»rtriige. Vorträge "?1,MeWWeu '7'"« *h. 1 bestimmt. ?»Ätt ”™ '‘•‘•«fliiliailedta lTT-—----1MII Jtaeater. m und letzten Male n «udermann. iber er.: Baste. )rd“. Burnett. 96, Abends 8 Uhr: oftffot Stamm N te 30jil|t. fitifp ilen der grauen ist etuM Der Vorstand. rauf aujmerkjam, daß b» ste die VerkausM» bgps üs7WWM laiUWmte en.___________ _ I toftf&X 1 naht! Mauen! t, einen WM btnierbaüen, M Wche-Lorrath ju besthen, d* :ttns |« ®o!ha ioeber aebilbelen 6omile in« W KLSL'Ä flÖSSS« Nr. 286 Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamikienvtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Zweites Blatt. Freitag den 4. December 1896 Gießener Anzeiger Keneral'-Anzeiger. Vierteljähriger Abonnemcntspreisr 2 Marl 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -chukstratze Ar.7. Fernsprecher 51. Clints- und Unzei^eblntt füv den Taveis <8ie^en. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Aamitienökätter. Alle Aunonccn-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Sieße«. den 3. December. •* Sine Warnung vor der Auswanderung nach Transvaal erläßt der deutsche Consul tu Pretoria an alle Dte- jenigen, welche nicht im Voraus eine feste Stellung sich gesichert haben und in der englischen und holländischen Sprache nicht gute Kenntnisse besitzen. Denn auch in solchen Geschäftszweigen, welche noch Arbeitskräfte brauchen können, ist nicht stets sofort eine Stelle zu erlangen, vielmehr muß auf das Freiwerden einer solchen oft lange gewartet werden; das Warten ist aber in Südafrika sehr kostspielig, weil der Lebensunterhalt dort viel theurer tst, als bei uns. Das gilt auch von der Capcolonte, überhaupt von gauz Südafrika, das man ganz zu Unrecht als ein Eldorado für Alle anfieht. -n- Gettenau, 1. December. Die Römer find doch ausgezeichnete Baumeister gewesen, das merkte man wieder deutlich an der durch die Nebenbahuarbeiten aufgedeckten Straße, die wir schon eintgemale tu diesem Blatte erwähnt haben. ES wurde nämlich kürzlich ein Straßenstück bloßgelegt, das vor zweitausend Jahren einen Morast durch- schnetdeu mußte. Da trieben die Römer eichene Pfähle in den Morait und legten andere eichene Pfähle quer darüber, sodaß eine Art Knüppeldamm oder Pfahlrost entstand, der heute noch von bedeutender Festigkeit ist. Die ausgehobenen Achenpfähle zeigen nämlich nur eine mäßige Moderschicht, wShrend sie inwendig noch hart und fest find wie Eisen und eine kohlschwarze Farbe angenommen haben. Interessant ist eS, zu untersuchen, wie sich seit jener Zett die Erdoberfläche verändert und nach und nach eine hohe Schicht von Erd« mvffeu aufgelagert hat. Weiter hat sich folgende merk würdige Thatsache ergeben: Ueber die Römerstraßen in Deutschland hat man Karten avgefertigt, auch über solche, die noch nicht aufgedeckt wurden, sondern nur vermuthet werden. Diese Karten find, trotz, oder richtiger obgleich eß stch hier nur um Bermuthungen handelt, so genau, daß die vtrmuthete Straße mit der wirklich gefundenen so zu sagen auf ein Haar stimmt. Die rtestgen Pflastersteine von der kömerstraße werden zerkleinert und auf dem Schienenwege Verwendet. Was würden die alten Römer für Gesichter machen, wenn sie urplötzlich auferstehen und einen daher brausenden Eisenbahnzug anstaunen könnten! DaS ist doch noch etwas Anderes, olS Straßen und Castelle erbauen! -e. Reu - Ulrichstein, 1. December. Monatsbericht 4er Arbeiter-Colonie pro November 1896. Ende November 1896 sind in der Colonte stellen-, resp. arbeitslos 68 Mann. Dieselben Vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 17; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 9, Regierungsbezirk Wiesbaden 10; Provinz Rheinlande 5, Provinz Sachsen 7, Provinz Schlesien 2, Pro« vtnz Brandenburg 1, Provinz Westfalen 2, Provinz Hannover 1, Posen Provinz 2; Königreich Bayern 3, Königreich Württemberg 1, Königreich Sachsen 1; Großherzogthum Baden 4; thüringische Staaten 2; Ausland: Schweiz 1. Hiervon waren: Arbeiter 42, Anstreicher 3, Bäcker 3, Former 1, Büchsenmacher 1, Gärtner 3, Installateure 1, Kaufleute 4, Lehrer 1, Lacktrer 1, Oeconomen 1, Schuh« macher 3, Schneider 3, Schlosser 1. Gearbeitet wurde an 1472 Tagen. Verpflegt wurde an 1700 Tagen Im Monat November wurden entlassen 10 Mann, und zwar auf eigenen Wunsch 8, weil die Arbeit zu schwer 2. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3147, dagegen abgegangen im Ganzen 3079 Mann, bleibt Bestand am 30. November 1896: 68 Mann. Wippenbach, 26.November. Die neugefaßte Mineralquelle in hiesiger Gemarkung, dicht an der Domäne Kloster KonradSdorf gelegen, wurde vor einiger Zeit von Professor Dr. Günther-Gießen auf ihren Gehalt untersucht, und ergaben sich folgende Resultate: 1) Schwefelsäure- Strontium 0,00390 per Mtr. (unbedeut.) 