"Mwi j" Wtt Steife > *Ü Ni» lkpAge, enpffüge hsteu Preise 1000 Cntrve- M Uhr II W'1*' . j ®f„ ®«B» ,,, realer ®tlletWä' gilt* “Mb( Mdl-I' lorsia"11. ®it r das Sonmaq den 2. Februar Erstes R'att Ur 28 WontagS. Zlnits- tmS Anzsigeblatt für den Kreis Gieße« Äcbaction, Lxpcditioi und Druckerei: Kch.rßraheNr.,. Fernsprecher 51. T Gießener Anzeig er ® werden dem Anzeiger k p l • “W“ General-Wnzerger. lunahmr von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Lag erscheinenden Nummer bi» Vorm. 10 Uhr. HraLisöeikage: Gießener Kamikienökätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Au-landeS nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Man. fchettenknopf, 1 Brosche, 3 Schirme, 1 Album, 1 Hammer, 1 Stück Guß, 1 Tasche mit Strickzeug» 1 Weckbeutel, 1 Arbeitsbeutel, 1 schwarze Schürze, 2 Riemen und 1 Orden. Gießen, den 1 Februar 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I- E. v. Bechtold, Regierungs-Assessor. Deutscher Reichstag. 28. Plenarsitzung. Freitag, den 81. Januar 1895. Bei der fortgesetzten Berathung des Etats des Reichsamts deS Innern befürwortet bei dem Eapitel „Statistisches Amt" Abg. Schwarze (Ctr.) eine Aufbesserung der Gehälter der Bnreauassistentm, in erster Linie durch Anrechnung der nicht etats mäßigen Dienstzeit. Geheimer Oberregierungsrath Wermuth erklärt, daß eine Aufbesserung bereits erfolgt sei. Bet den Beamten, die erst im späteren Lebensalter etngktreten sind, seien Härten nicht immer zu vermeiden. Bei dem Eapitel „Normalaichungscomnission" empfiehlt Abg. Förster (Antts.) eine bessere Stellung der technischen Hilfsarbeiter. Staalsseccetär v. Bötticher: Er habe feine Zusage, den Wünschen der technischen Hilfsarbeiter entgegenzukommen, bereits diesmal erfüllt. Daß nicht alle Wünsche erfüllt würden, läge besonders in finanziellen Gründen. Abg. Lenzmann (Fr. Vgg) weist darauf bin, daß die technischen H'lfsarbetter schlechter gestellt find, als die gleichartigen bet anderen Ressorts. Staattzsecretär v. Bötticher erklärt, die Vorbildung der technischen Htlfsa> beiter sei nicht gleichartig; die Mehrzahl habe nicht da« Abtturientenexamen gemacht; ein allgemeiner Anspruch auf Gleichstellung sei also nicht vorhanden. Abg. Hammacher (natl.) tritt ebenfalls für die technischen Hilfsarbeiter ein. Zum Eapitel „Reichsgesundheitsamt" bespricht Aog. Dr. Lingens (Etr.) die Frage der Jnfecttonsgefahr der Kirchhöfe und bestreitet die Schädlilvkeit der Kirchhöfe, sowie die Nothwendigkelt der Letchenverbrennung. Dtrector des Reich?gesundhettsamis Geh. Rath Dr Köhler: Die Versuche über den Einfluß der Verwesungsstoffe aus die Gesund- bettsoerhältnisie hab-n ergeben, daß die für Menschen in Betracht kommenden Krankheitserreger nach kurzer Zeit zu Grund« gehen. Ordnungsgemäß angelegte Kirchhöfe seien daher ungefährlich. Abg. Klees (Soc) bespricht die Schädlichkeit des Magdeburger TrtnkwasserS Es sei nothwendtg, dem Reichsgesundheitsamt eine größere Kompetenz zu geben, um derartigen Mißständen vorzubeugen. Staatssecretär v. Boetticher: Es sei anzunehmen, daß die Anhalitsche und Preußische Regierung Alles thue, um dem Uebel- stande abzuhelfen. Es sei wegen eines einzelnen Falles nicht noth- wendig, die Compelenz des Retchsgesundheitsamtes zu erweitern. Abg. Bürklin hebt die vermehrten Klagen über das Weingesetz hervor, besonders bedürfe die Frage des Zuckerzusatzes zum Wein, sowie der Declarattonspflicht bei dem Kunstwein einer Neuregelung. LrtaatSsecretär v. Boetticher: Die Grenzenbestimmung über die Art und das Maß des Zusatzes von Extracistoffen sei schwierig und bebütfe einer längeren Untersuchung. Bezüglich der Wün- vanscherei gehe das Retchsgesundhettsamt aus jede ihm zugehende Beschwerde ein. Abg. Rettich (cons.) bringt die Beobachtungen des Professors Heinrich in Rostock zur Sprache, wonach bei rumänischem und russischem Getreide sich zahlreich Bacterten oorgefunden hätten, welche auch durch die Backhitze nicht vernichtet würden. Dieses Ergebniß fei ein wahrhaft erschreckendes. Die deutschen Eonfumenten müßten vor einer so großen Seuchengesahr beschützt werden. Selbst das für lteferfähig erklärte Getreide an der Berliner Börse sei nicht vorzüglich und wo bleibe das für nicht lteserungsfähig erklärte? Dtrector Köhler: Das Gesundheitsamt hat 33 Proben Getreide untersucht, 16 deutsche und 17 ausländische. Am reinsten war daS amerikanische, dann mährische, böhmische, ungarische Gerste, und am meisten verunreinigt war türkischer Roggen. Was nun die Bacterten anlangt, so fanden sich, um mtt Wetzen zu beginnen, in 1 Gramm deutschem Wetzen 14,000 bis 230,000, in russischem 256 bis 309,000 (Hört! hö t! rechts), in La Plata nur 5000. (Härt! dort! links). Ferner in deutschem Roggen 125 bis 670,(XX), in russischem 756,000 bis 1 Million (Hört! hört! rechts). Sie sehen, daß Bacterten in großer Menge überall 'vorkommen. Aber den Zahlen ist kein großer Werth betzumcssen. Zumal deshalb, weil die Bacterten bet ordnungsmäßiger Lagerung des Getreides s br sich verringern. Eine Probe z. B, die in Rostock 859,000 aufwtes, hatte rach vierzehn Tagen bei der Nachprüfung in Berlin nur noch 150,000. Der Ketmgedalt geht hiernach bet ordnungsgemäßer Lagerung stark zurück. Die Zahl ist also nicht maßgebend, dagegen die Art. Auch darüber toben wir Untersuchungen angestellt. Zunächst sind unsere ganzen Krankheitserreger einer so bohen Hitze rote der Backhitze nicht zu widerstehen im Stande. Entscheidend ist aber das Ergebniß der Untersuchung, daß in keiner Probe Seuchenbacterten gefunden worden sind, die beim Genuß des Brodes Krankheiten erregen könnten. (Hört! bört! linfe.) Das Gesundhei samt hat also keinen Anlaß, tu dieser Sache irgendwie einzufchreiten. Abg. Rickert (frf. Bp.) äußert seine Genugtbuung darüber, daß Vorredner in solcher Werse den bezüglichen Gerüchten entgegen: getreten sei. Auf seine Anregung bemerkt noch Director Köhler, daß man versuchen würde, eine kleinere, comprimirte Ausgabe des „Gesundhettslüchleins" herzustillen. Er tollte zugleich mit, daß dem Reichstage nächstens eine Denkschrift über die Tuberculose zugehen werde. Abg. Wurm (Soc) erinnert den Abg. Rettich dara.