Rr. 4 Erstes Blatt.Sonntag dm 5. Januar 1896 Der Lietzener Anzeiger -rtchcint täglich, mu Ausnahme des Montags. Die Gießener ^«mitieuvtLlter werden dem Anzeiger «Lchentlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. vierteljähriger A-onnemenlspreisi 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Rtbaction, Expedition und Druckern: Kchutstraße Zir.7. Fernsprecher 51. Aints- unb Anzeigeblatt Kiv den ‘Kwi* Äieszen. LL-u-^L-L-.'srrr- KmttskÄ^ Hi-ßm-r Amtlich«? TheiU Bekamltmachmlg, betreffend: Schießübungen. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das 1. Bataillon des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Rr. 116 Mittwoch den 8, Januar l. I. von Vormittags 9 Uhr, bis 2 Uhr Nachmittags eine Schießübung mit scharfen Patronen in dem Gelände zwischen Alten» Buseck, Beuern, Climbach, Treis a. Lda., Mainzlar und Daubringen abhalten wird, und wird dieses Gelände durch Posten abgesperrt werden, und das Betreten desselben hiermit verboten. Die Straßen AltewBuseck, Großen-Buseck, Beuern, Allertshausen, Treis a. Lda., Mainzlar, Daubringen, Alten- Buseck sind ungefährdet. Die Schußrichtung läuft von der Straße Daubringen— Sllten-Buseck 1700 Mir. südlich Daubringen in der Richtung Elimbach und dem Entenpfuhl. Gießen, den 4. Januar 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 4. Januar 1896. Betreffend: Wie oben. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien Alten-Buseck, Allertshausen, Beueru, Climbach, Daubringen, Grotzeu-Buseck, Mainzlar und Treis a. d. Lda. Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald auf ortsübliche Weise veröffentlichen und vor Betreten des ab« gesperrten Geländes warnen. v. Gagern. Gießen, den 4. Januar 1896. Betr.: Die Vorschriften des Arbeiterschutzgesetzes vom 1. Juni 1891 über die Arbeitsbücher und die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter und Arbeiterinnen. Da» Srvßherzoqliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unseres Ausschreibens vom 3. December 1895 (Anzeiger Rr. 289) noch im Rückstände sind, werden hieran mit Frist von acht Tagen erinnert. o. Gagern. Bekanntmachung. Betreffend: Vorträge über Obstbau. Herr Obstbautechniker Metz res Oberhessischen Obstbauvereins beabsichtigt, nachstehend angeführte Orte des Kreises Gießen zu besuchen: Freitag, 10. Januar, Lang-Göns, Samstag, 11. Januar, Großen Linden, Sonntag, 12. Januar, Klein-Linden, Montag, 13. Januar, Hausen, Dienstag, 14. Januar, Garbenteich, Mittwoch, 15. Januar, Steinbach, Donnerstag, 16. Januar, Annerod, Freitag, 17. Januar, Rödgen, Samstag, 18. Januar, Alten-Buseck, Sonntag, 19. Januar, Ruttershausen, um daselbst Vorträge über Obstbau, verbunden mit practi- schen Unterweisungen abzuhalten, zu welchen die Mitglieder des Vereins, sowie alle Interessenten eingeladen werden. Sonntags finden die Versammlungen Nachmittags 3 Uhr, an Wochentagen Abends 8 Uhr statt, die practischen Unter- Weisungen am nächstfolgenden Vorm ittag 9 Uhr. Die Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, entsprechende Bekanntmachung in der Gemeinde zu erlassen. Gießen, den 4. Januar 1896. Der Vorsitzende des Vereins-Bezirks Gießen des Oberhessischen Obftbauvereins. Dr. Wallau, Großh. Regierungsrath. Gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Taschenmesser, 1 Notizbuch, 2 Herrenhüte, 1 Schürze, 1 Paar Handschuhe, 1 Straminhos enträger, 1 Ranzen, 1 Puppe, 1 Peitsche, 1 Metermaß, 1 Schelle und 2 Packele mit Inhalt. Gießen, den 4. Januar 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. E. v. Bechtold, Regierungs-Assessor. Neueste Nuchpschte«. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Buram. Konstantinopel, 3. Januar. Am 5. d. M. wird fich eine Commission nach den Dardanellen begeben, um eine Auswahl der zur Minenlegung und zur Anlage elektrischer Beleuchtungsvorrichtungen geeignete Punkte zu treffen. — Als ein Hauptgrund für die bereits gemeldete Einstellung der Feindseligkeiten vor Zeitun erscheint die Thatsache, daß die 22 für die Gesammtoperation aufgebotenen Bataillone sich als gänzlich ungenügend und bedeutende TrupPenverstarkungen sich als nothwendig erwiesen haben. Vorläufig ist das 77. Redif-Regiment dorthin beordert worden. Weiterer Nachschub soll folgen. Johannesburg, 3. Januar. Der Zeitung „Star" zufolge wird Van Z mieten als bevollmächtigter Agent der Transvaal Regierung nach Europa abreisen mit Empfedlungü- briesen an die deutschen Militärbehörden, in welchen die Bitte ausgesprochen wird, eS wöge ihm erleichtert werden, deutsche Offiziere zum Dienste bet der Transvaal- Regierung zu engagiren. Ban Zwieten ist auch Ueberbnoger von Aufträgen zur Herstellung von Maxim und Norden« feld-Geschützen. Diese Aufträge find bereits an die Firma Krupp übergeben worden. AuS zuverlässiger Quelle erfährt jedoch das Bureau Reuter, daß die Nachricht von der Anwerbung deutscher Offiziere und Soldaten eine voll* kommen aus der Luft gegriffene Erfindung ist, deren Zweck um so eher ersichtlich sei, als der „Star" das anerkannte Organ von Cecil RhodeS sei, welcher offenbar das englische Publikum gegen Deutschland aufzuhetzen beabsichtige. Depesche deS Bureau »Heroid". Berliu, 3. Januar. Der Kars er hat an den Präfi- denten der südafrikanischen Republik, Dr. Krüger, folgendes Telegramm gerichtet: Ich spreche Ihnen meinen aufrichtigen Glückwunsch aus, daß eS Ihnen, ohne an die Hilfe befreundeter Mächte zu appelliren, mit Ihrem Volke gelungen ist, in eigener Thatkraft gegenüber bewaffneten Schaaren, welche als Friedensstörer in Ihr Land eingebrochen find, den Frieden wieder herzustellen und die Unabhängigkeit des Landes gegen Angriffe von außen zu wahren. Berliu, 3. Januar. Dem heute Vormittag über das Befinden des Prinzen Alexander von Preußen ausgegebenen Bulletin zufolge hat sich die Entzündung der Lunge weiter zurückbegeben und der Kräftezuftand des Prinzen ist ein anhaltend befriedigender. Berlin, 3. Januar. Als Nachfolger des demnächst zurück« tretenden UttterstaatSsecretärS von Rottenburg bezeichnet man den „Neuesten Nachrichten" zufolge in Beamtenkreisen den jetz'gen Director im Retchsamt deS Innern, Rothe. Berliu, 3. Januar. Der „Nordd. Allgem. Ztg." wird