1806 Dienstag den 1. September »keil R«. 205 "*“« s rani Aints» und Anzeigeblatt für den Lireis Gieren. Hratisöeitage: Gießener Jamikienökätter bett »Mve«B ,ver-lb" kl doh Ums n der Kaffe U 1,- über 16 Jahre aui> «lle «nnoncen-Bureaux bett In- und Äutttanbett nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. •en: Daniel Heil, acker, Neuen Säue, UM Frankfurt a. M„ 30. August. Der Vorstand der Gesell« schast Deutscher Natursorscher und Aerzte und die Geschäftsführung der 68. Versammlung derselben, welche vom 20. bis 26. September in Frankfurt a. M. tagen wird, hat den Nordpolfahrer Dr. Frithjof Nansen bereits bei dem Bekanntwerden der im Februar d. I. auftauchenden Nachrichten von seiner Rückkehr zur Theilnahme an den Verhand- lungen in Frankfurt a. M. eingeladen. Nachdem nunmehr Nansen auf heimathlichem Boden zurückgekehrt ist, ist diese Einladung brieflich und telegraphisch wiederholt worden. Nansen ist s. Z. auf Grund seiner höchst bedeutenden wissenschaftlichen Leistungen bei der Durchquerung Grönlands zum correspondtrenden Mitgliede der Senkenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Frankfurt a. M. ernannt worden und es ist gewiß, daß der berühmte Gelehrte gerade in Frankfurt a. M. den begeistertsten Empfang finden wird. Wie«, 30. August. Das officiöse „Fremdenblatt" bespricht an leitender Stelle die Greuelscenen in Kon- stantinopel und schiebt die Hauptschuld der türkischen Regierung zu, welche die Rathschläge der Botschafter nicht befolge und absolut nichts gethan habe, um der Erregung vorzubeugen. Die türkische Regierung müsse unbedingt alUs aufbieten, um die Ruhe wiederherzustellen. Nur unter dieser Voraussetzung könnten die Bestrebungen der europäischen Mächte den Frieden zu erhalten, erfolgreich sein. Triest, 30. August. Hier herrscht eine furchtbare Bora. Die Temperatur ist stark gesunken und der Schiffsverkehr vollständig unterbrochen. Die Dampfer konnten nicht in den Hafen einlaufen, sondern flüchteten in die Bucht von Muggia. Hallstadt, 30. August. Der 16 jährige Gymnasiast Har.S ! von Steyrer stürzte vom Waldbach Wasserfall ab und Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für b« kfaenbm Tag erscheinen!)« Nummer bi- Borm. 10 Uhr. eine Action bilden, aus welcher die englische Regierung alsbald ersehen dürfte, daß die europäischen Mächte nicht gewillt sind, fich von England tu der armenischen Frage irgendwelchen Zwang auferlegen zu lassen. Wie», 29. August. Der russische Minister des Aeußeren, Fürst Lobanow, hat, dem Vernehmen nach, in seinem Gespräch mit dem deutschen Botschafter, Grafen Eulenburg, die entschiedene Friedensliebe Rußlands hervorgehoden. Turin, 29. August. Die „Gazzetta Piemontese" bringt die Meldung auS Cettinje, daß man dort an den Besuch des Königs von Serbien nicht mehr glaube, vielmehr Grund ! habe, anzunehmen, König Alexander werde fich mit einer österreichischen Prinzessin verloben. Brüssel, 29. August. Der „Soir" bestätigt den Rücktritt BernaertS als Kammerpräsident und die Ausarbeitung eine- verschärften Kammer-Reglements. PariS, 29. August. General DoddS, der von seinem Posten als Gouverneur von Judo China abberufen wurde, trifft am 6. September hier ein. Paris, 29. August. Hier wird das abenteuerliche Gerücht verbreitet, daß Prinz Heinrich von Orleans ein Abkommen mit den Mahdisten getroffen habe, diese sollten ihm die Führung der Vertheidtgung KhartumS überlaffeu. Paris, 29. August. Der spanische Gesandte ersuchte den I Minister Hanotaux, den in Paris wirkenden Ausschuß der I kubanischen Revolutionäre und Flibustiere aufzulösen, da erwiesen sei, daß derselbe durch alle Mittel versuche, Unruhen in Spanien hervorzurufen und die Sol- baten von ihrer Pflicht abzuhalten. oueert. lebende Mn en. vierteliähriger 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch bie Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, Lrpebitw» unb Druckerei: ZchulstraSc Ar.l. Fernsprecher 51. e=* s-t Das Blatt Asty ist der Vorgänge in Konstantinopel eingehend erörtert werden. t'cht meyr beruhigen ».erde, Paris, 31. August. will wissen, daß der Zar Den Kretensern folgten die keinerlei Geschenke annehme. Dem Preßsyndtcate werde hier- von besondere Mittheilung gemacht werden. Pari», 31. August. „Echo de Paris" macht Enthüllungen über bulgarische Documente, welche angeblich vom russischen Botschafter Mohrenheim dem Zaren vorgelegt werde« sollen Darunter sollen sich Briefe befinden, worin ! Fürst Ferdinand die Gräfin Flandern bittet, fich bei ihrem ir len 31. Aagnsl Wirthe: w MA rn. was fich Europa merken solle. ----- - Armenier, diesen die Macedonier und nach den Macedontern würden die Bewohner Klein-AfienS kommen und den ver- abscheuungswürdigen Staat, der noch an den Ufern des Bosporus vegetire, in die Wüste Arabiens zurückdrangen. Nh ksl'esl Der chtrtzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme bett Montags. Die Gießener M«mitte«vlä11er werden dem Anzeiger »»chmtlich dreimal beigelegt. r ZTtii Sraaerei Overbeck, et» stifch in M. MMWt O.R.P.N 1 1 Anfang vom Ende der Türkei Ansicht, daß fich der Orient nicht mehr beruhigen werde, Leib): ifahrey Attstsud. Wie», 29. August. Bet dem gestern Abend statt- gefundenen Hofconcert converfine der Zar hauptsächlich mit dem französischen Botschafter und mit dem Grafen Roman Podowickl. Ueber die längere Konferenz, welche gestern zwischen dem Fürsten Lobanow und dem Grafen Goluchowsry sowie dem deutschen Botschafter Grafen Eulenburg stattgesunden hat, verlautet, daß eS sich in derselben lediglich um die Konstantinopeler Vorgänge gehandelt habe. Die offictösen Journale schweigen fich vollständig über diese Conferenz auS, sodaß die nach auswärts gegangenen Mittheilungen. über an- gebliche Resultate lediglich als Combination anzusehen sind. Rach Schluß der heute Morgen 8 Uhr stattfindenden Kaiser- Parade reift daS russische Kaiserpaar sofort nach Kiew ab. IBien, 29. August. H'ute früh 8Uhr hat auf der Schmelz die gestern abgesagte Par ad e der^Wiener Garnison stattgefunden. Dieselbe nahm einen äußerst glanzenden Der lauf. Kaiser Franz Josef, daS Zarenpaar und auch der schwer kranke Erzherzog Franz Ferdinand waren auf dem Paradefelde anwesend. Bet der Rückkehr von der Parade wurden beide Kaiser und die Zarin vom