„Daß feine Frau Bier mit ihm trinkt?" -sprach dumpf die arme Mutter. „Auch daS, Mama! Jawohl, das gehört auch dazu! Uad das schmeckt auch sehr gut! Aber daS ist es nicht allein. Ich bin noch ein ganz unerfahrenes und dummes Ding, aber so viel weiß ich doch, daß die trüben Stunden im Leben nicht auSbleiben und daß die sich viel leichter tragen, wenn man miteinander dann auch auf freudig verlebte zurückblicken kann. Habe ich recht, Curt?" Der also Angeredete schloß sein holdeS Weibchen in seine Arme, ohne ein Wort zu sprechen. Die Schwtegermama maß die rührende Gruppe ohne einen Schimmer von Rührung: „ES scheint, daß wir hier durchaus überflüssig find." „Durchaus nicht, Mama! Trink mit uns — 'S ist noch 'ne Menge da.“ ,Jch danke. Komm, Philibert! Dergleichen tgnorirt man am besten," Frau Consul Kohlbrück rauschte zur Thür hinaus, wie eine der bösen Feen, die ungebeten zur Taufe der Märchen* prtnzesfin gekommen waren. Ihr Gatte schaute ihr schmunzelnd nach und griff in die Westentasche. „Erna, da find hundert Mark für daS Vergnügen, da« Du mir bereitet hast- die könnt Ihr verknetpen." „Philibert!" tönte es dumpf von draußen. „Adieu, Kinder, Ihr habt- gut!" Als fich die Thür hinter dem Papa geschloffen hatte — Curt hatte die Schwiegereltern nicht pflichtmäßig hinaus* begleitet, denn Erna hielt ihn fest, theilS aus Besorgniß, theils auS Zärtlichkeit, am meisten wohl aber, weil fie nachgerade einen sehr festen Stützpunkt brauchte, sagte et: „Erna, Du hast die Mama ernstlich böse gemacht." „Schadet nichts. Die Hauptperson bist Du, mein lieber, guter Curt! Bist Du nun mit Deiner Erna zufrieden?" Curt antwortete nur mit einem so langen Kuß, daß weine Leser ungeduldig würden, wenn ich danach meine Erzählung wieder ausnähme. Die kleine Kneiperei ist der jungen Frau sehr gut be- kommen, denn am nächsten Abend sah ich fie im „Wethen- stkphan", woselbst fie ernsthafte Quellen-Studien machte. Profit! 1S9O Mr. 260 Aweitcs Blatt. Mittwoch den 4. November Kaisttbräii. ,ent- ■ November: M. toffeln. ______ ASt Tein Hießen. t, im 6af6 Selb t«. $. der W- icn. Dl°grWch. robenmg Sonftontinopdl, m, 8ijor, LMcharacttk h n und gricchNchii Aus« iltbm, Pera, die Ebrtsten- btenjtn, Üatramätmpfan;, 5 igers n für Angehörige der- mb zu haken bei Hem ll, Marktplatz 1, sowie Ieil, Merrv g 25. t öorftanbe. ler len ick. 8 Z löt* 25' 9l< 1881 311 101* 102? sht »um»*6 Mt 1896' tzUbenente iolb-Sieate lefen Sn** Aentenb. ObL il .aak lOlJH gsäis- CP 9 as N» ,to. 3kr ftofeittr erscheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Dir Gießener A»a«itienVkLl1«r »erben dem Anzeiger »Lchenilich breim<( beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. Vierteljähriger Avonncmcntsprcisr 2 Mark 20 Pfg. mk Bringerlohn. Durch die Post bergen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: -chutgraße Ar.7. Fernsprecher 51. Anrts- nnd Anzeigsblcrtt fiiv den T!vess Gieszen. Hmtisöeikage: Hkeßwer Iamitienökätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bat folgenden Tig erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Alle Annoucen-Vureaux beS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" -entgegen. Amtlichem Thsil. Bekanntmachung. DienStag den 17. November 1896, Nachmittags 2 