Nr 152 Erstes Blatt. Mittwoch de» 1. Juli 189« Der A«reig«r erscheint täglich, artt Ausnahme deS Montag». Die Gießener M»«itie«StS1ler werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. vierteljähriger X. AVonnement5preiss 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Txpeditio» und Druckerei: Kchntgruje Ar.H» Fernsprecher 51. < Aints- und Anzeigeblatt für den Ureis Gietzen Hratisöeitage: Hießener Kamitienötätter Amtlicher Theil erholt. Goldregen ist bekanntlich starkes Gift. Nach wieder Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» salzenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. ~ 1 Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. gegebenen giltigen Stimmen: v. Saff JaworSki-Lippinken (Pole) 4612 und Holtz-Parltn (RetchSp.) 4598 Stimmen. Esse« a. d. Ruhr, 29. Juni. Die „Rheinisch-Westfälische Zeitung" meldet: Heute Vormittag fand auf der Villa „Hügel" die Enthüllung deS Standbildes des chinesischen VicekönigS Li-Hung-Tschang statt. Krupp betonte in einer Ansprache die freundschaftlichen Beziehungen Chinas und Deutschlands. Hierauf wurde die Kruppsche Fabrik eingehend besichtigt. Abends findet auf der Villa Hügel ein Festmahl zu 90 Gedecken statt. Bochum, 29. Juni. Von Li-Hung-Tschang ist heute die telegraphische Nachricht eingegangen, daß er zu seinem lebhaftesten Bedauern von dem für Mitte dieser Woche zu- gesagteu Besuche Bochums auf dringenden Rath seiner Aerzte absehen muß. WtlkeSbarre (Pennsylvanien), 29. Juni. Infolge Ein- sturzeS eines DacheS in einer Kohlengrube bei Pittston wurden etwa 100 Bergarbeiter verschüttet; man befürchtet, daß Alle umS Leben gekommen find. _ CocoUs tmb protHiQkUef# Gieße«, den 30. Juni. * * Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädtgst geruht, dem Bürgermeister Josef Decher zu Seibelsdorf das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" und der Gemeindehebamme Elisabetha Selzer zu Angenrod die Silberne Medaille des Ludewigs-Ordens zu verleihen. * * Die vom Kaufmännischen Verein nach Salzhausen beabsichtigte Partie gelegenrlich eines Sommerfestes wird am Sonntag nicht nach dort, sondern nach Bad-Nauheim auSgesührt. • * Vorsicht mit Kindern! Gestern Nachmittag hatten am Seltersweg wohnende Eltern ihre Kinder mit dem Mädchen tieuvfte tlatbricbttH Wolff« telegraphische« Korrespondenz-Bureau. Berlin, 29. Juni. Der Kaiser verlieh den Söhnen deS 1880 verstorbenen Generalarztes Robert Wilms, Premier-Lieutenant Ernst und Regierungsaffeffor Robert Wilms den erblichen Adel. Kiel, 29. Juni. Der Kaiser wird auf der diesjährigen Nordlandretse von folgenden Herren begleitet fein: HauSmarschall Freiherr v. Lyncker, Admiral ä la suite und Contre-Admiral Freiherr v. Senden-Btbran, Chef des Marine-CabinetS, General ä la suite Generalmajor v. Kessel, Flügeladjutanteu: Oberst v. Scholl, v. Moltke, stellvertretender Abtheilnngschef im Militärcabinet, Major Graf v. Moltke, Botschafter Graf Philipp zu Eulenburg, Gesandter v. Kiderlen- Wächter, Intendant v. Hülsen, Graf Görtz, Prof. Saltzmann, Prof. Dr. Güßfeldt und Generalarzt Prof. Dr. Leuthold. DaS genannte Gefolge schifft sich am 1. Juli in Wilhelmshaven an Bord der Kaiserjacht „Hohenzollern", an welchem Tage der Kaiser bekanntlich die diesjährige Nordlandreise von Wilhelmshaven aus antritt. Rendsburg, 29. Juni. Die „Hohenzollern" mit Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin an Bord passirte, gefolgt von dem Kreuzer „Gefion", hier um 2 Uhr, von einer großen Menschenmenge lebhaft begrüßt. Ihre Majestät die Kaiserin befand sich an Deck und dankte unausgesetzt für die dargebrachten Huldigungen. DaS Wetter ist stürmisch «nd regnerisch. Schwetz, 29. Juni. Nach amtlicher Feststellung erhielten bei der am 25. d. MtS. im Reichstagswahlkreise Schwetz stattgehabten Reichstagsersatzwahl von 9227 abin die Süd-Anlage geschickt. Der 4V2iäIjdge Knabe spielte in dem schattigen Wege am Schoorgraben, als sich bei dem Kinde Plötzlich Uebelkeit und Erbrechen einstellte. Eiligst wurde der Heimweg angetreten und hier stellte es sich heraus, daß der Junge von dem massenhaft in der Süd-Anlage liegenden Goldregen-Samew gekaut hatte, einem gegebenen Brechmittel hat sich das Kind bald Deutsches Reich. Berlin, 28. Juni. Der Reichstag hat Ende voriger Woche die Spectalberathung des Bürgerlichen Gesetzbuches, welche im Ganzen acht Sitzungen erforderte, zum Abschluß gebracht. Die Vorlage weist in ihrer jetzigen Gestalt gegenüber der CommtsfionSfaffung keine ttefeinschneidenden Abänderungen auf, von dea zahlreich gestellten Abänderungsanträgen find die allermeisten abgelehnt worden; am Dienstag hat dann der Reichstag das Bürgerliche Gesetzbuch in dritter Lesung durchberathen und im Wesentlichen nach den Beschlüssen zweiter Lesung angenommen. Somit ist es also doch gelungen, das große gesetzgeberische Werk noch vor der sommerlichen Vertagung deS Reichsparlaments unter Dach und Fach zu bringen, und mit dieser an sich jedenfalls nur erfreulichen Thatsache werden sich Diejenigen wohl oder Übel abzufinden haben, welche aus diesem oder jenem Grunde die Verschiebung der vollständigen Durchberathung deS Bürgerlichen Gesetzbuches bis zur nächsten Wtntertagung des Reichstages befürworteten. Mit dec Annahme des Bürgerlichen Gesetzbuches durch den Reichstag ist eine Riesenarbeit gekrönt worden, zu welcher die einleitenden Schritte bereits vor 23 Jahren erfolgten, denn 1873 trat die erste Commission juristischer Vertrauensleute der verbündeten Regierungen zur Fertigstellung eines Entwurfes des Bürgerlichen Gesetzbuches zusammen. Nach 14 Jahren war derselbe ausgearbeitet, er wurde 1888 veröffentlicht und zwei Jahre später zahl- reichen praktischen Juristen zur Begutachtung unterbreitet, worauf 1891 eine neue Commission zur zweiten Lesung des Entwurfs zusammentrat. In den vier Jahren, welche letztere Commission zu ihrer Arbeit gebrauchte, erfuhr der Entwurf eine gründliche Umarbeitung, die Retchstagscommission ihrerseits unterwarf den neuen Entwurf deS Bürgerlichen Gesetzbuches zahlreichen Abänderungen, nunmehr hat die hochwichtige Vorlage die Parlamentarische Genehmigung erhalten. Sicherlich enthält das Bürgerliche Gesetzbuch selbst jetzt noch Mängel und Fehler, dieselben können jedoch mit der Zeit ausgemerzt werden, erlangt aber ist jetzt neben der nationalen und politischen Einheit Deutschlands auch dessen bürgerliche Rechts- einheit und der Reichstag kann mit dem stolzen Bewußtsein in seine Sommerferien gehen, dieses große Werk zur glück- lichen Vollendung gebracht zu haben. nommen haben, anläßlich der großen Truppenschau zu Long- champs vom Präsidenten Faure