i Uhr •Uthorstrasse. ISO Wil biu । Uhr, i* Saale Jung 1fl der Gerichts« ing. »orstaud. t itek L pro Jahr] postfreit ' Verlangen Sie per Postkarte RATIS-MUÜIERI M. 86.M 3tU 103 30 26.05 9180 echamlM 80.60 «b. DM. M« 102.« ijBüotfj.1906 101« .8hmü.l905101« SS.1904 106 W ijj, fc<5,«- 103« 816^ tten Md ™ 81.10 -.-16866 4.15 126.86 88.90 61.56 86.’/« 238.— 88.'/» 231.- 168.- 88." 68.51 übt. (26)' Nbw.0^ mbbahn- itßtntrM ij.sRorbofi Mlmttk eftri(2$6-) «rtfltf» do® ML!- 169.80 130.60 ISO; 145.30 156.45 118.50 144.0 155.5« 118.W 138.45 1 38.80 131.86 127 — 133.- 94.30 33.40 1383« 137.«« 127.— 131.8« 93.H 34.3« lllpll« «TStttrtO- qj.100 • au-dlkg. • *ftlü & #5 45.10 13.85 24-' 25^ ti» 107> ni»«U'" facher st- S'20 V”'7 io tnlind . z Mdrr" Ä Z 21a! ji'K »gk M. 29 Der Lietzener Anzeiger erscheint täglich, ent Ausnahme dcS MovtagS. Die Gießener Is««itte»VtLl1er werden dem Anzeiger »Schmtlich dreimal beigelegt. Zweites Blatt.________Dienstag den 4. Februar___________________ Meßmer Anzeiger Senerat-Mnzeiger. 1896 vierteljähriger AVonnemevt5preiOr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: ZchutstraßeAr.7. Fernsprecher bl. Amts- und Anzeigeblatt für den Aveis Greben. «»nahm« von Anzeigen zu der Nachmittag- für de, (ferrtfÄD: ^nnoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen ßokgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtiid?er Theil. Gießen, 1. Februar 1896. Betr.: Die Kranken-, Jnvaliditäts- und Altersversicherung der Kreisstraßenwarte. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Verfügung vom 18. December v. Js. (Gießener Anzeiger Nr. 300 und Nr. 302) binnen acht Tagen. v. Sager». Gießen, den 31. Januar 1896. Betr.: Die Strafregister - hier: die Nachweisungen der im 2. Halbjahr 1895 verstorbenen bestraften Personen. Der Großherzogl. Erste Staatsanwalt beim Landgericht der Provinz Öberheffen an die Ortspolizeibehörden des Kreises Gießen. Insoweit Sie noch mit der Einsendung der obenbezeich- neten Nachweisungen bezw. der Fehlanzeigen im Rückstände find, erinnere ich Sie hieran mit Frist von fünf Tagen. Dr. Güngerich. Deutsches Reich. Berlin, 1. Februar. Der Kaiser hat eine Ordre itber die in diesem Jahre stattfindenden größeren Truppeu- Vtanöver erlassen. AuS der Ordre ist hervorzuheben, daß sich die diesjährigen Kaisermanöver zwischen dem 5. (Posen'scheu) und 6. (schlesischen) AimeecorpS einerseits, und dem durch die 8. Division verstärkten 12. (königl. sächsischen) Armeecorps adspielen werden, w e dieS allerdings schon bekannt war. Die beim 5. Armeecorps aufzustellende Cavallerie-Division »acht die Kaisermanöoer mit, ferner wird für die Zeit der letzteren die 4. Garde CavallerieBrigade der beim 12. Armee- cer>8 aufzustellendeu Cavallerte-Dtvision zugetheilt. Ferner ist eine kaiserliche Ordre über den Ktrchenbesuch 6er Soldaten an Soun- und Festtagen ergangen, wonach die Soldaten unter gewöhnlichen Verhältnissen am freiwilligen Ktrchenbesuch an den genannten Tagen nicht behindert »erden sollen. Betlie, 1. Februar. In der heutigen Sitzung der virsencommission erhielt § 30 der Vorlage betreffend die LourS-Makler eine Abänderung. Der §31, welcher die Geschäftsführung der Makler regelt, wurde mit Ab« Änderungsanträgen des CentrumS und der Couservativeu angenommen. Berlin, 1. Februar. Der