Mr. 79 ffirr chlezener feiger cridjcint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener werden dem Anzeiger »öchmtlich dreimal bcigdtgL Zweites Blatt. Donnerstag den 2. April Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. 189# vierteljähriger ASonnementrpreiA 1 2 Mark 20 Pfg. niit Lringerloha. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Hledaction. Expedition und Druckerei: Kchutstraße ^lr.7« Fernsprecher 51. Anrts- und Anzeigeblutt für den Äreis Gietzen. - -- M -L 7 .. ------- - ■■■ . »«nahm, von Anzeigen zu der Nachmittag» für de» frtrtf • (4ti»6frYt0Y MiMfY Alle Nnnoncen.vureaux de» In- und Auslandes nehme« ßokgmden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. ^UUmUUVlUlUl. Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgege«. Das neue hessische Einkommensteuergesetz. Die bisherige Einkommenbesteuerung im Groß- herzogthum Hessen (Gesetz vom 8. Juli 1884) trug die Spuren ihrer Entwicklung aus einer klassenweise abgestuften Personalsteuer. Sie zerfiel, ähnlich der Unterscheidung der preußischen klasflfizirten Einkommensteuer und Klassensteuer, tu eine Einkommensteuer 1. Abtheilung (Einkommen von 2600 Mk. an) und in eine solche 2. Abtheilung (500 bis 2600 Mk. Einkommen). Am 1. April tritt das neue Gesetz vom 25. Juni 1895 in Kraft - eS erhält nach Dorbild der preußischen Steuerreform den DeclarationSzwang für Einkommen von 2600 Mk. an, eine stärkere ProgrefsionSscala nut größerer Heranziehung der höheren Einkommen, Erleich- trrungen bei den niedrigeren, weitere Befreiungen, mehrfache Verbesserungen im BeranlagungS- und Beschwerdeverfahren, iv-besondcre eine oberste ReclamationSinstanz im DerwaltuogS- grrichrshof. Staatsangehörigkeit, Wohnsitz, Aufenthalt begründen die subjective Steuerpflicht in dem, durch die reichsgesetzlichen Bestimmungen über die Doppelbesteuerung bedingten Umfange. Im Ausland wohnende Staatsangehörige find mit dem aus Hessen fließenden Einkommen besteuert, Angehörige anderer deutschen Staaten stehen, falls fie in Heflen dvmizilirt, den Inländern gleich, in allen anderen Fällen unterliegt das aus Heflen fließende Einkommen (aus Grundbesitz, Gewerbe, Gehalt u. f. w.) der Steuerpflicht. Gleiche Grundsätze gelten für Reichsausländer. Bei Beiden erfolgt jtbod) Mangels einer mit Erwerb verbundenen Beschäftigung die Heranziehung zur Steuer erst nach einjährigem Wohnsitz in Heflen. Außer den physischen Personen erstreckt sich die Steuerpflicht auch auf Actlen-Gesellschaften oder Commandit- tzksevschaften auf Actien, hinsichtlich der Überschüsse, welche an die Mitglieder vertheilt, oder zur Reserven- oder Schuldentilgung verwendet werden. Steuerfrei sind u. A. jugendliche Personen unter 18 Jahren ohne selbstständiges Einkommen von mindestens 700 Mk. unter gleicher Voraussetzung auch ältere, in ihrer Ausbildung begriffene Besucher von Mterrtchtsanstalten. Hervorzuheben ist noch die Steuer- besreiung der KriegStnvaliden und mit Kriegsdecorationen geschmückten Personen für ihre gesetzlichen Bezüge und Ehren- seid» und die auf Reichsrecht beruhenden Begünstigungen ge- toifler Militäreinkommen. Zur Feststellung der Steuerbeträge bestehen zwei Abteilungen. Die Pflichtigen von Abtheilung 1 (selbst- - stündige» Jahreseinkommen von mindestens 2600 Mk. an) Fettilleton. ihr Beschießung von Psayburg im Ishre 1870. Von Fred Vincent. (Schluß.) Leider jedoch war das Wollen bester als das Können löb so war eS immerhin nur ein verhältnißmäßig geringer Ähetl unserer ausgehungerten, durchnäßten und durchfrorenen Mannschaften, der durch einen warmen Morgevtrunk erquickt »rrden konnte. Dann aber — und wir alle waren nur zu fr^ über diesen zeitigen Aufbruch — wurde wieder ange- trtttn und vorwärts ging es durch strömenden Regen uod »lausenden Sturm hindurch auf schlechten, aufgeweichteu Scgen, bergab und bergauf, im großen Bogen um Pfalzburg besten meist in die Felsen etngesprengten Werken auch licht die kleinste Spur der gestrigen Beschießung aozu- jihen war. Das war der härteste Marschtag, den ich jemals erlebt chibe, denn ein einziger Blick auf die grauen, lederfarbenen «tzrfichter der Leute ließ deren tödtliche Erschlaffung erkennen, tun Scherz wurde laut, kein Lied ertönte in den Gliedern, feine Pfeife brannte — alles war dampfende, triefende Raffe mb das Master quoll bei jedem Tritt gurgelnd oben aus den Dlirselschäften heraus. Kein Rendezvous wurde gemacht — em solches wäre ja doch nur eine unnöthige Verzögerung gmcftn, denn die Brodbeutel enthielten im günstigsten Falle ■ir als schwammigen Brei die letzten, regendurchwetchten »radreste. Trotzdem aber lockerte sich die MarschdiSciplin etijt,, wenn auch die Bataillone auf den schmalen Wegen etwas länger wurden als sonst. So lange der Sturm