Giessen r ll,uiere: 1118 Haug, 10870 fi & Sohn. 8681 ÜRtudllCIt, U 2,-pr^lMIM „ 2,40 do. _ 2,50 do. ", 2-3 do. 2,10 do. 2,40 do. » 5'~ s°‘ . 3,80 J* 2,20 ta. 2,50 d°. . „ 8,50 »»■ ib Originalität. & Lüdke jetzlar. ■osshandlung- gen, Schleiern Bändern. d Echarpes BaUblwnen. Ibandochnh«' I Taschentücher, off Söhn® 20. 1086^ Rt. 285 Erstes Blatt. Donnerstag de» 3» December 1896 Drr ffUftever Anzeiger «scheint täglich, mit Ausnahme bei Montags. Die Gießener A>««itte»StLtter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelrgt. Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. Vierteljähriger Adon nemcntspreiL r 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expcditio» und Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Zlnrts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. chratisöeitage: Hießener Aamikienölätter. Alle Annoncen-Lureaux des In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtlid?cr Theil. Bekanntmachung, betreffend: Abhaltung der Viehmärkte im Kreise Gießen. Mit Rücksicht auf die starke Verbreitung der Maul» Mb Klauenseuche in den Kreisen Friedberg, Alsfeld, Gießen Ä*b den benachbarten preußischen Kreisen hat Großh. Mi- msterium des Innern die Abhaltung von Viehmärkteu 6m Kreise Gießen im Monat December verboten. Gießen, am 2. December 1896. Großherzogltches Kretsamt Gießen. v. Gagern. vekamltmachung, betreffend: die Maul» und Klauenseuche. In der Gemeinde Angenrod, Kreis Alsfeld, ist die ttoul* und Klauenseuche auSgebrochen und Gehöftsperre verfügt worden. Gießen, den 30. November 1896. Großherzogltches Kretsamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend: die Maul- und Klauenseuche. Unter dem Rindvieh deS Johannes Oehler zu Roth, »reis Marburg, ist die Maul- und Klauenseuche auSgebrochen. GS ist deshalb Gemarkungssperre angeordnet worden. Außerdem find die Gemeinden des Kreises Marburg: Sloth, Wenkbach, Argenstein, Wolfshausen, Fronhausen, Ober« Valgern, Holzhausen, Stedebach, Niederwalgern, Kehna, Ober- Weimar Dorf, Oberwetmar GutSbezirk, Ntederweimar und Sifselberg als Beobachtungsgebiet im Sinne des § 59a der NandeSrachSinstruction vom 27. Juni 1895 (RrichSgesetzblatt Leite 373) und zwar vorläufig btS zum 11. December d. I. etuschließltch bestimmt. Bis dahin dürfen Wiederkäuer, einschließlich Fahrvieh und Schweine, aus diesem Gebiet nicht auSgesührt werden mb ist der Durchtrieb solcher Thtere durch das Beobachtung-- gebiet verboten. AuSnahmegeftattungen find bei den be- treffender, OrtSpolizeibehärden unter Vorlage einer thierärzt- ltchen Bescheinigung über den Gesundheitszustand der auszu» führenden Thiere zu beantragen. Die thterärztliche Untersuchung «aß unmittelbar vor dem Trankport stattfinden. Au der den Viehhändlern durch § 2 der Anordnung des $errn Regierung« Präsidenten zu Cafiel vom 16. Juli 1896 lklmtsblatt Seite 185) auferlegten Verpflichtung wird hierdurch selbstverständlich nichts geändert. Gießen, den 1. December 1896. Großherzogltches Kretsamt Gießen, v. Gogern. Gießen, den 1. December 1896. : Zurückstellung unabkömmlicher Beamten, hier von Lehrern und Schulverwaltern im Falle einer Mobil» machung. Die Krvtzh. Kreis-Schulcommiffiou Gießen an die Schulvorstände de- Kreises. Sie wollen die Lehrec oder Schulverwalter einklassiger schulen, welche militärpflichtig find, darauf aufmerksam suchen, daß Gesuche um Zurückstellung im Falle einer Mobil- »rchung innerhalb 8 Tagen bet uns einzureichen find, später einlaufende Gesuche können nicht berückfichtigt werden. In den Gesuchen ist anzugeben: 1) Ctvilstelluog, 2) Bor- und Zunamen, 3) Militärcharge und Truppengattung, 4) Genaue Angabe des TruppentheilS, Regiment, Compagnie 2C., bei welchem der Eintritt erfolgt ist und Datum des letzteren, 5) Bezirk des LandwchrbataillonS. Bet Lehrern oder Schulverwaltern, welche bereits früher -W uns reclawirt haben, bedarf es keiner Meldung. Abwesende Lehrer oder Schulverwalter, die als allein» sichende Lehrer zur Reclamation berechtigt find, wollen Sie benachrichtigen. v. Gagern. Wolff» telegraphische« Sorresvendenr-Bmeau. Berit», 1. December. Drr „ReichSanzeiger" veröffent» -W die AuSführungSbesttmmung en zurGewerbe- ordnung, die am 1. Januar 1897 in Kraft tretenden Bestimmungen, betreffend den Geschäftsbetrieb der HandluogS» reisenden und den Wandergewerbebetrieb der Ausländer. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht ferner den BundeSrathS« beschluß, bett, die Ausnahmen vom Verbot der Sonntags- arbeit im Betrieb der Tonuenmälzereten. Berlin, 1. December. Eine Petition des Vorstandes des preußischen Städtetages an den Landtag, betreffend daß Dieusteinkommen der Lehrer, richtet fich gegen die Bestimmung, daß die AlterSzulagekaffen erhalten bleiben sollen. Sowohl gegen die Beschränkung dieser Bestimmung auf vereinzelte Stadtgemeinden, als auch gegen den Grundsatz der Zwangskaffen werden Bedenken geltend gemacht. Auch die Beseitigung der bisher bestehenden^ Gleichmäßigkeit der StaatSbeiträge für Stadt und Land verstoße ohne Noth gegen die geschichtliche Entwickelung des Volksschulwesens. Schwer bedenklich ferner sei die Bestimmung über die Berechnung der Dienstzeit der Lehrpersonen, die weit über das Bedürfntß hiuauSgehe und die Lehrer ohne Noth in der Freizügigkeit beschränke. Endlich erklärt die Petition, wenn die Unterstützung der Volksschule durch das Gesetz geregelt werden solle, müffe dies im Ganzen und nicht stückweise geschehen. Jedenfalls müffen diejenigen Bestimmungen wegfallen, wodurch der den größeren Gemeinden gesetzlich zugeficherte StaatSbeitrag geschmälert wird, die AlterSzulagekaffen eiu- geführt und die ganze Dienstzeit der Lehrer angerechnet werden sollen. Hamburg. 