M. 153 Erstes Blatt Donnerstag den 2. Juli 1896 Amts- und Airzeigeblatt für den Uveis Gieren. chratisöeitage: Kießener Kamitienbkätter aletckoiel die neue Weltanschauung über die Cuttürstelluna der Thieres im Falle Beobachtung der erforderlichen Dorgsau von oer ^'°V'L°7 °kd "«!»«n-er-r D.b.tt- mit einem °°m Alle Annoncen-Burcaux beS In- und Au-lande- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Die Gießener AamitienVtLlter »erden dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt. zurückfallen. Buch 1, Allgemeiner Theil, wird debatteloS erledigt. Bei Buch2, Recht der Schuldverhältnisse, beantragt Abg. von Kardorff Wiederherstellung der Bestimmung, wonach bei Tödtung oder Verletzung eines Menschen durch ein Hausthier der Besitzer des Thieres im Falle Beobachtung der erforderlichen Sorgfalt von der Distriets-Einnehmerei Gießen I. Das GeschästSlocal befindet sich von Donnerstag den 2. Juli d. I. ab Alieestratze 18, parterre. Wolfschmidt, FtnanzaSpirant. Der Anzeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme de- MontagS. wenn es sich um ein für die gewerblichen Zwecke des Besitzers noth- wendiges Hausthier handelt. Abg. Haußmann (südd. Vp.) beantragt WiederherstellunU der Ersatzpfl'cht für Hasenschaden. Der Antrag wird nach kurzer Debatte mit 168 gegen 85 Stimmen abgelehnt. Das 2. Buch wird bis zum Abschnitt Hypothek nach den Beschlüssen 2. Lesung erledigt. Morgen 11 Uhr: Vertagungsvorlage, Weiterberathung dev Bürgerlichen Gesetzbuchs. (Schluß 6*/< Uhr.) «olff» tel-graphische» Eorrespondenz-Bure-». Berlin, 30. Juni. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg.- meldet, beehrte Prinz Ludwig von Bayern heute Nachmittag den R e t ch s k a n z l e r mit einem längerem Besuche. Berlin, 30. Juni. Prinz Ludwig von Bayern stattete heute Nachmittag in Begleitung des bayerischen Ge» sandten Grafen Lerchenfeld und der Mitglieder der Gesandt, schäft der GewerbeauSftellung einen längeren Besuch ab. _ Die „Post" meldet: Stöcker hat bet dem Amtsgerichte Saarbrücken die Beleidigungsklage gegen Freiherr« v. Stumm eiugereicht. Das Blatt bemerkt dazu, daß die zuständige Gerichtsstelle für Freiherrn v. Stumm Neuuktrchen fei. Wilhelmshaven, 30. Juut. Der Kaiser besichtigte mit dem Prinzen Heinrich und dem Staatssecretär Admiral Hollmann eingehend das neugebaute und neu armtrte Panzerschiff „Deutschland" und begab sich hierauf au Bord der „Hohenzollern" zurück. Metz, 30. Juni. Das Arttlleriedepot III. tu Devant-les-Ponts steht seit 7 Uhr in Hellen Flammen. Um 7% Uhr erfolgte eine theilweise Explosion. Zahlreiche Personen wurden schwer verletzt, einige find tobt. Da eine große Menge ExplosionSstoffe im Zeughaus lagert, schwebt die Umgegend in größter Gefahr. Metz, 30. Juni. Die im Arttlleriedepot gelegenen Granaten find 10 Minuten vor 8 Uhr explodirt. Genaue Nachrichten Über die Größe deS Unglücks fehlen. Man meldet 15 tobte unb 50 verwundete Soldaten und Feuerlöschmänner. Der Bahnverkehr nach Luxemburg und Trier ist gesperrt. KouiggrStz, 30. Juni. Während der letzten drei Tage fanden auf den Schlachtfeldern Böhmens erhebende Gedenk- feiern für die im Kriege 1866 Gefallenen statt. Die Militär, und Civilbehörden, zahlreiche Vereine und ein großer Theil der Bevölkerung nahm an den Feiern thetl. Rom, 30. Juni. Deputirtenkammer. Bet Be- rathung des Budgets deS Ministeriums des AuSwärttgen erklärte der Minister des Aeußern, Herzog di Sermoneta, Treue zum Dreibund, enge Freundschaft mit England, herzliche Beziehungen zu allen Mächten seien die Grundzüge der italienischen Politik, welche das Ziel erfolge, den Status quo tm Orient und Mtttelmeer aufrecht zu erhalten und die Ruhe in Europa zu wahren. Paris, 30. Juni. Meline beabsichtigt, Mitte Juli einen Gesetzentwurf einzubringen behufs Schaffung von Ausfuhrprämien für französischen Zucker. Die erforderlichen 15 Millionen sollen durch Erhöhung der Zucker- steuer aufgebracht werden. Meline beantragt, daß die Bor« läge noch vor den Ferien berathen wird. N-ptich« de» B«r««m .Herold Berti«, 30. Juni. Dem StaatSmiuister Freiherr« vou Berlepsch ist, wie der „ReichSavzetger" meldet, a«. läßlich seines Rücktritts vom Kaiser mittelst huldreichen Handschreibens deffen Büste verliehen worden. Berti«, 30. Juni. Aus Chrtstianta wird gemeldet, daß für die bevorstehende NordlandSreife des Kaiser» die Lootsen für die Yacht „Hohenzollern" und einem Aviso zum 2. Juli nach Kopervik, nördlich von Stavangen, bestellt worden find. Zuerst besucht der Kaiser Gardelegen, von wo auS er sich wahrscheinlich über Land nach Voß, Stalheim und Gudwangen begibt. Dann werden die übrigen Fjorde des Westlandes bis Drontheim, dem Endpunkt der Reise, besucht. Bergen wird voraussichtlich auf der Rückreise Anfang August angelaufen werden. Verliv, 30. Juni. Auch der „Nordd. Allg. Z'g." wird es al» wahrscheinlich bezeichnet, daß man im Bunde», rathe geneigt sein wird, daS Detailreisev im Wetnhandel zuzulaffen. Berti«, 30. Juni. Heute Mittag hat im Handel». Ministerium die Urbernahme der Geschäfte durch den neu ernannte« Minister Brefeld stattgefuuden. Der bisherige Minister Freiherr v. Berlepsch verabschiedete sich tn längerer vierteljähriger Aös»»e«e«ts»retO0 2 Mark 20 Pkg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pf». Redaction, Lxpeditia» und Druckerei: A4»cstr«t< yr.1* Fernsprecher 5L ■ Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. N^Abg. v. Kardorff (Rp.) tadelt, wie ein Thetl der Presse den Reichstag kritistrt habe, namentlich auch die seiner eigenen, sowie der conservatioen Partei nahestehenden Pcesie. Es sei das ungefähr in demselben Ton geschehen wie tn dem Briefe, den Abg. Htrschel an Len Präsidenten gerichtet habe. Das Gesetzbuch habe eine durchaus »ünktltche Berathung erfahren. Auch seine Freunde hätten verschtedent- Ltche erhebliche Bedenken gegen die Beschlüsse zweiter Lesung und bedauerten namentlich die Ablehnung des Antrages Stumm, bett, die Vermögensrechtliche Stellung der Frau. Dem Eentrum gönne er den Antheil, den dasielbe an diesem nationalen Werk genommen und den dabei erzielten Erfolg. Habe dasselbe doch auch