toste jedem Gx Dohnun, I« Dtrmit ’S?*» 61 ö 1U mjA rK 886 6, H zeigen !°"°Sch 7« m «litten WjuM. • 1® an. ___J neril glichen rn des B Jll| ien « rconcejs.H UI Wki erka« ttn, Weitz,!-. 16' und Litt! ittttßttt, «dt kffittfl, Zie « mund-not abgeholt buri Berger Wt iufen. w> i bester GM : langen M reibmat-mlie alan/Mwaar tl/Stichbmdn wegen Mck zu veckl!'! L. S. beförr 6ii 16 t, preiSwer ,, eübanlaqt, enig gebraut chra«! ,ehr billig/ erfragen in r M iviru r wA in S- 'n v, Rr. 180 Erstes Blatt. Sonntag den 2 August__________________ ichener Anzeiger Kmerat-Mnzeiger. Die Gießener W«»ikte«StLlter verden dem Anzeiger «öchmtlich dreimal beigelegt. Der Wktwtt A«zelger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag». 1896 vierteljähriger 's, Avon«emeutspreiO5 2 Mark 20 Pfg. mtt Bringerlohn. \ Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, TxpeditisO und Druckerei: Kchutstratze Hkr.H, Fernsprecher 5L Anrts- unb Anzeigeblcrtt für den Atveis Gieren. »«nähme do« Anzeige« zu der Nachmittag» für de« ß»lgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Hratisöeikage: chießener Jsamilienökätter. > - - ----«? - .. .1« Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. I——»MMMMMM«———k Noneste Nnetzrichten«. »olffl telegr»phtsch9 «orrespsndenr-Bme»». Berlin, 31. Juli. S.- M. Schiff „Cormoran" ist am 30- Juli nach Tschifu zurückgekehrt mit der Nachricht, daß baß Schiff „Arcona" den Sachverhalt der Strandung des „Iltis" bestätige. Die Ursache ist noch unbestimmt. Eommandeur und Besatzung deS „Iltis" sind mit dreifachem pnrrah auf den Kaiser in den Tod gegangen. Berlin, 31. Juli. Nach einer telegraphischen Meldung deS kaiserlichen Gouvernements in Dar eS Salaam ist der bei der Ostasrikanischen Plantagengesellschaft angestellte Pflanzungsleiter Friedrich Schröder wegen der von tdm verübten Gewaltthätigkeiten von dem kaiserlichen Gericht in Tanga zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Wehlheiden (bei Kaffel), 31. Juli. Der Kaiser ist heute Abend 8 Uhr auf WtlhelmShöhe eingetroffen, von der Kaiserin und den Prinzen empfangen. Die Der- tri ter der Behörden waren am Bahnhof erschienen. Das KUserpaar begab sich in offenem Wagen nach dem Schloß. Marseille, 31. Juli. Bor dem Hause des Richters Julien platzte gestern Abend eine anscheinend mit Dynamit gefüllte Bombe und richtete Materialschaden an. Madrid, 30. Juli. Nach einer Privatdepesche aus Ha- öama ist in der Hauptstadt der Insel Ptuos ein Waffen- urd Munitionsdepot und damit zusammenhängend eine Verschwörung entdeckt worden. Den Verschwörern war es gelungen, sich des Militär-Commandanten zu bemächtigen. Derselbe wurde jedoch durch die Polizei wieder befreit und so der Plan zum Scheitern gebracht. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Brünn, 31. Juli. Bei dem Rtesenbrande in der GsbirgSstadt Wallach. sch-Klobouk fielen dreihundert Häuser und drei Menschen zum Opfer. Der Schaden über- fti igt eine Million Gulden. Mehrere Kinder werden vermißt. D«r Statthaltereileiter Baron Hein leitete eine Hilfsaction ein. Lemberg, 31. Juli. Vorgestern brach in UScie Zie- lo»na ein Schadenfeuer aus, welches 60 Gebäude einäscherte, darunter daS Gemeindeamt, die Gendarmeriekaserne, die römisch katholische und die griechisch-katholische Pfarre. Zürich, 31. Juli. Für die Opfer der Ausschreitungen in Zürich find zahlreiche Liebesgaben eingegangen. AmtlicherseitS wird mitgetheilt, daß die Blättermeldungen, eine oder mehrere Personen seien den bei den Unruhen erhaltenen Verletzungen erlegen, unbegründet find. DepsschiNi Bete*» Berlin, 31. Juli. Aus Kiel wird gemeldet, daß der Kaiser heute Vormittag an Bord der „Hohenzollern" den französischen Marine Attachv, Lieutenant zur See Burchard, empfing, der beauftragt war, dem Kaiser die Theilnahme des Präfidenten an dem Untergang deS „Iltis" auszusprechen. Mittags reiste der Kaiser nach WilhelmShöhe ab. Berlin, 31. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Gesetze, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum HauShaltS-Etat sür daS Jahr 1896/97, ferner betreffend die Feststellung eines zweiten Nachtrags zum ReichShauShaltS- Etat für das Etatsjahr 1896/97 und betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltung des ReichS- Marine- und auswärtigen Amtes, sowie der ReichS-Post- und Telegraphen-Verwaltung. Berlin, 31. Juli. Im „Reichsanzeiger" werden drei kaiserliche Verordnungen vom 18., 22. und 26. d. M., betreffend Feldzüge der Schutztruppen für Deutsch-Ostafrika und Kamerun, betreffend Meldungen zur Schutztruppe seitens der Osfiziere der kaiserlichen Marine, und betreffend die DiScipllnarftrafordnung für die kaiserlichen Schutztruppen, veröffentlicht. Berlin, 31. Juli. Zum Untergang deS „Iltis" wird dem „Berl. Tagebl." gemeldet, daß man hier an unterrichteter Stelle vermuthe, dem „Iltis" sei das Ruder gebrochen oder die Maschine habe versagt. DaS Schiff sei dann willenlos Wind und Wellen preisgegeben gewesen. Von einem Taifun verlautet nichts tn dem Telegramm des Contre- Admirals TirpiS. Berlin, 31. Juli. Der Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung, soll der „Kreuz- zeitung" zufolge dem BundeSrach tn diesen Tagen als An' trag Preußens zugehen und eine Veröffentlichung im „Reichsanzeiger" alsbald erfolgen. Dem Entwurf soll eine umfangreiche Begründung beigefügt werden. Berlin, 31. Juli. Der „Staatsbürger-Zeitung" wird von einer gewöhnlich gut unterrichteten Seite mitgetheilt, daß weder bei der preußischen, noch bei der ReichSregterung der Gedanke einer Erhöhung der Brausteuer bisher in- Auge gefaßt worden fei. Dagegen bilde gegenwärtig die Frage einer Revision des Gesetzes vom 1. Mai 1894, betreffend die Erhöhung der Reich Sstemp el-Ab g ab en (Börsensteuer), den Gegenstand von Vorverhandlungen. Berlin, 31. Juli. Ein blutiger Racheact hat sich heute früh halb 7 Uhr auf dem Hohenstaufenplatze