Uhr, »irb auf SontzS Felsenkeller zu Gießen eine Gkneralveisammlung des landwirthschaftl. Bezirksvereius z« Gießen abgehalten werden. Zu dieser Versammlung werden alle Mitglieder deS Vereins und der lanbwirth chaftlichen Localvereine, sowie alle Freunde der Landwirrhschast hierdurch freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Verein- von dieser Einladung Kenntniß zu geben und auf recht zahlreichen Besuch der Versammlung h'nzuwilken. Tagesordnung: 1. D'e Nothwendigkcit der Abänderung der hessischen Jsstruction für die chemischen Untersuchungsämter zur Untersuchung der Milch. Referent: Rechtsanwalt Jo ft in Gießen. 2. Aufzucht der Schweine und Fütterung derselben. Referent: Herr Oberamimanu C. Hofs mann zu Hofgüll und Herr Pachter v. Oven in Hungen. 3. Beschlußfassung über gemeinschaftlichen Bezug von künstlichem Dünger. Gießen, den 26. October 1896. Der Director des landwirthschaftlichen BeztrksvereinS. C. Jost. Die Inbetriebnahme des neuen Gasbehälters. Am 31. October, Nachmittags 5 Uhr, fand unter Theil- »abme geschätzten Besuchs, der Beamten und Arbeiter des GuL- und Wafferwerks, sowie der Monteure der Gasbehälter- bauanstalt — unter dem Klange der Glockm — in dem festlich geschmückten ApparatenhauS des Gaswerks die Feuilleton. Nur ei« Viertel-Liter. Humoreske von Fritz Wold eck. (Schluß.) Bei diesen Worten ließ der Consul Erna loS, die aus mhr als einem Grunde den schützenden Hafen eines SeffelS missachte, und rief athemloS: „Bier?! FamoS! Kinder, gebt mir ’n Schluck!" „Philibert 1" Die entartete Tochter ihrer Mutter aber war schon ivfgesprungen, hatte von dem in dieser Hinsicht unerschöpf- lichrn Bort einen Krug genommen, denselben auSgewischt, jkiüllt und dem Papa mit den geradezu kecken Worten ge- nicht: „Papa, trink Du nur Bier — ganz vorzüglicher Sioff! Sehr zu empfehlen! Profit, Papa! Profit, Mama!" 04bet trank die kleine Sünderin der Frau Consul zu, die fy empört den Rücken und fich zu ihrem Schwiegersöhne fcanbte : „Schwiegersohn, wie kommt es--* Aber weiter kam fie selbst nicht- Erna stellte fich zwischen st und ihren bedrohten Gatten, wobei ihr der Tisch den ntgerade sehr nöthigen Stützpunkt bot. „Mama, ich bitte, hier kein Verhör! In meinem Hause tzird so viel Bier getrunken, als es mir gefällt — und als dir vertragen können, und das ist ’ne ganze Menge.“ „UngeratheneS Kind!" „Jawohl, Mama! Ich war ein ungeratheneS Kindl 3d) habe nicht anders geglaubt, als daß eS in jedem Hause s, langweilig, so stets zugehen müffe wie bei Euch — nicht »chr, Papa?" „Du sprichst mit mir, Deiner Mutter- da hat Dein Papa nichts dretnzureden, daS solltest Du wohl wiffen." Erna blickte den Papa humoristisch lächelnd, aber doch Meidig an: „Armer Papa, Du darfst nicht." Der Herr Papa genirte fich aber doch ein wenig vor seinem Schwiegersöhne und rief in renommistischem Tone: ,Oho, daS möchte ich dock sehen!" „Armer Papa!" wiederholte Erna mitleidig und reichte ihm seinen Krug. „Da, trink Dir erst Courage! Profit, ?ap>a!" Inbetriebnahme des neuen Gasbehälters statt. Director Bergen erinnerte zunächst daran, daß dies die dritte feierliche Inbetriebnahme einer neuen Gasbehälteranlage fei, welche die nahezu 40jährige Geschichte des Gaswerks zu verzeichnen habe, daß