schon 1879 dazu betgetragen, der nationalen Arbeit Schutz zu verschaffen, was auch aleichzeitig zum kirchlichen Frieden beigetragen habe. Auch die gegen- Märtige Arbeit des Centrums an diesem Werke hier werde, wie er boffe, zu weiterer Versöhnung beitragen. Seine Freunde würden trotz mancher Bedenken für das Gesetzbuch stimmen und sie hoffen, Las werde dem Vaterlande zum Segen gereichen. (Beifall.) Abg. Winter er (Els.) erklärt kurz, verschiedentliche Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs brächten für Elsaß-Lothringeo Verschlechterungen des bestehenden Rechts, seinen Freunden sei eS daher nicht möglich, bet der Schlußabstimmung für dte Vorlage zu stimmen, sie würden sich der Stimmabgabe enthalten. Abg. v. Manteuffel (conf.): Die Beschleunigung der Beratbuna hätte sehr wohl ohne Schädigung des Werks unterbleiben ttnorn Dte Zett war zu kurz, um die Berichte der Commisfion aenau durch,ulesm und sich schlüssig zu machen. Jetzt habe eine Vertagung keinen Zweck mehr und seine Freunde würden daher zur dritten Lesung präsent sein. Dte Verantwortung übernähme seine Partei aber nur für diejenigen Bestimmungen, denen sie selbst zu- ^^Abg^Mckert (frs. Vg.): Was hätte man denn bei einer Vertagung gewonnen? Wenn Jrrthümmer bei diesem Werke begangen seien, dann würde eS eben Werk der nächsten Jahre sein, di- Jrr- thümer zu berichtigen. Hauptsache sei jedoch die Herausnahme der großen Principien gewesen, und diese sei erfolgt. Zweifelhaft nothig fd ein Veretnsgesetz, aber da müffe man sich e nstwetlen mit der Erklärung des Reichskanzlers begnügen. Er selbst acceptire d ese Erklärung namentlich insoweit, als der Reichskanzler ausdrücklich zugefichert habe, daß unter allen Umständen der Erfolg auf dem particulargesetzlichen Wege eher eintreten werde, als wenn die Auf- ürbung deS Verbots für die politischen Vereine, mit einander in Verbindung zu treten, in das Bürgerliche Gesetzbuch ausgenommen würde. Bedauerlich sei dte Ablehnung deS Antrages Stumm, aber Abg. Stadthagen (Soc.): Wir stehen einem neuen, einheitlichen Recht keineswegs ablehnend gegenüber; tm Interesse einer icheren Wetterentwickelung der Arbetterverhältniss« ist ein solches Recht nöthig. Aber ein solches Recht muß auch der Niederschlag der vorhandenen Verhältnisse sein und ist der Vorwurf nicht zu er- paren, daß sie daS sociale Moment zu sehr, fast ganz außer Acht läßt. Auf dem Gebiete des GestnderechtS und des ländlichen Arbetterrechts hat man sich gegen jede, auch dte btlltgste zeitgemäße Aenderung ablehnend verhalten zu Gunsten der Aufrechterhaltung von Sonderrechten der Großgrundbesitzer. Auch dte Herren vom Freisinn haben hier bewiesen, daß sie dem nackten Klaffen-Egoismus huldigen Hätten sie mit uns gegen die Beibehaltung der Gesinde» ordnung gestimmt, dann hätte es Niemand wagen können, dies alte Gerümpel betbehalten zu wollen. Dte Arbeiter, die Männer, welche am meisten für dte deutsche Einheit gethan haben, leben tn der ttefsten Knechtschaft. Das Gesetzbuch unterscheidet wieder zwischen Arbeiter und Bürger und schafft nicht nur keine Rechtseinheit, sondern hindert sie. Aber der wirthschaflltche Fortschritt wird hinweg- gehen auch über diesen papternen Fetzen. Wir werben mit Nein stimmen. r m t , Abg. Haußmann (frs. Vp.): Auch wir haben große Bedenken gegen Einzelheiten der Vorlage; aber in ihrer Gesammthett ist sie ein bedeutsamer Fortschritt auch für die Arbeiterklassen. Wir werden deshalb für die Vorlage stimmen. Abg. Vielhaben (Ref.-P): Großindustrie und Großcapital haben erhebliche wirthschaflltche Interessen beim Bürgerlichen Gesetzbuche; dieses ist denn auch so ausgefallen, daß es wohl diesen Interessen, nicht aber auch denen des Mittelstandes entspricht. Aus diesem Grunde sind wir nicht in der Lage, für das Gefetzuch dte Verantwortung zu übernehmen und werden uns deshalb der Abstimmung enthalten. , r u o Abg. Frohme (Soc.): Die Hoffnungen, die wir auf das Zustandekommen stellten, haben sich nicht erfüllt. Unsere Anträge, die wir lediglich aus wtrthschaftltchen, nicht aus parteipolitischen Gründen stellten, find abgelehnt und so machte man es uns unmöglich, für das Gesetz stimmen- Einige meiner Freunde waren bereit, für die Vorlage zu stimmen, aber sie sind von diesem Entschluß zurückgekommen, als sie sahen, wie mit dm Volksrechten hier im Hause umgegangm, geschachert wurde. Wolle denn die Regierung nicht wenigstens dem schlenderhaffen bayerischen Heimathsrechte eine Ende machen? Von einer Rechtsgleichheit kann nach diesem Gesetzbuch keine Rede sein; seine Aufgabe, das Recht des kommenden Jahrhunderts zu sichern, wird eS nicht erfüllen, denn eS genügt den wirthfchaftlichen Anforderungen der Zeit nicht. Landesbevollmächtigter für Bayern Geh.-Rath v. Heller: DaS bayerische Heimathsrecht wird durch die Vorlage nicht berührt, denn es ist durch Verträge gesichert. t , Abg. Enneccerus (nl.) erwidert Vtelhaben, daß die Jnter- effen des bürgerlichen und bäuerlichen Mittelstandes in dem Bürgerlichen Gesetzbuch tn den verschiedensten Beziehungen Berücksichtigung gefunden. Gerade Vtelhaben sei für eine ur- und grundcapttalistische Bestimmung eingetreten, allerdings erfolglos, für eine Bestimmung nämlich, welche zum Vorthetle des capttalisttschen Gläubigers auch den nothwendtgen Hausrath der Zwangsvollstreckung unterwerfen wollte. Abg. Richter (frs. Vp.) erwidert Stadthagen, schon aus rein äußerlichen Gründen sei es ganz unmöglich gewesen, ohne jede Vorbereitung ein Gesinderecht in das Bürgerliche Gesetzbuch hmetnzu- arbetten. An verschiedenen Stellen des Einführungsgesetzes sei überdies ein Anfang gemacht worden zu einem Einbruch des Reichs in die particulare Gesinderechtsgesetzgebung. Abg. Sigl (b. k. Fr.): Für gewisse Herren ist das Dictum: regis voluntas suprema lex das oberste Gesetz, ich aber und meine Freunde wollen nicht mit Herrn Lieber nebst Gefolge gehm. (Heiterkeit.) Ein berühmter Preuß (Heiterkeit) hat einmal gesagt, unsere Zett hat keinen Beruf zum Gesetzgeber, sie mache nur schlechte Gesetze. Und zu diesen schlechten Gesetzen gehört auch dieses. Als Katholik kann ich meine