2) „ saurer Kalk . 3) Phosphor „ „ . 4) Kohlens. „ . 5) Chlormagnesium . . 6) Brom-Magnesium . . 7) J°d- , « - 8) Schwefels. Magnesium 9) Eblorkalium . . . 10) Chlorkalithium . . . 11) Chlorammonium . . 12) Chlornatrium . . . 13) Chlorsaures Natron . 14) Kohlens. Eisenoxydul . 16) „ Mangonoxydul 16) Phosphors. Thonerde. 17- Kieselsäure .... 18) Halbgebundene Kohlens. 19) Freie 0 53034 , „ 0,09022 0,00077 „ „ 0,00039 1,03098 „ „ 0,41848 0,29824 „ , 0,20341 0,00169 „ „ 0,00355 (Spuren unbedeutend) . 0,29445 „ . 0,68532 M . 0,01042 „ . 0,00362 „ . 8,43035 „ . 0,00140 „ . 0 02096 , . 0,00447 „ . 0,00100 „ . 0 01345 „ . 0,46325 „ . 1,11350 „ „ 0,14500 „ 0,00018 „ 0,01672 „ 6,83565 ff „ 0,00565 „ 0,00059 * 0,05992 * — fr — Die Hinteren Zahlen geben den Gehalt des Kochbrunnens zu Wiesbaden an. Darmft. Tgl. Anz. X. Darmstadt, 2. December. In Wochenfrist wird in der Kun st Halle des Kunstvereins die Weihnacht-. Ausstellung arrangirt sein, in der auch die neuesten Bilder von Hermine von Preulchen (der berühmten Malerin de» »Mors Imperator*) erscheinen werden. Zu der am 12. De- cember in der Kunsthalle stattfindenden WeihnachtSVer- loosung find 15 Oelgemälde, darunter prächtige Stücke der Münchener Maler Paul Weber (bekanntlich ein geborener Lauterbacher), Bär (ebenfalls ein hessischer Landsmann), Pitzner, Heinisch, Schoyerer u. A., des Düsseldorfer- Schweich rc., sowie ein Pastell von Kröh, hier, angekouft. — Ein große- Gemälde von Hch. Breling in Fischerbude stellt mit ergreifender Wirkung die heldenmüthige Verthei- dtgung des Kirchhofs von Beaure la Rolande am 28. November 1870 dar. Von großartiger Technik und trefflicher CharacterisirungSkunst zeugen die zwei Coloffalbtlder au» dem Hochgebirge „Heimkehr von der Alm" und „Abgestürzt" von Richard Scholz in Dresden. Zwei Porträt», Anton v. Werner und DuboiS-Reymoud darstellend, zeigen wieder deS Berliner MalerS Alex Koner virtuoses Können. Ein flott gemaltes Straodbild aus dem klippen« und felsenreichen Schweden von HanS Schleich in Berlin und zwei anschau- liche Marinen von Petersen in Düsseldorf find besonderer Hervorhebung werth. Flott in der Compofition, aber in unnatürlich grellen Farbentönen tst eine Herbftlandschaft von Karl Rath gen in Ottensen gehalten. XX Darmstadt, 2. December. In der mittleren Rheinstraße wird in Kürze ein großes Wiener 6af6 eröffnet, womit sicher einem seit länger empfundenen Bedürfniß entsprochen wird. DtrtÄtfdfrteSo Berlin, 30. November. Eine nicht unbedeutende Pulverexplosion hat heute Nachmittag bald nach 2 Uhr im Keller des Eckhauses Alexanderplatz und KöntgSgraben stattgefunden. Sämmtliche Kellerfenster wurden zertrümmert und die GlaSsplitter flogen weit über den Straßeudamm. Mehrere Personen sind durch die Explosion schwer beschädigt, ein Lagerist ist, wenn auch schwer verletzt, mit großer Mühe durch die Feuerwehr gerettet worden. Verursacht ist die Explosion durch Fahrlässigkeit des Lageristen, der im Keller etwas zu holen hatte, und da die SicherhettSlampe vergessen war, ein Streichholz angezündet und diese- noch glimmend jedenfalls in ein offenes Pulverfaß geworfen hat. — Der angerichtete Schaden ist sehr erheblich. • Unter der Spitzmarke „Stephan als Wecker" erzählt M Feuilleton. Frauenliebe. Erzählung von E. Escherich. (Schluß.) Frau Corona übersah die Sachlage mit klarem Blick; sie wußte, daß Hubert nie eine Unterstützung von ihr an- «hmen würde, ohne daß fie sein Weib sei; aber fie wußte auch, daß mit einer erneuten Eheschließung ihrerseits ihr erster Gatte jeder Alimentationspflicht gegen fie enthoben sei. Dennoch fiel ihr die Wahl nicht schwer und fie ergriff mnhig die erste Gelegenheit, auch Hubert ihren Entschluß cktzutheilen. Ueber ihnen kreisten die Sommerschwalben, fich zur Susretse nach dem wärmeren Süden zu sammeln, zu ihnen sah Hubert sehnsüchtig empor. „Wer auch mit ihnen fliegen könnte einem lieben, trau- lchen Wtnterheim zu!" Ste lächelte aufmunternd: „Warum fortfliegen? Auch let uns läßt fich ein behagliches Nest bauen." Eine tiefe Trauer malte fich auf seinem regelmäßigen Erficht. „Ich hab auch einmal davon geträumt, aber seit mein Kuß matt und meine Hand unficher worden ist, hab ich da» Soarmerglück vergessen." Da blieb Corona stehen. „Meine Hand aber ist stark und mein Muth frisch; N'tn Sie so wenig Zutrauen in meine Leistungsfähigkeit?" Erschrocken sah Hubert nach der geliebten Frau. Kein ckzztgmal hatten fie beide all die Zett jene Frage wieder tnLhrt, die er einst au fie gerichtet; wohl hatte eß ihm sasLglich wohl gethan, daß fie zu ihm gekommen war in der öftreren Zeit de» Leiden», und tiefe Dankbarkeit für fie füllte lila; Herz, aber nie mehr hätte er, der fieche Mann, eß ge- eaggt, fie daran zu erinnern. § fl 1831 H Ä*«* ...uz in Diensten tW®*** aricht ( Giessen, JJ* \ stei* 18 ä"°" £* '«! d-" „Wie könnten Sie fich binden an Einen, der Ihnen zur Last werden muß?" entgegnete er zwischen Hoffen und Zweifeln. Corona aber sah ihm tief in die Augen. „Ich aber mag nimmer leben ohne Dich, Du lieber, geliebter Mann!"