die stattgehabten Versuche eine gelungene Ausführung und vorzügliche Dichtheit deS Behälters ergeben, was auch durch die amtliche Prüfung bestätigt worben sei. Redner dankt dem Stadrvorstand für die Bewilligung diese- stattlichen leistungsfähigen, für die Gegenwart wie für die weitere Entwickelung des Gaswerks dringend benöthigten Behälters, ist dankbar für die ohne den geringsten Unfall verlaufene glückliche Fertigstellung deS Baues und verleiht der Hoffnung Ausdruck, daß derselbe noch in fernen Zetten seinen Inhalt in die Adern unserer zusehends wachsenden Stadt ergießen möge, ihrer Einwohnerschaft immer reichlicher „Licht, Kraft und Wärme" spendend. Alsdann bat er den Herrn Oberbürgermeister Gnaurh, als den thatkräftigsten Förderer dieses Baues, den bedeutungsvollen Moment zu kennzeichnen, dem Gasbehälter die Weihe zn geben und durch O-ffnen des BrntilS erstmals GaS aus demselben in das Stadtrohrnetz zu leiten. Herr Oberbürgermeister Gnauth sprach etwa Folgende«: Dieser Aufforderung wolle er gerne entsprechen und den neuen Gasbehälter feierlich und förmlich dem Betrieb übergeben - gerne, soweit er dabei zu handeln habe als Bürgermeister und Vertreter der Stadtverordneten-Versammlung, die in diesem Gasbehälter für eine Anzahl von Jahren den Abschluß wesentlicher umfangreicher Erweiterungen und Umänderungen erblicke, welche daS Werk in den letzten Jahren erfahren mußte, gerne aber auch deshalb, weil er persönlich mit besonderem Interesse der erfreulichen Entwickelung desselben gefolgt sei, seit seiner vor einem Jahrzehnt stattgehabten Mitwirkung bet dem Uebergange des Gaswerks in den Besitz der Stadt. Seine Anerkennung wolle er dabei aussprecheu zunächst der ausführenden Firma, ihren Meistern und Monteuren, welche in verhältnißmäßig kurzer Zeit den großen Bau fertiggestellt haben, ferner der Gaswerks-Verwaltung und ihrem Personal, sowie allen anderen Betheiligten. — So gebe er nunmehr das erste GaS aus dem neuen Behälter in die Stadt in der zuversichtlichen Erwartung, daß er dienen möge zum Nutzen der Gasabnehmer, wie der ganzen Stadt als solcher, die ja dar schöne Wei-k auf die heutige Stufe seiner Entwickelung gebracht hab-. Rach stattgehabter Einführung deS Gases in daS Stadtrohrnetz erfolgte eine Besichtigung des Gasbehälter-, der in seiner einfach gefälligen Umrißzeichnung ein charakteristische Wahrzeichen der Entwickelung der ganzen Stadt bietet. Seiner ersprießlichen Dienstverrichtung wünschen wir auch an dieser Stelle ein herzliches „Glück aus!" Da es auch einen weiteren Leserkreis interessiren dürfte, über die Construction dieses modernen, ganz in Eisen auS- geführten GasbehälterbaueS, dessen Ausführung von zahl- reichen Interessenten besichtigt wurde, etwa« zu erfahren, so machen wir darüber folgende Mittheilungen: Der Gasbehälter ruht auf einem festen, eingeschlemmten KieSbette von 25,30 Meter Durchmesser und 1,15 Meter Höhe und auf einem mit I Schienen abgedeckten, in Cement- mauerwerk ausgesührten Rohrschachte, welcher die vom Hahnen- Haus kommende Ein- und AnSgangSleitung mit 250 bezw. 300 Millimeter lichten Durchmesser aufnimmt und weiter in den Gasbehälter einführt. Um die Erdfeuchtigkeit von dem Behälter abzuhalten uub demselben eine dicht anschließende