Bunte, hielt derselbe die Leute noch so ziemlich munter, altin er ließ immer mehr nach, ebenso wie der Regen, und Ml 10 Uhr Vormittags hatten beide gänzlich aufgehört. Ar dann aber gegen Mittag die Sonne zum Durchbruch kam eib ihre sengenden Strahlen in die Schlucht hinabsaudte, deren enges Defilse unsere Colonnen fich hindurchunter liegen dem DeclarationSzwang, für Abteilung 2 bleibt | die Veranlagung (Einschätzung) bestehen. Nächst der Ein- führung des DeclarationSzwangeS enthält die Steuerprogref- fion die wichtigsten Neuerungen. Jeder Steuerpflichtige wird nach seinem Gesammteinkommen aus Grundeigenthum, Capitalvermögen, aus Besoldungen, Pensionen u. s. w., überhaupt aus gewinnbringender Thätigkeit zu einem bestimmten, eine mäßige Progression verwirklichenden KlasfificationStarif veranlagt. Der Tarif enthält die Einkommens- und Steuer- klaste mit Beifügung der Steuercapiralien. Er beginnt in Klaste 1 mit einem Einkommen von 2600 Mk. bis weniger 2900 Mk. (280 Mk. Steuercapital) und steigt bis zur Klasse 51 (Einkommen von 44,000—45,000 Mk. Steuercapital von 8795 Mk.) und so fort, in der Weise, daß je 1000 Mk. mit 250 Mk. Steuerkapital je eine weitere Klaste bedingen. Bet Einkommen von 500—1700 Mk. sind die Steuercapitalten ein wenig erniedrigt, von 8500 bis 20,000 Mk. meist unbedeutend erhöht. Früher schloß die Progression», scala bet 20,000 Mk. ab, indem je 1000 Mk. mit 160 Mk. Steuercapital eine weitere Klaste bildeten, jetzt setzt fich hier die Progression weiter fort. Der Steueranschlag beträgt bei 44,000 Mk. Einkommen 8795 Mk. (gleich 20 pCt. gegen bisherige 16 pCt.) und da von hier an je 1000 Mk. zu 250 Mk. Steuercapital gerechnet werden, so kann das Steuercapital in den höchsten EinkommeuSsätzen annähernd 25 pCt. betragen. Bei einem Steuersatz von 16 Pfg. per Mark Steuercapital (1895/96) reicht hiernach künftig die Progression von 0,8 an bis annähernd 4 pCt., statt, wie bisher von 0,96 bis 2,56 pCt. Hierbei ist übrigens die Berück- sichtigung von die Leistungsfähigkeit vermindernden Momenten dahin erweitert, daß künftig der Steuerpflichtige nicht bloß in die nächste, sondern auch in die zwettniedrtgste Steuer- klaste versetzt werden kann. Die Grundlage für dir Treu e rein sch ätzu ng bildet für die 1. Abtheilung die obligatorische Declaration. Für die Beschaffung des vollständigen Materials können auf Verlangen der Bürgermeisterei oder der Steuerbehörde die Haus- Haltungsvorstände zur Beantwortung bestimmt formulirter Fragen (Meldeangabe, Nachweisung der Steuerpflichtigen) aufgefordert werden. Gleiche Verpflichtung haben die Vorstände der Actiengesellschaften. In den Erklärungen wird neben den abzuziehenden Schulden und Lasten das Einkommen nach feinen Quellen (Grundbesitz, Pachtung, Gewerbe, Praxis), des nicht fixirten Arbeitsverdienst nach dem Durchschnitt der letzten 3 Jahre, getrennt angegeben. Die zulässigen Abzugsposten, wie: Auslagen zur Erhaltung des wandten, da begann unsere Situation kritisch zu werden, denn die Leute schliefen im Marschtreu ein. Bei anstrengenden Nachtmärschen war eS mir schon vorgekommen, daß Leute schlafend, ganz maschinenmäßig wettermarschirend, einen Fuß vor den anderen gesetzt hatten, allein eine am Hellen Mittag bei steter gleichmäßiger Fortbewegung schlafende Marsch- colonne, daS war mir etwas Neues. Und doch war es Thatsache, denn wir schliefen alle mehr oder weniger und ich habe mir selbst mehr als einmal in Gedanken zurufen müssen: jetzt hast Du geschlafen! um mich wieder auf- zurütteln. Wiederholt ließ der Major die Sptelleute anschlagen, doch auch daS half nur auf kurze Minuten, denn sehr bald setzten auch diese ganz von selbst wieder aus. Aber auch die letzten drei schweren Stunden gingen vorüber und zwar im Allgemeinen besser, als mancher von un» gefürchtet hatte. Nur selten that einer der Leute im Schlafe einen Fehltritt und stürzte rasselnd zu Boden und meist gelang e» dem Zugführer mit Unterstützung deS Unter- offizierS du jour sehr ralch, solche Leute wieder auf die Beine und ins Glied zurückzubringen. Aber trotzdem athmeten wir alle erleichtert auf, als kurz nach drei Uhr Nachmittags daS kleine, armselige Vogeseudörfchen Heranje in Sicht kam, in welchem wir heute Marschquartier beziehen sollten. Eine freudige Ueberraschung harrte unser hier, denn die Wagen mit der Verpflegung waren bereit» kurz vor unS ein- getroffen, und so konnte die gestern so unliebsam unterbrochene Bertheilung sofort wieder ausgenommen und die Leute in ihre Quartiere entlassen werden. Letztere waren allerdings über alle Beschreibung dürftig und beschrankt, so daß beispielsweise zwei volle Compagnien meines Bataillons io dem kleinen Dorfkirchlein untergebracht werden mußten und der Pfarrer in seinem