Rr 154 Der fitftner Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». Die Gießener Asmikieuvkätler werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal brigelegt. Erstes Blatt. Freitag dm 3. Juli ____________ Meßmer Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. 1896 vierteljähriger -s AVounementspreiSt 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Txpediti« und Druckerei: Sch»tstr«ße Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Krds Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» f»lgmdm Tag erscheinmden Nummer bi» Corrn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamilienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher TKeil. Nr. 16 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 27. d. M., mthält: (Nr. 2311.) Bekanntmachung, betreffend die technische Einheit im Eisenbahnwesen. Vom 20. Juni 1896. (Nr. 2312.) Bekanntmachung, betreffend Ausnahmen von dem Verbote der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe. Vom 26. Juni 1896. Gießen, den 80. Juni 1896. Grobherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend: Maul- und Klauenseuche. Die Maul- und Klauenseuche zu Bellersheim und Hof-Albach ist erloschen und die Gemarkungs- und Gehöftsperre aufgehoben worden. Gießen, den 1. Juli 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. »ekanntmachnug. In der Gemeinde Burgsolms (Kreis Wetzlar) ist die Rothlaufseuche amtlich festgestellt worden. Gießen, den 1. Juli 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Deutscher Reichstag. 118. Sitzung. Mittwoch, den 1. Juli 1896. Aus der Tagesordnung steht zunächst die einmalige Berathung der Vorlage der verbündeten Regierungen betr. Vertagung des Reichstags bis zum 10. November. Die Zustimmung des Hauses erfolgt ohne jede Debatte. Die dritte Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuchs wird fortgesetzt bei dem Titel Grundschuld des zweiten Bucks. Abg. v. Plötz (cons.) befürwortet einen Antrag Mirbach auf Streichung der sämmtltchen von der Grundschuld handelnden Paragraphen, da dieselben den Anforderungen der Zett nicht entsprächen. Er selbst würde, wenn der Antrag abgelehnt werde, gegen daS ganze Gesetzbuch stimmen müssen. , Abg. Mirbach erklärt dagegen, daß er den Antrag zurückziehe, obwohl er allerdings bet der Ansicht verbleibe, daß die betr. Bestimmungen eine zu große Mobtlistrung des Grundbesitzes herbeiführen würden. . Da Abg. v. Plötz, der sich nochmals zum Worte gemeldet batte, auf dasselbe verzichtet, so werden ohne weitere Debatte die Paragraphen genehmigt. Es folgt das dritte Buch: Familienrecht. S 1288 setzte nach den Beschlüssen zweiter Lesung die Ehe- mündtgkett auf das vollendete 21. Lebensjahr fest. Ein Antrag Stumm will die Ehemündtgkeit wieder bis zum 25. Lebensjahre hinausschieben; dasselbe will auch ein Antrag Rtutelen, wogegen ein Antrag Enneccerus die Ehemündtgkeit nur für männliche Personen erst mit 25 Jahren etntreten lassen, dagegen für weibliche Personen bei dem vollendeten 21. Lebensjahre belasten will. Abg. Rintelen: Die Sache sei von höchster Bedeutung für die Familie. Welches Interesse habe nicht ein Familtenhaupt daran, daß sei» Sohn durch eine gar zu früh geschlossene Heirath Jemand in die Familie htneinbringe, den er in derselben nicht gern zu sehen Anlaß habe. Und welches Interesse habe nicht das Familtenhaupt auch daran, daß nicht der Sohn sich durch zu frühe Heirath wtrth- schaftlich in Ungelegenhetten stürze und womöglich ihm zur Last falle. Abg. Bebel (Soc.) bekämpft sämmtliche AbänderungSanträge. Wer durch Hinausschiebung der Ehemündigkeit die Autorität der Eltern und der Kirche stärken wolle, stelle mtt dieser künstlichen Autoritätsstärkung der natürlichen Autorität von Eltern und Kirche ein sehr schlechtes Zeugnttz aus. 1 Abg. Enneccerus erklärt, er selbst wie die Mehrzahl seiner Freunde würden in erster Linie für den Antrag Stumm und erst in zweiter Linie für seinen eigenen Antrag stimmen. Geh. Rath Mandry ersucht um Annahme des Antrages Stumm, event. wenigstens des Antrages Enneccerus. Die Beschlüste zweiter Lesung bedeuteten doch eine zu große Abweichung, einen zu großen Sprung von den bestehenden Bestimmungen. Abg. Gröber (Ctr.) erklärt, die Mehrzahl seiner Freunde werde an den Beschlüssen zweiter Lesung festbalten. Nachdem man einmal die Volljährigkeit auf das vollendete 21. Lebensjahr festgesetzt habe, sodaß jeder junge Mann und jede Tochter aus dem elterlichen Hause hinaus InS Leben hinauStreten und sich selbstständig machen könnten, könne man es auch den Betreffenden verwehren, ohne Einwilligung der Eltern zur Ehe zu schretren. Die Anträge Stumm-Rintelen sowie Enneccerus werden abgelehnt. Für dieselben stimmte nur eine geringe Anzahl vom Eentrum. Bet Titel Eheliches Güterrecht, S 1346, äußert Abg. v. Stumm nochmals sein Bedauern darüber, daß das eingebrachte Vermögen der Frau der Verwaltung und Nutznießung des Mannes unterliegen solle. Er habe die seste Ueberzeugung, daß die Majorität des Hauses später zu anderen Beschlüffen kommen werde. Ohne weitere Debatte wird der Paragraph genehmigt. Bei dem Abschnitt Ehescheidung beantragt Abg. Munckel Wiederherstellung des Paragraphen der Regierungsvorlage, welcher die Scheidung wegen Geisteskrankheit zulassen wollte. Nicht das Gesetz scheide hier die Ehe, sondern die Natur, welche das geistige Band zwischen den Ehegatten durch Getstes- umnachtung des einen gelöst hat. Wo eine Ehe thatsächlich nicht mehr ist, da soll man sie auch nicht vor dem Gesetz gegen den Willen des einen Gatten sortbestehen lassen. Eine weitere Wortmeldung erfolgt nicht. Justizminister Schönstedt bittet dringend, den Antrag Munckel anzunehmm. Er erinnere an einen Fall, in dem die