Auslage zu geben, ist auf dem Kiesfundament eine 20 Milli- meter starke Asphaltdecke aufgetragen. Das aus Schmiedeeisen — nicht aus Mauerwerk, wie bei den drei älteren Behältern — hrrgeftrllte Bassin (Wasserbehälter) hat einen Durchmesser von 23,30 Meter und eine Höhe von 6,80 Meter, die schmiedeeiserne Wandung desselben beträgt 12 Millimeter unten, nach oben auf 6 Millimeter fich verringernd. Diese« Bassin wurde vollständig mit Wasser gefüllt, wozu 2825 (£ublL meter Wasser erforderlich waren (der Hochdruckbehälter bei Annerod hält z B. 3000 Cubikmeter). Auf dem Wasser schwimmt eine aus dünnerem Blech, aber auf starkem Schienen- geftell befestigte, 38000 Kilogramm ---- 760 Zentner schwere Glocke, welche daS ununterbrochen Tag und Nacht erzeugt werdende GaS aufnimmt und zur Bedarfszeit abgibt. Der Durchmesser dieser Glocke beträgt 22 Meter und die Höhe, einschließlich der Pfeilhöhe des gewölbten Daches, 8,45 Meter, sie vermag in ihrem für die Abgabe in Betracht kommenden cy'indrischen Theil 2500 Cubikmeter GaS aufzunehmrn. Für später eintretenden Bedarf an weiterem Fassungsraum „Nun, Erna, ich erwarte noch immer Deine Entschuldigung," nahm die Frau Mama daS Gespräch wieder auf. „Mama, ich habe gir nichts zu entschuldigen, aber ich will Dir etwas erzählen." „Du mir? Da bin ich neugierig.“ „Ich habe bereits vorhin gesagt," docirte Erna, „daß ich geglaubt habe, es müffe in jedem Hanse so zugehen wie bei Euch „Gewiß, daS muß es auch!" rief die Frau Consul mit dem Brustton der Ueberzcugung. „Nein, Mama, das muß eS nicht! Damit treibt man die Männer au« dem Hause und bann machen fie allerlei Allotria- nicht wahr, Papa?" Papa war erschreckt zusammengesahren, eS gelang ihm aber doch, fich aufzuraffen und mit einer gewissen Würde und dem Ausdruck gekränkter Unschuld zu stammeln: „Ich — ich treibe nie Allotria!" Stavenberg schlug die Hände über dem Kopf zusammen, als seine kleine unerbittliche Frau fortfuhr: „Na, na, Papa! Aber ich will gar nicht von Dir reden, Du kannst meinetwegen treiben, waS Du willst." „Na, ich muß sehr bitten —" „Philibert, Du hast ein schlechtes Gewissen l" rief nun Frau Kohlbrück, die ja nicht anders glauben konnte, al« daß ihre Tochter fo auf Grund bestimmter Facta spräche. „Franziska, Du thuft mir Unrecht!" rief Philibert mit der Miene eine« gekränkten Heiligen. „Das Kind spricht ja gar nicht von mir persönlich- wahrscheinlich hat der Herr etwas auf dem Kerbholz." „Mein armes Kind!" ries die Mama pathetisch und wollte daS arme Kind zärtlich umarmen. Da« aber trat so weit vom Tische zurück, als es in seinem schwankenden Zustande nur vermochte, um der mütterlichen Umarmung zu entgehen. „Bitte, Mama! Noch bin ich nicht zu bedauern — aber eS hätte dahin kommen können, wenn ich meinem Manne unser HauS auch so langweilig gemacht hätte, wie ich eS vor Augen gesehen. Nicht wahr, Papa?" „O, ganz im Gegentheil! Mama ist sehr interessant!" rief Papa ängstlich. „Ra ja!" lachte Erna in ihrem vergnügten Rausch. „Dann macht Curt eben mehr Ansprüche." äst tm de» Ta-behLlter die Verrichtung getroffen, durch Leberschtebuvg (Lelete--Pirvvg) eine- zweiten Bl^chmanre 8 den Fassung-raum aus daS Doppelte, also auf 6000 Eubik meter, zu vergrößern, ohne an de» j tz'gen