Nr. 259 Erstes Blatt«_____Dienstag den 3 November 1896 Der Hießener A«)eiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamilieuvtätler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Vierteljähriger Abonnementspreis: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Aints- rind Anzeigeblatt für den Tireis Gieszen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage; Gießener Aamikienölätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen , Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen. Amtlicher TheiU Bekanntmachung. Der Großh. Kreisveteriuärarzt Herr Dr. Neunh öffer zu Grllnberg ist bis zum 7. November l. IS. beurlaubt. Seine Vertretung für die Orte des Kreises Gießen hat der Großh. Kreisveterinärarzt Herr Professor Dr. Winckler zu Gießen übernommen. Gießen, den 31. October 1896. Großherzogliches KretSamt Gießen. I. B.: Dr. Melior. Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche zu Wieseck. Nachdem in mehreren Gehöften zu Wieseck die Maul- und Klauenseuche amtlich feftgestellt worden ist, wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Gemarkungssperre angeordnet worden ist. Gleichzeitig wird daS Verbringen von Milch in ungekochtem Zustande aus der Gemarkung verboten. Gießen, den 2. November 1896. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. I. V.: Dr. Melior. Bekanntmachung. Die Maul« und Klauenseuche unter dem Viehbestände deS Händlers Hirsch Seligmann in Wetzlar ist wieder erloschen. Gießen, am 31. October 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I 93.: Dr. Melior. Bekanntmachung. Zu Fauerbach v. d. H., Rockenberg, Groß« Karben und Vilbel, KretS Friedberg, und zu Raun« heim, Kreis Biedenkopf, ist die Maul- und Klauenseuche au-gebrochen und dielerhalb Gehöftsperre verfügt worden. Gießen, am 31. October 1896. Großherzogliches KretSamt Gießen. I. D.: Dr. Melior. Gießen, 30. October 1896. Betr.: Die Anlegung von Dampfkesseln. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir sehen unS veranlaßt, die Beitimmung des § 21 der Verordnung vom 30. December 1891, wonach die den Gesuchen um Anlegung von feststehenden Dampfkesseln bei« zufügenden Pläne auf gutem, haltbarem Zeichenpapier oder auf PauSletnwand ausgesührt werden müssen, Pauspapier aber in keinem Falle hierzu verwendet werden darf, mit dem Anfügen in Erinnerung zu bringen, daß wir dem nicht ent« sprechende Pläne künftig zurückgeben werden. Die Pläne und die Beschreibung müssen dem in der genannten Bestimmung angegebenen Format entsprechen und in doppelter Ausfertigung vorgelegt werden. I. 93.: Dr. Melior. Deutsches Reich. Berlin, 31. October. Der Kaiser ist heute Morgen 8 Uhr auf der Wildpark-Station eingetroffen, woselbst er von der Kaiserin empfangen wurde. Berlin, 31. October. Die Verhandlungen betreffend die Beilegung der deut sch-russischen Zollstreitig« keiten haben begonnen und zwar werden dieselben zwischen der russischen Botschaft und dem deutschen Zollamt geführt. Da beiderseits großes Entgegenkommen an den Tag gelegt wird, so hofft man, daß die Verhandlungen bald zu einem befriedigenden Abschluß gelangen. Deutschland wird das Einfuhr-Verbot auf Schweine aufheben, während Rußland seine Repressalien beseitigen wird. Berlin, 31. October. DaS Deutsche Reich wird auf der Pariser Weltausstellung feine socialpolitifche Gesetzgebung zur Anschauung bringen und zwar ist, wie der ^Local-Anz." erfährt, der Wunsch hierzu von Paris auS- gegangen, in Erinnerung an die feiner Zeit von Kaiser Wilhelm etnberufene internationale Arbeiterschutz-Conferenz. Berlin, 31. October. Der Raubmörder Bruno Werner wird heute Vormittag von der Criminalpoltzei eingehend vernommen und nach dem neuen FestftellungS- »erfahreu gemessen und für daS Verbrecher-Album Photo« graphirt werden. Alsdann wird er nach dem UntersuchungS- Gefävgniß in Moabit gebracht. Berlin, 31. October. Der Mörder Werner hat feine Aussagen schon wesentlich modificirt, er gibt jetzt die Möglichkeit zu, daß er den Justizrath Levy erstochen habe. Berlin, 31. October. Als Verfertiger und BerauSgaber der feit 1894 in Berlin und andern Städten Preußens um« laufenden falschen 100 Mark-ReichSbanknoten find nunmehr die Gebrüder Jarosch ermittelt und festgenommen worden. Bei der Verausgabung solcher Scheine find der Zeichner Burggraf und dessen Frau bereits am 14. November 1895 ergriffen und dann verurtheilt worden. Berlin, 31. October. Neueren Mittheilungen zufolge ist das Befinden des Oberstcommandirenden in den Marken, Generalobersten Fretherrn Don Coe leider so wenig zufriedenstellend, daß er demnächst wohl seinen Abschied nehmen dürfte. Berlin, 31. October. Betreffs des dem BundeSrathe vorliegenden Gesetzentwurfs über die Reform des Militär- strafverfahrens erfährt die „Nationalzeitung", daß zur Zeit feine Geheimhaltung erfolgt, weil noch nicht zu übersehen ist, ob sich etwa zwischen ^den Regierungen Meinungsverschiedenheiten über ihn ergeben werden. Sobald dies auSgeschloffen erscheint, würde er veröffentlicht werden. Berlin, 31. October. Wie daS „Berliner Tageblatt" erfährt, soll die Reform der Criminalpoltzei in einer Reihe von Conferenzen, die auf Veranlassung des Ministers deS Innern in den nächsten Tagen stattfinden, einer Berathung unterzogen werden. Wiesbaden, 31. October. Der Kaiser von Rußland hat dem Regierungspräsidenten v. Tepper-LaSkt den St. StantSlauSorden erster Klasse verliehen. Leipzig, 31. October. Die „Leipz. Reuest. Nachr." melden, daß der in Dresden gebildete Ehrengerichtshof der Anwaltskammer des Königreichs Sachsen gegen Dr. Hans Blum auf Ausschließung desselben au» dem AnwaltS- ftan de erkannt hat. Es handelte sich um einen Proceß auS dem Jahre 1886, in