ttei 6 U» H »« ta ge Preise». iben= und Äii adischer 2W Erinnerung. »86. n d u Bf »ghack bezogen, her Seite ei- iblen, item Preise. Rothweifr einet »sehen 5 auch zu Cognac —— nweine leimer Rot*1**' jr Weisswal und jlweine. Ht». 80 Der tUjtMet Jhtjdger erscheint täglich, »tt Ausnahme deS Montags. Die Gießener ^««»ttenörLtler werden dem Anzeiger »Schmtlich dreimal deigelegt. Erstes Blatt. Freitag de» 3. April________________________ Gießener Anzeig er Kenerak-Wnzeiger. 1896 vierteljähriger , Aös«»e«e»tspreiA t 2 Mark 20 Psg. eit vringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 W Aedaction, Expeditii» und Druckerei: Achnkftrstze Mr.A. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. r7u" ! HrcüisKeitage: Gießener Aamitienölätter. > --- ■ i ■ - M Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 11 1 ■" 2lmtlid?er Lbeil. Bekanntmachung. Mittwoch den 15. April d. Js.» Bormittags 10 Uhr, frbet im Regierungsgedäude dahier eine öffentliche Sitzung drS Proviuzialtages der Provinz Oberheffen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Prüfung der Ergänzungswahlen für den Proviozialtag. 2. Wahl eines bürgerlichen Mitglieds und eines Stell« Vertreters der verstärkten Ober-Ersatz-Cornrniffion für die Jahre 1896/98. 3. Prüfung der Rechnung der Provtnzialkaffe und Erstattung des Rechenschaftsberichts für 1894/95. 4. Feststellung des Voranschlags der Provinzialkaffe für 1896/97. 5. Antrag des Großh. KreiSamtS Büdingen auf Befreiung der Gemeinde Alt-WiedermuS von dem Beitrag zu den Kosten deS Neubaues der KreiS- straße EckartShaufen—AltwiedermuS in Gemarkung Ober Wald. Gießen, den 28. März 1896. Der Borfitzende deS ProvtnzialtagS der Provinz Oberheffen. v. Gagern. Bekanntmachung, Betreffenb die Ausführung deS Gesetzes vom 22. Mat 1895 »egl« Gewährung von Beihilfen an ehemalige Kriegs« theilnehmer. Durch Wegfall eines Bezugsberechtigten ist eine Bei« Hilfe von jährlich 120 Mk. vom 1. d. M. au frei gewordeo. Bon den vorgemerkten KriegSthrilnehmern bar der zum Ein- tflden Nächstberechttgte den Feldzug 1870/71 mitgemacht und ifi am 8. September 1847 geboren. Diejenigen KriegSthetlnehmer, welche auf den Bezug zieser Beihilfe begründeteren Anspruch glauben erheben zu können, werden hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche ldngstens bis zum 15. April d. I. unter Beibringung her erforderlichen Belege bei der unterzeichneten Stelle ein- zureichen. Später einlangende Gesuche finden keine Berücksichtigung. Einen begründeteren Anspruch haben nur solche ßriegStheilvehmer, welche früher als am 8. September 1847 zcboren sind oder einen früheren Feldzug mitgemacht haben nnb sich wegen dauernder gänzlicher Erwerbsunfähigkeit iv hilfsbedürftiger Lage befinden. AuSgeschloffeu find: a. Personen, welche auS Reichsmitteln gesetzliche In« validenpenfionen oder entsprechende sonstige Zu« Wendungen beziehen, b. Personen, welche nach ihrer Lebensführung der be« abfichtigten Fürsorge als unwürdig anzusehen find, «. Personen, welche fich nicht im Besitze deS deutsche« JndigenatS befinden. Gießen, den 31. März 1896. Großherzogltches KretSamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 1. April 1896. Bett.: Die Darstellung des Zustandes der Fortbildungsschulen im Kreise Gießen im Schuljahre 1895/96. Die Vrofjh Kreis-Schulcommisfion Gießen au die Schulvorstände des Kreises. Rach dem Schluß der Fortbildungsschulen wollen Sie ilSbald, spätestens bis zum 15. d. MtS., die betr. Berichte in uns einsenden. In denselben ist anzugeben: 1) Zahl der Klaffen, 2) Zahl der Lehrer, 3) Zahl der Schüler, 4) Zahl der abgehaltenen Stunden, 5) Vergütung für den ganzen Unterricht, abzüglich der Vergütung für Licht und Heizung, 6) Leistungen der Schüler, 7) Betragen der Schüler, 8) Zahl der Bersäumniffe der Schüler: a. erlaubte, b. wegen Krankheit, c. unerlaubte. 9) Dasselbe wie 8, a, b, c, in Proeenteu ausgedrückt. Zugleich erinnern wir daran, daß die FortbildungS« Men in Gegenwart des Schulvorstandes mir einer durch den iehrer vorzunehmenden öffentlichen Prüfung zu schließen find, v. Gagern. ist heute Morgen nach Baden-Baden abgereist. Berlin, 1. April. Dem „Localanzeiger" zufolge hegt . . der frühere ReichstagSpräfideut von Levetzow die Abficht, , i in nächster Zeit sein ReichStagSmandat ntederzulegev. und über das Christenthum lachen, weil es nicht mir Wundern und Zeichen, mit Macht und Pracht die Welt bezwingt. Aber eS fehlen auch nicht die frommen Seelen, die wie die Frauen und der Jünger am Kreuz treulich Jesu Nachfolgen und ihn auch utcht verlaffen, wenn die Welt ihn verspottet und sagt: ES ist auS mit ihm! Sich so in die PasfionSgeschichte vertiefen, daS heißt Einkehr halten und sich selbst prüfen. — ES heißt an einer Stelle: So wir uns selber richten, werden wir nickt gerichtet. DaS gilt nicht vom Einzelnen bloß, das gilt auch von den Völkern. Ein Volk, das noch solche Einkehr pflegt, darf Gott