Zustimmung nicht dazu geben, daß die Cioilehe verewigt werde. Man sagt, irgend vorher sei etwas gekommen, das so laute wie tollerari posse. Das könnte nur aus Rom gekommen fein. Aber ich glaube das nicht. Rom kann sich nicht so desavouiren. (Ruf links: Was geht uns Rom an?) Wir werden offen und ehrlich gegen das Gesetz stimmen. _ , Abg. Gröber (E) hält unter wiederholter Heiterkeit dem Abg. Vielhaben vor, daß derselbe in der Commission Die Interessen des Mittelstandes gar nicht vertreten, überhaupt nur drei gar nicht darauf bezügliche Anträge gestellt und sogar eine Petition großer Hamburger Rheder vertreten habe. Herr Dr. jurie Sigl, der in seiner Zeitung in seiner virtuosen Schimpfweise den Reichstag angegriffen hat, ist heute zum ersten Mal zur Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuchs erschiene«. Bis dahin hat er stets geschwänzt. (Heiterkeit.) Und jetzt zum Schluß hält er u«S einen Vortrag. Er hätte seine schätzbare Kraft vns eher zur Verfügung stellen sollen, auch beim Eherecht seine practtschen Erfahrungen (Stürmische Heiterkeit). Als alter Practikus (abermals stürmische Heiterkeit) hätte er vielleicht bewirkt, daß das Bürgerliche G setzbuch viel besser werde. Mit seinen Aeußerungen über dogmatische Fragen kann er nur unsere Heiterkeit erwecken, er ist am allerwenigsten berufen, beim Ehedogma die katholische Auffaffung zu vertreten. Wenn er gegen die jetzige Regelung so lebhaften Protest erhebt, so muß ich doch sagen, die Cioilehe ist mir noch immer viel lieber als dte Zuvielehe (Stürmisch anhaltender Heiterkeits-Ausbruch). Abg. Sigl: Ich sprach über die Cioilehe, Herr Gröber griff mich persönlich an. WaS er sagte, hat er aus Klatschblättern. Ich sitze nicht im Glashause. Die Steine, die auf mich fallen könnten, würden in verzehnfachter Weise auf gewisse Herren im Centrum Deutscher Reichstag. 117. Sitz««». DievStag, de« 80. 3«nl 1896. Eingegangen: Vorlage deS Reichskanzlers, bett. Vertagung Les Reichstags bis zum 10. November. Präsident v. Buol verliest ein Telegramm aus Aachen, abgesendet von der dortigen versammelten Vereinigung rheinischer Juristen, tn welchem der Reichstag zu dem Entschlüsse, daslangersehnte Bürgerliche einheitliche Gesetzbuch jetzt endlich zum Abschlüsse zu bringen, beglückwünscht wird. Zu Mitgliedern der Reichsschuldencommission werden »er Acclamatton gewählt die Abgg. Hammacher (nl.), Prinz Arenberg (Ctr.) und Schall (conf.) und zur Verstärkung dieser Kommission die Abgg. v. Kähler, Kropatscheck (conf.) und ^^^D-s^Haus tritt sodann in die dritteBerathung des Bürgerlichen Gesetzbuchs ein. m t „ , , . , Abg. Kauffmann (frs. Bp.): Schwere Bedenken habe feine Partei gegen verfchiedentliche Befchlüsse des Hauses, so namentlich in Bezug auf die Rechtsfähigkeit der Vereine und das absolute Er- «effen der Polizei gegenüber den politischen Vereinen. Es sei das ein Ausnabmerecht zu Ungunsten politisch mißliebiger Vereine. Fernere erhebliche Bedenken richteten sich gegen die Beschränkung der absoluten »le der relativen Scheidungsgründe. Seine Freunde würden sich aber bei der dritten Lesung darauf beschränken, bezüglich der Scheidung »egen Geisteskrankheit eines Ehegatten auf Wiederherstellung des Beschlusses der Regierungsvorlage hinzuwirken. Und wenn sie vor Lie Frage gestellt würden, ob sie das Werk als Ganzes annehmen sollten, so seien ste trotz der angeführten Bedenken entschlossen, das Gesetzbuch anzunehmen. (Beifall.) Aber sie erblickten darin nicht Las Ende, sondern vielmehr nur den Beginn der Reform unseres Theil. Gießen, den 1. Juli 1896. Betreffend? DaS Landgestüt- insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler. Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen au die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 20. Juni d. IS. — Gießener Anzeiger Nr. 144 — noch nicht nachgekommen find, werden hieran mit Frist von S Tagen erinnert. v. Gagern. gewählt fein, als dadurch Jedem, der sich für Stännngcfong, tnterrffirt, Gelegenheit geboten wird, das Coocert besuchen iu können. Ist die Witterung ungünsttg, so finden die Bor- träge im Saale statt. DaS unS jetzt vorliegende Programm ist sehr reichhaltig und mit Geschmack zusammengestellt. Geständig. Der anläßlich der Verhandlung vor den Geschworenen gegen Clemens Rothe wegen Verdacht des Meineids in Haft genommene Arbeiter Ludw Pitzer von hier Ist geständig, fahrlässiger Weist -i°-° !°stch-° E'd g^ leistet zu haben und wird demnächst vor der Strafkammer vermischtes. ♦ Marburg, 30. Juni. In Schrecksbach gingen dem Gastwirth Weckefier, der mit seiner Frau, seiner Tochter und deren Bräutigam in einem Wagen fuhr, die Pferde durch. Alle vier Personen wurden aus dem Wagen geschleudert. Weckefier blieb sofort tobt; feine Frau ist töW- ltch, die Tochter und der Bräutigam find leicht verletzt. • Eassel, 30.Juni. Der Dienstknecht Licht aus Landers» Hausen ist heute hin gerichtet worden. Sich hatte eine Dienstmagd, seine Geliebte, im Mai v. I. ermordet. • Frankfurt a. M., 30. Juni. Die Erlebnisse eine» Militärpflichtigen. Bor ca. 10 Jahren wanderte ein hiesiger junger Mann auS Furcht vor Ableistung seiner drei- jährigen Militärdienstzeit auS und blieb seitdem verschollen. Die Sehnsucht nach der Heimmh, sowie der Glaube an eine Erbschaft bewogen ihn aber, die Heimath wieder aufzusuchen. Er wurde jedoch benuncirt und die Behörde veranlaßte seine Einstellung beim Infanterie-Regiment Nr. 88. Die Kasernenlust scheint ihm nicht gesallen zu haben, denn er sprang in der Nacht aus dem Fenster des ersten Stocks der Kaserne und war am Morgenappell nicht mehr zu finden. In Mül» gehoben. „ , •• Concert. Das an dieser Stelle bereits erwähnte Coucert de- Sängerchors des Wetzlarer Lehrer» Vereins ist nunmehr auf Samstag den 4. Juli, Abends 8 Uhr, festgesetzt worden. Diese Zeit dürste insofern günstiger Kühne (Antis.) 