dem Dr. Blum weder Abrechnung erstattete, noch den Ueberschuß der Kosten abgeliefert haben soll. In mehreren anderen Processen soll Dr. Blum zu viel Kosten berechnet haben. Dr. Blum hat gegen das Erkennt- niß bei dem Ehrengertchtshofe deS ReichS-GertchtS sofort Berufung eingelegt. Heilbronn, 31. October. Der um 8 Uhr Abends von hier nach Hall abgelassene Personenzug ist bet Weinsberg mit dem abgerissenen und auf starkem.Gefälle zurückrasenden Theil eine- vorausgegangeneu GüterzugeS zusammengestoßen. Drei Todte und zahlreiche Verwundete, die hierher gebracht wurden, find bis jetzt festgestellt, der Materialschaden ist groß. Die Geleise find gesperrt. Au-lau-. Lewberg, 31. October. Der Dorfschmied Gorgel wurde vom hiesigen Schwurgericht zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt, weil er 500 galizische Bauern zur Auswanderung nach Brasilien überredet hatte. Budapest, 31. October. Der ungarische Finanzminister wird sich nach gänzlichem Abschluß der ReichStagS- wahlen in der nächsten Woche nach Wien begeben, um mit dem österreichischen Finanzminister über schwebende Ausgleichsfragen insbesondere über Erneuerung deS Bank-PrtvilegtumS zu conferiren. Rom, 31. October. Die liberalen Blätter widmen dem Cardinal Hohenlohe, welcher wegen seiner politischen Gesinnung sehr beliebt war, herzliche Nachrufe. Der Cardinal, der von sprichwörtlicher Freigebigkeit war, hinterläßt kein Vermögen. Im Vatikan wurde die Nachricht von seinem Tode kühl ausgenommen. Man grollte ihm wegen seiner Freundschaft mit CrtSpi und seiner Sonderstellung in der römischen Frage. Rom, 31. October. Nachrichten auS Syrien zu Folge wurden daselbst 19 italienische Arbeiter von Kurden ermordet. Brüffel, 31. October. Nach der Militär-Vorlage soll die gesammte Stärke der activen Infanterie 17 000 Mann betragen und die Ausbildungszeit 18 Monate. Ein neue- Linieu-Rrgiment und ein Carabinieri-Bataillon sollen gebildet werden. Paris, 31. October. Der verstorbene Challemel- Lacour hat fein ganzes Vermögen im Betrage von 300 000 FrcS. den Armen deS 10. Wahlbezirk- vermacht. Paris, 31. October. Der Bischof von Valence, Namen- Cotton, hat aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niedergelegt. Paris, 31. October. Die Kammer begann heute die Berathung der Vorlage betreffend die Kunstweine. Paris, 31. Oktober. AuS verschiedenen Ortschaften an der Seine laufen Meldungen von Ueberschwemmungen ein. Für morgen befürchtet man den höchsten Wafferstand, welcher bisher vorgekommen ist, nämlich 5,30 Meter. Die Polizei trifft umfassende Vorsichts-Maßregeln. Madrid, 31. October. Die Stadt Sevilla ist durch einen furchtbaren Wirbelsturm heimgesucht worden. Zahlreiche Häuser find eingestürzt und viele Personen wurden getödter oder verletzt. Die Panik ist unbeschreiblich. London, 31. October. „Daily Graphit" stellt eingehende Betrachtungen über die Wahlen in den Vereinigten Staaten an, und kommt zu dem Schluß, daß Mac Kinley mit 238 gegen Bryan, welcher 290 Stimmen erhalten dürfte, zum Präsidenten gewählt werden wird. Petersburg, 31. October. In hiesigen officiellen Kreisen wird bestimmt angenommen, daß die Ernennung eines Ministers des Aeußern unmittelbar nach der Rückkehr des Zaren stattfinden werde. Als hierzu auSersehene Personen kämen nur in Frage der russische Botschafter in Wien und Schischkin. Konstantinopel, 31. October. Die Pforte richtete eine scharfe Protestnote an die französische Botschaft wegen der Schießübungen, die die französischen Stationsschiffe bei den Prinzen-Jnseln vorgenommen haben, wodurch die türkische Bevölkerung unnöthiger Weise in Aufregung versetzt worden sei. Washington, 31. October. Senator Quay telegraphirte an einen Freund, im Staate Illinois werde Mac Kinley eine Majorität von 50000 Stimmen haben - West-Virginien werde sicherlich für Mac Kinley stimmen. Er wolle mit den Anhängern BihanS jede Wette auf die Wahl Mae Kinleys eingehen. Der frühere demokratische Gouverneur von Milwaukee Peck hat die Ansicht geäußert, die Deutschen im Staate Wisconsin, welche die Hälfte der Bevölkerung auS-- machen, würden für Mac Kinley stimmen. Depeschen des Bureau „Herold". Hamburg, 1. November. Die „Hamburger Nachrichten" bringen ein Poftscriptum zu ihrem gestrigen Artikel: Warum soll Bismarck daS Bestreben gehabt haben, den von ihm allein geschaffenen Dreibund zu zerstören? Derselbe fei keine ErwerbSgenoffenschaft, sondern eine defensive Friedensgarantie. Seiner Aufgabe, Europa den Frieden zu erhalten, würde er noch immer gewachsen sein, auch wenn seine Mitglieder einzeln oder solidarisch sich auf ähnliche Rückoerficherungen gegen Agresfiv'Kriege einlaffen, wie diejenige, deren Existenz der Regierung Kaiser Wilhelm I. jetzt so heftig zum Vorwurf gemacht wird. München, 1. November. Gestern beging der Haupt- kasfirer der bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, Carl Klocker, welcher bereits eine 25jährige Thäligkeit bei dem genannten Institut hinter sich hat, Selbstmord. In letzter Zeit ließ er fich Veruntreuungen zu Schulden kommen. Ueber deren Höhe konnte bis jetzt noch nichts festgestellt werden. Bern, 1. November. Rußland hat feine Bereitwilligkeit zu erkennen gegeben, in die Revision der Genfer Convention betreffend die Verbesserung des LoofeS der im Kriege verwundeten Militärs zu willigen. Man hofft, daß auch die übrigen Staaten dem Beispiel Rußlands folgen werden. Rom, 1. November. CriSpi sandte dem deutschen Reichskanzler ein Telegramm, worin er ihm in den herzlichsten Worten sein Beileid anläßlich deS Todes des Cardinals Hohenlohe ausspricht. Rom, 1. November. Im Auftrage des deutschen Reichskanzlers entsiegelte gestern der preußische Gesandte beim