Sonntag den 3. Mai 1896 Erstes Blatt M 104 Amts- unfc Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen ] Gratisbeilage: Hießener Jiamilienökätter Anrttirher Theil vorstehende Bestimmung tritt mit dem Tage der 2, Die «aiiutia btn 8dd:ebe Illvahmr Don Anzeigen zu der Nachmittag« für de» I Dtzmdm Tag erscheinenden Nummer bi« Sonn. 10 Uhr. 1848 seinem Bater Mahomed war der vierte Souveratn muthmaßlicher Nachfolger gilt boreoe Prinz Musaffer ed-din Söhne und 15 Töchter hat. Schah auf dem Throne. Er der Dynastie Kadschar. Als der am 25. März 1853 ge- Mirza, der selbst schon fünf DaS Attentat hat vermuthlich Die Sonn- und Festtage, an denen die Beschäftigung gestaltet ist, können von der Ortspolizeibehörde festgesetzt werden. Wo dies nicht geschehen ist, muh die Beschäftigung vor dem Beginn der OrtSpolizeibehörde angezeigr werden. ft< Gießener gjhutritaemftr ewtm dem Anzeiger WGütlich dreimal bfigtltgt. Bezeichnung dernachZ 1056 zugelassenen Arbeiten rumste rauch und zur U von Haut und s L i begutachtet! »der Jen Gegenden. . nnig per Stück / Geschäften. / «ANN, / .•V Der 9 IW» i et A-zeiger ct rmt täglich, »Ausnahme de« Montag«. km. ch): Deutsehev Reichstag. 87. Sitzung. Freitag, den 1. Mai 1896. In BundeSrathStische: Staatssecretär v. Bötticher. ic8 HauS setzt die Berathung deS Börsengesetzes bet $ 17 ort i«d«r Debatte über den Antrag Fuchs-Schwarze aus Verbot des 1 W|tnnnä&tflen Termtnhandels in Getreide- und Mühlenfabrtkaten. Ib). Schönlank (Soc.) verthetdigt den Trrmtnhandel, der :tndW.für Borräthe sorge, wenn Mangel drohe — zum Vorthetl b« (titalunntnten - andernfalls rechtzeitig durch Verkaufe einschretle, wenm üderrfluh in Sicht sei - zum Vortheil des Producenlen. Das ÄerdM t-8 Termtnhandels sei einfach eine Prämie des Brotwuchers. Die »Sjinner wollten mit diesem Verbot lediglich hohe Preise. Die gestrits Lnklärung des Ministers v. Berlepsch sei eine förmliche .xepUmldlan vor den Agrariern gewesen. Dem Bundesrathe dis- rrdtitnh ! Sefugnisie zu geben, sei deshalb durchaus unangebracht. Nedrli« beffprichl dann die agrarischen Neigungen in der nottonal- liber^ruta Partei. Die leichte Savallerie des Herrn v. Plötz schleife Der Betrieb an sechs Sonn- oder Festtagen im Jahrebi812Uhr Mittags. Diese Ausnahme findet auf das Weihnacht«», Neujahrs-, Oster-, Him- melfahrts-undPfingstfest keine Anwendung. Den'.lSMgung in Kraft. Berlin, den 20. April 1896. Der Stellvertreter des Reichskanzlers, von Boetticher. Alle Annoncen-Bureaux de« In- und Lu-lande« nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. vierteljähriger Avonnementsprei« - 2 Mark 20 Pfg. mtt vringerlohn. i Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. ßiedaction, Lxpediti« und Druckerei: Schnkstratze Ar.,° Fernsprecher 51. ? henmesser, Polttte Ältngen vtt. Schildpot- ilber - Rahiuen 20. fltihtet sich, ble innerhalb acht ldm, ober ben 20 ftmco dafür zum Gesetz, betreffend die CentralgenoffenschaftSkaffe mtd die Erhöhung des staatlichen GruodcapttalS von 5 auf 20 Millionen, an. Berlin, 1. Mai. Die „Berliner Correspondenz" meldet: Drr Landrath Holleufer-Löwenberg ist zum Geheimen RegierungSrath und Vortragenden Rath im Ministerium des Innern ernannt worden. Loudon, 1. Mai. Ungefähr 7 000 Bauarbeiter haben hier gestern die Arbeit niedergelegt. Sie verlangen Lohnerhöhung. Man glaubt, daß die Meister die Erhöhung bewilligen werden. Teheran, 1. Mai. Auf den Schah von Persien wurde heute ein Attentat verübt. Der Schah erhielt eine Schußwunde, der er alsbald erlegen ist. Der hinzugezogene deutsche Gesandtschaftsarzt Müller konnte nur den Tod con- statiren. — Naffr ed din Schah en schah (König der Könige) war am 18. Juli 1831 geboren und folgte im September AlaM 3001 vohaorw 8c fanden: 1 Ring, 2 Gummibälle, 1 Schlachtmesser, 1 Leder und 1 Federhalter. liefe en, den 2. Mai 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. v. Bechtold. Bedingungen, unter welchen die Arbeiten gestattet werden Bekanntmachung. Sraßh. Ministerium des Innern und der Justiz hat die AolhMiuv s, der Biehmärkte zu Alsfeld am 11. und zu Kirtorf ams 13. Mai l. I. unter folgenden Bedingungen genehmigt: tlaff den Markt dürfen nur Thiere aus unverseuchten Crüic he» GroßherzogthumS Hessen, Thiere von aber nur dann, wenn fie mindestens 7 Tage in unwmu.chten hessischen Orten in seuchenfreiem Zustand zu« qebdich haben, aufgetrieben werden. Beim Auftrieb der Thüi«! «st durch eine streng zu handhabende Coutrole der bett*ben UrsprungSschetne zu verhüten, daß andere Thiere 3nfi hn Markt gebracht werden. Älüfelb, den 27. April 1896. GroßherzoglichcS KreiSamt Alsfeld. v. Gro Im an. vekatmtmachung, biet! ilusoahmen von dem Verbote der Sonntagsarbeit betr. 3m Anschlüsse an unsere Bekanntmachung vom 1. März 18M (Gießener Anzeiger Nr. 57, 2. Blatt) bringen wir die etMSiuvre nachstehende Bekanntmachung deS Reichskanzlers zu« isfrntlichen Kenntniß. Gießen, den 1. Mat 1896. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Bekanntmachung, t einnfftnte Ergänzung der Bekanntmachung vom 5. Februar 180 Hl er Ausnahmen von dem Verbote der SonntagSarbeit im Gewerbebetriebe. Vom 20. April 1896. 9ii| Grund des § 105d der Gewerbeordnung hat der Bu.«dk«mth beschlossen: 1. In der Tabelle, welche der Bekanntmachung vom 3. Ftbraar 1895 (ReichS-Gesetzbl. S. 12), betreffend AuS- noU itn von dem Verbote der Sonntogsarbeit im Gewerbe- betarltbt, betgefügt ist, erhält die Gruppe H (Gewerbe, welche In ii|t»ifien Zeiten des Jahres zu einer außergewöhnlich ver- ftSi-fcn Thättgkeit genöthigt find) unter Ziffer 8 folgenden Gießener Anzeig er Kenerat-Unzeiger. diese Herren an ihren Rockschweifen. (Laute Heiterkeit und große Unruhe.) Auch das Verhalten deS Cenlrums sei eigenthümlich. In der Commission sei das Verbot deS Terminhandels erst angenommen, dann mit Hilfe des Crntrums verworfen worden. Und jetzt seien es Cenlrumsmitglieder, die das Verbot beantragten! Wenn einmal die Geheimgeschichte des Parlaments geschrieben werde, werde sich erst zeigen, was da hinter den Coulisscn gespielt habe. Abg. Bachem (C.): Die Agitation für und wider arbeitet viel zu sehr mit Schlagworten: Ich lasse mich daher auch durch die moderne landwirthschaftliche Agitation in dieser Frage nicht beeinflussen. Ich bin auch gar nicht sicher, ob nicht, wenn wir den Antrag Schwarze annebtnen, die Landwirthe nach ein paar Jahren kommen und sagen: Wir haben einen Fehler gemacht, wir müssen die Sache rückgängig machen. Aber thaisächlich liegt der Fall so, daß beim Terminhandel nicht der Ausgleich von Angebot und Nachfrage, sondern nur das Verdienen an schwankenden Preisen bezweckt wird; das Schwanken der Preise ist das Lebenselement des Terminhandels. Wohlthätig wirkt nur ein ganz kleiner Theil des Termin- Handels, der größte Theil will nur speculiren; wenn die Preise hoch sind, aus die Baisse und umgekehrt. ES hat sich die Ueberzcugung