4354 Stimmen. Berlin, 1. Juli. Der „Localanzeiger" meldet, daß Friedmann gestern Nacht in Paris eingetroffen ist. Danzig, 1. Juli. Der Raubmörder Paöka wurde I zweimal zum Tode verurtheilt. Metz, 1. Juli. Gestern Abend um 7 Uhr entstand ein I Brand in dem im Vorort Devants les Fonts gelegenen Artillerie-Depot. Um 8 Uhr erfolgte in Folge des Brandes eine furchtbare Explofion. Sprengstücke von Bomben und I Granaten flogen bis in die Stadt Metz. Soldaten, Feuer» I wehrleute und Neugierige wurden verletzt. Die Einwohner I von Devant les Fonts flüchteten ins freie Feld. Man be» | hauptet, daß 30 Personen getödtet und zahlreiche andere I verletzt sind, selbst in der Stadt Metz. Um 12 Uhr wüthete die Feuersbrunst noch ungefchwächt fort. Man befürchtet | weitere Explosionen. Budapest, 1. Juli. Der 'berüchtigte, zu mehrjährigem Kerker verurtheilte griechische Einbrecher PerikloS Affen» | dakiS ist mit zwei Spießgesellen auS dem Gefängniß au»» gebrochen. Einer der letzteren konnte wieder eingefangen werden, während die anderen entkamen. Ra», 1. Juli. Nach Beendigung der Budgetberathung wird die Kammer die Gesetze zum Besten SicilienS be» rathen, betreffs deren R u dini ein Vertrauensvotum fordern will. Brüssel, 1. Juli. Die „Reform" veröffentlicht einen Brief vom Congo, wonach Major Dhaen» mit einer großen Truppenmacht im Nil-Quellengebiet vordringt, um sich mit den Engländern zu vereinigen. Die Congo-Regierung bestreitet diese Meldung. „Hessen-Darmstädter Zeitung" oblegen. v Da» Hilsr Comite bei St. Louiier Hiffen-VereinS." «* Gegen den unlauteren Wettbewerb. Dar am heutiger. Tage in «rast getretene ReichSgeietz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerb» wirb ble größte Sorgfalt der be tbelligten Steife, namentlich bei bet Abfaffung von Zeitungsanzeigen, erforbern. In bieier Hinsicht kommt, wie nochmals kur» h-tvorg-hoben fei, die allgemeine Bestimmung in Betracht, daß mit Geldstrafen bi» zu 1000 Mark belegt wird »er in öffentlichen Bekanntmachungen über die Beschaffenheit, Herstellungsart oder die PreiSbemeffung von Maaren oder gewerb» lichen Leistungen, über die Art des Bezugs oder die Bezugs» quelle, über den Besitz von Auszeichnungen, über den Anlatz des Verkaufs unrichtige Angaben thatfächlicher Art macht,, die den Anschein insbesondere günstigen Angebots Hervorrufe» sollen. Die bisher üblichen Reclamen, wie: „Dollstan» blaer Ausverkauf", „Ohne Concurrenz am Orte", „Noch nie dagewesene günstige Einkaufs gelegenhrit", „Wegen Aufgabe des Geschäfts u f. w. werden demnächst fortan durchaus zu vermeiden fein, wenn sie den thatfüchlichen Verhältnifien nicht vollständig entsprechen. Auerbach, 29. Juni. Ein hiesiger Landwirth nahm sich . ! den Verlust seiner Taschenuhr so zu Herzen, daß er sich gestern Vormittag in seiner Scheune erhängte. 30. Juni. Wie in Regierungskreisen versichert wird, fordert Menelik für die Freilaffung der italienischen Gefangenen ein Lösegeld von 36 Millionen. PariS, 30. Juni. Der christlich-demokratische Führer I Abb« Lernyre hat in der Kammer einen Gesetzentwurf ein» gebracht, betreffend die Einführung der den Verhältuiflen ent» sprechenden Vertretung bei den Kawmerwahleu. Pari», 30. Juni. Der Minister der Colonien demen» tirt die pessimistischen Nachrichten auS Madagaskar. Er erklärt, die dortigen Truppen seien hinreichend. Andererseits | wird auS Madagaskar gemeldet, daß zwischen den Truppen und den FahavalloS mehrere Gefechte stattgefunden hätten. General Boudry griff eine Colonne Eingeborene an, wobei — 600 der letzteren getödtet wurden. Die Franzosen hatten 16 Todte. Paris, 30. Juni. Infolge heftigen Gewittersturmes ist die Fernsprechverbindung zwischen Paris und Brüssel total gestört. London, 30. Juni. Der „Standard" meldet, der französische und der deutsche Botschafter in Petersburg würden zurücktreten, ersterer wegen Verletzung der Etiquette, da er der Zarin beim Empfang in Moskau nicht die Hand geküßt habe. Berlin, L Juli. Dem „Vorwärts" wird aus Halle a. S. telegraphier: "Kunert (Soc.) siegte mit 15,668 Stimmen, Meyer (frf.) erhielt 7171, Arndt (freiconf.) 3632 und abgeurtheilt werden. ♦♦ Seltener Fang. Ein seltenes Exemplar, eine Fisch ' otter von schöner hellgelber Farbe, wurde in der Lahr, nicht weit von Marburg gefangen. Herr Rauchwaaren- Händler A. Kretzschmar dahier hat die Fischotter angekauft. •• Der 12. allgemeine BereinStag der deutsche» l»nd- wirthschaftlichen Geuoffeuschafte» wird vom Anwalt, KreiSrath HaaS-Offenbach, für die Zeit vom 11. bis 13. August nach Stettin einberufen, um zu der Frage der Kornhauser, der Errichtung von SpirituSlagerhauS - Genoffenfchaften und Genofienschaftsbäckereien, sowie der Aufnahme von Haut» werkerdarlehnSkaffen in die landwirthschaftlichen Verbände Stellung zu nehmen. Außerdem stehen noch eine Besprechung über die preußische CentralgenoffenschastSkaffe, die Befür» wortung der landwirthschaftlichen Rohstoffoereine sowie innere GenoffenschaftS-Angelegenheiten auf der Tagesordnung. ♦« Nothschrei aus Amerika. Die in New-York erscheinende „Hefien-Darmstädter Zeitung" bringt folgenden Aufruf „An die Hessen": „St. LouiS, Mo., 10. Juni 1896. Durch das Tornado-Unglück, welches unsere Stadt St. Louis betroffen und welches besonders den südlichen, hauptsächlich von Deutschen bewohnten Stadttheil stark mitgenommen, find viele Mitglieder des Allgemeinen Heffen- UnterstützungSvereinS in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Zerstörung von Eigenthum und die persönliche Roth, die der Sturm herbeigeführt, ist fo groß, daß .irgendwelche Hilfe, welche uns von sympathifirenden Landsleuten zu Theil wird, mit großem Dank angenommen werden wird. Der^allgemeine Heffen-Verein der Stadl St. LouiS ist nicht wohl» habend, ha! aber eine verhältnißmäßig hohe Summe zur Unterstützung seiner ohne eigene Verschuldung। in unb Elend gerathenen Mitglieder bewilligt, aber die Noth ist s groß, daß die Hilfe nur momentan und unter ke.uen Umständen den schweren Bedürfniffen der Zukunft genügen kann I — es ist kaum mehr wie ein Tropfen Wafier auf einen heißen Stein. Viele, viele Landsleute haben durch den Tornado Alles verloren, was fie ihr Eigen nannten und find mit ihren Familien ins Elend gerathen. Der St. Louis Heffen-Verein Hat ein HilfS-Comitv ernannt, bestehend aus den Herren HL-Schwartz, Konrad Roth, Louis Selzer, Wm. Hoer und John