Publikum lebhaft begrüßt. Um 11 Uhr Vormittags reiste daS russische Kaiser paar nach Kiew ab. Da dasselbe sich jeden offictellen Abschied verbeten hatte, waren auf dem Bahnhofe nur wenige «fflcielle Persönlichkeiten anwesend. Die Derabschiedung der beiden Monarchen war ungemein ^rzlich. Fürst Lobanow bst mit dem Zarenpaar nach Kiew abzereist. Mau bring dies mit den jüngsten Vorgängen im Orient tn Zu ^*"rota?29. August. Wie die hiesigen Blätter glauben, wird der Zar en besuch in Wien den Ausgangspunkt für Gießener Anzeiger General-Anzeiger. nl8 die «E •tUtn, 019 WoIjmMs üh. Eintritt 2v Psi, 0rr.Nanti. Amtliche»« Theil. Bekanntmachung, betreffend: Die Abhaltung der Viehmärkte. Mit Rücksicht auf den AuSbruch der Maul- und Klauenseuche zu Gießen, Heuchelheim und Großeo-Buseck wird die Abhaltung des ViehmarktS zu Gießen am 1. und 2. Sep- tember l. I. hiermit verboten. Gießen, den 29. August 1896. GroßherzogltcheS KreiSamt Gießen. I. V.: Dr. Melior._______________ Derstsches Reich. Berlin, 29. August. Der Kaiser hat fich heute Früh zur Hühnerjagd nach Barby begeben. Die Kaiserin gedachte heute auS Plön nach dem Neuen Palais zurückzukehren. Berlin, 29. August. Der ultramontane RetchStagS- abgeordnete Pfarrer Wengert ist in Dingenheim im Alter von 61 Jahren gestorben. Berlin, 29. August. Ueber die politische Tragweite des Zarenbesuchs in Wien wird von dort gemeldet, der Czar nehme den besten Eindruck mit sich fort und htnterlaffe seinerseits einen ebensolchen. Der politische Ideenaustausch zwischen den beiden Monarchen sowohl wie zwischen ihren leitenden Staatsmännern bestätige von Neuem, daß Rußland an seiner bisherigen Friedenspolitik feftzuhalten und bezüglich der Orientwirren im Etnverständutß mit Oesterreich vorzugehen entschloffen sei. Bei eventuell neu ein- tretenden Wendungen werde man zweifellos jedesmal vor Allem eine Verständigung anstreben. Dann aber dürfte die Erhaltung des europäischen CoucertS und die Vermeidung ifolirter Actionen letcht fein. Die Wiener Besprechungen hätten somit vorwiegend einen grundsätzlichen Character getragen und keinerlei neue concrete Verabredungen gebracht. Berlin, 29. August. In der Gewerbeausstellung fand heute unter Vorsitz von Bergrath Krabber die von 75 Delegirten auS allen Theileu Deutschlands besuchte Ge« «offenschaftSversammlung der KnappschaftsberufSgenoffenschaft statt. Nach Erledigung allgemeiner geschäftlicher Angelegen- Helten wurde zur Vertheilung der bereits 9 Millionen Mark betragenden JahreSumlage auf die einzelnen Betriebe ein neuer vom 1. Januar 1896 ab, gültiger Gefahrentarif fest- gestellt. Die Erhöhung der Bausummen deS Krankenhauses ^BergmannSheil" der Section 4 (Halle a S.) auf 1 Million Mark und die Betheiltgung an Krankenhausbauten Seitens der Section 7 (Zwickau t. S ) zum Betrage von 150,000 Mk. wurde genehmigt. Berlin, 29. August. Der Präparator am hiesigen Anato- mischen Institut WickerSheimer, Erfinder des nach ihm benannten ConservirungSmittelS, ist gestern gestorben. Paris, 29. August. „Petite Republique" proteftirt gegen das Vorgehen der Sicherheitspolizei gegen die in Paris ansäsfigen verdächtigen Ruffen und Polen, indem die Polizisten sogar während der Abwesenheit der Verdächtigen in ihre Wohnungen eindringen und ihre Correspondenzen i tobt. durchstöbern. Das verletze die französtschen Gesetze in gröbster Zutin, 30. August. Der Advocat Dr. Carra fiel vom Weise. „Autoritö" bedauert, daß die Franzosen Rußland Pandel Gletscher ab und war sofort tobt. stehen Milliarden geliehen haben und nicht wissen, 39. August. Der Marine-Minister gab der ob eine Allianz oder nur eine platonische Verbindung zwischen Flotten-Mufik, welche als die beste Frankreichs be- Rußland und Frankreich zu Stande gekommen sei. Die tannt Befehl, während des Aufenthalts des Zaren nach ZeitungS Directoren sollten zeigen, daß fie ihre Leser gut Paris zu kommen. inforwiren können und bei Ueberreichung der Ehrengabe an Paris, 30. August. Der General-Secretär der den Zaren fich gleichzeitig über diesen Punkt erkundigen. Westbahn ist von Wien zurückgekehrt, wo er fich die anläß- London, 29. August. Das „Reuter'sche Bureau" meldet lich des ZarenbesucheS ausgeführten Decorationen der Bahn- auS Konstantinopel vom gestrigen Tage: Von den 25 Auf- Höft angesehen hatte, um danach die französtschen Bahnhöfe ständischen, welche die Bank angriffen, wurden fünf in der auszuschmücken, w lche der kaiserliche Zug passtren wird. Rank aetödtet, fünf verwundet- dieselben entstammten alle Belgrad, 30. August. Me bestimmt verlautet, bewil- dem Ausland-. Die Aufständischen ließen 17 Kilo Dynamit, ligte der Zar drm König Milan eine Audienz in Paris. 87 Bomben und zahlreiche Patronen, welche in einer Geld« Konstantinopel, 30. August. Die Metzeleien dauern IScken gleichenden Emballage eiugesührt worden waren, zu- fort, wenn auch nur tn geringem Maße. -Soldaten unv rück. Die Ueberlebenden haben sich gestern nach Marseille Polizei betheiligen fich an den Plünderungen. Die Recla- eina'eschifft: dieselben wurden, nachdem fie entwaffnet waren, mationen der Botschafter blieben bisher erfolglos. Eine in in Gegenwart des britischen, französischen und russischen Stambul erscheinende französische Zeitung wurde suSpendirt, DraqomanS an Bord gebracht. weil sie fich geweigert hatte, H-tzartikel gegen die Armenier London, 29. August. Wie die Blätter melden, soll zu veröffentlichen. «-* D°....... “X SB« Äw? »=ä«*»** Bruder, dem König von Rumänien, zu verwenden, damit derselbe beim Zaren ein gute- Wort eiolege. Marseille, 31. August. Der Generalrath zu Bouche» du> Rhone nahm eine Resolution an, wodurch die Regierung ersucht wird, deu Familienvätern, welche mehr al- drei Kinder haben, die direkten Steuern zu erlassen und die Junggesellen damit zu belasten. Athen, 31. August. Ju eioer Ortschaft bei Kandia tödteteu die Türken acht Personen, verwundeten fünf, äscherten mehrere Hävser ein und entweihten die Kirche. Konstantinopel, 31. August. Der Minister des Aeußereu, Tewftk Pascha, besuchte Nacht- den österreichischen Bot« schafter, um die Antwort auf die letzten Vorstellungen der Mächte mitzutheilev. WB. Kiew, 31. August. Der Minister de- Aeuhereu, Fürst Lobanow, ist auf der Reise von Wien nach hier plötzlich gestorben. CocaUs