1. December. Der Verein Hamburger Rheder hat das Schreiben betreffs eines Schiedsgerichts, mit dem Ausdruck besten Dankes für die freundliche Anregung dahin beantwortet, daß der Verein das Schreiben zur weiteren Veraulaffung an den Arbeitgeberverband überwiesen habe. Bet der Ausdehnung, die der Ausstand angenommen habe, seien außer den Rhedern und Stauern die Ewerführer, die Kornumstechrr, die Lagerhausgesellschaft, die Speicheretbetriebe und die Elbdampfergesellschaft betheiligt. Demnach könne nur die Gesammtheit der Unternehmer über den Vorschlag entscheiden. Hamburg. 1. December. Es heißt, heute Nachmittag werde eine größere Anzahl der Maschinisten tu den Ausstand treten. Der Ausstands-Ausschuß hat außer dem Schleppdampfer „Kehrwieder" einen wetteren Dampfer und sechs Motorbarkaffen für den AusstandSdtenst gemtethet. Heute Vormittag ist die erste Unterstützung an 7000 Schauerleute, Kohlenarbeiter und Quaiarbeiter gezahlt worden. Die Oberländer Schiffer haben beschlossen, die Arbeit nicht nieder- zulegeo. Die Bagger haben beschlossen, wöchentlich 3 Mk. in die AuSstandSkaffe zu zahlen. Nach dem „Echo" find jetzt 14,500 auSstäudg. Bremen, 1. December. Der Vorstand der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft sieht den letzten Versuch, auf der Grundlage deS bisherigen ständigen ArbeitSverhältniffeS zu einer Eloizung mit der Arbeiterschaft zu gelangen, als gescheitert an und wird in dieser Richtung keine Ver« Handlung weiter führen. Wegen anderweitiger Verhandlungen rief der Vorstand zunächst daS EinigungSamt deS hiesigen Gewerbegerichts an, da er nach dem bisherigen Verhalten der Lohncommtsfion von einer unmittelbaren Verhandlung keinen Erfolg mehr erwartet. Karlsruhe, 1. December. Der „Karlsruher Zeitung" zufolge hat der Großherzog den Professor Adolf Kußmaul in Heidelberg zum Geheimeroth 1. Klaffe und den außerordentlichen Profeffor Dr. Fleiner zum Hofrath ernannt. Bafel, 1. December. Die hiesige Arbeitervereinigung verthtilt in allen Herbergen an Arbeitslose und zureisende Kunden gedruckte Warnuogen vor der Anwerbung nach Hamburg. Wien, 1. December. Beider Specialdebatte über den Gesetzentwurf, betr. die Regelung der Bezüge der Hochschul-Professoren erklärte der Unterrichtsminister Frhr. v. Gautsch, die Regierung habe nicht au eine Erhöhung der Collegirngelder gemacht. Die Regierung vertrete die Interessen von etwa 600 Professoren gegen einige durch höhere Collegieugelder begünstigte Professoren. Der Minister schloß seine Rede, die Einwilligung der Regierung zu einer wesentlichen Erhöhung der Bezüge hänge davon ab, daß daS HauS seine Zustimmung zur Verstaatlichung der Collegien- gelder ertheile. Paris, 1. December. Hebet die aus Wien gemeldete Betäubung deS Ptinzen Etnst Windischgtätz in Bizz avona wird auS Ajaccio vom heutigen Tage berichtet: Am Sonntag früh 9 Uhr stellten fich 3 Manner in dem be» treffenden Hotel ein und verlangten den Prinzen zu sprechen. Der älteste der Männer drang mit Gewalt in das Zimmer de» Prinzen und verlangte Geld. Der Prinz tief seinen Arzt und beauftragte ihn, einiges Geld auS einet Geldtasche zu nehmen. Der Mann tiß die Geldtasche, in welcher sich 4000 Francs befanden, an sich und entfernte fich. Der österreich-ungarische Consul hat sich nach Bizzavona begebe» und in Gemeinschaft mit den Verwaltungsbehörden und den gerichtlichen Behörden Maßnahmen zur Ergreifung der Diebe getroffen. Loudon, 1. December. Der AuSstand der Arbeiter der Schiffswerft Gray u. Comp. in West-Hartlepood dauert fort. Nahezu 2000 Arbeiter feiern. ES find Verhandlungen behufs Beilegung des Ausstandes im Gauge. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 1. December. Der Kaiser und die Kaiserin werden heute Abend der Erstaufführung von Wildenbruch» Kaiser Heinrich im Berliner Theater beiwohnen. Berlin, 1. December. Von Mitgliedern auS allen Parteien unterstützt, hat der Abgeordnete von Schenken- dorf (ul.) im Abgeordnetenhause einen Antrag eingebracht, die StaatSregterung aufzuforderu, dem FortbildungS- fchulweseu künftig eine größere Beachtung, insbesondere durch vermehrte Staatsmittel zuzuwenden. Berlin, 1. December. Heute Mittag 1 Uhr wurden die beiden Vicepräsideuten des Herrenhauses vom Kaiser in Audienz empfangen. Der Kaiser drückte sein Beileid anläßlich des HinscheidenS deS bisherigen Präfidenten des Herrenhauses, Fürsten zu Stolberg, auS. Gleich darauf wurde auch baß Präsidium deS Abgeordnetenhauses vom Kaiser empfangen. Berlin, 1. December. Die Fregatten „Stein", „Moltke" und „Gneisenau" sollen zum Schutze der deutschen Staatsangehörigen im Winter im östlichen Mittelmeer kreuzen. Berlin, 