geschrieben: Die Centrale der deutschen Colonial-Ge- sellschaft hat sofort nach Bekanntwerden der bedrohlichen Nachrichten auö Transvaal den Plan gefaßt, zu diesen Vorgängen Stellung zu nehmen und fich schon am 2. d. MtS. mit Personen telegraphisch in Verbindung gesetzt, welche durch langjährigen Aufenthalt in Transvaal die Garantie dafür bieten, daß bet einer öffentlichen Demonstration ihr Gewicht entscheidend in die Waagschale fällt. Berlin, 3. Januar. Der englische Botschafter hatte heute Vormiltag eine längere Besprechung mit dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe. Man bringt dieselbe mit der Lage in Transvaal in Verbindung. Berliu, 3. Januar. An Stelle des beabschiedeten com« mandtrenden Generals deS 14. Armee Corps, Genera! der Infanterie v. Schlt chting ist unter gleichzeitiger Ernennung zum General-Adjutant der bisherige comwandircnde General deS 8. Armee Corps, Gcneral der Infanterie v. Bülow getreten. Das Commando des 8. Armee CorpS ist dem btS- her'gen Commandeur der 5. Division, General-Lieutenant Vogel von Falckenstetn und das Commando der 5. Division dem kürzlich aus den türkischen Diensten auS- geschiedenen Fretherrn von der Goltz übertragen woroen. Köln, 3. Januar Bei einem hiesigen Großindustriellen ist folgendes Telegramm aus Pretoria eing^troffen: „Buren haben Dr. Jamesons Räuberbande nach 36stündigem Kampfe geschlagen. Jameson hißte die weiße Flagge an Victoria." Wien, 3. Januar. Das Extrablatt meldet auS New' $0Tt: In Denver fand am Sylverfter-Abend ein Blutbad tatt. In der Tonhalle fand ein von der Elite der Gesellschaft veranstaltetes Fest statt. Während desselben warfen die dort anwesenden jungen Leute Knall - Kugeln unter die Sessel der Damen. Der Director, der Ruhe stiften wollte, wurde erschossen. ES entstand eine furchtbare Panik. Mehr als 20 Personen wurden gtödtet und über hundert verletzt. Rom, 3. Januar. Trotz der am NeujahrStage vom König ausgesprochenen Hoffnung, daß günstige Nachrichten aus Afrika eintreffen werden, hegt man in ganz Italien ernste Befürchtungen über den AuSgang des Krieges. Paris, 3. Januar. Der Mtnisterrath hat sich gestern mit den Vorgängen in Transvaal beschäftigt. Da dort viele franzöfische Jntereffen vertreten sind, so glaubt man, Frankreich werde eine Verständigung mit verschiedenen Mächten herbetzusühren suchen, um mit diesen gemeinsam bei der englischen Regierung Protest zu erheben, falls durch das Vorgehen der Engländer in Johannesburg eine Revolte hervorgerufen wird. Man spricht von einem gemeinschaftlichen Vorgehen Frankreichs, Amerikas, Deutschlands und Portugals gegen England. Paris, 3. Januar. Die Pariser Blätter sprechen ihre Befriedigung über den Erfolg der BoerS gegen die Truppen der Chartere d - Company aus und geben der Hoffnung Ausdruck, daß diese Lection Cecil RhodeS genügen wird und die Ruhe und Ordnung in Süd - Afrika - rasch wtederhergestellt werden wird. — Nach einer Depesche aus London haben die Mitglieder deS VerwaltungSrathö der Chartered-Company osficiell den Angriff des Dr. Jameson deSavouirt. Paris, 3. Januar. DaS „Journal" bestätigt die Nachricht, daß Kaiser Wilhelm und König Humbert im Frühjahr eine Zusammenkunft in Venedig haben werden und daß fich Fürst Hohenlohe zu derselben Zeit nach Rom begiebt. Pari«, 3. Januar. Die osficiöse Presse meldet, daß der Minister deS Aeußeren an das auswärtige Amt in London eine Note gerichtet hat, in welcher er von demselben Standpunkte wie Deutschland gegen daS Vorgehen deS Dr. Jameson gegen die Aufständischen in Transvaal protestirt. Paris, 3 Januar. AuS Albi wird gemeldet, daß in der vorletzten Nacht mehr als 1500 Placate mit dem Portrait deS Herzogs von Orleans an allen öffentlichen Gebäuden angeklebt waren mit der Aufschrift: „Es lebe der Herzog von Orleans, Nieder mit der Herrschaft der Panamisten." Cocalt* rrnd provinzieller. Gießen, 4. Januar 1896. * * Orden» - Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 1. Januar dem Commandeur des Gendarmerie-Corps Oberst Beck die Krone zu dem Comturkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütbigen zu verleihen geruht. * * Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. December der Gemetndehebamme Katharina Bachmann zu Freienseen die Silberne Medaille des LudewigS-OrdenS zu verleihen. ♦ " Kirchliche Dienstuachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. December 1895 dem Pfarrer Konrad Franck zu Bingenheim die evangelische Pfarrstelle zu Merlau, Decanat Grünberg, zu übertragen. Schuldienstuachrichteu. Am 11. December wurde dem Schullehrer Adam Eckhard zu Ober-Saulheim die Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Gumbsheim, Kreis Alzey, am 14. December dem SchulamtSaspiranten Johannes Breitwies er aus Kleeftadt die Lehrcrstelle an der Gemeindeschule zu Ippesheim, Kceis Alzey, übertragen- am21.Decbr. wurde der Schulamtsaspirant Georg Schwartz aus Friedberg zum Lehrer an der Erweiterten Volksschule zu Beerfelden, Kreis Erbach, unter der Belassung in der Categorte der Volksschullehrer, ernannt. Militärisches. Zur Einstellung von Einjährig- Freiwilligen am 1. April 1896 sind im Bereich dell. Armeecorps bestimmt worden: Frankfurt a. M.: 1. Hessisches Infanterie-Regiment Nr. 81. Cassel: Infanterie- Regiment v. Wittich (3. Hessisch-S) Nr. 83. Jena: 5. Thüringisches Infanterie Regiment Nr. 94 (Großherzog von Sachsen), 3. Bataillon. Darmstadt: 1. Großherzogl. Hesfi- 1che. Jnf.-(Le'.bgarde)-Regt. Nr. 115. G i e ß e n: I n f.