Heinecke. Wir ersuchen, freundliche Gaben, um unseren durch den Sturm n Noth gerathenen Mitgliedern zu helfen, °n den Vorfitzer de- I HilfS-Comitoe'S Herrn Dr. Hy. Schwartz, 521 Pine Stree, St. LouiS, Mo., einzusenden. Das (Somite wird feine Abrechnung später in der •* Die Feier des JahresfesteS der Großh. Ludewigs» UuiverfitSt fand heute Vormittag 11 Uhr in der grofjeni «ui ö tn der üblichen Weise statt. Derselben wohnten außer dem gesammten Lehrkörper bei die Vertreter Regierung, der Stadt und der Garnison, der Studentenschaft, sowie sonstige geladene Gäste, darunter eine große Anzahl-Damen, Stu- dirende usw. Nach dem von der Capelle des Kaiser-Wilhelm» Regiments, unter Leitung deS Großh. MvfikdirectorS Krauße, ausgeführten FriedenSf eier» Festmarsch von Viuc. Lachner trug der Akademische Gesangverein (gemischter Chor) das Hoffmann v.FallerSleben'sche Abschiedslied, in Musik । gesetzt von Adolf Felchner, unter Direction deS Herrn Prof. v. BaldenSperger vor. Hierauf hielt Se. Magnificenz der Herr Rector Dr. Behaghel die Festrede, deren Thema sich über da« Gebiet der deutschen Sprache bewegte und Der» gleiche zwischen hoch» und niederdeutscher Mundart, wie Schriftsprache zog. — Von den für das Jahr 1895/96 gestellten neun Preisaufgaben hatten sieben Bearbeitung ge- I fanden. Es erhielten 1) dm (8»eb®tiitd^teU bet Theologischen Facultät card. theol. Eduard Becker I aus Darmstadt, 2) den Preis der Medicinifchen Facu» tat cand. med. Ludwig Vaubel aus Gießen, 3) den Preis derselben Facultät (Balser-Stiftung) cand. med. 3dc. ! Heckmann aus Viernheim; 4) die v°n der Phil°» I sophifchen Facultät ausgeschriebenen fünf PreiSaufgaben hatten nur vier Bearbeiter gefunden; den Preis für die mathematische Aufgabe erhielt cand watü. Phil. Männchen au» Gießen, ben Preis für ble pljtlofo|?üifd)e Aufgabe cand. phil. Robert Müller an» Wlesbaben, ben Preis für die linguistische Aufgabe stad. phta dass. Joseph Köhn aus Casiel, benPreis für bie romanische Aufgabe (Dtez-Sliftung) cand. phil. Conrad Aller UNS Gießen. Die Preisaufgabe der puristischen Facultät hatte eine Bearbeitung nicht gefunden. Nach Verkündigung der für 1896/97 gestellten Preisaufgaben wurde vom Akade» mischen Gesangverein das Geibel'sche „Deutschland » Musik von Mendelssohn, vorgetragen und darauf unter den Klangen des Armee-MarscheS Nr. 9 die Feier geschloffen. ** AuS dem Gerichtsdieust. Durch Entschließung Groß- herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz wurden bte Gericht-aceefflsten: 1) Philipp «°"h°rd '-> Mainz, 2) Fritz Haustein in Darmstadt, 3) Ernst Hirsch in Gießen, 4) vr. Wilhelm Köhler in Darmstadt, 5)^Rudolf Link in Friedberg, 6) Dr. Ernst Merck in Offen» bach, 7) Ludwig Pfeiffer in Darmstadt, 8) Friedrich Schulz daselbst, 9) Adolf Strack in Ober.RoSbach, 10) Karl Trapp in Darmstadt und 11) Dr. Karl Fredrich Wolff daselbst zu Gerichtsafiefioren ernannt. Sitzung der Großh. Handelskammer vom 23. Jun, 1896. Anwesend die Herren: Scheel, Heichelhetrn, How^rger, Katz, Klingspor, Kraatz, Wortmann. Die wegen Einführung । einer gesetzlichen Schlußzeit der Ladengeschäfte unter | den hiesigen Ladeninhabern angestellte Enquete hat ergeben, daß 104 Firmen gegen jede gesetzliche Regelung, HO für 8 Uhr-, 75 für 9 Uhr-Schlußzeit gestimmt haben. Dies Ergebniß wurde Großh. Ministerium deS Innern und der Justiz rnitgetheilt und gebeten, von jeder gesetzlichen Regelung Abstand zu nehmen. — Nach Mittheilung König!. I Eisenbahn-Direction Frankfurt a. M. findet vom 1. Jult I ab eine directe Personen» und Gepäckabfertigung I von Gießen-London statt und -war auf dem von der Kammer vorgeschlagenen Wege über Limburg—Köln I Blisfingen-Queeuboro. - In Fürstenwalde a. d. Spree ist eine ReichSbanknebenstelle errichtet worden. — Auf der nächsten Sitzung des Be'.zirkseifenbahnraths zu Frankfurt a. M. wird Herr Katz als Stellvertreter des Herrn Koch die Kammer vertreten und in deren Auftrag I die Einführung einer VormittagS-Schnellzug- oder beschleunigten Personenzugs-Verbindung Gießen—Frankfurt a. M. erneut in Anregung bringen. — Die Kaiser!. Ober-Postdirection Darmstadt setzt unS in Kenntniß, daß die Stadtfern» sprecheinrichtu ng bei dem Postamte in Bad- Nauheim fertiggestellt ist und am 1. Juli d. IS. in Betrieb | genommen werden wird. Die Fertigstellung und in Betrieb- nahme der Stadtfernsprecheinrichtung in Friedberg, sowie die Fernsprechverbindungsanlage Frankfurt — Friedberg — Bad» Nauheim—Gießen—Marburg—Cassel wird in nächster Zeit „folgen. — Sodann theilt uns diese Behörde — in Erledigung unseres dahingehenden Antrages vom 18. Januar a. c. — mit, daß vom 1. Juli d. IS. ab zwischen Groß-Felda und Ehrin gShausen ein täglich zweimal verkehrendes Privat-Personenfuhrwerk mit Postsachenbeförderung zum Anschluß an die zwischen Gießen und Fulda carllrenden Züge 2, 3, 8 und 9 (durch Ehringshausen 648 bezw. 930 bezw. 848 bezw. 96) eingerichtet wird. Die gegenwärtig bestehenden Landpostfahrten Groß Felda—Niedergemünden und Wind» I hassen—Ruppertenrod werden von demselben Tage ab auf- «ebe »,n feinen Beamte« unb bat, lh° «1« freunbli^e. A°. | ktn,e'30^^uni. Priu, Lubmig bau ist «esaub«,chast »b8«fti,0en- *b. ä «benb» siebet beim rU, bl'e S.aa.«m.°tster unb Staat,leere.äre, ble The,, her Etoil» und Milttär-CabinetS geladen find. »erlio 30. Juni. Mitglieder aller Parteien haben zu ^üten Lesung de- Bürgerlichen Gesetzbuches einen Antrag Im Reichstage Angebracht, bie berbünbeten Re- Itterungen möchten dahin wirken, baß ble Lehrpläne ihrer ®anbe«9.untoerptaten dahin nm^stdm werben, b°ß bie B^r I,fuugen über das Bürgerliche Geletzbuch ben Mittelpunkt privatrechilichen Vorlesungen bilden. , ~ Berlin, 30. Juni. Die Stichwahl in Schwrtz ist I .»