1. December. Die Mörder des Justizrath Levy, Werner und Große, wurden heute zu je 15 Jahren Gefängniß verurtheilt. Bremen, L December. Gestern Abend lehnten neunhundert Strikende daS Angebot der LagerhauS-Gesell- schäft ab. Der Sinke dauert fort. Wien, 1. December. Heber die Verhandlungen der Mächte bezüglich der Türket berichtet die „Neue Freie Presse": England schlug vor, dem Sultan eine vollständige Durchführung deS Reform-Programms zu empfehlen und sich über die Zwangsmaßregeln für den Fall der Ablehnung durch den Sultan zu einigen. Die Regierungen in Berlin, Wien und Rom nahmen den Vorschlag an. Rußland stimmte dem ersten Punkte zu, lehnte aber die Zwangsmaßregeln ab. Rom, 1. December. Die Gerüchte über ein zwischen dem Vatikan und der serbischen Regierung abge- schloffeneS Concordat find unrichtig. Man versichert, der Papst habe nur den serbischen Katholiken seinen Schutz zn- gesichert. Aotwerpen, 1. December. Die Polizei erhielt Befehl, den englischen Agitator Tom Man bei feiner Ankunft sofort auszuweisen. Dieser Befehl erstreckt sich auf alle ausländischen Personen, welche agitatorisch in Sachen de» Hamburger StrikeS auftreten wollen. London, 1. December. Der Präsident der internationalen Arbeiter-Vereinigung erließ eine Proklamation zur Sammlung von Geldgaben für die S trikenden in Hamburg. London, 1. December. Wie verlautet, ist die Freilassung James ons angeordnet. Jndeffen gestattet sein Gesundheitszustand einen Transport nicht. Bradford, 1. December. Ein ungeheurer Brand vernichtete in der letzten Nacht einige große Fabrikgebäude und Magazine. Der Schaden übersteigt 200000 Pfund Sterling. Petersburg, 1. December. Die „Nowostt" bestätigen, daß zwischen Frankreich und Rußland ein vollständige» Einvernehmen bezüglich der türkischen Frage herrscht. Warschau, 1. December. Das Befinden des Grafen Schuwalow ist neuerdings äußerst kritisch. Warschau, 1. December. Die Synagoge zu Czenstochan war am letzten Samötag der Schauplatz einer großen Panik, welche durch einen falschen Feuerlärm hervorgerusen wurde. In dem Gedränge wurden zahlreiche Personen verwundet. Berlin, 2. December. Zn der Beisetzung des Fürsten zu Fürstenberg wird sich von hier der Präfideut des Union» Club Prinz Christian Kraft zu Hohenlohe nach Donaueschingen begeben. Ebenso reifen Prinz Alexander Hohenlohe, Prinz Max Hohenlohe und Graf Schöuborn dorthin. vom Kauf befriedigt ist und auch dem heimischen Gr- festen Preise bringen dem Kauf. Käufers. DaS Placat: „Feste sondern eS ist da- entschiedene Die des fchäftSmann. ** Feste Preise, mann das Vertrauen Jndustrielehrerinnen bezweckten. •• Mitlelrheiuifcher Fabrikauteu-Bereiu. An der am I 3. December, Nachmittags 3 Uhr, im neuen Casino zu I Mainz statifindenden Versammlung des Mittelrheini- I schen FabrikantenvereinS werden, außer den bereits genannten I Referenten, den Herren Prof. Dr. Btermer von Münster I und Reichstagsabgeordneten Brömel von Berlin, auch noch I eint Reihe anderer hervorragender Goldwahrungsleute theil- nehmen. Zu der Versammlung haben die Handelskammern I und industriellen Vereine der Umgegend Einladungen er- I halten. Weihnachtt EinkLufe. Wir treten nunmehr in den I Christmonat, und wenn auch die in dieser Zeit schon üblichen I Schneeflocken noch auf sich warten lasten, waS aber nicht ans I sich warten läßt, daS find die PretSverzeichntste über Weih nachts art ikel und Alles, waS in dieses Genre schlägt, die jetzt reicher und immer reicher in jedes HauS geflattert kommen. Es giebt da viel zu studiren, auszusuchen und zu prüfen und am Ende bleibt doch noch zu Recht der alte Satz bestehen, daß der die Qual hat, wer die Wahl treffen I muß. Und dabei kommt der Gedanke dann immer noch mit I |n Betracht, wie macht fich nun ein Gegenstand in Wirklich- I kett, der auf dem Papier so oder so dargestellt wird? Die | kundige Hausfrau sagt ja immer, Papier ist geduldig, und wenn ja nun auch wohl nicht- Unrichtiges mitgetheilt wird, ein mit reger Phantafie begabtes Gemüth stellt fich nach der anschaulichen geschäftlichen Empfehlung auf dem Papier einen Gegenstand leicht viel effektvoller und glänzender vor, als er in Wahrheit ist und auch im Preise nach nicht anders sein kann. Warum zerbricht man sich aber die Köpfe über die papiernen Anpreisungen? Nothwendig ist eS doch beim besten Willen nicht und man hat eß anderweitig viel be- I querner. So macht man die Sache: Man wird ja nach nicht allzulangem Nachdenken darüber einig, aus welcher Branche man etwas schenken will, denn beispielsweise schwankt man doch nicht zwischen einem Schlafrocke und einer Cigarren» lasche, einem WirthschastSgegenstand »oder einem Brillant, ring rc. Nur das Specielle weiß man nicht, daS möchte man herauShaben. Man geht also zu einem Geschäftsmann der betreffenden Branche, der heute noch nicht gerade über Maßen zu thun hat, und fragt ihn, waS eS Neues in seinen deS Duells in den Tod getrieben. Die Tragik dieses Stückes birgt einen sehr ernsten, fittlichen Gehalt, indem fie die I moralische Fahrlässigkeit der besteren Kreise scharf beleuchtetes wäre falsch, hier die Duellfrage aufzuwerfen, da die Handlung im Sinne deS Dichters ganz objecttv