Mtlitärkreuze. Berlin, 30. Juni. Der Kaiser hat dem Comito des AuSsichtS-ThurmeS in Metz aus seiner Privatschatulle ein Gnadengeschenk von 4000 Mark auszahlen lassen. Berlin, 30. Juni. Zu der Blättermeldung, durch kaiserliche CabinetSordre an die commandirenden Generale des 15. und 16. Armeecorps in Straßburg und Metz seien in Elsaß-Lothringen verschiedene neue militärisch e Schutzmaßregeln gegen die in letzter Zeit häufiger vorgekommenen Spionagen eingeführt worden, schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.", daß für alle Festungen und Garnisonen derartige Maßnahmen in Anwendung find. Von Verschärfungen der Bestimmungen bet dem 15. und 16. Corps sei indeß keine Rede. Berlin, 30. Juni. Gegen die Reichstagsbeschlüsse zu den Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuches, welche die Rechte der Frauen betreffen, nahm eine Protestversammlung deutscher Frauen, welche gestern Abend hier tagte, Stellung. Zahlreiche Zustimmungstelegramme liefen ein. Die Versammlung nahm einstimmig eine Protest- Resolution an. Berlin, 30. Juni. DaS Theater „Alt-Berlin" stellte wegen zu schlechten Besuchs seine Vorstellungen ein. Berlin, 30. Juni. Dem „Vorwärts" zufolge verurtheilte das Landgericht Leipzig gestern die Soctaldemokraten Schier- mann und Bockmann wegen Beleidigung des sächsischen Ministeriums durch ein Flugblatt an daS sächsische Volk zu je vier Monaten Gesängniß Berlin, 30. Juni. Nach einem Telegramm der „Berl. Neuest. Nachr." aus Pretoria ist dort von der angeblichen Absicht der Transvaal-Regierung, eine Million Mark behufs Uebernahme des Eisenbahnbaues im Orange-Freistaat auf dem deutschen Markte anzulegen, nichts bekannt. Rom, 30. Juni. Der zum NeguS abgegangene Abbs Wersowitz schreibt, die Zahl der gefangenen Italiener sei unheimlich zusammengeschmolzen. Viele seien dem Fieber erlegen. Die Selbstmorde nähmen erschreckend zu. Brüssel, 30. Juni. Ja Regierungskretsen beschäftigt man sich ernstlich mit der Möglichkeit eines s o cialistischeu Wahlsieges. In Brüffel werden die umfassendsten Vorkehrungen getroffen. In dem letzten, unter Vorsitz deS Königs stattgefundenen Minifterrath, soll diese Eventualität berathen worden sein; die Socialisten sprengen alle Wahlversammlungen unter dem Rufe: Es lebe die Commune. Paris, 30. Juni. Am Schluffe der gestrigen Kammer- fitzung warf ein ehemaliger Communalbeamter, Namens Francois Clery, etwa hundert Exemplare einer Protestschrift in den Saal, deren Inhalt sich gegen mehrere seiner früheren Vorgesetzten richtet, mit dem Rufe: Hoch die Preßfreiheit. Clery wurde verhaftet. WB. Reichenberg, 30. Juni. In der Baumwollspinnerei von Liebig brach heute Morgen 8 Uhr Feuer aus. Die Arbeiterinnen flüchteten über das Dach und find jedenfalls in den Flammen umgekommen. Acht werden vermißt, zwei find als Leichen aufgefunden worden. Eine Arbeiterin fiel durchs Dachfenster und verletzte fich lebensgefährlich. DaS Feuer ergriff noch zwei Wohngebäude. Der Schaden ist sehr groß. Deprschs» bs« Bsreas „(wreE)'. Berlin, 29. Juni. Der Kaiserin hat der Königin Victoria von England ein kostbares Geschenk überreichen lassen, welches in der königlichen Porzellan Manufactur her- gestellt worden ist. Berlin, 29. Juni. Der Riesen-Fesselballon in der Gewerbeausstellung ist heute mitten entzwei geplatzt. Unfälle find dabei nicht vorgekommen. Berlin 29. Juni. Um den 100. Geburtstag Kaiser W-rhelms 1. weihevoll zu feiern, hat sich hier ein Comtiö gebildet, an dessen Spitze General v. Nasse und Chef- redacteur Johannes Trojan stehen. Im Anschluß an die Enthüllung des National-DenkmalS an der Schloßfreiheit wird ein historischer Festzug, an dem fich die gesummte Bürgerschaft beteiligt, stattfinden. Ferner find FestgotteS- dienste, öffentliche Schulfeiern, Milttär-Concerte, Kinder-Fest- Vorstellungen, Fest-Versammlungen, Illumination, sowie ein Fackelzug geplant. Einheitliche Feierlichkeiten in allen deutschen Orten werden veranlaßt werden. Berlin, 29. Juni. Der Gouverneur von Ostafrtka, Major v. Wißmann, traf am Sonntag mit feiner Gemahlin aus der Schweiz hier ein. Heute Mittag machte er feinen ersten Besuch im auswärtigen Amt. Nach einigen Tagen gedenkt er sich nach Lauterburg im Harz zu begeben. Berlin, 29. Juni. Der „Nationalzeitung" zufolge ist an wohlunterrichteter Stelle bisher von dem Tage der An- kunft des Zarenpaares in Berlin nichts bekannt geworden. »erli«, 29. Juni. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." vernimmt, wird die dritte Lesung des Bürgerlichen Gesetz- buche- im Reichstage zwei Sitzungen in Anspruch nehmen. Am Donnerstag soll die dritte Lesung des Margarinegesetzes auf die Tagesordnung kommen, an welchem Tage frühestens Vertagung eintritt, die fich bis znm 10. November erstreckt. Kiel, 29.Juni. Prinz Ludwig von Bayern traf, von Hamburg kommend, mittelst Sonderzuges heute früh 9 Uhr 15 Min. hier ein, bestieg die bereitliegende Dampf- Pinafle und fuhr nach der „Hohenzollern", wo das Kaiser- paar, sowie Prinz und Prinzessin Heinrich ihn erwarteten. Der Prinz trug einen hellgrauen Uniforwmantel und einen Helm mit weißem Federbusch, den er beim Besteigen der Pinasse mit einer Mütze vertauschte, da gerade eine heftige Regenböe einsetzte. Der Prinz hatte den schwarzen Adlerorden angelegt. Nach einstündigem Verweilen verließ Prinz Ludwig die „Hohenzollern" und fuhr dtrect nach München. Rom, 29. Juni. Crispi demeutirt abermals die Blättermeldung, daß er fich vom politischen Leben zurückziehen werde. Er erklärt, er wolle bis zum letzten Athemzuge auf der Bresche bleiben. 4 Rom, 29. Juni. In der Kammer wird die Pension CriSpis deßhalb angegd^ Vwerden, weil er die Verbannung von 1848 bis 1860 c • *)net hat, obwohl bereits im Jabre 1849 die Am^'^° war, so daß CriSpi hätte zurückkommen könm" Innung wird deßhalb als « das d-m°krat«ch- W-.k d-s (Son. aufA/°ung d--Papste- in Genua st°"ge'^^3^^1892 Pari8^29. Jnui. Am 14. Juli erhalten t an d°r Sjpebitton nach SD?aiagaÜ>Ce ®oralen. Bekanntmachung. Die Maul- und Klauenseuche zu Steinbach ist erloschen und sind die verfügten Sperrmaßregeln aufgehoben. Gießen, den 30. Juni 1896. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gag er n. • 8n8 Lothringen, 25. Juni. Die Staatsanwaltschaft hat gegen die beim Landgericht Zabern erfolgte Freisprechung der Polizetdtener Grau und Hackel von Saarburg, die an- geklagt waren, den im Arreftlocal zu Saarburg verhungerten Bettler Stich eiugesperrt und dann vergessen zu haben, Berufung eingelegt. * Paris. 