Gerüst eiwr« ändern zu müfftn. Zur Vergleichung wöge erwähnt sein, daß die Heiden ältesten 1856 erbauten Gasbehälter einen In« halt von je 400 Eub kmrter und der im Jahre 1872 erbaute 1100, die drei älteren Behälter zusammen also 1800 Cubikmeter FaffuvgSraum besitzen. Die Höhe der 12 schmiedeeisernen Säulen deS Führung-« gerüfteS einschließlich der 70 Eentimeter Durchm yer be- fftzeuden gußeisernen Abschlußknöpfe beträgt 21,50 Meter, — 1V1 Meter höher al- der Hauptkamin deS Gaswerks. — Auf einer derselben ist ein Blitzableiter »it 5 Meter hoher Auffangstavge angebracht. Um die Beaufsichtigung zu erleichtern, führt eine Wendeltreppe zu der am oberen Rande deS Bassins herumsührevden Gallerte, mit starkem Innen« und AußevgelSnder versehen. An einer FührungSsäule ist ein Zeigerwerk »it eine« Zifferblatt von 1.75 Meter Durch« »eßer angebracht, um zu jeder Zeit die Menge d«S tn der Glocke befindlichen GaseS ablesrn zu können. — DaS G sam»t gewicht deS Gasbehälters (Bassin, Glocke und Fllhrunagerüst) beträgt etwa 150000 Kgr. — 3000 (Str., mtm hierzu noch daS Gewicht de- Waff rS in dem Bassin, 2825 (Lbm. = 2825000 Kgr. — 56500 (Str., gerechnet, so ist der Ge'ammtdruck, welcher auf daS Fundament auSgeübt wird, 2975000 Kgr. = 59500 Etr. oder 0,7 Kgr. pro l Q . C m. Um ein Festfrieren der Glocke zu verhindern, wird das Waffer tn de« Bassin mittelst zweier Dampfstrahlapparate angewärmt, welche gletchzetttg ein Eircultren deS W.fferS verursachen. Zu diese« Zwecke wird eine Dampikeffelanloge mit einem Et-flammrohrkessel von 32 Quadratmeter Heizfläche »it eine» Kamine von 18 Meter Höhe errichtet. Alle eisernen Platten und Blechtafeln find nur in ge« firnißtem Zustand aogeltefert worden, um die gute Qualität deS Eisen- auf der Baustelle bestätigen zu können, der Mennige« avstrich dient nur al- Grundirung, ein zweiter Anstrich wird bei befferer Jahreszeit vorgenowmen. Richt unerwähnt dürfen die Unternehmer bleiben, welche die Hauptarbeiten diese- wichtigen Bauwerks in verhältniß« mäßig kurzer Zett mit Fleiß und großer Sorgfalt ausgeführt haben: Gasbehälterbau: Dampfkessel« und Gasometerfabrik, oorm. A. Wilke & To., Braunschweig, Mauerarbeit unter dem Behälrer: Bauunternehmer Hetnr. Winn, Gießen, KieSfundawent: Unternehmer I. Nickel, Gießen, ASphaltarbeiteu: Asphaltgeschäft H. Thiele, Gießen, Lieferant der Röhren: Etsengießerei P. Stühle«, Köln-Deutz, DampskeffelhauS und Kamin: Bauunternehmer A. Aber- mann, Gießen, und Dawpfkeffel: T. Weinbrenner, Neunkirchen. fit Sikßmtt Str ^nnt «ägl'ch . fluinMt61 Montags- 1 ◄ Bekanntmachung. ES wird hiermit zur allgemeinen Keontniß gebracht, daß die durch Erlöschen deS Mandats deS seitherigen RrtchStaiSabgeordneteu Köhler erforderlich gewordene Ersatzwahl im 1. hessischen Reichstags' Wahlkreise Donnerstag, den 5 November 1896, stattfinden soll und dar; o»e Wahlhandlung um 10 Nhr Vormittags beginnt und um 6 Uhr Nachmittags geschlossen wird. Die S adt Gießen zerfällt tn folgende Wahlbezirke: 1. Wahlbezirk: Die Bewohner deS AsterwegS, der Ederstraße, Marburgerstraße, von Licherstraße 23 Kaserne 2, der Nsrdanlage, Am Rodberg, der schillerstraße, Schottftraße, Tteinstraße, Walllhsrstrahe 8tr. 23—77, Weierstraße und des WicseckrwegeS. Wahllocal: Schulhaus am Afterweg. Wahlvorsteber: Beigeordneter Georgi, S^lloerrreter: Dta>tv. Homberger. 