Bundesrath hat heute )ie Zuckersteuer-Borlage mit einigen Abänderungen tezLgltch der Contingentirung angenommen. Berlin, 1. Februar. Zu dem Austritt StöckerS iu8 der konservativen Partei wird noch gemeldet, Linrilleton. Kn|er harten im Februar. Die ersten bläulichen WolkengebUde, wie man sie auf den Stimmungsbildern des VorstühlingS älterer Meister sieht, lagern vkder am Horizont des klaren wachsenden Tages. Der alle unschlüssige „Gehörnte" ist wieder ins Land und in He Gärten eingezogen: er steht schmunzelnd auf der Brücke, die vom freudlosen Winter, dem diesmal so charocterlosen Wicht, hinüber nach tat lächelnden Gefilden deS Vorlenzes führt. Geht er mit sich zu Rath, dem Hirsche der Waldberge gleich, »b er sein winterliches Gehörn noch weiter tragen, eß abwerfen soll, im zu einer neuen „Hornung" zu schreiten? Sollten daran unsere germanischen Altvordern gedacht haben, i(fl sie dem Februar, von deffen Sühnopferräucherei sie nichts mehr wissen wollten, seines Namens entkleideten? „Vielleicht! vielleicht? — vielleicht auch nicht!" faust es uns Antwort au6 den sich im rpauwtnd neigenden und beugenden knospenschweren Zweigen von Strauch und Baum. Weißt Du es, mein sürwlhiger Frühltngstrabant, mein guter leider Hoinstrauch, oder Du, stolzer Schmuck der Wmterhecke, blut- ttttzrr Hornstrauch? Aber beide wtsien nichts: „Von Scherbel- und Ziegenhatnerdingen, Bon MÜdlradzähnen können wir fingen: Mutter Natur im Schaffenszorn Schenkte uns Holz, so hart wie Horn!" Auch der Hornbaum, unsere echt deutsche Hainbuche, drüben im verschnittenen Laubgang, konnte in der Sache nur das Haupt daß derselbe die Christlich-Socialen jetzt als getrennte Partei zu führen gedenkt, jedoch in der bisherigen Richtung. Der Krieg von 1870[71, geschildert durch Ausschnitte aus ZettungS-Nummern jmer°Zett (Nachdruck verboten.) 4. Ftbrnar. Die Zeiten sind — leider? — schon lange vorüber, in welchen Mama Rothschild die ängstlichen Diplomaten tröstete: Meine Herren, eS giebt keinen 'Krieg, mein Sohn giebt kein Geld her. — Zum Frieden hatS der Pariser Rothschild Enkel hergegeben. Er zahlte dem Hauptquartier die 200 Millionen Francs Contribution für Paris. Halt! rief plötzlich der HauptkriegSkaste. Director, halt! den nehmen wir nicht, der ist ungilttg! Er weinte einen Preußisches! 25 - Thaler- Schein. Es war so, der Schein war falsch, aber Rothschild setzte den Kopf auf. Ich fahre zurück, sagte er, und nehme alles wieder mit! — In seiner Verlegenheit wandte sich der Kaffendirector an Bismarck. Der lachte: „Wegen 25 Thalern führen wir keinen Krieg", griff in die Tasche und langte einen echten Schein heraus. Den falschen aber bat er sich auS zum Einrahmen. □ Ruppertenrod, 31. Januar. Aus dem Vor trage des Herrn Obstbaurechntkers Metz über „Pflege und Behandlung der Obstbäume" dürften folgende Punkte noch besonderes Interesse verdienen. Vielfach füllt man bei Pflanzung junger Obstbäume die Baumgrube mit lauter vor« zügltcher dungretcher Erde auf. DaS ist aber ebenso falsch, als wenn mau einem Säuglinge lauter Fleischbrühe statt der Muttermilch reichen wollte. Die Baumgrube, darinnen der junge Obstbaum gepflanzt wird, soll mit gewöhnlicher Ackererde auSgefüllt sein, da diese der Entwickelung des jungen BaumeS am dienlichsten ist. — Oft ist bezüglich deS