verschonen. Darum wohl unS, wenn wir noch Char- freitag feiern! Sorgen wir, daß unser HauS und unser Land eine gesegnete stille Woche hat! Eharsreitag. Auf der letzten Berliner Kunstausstellung befand fich auch ein Gemälde eines französischen Künstlers, das Jesum auf dem Wege nach Golgatha darstellte. Nicht groß von Umfang, nicht so zart in der Ausführung wie manche andere Darstellung desselben Vorganges, zog das Bild doch immer wieder die Aufmerksamkeit der Besucher auf fich. Und warum? Das Volk, daS auf dem Bilde den kreuztragenden Herrn umgab, war das Geschlecht unserer Tage. In scharfem Gegensatz standen sich da zwei Gruppen gegenüber. Rechts kniete die Sckaar seiner Freunde: der junge Geistliche, die barmherzige Schwester, der Gefangene in seinen Feffeln, der todtwunde Krieger, der frische Seemann, der bleiche Kranke und andere Gestalten. Links folgte dem Kreuzträger lärmend die haßerfüllte Schaar seiner Feinde: der rohe, gefühllose, irregeleitete Pöbel, der geldsatte, weinselige Reiche, das Glas in der Hand, die Geliebte im Arm, weiter daS rothe Gespenst, die Faust grimmig ballend, der glaubenslose Spötter, das leidenschaftlich lästernde Weib. Das Bild hatte den Boden der Geschichte verlaffen, aber was zu ihm hinzog, war dies: eS war lebenswahr und weckte in dem Beschauer die Frage: „Wo gehörst Du nun hin?" Von dem Künstler wollen wir lernen, da wir in die stille Woche eingetreten find. Denn eS hat die ganze Passtons- geschichte für uns keinen Werth, wenn wir sie nicht ansehen lernen wie jener Maler, wenn wir nicht in den Personen, die dort erscheinen, unser Geschlecht und unS selbst wieder- findeu. In der Sünde der Feinde Jesu die eigene Sünde erkennen und über fie das Urtheil sprechen, in der Liebe seiner Jünger Vorbild und neuen Antrieb für daS eigene Lieben gewinnen, das heißt die PasfionSgeschichte recht be- trachten. Und wahrlich, solche Betrachtung ist nicht schwer! Wie zahlreich find doch in Stadt und Land die Leute, die deS PilatuS Züge tragen! Ohne Rückgrat und Mark wagen fie nickt für die gerechte Sache einzutreten, weil fie eS dann vielleicht mit Dem und Jenem verdürben oder weil die Menge anders denkt. GewiffenloS hören fie auf daS Geschrei der Maffe und nicht auf die Stimme des, der die Wahrheit ist. Zahlreich sind auch die Judasleute oben und unten im Volk. Ein Häuflein Gold oder Silber, ein gutes Geschäft ist ihnen lieber als ein reines Gewiffen und makellose Ehrlichkeit. Biele gleichen dem PetruS, der jetzt Treue gelobt und nack wenigen Minuten schon nicht einmal vor einer Magd seinen Christenstand zu bekennen wagt. Wie viele | gleichen dem Schächer am Kreuz, die andern Spöttern, die I nicht verstehen, was das heißt: „Er erniedrigte fich selbst", Bekanntmachung, betreffend die Abhaltung von Viehrnäikten im Kreise Gießen. DaS Großherzogltche Ministerium deS Innern und der Justiz hat versuchsweise die Abhaltung von Viehmärkten im Monat April, insbesondere der Märkte zu Hungen an Stelle deS Sicher Marktes, sowie zu Gießen, Lollar und Allen- dorf a. d. Lda. am 7., bezw. 13., 14., 22. und 28. l, MtS. | unter folgenden Bedingungen genehmigt: 1. Für den Auf- und Abtrieb ist den Anordnungen des KreiSveteriuäramtS gemäß je eine bestimmte Stelle zu schaffen. 2. Auf den Markt dürfen nur Thiere auS unverseuchteu Orten des GroßherzogthumS Heffen, Thiere von Händlern aber nur dann, wenn fie mindestens sieben Tage in unverseuchten hessischen Orten in seuchen- freiem Zustande zugebracht haben, aufgetrieben werden. 3. Außer der Controle derUrsprungSzeugniffe hat selbst« verständlich auch die thierärztliche Besichtigung der Thiere vor dem Auftriebe zu erfolgen. Gießen, den 1. April 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Gießen, den 1. April 1896. Betr.: Wie oben. Tat Großherzogliche Kreisamt Gießen die »r,»h. de» «uttt«. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung weisen wir Sie nochmals besonders darauf hin, daß wir bei Ausstellung der UrsprungSschetne von Ihnen die gewissen« Hafteste Befolgung der bestehenden Vorschriften erwarten. v. Gagern. Wolff« telegraphische« Lorrefpondenz-Bureau. Berlin, 1. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Nachricht der „Reichs« und StaatSbeamten-Ztg.", wonach in dieser Session den Parlamenten ein Nachtrag zugehen würde, um die 1890 unterbrochene Gehaltsaufbesserung auf alle Beamteucategorien bis hinauf zu den Mimstern auSzudehnen, für vollkommen unbegründet. Damit erledige sich von selbst die Behauptung der „Freisinnigen Ztg.", daß die dazu erforderlichen Mittel durch Convertirung von Reichsund Staatsanleihe beschafft werden sollten. Berlin, 1. April. Der „National Ztg." zufolge consti- tuirten sich gestern Vertreter der Berliner Zeitungen auf Einladung deS Arbeitsausschusses als Gesammtcomit« der Berliner Presse für die Gew erb e-Ausstellung 18 96. DaS Comitö wählte einen Vorstand, um die Fragen der Erleichterung der