geisteskranke Frau zwei ihrer Kinder tödtete; sie sei seitdem fünf Jahre lang im Jrrenhause, unheilbar. Das letzte Kind des Mannes bi jetzt neun Jahre alt, der Mann halte es für dringend nothig, durch eine neue Ehe für sein Töchterchen besser als bisher zu sorgen. Wolle man das mißbilligen? Wolle man da sagen: der Mann wirft seine Frau auf die Straße?! Der Minister führt noch einige weitere ähnliche Fälle an. Es handelt sich hier um ein Stück sociale Frage. Lösen Sie sie so, wie Sie es vor sich verantworten können! Sächsischer Gesandter Graf Hohentbal richtet ebenfalls die dringende Bitte an das Haus, den Antrag Munckel anzunehmm. Badischer Bevollmächtigter v. Jagemann schließt sich dem kurz an. Abg. Pauli (Rp.) verwahrt sich dagegen, neulich alle die als Schurken bezeichnet zu haben, welche sich wegen Geisteskrankheit des anderen Theils scheiden ließen. Er habe nur gesagt, er würde es von seinem Gewtssensstandpunkt aus als Schurkenstreich ansehen, wollte er selbst sich aus solchem Grunde scheiden lassen. Der Antrag Munckel wird mit 161 gegen 133 Stimmen an- gmommen. Dafür stimmen die Linken, die Nationalliberalen, die große Mehrheit der Reichspartei und eine Anzahl Conservativm. Das Ergebntß der Abstimmung wird mit lebhaftem Beifall begrüßt. Nunmehr wird aus Gründen der Geschäftsordnung über den Antrag Kardorff-Gamp, der gestern nur handschriftlich vorgelegen hatte, zum S 817, betr. Schadenersatz für Verletzungen durch Haus- thiere, die Abstimmung wiederholt. Der Antrag, welcher die Schadenersatz-Verpflichtung hatte einschränken wollm, wird heute abgelehnt. Abg. Vielhaben (Antis) beantragt Streichung der SS 1567a und b, welche statt der Ehescheidung die bloße Trennung von Tisch und Bett zulassen. , ~ Abg. Jskraut (Ref.-P.) empfiehlt den Anttag; die Trennung von Tisch und Bett sei eine ungerechtfertigte Eoncesfion an das canonische Recht. Der Antrag Vielhaben wird mit großer Mehrheit «bgelehnt. Bei dem Abschnitt „rechtliche Stellung der unehelichen Kinder" befürwortet rr , c Abg. v. Buchka (cons.) einen Antrag Manteuffel, dm in zweiter Lesung beschlossenen Zusatz zum § 1582 wieder zu streichen, demzufolge auf Antrag eines Ehemannes dem unehelichen Kinde seiner Frau sein Name erthetlt werden kann. Abg. Bebel widerspricht lebhaft der Streichung. Sei ein Mann so hochherzig, einem von seiner Frau in die Ehe gebrachten unehelichen Kinde seinen Namen zu geben, so sei das nicht zu tadeln, sondern anzuerkennen. Abgg. Enneccerus (nl.) und Haußmann (südd. Vp.) treten ebenfalls für Beibehaltung deS Beschluffes zweiter Lesung ein. Der Beschluß dritter Lesung wird unter Ablehnung des Antrags Manteuffel aufrechterhalten. t o S 1593 handelt von der Vaterschaft eines unehelichen Kindes. Abg. v. Strom deck (Ctr.) erneuert dm bei der zweiten Lesung abgelebnten Antrag Auer, die exceptio plurium zu streichen. Der Antrag wird abgelehnt. Der Rest des Bürgerlichen Gesetzbuches wird, abgesehen von einer geringfügigen Aenderung des S 2113, debattelos erledigt. Bei dem Einführungsgesetz, Art. 60, wonach die landesgesetzlichen Vorschriften über Rentengüter und Anfiedelungsstellen unberührt bleiben sollen, werden die Worte „und Ansiedelungsstellm" gestrichen. Bei Einleitung und Ueberschrift zu diesem Gesetz giebt Abg. Lieber Namens des Eentrums die Erklärung ab: die Bedenkm deS Centrums, nammtlich hinsichtlich des Eherechts, seim durch die beschlossenen Aenderungen und Zusätze noch nicht völlig beseitigt, ebenso wenig aber verkenne das Centrum, daß das Bürgerliche Gesetzbuch Besserungen des bestehenden Rechtszustandes bringe, deren Ablehnung eS nicht verantworten wolle. Dazu kommt der hohe Werlh eines einheitlichen Rechts, wie eS s.Z. schon Josef Görres gefordert habe. Wenn somit das Centrum in der Schlutzabstimmung zustimme, so gebe es doch in keiner Weise etwas von seiner grundsätzlichen Stellung in Ehenfragen auf. Indem es zustimme, lege es für alle Zukunft Zeugniß dafür ab, daß es immer bereit gewesen sei, dieses Werk als einen Markstein in der Geschichte unseres Vaterlandes aufzurichtm. r , ~ . _ . _, Abg. v. d. Decken (Welfe) erklärt, seine Freunde wurdm sich der Stimme bei der Schluhabstimmung enthalten, nackdem sich erst heute wieder bei dem S 817 gezeigt, wie die Beschlüsse nicht auf sachlicken Erwägungen, sondern auf Zufälligkeitm beruhten. Präfidmt v. Buol erklärt es für unzulässig, dem Hause nachzusagen, daß es seine Beschlüsse nicht aus sachlichen Erwägungm gefaßt habe. Abg. v. Czarlinski erklärt, die Polen würden trotz vieler Bedenken für das Gesetzbuch im Ganzen stimmen. Abg. Richter regt sodann an, der GeschäftsordnungScommisfion aufzutragen, darüber zu berathen, ob solche längeren Erklärungen, wie Lieber sie abgegeben, am Schlüsse der Berathung zulässig sein sollten. . , . . , . . Nack längerer Geschäftsordnungsdebatte wird ein dahingehender Antrag Richter angenommen. . „ „ . Nach einer weiteren längeren Geschäftsordnungsdebatte werdm ferner die von der Commission vorgeschlagenen zwei Resolutionen betr. Aenderungen an der Civilprocetzordnung angenommen, wogegen über eine wettere, von der Commission auf Antrag der Socialdemo- kraten beschlossene Resolution, betr. einheitliche Regelung der Rechtsverhältnisse der Berufsvereine, gewiffer gewerblicher Arbeiterverträge, Beamtenhaftpflicht, Bergrecht rc., die Berathung und Beschlußfaffung bis nach Ablauf der Vertagung ausgesetzt wird. Vor Beginn der Schluhabstimmung erledigt dann noch bas Haus die Mandatsfrage bezüglich des zum Postagenten ernennten Abgeordneten Köhler. Gemäß dem Anträge der WahlprüfungScommisston wird das Mandat für erloschen erklärt. , Präsident v. Buol theilt ferner den Eingang einer Interpellation Arnim mit: ob der Regierung