Beschneidens der jungen Obstbäume gleich beim Anpflanzen die Meinung eine verschiedene. Man pflanzt nicht selten den jungen Baum ohne Beschneidung seiner Krone, weil man glaubt, er entwickle bann wehr Blätter, die wieder die Ernährung deS BaumeS unterstützen sollen. Diese Annahme ist eine irrige- der junge Baum vermag durch das Anwachsen seiner Wur- zeln und die Bildung neuer Triebe auS denselben nicht alle Blattknospen der Kronzweige zur Entwickelung zu bringen, die Blätter wachsen dann unvollkommen. Wird aber eine Beschneidung der Krone bei der Pflanzung vorgenommen, bann können sich aus bev wenigen, stehen gebliebenen Augen kräftige Triebe entwickeln, wie ja auch die Erfahrung bestätigt. Darum soll der junge Obstbaum bet seinem Verpflanzen sofort regelrecht zugeschnttteu werden. — Nicht selten begegnet man der Anficht, daß durch die Entfernung deS Mooses und der alten, abgestorbenen Rindentheile der Obst- bäum leichter den Frostschäden auSgesetzt sei, als mit denselben. In Wirklichkeit verhält eß sich aber gerade umgekehrt. Sitzt Moos auf der Baumrinde, fo saugt dieses gleich einem Schwamm die Feuchtigkeit auf. Diese gefriert bei niedriger Temperatur und der Baum erleidet Frostplatten. Ebenso bildet sich auch leichter Eis unter abgestorbenen Rindenrheilen, als bei glatter, junger Rinde. Darum reinige schütteln. „Hornung? o nicht doch! Viel zu jung der Name; keine Spur von Verwandtschaft!" Dann besann er sich etwas, seine zwei in ebrroilrbtgc Astlöcher gebettete Augen bikarnen Feuer und mit einem, den Alten nicht übel kleidmdrn Pathos schallte es über daß nahe Spinatbeet: „Hornhart! Sohn, feit dem Oligocän, dem grauen, Galt mein Holz schon in der Vorwelt Gauen, Schmiegte sich als Stiel der Steinaxt an. Heute geb' ich euch noch Schrauben, Walzen, Prcsstn; Nehmt! zersägt mich, die ihr auf mein Holz versessen, Aber, Freunde! baut mich wieder an!" „Na nu, hört mal den alten Habnebüchenen! wahrhaft gottvoll!" lachte die spottsüchtige Ginkgo biloba, vom Rasen herüber, „du willst wohl Schillern parobiten!?" Aber Niemand lachte mit, der Alte war zu beliebt. Im Gegentheil: der knorrige, etwas betbe Zwerggravensteiner tief ihr sofort zornig zu: „Halts Maul, javanische Hexe! Hier hast Du nicht mitzufprechen, in deutschen Dingen! Uno was bist Du überhaupt, Du Mißgeburt: Nadelholz »der Laubholz! ? „Nadelholz, natürlich! denn mit Dir möchte ich schon gar nicht zu einer Gattung gehören!" ginkgobilobate es. „O Himmel! Erde! Sternlaterne!" wüthete der Gravensteiner: „jetzt keine Wurzeln zu haben ....!" „Ruhig, Kinder! Hört ihr denn nicht!?" beschwichtigte die alte Hainbuche. Und sie hörten e8 Alle, ja sie suhlten rs mit ihr — der Streit war vergessen. Der Wind hatte sich gelegt, die Sonne war hinter den blauen Wolken berootgebrochen, lachte in den stillen Februargarten und beschien über dem Gartenzaun grell die weißen Schneemau seine Obstbäume von allerlei Ansätzen und verschaffe ihnen eine glatte saubere Rinde. -e. Neu - Ulrichstein , 1. Februar. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro Januar 189 6. Ende Januar 1896 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 95 Mann. Dieselben Vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 28; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 12, Regierungsbezirk Wiesbaden 9, Provinz Rheinlande 9, Provinz Westfalen 4, Provinz Hannover 3, Provinz Sachsen 2, Provinz Brandenburg 1, Provinz Schlesien 6, Provinz Posen 2, Provinz Ostpreußen 1, Provinz Pommern 1; Königreich Boyern 4 , Königreich Sachsen 3; Thüringische Staaten 4; Herzogtum Braunschweig 1; Fürstenthum Lippe 1; Freie Städte: Hamburg 1, Bremen 1; Ausland: Oesterreich Böhmen 1, Mähren 1. Hiervon waren: Arbeiter 58, Anstreicher 3, Bäcker 3, Barbier 1, Brauer 1, Conditor 1, Gärtner 2, Kellner 2, Küfer 1, Kürschner und Kappenmacher 2, Maurer 5, Messerschmied 1, Oeconomen 1, Porzellanmaler 1, Schneider 3, Schreiber 1, Schuhmacher 1, Steinhauer und Steinmetz 2, Tapezierer 2, Töpfer 1, Tuch- scheerer 1, Tuchmacher 1, Weißbinder 1. Gearbeitet wurde an 2597 Tagen. Im Monat Januar 1896 'wurden entlassen 25 Mann, und zwar Lin Arbeit durch die Colonie 3, in Arbeit durch eigenes Bemühen 1, zur Familie zurück 5, auf eigenen Wunsch 14, wegen nicht genügender Arbeitsleistung 2. Sei: Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2999, dagegen abgegangen im Ganzen 2904 Mann, bleibt Bestand am 31. Januar 1896: 95 Mann. Vermischter. • AuS Innsbruck wird unterm 23. Januar der „F. Z." geschrieben: Ein heiteres Taufgeschichtchen hat sich am letzten Sonntag bei SchlanderS im Vtntschgau ereignet. Der Bauer vom Matatschhofe, einem zwei Stunden von SchlanderS entfernten Berggehöfte, wollte fein neugeborenes Kind nach der letztgenannten Ortschaft zur Taufe tragen. Mit der theueren, in zwei Polster eingewickelten kleinen Last schritt er wohlgemuth zu Thal. Beim Tischler Perkmann kehrte er ein, um ihn zu bitten, er möge die Pathenstelle übernehmen. Der Meister, welcher bereitwillig zusagte, wollte zuvor da« Kind doch sehen. Der Bauer öffnete den Bündel — doch da war kein Kind. Er mußte eS verloren haben. Mit einem Tischlergehtlfen eilte er sofort den Weg zurück. Weit droben auf dem Berge am Fuße eines hohen Felsens sand man daS Kmdlein in einer Wachholderstaude liegen. Obwohl nur in Windeln eingewickelt, befand sich der kleine Erdenbürger hier oben, da warmer Sonnenschein an der windgeschützten Stelle ihn umspielte, ganz wohl. Dann ging- wirklich zur Taufe. * Zm Luftkurort. Wirth: „Alte, mach' die Fenster auf, damit das Klima für die Herrschaften herein kann!" • Da» böse Latein. (Im Gerichtssaal.) Richter (zu einem Straßenhändler, der ohne Gewerbeschein haufirt und Unkenntniß deS Gesetzes vorschützt): Sie haben also bona fide gehandelt? — Haufirer: „Nee, mit Streichhölzern!" flreifen der Felder, die der mit ihr ringende Winter zurückgelassen. Dazwischen schüchternes Saatengrün des Wintergetreides. Zuerst ranz leise, wie träumend, bann lauter und fröhlicher, Hangö aus den Haselstauden am Feldrain, und in entzückendem Ecko, in süßer Melodie, fand eS aus der naben Furche des WinterweizenS Erwiderung; ein wiedergekommener Hänfling hielt mit der ersten zurückgekehrten Feldlerche heimathsftohe Zwiesprache! Jetzt erhob wieder der Hänfling seinen herrlichen, schönen - Gesang, so frühlingsfrisch in Heller Strophe, so ganz Ludwig Tieck: „Wohlauf! eS ruft der Sonnenschein Hinaus in Gottcs freie Well! Geht munter in das Land hinein Und wandert über Berg und Feld! Wer weiß, wo Dir Dein Glücke blüht! So geh' und such' eS nur; Der Abend kommt, der