein. Wir bleiben wo totr nud ««» kennen nur Borwärtsgehen für das russische Petroleum, nicht rückwärts. He Rieth & Co.9 San* d.» ’ ®J°We vache «'*" Kr t2?u Mit Tt»axttnbe ^2 5 feln- - Di toia not r2te?tottbtn '“WUMjitoertn, !I||I*“ i« h-tm, “"b L°ckh.« ® utton son te W<«. 3« btt 3'8'n bitStoui,,. 8 °°«M 61t! ?- ,WI ein Mit. Krisen Wtjliiltr ““MS i« Sich *jrt6illt tat. - *• Wuar 1896. $8 tabu TlvMbi Domicil naä) Sich« ln, iu bu Mi! uni nbrdniuttbm. Dai bec Opueltr tino !■ Allein blei« W etrachl M, baß bareren Sroßsiablm M mn man btrüttfljttgi, * angenommen mttbm sich um eine Operette tza" unb „Boccaccio' mein Oeftmckh" io erljallt. DieDkectioö er daran gethan, btt hnung zu tragen ml leier einen miWcklc lofjulafien, wie it iabt Hal, bas bebt ich trft lärjUt M W im WinteT' n er bieieS neueste Wuk gtidjWt habwt U attMtn bat „®1M DUngt einen ganz gt> : Stelle geiagt worben änjengruberb zur te Ilgen Krill! möge bot lchls ter kleinen BW« Kunstausgabenhitrlöler ionenzabl einen Kosten -erhSllnlsie des Theater^ Llnstnber bitfer Zella „bas Mbtll" luglli bes Theolerveretas ge >s unb nach der Mehr^ hier ausgeM warm, daß er über d-s klck- unb Kmhwtakelei hta alten wird, das er ftdi der«tich»tai»bttW V kiwinhichal-' 6t auf bm w* 070-080, W* tV et 9 a ®* , eafemattepr. 6tSA je M , «kV aeie^” «(»(!' '^^,tes abs^ « w° 5 -1-1* ffir e«9 4 (0- UW!» Südanlage. 512 über vermiethen. Bleichstratze 88 385 miethen. «ichützenstratze 17 591 1138 Exped. d. Bl. 917 1140 mit 9,03 fm, verleihen bei 802 Buchen-Scheit, Schmitt. 958 1139 Exped. d. Bl. 33,69 fm •3 15,98 fm 106 fm 7,07 20 fm d. Bl. gelangen lassen. 1137 im Sie sparen Knüppel, Stock, Wellen, 8 265 8 8 Eichen-Scheitholz, Aspen-Scheitholz, Aspen-Knüppelholz, Nadel'Knüppelholz, Aspen-Stockholz, Nadel-Stockholz, u n n u » II n M n n n 3,2 30 4,5 1650 29,5 32 15 2210 35 105 29 2040 8 157 rm // // // // H n w // n ii zum Ge // // // H // 45 3 158 7 3 22 6 8 119,5 440 80 1110 6 50 2016 2 7 20 85 7 34 100 5400 Das Holz liegt in den Districten Superintendentenacker, Drei blaue Enten, Schmittergrund und Dreispitz, rm u Verwalter ernannt. EoncurSforderungen sind bis L. März 1896 bei dem richte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag, 10. Februar 1896, Vormittags 9’/a Uhr beginnend, sollen im Fernewald versteigert werden: Ein gebrauchtes Breakchen, ein Federwage», Oecouomie- wagen, Egge, Pflug und Pferd stehen zu verkaufen. Wo? sagt die gez. Neuenhagen. Bekannt gemacht: Orth: Eichenstämme mit 4,48 fm, Kiefern- und Fichtenstämme mit 80,47 fm, Fichtenstangen mit 76 53 fm, empfiehlt in bekannter Güte Conditorei Hettler, Concursverfahren. lieber das Vermögen des Augufl Haßler in Gießen wird heute, am 3. Februar 1896, Nachmittags 53/4 Uhr, das Concursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Ferdinand Hoffmann dahier wird zum Concurs die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu« bigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 120 der Concnrsord- nung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag, den 13. März 1896, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Concursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Concursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 2. März 1896 Anzeige zu machen. Großherzogl. Amtsgericht zu Gießen. 