bescheidenen Wohnhause neben dem Brigadestab den RegimeotSstab und die Stäbe, sowie die meisten Offiziere -zweier Bataillone zu beherbergen hatte. Trotzdem wären alle fröhlich und guter Dinge, hingen doch unsere nassen Uniformen zum Trocknen auf der Leine und hatten wir wenigstens ein Dach über dem Kopf! Und als Einkommens, Zinsen erweislicher Schulden, rechtsverbindliche Lasten, Steuern und Communalumlagen, sind erweitert durch Hiuzutritt der Leben-Versicherungsprämien bi» zu 400 Mk. und oller Beiträge zu BersicherungS-, PensionS-, Wittwen- und Waisenkassen. Hierzu kommen die regelmäßigen Abschreibungen für Abnützung der dem landwirthschaftlichen Betriebe dienenden Gebäude, Maschinen, Betriebsmittel. Für den Unterhalt deS Steuerpflichtigen und seiner Familie findet keinerlei Abzug statt, auch kommen Verwendungen zu Meliorationen, Geschäftserweiterung, Capitalanlagen oder Capitalabtragungeü und Beiträge zur Mobiliarverficherung nicht in Betracht. Die Declarationen find alljährlich nach erfolgter Bekanntmachung bei den Bürgermeistereien abzuliefern, vo» wo sie dem Vorsitzenden der VeranlagungScommisfionen z>- gehen. Mit Ausnahme von Actien- und Commanditactie«- Gesellschaften kann die Declaration-Pflicht denjenigen Steuer- zahlern nachgelassen werden, die im letzten Steuerjahr bereits zur Einkommensteuer zugezogen waren, den Wohnsitz nicht gewechselt und keine höhere Steuern bedingende Einkommens- Verbesserung erfahren haben. Auch die Stemrpfltchligeu der Abtheilung 2 (500 bis 2600 Mk. Einkommen) find nicht nur zur Selbsteinfchätzuug berechtigt, sondern auch auf Aufforderung der VeranlagungScommtsfionen dazu verpflichtet. Die bisherigen Veranlaguugsorgane find im Wesentlichen beibehalten. Für jeden Sreuerbezirk sungirt für die Veranlagung auf Grund der Declarationen eine gewählte Commission unter Vorsitz des staatlichen Steuerbeamten. Letzterer leitet das Veranlagungsgeschäft. Er stellt die Einkommenssteuerpflichtigen fest, und zieht über alle Vermögens- und Erwerbsverhältnisse genaue Nachrichten ein. Die Ergebnisse kommen in die Hauptsteuerliste des Bezirks, die Commission prüft die Vorschläge ihres Vorsitzenden, auf deren Verlangen sind die Steuerpflichtigen zu Aufklärungen verpflichtet. Das Ergebniß der Veranlagung wird dem Pflichtigen schriftlich mitgerheilt. Remonstrationen behuf- neuer Beschlußfassung oder Reclamationen an die Landescommission (bestehend auS 9 von den Provinzialausschüsse« au- den Bezirkseinwohnern gewählten Mitglieder unter Vorsitz eines MtnisterialcommissärS) find zulässig. Diese kann nöthigenfallS eine genaue Feststellung der Vermögens- und EinkommenSverhältnisse der Reclamanten veranlassen, Zeugen eidlich vernehmen lassen, den Reclamanten auffordern, Urkunden, Pachtcontracte, Schuldverschreibungen, Handelsbücher u. s. w. vorzulegen- äußersten Falls ist der Reclamant zur Erklärung au EideSstatt oufzufordern. Gegen dir Entscheidung später bei Einbruch der Dunkelheit abermals ein heftiger Gewitterschauer in dcm engen GebirgSthal uiederging, da war der Unterschied in der Lage zwischen dem gestrigen und dem heutigen Abend ein so gewaltiger, daß aus allen den kleinen Häusern an der schmalen Dorfstraße muntere Soldatenlieder in die Nacht hinauSschallten. Am anderen Morgen jedoch zeigte unser Krankenrapport zum ersten Male Fälle von Dhflenterie und Ruhr." „Sie haben recht, alter Freund, das waren Anforde- rungeu, wie fie höher wohl an keine andere Truppe während de» ganzen Feldzuges gestellt worden sein können." „DaS mag wohl sein, doch habe ich deßhalb nicht die Sprache auf diese schlimmste Episode unserer Regimentsgeschichte gebracht, um ein besonderes Lob für unS in Anspruch zu nehmen, sondern lediglich, um meine frühere Bemerkung zn beweisen, daß nicht die großen Schlachten mit den glorreichen Siegen, von welchen alle Welt spricht, die höchsten Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Tüchtigkeit einer Truppe stellen, sondern vielmehr die Märsche mit ihren häufig geradezu unbeschreiblichen Anstrengungen, Entbehrungen und Strapazen, sowie andere Momente, bei welchen absolut keine Ehren zu holen find und die für gewöhnlich Niemand einer besonderen Erwähnung werth hält." „Und daS ist recht gut, denn wenn mancher von un« im Voraus gewußt hätte, was in dieser Beziehung von ihm verlangt werden würde, ich glaube fast, er wäre vielleicht mit weit weniger Begeisterung in den Kampf gezogen, al« wir alle fie vor fünfundzwanzig Jahren empfunden haben. Aber ich finde noch eine andere schöne Nutzanwendung für Ihre Geschichte, daß nämlich unsere deutschen Soldaten, so lange fie im Stande sind, so außergewöhnliche Schwierigkeiten zu überwinden, ohne an DiScipltu und Schlagfertigkeit zu verlieren, jedem Feinde