abgespielt. Dort hat der Dreher Carl Schönborn dem Maler Roman Dannemann aufgelauert und vier Revolverschüsse auf ihn abgefeuert. Mehrmals in den Kopf getroffen, mußte Dannemann tn daS Krankenhaus am Urban gebracht werden. Der Thäter wurde feftgenommen. Berlin, 31. Juli. Zum Fall Schröder hört die „Post", daß der deutsch-ostafrikanifchen Plantagengesellschaft nähere Mittheilungen über die dem Verhafteten zur Last gelegten Thaten noch nicht zugegangen find. Der Verhaftete war wegen seiner angegriffenen Gesundheit längere Zeit auf Urlaub in Natal, von wo er erst vor wenigen Wochen nach Deutsch Ostafrika zurückkehrte. Die in der Presse verbreiteten Schauerberichte über Grausamkeiten rc. werden in den bezeichneten Kreisen auf persönliche Rachsucht zurückgeführt. Seit Jahren seien der Gesellschaft keinerlei Klagen über daS Verhalten dieses Beamten mitgetheilt worden, so daß die Verhaftung vollständig überraschend wirkte. Schröder galt allerdings als heftig und jähzornig, wäre aber als durchaus gutmütiger Mensch bei den Schwarzen nicht gefürchtet, fon- dem beliebt. Der „Post" zufolge nimmt man an, daß Schröder, falls er frühzeitig genug nach Deutschland zurück- kehrt, diejenigen Zeitungen, die jetzt über ihn mit solchen Schauergeschichten herfallen, zur Verantwortung ziehen wird. Zürich, 31. Juli. Gestern Nachmittag 4 Uhr brach in Wiedikon vor einer Cementfabrik wiederum ein Exceß .Feuilleton. Wochcndriesr ans der Residenz. (Originalbericht des „Gießener Anzeigers"). Z. Darmstadt, 31. Juli. ÜUndtagrfchlnß. — BereinSfefie. — Theater nnb Concerte. Verschiedenes. Nach einer arbeitsreichen Session konnten die beiden Hauser des hessischen Landtags am Montag in die Ferien gehen. Heber den Schluß, der diesmal durch den Großherzog persönlich vorgenommen wurde, zu berichten, ist Aufgabe des politischen TheilS, wo dies ja auch bereits tn Kürze geschehen ist, hier sei nur tn flüchtigen Strichen ein Bild von dem bei dieser Handlung entfalteten Ceremoniell entworfen. Um 12 Uhr versammelten sich die dienstthuenden Kammerherren umb Hofjunker im Fahnensaale deS RefidenzschloffeS, die Mit- gCteber der Ersten Kammer in den Affemblvezimmern, die Mitglieder der Zweiten Kammer in den russischen Zimmern, dße Mitglieder deS StaatSministeriumS im Fahnensaal, die Hofstaaten und Adjutanten im Rampensaal. Ein dienft- thuender Kammerherr führte die Mitglieder der Zweiten «immer in den Thronsaal, der Oberceremonienmeifter die Mitglieder der Ersten Kammer. Die Erste Kammer fitzt rechts, die Zweite links von dem Throne, die Räthe der Ministerien erhielten ihren Platz zur Linken des Thrones, zwischen diesem und den Sitzen der Zweiten Kammer. Dann erfolgte der Einzug deS Hofes nach folgender Ordnung: Zwei Fouriere, die dienstthuenden Hofjunker und Kammer- Herren, die Ceremonienmeister, der Oberceremonienmeister, Se. Königl. Hoheit der Großherzog, der Staatsminister, der Minister der Finanzen, die General- und Flügeladjutanten, die nicht functiontrenben Hofchargen. Der vorantretende Dienst begab fich auf die linke Seite des Thrones, der Staat-Minister und der nachfolgende Dienst auf die rechte Seite. Hieraus verlas Se. Röntgt. Hoheit vom Throne aus die Anrede an die Stände und verließ den Saal in der angegebenen ZugSordnung. Hierauf folgte noch der officielle Schluß des Landtags durch den Herrn Staatsminister. Im Wochenbericht ist diesmal kurz zweier Vereinsfeste z« gedenken, die fich zahlreicher Betheiligung erfreuten, de- 1'/ztägigen Ausflugs des Odenwaldclubs und deS Sommerfestes der HumanitaS. Am Samstag begab stich eine große Schaar der Clubmitglieder von der Section Darmstadt mit der LudwigSbahn nach Gaimühle und wanderte bis in die Dunkelheit hinein nach MoSbach. Dort wurde Quartier genommen, und am nächsten Tag führte der Marsch, an dem fich nun auch MoSbacher Clubmitglieder betheiligten, nach Schloß Homberg am Neckar, der alten Burg GötzenS von Berlichingen. Von hier führte der Weg nach GundelS- heim und Wimpfen a. B. Die Mitglieder der Wimpfener Section waren den Darmstädter Herren schon bis Homberg entgegengeetlt und erwiesen fich auch in Wimpfen selbst als liebenswürdige Wirthe. Nach dem gemeinschaftlichen Mahle gings mit der Bahn nach Heidelberg und von da nach kurzer Rast nach Darmstadt. Die ganze Tour war fröhlich bet schönstem Wetter verlaufen. Die „HumanitaS" feierte ihr unlängst verregnetes Sommerfeft nunmehr am verfloffenen SamStag im Saalbau- garten in der üblichen Weise durch Bocal- und Jnstrumental- concert und Tanzvergnügen. Recht intereffant verliefen die Theaterabende im Saalbau in dieser Woche, so daß der arge Scandalabend von neulich wieder gutgemacht scheint. Ein Gastspiel deS Fräul. Bertha Gies ecke vom Frankfurter Stadttheater fand bei Publikum und Kritik einmüthig die denkbar günstigste Aufnahme. Die junge Künstlerin trat in Wildenbruchs „Haubenlerche", Birch-Pfeifers „Grille" und Sudermanns „Schmetterlingsschlacht" auf und durfte in jeder Rolle ganz außergewöhnliche Erfolge ernten. Am Sonntag gab es eine Premiere, die Operette „Don Alvoro" von Fritz Baselt aus Frankfurt a. M. Trotz des mangelhaften Textbuches fand daS Merkchen Dank der ganz flotten Musik freundliche Aufnahme bet dem zahlreich erschienenen Publikum, zu dem die Nachbarstadt Frankfurt a. M. ein starkes Kontingent stellte. Am Mittwoch wurde zum Benefiz für den vielbeschäftigten Regisseur und Darsteller, Herrn Cross eck die lustige Opernparodie „Faust und Margarethe" gegeben, und für den SamStag plant die Dtrection als Kindervorstellung die bösen Stretche von „Max und Moritz" vorzusühren. Schon am 12. August wird die Spielzeit des Sommertheaters ihr Ende erreichen, da die Gesellschaft dann anderweitig verpflichtet ist. Die regelmäßigen Saalbaugartenconcerte werden am Sonntag durch daS Eduard Strauß Covcert eine angenehme Abwechselung erfahren, der berühmte Dirigent ist hier