unter uns Bahn gebrochen, daß eS nicht wohlgeihan ist, im Interesse des kleineren, legitimen Theils deS Terminhandels, auch den größeren, illegitimen, schädlich wirkenden Theil fortwirken zu lassen. Jetzt ist der entscheidende Augenblick für das Haus, den Schritt zu thun und die Regierung, wenn sie es wünscht, zu^ entlasten. Die Verantwortung wird freilich nicht von diesem Hause allein getragen, sondern zugleich von der agrarischen Agitation. Ich leugne nicht, daß auf mich selbst diese energische Agitation zu Gunsten des Verbots einen großen Eindruck gemacht hat. Und wie ich, so denkt ein großer Theil meiner Freunde. Der andere Theil denkt nicht so entschieden über die Frage, wird aber gleichfalls für das Verbot stimmen, davon ausgehend, daß der größte Theil des Terminhandels ein Unfug sei, der abgeschafft werden müsse, gleichviel welches die Folgen seien. Unterstaatssecretär Rothe: Ich glaube, daß die Freunde deS Antrages zu sehr ausgehen von den Auswüchsen des Terminhandels; sie übersehen aber dabei, daß ja die ganze Vorlage eben bezweckt, diesen Auswüchsen entgegenzutreten. Dazu werden auch die Bestimmungen der Vorlage auSreichen. Abg. Graf Karnitz (!.): Er sei von Freese an seine Bremer Rede erinnert worden, — ja, wenn er sich in einer so ausgezeichneten Gesellschaft befinde, wie in Bremen, dann sei er gern bereit, so zu sprechen. Aber die Hamburger und Bremer Börsen stille er nicht auf eine Stufe mit der Berliner, wenn er auch zugebe, daß es auch an der hiesigen Productenbörse ehrenwerthe Leute gebe Bet dem Getreidelerminhandel überwögen zweifellos die Nachtheile die Vortheile, und da sei das Verbot das einzig Richtige. Abg. v Bennigsen (nl.): Nach der Erklärung deS Abg. Bachem ist das Schicksal des Antrages entschieden. Namens meiner Freunde habe ich aber noch zu erklären, daß auch wir uns nach langen und eingehenden Erörterungen einstimmig entschlossen Haden, für das Verbot deS börsenmäßigen Getreideterminhandels zu stimmen. Es ist ja möglich, daß nach jahrelangen Erfahrungen die Regierung dazu gelangen wird, uns wieder ben Vorschlag der Aufhebung deS Verbots zu machen; ober jebenfalls haben wir unfern Beschluß gefaßt, nicht auS Anlaß ber Agitation, sondern auf Grund selbständiger Erwägungen. Von ben Landwirthen erwarten thatsächlich auch biejenigen Kreise, welche sich nicht bis zutn Anträge Kanttz versteigen, Vortheile von der Aufhebung dieses Terminhan- dels. Meine Freunde find fest überzeugt, die Schäden dieses Ter- minhandelS sind viel größer, als die möglichen Gefahren auS der Aufhebung desselben. Ein Schlußantrag wird angenommen. Abg. Plötz bemerkt, er bedauere, nicht zum Worte gekommen zu sein, sonst wurde er Herrn Singer eine Antwort auf dessen neuliche Aeußerungen gegeben haben. Abg. Graf Arnim (Rp.): Meine Freunde werden für den Antrag stimmen, auch diejenigen von uns, die Anfangs geschwankt haben, sehen sich dazu bewogen, Angesichts des einstimmigen Votums ber LanbwirthschaftSkammern. Abg. Graf Bern stör ff- Heizen erklärt die Zustimmung ber Welfen zu dem Anträge. Der Antrag Schwarze-Fuchs wird mtt 200 gegen 39 Stimmen angenommen. (Bravo!) Gegen ben Antrag stimmten nur die Freisinnigen und die Sozialdemokraten. Der Rest M Gesetzes wirb angenommen, einschließlich ber von ber Commission neu eingefüglen Bestimmung gegen die Einwirkungen auf ben Börsenpreis durch Mittheilung in ber Presse auf Grund von Bestechung. Gleichfalls angenommen werden: die beiden von der Cornmis- fion beantragten Resolutionen, betr. den Terminhandel in Kammzug und betr. eine jährliche Emissionsstatistik. Morgen 1 Uhr: Interpellation betr. die ®onoentirung«frage und die Verhaftung Buebs, Abgabentarif für ben Nord-Ostsee- Kanal. (Schluß 57« Uhr.) einen politischen Lharacter und Unruhen erscheinen daher nicht ausgeschlossen. Teheran, 1. Mai. DaS Attentat aus den Schah erfolgte am Nachmittag. Der Mörder schoß auf den Schah in dem Augenblick, in welchem dieser die Grabmoschee des Wallfahrtsortes'Schah Abdul-Afim, sechs Meilen südlich von Teheran, betrat. Depesche» M Bereex .Herold* Berlin, 1. Mai. AuS Teheran meldet daS Bureau Reuter: ES war 2 Uhr Nachmittags, als der Mörder, ein Fanatiker, auf den Schah einen Pistolenschuß abgab, der Nass-reddin in der Herzgegend traf. Der Schah wurde zu Wagen nach dem Palast gebracht. Er starb um 4 Uhr Nach« mittags. Die Ruhe wurde in keiner Weise gestört. Der Thronfolger wird unverzüglich aus Taebris hier eintreffen. Berlin, 1. Mai. Fürst Ferdinand von Bulgarien fuhr heute Nachmittag 3*/2 Uhr beim Reichskanzler vor. Berlin, 1.Mai. (Ausführliche Meldung.) Die ganze Stadt ist festlich mit Fahnen geschmückt, besonders die Straßenzüge, welche nach der Ausstellung sühren. Dortselbst find Fahnenmasten und Obelisken aufgestellt; Über die Straßen find Guirlanden gezogen. Das Wetter ist äußerst prächttg. Der Wagenpark aller Verkehrs-Institute wurde heute bedeutend verstärkt, reicht indeß noch lange nicht aus, um alle Ausstellungsbesucher zu besördern. In den AnkunstSstraßen ist der Andrang deS Publikums ein ungeheurer, welches dort schon von den frühen Morgenstunden an die Ankunft des KaiserpaareS foifcie des Fürsten von Bulgarien und der anderen Fürstlichkeiten erwartet. Auch die Auffahrt der Equipagen mit den geladenen Ehrengästen und deren Damen, welche in großer sommerlicher Toilette erschienen, begann schon in den ersten Morgenstunden. Indessen wurde noch am Morgen die letzte Hand an die Ausstellung gelegt, die zum größten Theile fertig gestellt ist. Der Kaiser traf mit der Kaiserin auf der Jacht Alexandra an der Landungsstelle ein, wo die Majestäten von einer Militär-Capelle mtt der Nationalhymne sowie durch Böllerschüsse begrüßt wurden. DaS zahlreiche Publikum, welches die Uferstraßen besetzt hielt, brachte begeisterte Hochrufe aus. Der Kaiser begab sich zu Fuß in den Kuppelsaal deS Haupt-AuSstellungSgebäudeS, die Kaiserin erschien in hellgrüner Toillete mit ebensolchem Umhang. Die übrigen Fürstlichkeiten, darunter auch der Fürst von Bulgarien fuhren zu Wagen nach dem Ausstellungsplatze. Sämmtliche Gäste nahmen im Kuppelsaale im Halbkreise Ausstellung nnd begrüßten die Majestäten lebhaft, welche sich dankend verneigten. Dann nahm daS Kaiserpaar unter dem Baldachin Platz. Nachdem der Wagner'sche Kaisermarsch und die Hymne der Berliner Liedertafel verklungen war, ertheilte der Kaiser dem Ehrenpräsidenten, Freiherrn von Berlepsch die Erlaubuife zur Eröffnung deS FestacteS, der seinen programmgemäßen Verlauf nahm. Die Vorsitzenden hielten längere Ansprachen, Comwerzienrath Kühnemann brachte daS Kaiserhoch auS. Abgeordneter Feilsch dankte dem Protector der Ausstellung, de« Prinzen Friedrich Leopold, der zweite stellvertretende Vorsitzende, Geheime Commerzienrath Goldberger sprach dem Ehrenpräsidenten, Freiherrn von Berlepsch und der Stadt Berlin den Dank der Ausstellung auS. Freiherr