uh6 Gieße», den 31. August. * * Sitzung der Grohh. Handelskammer vom 28. August. Anwesend die Herren: Koch, Scheel, Gail, Homberger, Katz, Klingspor, Kraatz, Wortmann. Der Handelsvertrag mit Chile ist bis zum 31. Mat 1897 prolongtrt, Urugu a h hat den Handelsvertrag gekündigt, derselbe tritt am 1. August 1897 außer Kraft. Interessenten können auf dem Büreau etnsehen: einen Bericht über die Exportverhältnisse nach der Schweiz, die Programme der für 1897 zu Brüssel und Guatemala geplanten Ausstellungen. In Nördlingen ist eine Reichsbanknebenstelle errichtet. Die Firmentnhaber sollen durch Zeitungsinserat aufgefordert werden, ihre Wünsche, betr. die vom Verbot des Detail- reifen- au-zunehmenden Firmen, der Kammer in begründeten Anträgen mitzutheilen. Das Ableben de- am 20. August zu Berlin verstorbenen GeneralsecretärS des deutschen HandelStageS, Consul z. D. Ann ecke, wird durch Erheben von den Sitzen geehrt. Radfahrfest. Das gestern bet uns stattgefundeue, vom besten Wetter begünstigte HerbftbeztrkSfeft des Nordbezirks Gau 9 des deutschen Radfahrerbundes ist vorzüglich verlaufen. Unsere Stadt stand gestern unter dem Zeichen des Radelns, denn schon in aller Fiühe waren die Mitglieder fremder Vereine hier angelangt und belebten zu Fuß und zu Rad unsere Straßen. DaS Frühconcert im „Hotel Schütz", welches um 11 Uhr Vor« mittags seinen Anfang nahm, war in Folge davon sehr stark besucht und verlief in der antmirtesten Stimmung. Zwischen 3 und 4 Uhr durchzog der vorgesehene PretScorso die Stadt, woran fich etwa 120 bi- 140 Radler, darunter mehrere Damen betheiltgten. Es waren in diesem Zuge außer den beiden Gießener Vereinen vertreten die Vereine: Marburger Radfahrer-Verein mit der Standarte, Biedenkopf, Herborn, Dillenburg, Weilburg, Butzbach, Lauterbach und außerdem Lollar und Wtestck, die zwar nicht zum deutschen Radfahrerbund gehöre», aber der an fie gerichteten Einladung Folge gegeben hatten. Gleich nach 4 Uhr begann im „Gießener Festsaal" da- Preis«Reigenfahren. Der Eröffnungsreigen, gefahren von 6 Fahrern des Gießener RadfahrveretuS, wurde sehr schneidig durchgeführt und verdiente den von den Zuschauern gespendeten Applaus im vollen Maße. Dem schloß fich eine Quadrille des RadfahrvereinS Herborn au, die ohne Commando ruhig, sicher und gelaffen, selbst bet den schwierigsten Touren gefahren wurde, nur eine bessere Der« theilung im Raum wäre zu wünschen gewesen. Gegen Herborn concurrirte der Radfahrclub Butzbach (6 Fahrer), welcher den Fehler seines Gegners vermied. Die Vorführung entsprach allen Anforderungen eine- Musterreigens, obzwar in zwei Fällen kleine Fehler mit unterliefen. Ein ZögltngSretgen (6 Fahrer) vom Gießener Radfahrverein bildete den Schluß. Diese 6 Zöglinge haben den Vogel gestern abgeschossen, soweit da- Reigenfahren in Betracht kommt. Die Figuren klappten brillant, die Ecken des Saales wurden correct ausgefahren und die schwierigsten Bolten wurden gratiö- au-geführt. Zwischen je zwei Reigen zeigten fich die jungen Kunstfahrer Gebr. Lippert von WormS in ihren ganz erstaunlichen Leistungen. Die beiden 13# und 14jährigen Knaben find Amateure, besuche» in WormS das Ghmnafium und üben ihre Kunst nir zu ihrem Vergnügen, durchaus nicht etwa des BroderwerbS wegen. Aber man merkt ihnen auch an, daß ihnen die Sache Spaß macht. Mit Leichtigkeit wurden von ihnen die schwersten Tric- ausgeführt, dabet frappirt ihre Sicherheit und die bet den einzelnen Stellungswechseln zur Schau getragene Straffheit. Rauschender Jubel begleitete die Knaben nach ihrem jedesmaligen Auftreten. Am Abend fand die Prei-vertheilung statt. Der 1. Preis (Diplom) für Corsofahren fiel mit 10,5 Punkten nach Butzbach, während Dillenburg mit 8,5 Punkten den 2. Preis (Ehrende Anerkennung) erhielt. Für Reigenfahren erhielt Butzbach mit 14 Punkten den 1. Preis (eine prachtvolle Bowle), Herborn mit 12 Punkten den 2. Preis (eme Kneipuhr). Der Dorfitzende des Radfahr-BeretnS Gießen überreichte den Gebrüdern Lippert unter Anerkennung ihrer vorzüglichen Leistungen und unter dem Ausdruck deS Dankes, daß fie sich bereit haben finden lassen, das Gießener Fest zu verschönen, je eine filberne Medaille. Damit war der sportliche Thetl des Festes beendet. Lebende Bilder au- dem Radfahrerleben, Pyramiden und ein Festball hielten die Gaugenoffen noch lange in frohester Laune beisammen. • • «tue ehrende Anerkennung ist zwei Gießener In- dustriellen auf der Ausstellung für Hotel# und WirthschaftS- wesen und verwandte Gewerbe zu Wiesbaden zu Theil ge# worden. Der Inhaber der Lahnkalk# und Marmor-Jndnstrie, Aug. Gabriel jr., hat für hervorragende Leistungen die höchste Auszeichnung, die goldene Medaille, erhalten. Architect L. Seultng, der Fabrikant und L^ceoz-Jnhaber des Holzwolle Baumaterials, dessen, practische Verwendbarkeit er in Wiesbaden durch Erbauung eine- Loofeverkauf-Pavillou- vorgeführt, erhielt die broucene Medaille. • • Körperverletzung. Auf dem Heimwege von der Kirch« weihe zu Klein-Linden, auf der Straße nach Gießen, wurden zwei Arbeiter angeblich überfallen und mit Messern oder sonstigen scharfen Instrumenten geschlagen. Beide trugen blutige köpfe davon. Gegen die bekannten Thäter wurde Strafantrag wegen Körperverletzung gestellt. * • Kirchliche Dieustuachrichte». Ernannt wurden: Pfarr# vicar Stotz zu Bischof-Heim zum Pfarrverwalter in Beuern, Decanat Gießen- Pfarrverwalter Gro- zu Leidhecken zum Pfarrverwalter in Burkhard-, Decanat Schotten - B e r i o g e r, Verwalter der zweiten Pfarrstelle zu Alsfeld, Decanat Alsfeld, zum vicar der ersten Pfarrstelle daselbst. • * * Gebrauchsmuster Eintragungen. Kamin Vorhang mit Ventilation zwischen Vorhang und Schutzblech: Carl Buderus in Lollar, 20. Juli 1896. Zum Gebrauch für Kinder dienende Pedaltretvorrtchtuug an Clavieren au- einem am Instrument lö-bar befestigten Schemel mit Hilf-pedaleu und Druckstangen: L. Köhlinger in Gießen, Wetzstein# straße 36, 11. Juni 1896. Lich, 28. August. Der frühere Fuhrmann Nikolaus Jung von hier feierte am DienStag mit seiner Gattin — beide Eheleute erfreuen fich noch einer guten Gesundheit — daS Fest der goldenen Hochzeit. 