noch jedesmal bei seinem Erscheinen mit stürmischem Beifall ausgenommen worden, das auSgegebene Programm bürgt für einen genußreichen Abend. Dann steht dem Saalbau im Monat August noch ein Besuch des augenblicklich in Frankfurt a. M. weilenden Berliner Parodietheaters bevor und außerdem ein solches eines plattdeutschen Ensemble-. Beide Gesellschaften treffen erst nach dem 12. August ein, so daß also auch nach dem Abschied des jetzigen Operettenensembles für theatralische Unterhaltung bis zur Eröffnung de- Hof- theaterS gesorgt sein wird. Allerhand bauliche ZukunstSpläne machen augenblicklich von fich reden. Leider betreffen sie nicht den Museums- neubau, deffen Beginn noch tn nebelhafte Ferne gerückt scheint, wohl aber den eines großen VergnügungSetabliffe- ments feinerer Art an den Hirschköpfen am AuSgang der Dieburger Straße. ES soll dort eine große Gartenanlage, ähnlich dem Heiligen Kreuzberg, geschaffen werden und auch ein Hotelbau Sommerfrischlern Unterkunft bieten. Sogar daS vtelbegehrte Waldhotel will man umbauen. Für Erweiterungen der Oeconomtegebäude auf der Ludwigshöhe find 60,000 Mk. tm Budget des Staates eingestellt. Der Längsbau des jetzt stehenden Gebäudes, der das vordere Plateau im Süden begrenzt, soll ntebergelegt und durch ein zweistöckiges Gebäude ersetzt werden, das Gesellschaftssäle kleinen und großen Umfanges erhalten soll. Dem längst empfundenen Mangel eines Brunnens wird durch Bohrung eines solchen Abhilfe geschaffen und zugleich eine größere Badeeinrichtung angelegt. DaS beliebte Ausflugsziel, das die Ludwigshöhe von jeher gebildet hat, wird durch diese praktischen Neuerungen gewiß an Zugkraft noch gewinnen. Schon seit Jahren weilen im Sommer zahlreiche fremde Familien zur Luftcur in dem jetzt stehenden Hotel, ihre Zahl dürfte fich nach Beendigung der Neubauten wohl noch beträchtlich steigern. Der Großherzogliche Hof weilt zur Zeit im nahen Jagdschloß Wolfsgarten, dem alten Lieblingsaufenthalt unseres jetzigen Landesherren, den er im Spätsommer mit dem im Auerbacher Fürftenlager zu vertauschen pflegt, lieber den Besuch des russischen Kaiserpaares am hiesigen Hofe steht in auswärtigen Blättern, namentlich in franzöfiichen, viel zu lesen, und über die Zeit der Reise und des Eintreffens in Darmstadt wird viel gefabelt. Hier wird allgemein bestimmt versichert, daß die Reiseroute noch gar nicht endgültig festgelegt sei, daß aber daS Kaiserpaar sicher gegen Ende September zu längerem Aufenthalte tn Darmstadt eintreffen werde, und daß deßhalb schon jetzt Vorbereitungen zur Auf- nähme der hohen Gäste im Refidenzschloß getroffen würden. aus, wobei ein Italiener erstochen wurde. Da man fit die Rächt einen Angriff auf das italienische Lonsulat befürchtete, io wurden alle Zugänge zu demselben abgefverrt. Rom, 31. Juli. Lrisp i wurde gestern in Albano von Kurgästen iusultirt. Rom, 31. Juli. Der Papst verlieh dem Fürsten Lobanow uud anderen rusfischen Functiouären hohe Orden. Mit dem Resultat der Mission de» Monsignore Tarnaffi in Petersburg ist der Papst sehr zufrieden. Er hofft dadurch den kirchlichen Frieden in Rußland dauernd hergestellt zu haben. Pari«. 31. Juli. DaS Gerücht, daß das Zarenpaar nach Paris kommen und im Ministerium des Aenßeren wohnen werde, tritt nunmehr mit aller Bestimmtheit auf. Die Regierung soll bereits offiziell davon verständigt worden fein. Paris. 31. Juli. Die katholische Preffe ist entrüstet über den Vorschlag deS LultuSministeriumS, welcher allen jungen Geistlichen der Stadt Paris die Verpflichtung auf- erlegt, während 28 Tagen Militärdienst zu leisten. Bis- her find die Geistlichen von dieser Verpflichtung befreit gewesen. ___________ Berlin. 1. August. DaS „Kl. Jonrn." meldet aus Tattaro: Die Verlobung des Kronprinzen von Italien mit der PrinzeffinHelenevonMontenegro werde demnächst officiell bekannt gegeben werden. Der Kronprinz treffe Mitte August in Cettinje ein. wo schon jetzt große Vorbereitungen getroffen würden. Zuvor unternimmt der Kronprinz noch eine Adriareise. Dirschan, 1. August. Von den Theilnehmern an dem kriegsmäßigen Dauerritt traf hier als erster der Rittmeister von Heydebrock vom 1. Leib-Husareu-Regiment nach 153/4 Stunden ein. Hamburg. 1. August. Dem „Hamb. Corresp." zufolge ist über einen Ersatz deS untergegangenen „Iltis" noch nichts bestimmt. Loudo», 1. August. Der nächste Socialisten-Con- g reß soll im Jahr 1899 in Deutschland oder 1900 tn Paris stattfinden. Athen, 1. August. AuS Kanea wird telegraphisch ein Schiff zur Aufnahme von Frauen und Kindern verlangt. Der seit einigen Tagen im PyreäuS liegende österreichische Kreuzer „Maria Theresia" erhielt infolge deffen dringenden Befehl, sofort nach Kanea abzudampfen. Er hat bereits den Hafen verlaffen. Athen, 1. August. Hier verlautet, die Pforte habe die kretensischen Forderungen bedingungslos zurück- gewiesen. Von der Berliner Gewerbeausstellung. Nenn für die Zwecke der Ausstellung errichtete Hochbauten zählt der osficielle Hauptcatalog auf, darunter an fünfter Stelle daS Gebäude für Gasiuduftrie. Wer also Alles, waS officiell zur Ausstellung gehört, gesehen haben will, der darf nicht achtlos an dem im sogenannten „naffen Viereck" zwischen der Fischkosthalle und dem Alpen- Panorama stehenden GaSindustrie-Gebäude vorübergehen. Steht es auch mit seinem etwas bescheidenen Aeußern hinter manchem lediglich für DergnügungSzwecke erstellten Gebäude zurück, fo birgt es doch in seinem Innern eine reiche Fülle sehenSwerther alter und neuer Dinge, in erster Linie und an bevorzugtem Platze die Ausstellung des Deutschen Vereins von GaS- und Wasserfachmännern, über welche uns von zuständiger Seite folgende Mittheilungen gemacht werden: Zum ersten Mal tritt dieser große, hochangesehene Verein als Aussteller auf. Er hat sich die Aufgabe gestellt, aufklärend, belehrend und unterhaltend zugleich zu wirken, und hat eS verstanden, eine