-- So war für Frau Corona nun auch die Liebe erblüht und Hubert trug sein Weib auf den Händen. Aber von Liebe und Sonnenschein allein läßt fich der Hunger nicht stillen. Daß wußte Frau Corona recht wohl und wuthloß ward fie auch daun nicht, alß ihre kleine Baarschaft ins Schwinden kam. Sie hatte arbeiten gelernt, es fiel ihr nicht schwer, daß Gelernte jetzt zu bethattgeu. Schwer aber ward ihr, die Arbeit zu verwerthen. Kaum eine Beschäftigung wollte so viel Erträguiß abwerfen, um zwei Personen behaglich zu ernähren. Da kam ihr ein retiender Gedanke. Ste hatte einst gut vorgelesen und ein richtig Urtheil über schauspielerische Leistungen gehabt. Daß mochte ihr gute Dienste thun bei einem Versuch auf der Bühne. Freilich war eß für fie ein kaum uachdeukbareS Wagniß, für fie, die einst nicht gewogt hatte, Schlittschuhe zu laufen, weil man fie sah. Vor wie vielen Augen mußte sie fich sehen lassen, wenn fie die Laufbahn einer Schauspielerin ergriff; ihr ganzes Innere regte fich in alter Zaghaftigkeit gegen den Schritt, — aber ste sah auf Hubert, der ihrer Hilfe so nothweudig bedurfte, und ihre Aengstltchkeit wich wie Schatten vor dem Sonnenschein. Mochte die ganze Welt sie betrachten nach Herzenslust, ihr sollte eö einerlei sein; ihr Spiel galt nur dem Einen, dem ihr Herz zu eigen war. So trat fie zum ersten Male vor daö Publikum und so gefiel fie. Dadurch war fie bald aller materiellen Sorgen enthoben und nun auch war fie vollkommen glücklich. Bald ward fie einer der gefeiertsten Sterne der Bühne; Fürsten huldigten ihr und Männer der Kunst und Wissenschaft suchten ihre Gunst — aber CoronaS Herz gehörte Hubert.-- ----— — Einmal wieder geschah eS durch Zufall, daß die beiden einstigen Freundinnen stch trafen, und Anna konnte nicht umhin, der jüngeren Gespielin ihre Bewunderung auszudrücken. „Oft hab ich Dich auf den Brettern gesehen und niemals wollte es mir zu Sinn, woher Du, gerade Du den Muth genommen, so kühn in die Welt zu treten." Da lächelte Corona. „Ich will DirS sagen, die Liebe ist es gewesen, die große, ächte, tiefe HcrzenSminne, die mich umgewandelt, wie sie Dich geändert, die mir die Kraft verliehen, mir selber eine Laufbahn zu öffnen, wie fie Dir den Muth gegeben, der Deinen zu entsagen. Und die Liebe auch ist es, durch die einzig die Frau Werth gewinnt. Tausende von Weibern, die untergegangen, find verdorben aus Mangel an Liebe, tausend andere, die ein muthloseS Dasein sühren, schwinden freudlos dahin, weil ste die alles verklärende, sanfte Himmelstochter nicht kennen gelernt haben." Sinnend neigte Anna daS Haupt. „Du magst Recht haben; was aber sollen jene beginnen, die den Rechten nicht finden, oder denen Mutter Natur daS günstige Aeußere versagt, das begehrenSwerth erscheinen läßt?" Da ging ein milde- Lächeln um CoronaS Lippen. „Die sollen ihr Herz der ganzen Menschheit weihen, denn dem weiblichen Wesen ist die Liebe eigen, wie keine andere Tugend, und liebebedürftig find wir Menschen alle, und am liebsten nehmen wir aus der Fülle eine» anderen Menschenherzens gutwillig Gebotenes; mehr aber als den Nehmenden erfreut die Gabe den Geber, denn glücklich macht die Liebe, die alles leidet, alles opfert und alles wagt, und mit Recht sagt die Schrift von ihr: „DaS Größte aber ist die Liebe!"" ♦ Modem. Meyers Konvei’sat,ons'J-exl^°'L büchertisch Im Verlag von Robert Lutz in Stuttgart (Mk. 4.50 drosch., Mk. 5.50 geb.) erschienen Ist. Zwar gibt es Werke, die einen ebenso großen Absatz erzielt haben, aber, weder BellamyS „Looking Backward", noch „Ben Hur", um nur zwei Beispiele zu nennen, hat die Leser in solchem Grade zu fesseln vermocht. DaS Feenmärchen von den dre britischen Künstlern, von der Wäscherin (Trilby), die zugleich Pariser Modell war, und dem Leben der Maler und Musiker tu der Siinestadt während der Fünsziger Jahre, stammt geradeSwegS aus dem Herzen des Verfassers und ergreift auch deS Lesers innerstes Herz. Hierin liegt das Gehetmniß die „Berl. VolksZtg." folgendes amüsante Geschichtchen: Der etud. jur. A. in der Holzmarklstraße kann Morgens absolut nicht wach werden, da seine Wirthin ebenfalls bis Mittag zu schlafen pflegt und ticerse Weck-ruhren bei dem leisesten