Thätigkeit und der Gastfreundschaft gegenüber den Vertretern auswärtiger Blätter während der Ausstellung zu erledigen. Palermo, 1. April. DaS deutsche Kaiserpaar mit den Prinzen an Bord der „Hohenzollern" ist heute um 10.20 Uhr hier eingetroffcn. Der Kreuzer „Kaiserin Augusta" und zwei Dampfer mit den Mitgliedern der deutschen Colonie, die enthusiastische Hochrufe ausbrachten, folgten der „Hohenzollern". Die Schiffe des Geschwaders hißten die deutsche Flagge. Der Aviso „Rapido" gab Salutschüffe ab, welche die „Kaiserin Augusta" erwiderte. Die „Hohen zollern" warf an der Mole Anker, auf der sich der deutsche Consul eingesunden hatte, der fich an Bord der „Hohenzol- lern" begab. Der Kaiser trug Civilkleidung. Viceadmiral Canevaro und Contreadmiral Gualdiero begaben fich auf die । „Hohenzollern", wohin ihnen auch Professor SalinaS folgte, der beauftragt war, das Kaiserpaar bei dem Besuche der Alterthümer Siziliens zu begleiten. DaS Kaiserpaar blieb an Bord. Eine große Volksmenge in zahlreichen Barken wohnte der Ankunft der „Hohenzollern" bei. Enthusiastische Kundgebungen erfolgten. Die Stadt ist festlich beflaggt. Die Kauffahrteischiffe im Hafen hatten reichen Flaggenschmuck angelegt. In der Stadt herrschte regeö Leben. Die Bal- kouS in den Hauptstraßen waren mit italienischen und deut« scheu Fahnen geschmückt. Nachdem der Kaiser den Comman- bauten deS italienischen Geschwaders empfangen hatte, begab er fich an Bord der „Sardegua" und blieb dort l’/4 Stunden und besichtigte mit großem Interesse die Einrichtungen und Anordnungen des Panzers. Nachmittags 2 Uhr besuchte daS Kaiserpaar mit den Prinzen und Gefolge die Stadt und kehrten dann an Bord der „Hohenzollern" zurück. Bei ihrem Besuche wurde die kaiserliche Familie von einer zahlreichen Volksmenge überall begeistert begrüßt. Der Kaiser kann von Bord der „Hohenzollern" auS mit Berlin durch ein an Bord gelegtes Kabel direct telegraphisch verkehren. Konstantinopel, 1. April. Der Sultan empfing gestern den Fürsten Ferdinand von Bulgarien in zweistündiger Audienz. ____________ Depeschen bH Bure« .Herold" Berlin, 1. April. DaS Bild, welches der Kaiser de« Fürsten Bismarck zu dessen heutigem Geburtstage sandte, ist eine große photographische Aufnahme der gesammten kaiser« lichen Familie, umschlossen von einem kunstvollen Bronce- rahmen. Berlin, 1. April. DaS Kaiserpaar wird die Ber« Einer Gewerbe-AuSstellung von 1896 am 1. Mai Vormittags 11 Uhr eröffnen. Berlin, 1. April. Reichskanzler Fürst Hohenlohe Berlin, 1. April. Die Verhandlungen über den deutsch- japanischen Handelsvertrag siad der »Nordd. Allg. Zrg." zusolge zom Abschluß gelangt. Die Unterzeichnung desselben dürfte noch vor den Osterfeiertageo erfolgen. Friedrichlruh, 1. April. Im Parke concerttreu seit halb 12 Uhr abwechselnd die Capellen der Ratzeburger Jäger, deS Altonaer 31. Regiments und des Hamburger 76. Regiments. Dom Kaiser traf ein großes Bild ein. Graf Henckel von Donnersmarck, der um 12 Uhr 30 Min. hier ankam, nahm an dem Frühstück Thetl. Für daS Publikum ist der Park geschloffen. DaS Wetter ist schön. Mannheim. 1. April. Gestern fand in Mainz eine Besprechung von Delegirten der Nationalvereine der mittel- rheinischen Städte Mannheim, Heidelberg, Mainz, Worms, Bingen, Neustadt, Darmstadt und Ludwigshafen über Veranstaltung einer großen gemeinsamen FrtedenSfeter am Riederwald-Denkmal statt. Diese Feier ist am Himmelfahrttage geplant. Lemberg. 1. April. Seit gestern herrschen hier und in ganz Galizien heftige Schneefälle, verbunden mit Kälte. Lemberg, 1. April. Die diesjährigen russischen Herbftmanöver werden, wie aus Warschau gemeldet wird, tu Anwesenheit des Czaren im September bet SmoleuSk stattfinden. An denselben sollen Truppen von drei Militärbezirken theilnehmen. Die Militär Attaches von Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Italien, England und Frankreich werden diesen Mauövern beiwohnen. Graz. 1. April. In hiesigen aristokratischen Kreisen verlautet, daß fich die Gräfin Hartenau, die Wlttwe deS verstorbenen Fürsten Alexander von Baltenberg, demnächst mit einem hohen Offizier verloben soll. Die Gräfin, welche jetzt in Frankfurt a. M. wohnt, fährt Ende Mai nach Graz zurück. Graz, 1. April. Die hiesigen Bäckergehilfen be- schloffen, sich dem geplanten Generalstrike der Bäcker Deutschlands und Oesterreichs anzuschlteßen und Delegirte zu dem demnächst in Wien stattfindenden Congreß abzusenden. Pari«, 1. April. Der UnterrichtSminister CombeS wird in der ersten Kammerfitzuug nach den Osterferien die nölhigeu Credite beantragen, um eine Mission behufs B eobachtung einer totalen Sonnenfinsterniß in Japan, welche am 9. August dieses Jahres stattfindet, nach dort zu entsenden. London, 1. April. Ein Beamter deS französischen auswärtigen Amtes versicherte dem Correspondenten der „Pall Mall Gazette", der deutsche Kaiser selbst habe nach Berathung mit den Vertretern der Dreibundmächte England eine Action zu Gunsten Italiens empfohlen und gleichzeitig die Unterstützung Deutschland- zugefichert. Sitznng -er Stadtverordneten am 1. April 1896. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Wolff und Georgi, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Emmeltus, Flett, Dr. Gaffky, Grünewald, Dr. Gutfleisch, Habeuicht, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Heyligenstaedt, Hornberger, Jughardt, Keller, LooS, Löber, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schmal!, Dr. Thaer und Wallenfels. Nach Eröffnung der Versammlung gab Herr Oberbürgermeister Gnauth Kenntntß von dem Eingang eines Dankschreibens mehrerer Lehrer der höheren und erweiterten Mädchenschule für deren Gleichstellung im Gehalt mit den seminaristisch gebildeten Lehrern der höheren Lehranstalten. Eine zweite Mittheilung betraf daS in voriger Sitzung berathene Reglement, betr. das Schritts ahren über den Kirchenplatz während deS Gottesdienstes. Großh. Polizei- amt hat danach in Hinsicht auf die wegen der Höhe der au- gedrohten Strafen geäußerten Bedenken einiger Herren Stadtverordneten mitgethetlt, daß zu einem Erlaß eines derartigen Reglements nur dann geschritten werden solle, wenn einer an die Kutscher zu richtenden Aufforderung, während des Gottesdienstes über den Ktrchenplatz im Schritt zu fahren, nicht nachgekommen werde. Der Voranschlag der Realschule und des Realgymnasiums für die Bauperiode 1897/1900 balancirt in Einnahme und Ausgabe mit 101,727 Mk. ES hat nach Abzug deS auf 46,000 Mk. bemessenen Schulgeldes die Stadt beizutrageu zu den Lehrerbesoldungen Mk. 24.713, zu den sachlichen Ausgaben Mk. 6173. Das Mehr von 4400 Mk. für Besoldungen erklärt sich aus der Umwandlung provisorischer Lehrerstellen in definitive. DaS bisher von Herrn Stadtverordneten Heß an der StesanSstraße benutzte, an deffen Gartengrundstück stoßende Wiesengelände wird ab 1. Mai d. Js. pachtfrei. Dem Ersuchen Großh. Direction des Realgymnasiums und der Realschule, ihr fragliche-, auch an den Realschulgarten stoßende- Gelände für die Zwecke der Anstalt zur Verfügung zu stellen, wird stattgegeben. Zu dem Baugesuch deS Herrn Th. GeilfuS (Markt- straße) war die Anlage eine- Hydranten im Hose fraglichen Neubaues zur Bedingung gemacht worden- auf Ersuchen deS Herrn GeilfuS erklärt die Versammlung in Berücksichtigung der Schwierigkeit der Anlage und deS zweifelhaften Nutzens derselben, sich mit Anbringung eines FruerhahuS in der Nähe de- HofeS zu begnügen. Zum Gesuch des Herrn I. Jhring von Lich um Er- laubniß zum Bauen auf der LiebtgShöhe (Errichtung eines SaalbaueS) wird, da das zu bebauende Gelände außerhalb de- StedtbauplaneS liegt, auSnahmSwetfe Befürwortung beschloffen. Zur Herstellung eines Aborte- auf dem Friedhöfe in Näbe des logen. CadaverplatzeS wird Genehmigung ertheilt und 320 Mk. dafür vorgesehen. In einer früheren Sitzung ist feiten- der israelitischen RcligtonSgemetnde um llebernahme der Unter» von Dr. Gutfleisch Gnauth in Sachen daS der und Jean Noll (Bahnhofstraße 6) wegen Branntwein über die Straße. Hierauf ertheilt Herr Oberbürgermeister Wort Herrn Stadtverordneten Grünewald in der Sitzung vom 12. Marz von Herrn gegebenen, in Nr. 63 d. Bl. abgedruckten Erklärung, betr. die Veranlagung des Gießener BrauustetubergwerkS zur Gemeindesteuer. ES handelt fich hier um die Frage, ob da- Gießener Braunsteinbergwerk zu Recht 3/s seiner Gemeindesteuer nach Großenlinden entrichte, über welche Frage in der juristischen Commission sowohl von Herrn Dr. Gutfleisch wie von Herrn Grünewald Gutachten abgegeben worden und welche als diScret zu behandelnden Gutachten Herr Grünewald dadurch der Oeffentlichkeit preisgegeben, daß er sie in der Sitzung des Bezirksvereins Südwest vom 8. Januar d. I. zum Gegenstand der Verhandlungen gemacht habe. Herr Grünewald gab hierzu eine Erklärung ungefähr folgenden Inhalts ab: In den Tagesblättern vom 13. März l. I. findet fich vor ein Bericht über die am 12. März stattgehabte Sitzung der Stadtverordnetenversammlung. in welchem reierirt ist, daß in dieser Herr Stadtverordneter Dr Gutflrisch zur Position EomMunalstener daö Wort ergriffen hat. Dte von ihm abgegebene Erklärung enthält Betrachtungen über die Heranziehung deS Feri.ie'sch« Bliunsteln- bergwerkS zur Communalsteuer und beschäftigt sich mit einer im Januar I. I. stattgehabten Versammlung des Bezirksverein- Südwest. Aul den Inhalt der Erklärung deS Herrn Dr. Gutfleisch komme ich noch zu reden: für den Augenblick genügte eS, sefizustellm, daß dieselbe mehrere verletzende Dorwürfe theilS offen, thctlS versteckt und in allgemeine Betrachtungen eingehüllt, enthält. Ich will mich zunächst wenden zu der Art und Weise, mit welcher dlefe Angriffe in die Oeffentlichkeit gebracht worden sind. Ich habe noch niemals einem Parlament angehört, ich weiß aber, daß es in derartigen Körperschaften Gitte ist — und unter diesen