reichhaltige Sammlung inter- effanter Objecte in feffelnber Form vorzuführen. Vier Gebiete sind es, auf die er baß Augenmerk beß Besucherß zu lenken bestrebt ist. Zunächst ein historisch eß, bie Entwickelung ber Flammenbeleuchtung von ben ältesten Zeiten biß zur Gegenwart. Mit einem breibeinigen Kienspanhalter unb einer russigen Kienspan Hängelampe, wie solche heute noch in einzelnen Gegenden Deutschlands in Gebrauch find, beginnt die Reihe. Altdeutsche Kerzen unb Wachßstockhalter, italienische unb griechische Olivenöl-Lämpchen, mittelalterliche Rüböl-Leuchter, brutsche Straßen-Oellaternen folgen. BesonberS reichhaltig ist die in ben Nischen der Pergola, welche bie Vereins-Ausstellung nach ber Tiefe beß Gebäubeß hin abfchließt, untergebrachte Sammlung antiker römischer Lampen auß dem Besitz beß Herrn Consul Nießen in Köln. Auß Thon, terra nigra, terra sigillata oder Bronce gefertigt, zeigen biefe meist in Köln gefunbenen, ben ersten brei Jahrhunberten unserer Zeitrechnung entstammenben, zierlichen Dinger eine gerabezu erstaunliche Mannigfaltigkeit der Formgebung unb Ornamentiruug. Wie es zu Anfang bieseS JahrhunbertS mit bem Beleuchtungswesen bestellt war, kann man an einer Stubirlampe mit Oelbrenner, einer Oel- lampe mit grünseibenem Schirm, bie im Gebrauch ber Königin Louise war, aber auch einigen Unschlittkerzen mit ben un- vermeiblichrn Lichtputzscheeren stnbiren. Neben ihnen beginnt die Gasbeleuchtung mit einigen alten englischen Brennern aus dem Jahre 1812, denen Loch-, Schnitt- unb Runbbrenner folgen. Dann kommen Brenner für Holz. Oel-, Fett- unb WaffergaS, alte Glühlichtbrenner mit Platin- unb Magnesia- Glühkörpern, verschobene Straßenbrenner, zahlreiche Mobelle von Regenerativbrennern, barunter eines ber größten je im Betrieb gewesenen, einem kleinen Ofen an Größe gleich, mit einer Leuchtkraft von 1200 Kerzen- ferner bie Reginalampen unb endlich baß Auer'fche GaSglühlicht in ben verschiebenen Stadien seiner Entwickelung, als deren vorläufiger Abschluß bie von einer auf ber Pergola thronenben weiblichen Figur getragene Leuchtkugel mit brei PreßgaS - Glühlichtern von zusammen 600 Kerzen Leuchtkraft anzusehen ist, bie ben neuesten großen Fortschritt beS GaSbeleuchtungSwesenS repräsentirt, baß PreßgaS-Glühlicht mit ber Parole: „Für vier Pfennige GaS in ber Stuube — zweihnubert Kerzen Leuchtkraft!" DaS zweite Gebiet ber Vereins-Ausstellung umfaßt bie GaSbereitung. Prächtig gearbeitete Mobelle eines Münchener GeneratorsfenS und eines Eoze-OfenS mit fchief- liegenben Retorten zeigen bie bewährte alte unb eine vielbesprochene neue Einrichtung zur Vergasung ber Kohlen. Außerbem finb Apparate zur Untersuchung ber Kohlen, zur Analyse ber Rauchgase, zur Bestimmung ber Ofentempera- tuten ausgestellt- ferner Apparate zur Untersuchung beS rohen unb beS gereinigten GaseS, zvr Ermittelung seines Kohlensäure- unb SchwefelgehaltS, seines spezifischen Gewichts, seiner Leuchtkraft unb seines Heizwerths- evbltch zahlreiche Pläne moderner Gasanstalten. Beim brttten Gebiet, Abgabe unb Verwendung beß GafeS, hat bet Verein sich auf bie Schaustellung bet zwei wichtigsten Neuerungen beschränkt, ber GaSauto- waten, jener Apparate, bie gegen Einwurf einer Münze ein entsprechenbeS GaSquantum abgeben unb ben GaSconfum bet kleinen Leuten unb oft wechfelnben Miethern heimisch zu machen bestimmt ftnb, unb eines Dessauer GaSbahn - wagens mit zugehöriger fahrbarer Comprimirftation. WaS sonst in bieseS Gebiet gehört, nämlich moberne Gasbrenner nnb Beleuchtungskörper (Kronen, Wandarme, Lyren u. s. w.), Gaskocher, Herbe, Plättapparate, Heiz- unb Badeöfen und Gasmotoren, blieb den Berliner Fachgenoffen überlassen: und waS diese im GaSindustrie-Gebäude, in eigenen Pavillons in deffen Nähe und auch im Hauptgebäude ausgestellt haben, legt glänzendes Zeugniß davon ab, wie leistungsfähig die Berliner Gewerbethätigkeit auch auf diesen Gebieten geworden ist. DaS vierte Gebiet, Bedeutung der GaSindnstrie in ihren Nebenproducten, ist das überraschendste Stück ber ganzen VereinS-AuSftellnng- benn ba lernt Mancher zum ersten Mal, wie viele unb wie wichtige Substanzen als Nebenprobucte ber GaSbereitung gewonnen werden. Theer, Cokes und Ammoniak kennt wohl Jeder, aber da stehen nicht weniger als 121 Proben verschiedener chemischer Producte, die alle auS Theer oder Gaswaffer herausgeholt find. Biele haben so lange und zungenstolprige Namen, daß man sie nicht behalten kann- aber auch ein paar gute alte Bekannte sind darunter, die man in dieser Gesellschaft schwerlich gesucht hätte: Pyridin (ber schöne Stoff, mit beffen Basen ber Spiritus benaturirt wirb), Alizarin, Fuchsin, künstlicher Jnbigo, Antipyriu, Blutlaugensalz, Saccharin (breihunbert Mal so süß wie Zuckerl) u. a. m. Als greifbare, nützliche Erinnerung an ben Besuch bteser Ausstellung verkauft ein beim Eintritt zuerst in die Augen fallenber Automat für einen Nickel eine elegante, kleine Broschüre, in welcher mancherlei Vorurtheile gegen baS GaS entkräftet, alle Vor- theile seiner zahlreichen Auwenbungen hervorgehoben unb viele practische Winke für GaSconsumenten gegeben finb. Der Titel bieser Broschüre „Kein HauS ohne Gas!" hat etwas von bem so populär geworbenen categorischen Imperativ „Koche mit Gas!" an sich. Wer aber baß GaSinbuftrie- Gebäube aufmerksam durchwanbert hat, wirb ihn nicht unberechtigt finben. CocaUs nnö provinziellem Gießen, ben 1. August. ** Auszeichnung. Seine König!. Hoheit ber Großherzog haben Allergnäbigft geruht, ben Gerichtsmänuern Valentin Schäfer II. in Rimbach, Amtsgerichtsbezirk Schlitz, Michael Schneider in Haßloch, Peter Ackermann IV. in Nauheim unb Johannes Theiß in Stockhausen baß Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. * * Ernannt würbe am 21. Juli 1896 ber Georg Jahn zu Bad Nauheim zum Werkführer beß Electricttäts' werks bei ber Babeanftalt zu Bad Nauheim, mit