29. Juni. Bet dem gestrigen 24ftüudtgen internationalen Radwettfahren erhielt der Franzose Rivierra den ersten, der Engländer Williams den zweiten, der Franzose Buffet den dritten und der Deutsche Stein den vierten Preis. Zurückgelegt wurden 759 Kilometer. * Da8 böse Fahrrad. Das Fahrrad hat'S gethau — so lauten die Klagen tu Frankreich und in Amerika. Die „Gießener Anzeiger" über den Ausflug nach Manzenberg und Arnsburg, zu welchem der Vorstand des Oberhesfischea GeschtchtßvereinS seine Mitglieder etogeladeu hatte, bedarf noch einiger Ergänzung. Von Mitgliedern deS Oberhesfischen Geschichtsvereins waren sieben erschienen, dazu kam noch eine Dame und ein Freund deS Vereins. Der Vorstand glänzte durch Abwesenheit. Der Hanauer GeschichtSverein hatte die Theilnahme deS Oberhesfischen GeschichtSvereiuS angeregt und der Vorstand diese angenommen- da hätte mau doch erwarten dürfen, daß mindestens ein Mitglied deS Vorstandes sich eingefunden hätte, um den befreundeten Verein zu begrüßen, sowie die Führung der Besucher und die Erklärung der zu befichtigenden Baudenkmäler zu übernehmen. Der Vorstand zählt reichlich Mitglieder und muß doch genug Fühlung unter sich haben, um eine solche nicht übertriebene Forderung erfüllen zu können. Daß sich tu Herrn Dr. Rö sgeu von Laubach ein Führer fand, wie man sich ihn nicht bester wünschen konnte, ist nicht daS Verdienst deS Vorstandes, welcher mit der Einladung zur Theilnahme seine Thätigkeit für den gemeinsamen Ausflug erschöpft zu haben scheint. Wenn es in der Einladung hieß: „Fahrgelegenheit nach Münzenberg 93/< Uhr", so ist die- insofern richtig, als die 56 erschienenen Hanauer für sich zwei Leiterwagen und fünf andere Wagen bestellt hatten, auf denen durch die liebenswürdige Zuvorkommenheit der Hanauer 2 oder 3 Herren aus Gießen Platz fanden- Sonst war keine Fahrgelegenheit als die mit der Hand über den Arm." *• Vorträge über Kaiser Wilhelm I. Aus Plön, 27. Juni, meldet die „K. Ztg.": Seit Mittwoch den 24. Juni weilt hier der GeschichtSprofestor Dr. Wilhelm Oncken aus Gießen, um im Allerhöchsten Auftrag den beiden ältesten Söhnen des Kaisers Vorträge zu halten über Wilhelm I. Die drei ersten Vorträge, die zu anderer Zett fortgesetzt werden sollen, haben in dem großen Saale des SchlosteS ftattgefunden, in welchem ehedem die Dänenköntge Christian VIII. und Friedrich VII. im Sommer zu wohnen I pflegten, und besten weite, helle Räume seit 1868 als CadettenhauS dienen. Zu den Borträgen erschienen außer I den Prinzen und ihren Erziehern die 150 Cadetten sowie die Lehrerschaften deS Cadettenhauses und des Gymnasiums I mit ihren Familien. ** verichtigung. Der mit dem 11. Preis auf dem Gautarnfest in Büdingen ausgezeichnete Turner Carl Höri ist nicht aus Bad Nauheim, sondern aus LaunSb ach. •• Zehn Gebote für Badende und Schwimmende. 1. Bei heftigen GemüthSbewegungen bade nicht! 2. Bei eintretendem Unwohlsein oder dauerndem Uebelbefinden bade nicht! 3. Nach durchwachten Nächten und übermäßigen Anstrengungen bade I nicht, bevor du nicht einige Stunden geruht hast! 4. Nach reichlichem Genuß von Speisen und besonders von geistigen I Getränken bade nicht! 5. Den Weg zur Badeanstalt lege in mäßigem Tempo zurück! 6. Bet der Ankunft erkundige Dich nach der Temperatur, Tiefe und Strömung des Wassers! 7. Entkleide Dich langsam, gehe dann aber sofort ins I Wasser! 8. Springe mit dem Kopfe voran in'S Wasser I oder tauche wenigstens schnell unter! 9. Bleibe nicht zu lange im Master, zumal wenn Du nicht sehr kräftig bist! 10. Nach dem Bade reibe den Körper tüchtig zur Besörder« ung des Blutumlaufs, kleide Dich rasch an und mache Dir eine mäßige Bewegung! «• Unfall Beim Kirschenbrecheu auf dem Trieb fiel gestern Nachmittag ein junger Mann von der Letter und brach einen Arm, auch erlitt er noch wettere Verletzungen im Rücken. * • Wege» Vergehens gegen § 183 deS R Stt.-S. wurde heute Vormittag ein dahier wohnhafter Arbeiter verhaftet. • • Mau schreibt un«: „Der Bericht in Nr. 147 deS • Frankfurt a. M., 29. Juni. Bei der heutigen ivter- I nationalen Ruder-Regatta (zweiter Tag) gewann der „Mainzer [ Ruder - Verein" in glänzendem Stege den Kaiserprets. Zweiter wurde die „Frankfurter Ruder-Gesellschaft Germania", Dritter der Studenten Ruderveretn „Triton", Utrecht, I Vierter der Mannheimer Ruder-Verein „Hmicttfo“. Der Mainzer Ruder-Verein war auch im vorigen Jahre Sieger dieses Wanderpreises. — In dem Einser-Rennen um den Preis von der Gerbermühle (Wanderpreis) siegte Fritz Trendel vom Berliner Ruder-Verein von 1876 gegen den „Mainzer Ruder-Verein". * Esten, 26. Juni. Für die Errichtung eines Kranken- Hauses hat Geh. Commerzienrath Krupp 600,000 Mk. geschenkt. * Flinke Heilung. In Neunkirchen kam jüngst ein Vater mit feinem Söhnchen, einem strammen Bengel von 12 Jahren, zorvbebend zum Arzte und verlangte ein ärztliches Zeugniß, weil der „arme Bub" in Folge einer tu der Schule erlittenen Mißhandlung vollständig das Gehör verloren habe. Bei der Untersuchung verhielt sich der Junge ganz still. Er schien den lautesten Ruf nicht zu verstehen und erklärte, nichts hören zu können. Der Arzt ließ ihn daS Kopftuch abuehmen, untersuchte die angebliche Verletzung des Trommelfells mit dem Ohrensptegel und sprach dann im leisesten Flüstertöne zu seinem Gehilfen: „ES scheint inwendig Alles — Londorf, 27. Juni. Neuester Bestimmung gemäß ist die Eröffnung der Nebenbahn Grünberg—Londorf um einen weiteren Monat htoauSgeschoben, so daß erst am 1. August der Betrieb seinen Anfang nehmen wird. Veranlassung hierzu bot die Verzögerung in der Fertigstellung der Stationsgebäude. — Der Gesangverein „Frohsinn" da hier, welcher für sein großes Sängerfest am 5. und 6. Juli auf die neue Bahn sicher rechnete, hat eine Petition an Grohherzogl. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Nebenbahnen, gerichtet, um zu erreichen, daß wenigstens eine Personenbeförderung auf der neuen Bahnstrecke statt- finden möchte. — Die Land post soll von hier nach Grün- berg auch nach der Eröffnung der Nebenbahn zunächst in der seitherigen Weise weiter verkehren, da ein Vertrag zwischen Bahn- und Postverwaltung an der Höhe der in Frage kommenden Vergütung scheiterte. X. Butzbach, 29. Juni. Am Sonntag den 5. Juli stndet hierfelbst der zweite Kreisfeuerwehrtag des Kreises Friedberg statt. Morgens um 8 Uhr wird in der Turnhalle die Instruction für die Commandanten des Bezirks Butzbach auStzegeben, um 11 Uhr findet eine Beratung in der landwirtschaftlichen Halle statt, der fich ein gemein- sameS Essen daselbst anschließt. Sehr interessant wird die auf Nachmittags angesetzte Vorführung der Fretw. Feuerwehr Butzbach, bestehend in Fuß- und Geräthe-Uebungen, sowie ein Brandangriff sich gestalten, dem fich ein Concert an- schließen soll. Salon