getrost gegenübertreten können! Daß es aber stet- so bleiben möge, darauf, lieber alter Regimentskamerad, wollen wir heute unser letztes Gla« leeren !" ist im Falle einer Gesetzesverletzung die Beschwerde bei dem BerwaltungSgerichtLhof zugelaffen. DaS Gesetz verpflichtet alle beim BeranlaguogSgeschäft Betheiligten zur strengen Geheimhaltung. Wissentlich falsche Declarationen stad mit Geldstrafen im achtfachen Betrage der ©teuer bedroht. Mit Geldstrafen bis zu 100 Mark kann ein Steuerpflichtiger belegt werden, der aus Nachlässigkeit eine Steuererklärung unterläßt. Daneben besteht die Berpfltchtuug zur Nach« zahlung des hinterzogenen Steuerbetrags mit fünfjähriger Verjährungsfrist. Die Verfolgung der Steuerhinterziehungeu verjährt in drei, die Strafvollstreckung in zwei Jahren. Eine Umwandlung der Geld- in Freiheitsstrafen findet nicht statt. Für die 2. Abtheilun g bleibt der bisherige Klafft. ficationStarif (10 Klaffen, Einkommen von 500 bis 2600 Mk., Steuercapitalten 25 bis 250 Mk.) bestehen. Die Einschätzung erfolgt durch örtliche Commissionen für jede Gemeinde (Bor- sitzender der Steuercommiffär- der Bürgermeister, die übrigen Mitglieder von der Gemeinde gewählt) ohne lästiges Eindringen in die Berhältniffe. Heber Reklamationen entscheidet die BeranlaguogScommisfion. Für die 1. Abteilung hiergegen ist RecurS an das Finanzministerium zulässig. Innerhalb des Steuerjahres kann die Steuer bei Verminderung des Einkommens um mehr als den 4. Thetl durch Verlust einzelner Einnahmequellen ermäßigt werden. Frkf. Ztg. -e. Neu - Ulrichstein , 1. April. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro März 1896. Ende März 1896 find in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 74 Mann. Dieselben vertheilen sich auf das Groß- herzogthum Hessen 17; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Staffel 11, Regierungsbezirk Wiesbaden 6, Provinz Rhein- lande 6, Provinz Westfalen 2, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 2, Provinz Schlesien 4, Provinz Posen 4, Pro- vinz Pommern 1; Königreich Bayern 3, Königreich Sachsen 3; Großherzogthum Baden 1; Thüringische Staaten 6; Herzog- thum Braunschweig 1, Herzogthum Anhalt 2, Freie Stadt Bremen 1; Ausland: Oesterreich-Böhmen 1, Schweiz 1, Rußland 1. Hiervon waren: Arbeiter 43, Anstreicher 1, Analytiker 1, Bäcker 5, Barbier 1, Buchbinder 1, Dachdecker 1, Drahtzieher 1, Fleischer 1, Gärtner 1, Kaufleute 1, Klempner 1, Küfer 1, Kürschner und Kappenmacher 2, Lohgerber 1, Maurer 3, Messerschmied 1, Oeconomen 1, Schneider 2, Schaufelmacher 1, Schuhmacher 2, Tapezierer 1, Töpfer 1. Gearbeitet wurde an 2231 Tagen. Im Monat März 1896 wurden entlasten 29 Mann, und zwar in Arbeit durch die Colonie 3, in Arbeit durch eigenes Bemühen 1, auf eigenen Wunsch 22, wegen Arbeitsunfähigkeit 1, wegen Conlractbruchs 2. Seit Bestehen der Colonie sind aufgenommen worden im Ganzen 3032, dagegen abgegangen im Ganzen 2958 Mann, bleibt Bestand am 31. März 1896: 74 Mann. Vermischte» * 15. BerbaudSschießen in Mannheim. Die Vorarbeiten zu unserem Schützenfeste schreiten rasch vorwärts, mit dem Bau der Festhalle, Bierhalle, Gabentempel, Portal :c. wird bereits in nächster Woche begonnen werden, auch die Wein- Iteferungen und Uebernahme der Wtrthschaften find auSge- schrieben. Für den Garantiefond ergaben die bisherigen Zeichnungen sehr erfreuliche Resultate und ist noch große Betheiltgung zu erwarten. Die Schießbestimmungen wurden in letzter Woche unter Mitwirkung der auswärtigen Vertreter des Verbandes endgiltig festgestellt und die Schießordnung befindet sich bereits im Druck. Die Ausschmückung des Gabentempels scheint eine sehr reichhaltige zu werden, denn es sind von vielen Corporationen schon sehr werthvolle Ehrengaben in Aussicht gestellt und für die Pistolenscheibe, die hier zum ersten Mal bei einem Verbandschießen in Function tritt, wurden in wenigen Tagen nur in kleinem Bekannten» kreise ca. 1000 Mark für Ehrengaben gezeichnet, ebenso für die Jagdscheibe ca. 700 Mark. Die verschiedenen ComuöS sind in voller Thätigkeit und ist alle Ausficht vorhanden, daß daS Fest ein großartiges, der Stadt Mannheim würdiges werden wird. * Die gefammte Production an Aluminium betrug im Jahre 1895 doch nicht mehr wie 425 Tonnen oder dem Volumen nach 170 Cabikmeter die dem Werthe nach allerdings ein Capital von etwa 1 ’/2 Millionen Mark betragen. Die größten Aluminium-Werke sind zur Zeit jenes zu Neu- Hausen in der Schweiz und jenes an den Niagara-Fällen in Rord-Amerika; augenblicklich geht man jedoch nach einer Mittheilung des Internationalen Patent Bureau Carl Fr. Neich eit, Berlin NW. 6, mit der Gründung einer neuen Fabrik in Norwegen um, wo nahe bei Haßlund die Kraft des SarpSfoS WasterfalleS zu diesem