Vatican, v. Bülow daS Testament des verstorbenen Cardinal» Hohenlohe. Zum Universalerben ist der bisherige Secretär desselben eingesetzt. Dieser erklärte, die Erbschaft nur dann antreten zu wollen, wenn die Angehörigen deS Verstorbenen keinen Einspruch erheben würden. Berlin, 2. November. Die hier lebenden Franzosen veranstalteten gestern eine Todtevfeier auf dem Garnison« Friedhöfe für die 1870/71 als Gefangene hier verstorbenen Landsleute. Etwa 50 Herren und Damen legten eine Anzahl Kränze nieder, welche mit der Tricolore geschmückt waren. Hamburg, 2. November. Als Veranlaffung zu den Enthüllungen bezeichnen die „Hamb. Nachr." die fortgesetzten Geschichtsfälschungen, welche von der Presse derart betrieben werden, daß die Regierung Wilhelms I. und seines Kanzlers für alle Nebel verantwortlich zu machen fei, worüber geklagt w-.rde, namentlich für den Abbruch der früheren günstigen Beziehungen zu Rußland. Rom, 2. November. Die Leiche des Cardinal- Hohenlohe wurde gestern nach der Capelle des deutschen Friedhofes gebracht, wo morgen da- Begräbniß stattfindet. Kaiser Wilhelm beauftragte den Gesandten v. Bülow mit seiner Vertretung und ließ einen kostbaren Kranz am Grabe viederlegen. Auch andere Fürstlichkeiten haben Kränze gespendet. Paris, 2. November. In der rusfifchen Kirche wurde gestern eine Gedächtnißfeier zum Sterbetage Alexanders III, gehalten. Petersburg. 2. November. Die Rückkehr des Zaren- Paares erfolgte vorgestern Abend. Gestern wohnte dafielbe mit der Kaiserin Wittwe, sämmtlichen Großfürsten und Großfürstinnen in der Kathedrale der Peter-Pauls-Festung einer Todtenmrsse für Kaiser Alexander III. bet. Rewyork, 2. November. Ein buntes Leben herrschte gestern in den Straßen anläßlich des großen Auszuges der Kaufleute zu Gunsten Mac Kinleys. Etwa 150,000 Menschen betheiligten fich am Aufzuge. Die Stadt war prächtig decorirt. CoceUs rrnd ^provinzielles, Gießen, den 2. November. Dieustnachrichten. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, am 31. October den Oberförster der Oberförsterei Maulbach Heinrich Schäfer in die Oberförfterei Mönchbruch zu versetzen und den Forst« affesior August Möller aus Alsfeld zum Oberförster der Oberförsterei Maulbach zu ernennen. •• Ratiooalltberale Wähler Versammlung. In Steins Saalbau fand gestern Vormittag eine vom uationalliberalen Wahlcomitö einberufene Wähler-Versammlung statt. Herr Stadtverordneter Kirch, welcher den Vorfitz führte, erklärte in seiner Eröffnungsansprache, daß es die Partei für ihre Pflicht gehalten, zur bevorstehenden Wahl ebenfalls einen Candidaten aufzustellen, und zwar in der Person des Herrn Carl Meinert. Leider hätten mancherlei Umstände mtt- gewirkt, daß die Versammlung etwas verspätet rtnberufen werden konnte. Herr Metnert sei leider durch Kranksein verhindert, persönlich zu den Wählern zu sprechen- eS habe fich auf ergangene Einladung Herr Dr. Osann bereit erklärt, für Herrn Meinert einzutreten- er danke demselben für seine Bereitwilligkeit NamenS der Partei. Zur Geschäfts« ordnung bemerkte er, daß eine DiScusfiou wegen Mangel an Zett nicht stattfindeu könne, die Comitömitglieder hätten für den Rachmittag ihre Thätigkeit in auswärtigen Versammlungen zugesagt. — Hieraus erhielt Herr Reichstags- abgeordneter Dr. Osann daS Wort. Er wolle davon absehen, ein Programm zu entwickeln, dies hätte Herr Metnert schon vor drei Jahren tn trefflicher Weise gethan und damals seine Anfichten tn einer Weise entwickelt, die allenthalben sympathisch berührt habe. Er halte eS für eine große Er« rungenschast, wenn die Partei auf diese Weise vorgehe und eS auch tn Zukunft vermeide, persönlich zu werden. Wenn auch Herr Meinert seinen landwirthschaftlichen Standpunkt hervorhebe, so habe er sich doch nicht tn denselben festgerannt, er verschmähe eS, in die agrarische Trompete zu blasen, er habe sich über eine Reihe außerhalb der Landwirthschaft liegender Fragen ausgelassen, und betonte, daß nicht verlangt werden könne, daß Jemand nur bestimmte Interessen vertrete, sondern er müffe bemüht sein, die Jntereffeu von Stadt und Land auszugleichen suchen. Die- habe Herr Meinert gethan und die ihm dteserhalb gebührende Werthschätzung habe sich durch die auf ihn bet der letzten Wahl vereinigte große Stimmenzahl geäußert. Dieselben Grund« sätze von damals vertrete Metnert heute noch, und sei sonach seine Candtdatur geeignet, eine groß- Stimmcnzahl auf ihn zu vereinigen. ES sei diesmal die Lage auch insofern günstig, als die absolut antisemitische Bewegung im Rückgang begriffen sei. Zwar habe die antisemitische Partei bei den Landtagswahlen einen gewissen Steg erfochten, aber durch welche Mittel? Leider habe man auf dem Lande noch nicht erkannt, daß man aus einen falschen Strang geleitet worden. In Groß-Umstadt sei der Sieg der Antisemiten dadurch gekommen, daß katholische Orte auf Anrathen der Geistlichen für die Antisemiten gestimmt- auch im Wahlbezirk Butzbach hätten die Ultramontanen für die Antisemiten gestimmt, wobei als bedenkliche Erscheinung zu verzeichnen sei die Wahl eines ehemals freisinnigen, zum Antisemitismus über« gegangenen Candidaten. — Sonderbar fei es auch, daß die antisemitische Partei im Reichstage so gut wie nicht vertreten sei, denn bet wichtigen Abstimmungen fehlte sie bisher fast immer. Die Verhältnisse Hessens brächten es mit sich, daß hier erhöhte Anforderungen für die Landwirthschaft oöthig seien, da man anerkenne, daß sie der wichtigste Factor fei; wo e- sich aber um Bewilligungen erhöhter Mittel für die Landwirthschaft gehandelt, hätten immer die Nationalliberalen mitgewirkt, nicht zum Wenigsten die Abgeordneten auS den Städten. Man habe eingesehen, daß die Landwirthschaft