Gebräuchen steht schließlich auch eine Stadtverordnetenversammlung — daß man die nicht durch Tagesordnung angekündigte Besprechung einer Angelegenheit, insbesondere bann, wenn sie bas persönliche Gebiet berührt, anküudigt. daß man namentlich einen Eollegcn, den man angreifen will, von dem man aber weiß, daß er in der betreffenden Sitzung nicht anwesend fein wird, Kenntniß und damit Veranlassung gibt, da zu fein und sich erklären beziehungsweise wehren zu können. Wird dies unterlassen, so entsteht der Schein, daß man gerade die Abwesenheit des Angegriffenen benutzen wolle. Ich muß ein solches Verfahren für ganz unzuläsfig erklären, ich muß fordern, daß wer binfchießm will, auch das Herschießen auSzuhallen bereit ist. 2. Nach dem Bericht bat die Stadtoerordnetenverfammlung sich „auf Anregung" des Herrn Oberbürgermeisters mit den Ausführungen deS Herrn Dr. Gutfleifch einverstanden erklärt. Auch dtefeS Verfahren muß ich als ein un-nlLssige- bezeichnen. ES ist damit gegen den Grundsatz der Gerechtigkeit verstoßen: „Eine- Wanne- Rede ist keines Manne-Rede, »an mutz ste billig hören Beede . Correct wäre jede DiScussion und jedes Urtheil des Plenums vertagt worden, bis man dem von den Angriffen betroffenen Eollegen Gelegenheit zur Gegenrede gewährt batte. Zum Mindesten mußte die „Eonstattrung" einer Zustimmung der Versammlung insofern eine Unterscheidung treffen, als sie betraf die allgemeinen, fachlichen Bemerkungen unb als sie enthielt persönliche Borwürse. c r Den letzter«!, bürste ber unparteiische Leiter ber Versammlung weder selbst -ustimme« noch eine Zustimmung der Versammlung provoetrere. Im „Gießener Anzeiger" steht aber geschrieben, daß die Versammlung einstimmig mit sämmtltche« Ausführungen des Herrn Dr. Gutfleisch einverstanden sei. 3. Wende ich mich nun zu der Erklärung selbst, so lege ich zu Grunde daS Referat deS Gießener Anzeiger-, weil dieses Organ, wie ich Grund habe anzunehmen, die bezügliche Erklärung aus der Jeder des Herrn Dr. Gutfleifch selbst gebracht hat. Ich verkenne dabei nicht, daß die Erklärung in diesem Blatte eine schärfere Fassung aufweist al» in den anderen, nicht von derselben Feder versorgten Organen. Die Erklärung deS Herrn Dr. Gutfleifch gibt an, im Bezirksgesuche von Fr. Führer (Wtrthschaft und Metzgerei, Bleich» straße 5), Aug. Mühleisen (Brandgaffe 3, Schnell), Ludwig Flamme (Schiffeubergerweg 63, Häuser), Ludwig FeldhauS (Wiener Hof) und bezüglich deS Gesuch- der Herren Carl Verkauf- verein Südwest sei von dem Referenten die Meinung vertret« worb», da- Bergwerk sei not in Gießen zn versteuern. Da- ist unwahr. Die Erkläruna gibt an, hiermst sei die Andeutung verknüpft worden, dte jnristische Commtsstan sei leider, beeinflußt Herrn Dr. Gulflu,«r. anderer Ansicht. DaS ist unwahr. Die Erklärung gibt an. der Referent - da» bin ich - die Haltung ber Stadt »itzdtlligt unb getadelt, der Referat habe sich mit seinem Begehre« an eine öffentliche Belt*. Versammlung gewendet. Beides ist unwahr. Die Erklärung behauptet nicht, aber Ne deutet an, baß ich bei von mir erstattete Gutachten veröffentlicht unb bamit meine rtr fettige Auffassung zur allgemein« Xennlniß gebracht hätte. TaS ist unwahr. Man wolle mir nicht entgegmhalten, daß eine 'olche Behaupt», auch nicht einmal angebeutet sei. In wetten Kreis« ist bie Erklärung nicht anders verstand« worden, al» daß ich refertrt, Jtrtitf geübt, mißbilligt, da» Gutachten veröff«tlicht unb an ber Pech, polemik, bte herauf folgte, mich derheiligt hätte. Herr Dr. Gutfleifch bat also zum Mindest« so fich geäußert, daß der Leser verstehen kannte, mir falle auch die .bebauali* Publicalion" zur Last. Wehr ist nur Folgendes: Aufglsordert unb mehrfach monirt zu einer SairbtnRettei von ©eit« des Vorstände- deS Südwestverein- habe ich schließlich in der fraglichen Sitzung erklärt, daß ich ein solche- Referat avle-m, müffe; bie Sache sei schwierig und «thalte zweifelhasre ttreUtzi Rechttzfrag«. in bei« Erörterung nicht eingetret« werben könoe. Formell lieft bte Sache so, baß wideiiprech«de Gulach?« stattet feien, und baß daraufhin die Stadtverwaltung beschlösse, habe, die Sache vorerst beruhen zu laffen. „Dies war mit ganz kurzen Wort« — zu vorgerückter Sstwtz — mein Referat, nach welchem Herr Stabtoerorbncler Landgericht-, rath Dr. EchLfee das Wort ergriff, meine Angaben deflLtigch, unb den Antrag stellte, e- mögt die Versammlung ben Vorn«; beaufl agen, «titel- einer Eingabe an den Ltadtvorffa» dte Angelegenheit wieder in tzlutz in bringen. Da- Protokoll über jene Sitzung, test« Richtigkeit der Yen Schrittiührer zu beschwören bereit ist, entspricht gtnai meiner T« stellung. — Der Vorstand de- Sübwestverein- hat mir folgende La- Zunft ertheilt: _ .Der Gegenstand eab. 3 ber Tazesorbnung für bte Generalversammlung vom 6. Januar a. er. lautete. Eingabe an ben Stabtoorstand weg« Inanspruchnahme let Steuer vom Braunsteinbergwerk. Herr Rechtsanwalt