>, dug In der deutschen Sutter 50 Mill. Bacterten gesunden feien, in der Margarine dagegen nur 1 bis 2 Mill. (Heiterkeit links). Wo bleibe da die Sorge der Eonservattven für den deutschen Eonsumenten? Director Köhler bemerkt auf eine Anfrage des Vorrednecs, nach neueren Anoronungen der Einzelregierungen werde jedenfalls Sorge dafür getragen werden, daß künftig technisch ausgebildete Beamte für Nahrungsmittel-Eontrole ausreichend -ur Verfügung stehen. Abg. Rettich (cons.): Die Thatsache ist nicht aus der Welt geschafft, daß ein bedeutender Thell des ausländffchen Getreides in gesundheitsschädlicher Weise Der um einigt ist. Professor Heinrich ist übrigens der Meinung, daß die Backhitze die Bacterten nicht tödtet. Auf Anfrage des Abg. Förster erklärt Staatssecretär von Boetticher: In dieser Session werde ein Reichsfeuchengesetz nicht oorgelegt, der Erlaß eines solchen fei aber nicht aufgegeben. Beim Eapitel „Patentamt" stellt der Staatssecretär die Vorlegung einer Denkschrift über die Thäligkeit des Patentamts in nahe Aussicht. Beim Eapitel „R ichsverficherunosamt" beklagt Abg. Molkendubr (Soc.) das lange Ausbleiben einer Vorlage betreffend Reform des Unfallgef.tzes. Alle Jahre hören wir, daß die Sache im Fluß ist. Wo wird nun der Fluß münden ober wird er im Sande verlaufen? Wenn uns der Staatssecretär wenigstens das Jahrzehnt angeben könnte! (Heiterkeit). Abg. Stadthagen (Soc.) äußert Beschwerden über verschiedene revisionsbedürftige Bestimmungen des bestehenden Unfallgesetzes und Über deren Handhabung durch die Berufsgenossenschaften. Je länger die Novelle im Reich^amt des Innern liege, desto schlechter werde sie s.in, denn der Einfluß der Shbetige er werde auch bei dieser Behörde immer größer. Staatssecretär Dr. v. Bötticher: Die Novelle vorn Jahre 1894 liegt dem Bund^Srathe vor, allem hier haben sich neue Fragen ergeben, die eine Erledigung verzögern. Abg. Frhr. o. Stumm (Rp) Die geforderte Novelle ist überflüssig. Eine Verstänoigung würde wegen der weitgehenden Forderungen der Socialdemokraten sehr schwer sein. Abg Dr. H tze (Etr.) bringt Fälle zur Sprache, in denen durch die Berufsgenossenschaften Kranke zur Heilung an Anstalten Überwiesen wurden ohne jede Rücksicht auf persönliche, besonders auf die Familien Vei hältnisse des Erkrankten. Bei dem Titel „Canalamt" bemerkt Staatssecretär v. Bötticher auf eine Anfrage des Abg. LingenS (Ctr.), es sei zu bezweifeln, daß die Regierung so weit gehen könne, nach Fertigstellung des Canals noch Aufwendungen für die Seelsorge zu machen durch Hergabe von Ländereien für Kirchm, es sei dies nur ausnahmsweise in einem Falle vom Kaiser geschehen. Auf eine Anregung des Abg. Jebfen erwidert der Staatssecretär, eö sei wohl möglich, daß eine Herabsetzung des Eanaltarifs dem Hause werde oorgeschlagen weiden. Der Etat des Reichsamts des Innern wird angenommen. Morgen: Reichsjustizetat, Rechnungshof, Gewerbe Novelle. Deutsche» Reich. Berlin, 31. Januar. Schon wieder einmal waren in den letzten Tagen Ministerkrisengerüchte aufgetaucht. Der Staatssecretär im Reichsamte de- Innern, Dr. von Boetticher, dessen Rücktritt nun schon seit Jahren al- ^unmittelbar bevorstehend" von Zeit zu Zeit angekündigt wird, sollte jetzt wtrkl'ch und wahrhaft g sein Entlassungsgesuch endlich eingereicht haben. Zugleich hieß es, daß auch der ©toaißfeerrtär im Reichsmarineamt, Viceadmiral Hollmann, amtsmüde sei und ebenfalls b rcirs seine Entlastung gegeben habe. Bis jetzt haben aber diese Gerüchte weder in dem einen noch in dem anderen Falle eine Bestätigung gefunden, offenbar handelt es sich nur um ganz willkürliche Combinationen. — Im Reichstage waren zu Beginn der Donners- tagSsitzung gerade acht Abgeordnete zugegen, sage und schreibe acht anwesende Reichsboten von dreihundertundfieben- undneunzig! Erft im weiteren Fortgänge der Sitzung er» höhte sich die Zahl der Abgeordneten allmälich auf etwa vier Dutzend- wahrscheinlich werden da künftig die Sitzungen immer eine Stunde später gegenüber dem angesetzten Termin anfangen wüsten! Neueste Nachrichten. Wslfst telegraphisches Eonespondenz-Bureau. Wien, 31. Januar. Hier liegt folgende Meldung aus Konstantinopel vor: Die in Zeituu eingetroffcnen Consuln fanden dort eine äußerst ernste Lage vor. Der Hungertyphus und Skorput fordern durchschnittlich 150 Opfer täglich. Der Gesundheitszustand der türkischen Truppen ist ungeachtet der unter ihnen herrschenden Dyscenterie ein befferer. Ein von den Aufständischen kürzlich unternommener Durchbruchsversuch scheiterte. Die Consuln haben ihre Ver- Handlungen zur Vermittelung einer friedlichen Uebergabe bereits eröffnet. Inzwischen wurde eine Anzahl von nach Zeituu Geflüchteten, darunter Katholiken und vier Priester, nach Marrasch expedirt. a der ®gz<*i,*. Berlin, 31. Januar. In der heutigen Sitzung der Justiz-Commission deS Reichstages gab der Abgeordnete Buchka (cons.) die Erklärung ab, daß er und seine Freunde für die Entschädigung unschuldig Verurthe lcer nicht stimmen könnten, nachdem die Commission gestern die Vorschläge der Regierung über die Erschwerung des Wiederaufnahme-Verfahrens abgelehnt hat. Berlin, 31. Januar. In der Budget-Commission des Reichstages wurde heute die vierte Rate zur Erwerbung eines Truppen-UelmngSplatzeS für daö Garde Corps im Betrage von 1,900,000 Mk gegen die Stimmen der Freisinnigen und Socialdcmokraten angenommen. Berlin, 31. Januar. Dem „Berl. Tagebl." zufolge find in diesen Tagen größere Unterschlagungen entdeckt worden, durch welche die Firma S. Bleich rüder feit mehreren Tagen erheblich geschädigt worden ist. Die Angelegenheit ist der Criminalpolizei zur weiteren Aufklärung übergeben worden. Die unterschlagene Summe soll sich auf mehr als 100,000 Mk. belaufen. Berlin, 31. Januar. Die vom Minister des Innern wegen der vorzeitigen Veröffentlichung des Amnestie-Erlasses vom 18. Januar eingeleitete Untersuchung hat, wie die „Post" schreibt, ergeben, daß ein Beamter unter keinen Umständen in die Angelegenheit verwickelt sein kann, daß dagegen gewichtige Anzeichen dafür vorliegen, daß ein Abzug deS Artikels aus der Druckerei entwendet worden ist. In die wegen Diebstahl eingeleitete Untersuchung dürften demselben Blatte zufolge zahlreiche Personen verwickelt werden. Berlin, 31. Januar. Der Margarine-AuSschuß deS Reichstages nahm heute den Antrag Klose an, wonach daS Färben von Margarine untersagt wird. Berlin, 31. Januar. Der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Wamhoff hat heute fein Mandat niedergelegt. Seine Wahl wäre andernfalls vom Reichstage wegen umfangreicher Wahlfälschungen kasfirt worden. Berlin, 31. Januar. Der bekannte Architect Hoffmann in Leipzig, der Erbauer des Reichsgerichts Gebäudes, welcher vom Magistrats Ausschuß zum Nachfolger deS Stadt- dauraths Blankenstein in Vorschlag gebracht wurde, ist heute Nachmittag für dieses Amt gewählt worden. Berlin, 31. Januar. Heute Vormittag fand eine Vernehmung der zehn Reüacteure und Angestellten deS „Vorwärts" statt. Dieselbe hatte den Zweck, zu ermitteln, auf welche Weise der s. Zt. veröffentlichte Gnaden- Erlaß vorzeitig in die Hände der Redaction des „Vorwärts" gelangt ist. Die Vernommenen erklärten, nicht in der Lage zu fein, den Namen Desjenigen