0,34 67,23 0,34 0,15 3,84 912] Im Wasche« «nd Bügel« hält sich bestens empfohlen Frau Pteh, Sandgasse 12. Holzversteigerung. Donnerstag den 6. d. M., von Nachmittags 2 Uhr ab, soll im Saale der Pfaff'schen Wirthschaft zu Kinzenbach nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 2 fm Eichen, Eichen - Stämme, haltend, Nadel - Stämme, haltend, Nadel - Stangen , haltend, W« Karnbach, Markt 17, 2 Treppen. 15 129 Gemeindewald Kinzenbach. Der Gemeindevorsteher: Pfaff. Berliner Pfannkuchen, * Kreppet, Kaffee- u. Thee-Gebäck, verschied. Torten, Buchen-Reisstangen, 0,17 haltend. Holz-Versteigerung. Freitag, den 7. Februar, Vormittags um 10 Uhr beginnend, sollen nachstehende Holz- Sortimente in den hiesigen Gemeinde- Waldungen versteigert werden, als: Mk. 300 können Personen sich durch Ausnutzung ihrer freien Zeit verdienen. Offerten unter „Nevenverdisust" an Rudolf Moste, llölu. na« Masken Anzüge und Dominos in großer und schöner Auswahl zu Äiidt. Machtsums. Freibank. [1125 Heute und morgen: Ochsenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. Rindfleisch, nicht labenrein, pr. Pfd. 52 Pfg. „ Nadelholz Stämme (Kiefern), Stangen 1., 2., 3. und 4. Kl., rm Kiefern-Nutzholz, rm Eichen- und 18 rm Kiefern- Scheit- und Knüppelholz, rm Reiser. Bekanntmachung, betreffend: Feldbereinigung in der Gemarkung Rüddiugs Haufen, Kreis Gießen. In der Zeit vom 1. Februar l. I. bis einschließlich 14. Februar l. I. liegen auf dem Amtszimmer der Großherzoglichen Bürgermeisterei Rüddings- Hausen die Arbeiten des I. Abschnittes rubr. Gemarkung, nämlich: 1. Der allgemeine Meliorationsplan, 2. Erläuterungsbericht nebst Prüfungsprotokoll zu demselben, zur Einsicht der Betheiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen, welche schriftlich einzureichen sind, findet statt: Samstag, den 15. Februar 1896, Vormittags 10 V2 bis 11 y2 Uhr auf dem Gemeindehaus zu Mddingshausen, wozu ich die Interessenten unter dem Hinweise einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Friedberg, den 29. Januar 1896. Die Zusammenkunft ist im District Steinertswald an der Kreuzung von Laubacherstraße und Müllerweg. Gießen, den 3. Februar 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Wolff. 1148 Holzversteigerung am ffreitag de« 7. Aebrnar er., von Vormittags 9 Uhr ab, bet Wirth Weber zu Atzbach. 61 Fstm. Eichen, 6,6 Fstm. Buchen- und 48 Fstm. Kiefern- Stämme und -Stangen, 9 Rmtr. Eichen- und 8 Rmtr- Kiefern-Nutzholz, 86 Rmtr. Eichen-, 205 Rmtr. Buchen- und 145Rmlr. Nadel-Scheit- u. Knüppelholz, 2186 Rmtr. Reiser und 131 Rmtr. Stöcke. Das Holz liegt in den Diftr. GenShetm, Taubenhütte, Heiligenstock, Steinbusch, Klein- u Groß-Eichelstück, Auf dem Kopf und untere Pferdshecke, Gemeindewald von Atzbach. Krofdorf, den 3. Februar 1896. 