4~ Ridda, 30. August. Verflossene Nacht ist die Temperatur so tief gesunken, daß die Bohnen durch Frost ge# litten haben. — Vor einigen Tagen ließ ein hiesiger Geschäftsmann etwa einen halben Centner Fleisch, welche- er in kleineren Parthien bei der Freibank zu Michelnau durch Dritte für sich erwarb, im Dunkel der Nacht hierher verbringen, um eS dann als gute ladenreine Waare zu ver# kaufen. Doch ist e- unsrer rührigen Gendarmerie gelungen, diesem unsauberen Handel auf die Spur zu kommen, sodaß dem Denunziaten eine Anklage wegen Vergehens gegen da- Nahrungsmittelgesetz und die hessischen sanität-polizeilichen Vorschriften, eventl. auch wegen Betrugs blühen wird. — Vom herrlichsten Wetter begünstigt, wurde heute das Kirchweihfest auf der Gänswiese begangen. Auf dem angrenzenden Juxplatz herrschte bis in die Nacht große- Leben und Treiben. -h- Rodenbach (Kreis Büdingen), 30. August. Ein ebenso schönes, als jedenfalls auch nicht sehr häufiges Naturspiel erregt in nächster Nähe unseres Dorfes die Bewunderung deS beobachtenden Naturfreunde-. Wenn man, von Ober-Mockstadt kommend, deu mit mächtigen Buchen bestandenen Hochwald verlassen hat, gelangt man vor Eintritt in unseren Ort auf eine kleine Trift. Hier haftet der umherschweifende Blick unwillkürlich auf einem stolz bekrönten Birnbäume, in dessen Hauptgabeluug, da wo die Aeste den Stamm verlassen, sich nämlich eine Colonie Weidenröschen angefiedelt hat. ES ist die schmalblättertge Art (Epilobium anguBtifolium), welche auf ihrem erhabenen Standort prächtig grünt und blüht. Ein Exemplar lugt gegenwärtig mit seinen carmoifinrothen Blüthen auö dem Versteck hervor und gereicht seinem Träger nicht wenig zur Zierde. Wahrscheinlich ist seinerzeit ein Samenkö,nlein, welches ja durch seinen Haarschopf so recht dazu geschaffen ist, vom Winde getragen, und wett fortgeweht zu werden, in jene Stammgabel verschlagen worden, wo es Erde genug fand, um sich entwickeln zu können. Nach Vermehrung der Mutterpflanze hat fich dann eine ganze Familie dieser schönen Pflänzchen auf dem Baume ansässig gemacht. Eberstadt, 27. August. Auf eine gräßliche Weise ist heute ein hiesiger Arbeiter, JohS. Trtetsch, in einem Steinbruche umS Leben gekommen. Tine abstllrzende FelSmaffe quetschte dem Unglücklichen ein Bein förmlich ab und brachte ihm außerdem auch noch schwere innere Verletzungen bei. Die WarnungSrufe seiner Mitarbeiter konnte er, da er sehr schwerhörig war, nicht vernehmen, und so mußten seine Collegen dem unabwendbaren und schrecklichen Ende ihres Kameraden mit offenen Augen -useheo, ohne selbst Hilfe leisten zu können. Man suchte den Verunglückten, der noch lebend hervorgezogen wurde, so rasch wie möglich nach Darmstadt in ein HoSpital zu bringen, doch während deS Transporte- ist er unter den fürchterlichsten Schmerzen gestorben. Derselbe hinterläßt eine Wittwe mit fieben Kindern. tljuuuil* 4ü- - - * Berlin, 27. August. Einen gefährlichen Unfug verübten am Dienstag Abend zwei Mechaniker während einer Fahrt auf der Stufenbahn der Ausstellung. Einer dieser Männer schabte von einem LritungSdraht, der zum Zweck der elektrischen Beleuchtung an den Sitzbänken entlang läuft, die Gummi-Umhüllung und die Verspinnung ab und hielt, um einen Kurzschluß herbeizuführen, einen Draht, an dem ein Holzgriff befestigt war, an den Nebendraht. Sofort verlöschten 25 bis 30 Glühlampen. In diesem Augenblick jedoch wurde der unbefugte Electriker von einer nervigen Faust im Nacken gepackt. Der Director Forschheimrr hatte daS Manöver des Mannes bemerkt, und nun schleppte er diesen und seinen Gefährten zu einem Gendarm, der die Namen der Beiden feststellen mußte. Für den angerichteten Schaden mußten fie sofort 100 Mk. erlegen und außerdem dürften fie fich noch eine Anklage wegen Gefährdung eine» Eisenbahnzuges zuztehen, da die Stufenbahn unter das Klein# bahngesrtz gehört. Wäre der eleetrische Betrieb der Stufen# bahn nicht mit allen nur möglichen Sicherungen gegen Kurzschlüsse angelegt, so hätte durch diesen gefährlichen Unfug leicht ein schweres Unglück entstehen können. • Leipzig, 29. August. Da- Reich- gericht verwarf dieRevifion de-Porcellandreher- Weife, der vom Stettiner Schwurgericht zweimal zum Tode verurtheilt worden war, weil er einen Knecht erschossen und beraubt und acht Tage darauf den Chansseegeldeinnehmer Heine erschossen hatte. • Leipzig hat bekanntlich seit einiger Zeit einen Berg^ einen veritablen Berg, einen Au-stcht-berg, und zwar in seiner nächsten Nähe. ES ist der „Schärwelberg"^ 13,000 Centimeter über dem Meere, 3000 Centtmeter über Leipzig, rcsp. über dessen btfannttn Waldpark, dem Rosenthal, über dessen Westende er sich „erhebt", Möckern gegenüber. An seiner Herstellung wurde mehrere Jahre gearbeitet, er ist entstanden durch die Anhäufuug de» Schutte-, de» Kehricht- und der Scherben der Stadt Leipzig. Schöne breite Wege führen zum Gipfel de- breiten grünen Hügel- empor, der mit einem 15 Meter hohen hölzernen Au-ficht-thurm gekrönt ist, von dem man allerdings eine weite Au-ficht über Leipzig und die gewaltige Leipziger Ebene hat. Der „Schärwelberg" bildet zur Zeit den Zielpunkt von viele» Hunderten, ja Tausenden Personen. Schon hat fich aber der Leipziger Humor diese- Berges bemächtigt in Wort und Bild. Mit lustigen Bildern, den Schärwelberg darstellend, find die neuesten illustrirten Leipziger Postkarten au-gestattet, und die LachmuSkeln reizende Gedichte kann man in beit Auslagen der Buch- und Papierhandlungen lesen. So heißt es z. B. in einem solchen Gedichte: „Geologen späd'rer Zeiden gommeu einst zum Resums un ferkinden'S allen Leiten: „Under'm Bärge liegt ä See! Underm Bärge hausen Nixen in dem underärd'schen Meer: Säht nur die Sardinen-- bichsen und der BicklingSkeppe Heer!" * Siu falscher Einjährig Freiwilliger. Eine Täuschung der Militärbehörde zum Zwecke de- rechtswidrigen Dienen» al- Einjähriger ist, einer Berliner Localcorrespoodenz zufolge jetzt zur Kenntniß der königlichen Staatsanwaltschaft gelangt» Der Sohn eine- reichen Fabrikanten war tu der Schule zurückgeblieben und konnte den Befähigung-nachwei- zum Einjährig.Fretwilligendienst nicht erlangen. Die Zeit seiner Militärpflicht rückte näher, und einem Freunde, der in Berlin bei einem Recht-anwalt al- Schreiber beschäftigt war, theilte er seinen Kummer, daß er drei Jahre dienen müsse, gelegentlich mit. Der gute Freund wußte bald Rath. Er war