-R egt. Kaiser Wilhelm (2. Grobherzogl. Hessisches) Nr. 116. • * Kirchliche Feier für die Aufrichtung des Reiches. Ein Ausschreiben deS Großh. OberconsistoriumS veift die evan- gelischen Pfarrämter an, die Ausrichtung deS Reichs, am Sonntag den 19. d. M. durch ein festliches Gepräge tragenden Dank- und Bittgottesdienst zu feiern. • * Bolksbäder. Warum soll der Mensch baden? Antwort: 1) um sich rein zu halten- 2) um eines« theils sich abzukühleu, andrerseits zu erwärmen je nachdem dieser oder jener Zweck erfüllt werden soll. Die menschliche Haut benöthigt der regelmäßigen Reini- gnng, weil dieselbe fortgesetzt in hohem Grade verunreinigt wird durch die ihr in unseren Organismus zugetheilte Function der Absonderung und Athmung. Die durchschnittliche Absonderung der Hautflüssigkeit beträgt in 24Stunden etwa 700 G amm, in ihr gelöst befinden sich wichtige Salze, Fettkörnchen, fette Säuren und abgestoßene Hautzellen, alles Stoffe, die nach der Verdunstung des Wassers zugleich mit dem Schmutz der Umgebung eine fettige Schicht bilde», die in Folge ihres Gehaltes an organischen Stoffen der Zersetzung, Gährung und Fäulniß außerordentlich zugänglich sind und beim Verbleiben auf der Haut die wettere Haut- rhätigkeit auf das ernstlichste beeinträchtigen- die fernere normale AbfonderungSthätigkeit durch Verstopfung der Hautporen erschweren und ausschließen. Man hat in stark gebrauchter Leibwäsche auf je 100 Pfund ihres Gewichtes bis 4 Pfund Schmutz nachgewiesen. Als Athmungsorgan vollzieht die Haut auf dem Wege der Diffusion fortgesetzt eine Ausscheidung und Aufnahme von Gasen (Kohlensäure, Kohlenwafferstoff, Schwefelwafferftoff, Ammoniak und Fettsäuren) und zwar auch an Punkten, die keine Schweißporen besitzen, vielmehr ist die Haut selbst für Gase durchdringlich, hauptsächlich dann, wenn sie von außen mit Luft in Berührung steht. Endlich ist hier zu erwähnen, daß 70 bis 80 pCt. der überflüssigen Wärme des Körpers durch die Haut abgesondert wird (der Rest durch die Lungenluft.) Man weiß, daß, wenn ein Drittel der Haut verbrannt ist, oder wenn man ein Drittel der Hautoberfläche mit Firniß überstreicht und dadurch ihre Thätigkeit ausscheidet, dies geeignet ist, den Tod des Menschen herbeizuführen. AuS dem Allen kann man entnehmen, von welcher ungeheuren Wichtigkeit für das Wohlbefinden deS GesammtorganiSmuS eine regelrechte Hautthätigkeit ist, und wie dieselbe durch die stets sich bildende Schmutzschicht gestört werden muß. Senden wir deshalb außer unserer Wäsche unseren Körper öfter in das Bad. Jeder, der fich über diese Frage eingehender unterrichten will, verweisen wir auf die intereffante Schrift von Leo Vetter: „Moderne Bäder" (Stuttgart, G. I. Göschen'sche Verlagsbuchhandlung, Preis 2 Mk.), dem wir Obiges entnommen haben. Dort finden wir auch Aufschluß über die Einrichtung, den Betrieb und die Rentabilität der in Deutschland bis jetzt von Städten und gemeinnützigen Gesellschaften gegründeten Badeanstalten. Alle diese Anstalten haben neben Douchen, Wannenbädern auch ein oder zwei Schwimmbassin-, die meisten auch die heilkräftigen Heißluft- und Dampfbäder mit Maffage. Die Einrichtung dieser letzteren Bäder dürfte gerade in unserer Stadt ein dringendes Bedürfniß sein, um den vielen Kranken, die derselben benöthtgen, den Gebrauch derselben zu ermöglichen. In allen Anstalten findet sich die übereinstimmende Einrichtung, daß jederzeit Douchebäder zu 10 Psg. genommen werden können, und daß an bestimmten Wochentagen, mit Regel Mittwochs - und SamStag - Nachmittags und Abends das Schwimmbassin für nur 10 Pfg. zur Benutzung geöffnet ist. Auf der anderen Seite gibt eS überall Wannenbäder in mehreren Klaffen je nach der eleganteren Einrichtung, so daß den Ansprüchen aller Bevölkerungskreise Rechnung getragen wird. Unumgänglich nothwendig erscheint die Herstellung eines Schwimmbassins und das aus mehreren Gründen. „Was das Schwimmen anbelangt, so ist eS in meinen Augen daS Ideal der Ideale für die harmonische Ausbildung deS Körpers. ES gibt keine körperliche Uebung, welche einem gut geleiteten Schwimmen sich vergleichen lassen könnte", hat der frühere preußische Unterrichtsminister Göhler im Jahre 1883 einmal behauptet. Jeder Schwimmer wird ihm Recht geben, und jede Mutter wird bestätigen, daß das Kind niemals einen gesünderen Hunger mit nach HauS bringt, als wenn es vom Baden, vom Schwimmen kommt. Die günstige, gesunde Reaction, welche daS kühle Bad im menschlichen Körper hervorruft — im Bade von 35° C wird die einfache, bei 300 C die doppelte, bei 20° C die vierfache Wärmemenge dem Gesunden erzeugt — tritt noch mehr in Erscheinung, wenn sich zum physikalischen Etofluß der Wafferwärme noch ausgiebige MuSkelübungen hlvzugesellen, wenn der Mensch nicht nur badet, sondern schwimmt. Das Schwimmen ist die vollendetste aller Turnübungen, weil e« alle Muskeln deS Körpers in Anspruch nimmt - dabei ist die Schwimmhalle eine staubfreie Turnhalle und der Schwimmer wird durch keine Schweißbildung belästigt. Da bet dem Schwimmen besonders die Brustmuskeln und Athemmuökeln geübt werden, so wird die AuSathmungSfähigkeit der Lungen durch regelmäßiges Schwimmen vergrößert und daS Schwimmen ist von der heilsamsten Wirkung für alle Diejenigen, die an Schwäche der AthmungSorgane, Verengerung des Brustkorbes leiden. Wenn das Wort Virchows wahr werden soll, daß die Menschheit die Tuberculose überwinden müffe, wie sie den Scorbut überwunden habe, so müffen in diesem Kampf die Schwimmbäder für Alt und Jung, Arm und Reich, Frauen und Männern eine erste Stelle einnehmen. Die Einrichtung der Schwimmbäder garantirt aber für eine solche Anstalt auch die Rentabilität, denn die Frequenz kann am meisten gesteigert werden. So sehen wir, daß in den Jahren 1888 bis 1894 die Frequenz deS Schwimmbads fich steigerte in Zittau von 17,919 auf 36,917 „ Görlitz „ 21,892 „ 30,648 „ Offenbach „ 37,946 „ 75,906 „ Elberfeld „ 143,690 „ 267,202 Hoffen wir, daß es dem vereinten Streben unserer | Bürgerschaft gelingen möge, auch den Bewohnern Gießens die Segnungen eines solchen Bades zu verschaffen. * * Strafkammerfitzuog. In der gestriger: Verhandlung hatte sich die Strafkammer mit einem Betrugsversuch des WirtheS und MetzgerS Chr. JlgeS von Schotten zu beschäftigen. DaS Schöffengericht Scholten har den Metzger- meister mit 50 Mk. Geldbuße bestraft, weil er die fette Sau, um deren Kauf eS sich bei der Strafthat handelt, um ganze 4 Pfund leichter erscheinen laffeu wollte, als sie that- sächlich wog. Der Bauer Conrad Schäfer von Mittelbach war nämlich am 14. Juni v. I. zu Schotten im Laden deS Angeklagten mit deffen Sohu dabei, ein ihm verkauftes Schwein au-zuwiegeu. Der alte JlgeS saß mit der langen Pfeife im Munde mit dem ehrlichsten Gesicht in der Welt dabei, einen seiner Füße unter die Waagschale haltend, so das nach unten ziehende Schwein