bekannt sei, daß die Loco- Notirungen für Getreide an der Berliner Börse den thatsächlich gezahlten Preisen nicht entsprechen? (Gelächter links). Es soll nunmehr die.Gesammtabstimmung über daS Bürgerliche Gesetzbuch stattfinden. , t _ Abg. Graf Mirbach beantragt, erst die 3. Lesung deS Margarine-Gesetzes vorzunehmen. r Nachdem Abg. v. Bennigsen und Abg. Lieber dem widersprochen, wird der Antrag Mirbach abgelehnt und es erfolgt demgemäß die Gesammtabstimmung über das Bürgerliche Gesetzbuch. Die Annahme geschieht mit 222 gegen 48 Stimmen. Dagegen nur die Socialdemokratm, die drei Bayern Sigl, Bachmeier und Bruckmeier und die drei Conservativen v. Ploetz, Hilgendorff und v. W e r d e ck. Der Abstimmung enthielten sich: die Antisemiten, Welfen, Elsäsier, ferner Ritter-Wirsitz, v. Herder und von Langen, insgesammt 18 Enthaltungen. Als der Präsident das Resultat verkündet, erschollen lebhafte Bravos. . Präsident v. Buol schlägt für morgen vor: Margarinegesetz und obige Interpellation Arnim. Abg. v. Levetzow bittet, für morgen den Antrag Schwerin- Löwitz, betr. Einschränkung der Zollcredite für gewisse Maaren, auf die Tagesordnung zu stellen. Nach längerer Debatte wird die Tagesordnung für morgen 11 Uhr festgestellt, wie der Präsident sie vorgeschlagen. (Schluß 5V. Uhr.) Deutsches Reich. Darmstadt, 1. Juli. Der Großherzog und die Großherzogin kehren nächsten Montag aus Rußland hierher zurück. Görlitz, 28. Juni. Als Gäste für die Kaiser- manöver sind angemeldet: König Albert von Sachsen und der Prinz von Neapel. Die am 8. September auf dem Hermsdorfer Exercierplatze stattfindende Kaiserparade wird in zwei Treffen abgehalten und zwar von den Truppen des 5. und 6. Armeecorps im ersten Treffen Infanterie, Jäger, Fußartillerie und Pioniere, im zweiten die Cavallerie, Feldartillerie und Train. Das Kaisermanöver wird den Cha- racter eines Rückzugsgefechtes in großartigem Maßstabe tragen und insbesondere dem Zwecke dienen, strategische Versuche anzustellen. AlS DrrsuchSobject soll eine Arriöre-Garde, die mit wichtigen Aufgaben betraut wird, benutzt werden- ferner ist eine neue fortificatorische Einrichtung bet einzelnen Gefechtsfeldern in Aussicht genommen. Napoleon- I. Schlacht« plan von Austerlitz, wo ihm der Sieg zu Theil wurde, soll dem Ganzen zu Grunde gelegt sein. Am 9. September veranstaltet der Kaiser für die Posener Stande ein Mahl im Ständehause. Nerreste Wolff» telegraphische« Correspondem-Bmea». Wilhelmshaven, 1. Juli. Der Stapellauf des Panzers „Ersatz Preußen" hat heute in Gegenwart des Kaisers stattgefunden und ist durchaus glücklich verlaufen. Der Kaiser taufte daS Schiff „Kaiser Friedrich III." Wilhelmshaven, 1. Juli. Bei dem Stapellaufe des Panzers „Ersatz Preußen" hielt der Kaiser etwa folgende Rede: „Hochragend zum Ablaufe bereit, um seinem Elemente übergeben zu werden, steht fest, gefertigt von deutscher Arbeit, wieder ein großes Schiff. Dank dem Fleiße, der Umsicht und Berechnung seiner Erbauer. Dank der Ueber- zeugung des Vaterlandes von der Entwickelung und Macht- Entfaltung unserer Marine hat die deutsche Volksvertretung die Mittel zum Bau einer Reihe von Schlachtschiffen bewilligt. Mit Stolz können Industrie und Handwerk auf den Bau blicken, welcher nicht nur den Schiffen fremder Marinen ebenbürtig ist, sondern diese noch übertrifft. Es gilt noch dem Schiffe einen Namen zu geben. Ueberall im weiten Vaterlande erheben sich auf Bergeshöhen Denkmäler verstorbener Kaiser als Wahrzeichen großer, gemeinsamer Zeiten. Ein solches Wahrzeichen soll auch dieses Schiff sein, und es soll einen Namen tragen, bei deffen Klange alle Herzen höher schlagen und jedes Soldaten Auge sich mit fteudigem Naß süllen muß, ein Name, deffen hohem Träger vergönnt war, an der Spitze der vereinigten deutschen Heere gestanden zu haben, unserem Vaterlande die Einigung und unserem Hause auf ewig die Kaiserkrone zu erwerben. Möge die Besatzung des Schiffes stets seiner hohen Tugenden, der Selbstlosigkeit, Ausopferung und äußersten Hingabe eingedenk sein. Möge dieses Schiff im Kriege ein gefürchteter Gegner des Feindes, ein Schirmer unserer heiwathlicheu Küsten, und im Frieden der Stolz unserer Nation sein. Sei eö dem Schutze des Allmächtigen empfohlen! Hiermit übergebe Die Tischlermeister Wiens 6e- welches wieder genesen. vielleicht nicht Unrecht, ihn als afrtkamüde zu bezeichnen. Er onzeigerS" erklärte Major v. Wißmann einer Persönlichkeit gegenüber, die Entscheidung, ob er im Herbste wieder nach Afrika zurückkehren werde, hänge davon ab, ob fich sein gegenwärtig sehr angegriffener Gesundheitszustand während seines Aufenthalts in Lauterburg so bessern würde, wie er es erhoffe. Immerhin, meinte Herr v. Wißmann, hätte man für ihn eine neue Einbuße an seiner Gesundheit bedeutet, dazu käme, daß er jetzt Frau und Familie habe, denen er sich in Ruhe zu widmen wünsche. Berlin, 1. Juli. Die antisemitische ReichStagSsraction hat einen Antrag eingebracht, wonach spätestens tm Jahre heben. Brüffel, 1. Juli. Berlin, 1. Juli. Vor dem Schwurgericht der hiesigen Landgerichts I begann heute der Prozeß gegen den bisherigen Dirrctor der Rheinisch - Westsälischeu Bank, Hermann Friedmann, der sich wegen MünzverbrechenS, Betruges und Aneignung ihm anvertrauten fremden EigenthumS zu verantworten hat. Gegen 8Vi Uhr wurde die Verhandlung, für die zwei Tage in Aussicht genommen find, auf morgen 9 Uhr vertagt. Leipzig, 1. Juli. Das Reichsgericht verurtheilte den Buchbinder Jacobi aus Freiburg (Baden) wegen Aufforderung zum Hochverrath und Verbrechen gegen das Spreng- Aufgabe (wiederholt): „DaS französische Verbum nach den Zeugnissen von Grammatikern des 16. und 17. Jahrhunderts." — Für das Jahr 1896/97 wurden folgende PretSaufgaben gestellt: Von der theologischen Facultät: „Die modernen Versuche, verschiedene Quellen im vierten Evangelium zu unterscheiden, find darzustellen und zu beurtheilen." Von der juristischen Facultät: „Die Lehre vom Wechselblankett nach deutschem Wechselrecht." Bon der Coeele» nnt1 provinzieller. Gießen, den 2. Juli. *♦ Bon der Universität. Die in der vorigen Nummer erwähnten PceiSaufgaben für 1895/96, deren Bearbeitern von den betrkffenden Facultäten die ausgeschriebenen Preise zu erkannt wurden, lauteten: 1) Theologische Facultät: „Erklärung von Psalm 22." (Die Aufgabe der juristischen Facultät wurde, wie bereits erwähnt, nicht bearbeitet.) 