1131 Das Bürg ermeister-Amt. Zusammenkunft und Anfang ist District Seewald, am Weg nach Annerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1896 verstatter. Jagdverpachtung. Samstag den 8. Februar d. Js., Nachmittags 3 Uhr, soll die der Gemeinde Lollar zustehende Feld- und Waldjagd, zusammen etwa 465,75 Hectar, auf dem Rathhaus dahier auf 6 Jahre öffentlich verpachtet werden. Lollar, den 31. Januar 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Lollar. __C. Geißler. 1039 Jagdverpachtung. Montag den IO. Februar l. I., Vormittags um 10 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei die der Gemeinde Saasen zustehende Jagd auf weitere 6 Jahrs verpachtet werden. Saasen, am 28. Januar 1896. Großh. Bürgermeisterei Saasen. Rödgen, 3. Februar 1896. vroßh. Bürgermeisterei Rödgen. Jnderthal. 1149 Eichen-Scheit, „ Knüppel, „ Stock, „ Wellen, Nadel-Scheit, „ Knüppel, „ Stock, „ Wellen, In bester Geschäftslage: Erster Stock allem Zubehör, für Büreaux, Geschäftsräume oder Fa- rniliew Wohnung geeignet, auf längere Dauer zu vermiethen. 660 W. Ferber, Kirchenplatz 11, II. Ein Laden in welchem bisher ein Herrenconfectionsgeschäft mit bestem Erfolg betrieben wurde, ist mit Werkstattlocalttäten, eventuell auch mit Wohnung, preiswürdig zu vermiethen. Anfragen unter H. 7 befördert die Ex- pedttion ds. Bl.320 10631 Parterrewohnung im Neben« hauS, 4 Zimmer mit Zubehör, alsbald zu vermiethen. Näheres Ludwigstratze 14, mittlerer Stock. 1064] Ein Familienlogis zu ver- Wellen ASpen-Reisig, „ Nadel-Reisig. W-WsW in Glacö, Seide re., in ver- schiedenen Knopflängen, Glac6 - Handschuhe, schwarz, weiß nud farbig, Winter-Kandschuhe aller Art empfiehlt billigst 1022 J. H. Fuhr, Sonnenstr. 25. 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Welz, Lindenplatz. Schellfisch n. Cablian, garantirt frisch, im -«ebstock«. [353 Die so beliebten Zackenspitzen wieder eingetroffen, sowie Stickerei-, Klöppel- und Maschinenspitzen und Kragen aller Art empfiehlt billigst $rall Schmitt, 915 Wolkengasse 26. 1143] Zwei gut möblirte Zimmer oder ein Zimmer mit Eabtnet bet anständiger Familie gesucht. Offerten unter K.W. SO an die Exped. d. Bl.______________ 1156] Verloren Portemonnaie mit 20 Mark - Stück Inhalt von der Neuen Klinik bis SelterSweg. Der ehrliche Finder erhält Belohnung bei ffra« Benner, Wetzstsinyraste 40. 1146] Den am Samsrag im „Frankfurter Hof" vertauschten Ueverzteher bitte auszuwechseln Nenstadt 24. pari. Eichen-Stämme Eschen- „ Nadel- Eichen-Stangen Eschen- Nadel- „ Masken- Anrilge und Dominos in größter Aus- wähl, zu verleihen und zu verkaufen, stets neue Sachen auf Lager bei iSkstl. Odersirstklkj Hohensolms. Montag den IO. Februar, Vormittags 10 Uhr. District Windelbach. Zusammenkunft am Eingang zur Windelbach an der Gießen— Gladenbacher Straße (Wilsbacher Grenze). Buche: 12 rm Bucheuuutzfcheite, 1,25 m lang, 54 rm Brennholzscheite, 10 rm Knüppel, 26 rm Stöcke, 7990 Reisigwellen (1. u. 2. Durchforstung). Eiche: 4 rm Knüppel, 1800 Reisigwellen. — 2 rm Weichholzknüppel, 100 Weichholzwellen. Mittwoch den 12. Februar, District Lappenberg, Pfaffenstrauch und Hollerberg. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr am Lappenberg. Buchen: 6rrnNutzholzschette, 1,25m lang, 110 rrn Brennholzscheite, 23 rm Knüppel, 43 £m Stöcke, 1840 Reisigwellen. Fichte: 3 rm Stöcke, 140 Reisigwellen. — 50 Weichholzwellen. Das Holz aus dem Lappenberg und Hollerberg liegt nahe der Straße Hohensolms—Erda, sehr gut zur Abfuhr in der Richtung nach Wetzlar und Gießen. Hohensolms, den 3. Februar 1896. 1154 Fürstliche Oberförsterei. Holzversteigerung. Freitag den 7. Februar, Vormittags 9*/, Uhr, soll im hiesigen Gemeindewald, District Bruch und Beckerswald, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Geld, Zeit u. Arbeit ■wenn Sie ausschliesslich C. Naumann's 2^par- cKern~Seife int Haushalt verwenden. Zu 32 per P/und. JL 150 das 5 P/und ■ Packet überall zu haben) Zusammenkunft im District Bruch« beim Wegweiser an der Straße Gießen-Steinbach. Hausen, den 31. Januar 1896. Großh. Bürgermeisterei Hausen. 1045 Schmandt. Mittwoch den 5. Februar l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale — Neustadt 55 — versteigert: !♦ Sophas, Commoden, Kleiderschränke, Tische, 1 vollst. Bett, 1 Clavier, Uhren, 1 ktrschb. Bettlade, 2 nußb. Tische mit goth. Kre iz, 1 Derticow, Stahlstiche, Kupferstiche, Oeldruck- bilder, 1 Oelgemälde (Gebirgslandschaft), 1 Aquarelle, 1 cuivre-poli Spiegel, 1 ov. Spiegel, Bilderrahmen, Porcellanwaaren, 62 Biergläser und Krüge, 14 Strickmaschinen, 1 Jagdgewehr (Drilling), 1 Waschmaschine, 1 Wafchmangel, 2 Hobelbänke . 1 Partie Werkholz, 1 Nähmaschine, 1 Pferd, 1 Kuh, 1 Wagen u. v A- 2. ein fast «e«es Zweirad (Pneu- matic), 7 neue feine Znglampe«, 1 Commode, 1 Kleiderschrank, 1 Nähmaschine, 6 Bilder, 1 Spiegel, ein Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Tisch, 1 Schreibtisch, 1 Wanduhr. Die Versteigerung unter 2 findet de» stimmt statt, die sub. 1 theilweise. 1111 Geitzler, Gerichtsvollzieher. Aermietyungen. 514] Eine schöne, kleinere Wohnung au ruhige Leute per sofort oder später zu vermiethen. Näheres Dtezsteatze 6, II. Weserstrasse 8. 11511 Mittlere Etage mit Balcon, 5—6 Zimmer, per sofort oder auch später zu vermiethen. Marbvrgerstratze 88. 1153] Ein kleines Logis zu vermiethen. __St««e«weg 19. 1152] Das seither von Herrn Schuhmacher Kltffmüller bewohnte LogiS ist anderweitig zu vermiethen. ___________L. Bogt, Neuenweg 19. 573] Per 1. AprU der dritte Stock, 5 Zimmer mit Zubehör, an ruhige Leute zu vermiethen. Grünbergerstratz« 12. 725] Der mittlere Stock meines Hauses, 5 Zimmer, Badezimmer und alles Zubehör, per 1. März zu vermiethen. Emil Katbststsch, Licherstraße 1. 515] Wohnung, 3 Zimmer, Küche und Wasserleitung nebst Zubehör, zu verm. E« Steinhäuser, Neuenbäuen 17. 321] Der 2. Stock, 5 Z m. Zubeh, neuherger, nach der Anlage, zu verm. __«sterweg 44. 313] Bleichstratze 15: mittlerer Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, sofort zu vermiethen. Näheres _______Bleichstratze 12 im Lade«. 