v. Berlepsch bat darauf den Kaiser, die Ausstellung für eröffnet erklären z» dürfen. Hierauf erfolgte der Rundgang derMajeftäten undFürst- lichkeiten zunächst durch den Industrie- und Maschinensaal und dann durch die einzelnen Abtheiiungen. Auf dem Dampfer n vollständig ’ahrplt el Marburg, M usen’?’ld u* lUbacb und FiseDbabnzTS ;pedition d» « Der Fahrph« b ,An*r‘ * ton tmd a! ieo&Cie, ’bugen (,j 'tahlwaaren. Private. ourant über »ett Stahl, Iberfe tzavS. c> gratis und >. rar Prodi r theere, fein vergoldet, Neueste Wolff» telegraphisches Sorrespvnden»-Bureau. Berlin, 1. Mai. AuS den heutigen Verhandlungen der Commisfion deS Abgeordnetenhauses für die Handelskammer-Vorlage geht hervor, daß daS StaatSministe- rium Über die Zurückziehung der Vorlage sich noch nicht schlüssig gemacht hat. Berlin, 1. Mai. Der BundeSrath überwies in seiner heutigen Sitzung den Entwurf wegen Abänderung des Gesetzes über die Friedenspräsenzstärke deS HerreS und ben Entwurf, betreffend die Wehrpflicht in den Schutzgebieten, sowie den Entwurf Über die Abänderung der Gesetze Über die Schutztruppen für Ostafrika, Südwestafrika und Kamerun, den zuständigen Ausschüssen. Berlin, 1. Mai Die Budget-Commission des Abgeordnetenhauses nahm unverändert die Novelle 1. 8. Umislche iüBildjib ei unb SAMLc^eret »ür MntumgS- ßütke bifit Gill du Brr > v. gitzrrte di s« dultsck 1896/97 zu z--,— —, — - - • - , . « Steuerzettel stehenden Betrag für evang. Kirchensteuer mit 1, oder er theile seinen recht» oben stehendea Betrag für Gemeindesteuer mit 10; das erstere Ergebntß ist etwa» zu niedrig, da» zweite etwa» zu hoch, in der Mitte etwa liegt der richtige Betrag, fast auf Heller und Pfennig genau für ein Ziel; dieser Betrag mit 6 vervielfältigt, ergibt für den Einzelnen seine örtliche Jahreskirchensteuer. Da also für diesmal solche Berechnung die möglichst einfachste ist, so mag eS um so weniger als ein Schaden erscheinen, daß sür 1896/97 nochmals die Kosten für Trkennbarmachung der Kirchensteuer auf allen Steuerzetteln gespart worden sind. Jedenfalls aber hatte der Verfasser des Artikel» über „Kirchensteuern" aus seiner Darstellung die ungerechtfertigten Spitzen gegen den evang. Kircheovorstand weglafseu sollen. Derartiges erscheint weder wohlwollend noch fördert eS den Frieden. Und nicht tocetos tuet provinzielles. Sieben. 2. Mai 1896. de» Norddeutschen Lloyd nahm da» Kaiserpaar mit Gefolge I da« Frühstück ein. . t a, I Berlin. 1. Mai. Jo sämmtlicheu Blättern bekundet fich | durch längere Artikel FesttagSstimmuog, in die heute durch । die Eröffnung der Gewerbe-Ausstellung die gefammte Bevölkerung von Berlio versetzt ist. Such die Tausende und Abertausende von Fremden, die bereits io Berlin eingetroffev find, sehen gespannt dem heutigen Tage entgegen, um au deu Eretguiffeu der Reichshauptstadt theilzuoehmeo. Berlin. 1. Mai. Der „vorwärts* stellt sich absettS von der übrigea Preffe, die anläßlich der Gewerbe Au», stellung Festartikel bringen. Er fordert jeden klaffen, bewuhten Arbeiter auf, gerade am heutigen Tage unter seineSgle'chrn zu bleiben und den 1. Mai da zu begehen, wo auf» Neue Kraft und Begeisterung für den großen Kampf zu holen ist, den die Weltgeschichte dem klaffenbewußten Proletariat zugewieseu hat. Berlin, 1 Mai. So viel bi» ^tzt bekannt, ist die Maifeier Hierselbst ruhig verlaufen. E» fanden zahlreiche Versammlungen statt, die fast sämmtlich stark besucht waren. In sämmtlicheu Versammlungen, die vormittag» abgehalten wurden, ließen die Anarchisten und Social,sten ein Flugblatt: .Maien'Weckruf" vertheilen, welche» die Arbeiter auf. fordert, dem Ziele de» dauernden Welten-Mat, der Herr- schäft» Losigketr, zuzuftreben. Die einzelnen Gruppen-Ber- sammlungen waren schwach besucht. Berlin. 1. Mai. Die „Staatsbürgerzeitung will au» sicherster Quelle erfahren, unsere Behörden seien nunmehr davon verständigt worden, daß die französische Regierung in die Auslieferung des flüchtigen Rechtsanwalt» Dr. Fritz Friedmann willigt. Der Termin der Auslieferung stehe zwar noch nicht fest, doch könne sie jeden Tag erwartet werden. WB TisttS, 2. Mai. Zum Nachfolger de» Schahs wurde v'aliahd Mufaffer Ed bin Mirza proclamirt. Derselbe ist seit 1858 von Rußland und England al» Thron- folger anerkannt. Im Lande herrscht überall Ruhe. B,S zur Ankunft de» neuen Schah» führt der Großvezier die Regierung. ______ ml tju Lehrer nach ha yinbftrtigfeitS ter -e-Mlcherr, | r S-i-rkß.vesilt-1 •«. ta-tnrifleii tirbtitix • fcolt 1 1696 sind in bi Bir.n. Diesüber vdum Hessen 11; ! stl jd CEtfenbe f-tarch Leans! den Gemeindeangehörigen verschleiert; er hat vielmehr I jederzeit vor der Gemeinde die Steuerangelegenheiten, insbesondere auch die seit Jahren stetig steigenden Steuer, beträgr offen und klar verhandelt. Deshalb muß ich auch die weitere Bemerkung des Artikel» al» eine unberechtigte bezeichnen, daß da» Bedürfaiß nach einer solchen Erkennbar- machung sür Gießen besonder» stark gewesen wäre, weil hier die Umlagen für Zwecke der evangelischen Gemeinde in dm letzten fünf Jahren von 11,600 Mk. auf 42,100 Mk. gestiegen find. Denn jeder evangelische Steuerzahler Gießen» hat nicht etwa da» B e d ü r f n i ß , erst iw Rech- nungSjahre 1896/97 bei Ausgabe der Gemeindesteuerzettel e» zu erfahren, sondern er weiß eS seit Jahren that- I sächlich ganz genau, daß durch die in voller Oeffenrlichkeit I vollzogene Erbauung unserer JohanneSkirche und die ebenso offen durchgeführte Theilung unserer Kircheogemeivde in vier Gemeinden die Kirchensteuern in den letzten 5 Jahren ganz bedeutend in die Höhe gegangen find. In welchem Maße die» geschah, daS war auch jährlich aus den städtischen Voranschlägen, die in den hiesigen Blättern eingehend veröffentlicht wurden, ebenso auS deu kreiSamtlicheu Bekanntmachungen zu erkennen. Ich selbst habe, obwohl in dieser Hinficht die hessischen Einrichtungen jedes amtliche veröffentlichen seitens der Kirchenvorftände auSschließen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Kirchenvorstand und in der Gemeindevertretung I - auch jedem sonst, der eS zu wissen wünschte, genaue Kenutniß gegeben über die zunehmende Höhe der Kirchen- steuern und über die Art, wie der Einzelne fich den von ihm zu zahlenden Betrag berechnen könne. Besonder» habe ich schon im Jahre 1893 in der von mir verfaßten Festschrift zur Einweihung unserer JohanneSkirche eine genaue Dar« I legung der Kosten der Kirche und der dadurch veranlaßten Erhöhung der Kirchensteuern gegeben; ich habe dabei klarste Anleitung geboten, wie Jedermann fich mit seinem Staat«- steuerzettel den Zuwachs seiner evangeltchen Kirchensteuer auSrechnen könne; an einzelnen Beispielen wurde dies noch besonders erläutert. Man vergleiche Seite 27 bis 29 der Festschrift. Damals lag eine Bausumme von 370 000 Mk. zu Grunde; für deren Verzinsung waren 14800 Mk. und alSCa« pitaltilgung weitere 3700 Mk., also zusammen 