betrachtet werden muß und nur durch die Thatsache der unausweich- I baren TodeSnothwendigkcit das Glück einer Familie zerstört rotib. — DaS dritte Stück, „Das Ewig Männliche", ist ein geistreiches satirisches Spiel in anmuthigen Versen, und be- I handelt ein Schetnduell zwischen einem Marschall und Maler, I die beide in eine kokette Königin verliebt find und alsdann von ihrer Leidenschaft befreit werden. — Eine vorbereitete gute Etnstudirung verhalf zu einer anerkenuenSwerthen Wiedergabe durch unser Ensemble. Herr Fritzschler gab den Teja in einer oft in daS Weichliche zu sehr übertretenden Weise. Diese Figur verlangt anhaltend tiefe Kraft und wohl- beherrschte Haltung, sein im dritten Stück dargestellter Marschall war wuchtiger und überzeugender. Frl Leno als Balthilda verstand eS, mit Wärme, rührender Anmuth und ohne aufdringlich zu erscheinen, den richtigen Ton zu treffen. Herr Goldbach als Lieutenant Fritz im zweiten Stück be- | kündete vorzügliche Auffassung und zeichnete fich durch temperamentvolles, gefühlwarmes Spiel aus. Der Major von Droße wurde durch Herrn Schröder nicht genügend characterisirt, auch die Maske, welche wohl Sudermann ähnlich fein sollte, wirkte ungünstig. Frau Kruse gab die, ihren Liebling vergötternde Mutter wahr und überzeugend. Im letzten Stück boten Frl. Egger als Königin, Herr Peickner als Maler, Herr Fritzschler als Marschall, sowie die Herren Kunert und Goldbach als Marquis schöne Leistungen. Der Kammerdiener wurde durch Herrn Schalter in treffender Weise wiedergegeben. Alle übrigen Mitwirkenden spielten ihre Rollen mit großem Ge- schick. Ein ziemlich gut besetztes Haus verfolgte die von Anfang bis zu Ende feffelnde Handlung mit Jntereffe und namentlich das zweite Stück „Fritzchen", in welchem Sudermann durch den knappen, künstlerischen Bau des DramaS geradezu Vollendetes geboten, wirkte besonders mächtig und wurde am beifälligsten aufgenommen. Die vortheilhaft schöne Ausstattung deS letzten Stücke» möge nicht unerwähnt bleiben. fallen des unwürdigen Handelns, da» sich baß Publikum gar bald abgewöhnen wirb, und durch daS Vertrauen deS Kunden auf die Rekllität des Preises. Man glaube nicht, daß man Kunden feffcln kann, wenn man ihnen am Preise Nachläße mit geistreichen Bemerkungen wie: „Weil Sie es find, aber jetzt verdiene ich kaum daS Porto an dem Artikel u. s. w." DaS heißt auf gut deutsch nur: „Ich habe Dich vorher mit dem sogenannten festen Preis übers Ohr hauen wollen und hätte eS recht gern gethan, wenn Du nicht doch „gehandelt" hättest." Daß man fich aber durch dieses stillschweigende Etngeständniß keine Kunden erwirbt, versteht fich von selbst. Daß die festen Preise an den Maaren angebracht sein rnüffen, sodaß jeder Kausltebhader fie lesen kann, gehört zu dem Grundsatz der „festen Preise", denn der Kausltebhader muß sich überzeugen können, daß der mündlich angeforderte Preis auch mit der jedem Dritten erkennbaren Preisangabe an der Maare übereinstimmt. Hierher gehörig ist auch da» Verlangen, daß alle in den Schaufenstern ausgestellten Maaren deutlich Preisbestimmung tragen. Der hiergegen erhobene Einwand, daß sei marktschreierisch und eines gediegenen alten Geschäftes unwürdig, ist lächerlich. MaS will man denn mit der Schaustellung? Doch keine Kunst oder Maaren-AuS- stellung veranstalten, sondern die auf der Straße gehenden Menschenkinder zum Kaufen zu reizen. Zum Kaufen gehört aber außer Maare auch der Preis und letzterer ist sogar für fast jeden Kaufiiebhaber die Hauptsache, wodurch er sich zum Kaufen oder Nichtkaufen bestimmen läßt. Mill man also durch sein ost recht theuer bezahltes Schaufenster die Kauflust wirklich erwecken, bann zeige man dem Publikum außer der Maare auch deren Preis. DaS Stück ist wirklich nett, wenn man nur wüßte, was es kosten soll, so lautet die Klage der Schaulustigen vor manchen Schaufenstern und fie gehen vorüber. Jeder Kaufmann, der keine festen Preise hat, ist mit l Recht dem Verdacht ausgesetzt, daß er seinen Preis nicht nach dem Werth der Maaren allein, sondern auch nach der Person des KäulerS, nach deffen Geldbeutel, nach dem Ruf feiner „HandelS"fähigkeit und anderen Nebenfächlichkeiten bestimmt. Wer die Kniffe des „Handelns" nicht kennt oder fich dazu nicht hergeben will — also gerade der angenehmste Kunde — wird diesen Laden mit Recht meiden. •• Ltadtthester. Vielfachen Wünschen entsprechend, bringt die Directiou Kruse-Helm Sudermanns neues Werk „Mortturi" am Donnerstag nochmals zur Aufführung. Für diese Vorstellung gelten in Folge der ungewöhnlich hohen Honorarkosten, die für derartige Novitäten von den Verlegern beansprucht werden, ebenfalls etwas erhöhte Preise. — Am Freitag dieser Woche findet wieder ein hervorragendes Gastspiel statt. Die Hoffchau- spielerin Fräulein Käthe Hafte von Dresden, früher Mitglied des Berliner Lefsingtheaters, gaftiit hier in dem drei- actigen LrbenSbild „Der kleine Lord". Die „Englische Zeitung" (Dresden) schreibt: DaS Stück „Der kleine Lord" ist sehr sehenSwerth und wäre es nur um den Cedrik Errol unseres GasteS, Käthe Bastö, genießen zu können. Die geniale Künstlerin zeigt uns einen liebenswürdigen, hochherzigen Knaben voll Gesundheit