617] Mittlerer Stock, 5 Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen. ___Marburgerstratze 22. 673] Eine Wohnung mit 5 Zimmern und allem Zubehör zu vermiethen. Wetzsteinstratze 46, Ecke Nordanlage. Näheres bei Maurermeister Gg. Pfaff, ___________________daselbst.____________________ 975] Geräumiges Mansardenlogis zu /LSroßer, hell. Laden, heizb. Werkstätte Ob. Lagerr., kühl. Keller, zu jed. Gesch. geeign., zu verm. Näh, in d. Exped. d. 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Nachricht, daß ich mit dem Heutigen die Restauration nud Logirwirthschaft ZUM Pfau (früher Brammj Neustadt dahier, pachtweise übernommen habe und bitte höflichst, öa< mir seither geschenkte Wohlwollen auch fernerhin zu bewahren. Für gute Speisen und ein vorzügliches Glas Actienbier werbe ich stets besorgt ’.m. Gleichzeitig empfehle ich den Fuhrwerksbesitzern und Fuhrleuten bet Umgegeno meine Stallungen zur gefl. Benutzung. Hochachtungsvoll Für ein junges, tüchtiges Mädcven, das in Küche und allen Häusl. Arbeiten bewandert, wird Stelle In gutem Hause gesucht. Angebote bef. die Exped. d- Bl- unt. P. M. [1133 Gewandtes Hausmädchen, welches servtren, bügeln und nähen kann, per 16. März gesucht. Frau Regierungsrath Wallau, 1127 Asterweg 34._________ 1146J (£in jüngeres «Ldchen sucht tagsüber Stelle. Neugadt 48, ni. Gothaer Lebensderficherungsbank. Bersicherungsbestand am 1. December 1895: 690 Millionen Mark. Dividende im Jahre 1896: Ä9’/2 bis 114 °/o der Jahres-Normalprämie — je warf) der Art und dem Alter der Versicherung. 2"t) Vertreter: Heinrich Hochreuther, Sudanlage 5. Wilhelm Leyerer (früher Wastwirth tur Ztabt Marburg» Eingesandt! Volle SIntrtinTiung ntrblent die F-rmo Doering t Cie. durch die Einrichtung, ihrer berühmten Doering - Leise mit ber Eale Bezugsscheine beizulegen, die zum kostenlosen Beziehen eines praktischen Gebrauchsgegenstandes berechtigen. Unter anderen sand auch die Unterzeichn.te einen solchen Bezugssch.in und erhielt aus besten Einsendung von der Firma Doering & (Sie., Frankfurt a. M sofort kosten- und spesenfrei einen so eleganten mit allen möglichen Parfümerien und kosmetischen Artikeln auSgestatketen Toilettekasten zugesandt, wie man ihn sich nicht schöner hätte vor stellen können. 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Er. kg Hoheit -er Groß! wünsche des Ha. hoben Herrschaft« den besten Dank LjShchen Dieter Reiche» und glar H.M zweite St achtnng gegen Diej Lerk vollbracht t .mögen M Friedel Hossaong blldt er ittglltb der Kunw irhev für Hebung dtnifchrn Sßatulanbi Nach verkünd Berichtlanzrigen t ber Vorlage bei ( Hachweisungen übe qobtn in der über die Regierm mfftn am Uoterhal stelluikgen m der tmhrnigt. Ebenso Ueberfichten der (5 'chvldeuverwal. "kwaliung für 181 iabtn der LaudeScu! ’n die verathung d dat Subt ^n lrdritrn detri "H eckchtn, b bT®|h(b darauf h 1'1»unyn bt6 *W*I« dm "W* »»' iMtt ‘•‘'itietn, , l®U Dutt *1"* Kuttblno X tt 8lw‘- 6roi»e,|oll|d 77 UnJg z° *mW|mifi °°,n i