2) Medicinische Facultät: 1. Für den akademischen Preis: „Es sind die von M. Heidrnhatn und Cohn im Epithel von Amphibien und Säugethieren, von Bonnet im Epichel deS menschlichen MagenS und verschiedener Drüsen entdeckten „Schlußleisten" bezüglich ihres Vorkommens womöglich mit Berücksichtigung ihrer functionellen Bedeutung beim Menschen einer systematischen Untersuchung zu unter- ____________,________ziehen." 2. Für den Balser-PreiS: „Die Frage, ob der sei nunmehr" 17 Jahre in Afrika'thätig und jedes Jahr habe I Kopf des Neugeborenen in einem ganz bestimmten Derhältniß steht zu dem der Mutter, soll durch eine größere Reihe vergleichender Meffungen unter genauer Berücksichtigung des bereits vorliegenden Materials neu geprüft werden." 3) Philosophische Facultät: 1. Mathematische Auf- gäbe: „Invarianten deS Systems von drei bilinearen ternären Formen." 2. Philosophische Aufgabe: „Kritische Darstellung deS Problems der Materie bei Kant." 3. Linguistische Aufgabe: „Die sorgfältige Sammlung und Er- wägung der Familien- und Derwandtschaftswörter in einer oder mehreren altindogermanischeu Sprachen." 4. Romanische ist nach Metz abgereist. Mm, 1. Juli. Die Tischlermeister Wien» be- schloffen, so lange ihre Werkstätten zu schließen, bis die Gehilfen den über einige Werkstätten verhängten Boycott auf- WB Berlin, 2. Juli. Bei einem Gewitter, gestern über Charlottenburg und Umgegend niederging, wurden auf dem Friedhof in Weftend drei Personen vom Blitz erschlagen und fünf verwundet. Die Verwundeten dürften 1920 eine Ges ammtrevision des Bürgerlichen Gesetzbuches stattzufinden habe. Die Polizei verhaftete gestern einen Anarchisten in seiner Wohnung. Die bei ihm gefundene umfangreiche Correspondevz lieferte den Beweis, daß er mit Berliner Anarchisten in reger Verbindung stand. ES fanden sich bei ihm mehrere in deutscher Sprache abgefaßte Briefe zur Verherrlichung der Propaganda der That. Der verhaftete Anarchist «st gl-ichzeittg der H-rauSgrb-r de, Anarchist-»- blatteS „Der Insurgent", in welchem er die Anarchisten Henry und Vaillant verherrlichte. Zugleich mit dem Anarchisten wurde auch der Drucker und Verkäufer des Blattes verhaftet. Rewyork, 1. Juli. In einer Zeitungsdruckerei in Houston (TexaS) explodirte ein Dampfkessel. Einige Thetle flogen davon in daS Generalbureau der Southern- Pacific-Bahn und tödteten den dort befindlichen Stenographen und einen Telegraphisten. Der Vlcepräfident, der General- director und mehrere Beamte wurden schwer verletzt. stoffgesetz, sowieMajeftätSbeleidiguug zu 31/, JahreuZuchthauS, 5 Jahre Ehrverlust und Zuläsfigkeit der Stellung unter d ^Meh^l. Juli. Der Braud in dem Artillerie-Depot im Vorort Devants les Fonts wüthete die ganze Nacht hindurch: ebenso haben auch die Explosionen sortgedanert, jedoch weniger erhebliche Folgen gehabt. Einzelne benachbarte Privathäuser wurden vom Feuer ergriffen. Der offizielle Bericht meldet fünf Todte, darunter zwet Soldaten, sowie fünfzig Verwundete. Nach anderen Nachrichten wird die Zahl der Verwundeten auf mehr als 100 geschätzt. Zuverlässigeres darüber, wie viel Todte und Verwundete vorhanden find, konnte noch nicht feftgestellt werden. Der Schaden an Granaten beträgt 2 Millionen Mark. Der Statthalter hat seine beabsichtigte Reise nach Baden-Baden aufgegeben und ich Dich Deinem Elemente und taufe Dich: „K a i s e r I L 3»t«. Di- R-ileri« «# um brei Uhr Nachmittag- »ach P°'«d°m -bg-r-ist. D» «-is-r begleitete feine Gemahlin bi, zum Zuge. Truppen bilb-tm bis >um Bahnhase Spalier. Der Kaiser begab fich daraus Rnid der Lahenzollern" zurück und trat kurz dar biet Uhr die Reise "nach Norwegen an. Bei der Einsahri«in den Lasen verabschiedete fich die Admiralität und da- Osfizier carvs Der Kaiser, aus der Commandobrücke stehend, grüßte Lhatt7nldb°°' Die Schiffe seuerten Salutt die: W»». schäften brachten brausende Hurrahs aus. In der KtelUnte der „Hohenzollern" folgte der Kreuzer „Gefion. DaS Wetter ist stürmisch und regnerisch. Bremen, 1. Juli. Der Kaiser telegraphirte auS Wilhelmshaven an den „Nordd. Lloyd", er verleihe den Führern deutscher SeehandelSschiffe, so lange fie Offiziere deS Beurlaubtenstandes find, die Berechtigung, daS ei ferne Kreuz auf der deutschen Handelsflagge zu führen, um die Marine mit der Handelsschifffahrt fester zu der- knüpfen, auf deren Unterstützung fie im Kriege r^°c; ®tn gleichlautendes Telegramm ging der Hamburger Packetfahrt- Gefellschaft zu. „ . Metz, 1. Juli. Nach den bis fetzt vorliegenden Meldungen ist die Ursache deS Brandes tm Zeughause Nr. 3, sowie die Zahl der Verwundeten und Tobten noch nicht genau festgestellt. Der ganze Unglücksplatz ist durch Militär streng abgesperrt. Die Militärposten laffen Niemanden zum französischen Thore hinaus. DaS Feuer ist int Wagenschuppen des Zeughauses in Devants les Fonts auSgebrochen. Durch die H'tze entzündeten sich gegen 8 Uhr die in den Magazinen lagernden MunitionSvorräthe mit gewaltigem Knall, durch den in der Stadt Metz eine heftige Erschütterung hervorgerusen wurde. Die htnzugekommenen Neugierigen, I