Grünewald hat auf wiederho les Billa einige 'Mittheilungen gemacht, dahingehmd, daß bte Sache von zaei Gutachten widersprechend deurthettt, unb von ber stäbtifch« «er trelung daraufhin beschloss« worb« sei, bie Sach.' bauten |u lasse» Ein Eingehen auf die schwierige Materie sei in ber Veisammlua, nicht angängig. Herr Grünewald bat mit keinem Wort da- Bet fahr« ber Stabt mißbilligt. Herr LanbgerichtSraih Dr Schäfer be stätigte besagte Mitlbeilung« und stellte ben Antrag, bie Dersamv lung möge ben Vorstanb beauftragen, ihm da- Recht einräumend nach Belieben anbtre Person« zuzuziehen, eine Eingabe im Store ber Tagesorbnung an die Sladtoerordneten-Dersammlung vorzu» retten unb in ber demnächstlgen Generalversammlung vorzulegw welcher Antrag einstimmig angmommen worben ist." Weiter habe ich in btefer Sache nicht- gethan, in-besondert kei« Wort geschriebe«, unb da- A« sinnen, da« demnächst an mich berantrat, einen Artikel burchzuseh«, abgelehnt. Zu bemerk« ist noch Eine-: e8 trat in jener Sitzung ein Herr an mich heran mit ber Bitte, mein Gutachten durchlesen zu dürfen Ich gab Ihm da- Eoncept, er erschien nach e ntgen Minuten wieder unb bat, ba ba3 Schriftstück zu umfangreich fei, um bte Erlaudnitz. baßfelbe bis zum anderen Tag zu behalt«. Ich gestattete ihm die- gegen sein verspreche«, e- mn zum Lesen zu benutze«. v , Als Ich demnächst den wesentlichen J"halt des Gutacht«» oa 3ffentliefet sah, forderte ich den Herrn brieflich auf, ba» Schritts« sofort zurückrugeb« unb ich verwieg ihm ernstlich unb scharf ben Mißbrauch, ben er sich erlaubt habe. Gleichzeitig ersuchte ich ihn, ben Herrn Dr. Gutfletsch von ber Sachlage in Kenntntß zu s tzen, unb ihm Gelegenheit zu geben, dm Erwiderung zu veröffentlich«. Ein gleiches Ersuchen richtete ich an ben Redacteur ber ..hessischen Lande-zeltung", wie bleS au8 besten Brief vom 16 Mär, " btroorßefet. Marburg i H., ben 16. III. 1886. Ihr Brief ist, wie da- bei mir üblich ist, (. Zt. vernichtet worden. Ich bestätige Ihnen aber gern, daß Sie keine Zeile deS über die Fernic'schc Angelegenheit in ber „Hifi Av?g. Gießen veröffentlicht« Gutachten- geschrieben, noch die Veröffentlichung bind ober tnblrect veranlaßt hab«. Im Ihren Rath habe ich mich burch meinen bärtig-n Herrn Vertreter Kleinschmltt an Ihren Kolleg« Dr. Gutflersch «a Ueberiassung seine- Gutachten- gewanbt. W-«halb bula Schrill keinen Erfolg gezeitigt hat, entliefet sich zur Z« meiner Kenntniß." Wie mir mitgethetlt würbe, ist auch ein Herr von ber „Heisst»«» LanbeSzetlung" bei Herrn Dr. Gut fleisch gewesen unb hat btnlelbe» darüber ansgeklLrt, baß ba- Gutachten rotber meinen Willen w öffentlicht worb« ist. . , r . , .. , „ Man wirb nun vielleicht sich barauf zurückziehen, baß bte weise Heberlassung deS GulachtenconceplS von einem Dritten du fei Hätte man sich barauf beschränkt, biefi zu behaupt«, so würde ich keinen Einwand erhoben haben, da ber Erfolg bie Wet-Heit, NI eS ein Fehler war, mich gelehrt hat. ___ Aber wer begeht nicht einen solch« Fehler! Wer gibt nw einmal gegen daS Versprechen, baß kem unzulässiger Gebrauch -e- macht werde, ein Schriftstück einem Andern zum Les«! Gegm DertraucnSbruch und Untreue kann man so wenig sich schütz«, ■* gegen Diebstahl unb Unterschlagung. Ich gebe zu, baß ich bim Wort deS Manne-, baS Schrittst«» nur zu lesen, getraut habe; ich halte ebm bie Mensch« für zu ein Punkt, in bem ich mich ju bessern verspreche. Uebrtgens enthielt da- Schriftstück keine SteategcbdirnWj sondern nur meine überall der Etadt sehr günstige« Lnficht-- äußerungm über bie Auslegung von Steuergesetzen. Dies ber Thatbestai.b, au6 bem bie Vo, würfe entnommen N» Zur Steuer frage selbst will ich auch heute nicht- äußnn: wj bitten möchte ich, daß man durch Hinweis, daß Herr Feroie einer TagS sein« Betrieb nach Wetzlar verlegen werde, sich nicht blendN' lassen möge. So gut ein Bäcker, der seinen Backos« in hat, seinen Leben nicht auf den Staufmberg verleg« wirb, so 1®’ wirb auch Fernte seine Belriebscontiole in Gieß« belasten. In bem Bericht be« „Gießener Anzeiger" ist im Anschlüße ar bie Erklärung des Herrn Dr. Gulfleisch reierirt, beß Herr vtae^ verorbneter Petri in ber Versammlung be- Sübwett - verein- ungefähr dasselbe erklärt habe wie Herr Dr.Gui'ieisch in ber vlaoo verorbnet«versammlung. . u_k. Das muß auf Hypnose unb ouggeftton berufe«. 