zu nennen, der den Artikel dem „Vorwärts" überbracht habe, da er ihnen vollkommen unbekannt fei. DaS Verfahren ist demnach bis jetzt refulrat>oS verlaufen. Der Abgeordnete Stadthagrn und Redacteur Braun bezweifelten die Gesetzlichkeit des ZeugnißzwangS- verfahrens und proteftirten dagegen. Ersterer verweigerte demzufolge die Aussage. Hannover, 31. Januar. Am schwarzen Brett der bie- figen Technischen Hochschule findet sich ein Anschlag vom Rector, nach welchem der Senat beschloß, die Verbindung „Scandinavia" für daö laufende Studienjahr zu sus- pendiren. Die Verbindung hatte sich gewergert, an der Feier des 18. Januar theilzunehmen. Mitglieder find Dänen, Schweden und Norweger. Eine etwaige spätere Wiedereröffnung soll von der Erklärung abhängig sein, daß fick die Verbindung an künftig zu veranstaltenden nationalen Feier- lichkeiten betheiligt. CocaUs «nd prot>itt$ieUo. Gießen, 1. Februar 1896. ** Adelsverleihung. Wie der „Darmst. Ztg." von zu- verläsfiger Seite mitgetheilt wird, haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog dem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königlich Preußischen Hofe, Wirklichen Geheimerath Dr. Karl Netdhardt in Berlin den erblichen Adel des Großherzogthums zu verleihen geruht. ** Zum Straferlaß. Ein großer Theil des durch den Gnadenerlaß vom 18. Januar berührten Publikums befindet fich über die Wirkungen deS ErlaffeS noch im Zweifel. Im Gegensatz zu den in Preußen und anderen Staaten bekannt gegebenen Gnadenacten find, wie die „N. Hnff. Volksbl." mittheilen, in Heffen dte mit den betreffenden Strafen rechtskräftig erkannten Kosten, sowie in Forst-- und Feldftrasen dte Pfaridgelder, WerthS- und Schadenersatzgelder nicht erlaffen. Die im Verwaltungsweg? erkannten Strafen werden ebenfalls vom Erlasse nicht betroffen, während bedingungsweise erlaffene Strafen, die unter daS Edict fallen, nunmehr als unbedingt erlaffen anzusehen find. Strafthaten, die zwar vor dem 18. Januar begangen find, bezüglich deren aber der Straf befehl ob . ^aS Urtheck bis dahin noch nicht rechtskräftig war, find gleichiall" vom Erlaffe unberähn geblieben. ** Tyeater in Gießen. Herr G. A. StroHecker, das in weiten Kreisen, durch öte vorrresfltche Darstellung Frankfurter Localrolleo, rühmlichst bekannte Mitglied der vereinigten Stadt- theaker zu Frankfurt a. M., wird Donnerstag den 6. Februar mir einer Frankfurter Gesellschaft in drei seiner hervorragendsten Rollen im Feftsaal (Leib'schrr Saal) auftreten und zwar in den Einactern „Frankfurt im Feindesland" von A. Hill, „Wie Du mir so ich Dir" von G. Beck, und „Durch den Kaufmännischen Verein" von A. Stoltze. Generalprobe. Am Donnerstag Abend fand im Hotel Einhorn die Generalprobe des Kronbauer'schen Quartett- Vereins zu dem am Sonntag im Gesellschafrshause beabstch- tigten Concert statt. ES wirkten, wie wir versichern können, die Solis sowohl als die Chöre, wie dies nicht anders zu erwarten, vorzüglich. Die Eintrittskarten find im Vorverkauf fast vollständig vergriffen, was vorauszuseheu war, weil erstens der Kronbauer'sche Gesang-Verein über tüchtige Kräfte verfügt und sich so selten in der Oeffentlichkeit hören läßt, und weil zweitens der Ertrag des ConcerteS zu so guten Zwecken Verwendung finden soll. Reue Ferusprechauschlnfse. Die psychiatrische, die gynäkologische Klinik, sowie die Firma Mettenheimer u. Schultheis sind außer der für Ncuanlagen bestimmten Zeit an daS Fernsprechnetz angeschloffen werden. * ♦ Brfitzwechsel. DaS Georg Schomber'sche HauS, SelterSweg 30, ging heute durch Kauf in den Besitz des Mechanikers W. Schmidt, Thetlhaber der Firma Gebr. Schmidt am Neuen Weg, für den Preis von Mk. 40,000 über. ♦ * * Das Coucerthau- Lahnstein wurde von den Herren Birkenstock u. Schneider käuflich übernommen, und auf weitere sechs Jahre von der Actien-Brauerei Naffau ge« mtethet. DaS Etablissement wird in der bisherigen Weife durch Herrn Kruse weiter geführt. Neue« Cafe. Eine auswärtige Brauerei hat die im früher Merz'schen Hause in der Bahnhofstraße befindlichen Läden gepachtet, um darin ein Wiener Cafe zu er- richten. * • Preisermäßigung. Die hiesigen Metzger setzten die VerkanfSpreise für Schweinefett, Schmalz und Wurstfett um je 10 Pfg. daS Pfund herab. * • Versammlung des Gastwirthsvereius Gießen und Um« gebuug. Die auf gestern Nachmittag 31/i Uhr nach Steins Saalbau einberufene allgemeine Wirthe-Versammlung war überaus zahlreich, besonders von Interessenten aus der näheren und weiteren Umgebung, auch Weinhändlern besucht. Der Vorsitzende, Herr Carl Hetn-Gteßen, eröffnete dieVer- sammlung und errheilte dem auS Darmstadt erschienrnen Herrn C. Reinem er daS Wort, um das Referat zu erstatten - derselbe wies darauf bin, wie der, der zweiten Kammer vorgelegte Gesetzentwurf über den Besuch öffentlicher Tanzbelustigungen durch Personen unter 16 bezw. 17 Jahren nicht nur tief ein« schneide in daS Gewerbe der Gaftwtrthe und diese neuen Unanne. nlichkeiten auSsetze, sondern auch verstoße gegen althergebrachte Gebräuche und Gewohnheiten unseres deutschen Volkes. ES sei bekannt die Abneigung gegen diesen Gesetzentwurf bet zahlreichen unserer Landtagsabgeordneten, aber eS gelte die Aowendung eines Gesetzes, welches die ungestörte Ausübung des GastwtrthgewerbeS unmöglich machen würde, wenn der Entwurf Gesetz werde. Der Central^Vorstand deS Rhem-Main-Gastwirth-BerbandeS habe nun beschlossen, an die zweite Kammer der Stände eine Vorstellung zu richten mit dem Ersuchen: Dem Gesetzentwurf, den Besuch von Tanz- lustbarkeiten von Personen unter 16 bezw. 17 Jahren betr., die Genehmigung zu versagen. Die Vorstellung weift daraus hin, daß unter den Begriff der öffentlichen Tanzlustbarkeiten, falls der Entwurf Gesetz werden sollte, die Behörden wohl alle solche meinen, welche mit oder ohne Eintrittsgeld von Jedermann besucht werden können- dieser Begriff sei sicherlich sehr weit, es sollen hierunter nicht sowohl die in der Regel mit Tanz abgehaltenen Kirchweihen, Säuger-, Turner«, Kriegerund sonstige Feste, sondern auch alle anderen größeren und kleineren Veranstaltungen, bei denen öffentlich getanzt wirb, zur Freude und zum Vergnügen von Jung und Alt. Herr Reinemer-Darmstadt bittet nach Verlesung der Petition um Ireren Unterschrift durch die Versammelten, und um deren lebhafte Agitation, Unterschriften vor. interessirter Seite dafür zu sammeln. Herr Landtagsabgeordneter Weft er nach er - Lindheim, der als Gast in der Versammlung erschien, erklärt den Gesetzentwurf, so wie er vorliegt, unter dem Beifall der Versammlung für unannehmbar. Es sei ein Unding, auf dem Lande Kirchweih zu feiern und die Kinder dabei zu Hause zu laffen. Eine besonders schwere Härte