und Frische. Bon Anfang an fesselte fie die Aufmerksamkeit deS Publikums, das mit aihemlosen Jntereffe dem entzückenden Spiel lauschte. Die Bilderbuchscene (der Sprung auf den Tisch war prachtvoll), die Verzweiflung bei der Nachricht, Cedrik sei ein richtiger Graf, das erste Zusammentreffen mit dem alten Lord, und vor allem das Schreiben deS Briefes war meisterlich auS- griührt. Käthe Bastö hat unS auf dieser Bühne schon viele Rollen mit dem größten Erfolg vorgeführt, aber der Cedrik ist doch wohl das Herrlichste, was fie unS bot. Sie ver- leiht dem Character so viel Frische, Fröhlichkeit und be- zaubernde Liebenswürdigkeit, daß der Eindruck auf den Zu- schauer einer der reinsten, unvergeßlichsten Freuden ist. Käthe Baste wurde zahllose Male auf offener Scene hervorgejubelt und mit wundervollen Blumen (sogar eine große Zuckerdüte wurde dem Prachtjungen überreicht) beschenkt. Man findet wohl selten eine Künstlerin, die in so vollendeter Meise einen Knaben darzustellen vermag, und die deutsche Bühne kann wohl stolz darauf sein, eine Künstlerin wie Käthe Baste zu besitzen. •• Da8 Panorama hat diese Woche die neuesten Bilder ausgestellt: Paris während den Zarentagen. Ein malerischer, bewegter und abwechslungsvoller Anblick wird | uns geboten. Daß Gedränge in den Straßen, die An- und , Abfahrten des Zaren und der Zarin mit der EScorte von SpahiS, ferner die Ausschmückung der Straßen rc. geben unS ein Bild davon, welche Summe die Zarentage Paris gekostet haben. Diese Serie, welche durch die prachtvolle und natürliche Wiedergabe einzig schön ist, wird zu einem guten Besuch deS Panoramas viel beitragen. Wir machen unsere Leser auf diese Serie besonders aufmerksam. •* Der Weihnachtsgeschenke Wahl kann einem nicht schwer werden, wenn man schon jetzt die hell erleuchteten Schaufenster mit ihren reizenden Auslagen betrachtet. Die Möbelfirma Th. Brück hat unsere Stadt auch wieder um ein AusftellungSlocal mit 8 Schaufenster Front bereichert, und ist es Angesichts dieser von den Gießener Geschäften gemachten Anstrengungen eigentlich kaum zu glauben, daß so Vieles auswärts und nicht am Platze gekauft wird. -• Der Vorstand der Invalidität»- und AttirsvetfichiruugS- anstatt im Sroßherzogthnm Hesien theilt It. „Offenb. Ztg " mit, daß nach einer maßgebenden Entscheidung deS Reichs- verficherungSamtS Jndustrielehrerinnen an Volksschulen nicht versicheruugspflichtig seien. ES wurde angenommen, daß dieselben in erster Linie an der Ausbildung und Erziehung der schulpflichtigen Jugend wesentlich Mitwirken und damit zu einer Thätigkeit herangezogen würden, welche fie über den Kreiß der mit materieller Arbeit beschäftigten Personen erhebt. Ob diese Entscheidung auf die einfachen Berhältniffe der I Landgemeinden zutreffe, könne man bezweifeln. Gegenwärtig I seien von einer Gemeinde Verhandlungen bei Großherzoglichem Ministerium eingeleitet, welche die VerficherungSpfl-cht der Artikeln gebe. Der Kaufmann sagt mit tausend Freudri? ausführlich Bescheid, bemerkt auch, was noch destrllt werden kann, und so kommt man in aller Ruhe zum frstea Eot- schluß. Denn der Hauptgrund, weshalb man unmittelbar vor Weihnachten „gar nicht finden kann", maß nun wirklich so recht gefallt, beruht in der Nervofität, welche der Zwang, nun schnell fich zu entscheiden hervorruft. Wer baß Aut- gewählte noch nicht mit heim nehmen will, der läßt eS im Kaufladen, wo eS ihm in jedem Moment wieder zur DrSpv- fition steht. So sichert man allen Thriller eini Friude, bim, welchem man etwas Treffendes schenkt, fich selbst, der »ad-Ranheim, 30. November. Heute hat Herr Geh. Medtcinalrath vr. Friedrich Bode, der älteste Einwohner der Stadt, in erwünschtem körperlichen Wohlsein und in u>- geschwächter geistiger Frische sein 86. Lebensjahr angetretea. Zahlreiche Glückwünsche und Geschenke von nah und sern liefen rin; den Tag über wurde daS HauS von persönliche, Gratulanten nicht leer. △ Herbstem, 29. November. Wie vorsichtig man eit Petroleumlampen umzugehen hat, beweist nachstehender Vorfall: In einer hiesigen Wirthschaft wurde seit Jahr« eine Petroleumhängelampe von mittlerer Größe gebrannt. Dieselbe hing an der Decke an einem eisernen Haken. Ueber dem Cylinder befand fich eine von gutem Eisenblech her- gestellte Schelle, welche drnselben vollständig überdeckte und verhinderte, daß die Hitze der Flamme dtrect der Zimmer- decke fich mitiheilte. Eines Morgen» bemerkte der Wirth, daß die Lampe hiruntergebrochen war. AIS später der ebenfalls herunter gefallene eiserne Kloben wieder an der Decke befestigt werden sollte, wurde bemerkt, daß der Balken stark erhitzt war. ES wurde nun von oben her durch Ent- sernung der Dielen Luft gemacht. Alsbald strömte ein dichter Rauch hervor und eine bläuliche Flamme wurde bemerkbar. Nachdem baß Feuer gelöscht war, wurde die Sache näher untersucht und bemerkt, daß der Balken, m welchen der Kloben eingetrieben war, bis zur Hälfte verkohlt. §§ Gedern, 28. November. Im Eisengeschäft biß W. Vöhl sollte eine Häckselmaschine abgeladen werde». Hierbei gerieth der Lehrling mit der einen Hand derart i» i die Maschine, daß ihm der Daumen vollständig ad- I geschnitten wurde. § Sen