>«»■" s«">' •*; saw »*■ t-ssms: I Ä-Ä“ ff“ S- lanaer fianb unb Don geschickten Agitatoren vorbereitet würbe, unb b°ß um eine ollgeme.ne «'beiterau stand - Bewegung hanbelt, bie ber russischen Regierung lehr diele Wie Stunden bereiten bürste. Die Regierung Ist aus da, Eifrigste bemüht, bie ausstehenden 20,000 Spinner zur A beit zurück,usührem Sie gab ba, feste Versprechen, gleich nach ber Rückkehr be, Zaren für schnellste Ersüllung ber be> rechtigten Wünsche zu sorgen. Wilhelmshaven, 30. Juni. In Auwesenhest be- Laiser-, ber Kaiserin, be« Erbprinzen von S°chI-u^Me'n'nS-n, de« ErbaroßherzogS von Dlbenburg, sowie ber Admirale Knorr unb Hollmann stabet morgen srüh 11*/« Uhr ber Seape lauf be« Panzerschiffe, „Ersatz Preußen" statt. ■ München, 30. Juni. Den „Münchener Neuesten Nach- richten« geht vom Auswärtigen Amte zu ben betriebenen Slättermelbungen über ben Besuch be« 8a,enl,aate am Berliner Kaiserhose folgende Mittheilung ju Daß ba« russische Kaiserpaar diesen Sommer eine Auslandsreise antritt und hierbei auch nach Berlin kommt, dürste sicher sein. Irgend ein Datum de» Eintreffen» liegt hier «och nicht vor Die Meldungen mehrerer Blätter, ble be. reit« ein Datum angaben, sinb "luttaen. — Da» gleiche Blatt bementirt auch bie Londoner Nachricht, daß Kais er Wilhelm bleien Sommer nach Cowe« komme. Bon einer solchen Reise-Dibposttlon be« Kaiser« [ei an competenter Stelle i nar; Die „Tempi« bementirt bie Nachricht von dem angeblich bevorstehenben Abschluß einer Tran«. vaai-Anleihe. Stadt Walabia im Bllaje^Dtarbeko sand neuerding« ein bIn11 g er ßu f amaien- ftoß zwischen Türken und Armeniern statt, der auf beiden Seiten zahlreiche Opfer forderte. WB. halle a. b. S.. 1. Suli. (Olstclell.) »d ber RelchStagierfatzwahl erhielten MeHkr (fr) (freiconf.) 3761, Kühne (Antis.) 4284, Kunert joj) 15,783 Stimmen. Kunert ist fvuach^gewahlt^^^^^^ _ CoceU» unö proohtiiett«. Gießen, ben 1. Juli. 8t Heute Fajeli nicht labenreir 5* leJ in iiuliaeyr WS-rkeit «ÖUI i iw v> 6. I* »Serlit M die ZovderallSste fit an das G Alt ist corläi SrsrllMA gegangen fi" firben Derw>! Verhandlung? dieser erhielte damit dieser kommen sorge Botschaft wle< von der sie e für Obdachlo standen die dies» Noth m und andere m wurden nacb erfahren, dah stunde wie- n lichen herberg man einen Ie$ nach der Hert man ansänglic 60421 Hieck NtWm Locc in annfeblenbe (3 rin vorMltzi Braunei Fdrtsii IT I-MirtM Verlag von & (bi stets DorrStblfl b Rleii st» Sroßtt Av Sei täglich frisch, em __L ka ErG ""«-ki»i Hk» Ä^^ann’ te'iü! Hausen im Elsaß wurde er jedoch, wie die „Fr. N." mit* rheilen, entdeckt und gestern durch militärische EScorte nach der hiesigen Kaserne in der Gutleutstraße eingebracht, wo der nunmehr 32 Jahre alte Rekrut der militärischen Gerichtsbarkeit zur Bestrafung übergeben wurde. * Wiesbaden, 29. Juni. Der diesjährige Bundestag Deutscher Gastwirthe findet vom 4. bis 6. August d. Js. im Bürgersaale des neuen RathhauseS dahier statt, und zwar Dienstag, den 4. August, Nachmittags 3 Uhr, AuS- schußfitzung (Delegirtentag), Mittwoch, den 5. August, Vor* mittags 10 Uhr, Hauptversammlung, Donnerstag, den 6. August, Vormittags 10 Uhr, Generalversammlung der Sterbekaffe des Deutschen Gastwirthe Bundes. * Berlin, 29. Juni. In eine recht traurige Lage find die Araber gekommen, die gegen die Verwaltung der Sonderausstellung „Kairo" wegen Erfüllung ihrer Coutracte sich an das Gewerbegericht gewandt haben. Der Riese Haffan Ali ist vorläufig auf Kosten einiger Gönner, da ihm bei der Gesellschaft Kairo alle seine Baarmittel, 470 Mk., verlustig gegangen find, in einem Gasthofe untergebracht worden. Die fieben Derwische hatten sich am SamStag nach der Gerichtsverhandlung zuerst an die türkische Botschaft gewandt. Von dieser erhielten sie ein Schreiben an den Director Möller, damit dieser bis zum AuStrag der Sache für ihr Unterkommen sorge, was indeß abgelehnt wurde. Die türkische Botschaft wies dann die armen Teufel an die hiesige Pölzet, von der sie einen Schein zur Aufnahme in- Asyl des Vereins für Obdachlose in der Büschingstraße erhielten. RathloS standen die braunen Fremdlinge im Straßengewirr. In dieser Noth nahmen einige Herren vom orientalischen Seminar und andere mitleidige Menschen sich ihrer an. Die Derwische wurden uack der Büschingstraße geführt, mußten aber dort erfahren, daß bereits alles überfüllt war. In später Nachtstunde wies man die Müden endlich nach der nächsten christlichen Herberge, und da auch diese überfüllt war, so machte man einen letzten Versuch und fuhr mit mehreren Droschken nach der Herberge in der Koppenstraße. Auch dort wollte man anfänglich die Araber nicht behalten, bis man sich auf inständiges Zureden entschloß, sie wenigstens für eine Nacht aufzunehmen. Augenblicklich befinden sich die Derwische im Asyl für Obdachlose, wo fie die Schritte abwarteu, die bei der Polizei und Staatsanwaltschaft zu ihren Gunsten unternommen find. * Gube», 30. Juni. Eine furchtbare Feuersbrunst äscherte acht Bauerngüter der Ortschaft Grabko ein; sämmt- licheS Vieh ist verbrannt; eine 70jährige Frau, Namens Janke, ist in den Flammen umgekommen. * Zell, 27. Juni. Ein „Stimmungsbild" aus dem Secundärbahnbetrieb bot sich dem „Markgr. Tagbl." zufolge auf dem hiesigen Bahnhof. Der nach Todtnau fahrende Zug blieb hinter dem Bahnhof im Straßenschmutz stecken, weil infolge des anhaltenden Regens das Erdreich arg aufgeweicht war. Befand sich der Locomotivführer durch dieses Mißgeschick bereits in keiner rosigen Laune, so wuchs sein Unrnuth zu Hellem Zorn, als eine größere Schaar unnützer Buben das arme steckengebliebene „Bähnle" zu verhöhnen begann. Einige Arbeiter suchten sogar durch kräftiges Nachschieben den Zug vorwärts zu bringen, aber es war vergebens. Der Locomotivführer machte seinem Groll dadurch Luft, daß er die schadenfrohe Menge mit Kohlenstücken bombardirte. Nachdem die ärgsten Schreier auf diese Weise zum Schweigen gebracht waren, brauchte er Gegendampf, fuhr bis zum Bahnhof zurück, gab dann Volldampf und überwand hierauf unter allgemeinem Hurra siegreich den Straßenschmutz. * Stuttgart, 30. Juni. Der Seiltänzer Knie, daS Haupt einer in ganz Württemberg bekannten Artistenfamilie, ist kürzlich als hoher Siebziger gestorben, wenige Tage vor feinem Tode hat er fich noch auf dem Seil producirt. Witterungsbericht vom 30. Juni. Ein umfangreiches Deprefstonsgebiet lagert über dem Norden und Osten des Erdtheils. Innerhalb beffeiben sind mehrere Minima zu erkennen, so über dem Ostfeegebiet und an der Nordostküste Schottlands. Auf der Rückseite der Letzteren sind die Gradienten ziemlich erheblich und haben sich über den britischen Inseln lebhafte nordwestliche bis westliche Winde eingestellt. Das barometrische Maximum ist weiter nach Südwesten zurückgewichen und erstreckt fich von demselben eine keilförmige Zone hohen Druckes über Central- Frankreich, Mittel- und Süddeutschland bis nach Oesterreich. Unter der Einwirkung des hohen Barometerstandes ist im südlichen Deutschland vielfach Aufklärung eingetreten, doch dürfte die Befferung nur von kurzer Dauer sein, da neuerliches Sinken des Barometers auf weiteres Ausbretten des niederen Druckes in südlicher Richtung schließen läßt. Die Morqentemperaturen lagen im größten Theile Deutschlands tiefer als gestern. BoaauSflchtltchs »ittmmgt Vorübergehend unruhiges und unbeständiges Wetter mtt Abkühlung. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 1. Juli, Mittags zwischen ll und l2Uhrr Waffer 14, Luft 11°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gieße«. 26. Woche. Vom 21. Juni bis 27. Juni 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (inet. 1600 Mann Militär). SterblichkettSziffer: 20,35, nach Abzug der Ortsfremden 11,30°/». Kinder ES ft erben en: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—Iv.Jahrt Krebs 3 (3) 3 (3) Herzleiden 1 1 - — CrettntsmuS 11— — Altersschwäche 11— — Verunglückung 1 (1) 1 (1) - - Gehtrntuberkulose 1 — — 1 Magencatarrh______1________—________~________1_____ Summa: 9 (4) 7 (4) — 2 Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gietzm gebrachte Kranke kommen. Kunst-Ansstellnng, Mft nähme des Samstags, von II btt 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonuto-S »ähreutz M ÄtntHi ««unterdrocheu >•* 11 M 8 Uh». - Eintrittspreis ft» Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pf, Stadt. Schlachthaus. Freibank. [6037 Heute und morgen: Faselochsenfleisch, nicht ladenrein, per Pfd. 35 Pfg. 6042| Hierdurch bringe meine neuhergerichteten Loealitäteu in cmpfeblenbe Erinnerung und verzapfe ein vorzügliches SlaS Bier aus der Brauerei Förtsch. Hochachtungsvoll _______I. Steck, Hammstraße 7. Aechie Fray-Kentog-Zunge« (beste Marke) stets oorräthig bet C. G. Kloinhenn, Bahnbofstr. 59. SW* Arische Nische und Geflügel in großer Auswahl._________6043 6026J Feinsten rohen und gekochten Schinken täglich frisch, emvstehlt __________I'. Pirr, Neuenbäuen 12. Schellfisch u. Cabliau, garantirt frisch, im »Skhflock*. M21 Verlag von Emil Roth in Gießen. Antigen nach Auswärts werden stets zu Originalpreifen besorgt durch bk Erpkditiou -es Gießeser Alljkigerr. Alieu Radfahrern zur Anschaffung bestens empfohlen: die soeben in 26. Auflage erschienene KARTE vom Grotzhcrzogthum Hessen von Maximilian Arommann. In Carton JL 2.80. Aufgezogen auf Leinen in Futteral JL 4.50. Maßstab 1:280,943. Die Frommann'sche Karte gewährt Radfahrern den sichersten Wegweiser durch das Gebiet des Großherzogthums Hessen und sämmtliche angrenzende Länder. Mein Bureau und meine Wohnung befinden sich nunmehr Bahnhofstraße 48 (im früher Merz'fcheu Hause). 5995 ______Geissler, Gr. Gerichtsvollsteher. Kefchästs-Aeöernahme. Hierdurch mache ich die ergebene Mittheilung, daß ich seit Kurzem das von meinem Vater gegründete Geschäft für Haus-««- Küchen Einrichtungen ZZZ Specialität: Besen und Bürsten aller Art von meiner Mutter käuflich erworben und in unveränderter Weise für eigene Rechnung fortführen werde. Gleichzeitig bemerke, daß ich die seither schon betriebene Draht- flechterei, sowie die Anfertigung von Sieben jeglicher Art und Stärke noch weiter ausgedehnt habe und dadurch in der Lage bin, den weitgehendsten Anforderungen gerecht zu werden. . Gießen, den 1. Juli 1896. Hochachtungsvoll Emil Weissbäcker, 6041 Seltersweg 520 Reinste, r mildeste, sparsamste ' Familieii-Toilelte-Seife Teint. Amtlich glänzend begutachtet! NO C j Bedeutender Versandt nach allen Gegenden. Preis nur 25 Pfennig per Stück ) »Men Detail-Geschäften. /i C* NAUMA14N, Zftj Seifen- u. Parfümerie-Fabrik A. Kilbinger 2627 Seltersweg 19. Sämmtliche Neuheiten der Saison sind wieder eingetroffen. 6040 lä «'S 4700 ___X I Gesundheit«- nterkleider CD TD o [CD \U> iS ebenso angenehm im Sommer als im "Winter zu tragen. Gesetzlich geschützt. Doppelgewebe. Unterschicht gerippt nimmt keinen Schweiss auf, äussere glatte Schicht gut aufsaugend, somit bleibt der Körper stets trocken. Gesundeste, dauerhafteste und billigste Unterkleider, filzen nie und gehen beim Waschen nicht Job. Fr. Schaaf, Diezstratze. to an; f»5 Bwa dZK S -£ E Sä t» Hochachtungsvollst Wilh. Kaiser I werden nur von der Firma 8. Mühliughaus pet. Ich. Kohs in Lennep als alleinig concessionirtem Fabrikanten angefertigt, Wirtßfchafis-Gröffnung. Heute Mittwoch, den 1. Juli, Nachmittags 4 Uhr, eröffne ich im Hause aMB* Bleichstratze 5 -IW« eine Restauration und halte mich mit ff. Pfungstädter Bier und anerkannt vorzüglicher Küche bestens empfohlen. 6049 Achtungsvoll Georg Klein. ■ ein. Keine Imprägnirung durch künstliche Mittel. Wissenschaftliche Ab- ■ handlung über Dr. Thomalla’s Unterkleider in allen Buchhandlungen und I™ beim Verleger Hugo Steinitz, Berlin. 3176 Niederlage: Friedr. Teipel, Gießen. 2 x Ich habe heute die Restauration „Lony's Zierkeller" übernommen und wird es als langjähriger Fachmann mein Bestreben sein, alle mich beehrenden Gäste zu ihrer vollsten Zufriedenheit zu bedienen. Gießen, den 1. Juli 1896. Kreide- u-Kohleporlraits ablbjt n *ää nach Naturu.jeder|Photographie- S«" Un'nrlchtim SdcSnen UelpllMLIlZ ^u-'übrung nach 4Zoo und Malen- • Aehnlichkett garanttrt. Otto Fritz, Kunstmaler, Soetheftraba 46, Atelierhau». 3 Goldene Medaillen München, Lübeck nnd Bremen 1895 Ehrendiplom u. goldene Medaille Berlin 1896 .0 5808 C. Krausse, Großh. Mustkdireelsr. 6053 auch Programme. 5925 6034 Sch. Lchaffstaedt. An Exped. d. Bl. erbeten. 6052 DOOOOOOaOOOOOOOOOOOOCXMOO Prachtvolle Zimmer. Billige Preise. Pension 3 Mark. 6028 5488 J Uuxfrir f *3 Fabrik ^LlRifizritrAL Welt. 117 und Delikatessgeschäften. 