Wirkung vom 1. August b. I. • * Der heutige erste Wocheuwarkt nach Inkrafttreten ber neuen Marktorbnung war oerhältnißmäßig gut befahren. Wie bei allen Neuerungen, so waren auch hier einige Un- zuträglichkeiten, bte mit ber Zeit abgestellt werben, nicht zu vermeiden. Besonders hinderlich wurde ber Verkehr an ber Butterwaage, bie sich im Eckpavillon ber Marktlauben am Lindenplatz befindet- es wurde vielfach die Meinung laut, der Waagenraum sek zu klein. (Nach Anficht unseres Berichterstatters ist das Wiegen der Butter Überhaupt nicht mehr zeitgemäß, es würde manches Aergerniß vermieden, wenn, wie dies anderwärts geschieht, bie Butter bereits in Pfunb-, bezw. HalbpfunbstÜcken zu Markt gebracht würbe.) Die Butterverkäufer schoben sich daher auf der Markt- laudenstraße auf dem kleinen Platz vor dem Wteglocal zusammen, so daß öfters ein Gedränge entstand, während nach dem Brandplatz hin noch genügend Platz vorhanden war. Auch auf dem Lindenplatz war der Andrang groß. ES ist hierbei allerdings zu berücksichtigen, daß unter ben Marktbesuchern viele waren, die lebiglich auS Neugier Über ben Gang ber Sache erschienen waren. Hoffentlich werden die Anstände, die ohne Zweifel hier und da noch zu Tage treten, bald beseitigt. In den Marktlauben selbst war noch wenig Verkehr. — lieber den Zweck ber Malereien an ben Ein- gangSthÜren zum Bebürfnißhäuschen find bie Marktbesucher wohl durchgängig im Unklaren. Soll vielleicht die Nähe ber Kunsthalle bamit angebeutet werben? Rene Postkarten voa Gießen. Die Firma Ernst Balser, MäuSburg, Hier, welche im vorigen Jahre gelegentlich beS mittelrheinischen Turnfestes unb beß lanbwirth- schaftlichen Festes so schöne Anfichtenpostkarten heraußgab, hat speciell für bie Feier beß 50jährigen Jubiläums deS Turnvereins eine reizende Postkarte mit Anficht ber Turnhalle, mit Turner-Enblemen rc. in künstlerischer Ausführung unfertigen lasten. Diese Karte wird gewiß allen Theilnehmern am Feste eine willkommene Gelegenheit zur ' Absendung eine» kräftigen „Gut Heil" bieten. Außerdem hat bie Firma noch eine Anzahl anderer Postkarten mit Aa- fichten vom Hotel Einhorn, Schiffenberg, sowie noch mehrere biterfc Poftkartenanfichten von Gießen rc., schließlich auch eine hübsche Stnbentevkarte unfertigen lüsten. Zeichnung, Gravur unb Farbendruck ber Kurten finb tabelloS. ** Der Schutzeuverei» begeht um Sonntag und Montag, ben 16. unb 17. b. Mts. ein großes PreiSschießen unb hat hierzu bereits sämmtliche Vereine beß Mittel,Heios und des VerbanbS Heffen-Nuffau etngelaben unb rechnet man auf ziemlich starke Betheiligung auswärtiger Schützen. Da ohne ein Volksfest ein PreiSschießen unbenkbur, so wirb an beiben Tugen bte hiesige Regiments-Musik concerttren uni zum Tunz uusdlasen, während CurroustelS, Spiel- und sonstige Buden den andern Thell beß Volksfestes bilben werden. Wie wir erfahren, ist ber Eintrittspreis auf 20 Pfg. fest, gefetzt unb baß Glaß Bier wirb zu 10 Pfg. abgegeben werden. Diese nleberev Preise entsprechen einem wirklichen Volkssch, unb sichern schon im Vorauß einen regen Besuch des Preis, schießenß. * • 50jährige Zndelfeier des Turnvereins. Eß wirb gemij mit Freuden begrüßt werden, daß beabsichtigt ist, nächsten Montag alß Abschluß ber morgen zu begehenben Festlichkeit beß Turnvereins einen Spaziergang mit Damen auf den Schiffenberg zu unternehmen. Abmarsch: 2 Uhr von ber Wieseckbrücke auß. Bier im Glaß. Der hiermit bet* bunbene Gung auf ben schön gelegenen Platz wirb eine rege Betheiligung veranluffen unb ber Humor wirb bei einer fröhlichen Schaar Turnschwestern unb Turnern nicht mangeln. Durch Diplome ausgezeichnet würben von ben beiben hiesigen Turnvereinen bte Mitglieder beß Gesammt-ComitSs für baß vorjährige 22. Mittelrheinlfche Turnfest in Anbetracht ihrer Mitwirkung zum Gelingen beß Festes. Jubiläum. Herr Ernst Stuhl blickt heute auf feine 25jährige Thätlgkeit bei der Firma BuberuS'sche Eisenwerke zurück. * * Einige schön getriebene filberne Gegenstände find in bem Schaufenster beß Herrn Uhrmacher und Optiker Karl Ramstock, Selterßweg 6, außgestellt. Theilweise finb bie- selben auß bem Kunstmuseum zu Paris unb von hohe» Alter. Grünberg, 30. Juli. Die Vorarbeiten für baß neue AmtSgerichtßgebänbe finb In vollem Gange. Vorausgesetzt, baß bie Stände die hierfür nöthtge Geldsumme bewilligen, soll bereits im nächsten Frühjahre mit bem Bauen begonnen werben. Gestern weilte Herr Baurath Reul in g aul Gießen hier, um bezüglich beS Bauplatzes mit bem Stadt- vorstanb Verhandlungen zu pflegen, bie bahin führten, baß Seitens der Stabt ein 1620 duabratmetcr großer Bauplatz neben ben Schmibt'schen Wohnhäusern an ber Lonborfer Straße zur Verfügung gestellt wirb, unb zwar zum Preise von 1 Mark für ben duabratmetcr. A Ruppertenrod, 31. Juli. Eine Rabenart, sicher die Saatkrähe, richtet in unserer und auch den angrenzendeR Gemarkungen ganz beträchtlichen Schaden an, derzu» Abschuß der überaus schädlichen Vögel dringend aufforbert Nachdem diese Raben die jungen Malsfelder vielfach beschädigt, hernach die Anpflanzung ganzer Aecker von Kohlrüben vernichtet, wenden sie jetzt Ihre Zerstörungslust den reifen Weizen- unb Gerstefelbern zu. Hier taufern sie oft fast die sämmtlichen Aehren eines Ackers aus, sodaß diese wie auS- gedroschen emporstehen. Auch an den Edelkirschen, bie man jetzt häufiger wie früher pflanzt, haben die Raben in biesem Sommer ganz bebeutenben Schaben angerichtet, labern sie hier nicht selten in einzelnen Gemarkungen, wie z. B. in Lauter, fast bte ganze K rschenernte vernichtet haben. Wie man öfters bei Ueberhanbnahme ben Sperlingen mit Erfolg ben Krieg erklärte, so wäre gewiß ein Gleiches bei den Raben im Jntereffe unserer Landwirthe geboten. Herbstein, 30. Juli. Herr HilfßgerichtSschreiber Stellet erntete in seinem Garten am Samstag eine japanische Riesen- klettergurke im Gewicht von 3 Pfunb. ES ist bleS ein