18500 Mk. an l jährlichen Kirchensteuern aufzubringen. Später kam h'nzu, i insbesondere auch durch Ankaus des Platzes neben der Jo- I hanneskttche, eine Capitalschuld von 58000 Mk., deren ver- I zinsung und Tilgung eine weitere JahreSauSgabe von 2900 Mk. erfordert; so daß durch die neue Kirche und ihre Umgebung ein Wachsen der Kirchensteuern um 21 400 Mk. entstand. Die» alles war Niemanden, der e» wiffen wollte, ein Gehetmmß; jeder evangelische Steuerzahler Gießen» weiß auch, daß diese Ausgaben durch Kirchensteuern bestritten, und daß diese mit den Gemeindesteuern erhoben werden. Ebenso bekannt ist eS, daß durch die Benutzung der neuen Ktrche mit Heizung und Beleuchtung, mit Anstellung von Organist, Balgtreter, Hetzer, Läutmannschaft, Kirchendiener, desgleichen durch Theilung der Gemeinde mit Berufung eines vierten Pfarrers u. A. die Kirchensteuern steigen mußten um rund 6000 Mk. Weniger bekannt ist freiwillig bis jetzt noch, daß | durch die neue Art der Erhebung und Ablieferung der ört- l lichen Kirchensteuern fettens der Stadt unsere IahreSauS- I gaben auch beträchtlich gestiegen sind. Früher nämlich 'ließ I sich die Stadt von un» keine Hebegebühren und keine Steuer« commisiariatSgebühren bezahlen, sie trug auch selbst die AuS. fälle an Steuern. Wir haben dies stets al» eine besonder» große Freundlichkeit der Stadt gegen die Kirchengemeivde, her- I stammend au» deren inniger Verbindung in früheren Zetten, I dankbarft hingenommen. Seit zwei Jahren fordert nun aber I die Stadt 3 pCt. Hebegebühren von unS, auch die sonstigen Gebühren, und die Ausfälle fallen unS zur Last. Hierdurch find unsere Kirchensteuern auch I wieder um rund 2500 Mark gestiegen, die freilich an I den Gemeindesteuern abgehen könnten. Alles die» ist vor keinem Steuerzahler verschleiert oder verschwiegen worden; wer nur wollte, konnte fich durch eine einfache Frage oder leichte Berechnung über seine Kirchensteuer Klarheit verschaffen. Hauptsächlich ist die öffentlich und schön dastehende Johannes- I ktrche die deutlichste Kennbarmachung unserer erhöhten Kirchen- steuern, die sich Jedermann auf seinem Gemeindesteuerzettel abschätzen kann. Jedenfalls trifft den evangelischen Kirchen- I Vorstand keiner der BorwÜlfe, die au» dem Artikel „§§ Kirchensteuern" herauSgelesen werden können und herauSgelesen worden find. Die„Erklärung", die von Großh. Bürgermeisterei den die», jährigen Gemeindesteuerzetteln beigelegt wurde, ist, wenn auch ihr I Hauptinhalt schon wiederholt in den hiefigenBlättern zu lesen war, I für alle Steuerzahler eine dankenswerthe Zugabe, gegen die am wenigsten unser Kirchenvorstanb etwa» einwenden wird. möchte mir erlauben, ergänzend betzusügen, daß die Landes- taillone, ergeben. Anläßlich der devon«-^. I dieser Halb- in vollbataillone tritt die Frage « I gründ, ob nicht Abhülfe durch Errichtung von kirchensteuer, die von 1—-------- . „hoben wirb, 19,882 Mk. 86 Pfg. betragt. Auf die Auf- bringung dieser Summe bezieht fich der Betrag, den jeder evang. Steuerzahler auf seinem Steuerzettel oben link» als Zuschrift: „evang. Kirchensteuer" verzeichnet findet. Wer fich nun aus- I bildet du rechnen will, Wieviel er an örtlichen Kirchensteuern^—also zur Ausbringung der genannten 42,100 Mk. Kirchensteuern. Den Artikel In Nr. 99 dieses Blattes: „§§ Kirchensteuern" kann ich nicht unerwidert laffen, da er die tatsächlichen Verhältnisse der Trkennbarmachung der localen Kirchensteuern in der Hauptsache unrichtig oder doch in falscher Beleuchtung darstellt und dadurch den hiesigen evangelischen Kirchenvorstand in schlimme» Licht setzt. I Der Artikelschreiber erklärt, eß habe sich die Erwartung, I daß die Vertretungen bet Kirchengemelnben auch ihrerseits bereitwillig den Wunsch nach Eikennbarmachung ihrer Neben- auSschläge auf den Steuerzetteln unterstützen würden, leider nicht verwirklicht. Diese Erklärung ist in Bezug auf den evangel. Ktrchenvorstand ohne jede Berechtigung. Denn die Form, in der die Gemeindesteuerzettel bis in» Einzelnste aufgeftellt werben, geht die Kirchengemelnben und bereu Dertretungen gar nichts an; ba» ist lebtgltch Sache der Gemeinderäthe und des Großh. Ministeriums. Gesetzlich bestimmt ist nur seit 1875, daß die Lande»- und örtlichen Kirchensteuern gemeinsam mit den Gemeindesteuern zu er- I heben und bann an die Kirchenkaffen abzuliefern finb. Dabei ist bcn Stabtvorständen zugestanden, mit Begründung Ein- wand gegen die Erhebung der Kirchensteuern vorzubringen. Wenn dies aber geschieht, dann haben wiederum die Kirchenvorstände da» Recht, Recur» an da» Großh. KreiSamt zu ergreifen. Nun hatte nach Aufstellung unsere» Voranschlags für 1896/1897 der hiesige Stadtrath gegen Miterhebung unserer öttlichen Kirchensteuer von 42 100 Mk. Einspruch I erhöbet — nicht etwa wegen der Höhe der Steuern, sondern einzig unter der Voraussetzung, daß die Etkennbarmachuug der kirchlichen Umlagen auf den Gemeindesteuerzetteln von un» nicht veranlaßt werde. Man wollte also mit der bedlngungSweifen Verweigerung der Steuererhebung den Kirchenvorstand gewiffermaßen zwingen, diese Erkennbar- machung, zu der er seinerseits keinen Grund halte, die ihn an sich nichts anging, und die nirgend» gesetzlich vorgeschrieben ist, zu veranlaffen. Darauf konnten Wir nicht eingehen. Wir ergriffen RecurS an da» KreiSamt, und dieses verwarf den Einwand des Stadtrath» und erklärte die Stadt Gießen für verpflichtet, unsere örtliche Kirchensteuer ohne jene Be- dinguig miterheben zu laffen. Wir hatten in unserem Recur» ausdrücklich gesagt, daß wir gegen die Kenntlichmachung unserer Kirchensteuer auf den Steuerzetteln an fich keinen Einwand erheben könnten. Hätte der Stadtrath etwa unS mitgetheilt, daß er unsere örtliche Steuer aus den Steuerzetteln zu verzeichnen wünsche, und hätte er un» aufgesordert, diesem Wunsch zuzustimmen und dadurch seine Erfüllung zu unterstützen, so wäre der Kirchenvorstand in seinem stet» geübten freundlichen Entgegenkommen gegen den Stadtrath sicherlich hierauf eingegangen. Allein auf die statt dessen kurzer Hand uns gestellte Bedingung, unter der allein die gesetzlich vorgeschriebene Erhebung unserer Steuern vorgenommen werben I sollte, konnten wir nicht eingehen. Die» wird zweifellos | in unserer Gemeinde allseitige Billigung finden, wie denn auch das KreiSamt uns Recht gab. Wenn nun der Artikel« schreibet seiner vorbezeichneten Erklärung sogar die Bemerkung beifügt, man hätte daS Eingehen auf die Bedingung be» Stadtrath» von den Vertretungen der Kirchengemeinden erwartet, „fchon um nicht in den falschen Verdacht einer Verschleierung der für kirchliche Zwecke erhobenen Ansorderungen zu gerathen", so muß ich doch jede Berechtigung einer solchen Bemerkung, die trotz ihrer juristisch unanfechtbaren Faffung sehr geeignet ist, eine derartige Verdächtigung anzuregen, auf» Entschiedenste zurückweisen. Denn der evangelische Kirchenvorstanb hat betreffs der zu erhebenden örtlichen Kirchensteuern niemals auch nur ba« Geringste vor Lrtt Stellung N1 uni btt S IE** i*“ bei sch' i horch ben xistiätS-Proses - k.