außerdem insbesondere die militärischen Schutzmannschaften wurden durch umhergeschleuderte Spreuggeschoffe von Bomben in großer Anzahl verletzt. Die Angaben über die Tobten und Verwundeten gehen weit auseinander und schwanken zwischen 5 bis 30 Tobten und 40 bis 150 Verwundten. Die Verwunderen wurden in daS Garnisonlazareth geschafft. Die explodirte Munition bestand meist auS Jnfauteriepatronen und Granaten. Einzelne Pulverkörper flogen bis gegen 10 Uhr in die Lust. Metz, 1. Juli. Die Ursache des gestrigen Brandes deS WageohauseS des Art.lleriedepotS Nr. 3 in Devants les Fonts bei Metz waren Funken, welche von einem auf dem benachbarten Bahnkörper fahrenden Zuge in daS vordere Gebäude flogen. DaS Feuer entzündete daselbst lagernde Zünder und Schießbaumwollekörper. Um 78/4 Uhr gab eS eine große Explosion, durch welche eine Anzahl Militär, und Ctvilpersonen getödtet und verwundet wurden. Todt sind 2 Unteroffiziere und 2 Civilpersonen, sowie der Knabe Jungfleisch- Verwundete befinden fich in öffentlichen Krankenhäusern 14 und eine größere Anzahl in Privatpflege. । Der Brand sprang auf eine benachbarte Scheune. In nicht allzu weiter Entfernung befindet sich ein Pulvermagazin, das bedroht war. Gegenwärtig bildet die Brandstätte einen rauchenden Trümmerhaufen und ist vom Militär abgesperrt. Der Schaden, welcher hauptsächlich aus Belagerungsmaterial besteht, ist beträchtlich. Metz, 1. Juli. Ein weiterer Bericht aus Devant-leS- PontS besagt: Todt find 2 Unteroffiziere vom 9. Dragoner- Regiment und ein Knabe. Die Zahl der Verwundeten läßt fich noch nicht feststellen. Einzelne Geschoßtheile flogen 1 Kilometer weit. Die beiden Unteroffiziere und der Knabe wurden in einer Entfernung von 500 Metern von der Un- glückSstelle getödtet. Der Materialschaden ist bedeutend. Dwrich« b«l Wezmi Berlin, 1. Juli. Den „Berl. N. Nachr." zufolge er- halte sich in gut unterrichteten Reichstagskreisen die Anschauung, daß mit dem Rücktritt Berlepschs die Reihe der ministeriellen Veränderungen noch nicht abgeschloffen sei. Namentlich sei von einem bevorstehenden Wechsel im EultuSministerium die Rede. Die an die dreimonatliche Beurlaubung des KriegSminisierS sich knüpfenden Befürchtungen seien hoffentlich unbegründet. Berlin, 1. Juli. Der „Post" zufolge ist die Aller- höchste Ermächtigung zum Einbringen der Handwerker- Organisationsvorlage im BundeSrathe nunmehr eingeholt und wird Ende dieser oder Anfangs nächster Woche in ihrem Wortlaut veröffentlicht werden. Berlin, 1. Juli. Nach einer Meldung des „Local- medicinischen Facultät: a) Für den Preis der Balser-Stiftung: „An der Hand der Literatur und de» Materials der Gießener Slimk soll entschieden werden, ob fich für die Behandlung deS chronischen Glaucom« die Jridectomie oder die Selerotomie bester eignet." b) Für den akademischen Preis: „Danach einigen vorläufiqev Versuchen fich beim Hunde die reflektorische Ltdbewegung tn Folge von OpticuSreizung anders als beim Kaninchen gestaltet, so sollen durch Versuche diese Unterschiede feftgestellt und die Ursachen davon erörtet werden." Von der philosophischen Facultät: a) Chemische Aufgabe (wiederholt): „Chemische und thermo-chemische Untersuchung von Masur." b)Classische philologische Aufgabe: „Qua ratione compositi sint commentarii notarum Tiroma nannn.“ c) Germauische philologische Aufgabe: „Die Geschichte des deutschen GenittvS seit der mittel-hoch- deutschen Zeit." d) Romanisch philologische Auf- gäbe: „Die französischen Lehn- und Fremdwörter im älteren Deutschen." e) Mathematische Aufgabe: „AuS dem Vorzeichen der Summen sin k x -|- sin k y, für alle ganzzahligen k sollen die Winkel x und y bestimmt werden. — Die Bewerbungsschriften sind vor dem 1. Mai 1897 ein- zusenden und an die betreffende Facultät oder dem Decan derselben zu adrestireu. Jede Bewerbungsschrift darf nur einen Verfaffer haben. ♦ ♦ Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben mittelst Allerhöchster Eotschließung vom 2. April d. I. den nachbemerkten Pflegerinnen des Alice- Frauenvereins für Krankenpflege: a. der Fräulein Helene Hüser in Offenbach, b. der Fräulein Margarethe Haster in Gießen, c. der Fräulein Louise Freund in Darmstadt das Dienftauszeichnung-kreuz für Krankenpflege (in Silber) Allergnädigst verliehen. • • Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 12. Juni wurde der GertchtSaffeffor Wilhelm Bechtold in Alzey zur Recht», anwaltschaft bet dem Amtsgericht Alzch, — am 13. Juni wurde der vormalige Rechtsanwalt Ferdinand Eberwetn in Vilbel nach erfolgter Aufgabe der 'hm unter» 27. April l. IS. ertheilten Zulaffung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Grünberg, zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Zwingenberg mit dem Wohnsitz tn Bensheim zu- gelaffen. * • Die Spar- und Leihkaffe Gießen hielt am 12. Juni d. I. eine Generalversammlung, in welcher für die weitere Entwickelung dieses Instituts sehr wichtige Beschlüsse gefaßt worden find. Nachdem der Vorsitzende die Aenderung der Statuten mit Rücksicht auf das Verfahren anderer Banken eingehend begründet hatte, wurde u. A. folgende Statuten- änderung beschlosten, die dem Vernehmen nach vom Ministerium bereits Genehmigung gefunden hat. § 48 der Statuten wurde tote folgt abgeändert: „Bet auf gerichtliche Schuld- I und Pfandverschreibungen gewährten Darlehen wüsten die Unterpfänder in der Regel den doppelten Schätzung, werth des DarlehnS haben. — Werden in Landgemeinden Gebäude verpfändet, so muß der Schätzungswerth dieser Unterpfänder im Allgemeinen dreifach die Summe deS darauf gewährten DarlehnS erreichen und ist nur in Ausnahme- fällen auch hierbei doppelte Sicherheit genügend. — In der Stadt Gießen können ausnahmsweise auch Darlehen