stet- ein begabter Schüler gewrsen und wußte wohl, daß er, wenn er die nöthigen Mittel dazu hätte, mit Leichtigkeit in Jahresfrist sich das einjährige Zeugniß holen würde» Jetzt wurde folgende Schiebung gemacht. Der Bureauschreiber meldete fich auf den Namen seines Freundes auf einem Berliner Gymnasium an, besuchte ein Jahr lang nochmal» bie Schule unb würbe mit dem gewünschten Zeugniß entlassen» Mit diesem aber meldete fich nun der reiche Fabrikantensohn beim Militär und diente auch, ohne daß Jemand eine Unregelmäßigkeit bemerkt hätte, bet einem Berliner Garde» Infanterie-Regiment nicht nur fein Dienstjahr ab, sonder» machte auch die Reserveübungen mit. Einzelne Bekannte, denen die geringe wissenschaftliche Befähigung de- Reservisten bekannt war, erfuhren, wodurch die Berechtigung zu« Ein- jährig-Freiwilligendienst erlangt wurde und brachten den. Fall zur Anzeige, nachdem sie vergeblich Erpressung-Versuche bei dem Vater deS „Einjährigen" versucht hatten. Der Reserveunterosfizier hat da- Weite gesucht, während gegen den Bureauschreiber da- Strafverfahren wegen intellektueller Urkundenfälschung ctngeleitet ist. * Unglaublich! Hebet eine Blüthe de- Bureaukrati-muS berichtet ein Straßburger Blatt wie folgt: Der muthige Lehrer aus Schiltigheim, welcher neulich beim Baden einen feiner Collegen mit Hintansetzung seines eigenen Leben» vom Tode de- Ertrinken- errettete, ist mit einem Strafmandat (mit Kosten 2 Mk. 50 Pfg.) wegen Baden- an unerlaubter Stelle bedacht worden. • Zeitvertreib in Rußland. Einen Rückschluß auf de» geistigen und gesellschaftlichen Verkehr der Rostower gestattet eine Notiz der Zeitung „Krim", der zufolge ein einzige- GesellschastShau-, der Rostower Commerzclub, jährlich für 60,000 Rudel Spielkarten verbraucht. ES mag dann schon zutreffen, wenn die genannte Zeitung bedauernd hivzusügt, bad Kartenspiel bilde nahezu die einzige geistige Nahrung, die von der Rostower Gesellschaft mit Verständnis verbaut werde. * „bachverständige" Mäuse. Daß die franzöfischen Kriegsminister in der Regel große Thierfreunde find, hatte sich schon au- ihrer Fürsorge für die Dienstkatzen ergeben. Nu» kommen nach den Katzen, wie e» recht unb billig ist, auch die Mäuse an die Reihe, und zwar die weißen. Die Frage war aufgeworfen worben: Welche- Brob ist bem Soldaten zuträglicher, dasjenige, welches aus dem durch Mühlsteine hergestellten Mehl bereitet wird ober aber dasjenige, bessern Mehl durch Mahlchlinder gewonnen wirb? Wie man sieht, tritt man hier mit einer ordentlichen Gründlichkeit in die verzwicktesten Einzelfragen ein. Nun hätte man einfach zwek Soldaten nehmen unb ben einen ausschließlich mit „Chlinder- mehl", ben anberen bagegen mit „Mühlstetnmehl" nähren können, um so beS RäthselS Lösung zu finden. Dabei hätte aber die besondere Natur der „Patienten" eine zu große Rolle gespielt unb außerdem wäre eS wohl schwierig gewesen, anderweitige Ernährung-einflüsse fern zu halten, die da» Ergebniß hätten trüben können. Man wandte fich daher a» maßgebender Stelle vertrauensvoll an die weißen Mäuse, von denen man einige „beauftragte", fich lediglich von „Chlinder# mehl" zu nähren, während man den anderen „Mühlsteinmehl* servirre. Da zeigte eS fich denn im Verlaufe eine» volle» Jahres — vom 1. October 1894 bi» zum 15. October 1895 — daß da- „Mühlsteinmehl" bei Weitem nahrhafter ist al- das „Cylindermehl"- denn die „Mühlsteinmkhlmäuse* waren dick und fett geworden, während die „Cylindermehl- mäuse" auf den Hund gekommen waren, wenn man so sage» darf, ohne die kriegörninisteriellen versuchsmäuse zu beleidige». Natürlich wurden die braven Thierchen auch gewogen, wodurch fich daS erlangte Ergebniß vollkommen bestätigte. Um aber ganz sicher zu gehen, drehte man al-bald den Spieß aber vielmehr da» Mehl um; die bisherigen „Cylindermäufe* erhielten jetzt das gute „Mühlsteinmehl", die „Mühlstein- mäuse" aber wurden auf die „Cylinderkost" geletzt. Innerhalb der unglaublich kurzen Frtst von 16 Tagen erholte» sich die nunmehrigen „Tylindermäuse" von ihren 12 mageren )lßt: Du «llchze beim Babea einen eigenen Lebens bon em Slrasmvbat e»s an untilauMtr 3nt "«'« 8„ In 1 «*(. 11' 'f bat! 1 über fofo. ? Segen, i« S?“-k« W t|t| tl8‘ ®ott unb Mu«b, ? aa” h im Äf.wM ’n™«is Hu,. | •*» Stofen ««' bit Btrttum. J£? iäaHuag •mWjm sitomi ' IT*b«l infolge "”ltW«ft gelangt, "ten war in der esähigungsnachweir °°gen. Die Zeit 5em Freunde, der Leiber beichästtgt ^rci Jahre dienen wußte bald Rath, und wußte wohl, "r, mit Leichtigkeit »fc W& wiirdr. ^er Buleauichrriber' :eunbeß aus einem rhr laug nochmals । Zeugnih eutlafleu. che Fabrikautenivhn Jemand eine Un> : Berliner Garde» lstjahr ab, sondern Einzelne Bekannte, ung deS Reiervisiea echtigung zu« Ein- und brachten den ErpressungSversuche ucht hatten. Der 1t, währen- gegen egen inUdectutHtr Mckschluß aus den er Rostower p der zufolge ein eii» ommerzclub, jahrlih verbraucht. Es mz Zeitung bebauen! i die einzige M ,ast mit Lerständini fraozöstscheu Kritjl inde find, hatt!^ atzen ergeben. M .D, § Soldaten jE ch EM HN' : daSsM, W ? Mr mau W i man eivsschr>"' ■ *■ tobi,5 i L« eine zu S"P r $in te Pi ** dl-»«A|'Mil' j k Dt* i ?ä.-s । ,*Ä ) die rM (fl (fjd 1 tjimouM" „ui«» j >«i»7 M & I bepM* '««j il'1 | Monate» nnb die bisher so rundlich fetten ehemaligen .Mühlsteinmäuse" fielen bei der „Ehlinderkost" zusehend- ab. Jedes amtliche Verfahren, dar Anspruch auf Gültigkeit und Rechtskräftigkeit machen will, muß selbstverständlich mit einer Kostenberechnung abschlteßen. Tine solche wurde auch hier vorgenommen, wobei eS sich herauSstellte, daß jede „Dienst- »aus* nut den 86. Theil der Unterhaltungskosten einer „Dienstkatze" verursacht. Menschliche „Sachverständige* in Mehlangelegenheiten wären entschieden weit theurer zu stehen gekommen i , „ • 6tne metlnitbige Zahl. 