ge« fährdct sei- die Nationalliberalen feien für Erweiterung deS Bahnnetzes tn unserem Lande gewesen, um dadurch die land- wirthschastltchen Bezirke dem allgemeinen Verkehr aufzuschließen. Die Nationalliberalen verdienten den Vorwurf, daß sie nur rlnseitige Interessen gewahrt, nicht- nicht nur für die Landwirthschaft, sondern auch für Kunst und Industrie, Handel und Gewerbe seien sie eingetreten, in der Überzeugung, daß olle in Betracht kommenden Factoren und Interessen sich gegenseitig zu ergänzen haben. — Mit dem Verlust einiger nationalltberaler Sitze in der hessischen Kammer werde fich die nationalliberale Partei abfinden, eS schade nichts, wenn neue Elemente in die Kammer kommen, man werde fich mit ihnen verständigen können und erfahren, daß die Nationalliberalen lange nicht Diejenigen find, welche nicht mit sich reden lassen. Wenn extreme Bestrebungen im Landtage wirklich zum Durchbruch kommen sollten, so könne in Hessen mit der Regierung nicht verhandelt werden, wenn nicht eine sogenannte Mittel- Partei vorhanden sei, und im Reichstage sei dies ebenso. ES sei begreiflich, daß auch dort die extremen Elemente einerseits und die desperaten Parteien (Polen, Welfen u. s. w.) andere Interessen als diejenigen des Vaterlandes hätten, wie solle aber daS StaatSschiff ruhig weiter segeln können, wenn nicht starke Mittelparteien vorhanden seien. Die nationalliberale Partei habe in erster Linie da- Vaterland im Auge und nicht die Partei - auf dem Delegirtentage zu Berlin habe sie lediglich das Interesse deS Vaterlandes vertreten- er möchte fich verwahren zu behaupten, daß nicht andere Parteien auch von derselben Anregung auSgingen, allein in der national- liberalen Partei trete dies besonders äußerlich hervor. ES sei seit Gründung des deutschen Reiches manches geschehen, wodurch der Blick in die Zukunft getrübt worden, aber daS habe immer die nationalliberale Partei veranlaßt, die Interessen deS Vaterlandes hoch zu halten. Er wundere fich nicht, daß die focialdemokrattsche Partei wachse, fie verstehe eS, dem kleinen Mann eine schöne Zukunft zu versprechen, eS sei aber unabänderliches Gesetz, daß die Gegensätze und Unterschiede in den socialen Verhältnissen nicht verschwinden. Den Bestrebungen der Socialdemokratte gegenüber habe die nationalliberale Partei die Ausgabe, dafür zu sorgen, daß da- Staatssch ff nicht außer CourS gerathe. — Der frei- finnigen Partei sei der Vorwurf nicht zu ersparen, daß fie die Parteien trenne, wo es oft nöthig sei, zusammenzugehen. Besonders angesichts der im hiesigen Kreise bevorstehenden Wahl sei ein Zusammengehen nöthig, um vereint zu kämpfen gegen Diejenigen, welche dem Volke nicht zu haltende Versprechungen für die Zukunft machten, gegen Soctaldemo- traten und Antisemiten. Freisinnige und Nationalliberale ständen in der Mitte, deshalb sollten fie fich nicht trennen, sondern vereinigen, denn die Grundsätze beider Parteien seien gar nicht so verschieden- eS habe fich bei den Landtagswahlen gezeigt, daß sonst wett von einander gehende Parteien zusammen gegangen seien, sogar in Darmstadt hätten sich Freisinnige und Antisemiten zu einem Wahlcomltö vereinigt, warum feien denn aber die Parteien gegen die National- liberalen? In der hessischen Kammer seien die National- liberalen vielfach mit den Freisinnigen zusammengegangen- warum könne man fich bei der bevorstehenden Wahl nicht einigen, da sowohl Freisinnige wie Nationalliberale Gegner der Antisemiten und Socialdemokraten seien. Redner legt im Weiteren dar, daß für den Niedergang der Nationalliberalen gar keine Anhaltspunkte vorhanden seien. Falsch sei es, bei der kommenden Reichstagswahl, die ohne Zweifel zu einer Stichwahl führe, die Kräfte zu meflen, dazu seien die Wahlen nicht da, sondern fie sollten ein practischeS Resultat ergeben- daS zwecklose Krästemeffen führe zum Verlust an Zeit, Arbeit und Stimmung- nicht Aufgabe einer Wahl sei eS, die Leidenschaften aufzurühren, richtiger wäre eS, schon 14 Tage vor der Wahl aufzuhören und fich die Sache in Ruhe zu überlegen. Angesichts der Gefahr, daß entweder die Socialdemokraten oder die Antisemiten siegen, sei e4 doch wohl am Platze, fich zu vereinigen. Es seien auf dem nationalliberalen Delegirtentage zu Berlin viele Dinge besprochen worden, bezüglich deren man sagen könne, daß fie fich mit den Ansichten der freisinnigen Partei decken. Er bitte dringend, daß sich die Freisinnigen mit den Nationalliberalen diesmal verbinden zur Wahl eines Mannes, der ebenso entschieden die Antisemiten wie die Socialdewokraien bekämpfe. Er wolle die Freisinnigen nicht um ein Mandat bringen, verkenne auch die Bedeutung der Partei im Reichstage nicht, aber es sei nicht zu verkennen, daß eine freisinnige Vertretung nicht für jeden Wahlkreis passe« Die Nationalliberalen hätten öfters die Freisinnigen unterstützt. Er wünsche dcm Reichstage einen Zuwachs aus der Mitte der Bevölkerung und deshalb empfehle er Herrn Meinert, er hoffe, daß sich Alle zuiammenfinden zur Wahl teSselbeu, die wie er, entschiedene Gegner von Antisemiten und Socialdemokraten find, eS sollten hintenangesetzt werden alle Partei« rückfichten- auf Herrn Metnert sollen sich die Stimmen bereinigen, weil er die Mehrheit derselben hinter fich habe, und zwar schon bei der ersten Wahl. Er ersuche die An« wesenden, mit ihm anzustoßen darauf, daß Herr Meinert bald wieder gesund und am nächsten Donnerstag auch gewählt werde. (Bravo.) — Herr Prof. Dr. Wimmert auer schloß hierauf die Versammlung, Herrn Dr. Osann im Namen deS nationalliberalen Vereins für deffen Vortrag den Dank abstattend, lieber die Parteigegensätze hinweg sei daS in den Vordergrund zu stellen, was die Partei eint. Die Stadt