Morgen flieht — Betrete bald die Spur!" Kaum hatte er den letzten Tact vollendet, da schallte eS zurück auS der grün bestockten Fmche, in voller Fröhlichkeit, wahrhaft jubi- lirenb, mit zarten Trillern durchwebt: „Laß Sorgen fein und Bangigkeit! Ist doch der Himmel blau; E4 wechselt Freude stets mit Leid — Dem Glücke nur vertrau! So weit Dich schließt der Himmel ein, «eräth der Liebe Frucht, ttnb jedes Herz wird glücklich sein, Jfrnb finden, waS es sucht!" — R». a« I Jagd-Verpachtung. Samstag den 8. Februar l. Js., Nachmittags 3»/2 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus zu Watzen- Bekanntmachung» 21 goldene Medaillen. * 15 Ehrendiplonie. Nestle8 Kindermehl 1018 WM 1 KÄVNGSMlflS 71 356 Wagner. 1044 1065 118 im aus der t«rpt. 03, Hl.____1 u. rruus», —______________—----------— und vrrlag ter Brühl'schm llnivrrsitätr.vuch. und 6teinte*dtrd (Pietsch & Schrhda) « Rcdackiou: L. Scheyda. 162 84 67 3160 4450 1610 40 9 15 171,6 200 200 5280 59 Die Der Otiivotf I. J°°i 1. I. zv Bulleomaikt eine S Maschinell und Gei verbinden. Da» Großh. ! Bnestlm nndermeb 8351 NLH««terricht im Damen- kletderma die grünen Laubkronen ganzer Steinobstanlagen verheerten! Sie überwinterten in bcT3^tnyffumenßarten sührm wir den Gefilden Florens gute Composterde zu, reinigen den Zierrasm und dungm ihn mit solcher I Ankauf alter Bücher and Bilderwerke. Angebote guter Bibliotheken, sowie einzelner Bücher erbittet die J. Ricker’sche Buchhandlung Gleesen. Jagdverpachtung. Freitag, 7. Februar 1896, Nachmittags 3 Uhr, soll die der Stadt (Sietzen zustehende Feld- und Waldjagd in den Districten: Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. 1026 Bei der zweiten Strophe hatte sich die Lerche erhob«, stieg singend fast senkrecht in die Höhe, beschrieb mit neuem lubiltrenden Tr«ll>rn eine große Schraubenlinie, im Sonnenlichte immer hoyer und ',öher sich schwingend, bis sie, dem geblendeten Auge entrückt, nur noch als fernes melodisches Frühlingsahnen über dem Gartm Und Alles batte dem „Ahnen" gelauscht: der Garten, daS Zeld, die Frühlingswolken; der alte Nachbar hatte mit seinem fröhlichen Hammerschlag am gebrechlichen Zaun tnnegehalten, die Hühner stemm drS Scharren ein und der Landmann im nahen Felde ließ seine dampfenden Pferde an der Ackerwalze etwas verschnaufen. „Laß Sorgen sein und Bangigkeit! Ist doch der Himmel blau!" „Ja, ja!" nickte er wehmüthtg ,werS konnte!" und wischte sich Und' wie die letzten Töne deS Lerchensangs entschwebten, da k-hrte Alles wieder zur Arbeit zurück; die Bäume und Sträucher ließen ihren erwachenden Saft langsam weit er kreisen, da« Sprmgm der Knospen vorzubereiten; der alte Nachbar flickte am Zaun wdter, die Hühner nahmen mit erneuter Kraft das Scharren ruf „Tuck luck gerr!" lockte in den höchsten Tönen aufmerksamer Galanterie der Hahn. „Immer hierher Gallinas! da liegen die meisten Haarmücken; die muffen weg, der Herr will «s so!" rief er. Er meinte damit die schädlichen Larven und Puppen der Bibio hortulanas, die in so manchen bühnerlosen Gärten den Anbau der Gemüse-, Salat- und Blumenpflanzm in frecher Weise durch ihren Wurzelfraß Auch wir gehen wieder frisch an die Arbeit, denn es ist, trofcbem ja der Winter immer noch dräut, im F-bruargarten gar Manche« vorn eifrigen Gartenfreund zu erledigen. Selbst