Beweis, baß sich auch in unserem verschrieenen Vogelsberg burch rationelle Behanblung manch' schöner Erfolg erzielen laßt. Freiensteinau, 30. Juli. Gestern Morgen, früh von t/,3 Uhr an, zogen mehrere Gewitter über unsere Gegend, von benen baß erste ein sehr gefährliches war. Zwar, el blitzte unb donnerte nur sehr wenig- aber die wenigen Blitzschläge scheinen alle zur Erde gegangen zu fein, denn auf verhältnißmäßig kleinem Umkreis zählt man 4 Fälle. Davon entfällt auch einer auf hier. Der Strahl ging in den Schornstein des I. Steufinger, hat aber sonst keinen erheblichen Schaben angerichtet. In Breibenbach bet Schlüchtern erlagen bem Blitz zwei Stück Vieh. § Auß dem Ohmthal, 31. Juli. Wer ber Vogelwelt ein wenig feine Aufmerksamkeit wlbmet, dem wirb nicht entgangen sein, baß in diesem Sommer die Schwalben in einer auffallenden Minderzahl vorhanden sind. Während sonst an geeigneten Dachgesimsen ganze Reihen von Schwaldeo- nestern mit junger Bevölkerung zu erblicken waren, find jetzt viele alte Schwalbennester ganz leer geblieben unb neugebaute Nester viel seltener als sonst vorhanben. Die Minberzahl der Schwalben bemerkt man auch an den WafferpsÜtzen, woran fie das Material zu ihrem Nesterbau holen. Sooft sah man sie an solchen Stellen schaarenweise, jetzt nur gaoz vereinzelt. Nicht nur die Anzahl ber Mauerschwalben, sonbern auch die ber Rauchschwalben ist auffallenb gering Die Nlftstätten ber letzteren, welche biefe in Vlrhställe gern verlegen, bemerkt man in biesem Sommer nur sehr selten. Die Abnahme ber Schwalben ist nur sehr zu beklagen, weil bie Schwalben zu ben allernützlichsten Vögeln zählen. Sicher ist bie verringerte Anzahl berfelben aufß Kerbholz bei MaffenmorbeS ber Bögel in Frankreich unb Italien zu schreiben, von wo auß bie vogellelchen zu Modezweckcv maffenwetse auch nach Englanb geführt werben. Ein internationaler Schutz ber Schwalben müßte angeftrebt werben, um ber Vernichtung dieser so überaus nützlichen Vögel ein Ziel zu setzen. «•“iS"”, L lebte seit" Ci«ei,e"„h \ Mit in haben- ® eoMi«bl 1? A*,w” S-i «* iS"1 * mtrM ‘ «L. W'"“ ul |ol I>°» * * Uh11'®1™1 Ml ml« c3a den Steuern zu Theilen die Hc i r dahingestellt fein ßnficht auß, Soifom ■- jlli vorgckomvei aijutveichen. Wir t eriebigt, ba fach dir M rin 2 tifUn würben. Rr -n- 6tiUnau, bet ben Nedendahni f h n b e ergeben vi -rgönzung unserer Anzeiger Nr. 174, gefunbene Mensche gesprochen worden der Erde gelegen ft daher sehr wah 1797 bei Echzell ( dazu gehörenden ft gswöhn/ich groß Do dessen wurden foty Don eigenth ■la^Uxbe, Maniih ^wer ^wei Bchalr l'chew TSpserthon hoher henkeikrng t der AnSflußöffnung sind vollständig int im sogen. Büderich AusfüllungSgrund, erworben. Neben Baunnternehwer e schmalspurige» Gel straße fühlt, auf ldast und so ben s •trb. Nachdem m ^ütiichSacker enint itr Römerstraße, Elbach nach Echzx -khoben und werb! JinistdQ btn 4 Ä 8jar,a6lun5fl: (f* Stil?- OK ’"w’,reSid 6 «ifl Mf,,' f^sfees andex. *Mi W)Dttk Hützrv. s° < cetthm •«ttbln- Jeu tott 20 $le. Btbtn top en 8olt< h des ty. ”•1 H.8lS I Mti #I1 *h/ n6d|i “ Seftlldji len anf | u 11 Wniüt ’irt eine tt trd bei eii Mt tnangt on den beit. lMM-ConH in Anbei«: El henie t ruS'sche gilt avde find Optiker St -eise find d: > von hch jüt das tia Vorausgeici ne bewilltzv men begonr lenling a it dem Stab führten, it roher Bach der Londorii it zum Pic iQit, Wr' i anflrenjenl n an, btrji tot aufforAr er nlelW von ShlrÜdc Hilft M teile fielst Ich! //ese wir hm, bie m bin in klein tt, indem wie z. $■ •t haben, k gen mit Er leicheS bei :en. reibet Stelle panische M ft dies ein 8 ogelSberg der Bogels i wird nicht es Zchwalbev - find. * iwn©*»f* waren, fi" >' i und vengt^ Die Vinderi" : sr** "nut I# :t»; „«ftl* itzlichtv y0B egen, früh »’ unsere Gege^ >ar. e wenigen M fein, bin« « 4 gilt. D--- il «l’f *n * 4bttW* -j- Heldenbergea i. d. W., 31. Juli. Der hier bei dem Geistlichen Rath, Herrn Decan Brentano, kürzlich zu Besuch eingetroffene Pfarrer a. D. Röder wurde, im Alter von 75 Jahren, vorgestern nach kurzem Kranksein von dem Tode ereilt. Der Verstorbene war dahier geboren, wurde in 1844 Priester, wirkte 37 Jahre laug in Engelthal and lebte seit mehreren Jahren als freirefigntrter Pfarrer zu Aschaffenburg, woselbst ihm erst vor Kurzem sein Bruder, Rendant Röder, im Tode vorauSgiug. R. i. p. 4- Ober beemen (Kreis Schotten), 31. Jult. Bei der hiefigen Postagentur wird in den nächsten Tagen die neue Telegrapheueinrichtung für Fernsprechbetrieb eröffnet werden, mit welcher zugleich eine Unfallmeldestelle verbunden ist. §§ Bermuthshain, 30. Juli. Der zweiten" Erklärung und Richtigstellung in Nr. 176, zweites Blatt dieser Zeitung, über den Steuerzettel von sechs Pfennig, ist noch zum Schluß ein Nachtrag zu machen. Der »u^ -n- Gettenau, 29. Juli. Die Voraussetzung, daß sich bei den Nebenbahnbauten in der Wetterau A lt erthurnß- svnde ergeben würden, bewahrheitet sich immer mehr. In Ergänzung unserer Mittheilung vom 24. d. MtS. (Gießener Anzeiger Nr. 174, erstes Blatt), fügen wir hier bei, daß der ge| unbene Menschenschädel fachmännisch untersucht und ausgesprochen worden ist: er könne höchstens hundert Jahre in dec Erde gelegen haben. Der Eigenthümer des Schädels ist daher sehr wahrscheinlich in den Kriegsjahren 1796 oder 17?97 bei Echzell gefallen und dort beerdigt worden. Die dazu gehörenden Knochenreste beweisen, daß der Mann un* gewöhnlich groß von Körpergestalt gewesen sein muß. Unterdessen wurden folgende andere Funde gemacht: Mehrere Hufeisen von eigenthüml'ch platter Form. Vielleicht waren Lastpferde, Maulthiere und Maulesel damit beschlagen. Ferner zwei Schalen von hübscher Arbeit, aber aus gewöhnlichem Töpserthon gefertigt; sodann ein kleiner etwa 15 Ctm. hoher Henkelkrug auS weißlichem Thon. Der Krug ist an bet' Ausflußöffnung Leiber ein wenig beschädigt, die Schalen finid vollständig intact. — Interessanter