Geräusch durch einen derben Faustfchlag unter den Tisch flogen und in tausend Stücke pingen. WaS thut nun Herr A., wenn er einmal früh auistehen muß? Er schreibt an sich selbst einen unfrancirren Brief und wirft ihn Abends 7 Uhr in den Kasten. Da bekanntlich unfrancirte Briefe persönlich abgegeben werden müsien, klingelt Morgens halb 8 Uhr der Briefiräger an der Thür und wird von der im tiefsten Neglige befindlichen Wirthin in daS Z'wmer A.'S geführt, der dann wüthend auS dem Schlaf fährt und den utifioccinen Brief nicht aunimmt. Der Briefträger muß unverrichteter Sache abziehen und Studiosus A. steht befriedigt auf. Stephan hat aber nicht nur Weckuhrdienste verrichtet, sondern ist auch um sein Pocto g'prrllt, denn in dem Brief steht nur: „Lieber A., sei diesmal kein Megatherium, sondern stkh' auf! Dein Be,l." Wer dieser „Berl." ist, hat die Post trotz aller Findigkeit noch nicht herauSgebracht. ♦ Frankfurt a. M.. 26. November. Ein aus einer der ältesten Fischeifamilie Sachsenhausens stammender junger Mann trat vorgestern mit seiner ebenfalls einer Fiicher- familie entstammenden Braut in den Ehestand. Nach stattgehabter Trauung fand in einer Frankfurter Restauration tm engsten Freundeskreise ein Hochzeilssest statt, währenddessen sich der Vater der jungen Frau bei einem Hcckenwirth in Sachsenhausen niederlteß, wo er bis zum frühen Morgen verblieb und im Kreise seiner Freunde dem Wohlergehen des jungen Paares— fünfzig große Krüge Aepfelwein opferte. * Der verhaugnißvolle Kleiderständer. Aus Crefeld berichtet man: Hebet eine heitere Komödie der Irrungen entnehme ich einer längeren Darstellung der „Rhein- und Ruhrztg." Folgendes: Ein Möbclhändler aus einem kleinen Orre fährt eigens nach einer größeren niederiheinischen Stadt, um einen Kleiderständer zu erwerben. Nach Abwicklung des Geschäfts begibt er fich in eine Kneipe und läßt sein Möbcl auf dem Flur stehen, von wo eS natürlich gestohlen wird. Der Mann macht Anzeige bei der Polizei, erwirbt einen zweiten Kleiderständer, trinkt einen zweiten Schoppen und wandert dann zum Bahnhof, um die Heim« reife anzutreten. Zunächst aber nimmt ihn ein Schutzmann ins Verhör, und da fich der Jnquirirte nicht auSzuwetfen vermag, wandert er als der gesuchte Kleiderständer-Dieb zur Polizeiwache, von wo er am andern Morgen, nach Feststellung seiner Personalien, mit dem Kleiderständer enL lassen wird. * Laht man, mien Sohu, geih Heu nn seggt et Muddern!" AuS Pommern wird über einen erschütternden UnglückS- fall berichtet, bei welchem ein Vaier vor den Augen seines Sohnes ertrank. Der Arbeiter Lehmann aus Vitense benutzte den letzten Sonntag dazu, um au einem in freier Feldmark gelegenen Teiche Rohr und Schilf zu schneiden. Sein fünfjähriges Söhnchen begleitete ihn. Als der Mann mit der Arbeit fertig war, wollte er dem Kleinen noch eine om anderen Ende deS Teiches gelegene Jrgdhütte zeigen und forderte rhn auf, mit ihm über das fpiegelblanke Eis zu gehen. Der Knabe fürchtete sich aber und zog es vor, den weiteren W g am Strande deS Teiches zu machen, wahrend der Vater das Eis betrat. Der Mann war aber erst kurze Zeit gegangen, als er einbrach. Bei der Tiefe deS Teiches fich seiner gefährlichen Lage sofort bewußt, hielt er sich mit krampfhafter Anstrengung oben und suchte auS dem Loche zu klettern, aber jedesmal brach ein weiteres Stück Eis ab, und der Vater verschwand von Neuem vor den Augen des Kindes, daS jammernd am Ufer hin- und herlief. Als der Verunglückte merkte, daß er sich ohne fremde Hilfe nicht retten könne, rief er dem Knaben zu, er möge ihm schnell auS der Jagdhütte ein Brett holen und auf das EiS legen. Der wackere Kleine, desien Körperkräfte die Herzensangst verdoppelt, lief, während der Vater mit dem Tode kämpfte, hin, holte ein Brett und schob eS aufs EIS. Aber, o Jammer, die Mühe war vergeblich gewesen. — DaS Brett hatte nicht die genügende Länge. Jetzt rief der Vater seinem Kinde zu, eS solle die Stricke herbetschafien, mit denen er vorher Schilf und Rohr zusammen gebunden. Aber als der kleine Bursche mit den Stricken kam, da war (auch in Umtausch gegen ältere V. erke) sowie liefert gegen Teilzahlungen von monatl. 