-sccaacher 2, $ 1, Schlosser (i t Zipfer 1. ' Ipril 1896 *** - i «® F ioagrefit/ Aut In ( .. Magdeburg, ; 3. a °°d' 18 diese« 601 ohne Schmerzgefühl muß ich zum Schluß, auch angesichts bei bezeichneten Artikel», dem Bewnßisein Ausdruck geben, auch anderwärts schon kundgegeben würbe, baß das verhaiwch zwischen Stadt- und Kirchenvorstanb seit einiger Z,ü mch, mehr baffelbe ist, wie eS früher Jahrzehme lang z, fettiger Freube und Förberung gewesen war. Gießen, 30. April 1896. Dr. Naumann, ■8iBTTQ - Bei« Empfange be« Kaiserpaare, am 10. N.-i b FravkfuN a. M. wirb am dortigen Hauptbahnhos eint 4^ pagnie beS hiefigen Jnsanterie'Regiment» Kaiser L-lfeH nebst Fahne unb RegimentSmufik aufgestellt. Dadurch die Mitwirkung bet Capelle beim hiefigen Jugendfetz frq[< * Postalische«. Nachbem am 1. Mai in dem teufe zum Landbeftellbezirk des Postamt» in Gießen grk-nr- Orte Steinberg eine Kaiserliche Postagentur eingenfcr worden ist, beträgt das Porto für einen gewöhnlichen zwischen Gießen und Steinberg und den vom 1. U-, , zum Landbeftellbezirk dieser Postagentur gehörigen cnn Watzenborn, Garbenteich, Haufen, Hausermühle, 2drrf-?,.. Forstgarten, Baumgarten, Schissenberger Mühle, und Dickmühle nicht mehr, wie seither, 5 Pf., sondern 10 »i„ worauf die Jntereffenten aufmerksam gemacht werbea. •• 3« chemischen UntersuchnngSamt für w Oberheffen wurden im Geschäftsjahre 1894/95 v3;t-.xx. 370 Untersuchungen auSgeführt, davon im :* ufnegt ,« Behörden 327, von Pr vaten 43. Die Untersuchs,e> n. streckten fich aus Abwäffcr, amerik. Apselschn'tte, ©tmim® Braunkohle, Butter, Cichorien, EocoSnußbutter, ieletr:: Documentenprüsung, Düngem ttel, Erdboden, Erze, Farben, gedörrte Früchte, GebrauchSgegenftände, Öerbeatma lien, Gewürze, Harn, Honig, Kaffee, Kochsalz, Leickevideu Medizinische Objecte, Mehl unb Meblsabnkate, Milch, M4 Stallproben, Papier, BekleibungSftoffe, Tapeten, Peir^, Rei», Rinberfett, Rofinen, Schweineschmalz, Soda, Epfem Thee, Thonröhren, Waffer, Wein, Wurstwaareo, .-..fr Zuckerwaaren. von diesen Gegenständen gingen ein m den Kreisen Alsfeld 87, Büdingen 50, Friedberg 71, ®iejtn l'I Lauterbach 6, Schotten 25. Zu Beanstandungen tue 46 Objecte Anlaß unb zwar Butter 1 Mel wegen zu kohem^r fettgehalt, Farben 1 Mal wegen Schwerspat, Milch 4 » weil entrahmt und gewäffert, 2 Mal weil entrahmt, 6 tti weil gewäffert, Pfeffer 1 Mal wegen zu hoher ich I Schweineschmalz 5 Mal wegen Cottonölgehalt, Wasser 23 fc | weil zum menschlichen Genuffe ungeeignet, Zimmi 3 fr weil zu viel Asche unb Saab enthaltend. Die 6mrate auS ben ausgeführten Untersuchungen ergaben 1638 » 50 Pfg., gegen 813 Mk. 25 Pfg. im Vorjahre. Za da Einnahmen finb noch hinzuzurechnen btejentgen Beträgt m Gelbstrafen, welche burch gerichtliche Entscheidungen aus »rw der vom Untersuchungsamte ausgesprochenen ®eanfiaDiMga verhängt wurden. Seit Gründung des Ui tttsuchungs-L-w im Jahre 1891/92 wurden 1223 Untersuchungen vorgtwwm und dafür 5008 Mk. vereinnahmt. DaS letzte 3a)r rd gegen daS vorhergehende einen erheblichen Zuwachs uUt- sonders wurde daS UnterfuchungSamt feiten» der veM in Anspruch genommen; e» wirb bedauert, daß baiU'^t u Privaten (Landwirthen, Gewerbetreibenden u. s. tv.) etagc benutzt Wirb. Der Grunb hierfür dürfte darin zu i* sein, baß die UntersuchungSgebühreu gegenüber den ander, Laboratorien, z. B. der Großherzogl. chemischen PrüsuHi unb Auskunftsstation für ble Gewerbe in Darmstadt, » hohe finb; es wirb empfohlen, die Gebühren auf tu gltw HShe, wie bie in ben Tarifen benachbarter Ladoratorin • gegebenen, herabzufetzen. Theater Bereln. Die am nächsten Moniaß finbenbe Aufführung beS Kölner Stabttheaters>i * fünfte Aufführung irn Abonnement. Rach be« plane würbe eS eigentlich bie letzte fein, jeboch gtfttf« lÄ finanzielle Lage, sowie anbere günstige Umstände « Jahre eine sechste Vorstellung, die am Moett« 11. Mai folgen wirb, zazufügen. »* Zudiläum. Am 1. Mai d. I. waren a» seitdem der Oberarbeiter Wilh. Seng in der Firma Eduard Silbereifen hier eingeueten Ul,i) . I ununterbrochen thätig war. Von der Firma an beschenkt, feiert der Jubilar im Kreise seiner tfatmltt ist. .., • ^KtSeüQbttah in "4»" ~ der kühlen Witterung zu Grunde geht. 1 •• Militärische«. Die „N. H. volk»bl." «^cltcnj „Für Zusammensetzung der deutschen bildet die Zahl von zwei Divisionen die Norm. ........ weichen al» „übercomplett" da» Garde-, elfte, ver genannten »^ivu uid. - Im Jahre lich sächsische) Corp» und die Bayern ab. Diest- » jahien ha., ber,,ner°ieifä..ige fdnen au^bem | ->°',°7^.7.b^''^n'7ii?b°e'sdebenl,ei. L Stgierunglb Provinz Ham Prooivz Pf Ce-sm 3; tzrof i Hrrzoßtbuw 5*n ° , „al gegen ben Srundfatz verstvht, doh de. ihm unterstellten Truppentheile schon gelegentlich ö - r .n kl« »«wmnnBllCDtl* w - sar Familie l, wegen Ti 1 rchra der Hol ® 30JJ, dagegen t 25112« 30.« jt! 6ctblaban8 mit demLe tilu e uab dl- ® al|.r tat diesen Itekf.u und Ober e,lc4.8»bt8. tarn unicijicuitu >——■—• v. Übungen genau kennen lernen soll, ble comman . ,0^i . "' 6 rale finb mit Dienstgeschästen, in Sonberheil reisen, überlastet, anberer Uebelstänbe zu gesch\ i m J -«er «e-fchärfu-g be. angebeuteten Un.ulömmU» dur-h dal Hin,utreten neuer Formationen, d.r -i, 1 Jn g Ni iNirej sich "na ; 11 te hwedarß abgeh! in j^.ieiche Seihellii K l kett taug dieser [ ftttit gliit der durch gi rlmif nach dem i. | »eik enden exmtnar : sm Plane svrtschi Vermif "Sillepj, 30. April. Heute Nachmittag wurden zwei einem Möbelwagen SchWm ll, Provinz Posen 1; Königreich Bayern 1, König- eich^tzachsen 3; Grohherzogthum Baden 2; Thüringische otoniiiita 4; Herzogtum Anhalt 2; Ausland: Frankreich 1. )tcr»n rwaren: Arbeiter 24, Analytiker 1, Bäcker 3, Barbmkr 11, Fleischer I, Gärtner 1, Kaufleute 3, Kürschner und i8:ppgnmad)er 2, Maurer 2, Oeconom 1, Portefeuille- arbeiM 1K, Schlosser (Bauschlosser) 1, Schneider 2, Schuh1 Mal toegen ja ;!Z gen ColtonölgihLlt.V^ =öDfie ungeeignet, sand enthaltend. tlih nteiiudiuugtn tegahc.! k. 25 Psg. im Latjch ujuredinen diejenigen k »Wiche Entscheidanzir^ le ausgesprochenen Bur. iriindung deö Urtusch 1223 Untersuchungen m innahmt. Das letzte) inen erheblichen ZuwaL suchungSamt seitens V \ wird bibauttt, d. ttDitbttxtibtiM u. i rat qg P ^ck-Worbis. Die oberen deutschen Schulbehörden anti die Magistrate der deutschen Städte sind in besonderen Gcifrtibn vom deutschen Verein ersucht worden, Vertreter ■’ad* Riel zu entsenden, sowie auch sonst den Besuch des (>ctr:|Kfi durch Beauftragte der Nachgeordneten Schulbehörden an tu lai» Lehrer nach Thunlichkeit fördern zu wollen. Da bcr i iong:re§ sich unmittelbar an den deutschen Lehrertag, er - bi Hamburg abgehallen wird, anschließt, läßt sich diesmal einen Mi eiche Betheiligung aus Lehrerkreisen erwarten. Bet 3cr i Bete, lang dieser zeitgemäßen Bestrebungen und bet der tßkQligfert der durch die Entwickelung vollauf begründeten ^OTfkruay nach dem Dorbtlde der Reformschulen bei frei ich ) itlbnnben Seminaren und Volksschulen nach bestimm - - ul:PIi,ne fortschreitende Mustereinrichtungen fti :üin ^andfertigkeits Unterricht zu schaffen, läßt sich auch aui I len behördlichen, städtischen und weiteren Kreisen ein rege'» Longreß - Besuch erwarten. VebaccommandoS (darunter ein bayrisches) zu schaffe» sei. Ackrmvden Falle» würde auch Darmstadt als Sitz einer Iterir vommaudobehörden in Frage kommen. Den Stamm plt l*ie 25. (Großh. Hessische) Division zu bilden. Durch A8bauo:aubtrung von anderen Formationen würde die Com- pleMwg zu erreichen feto* Alle» die» müßte sich selbstredend intnSi. een der Militärconvention vollziehen. Den erwachsenden Rldjüuegaben würden erhebliche, besonder» bet dem Personal- ttaiiln ju entlastenden Generalcommandos etutretendeTrsparntffe geMiibcr-ehe».