2. Wahlbezirk: Die Bewohner der Dreihäusergasse, Erlengaffe, Löw-'ngafie, Maigaffe, deS N ueawcge, dec Plockst.aße, des SelterSwegß der Sonnenstraße, Südanlaze, des TeufelslustgärtchenS, der Weidengoffe, Wolkengaffe und der Wcstanlage Nr. 1—20 Wahllocal: Gafthaus zum Wiener Hof. Wahlvorsteher: Stadtv. Heichelheim, Stellvertreter: Sradv. Adami. 3. Wahlbezirk: Die Bewohner An der Bach, dec Brandgoffe, des Brandplatzes, d:r Bcougaffe, Diezstraße, Dammstraße, Hundsgoffe, Kaplaneigaffe, des Kanzleiberges. KirchenplatzeS, LtndevplatzrS, der Linden- gaffe, Moltkestraße, Neucnbäue, Ostanlage, Schloßgaffe, Schulftraße, Senken bergsteaße, Waagengaffe, Walllhorstraße Nr. 1—22, Wiesenstraße und der ZozelSgaffe. Wahllocal: Thurmhaus am Braud. Wahlvorsteher: S'adlv. Keller, Stellvertreter: Stadtv. Schmall. 4. Wahlbezirk: Die Bewohner der Bahnhosstraße Rr. 1—50 deS Burggrabens, d-r Ktrchftraße, KaplanSgaff-', K^lharinengaffe, des Kreuz Platzes, von Licherstraße 23 Kaserne 1, des Marktplatzes, der Marktstraße, MäuSburg, Rittergosie, Schanzenstraßc, deS TtefcnwegS, der Wettergaffe, Wetzftetngaffe und Wetzstei^straße. Wahllocal: Altes Rathhaus. Wahlvorsteher: Stadtv. Jugharöt, Stellvertreter: Stadtv. Haubach. 5. Wahlbezirk: Die Bewohner der Bahnhofstraße Nr. 51—93, Grabenstraße, Hammstraße, An der Hardt, der Kornblumengaffe, der Krofdo.ferstraße, Lahnstraße, Neustadt, Mühlgaffe (große und kleine) Rodheimerstraße, Sandgaffe, Schützeustraße und Mastanlage Nr. 21—45, Wahllokal: Schulhaus in der Neustadt. Wahlvorsteher: Eomwerzienrath W. Gail, Stellvertreter: Kaufmann Friedrich Habenicht. 6. Wahlbezirk: Die Bewohner der Bergstraße, BiSmarckstraße, Bruchstroße, Eichgärten, deS Erdkauterwegs, der Gartenstraße, Goethe straße, Grünbergerftraße, Heffenstraße, Landmannstraße, Licherstraße mit Ausnahme der Nr. 23, Löberstraße, Lonystraße, Ladwigstraße 97r. 1—46 des LudwigSplatzeS, NahrungSbergcs, Schiffenbergerweges, der Stephan straße, Wolfstraße und der Gemarkung Scdiffcnberg. Wahllokal: Bürgermeistereigebäude. Wahlvorsteher: Oberbürgermeister Gnauth, Stellvertreter: Stadtv. Bogt. 7. Wahlbezirk: Die Bewohner der Alicrstraße, An den Bahnhöfen, der Bletchstraße, Ebelsrraße, Frankfurterstraße, Hofmannftraße, Kltntkstraße, des Lethgcsternerwegs, der Licbigstraße, Ladwigstraße Nr. 47 btS 73, deS RieqelpfadS und der Wilh-lmstraße. Wahllocal: Gasthaus zum Hessischen Hof. Wahlvorsteher: Stadtv. H yltgenstaedt, Stellvrrtrrter: Stadtv. Kirch. Gießen, den 20. October 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 9370 Gnauth. Bekanntmachung Der Pferde- und Krammarkt findet, wie angezeigt, am 9. und IO. November statt. Dagegen ist die Haltung des Bindvieh-Marktes und der Auftrieb von Schafen wegen im Kreise aufgetretener Maul« und Klauenseuche untersagt worden. Hochheim, den 28. October 1896. 9680 ________________Der Bürgermeister: Siegfried. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Alten-Bnseck sür 1897/98 liegt vom 4. November d. I. acht Tage lang zur Ansicht der Betheiligten auf dem Bürgermeisterei-Büreau offen. Alten- Bus eck, am 2. November 1896. Grobherzogliche Bürgermeisterei Alten-Buseck. _________________________Körber.