wenn wir rem warmes Stückchen Land an der Südseite des Hauses haben, das wir rasch decken und schützen könnm gegen Frost und Schnee und worin wir jetzt wohl frühe Erbsen, Puffbohnm, Earottm, Salat, auch pachtet werden. Steinberg, am 29. Januar 1896. . Großherzogliche Bürgermeisterei 997 Watzenborn-Steinberg. Heß, Gemarkungsvorsteher. Masken- Anzüge nnv Dominos billig zu verleihen Verrücken und Bärte, sowie alle Arten Gesichts^ . Masken für Herren, Damen und Kinder Vorrüthig in Giessen bei: Hob. Wallach, M Krause, Hirechapotheke und in der Engelapotheke. zu den billigstm Preisen. 626 C. Fr. Conrad 20 , Nadel- Die Zusammenkunft ist am Bers- röderweg. Das Bau- und Nutzholz kommt zuerst zur Versteigerung. Reiskirchen, den 31. Januar 1896. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Nestle’s Kindermehl ist während der heissen Jahreszeit, in der jede Milch bald in Gährun» übergeht, ein .keimfreies- Nährmittel für kleine Kinder. IN ALLEN APOTHEKEN UND DROGUEN-HANDLUNGEN. Merkst Da was? Aha! Rüdesheimer COGNAC der Export-Cie. für Deutschen Cognac Büdesheim i. Rheingau Anerkannt feinste Marke ärztlich empfohlen Literflasche Mk. 2.—, Mk, 5.— Verkaufsstelle in Giessen: Ohr. Bieker, Philipp Herrmann, Robert Hecker. Fritz Lony Nachf., Ludw. Loth, Emil Orbig, C Roth II.. Otto Schaaf. Gust. Walter In Wieseck: Hch. Voelzel II. 680 !ö bttttfltnb dir Bttai Holz-Versteigerung. Donnerstag den 6. Februar 1896, von Vormittags 9*/, Uhr an, soll im Anneröder Gemeindewald, in den Abtheilungen 16 Suhl und 25 Felöplatt, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bauholz: Emser Pastillen mit Plombe, dargestellt aus den echten Salzen der König Wilhelms-Felsenquellen, sind ein bewährtes Mittel gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Magenschwäche und Verdauungsstörung. Um keine Nachahmungen zu erhalten, beachte man, dass jede Schachtel mit einer Plombe verschlossen ist und verlange ausdrücklich Emser Pastillen mit Plombe. Zur Belehrung aller Freunde des Obst- und Gartenbaues ist vor nunmeyr zehn Jahren Der praktische Ratgeber im Obstund Gartenbau, eine wöchentlich erscheinende, reich illustrirte Gartenzeitschrtfi, in» Lebm gerufen worden, welche aus kleinen Anfängen schnell emporgellüht, hrute die gelesenste Gartenzeittchrifl der Weit geworden ist. Der vractische Ratbgeber ist jetzt ein Unternehmen von einzig dastehender Großartigkeit, welches nur für die P-axiS arbeitet. An der Spitze der Redaction stehen vier wtffenschastlich gebildete Gärtner, ein großer KreiS von Autoritätm arbeitet mit. Unter der Redaclion steht ein wissenschaftlicher Ve.suchs- garten für Neuheiten und ein 45 Morgen proßer, practischen Versuchen dienender Versuchsgarten „Der H-dwigsderg" In eine,^eigenen Versuchskellerei werden Sorten- und Maschinenve! suche mit Obst-und Beerenweinen gemacht. Der practische Rathgeber ist reich illustrirt. Alle «b- b'ldungen werden nach lebenden Modellen, Pflanzen rc. nur für den Rathgeber gezeichnet, Vierteljährlich wird rin bumeS Aquarell — Abbildungen von Obstsorten, Blumen, Jnsecten rc - beig-S-d-n, d-sv.n hervorragen-em künstlerischem W.rth. Der practische Rathg.ber im Obst, und Gartenbau, auf den man bei jeber Postanstalt oder Buchhandlung abonniren kann, kostet vierteljährlich 1 DU., mit Bestellgeld 