—Fall» die Vorlage wegen Umwandlung der vte»m-Dataillooe angenommen wird, würde auch da» hier tu Bi f. ehende 4.Bataillou au» demVerbande de» 116.Regtment» eaiHtti en und mit den vierten Bataillonen der übrigen hessischen Kesterter zu einem au» zwei Bataillonen bestehenden Regimen- »' asammengesetzt werden, welche» die Nummer 168 er- YäV- Da» neue hessische Regiment wird wahrscheinlich DßMkstadt als Garnison erhalten. Zum 18. deutsche» Congrefse ladet gegenwärtig der deutsche Setten!ß r Knaben Handarbeit für die Tage vom 29. bi» 31. Mai, alfu jrm Schluß der Pfingftwoche nach Kiel eip. Die früchnm Eongreffe, die mit 1881 ihren Anfang nahmen, ;a®bin stau in Berlin, Leipzig, Dre»den, Osnabrück, Görlitz, StHrtgGit, Magdeburg, München, Hamburg, Straßburg i. E., a. M. und -Danzig. Da» Programm für Kiel, »o Mfi in diesem Sommer eine schleSwtg-holsteinische Ge- ecitlbt Ausstellung stattfindet, ist ebenso reichhaltig wie von »ckG|tt)iabcm Jntereffe. Neben der inneren, den Normal- LehinzSng ln und der Methode gewidmeten Arbeit, werden an Vornägtn u. A. gehalten werden am 30. Mai: „die Neubeelübung deS schleSw tg - holsteinischen Hand- HeriiH durch den Handfertigkeits-Unterricht" » ik wtlnik'ersttätS.Profeffor Dr. Matthäi-Kiel und am 31. Mai: * Li It Verbindung des HandfertigkeitS-Unter- nctzlkS mit dem Lehrer-Seminar und derVolkS- i) füllt rund d t e Schaffung von Musteretnrich- l »»«**»■ . . t AÜlhlkr jv ? i niilm nuf dem Güterbahnhose von nalbtnfall ans ibeifityin und getödtet. •0. Neu - Ulrichstein , 1. Mai. Monatsbericht »er: 8r8>eiter - Colonie pro April 1896. Ende Apr:Il 18916 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 46 SHairiL Dieselben verthellen sich auf das ©rofj» Hlhum Hessen 11/ Königreich Preußen: Regierungsbezirk Dotf*Qnb i Mhn J‘lt Sn ptSftgSfi Postamts in (bp < ÄS*' ‘-"ft KhachnnüL ^chtssenberger M seither, 5 ’^rtjatn gemalt t halten. _ .ms " Kesten - Ehescheidungen. Beim Effener Landgerichte - verschiedenen t m: Inzer Zeit über nicht weniger als 85 Ehescheidungen xr Maikas^ -ertiairaltlt worden. Die Ursache dieser beklagenSwerthen Maßregeln g(Stn Lkrlijiicmg ist nicht allein darin zu suchen, daß viele Ehen falls es nW vo v n deka-ichtsinoigsten Weise geschloffen werden, sondern auch 'ürnnde S^ht- , n bllw Leidigen Kostgängerwesen, welchem das Glück so 'i, fl?, H. Lslttbl-pTvarciih-, Familie zum Opfer fällt. ^"l.tzung dkl "toS Sachsen. 30. Apr l. Bei dem Brande eines i Packs.'igupeo» in der sächsischen Glasfabrik in Radeberg i®*.... Aaldt', itrtci zwei Arbeiter in den Flammen umgekommen, le" "ii, Staatsauwalt, der Humor versteht. Aus Mainz, inb tnlat: 3® rk !WCn wird der ^Frkf. Ztg." geschrieben: Gegenüber t jtll v dem ?c:tHirlef einer norddeutschen Staatsanwaltschaft, welche h,i ' l, üraSd»iÄ„ wie Meck" statt Semmel und „Bube" statt 1116 " raD*n^(Iiojli4Jungt;«px:Kennzeichnung eines Mainzers für ausreichend rdt b"0 hatte die »Frkf.Ztg." (auch der ^Gteß. Anz."), gestützt S obge"^" ans i!iit»Mainzer Neuesten Nachrichten", die wirklichen „de- das , onto inm Mainzer Kennzeichen" resp. Schlagwörter diatz ötr^l\ anV tAstiruSdrücke mitgetheilt. Bon dem Verfasser des orntheile s"°u! > tSteckSnis«, einem LavdgerichtSrath in Leipzig, ist nun dem > Itrnt” ®icirr;;n Platte folgendes liebenswürdige Schreiben zuge- Gälten/|D io «V IsmtrIW: .,34 bin der Einsender der betreffenden Bekannt- Ihre humorvolle Belehrung hat mir nun großes -/dtzrgMmi bereitet und ich werde nicht ermangeln, erforber» 0tD#utr 3° i It^cnx 81IK8 öon 3hrem freundlichen Recept Gebrauch zu 'läßlitd W itaL iP°ffentI’4 captrt auch da» gesuchte Individuum il|i V* Mtau 1894/95 Wji davon im • ,ea 4_3' Unteti;- Ittn< EocoSnußbllti«, Will, (frbbobtn, ■ t”QUd)8gtgenftiDb(|Jt S- «asset, ftoMdlita unb Mehlsablikot' idungkstnsfe, Tapete Schweineschmalj, Stl: i :t' ®l'D/ ffintfnua 6 ^^nständtn jitjaj .uurii für diesen Unterricht" von dem Geheimen Wtt50,Flikdbttg?s^ Vke,z,inu ^S- und Oberschulrath Rümelto-Deffau unb Schul- 2d- Zu BeanfiA^ Butter 1 Meltvtgtnp::. wegen Sdjtoeiipai, $.•_ 2 Mal lveil tun«:? Die am vächstea V Kölner Siadlt^ t« Abonnement. ble lebte sein, jtboi t1 1 , »gvstiae ÜaiM ^achi'.:i L, Töpfer 1. Gearbeitet wurde an 1462 Tagen. aR n am Im r'fionait April 1896 wurden entlassen 38 Mann, und I”e ' »tonrti n Arbeit durch die Colonie 5, in Arbeit durch eigenes Mai d. I-Bem -ljM 2, zur Familie zurück 1, auf eigenen Wunsch 27, ' tL gen\ in to' uttaWtn 1, wegen Trunk 1, wegen ContractbruchS 1. c.- einaetretei' - ?e:ti best ehen der Colonie sind ausgenommen worden im eisen >^5 »an^jsi 3042, dagegen abgegangen im Ganzen 2996 Mann, Dar. , ^leipttgr -le^.bn bestand am 30. April 1896: 46 Mann. b hierfür dürste ta gSgebühren gegenül' Großherzogl. chew'^ kaff Ä?, Regierungsbezirk Wiesbaden 5 , Provinz Rhein- r die Gewerbe iti® andiis 5, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 2, Provinz sohlen,die Gebühren- uifen benachbarter M seinerzeit «ein sächsische» Mainzerisch. Sollte sich diese Hoffnung nicht erfüllen, fo wird nichts Anderes übrig bleibe», al» eine» quaLficlrten ,Mähnzer" als Dolmetscher zu berufen und ich habe da schon im Voraus wein Absehen auf den Herrn Bersaffer Ihres Artikels gerichtet." ES folgt dann noch die Mtttheilung, daß der im Steckbrief gemeinte Unbekannte ermittelt sei und aus der Nähe von Darmstadt stamme. * Undenkbar. „'S ist alles schon dagewesen, aber daß bei einem Streit mit meiner Alten 'mal ich statt sie da» letzte Wort gehabt hätte, das ist noch nicht dagewesen." Bei der Redactio« eingegangeue Bücher re.: — vefchretduag der Xordseedäder WeAerlavd «nd Wenningstedt anf Sylt. Hirau»gegeden von der Dtrectton bet Norbstebäoer zu Westerland auf Sylt. Diese reich mit BUdern und Karten versehenen Büchetchen klären den einer Seedadecur Bedüriltgev über alle einschlägigen Fragm In Bezug auf