Gießen habe sich niemals tn ihrer Vaterlandsliebe übertreffen taffen, daß dies auch fernerhin so bleiben möge, wolle zum Ausdruck gebracht werden durch ein Hoch auf da- deutsche Vaterland und die Person dessen, der au der Spitze desselben stehe, Se. Majestät der Kaiser. — Nachdem daß Hoch verklungen, erkärte Herr Prof. Dr. Wimmenauer die Versammlung um 12»/, Uhr für geschloffen. * ♦ Stadltheater. Dor beinahe ausverkauftem Hause ging gestern, gerade kein eigentliches Sonntagsstück, sondern Suder mannt „Glück im Winkel" tn Scene und erntete lebhafte Betfallsbezeugungen. Auf ein näheres Eingehen des Stückes und dessen Wiedergabe müssen wir diesmal verzichten, da unser ^Referent durch Unwohlsein abgehalten war, die Vorstellung zu besuchen. • * Siadtlheater. Am Dienstag geht der lustige Schwank „Die Dragoner" von Bosse und Delavigne, über den wir bereits am Sonntag referirten, zum zweiten Male in Scene. — Da- Hauptereigniß dieser Theaterwoche bildet daS Gastspiel des Herrn OScar Bohnse, des ersten Helden und Liebhaber- vom Kölner Stadttheater. Derselbe tritt an zwei Abenden auf und zwar al- „Uriel Acofta" und als Konrad Bolz in Freytag» „Journalisten". * • Eovcerl. Wie wir soeben erfahren, wird der Kgl. sächsische Kammer- und Kgl. preußische Hofopernsänger Paul Bueß in diesem Monat ein Concert hier geben. In allen Städten, in denen bis jetzt der berühmte Künstler ausgetreten ist, bildeten die Concerte diese- einzig dastehenden Sänger- den Culminationspunkt der musikalischen Saison. • • Soiree Fly und blade. Zu der für gestern Abend in „Steins Saalbau" angekündigten Vorstellung hatte fich ein den Saal bi- auf den letzten Platz füllende- Publikum eingefunden, welche- mit Interesse und Spannung die Vorführungen auf dem Gebiete deS Gedankenlesen-, der Gedankenübertragung, deS Spiritismus verfolgten. Alle Nummern deS reichhaltigen Programm- wirkten überraschend und wurden mit lebhaftestem Beifall seitens der Erschienenen bedacht. • • Die landwitthschaftliche Versuchsstation Darmstadt hat im Jahre 1895 nach dem von dem Vorstand, Herrn Professor Dr. Paul Wagner, erstatteten Jahresberichte 3766 Einsendungen behufs Untersuchung erhalten und wird diese Ziffer im laufenden Jahr voraussichtlich eine Höhe von nicht weniger al- 4000 Nummern erreich n. Die Einsendungen bestanden aus 2817 Proben von Düngemitteln, 535 deSgl. von Futtermitteln, 350 deSgl. von Sämereien, 64 deSgl. von Erden, Weinen, Zuckerrüben und sonstigen Ernteproducten. • * 6ine hübsche Spende. Dieser Tage erhielt, wie der „Darmst. Tgl. Anz." meldet, der Obmann deS Hessischen LandeS-Lehrervereins, Herr Oberlehrer BackeS in Darmstadt, von einem Vetter aus Segnin in Texas, Friedrich Fritz, 400 Mk. zugeschickt, die Letzterer zur Anschaffung eine- JnftrumevleS für daS Lehrerheim Vogelsberg bei Schotten bestimmt. F. Fritz wanderte im Jahre 1851 als armer Handwerker von Hattenrod bei Lich nach Texas auS und hat es dort durch Fleiß und Beharrlichkeit zu einem nicht unbedeutenden Vermögen gebracht. In dankbarer Anerkennung des „tüchtigen Unterrichts", den er s. Z. in feinem Heimathsdorfe genoffen, der ihm sein Vorwärtskommen möglich gemacht, will er in seinen alten Tagen ein Unternehmen der hessischen Lehrer unterstützen. Wir drücken, bemerkt genanntes Blatt, unserm braven LandSmaun über dem Ocean Im Geiste die deutsche Hand. ' * * Billiger Wein. Wir brachten vor einigen Wochen unter „△ AuS Rheinhessen", eine Notiz, wonach in Budenheim der halbe Liter Frühburgunder zu 9 Psg. verzapft werde. Dies hatte den Wirth eine- Nachbarorte- veranlaßt, dort anzufragen, da er mehrere Stück kaufen wolle. Darauf wurde ihm von dem Herrn Bürgermeister zu Budenheim folgende Mittheilung: „Auf Ihre Anfrage erwidere ich Ihnen, daß hier kein Wein zu 9 Pfg. da- halbe Liter ver« zapft wird. Die betr. Anzeige ist unrichtig. Die hiesigen Straußwirthe verzapfen Frühburgunder zu 25 Pfg. pro halben Liter." - ö- AuS der Wetteran, 31. October. Von Wecke - - heim wird uns über einen Mordversuch berichtet, dem folgender Thatbestand zu Grunde liegen soll. — An genanntem Orte dienten bei einer Herrschaft ein Mädchen und ein verheiratheter Mann. Zwischen beiden entwickelte sich im Laufe der Zeit ein intime- Verhältniß, da- in btm betr. Frauenzimmer den Entschluß zur Reise brachte, die Ehefrau ihre-Liebhaber» au8 der Welt zu schaffen. Zu diesem Zwecke bediente fich die Person abgeschnittener PhoSphorköpse von Stretchfeuerzeug. Durch den intensiven Geruch und die Farbe der Dickmilch, in welche da- Gift gethan worden war, schöpfte da- au-ersehene Opfer Verdacht, und der Anschlag kam heraus. — Gerichtliche Untersuchung über diesen Fall ist bereits eingeleitet. B. Bübingen, 30. October. Die Weinlese ist bei un- zu Ende. ES ist ungemein schade, daß der October nicht blieb, wie er sich anließ oder wie er nach der heutigen Witterung zu schließen, endigen wirb. In diesem Falle würden wir einen großartigen Herbst erzielt haben, denn die Traubenmenge, die wir ernteten, war trotz der schleckten Witterung etne sehr ansehnliche. Die Tafeltrauben verkaufte man vom Zeitpunkte der Reife an mit etwa 15 Psg. pro Pfund - die Keltertrauben gingen ungefähr mit 8 Mk. pro Centner ab. Daß letztere einen ziemlich bedeutenden Säuregehalt haben, ist begreiflich, da die- selbst in den feinsten Lagen am Rhein und an der Bergstraße der Fall tft. Die Winzer müssen daher beim Einlagern entsprechenden Wasser« und Z tckerzusatz machen, sonst wird der Most zu herbe. Der hiesige Wein eignet fich gut zu Verschnittweinen mit leichten Pfälzer Sorten, was aber keineswegs eine Paatscherei ist, wie manche Leute glauben wollen. Da- Rebholz sieht gut aus. Wenn die milde Witterung noch