3® alle Person« befragt, bie bamal- neben unb gegenüber venn gefesten babm - ste haben au- seine« Monde kein aehört! Er habe b« Mund jTiefet auigclban, io berichten Eompar«ten einmüihig. - Nur bei einer ander« DKnstN" über bte Lristmzberechligung ber Bezirk-vereine hat sich Herr v» b< Ich muß bemgemäß hauteenent bestreiten, daß er bie ilcnße'^s gethan habe, die er fich selbst in btn Munb legt unb bin er000» ihm ba» Gegmtheil gerichtlich nachzuweis«. _ __ 3um Schluffe noch Ein»: Herr Dr. Gutfldsch läßt m halttmg ber Wege auf de« für dieselbe bestimmten LH eile deS Friedhofes, event. gegen Vergütung uachgesucht worden. Die Beschlußfassung wurde behufs Erhebungen über die Eigen- thumSverhältniffe vertagt. Nachdem aus den Acten festgeftellt worden, daß dieser FriedhosStheil Eigenthum der israelitischen ReligionSgemetnde ist, diese auch die GraSnutzung hat, ferner Gebühren für Begräbnißplätze von der Gemeinde nicht Angehöreuden erhebt, hat die Commission mit Rücksicht auf diese gesonderten EigenthumSverhälmiffe beantragt, daß der israelitische Kcrchhof in der Unterhaltung der israelitischen Religionsgemeinde verbleiben möge, im Falle die Unterhaltung aber die Stadt übernehmen wolle, dies gegen eine jährliche Vergütung von 20 Mk. zu geschehen habe. Die Versammlung hob diesen Antrag zum Beschluß, nachdem Herr Homberger in Anlehnung an die bei Einweisung der Gemeinde in den Besitz diese- FriedhofStheileS gepflogenen Verhandlungen mit dem damaligem Gemeinderath ersuchte, von einer Gebühr, die für die isr. Gemeinde selbst mehr prlncipielle wie materielle Bedeutung habe, absehen zu wollen und nachdem ferner Herr Dr. Gutfleisch bemerkt, daß die Commission lediglich al- Lonsequeuz deS der israelitischen Religionsgemeinde zustehenden EtgcnthumS ben Schluß ge» zogen, daß bie UnterhaltnngSpflicht ber ReltgionSgemeinde zukomme. DaS Gesuch der Herren Weiß & Dornberger um Rückvergütung des OctroiS für 24 Flaschen al- Wein beclartrien sogen. MalkonweinS, eines aus Malz, Milch- präparaten rc. bestehenden Nahrungsmittel- für Kranke, wird abgelehnt. Zur Errichtung eines DölkerschlachtdenkmalS bei Leipzig werden auf Ersuchen dcS deutschen Patriotenbundes 100 Mk. bewilligt- die Herren Haubach, Grünewald, Jughardt sprachen fich dagegen, die Herren Schmall und Dr. Gutfleisch dafür auS. Das Gesuch des AuSschuffeS zur Förderung des Cillier deutschen Studententhums um Widmung eines Beitrages wird auf Antrag der Commission abgelehnt, da eS fich nach ihrer Anficht um eine vorübergehende, angeblich zu Gunsten deS DeutschthumS gegen den SloveniSmuS zu Tage getretene Strömung handele. Die Bedürfnißfrage wegen AuSschankeö von Branntwein wird bejaht bezüglich der WirthschastSconcesfionS- tscalei Lrioe ma 'S* - VtztilhM fßtrz-S ^den AI '>-h°°°e- Lad. 3.,,». Bflrfltrwdl '..Jn tal W®‘ ".«.Sdrige treue T * Lehe, 1« ;£,5t(ier öenoffenh jj3®flnöite In Fra Kif, Frankfurt °- 101.38p6t. ist öoe AtBonnntn »orten. " $al 15. ! Lützen-Berlins LLützevbundek fini .r MaavhelM st ffefle jchreiten rafdj nhalle, ©abente Evchc begonnen .Uebnnafeme ter A ' ler Lehrer 1 rjtmgi folgenden k streif mittel. Ost ■10 nnfere 6jähr genommen wer - r Unheil, den Km Iß der kleine Kn .Mdch-.n nicht pa ,,Larte nur, bis - r.tb dich schon gef . Ls btfommt baS j ;xt oowherein als genug an :k" größte Müht an Urrachfenen In daS u rachen. Möchtet ÄtBonfcttn solcher rasieo! Tie müsfri Ursen, die Kinder tl Kidds, 31. D u»schlag ist, wa ''-Achtem die beider Lerche, bekamen vir $ ■«> heute weht bei Puerto Schaber, | fltnug aufgegan " "effrncht ist das l Rotzen, veil onde Piiilw nu Tu- langer 14 ? . mmlung ooi|tv ilst." gethan, InSbiis.- , das dumiich' elehut. tret SWgeia! uchlesm zu dir ,en Minuten re um die Erliuir Jede Frau mutz sich schonen; am ersten kann sie das bei der sehr anürenaenden Wäsche, wenn sie Lohn’* Wasch-Extract D. R -Patent 82424 115 stets gebraucht, weil dasselbe schnell und gut reinigt, ohne die Wäsche anzugreifen Versuchen Sie 78 Pfund ä 15 Pfg. bei: Eberhard Dort, Giessen. Telegramm nach FriedrichSruh folgenden Wortlauts : „In tiefster Verehrung und Dankbarkeit bringt die bei der Feier von Eurer Durchlaucht Geburtstag festlich vereinigte Bürgerschaft ihrem großen Ehrenbürger die herzlichsten Glückwünsche. Möge Gott Ew. Durchlaucht noch viele Jahre bescheeren! Möge daS Glück, den Begründer der deutschen Einheit und Größe zu seinem Geburtstag zu begrüßen, dem deutschen Volke noch lange beschieden sein!" Mainz, 31. März. Todesfall. Der auch in weiteren Kreisen bekannte und allgemein beliebte langjährige Compagnie- Chef der 1. Compagnie des 118. Infanterie - Regiments, Herr Major v. Rehfues, welcher vor ca. 10 Monaten unter Beförderung zum Major ins 33. Infanterie-Regiment nach Gumbinnen versetzt worden war, ist in der Nacht vom Sonntag zum Montag im Alter von 44 Jahren an Darmverschlingung gestorben. Der Verschiedene, ein geborener Darmstädter, hat den Feldzug 1870/71 als Portepeesähnrich mitgemacht. A Mainz, 1. April. Die hiesige Handelskammer hat sich mit den Handelskammern in Wiesbaden und Coblenz ins Benehmen gesetzt, zur Berathung der Gesetzesvorlagen über den unlauteren Wettbewerb und der Gewerbeordnungsnovelle, sowie über die Frage der Kunstweinbereitung und Weinverbefferung mit ihr zusammenzutreten und, ähnlich wie im Jahre 1893 gegen die Weinsteuerfrage, eine Versammlung auf den 9. April nach Mainz einzub-rufen. Die Verhandlungen schweben noch, doch ist nicht zu zweifeln, daß der Vorschlag der Mainzer