Heilerfolge, Preise, Fahrgelegenheiten, Bäder, Vergnügungen ufw. auf und sind gratis und franco zu bezieh-n durch die Directton. Citeratar und Aunst. — Professor Dr. Adolf Lasso» unterzieht in Nummer 16 des Magazin» für Literatur im Anschluß an den soeben erschienenen Brtefwechirt das literarische und theologische Werk David Friedrich Straußs einer tiefgründigen Ztritik Die reichhaltige Wummer enthüll ferner eine schneidige Kritik deS neuen bürgerlichen Gesetzbuches von „JuntuS" und einen interessanten Artikel Maurice Maeterlincks in feinsinniger U bersetzung von Hedwig Hetlbor». Der Münchener Kunstkritiker Georg Fuchs berichtet über die Münchmer Secession, die eben ihre Frühjahrsausstellung eröffnet hat. Weshalb die Secession auf der diesjährige» Frühjahrsausstellung nicht in Berlin erscheinen wird, darüber hat Georg Fuchs bereits in einer früheren Nummer deS Magazins intsresiante Ausschlüsse gegeben. — Der Straßenkampf in Le Bourget am 30. October 1870 ist die blutigste Episode geroepn, die sich vor Parts während der Belagerung abgespielt hat. Gerade hier, wo die Entscheidung mit höchster Zähigkeit und der Angriff mit glänzender Tapferk'tt geführt wurden, erreichte die gegenseitige Erbitterung den Höhepunkt. Et» vorzügliches Bild dieses StraßenkampseS giebt E. Matischaß in dem 5. LteferungShest der neuen Subscrtptio» deS schnell zur Berühmtheit gelangten Werkes: „Kriegs. Grinnernngen. Wie wir unser «isern «renz erwarben. Nach persönlichen Berichten bearbeitet von Friedrich Freiherr von Dincklage-Eampe, Generallieutenant z. D. Seibfterlebnisse. Jlluftrirt von ersten deutfchm Künstlern. Berlin, Leipzig. Deutsches VerlagShaus Bong & Co." Ueberhaupt liefert da» ausgezeichnet tllustrtrte Heft ein fesselndes Spiegelbild von den Kämpfen und Siegen jener großen Zeit. Im höchsten Grade packend ist die Schilderung, wie an der Loire 30 Mann der bayerischen 2. Jäger, unter ihnen der Corpora! Georg Buch- wieser und der Jäger Ztegelmeier, sechs französische Geschütze nahmen und Mann gegen Mann 40 Franzosen niederwarfen und gefangen nahmen. Der deutsche Kronprinz heftete dem Corporal Buchwieser eigenhändig das Eiserne Kreuz erster Klasse an die Brust. Auch erhielt der Wackere die goldene Tavferkettsmedaille. Dem Jäger Ziegelmayer wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse und das bayerische Mtlitä' verdienstkreuz verliehen. Aehnltche Züge leuchtender Tapferkeit bringt die 5. Lieferung deS trefflichen, von ächt patriotischem Geiste durchstromten Werkes, dessen Herausgeber bcr Kaiser seine höchste Anerkennung ausgebrückt hat, in Menge. Daß die Bildnisse der Tapferen beigesügl sind und ein ächt volksthümlicher Ton in der Darstellung betbehaiten ist, gereicht dem Werk, daL übrigens äußerst billig ist, denn jede Lieferung kostet nur 50Pfg., zur höchsten Zierde. ______________ — Die Japaner sind practische Leute, denn sie bilden, wie die bekannte Famtlienzeitschrist „Da» Buch für Hüt* mittheilt, schon feit länger als hundert Jahren Gesellschaften reiselustiger Leute, in denen jedes Mitglied ein Jahr lang einen gewissen monatlichen Beitrag zahlt. Nehmen wir an, es sind 200 Mitglieder in der Gesellschaft, von denen jed-S 5 Dollars monatlich einzahlt. Es ergibt dies für das Jahr einen Beitrag von 60 Dollars unb für 200 Mitglieder die Summe von 12,000 Dollar», gleich 48,000 Mark. Von dieser eingezahlten Summe bestimmt man vielleicht 18,000 Mark zu einer Reise nach Europa, 10,000 Mark zu einer Reise nach San Francisco und Nordamerika, zwei Preise zu je 5000 Mark zu einer Reise nach China und nach C.ylon, und nimmt bann noch von den übrig bleibenden 10,000 Mark Gelder für Bestreitung kleiner Reisen innerhalb der japanischen Inseln oder bi» hinüber an die chinesische Küste. Diese Reisegelder werden verloost, und wer eine gewinnende Nummer zieht, macht dann auf Kosten der Gesellschaftsrasse eine Reise »ach Europa, Amerika rc. ober — er bleibt zu Hause, wenn er nur eine Niete gezogen hat. — Eine Liga ,«r Herbeiführvug de» U-t«hrfchlufse» in fümmtttcheu kaufmännischen Betrieben ist am 21. April in» Leben getreten unb wendet sich mit nachfolgendem Aufruf an die Oeffentlichkeit: „Die Kenntniß von'der überlangen Arbeitszeit der Handlungsgehilfen und -Gehtlfinnen hat sich zu einem GeseheS- vorschlage verdichtet. Die „ReichScommtssion für Arbeiterstatistik" schlägt zur Abstellung der bestehenden Mißstände den allgemeinm Schluß sämmtlicher Ladmgeschäfte um 8 Uhr Abends vor. Wenn verhütet werden soll, daß ein wesentlicher Thetl unserer Bevölkerung auch fernerhin der geistigen und körperlichen Verkümmerung anheim fällt, ist für die Durchführung dieser Maßregel eine energische und allgemeine Propaganda erforderlich. Die Einwände, welche von Setten der Industriellen und Großkaufleute dagegen erhoben werde», find nicht geeignet, die Nothwendigkett derselben zu widerlegen. Die Ladenzeit ist im weitesten Sinne des Wortes gleichbedeutend mit Arbeitszeit, da die Aufmerksamkeit des Angestellten, gleichviel ob er selbst beteiligt ist ober nicht, auf? intensivste btm allgemeinen Geschäftsgang gewidmet fein muß. Im Interesse der Gesundheit unb des Familienlebens der Gewerbetretbendm unb Handelsangestellten liegt e», dieser Opposition von vornherein so zu begegnen, daß sie den Vorschlägen der Reichscommission für Arbeiterstatisttk nicht schädlich werden kann. Die Liga zur Herbeiführung deS Achtuhr- schlusseS in fämmtlichen kaufmännischen Betrieben hat die Leitung der Bewegung in die Hand genommen und fordert fämrntliche Personen, welche den Gesetzentwurf unterstützen, auf, ihr in unten« bezeichneter Weise beizutreten. Der Lorstand: Berth. Heywann, Vorsitzender, Niederwallstraße 13, 3. St., Berlin. Georg Botz, Schriftführer, Kleine MarcuSftratze 30, 3. St., Berlin M. Zastrow, Kassirer, Große Hamburgerstraße 4, 3. St., Berlin' Statut. S 1 Zweck der Liga ist, für sämmtliche kaufmännischen Betriebe den gesetzlichen Achtuhrschluß herbeizuführen. § 2. Mitglied der Liga kann außer allen Angestellten des Handelsgewerbes jede männliche und weibliche Person werden, die für den Achtuhrschluß eintritt. $ 3 Der Mindestbeitrag beträgt monatlich 10 Pfennige. Da die Bestrebungen der Liga nur einem Punkte gewidmet sind, der binnen Kurzem der Beurtheilung durch die Gesetzgebung unterliegen wird, so vereinigt sie in sich alle Anhänger des Achtuhr- schlusies, gleichviel, welcher Partei sie sonst angeboren. Da die Liga ebenso, wie dies von anderer Seite bereits geschieht, ihre Mittheilungen über den Stand der Achtuhrschlußbewegung in regelmäßigm Zwischenräumen zu verschicken beabsichtigt, so wird die Oeffentlichkeit über diese Frage in objectioster Sßd'e aburtheilen können. Brodpreise vom 3. Mai bi» 17. Mai 1896. Der hiesige« Bäeker. 