bis zu 60«/, des Schätzungswerthes gegeben werden." — § 60 lautet: Alle Darlehen find der Regel nach mit 4% zu verzinsen. — Bestimmend für diesen Beschluß ist gewesen, daß die Spar- und Leihkaste eine zu bedeutende Summe in Staatspapieren liegen hat und man wirthschaftlich mehr damit bezweckt, wenn die Capttalien auf I Immobilien anSgeltehen werden. * * Gießener Sänger-Bereinigung. Wie wir soeben erfahren, findet am 22. Juli ein Concert der Sänger- Vereinigung statt. Näheres werden wir schon tn den allernächsten Tagen bringen. * * Zubiläum. Gestern feierte Herr Phil. Deibel sein 25jährigeS Dienstjubtläum als Fuhrmann bei der Spedt- tionSfirma Adolf Lyncker dahier, nachdem er bereits drei Jahre bei feinem Vorgänger tn Diensten gestanden. Der Jubilar wurde Seitens der Firma und deren Angehörigen mit Geschenken bedacht und eine kleine Feier veranstaltet. • * Schlachtungen im städtischen Schlachthof. Im städtischen Schlachthaus wurden vom 1. April 1895 bis dahin 1896 geschlachtet 1369 Ochsen (1256), 90 Faselochsen (30), 122 Kühe (150), 284 Stiere (238), 554 Rinder (657), 84 Pferde (95), 8965 Schweine (8799), 4763 Kälber (4393), 559 Hämmel (703), 170 Schafe (180), 15 Ziegen (23). Die etngeklammerten Zahlen bedeuten die Schlachtungen für den gleichen Zeitraum deS Vorjahres. Bei den Ochsen, Faselochsen und Stieren ist für 1895/96 ein Mehr von zusammen 189 Stück zu verzeichnen, dem aber bei den Kühen 28 und Rindern 103, also zusammen 131 Schlachtungen weniger gegen daS Vorjahr gegenüberftehen. Pferde wurden I 11 weniger geschlachtet, wohingegen Schweine und Kälber wieder 166 resp. 370 Stück wehr dem Consum zugeführt wurden. Hämmel wurden 46, Schafe 10 und Ziegen 8 Stück 1895/96 weniger geschlachtet als im Jahre 1894/95. W. Lollar. 1. Juli. Die vor wenigen Jahren mit einem Kostenaufwand von 120 000 Mk. erbaute Fre y'sche Dampf- und Wassermühle wurde gestern auf Antrag der ConcurSmaste vom OrtSgericht versteigert. DaS höchste Gebot von 45 000 Mk. gab der Fruchthändler Herm. Katz IV. I von Gießen ab. Darmstadt, 30. Juni. Beitens der Großh. Centralstelle für die Gewerbe werden in diesem Jahre eine namhafte Anzahl Beamte, bezw. Haupt lehr er der Landes- I baugewerkschule und anderer höherer Schulen des Landes zum Studium der Ausstellungen nach Berlin, Nürnberg und Genf entsandt. Diese Maßnahme dürfte auch I heuer wieder die besten Früchte tragen. Darmstadt, 1. Juli. In der Aula der Technischen I Hochschule fand heute in Anwesenheit von Vertretern der Berlin, 2. Juli. Die „Berl. Neurst. Nachr." melden, die Stadtbehörden Altonas verliehen dem Generaloberst Grafen Waldersee das Ehrenbürgerecht. Wilhelmshaven, 2. Juli. Bei dem gestrigen Festmahl im Offiziers.Casino feierte der Kaiser in einem Trinkspruch seinen Vater und deffen Beziehungen zur Marine. Seinen Namen für den neuen Panzer habe er mit Vorbedacht gewählt, gleichsam als die Eröffnung einer neuen Aera für unsere Armee und Marine, wie auch der Name und die Per- sönlichkeit des Kaisers Friedrich die Eröffnung einer neuen Aera für daS deutsche Reich gewesen sei. Sein dreifaches Hoch galt der Marine und dem neuen Panzer. Königsberg, 2. Juli. In Heils berg (Ostpreußen) ertranken gestern ein vierjähriges Kind und ein ihm zur Rettung nachspringender junger Mann. Thorn, 2. Juli. 30 auf einer Uebungsreise befindliche russische Generalstabß - Of siztere, unter Führung deS Generals Kaulbarth, besichtigten gestern, nachdem fie sich auf dem Gouvernement gemeldet hatten, die hiesigen Festungswerke. Chemnitz, 2. Juli. Heute Nacht brannte daS Futtermittel-Lager von Koogs Nachfolger völlig nieder. Wien, 2. Juli. Der fortschrittliche Partei- Verband deS Wiener GemeinderathS beschloß gestern, die MilleniumS-AuSstellung in Pest corporativ zu besuchen. Dem Ausflüge werden sich auch mehrere liberale ReichSrathSabgeordnete anschließen. Staats- und städtischen Behörden, sowie von Männern der . Technik, der Industrie und des Handels und im Beisein deS Professoren-Collegiums und der Vertreter der Studentenschaft die feierliche Uebergabe einer vom Bezirks-Bereln deutscher Ingenieure in Frankfurt a. M. in Vcr- btnduug mit anderen Industriellen und Technikern deS Bezirks errichteten S t i f t u u g im Capitalbetrage von 52,265 Mk. 73 Pfg. statt. Der Veretvsvorsitzende, Fabrikant WeiS- müller von Bockenheim, wies in feiner Ansprache auf den innigen Zusammenhang zwischen technischer Wiffenschaft und Praxis hin, als deren erster Träger die Hochschule sich stets voll bewährt habe und sprach den Wunsch und die Hoffnung auS, daß das schöne Berhältniß zwischen den Männern der Wiffenschaft und der ausübenden Praxis stets weiter bestehen möge. Den äußeren Anlaß der Stiftung habe die im letzten Spätjahre erfolgte Einweihung der neuen Hochschulgebäude gegeben- sie solle nur den Grundstock eineß (hoffentlich noch recht weitgehenden) Capitals bilden, auS deffen ZinSerträgniffen alljährlich zu Anfang deS Wintersemesters an besonders befähigte Studirende der Anstalt Mittel zur Erweiterung und Förderung ihrer Studien gegeben werden. Nach Ueberreichung der Stiftungsurkunde unb Bekanntgabe der Hauptbestimmungen der Satzungen der Stiftung an den Rector, Herrn Geb. Hofrath Professor Dr. Lepsius, sprach letzterer den Dank der Anstalt für die reiche Stiftung auS, Nicht minder den Dank deS Lehrkörpers für die aus- gesprochene Achtung seiner Thätigkeit, hob sodann, au den _ Aufschwung der Großindustrie in unserer Gegend in den I letzten Jahrzehnten anknüpfend, hervor, in welcher Weise hieran die Technische Hochschule betheiligt gewesen und wie auch die anderen technischen Fächer, vor allem Maschinen- und Etsenbahnbau und Electrotechnik reiche Befruchtung durch die Hochschule