find die Funde, die Im sogen. Büderich gemacht wurden. Um den nothwendigen Au-SfüllungSgrund zu erhalten, wurde ein Acker im „Büderich" erworben. Neben der hölzernen Horloffbrücke errichtete der Bauunternehmer eine zweite, Bockbrücke- darüber ist ein schmalspuriges Geleise gelegt, welches auf die große Staats- strcrße führt, auf dieser eine Strecke östlich, dann nördlich läuft und so den Acker erreicht, wo der Grund entnommen wird. Nachdem man etwa einen Tag lang Grund auf dem Bü.drichSacker entnommen hatte, stieß man auf baß Pflaster der Römerstraße, bie von Friedberg über Schwalheim und Melbach nach Echzell führte. Die Pflastersteine wurden auö- gchoben und werden bei unseren Nebenbahnbauten weitere Verwendung finden, vier starke Pfähle aus eichen Rundholz, je anderthalb Meter von einander entfernt, wurden aufgedeckt. DaS Herzholz der Pfähle war, weil weicher, verfault,- daß übrige Holz ist noch fest. Zwei römische Kupfermünzen, in der Größe und Stärke eineß Markstückes, wurden gestern gefunden. Auf der einen Seite zeigen die Münzen Spuren von Bildern, die erst näher untersucht werden müssen. Eine andere Münze von gelblichem Blech, nur auf der einen Seite mit einer Figur und mit Buchstaben versehen, warf der Finder (angeblich!) weg, weil doch nichts dran wäre. Möglicherweise ist dies das werthvollste Stück gewesen, das biß jetzt gefunden wurde. Endlich erhielt Einsender gestern auf dem Arbeitsfelde den Fuß einer starken Terrafigillata-Vase, auf der die Buchstaben BIRIVSF eingepreßt find. Wer entziffert diese Schriftzeicheu? Der Todtenschädel, der Krug und bie Schalen sollen bemnächst nach Darmstabt abgeliefert werden. Da man mit Aufdeckung der Römerstraße erst den Anfang gemacht ist, ist anzunehmen, daß weitere interessante Gegenstände zum Vorscheine kommen werden. Mainz, 31. Juli. Vor der Strafkammer beß Lanb- gerichtß stauben heute brei jugendliche Straßenräuber, der 14jährige Ludwig Bucher, der 13jährige Konrad Dahlen und der 13jährige Gustav Winter ans Mombach. Die noch schulpflichtigen Burschen haben am 27. April einer Anzahl Knaben im Mombacher Walde mit Gewalt die Taschenmesser abgenommen, mit diesen alsdann die Knaben bedroht und ihrer särnrntlichen Habseligkeiten beraubt. Das Gericht erklärt, ein Exernpel statuiren zu müssen, um den seit Jahren im Mombacher Walde verübten Excesseu ein Ziel zu setzen. ES verurtheilte den Bucher zu zwei Wochen, den Dahlen zu fünf und Winter zu drei Tagen Gefängniß wegen räube- rischer Erpressung.____________________________________________ Auszug cm» den Stunde»uints*egrfte*« der Stadt Gießen. ttttffltbote. Juli: 28. Heinrich Theodor Rühl, Friseur dahier, mit Bertha Ernestine Wilhelmine Bender hierselbst. 28. Eugen Philipp Funk, Gerichts-Assessor zu Mainz, mit Wilhelmine Erckmann hierselbst. 29. Adolf Heinrich Klingspor, Fabrikant dahier, mit Frida Amalie Franziska Emilie Buderus zu Lollar. 30. Otto Richard Frenzel, Kürschner dahier, mit Emilie Luise Karoline Johanna Christine Marie Elisabeth Hohmeier, geb. Gail, Wittwe des Eisenbahn-Kanzlisten Friedrich Hohmeier dahier. OtbOttIM* Juli: 20. Dem Restaurateur Christian Riegelmann ein Sohn. 21. Dem Premterlieutenant Maximilian Brack ein Sohn, Friedrich Wilhelm Carl Alfred. 22. Dem Viceieldwebel Ferdinand Hetz eine Tochter. 23. Dem Metzger Georg Ruthsatz eine Tochter, Minna Marie. 23. Dem Schmied Franz Gantz ein Sohn, Franz Joseph. 24. Dem Hoboist Wilhelm Andrä ein Sohn, Friedrich Wilhelm Paul Victor. 24. Dem Untoersttäts-Professor Dierk BehrenS eine Tochter. 24. Dem Schreiner Georg Vetth eine Tochter, Marte. Juli: 24. Franz Joseph Gantz, 18 Stunden alt, Sohn von Schmied Franz Gantz dahier. 25. Anna Noll, geb. Kauth, 62 Jahre alt, Ehefrau von Taglöhner Georg Stoll zu Espa. 26. Moses Grünebaum, 49 Jahre alt, Weinhändler zu Mainz 26. Franz Carl August Stegeletz, 62 Jahre alt, Gepäck Expedient t. P. dahier. 26. Philipp Wagner, 42 Jahre alt, Maurer von Krofdorf. 30. Bertha Rau, geb. Heyer, 79 Jahre alt, Wittwe von Großh. Hess. Steuerrath Philipp Rau von Seligenstadt. 30. Käthchen Sell, 4 Monate alt, Tochter von Redacteur Wilbelm Sell dahier. A«r;«g aus den «irchenbücheen der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Lukasgemeinde. Den 18. Jult. Karl Ernst Louis Urbach, Küfer, und Katharine Becker, Tochter deS verstorbenen AckersmannS Johann Jakob Becker zu Wolfgrube. •etanftt. Matth SuSgemeinde. Den 26. Juli. Dem Kaufmann Wilhelm Frohnhäufer ein Sohn, Hermann Karl Georg, geboren den 24. Juni. MarkuSgemeinde. Den 26. Juli. Dem Locomottvheizer Friedrich Marheinecke ein Sohn, Heinrich Bernhard Karl, geboren den 18. Juni. Denselben. Dem Handelsmann Heinrich Schäfer ein Sohn, Georg Jakob, geboren den 1. Mat. Denselben. Dem Schreiner Karl Andreas Schreier ein Sohn, Joseph Karl Roberr, geboren den 29. Mat. Denselben. Der Wittwe des am 16. Jult d. I. verstorbene« Taglöhners Heinrich Hopp ein Sohn, Friedrich Karl, geboren den 17. Juni. LukaSgemetnde. Den 26. Juli. Dem Schreiner Karl Kliffmüller eine Tochter, Karoline Eltse, geboren den 10. Juni. Denselben. Dem Locomottvheizer Arnold Handloscr eine Tochter, Ella Margarethe, geboren den 13. Juni. Denselben. Dem Kaufmann Friedrich Leo eine Tochter, Eltse Minna Johanna Christine Antonte, geboren den 30. Junt. JohanneSgemeinde. Den 26. Juli. Dem Schuhmacher Heinrich Etzelmüller eine Tochter, Bertha Elisabeth Johanna, geboren den 27. Juni Militärgemeinde. Den 26. Juli. Dem Vtcefeldwebel Johann Karl August Roschlau ein Sohn, Heinrich August Julius, geboren den 1. Jult. Beerdigt«. MarkuSgemetnde. Den 28. Juli. Franz Karl August Stegeletz, Gepäck-Expedient in Pension, verhetrathet, 62 Jahre alt, starb den 26. Jult. Schrffsnuchpichten. Norddeutscher Lloyd, tu Gtetzen vertreten durch die Agenten Earl L00S und I. M. Schulhof. Bremen, 3O.Juli. (Per transallantifchen Telegraph.) Der Schnelldampfer Lahn, Capitän H. Hellmers, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. 