in die Höhe hebend. Als Schäfer dies merkte, so erklärte er, heute als Zeuge vernommen, sei er aufgebracht gewesen und habe den Angeklagten einen verfluchten Ker', der ihn betrügen wolle, geheißen. Beim nochmaligen Wiegen der Sau habe diese 3 bis 4 Pfund mehr gewogen, als das erste Mal. Der Gerichtshof war mit dem Bordergericht der Meinung, daß der schlaue Metzger geglaubt, einen dummen Bauer vor sich zu haben, den er betrügen könne, und bestätigte daS erstinstanzliche Urtheil. Beim Verlaffen der Anklagebank meinte JlgeS, er sei doch ein ehrlicher Kerl, wovon er allerdings beim Sauhandel keinen Beweis geliefert hat. * • Verhaftet wurde gestern ein hier in Stellung gewesener Kellner wegen Betrugs. Derselbe hatte bei verschiedenen Geschäftsleuten Geld geborgt und dieselben im Glauben gelassen, als ob er noch in Stellung sei, trotzdem er bereits entlaffen war. * * Von der hiesigen Raturalverflegstation wurden im Jahre 1895 4766 Handwerksburschen mit einem Kosten- aufwande von 2954 Mk. 92 Pfg. verpflegt, mithin 885 weniger als im Jahre 1894. Für vorübergehend anwesende kranke Reisende, die die Verpflegung nicht in Anspruch nehmen konnten, wurden 100 Karten ä 25 Pfg. aus- gegeben. ES hat demnach die Inanspruchnahme der Verpflegung ganz bedeutend abgenommen. ♦ ♦ Fahrlässige Körperverletzung. Am Sylvefterabend machte fich zu Klein linden ein junger Mann in einer dortigen Wirthschait mit einem geladenen Terzerol öfter zu schaffen. Der Wirth verbat fich solches. Nun ging der Betreffende in den HauSgang und schoß zur HauSthüre in den Hof hinaus. In demselben Augenblick wollte aber ein dortiger Einwohner in das Haus gehen und erhielt die Ladung in den HalS, so daß nicht unbedeutende Brandwunden entstanden. * * Gardtnenbrand. Heute Vormittag gegen zehn Uhr sand in einem Hause des Selterswegs ein Gardinenbrand statt, welcher durch ein mit Feuerzeug spielendes Kind verursacht wurde. * * Jubiläum. Am NeujahrStag beging der Lokomotivführer Konrad Hahn von der Matn-Weser-Bahn in aller Stille die Feier seines 25 jährigen Dienstjubiläums. Die College« des Jubilars ehrten denselben durch Ueberretchung einer GratulationStafel, indem sie den Wunsch aussprachen, daß der Jubilar weitere 25 Jahre glückliche Fahrten zurücklegen möge, welchem Wunsche wir uns gern anschließen. * * Verkehr auf dem Polizeiamt. Auf Großherzoglichem Polizeiamt verkehrten gestern nach einer vorgenommenen Zählung 296 Personen, obschon der Tag keiner von den bekannten verkehrsreichen war. * ♦ Neujahrs Briefverkehr Es dürfte allgemein interes- siren, welchen Briefverkehr das Postamt Gießen infolge des Jahreswechsels zu bewältigen hatte. Es wurden bestellt am 31. December 31,000, am 1. Januar 42,000, am 2. Januar 19,000 Stadt Briefsendungen, im Ganzen 92,000 Stück. Im Vorjahre wurden bestellt am 31. Decbr. 28,900, am 1. Januar 51,000, am 2. Januar 19,600 Stadt- Briefsendungen, im Ganzen 99,500 Stück. Hiernach sind in diesem Jahre 7500 Neujahrsbriefe weniger bestellt, als im Vorjahre. Jnteresiant wäre es, festzustellen, ob auch an anderen Plätzen der NeujahrS-Briefverkehr sich vermindert hat. Zur Bewälrigung dieses MaffenbriefverkehrS standen dem Postamte 24 Briefträger zur Verfügung, sodaß jedem derselben in den drei Tagen die Bestellung von 3835 Briefen oblag. DaS höchste Quantum Briefe, welches auf einem Bestellgang geleistet wurde, betrug 1500 Stück. Zu bemerken ist noch, daß in Gießen sonst durchschnittlich täglich 6030 Briefsendungen zu bestellen find. * * Die Organisation des Handwerk». Den Vorständen sämmtlicher OrtSgewerbevereine ist ein Ausschreiben der Großh. Centralftelle für die Gewerbe zugegangen, aus welchem wir Folgendes entnehmen: In neuerer Zeit wild versucht, die hessischen Handwerker für die sogenannten ZwaugStnnungen zu gewinnen. Wie solche obligatorische Innungen und auf denselben beruhende Handwerkskammern für das Königreich Preußen geplant waren, ergiebt eine Mitthcilung über den sogenannten Berlepsch'schen Entwurf, welche die Nr. 38 des diesjährigen GewerbeblattS unter „Die Organisation deS Handwerks" gebracht hat, während Nr. 50 des Gewerbeblatis den Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Errichtung von Handwerkskammern bringt, wrlcheS eben jetzt dem deutschen R ichStage vorliegt. Es ist nun erforderlich, wenigstens einen Thetl der irrthümlichen Auffassungen und Darstellungen zu berichtigen, welche von den Freunden der Zwangsinnungen, namentlich auch durch Zeitungsartikel verbreitet worden sind. Richtig ist in diesen Mit- rheilungen, daß in Folge einer vom Ortsgewerbeverein Alzey gegebenen Anregung, ober mit wesentlicher Aenderung der von dort gemachten Vorschläge, ein Entwurf, betreffend die Errichtung von HandwerkerauSschüffen und Handwerkskammern, auch hier bearbeitet wurde, welcher zu einem vorläufigen, jedoch nicht endgültigen Absch uß gebracht war, bevor der obengenannte Gesetzentwurf dem BuudeSrathe deS deutschen Reiches zuging. Der hier bearbeitete Entwurf gliedert fich | folgendermaßen: Bildung von zahlreichen Handwerker-AuS- schüffen. — Zusammensetzung derselben auS den Vertretene von sieben Fachgruppen. — Zugehörigkeit der verschiedene» Gewerbe zu den Fachgruppen. — Wahlberechtigung und Wählbarkeit für die Handwerkerausschüffe. — Vornahme der Wahl der Handwerkerausschüffe. — Reklamationen gegen die Gültigkeit de. Wahl. — Organisation und Befugnisse der Handwerkerausschüffe. — Bildung von Handwerkskammer« aus den Handwerkerausschüssen. — Aufgaben der Handwerkskammern. Beziehungen derselben zu der Centralftelle für die Gewerbe. — Fachkommissionen zur Berathung von Angelegenheiten, welche einzelne Fachgruppen betreffen. — Stellung der Handwerkerausschüffe zu den Vorständen der OrtS-Ge- Werbeverein?. — Sitzungen der Handwerkskammern und Fachkommissionen. — Ecsatz von baaren Auslagen an die Mitglieder der Handwerkskammern. — Bestreitung der Kosten der Organisation auS der Kaffe der Centralftelle für die Gewerbe. — Einer der bet diesem Entwürfe leitenden Gedanken ist gewesen, daß auch dem ländlichen, sowie dem klein- und mittelstadtischen Handwerk eine seiner großen Bedeutung entsprechende Vertretung gegeben werden müffe, während