'In ttot" heute kaum noch aufzutreibendeu, englischen Büchlein »onort cute in arithmetic and enrios calculation“ wird eine ganz merkwürdige Zahl erwähnt, gewtsiermaßen eine Phönixzahl, denn wie der wunderbare Bogel Phönix auö der Asche immer wieder ersteht, so kommt diese Zahl auS allen Multiplica- tionSoPerationen, die man mit ihr vornimmt, immer wieder zum Vorschein. Diese Zahl lautet: 526,315,789,473,684,210. Mau multiplicire mit 2 und erhält: 1,052,631,578,947,368,420. Die letzte 10 der ursprünglichen Zahl hat sich nur nach vorn gestellt. Man multiplicire mit 3 und man erhält die Zahl wieder, nur in anderer Gruppiruug, eS folgt hinter der kleinen Gruppe 15 die große Z fferngruppe 789,473,684,210 und bann die Gruppe 5263. Zum Schlusie selbstverständlich noch eine 0. Mit 5 multiplicirt, erhält man die ganze Zahl wieder, nur steht die erste 5 als letzte Ziffer. Mit irgend einer andern Ziffer mult'^licirt z. B. mit 7, bekommt man auch die Gruppe 3,684,210, dann die Gruppe 52,631,578,947 mit der 0 zum Schluffe. Dasselbe Resultat bei der Multiplikation mit zweistelligen Zahlen. Z. B. mit 24: nach einer 1 folgt die Zahl 26,315,789,473,684,210 und dann noch eine 4 und eine 0 und die aus der Gruppe herausfaltende 1 und 4 ergeben in der Addition die zur vollständigen Zahl noch fehlende 5. Auch bei der Multiplication mit drei» und mehrstelligen Zahlen kehrt die geheimnißvolle Zahl immer wieder, und zwar so, daß die kleine Zahlengruppe, die an der vollständigen ursprünglichen Zahl etwa fehlt, sich durch Addition der von dieser abweichenden Zahlengruppen ergibt. Z. B. wenn man die Zahl mit 9753 multiplicirt, erhält mau die ursprüngliche Zahl in der großen Gruppe 315,789,473,684,210; vor dieser steht bann noch die Zahl 513 nnb hinter ihr die Zahl 013; die Adbition bieser beiben 513+013 ergibt aber die zur vollständigen Zahl noch fehlende Gruppe 526. Multiplicirt man mit der umgekehrten Zahl 3579, so tritt die letzte Eigenthümlichkeit noch auf* fälliger hervor. Man erhält als Resultat erst eine zunächst ganz unmotivirt erscheinende 188, dann folgen die beiden großen Gruppen 3,684,210 und 52,631,578 and der ursprünglichen Zahlenreihe, zum Schluß wieder eine völlig unmotivirt erscheinende Zahl, nämlich 758, und die selbstverständliche Endnull. Man addtre aber die 188 zur 758 und man erhält die dritte, zur vollständigen ursprünglichen Zahlenreihe noch fehlende Gruppe 947. UedrtgenS hat die Ziffer noch weitere Eigenthümlichkeiten. Wenn man von der ans 9 Ziffern bestehenden ersten Hälfte der achtzehnstelligen Zahl die zweite Hälfte abzieht, so erhält man als Resultat wieder die erste Hälfte; und umgekehrt erhält man die zweite Hälfte als Resultat der Subtraction dec ersten von der zweiten. Zählt man aber die erste mit der zweiten Hälfte zusammen, so gibtS lauter Rennen, eine Zahl, die aus 9 Neunen besteht. Wenn man die Zahl um* kehrt, so daß die Schlußnull voran und die Anfangsfünf an der letzten Stelle steht und man zählt diese umgekehrte Zahl zu der ursprünglichen zu, so erhält man eine Zahl, deren zweite Hälfte mit einer einzigen kleinen Abweichung (die sich aber wieder in eine bestimmte Beziehung bringen läßt) das genaue Spiegelbild der ersten Hälfte ist, und auch diese beiden Hälften abbitt, liefern lauter Neunen. Auch sonst spielt bte Neun eine Rolle bei ber merkwürbigen Zahl; wenn man bie achtzehn Ziffern, auS denen sie besteht, zusammenzählt, erhält man bie Summe 81, baS ist 9 mal 9. Wir haben noch die Zahl mit sich selbst multiplicirt unb er* hielten eine 36stellige Zahl, bie mit ber ursprünglichen gar nichts gemein zu haben schien. Denn sie lautete: 277.008,310,249,307,478,670,360,110,803.324,100. Als wir sie aber in ihre beiben Hälften abtheilten unb biese abbiiten, erschien als Summe wieder bie geheimnißvolle Reihe, nur baß voran bie Gruppe 9,473,684,210 staub unb bann erst bie andere Gruppe 52,631,578 folgte. Also auch bei bieser umfangreichen Operation erwies sie sich all bie Phöuixzahl. 03 ♦ Bekanntlich ist jetzt eine größere Zahl Thüringer Plätze mit Berlin telephonisch verbunden. AuS diesem Anlaß plaudert Über ein erstes Gespräch mit der Hauptstadt die „Greizer Ztg." wie folgt: ES war am 17. d. M., Mittags 1 Uhr, die Familie eines Fernsprechtheilnehmers in Greiz faß eben beim MittagSeffen, und eS herrschte jene bekannte, nur vom Tellergeraffel und Meffer* unb Gabelgeklirr unterbrochene Stille, bie sich währenb bes Speisens stets einfindet, wenn's gut schmeckt. Plötzlich raffelt baS Telephon. „Natürlich, ber Plapper-Klapperkasten kann nie Ruhe geben," sagt seuf* zenb ber unverheirathete Sohn unb begiebt sich an bas in einem Nebenzimmer angebrachte Telephon. „Hier X, wer dort." „Hier Amt. Ach Herr X, wollen Sie uns einmal einen Gefallen thun unb mit Berlin sprechen, bie Leitung soll erprobt werden." „Wenn'S nichts kostet, gern, unb wenn auch mein Essen kalt wirb." „Also, wir verbinben Sie mit Berlin." „Hier Fernsprechamt Berlin," tönt eS leise aus ben beiden krampfhaft an die Ohren gebrückten Höhrrohren. „Freut mich sehr, hier X in Greiz." „Sehr angenehm, Herr X, bitte verstehen Sie mich?" „Vorzüglich, mein Fräulein (in Berlin bebienen Damen bas Telephon), ich verstehe Sie so gut, baß ich mir ordentlich vorstellen kann, wie Sie auösehen. Schade, daß ich schon verlobt bin". „Na warten Sie, das sage ich Ihrer Braut." „DaS könnten Sie, sie wohnt in Berlin, wollen Sie mich mit ihr verbinden!" „Das kann doch nur der Standesbeamte und der Pastor." „Sehr geistreich, mein Fräulein, ober ich meine, mit dem Apparate des Vaters meiner Braut, Amt 1, Nr. so und so viel, ich möchte doch das Probegespräch auSnützen." „Schön, bitte rufen." „Hier Y, wer dort." „Hier X! Schwiegervater find Sie's, bitte rufen Sie doch meine Braut an's Telephon." „Ja, wo stecken Sie denn eigentlich, find Sie in Berlin?" „Nein, ich bin telephonisches Probeobject in Greiz, die Leitung wird nächster Tage dem öffentlichen Verkehr übergeben." „Verstehen kann man ja sehr gut, wenn das immer so geht — doch da kommt meine Tochter." „Liebster, Du bist am Telephon?" „Ja, Schatz, ober nicht so zärtlich, man hört unser« Gespräch vielleicht auf dem Amte zu." „Ich muß Sie jetzt trennen," ruft bie Berliner Telephondame. „Aber Fräulein," antwortete X, „wir find ja noch gar nicht verbunden." „Für's Leben noch nicht, wenigstens doch durchs Telephon, aber die Telephon-Verbindung muß ich jetzt lösen." Damit war das Probegespräch von Greiz nach Berlin zum größten Bedauern des Bräutigams und der Braut zu Ende. • Daß Berdienstkeeoz. In einem Orte beS Großherzog' thumS Baden erhielt ein Herr, ber mit bem Verdienstkreuz ausgezeichnet wurde, folgende jedenfalls vom Neid bictirte anonyme Zuschrift: „Wie Christus trug