sei eS für die W'.rlhe, daß diese bestraft werden sollen, wenn junge Leute unter 16 oder 17 Jahren dem Gesetz zuwider doch ranzen würden. Für die Hebung der Sittlichkeit unter den jüngeren Leuten würde Redner immer Gesetzen zustimmen, welche z. B. den Besuch deS WirthshauseS für Kinder unter 16 Jadren ohne Begleitung Erwachsener untersagten. — Herr Reinemer-Darmstadt referirt nun über die gänzliche Aushebung deS hessischen Weinsteuer.Gesetzes. Diese Weinsteuer sei eine schwere Maßnahme für daS Großherzog, thum, welches von Preußen, daS keine derartige Steuer hat, von allen Seiten hart umgrenzt wird. Schwer würoen die Wirthe in Hessen geschädigt werden, die großen Weinfirmen würden einfach den Sitz ihrer Geschäfte nach Preußen verlegen, daher muffe die Streichung deS Gesetzes, ein definitives Begraben desselben stattfinden. Der Central-Vorstand habe eine Petition an die zweite Kammer der Stände in Umlauf gesetzt, des Inhalt-: „dem Anträge des Herrn Abgeordnri en HaaS-Offenbach auf Aufhebung deS Gesetzes vom 9. Deccm« der 1876, die Besteuerung deS Weines betreffend, stattzu- geben." Auch für diese Eingabe bittet der Referent die Versammelten energisch zu agitiren und Unterschristrn zu sammeln. Landtagsabgeordneter Westernacher L ndheim erklärte, er habe in der zweiten Kammer zwei Mal sür die Streichung der Weinsteuer gestimmt, und werde auch weiter so Dermifdytts. Mädchen. Dieselben sind ermittelt. * Eine Briesstempelmaschiue. Es ist in Berlin der Vcr- tictet einer amerikanischen Maschinenfabrik angelongt, welcher der ReichSpoftverwaltung eine mit Electric,tat betriebene Blitzmaschine vorzeigen wicd, welche, wie der „Conseclionär" an« gibt, 500,000 Briefe tn der Stunde abstempelt. In New- Aork sind diese Maschinen bereits seit einiger Zeit tn Thätig. fett; sie sollen sich vorzüglich bewähren. Bisher waren Maschinen, die 20 000 Briefe in der Stunde adstempelten, in Gebrauch. ♦ Mehr Freude hat im ganzen Reiche der Gnadenerlaß des Kaisers wohl keinem Menschen bereitet, als einem unbescholtenen Bürger in BreuschwickerSheim, der sich durch HerauSsorderung zu Thätlichkeiten hatte hinreißen laffen, wofür ibm. daS Schöffengericht 6 Wochen „Rappele" zu- btcttrte. Seither war er wie ein Schattenbild umher gewandelt. Wie ein electrischer Schlag wirkte der Erlaß aus diesen Mann. Gewiß hundert Mal ließ er den Kaiser hoch leben und versicherte dabei, daß er und seine Familie den Kaisers- geburtstaz feiern würden, wie nie zuvor. Auch will er ta- Bild der ganzen Kaiscrfamilie kaufen und unter GlaS unb Rahmen stellen, denn, sagt er: Sc. Majestät hat mich von einer Schmach befreit, die ich nicht hätte ertragen können' • Berliner Pflaster. In einer an die Berliner Statt- Verwaltung gerichtetenPetitionumNeupflafterung der Friedrich-- felderstraße wird versichert:'„Unser jetziges Straßenpflaster ist so schlecht, daß alle Fensterscheiben klappern und Diele entzwei springen, wenn ein Frachtwagen oorübelsährt: cte Erschütterung der Häuser ist so groß, baß Kindcrwiegen davon in'S Schaukeln geraten. ♦ Der erste Commaudaut bei ersten preußische» Krieg! schiffel gestorben. In Copenhagen starb vor einigen Tagen I d r Commandeur a. D. Edwin Baron v. Dircknick Holnncld, welcher Anfangs der vierziger Jahre In preußischen Marine« Diensten Chef der Navigationsschule und 1845 erster Comwan- dant des ersten preußischen Kriegsschiffes „Amazone" war, im Alter von 93 Jahren. * Der letzte Spielkamerad Kaiser Wilhelms I. ist tn Mu au (Rußland) gestorben. Der 96 Jahre alte Mann, Namens Ackermann, war ein geborener Tilsiter. Ala der preußische Hos dorthin geflüchtet war, spielte da» damalige Handwerker- ktnd sehr häufig mit den Prinzen. Namentlich der spätere 1 Kaiser war Ackermann zngethan. Als der Letztere nach eine» Tanzboden im „Weinberg" dahier auf dem Rücken mit Vitriol begossen, wodurch ihr sämmtliche Kleider b,S auf den Leib durchbrannten, und sie dazu noch Brandwunden erlitt. Die That geschah auS Eifersucht Seiten- mehrerer stimmen. Hierauf verliest der Schriftführer Herr I a - k o w S k y ein vom LaridtagSabgeordneten Metz eingegangenefl Schreiben, worin derselbe sein Bedauern auStpr cht, durch Berufs gesckäfte verhindert zu sein, der Versammlung beiwohnen zu können. Er präzifirt leinen Standpunkt betreff- des Wein- fteuergesetzeS dahin, daß er für Aufhebung desselben eintreten würde. Als Mitglied des GesetzgebungSauSschoffeS der zweiten Kammer, welchem Ausschuß dcr Gesetzentwurf über den Besuch der öffentlichen Tanzlustbarkeiten vorgelegen, habe er und Landta^Savgeordneter Metz-Darmstadl gegen das Gesetz, selbst in gemilderter Form, wie sie die Mehrheit deS Ausschusses (4 gegen 2 Stimmen, 1 Mitglied fehlte) angenommen habe, gestimmt. DaS Schreiben versichert, daß Herr Metz für daS Gesetz in keiner Form stimmen würde. Die Versammlung nahm hierauf auf Antrag ReinemerS folgende Resolution einstimmig an : „Die heute in Gießen versammelten Gastwirthe und Jntereffenten erklären, daß die Aufhebung des Weinsteuergesetzes angesichts der zweimaligen Streichung der Steuer im Staat- Budget aus den zahlreiche hierfü- eingebrachten Gründen eine unumgängliche Nothwendigkeit ist. Zugleich wird darauf hingewiesen. daß der hessische Gastwirthestand gegen jede Art von Welnfteuer eintreten wird, weil diese unfern hessischen Weinhandel und die Gafl- wirthe unconcurrenzsähtg machen würde gegenüber d^n eine Weinsteuer nicht besitzenden Preußen und Bayern, und weil jede Weinsteuer den Weinbau schädigt, auch ohne eine für alle Theile belästigende Controlle nicht durchführbar ist." — Hiernach beschließt die Versammlung, den Central-Ausschuß zu beauftragen, mit allen gesetzlichen Mitteln für die Ab« lehnung des sogenannten hessischen Tanzgesetzes einzutreten und zu wirken. *• hessische Forstassessoreu. Wie verlautet, haben sich die hessischen Forstaffefforen im vorigen Jahre zu einem Verbände zusammengeschlosien. Dieselben erstreben eine Beseitigung der durch den übergroßen Andrang zum StaatSforstdienste entstandenen Schwierigkeiten, find bei ihrer vorgesetzten Behörde in dieser Hinsicht vorstellig geworden und beabfichtigen nunmehr, auch den Mitgliedern der Kammern der Landstände eine Denkschrift über ihre ungünstige Lage zu unterbreiten. * Schulhygiene. An etwa 5000 Volksschulen aller deutschen Länder gelangten vor Kurzem durch die „Deutsche Aerztezeitung" Leitsätze über Schulhygieine. In denselben wird die Nothwendigkeit von geeigneten Sitzen u. s. w. dargethan. Die Thesen führen weiter aus, den Kindern zu gestatten, ein in den Pausen zu verzehrende- Frühstück mitzubringen, und insbesondere daS Mitdringcn von Obst nicht zu verbieten. Da ein längeres Hungern für Kinder ganz