der Ohm, 30. November. Nachdem die größeren Treibjagden im Feld und Walde zum Thetle abgehalteo, läßt fich ein beffereß Urtheil über die Ergebntffe der Jagd fallen alß bei deren Beginn. Die Jäger und Jagdbrfitzer beklagen sich über den schlechten Bestand an Hasen. Dieser resultirt hier aber nicht von einer Krankheit unter denselben her, wie fie in anderen Gegenden geherrscht, sondern mtS dem Mangel an Mutterhasen. Daß schlechte Ergebnis der Hasenjagd hat den Preiß sür Halen hinaus gehen laffw- Man bezahlt zur Z-.it daß Stück mit 3 Mk. gegen 2,50 W- im Herbst. Im vorigen Jahre wurde dieser Preiß V» Halen hier nicht erreicht. Biel besser alß der Hasen- ist Rehbestand. Hier find die Resultate sehr zufrirdensteveoo. Die Hoffnung unserer JSg:r, daß ein Schneefall noch »tun auf der Hühnerjagd brächte, hat fich nicht erfüllt. Schnee ist außgeblleben und morgen tritt die Hegezeit ! Rebhühner in Geltung. u § Ans dem Bogel,berg, 30. November. Ueber schlechte Milchergiebigkeit der Kühe hört Preise" thut'ß aber nicht, Festhalten an dem einmal festgesetzten Preise nothwendig. Diese Standhaftigkeit belohnt fich gar bald durch daß Weg- Verlin. 2. December. Die „Kreuzztg." meldet auß Wien: Dir hiesigen Regierung ging eine Note von der ungarischen Regierung zu, welche daß österreichisch-ungarische HandelßbÜndniß kündigt. Berlin, 2. December. Der „Localavz." meldet auß Peterßburg: Die Stelle Schuwalows wird in allernächster Zeit neu besetzt. Zum Nachfolger sei der General Roop, früher General Gouverneur von Odeffa, ausersehen. Berlin, 2. December. AuS Hamburg meldet her „Vorwärts": Für die strikenden Maschinisten fahren mehrfach Strikebrecher ohne Schiff« Patent. Die Hafenpolizet ver- haftet dieselben, um Unglücksfälle zu vermeiden. Die StaatSqnat-Arbeiter wollen striken, wenn von ihnen Schauer- rnannsarbeit verlangt würde, dieselben wurden von der Directiou zum Bleiben veranlaßt, und ihnen die Zusage gegeben, daß von ihnen keine SchauermannSarbeit verlangt werde. Dasselbe Blatt berichtet aus Bremen: Die gestrige Bersammlung beschloß, den Gewerbegerichtsspruch abzuwarten. Heute Abend soll eine Versammlung inticheiden, ob der Schiedsspruch anzunehmen sei. Ein Krahnführer und zwei Borarbeiter haben die Arbeit aufgenommen. 15 Krähne von 100 find schwach im Betrieb. Berlin, 2. December. Die Berliner G i werkfchaftS- Commission steht mit tausend Mark an der Spitze der Unterstützungen für die strikenden Hamburger Hafenarbeiter. Hamburg, 2. December. Gestern Nachmittag kam es vor dem Schweizersaale in Altona, in welchem die so- cialistische Agitatorin Frau Steinbach vor tauenden von Arbeiterfrauen sprach, zu gefährlichen Reibereien. Die Polizei maßte einschreiten. Die Frauen bearbeiteten fich gegenseitig mit den Fäusten. Königsberg, 2. December. Im Kreise Memel wurde eine weitere Leprakr anke ermittelt. Wien, 2. December. AuS Ajacio wird gemeldet, dortselbst wurden die Räuber verhaftet, welche den Prinzen Windischgrätz auSgeraubt haben. »rüffel, 2. December. Die Krise im Gemeinde- rath ist sehr ernst. Man befürchtet den Uebergang der Stadtverwaltung in socialistische Hände. CocaU» nnt Gießen, den 2. December 1896. ♦♦ Gesellschaft für Srd- und Solfertunbe. Zum Vorträge am 4. December haben auch Nichtmitglieder gegen Zahlung von Mk. 1,50 und Studtreude und Schüler gegen Zahlung von Mk. 0,50 Zutritt. Die Sitzung beginnt pünktlich 7V3 Uhr; nach dir Sitzung findet gesellige Vereinigung im Leinen Saale des Gasthofs zum „Einhorn" statt. Die Zahl der Mitglieder der Gesellschaft ist auf 181 gestiegen. ♦•H. Stadttheater. Gestern Abend wurde das neueste dramatische Werk Sudermanns, sein E nacter-ChcluS „Mortturi" hier aufgeführt. Diesem Gesammttitel ordnen fich die drei Stücke „Teja", „Fritzchen" und „Das Ewig Männliche" unter; alle drei geben Bilder, in denen daß Verhalten von Menschen characterifirt wird, die gesunden Leibeß, in der Vollkraft der Jahre angesichts des Todes stehen. In „Teja" und „Fritzchen" wird daß Thema tragisch, in „Daß Ewig Männliche" dagegen humoristisch behandelt. „Teja" schildert daß Sterben dieseß GothenkänigS, der mit dem letzten Häuflein seiner Getreuen der Ueberrnacht deß Feindeß, dem sicheren Tode entgegentritt. Die Liebe deß ihm angetrauten Weibes offenbart fich ihm und lehrt ihn die Größe der Frauenliebe für einige letzte Augenblicke erkennen. Die schlichte Handlung ist tief zu Herzen gehend. — In „Fritzchen" wird ein hoffnungsvoller, junger Offizier infolge eines verübten Ehebruchs durch den modernen Ehrbegriff festen. « ' S-iraih v aß dold1 8** )n lle64««"' ÄÖ? «*•** S «i°N nian4 in« bekommen al üäIAü wo wir unS i ^beneidenden recht e «scheint un« die tfion lemc thM wenn irge. a* ist, zu b-f°lSen. -chäst irgend welcher B ab gehen, da sie ja an nk d°s thnt, wenn zu «an sich W flaW W aui dem Orte wandert, ceiawmle Publikum, wel Mit, sollten nie die w ff|(oe Hand wäscht die at flt ganz unabhängig gefte nicht zu nehmen brauchen, Heer der Beamten, sollte! st» Einkommens im ü auß den mannigfaltigsten Geschäftsleute aller Art fr die edle Ausgabe zusällt, zu sorgen, erfüllen also nicht schon bann, wenn st Amtes verrichten, sondern binMungen nicht gegen fti§en und die Interessen durchaus nicht gleichgiltig den Anläufen daS Geld Bel wirb tymnit 1. Januar 1897 an bie 'verein Beuern I mit 3'/,' Beuern, am 21. ’ 6. Ranst, Director. Import-, U MlfrerM Beiee-UnfaiM Ve chrirt Gr Miner ’*a 18. _ rv berühn En‘haltet ’^mens Läge* Bfci 1 L« ,lt" Unn* u, ” Ul>mltttibQr »•"Ä ?