1,15 Mk bei directem Bezug unter Streifband 1,50 Mk P'vbenumrnern ^'sendet gern unentgeltlich die -ftöaigk. /»osbuchdruLern Hrowitzsck ». S-tz» <■ Frankfurt a. d. Hder. betteffend Die in Ober- Mul-® ®ie5en,bt« Srotzh Es ist nichts schuld als eine tflemtpfdt. — In Stimmung. — Da capo! — Was dann noch kam, das sag' ich nicht. — Fünf urgelungene neue Couplets mit schönster Claoierbegleilung verschicke ich einzeln zu 80 Ptg , zusammen für 3 Mk. franco gegen Einfenduna des Betrages y°7 Ph. Probat, -Schst (Odenwald). XXXXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXXX INeue Gasglühlicht- Actiengesellschaft Berlin! General-Vertreter für Gießen nud Umgegend: 849| Rudolph Bödiger in «liessen.I Zusammenkunft ist Grünbergerstraße beim Hochbehälter. Annerod, den 30. Januar 1896 (Hilcbpulver) wird seit 30 Jahren von den ersten Autoritäten der ganzen Welt empfohlen und ist das beliebteste und weitverbreitetste Nahrungsmittel für kleine Kinder und Kranke. Nestle5 Kindernahrung enthält die reinste Schweizennikh. Nestle Kindernahrung ist altbewährt und stets zuverlässig. • Nestle8 Kindernahrung ist sehr leicht verdaulich, verhütet Erbrechen ood Diarrhoe, erleichtert das Entwöhnen. Nestle5 Kindernahrung wird von Kindern gern genommen, ist schnell und einfach zu bereiten. Erd«. Bei offenem Boden mag sogar schon eine «nssaat »-m Pracht- mohn, Rtttersporn, Rls-den tzaltfinden; auch ein oachträgltches Lc^n von Blumenzwiebeln erfolgen. rn ___ „Unb das Neueste, .Sensationellste- für den 'Blummgarlm vergeffm Sie doch nicht: die eßbare japanische Lilie, höre ich da sagen. Nein, darüber wollte ich eben noch ein paar Worte verlieren; mich muthet die Anpreisung dieser Zwiebel, die ohne Packung rc. per Stück zu bloß (!) 30, 40 und 60 Pfennig auSgeboteo o^rd (die Händler sind sich über die .Echtheit" ihrer Waare schon in den .v>raren), ähnlich an, wie etwa das Ausbieten mtt TrompetensthaU e'rner „Eßbaren javanischen Kartoffel!" Warum s weil wir noch nicht nach Japan zu gehen brauchen, um „eßbare" Llltmzwiedelo und andere Blumenzwiebeln und-Knollen zu bekommen; wir haben lolch« schon in unseren Gärten. So die Zwiebeln der Feuerltlte Lil»” bnlbiferum L , des Türkenbunds L. martagon L., der Weißen LMe L. eandidum L. Das ist nur in Vergeffenbett gerathen; die «teren Naturforscher wußten das sehr genau. Ebenso daß die ZwirdeUr der Gartmtulpe Talipa Gesneriana L. gekocht und gebraten eßbar sind, wie die Knollen der Georginen und mancher anderen schon blühendm, knollmbildenden Stauden. Alle find sehr nährstoffreich, besonders wohlschmeckend aber wohl keine, auch die Japanerin nicht. Es ist durchaus ein Unding. Blumenzwiebeln, die Augen unb Herz erfreuen sollen, jam prosaischen Beruf deS Gegessrnwerdcns zu ver. uriheilen; Blumenzwiebeln, die sich so ungeheuer langsam, so wenig productiv vermehren, die so unverantwortlich theuer find. Wvuen wir die guten billigm Gemüse unseres deutschen Gartenbaues, dem wir aufhelfen sollten, verschmähen, in einer Zeit in der Er Bodenbau so trostlos d-rntederliegt, schwere« Geld tür iolch rm- practische«, unnützes Zeug ins ferne Ausland stießen laffen, nm einigen Zwischenhändlern damit einen Gefallen zu thun. Ich glauve, unser deutsches Gefühl antwortet da doch mit „ndnl“ ..... Heinrich Freiherr v. Schilling. N