1 Kg. (2 Psd.) Taselbrod......fti Psg. 2 Kg. (4 Psd.) Tafelbrod......52 - 1 Kg. (2 Psd.) Weißbrot,......24 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot»......48 , 1 Kg. (2 Psd.) Schwarzbrot»......22 r Roggen-Schwarzbrot» bei Ernst Muth u. W. Amend 21 , 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrsd......44 , Roggen Schwarzbrot» bei Emst Muth u. W. Amend . 42 r 8 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......66 r Der auswärtige» Bäcker. 1 Kg. (2 Vfd.) Weißbrot» bei Äug. Deibel v. Wiefeck 24 Pfg. 2 Kg. (4 P,d.) Weißbrot» bei Gg.Ant.Heufer o. Gr.-Linden 40 „ L Schmidt von Gr.-Linden 42 , Äug. Deibel von Wiefeck 43 , W. Weitzel von Lang-GönS 44 , 2 Kg. (4 Psd.) Schwarzbrot» beiJoh.Kt>. Velte v. »irch-GönS 38 „ Gg. Ant. Heuser v.Gr.-Lindm 38 „ W. Weitzel von Lang-GÖn» 40 „ W.Steinmüller v. Lang-GönS 40 „ LouiS Schmidt v.Gr.-Linden 40 , G. Jacoby v. Alten-Buseck 42 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei Aug. Deibel von Wiefeck 66 „ Der Brodverküufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 2. Mai 1896. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen, v. Bechtold. -----—, _Jg Attszug an» den Standesamt-reglfte*« der Stadt Gieße». Snfgebat*. April: 10. Georg Ludwig Räuber, Stationsdtätar dahier, mit Aurelie Luise Eva Friedrich zu Friedberg. 25. Karl Hermaaa Weidig, Locomotivheizer dahier, mit Theodore Christiane Haubach Hierselbst. 27. Ludwig Christian Gustav Otto Schaaf, Kaufmann dahier, mit Frieda Leontine van HreS zu Köln. 28. August Hermon» Schmidt, Hoboist dahier, mit Margarethe Raroline Marie Clara Schleuning hierfelbst. 28. Georg Gemmecker, Schristfetzer dahier, mit Elisabeth WUHelmine Johanna Philippine Rosenbaum dahier. 28. August Simon Kalbfleisch, Kutscher dahier, mit Elisabeth Pflanz Hierselbst. 29. Ludwig Johann Adam Christ, Kutscher dahier, mit Magdalene Rößler Hierselbst. GsirfchiirsiuuOO»» April: 25. Heinrich Männche, Schreiner dahier, mit Marie Jammer Hierselbst. 25. Hermann Haubach, Landwirth dahier, mit Maria Johanna Klotz Hierselbst. Mai: 1. Ludolph Hermann Arthur von Alvensleben, Oberstlieutenant zu Mannheim, mit Georgine Auguste Marie Luise Antoinette Freiin von Ricou Hierselbst. Sebottai* April: 20. Dem Schneidermeister Wilhelm Heß eine Tochter. 23. Dem Feldwedel Ehrhard Schmidt eine Tochter. 24. Dem Sergeant Karl Fischer ein Sohn. 29. Dem Apotheker Georg Roth eine Tochter. 30. Dem Kutscher JustuS Benner eine Tochter. SiflortaBt. April: 24. Heinrich Schief er stein, 7 Monate alt, Sohn von Taglohner Jobannes Schieserstein dahier. 25. Ludwig Schmidt, 46 Jahre alt, Bahnarbeiter dahier. 26. Marie Katharine Haegele, 16 Jahre alt, Tochter von Diener Karl Haegele dahier. 26. Therese Karoline Häuser, 1 Jahr alt. Tochter von Handelsmann Wilhelm Häuser dahier. 27. Elisabeth Will, 1 Jahr alt, Tochter von Taglohner Konrad Will dahier. 28. Antonie Katharine Adam, 9 Monate alt, Tochter von Metalldreher Johann Adam dahier. 29. Wilhelm Walter, 21 Vi Jahr alt, Wagner von Leun. 29. Karl Lenz, 11 Monat alt, Sohn von PostauS- hilfsboten Georg Heinrich Lenz dahier. 30. Auguste Pauline Stuhl, 17 Jahre alt, Tochter von Kaufmann Robert Stuhl dahier. 30. Heinrich Kersten, 1'/, Jahr alt, Sohn von Seller August Kersten dahier. Att»zr»g aus den Airchenbüchern ver eiavi Vietze». S»»«gelifche Gemeinte. •etratrte. MarkuSgemeinde. Dm 25. April. Hermann Haubach, Landwirt- zu Gießm, unb Marie Johanna Klotz, Tochter deS Gemüsehändlers Heinrich Klotz zu Gießm. JohonneSgemeinde. Dm 25. April. Heinrich Männche, Schreiner zu Gießen, und Marie Jammer, Tochter des verstorbenen SteinhauerS Johanne» Jammer zu Londorf. •etaafte. MarkuSgemeinde. Den 26. April. Dem Lademeister Heinrich Christ^eine Tochter, Mathilde Luise Sophie, geborm den 9. Februar. Denselbm. Dem Taglohner Johann Konrad Will eine Tochter, Helme, geboren dm 5. März. Lukasgemeind c. Dm 26. April. Dein UniversttätSprosessor Dr. Arthur.Benno Schmidt ein Sohn, Gerhard Arthur, geboren dm 9. März. JohonneSgemeinde. Dm 26. Aprll. Dem Postassistent Phllipp Bausch eine Tochter, Emilie, geboren den 7. April. Denselbm. Dem kaufmännischen Hüttenbeamten Max Baumann eine Tochter, Helene Gertrud, geboren dm 29. Februar. Dm 29. April. Dem Lehrer Karl Schmidt eine Tochter, Ethelyn Emilie Hmriette Marie, geboren dm 19. März. Beerdigt*. Johonnesgemeinde. Den 27. April. Ludwig Schmidt, Bahnarbeiter, verheirothet, alt 45 Jahre, starb den 25. April. Den 28. April. Marie Hägele, Tochter des Jnstitutsdimer» Carl Hägele, alt 15 Jahre, starb den 26. Aprll. Verkehr, Canb* «nd Volkswirthschast, Gießer», 2. Mai. Marktbericht. Auf dem heuttgm Wochmmorkt kostete: Butter pr. Pfd. A 0,80—0,85, Hühnereier pr. St. 0 4, 2 St. 9-11 Enteneier 6 2 St. 0 H, Gänse» eier pr. St. 14-00 Käse pr. 6t. 5—11 Käsematte pr. 6t. 3 4« Erbsm pr. ßiter 17 Linsen pr. Liter 30 Toubm pr. Paar A 0,80 biS 1,00, Hühner pr. Stück 1,30 bis 1,50, Hohvm pr. Stück A 1,40—1,80, Enten pr. Stück A 1,80—2,00, Gänse pr. Pfund A 0,00-0,00, Ochsenfleifch pr. Pfd. 70-74 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66-68 Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bis 66 4, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 64—56 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,60 bi» 5,00 A, Weißkraut pr. Stück 0—00 4, Zwiebeln pr. Centner A 5,00—0,00, Milch pr. Liter 16 H. Knnqt-AncEfttAllnnn v«md, AUUorAU&OlülllUly, geöffnet täglich, mit Au», nähme deS SamStagS, von 11 bis 1 Ubr, am Mittwoch auch noch von 3 bis b Uhr. «erntte»» währe»» de» tu**** vurnrierdrsche« »en 11 di» 3 »tzr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werkt*gm 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg 9lrJ*Ü £tr 4321 2li 1 Entree 30 $fg. Anfang 5 Uhr Amt Restaurant Westendhalle gesucht. 4304 Andr. Euler, Stadt Marburg gründlich erlernen. 3105 832 fort (Main). 4334 Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen Karl Kliebe Vogt’sche Putzpomade 4315] Ein separates Zimmer zu vermiet fren. A. Hotz, Lckützenstrahe 11. Schul uni weist roth Fennischle Anzeigen. aller fortgesetzten Concurrenz Manöver — I ««in. * Ai, 4313 Abend. 2550 Viedactioo: L. Sckeyd«. MAGGI5 ! Einige kräftige Arbeiter Londorf, den 2. Mai 1896. Die Beerdigung findet Montag, den 4. Mai, Nachmittags 2 Uhr statt. ADALBERT V0GT&C9. Heute Sonntag: Tangnusili Zur ne ^dvohl oft V0 tt]ä|ri|co Dimstzril r 173 neuen Halbb 1 fltninung bn D ttn »aröt, so lieg t ’Worwrlage fü Tuchhandlnng Wallthomtranie 17. | e6B 6t Exportbier aus der Brauerei Friedel L Asprion, per -l»z Münchener Bürgerbräu, per Glas 15 Pfg. Aei günstiger Witterung im Katten. Suppenwürze ist frisch eingetroffen be' S ®. ßltinbtnn Bahnhofstraße. Die Original* Flfischchrn von 65 Psg. werden zu 45 Pfg. und diejenigen L Mk. 1.10 zu 70 Pig. mit Magai's Suppenwürze nachgesüllt-________297 auSgeführt von der giptlt dks 2. »nffh. fitff. MHegim-k fit. 116, fidln Picht, unter persönlicher Leitung des Großh. Mustkdirectors Herrn L. 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