Ausstellungen in den Champs-Elysees und dem Mars- felde werden schlecht besucht- wcShalbk Weil jung und alt, statt auf behäbigem Spaziergange vor den Bildern Station zu machen, jetzt auf flüchtigem Rade nach dem Bois de Bou- logne enteilt, um im Chalet du Cycle eine Limonade zu trinken. In Amerika wird die neue Erfindung von Uhrmachern, Juwelenhändlern, Kneipwirthen, Schneidern, Theater- directoren und Tabakoerkäufern verwünscht. Früher war des Knaben Belohnung eine Uhr- jetzt bittet er sich vom Vater ein Fahrrad aus. Sehnten die jungen Damen fich bisher nach Goldschmuck und Toiletten, nunmehr steht ihr ! Dichten und Trachten nach einem Fahrrad. Die Schneider setzen hauptsächlich nur noch Fahrradcostüme ab, und daran ist nicht viel zu verdienen. Dem Fahrradler soll ferner das Rauchen lästig und schädlich sein- daher werden Cigarren, Cigaretten und Pfeifen ersetzt durch Zuckerstengel und Pastillen : der Zuckerbäcker hat den Gewinn. Aus siebzig Millionen Cigarren wird schon jetzt der Ausfall im Tabakbudget geschätzt. Starke Getränke find auch verpönt- beim Kneip- wirth kehren daher die Radler seltener ein. Mit am lautesten jammern wohl die Bühnendirectoren- es entgehen ihnen sowohl die verliebten Pärchen, die ehedem mit Vorliebe die Musentkmpel aufsuchten, als aur> eine Menge regelmäßiger Kunden, die früher ihre Abende im Theater verbrachten. Sie alle haben ein Losungswort: „Das Fahrrad ist der Feind." * Daß Zett Geld ift, und Zett sparen daher Geld spare« heißt, die Wahrheit dieses amerikanischen Sprichwortes wird auch den einsichtsvollen deutschen Hausfrauen immer mehr klar und führt sie zur Anwendung dieses Sprichwortes für das Gebiet, wo sie herrschen, für die Küche. Die Fray- Bentos Zungen, die ihnen die Möglichkeit geben, rasch ohne viel Mühe treffliche warme Gerichte, gute Gemüsebeilagen und wohlschmeckende Abendschüsseln herzustellen, sind von ihnen mit Recht daher geschätzt und viel gebraucht. Der Geschmack der Fray-BentoS-Zungengerichte ist ein tadelloser und kräftiger, wenn daS Gelee, in dem die Zungen liegen, entweder zur Bereitung der - Saucen oder als Belag tote beim Aufschnitt von Kalbsbraten verwandt wird. In keinem practisch geführten Haushalt sollen deshalb Fray-Bentos- Zungen fehlen. Citeraiur und Kauft — Dem Kaiser Wilhelm - Denkmal aus dem Kyff- häuser, das am 18. Juni d. I. enthüllt wurde, ist das soeben er- ! schienen« Hrst 21 der „Modernen Knust- (Verlag von Rich. Bong, Wien - Benin - Leipzig) vorzugsweise gewidmet In vorzüglichsten Zeichnung n von Fritz Gehrke und einem sehr interessanten Text von Dr. Natge wird von der großartigen Denkmalsanlage und ihren Einzelheiten eine ausgezeichnete Anschauung geboten. Bemerkenswerth sind die Angaben über die Gesammtmassen des Monument«: fie betragen 25 000 Cubikmeter mit einem Gewicht von 62,5 Millionen Kilogramm oder l«/< Millionen Cmtnern. Dies- Mauermassen würden hinreichen, um eine Stadt von etwa 5000 Einwohnern zu erbauen. Auch die Dimensionen des Reiterstandbildes Kaiser Wilhelms I. sind sehr bedeutende. Roß und Reiter mitiammt den beiden Nebenfiguren der „Geschichte", und des „Germanen", die in 2 bis 3 M llimeter starken Kupferplatten getrieben sind, wiegen 16800 Kilo oder 336 Centner. Die Höhe de« Reiters bis zur Helmspitze beträgt 9.70 Meter, von denen 1.30 Meter auf den Kaiserkopf und 3.20 Meter auf die Länge eines BeinS entfallen. Die Länge des PferdeS mißt nicht weniger wie 8,46 Meter. So ist das Denkmal auch in feinem Umfange dn außergewöhnliche« Werk, wie solche nur wenige auf deutschem Boden erstanden sind Weiter enthält das Heft eine Fülle vortrefflichen Stoffs in Wort und Bild und erweist sich seinem ganzem Inhalte nach auch dieses 21. Heft der „Modernen Kunst" als eine vortreffliche, von feinstem Geschmack und frischem Leben getragene Gabe, die erklärlich erscheinen läßt, warum gerade diese Zeitschrift die geschätzteste und beliebteste in allen feinsinnigeren Kreisen sämmtlicher Eulturstaaten der Erbe ist. — Im Verlag der „Romanwelt", Berlin-Charlottenbura erschten soeben „Dörgerpack" von R. Bredenbrücker. 242 S in 80. Broschin Mk. 2.-. Elegant grd. Mk. 2.50. Ein neuer Verlag und ein neuer Autor treten am den Schauplatz. Dieser — es ist der „Verlag der Romanwelt" — hat in der aparten Ausstattung, den originellen und fein getönten Buchumschlag, dessen siter- stücke von Letstikov herstammen, etwas Geschmackvolle« geliefert. Der neue Autor ist Richard Bredenbrücker, sein Werk beißt „Dörgerpack" dies st der wunderliche Ausdruck für die fahrenden Leute, die heimatlosen, die Paria« der Dörfler. Aus ihrem Leben entrollt da« Buch lebensechte ©eenen und gtebt anschauliche Typen. Unnachahmlich getreu ist der Dialeet der Berge getroffen und genau so ge, treu spiegelt fich die Lorstellungs- und Gefühlswelt ihrer Menschen wieder. Ein frischer Humor weht durch daS Buch, ungekünstelt und lebendig. Die geleckte Salontirolerei ist hier durch die Natur siegreich überwunden. m , -Der kleine Stephan", ein HUfsbuch für« Publikum, Band II, erschien soeben im Verlage von Gerhard Kühtmann in Dresden in 6. völlig neubearbeiteter und ergänzter Auflage. Das Bändchen enthält ein Zonenverzeichniß zur Berechnung des Poftpacket- und GeidbriefportoS innerhalb Deutschland« und zur zweckmäßigen Anwendung der bezüglichen Po st Vorschriften und umfaßt sämmtliche Postorte mit Angabe de« Landes, Verwaltungsbezirks und der amtlich vorgeschriebenen Bezeichnungen zur Unterscheidung gleichlautender ober gleichnamiger Orte, sowie eine besondere Zonentabelle für den betreffenden Ort. Die Einrichtung de« Büchleins ist eine höchst einfache und brauchbare und trägt dem Bedürsntffe deS Publikums nach einem practischen Portorechner in vollem Maße Rechnung. DaS Zonenverzeichniß ist — eine Hauptsache bet einem derartigen Tabellenwerke — mit der größten Sorgfalt und Genauigkeit bearbeitet und hat-sich dasselbe auch stets als durch- aus zuoerläsfig errotefen. Al« ein Bewei« hierfür fei erwähnt daß fich z. B. eine Firma in Darmstadt auf Grund des Zonenoer,eich'nisie« seitens der Post 80 Pfennige zurückoergüten lassen konnte da sie an der Hand de« „Kleinen Stephan" nachwies, daß ihr für zwei Poft- Frankfurt a. M., 29. Juni. Ein grausiger Fund, der auf einen Mord oder Todtschlag schließen läßt, ist in der Nähe de« GutleuthofeS gemacht worden. Dort fand mau nämlich vorgestern spät Abends nicht wett vom Main- ufer, mit Schilf bedeckt, die Leiche eine« etwa 35 Jahre alten, dem Arbeiterstunde angehörigen Manne«. Die Leiche dte, na» ihrem Kniffen ,u fmiefeen, schon etwa zwei M°! nn« dn gelegen haben mag und keinerlei Anhali,punkte über