eine Zeit lang anhält, reift es vollständig au» und wird den Winter gut überstehen, so daß auch für nächste- Jahr wieder Au-ficht auf Ertrag vorhanden ist. 4- Bübingen, 31. October. Heute wurde der hiesige Steinhauer Br. auf Anordnung de- Großh. Unter uch^ngS- richters auS Gießen, der hier Vernehmungen vornahm, g e- fänglich eingezogen. Dem Vernehmen nach soll e- fich um eine Verleitung zum Meineid handeln. Darmstadt, 31. Oktober. Acht Tage vor der Adresse hat der Kaiser von Rußland, der „D. Ztg." zu Folge, der Bürgermeisterei Darmstadt für die Armen der Stadt ein Geschenk von 2000 Mk. überreichen lassen. Darmstadt, 31. October. Reglerung-rath Hermann Buchinger ist gestern einem Herzleiden erlegen. Er war al- tüchtiger VerwaltungSbeamter in weiteren Kreisen beliebt. Darmstadt, 29 October. Eine drollige Geschichte pasfirte dieser Tage, nach den „N. Hess, volk-bl.", tn einem bekannten Städtchen de- südlichen Odenwald-. Dort hatten die Stammgäste einer Wirtschaft Lust bekommen, auch einmal Federwelßen zu trinken. Da die Reben in jener Gegend nicht vorhanden find, sah sich der Wirth veranlaßt, einen Ihm bekannten Weinhändler an der Bergstraße anzugehen. Er fragte telegraphisch bei demselben an, wie theuer der Centner Most zu stehen komme. Die Gewichtsangabe wählte er, well bekanntlich die Ohm an der Bergstraße verschieden nach Maß berechnet wird. Nach' einiger Zelt lief bte Antwort ein, die dahin lautete, der Prel- betrage 37 Pfennige. niederzulegen. [9742 mit Thierack’s hygienischer Fettseife No. 690, dieser rühmlichst bekannten, äusserst milden und fein parfümirten Toiletteseife 9844 gewaschen hat und immer noch nicht überzeugt ist, dass er eine bessere und preiswürdigere Seife nirgends zu kaufen bekommt, der möge wieder zu den theueren und schlechten Seifen zurückkehren. Man kauft Tbierack’s hygienische Fettseife in allen besseren Geschäften für 25 Pfg. das Stück — also 15 Pfg. billiger wie Doering’s Seife mit der Eule. In Glessen erhältlich bei A. Welz. Roth. 9669 Münch. 9669 *Schnell- und Posfdampferlinien nac/. ausgezeichnete 2952 Isidor Sohalhof, Friedberg, Julius Karl, Grünberg u. Wilhelm Acker, Berstadt 3831 Pilsener Franziskaner Wiener */, Flasche 16 Pfennig, ’/2 Flasche 8 Pfennig. Porter (in Porterflaschen) per Flasche 25 Pfennig. 18/1 Flaschen (2/z Liter) für 3 Mk. frei in’s Haus. 36/2 Flaschen für 3 Mark frei in’s Haus. Hiermit konnte sich der Wirth nicht zufrieden geben, derselbe machte sich vielmehr auf, besuchte den Bekannten und machte ihm wegen seines schlechten WttzeS Vorhalt. So billig konnte doch selbst der größte Sauerrach nicht sein. Dieser klärte aber bald die Sache auf, indem er das Telegramm hervor holte, in dem deutlich zu lesen war, was der Gentner Mist koste. Augenscheinlich war der Text etwa- undeutlich geschrieben gewesen. Die anfängliche Spannung löste sich nach dieser duftigen Enthüllung in beiderseitige Heiterkeit auf. vor einigen Wochen fy/ wonach in Men« c zu 9 Psg. vnzüpst iad)baToüti vtravich, lausen wolle. Daraus vkifler zu Buieu^ei» Ansiage erwidere ich ■ dar halbe Liter der- »richtig. Die hiesige» der zu 25 Pfg. pro Nähere Auskunft retheilt: J. IUI- Schulhof, Giessen reitfie XljeUminima auf. Der hohe Druck beschränkt sich auf den öüboften deS ErdthetlS. Im Süden unseres Gebietes machte sich am Morgen noch Föhneinfluß geltend, während im Norden der Himmel bedeckt war. BoiattlWdltlie# NBiiUttrnet Trübes Welter und Niederschläge. Verrnischtes • Erfurt, 30. October. Heute früh erschossen sich die Kaufleute Hermann und Max Wahl, Inhaber der Damenmäntelfabrik Moritz Wahl, in ihrem GeschäftSlocal. Der Grund ist nicht bekannt. • Obfteiufuhr aus Amerika. In diesem Herbste sind bis jetzt 600,000 Fässer Obst von den Vereinigten Staaten und Canada nach Europa verschifft worden. Um diese Zeit im vorigen Jahre betrug die europäische Einfuhr nur 36,000 Fässer. Die Aepfel sind in London so billig, wie seit lange nicht. Viele Obstläden verkaufen sie zu 1 Schilling das Pfd. • Paris, 23. October. Eine gute That hat der Zarenbesuch bereits gezeitigt. Der in Nizza wohnende R'ffe Heinrich Krohn hat nämlich dem Bürgermeister dieser S.'udt 125,000 Franken übersandt aus Anlaß der zwischen Frankreich und Rußland zustande gekommenen Uebereinkuuft, die nach seiner Meinung eine Gewähr des Friedens ist, mit der Bestimmung, eine Kinderschule errichten zu lassen, die unter der Leitung des Bürgermeisters und des russischen Con- sulS stehen soll. Der Bürgermeister ließ dem hochherzigen Geschenkgeber mittheilen, daß diese Schule den Namen „Alexander Nicolaus" führen werde. * Italienische Vermählungspostkarten, welche die dortige Postverwaltung aus Anlaß der HochzettSfestlichkeiten des italienischen Kronprinp aareS herauSgegeben hat, werden sicherlich rasch ein begehrter Artikel für jeden Phila« teliften werden. Die Karten zeigen eine große allegorische F auengestalt, die mit dem auSgestreckten linken Arm nach MT Wiederverkäufen erhalten Rabatt. "TB® Die Flaschen werden mittetet automatischen Zinnschrotspülers durch Wasserdruck gereinigt, nicht mit Bleischrot. WO KnnQt-AndCltpllnnn itn Thurmhaus am Brand, AUUM ZMlDDlcAlUIiy, geöffnet täglich, mit Ausnahme des Samstags, von 11 btS 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. SountagS ununterbrochen von 11 bi» 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg. Hochachtend Wilh. Mayer, Mineralwasseranstalt und Kohleusäurehaudluug kin Portemonnaie verloren. Abzugeben Asterweg 6. 9743 Gebr.Röhrle, Exportbierbrauerei, Giessen V-b' Telephon No. 47 empfehlen ihre mehrfach prämiirten feinen Flaschen-Exportbiere: Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Harbach pro 1897/98 Hegt vom 7. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei Büreau dahier zur Einsicht der Interessenten offen. Harbach, den 2. November 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Harbach. Vor dem Ankauf von Toiletteseife lese man die Urtheile, welche über zwcitaustnd deuttche Professoren und Aerzte über die Vorzüge der Palent-Myrrbolin Seile abgegeben und in welch' her» vorraaender Weise die Aerzte diese Seife für die zarte und empfindliche Haut, besonders bei Kindern bann gegen rauhe, rissige, spröde, aufgesprungene, rothe Haut, Hitzblättchen, Pusteln, Schorf k. allem vorziehen und empfehlen. Die Seife ist überall auch in den Apotheken zu 50 Pfg. erhältlich. 9727 Bekannmmchnrrg. Der Voranschlag der Gemeinde Bettenhausen für 1897/98 liegt vom 4. November d. I. an acht Tage lang zur Einsicht der Becheiligten auf dem Bürgermeisterei-Büreau offen. Bettenhaus en, den 31. October 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Bettenhausen. 1 Mob, f« h « ft l1 Unb g, $ub. SffcVA ■■ *« Ää ÜÄ fr* w ttett” »o- iung 8 “Mten mb ' T» es**? *«1,6 6i«t(rtlrn J'*1' <• 61» ™ Sw- Stkbtii iur MtoffBoj tinee H ' » 316« 1851 an nach Tk;aS aus ia ,|„,a • 3« dankbarer Aw Z.|n Wwb rorwältskommen mög. J0en ein Unternehmen bxüden, bemerkt ge> °uv über dem Oceau -der. von Wecker« ersuch berichtet, dein gen soll. - An gt- iaft rin Mcheo und 'Ibtn ntmidtltt fli Im ■, dal la dem bttr. brachte, die Utfiu t H^i^vrlüpst von iotn Geruch unb die st gethan worden war, icht, unb der Aoschlaz hung über dielen Fall ik Weinlese ist bei lebe, dah der Octobn ik er vach der heutigen irb. In diesem Falle erzielt haben, denn die oar trotz der fdjied.tw Taseltranben verlauste ntt etwa 15 W Pn ,ges°hr mit 8 M p« selbst in ben fkinsta ait P ,M i" ” „itwtW B«««°» **£ >Mp-- n,t ' äS>„»"5 ""L m» uilter« .ath»l*" »Ä, |n,!«(! iH«eal ,0 aui * uft ®<8en V»7.'5 *£?»* Wegen Ausgabe des Ladeugeschästs ersuche ich meine werthe Kundschaft, Bestellungen im selben Hause Neustadt I, eine Treppe hoch, abzugeben. 9733 Was ist Schapirograph? ' Schaptrograpb ist ein neuer, unübertroffener Vervielfältigungs- Apparat zur selbstständige« kostenlosen Herstellung von Drucksachen aller Art, sowie zur Vervielfältigung von Briefen, Acten- stücken, Zeichnungen, Noten, Plänen, Programmen rc. rc. in rchwarz« druck. Die Handhabung dieses Apparates ist für jeden Laien eine erstaunlich einfache, der E folg «nanSbleiblich unb garantirt. Von einer mit Tinte auf Papier hergrftellten Schrift ober Zeichnung erzielt man ohne Presse unb ohne jebe Chemikalien auf bk einfachste Weise ca. 150 Abzüge innerhalb 15 Minuten. Ein Schapirograph für Quart unb Folio kostet mit allem Zubehör nur Mk. 17.—. Zum Beweise, batz ber Schapirograph der beste Vervielfältigungs-Apparat ist, sind wir bereit, denselben auf unsere Gefahr und ohne Zahlung zum probeweisen Gebrauche für fünf Tage franco zu versenben unb beanspruchen wir im Falle ber Rücksenbung keinerlei Entschädigung. — *) Prospect und Druckproben frei. 7435 Hermann Hnrwitz & Co., Special.GeschLst für Patent Artikel. Sichere schnelle comfbrtäble 'Veber^hrt, I Die General-Agentur einer filteren, angesehenen deutschen Lebend- und Unfall VersicherungS Actien-Gesell- schaft mit gntrm BerficherungS-Vestande ist für Giessen mit Bezirk Oberhessen unter günstige« Bedingungen (Fixum rc.) zu besetzen. _, . Coutionsffihige Bewerber, — auch Nichtfachlrute mit guten Beziehungen, die sich ber Vertretung event. als Stebenamt widmen wollen t " r " "" " unter Chiffre L. V. 3 in der Expfdition dieses Blattes ------- - «nd VoUswrrrhjchaft» Grün berg, 31. October. Fruchtpreise. Weizen .4 15,74, Korn 13,58, Gerste JL 12,42, Hafer X 12,80, Erbsen JL 00,00, Linsm 00,00, Wicken JL 00,00, Lein J* OO,OO, Kartoffeln JL 0 00, Samen JL 00,00. Witterungsbericht vom 1. November. Die Lustdkuck-Vertheilung ist äußerst unregelmäßig, wobei fast ganz Europa unter ber Herrschaft nieberen Druckes steht. Die Hauptbeprefston zieht sich von ber Westküste Frankreichs in nordöstlicher Richtung über den Canal, die Niederlande und das nordwestliche Deutschland bis zur Elbemündung. Außerdem treten zahl- |BehördlicheAnzeigen| Unter Bezugnahme auf die dies- seifige Bekanntmachung vom 13. Oc- iober 1896 wird hiermit zur Kennt- niß gebracht, daß sämmtliche Schreiberstellen beim unterzeichneten Com- mando besetzt sind. Gießen, den 30. October 1896. Großherzogliches Bezirks Commando: Detring, Oberstlieutenant und Commandeur des Lindwehrbezirks Gießen. [^ersteigerungenT^ Mittwoch den 4. Novbr. l.I., Nachmittags 2 Ubr, »ersteigere ich im vieker'fchen Saale: mehrere Sophas, darunter 3 neue, Commoden, Kleiderschränke, Console, Spiegel, 1 Schreibsecretfir, 1 Nähmaschine, 1 einth. Schränkchen, ein rundes Tischchen, 1 Geige, 1 Regulator, 1 Waschmaschine, 1 Berticow, 1 vollst. Bett, 1 Claoier, 2 nußb. Tische, 1 pol. Bücherreal, 1 ktrschb Lett lade, 1 Waschconsol, 1 Hobelbank mit Werkzeug, 1 Pianino, 3 Wagen, 1 Sommerwagen, 1 große Partie Kupferstiche, Oeldruckbilder u. a. m. Die Versteigerung findet theilweise bestimmt statt. 972 4 «eitler, GerichiLvoll,jeher. den vereinigten Wappen Italiens und Montenegros zeigt. Symbole deS Friedens umkränzen ein Banner mit der Auf- fdirlft: Per Le Nozze Di 8. A. R. H Principe Di Napoli Con La Principessa Elena Di Montenegro. Spitlpln »n irtttidgtrn jrutfirta vveruhans. Dienstag den 3. November: Der Prophet. Mittwoch den 4. November: Zweites Abonnement-Concert unter Mitwirkung der Frau Sophie Meuter, sowie Fräulcin Weber und Frl. v. ZakrzewSka. Donnerstag den 5. November: Heimchen am Herd. Freitag den 6. November geschlossen. Samstag den 7. November: Lohengrin. Sonntag den 8. November, Nachmittags 3'/, Uhr: Hänsel und Gretel. Abends 7 Uhr: Gtroflä-Girofla. Schauspielhaus. Dienstag den 3. November: Fourchambault. Mittwoch den 4. November: Die Höllenbrücke. Donnerstag den 5. November: Morituri. 