empfangen. Nachdem der Redner deS all- zeitigen Eintretens der Regierung für die Hochschule anrrkeu- nend gedacht, bat er die Stifter, das der Anstalt bisher erwiesene, für sie so ehrenvolle Vertrauen, ihr auch fernerhin zu bewahren, sic Alle wollten versuchen, sich deffen würdig zu erweisen. Nochmalige DaukeSabstattung schloß die Erwide- rungS- und DankeSrede des Herrn Rectors. Sodann drückte der Vorsitzende des StudentenauSschuffeS die Dankgesühle der Studentenschaft gegen die Stifter, die in wahrhaft väterlicher Weise für sie gesorgt, aus, und brachten die anwesenden Vertreter der Studentenschaft diesen ein dreifaches Hoch aus. Eine Besichtigung der Gebäude, vor allem dem vor wenigen Monaten erst bezogenen chemischen Institute, einer stattlichen, rechtseitigen Gebäudeanlage mit eigenem Hof, schloß sich on; am Abend vereinigte man sich zu einem Festeffen. Gottesdienst in der Syuagogr. Samstag den 4. Juli. . Vorabend 7«> Uhr, Morgens 8»° Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 940 Uhr. Schrffsnachrtchtert. Der Postdampser „Westernland" der „Red Star Aie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 30. Juni wohlbehalten m New-Y ort angekommen._______________ öcrfebr, £a*6. tmb Poie»ttHrtbfd?afL Sttnvnr«, 1. Juli. Fruchtmarkt. Rother Wttzm X 14,25, weißer Weizen X 00.00, Korn X 9.75, Gerste X 0.00, Haier X 7.00.__ Witter»,ngSbericht vom 1. Juli. Das Minimum, welches gestern im Nordwesten von Schottland laa, ist in südöstlicher Richtung bis Schottland vorgedrungen und hat sich dabei noch weiter vertieft. Gleichzeitig hat sich der Einfluß des niederen Druckes südwärts in den Continent ausgebreitet und ist daher in Central-Europa unbeständiges, stellenweise unruhiges Wetter eingetreten. Dec hohe Druck wurde weiter westwärts zuruck- aedrängt und treten über der Westyälfte Europas lebhafte Winde auf. Die Temperaturen liegen im größten Theile Deutschlands zwar etwas höher als gestern, bleiben jedoch für die Jahreszeit noch Der* hältnißmäßig tief. eüttmmat Zunächst noch Fortdauer des unbeständigen Wetters.__________ Temperatur der Lahn und Lust nachReaumur gemessen am 2.Juli, Mittags zwischen Hund 12Ufr: Master 13«,, Luft IO1/»0. Rübsamen'sche Badeanstalt. Bekanntmachung, betreffend die Vergebung -er Zinsen des Christian Gerhard Hast'schen Vermächtniffes. Aus obigem Vermächtniß sind zehn Gaben zu Mk. 19.71 an zehn bedürftige Familien bezw. Wittwer oder Wittwen zu vergeben. Anmeldungen zum Bezug fraglicher Zinsen sind bis zum 12. d. Mts. einschließlich bei dem Secretär der Armendeputation (Zimmer Nr. 3) mündlich oder schriftlich vorzubringen. Gießen, den 2. Juli 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 6079 Magdeburger Kuerverscherungs-Gesellschnft. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß wir, zufolge Uebereinkunft mit unserem Haupt-Agenten, Herrn Chr. Arnold in Gießen, nunmehr in Staufenberg eine selbstständige Agentur errichtet und dieselbe dem Herrn Uudwig Jung III., GemmbttitmelMr m Staufenberg, für die Orte Staufenberg, Ruttershausen, Lollar, Mainzlar, Daubringen, Treis und Umgebung übertragen haben. Derselbe ist zur Entgegennahme von Anträgen und Prämiengeldern berechtigt. Offenbach a. M., im Juli 1896. Die General-Agentur: E. Berck. C. Hahn. Bezugnehmend auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich dem geehrten Publikum zum Abschluß von Versicherungen bei obiger Gesellschaft und bin zu jeder Auskunft gerne bereit. Staufenberg, im Juli 1896. 6076 Ludwig Jung III. Inventur-Ausverkauf vorn 1. Juli bis 15. Juli. Wir machen darauf aufmerksam, daß wir einen großen Poste« Waaren zu ganz besonders billigem Preise ausgelegt haben, darunter: Cattune, in großem Sortiment, zu Mk. 0.25, 0.30 und Mk. 0.35. Wollmousieline zu M. 0.50, o.go, 0.70 bis Mk. 1.20. jtOffCf reine Wolle, doppelbreit, von Mk. 0.50 an. für Blousen und Kleider, von Mk. 1.00 an. Reste aller Art z« enorm billigen Preisen. Äug. Montanus Nachfolger, $ou Gießen, Markt 10. NW- Bis znm 1. October geben wir unser Ladengeschäft auf und verkaufen deshalb sämmtliche Kurz- und Wollewaaren, Unterziehzeuge, Corsets, Kragen, Manschetten, Shlipse, Strümpfe, Handschuhe n. s. w. zu und unter Selbstkostenpreisen. Rothamel & Petry, Bahnhofstraße 31. NB. Machen noch besonders darauf aufmerksam, daß dieser Ausverkauf ein reeller und nicht mit denjenigen der Wanderlager zu ver«echseln ist, wir auch niemals die sogenannte« Schleuderwaare« geführt, auch jetzt nicht rugelegt Haven; e» ist deshalb Jedermann günstige «e. legenheit geboten, wirklich gute Maare« »«billige« Preisen zu kaufe«. De Oe 6084 jßehö^nch^^eigenj Die Ausübung des Jagdrechts in dec Gemarkung Hochelheim, rechts des Kleebachs, wird Mittwoch den 8. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, bei Wirth Am end Hierselbst auf 9 Jahre öffentlich vergeben. Gr.-Rechtenbach, 1. Juli 1896. 6060 Das Bürgermeister-Amt. ÄL WIMum. Freibank. [6037 Heute und morgen: Faselochsenfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 35 P^g. Ochsensieisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. MW- Die Freibank bleibt diese Woche Abends bis 10 Uhr geöffnet. 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Me, welche sä ramstag,18.Julil8 auf dem Gemeindehaus r tnesfenten unter dem f Meinenden mit Einwenl Friedberg, den 1, 2>ei Berei! 3' $■: Ruhl, i I 6033] LaufmLdche« sofort gesucht. «»hahofllroße «1. H'- Expedition d- Blattes. 6056) Ein junges MLdche«, da« Liebe PS»bsen, Bost Nieheim (Westfalen) «rünbergerflrotze 27, vart. 6074 6059 Berger’s Mexico Chocolade Heinrich Lauer Niederwalgern, am 1. Juli 1896. 6083 Fabrik Robert Berger, P8«eneek 1. Th. — Sehr gute, zuvorkommend^ Bedienung. — Nicht Mitglieder können eingeführt werden. 