3 M. an H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart TU« daß Du mich nicht anpumpst • „Moses". Der 96er hat noch einen Namen erhalten, und zwar Ist derselbe recht bezeichnend. Infolge der vielen Feuchtigkeit, unter welcher er gezeitigt wurde, erhielt er d:n Namen „MoseS", d. h. der aus dem Wafser Gezogene. seines unvergleichlichen Erfolges. ES wendet fich mehr au : das Gefühl als an den Verstand, obwohl der geistreiche Der- fafier auch tu dieser Beziehung den anspruchsvollsten Leser befriedigt. Bel aller Kunst übt es eben ganz naturwüchsigen Reiz auS. Es ist ein Buch, das nicht nur gefällt und ent« zückr — man muß eS heben. — Ja England und Amerika ist ein wahrer Trilbh-CultuS getrieben worden: in Concerteu sang man ihre Leder, man stellte ©eenen deS Buches In lebenden Bildern dar, Prediger knüpften auf der Kanzel er- baul che Betrachtungen daran, eine neugegründete S'adt in Florida erhielt den Namen ,Trilby und alle ihre Straßen und Plätze wurden auf dem Plan nach den bekannten Personen drö Romans benannt; eS folgte auch bald eine Bühnen- | bearbeitung, welche demnächst in Berlin zur Aufführung ge- I langen wird. Auch die Industrie wollte nicht zurückstehen- Trilby-Handschuhe, -Cravatten, -Manschetten und -Hüte erschienen in den Ladenfenstern und fanden Beifall und Absatz. I George du Maurier, der b.s dahin in mäßigem Wohlstand ! eine Villa in Hampstead Heath bewohnt hatte, war mit einem Schlage zum reichen Mann geworden. Sein erster Roman hatte Ihm 5000 Dollar eingebracht, für Trilby wurden Ihm als Honorar und Gewinnantheil nach und nach gegen 100,000 Dollars bezahlt, dazu kam noch der Ertrag der Dramatifirung, so daß er mindestens eine halbe Million Mark aus diesem einzigen Roman bezogen hat, bevor ihn auf der Höhe des Ruhmes und Glückes vor einigen Wochen der Tod ereilte. „Mein Erfolg ist zu groß gewesen, er hat mich zu Grunde gerichtet", klagte er den ©einigen, die fein Krankenbett umstanden. ♦ Vogelschutz. Die Anlage von Futterplätzen, für welche der verstorbene Hofrath Professor Dr. K. Th. Liebe durch Wort und Schrift eingetreten ist, findet in immer weiteren Kreisen Beachtung, ©eine Broschüre „Futterplätze für Vögel tm SB Int er" ist durch den Thierfchutzverein zu Gera in vielen Tausenden von Exemplaren In Deutschland, Oesterreich und der Schweiz verbreitet worden. Außerdem wurde das Büchlein in mehrere fremde Sprachen übersetzt. Die Regierung in Stade hat nun im September vorigen Jahres eine Verordnung erlassen, die den Lehrern des Kreises die Herstellung von Futterplätzen für Vögel während der strengen Winterzeit auf den Spielplätzen, den Schulhöfen oder sonstwo In der Nähe der Schulhäuser empfiehlt. Es sei dies ein pädagogisches Mittel, die Kinder für die Vögel zu interessiren, in ihnen Liebe zu den Thieren überhaupt zu wecken und zu pflegen und sie von Thierquälerei abzuhalten, besonders wenn fie der Fütterung zusehen und zu derselben ihren, wenn auch noch so bescheidenen Beitrag liefern können. Abgesehen hiervon sei die Erhaltung der Vögel durch Futter- Plätze auch für die Gegenden von Nutzen, in denen besonders Obst- und Gemüsebau betrieben wird. Gewiß ist ein solcher Erlaß mit Freuden zu begrüßen- zeigt er doch, welche hohe, sittliche und volkserzieherische Mittel in der Sache deS Thier- schutzeS liegen, die, verständig unb zur rechten Zeit durch Lehre und Beispiel dem empfänglichen Klndergemüth ein- gepflanzt, ihrer Zeit reichlich Frucht tragen und unser Volk zu einer höheren Stufe der Sittlichkeit zu heben im Stande sind. Schulen, welche die obige reich illustrirte Vogelschutz- schrist an Schüler und Schülerinnen verbreiten wollen, erhalten bei Einsendung von 5 Mk. an die Verlagsanstalt von Theodor Hofmann in Gera (Reuß) einhundert Exemplare portofrei zugesandt. Der Einzelpreis ist auf 20 Pfennig der Vater bereits völlig erschöpft und hatte nicht mehr die Straft, die Stricke zu erfassen. Einen letzten Blick auf fein Kind werfend, rief er mit versagender Stimme: „Laht man, mien Söhn, geih hen un segg et Muddern l" Dann versank er in sein nasses Grab. Der Junge stand noch eine Weile und wartete, ob der Vater nicht wiederkebre, dann lief er jammernd querfeldein und brachte der Mutter die Schreckenskunde. Der Leichnam wurde später geborgen. An der Bahre trauert eine Wittwe mit sechs kleinen Kindern, von denen der Fünfjährige das Zweitälteste ist. • Gera. 25. November. Der Redacteur der social- demokratischen „Reußllchm Tribüne" hatte einen Lehrer genannt und wurde deswegen zu estgesetzt. „ • DaS Erkennen der zuckerreichen Ruben hat für den Verkauf der Rüben nach dem Zuckergehalt, besonders für die Probeentnahme eine große Bedeutung. Hier gelten folgende Regeln: De mittelgroßen birnförmigen, leicht eingeschürzten Rüben einer und derselben Sorte haben einen größeren | Zuckergehalt, als alle zu großen, alle zu kleinen, alle stark verwurzelten, zweibeinigen (sog. Hampelmänner), sowie auch die ganz keilförmigen. Unter Berücksichtigung obiger Kenn- zeichen hat diejenige Rübe den höheren Zuckergehalt, die keinen grünen Kopf hat, am längsten ist und eine rauhe, quer gewurzelte Haut besitzt- auch eine