°®5n‘ ttltbi " trn i&Ä. »'ia M ° M $* ** s t|ten Breit, E"^ittevk flrbl ft btt Uibur^ dar ®r, 7 nlh dos Publikum / L-rL ;Ä ’S ’» a»IM °. »" £y?* «* »°>h».» । ä tmtn »•«<» w P* WWWute b' btlW ßch voll Iklbst. Ilio »Mn k-W, „ »„ TS1*** Üblich üllgesorbkste Prei- -««» Prüiüllzübr an btt 0'^dg ft aui) ba6 Btt« Enn auly^M ®aaw ■ Dn hittgrgill rrhodm b und kivis gtditgtotn altii 4- WaS will man benn r • ^anfr- ober Waattll-U> it auf der Tlraht geheck reisen. Zum Kaufen gehi? iS und letzterer ist sogar fi: aptfache, wodurch er fich zu »mta iaht. Will man oi;: ilttS Schaufenster die Saiislui an dem Publikum autzer kr Sluck ist wirklich nett, »um soll, so lautet die Klage in aufevfteru und fie gehen öw -int festen Preise hat, ist mit )o6 er seinen Prei- nichi nat onbtin auä) oad) btr fyrltm nu[, nach dem Kus seiner NtbtnWWtttt dGmrnt, nicht W obtt > W tabt btt w gt wtidtu. vber. heute hat Herr M Bode, der älteste Tin«^ -perlichen Wohlsein und in» ein 88. Lebensjahr angetreia Geschenke von nah und p [bt daS HauS von persönM ,ber. Wie vorsichtig »«>' gehen hat, beweist n* Mthschaft wurde seit 3“J J mittlerer •“SSrä**!; -°».° «« » eifer»» ® 6 „„Bi» »***1 Start* r£-?r-i i.°« a i« w*- L Rran«»“ ’ icnbtr» ■ ev. *?L hinauf S., für SW i< ein E ' O . ,b 30. Jl«ssen gewesen, so wäre weniger von diesem schlechten Grummet beifüttert norden. Daraus erklärt fich die ungewohnte Milchabnahme des Melkviehes. Diese- Minderergebn'h an Milch ist so groß, daß manche Molkereien 500 bis 1000 Liter Milch an der Zufuhr weniger bekommen als seither. Hieran- erklärt sich auch der höhere Preis der HauSvutter, die mit SO bi- V5 Pfennig baß Pfund bezahlt wird, während dasselbe im S mmer und Herbst nur 60 Pfg. galt. Kauft am Platze. Jetzt, wo wir uns immer mehr der lebhaftesten Geschäftszeit, insbesondere auch dem hoffentlich für alle Gewerbetreibenden recht erfreulichen Weihnachtsgeschäft nähern, erscheint unS die schon so oft gepredigte Mahnung angebracht, seine Einkäufe wenn irgend möglich nur am Platze, wo man ansässig ist, zu besorgen. Zumal Leute, die selbst ein Ge- ichäst irgend welcher Branche haben, sollten hiervon nicht abgehen, da fie ja an ihrem eigenen Gefühl ermeffen können, wie baß thut, wenn zu Zetten lebhaften Um'atzeS, auf die man fich da- ganze Jahr hindurch freut, baß meiste Geld aus dem Orte wandert. Geschäftsleute und überhaupt das gelammte Publikum, welches im practischen Erwerbsleben steht, sollten nie die Wahrheit de- Spruches vergeffen: „(Sine Hand wäscht die andere." Aber auch Leute, die an fich ganz unabhängig gestellt find und geschäftliche Rücksichten nicht zu nehmen brauchen, wie insbesondere daS zahlreiche Heer der Beamten, sollten nicht vergeffen, daß die Quelle -hreS Einkommens im überwiegenden Maße gebildet wird aus den mannigfaltigsten Steuern und Abgaben, welche die Geschäftsleute aller Art zablen müssen. Die Beamten, denen die edle Aufgabe zufällt, für das Wohl der Allgemeinheit zu sorgen, erfüllen also ihre Pflicht im umfassenden Maße nicht schon dann, wenn sie die speciellen Obliegenheiten ihres Amte- verrichten, sondern wenn sie auch in ihren Privat- hrndlungen nicht gegen die Gesetze der Gerechtigkeit verstoßen und die Interessen ihrer Mitbürger verletzen. Es ist durchaus nicht gleichgültig für die Gesammtheit, wohin bei den Einkäufen daS Geld getragen wird, sondern das Ge- samwtwohl erfordert, daß eine möglichst gerechte vertheilung deS BolkSverwögenS erstrebt wird, wozu auch gehört, daß den Geschäftsleuten ihr natürlicher Kundenkreis erhalten bleibt. Man muß sich doch immer vergegenwärtigen, welche beträchtliche Summe von Capital, Arbeit und Sorge in jeoeS Geschäft gestickt ist und welchen Schaden eß nicht nur für den Einzelnen, sondern für weite Kreise mit fich bringt, wenn ein solches Geschäft untergeht. Ein auf solider Grundlage aufgebauteß Gefchäft ist wie eine lebende Persönlichkeit und sein zwangsweise- Aufhören berührt den Bolkswirth und Bolkßfreunb wie das Sterben eines Individuums. Ganz dtfonderß aber wenden wir unß dagegen, daß man dem Wandergewerbe, wozu als Abart auch die Berfandthäufer gehören, vor dem anfäifigen Gewerbe den Vorzug giebt. Die anfäffigen Geschäftsleute sind in der Regel für den Staat und die Commune viel nützlicher, ihr Bestand für die materielle und sittliche Wohlfahrt des Volkes im Allgemeinen viel nöthiger als jene Betriebsformen. ES würde zu weit führen, das hier auseinanderzusetzen und zu beweisen. ES sei nur darauf hingewiesen, daß in neuerer Zeit auch die gesetzgebenden Factoren immer mehr zu dieser Einsicht kommen und fich bemühen, die Auswüchse des HanfirerthumS, des Wanderlager- und Ftlialenurwesen-, der Verfandthäufer und verschiedenen Einkaufsgenossenschaften zu beschneiden. Wer am Platze bet dem anfäffigen Geschäftsmann kauft, darf doch auch auf eine ganz andere Garantie