6üriM.g«rm Jraltotr Mn", Kmnfck, Weilburgerftratze, nächst dem Herrngarten, bietet beste Gelegenheit zur Sommerfrische für Kurgäste. Zimmer- und Pensionspreise billigst. 60751 Gesucht auf 1. August ein an» ständiges, solides, älteres »Ldchen für Küche und Hausarbeit, mit guten Zeugnissen versehen, von Frau Steuerrath Schuster, Südanlage 16, IN. Elisabeth Lauer, geb. Ruth. Heinrich Ruth. Die Beerdigung findet Samstag, Nachmittag um 1 Uhr statt. < Um stille Theilnahme bitten die tieftrauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 2. Juli 1896. Statt jeder besonderen Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere geliebte Gattin und Mutter Frau Pfarrer Johanna Bangel, geb. Bickel, heute Nacht nach langem, schweren Leiden zu sich zu nehmen. zu Niederwalgern was wir seinen Freunden und Bekannten hiermit anzeigen. Die Beerdigung findet Samstag, den 4. Juli 1896, 2^/z Uhr Nachmittags, vom Sterbehaus, Grünborgerstrasse 40, aus statt. 6077 6065] Gesucht zu sofort ein kräftiges Dienstmädchen mit guten Zeugnissen für alle häuslichen Arbeiten. Schillerstraste 9, H. Heute Nachmittag um 3 Uhr verschied unser Onkel, der Gutsbesitzer Sonntag, den 5, Juli, Abends 8 Uhr: Versammlung- Besprechung über Baugenossenschaften hier und anderwärts. Der Vorstand. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mit. theilung, daß unser innigstgeliebter Gatte, Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Philipp Schmidt nach schweren Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludw. Schmidt II. Wwe. Elisabeths Schmidt. Wieseck, den 1. Juli 1896. Die Beerdigung findet Freitag den 3. Juli, Nachmittags um 3 Uhr statt. 6069 Heute Nachmittag verschied sanft unser theurer Gatte und Vater Herr Clemens Schlun. Schmerzlich vermißt von den Hinterbliebenen. Gießen, den 1. Juli 1896. Die Beerdigung findet Freitag den 3. Juli, Nachmittags 5y2 Uhr, vom Sterbehause, Goethestraße 48 aus statt. 6063 Maschinist, junger, verheiratb- Mann, 27 Jahre, gelernt. Maschinenschlosser, der schon mehrere Jahre größere Dampfmaschinen bedient har, sucht, gestützt auf gute Zeugniffe, -allend- Stellung. Gefl. Offerten unter H. 50 volllagerud Sich (Oberhefsen). [W5 l Alufster's sterilisirte Kindernahrung Bon den ersten Autoritäten al, da» vollk-mmeatt« aller lünMichnt kindernährmittrl anerkannt und empfohlen. Eie enthält beste Bollmilch, Eier und Pslaa^neiweit. Sie erzeugt gesunde, Blut und feste» Fleisch. Sie fördert Muskel- und Knochenbildung- Z'T?*' Sie bleibt dauernd steril und ist frei von roher Siärle. *\ VS Sie verhütet und bkfeitigt daher Erbrechen und Tur»fall Sie macht Kuhmilch leichtverdanlich und ergänzt die in derselben fehlenden , । Mengen an Blut und Wärme bildenden Stoffen. RzäSltisy Sie wird von den Kindern gerne genommen und ist auch ohne Milch- i ’X zusatt vollständige, an Nälirwertst der Muttermilch gteichkommeude kKindernahrung, daher, wenn Milch nicht vertragen wird, oder zu Zeiten, wo dieselbe leicht in «ährung übergeht, al« bester und völliger Er« Liu^. Schutzmarke Muttermilch zu vertvenden. Prämiirt 1883 94: 3 goldene Medaillen und 4 Estren-Liplome. Berkaus m Apotheken und Troguerien per flasch« M. 1.35 Zeit ist Geld! Dieses Sprichwort gilt auch für die Hausfrauen. Deshalb sollte in keinem Haushalt die bekannte Kreb»-«ichse fehlen, da mit derselben am schnellsten ein schöner schwarzer Glanz er- ieUßt Dosen ä 10 und 20 H sowie Holzschachteln ä 5 und 10 sind zu haben: In Gießen bei: E. Dort; Ph. fctttmatm; R. Menser; «ng. 4 Äll LL.; W. M. «oll; W. Schomver; Robert ®tuM; «. & G. Wallenfels. In Großen-Linden bei: S. Wen^ X. In Langsdorf bei: Isaac «ahn. In Llch bei: H. «. »i«g- «ann; Carl «öhln. 4779 Abonnements-Conrerte. Das 4. Abonnements-Coneert findet erst, anderweittger Engagements halber, bestimmt Freitag, de« S. d. 3Rt3., fidl« !Zei günstiger Witterung im Philosophenwald ^Anfang 6 Uhr), bet ungünstiger Witterung im Saale des Cafe Leib (Anfang 7»/, Uhr). 6053 C. Krausse, Großh. MuMirector. Redactivn: Ä. Echevda. — Druck und vrrlag der Brübl'schen UniversitätS-Vuch« und Steindruckerei (Pietsch & Echeyda) in Gießen. Die heutige Kummer umsaßt 6 Seite«. Iechtverband Gießen-Mhr. Sonntag, den 5» Juli, auf der Schönen Aussicht: Großes Sommersest )UM Besten armer Waisen. Von Nachmittags 3 Uhr ab: Coneert, Tanz, Volksbelustigung und Kinderspiele mit Preisvertheiluug. Eintrittspreis: ä Person 20 Pfg., Kinder unter 14 Jahren m Begleitung der Eltern, sowie Mitglieder haben freien Zutritt. 5923 Der Vorstand. Ich habe heute die Restauration „Cong s Nierketler" übernommen und wird es als langjähriger Fachmann mein Bestreben sein? alle mich beehrenden Gäste zu ihrer vollsten Zufriedenheit zu bedienen. Gießen, den 1. Juli 1896. 6040 Hochachtungsvollst Wilh. Kaiser I. 60251 Zwei tüchtige Schreiner gegen outen Lohn auf sofort gesucht. Heinrich Schäfer, Annerod. 6085] Tüchtiger Schretaergeselle so- fort gesucht bei _________Ar. Benzler, Afferweg 16. ' 6007] Tüchtige Spengler gesucht. __Gg. Appel. f 2—3 Zimmerleute werden gesucht. Näheres Dienstag bei August Böhmer, Güterschuppen-Neubau, Bahnhof. 6082) Einen Gehülseu, selbst- ständigen ArbeUer, sofort gegen guten Lohn gesucht. C. Hohmeier, Schlosier. <-081] Ein »ehülfe und ein Lehrling gesucht. _____________Lackirer Vogel» 6080) Gewandter, junger, sauberer Hausdiener alsbald gesucht. Bahnhosrestauration. Ein kräftiger Bursche kann sofort eintreten 6034____________Hch. Schaffstaedt. Für den 1. Octoder em fleißiges Mädchen für Küche und Hausarbeit gesucht. Gute Zeugniffe erforderlich. Frau Dr. W. Stein, 6004 Ludwigstraße 37, II. Magenbeschwerden. M-tn°n d°r-m l-Id-nd^ Mi^mn>sch-n $|nbm B,^t bereit unb ber^el penf. Ä JU6^LTn6ÄbW‘fuT