bei Schaffung von Zwangsinnungen drr Schwerpunkt fast ganz in den großen Städten liegen würde. Auch darf nicht un- erwähnt bleiben, daß der dem Reichsgesetzentwurf vielfach gemachte Borwurf, dies Gesetz stelle für die geplanten Handwerkskammern keinen Unterbau her, dem obigen VerordnungS- entwurf nicht gemacht werden kann. ES ist aber nicht richtig, daß der hier bearbeitete Entwurf schon jetzt den OrtSgewerbe- vereinen zur Begutachtung vorgelegt sei. Derselbe war nur den Mitgliedern deS engeren AuSschnffrS des LandeSgewerbe- verein», dem die Vorbereitung wichtiger Angelegenheiten obliegt, und zwar zur Erledigung einer Vorfrage zugegangen. Die Nr. 50 deS Gewerbeblatts bringt da» Wesentliche über die betreffende Berathung; eS ist aber auch hier besonder» hervorzuheben, daß in Aussicht genommen wurde, über den Entwurf auch Mitglieder der im Großherzogthum bestehenden Innungen und andere Vertreter deS Handwerks zu hören. Das kann allerdings nicht in nächster Zeit geschehen, weil bei einem amtlichen Vorgehen in der Frage der Organisation des Handwerks die bevorstehenden ReichstagSverhandluugen nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. — Das Ausschreiben erwähnt nun die Bedenken, welche über die geplanten Beziehungen zwischen den Handwerkskammern nebst HandwerkerauSschüffen einerseits und dem LandeSgewerbeverein andererseits laut geworden find, und berichtigt die Ansicht, als beständen die OrtSgewerbevereine zum größeren Thetl auS Nicht-Hand- Werkern, nachdem dann hervorgehoben ist, daß die in die OrtSgewerbevereine gewählten Ntchthandwerker den weitau» größten Theil ihres gemeinnützigen Wirkens dem Kletngewelbe widmen, schließt eS folgendermaßen: Don den zahlreichen und durchweg schwierigen Fragen, welche bezüglich der Organisation des Handwerks vorltegen, ist hier nur ein sehr kleiner Theil berührt worden, und eS ist nicht beabsichtigt, die irr- thümlichen Auffassungen, welche in dieser Sache zu Tage getreten find, sämmtlich zu besprechen. Der hauptsächliche Zweck dieser Zeilen ist, die OrtSgewerbevereine und namentlich die ihnen angehörenden Handwerker angelegentlich zu ersuchen, tu den Fragen der Organisation deS hessischen Handwerks nicht eher Stellung zu nehmen, bis sie Gelegenheit gehabt haben, von dem in Betracht kommenden umsangreiche» Material Einsicht zu nehmen und dasselbe zu prüfen. Um Letzteres zu ermöglichen, wird das Gewerbeblatt u. A. auf den hier vorbereiteten Entwurf demnächst zurückkommen. Bei der Organisation deS Handwerks handelt eS sich um eine Sache, über welche man fich nicht kurzer Hand in wenige« Stunden entscheiden sollte, wie es Seitens einiger Handwerker- Vereinigungen leider bereits geschehen ist. ES wird dafür gesorgt werden, daß behufs Vorbereitung gründlicher Be- rathungen allen Betheiligten daS hierzu erforderliche Material zugänglich gewacht wird. n. Großen Linden. 3. Januar. Der Großh. Forstwart Förster Menges dahier feiert am 5. d. MtS. fein 50jähriges Dienstjubiläum. Nidda, 1. Januar. Unsere Stadt hat in voriger Woche bei Michelnau die sogen. ArnoldSwtese zwecks einer Wasserleitung nach Nidda käuflich erworben. DaS Quellengebiet wird etwa 300 Cubikmeter — 300 000 Liter Wasser liefern. Bei der kürzlichen äußeren Kenntlichmachung der Straßen und Häuser durch moderne Porzellantäselchen haben verschiedene Häuserreihen bezw. Straßen neue Benennungen erhalten. — Die Unsitte de» Neujahrschießens ist Dank der Fürsorge unserer Polizei fast ganz in Wegfall gekommen. § Grebenhain, 3. Januar. H^r erlitt ein zehnjährige» Mädchen, welches eine Wärmflasche zu heiß gemacht hatte, durch Explosion den Verlust von einigen Zähnen- auch eine Schwester erhielt durch Sprergstücke der Flasche Verwundungen, mehrere Fensterscheiben zersprangen. H. An» dem Horloffthale, 3. Januar. Da» Schießen und Lärmen in der Neujahrsnacht hat in diesem Jahre ganz bedeutend abgenommen. Die Leute haben daS Gcld, welches durch Schießen verpufft wird, in vernünftiger Weise dazu benutzt, etliche GlaS Bier dafür zu trinken. Von Unglücksfällen, die früher durch uuvorfichtigcs Schießen herbeigeführt wurden, ist in der ganzen Gegend nichts bekannt geworden. Dagegen haben manche Landwirthe den alten Brauch wieder geübt, am Sylvesteriage ihre Obstbäume mit Strohseilen zu umbinden. Hierdurch soll die Fruchtbarkeit der Bäume erhöht werden. Der Brauch ist weiter verbreitet als mancher glaubt und reicht vielleicht bis in die Heidenzeit zurück. In Litauen umwickelt man die Bäume währind der Weihnachtszeit mit einem Strohbande, damit sie im kommenden Jahre reichliche Früchte tragen möchten. Beim Anbringen deS Bandes muß man aber genau darauf achten, daß der Knoten ja nicht von oben nach unten, also nicht dem Safttriebe entgegen, unter das Band gesteckt wird. Geschähe diese», so müsse der Baum verdorren. -e. Nen • Ulrichstein, 1. Januar. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro December 1 89 5. Ende December 1895 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitSloL , Forpmrr MS. lei« mretryp wbentfc ‘J0 unb >We der '8m die ,lle der ttbtottti, für dir Erlegen, vtkllvv» )rt8=6e. ®b 8achi die M. r Kosten für die ibtn Gern klein- Mtutung jrenb bei fast ganz nicht un« f vielfach rn Hand- irbuungg, " richtig, igewerbe- tuat nur Erwerbe- litten ob> Begangen, iche über besondert über den istehende« |u hören, jen, weil ganisation mblungen reiben erlitten Be> mdtverker- adererseits beftänbtR icht-Hanb' >ie In die d weitaus ilngctoerbe eichen und :t Organi- ehr kleiner t, die irr- i Tage ge- «liche Zwet lentlich die i ersuchen, Haudtverkt leit gehabt sangreiche« üsen. Um u. A. auf annen. $et h um eine in wenige« Handwerker- ®lrb dafür dlicher De- ie Material ligtt Dache c Wasser' luellengeWL afierllef^/ ,et Slraben haben ver- g^ennunge« ist Dank der ifMDien; rehnjShrige^ -macht batte, , auch eine che BelMf )aS Schieße« >7.» Im* Bt geworde»' lautne trM ->» 81t»“'! * e»6 *S °°° y>* Heyer. [230] Otto Bergen. 