Handelskammer in Wiesbaden und Coblenz Anklang finden wird. — In der Mitte des Rh einst romeS hier, an der Stelle, wo früher die Schiffbrücke war, hat man letzter Tage bei Baggerarbeiten zahlreiche guterhaltene goldene und silberne Münzen aus dem vorigen Jahrhundert gefunden. Der größere Theil der Münzen ist französischen Ursprungs, darunter eine Goldmünze in der Größe eines Thalers mit dem Bildniß Ludwig XIV. CscaU» rrnd provinzielles. Gießen, 1. April 1896. ♦* Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzo g empfingen am 1. April u. A. den Bergrath Z i e gler Don Gießen. •• Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, dem Bürgermeister Johannes Ludwig Lind I. zu Geiß Nidda und dem ^roßh. Bürgermeister Wilhelm Lehr II. zu Georgen- öuitfen das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. •• Aulehen der Stadt Gießen. Das den gestellten Bedingungen in allenTheiien entsprechende Höchstgebot von: Deutscher GenoffenschaftSbank von Soergel, ParrifiuS & Co., üommandite In Frankfurt a. M. und Mitteldeutscher Credil- barck, Frankfurt a. M., mit einem UebernahmScurS von 10l.38pCt. ist von der Stadtverordneten-Versammlung an- zknommen worden. " DaS 15. VerbaudSschießeu des Badischen LandeS- schiitzen- Vereins, deS Pfälzischen und Mlttelrheinischen ELützenbundeS findet in den Tagen vom 21 bis 28. Joni d. I. in Mannheim statt. Die Vorarbeiten zu diesem Schützen- skste schreiten rasch vorwärts, mit dem Bau der Festhalle, V erhalle, Gabentempel, Portal :c. wird bereits in nächster Loche begonnen werden, auch die Weinlieferungen und Uebrrnahme der Wirthschasten sind ausgeschrieben. ** Der Lehrer als Schreckmittel. Der „Darmst. Tgl. Anz." dringt folgenden beachtenSwerthen Artikel: Der Lehrer als Echreckmittel. Ostern naht, und mit diesem Feste die Zeit, tvo unsere 6jährigen Kleinen in die Schule auf» genommen werden. Viele Eltern haben nun die Gewohnheit, den Kindern mit Schule und Lehrer zu drohen. .Ist der kleine Knabe gar zu wild, oder will das kleine Mädchen nicht pariren, so heißt eS nur allzu oft gleich: »Warte nur, bis du in die Schule kommst! Der Lehrer wird dich schon gescheit machen und dich folgen lehren rc." So bekommt daS Kind Angst und die Schule wird ihm 3cn vornherein als Hölle und der Lehrer, der doch sonst «nhrhaftig genug an den Kleinen zu erziehen hat, muß oft bk größte Mühe anwenden, um die durch die Thorheit der Erwachsenen in daS Kinderherz gepflanzte Angst verschwinden ?a machen. Möchten also doch die Eltern, Geschwister und verwandten solcher Kinder solch thäricjte Drohungen unter- liffeti! Sie müssen doch selbst genug Macht und Gewalt -psm, die Kinder ihrem Willen dicnstdar zu machen. Nidda, 31. März. Der befürchtete Witterungs- Umschlag ist, was noch daS Beste ist, rasch eingetreten. Nachdem die beiden vorletzten Nächte Frost mit Reif ge- -ittcht, bekamen wir gestern zeitweise starkes Schneetreiben, unb heute weht bei Regen eine eisige Lufr. Doch ist noch keinerlei Schaden zu befürchten, da die Baumknospen noch nicht r-eit genug ausgegangen sind. Für die sehr schön stehende Aintersrucht ist daS Aufhören der warmen Witterung geradezu tin Nutzen, weil andernfalls diefelbe zu mastig geworden wäre. Darmst. Zrg. Pensionat Sonderburg — Schloss Plongeon, Genf (franz. Schweiz). Erziehung zu geistiger und moralischer Distinction und zu practischer Tüchtigkeit. — Kräftige Küche. — Gesunder, kräftigender Aufenthalt am See, mit ausgedehntem Park. — Reinstes Französisch. — Unterricht in jedem gewünschten Fach. — Prospecte und Referenzen durch die Vorsteherin. Nähere Auskunft auch in Giessen. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. SamStag den 4. April unb Sonntag den 5. April. Paffahsest. 7. Tag. Vorabend 680 Uhr, SamStag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr 8. Tag. Vorabend 7« Uhr, Sonntag Vormittag 8 Uhr, Nachmittag 4 Uhr, FestcsauSgang 7" Uhr. Wochengottesdienst Morgens 6” Uhr, Abends 7« Uhr. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag den 4. April. Paffabfest. 7. Tag: Vorabend 6» Uhr, Morgen» 8 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Abends 7» Uhr. Sonntag den 5. April. 8. Tag: MorgengotteSdienst 8 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Festes - auSgang 7" Uhr. Während der Sommermonate beginnt der Morgen- gotteSdtevst am Sabb^th um 8*/a Uhr. chmchnt, cs i bß MWoß? uf, bat SüM W unb W r. WM-" Allheit ju gdr Rebacteur btt;• es vom 16. N r 16. HL M tzist.s.Zi.«^ ,d°ß Sie km-: In der „Hess. J z gesLriebu-, w itrinlafet hübe- • i 3 Dr. • mbt. Weshüit rntjicht fld) I® irr von der ,HZ len und W 6 « meinen W ächi-hm, d°E 0D einem W- u bihüuMlo'' -jolg bit SÄ-* -tiS Dr, Thompson s Seifenpulver werden den verebrl. Hausfrauen von den Händlern oft Q minderwerthige Producte unterschoben. — Man achte Q deshalb beim Einkauf genau auf die Lchutzmarke Q »Schwan^. 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