rechnen, als ihm ein wandernder Händler, ein fliegende- Geschäft oder ein nur auf einmaligen Absatz einer Sendung bedachtes HauS gewährt. Der anfäfstge Geschäftsmann muß viel mehr darüber wachen, daß er fich nie die Zufriedenheit feines beschränkten Kundenkreises verscherzt und daß sein guter Ruf nicht leidet. Man lasse sich also nicht durch marktschreierische Anpreisungen, ellenlange Annoncen und schön auSgestattetc Kataloge irre machen. Ein tüchtiger GeschäftStreibender, und habe er selbst ein nur kleines Geschäft, kann ganz dasselbe bieten, und ist wirklich die Auswahl einmal nicht so groß, so wird er fich bemühen, den gewünschten Artikel binnen Kurzem herbeizuschaffen. Das Publikum, welches solche Geschäftsleute bevorzugt, handelt ebenso edel und socialpolitisch vernünftiger, als dasjenige, welche- den in Noth Gerathenen Almosen giebt, und verschafft mancher Familie die Möglichkeit einer schönen Weihnachtsfreude. Verurrfthtes. * Leipzig, 30. November. In den gestrigen Abendstunden wurde ein Raub anfall auf den Barbier Leonhard in dessen Barbierstube versucht. Durch die Hilferufe deS Ueberfallenen wurden Straßenpaffanten aufmerksam, wodurch der Thäier verscheucht wurde. Derselbe wurde zwei Stunden später von einem herbeigeruseaen Schvtzmanne im Keller in hilflosem Zustande aufgefunden. Derselbe war anscheinend in den Keller gestürzt. Er wurde al- ein 27jähriger Expedient aus Plagwitz recognoßcirt. Sein Name konnte noch nicht festgestellt werden. Citeratm? unt Knnft — Daß 1. Heft von brm nationalen Prachtwerk: Kaiser Wilhelm der «rotze, Deutschland- Reiter und Rächer, von Dr. Adolf Z hlicke, Verlag von Lauts Abel, B.rltn 8, Seoastian- strahe 29, tu jetzt erschienen. Es enthält — bei dem äußerst billtgen Preis von 50 Pfg. pro Lieferung — vier Druckbogen Text, vier Voll- und zwei Doppelbilder und ist mit einem künstlerisch auS- gesührten Umschlag nach einer Originaljeichnung versehen. Der Inhalt zeigt, daß wir eS hier nicht mit einer Gelegenhrilsichltit, sondern mit einem großen historischen Werke von bleibendem Wcrthe zu ihun haben. Der Versasser entwickelt in großen Zügen die G- schlchie deS deutschen Volkes von der Urzeit biß 1806, dem Jahre der großen Katastrophe, wo daß alte Deuische Reich untergin.' und Preußen die Niederlage bei Jena erlitt. Die Uneinigkeit der d.u'schen Stämme wird anschaulich geschildert und die unendliche Schirierig- keit, welche bei der Herstellung der deutschen Einheit zu übern indrn war, dargethan, wodurch das Werk Kaiser Wilhelms erst sein, hohe Bedeutung erhält, die es auch als den Abschluß und die Vollendung eines zweitausendjährigen Ringens deS deutschen Volkes nach einem deutschen Nationalreich zeigt. Wir brauchen wohl nicht besonders zu betonen, daß ein solches Werk für jeden Deutschen von dem höchsten Werthe ist, und daß sich dasselbe ganz besonders auch zum Weihnachtsgeschenk für die heranwachfende Jugend eignet, um die nationale Gesinnung zu stärken und zu fördern. Wöchentliche Ueberstcht der TsdeSMe tu Gieße«. 48. Woche. Vom 22. November biß 28. November 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 13,56, nach Abzug der Ortsfremden 9,04°/«. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tm vom 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: Gehirnentzündung 1 (1) 1 (1) — — Gehtrnichlagfluß 1 (1) 1 (1) — — Lungenentzündung 1 1 — — Lungenerwetterung 2 2 — — DiphtherUts 1 — — 1 Smmna: 6 (2) 5 (2) — 1 8nm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke komm«. Kunst-Ausstellung, Vtt nähme des SamStagS, von 11 ms 1 Uh', am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntags unvnterbrochen von 11 bis 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom 1. Januar 1897 an die Kapitaleinlagen bei dem Spar- und Vorschuß- verein Beuern I mit 31/, % verzinst werden. Beuern, am 27. November 1896. 10609 C. Ranft, Wilh. Otto III., Director. Vorsitzender des Aufsichtsrathes. K. Walther, Rechner. Frankfurter Transport-, Unfall- und Glas-Versicherung Frankfurt a. M. 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Die Lieferungsbedingungen können hier in der Zeughauskaserne, Zimmer Nr. 16, Vormittags von 10—12 und Nachmittags von 4—6 Uhr, eingesehen, und bezügliche Abschriften gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden. 10610 Angebote mit der Aufschrift: „Angebot auf Liesemng von Fleisch- und Wurstwaaren" sind versiegelt, portofrei bis zumVerdinguugstermi«, den 9. December d. I., Vormittags 10 Uhr, an das unterzeichnete Bataillon einzureichen. Gießen, den 2. December 1896. 2. Bataillon Jusant.-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116. Die Lieferung des an Stadtarme zu verabreichenden Mittagessens und einzelner Portionen Suppe soll im Wege derSubmission vergeben werden. Offerten sind bis zum 7. b. M. bet uns einzureichen. (Es werden durchschnittlich pro Tag 6 Portionen Essen benöthigt.) Gießen, den 2. December 1896. Die Armeudeputation 10625 der Stadt Gießen.______ | Empfehlungen^^ Stöbt Schlachthaus. Freibank. 10597 Heute und morgen: Rindfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 50 Psstz. 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