Mt Per on au,wie«, wurde dem S°chsenhLu,er Friedhoie überwiesen. I ruinirt zu sein- ich kann aber nicht ordentlich Hinsehen. Bringen Sie mir einmal ein Messer, damit ich das Ohr abschneide!" Kaum hatte er dies gesagt, so entwand fich der I taube Knabe blitzgeschwtnd seinen Armen, stürmte heulend I vor Angst zur Thür hinaus und ließ den Vater allein bei I dem schrecklichen Doctor. Beschämt griff der Vater in die Tasche und zahlte mit sauersüßer Miene drei Mark für die glückliche Heilung. Dann schlich er davon und brummte noch I in den Bart: „Die halten alle zusammen, da kann unser- I einer nichts wollen." • Der chinesische Viceköntg hat fich beim Fürsten | BiSmarck auch tnS Stammbuch eingeschrieben. Er füllte I eine ganze Seite mit chinesischen Charakteren, die den folgenden Sinn haben: „Nachdem ich schon von dem Rufe I des größten historischen Staatsmannes des gegenwärtigen Jahrhunderts seit mehr als 30 Jahren mit Bewunderung gehört habe, macht eS mir ein unaussprechliches Vergnügen, während meiner außerordentlichen Botschaft in Europa Seine Durchlaucht den Fürsten BiSmarck in seinem Landhause in FriedrichSruh zu sehen und meinen Namen als einen Ausdruck dieses frohen Ereignisses in dieses Buch eintragen zu können." Der Botschaftssecretär Lo-fang-Luh schrieb: „Ich wünsche mir Glück, dieser Botschaft anzugehören, die mir Gelegenheit gibt, den BiSmarck deS OstenS in der Gesellschaft | deS Li-Hung-Tschangs deS Westens zu erblicken." * KottbuS, 29. Juni. Zwischen zwei jungen Offizieren de« hier garnisonirenden 6. Brandenburgischen Jnfavterie- RegimentS Nr. 12 fand am Samstag hinter den Schieß- ständen ein Pistolen - Dnell statt. Gleich beim ersten Kugelwechsel wurde einer der Offiziere dura) einen Scysiß in । den Mund schwer verletzt. Anlaß zu dem Duell sollen grobe thätliche Beleidigungen in einem Restaurant sein. * BreSlan, 27. Juni. Gemeinsamen Selbstmord verübten ein hiesiger sechzigjähriger Musiker und ein achtzehn- jähriges Mädchen. Die Leichen wurden, einander feftum- klammernd, am Ufer der Oder geländet. * Kattowitz. 26. Juni. Ein Lustmord ist an einem 12jähr.geo Mädchen, welches in einem Kornfelde aufgefunden wurde, verübt worden. Von dem Thäter ist bi« jetzt keine Spur gefunden. * Wie weit die Concurreuz geht. Ein Gothaer Blatt theilt den nachstehenden Original-Brief eines gut fituirten BrauereibefitzerS mit: „Herrn....., Gaftwirth i . . . . Hierdurch verpflichte ich mich, wenn und so lange Sie das ganze Bier, welches Sie für Ihre Wirtschaft bedürfen, zum Ausschank von mir entnehmen, Ihnen pro anno zu liefern: 1) das Stroh für Ihr Vieh (Ziegen und Schweine), was Sie brauchen, ferner pro anno ein hübsches gesundes Saug- schwein und 2) entweder ein paar Centner Futterrüben oder Kartoffeln. Besten Gruß von »*♦." Wenn daS nicht zieht . . . * Harzburg L H., 27. Juni. Bei der heutigen Auction einjähriger Fohlen des Harzburger Gestüts wurde für 20 Fohlen die enorme Summe von 150,000 Mk. erzielt. Die beiden teuersten Fohlen kosteten 25,000 Mk. und 21,000 Mk. * Leipzig, 27. Juni. Der Dachdecker Sommer hier I "schoß heute aus Eifersucht seine im benachbarten Schöne- selb arbeitende Ehefrau. Der Mörder wurde verhaftet. I ♦ Dresden, 29. Juni. Wie die Morgenblätter melden, stürzten gestern Nachmittag die im Alter von 15 bezw. 12 Jahren stehenden Töchter des hier wohnenden Lageristen Fischer von einem Felsvorsprung deS LiliensteineS in der fächfischen Schweiz etwa 120 Meter in die Tiefe hinab und verstärken binnen wenigen Minuten an den erlittenen schweren Verletzungen. * Die versteigerte Festjungfer. In einem Orte deS badischen Unterlandes feierte ein Verein sein Fahnen- weihfest, wobei alle Dorfschönen Festjungfern fein wollten. Um nun einem Streite vorzubeugen, ließen die weifen Väter deS Ortes vor versammeltem vr'ke das Amt der Festjungfer — versteigern! Eine fceifeblü'“* unb ehrliedende Schöne fflodte zuguterletzt noch 40 W^eVlt ' °b" eS war zu spät und der Zuschlag bereits etf Ut * Straßburg, 29. %fUg[5 ®°bß ^Hge internationale Radwettfahren tierP Q[d8Grl,, 3n Hauptfahren fleg« 8oUriUon.¥an«fld)i “(® ®ri,u^OmJRt\ul.aRat«Cme [ug«_ bet bekannte H-nri Jeannin. An ^'m.Fahren Regten “ £?b" Stanzen R b°nl. Sie berbeffette. J“ beutf$en Ree«. »m 20 Secunben. packele nach Künzelsau L 8-/, Kilo Mk. 2,60 anstatt Mk. 1,80 abgelagert waren. Die Post hatte das Porto nach der dritten Zone berechnet, während Künzelsau von Darmstadt aus in der zweiten Zone liegt, wie es auch tm „Kleinen Stephan" angegeben war. Das Kaiserliche Postamt I in Darmstadt schrieb der Verlagshandlung M Beantwortung einer an dasselbe gerichteten Anfrage' „Ihr Kleiner Stephan (Band II) hat Recht!" Die auf den Postämtern befindlichen Zonentabellen werden nur handschriftlich auf dem laufenden gehalten, aus diesem Grunde sind natürlich Versehen unvermeidlich und ist eine Controlle durch den „Kleinen Stephan" für Jedermann von Werth. Das Zonenverzeichniß ist für Jedweden, auch den kleinsten Ort des deutschen Reiches zu beziehen; es hat sich schnell Freunde erworben, sodaß 6 Auflagen rasch aufeinander folgen mußten. Da auch der Preis ein billiger ist (das Exemplar kostet gebunden Mk. 2.—, für kleinere Orte, für welche die Zonentabelle handschriftlich einaetragen werden muß, Mk. 3.-), können wir unseren Lesern die Anschaffung dieses zweckmäßigen Hilfsbuches nur bestens empfehlen. - «avfmLnnische «orrespoudenr in deutscher Sprache, gon C. F. Ftndetsen. Vierte, vermehrte Auflage, bearbeitet von Hahn, Oberlehrer an der LXffentltchen Hande!slehranstalt Zu Dresden. In Original - Leinenband 2 Mk. 50 Pf. Verlag von 3/3. Weber in Leipzig. Das reichhaltige und handliche Buch darf als eines der besten in seiner Art bezeichnet werden; es eignet sich sowohl zum Leitfaden für den betreffenden Unterricht an Handelsschulen, als auch zum privaten Studium. Es enthält Anweisungen -ur Corresondenz und Musterbrtefe aller Art. Eine Vermehrung der Briefe entstand durch Einfügung des Abschnittes über Dupltcate und durch wettere Zirculare und Marktberichte. Die Briese über Wechsel- und Waarengeschäfte und die Empfehlungsbriefe erhielten eine andere sachgemäße Grupptrung. Die Hoffnung des Herausgebers, daß das Werk in seiner neuen Gestalt eine günstige Auf- uahme, wie die ersten Auflagen, finden möge, theilen auch wir. Es ist der Empfehlung werth. - 7 Zon der vor einiger Zett an dieser Stelle besprochenen hochinteressanten Zeitschrift ,Der Sunssgewerbegehilse- liegen unS die Nrn. 5 und 6 nebst der reichhaltigen Beilage: »Kunss gewerbliche Rundschau- vor. Der „Kunstgewerbegehtlfe" enthält f“* S ?Ufcf Kummer eine solche Fülle des für