Zwecke benutzt werden soll. Die Hnternehmer des neuen Aluminium Werkes sind scandiuavische und deutsche Capitalisten. * Die Anzahl der Lokomotiven ans der Erde. Weich' einen riesigen Aufschwung die Technik auch tu den VcrkehrSver- hältnisten genommen, beweist die Anzahl der Lokomotiven. Auf der ganzen Erde giebt eß über 100 000 Lokomotiven. Davon entfallen aus Europa über 60 000, aus Amerika 40 000, während Asien nur 3000, Australien 2000 und Afrika nicht mehr als 700 besitzt. In Europa finden sich die meisten Lokomotiven; in England nämlich 17 000 Stück, dann erst folgt Deutschland mit 15 000 und hierauf Frankreich mit 11 000 Siück. Weit im Hintertreffen kommt Oesterreich- Ungarn mit nur 5000, dann Italien mit 4000, Rußland mit 3500, Belgien trotz seines geringen Flächeninhaltes mit 2000 Lokomotiven. Daß ausgedehnte Königreich Spanien besitzt dagegen nur 100 Lokomotiven, und es wird damit zugleich schlagend bewiesen, wie weit Spanien in der Eultur zurückgeblieben ist. • Fahrräder, die -nm Kleid -affen. DaS Neueste find | in England Fahrräder, die so bemalt sind, daß sie mit dem Kleid der Radlerin harmoniren! Bahnbrechend Hal hier die schöne Lady Warwick gewirkt: Ihr Sommerrad und Sommerradkleid sind von reinstem Weiß; ihre Herbstfarben find moosgrün und ihr „Schlecht Wetter-Rad und -Kleid" find chocoladfarbig. * Den Gipfel der Vereinsmeierei haben einige Düsseldorfer erklommen; fie laden Alle, die den Namen Christian führen, zu einer Versammlung ein, die die Gründung eines „Christian-VereiriS" zum Zweck haben soll. ♦ Neues Wort. Erster Geschäftsreisender: „WaS sagte denn der Ches des Hauses Mummerle, als Du ihm Offerte gemacht haft?" — Zweiter Geschäftsreisender: „Er sah mich bloß so hinauSwurfSvoll an!* • 3m Coupo erster Klaffe. A. (zieht eine Cigarre andern Etut): „Ist es gestattet?" — B.: „Bitte!" (A. zündet sich eine Cigarre an und raucht mit Behagen.) Eine Halde Stunde später. (D. zieht eine Cigarre aus dem Etui und will rauchen.) — A. (nach dem „Rauchverbot" weisend): „Sehen Sie nicht, daß man her nicht rauchen dars?" — B.: „Aber Sie haben doch vorhin selbst . . — A.: „DaS ist waS anderes! Ich habe mit Ihrer Erlaubniß geraucht, Sie aber besitzen die meinige nicht, ich verweigere sie Ihnen." (Tableau!) ♦ Durch die Blume. Folgende originelle Localnotiz finden wir in der „Dt.-Kroner Zeitung": Schmetterlinge, Maikäfer, Frösche und dergleichen Frühlingsboten sind uns jetzt zur Genüge von aufmerksamen Freunden unserer Zeitung zugrsandt worden, so daß wir und unsere Leser vom Nahen deS Frühjahrs fest überzeugt sind und eß weiterer Zusendungen von „Novitäten" nicht mehr bedarf. Nun find wir neugierig darauf, wer von den vielen Lesern unseres Blattes bet der zu Ostern stattfindenden großen Schweinschlachterei den Ansang macht und durch Zusendung diverser Würste und Schinken den Beweis liefert, daß er der Erste auf dem Plane in dieser Saison ist. Probatum est Citaratur und Kauft — Die neue Behandlung von Krankheiten mit Organsäften ist der Titel eines Aufsatzes vonvr. C. KreuSner, den das neueüe (14.) Hest der bekannten illustrirten Halbmonatsschrift „Bom Fel» zum Meer" (Stuttgart, Union Deutsche Verlag«- gesellschaft, Preis des HefteS 75 Pf.) veröffentlicht. In einer außerordentlich klaren und verständlichen Weise führt der Autor dem Leser die eigenartigen Methoden der „Organsasttherapie" vor, die der Bekämpfung und Heilung des KrcpfeS, der Rückenmarkschwindsucht, verschiedener Nerven- und Geisteskrankheiten, der Bleichsucht u. s. w. gewidmet sind. Da es sich hier um die neuesten Errungenschaften der Heilkunde handelt, wird der Aussatz gewiß mit orößtem Interesse gelesen werden. Der andere Inhalt le« HeftS bestätigt mit seinem reichlichen textlichen Inhalt und prachtvollem schwarzen und farbigen Btldcrschmuck von neuem in glänzender Weise den Ruf der Zeitschrift, daS vornehmste Blatt deutscher Sprache zu sein. Unter den Bildern zieht die doppelseitige Darstelluna der Parlamentarischen ©oiree beim Reichskanzler wegen der trefflichen Porträtirr ng der dargestellten Parlamentarier und Minister die meiste Aufmerksamkeit auf sich; vortrefflich sind aber auch die farbige Darstellung deS „Sicilianischen Historienmalers im Karrendter.st" und die mehrfarbige Karte der Südpolargegend. Ein Abonnement auf das treffliche Blatt können wir unseren Lesern auf das wärmste empfehlen. LandwitthschaMche Minke und Kaihschläge. A NuS vberhesten, Ende März 1896. Laudwirihschafttiche Rück-, Um» und Vorschau. (Fortsetzung.) Es wurde bereits daraus htngewtesen, daß gegen das Ungeziefer ein allgemeiner Kampf eröffnet werden müßte, weil es in diesem milden Winter gut durchgekommen fein würde. Ein ähnlicher Kampf ist gegen die Pilze «uv Sporen im Getreide, in