baS große Kreuz, So trag auch Du bat kleine: Er trug es ja ganz unverdient, So wie auch Du daS Deine." Citcratnr unb Kauft — Einen ganz ungewöhnlichen Erfolg hat fortgesetzt der B. v. Sultner'sche Roman »Die Waffe« «iederl* Nicht nur hier in Deutschland, wo vor Kurzem bie vierzehnte Auflage erschienen ist, sondern auch im Auslande. Z. B. sind von der billigen englischen Ausgabe innerhalb weniger Monate eine viertel Million Exemplare verkauft worden. Es find bis jetzt gegen dreißig lieber« setzungen de« Werkes im AuSlande erschienen. Der deutscher Verleger (E. Pierson's Verlag in Dresden) gibt demnächst auch eine Volksausgabe zum Preise von 2 Mark heraus. Spidplai Irr wtrthd|tea FroOftrtre AMheUrr. CftrnfrAtt*. Dienstag den 1. September: Freischütz. Mittwoch den 2. September: Lohengrin. Donnerstag den 3. September: Rheingold. Freitag den 4. September: Fledermaus. SamStag den 5. September: Die Jüdin. Sonntag den 6. September: Hänsel und Gretel. Montag den 7. September: Fliegende Holländer. Scha«kpiesha«s» Dienstag den 1. September: Der Roman eines armen jungen Mannes. Mittwoch ben 2. September: Feenhände. Donnerstag den 3. September. Doctor Klaus. Freitag den 4. September: Romeo und Julia. SamStag den 5. September: Bürgerlich und Romantisch. Frankfurt in Feindesland. Sonntag den 6. September: Faust. Montag den 7. September: Bürgerlich und Romantisch. Durch den Kaufmännischen Verein. _______________ nerfebr, taub« unb Vott-wirthschaft, Gründer«, 29. August. Fruchtpreise, gehen X 14,08, Korn X 13,62, Gerste X 13,00, Laser X 12,60, '®rtfen -* 00.00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0.00, Samen X 00,00. WitteruugSbericht vom 30. August. Im Nordwesten des ErdtheilS liegt ein neues, tiefes Minimum, welches über den britischen Inseln lebhafte, stellenweise stürmische Winde verursacht. Das Minimum im Süden hat an Umfang gewonnen und war dessen (Zentrum am Morgen über der Adria zu erkennen. Diese beiden Gebiete niederen Druckes trennt ein bretter Rücken hohen Barometerstandes, der von Südwesten in nordöstlicher Richtung durch Central-Europa in das Innere von Rußland verlauft. Innerhalb desselben ist vielenorts Aufklärung eingetreten, inbtffen geben noch kleinere Unregelmäßigkeiten stellenweise zu wolkigem Wetter Veranlassung. Speciell das Alpengebiet wirb noch von dem niederen Drucke im ©üben beeinflußt unb war daselbst heute Morgen der Himmel meist bedeckt. Boika«AfichUiSr Witter««« r Fortdauer de8 bestehenden Witterungs-Characters Temperatur der Lahn und Luft nach Reauumr gemeffen am 31.August, Mittags zwischen 11 und 12Uhr» Wasser 12'/,, Luft 15°. RÜbfamen'sche Badeanstalt. Former, Kesselschmiede rc., überhaupt alle Ar- beiter, die viel Arbeitszeug verschmutzen muffen, seien auf „Lahn** Wasch-Gxtraet* D. R.P. 82424 aufmerksam gemacht, welcher den Schmutz leicht entfernt und habet die Wäsche schont. Wenn Sie Luhn's Wasch-Ettract gebrauchen, halten Ihre ArbeitSkletder bedeutend länger. 138 am Schild. 7742 Elberfelder Zabriblager. 7725 7750 7736 Otto. Bor«, Gerichtsvollzieher. 7709 Markt - Anzeige. Auf dem Markte, nächsten Mittwoch: Hemdeu-Flauelle, billig, 3 Meter 1 Mk.; sonstige Artikel ebenfalls billig. Stand kenntlich Mittwoch den 2. Septbr. l. I., Nachmittags 2 Uhr, werben im Bieter'schen Saale — Neustadt 55 — zwangsweise versteigert: 4 Kleiderschränke, 4 SophaS, 3 Tische, 1 Clavier, 1 Bücherregal, 1 Bettlade, 2 Kommoden, 1 Spiegel, 1 Nähtisch, 1 öertkow, 1 Regulator, 1 Divan, 1 vollständiges Bett, 1 Nachttisch, 2 Stühle, 4 Hobelbänke mit Werkzeug u. a. m. 7748 Geitzler, Gr. Gerichtsvollzieher. 4 Wochen schriftlich hierher wenden. Gießen, den 31. August 1896. , Der Vorstand der israelitischen Religwnsgememde Gießen. * “ N. Stamm. ___________ Gießen, den 29. August 1896. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen G naut h. C. Röhr & Co. Specialgeechäfi für Rinderbetten u. Erstlings- £ wasche. o> Illußtr. Catal. grat. u. fco. Faselochs. Donnerstag den 3. September l. I., Vormittags 10 Uhr, wird auf hiesiger Bürgermeisterei ein der hiesigen Gemeinde gehöriger, abgängiger Faselochse meistbietend versteigert. Allendorf a Lda., 29. August 1896. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a. Lda. Rein. 7735 Iußboden-Anstrich Oelfarbe in allen Nüancen, rasch und hart trocknend, Leiuölficeatis zum Einölen, Bernstein - Oel - Lackfarbe in allen Farben, Oehlers Parquet-Wachs, Stahlspähue, sowie ollt sonstige« Artikel zum Anstretche« «nd Wichse« der AvstbSde«, empfiehlt 8007 Emil Fischbach. Täglich frische Milch abjugeben. 7752 Gg. Lampns II., SelterSwe«. Obst-Versteigerung. Das Frühobst von den städtischen Bäumen in dem ftüher v. Rabenau'fchen Garten an der Frankfurterstraße, am Krofdorfer Weg, am Steinbacher Weg, auf dem Lutherberg und im Lärchenwäldchen soll Dienstag- den 1. September, Nachmittags 3 Ahr- an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an der Frankfurterstraße, an der früher v. Rabenau'fchen Besitzung. Aavöiner Dr. Levi-Stiftung. Aus obiger Stiftung sind am 1. October d. Js. die Jahreszinsen pro 1895/96 mit Mk 89 , , zu einem Drittel an 2 Arme der israel. Religionsgemeinde Gießen, 2 arme Israeliten der Provinz Oberheffen, „ „ „ „ 2 christliche Arme der Stadt Gießen zu vertheilen und wollen sich Bewerber um dieselben innerhalb nächster Hertors Herrasse. (Phil. Bob.) 7660 Jede« Dienstag und Freitag frifie Waffeln- Versteigerungen, t Versteigerung. Mittwoch den S. Sept. I. I, Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich Mtard«rgerstraße 22 dahier gegen Baarzahlung: 1 Schreibtisch, 1 Spiegel, 1 Sopha, 2 schwere Wagen, 30 Fichtenstangen unb 25 dünne Eichenstämmchen. Die Versteigerung findet bestimmt statt. ________________________I- V.:__ M lltnWttWtW’Molt. ,ur Erhöhung des Einkommens, «apitalver- Aussteuer Militärdienst, Studium). «Parkaffe. Gezahlte I&Ä95: 3E00 Mark BernÜge«: 85 Millionen M^k Prospecte und nähere Auskunft bet Herrn Heinrich Hochrenther w Gieße«, Düdanlage fi.