besonders nachtheilig auf die Gesundheit wirkt, so sei auch darauf hinzuwirken, daß jeder Schüler frühstückt. Armen Kindern, die von zu Hause kein Früh, stück bekämen, müffe dasselbe auf dem Wege der Privat- wohlthätigkeit beschafft werden. Ferner fei es wünschens« werth, besondere Räume zu beschaffen, in welchen sich bei schlechter Witterung und großer Kälte die Kinder während der Unterrichtspausen aufhalten könnten, da dort eine gründ« liebe Lüftung der Klaffenzimmer als absolute Nothwendigkeit geboten ist. • * Der Getreidemarkt. (BerichtSwoche vom 24. bis 31. Januar.) Auf den europäischen Getreidemärkten hatte man sehr klug gehandelt, den amerikanischen Berichten, daß dort die Weizrnvorräthe bedeutend abgenommen hatten, nicht zu trauen, denn eS ist dadurch eine große, sehr trügerische Hauffe mit nachfolgendem Preissturz vermieden worden. Kamen doch schon in dieser Woche aas Newyork und Chicago ganz entgegengesetzte Berichte, so daß dorr der Weizen billiger angeboten wurde. Die flaue Tendenz deS amerikanischen Getreidemarktes hat aber insofern keinen großen Einfluß auf den europäischen, resp. deutschen Markt ausgeübt, als daS Angebot des Getreides bet den etwas niedrigeren Notirungen sehr spärlich war. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Gentner für 146—161 Mk., Roggen für 123—128 Mk., Gerste für 113—170 Mk., Hafer für 116—145 Mk. Weizen und Roggen erzielten also gegen die Vorwoche eine kleine Preissteigerung wegen geringeren Angebots. Riedesel zu Eisenbach um den :trag von 300 Mk. pro Jahr erstanden, während Lehrer M-anig von Frischborn für Me Fischerei jährlich 50 Mk. bezahlt. Kr. Herbstein, 31. Januar. Nach saft dreißigjähriger Dienstzeit hat der Gemetndeforstwart Heinrich Echa^ 'einen Dienst qufttlrt. Die Stelle, welche ca. 700 Mk. einbringt, ist sonach vacant. Büdingen, 27. Januar. Die letzte Volkszählung ergab nach der nunmehr erfolgten Zusammenstellung eine ort-anwesende Bevölkerung von 38,408 Seelen 'in den 74 Wohnplätzen des KreiseS. Der größte Ort im Kreis ist die Kreisstadt Büdingen mit 3002 Einwohnern, dann folgen Nidda mit 1789, Echzell mit 1580, Düdelsheim mit 1218 und Altenstadt mit 1161 Einwohnern. Die kleinsten Orte find Dudenrod mit 96 und Wippenbach mit 95 Einwohnern. V. Ans dem Sogeilberge, 31. Januar. Unsere Forsten werd-- nicht bloß in Bezug auf Holzhauerei, Weg- urb Brü .ibau, Wiederaufforstungen und Neuanpflanzungen autzer- ordeutlich sorgfältig behandelt, sondern die Wälder werden auch genau vermessen und durch diese Vermeffangen werden gute Karten hergestellt. Zu diesen Arbeiten gebraucht man gesunde, kräftige Beamten, in der Regel Forstaffefforen, welche ihre ^e Zeit sehr gut verwerthen können. In unserer Gegend wero«.^ Derartige Arbc'ten seit längerer Zeit vor- genommen und sie schreiten sichtlich voran. △ Mainz, 31. Januar. Die Mainzer HandelSkammeT wie auch die hiesige Stadtverordnetenversammlung haben Eingaben gegen die Wiedereinführung der Weinst euer an die Ständekammer gerichtet. — In Sachen der Fahrkartenunterschleife ist gestern hier wieder ein Zugführer der Hessischen LudwigSbahn verhaftet worden, angeblich infolge einer Denunciatwn eines der verhafteten Cvnducteure. Daß die Verwaltung der LudwigSbahn sich gegenüber der schwebenden Untersuchung sehr zurückhaltend benimmt, geht anS dem Umstande hervor, t «ß sie ihren Beamten, die in der Untersuchung nach Frankfu.-t al» Zeugen geladen find, keine Freikarten zur Reise bnr^-ln bewilligt. — Mit Rücksicht aus die seit einiger Zeit au den badischen Eisenbahnen mit bestem Erfolg geschehene Einführung sogenannter Kilometer-Fahrscheine hat die hiesige Handelskammer in ihrer Sitzung beschlossen, wegen allgemeiner Einführung derartiger Fahrscheine aus den deutschen Eisenbahnen entsprechend einem srüheren Vorschlag an den geeigneten Stellen vorstellig zu werden. — Auf dem Schnürboden des hiesigen Stadttheater- explo- dirte gestern Abend eine Lampe, wodurch ein ganz unbedeutender, sofort gelöschter Brand entstand. In dim Publikum, wo man baß Vorkomrnniß alsbald wahrnah», drohte eine Panik auSzubrechen, doch gelang es der Besonnenheit zweier in der Scene mitwirkenden Künstler, die Zuschauer zu beruhigen, so daß keine crnste Folgen ein« getreten find und die Vorstellung ruhig ihren Fortgang nahm. — Ein Arbeiter des hiesigen Lederwerks machte gestern Abend beim Verlassen der Fabrik ohne jeden äußeren Anlaß aus einen College» einen Mordversuch. Der Angegriffene erhielt einen gefährlichen Stich. Der Thäter entfloh. Weinheim. 27. Januar. Gestern Nacht wurde die 17 Jahre alte Tochter deS Fabrikarbeiters Schick auf dem „Weinberg" dahier auf dem Rücken mit L. ÄllenBuseck, 31. Januar. Der heute hier ab- gehaitene Jagdverpachtungsterrntn verlief ohne Re« sultat. Der Gemeinderath hatte befchloffen, die Jagd getheilt in zwei Bezirke zu verpachten, die dafür abgegebenen beiden Höchstgebote beliefen sich auf Mk. 420, bezw. Mk. 250, zu welchen Geboten der Zuschlag nicht ertheilt wurde. Bei der darauf vorgenommenen Gesammtverpachtung wurden Mk. 700 als höchstes Gebot abgegeben, doch auch hierzu gab der Gememderath nicht feine Zustimmung, fo daß unsere Jagd noch einmal anßgeboten werden wird und zwar soll der Termin hierzu auf Mitte des Monats angesetzt werden. = Alleadorf a. d. Lda., 1. Februar. Die Jagd- Verpachtung dahier verlief im Gegensätze zu unserer Nachbargemeinde Treis ohne Concurrenz von Liebhabern. | Für die nächsten sechs Jahre erstand der einzige Jäger hier- 1 orts, Herr Apotheker Weicker, die Jagdberechtigung tn unserer sehr weit ausgedehnten, an neun andere Gebiete grenzenden Gemarkung zum Preise von 390 Mk., in der vorhergehenden Periode waren jährlich 430 Mk. erzielt worden. H. AuS dem Horlosfthale, 31. Januar. Dte Holz- Hauereien in unserer Gegend find zum Theile schon bc« endigt, zum geringeren Theile werden sie tn den nächsten Tagen fettig werden. Dte trockene, milde Witterung tn den Monaten December und Januar hat die schnelle Beendigung dieser Arbeiten möglich gemacht. (:) Zlbelhausen, 30. Januar. Gestern wurde hier die Gemeiude-Jagd und die Fischerei verpachtet. Erstere kostete seither 140 Mk. und letztere 23 Mk. pro Jahr. ES hatte sich eine große Anzahl Pachtliebhaber eingefunden und ist der Erlös mit Rücksicht auf die Erträgnisse ein ganj bedeutender. Die Jagd wurde Seitens der Freiherren an 6tV aobt dkk Die chate" W' 1 -je A s-s sLs .körtet Philister ist »zsjUiÜhtM, M gtfttrn wohl mi Ruck dückisse übrigens,- Pnkin im SWMinet he M und otn £ Sachr M nickst bch bttötn d'lUsen M. batten, ein, wst dir totrd sag' tzt bittet btaufotn u mtnn nut die Mupt nur angtege btr .Saison" leint) fldlungtn das Geld rrtlspltchiingm nicht eine größere Zahl o oder andere ieichier o- nicht julazt, aber bat ,ft ewaS viel verlange M, mit leinen «> wu -.,1t, den Ka> rr^ *&*** re ertragen v d'-.