238 der 23t Denselben. Sophie Klingelhöf«, ledig, alt 86 Jahre, fiarb Mai 26. December. Den 31. December. Johannes Schweitzer, Wogenputzer, alt 59 Jahre, starb den 28. December. Den 2. Januar. Marie Wilhelmine Trapp, geb. Bücking, Ehefrau des ElsenbahndtrectorS Ludwig Trapp zu Göttingen, all 48 Jahre, starb den 30. December zu Götttagen. Für nur 5 Mark (mit Glockenspiel 70 Pfg. mehr) Zagdverpachtung. Donnerstag den 23. d. M. werden nachverzeichnete am 1. Februar d. Js. leihfäLig werdende Do- rnanialjagden aus den Oberförstereien' Treis an der Lumda und Schiffen- Verein für Krankenpflege Einladung 110 Mann. Dieselben Vertheilen sich auf das Groß- I herzogthum Hessen 33^ Königreich Preußen: Regierungsbezirk Saffel 12, Regierungsbezirk Wiesbaden 11, Provinz Rhein - lande 12, Provinz Westfalen 4, Provinz Hannover 5, Pro viuz Sachsen 2, Provinz Brandenburg 1, Provinz Schlesien 4, Provinz Posen 2, Provinz Ostpreußen 2, Provinz Pommern 1; Königreich Bayern 5, Königreich Sachsen 4, Königreich Württemberg 1; Großherzogthum Baden 1 ; Herzogthum Braunschweig 1; Thüringische Staaten 3; Lippe-Detmold 1; Freie Städte: Hamburg 1, Bremen 2; Ausland: Oesterreich 1, Dänemark 1. Hiervon waren: Schneider 2, Schuhmacher 1 , Arbeiter 62, Bäcker 3, Tuchscheerer 1, Land- wirth 1, Maurer 5, Kupferschmied 1, Anstreicher (Maler) 4, Kellner 2, Mefferschmted 1, Tapezierer 1, Buchbinder 2, Steindrucker 1, Kappenmacher 2, Schreiner 3, Gärtner 4 Weißbinder 1, Bildhauer (Holz-) 1, Kaufmann 1, Steinmetz 2, Küfer 1, Töpfer 1, Conditor 1, Krankenwärter 1, Tuchmacher 1, Schlosser 1, Barbier 1, Schmied 1, Schreiber 1. Gearbeitet wurde an 2305 Tagen. Verpflegt hat die Volonte an 3213 Tagen. Im Monat December 1895 wurden entlassen 20 Mann, und zwar auf eigenen Wunsch 19, auf Requisition der Behörden 1. Sei: Bestehen der Kolonie sind ausgenommen worden Im Ganzen 2989, dagegen ab- gegangen im Ganzen 2879 Mann, bleibt Bestand am 31. December 1895: 110 Mann. A Mainz, 3. Januar. Der Verein selbständiger Gewerbetreibenden von Mainz hat eine Petition an den Reichstag und das Ministerium in Darmstadt gerichtet, welche sich gegen die Errichtung von Handwerkerausschüffen und Handwerkerkammern in der vorgeschlagenen Art wendet. Die Eingabe an den Reichstag sieht in dem Entwurf des Handelsmintsters von Berlepsch die geeignete Grundlage zu einem den Wunsch der Handwerker nach fachgenossenfchaftltcher Vereinigung befriedigenden Gesetze, dagegen in der Annahme deS Handwerkerkammergesetzes des StaatsminifterS v. Bötticher die Gefahr, im Großherzogthum Hessen eine Handwerkvertretung zu erhalten, welche alle Hoffnung auf Befferuug vernichtet. Die Petition verlangt, dem Handwerkerkammergefetz- entwurf auch in seiner jetzigen Fassung die Zustimmung zu versagen und nur ein Gesetz anzunehmen, das die fachgenoffen- schaftltche Zwangsorganisatton für ganz Deutschland anordnet, die uneingeschränkte Selbstverwaltung garantirt und Laienelemente von jeder Mitwirkung auSschließt. Literatur und Knnft — De« «unstgewerbe - Gehilfe. Organ der Vereinigung deutscher Kunftgewerbe-Gehilfen aller Branchen. E. GrotzmannS Auszug aus den StandesanBtsregistern der Stadt Gieße«. Slufgevot«. December: 28. Georg Prinz, Taglöhner dahier, mit Elisabeth Sauer von Heskem. Januar: 3. Wilhelm Bopp, BauaSpirant dahier, mit Margarethe Marte Luise Bauer hierselvft. Januar: 3. Johann Heinrich Fischer, Gastwirth dahier, mit Anna Krämer hterselbst. 3 Johann Dinge«, Sergeant zu Kastel, mit Anna Margarethe Wilhelmine Henriette Katharina Maria Schmitt hterselbst. Au»r«g aus den Kirchenbüchern der Stadt (Sieben. Evangelische Gemeinde. Getränte. Johannesgemeinbe. Den 3. Januar. Johannes Heinrich Fischer, Gastwirth zu Gießen, und Anna Krämer zu Gießen. ~ M , Denselben. Johann Dinges, Sergeant im Feld-Artillerie- Regtment Nr. 27 zu Kastel, und Anna Margaretha Mtlhelmine Henriette Katharine Marte Schmitt, Tochter von dem verstorbenen Taglöhner Christian Schmitt zu Gießen. Getaufte. Matth äusgemetnde. Den 29. December. Dem Fuhrmann Wilhelm Hillgärtner eine Tochter, Eltsabethe Margarethe, geboren den 23. Octsber. Markusgemetnde. Den 31. December. Dem Schreiner Heinrich Klinke! Zwillinge, Heinrich und Ernst, geboren den 30 November. Lukasgemetnde. Den 28. December. Dem Wetnhändler Carl Schwan ein Sohn, Wilhelm August, geboren den 4. December. Den 1. Januar. Dem Taglöhner Carl Schäfer eine Tochter, Katharine, geboren den 21. December. Militärgemeinde. Den 29. December. Dem Sergeant Adam Willhardt eine Tochter, Jessy Käthe, geboren den 14. December. Den 3 Januar. Dem Hoboist Robert Cyristel ein Sohn, Hermann Heinrich, geboren den 23. December. Veardigte. Markusgemetnde. Den 2. Januar. Antonie Schneider, Tochter des Metzgermeisters Ludwig Schneider, 14 Jahre alt, starb den 31. December. Den 3. Januar. Heinrich Plank, Rentner, 64 Jahre alt, fiarb den 31. December. Lukasgemetnde. Den 28. December. Heinrich Ernst Schröder, Schlosser, alt 58 Jahre, fiarb den 26. December. versende gegen Nachnahme meine allseitig anerkannte beste Concert - Zieh- Harmonika „Triumph“, 35 cm hoch mit 10 Taften, 2 Registern, 2 Doppelbälgen mit tiefen Falten, (daher sehr weit auSziehdar), 2 Zuhaltern und 75 brillanten Nickelbeschlägen, 2 Doppelbäffen, 20 Doppelsttmmen, offener Claotatur mit breitem Nickelstab umlegt. 2chöriger wundervoll tönender Musik. Stimmen aus bestem Material gearbeitet. Die Harmonika ist prachtvoll verziert und hat hochelegantes Aussehen. Jede Balgfaltenecke ist noch mit einem starken Stahlschoner versehen, wodurch unoer- Firma bedingen. Sämmtliche Arbeiter der Firma Carl Emmelius, Gießen. Gießen, den 4. Januar 1896. Gothaer Lebensverficherungsbank. Berficherungsbeftand am 1.December 1895: ^0 Millionen Warf Dividende im Jahre 1896: 291/2 btd 11^ /o der Jahres-Normalprämie — je nach der Art und dem Alter der Versicherung. 