erster Linie irn Saatgetreide, zu führen. Die Zeit der Frühiahrsaaten steht vor der Thüre. Jeder Bauer kennt das alte Sprichwort: Gut gesät, ist halb geerntet. Diese« „gut gesät" bezieht sich aber nicht bloß auf einen wohlzubereiteten Acker, der die Saat aufnehmen soll, nicht Klos auf gute- Wetter beim Säen, fondern ganz besonders auf eine ausgezeichnete Saatfrucht. Darin hat man seit 20 Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Mit Hülse der T'teure, Auslesemaschinen und Sortireinrichtungen vermag man ein treffliches Saatgut herzurtchten. Damit meint der gewöhnliche Bauer schon genug, mindestens aber schon sehr viel getban zu haben. Er hat aber noch nicht mit den Sporen und Pilzen gerechnet, die sich im vergangenen Sommer auf der Gerste anfammeiten und die durch Trieure und Sortiimaschtnen nicht hinweggeblasen werden können. Untersuchungen und Beobachtungen haben gezeigt, daß die Gerste, welche zur Aussaat dienen soll und Spuren von Brandsporen zeigt, gerade so mit Kupfervitriol oder auch mit warmem Wasser behandelt werden soll, wie der Saalwetzen, widrigenfalls empfindlicher (neulich schrieb Jemand „empfindsamer") Schaden zu befürchten ist. Die Behandlung der Saatgerste mit Kupfervitriol will nun unseren Bauern wieder durch»us nicht in die Köpfe. Man braucht das nicht! sagen sie hartnäckig; der Aeltervrter hat? auch nicht so gemacht, daS sind unnütze Neuerungen. Daß der Aeltervater kein electrtsches Licht, keine Buttermaschinen, feine eisernen Schiffe, keine Röntg'nstrablen hatte, vergeffen solche eigensinnige Köpfe ganz und gar. Sie dürften darum eigentlich auch keine Dreschmafchine benutzen, nicht mit der Eisenbahn fahren und keine Telegramme lesen oder aufgeben, denn der Altervatcr hatte diese Ding- auch nicht gehabt. Daß es aber unnütze Neuerungen wären, dürste doch der hartgesottenste Starrkopf nicht mehr behaupten wollen. So wie wir mit diesen Ausführungen einen Dorblick in die Zukunft thatcn, möchten wir e4 mit einem ar deren ungemein wichtigen Gegenstände auch machen, nämlich mit der richtigen Verwerthung deS Cbfk«. Dadurch, daß eine Obstverwerthungszenoffenschaft gegründet wurde, ist schon ein großer Schritt vorwärts gethan. Die Segnungen dieieS Schrittes kommen indessen denjenigen Ortschaften, Höfen und Gütern zu gute, die an Eisenbahnen ober doch nahe dabei liegen. Ortschaften, die drei btS vier Stunden von der Bahn entfernt find, vermögen ihren Obstiegen in frischem Zustande nur jum Theile richtig zu verwerthen. Für diese Ortschaften handelt es sich um Verwerthung deS Obstes in anderer Form, in erster Linie um da« Trocknen deS Ödste«, wodurch die Transportkosten ganz wesentlich vermindert werden. Seit einer Reihe von Jahren erheben wir unsere Stimme an dieser St-lle und weisen darauf hin, daß unsere vdsttrocknung», apparate aber ganz und gar nicht« werth sind. Die Früchte pflegen in der "Nähe der Feuerung zu verbrennen, in der Entfernung vom Feuer zu erfrieren. Da« Aroma de« Obste« gebt dadurch völlig verloren und da« äußere Anfehen er ft recht Man will aber heut- zu'age richt blo« etwa« wohlschmeckende«, sondern zugleich etwa« dem Hage nachhaltige« haben. Wer mag einen trüben, molkigen Wem trinken, selbst wenn er noch so gut ist. Wenn man Herz und Mund tbul leben, muß das Auge auch waS Haden, sagt etn befennie« Derschen, in welchem man da« Hage nur mit der Rase zu v-r: tauschen braucht, am die Strophe auch für den Schnupfer annehradar herzurichten. Derartige Lbsttrocknungsapparate müffen also beschafft Derben damit unS bte Amerikaner, die wahre Moster in solchen £ln;ta sind, endlich Ruhe im eigenen Lande lassen und un« nicht linj« beschämen. Die Apparate kosten Geld — und da« ist bekanntlich bei Wenigste bei un«. Um zum Ziele zu gelangen, holen wir uns bm Hrbel herbei, mit dem wir die schweren Lasten der Neuzeit bitte können, das Genossenschaftswesen, denn Einigkeit macht stark, tu bereits wiederholt ausgeführt wurde. Sparkaffen, Erebilverrtm, Eonsumvereine und — last not least, lagt König Lear hinsichtlich seiner jüngsten Tochter — die Gemeindekoffm können sich aufriffta um solche nützliche Apparate herbetzubringen. ES find schon siä schwierigere Dinge gemacht worden, als die hier in Betracht kommend« Wir werden nicht ruhen, immer wieder darauf zur ückzukommen. Ci wir dieses Jahr ein Obstjahr bekommen, ist sehr zweifelhaft. bat aber nichts zu sagen. Gut Ding will Weile haben. Man leg; Obstbäame, obgleich man erst in vielen Jahren Früchte haben ohb. So müffen wir fortwährend daran arbeiten, daß endlich brauchen AbtrocknungSapparate tnS Land kommen, selbst wenn es noch «Uiche hundert Male geschrieben, gedruckt und gesagt werden muß. Recht mißmuthtg wird der Schreiber dieser Zeilen manchw.