fchraubenförmtge Furche deutet auf guten Zuckergehalt. * Eine Steuer anf Neugeborene, da» ist daS Allerneueste I Und daran sind gerade die hilfreichen Frauen, welche den jüngsten Weltbürgern daS Fortkommen zu erleichtern bestrebt fein sollen, schuld! Die deutschen Hebammen beabsichtigen nämlich, eine Petition an den Reichstag zu richten, in welcher um Erlaß eines Gesetze- betr. Einrichtung einer AlterS- versorgungSkasse für Hebammen ersucht wird. Die Aerzte stehen dem Plane durchaus wohlwollend gegenüber- iw Königreich Sachsen besteht bereits eine derartige Kasse. In Deutschland practlciren ungefähr 36,000 Hebammen, und jährlich kommen ca. 1,900,000 Geburten vor. Würde nun jede Hebamme, fo wird ausgerechnet, verpflichtet fein, bei jeder von ihr geleiteten Entbindung 30 Pfg. zu zahlen, und müßte jene Entbundene (im ArmuthSfalle die Gemeinde) 50 Pfg. steuern, so ergäbe daS jährlich 1,520,000 Mk. Nach dem 60. Lebensjahre könnte dann eine invalid gewordene Hebamme rentenberechtigt werden, und mit dem 65. Jahre ein jedes Kassenmitglied, daS die Praxis niederlegt. . . Ihre Nichte, meine Gnädige, ist ja „Ja, fie wird demnächst an« CHeratnr rrrrv ICitnft — „«vs der International«,, Menstausflellnns JW Berlin 1896* betitelt sich das ansehnliche, eoento mcauietche wie in der äug ren Etschetnung orrnebm a: muthende Helt, m-t bim die b. kannten .Meisterwerke ter Hol-schnetdikunn* au« dem Verlag von I. I. Wider in Leipzig eine neue Folge in glänzender und viel» verhettzender Weile eröffnen. Acht; hn Jahre hindurch find dir bisher aus jroö.f Monalsliefirungen jedesmal zu einem statituten Band anwachlend'N Samolung«n von Holzschnitten noch Wertender Maleret, der Plastik unb gelegentlich auch der Architrc'ur weite» Kreisen eine hochoeschähte künstlerische Gabe gewesm. lieber die trüber ihm gestecklen Grenzen aber wächst ta« Unterrehmen an innerer B-deulung und an äußerem Glanz jetzt sichtlich wert binouB, Statt der bisherigen Movatelieferungen wird eS fortan zwang öS erscheinende, auch einzeln käufl che Helte bieten, die stets ein in diesem oder jenem Sinne geschlossenes Garze sein tollen Zugleich kleiden sich habet die „Meisterwerke*, die bisher in schlichter Anspruchslosigkeit austraten, in ein oöUia reueB Gewand, daS dem ge- fteißCitrn inneren Gehalt würdig entspricht. W-r das vorliegende Heft durchblättert, das bereits durch r«S von G. T'ppel entworfene, fdnfinnig erdachte farbige Umschlags bild mit einem symbolischen Maibaum und der Silhouette deS Berliner AuSstellung^palasteS fesselt, ftebt nicht nur durchweg wirklich vorzüglichsten Leistungen des Holz chniitS gegenüber, sondern es ist überdies der malerische und stimmungsvolle Eindruck der Blätter dadurch, daß sie nicht schwarz, fonbe.n in wechselnden Farbentönen gedruckt sind, überraschend erhöht. Wiederg.geben sind m dieser Weise 31 Gemälde unb Sculpturen verschiebenster Art, darunter hervorragende Weike von Böckitn, Achenbach, Frenz, Pi tlchmann, Stahl, W. Spitz, Kunz Wieg r, Detlmann, Friese, Karl Ha tirann, P. o. d. Ouberaa, Manzel, wberletn, Cifariello unb anderen deutschen unb außer- deutschen Meistern. In vornehmer typographischer Ausstattung lügt sich dazu ein von Aem. Fenbler warm und lebendig geschriebener Text, der zunächst in großen Zügen die Entwickelung unb B deu- tung der Berliner Ausstellungen unb ihre Stellung im Leben her Hauptstadt schildert, bann aber die vorgesührten Werke mit stinem Eing-ben auf die künstlerischen Absichien bespricht unb dabei stets den Blick vom Einzelnen auf bas Ganze des heutigen Kur.stfchcffenis zu lenken werf». Belehrung, Anregung und Genuß bietet das Heft somit in reichstem Maße. Bei dem geringen Preise von 4 Mk. ist es Jedermann zugä-glich, der nach einem künstlerisch«» Schn uck seines Heims, nach einer inneren Berührung mit der Kunst in stille« Stunden der Erholung Verlangen trägt. Bei seiner wal-rhast vornehmen Erscheinung aber fügt es nicht minder auch sich in ben Rahmen des elegantesten EalonS. — Die ersten fünf Lieferungen der neuen Folge von W. Hei«» bürg» Gesammelten Romeeve« «Nd Novellen (Verlag von Err.st Keils Nachfolger in Leipzig) liegen vo>. Sie enthalten den größeren Theil des Romans „Mamsell Unnütz", eine neue V riante auf da» beliebte Äfchenbrödelthema, aber feir sinnig unb spannend durch- geführt. Die beiden Nachbarskinder Julia unb Therese, welche i« Mittelpunkt der Geschichte stehen, jene bie Mamsell Unnütz, «in charactersestes Mädchen voll echten Zartgefühls unb itiutr Liebe, diese, eine launenhaft verzogene Schönheit, sind in scharfen Contrast gestellt: ebenso der verschu bete Lieutenant, welcher anfangs ber reichen Therese den