-LL '»’Ä ”” ßSindcrwiege" en plt«E xagv- b vor A^fvjeld, v. 11849 erster'» f/ !stt- ,>oion< t ift in •ffte ÄS' *&•** wechselvolleo Leben in L .lau in Noth gerieth, wandte er sich an den Kaiser und erhielt von da ab eine Pension, die auch nach dem Tove deS Kaisers fortgezahlt wurde. Eingesandt. Kr. »ietze«. 31. Januar 1896. Die gestrige Aufführung von Suppü's „Mobell" giebl tu einer Betrach ung Anlaß. Es mögen ein halb Duyend Jahre her sein, da thaten sich eine größere Anzahl unserer Mitbürger, deren Bildungs- bedürfniß durch die Producttonen der Truppe Reiners nicht befriedigt wurde, zur Gründung eines „Theater-Vereins" zusammen, in der ausgesprochenen Absicht, dem Gießener Publikum zu etwas Besserem zu verhelfen, als ihm bisher geboten war. Es sollten gute Stücke ernsten und heiteren Characters gepflegt werden; es sollten neben den anerkannten Meistern auch solche nicht vergessen werden, die noch um die Palme rinaen; es sollte unserem Publikum die Möglichkeit geboten werden, klassische Erinnerungen aulzufrifchen und moderne Eindrücke in sich aufzunehmen; ober bet alledem war doch der Gesichtspunkt der vornehmste, daß das Niveau der Schaustellungen gehoben, daß der Geschmack des Publikums geläutert werde, wo es dessen bedurfte. Eine Zett lang ging das gut, viele schöne Gaben hat uns der Theater- Verein geboten. Nach einigen Jahren hörte man dann wohl die Klagen, die Auswahl klasfifcher und moderner Stücke, die bet beschränkten Raum- und noch beschränkteren Kasfenverhältnifien ausgeführt werden könnten, sei eben doch nicht unbegrenzt, auch sei auf die Elemente im Publikum Rücksicht zu nehmen, bte der leicht oder hoch geschürzten Muse besondere Sympathieen entgegenbringcn. Man begann Concessionen zu mach in; man begann, zunächst noch fast unmerklich von der Linie, durch die die Aufgabe des Vereins ursprünglich bezeichnet war, abzuweichen. Jetzt ist man auf's „Modell" gekommen. Eine Rrttit des Unsinns, den wir gestern über unS ergehen lasten mußten, zu versuchen, wäre lächerlich. Wir wollen nicht einmal so weit gehen, ihm seine Daseinsberechtigung abzusprechen. Es flieht gute und auch schlechte Witze, die aus der Bierbank jeden, der nicht verhärteter Philister ist, amüsieren. Selbst die Zote ist unter Umständen erträglich. Nur gehört das Alles nicht in ben_$beater:'Btretn, der gegründet wurde, dem Publikum das Gute, womöglich daS Beste vorzuführen, nicht aber Nuditäten und Obscoenttäten. Daß man gestern wohl mit Rücksicht auf die jungen Mädchen (auf deren Bedürfnisse übrigens, wie nebenbei bemerkt werden mag, der Theater- Verein im Allgemeinen keine Rücksicht zu nehmen hat), den „Schwan der Leda" und den „Goldregen der Danae" gestrichen hat, macht die Sache selbst nicht besser; was übrig blieb genügte, und büßte noch das biSchen billigen Witz, das Textler und Eomponist darüber gegossen hatten, ein, weil die bedenk ichsten Spitzen abgebrochen waren. Man wird sagen: Warum geht wer so urtheilt in's Theater? Er bleibe draußen und verderbe harmlosen Leuten nicht die Freude. Ja, wenn nut die Freude so harmlos wäre, und wenn's überhaupt nur anglnge! Da läßt der Theater Verein vor Beginn der „Saison" feine Aufforderung circuliren und kassirt für alle Vorstellungen das Geld ein, das man rhrn gerne flieht, da man seinen Versprechungen nicht mißtrauen möchte. Handelte es sich nun um eine größere Zahl von Darbietungen, so könnte man auf die eine ober anbere leichter verzichten, falls Einem ber Character bes Stückes nicht zusagt, aber bas halbe Dutzenb sich noch beschnitten zu sehen, etwas viel verlangt. Vor Allem aber, der Verein setzt sich mit sich selbst, mit seinen Aufgaben unb seinen Traditionen, in Widerspruch. Wir mochten deshalb an den verehrlichen Vorstand des Lhea»-r-Vereins zunächst die Bitte richten, uns vor ber Saison im Allgemeinen bekannt zu geben, was etwa aufzusühren — Abänderungen natürlich vorbehalten — er gesonnen ist. Dann kann sich Jeder entscheiden, ob er abonnieren will ober nicht. Weiter aber möchten wir bitten, künftig weniger Rücksicht zu nehmen auf den ficherlich recht kleinen Theil des Publikums, ber gestern herzlichen Beifall spendete, sondern auf den viel größeren, ber in unserer Schaubühne ein BlldungStnstttut erkennt. Haben denn Ealderon unb Grillparzer umsor>ft geschrieben? Warum wieberholt man ben mit Moliöre gemachten Versuch nicht, zumal wo jetzt Fulba's grazto e Uebersetzungen do cließen? Wie tst's mit Lubwigs Erbforster, mit Björnsons Fallissement ober H-nbschuh, wie mit Anzengruber Auch wer an Ibsens Dichtungen manches auszusetzen hat, möchte doch bie eine ober anbere, »twa bie Stützen br Gesellschaft ober Nora, sich gerne vor führen lassen. Stakespeare unb Schiller, die bisher fast ganz gefehlt haben, soll, da viel Personal nöthig ist, zu „treuer* sein. Als ob man das Modell umsonst hätte haben können'. Wenn aber wirklich ber Theater-Verein ohne zu Supp6 unb seinem Operetten drei zu greifen ntd)i leben kann, nun, so mag er schlafen gehn; ein Versuch mehr, bet an ber Bilbungsunfähigketl des Publikums gescheitert ist. Dlur wolle er es nicht dahin bringen, daß man sich noch einmal nach Adam ReinerS zurücksehnt_________________________ Auszug aus den Stande-aintOregiftern der Stadt Gietzeu. ««fgebote. Januar: 25. Friedrich Zimmermann, Sattler dahier, mit Anna Karoline Westrich hterselbst. 25. Wilhelm Friedrich Carl Otto Fischer, Sergeant dahier, mit Marte Luise hexamer Hierselbst. 27. Friedrich Ferdinand Dietz, Kaufmann zu Altona-Ottensen, mit Karoline Susanne Malkomestus Hierselbst. 28. Gottfried Friedrich Paul Polster, Capellmeister dahier, mit Anna Amalie Ockhardt zu Leipzig. 28. Franz Heinrich Wilhelm Wolf, Agent dahier, mir Margarethe Stiehl zu Alten-Buseck. Januar: 29. Georg Pcinz, Taglöhner dahier, mit Elisabeth Sauer von Heskem. •ÜMttU« Januar: 21. Dem Schuhmachermeister Friedrich Magnus eine Tochter, Johanna. 22. Dem Fuhrmann Philipp Hillgärtner ein Sobn. 24. Dem Schutzmann Johannes Schmidt eine Tochter. 24. Dem Forstaffesfor Christian Walter eine Tochter, Frida Ottilie. 25. Dem Taglöhner Wilhelm Gelzenleuchter eine Tochter, Mathilde Anna. 26. Dem Schneider Georg Strack eine Tochter. 26. Dem Schmied Emst Döll eine Tochter, Anna Marte Katharine Elisabeth. 30. Dem Kaufmann Hermann Mettenheimer ein Sohn, Hermann HanS Paul Ernst. 