__9749 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Alleudors a. Lahn sür 1897/98 liegt vom 5. November l. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Betheiligten auf hiesiger Bürgermeisterei offen. Allendorf a. Lahn, den 2. November 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf a. Lahn. Volk. 9750 Versteigerungen. Mittwoch drn 2. jBtrtmbrr, Nachm'ttagS 3 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der Wilhelm ttztllman« Wtttwe in Gt ßen gehSrige ideelle Hälfte an nachbezeichncter Hofrailhe: tfinr 1 Nr. 1108 — 69 qm bei der Kirche öffentlich meistbietend versteigert werden. Steßen, den 20. October 1896. Großh. OrtSgertchk Gießen. I. A: »ogt. 9260 Montsg, den 9 November, Nachmittag- 2V, Uhr, werden auf hiesigem OrtSgertcht die den Ludwig Kämmerer'» «eben gehörigen Grundstücke: Flur 32 Nr. 92 - 1725 qm Wiese am Hegstrauch, bet der Roden haust chen Wiese, Flur 39 Nr- 63 — 2431 qm Acker hinter dem Waldbrunnen, w 39 w 64 — 2426 qm Acker daselbst, , 39 „ 65 — 2125 „ , zum größeren Tb eil Wiese „ 41 „ 1H9 — 4205 qm Acker am Rain, hinter der Warte freiwillig meistbietend versteigert. Gießen, den 26. October 1896. 9539 In Auftrag: Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Mittwoch den 4 Novbr. t.I., Nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Vieker'fchen Saale: mehrere SophaS, darunter 3 neue, Commoden, Kletderschränke, Console, Spiegel, 1 Schreibsecretär, 1 Näh maschine, 1 etnth. Schränkchen, ein rundes Tischchen, 1 Geige, 1 Regu lator, 1 Waschmaschine, 1 Verttcow, 1 vollst Bett, 1 Claoier, 2 nußb. Tische, 1 pol. Bacherreal, 1 ktrschb Bettlade, 1 Waschconsol, 1 Hobelbank mit Werkzeug, 1 Ptantno, 3 Wagen, 1 Sommerwagen, 1 große Partie Kupferstiche, Oeldruckbtlder u. a. m. Die Versteigerung findet theilweise be, stimmt statt. 9724 Stiftler, Gerichtsvollzieher. Ital. Rothwein E5 ------ garantirt rein ■■ ■■■ per Flasche 60 Pfennig empfiehlt 2728 Louis Lind, Kirchenplatz 10. DmWcn (Cognar hoch feine Marke (garantirt rein) per l Liter.Flasche incl. Glas Mk. 1.80 empfiehlt 9540 Ph. Herrmann, Seltersweg 33. K U r* ° » PieoriKi- straiM . L\r.l. J a O' 7^11 pfalz und Hessen Jol.Bilfinger, ^Stuttgart.J = ist nicht € »mehr der Vorzug der r Städte mit eigenen Gasfabriken tft 'denn vermittelst der neuen eelbet-ftg thatigen Amberger Gas-Er» g zeugunge - Maschine kann sichE .Ur Jedermann -ws® [sein Gas überall in überrascbri:. Ja Ischneller,billiger u-gefahrLWcise» E für Licht-, Heiz- u. technisch. G ^Zwecke selbst bereiten. Kat .i- K ^Lloge, sowie nähere Auskunl' den alleinigen für Baden, Rhen s v Q» NAnlerzeuge!! in allen Größen und Wetten, ÜMinttt-HMslhnhe!! für Herren, Damen und Kinder, !!Unterröcke!! re. empfiehlt in großer Auswahl und zu billigsten Pre sen 9643 J. H. Fuhr, Sonuenstratze 25. Herren-^« ^Oberhemden' (eigene Fabrikation) mit rein leinenen Einsätzen liefert ron Mk. 8.75 an in solider Ausführung die Wäsche-Fabrik i L Fritz Nowack, A afflk Giessen. Echt englische Gummischuhe billigst bei 9620 Ph. Schlatter. 8fach prrtsgtkront! Bcim K. 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AU (cVy/it l'rci pro l lawhe mit < »cbrnuchsaii Weisung Mk. 2. - Nur echt nut uoi'CiiH ehender /