220 Vertreter: Heinrich Hochreuther, Südanlage 5. Verkehr, £anb* unb Volk-wirthschaft. Gießen, 4. Januar. Marktbericht. Auf dem heutig« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. X 0,75—0,85, Hühnerei« pr. St. 00 H, 2 St. 13-15 H, Enteneier pr. St 00 * «ter pr. St. 00-00^, Käse pr. St. 5-8 Käsematte pr. St. 3 X Erbsen pr. Liter 15 Linsen pr. Liter 28 -Ä, Tauben pr. Pa« JL 0,60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr.Stück X 0,70-1,20, Enten pr. Stück X 1,70-2,00, Gänse pr Pfund X 0,52-0,64, Ochsenfleifch pr. Pfd. 72-76 H, Kuh-und Rindfleisch pr. Pfd. 66-68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 68 H, Schweinefleisch , gesalzen, pr. Pfd. 72 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60—64 A H,mmelfleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00 b« 0,00 JL, Weißkraut pr. Stück 0-00 H, Zwiebeln pr. Centn« X 6,00—7,50, Milch pr. Liter 16—18 4 M Geiteral-VkrsllMlMg den 8. Januar 1896 Abends 872 Uhr, in der Bavaria. Taqes.Ordnung: Berichterstattung, Rechnungsublage, Ergänzungswahlen. Der Borftaud. Aermietyungen. 213) Der von Herrn Pros. Fuhr seither bewohnte zweite Stock meine» Hauses, 7—8 Zimmer, Garten, Bleichplatz rc., ist per 1. April I. I. zu ver- miethen. — Wenn gewünscht Scheu«, Pferdestall und Remise. Carl Wenzel, Franksurterstraße 40. 215) Die setther von Herrn Renti« Spies innegebabte Wohnung im ersten Stock, 5 große Zimmer nebst Mansardenraum, Küche, Wafferleitung u- Zubehör, ft sofort oder später für 480 JL zu vermieden Auch kann Stallung für Pf«de und Chaiseremise dabei abgegeben werde«. «ardurgerstraße 22. Verlag, Stuttgart. Die uns vorliegende erste Nummer bringt bei hübscher Ausstattung reichhaltigen und gediegenen Inhalt. Sie bringt Ausjätze aus den verschiedenen Gebieten deS Kunstgewerbes, aus der Feder bewährter Fachmänner; so über Formkunde, kunstgewerbliche Formen, Bedeutung des Selbststudiums für den Kunstgewerbe Gehi-fkn und Kunsthandwerker, Möbelindustrie und Jnnen- decoratton, Holzschnitzmöbel (letzteres mit vielen schönen Illustrationen), Artikel, betreffend die Goldschmiedekunst, die Kunstschloss«ei, Glasmalerei, Mattechnik, Keramik, Tapeten- und Tepptchbranche, Zetchnen- technik zur Übertragung auf Zink, Buchgewerbe, Kunst und Kunstgewerbe, bildende Kunst u. s. w. „Der Kunstgewerbe-Gehilfe" fall, wie übrigens schon fein Titel sagt, als Organ einer großen Vereinigung von Kunstgewecbe-Gehilfen und Kunsthandwerkern aller Branchen in Deutschland, Oesterreich, der Schweiz und Holland dienen und ist ein bezüglicher Statuten - Entwurf in der vorliegenden ersten Nummer veröffentlicht und von der „Provisorischen Leitung" unterschrieben. •itofnM. December: 21. Dem Kutscher Heinrich Völpel eine Tochter. 22. Dem Chemiker Carl Eduard Willy Felstng eine Tochter. 23 Dem Hoboist Robert Christel ein Sohn. 23 Dem Schreiner Konrad Dresch« ein Sohn, Carl Ludwig. 27. Dem Uhrmacher Geor» Koch ein Sohn, Wilhelm Karl Heinrich. 28. Dem Taglöhner Heinrich Ruth ein Sohn. 30. Dem Kutscher Johannes Steil ein Sohn, Eduard. 31. Dem Schuhmachermeister Albert Franke eint Tochter. Januar: 1. Dem Photograph Wilhelm Becker ein Sohn. •dUrbttu. December: 26. Elisabethe Deichhardt, 5 Monate alt, dahier. 29. Rosa Fischer, 30 Jahre alt, Laufmädchen dahier. 3C Heinrich Naumann, 20 Jahre alt, Maur« von Treis a. d. Lda., MuSketi« im hiesigen Regiment. 31. Antonie Elisabeth- Luise Wilhelmine Schneid«, 14 Jahre alt, Tochter von Metzgermetster Ludwt» Schneider II. dahier. 31. Heinrich Plank, 64 Jahre alt, Rartn« dahier. Januar: 1. Elisabethe Zimmermann, geb. Müll«, 66 Jahre alt, Wittwe von Landmann Philipp Zimmermann zu Edelsberg, Amt Wellburg. 2. Heinrich Hermann Christel, 10 Tage alt, Sohu von Hoboist Robert Christel dahier. Oeffentliche Danksagung. Wir danken hiermit öffentlich unseren Arbeitgebern, den Herren Louis und Heinrich Emmelius für die hochherzige Stiftung, welche sie am Jubeltage der Firma, um das Andenken des verblichenen Gründer» derselben zu ehren, zu unserem Wohle errichtet haben. Wir geloben alle, stets im Geschäft so und dahin zu wirken, wie es die jeroeihgen Interessen Bekanntmachung, Ermäßigung des Wasserpreises betr. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß in der Stadt verordneten'Versammlung vom 28. November v. I., um die Einführung der Wafferleitung auch in kleinen Häusern zu erleichtern, beschloffen worden ist, rückwirkend vom 1. October v. I. ab, den Mindeftbetrag des jährlichen Wafferverbrauchs für Häuser mit kleineren Wohnungen bis zu drei Zimmern einschließlich auf: 8 Mark für ein Gebäude von einer Familie 16 „ „ ,z , ,/ Zwei Familien 24 „ ,, „ „ „ drer und mehr Familien bewohnt, zu ermäßigen und ersuchen wir diejenigen Abnehmer, welche von dieser Vergünstigung Gebrauch zu machen berechtigt sind, uns als- baldiae Anzeige zu machen. _ Die Mindestbeträge des jährlichen Verbrauchs für Häuser mit größeren Wohnungen — mit mehr als drei Zimmern — bleiben dagegen dieselben wie vorher, nämlich: für ein Gebäude von einer Familie bewohnt 1» Marr „ zwei Familien bewohnt 25 „ " " drei und mehr Familien bewohnt 35 „ „Familien, welche kein Wasser beziehen, werden dabei nicht gerechnet. Ferner wird, gemäß Stadtverordneten - Beschlusses vom 7. Februar v. I., der Preis des Waffers für solche größere Abnehmer, deren Jahres verbrauch eine Höhe erreicht von: , 500— 999 cbm auf 22 Pfg. und bei Erreichung einer Hohe von 1000—10000 „ „ 20 „ für 1 cbm widerruflich vom 1. April 1895 an berechnet, wenn der Jahresverbrauch auf einem zusammenhängenden Grundstück und bei einem und demselben Wafferverbrauchenden in der erwähnten Größe stattfindet. Für Abnehmer noch größerer Mengen Waffers wird eine denselben entsprechende Preisermäßigung in Aussicht gestellt. Die Beträge für den Wafferverbrauch sind vierteljährlich zu ent# richten und zwar zu dem Grundpreis von 25 Pfg. für 1 Nach Schluß des vom 1. April biö 1. April laufenden Geschäftsjahres wird der betr. Nachlaß verrechnet. Gießen, den 4. Januar 1896. Städtisches Gas- und Wafferwerk Gießen. Dienstag den 7. Januar 1.I., Nachmittags 8 Uhr, versteigere ich gegen Baarzahlung: 1 Chocoladen« Automat, 26 Flaschen Wem, 2 Flaschen Champagner, zwölf Flaschen Schnaps, 2 Pferde. 60 Filz- hüte, 1 Etsschrank, 2 Taschenuhren, Juwelen, mehrere Oelgemälbe, Por- cellan» und Glaswaaren, 13 vollst. Betten, 44 Stühle, mehrere Tische, Sophas, Schränke, Spiegel und andere Sachen- Versteigerung vorauss. theilw. bestimmt. 