1. Teja. 2. Fritzchen. 3. Das ewig Männliche. Freitag den 6. November: Der Richter von Zalamea. Samötag den 7. November: Minna von Barnbelm. Sonntag den 8. November, Nachmittags 3«/, Uhr: Glück im Winkel. Abends 7 Uhr: Bocksprünge. Montag den 9. November: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Tttrchttche Anzeigen der evang.Genrein-e. Montag, den 2. November, Abends 8 Uhr: Bibelstuude im Confirmandensaal der Johanneskirche. 2. Petrusbrief Cap. 1, von VerS 12 an: Fleiß der Heiligung auf Grund des festen Gottes, worteS. 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M., Hamburg und Berlin, den 1. November 1896. Die Beerdigung findet Dienstag den 3. November, Vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Schillerftraße 19, aus statt. 9735 Lenons de fran^ais don- nees par nne Fran^aise. 97S1 Frankfarteratr. 90. p. ÄAaction: S. Echryd >. — Druck und 8erlag der Brühl'fchen Universitätt-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen. 3He hnttifle Kummer umfaßt 6 Seite« tiisM wo!? Sitzung btt Nbtrhksßschkn Gestllschast für Nalnr- und fitilkunbt —~= ~ Mittwoch, den 4. November, — im Hörsaal des physikalischen Institut-: 9725 Demonstration von neuen Modellen und Instrumenten durch Herrn Geh. Hofrath Tbaer, Professor Wiener und Braun». Restaurant Westendhalle. ff. Pfungstädter Märzenbier und Kaiserbräu. Wäsche für Damen, Herren und Kinder. Anfertigung aller Wäsche-Artikel g • in einfacher und eleganter Ausführung. Ä Zur Verarbeitung kommen nur beste und bewährte Stoffe. MW officiell anerkannt. Nur echt, wenn mit Firma. Hunderte Zeugnisse Catalog franco. J. 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Hess. Ludw. v. 1868/69 . . bo.o.1874 . . do. v. 1875/78 do....... Sours 31./10. 68.50 86.30 74.30 99.50 100.— 90.— 99.95 99.95 100.— 100.— 101*90 102.50 101.25 73.10 116.60 104.10 94.20 92.30 91.95 93 65 e vom 24./10. 68.30 86.- 42.— 99.50 100.— 90 — 99.75 99.80 99.80 101.75 102.55 101.25 72.90 116.95 104.1( 94.15 92.4? 1 90 85 1 93.65 5 r** 4 3 4 3 3 4 5 4 4 5 47, 3 3 4 4 37, 4 37, 4 4 37, ♦7, 4 4 37. 4 4 37, 3V. Prag-Duxl891 Raab-Oed.v.91 Rudolfb. Gold Jtal. gar.E.B. Lworneser. . . Sicil. v. 1891 Toscanische. . Rufs. Südwest Rjäsan - Uralsk Anatolische B. Portug. v. 89 . do. v. 1886 . . Salon.'Mon. . Psiiddriefe. D. Grndschuld- bank V—VI do. i-n do....... Fkf.Hpp-Bk.M do....... do. Hyp.-Cred. b.l905un!627 6 29 ... Ldw.Creb.-Bk. Hamburg. Hyp. bo.unt. b. 1900 bo....... Mein.Hyp. alt« bo. neue bo...... bo. unk. 1907 Tours 31./10. 99.65 81.30 102.60 53.20 56.40 87.50 88.25 102.65 82*70 64.40 38.50 51.95 104.50 101.— 101.— 102.— 101.20 100.40 104.30 99.60 102.50 101.80 101.— 100.— 102.— 101.80 1 101.— e vom 24./10. 99.60 81.55 102.20 53.30 56.55 87 40 87 9i 102.45 102.25 83.20 64 91 51.90 104.50 101.- 101.- 102.20 101.5b 100.50 104.40 99.80 102.50 100.30 101.90 101.25 100.— 102- 100.80 I 101 — o a W 4 t i* 4 5 4 Pr.H.-«tt.alte Pr.H.-Aet.neue bo....... Tours 31./10. 101.20 102.80 101.20 103.25 102.80 101.50 159.5 ' 180.— 150.30 153.80 188.50 205.20 156.- 111.70 309.7, 115.— 436.80 158.— 36.- 167.40 165 50 161.90 118 — 219 e/t 304.— t vom 24./IO 101.20 102.80 101.20 103.10 101.50 157.95 179.60 149.50 154.— 187 70 205.20 156.10 112.11 311.- 111.35 435.— 158.10 36.8 168.50 165.1t 159.50 117.40 219 »/, 317»/, .1 4 4 3 37 3 4 5 8 27 8 1 do.Südb.(Lb). Oest.Rdw.l4tZ. Gotthardbahn. Schwz. Central Schwz.Nordost Jtl.Mittelmeer Pr.HenrisLxb.) yeni-el. Iiift in TroccntQL Bad. DH. 100 . Bayer. Th. 100 Donau Reg. . Cöln-Minden. Th. 100 Madrid .... Mem. Th. 100 Oesterr.v.1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Graz 100 Türk. frS. 400 »Brriiiil.fÄr? ptr Stück tn Mk. Anübacherfl. 7 Augsburg. , 7 Brschw.Thlr20 Fimüänd. „ 10 Freiburg, fs.15 MaUünder, 10 Meininger p. 7 Pappenh. „ 7 Venedig er L. 30 Tour 31.,1V 87»/. 239.1?« 161 40 132 90 126 50 93 50 84.50 145.20 153 95 118 30 140.- 33 70 137.80 126 40 129 20 93.95 28.80 42.20 24.70 105.90 13*25 22.60 24.60 23.35 ft von, >24 10 89- 239.1/4 161 30 Goth.unk. 1903 Aiierse Sdl. Buderus E.W. Eisenb. Rtenbk. »anh-Aditn. DtscheReichsbk. Frankstr. Bank Berl.HdlSges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank Disct.- Comm. Dresdner Bank Mitteld. Cr.Bk. Oest.Crd.-Anft. |ibitrif*Xditi Rordd. Lloyd . HöchsterFarbw. Bochumer Guß Dortm. Union. Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Ber. Königs- u. Laura . . . Eiseid..Zdiei. Heff.LudwigSb. Csac.-Agram . Oest. Staatsb. 132.- do...... Preuß.ConfolS do....... Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. bo.corwJLit.C. do. Lit.D. Ung. Gld.-Rte. do.Kron.-Rte. do.E.B.Gold v. 1889. . . Arg. inn. Anl. db. üuß.v.1888 ChinesischeAnl. Egyptischeunif. Mexic. v. 1890 do. Eisenb. . do. Silber. . Städte-««. Franks, v. 1893 Darmst. 88/94 Gießen .... Mainz..... 125- 92.80 85 40 145 41 153 90 117 50 13871 137 70 126 10 130.- 29« 43.- 24.10 105 90 28.50 13« 22 50 24 90 23.80 do....... Bad. St.-Obl. n.1886. . . Bayr. St.-Obl. do. Eisb.'Obl. Brem.St.-Anl. o.1892 . . Hamb.St.-Rle. v.1893 . . . Hess. St.-Obl. do...... « »ländische. Grtech.E. B. v. 1890 .... do. Mon -Anl. Jtal. Rte. St. 1000—4000 do....... Homburger I. . Pfälzer Nordb. «uSlLndtfche. Elisab.-B. fifr. Kaschau-Oderb- v.1891 . . . Lombardische . Lombardische . Oest. Staatsb. Oest.Gold-Rte. Oest.Silb.-Rte. Oesterr.Localb. verstaatl. . Port. St. Anl. do....... Offenb. ».1892 Wiesb. , 1887 WormS . . . . Bonns .... bo.L-VIII.6m. do. H Em. . do. v. 1885 . . do. Srg.-Re- .