die Kunstbefltssenen aller Art Interessenten in Wort und Bild, daß wir uns versagen muffen, den reichen Inhalt hier anzuführen. Die Zeitschrift hat mS Erfreulichen Aufschwung genommen, wie ersichtlich aus der .il»« ia£e u"b aus den neuen Rubriken in Nr. 6 ,™fenf(fiafL' erregenden Artikel: Fischbach, Die Ornament- Symbole des Feuer- und Ltchtcultus, „Architectonisches" mit dem Aufsatz von Architect Ritter von Feldegg, Was ein Bauwerk zu uns spricht. Der „Kunstgewerbegehilfe" ist das Organ der Vereinigung oer Kunstgewerbegehtlfen aller Branchen, von der Vereinigung sind bereits 4 Sectionen gegründet. In dem trefflichen Werke wird den Ansprüchen aller Kunstbefltssenen: Maler, Zeichner, Decorateure, Keramiker Tapezirer, Kunsttischler, Drechsler, Metallarbeiter, Archt- lecten, Elfenbeinschnitzer, Graveure, Techniker der Textilbranche, Lithographen u. s. w. in einer wirklich genialen Weise Rechnung getragen, so daß das Werk nicht warm genug empfohlen werden kann und nur ru bewundern bleibt, wie es möglich ist, für den billigen Preis von 80 Pfg. für die einzelne Nummer so etwas zu bieten Zu beziehen ist der „Kunstgewerbegehilfe" durch Erwin Großmanns Verlag in Stuttgart, sowie durch jede Buchhandlung. Universitäts - Nachrichten. r 7 »reidnrg (Baden), 29. Juni. Der Professor der Rechte, Sndemann^an na* Bonn als Nachfolger des Geheimraths - ««"Lndtt an »en deutschen UniversitLten. An dm sämmtlichen deutschen Universitäten zusammen find im laufenden SommeZalbjahr 2192 Ausländer immatriculirt, gegen "origen Winter und 2424 im vorjährigen Sommer; es ist die höchste Zahl, die bisher in einem Sommersemester zu verzeichnen war Von diesen Ausländern sind 595 für Philosophie, Philologie und Geschichte, und 444 für Mathematik und Naturwissenschaften eingeschrieben, 488 sind Mediciner, 261 Juristen, 148 evangelische ber Landwirthschast, 74 Cameralisten, je 24 katholische Theologen und Pharmaceuten, endlich 8 Studirende der Zahnheilkunde. Der Heimath nach kommen 1665 auS europäischen und 527 aus außereuropäischen Ländern. Unter den ersteren noo r ,513 Russen, 316 Studirende aus Oesterreich-Ungarn, ^Schweizer, 139 Engländer, 96 Bulgaren, 56 Franzosen, 44 Niederländer, 34 Italiener, 31 Schweden und Norweger, 28 Luxemburger, 25 Rumänen, 24 Türken, 23 Serben, 21 Griechen, 12 Belgier, 9 Dänen, 5 Spanier, 2 Portugiesen und je 1 Lichten- und Montenegriner. Von den übrigen Ausländern kommen 452 allein aus Amerika, 56 aus Asten, 15 aus Afrika und 4 aus Australien. Verkehr, Land- und Volk»u»irthschaft. 30. Juni. Marktbericht. Auf dem heutiger, Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,90-1,10, Hühners pr- Sl. 5^-6^, 2 St. 00 4, Enteneier 6 H, 2 St 0 4, Gänse- der ^.©LOO-OO ^, Käse pr. St. 5-11 4, Käsematte pr. St. 3 ^blEN pr. Liter 17 Linsen pr. Liter 30 Tauben pr. Paar JL 0,60 bis 0,80, Hühner pr. Stück 1,10 bis 1,20, Hahnen pr. Stüä •* 1,3°' Eliten pr. Stück 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund •* 00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 ^uh- und Rindfleisch pr. Pfd. 64—68 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 50 bis 66 4, Schweine, steisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 50-00 4, ?! Md. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,(0 Sil Weißkraut pr. Stück 0-00 Zwiebeln pr. Gentner •* 7,00—8,00, MUch pr. Liter 16 4, Kirschen pr. Pfund 18—20 4. - bessere Wahrnehmung Det laudwirthschastltchen Interessen im Schlachtviehhandel. Da das Fehlen einer einheitlichen Preisnotirung für Schlachtvieh auf tun Schlachtviehmärkltn den LandwtrthenNachthetle bereitet, fohatder DeutscheLandwilthschafts- rath feit einer Reihe von Jahren daS Ziel verfolgt, eine einheitliche Preisnotirung an allen Schtachtviehmälkten herbeizuführen, vor Allem aber den Handel und die Nottrung nach Lebendgewicht allgemein zur Geltung zu bringen. Gegenwärtig wird auf dem Lande zwischen dem Viehproducenten und dem Zwischenhändler häufig noch nach Stück, in vielen Gegenden aber nach Bruttolebendgewicht gehandelt. An den Schlachtviehmärkten ist ein Handel nach Stück ober nach sogenanntem Schlachtgewicht gebräuchlich, in den Preisnotirungen steht aber nicht der Preis pro Stück ober pro Bruttolebendgewicht, sondern ein Preis, der aus dem Stückpreis und dem geschätzten Schlachtgewicht pro 50 Kilogramm Schlachtgewicht berechnet wird. Will also der Landwtrth wiffen, wieviel fein Vieh auf dem Markte im Preise gilt, so steht ihm nur diese Nottrung nach Schlachtgewicht zur Verfügung. Da es aber für ihn sehr schwer, in den meisten Fällen unmöglich ist, das Schlachtgewicht seines Viehs richtig zu schätzen, während der Händler darin eine größere Erfahrung und Hebung besitzt, so sind ihm die wahren Marktverhältnisse durch die Nolirung nach Schlachtgewicht fast ganz verschleiert. Hierzu komm: noch, daß der Begriff Schlachtgewicht an den einzelnen Viehmärkten ein sehr verschiedener ist und daß die Preisnotirungen selbst auf freiwilligen Angaben der Händler und Fleischer beruhen. Das Resultat ist die beklagenswerthe Thatsache, daß erstens die Notiiungen an den einzelnen Märkten schwer vergleichbar sind, daß zweitens der Vroducent aus den verschiedenen Marktberichten nicht ersehen kann, in welcher Gruppe und wie hoch fein Tbier an den einzelnen Marktplätzen berechnet ist, und drittens die Notirungen selbst auf einer Eig unsicheren Grundlage aufgebaut find. Diesen Mißständen wirb am einfachsten abgeholfen werden, wenn an Stelle des Handels und der Nottrung nach Schlachtgewicht an den deutschen Viehmärkten Dera?aPbeI unb bfe Nolirung nach Lebendgewicht mit allgemein verständlicher Classificirung des Viehes nach Geschlecht, Mastzustand rc. treken würde. Durch eine Reihe Bemühungen sucht nun der Deutsche vOn.r? bieses Ziel zu erreichen und ist zumal an die deutschen Staatsregierungen wie an die Stadtverwaltungen eine entsprechende Petition gesandt worben. Auch hat der Landwirth- fchaftsrath alle landwirthschafllichen Centraloertretungen, sowie sämmtliche 2900 landwirthschaftliche Vereine Deutschlands zur Unter: Nutzung seiner oben dargelegien Bestrebungen insbesondere zur Auf- stelluna Dort Vi-Hwagen in den Gemeinden und zur Veröffentlichung von Kaufabschlüffen nach Lebendgewicht in den Vereinsbläitern, wo eS noch nicht geschehen ist, aufgefordert. Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 30. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14'/,, Luft 13°. Rübsamen'sche Badeanstalt. Henneberg-Seide — nur ächt, wenn direct ab meiner Fabrik bezogen — schwarz, weiß unb farbig, von 60 Pf. bis Mk. 18.65 per Meter— glatt, gestreift, fatrtrt gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 veisch. Farben, Dessins rc.), porta- und steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. 