Hof macht unb vom Vater zurückgewtefen, sich zur Schutztruppe nach Afrika begibt, unb ber lebensfrifche, tüchtige Arzt, welcher Therese heirat! et, obschon er weiß, wie innig Julia ibn liebt unb obschon er selbst durch seine Zärtlichkeit diese Liebe großgezogen hat. Beide finden sich am Schluß, nachdem die Ehe mit Therese wieder gelöst ist. Das wird spannend erzählt und manch- ber Genre- unb Salonbilder sinb mit poetischem Reiz auSgestattet. Die Illustrationen von W. Claudius werden ber Gestaltenzeichnung ber Dichterin voll- kommen gerecht. Die neue Folge von W. Heimburgs Jllustrirten Romanen erscheint vollständig in 35 Lieferungen zu 40 Pfg.. alle vierzehn Tage eine Lieferung. Die erste Lieferung senden aus Wur.stv die meisten Buchhandlungen zur Ansicht. - Eine Reise «m die Welt - E in 80 Tagen sondern in kaum so viel S-unden und doch ohne lieber Haftung, in bebag- lieber Rübe, ohne Unbequemlichkeiten, ohne Gefahren und fast ohne Kosten! Zu einer solchen Reise durch aller Herren Länder bietet bas Prachtwerk „Die Hauptstädte der Welt" (Verlag der Schlesischen Buchdruckerei, Kunst- und Derlagsanstalt v. S. Schott laender) Gelegenheit. Wohl werden auf dieser Reise nur bie Haupt- I städte berührt, aber mehr unb mehr centiallfirt fid) ja bas Ltben ber Staaten in ben großen Metropolen, bleiet diese die Qufnt.si-n» der eigenthümlichen Wesenheit bet Nation. Kein trockener Bädecker zählt dem Leser die Sehenswürdigkeiten ener jeden Stabt auf; o» er durch die Straßen des winterlichen Petersburg spaziert, ob er I» I Prrls die Luft heiteren Lebensgenusses athmet, ob er in Rom sinnend vor den Trümmern einer großen Vergangenheit fW, ob er Ber in. Wien, London, Madrid besucht, ob er gar die wunderbaren und I wunderlichen Städte fremder Erdtheile, die Residenz deS Mrkado, I Tokio, oder die Hauptstadt des Reiche» ber Mitte, Peking, staunend I durchwanbelt — immer b.findet er sich unter der Führung sein ge bilbeter, vornehmer Geister, die volle Sachkunde mit glSn-n.der I Unterballung»gabc vereinen, die ihm ebenso He Schönheiten de Natur, der Architectur, der Denkmäler, ber Kunstwerke wie dst characteristifchen Eigenthümlichkeiien von Land unb Leuten ,«« ürfmn ®etflänbni6 ,u «»»»*■ ®in6 Schriftsteller, anerkannte Meister des StilS, welch« die Rolle bei ErklSrerS unb Schilber er« übernommen haben. Wir nennen von französischen Autor,n Namen wie Frangois CoppS,, Camille Pelletan, Edonab Rod, GamtOe Lemonnier denen sich au» anderen Ländern anreiben: ^men Sylva, ^charl-4 D"ke Hen, Havard, Emisto Castelar, Harald Hansen, von deutschen Dl-rist fteUern A. OScar Klausmann, Conrad T.lmann u. v. » “«J zu vollem Leben ergänzt da« Wort dcS Erzählers der S ist de» Rünltl«?. bund-,1 gUüftTaüomn, »um «<‘l ।* Holzschnitte vergegenwärtigen dem «»ge b-e Wunber der Wel. k Wei k zu einem Prachtalbum gestaltend, ebenso reich >n künftlai Ä « Genuß nie an dem geistigen V°riz°m erweiternder v-l-d'ung. Ta» Werk erscheint in 20 Lieferungen ä 50 Pfg. unb in 100 Lref.rung k 10 Pfg. _____——• Verfälschte schwarze Seide. deS Stoffes, von bem man kaufen wM, unb di- etwaige Verfälschua» tritt sofort zu Tage: Aechte, retn gefärbte Seide kräuselt loten ju^mmen, verlöscht bald unb hinterläßt wen g Asche von MM» hellbräunlicher Farbe. - Verfälschte Seide (die l^cht speckig wird und bricht) brennt langsam fort (namentlich sli^men die .Schußfädm weiter, wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hintnläßt ew buntelbraun. &. »Uto*!* ** " kräuselt, sonbern krümmt. Zerdrückt maa bie Asche ver Selbe so zerstäubt fie, bie ber verfälschten nicht. Die Veioem- Ubriiro &Henneberg (t. u. t. Soflleferont) Zfirieh^ ,-nd-n gern Muster ron ihren eiten «etbenMen an 3^^ und liefern einjetne Roben und ganje Stücke porto- u.d ins Haas. ___ nun auch helrathefähig!" fangen, fich zu verloben!" k • Dienstfrei. Herr (zu einem anderen, der Ihm als Claqueur bekannt, im Theater): „Warum applaudiren Sie nicht!" — Claqueur: „Ich bin ja heute zum V rgvügen ba!“ • Borgebaut (Im Club.) „. . . Lieber Hugo, Du b st eine edle Seele!" — „Ja — aber nur unter der Bedingung, „Sch ulmei st er le in" zwei Wochen Gesängnlß verurtheilt. • Seit Jahren hat fich kein Buck auch nur annähernd einer solchen Beliebtheit erfreut, rote George bn Manrierß Roman „Trilby", der in englischer Sprache in nahezu 500,000 Exemplaren verkauft wurde und wovon eine gute deutsche Urbersetzung soeben für den diesjährigen WeihnachtS- Verdingt Die Aufführung der e. Chauffirarbeiten bei oberen TheilS der straße (220 bezw. 10 Montag den 7. De> Vormittags ll1/ iüenilich verdungen werde Itlireibung unb flebingu stlr SiM bei uns offen. iuf üorgefd)üebintm $oi liljum qeilaMnlTnmw Zuschlazisrisi 14 Tag, Gießen, ben l.Dec Dai ©tabtbauo Ccbmandt. SleiDliA «.