< roenn er sieht, wie träge und indolent mancher Bauer immer nach ist, sobald er Mitwirken soll, ehu gemeinschaftliche Gefahr a> zuwettde«. Es sei hier auf die seil Wochen wieder herumschlei-end< Maul- und Klauenseuche btagerokfen. Diehmärkte können nta: stattfinden, Handel und Wandel sind gelähmt. Don Seite» bc Behörden wird Alle« gethan, um Herr über daS Ucbel zu werb« Ein einziger leichtsinniger Viehbesitzer kann die ©ni verschleppen, obgleich <8 ihm ein Leichte« gewesen wäre, die 8r schleppung zu verhüten, sobald die nothwendigen DorsichtSmaßretzel nicht außer Acht gelassen worden wärm. Tagegm muß man auch seine Stimme erheben. Wcsür tc uns die Vorsehung fünf gesunde Sinne, Verstand und Vernunft gegeben? Doch nicht dazu, daß wir fie rosten laffm oder « türkischem Fatalismus sagen: Wie Golt will, Allah wild e« fchn machen. Bei dieser Gelegenheit kann erwähnt werden, daß die Preist für junge Schweine (Ferkel) angezogm haben. die Züchter korrma jetzt doch wieder auf ihre Kosten. Dagegen rathan wir entf^UNt ab, Zuchtsauen anzulegen. Der Markt in noch so mit Material überladen, daß sogen. Läufer und Springer immer noch schleck, bezahlt werden, und Sch'achtthiere stehm noch so tief im Preise au je. Darum ist es von manchen Metzgern auf dem Lande eine Ao« beuteret, wenn fie für daS Pfund Blut- ober Leberwurst 80 Pi» fordern, wie es in dieser Zeitung kürzlich berichtet wurde. ES mut doch Alle« so gewacht werdm, daß eS noch gehen und stehm tere und waS zuviel ist, zerreißt den Sack. (Schluß folgt.) Witterungsbericht vom 1, April. Die Weiterlage hat sich seit gestern wenig geändert. Ein dürfte hoben Druckes zieht sich von den britischen Inseln über die Nords« und das südliche Scandinavien nach Nordrußland. Im äußerst» Nordwesten scheint eine Depression oorüberzuzieben, während glei* zeitig der Süden und Südosten deS Erdtbeils fortmäbrenb unter der Herrschaft niederen Druckes steht. Das Weiter ist in Südbeutschlmü anhaltend trübe und kühl mit zeitweisen Regen- und Schneefälle» vorausstchtliche fBitUrtm# i Trübe«, kühles Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. caoooaooaooaoooocaoan o o,. a o c o o ‘Vorsicht!! ist geboten bei den jetzt in den Handel gebrachten, viel- fach miuderwerthigen Fabrikaten in Seifenpulvern. DaS seit ca. 20 Jahren ejifHrenbe Dr. Thompson's Seifenpulver hat fich bis jetzt noch als daS _ W* Veste, billigste und bequemste **G erwiesen Preis 15 Pfg. per ’/• Pfd Man achte auf die Schutzmarke den »Schi»an . bekannt. 2006 Hochachtungsvoll SanitätSrath Dr. vilst««er. lieber Kinderernährung. ES ist ein erfreuliche« Zeichen der Zeit, daß auch Me griic Maffe de« Volkes neben den besser siiuirtrn Ständen stetig wachsendes Interesse an der Nahrungsmittel Kunde zeigt und bei der SuSwadi der täglichen Speisen mehr und mehr auf den Nährwerlb und d«e Zuträglichkeit der NabrungSmittel Rückfichi nimmt. Daß aber « dieser Beziehung noch Vieles zu wünschen übrig bleibt, beweist u » leider schon die große SterblichkeitSz'ffer der Säuglinge, bte iu einem guten Theile auf die Unkenntniß einer rationellen JHnjc* ernährung zurückzuführen ist Jn«besondere kann man sich viel'-- roch nicht der schädlichen Sitte entwöhnen, dem jungen Erdendurßn a « Ersatz für mangelnde Muttermilch Brei ober Uleblfuppm I“ verabreichen, deren unverdaulicher Stärkemehlgehalt für den Säuotmz v:n den schädlichsten Folgen begleitet sein kann und leider »un? begleitet ist. Will man dem Kinde im zarteren Alter stärtwed-' ballige Zusütterung reichen, so muß sie dextrinisirt (b. P P wiffermaßen einer künstlichen Borverdauung unterzogen sein) wie».r das rühmlich» bekannte Hohenlohe'sche Hafermehl es bi«ju» möglichsten Grade ist. Gerade diese« präparkte Hafermehl au« rn bet Gerabronn errichteten Hohenlohe'schen Präservenfabrik, da« n» u. A. auch der Empfehlung von medicinifcher.Seite erfreut, in jenen Müttern nur zu empfehlen, denen da« Wohlbefiodm Gedeihen ihrer Lieblinge am Herzen liegt Der bekannte SanitätSrath Htrr Dr. Bilfinger hrkbt b» z. B. über Hohenlohe'fche« Hafermehl al« Zusatz zur Kuhmtl-l Kinder wie folgt au«: nua fluf Ihre Anfrage, ob auch ich für Ihr kleine« Kind, ka, vu- entwöhnt werden soll, Ihnen da« viel genannte Hatermehl emp eP» könne, lhei'e ich Ihnen mit, daß ich da« Hafermobl weaen günstigen Einflüsse« auf Knochen- und Blulbildung vieliaS meiner Praxi« hcchschätzen gelernt habe und daß auch»ich JP» dasselbe al« ganz zweckmäßig empfehlen kann. Namentlich W * da« Hohenlohe'sche Hafermehl au« der Hohenloh: leben PrS'er»^ fabrll in Gerabronn, von deren hygimisch tadellosem Betrieb u» ® * durch meine Einsichtnahme überzeugt habe, al« ganz besonoerv t Kunst-Ausstellung, "A nähme de« SamStaa«, von 11 bi« 1 Uhr, am Mittwoch»» noch von 3 bi« 5 Uhr. E»««ta«S w*|re*> X* eumtUtWiltii 11 Hi • UH. - (fcintritt«preH f" Nichtmüglreder an Werktagen 50 P'g . an Sonntagen Zu H I 'Wktiükk? * » Ä»dLv m** *8 &ot tu, 'nen fit 5 Ssfc ,'U[fiU,0tDC(. beben. $>1 küchle üblich bitt; ?vesn°j. tbtt mu§. Hellen mt* «aun "ihr «betumffi ■Mt lönne- von 6tt*t Stuche ftunlr 'm wäre, t? " VorWich »beben. end und $q ,7 lassen o'z lllah wird ti den, dah di--, die Züchier fa mvtrenW lod) io mit & uimer noch:: ) tief hnjift em Lande ein: Leberwurst kt wurde. 