251________Bor«, Gerichtsvollzieher. Täglich frische Sendung r 242 Molkerei- Süßrahm - Butter in anerkannt feinster Maare/ ------ ver Pfund Mk. 1.20 ---- bei A. Sf G. Wallenfels, Marktplatz 21. — Fernsprecher Nr. 46 Chines. Nachtigallen, prima SchlLger 5 «llpen-Stieg zitze 2 «ipemZeisige 1'/- Ung «delstuke« mit Triller,chlag IVt Harzer UanarienvSgei, feinste Hohl- u. Klingelroller, 8,10,12,15 Zucht, Weibchen IV» Awergpapogeteu Paar 8 5EKT WttQtntt und Lieder singende grüne Amazonen- Papageien ä 18, 20, 22, 25 Papagei'ttäfige, neuesteFa?on, iO Stachnahme- L b. Ank. garantirt. [228 Schlegel* Thierpark, Hamburg Haus mit Garten, nächster Näh: der Stadt, zu verkaufen. Räh«es in der Exped. d. Bl. 249 Bon einer Lieferung iurü(!geb!iebene Vy* 2000 Stück sogenannte Armee Pferde-Decken werden wegen verwebter, (nicht ganz sauber) ausgesührter Bordüre ,um spottbilligen Preise von Mk. 4/25 per Stück direkt an Landwtrthe auSoerkauft. Diese dicken — nnverwttut- liclien — Decken sind warm wie ein Pelz, ca. 150x180 cm groh, (also beinahe da« gan,e Pserd bedeckend), dunkelbraun mit bmähten Rändern und 8 breiten Streifen (Bordüre) versehen. KI. Posten engt. Spor:t- - Ufevde-Werken» , goldgelb und erbSgelb, Größe ca. 160X305 — benäht mit prachtvollen 4 . breiten Streifen versehen, osfertre wegen gan, geringem (nur vom Fachmann merkbarem) Webesehler ä Mk. 6 25 per Stück, sonst Mk. 15,-. Deutlich geschriebene Bestellungen, welche nur gegen Borhersendung oder . Nachnahme de« Betrage« auSgeftihrt werden, an den General - Vertreter der . „Vereinigten Wollwaaren.ssabriken" ti. Schubert, BerUn W., Leipztger- . ft-i6e 115. • esy NB. siür nicht Zusagende« verpflichte ich mich, dm erhaltenen Betrag zurückrusmden. • berg verpachtet: I. Obersörfterei Treis an der Lumda: Jagdbezirk Nr. 1, 2. Oberförsterei Schiffenberg die Jagdbezirke Nr. 1 und 2. Die Verpachtung findet in Röhrles Brauerei zu Gießen statt und beginnt Vormittags 10 Uhr. Personen, welche diese Jagden zu pachten beabsichtigen und deren Qualification hierzu nicht notarisch vorliegt, haben binnen 14 Tagen »ei unterzeichneter Oberförsterei sich fierüber auszuweisen. Gießen, den 3. Januar 1896. Großh. Obersörfterei Schiffenberg. wüstlich. Ein hochfeines Instrument mit 3 Registern und 3chöriger prachtvoller Orgelmusik kostet bei mir nur JL 8.—. Selbsterlernschule „Triumph", nach welcher man sofort spielen kann, lege gratis bet. Verpackung berechne nicht. Porto 80 H. Herr Carl Schell in Reetz schreibt: „Gesandte Harmonika findet üverast Beifall. Alle Leute wundern sich, daß Sie ein solches Prachtwerk für 5 Mark verkaufen. Bei uns kostet selbiges min- defien- 12 Mark. Senden Sie noch 2 Stück von derselben Sorte." Wer also für sein Geld ein wirklich gute», tadellose- Instrument haben will, bestelle daher nur beim leistungsfähigsten Musik-Exporlhause von Wilh. Müchler, NeueuradesWestf.) Nichtaefallende Waare nehme zurück, daher kein Rtfico. 218 Ein Bauplatz, in sehr guter Lage, r« verkaufe«. Zu erfragen [237] Weserftraße 17, Pferde Decken Z von 1 Mk. 30 Pfg. an empfiehlt Heinrich Wallach. 214} Mittlerer Stock, 5—6 Zimmer mit ollem Zubehör, ,u v-rmittb-' __Weserftratz« 4. 252} Schöne 6 Zimmer W-Hnuug mtt zwei Mansarden per 1. April **«*v ** «( * * ♦ ♦ ♦ * •* * * * ♦ ♦ ♦ ♦ •* ♦ > ► ♦ ♦ » * ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ * XIau abonniert auf blt ,.Gartenlaube" In Wochen Nummern bei allen Suchhandlungen unb Postämtern für 1 Lark 75 Pfennig vierteljährlich. Durch die Buchhandlungen auch in Heften (jährlich (4) so Pf. oder in Halbheften (jährlich 28) ä 25 Pf. zu beziehen Probe-Dummern feudel anf Verlangen grafte u. franko » * ♦ ;> Der neue Jahrgang (896 beginnt soeben. Nbonnements-Preis vierteljährlich nur 1 Mark 75 Pf. Romane und Erzählungen, welche demnächst erscheinen: G. Werner: „§iata Wovganct". Rudolf Lindau: „iper Kl'(rgeschr7ei". Marie Bernhard: „Mr?eöy". W. Hrimburg: „Trotzige Kerzen". Hans Arnold: „H-ecket auf Weisen". Ernst Eckstein: „Wietkiebchen". Belehrende und unterhaltende Beitrüge erster Schriftsteller. Künstlerische Jllnstrationeu. — Eln- und mehrfarbige Kan tbellagen. Sonntag, den 5. Januar 1896: Aroßes Aöend-Koncert 256 auSgettlhrt von der «aptlit des 2. «riihh. tzkff. M.-Lkgimkot- Hr. 116, fiaiftr wilhkl» unter persönlicher Leitung des Großh. Musikvirectors Herrn C Kran'ße^ Programmr 1. An die Gewehr', Marsch. 2. Duoerture zu Raymond 3. Romanze für Cello 4. Jntroduction aus Lobengrin. 5. Ouvertüre iu T'avtata. £ Coucert für B oline- 7. Ich bin Dir qut, Walzer p. Strouß. 8. Fantasie au« Bajatzo 9. Aus o rgangenen Beiter. 1 Historische Albumblä ter aus dem 13. bi« 19- Jahrhundert (Böitge). 10. Waldflüstern. 11. Lebenswecker, Galopp. Ansan« Abends 8 llfir. Entree 40 Psq. Lonys Bierkeller. hkllte Sonntag: Hlestanration in sämmtlichen Päumen. Im Saal Nachmittags von 4 bis 7 Uhr und Abends von 8 bis 11 Uhr: 247 Concerto. ©ntree ä Person 20 Psg. — Familien Preisermäßigung. Ausschank von prima Pilsener aus brr Brauerei Pfungstadt. Vorzügliche Küche. K. Held mann, Restaurateur. % Mnntt-TulMlkin. Den ver'hrlichcn ÜNitgliedern zur Kenntniß, baß regelmäßige Turnen Dienstag, de« 7. Januar wieder beginnt und zwar: Dienstag: Aclioe Turner- und Zöglings Riegen; Donnerstag: Vorturner- und akademische Riege (nach Belieben auch Dienstag und Freitag); Freitag: Männer-, active Turner- und Zöglings Stiegen. Anfang der Turnstunden Abends 8 Uhr. Anmeldungen nimmt entgegen Ter Vorstand. P. S. eemefteifarten für Studirende an den Turnabenden in der Turnhalle des Realgymnasiums. 257 Stadt Marburg. Tanzmusik =-^. ! ____wo;u höflichst entladet =~ -----248 W. Leyerer. Geschäfts-Verlegung. Meinen werthen Kunden zur gefl. Nachricht, daß ich mein Herrenkleider-Geschäft nach 2 Krenzplatz S verlegt habe und bitte, das mir seither geschenkte Vertrauen auch feinet bewahren zu wollen. Gleichzeitig empfehle einen Posten feinerer Damen«Kleiderstoffe zu billigen Preisen. Hochachtungsvoll Heinrich Siever, 232 seither Reuen Bäue 1, jetzt 2 Kreuz pla u Süd-Weine und Spirituosen Eigene Import von FRIEDRICH LEO, Gies sau. SpAB. Bothwein Aragon pr.FL X „ Cötee „ „ „ Prlorato (herb u. mild) „ „ „ „ (bO»r) 4 1,iOa.n a „ Portög. 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EHeyda. — Drud anb Verlag der Brühl'scheu Univrrfltär-.Buch. mrd 6tem5rederri (Pietsch A 8 cheyda) In Sftßm. Aie heutige TTIuutnter umfaßt 8 Sei!cn.