197 Siiden-Fabriken 6. Henneborg (k. k. ho«.), Zürich. Pusseln, Finne« Haut, welche den äußeren Menschen so sehr beeinträchtigen, beruhen fast stets auf Störungen in der Hauttbätigkeit Sobald dieselbe eine gesunde ist, verschwinden auch dre krankhaften Erscheinungen. Nach dem Urtheil vieler Tausende deutscher Profefforen und Aerzte wird dies durch regelmäßigen Gebrauch der in allen guten Parfümerien und Droguen-Geschäften, sowie in den Apotheken zu 60 Pfg. erhältlichen Patent Myrrholin-Seife fast stets rasch und sicher erreicht. Man überzeuge sich, daß jedes Stück die Patent-Nummer 63,592 trägt und hüte sich vor Nachahmungen. [4534 — DaS Baste ist das Billigste. Dies kann mit Recht von Macks Doppel-Stärke gesagt werden, welche alle nöthigen Glanz- zusätze enthält unb bas Plätten ungemein erleichtert. Macks Doppel- Stärke ist bas vollkommenste aller Stärke-Präparate unb ermöglicht, Kragen, Manschetten, Hemben rc. ohne viel Mühe so schön. Wie neu zu platten. Heberall vorräthig zu 25 Pf. per Carton von i/4 Klg. 5667 Die wirklich älteste, allein echte Bergmannes Z= lÄlienmilch - Seife n ist nur von Bergmann & Cie., Berlin V. Frkfrt a. M., Marke: Dreieck mit Erdkugel und Kreuz, deren Vorzüge für die Hautpflege so unvergleichlich und allgemein anerkannt sind, dass sie keiner Reclame mehr bedarf. Vorräthig Stück 50 Pfg. bei H. Tichy, Seltersweg 43. 4245 Kunst-AussteUung, TÄ'Ä ntbme beS SamstagS, von 11 bi« 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. «O««tag» wsshrend des »iutae» *•* 11 "S • »tz«. - Eintrittspreis ft. Nichtmttglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 26 Pf, Wald-Verbot. BehördlicheAnzeigen Wegen Vorkommenheiten wird an- durch ausdrücklich eingeschärft, daß das Betreten der Schießstands-Anlagen im Gießener Wald, südlich der Oberhessischen Eisenbahn, auch an Sonn- und Feiertagen, für das Publikum bei Strafe verboten ist. Gießen, den 29. Juni 1896. Großherzogl. Oberförsterei Gießen. Block. 5989 Gr.ObtthesßscheEiftubahueu Zu dem Ausnab metarif für Eisenerze auS dem Lahn-, Dill» unb Sieggebiet nach den Hochofenstationen dieser Gebiete rc. (s. g. Nothffandstarif) tritt am 1. k. Mrs. der Nachtrag VI in Kraft- Derselbe enthält unter Anderem Ausnahmesatze für Dinslaken und Dortmund, D. G- E B Nähere Auskunft ertheilen die betr Güterabfertigungen. Gießen, den 27. Juni 1896. 5Q97 Gr. Directton. Gr.BderheMchc Eisenbahnen. Die Lieferung von zwei Signal» masten von 6 m Flügelhöhe mit Gittermast, eisernem Fuß, Blenden, Laternen und oberirdischem Antrieb mit Drahtseil und Regulirschrauben nach vorhandenem Muster ist zu vergeben. — Angebote sind bis znm 6. Juli dahier etnzureichen Lieferfrist 3 Wochen. Zuschlagsfrist 5 Tage. Gießen, den 29. Juni 1896. 6011 Gr. Directton. Mittwoch den 12. August, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Wilhelm Schneider in Gießen gehörige Hofraithe: Flur 36 Nr- 2261/to — 1152 qm hinter der Burg öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 30. Juni 1896. Großh OrtSgericht Gießen- I. A-: Bogt. 5996 Mittwoch den 1. Juli l. I, Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale — Neustadt 55 — versteigert: 4 Hobelbänke mit Werkzeug, 1 Partie Werkholz, 1 antiker Schreibtisch mit Aufsatz. 1 Herrenschreibtisch, 1 Regulator, 1 Jagdgewehr (Dreiläufer), 1 Waschmafchme unb Möbel aller Arten. ?998_______Geißler Gerichtsvollzieher. Donnerstag den 2. Juli l. I., versteigere ich zu Gießen öffentlich gegen Baarzahlung: ». Nachmittags 2 Uhr im »Adler^: 1 Partie Nutzholz, 1 Drehbank, eine Hobelbank, 1 Ladeneinrichtung, 2 Eis- schränke, 1 Pianino, 1 Nähmaschine, 6 Sophas, 1 Buffet, 1 Silber- unb 1 Spiegelschrank, 4 Bettstellen unb sonstige Mobilien, Bilder, Hüte, Bücher rc.; b. unmittelbar barnadj an Ort unb Stelle (Zusammenkunft im flbler): "ne Poriie eichene unb kieferne, wie ktrschbaumene Bohlen, 2 Hobelbänke, 1 Hanbkarren rc. Versteigerungen voraussichtlich bestimmt. 6001 Engel, Gerichtsvollzieher- Donnerstag den 2. Inti l. I., Nachmittags 3Va Uhr, versteigere ich Moltkessratze 2 bahier gegen Baarzahlung: gedeckte, große Holzhalle versseigernng findet bestimmt statt. 6017 Born Empfehlungen. Patentirte Holzstoffgefäße für Köchen- unb fjansljnlf als: Schwenkkübel, Eimer, Schüsseln, Näpfe rc. an Güte und Haltbarkeit alles Andere übertreffend, empfiehlt 5708 Louis Sony, Bahnhofstraße 27. 6013s Gute Speisekartoffeln zu verkaufen. Heinrich Peter, Bleichstraße 15. Friedrichsdorf. Zwieback stets zu haben im Laden 5986 Ecke der Stein- unb Schotröraße 78 Im Clavierstimmcn (auch Abonnements) empfiehlt sich 6018 Hermann Bauer, Schillerstr. 15. Hans b. Bülow i fand, daß die Pianos von W. Arnold, Afchaffeuburg 32, dem guten Flügel nichts nachstehen und wählte ems zu eigenem Gebrauch. Prsl. mit Bülow's Orig.-Dankschreiben grau». Probez. Ratenzabl. Fabrikpr. Nur 25 P!g das Stück! Beste Seife für Hautpflege Juit amtlichem Gutachten! P.H.Zchrauth's gemahlene tichutz- I Salmiak-Terpentin-Seife ist ein verbessertes Seif enpul ver, dessen vorzügliche Eigenschaften im Fluge dieSympathieen des prüfenden Publikums erworben haben. Aelteste Erfahrung und neuzeitlicher Fortschritt haben sich hier die Hand gereicht zur Erzeugung eines denkbar vollkommenen Fabrikates. P. H. Schrauth’s gemahlene Salmiak-Terp.-Seife verschanzt sich nicht hinter der Phrase: „Ohne Concnrrenz“. Im Gegentheil! Zum Vergleich mit Concurrenz- fabrikaten wird höflichst gebeten, — wer noch nicht damit gewaschen hat, — und die geehrten Hausfrauen sowie Wäscherinnen mögen dann selbst beurtheilen, was den Vorzug verdient. 5750 Zu haben in allen besseren Geschäften. Man achte auf die Schutzmarke. P. H. Schrauth, Neuwied, DamMisellfabriK Gegründet 1830. Marke. «Guts-Süssrahmbutter, 6 Pfd. , Mk. 6.60, 9 Pfd. Mk. 9.50 fco. Nachn. N. Hemmerling, Herforst (Eifel). Vermiethungen. 59991 Logis, Goethestratze 46, fün Zimmer, erster Stock und Zubehör, zu vermiethen- L. Huhn, Bleichstraße 16. 5994] Kleines Logis, 2 Zimmer mit Küche, zu oerm. Wetzsteingasse 34. 6008] Zwei Zimmer, mit und obne Küche, zu vermietben. LSwengasse 18. bOlOJ Eine Stube mit Zubehör zu vermiethen-_______Kaplanlgasse 5. 6003] Mansarben-Wohnung zu ver- miethen. Rodheimerstratze 38. 6016] Zu vermiethen per 1 October erste Etage, 6 bis 7 Zimmer, Kammer, Waschküche, Trockenboden, Bleicholatz rc. Näheres in der Exveditton b. Bl 5702] Ein Zimmer unb Küche mit Zubehör im ersten Stock per August zu vermiethen. vahnhosstratze 8. 