30. Dem Kaufmann August Struck ein Sohn. Gestorde««. Januar: 25. Emst Löhr, am 29. Ludwig Löhr, beide 4 Monate alt, Söhne von Lohnkellner Georg Löhr dahier. Auszug ans den Tttrchendücherir der Stadt Gietzeu. Evaugelifche Gemeinde. Getränte. MarkuSgemetnde. Den 29. Januar. Georg Prinz, Taglöhner zu Gießen, und Elisabeth Sauer, Tochter des Taglohners Jost Sauer zu Rausch- Markusgemetnde. Den 26. Januar. Dem Glaser Friedrich Wilhelm Roßberg eine Tochter, Johanna Helene, geboren ben 21. September. Lukasgemetnde. Den 26. Januar. Dem Schriftsetzer Hermann Christian Haagen ein Sohn, Philipp Gottfrieb Heinrich, geboren ben 25. December. D nselben. Dem Branboersicherungsinspector Friedrich Zimmer ein Sohn, Karl Heinrich Eduard, geboren ben 7. December. Militärgemeinbe. Den 26. Januar. Dem Vicefelbwebel Johannes'Jakob eine Tochter, Margarethe, geboren ben 24. November. vnM0| Aneeinllnnn im Thurmhaus am Brand, Kunst-Aussieuung, geöffnet m« nähme des Samstags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntag» während des »inten» ««unterbrochen »o« 11 bi» 3 Uhr. - Eintrittspreis für Nlchtmitglieber an Werktagen 50 Pffl., an Sonntagen 20 Pfg Beerdigte. MarkuSgemeinde. Den 26. Januar. Justine Pyilippine Steue. iald, geb. Rödels Ehefrau bes Feldschützen Christian Steuerwalb, 41 Jahre all, fiere ben 23 Januar. verkehr, Caw6» und volkrwirih-chaft. Gieße«, 1. Februar. Marktbericht. Ans dem heutig« Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfb. .* 0,70—0,80, Hilhnneier pr. St. 7—8 4, 2 St. 00 4. Enteneier pr. St 9 H, Gänse- der pr. St. 00—00H, Käse pr. St. 5-8^, Käsematte pr. St. 3 4/ Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter ü0 H, Tauben pr. Pa« A 0,80 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,40, Hahnen pr. ©lüd A 1,30-1,70, Enten pr. Stück X 1,60-2,00, Gänse pr. Pfund A 0,46-0,54, Ochfenfleisch pr. Pfb. 72-76 H, Kuh- und Rinbfleisch pr. Pfb. 66-68 Schweinefleisch pr. Pfb. 56 bis O Schwein^ fleisch, gesalzen, pr. Pfb. 72 4, Kalbfleisch pr. Pfb. 60—64 4 Hammelfleisch pr. Pfb. 60-70 Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00 btt 5,00 A, Weißkraut pr. Stück 0-00 Zwiebeln pr. Centn« A 6,00-7,50, Milch pr. Liter 16-18 — Pommers»- Hypotheken AetieN'Bamk, verli«. In ber am 29 Januar c ^.vgehattenen Sitzung bes Curaiortum^ wuror ber Abschluß pro 1895 vorgetegt unb genehmigt. Aus demselben er- g'.ebt sich, daß bte Bank auch in dem abgelaufenen Jahre mit flur.it 'ßem Erfolge gearbeitet hat. Der Netto-Gewinn beträgt 100105k Marr (1894: 616077 Mark) Der außerdem erzielte außerordentliche Gewinn an Pfandbrief-Agio (abzüglich aller Stempel-, Anferttgungs-, DertriebSkosten rc. 1006823 Mark) ist sogleich vorweg tantsi-mefrei auf den außerordentlichen > vrsonds übertragen worden. Der auf ben 28. Februar er. einzuberu;en^:n Generalversammlung w"b die Derthetlung einer Dividenbe von 618°/o (in ben Voriahren je 6»/o), ferner bie Dotirung bes Beamten Pensions unb Unterstützungsfonds um weitere 110000 Mark (1894: 70000 Mark) und die Ueoertragung des Gewinn-Restes von 10S444 Mark (1894: 110924 Mark) auf den außerordentlichen Reservefonds vorgeschlagen. Die liquiden Mittel ber Bank (Cassa, Effecten sDeutsche Staatspapiere k.] Wechsel und Bankgulhabin) betragen 11581811 Mmk, die Anlage im Hyvotheken- gefchäft 127338740 Mark (1894: 94030872 Mark), bte gejammten Reserven nach ben erwähnten Überweisungen 3834 376 Mark — ca. 38° o bes Actiencapitals. __ ___________ Uder höchsten Regeln ber Lebensklugheit ist „VorauSdenkm, heute auf morgen unb noch auf viele Tage." Wenn irgenb wie, gilt biese Regel für die Hygiene und nicht am wenigsten für deren speciellen Theil die Hautpflege. Die Haut verlangt eine solche Pflege, weil sie ein Werkzeug ist, welches für die Regulimng unseres Organismus von höchster Bedeutung ist, weil sie, wie kein anderes Organ des Körpers dem schroffen Temperaturwechsel ausgesetzt ist unb wett sie, wenn sie einmal abnorm gestimmt ist, ben Boben für alle möglichen Erkrankungen abgtbt. Das beste Mittel bte Haut zu Pfleg« ist bas Lanolin, jenes F-tt, das erst vor wenigen Jahren entdeckt worben ist unb bas nach wissenschaftlichen Untersuchungen mit bem in ber Haut enthaltenen Fett identisch ist Ist das Lanolin ein hervorragendes Schönheitsmittel für Erwachsene, so wird auch seine Anwendung in ber Kmberstube auf das angelegentlichste empsohlm, ba bort die Hautpflege unerläßlich ist. Das Lanolin sindet sich in der Form von „ ,, , ,2a«oli« • Toilette-«ream • Lanolin" in fast allen L-potheken uno Drogerien. Beim Ankauf achte man darauf, daß sämmtltche Packungen zur Garantie der Echtheit Ne Schutzmarke „Pieilrtng" »ragen.___2-- Jagdverpachlung. Mittwoch den 5. Febr. d. I , Nachmittags von 2 Uhr an, soll bie hiesige Gemeindejagd auf weitere 6 Jahre tm Gemeindehaus dahier nochmals verpachtet werden. Alten-Buseck, den 31. Januar 1896. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. 1057_______Körber.___________ Versteigerung. Dienstag den 4. Februar d. I., Nachmittags 3 Uhr, werben Marktplatz 20 bahier gegen Baarzablung versteigert: 3 Hobelbänke, mehrere geschnittene Stämme Eichen- unb Buchenholz, ein vollständig Glaserhandwerksgeschirr, Glas-, Porcellan-, feine Gebrauchs-, Luxus-, Elfenbein- und Schilbplatt- roaaren, 1 Schreibsecretär, Brockhaus- scheS ConversattonSlexicon, 6 Bett- foltern, 12 Bettvorlagen, 25 geschweifte Leisten. 3 Sophas, Kleiderschränke, Commoden, Tische, Stühle unb sonst Verschiedenes. 1076 Born, Gerichtsvollzieher KrÄdtthesßscheEisknbaiinen Die Lieferung von Schreibmaterialien unb FahrkartencartonS für die Zett vom 1. Avril 1896 bis 1. Aprtl 1897 soll Vergeben werben. Lieferunasangebote ftnb spätestens bis zum 19. Februar b- Js., Vormittags 10 Uhr, portofrei, versiegelt unb mit entsprechenber Aufschrift versehen, an uns einzusenden Die Lteferungsbebingm'flen und das Verzeichntß der Gegenständc können bei unserer Magazins Verwaltung dahier etngefeben werben. Gttßen, ben 31. Januar 1896. 1090 Gr. Direciion. ÄL LHiWtHttW. Freibank. [1092 Heute und Montag: Rindfl^fch, mcht ladenrein, pr. Pf' 52Pfg. 8chweineffeisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 48Pfg. KX" Prämiirrer IM Bienenhonig. 1030 Wiesenstraße 4, 1. 1080J Schöne Wohnung, 4—5 Zimmer, sowie eine kleinere, mit allem Zubehör, zu vermieihen vahnhofgratze 22. 1064] Ein Familienlogis zu oer- mietben.__________echützenstratze 17. 107*'j Ein kl. öamtlieniofltö im Nebenh. an ruh Leute zu verm. Bleichgratze 12. 1050] Lade» mit Wohnung in guter Geschäftslage, worin seit einer Reihe von Jahren ein gutgehendes Metzgergeschäst betrieben wird, ist zum Frühjahr zu ver» mtethen Günstige Gelegenheit für einen jungen Meister zu» Selbstständigkeit. Gefl schriftl. Anfragen befördert bte Exped d. Bl unter Nr 1V8V.______ 1062] Kleines möbltrieS Zimmer mit Kost zu vermiethen. Lindenplatz 7. 