___________-- Zur Reise-Saifsn empfehle HandkofEer und Handtaschen, atofte Reis-k»ff«r und Schlietzkörbe, LiPPold's Patent. Rohrplatten-Koffer. Plaid-Hülle» und Toilette-Rolle», Dameo-Hand- und Uwhäugetascheo, Touristentaschen und Rncksäcke, Portemonnaies und Hosenträger in solider und dillig-r Ausführung. ,®899 Aug. Kilbinger, Seltersweg 19. Bekanutmachnug Die Lieferung von 3250 cbm Kies soll vergeben werben und ist hierfür öffentlicher Termin auf SamStag de« 12. Septemder, Vormittags 11 Uhr, in bem Amtszimmer ber Dienststelle ans beraumt. Portos unb bestellgelbfreie Angebote wolle man mit entsprechenber Auf. schrift unb unter Beifügung von KieS- proben bis bahin an bte unterzeichnete Dienststelle einfenben, woselbst auch bte Lieferungsbebingungen eingesehen unb Angedotsformulare zum Preise von 50^ gekauft werben können. 7701 Marburg, ben 28. August 1896. König!. Eisenbahn-BetriebSsJnspeciion- Dachdeckerarbeit Die Erneuerung des Kirchendachs dahier mit Schiefer ohne Verschalung soll auf Submission vergeben werden und können Offerten bis zum 7. September l. I., Nachmittags 1 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei eingereicht werden, woselbst auch die Bedingungen nebst Voranschlag bis dahin offen liegen. Beuern, den 29. August 1896. Großherzogi. Bürgermeisterei Beuern. DikFortsetzllugderSerstelgk- von Fenstern, gäben unb Thüren, lUUlJ sowie ein Bauplatz wirb Mittwoch de« 2. Sept., Nachm. 2 Uhr, stattfinben. 7751 Frau Hei« Steinstraße 73. ^^mpfbhlungen^^ Neues vorzügliches Sauerkraut empfiehtt 7461 C. Roth II., Aaüttzorstr. 5. Neue Linsen eingetroffen. 7542 Robert Stuhl, Neustadt 23. Kaufgesuche. I ~ JMT Bis zum 1. Oktober gebt« wir unser Ladengeschäft auf und verkaufen deshalb sämmtliche Kurz- und Wollewaaren, Unterziehjcuge, Corsets, Kragen, Manschetten, Shlipse, Strümpfe, Handschuhe u. s. w. zu und unter Selbstkostenpreisen. Rothamel & Petry, Bahnhofftratze 31. NB. Mache« noch besonder» darauf aufaeerksam, daß dieser ««»verkauf ei« reeller uud nicht mit deuteuige« der Wanderlager r« verwechsel« ist. wir auch aieMai» die sogenannte« Lchleuderwaare« geführt, auch letzt «Uyt »«gelegt haben; <» ist de»halb Jeder«««« güustige »«. legenheit geboten, wirklich gute Maare« A« billige« Preise« »u kaufe«. öe Oe 6084 geed« | 22. 8. 29 8. 4 4 8*/, 8 4 4 8 7. 87, Siaaispastierk. Deutsch« D. ReichS-Anl. 105.80 105.10 105.50 104.80 p io eo co Rum. am. Rte. Ruff.Obl.v.80 Schwed. Obl. . do....... 99.90 102.90 102.80 101.30 99.80 102.80 102.70 101.40 4 4 47, Liffabon. . . . Rom n—VIII Buenos - Aires v. 1888 . . . 71.40 87.— 81.60 71.- 86.75 81.60 4 3 4 3 Prag-Duxl891 Raab-Oed.v.91 Rudolfb. Gold Jtal. gar.E.B. 100.15 81.10 103.70 53.— 100.10 81.30 103.- 53.- 4 4 87, 4 Pr. H.-Act. alte Pr.H.'Actmeue do....... Goth.unk.1903 101.60 103.— 101.30 104.— 101.40 102.90 101.20 104.— do.Südb.(Lb). Oest. Rdw.llLI. Gotthardbahn. Schwz. Central Echwz. Nordost JU.Mittelmeer Pr.Henri(Lxb.) Imiiii. fuft in VTorctyat Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau Reg. . Cdln-Minden. Th. 100 iRabrib 89.— 165 70 138.60 136.70 89.7s 288 — 166 20 138.- 138 — do...... Preuß.ConsolS do....... do....... Bad. et>Dbl. v. 1886 . . . Bapr. Tt.rObl. do. Eiib. Obl. Brem.St.-Anl. 99.50 105.75 104.95 99.80 104 9a 105.05 105.15 99.45 105.5t 104 75 99.75 105.— 104.30 104.30 5 5 4 5 1 1 4 4 41/, Serb.Gld.-Rte. do. Tab.-Rte Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. bo.conD.Lit.C. do. Lit.D. Ung. Gld.-Rte. do.Kron.-Rte. do. E. B. Gold 64.30 92.— 20 — 104.35 100.25 64.3t 94.— 20’35 104.2t 100.35 37. 37, 37, 37, 4 Stndeehrl.ARt. do.S.-Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb.-virst. Grfl. S.-Laub. tifmb.-lriitil. Deutsch«. Hess. Ludw. v. 100.25 91.80 100.50 9L70 3 4 5 4 4 5 47, 3 3 Livorneser. . . Sicil. v. 1891 ToScanische. . Ruff. Südwest Rjäsan UraI6! Anatolische B. Portug. v. 89 . do. v. 1886 . . Salon.-Mon. . 57.50 88.50 88.75 102.85 102.80 66.80 65.50 35.45 54.10 57.05 88.30 88.70 102.85 102.9( 86.70 66 — 35.65 54.60 5 4 liinft Obi. Buderus E.W. Eisenb. Rtenbk. fuk-Xdim. DtscheReichsbk. Frankftr. Bank Verl.HdlSges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank 102.20 102.— 159.25 180.10 153.70 155.40 187.10 102.90 102.— 159.30 180.70 152 95 155.90 186 90 94 — 92.20 145.70 155.70 140 55 93.90 92.- 146 JO 155 45 11850 140 50 v. 1892 . . . 102.50 102.60 v.1889 . . . 105.31 105.45 1868 69 . . 100.20 100.15 IftHblrrUfr. DiSct.-Eomm. 209.80 208.80 3 87. tzamb.St. Rle. 5 Arg. inn. Anl. 63.70 63.60 4 bo.0.1874 . . — 100.20 4 D.Grndschuld- Dresdner Bank 159.90 159.60 Mein. Th. 100 Oefterr v 1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Graz 100 Türk. fr». 400 liiHtiil. (siff 187 50 138 25 v.1893 . . . 102.40 102.30 47, do. auß.v.1888 57.— 56.60 4 bo.D.1875,78 100.20 100.15 bank V-VI 104.80 104.60 Mitteld. Cr.Bk. 111.20 111.45 128 90 128 80 4 tz-si. St.-Obl. 104.50 104.55 6*s ChinesischeAnl. 106.— 106.3t 37, do....... 99.90 100.- 4 do. I-ll 101.— 101.- Oest.Crd. Anst. 810.» 6 312.» , 129.50 129.15 87, 5 do....... »"»ländisch«. Griech.E. v. v 1890 . . . . 103.60 30.20 103.40 30.30 4 6 5 3 Egyptische unif. Mexic. v. 1890 do. Eisenb. . do. Silber. . 105.75 91.85 82.85 25.60 105 35 92.40 83.80 25.55 47. 4 4 Homburger!. . Pfälzer Rordb. «usländtsch«. Elisab.-B. stfr. 103'75 108.70 103.50 103.35 r- 87, 4 do....... Fkf.tzyp-vk.M do....... do. Hyp. Cred. 101.20 103 — 101.50 101.10 101.— 103.— 101.50 101.1t llUtrihM« Rordd. Lloyd . HöchsterFardw. Bochumer Guß Dortm. Union. Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. 8er. König»- u. 112.10 480.80 161.10 112.50 429.8t 166.30 31.65 94 50 82.41 4 6 8 do. Mon -Kni 3taL Rte. St 1000—4000 33 60 87.60 52.20 33.70 87.5t 58.50 CO CO Li-die «bl. Franks, v. 1893 Darmst. 88 94 103- 103.30 101.45 4 4 3 KaschauDderb. v. 1891 . . . Lombardische . Lombardische . 102.85 101.80 73.25 102.10 101.80 73.2t 4 87, 4l , 4 d 1905un!S27 6 29 ... Ldw.Ered.-Bk. Hamburg. Hyp. 104.90 101.20 103.— 100.70 104.90 101.20 103.- 100.65 42.40 177.80 161.— 43.70 17-».- 162.20 Ansbacher ft. 7 Augsburg. , 7 Brschw.Thlr20 43.10 24.90 105.60 24 70 105.50 Oest. Gold Rte 108 — Finnland. , 10 Freiburg, f«. 15 4 105.- 104 9s 3‘ Gießen . . . . 102.20 102.2t 5 Oest. Staatsb. 117.05 1’7.10 4 do. unk. b. 1900 103.— Laura . . . 156.20 159.40 29.50 4' O«st.SUd.-Rtü. Oefterr.Localb. 86 7( 86.8' 37 Mamz..... 101 20 4 105.— 104.8b 3‘ , do....... 101.25 101.25 8 4 Offenb. 0.1892 104.68 104.60 3 do.I.-VUI.Em. 96.- 96 — 1 Mein. 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