5720] Der mittlere Stock, Südanlage 4, 8 Zimmer mit Zubehör, Gartenantheil rc-, ist per 1. October zu vermiethen Auf Wunsch auch Pferdestall mit Burschen- zimmer. Näheres Südanlage 3._ 5554) Mansardenwohnung nebst Wasserleitung zu vermiethen. Phil. Strack, Bahnhofstraße 58. Der 1. Stock meines Hanfes ist per September anderweit zu vermiethen. 5291 Ch- Zimmer, ______Bahnhofstraße Nr. 12 5169] Schöne, freundl. Wohnung von 4 Zimmern per sofort, ev. auch später, zu vermiethen. Näheres __Conditorei Hettler. 4740] Hammssratze 12 schöne Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, zu ver- mtethen. Näheres Lahnstratze 11. 5848] Ein kleines LogiS zu vermiethen an eine einzelne Person. Asterweg 47. 5911] Schöne Wohnung tm ersten Stock, 3 Zimmer mit allem Zubehör, zu verm. Ruckstuhl Wwe., Afterweg 52. 5919] Ein Logis zu vermiethen. Liudeugasse 1. 5942] Loais zu vermiethen. Guss. Röder, Photograph, __Dtezstraße 4.________ 5940] Kleine Wohnung mit allem Zubehör an ruhige Leute zu vermietben. __Lveserstratze 9. 2108] Mansardeulogt«, SeltsrS- thor 68, 4 Zimmer, Küche und Zubehör, sofort zu vermiethen. Näheres i^rantftirterllca^c S^part. 5612] Schöne Mansarden - Wohnung, 5 Zimmer mit allem Zubehör, zu vermiethen_________Ludwtgstratze 46. 430u] Möblirtcs Zimmer mit Cabinet zu vermietben._______MLu-hurg 7. 2936] Möbltrtes Zimmer zu vermiethen. ____________________Asterweg 2. bi47] Möbl. Zimmer per sofort zu vermiethen; auf Wunsch auch Pension- ______________ Brandplatz 12. 44381 Möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen.»re«, 18. I odon mit Logis im Windecker'schen lldUüll Hause z. Z. von Hrn- Brück bewohnt, per 1 October d. I zu vermiethen. Näheres bei 5778 Herrn Ferdinand Windecker. b0351 Das seither von dem BuderuS» scheu Eisenwerk innegehabte Wohnhaus, Iledigflr. 3, ist mit Garten anderweit zu vermietben. Der untere Stock mit besonderem Eingang ist als Geschäftslocal eingerichtet. Näheres bei E. Wasserschieben, Wilhelmstraße zö. Mieth-Gesuche. f>908| Ich suche zum 1. October eine geräumige Wohnung von 5 Zimmern in freier Lage. Dritter Stock bevorzugt. Pr. H. ryinger, Ludwigftr. 46, III. 6009, «ine Billa mit «arte« wird zu mielheu gesucht. Offerten unter C. T. 100 an die Exped. d. Blattes. Zu verkaufen. Slhtfltlh aI§ Weißzeug- dPU)4.Ulln> schrank oder dergleichen eignet, preiswertb zu verkaufen. 5879___RenenbLue« 15, I. Pneumatierad, gut erhalten, billig zu verkaufen. (6019 Näheres in der Exped diese« Blattes. Mein neuerbautes Atelier ist vom 1. Juli ab eröffnet und befindet sich an Stelle meines früheren ."» Frankfnrterstrasse .">. Photograph Uhl 6000 Petroleum-Ersparnis» 20 pCt. ^ordunstsn des Brenners mehr. Helles, weisses Licht. Dochtverbrauch. 5733 5987] Ein spruugfähiger zu verkaufen. 5987 .95 o LZ3 3./7. A. 8V, 11. Obl. 5988 "1 p.l/4 LiUrf. X I.— U.4.- Beetscher Cognac „ 5807] Ein tüchtiger, zuverlässiger, verheiratheter Bierkutscher, welcher bereits ähnliche Stellung bekleidet und gute Zeugnisse aufzuweisen hat, in Gießen und weitererUmgegend bekannt ist, wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo, sagt die Expedition dieses Blattes. 5807 erui 16L 20.39 4.20 Tüchtiger Pferdeknecht findet bei hohem Lohne dauernde Steins Garten. Samstag, de» 4. Juli, Abends 8 Uhr: Concert des Sängerchors des Wetzlarer Lehrervereins. Eintrittskarten ä 75 Pfg. in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachfolger), von Nachmittags 3 Uhr ab im Concertlocal. 5926 Achtverband Gießen-Jahr. Sonntag, den 5. Juli, auf der Schönen Aussicht: Großes Sommerfest pim Besten armer Waisen. Von Nachmittags 3 Uhr ab: Concert, Tanz, Volksbelustigung und Kinderspiele mit Preisvertheilnug. Eintrittspreis: ä Person 20 Pfg., Kinder unter 14 Jahren in Begleitung der Eltern, sowie Mitglieder haben freien Zutritt. 5^23 Der Vorstand. OOaQQCXXXDDOQQQOOÖOD □QOQOQQQQQQDQQ D 17^111 Blaken der Lampe. Reinigung des Dochtes mehr. Schwitzen der Lampe. Explosion (selbst beim Umfallen der Lampe). Zu haben für jede Brennergrosse: Preis per Stück Mk. 0.25 bis Mk. 0.40. Allein-Fabrikant: Reinhold Berth, Berlin NO. Engros-Nied erläge: A. Gretscher, Giessen, Neustadt 78. Die Ringe werden von mir selbst aufgesetzt und werden Bestellungen in meiner Wohnung entgegen genommen. D. 0. 16.17 I Franz. Banknote» I Oesterr. dto. | Americ. Brief M —81.00 —169.90 —4.15 Ersatz für Petroleum-Grlühlicht ist Petroleumlampen-Brennring „Variabler“. (Patentirt in allen Culturstaaten). 8Vi°/i Dextlche Reichs«!. 86/t Prerrtz. Tonsol» Gr. -elfische OLE 4°/i Vt«rdt Darmstadt 0. 1891. 4«/| , SermS tnrf. 5. 1901 BVo Oesterr. Gtaatsda-» c. 1886 6g/e 3taL staatsrar. EiforL. (im früher Merz'scheu $oufe). 5995 Geissler, Gr. Gerichtsvollsteher. W ohnungs- V er ander ung. Meine Wohnung befindet sich von jetzt ab in meinem nenerbauteu Hause 594» Wilhelm Schneider, Schreinermeister. Süd-Weine und Spirituosen Eigener Import von Friedrich Leo, Liu«. Die Geburt eines Söhnchens zeigen hocherfreut an Dr. Fay et und Frau, 5985 geb. Moll. Porto-Allegre, den 22. Mai 1896. Cou^sbericht um J. Mc Oo., Giessen, -ahahofstnp 63< Frankfurter Börse vom 29. Juni 1896 1.80 1.40 1.20 1.40 IAO 1.50 » 8Vi’/j Frankfurter Hyp. Bk. 101.50 EVz'VoHarvbrgr-Hyo.Bt.mLd.ISOK WL2S S'/»»/-Frkf.Hvp.Lred.B unk.b.1906 101.20 3V»°/»Preuß.Hyp.A.Bk.mLd.lSOb 101,80 4o/g bt» uni. b. 1905 105.10 3V>^Domm.Hyp.A.Bk.lmk.b 1906 10L3O 8>/»s/,Denttche«rdsch^8^rLb.!VO6101.20 4°/oFrkf.Lbw LrLd.Bk.unkch.lSOO 108.06 ■ in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte werden lllxilu9?SUH Z” ra**e*Sen Preisen angefertigt in der V lOllnul lull Brübrschen Univ.-Druckerei (Pietsch&Scbeyda) ___________________________________Schnlstrasae 7. Jüngere Mädchen finden dauernde »eschLfiignng in der Tabakfabrik von 6005 Georg Philipp Gail. 5889] Ordentliches, reinliches Dienst« Mädchen auf sofort oder später gesucht. __Näheres in der Expedition d. Bl. 59671 Junges Mädchen von 14 bis 16 Jahren für leichte Hausarbeit gesucht. ___Sonnenstratze SO. W92] Ein braves Dienstmädchen per sofort gesucht. Reuftadt 24. oaoaaoconooooQoa 00000 aooaaaoQoanDooq Inventur-Ausverkauf vom 1. Juli bis 15. Juli. Wir machen darauf aufmerksam, daß wir einen große» Posten Waaren zu ganz besonders billigem Preise ausgelegt haben, darunter: Cattune, in großem Sortiment, zu Mk. 0.25, 0.30 und Mk. 0.35. Wollmoufieline zu Mk. 0.50, 0.60, 0.70 bis Mk. 1.20. Kleiderstoffe, reine Wolle, doppelbreit, von Mk. 0.50 an. Seide für Blousen und Kleider, von Mk. 1.00 an. zur Bereitung von Obst- Bieker, ____Bauunternehmer, Cölbe. Hausbursche gesucht. Carl Hensel, 5990_______Walltborstraße 10. Solider «Werner Arbeiter sofort gesucht. 6006 Herrn. Hess.