1036] Mödl. Zimmer sofort oder später. Lndwigstratze S, 2 Tr. 1086] Schön mödl Zimm. m. Cab , sow- StÜbch. m- Bett zu verm. 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Die Beleidigung, die ich gegen die Fräulem Anna Dieterich aus« gesprochen habe, nehme ich hiermit Sonntag den 16. Februar, Abends 7 Uhr 59 Min. Grosser veyi «. Süjnng. I tk Vnailmg bt btim T tt ftnötn will, verlange per Postkarte Ne »Deutsche Bacanzen-Post" in Gyttngea. Spanische Weine direct bezogen, von ärztlicher Seite empfohlen, zu billigstem Preise. für Comptoir, Laden, Lager, Reise besetzt kostenfrei der Kantmän- Schöne Aussicht Sonntag den L. Februar 1S96, Nachmittags 4.11 Uhr. Mein Ausverkauf dauert nur noch wenige Wochen und gebe, so weit mein Vorrath reicht, Uhren und Bijouterien zu den denklich billigsten Preisen ab. Reparaturen werden nach wie vor angenommen und bestens ausgeführt. Hochachtungsvoll 1049 Willi. Böger, Seltersweg 6. Feinst spanischen wie auch deutschen Cognac. Rheinweine (Ober-Ingelheimer Rothwein, Hochheimer Weisswein) und Moselweine. 387 WirUchssts-Ui'bernahmr. Allen Freunden und Bekannten diene hierckit zur gefl. Nachricht, - daß ich mit dem Heutigen die Restauration und Logirwirthfchaft Zum Pfau (früher Iramm) Neustadt dahier, pachtweise übernommen habe und bitte höflichst, das mir seither geschenkte Wohlwollen auch fernerhin zu bewahren. Für gute Speisen und ein vorzügliches Glas Aclienbier werde ich stets besorgt sein. Gleichzeitig empfehle ich den Fuhrwerksbesitzern und Fuhrleuten der Umgegend meine Stallungen zur gefl. Benutzung. Hochachtungsvoll Wilhelm Lieyerer Tosten LiMge Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter, guter und treuer Gatte Justus Höhrscheicl gestern Mittag 11 Uhr nach langem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bittet die tiettrauernde Wtttwe Frau Elisabeth Röhrscheid, geb. Barbones. Gießen, 31. Januar 1896. Die Beerdigung findet Sonntag Mittag 2 Uhr, vom Sterbehause, Wolfftraße 14, aus statt. 1071 Hje tvirihi Kartoffel Obwohl »tautttidl unb nnb die W U.M i“”8' Qnh wenn man d. Kattehnnng m iedet btt FslgttllNß komn witt^afiM noch 1 -rdanten vitd ma bestärkt, datz der t lttt die iehr Me -arioisrln wW tofitlu aui vrah' -llglolld, ia zvwk>! Nordamerika gelles »erdeo, daß viele 'JMrnng für Ufenfi Stärke, Stärkezu-k großartigfren ist die größten Theile Do eigenen Kartoffeln a Mit, Tie rentirt i Znttn voriiber stad. S-rtoffeln ist tln^ iviedtt die Glucoje uih Smerika Abaeh 1 062074 Senkaer ( uii bezog außerdem löffel«. Ali größte unb Ttiirlr treten ist aaf drntichm G btr denen am bekanntester jn Salzuflen ist, kein» wesrntlichrn »affenhast ist. gtan1 Sentner Kartoffeln Industrie in Ameri 3« England nimmt | fläche ab. 1865 n> drbant, 1895 nur not lieferte«, während 1 Xonnen erntet. Grosser Entree-Maskenball. WM Sonntag bn 9 Februar in Stein s Saalbau. ___Anfang 8 Uhr 11 Minuten. Eintrittspreise: Vorverkauf: Herrenkarten zu 1 Jt, Damenkarten zu 50 H bei Herrn Friseur Conrad, Mäusburg, Frrseur Gerhard, Lindenplatz, Kürschner Kretzschmar, Marktplatz, Kaufmann Voigt, Seltersweg. Damenkarten auch bei Herrn A. SaloMon & Co., Schulstraße. An der Abendkasse: Herrenkarten 1,25 je, Damen* karten 75 H. 1088* und Kappen - Sitzung des Alten Earneval Vereins (Ziehen. DN n *1^ ; Jemen: H. kc^eyda. — Druck und Stria« brr Brüht'schrn Univrrntat-.Buch. und gtnnbntdern (Pietsch * Schtqva) in Gießen. 2Dt< beMatDBter mafa|l IO SetraW» 1»»^ Htcllensuchende jeden Beruf« placirr schnell Heuter’# Bureau, Dresden, Reinkiardstr. 16.r.M3 ftls geprüfte Wärterin, Orantenpflegerin und Masseuse hält sich bestens empfohlen Illtil Elisabethe Weiershausen, __________(SMtfetn, tknchei platz 15.___ Uinf geprüfte Wärterin 1)611 sich betens empfohlen 751 stöber S Seliersweg Li, H bin 6fl^le B ,nn Manuel s J Me,t Z'it hier. 8wt< ja aus -ex ^”or tia etn 8« Ä n9d> die *• &“» .JHt/ aber 6. «t >' ?.vir doch, tr el“V a??*Ä Me Damenwelt rv rd mit besonderem Interesse frerntntfi nahmen von den neuesten Hkstcn dcS Dilettantentheater $$$ für Damen. EtneOriginalsammlunfl von bisher noch nirgends veröffentlichten heiteren und ernsten Vorträgen, Solo- und Duoscenen, Lustspielen, Pantomimen, Lebenden Bildern und Gelegenbeitsaufführungen all Art. Herausgegeben von Paul Rüthling, Kgl. 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Marktplatz und Haas, Seltersweg. An der Abendkasse: Herrenkarte 1,20 Mk., Damenkarte 50 Pfg. großartigen, ganz neuen, CaajjftAnoch nie dagewescnen Gruppen Allfführunsrn, 'MM u. A. Auftreten von echten Be- -jfS.u/nhnarn des dicken Vogelsberges, v—des Odenwaldes und der Normandie, - im Festsaale des Cafe Leib. Geheimkarteu nur für Mitglieder bei Herrn Ochs, Marktpl. 14. Geheimkarteu für Nichtmttglieder bis zur Demaskirung und zwar für Heuen 50 Pfg., für Damen 20 Pfg., bei den Mitgliedern Herren Friseur Conrad, Mäusburg, Friseur Muhl, Bahnhofstraße, und Friseur Wahl, Neustadt. l.088 Karten zur Theilnahme an Maskerade und Ball a 1 Mk. ebendaselbst und Abends an der Kasse k 1.20 Mk. Karten zur Berechtigung auf die Gallerie während der Maskerade .Gießen, den 30. Januar 1896. ______Anna Roth. T7 T 1067 Gxped d. Bl.__ 10311 (Sin angehei der issommtS mit schöner Handschrift für ein hiesiges Engros- Geschäft gesucht. Offerten unhr W. C. an die E^ped. d Bl lüäoj Für ein hi. siges EngroS-Geschäft wird per Ostern rin junger Mann als Lehrling gesucht, welcher sich die Einjährtg-Freiw.- Sertdjtißui g erworben hat Näheres oei der t^xped. d. Bl KinZilugkiu-irLkhre gesucht »«in»i ^iPmann, Glasermetster ; 931 j Ein ordentliches Mädchen, welches flut kochen kann, g'gen hohen Lohn für aus bi s Land gesucht Hu trfraoen Witveiwstratze 22. 1081) (Sin älteres Mädchen, welch"s kochen fenn, s cht AutzhÜl stelle auf sogleich. ütan Värrn Wallihorstr 13. Siu austäu-igkS Wä-chkn mit guten Zeugnissen zu einer einzelnen Dame gesucht. 1077 Frau B. Katzenstein, Schillerstraße 27. $35 (Sine Frau empfiehlt sich im Atis-n. Mühtgafle 19, 1. ■ «fc ■ 1082 meine9 neu hergerichteten Saales meiner Wirthschaft in der Montag Abend «'/, «her Wol-ftrahc 9 1073 __^t,,^«>«_(St°dt,Cafiett____ heute Sonntag den 2. ds. Mts. » Großes Coneert und Tanzbeluftigung 1075] «chwarzer «rbeitsveutel u it bei freiem Eintritt. Anfang 4 Uhr. ff- Spetfen u. Getränke. Metallperlen verloren. Wlederdringer Zu regem Besuche ladet ergebeust em m nnt> ot Frau Emil Harms Wwe. 10 000 Mark ä 4 /2 /(, Reftaur»»« Insel Helgoland. ans gute 2. Hypothek von einem pünn --------------—--:--------------———------------— ——— UnkT / Rkntkli-VklWmgs-MM. Makart apsncht«i«sVV3 Ließen, LSderftratze 2. _ 10o4) Für eine triesiae Seifen'abrtk wird ein tüchtiger Sieifendir gesucht. Offerten unter Z. A. 77 besorg: die D