5319 I s Reelle Bedienung. Billigste Preise. G16SS6I1, Wallthorstrasse CLICHJ 1W Wer schnell und bAigst Stellung finde« will, verlange per Postkarte die »Deutsche Vacanzen-Post" in Stzlinge«. in Droguen- Erfunden und fabricirt von Otto E. Weber, Kgl. Pr. Hoflieferant in Radebeul-Dresden. Zu haben Colonialwaaren-, 5944] Eine tüchtige Büglerin em» pfiehlt sich in und außer dem Hause. Näheres Wallthorfirafie 27. Linaana am Asterwea- Installateur V« Walter, Kaplansgaffe 23. l»d«vck. Itu. GcSügel gut u. billig beziehen will, verlange PreUUete von Hans Maler in Ulm a. D. SroMer hnport ItaL' Produkte, Ein Kräftiger Bursche kann sofort eintreten. zu jedem PREISE w5^ in grösster Auswahl Friedr. Kühne sen. Zu kaufen gesucht: ca. 2000 m Stahlschieneu- geleis, gebraucht, etwa 65 mm hoch, 60 cm Spur, eiserne Querschwellen fertig montirt, Gewicht pro Meter Schiene 7 kg; ferner ca. 200 m gut erhaltenes Geleis gleicher Dimen« sionen :c. ohne Schwellen. Offerten unter Nr. 6052 an die Sonntag den 5. Juli, Vormittags von 6 bis 12 Uhr: Eintrittspreis für den Zoologischen Garten 20 Pfg. Aquarium ebenfalls 20 Pfg. — ■ Nachmittags und Abends: ' Abonnemenls-Lonrertk. Das 4. Abonnements - Coucert findet erst, anderweitiger Engagements halber, bestimmt Freitag, den 3. d. Mts., statt. Bei günstiger Witterung im Philosophenwald (Anfang 6 Uhr), bei ungünstiger Witterung im Saale des Caf« Leib (Anfang 7»/, Uhr). Ma schwöier - Kand tung Borhanlagt 29 Conrad Hamel gorbulegt 29 empfiehlt feinstes Exportbier aus der Brauerei Bichler hell 18 Pfg-, dunkel 20 Pfg. per Flasche 6om Slfbactm: H. Cchevda. - Druck und «erlag der Brübl'schen UmversttäkS-Buch. und der 81er Musik und der Gartencapelle. diesem Tag ist die Schaustellung von 8 bis 12 Uhr und 2*/2 bi« 8 Uhr geöffnet. 6022 Vorstellungen sind dann um 8^/„ 10, ll1/, 3, 5 und 7 Uhr. Maschinist, junger, verhetrath- Mann, 27 Jahre, gelernt. Maschinenschlosser, der schon mehrere Jahre größere Dampfmaschinen bedient hat, facht, gestützt auf gute Zeugniffe, paffende Stellung. Gest. Offerten unter H. 50 postlagernd Sich (Oberhessen). [6051 •••••••• •••• •• •••••••••• 8 Hotel Iller ! j Bad Salzschlirf. R G Schönste Lage neben dem Kurhaus und Badehaus D durch einen Neubau vergröaaert. Ein tüchtiger Junge kann in die Lehre treten bei r^telieibAngebote^ Commis-Gesuch. Für mein Monufactur- und Colontal- waarengeschäft suche einen tüchtigen j ngeu Mann »um fofortloen Eintritt. 6013 «eor^KLNI.Htrrendaind^illkretS) Todes - Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mittheilung, daß heute Abend 7 Uhr unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater, Herr Heinrich Kreiling II. im 87. Lebensjahr nach längerem Leiden sanft entschlafen ist. Im Namen der Hinterbliebenen: Sophie Wagner, geb. Kreiling. Karl Wagner. Gießen, New-York, den 30. Juni 1896. Die Beerdigung findet Donnerstag den 2. Juli, Vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Löwengaffe 30, au« statt. 6038 Zoologischer Garten zu Frankfurt a. M. Weber s Carlsbader Kaifeegewürz ist das edelste Kaffeverbesserungsmittel der Steins Garten. Samstag, den 4. Juli, Abends 8 Uhr: Coucert des Sängerchors des Wetzlarer Lehrervereins. Eintrittskarten ä 75 Pfg. in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachfolger), und Abends an der Kaffe, sowie Samoaner*! ruppe bis zum 20. Juli, von 9 bis 12% Uhr und von 21/2 bis 8 Uhr. Vorstellungen um 9*/,, 11, 3, 5 und 7 Uhr. Eintrittsbedingungen für den Zoologischen Garten wie gewöhnlich. Besonderes Eintrittsgeld zur Schaustellung 20 Pfg. Danksagung. Mr die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während der Krankheit und Beerdigung unseres innigst geliebten Vaters, Bruders, Schwiegervaters, Großvaters und Urgroßvaters, Herrn Ludwig Babel, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dingeldey am Grabe des Verstorbenen, sagen wir hiermit Allen unseren herzlichsten Dank. 6050 Die trauernden Hinterbliebenen Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Karoline Schwalb geb. Wicke, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen den herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen Gießen, den 1. Juli 1896. rvTcceffift oder begabter Student wird zur Ertheilung von juristischen Repetitorien gesucht. Offerten niederzulegen unter F. 10 in der Exped. d. Bl. [6029 Sehr grosser Verdienst auch als Nebenerwerb. Ein altkS, solides Bankgeschäft sucht intelligente, gewandte Persönlichkeiten zum Engagement von Mitgliedern für eine Gesellschaft zur Ausnutzung chancenreicher Werthpapicre. — Fachkenntniß nicht erforderlich. Kein Rtffko. 66t9 Offerten unter V. N. 144 an die Annoncen,Expedition von Haasenfiein »Bögler. A.S, Berlin SW. 19. Für den 1. October em fleißiges Mädchen ür Küche und Hausarbeit gesucht. Gute Zeugniffe erforderlich. Frau Dr. W. Stein, 6004 Ludwigstraße 37, II. Skiltsch. u. Veflerreich. Aipenverkin. Sektion Gießen. Donnerstag den 2. Juli: Abends 8V, Uhr pr. : Mllats.Mlmg (Kaiserhof, Ur rechts) T 'O : Vortrag: Wanderung im Harz II t Unter harz). EectionStour am 5. Juli; AuS, stüge der Mitglieder in die Alpen; Ausstellung v. Alp-Herbfltouren; Rathschtöge und Winke betr. Ausrüstung; Abstempelung der mit Photographie versehenen Legitt- mativnSko'ten 6023 kleine Jmumeen uPreis -Courant« L llfllh.Rtt/nJ----_ v TT- L...L —1 HRfrlmSW. \ Solider nüchterner Arbeiter sofort gesucht. 6006 Herrn. Hess. ie Sommerhitze veranlasst häufigen Wassergenuss, infolgedessen sich Diarrhöe und “agenbesehwerden emstellen. Eines der wirksamsten Vorbeugungsnuttel hiergegen ist und bleibt der von vielen Aerzten empfohlene 27 » Hausen s Kasseler Hafer-Kakao korb-‘ zTm Pr7ir.AaCkterMYÜr.f61’ äcbt mit der Schutzmarke „Bienen- Korb zum Preise von Mk. 1— b Carton erhältlich in allen Apotheken jedtj Drogen-, Dehkatess- und besseren Colonialwaarenhandlung. ' Hausen & Co., Kassel. 20 WM Mmm finden dauernde Beschäftigung bei 5982 J. Bieker, Bauunternehmer, Cölbe. Der Postauflage der heutigen Nummer liegt ein Prospect des Aufiedeluugsbureau Karbowo bei. 6039 Stnnbrudern (Pietsch &. Schevda) in Eietzen. Etiquetten, 1 ) fertigt zu billigen Preisen die Brühl’sche Univ.-Druckerei (Pietsch