6! en und W iteN(A^' 116 Ä»- i w als M hru«g> , daß aulhdi-k inbmfk»*: und bei d» nimmt. ig bleibt, bewfl«1 t SäuM^ er rationcö®^ form man ■.iS* " “ w ls ssfii! äs* MM fffA Universal-Gartendünger Wer ausführen will: 1. Herstellung der Wege von Lützel» linden nach Allendorf und Groß- 2. 3140 3. 4. 3051 2749 Neul Neu! lull Iffff ||||,!; 2816 Wiefenftraffe 4 I. Erf.^allein.j'a brisanten: 1030 fron J. -ich 2222 ßJoWack Modewaaren, Seidenstoffe und Damen-Confection befindet. 2811 Sie sparen Chilesalpeter Knochenmehl Hornmehl Blumennahruug Baumwachs Ziuktinte Holztheer Steinkohlentheer Carbolineum Qelfarben aller Art ^mgeriatone (ompantj Aufnahme unserer Sammlung. (Ließen, den 28. März 1896. Originalpreise. 2986 Der Vorstand: Fr. Dr. Brüel. Fr. Baron v. Gagern. Fr. L. Homberger. Fr. Professor Eiebeck. Frl. P. Stammler. Fr. A. Weidig. Frl. Windecker. Frl. Wort- mann. Frl. I. Zimmermann. Herr Juftizrath Baist. Herr Director Bansa. Herr Dr. Baur. Herr Pfarrer Dingeldey. Herr AmtSgerichts- roth Dornseiff. Herr E. Kauffmann. Herr Metzgermeister I. Klein. Herr Pfarrer Schlaffer. Herr Karl Schwan sen. Herr R. Stuhl. Herr Stadtverordneter H. Vogt. Herr Revisor A. Wilker. Herr Beigeordneter Wolff. ___________ Rechtenbach, veranschlagt zu circa 500 resp. 200 Mk. (Erd- und Pflasterarbeiten.) Desgl. von Weidenhausen nach Wetzlar, zu ca. 800 Mk. (Erd- und Pflasterarbeiten.) Entwässerung im Orte Münchholzhausen , veranschlagt zu circa 350 Mk. Herstellung der Beläge auf zwei Brücken der Gemarkungen Hochel heim und Lützellinden, von ZorreS- eisen, veranschlagt zu 350 und 450 Mk. ^meiner yerem für Arme«- und Krankkvpflkgk. Wir benachrichtigen unsere Mitglieder, daß unsere Dienerin, Frau Pickel, mit der Erhebung der Jahresbeiträge für 1896 beauftragt ist. kolchen, die noch nicht Mitglieder sind, wird durch Vorlegung der Liste Gelegenheit gegeben werden, sich als Mitglieder einzuzeichnen. Wie wir i unserem Jahresbericht mitgetheilt haben, haben wir die Mittel zu dem bringend nöthigen Neubau unseres Schwesternhauses durch Ausgabe verzinslicher Schuldscheine beschafft. Wir haben dafür in dem kleinen Kreise, an den wir uns gewandt hatten, ein sehr dankenswertes Entgegenkommen gefunden, und es sind uns auch einzelne namhafte Geschenke zugewmdt worden. Nichtsdestoweniger haben wir uns damit doch eine bedeutende Schuldenlast aufgeladen. Den Muth dazu fanden wir in dem Vertrauen, daß die Freunde unserer Sache uns durch kräftige regelmäßige Beitrag»- Klsiungen, wie seither, so auch ferner in den Stand setzen werden, die großen und mannigfaltigen Aufgaben unseres Vereins zu erfüllen. Wir hoffen, uns darin nicht getäuscht zu haben und bitten daher um freundliche Erstes Special - Geschäft in Portwein, Sherry, Madeira, Malaga, Marsala, Cognac etc. Vertretung und Niederlage für Giessen u. Umgegend: W. Moeser, Seltersweg 63. Raupenleim Nicotiua geg. Pflanzenungeziefer Jnsecteutinctur Ameisenvertilgungsmittel empfiehlt die Adler-Drogerie Otto Schaaf. »uWlIIW' M SB 1 D-K-Patent 2424 wolle seine Forderungen schriftlich, verschlossen und mit bez. Aufschrift versehen bis zum 11. April d. Js., Vormittags 10 Uhr, zu welcher Stunde hier Eröffnung erfolgt, ein- reichen. Kosten-Anschläge und Bedingungen vorher hier einzusehen. Gr.-Rechtenbach, 30. März 1896. 3180 Das Bürgermeister-Amt. Hierdurch beehre ich mich, meiner geschätzten Kundschaft sowie einem geehrten hiesigen wie auswärtigen Publikum ergebenst mitzutheilen, dass sich mein Geschäft wegen Errichtung eines Neubaues bis auf Weiteres Seltersweg 2 neben Herrn Kaufmann Adolf ttelsse Herrenhemden nach Maaß oder Muster werden unter Garantie des guten Passens in kür- zester Zeit geliefert. Reiche Auswahl n Stoffen und Einsätzen. [762 Geschw. Heerz, Neuenweg 7. Putz-Cmsus. Damen können das Putzmachen in 50 Stunden gründlich erlernen. Preis 15 Mk. Erfolg garantirt. Material zum Erlernen stelle gratis, auch können Damen ihre eigenen Hüte garniren. Schülerinnen werden täglich in meiner Wohnung, Ludwig- straffe 12, angenommen. Maccaroui, extraf. Wiener, „ Reapolit., ,, -Bruch, per Pfd. 30 Pfennig, (tzemüsenudelu, extraf. Wiener, Gewüseundeln, nicht breiig kochend, empfiehlt i34i Emil Fischbach. 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