*$*• taiüone pont l- **l2tS*'M* ’S,£".»••* ÖÄ; wsttags 10 Uhr. « widmete Sata-.öon euizu Gießen, den 2. Dec> r, Vatalllon Aiiftr Wilhelm 9 Die Lieferung des an tu verabreichenden Mta Meinet Portionen Sus Vege betSubmijnon vergi Dffeiten sind bis zum bei un» einzureichen. burchschnitllich pro Tag stssen denöthigt.) Ließen, den 2. Dec. Die Armendef 10625 der Stabt G £ '/grsteigerur . Holzversteig Gießener St lfc™on,«9 de» 7. ' vormittags 9 V. S?.,(n Rekener Stadl ENenFranzosenschnei (Wer dem «erftpnert werden: 946 unb fli 301,78fm, an bet 30. Pc Bürgermeistern - ^nauth. ^onnfTBtagbfn 10 «»erben 2% htiwtnig MERKUR zogen werden. 10610 Versteigerungen Gnauth. 10572 Holzversteigerung kn Gießener Stadtwald. Montag den 7. December 1896, Vormittags 9*/, beginnend, sollen im Gießener Stadlwald in den Distr eien Franzosenschneise und Alte Viehweide (hinter dem Exercierplatz) versteigert werden: 946 Fichten - und Kiefernstämme mit 301,78 fm, 1165 Fichtenstangen mit 143,75 fm. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße an der Germania. Gießen, den 30. Novbr. 1896 Großh. Bürgermeisterei Gießen. LUM Donnerstag den 10. December- NaMmittagS 2 ' die Heb« plich'. W-r e dem Qc "von G.rivvkl DO!Itf0enbe bild mit eln»m ttn n)otfel,t, ^Uiner ,binlöntna(ti6k,it-nid,t 'n ditser W, übkr- diruvtlr berooiran l^a tir.Qnn, U d b Onh.” ' W-M bespricht und dabei itei; nze deS beu!Igm Kunfllchch„4 J®‘nu6 blfht das Heß «Ingen Preise von 4 W. m einem künsllnischin Lchrnu! in W» y «ei seiner wabrhrsi w it mlnbn auch sich in bm |BehördlicheAnzeigen| Fleischlieferung Die Lieferung des Gesammt- bedarfs an Fleisch- und Wurft- waaren für die Unteroffizier- und Mannschasts Menage der vier Ba taillone des Regiments Kaiser Wilhelm soll für die Zeit vom 1. Januar bis Ende Juni 1897 im Wege öffentlichen Ausgebots vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können hier in der Zeughauskaserne, Zimmer Nr. 16, Vormittags von 10—12 und Nachmittags von 4—6 Uhr, eingesehen, und bezügliche Abschriften gegen Erstattung der Schreibgebühren be- ittngeböte mit der Aufschrift: „Angebot auf Lieferung von Fleisch- und Wurstwaaren" sind versiegelt, portofrei bis zumVerdingungstermin, den 9. December d. I., Vormittags IO Uhr, an das unter- zeichnete Bataillon einzureichen. Gießen, den 2. December 1896. 2. Bataillon Jnsant.-Regimerrts Küfer Wilhelm Nr. 116. Die Lieferung des an Stadtarme zu verabreichenden Mittageffens und einzelner Portionen Suppe soll im Wege derSubmission vergeben werden. Offelten sind bis zum 7. d. M. bei uns einzureichen. (Es werden durchschnittlich pro Tag 6 Portionen Esten benöthigt.) Gießen, den 2. December 1896. Die Armendeputation 10625 der Stadt Gießen. drr neuen Folge von W. Hel® ib Novellen (Verlag von (inf Sie em ballen ben giöhm 6“, eine neue S.riant; auj bei i'sinnig und spannend bmi- Juli, und zbtreie, welch- n itne die Mamsell Unnüt eä ä-stgesüblö und Inuit M, önheii, find in schmsen ßochti nanl, welcher ansaugs btr* er jutüiaemiifen, sich MW- chenssrisch'., tüchtige aql,* wie innig Julia tbn lieft unb hkett diese Liede grotzgeiW tot em die Ebe mit Therese wieki chll und manche der Genre- nnb t auSfltflalW. DleZM-llom [faijdlnunfl btr SWctin voll« on SB. fytoburgi Sßnftrirltn Bltfaungtn zu 40 Plg., «Ut sitLitsnung senden q.\x\®ww u-nichi iv M Tagen, W i; ebne Uebetbaftung, in W en, ohne ©eiabten unb foft t durch aller Herren Ander s 5bte der Well' unb Beilagfanstall v. ®. 64 J» maul dieser Reise nur tk M ’^ei^^ffllft^'c, ieicdes btr 1 ^IlU1g feint -'S; äff iltn von bochbe'°->n^ ' dcs Birken* )k denen W J KsLsz Kirchstroße 2. 661.39 Herren-Kleider liiere preiSwerth fertig und rod) Maaß, schwarze Arnüqe auch leihweise W. Karnbach, IWUtoOO 10001^5 S 1000 j^iafiofortebegleiturjg (^sur^et) werdet}. .3, tiede?’ undQesönge - mit- r Klavierbegleitung 3 | -O y | 5/ l J ■»^Po/aeaTX e ihr? Wlw Ueber^^A\606\ 1000 Wfwey; 0\qooL Wjwb rj/W \ VZQBEC^ wwn! r v tx’aexu» Äj"* * \ 'jlOOOKi, *^25? deutsche, Ä ^/olkslieder:S,chatz^‘,% Der an Reichhaltigkeit und Gediegenheit unübertroffene, Jedermann zu Herzen I sprechende Inhalt des „Musikalischen Hausschatz“, die prächtige Aus- | stattung desselben — Ganzieinenband mit Goldpressung — und der äusserst wohlfeile I Preis von 4 Mark für den starken, 814 Seiten umfassenden Band machen diese I grösste und billigste Liedersammlung der Welt mehr wie irgend ein zweites I Werk berufen, in jedem Hause eine heimische Stätte zu Anden! | Der „Musikalische Hausschatz“ ist zu beziehen durch: | die Musikalienhandlung von Ernst Challier. § |