1 Bremen, 30 Juli. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Roland, Cavilän v. Bardeleben, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen. _________________________________ Pcrfcbr, Ca«6< unb VsUswirthichaft. eutttt, 1. August. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0 95-1,10 Hühnnrter pr. St. 0 4, 2 St. 12—13 4, Enteneier 6 4, 2 St 0 Gänse-- eter pr. St. 00-00 4, Käse pr. St. 5-10 4. Käsematte pr. St. 3 4. Erbsen pr. Lite, 17 4, Linsen pr. Liter 28 4. Tauben pr. Pa« X 0,60 bis 0,90, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,20, Hahnen pr.Stück X 0,60-0,90, Enten pr. Stück X 1,60-2,00, Gänse pr. Pfund x 0,00-0,00, Ochsenfletsch pr. Pfd. 70-74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64—68 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 50 biß 664, Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr- Pf^50-00 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00 btt 8,00 JL, Weißkraut pr. Stück ü-00 4, Zwiebeln pr. ®wtnet X 5,00—0.00, Milch pr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfund 15—25 4. Witteruugsbericht vom 31. Juli. lieber Nordwesten und Nord-Europa lagert hoher Druck und namentlich über den britischen Inseln ist das Barometer wieder stark gestiegen. Auch im Südwesten des ErdtheUS, sowie auf einem räumlich eng begrenzten Gebiet über Süd- und Südost-Bayern hat sich noch relativ hoher Barometerstand erhalten. Sonst steht gan- Europa unter dem Einfluß niederen Druckes und sind wehrfach flache Minima zu erkennen. Indessen sind die Druck Unterschiede sehr gering und die Witterungsverhältnisse bebalten dementsprechend fast allenthalben ihren unbeständigen Character. Im südlichsten Deutschland ist unter leichtem Föhn-Einfluh thetlweisc Aufklaren eingetreten. Im übrigen Süddeutschland war der Himmel am Morgen noch bedeckt. Die Temperaturen sind im Allgemeinen nur wenig verändert. Bei wechselnder Bewölkung wieder etwas wärmeres Wetter. Gewitter nicht ausgeschloffen. Temperatur der Lahn und Lust nach Reamnur gemessen am 1. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17», 8, Luft 15tir Haarpflege Die rationelle Pflege des Haupthaares und die gehörige Einsalbung deS Haarbodens mit einfachen reinen betten empfiehlt Prof. Bock dringend in feinem Buche vom kranken und gefunden Menfchen. Als ein vorzügliches Mittel zum Einreiben des Haares ist die ärztlich empfohlene Rotzmarkpomade zu bezeichnen, welche, mild parsümirt, nach den damit wiederholt gemachten Erfahrungen nicht nur zur Erhaltung gesunder Haare dient, sondern hauptsächlich auch bei Haarerkrankung und zur Kräftigung des Haarwuchses unübertreffliche Dienste leistet, auch das Ausfallen der Haare verhindert, so lange noch nickt die HaarsSckchen und HEkeiwe (Papillen) abgestorben find. Gleichzeitig fei auf das erhältliche doppel geläuterte reine Roßmark aufmerksam gemocht, welches al« sehr stärkende und heilkräftige Einreibung vielfach empfohlen und von Aerzten anerkannt worden ist. (Siehe Inserat in heutiger Nummer.) Versteigerungen. * Versteigerung. Dienstag den 4. August l. I., Nachmittags 2 Uhr ttdüetgern die Unterzeichneten Neustadt 5 5 (früher Bramm) gegen Brarzahlung: I) 1 Ptanino, 1 Verticow, 2 Wandspiegel mit Trumeaux 1 Sopha mit 2 Sesseln, 2 Commoden, 9 Eichenholz- unb Rohrstühle, 1 Serviertisch, ein Nipptischchen, 1 ovalen Tisch und einen anderen, 2 Nachtschränkchen, 1 gestickten Ofenschirm, 1 Hängelampe mit Zügen, 1 Schaukelsessel, 1 Regulator, 1 Schreibtisch mit Briefregal, ■ 1 Waschtisch, 1 einthürigen Kleider- schrank und mehrere Bilder. Alles bessere Sachen. $)i 1 Pianino und ein eichenes Büffet (beides noch neu), mehrere Salat-, Fisch-, Tranchtr- und Butter- und Käse - Bestecks , 4 Tortenschaufeln. 2 Etuis mit 6 Löffeln, 12 porzell. Waflereimer, 41' Dutzend Crystall- Eompottteller, 60 desgl. Compott f(büffeln, 13 Kaffeeservice, 2 Ladenschränke , 1 Ladentheke, 2 Sopbas, 1 Spiegelschrank, mehrere Oel- gemälde, 6 Etchenstämme, 1 Pferd und andere Sachen. Oie Versteigerung ad. 1 findet pstiimmt, &*. 2 voraussichtlich theil- pilsse statt. Bor«, Engel, Gerichtsvollzieher. 6985 Verderben Sie sich Ihr Haar ja nicht mit scharfen, svirituösen Mitteln, da dieselben statt den Haarwuchs zu zu fördern, den Haarboden «.Wurzeln) vertrocknen und verdorren und selbst das üppigste Haar zum Absterben bringen. [6978 Prof Bock empfichlt in feinem Buche vom gefunden und kranken Menschen zur Stärkung und Kräftigung, sowie gegen daß Ausfallen der Haare, den Gebrauch möglichst reiner Naturfette. Als etwas ganz Vorzügliches ist die reine, ärztlich empfohteue. Überall bewährte, die grStzte« Erfolge erzielende und gesetzlich geschützte Rossmarkpomade zu bezeichnen. RetueS, doppelt geläutertes Roßmark TSWG zum Einreiden, Nalurheilmittel 1. Ranges ohne Concurrenz, gegen Rheumatismus, Gicht, Verrenkungen, Verstauchungen, bei scrophulösen Kindern rc stets frisch im Alleinverkauf M Eberh. Dort, Wall- thorstraße 45, Gießen, ä Büchse50 Pfg., Fl. 1 Mk. zu haben. Versandt und Lager A. Lucas, DreSden-Ptesche«. la. neue holl. Vollheringe per Stück 6 Pfg. empfiehlt 6995 G. Herbordt, Marktplatz 18. ÄL MMHüUs Freibank. [6958 Heute und Montag: Schweinefleisch nicht labenrein, pr. Pfd. 40Psg. Die Freibank bleibt bis 10 Uhr Abends geöffnet.___________ Heute Abend 6988 gebackene Fische L. Feldhaus, Wiener Hof. Prima neues Sauerkraut, sowie eingemachte Gurken empfiehlt 6994 H. Klotz, Mäusburg 17. k^ermiethungen^J Schönes, kleines Logis oer 1. September zu vermiethen. 7005______M. Levi, Seltersweg 35. 7010] Ludwigstraße 28, vis-ä-vis der Aula. 6 Zimmer mit Zubehör, mittlerer Stock, per 1. October zu vermiethen. 6979] Kleine Fam.-Wohn. mit Küche und Zubeh. sof. zu beziehen. Kaplansgasse 3. 6981] «l. 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