Krieg tob bti btt Kaiser, nltäti hvchschlllt zu put tztztvstanb btt 11 Mchiavztlztt" M eit |ti Ö,B ittte VMv - ntin, «V tzchlto. E "in btt' vi-vint, btntn 8* zetst "rsefchoStoeg bei hndorraj fflt blt Ctn Ti iir btB ' f«ngeuen. tlDl Bersteigerung. Dienstag den 4.Fevruar d. I., Nachmittags 3 Uhr, werden Marktplatz 20 dahier gegen Baarzablung versteigert: 3 Hobelbänke, mehrere geschnittene Stämme Eichen- unb Buchenholz, ein vollständig GttrserhandwerkSgeschlrr, GlaS-, Porcellan-, feine Gebrauchs-, Luxus-, Elienbein- und Schilbplatt» waaren, 1 Schreibsecretär, BrockhauT, scheS ConoersattonSlexlcon, 6 Bettkoltern , 12 Bettvorlagen, 25 ge schwerste Leisten 3 Sopbas, Kleiber- schränke, Commoden, Tische, Stühle unb sonst Verschiedenes. 1076 Born, Gerichtsvollzieher^ Gießen geböriaen Immobilien: Flur 1 Nr. lOlbaVio — 150 qm Hof- rasthe in der Zozelsgaffe (jetzt Dammstraße 15), Flur 17 Nr- 13P/io — 602 qm Acker am Hamm unter den bet der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen frei« Willig meistbietend versteigert werden. Bei annehmbarem Gebot kann die Ge, nehmigung sofort ertheilt werden. Gießen, den 31. Januar 1896. Großh. Ortsgericht Gießen. _____________I. A.: Bogt._______1066 Versteigerung. Mittwoch den 5. Februar l.I., Nachmittags 5 Uhr, soll in der Gastwtrthschaft des Herrn Wilhelm Rinn in «lein.Linden die den l@rben des Ernst Wallenfel- in Gießen gehörige Wiese im Heßler, in der Gemarkung Gießen gelegen, welche in 13 Stücke getheilt ist, unter den bet der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen freiwillig meistbietend versteigert nlerben- Bei annehmbarem Gebot kann die Ge- Durchmeffer, 9—20 m Länge, 58,14 fm, Nadei-Derbstangen, 7—13 cm Durchmesser, 10—16m Länge, 7,66 fm, rm Buchen-Scheiter, „ „ Knüppel, „ Nadel- „ Buchen-Reisigwellen, Eichen- „ Nadel- rm Buchen-Stöcke, .. Eichen- „ Patenürte Artikel der Daubranche, eigener Fabrikation: su (nicht Gement), Gesimse, Gurte, Fcnster- Mfllllyer MUlUjltiU bänke, Verschlußsteine, Festons und Verzierungen, Balluster und Säulen (auf der Drehbank gedreht), Treppenstufe«, Vorgartensockelsteine, Mauerabdeckplatten, Flur- und Kaminvlatten rc., ferner: Baumschutzringe, Wäschepfablständer, Grabeinfassungen (solche für Kinder aus einem Stück), Grabkissensteine, Reliefs, Viehkcippen u. s. w. Kurze Lieferzeit, schönes Ausschen, dauerhaft, preiswetth. Cmnldchf-W'grl«, ÖÄÄ“* Erhärtung-. und Schutzmittel für Natursandfieinarbeiten aller (ILnlulin, Art. Für Denkmäler, Fa?aden, Klrchen, sowie für den Schutz der Cementfußböden (keine Staubentwickelung) von Kasernen, öffentlichen Gebäuden, Schlachthäusern rc. Ermöglicht leichteste Reinigung von Staub, Ruß, Blut rc., verhindert den Moosansatz und Verwitterung. Näheres durch E. Döring, Gießen, ftebigstraße 61. itMXXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXXX Die Rechnung der Stadt Gießen pro 1894/95 nebst Verwaltung^ bericht, sowie die Rechnung des städtischen Gas- u Wasserwerk» pro 1894/95 liegen in Gemäßheit des Art. 87 der Städteordnung während acht Tagen auf dem Bürgermeistereibureau zu Jedermanns Einsicht offen. Gießen, 31. Januar 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 1018__Gnauth. ______________ Mittwoch den5. Februar l.I., HoWerstNgerUNg. Nachmittags 3 Uhr, bett f». 9?cbrua