*J2. ts fection. 1898 Donnerstag dm 31. Oktober Nr. 256 Die Gießenrr Jlmts* und 2lnzeigcblutt fiir den Ureis Gietzen. Rebaction, Expedition und Druckerei: Zchutstraße Kr.7. Fernsprecher 51. vierteljührlger ZSonnemcntrpreiA 1 2 Mark 20 Pfg. mU Bringerlohn. Durch die Poft bezog« 2 Mark 50 Pfg. werde» dem Anzeiger wöchentlich dreimal veigelrgt. Der chttzev-r Anzeiger erscheint täglich, Ana Ausnahme de» Montags. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. tÄWju oeT, L**8flofle^_ Wohnungn, w meinem Neu- Usr iaden ^er per ersten LWWwt stricht 27, m, T. es Zimmer mit M tturenplatz 7. t mSblirte jjlmmtt »Nurterstr, »S. e Zimmer, Mitt, lUhorstraßt 24. Zimmer mit Eabinit »vlstrsti, 7, n. arierrqtwmer»« brrgerstr. 81. iHrtfS Zimmer per Asttrwegst, I. ftmmer mit iabind A Zimmer zu vn- Mattm, 7. immer zu vmniethen -striche 18, pari. immer zu ocrmlttbtn. ße 11, mittl. Stock. IbltrteS Zimmer zu 'tttbttgttBtt it. umer zu otmitibtn SttSstttt« l7- itmmtx M 0 mb °u-B-r-1» Ist Allerhöchsten Orte« die Erlaubntß erthetlt worden, Iür d>-»um Besten de« Metzer Dombaue« beabfichtigte zweite Geldlotterie -in- Million 500000 Loose im ganzen Bereiche der preußischen Monarchie Deutsches Reich. Berlin, 29. October. Der protestlerische ReichS- taaSabgeordnete für Colmar i. E., Preiß, macht von fich reden. Herr Preiß soll seinerzeit gegenüber dem «edacteur deS „Petit Journal" in Paris Aeußerungen über die elsaß-lothringische „Frage" gethan haben, welche fast hochverrätherischer Natur waren und die alsbald in dem genannten Blatte erschienen. Infolge deffen hatte Preiß dieser Tage eine mehrstündige Untersuchungshaft in Colmar zu bestehen- er wurde dann wieder entlasten, nachdem er angeblich die Zusicherung abgegeben hatte, die ihm zuge- schriebeoen bedenklichen Aeußerungen richtig stellen zu wollen. Der weitere Verlauf der „Affaire Preiß" bleibt abzuwarten. In Straßburg ist dieselbe von den dortigen FranzoSlingen zum Gegenstand einer lärmenden Demonstration gemacht worden, welche militärisches Einschreiten erforderte. Der Krieg von 1870|71, --'chlld-r. durch «uilchnM- n« 8“tun6«=S— 31. Oktober. Der Schwindel mit veralteten oder erlogenen Extrablättern ist in Berlin zu Hause. Der „Depeschen- Knabe" sowohl wie die „Blätter-Jungfrau", der Jüngling der „Monatszeituug", wie das alte Weib der „Kreuzzettung" und der „Norddeutschen Allgemeinen" wissen fich bemerkbar ru machen. „Die Kais'rin Elienje auSjekratzt! l Bitte, nehmen Sie se mir ab.!" — „Et muß Victoria jeschossen werden. Herr Baron, koofen Se!" — „Sedan, Sedan! Mac mac-mac mac Mahon aufs Haupt jeschlagen und 83,000 Kaiser jefangen jenommen!" — „In Parts Republik: eenen Silberjroschen!- — „Hier, schönes Fräulein, koosen Se mir noch den letzten Bismarck mit Schiel Fahwer ab!" — „Die jroße Schlacht bei Paris'. Fufzig Mittraljeusen jefangen jenommen!" — „Deutsche Depesche von 'n Herzog Wilhelm von Mecklenburg. Die Kugel, die ihn jetrossen, iS jehetlt!' — „Neu'steS Extrablatt! Bazehn auSjebrochen aus de Metze! Roschefort fort! Jambetta in de fyift! Rußland macht Friedensumschläge'." So ruft und schreit und brüllt und krächzt eS durcheinander, und wehe dem vorsichtigen Manne, der fich vor dem Ankauf eines Extrablattes erst überzeugen will, ob er den gleichen Inhalt mit anderem Titel nicht schon vor einer Bierstuude erstanden. „Ne, bet jetzt ntschtl Er sch t berappen und denn lesen! Wenn Se Toul haben wollen, zu tl”“telllbnem2g, ^e-ober. Dl- „Nalionalzeilung" meldet: Die R-ied«--gi-rung beabsichtigt bestimmt, d-m Bunbe-rath und Reichstage noch in der beborst-b-nden S-sion -in-Vor läge betreffend den Bau der Bahnlinie Dar-ES S^alaam-Ukami zu machen, da die begründete besteht, daß der von dem Comitü für den D°u der deursch- ostafrikanischen Centralbahn nach Ostafrika abgesandte Delegirte Bormann das Material zeitig genug beschaffen werde. Hannover, 29. October. Eine Versammlung von Vertretern maßgebender Corporcttionen und Vereine beschloß, 1898 hier eine Prov inzial-Gewerbe - und Industrie Ausstellung zu veranstalten. Gera, 29. October. Der Landtag ging heute über den Wahlprotest der Socialdemokraten zur Tagesordnung über und bestätigte sämmtliche Wahlen. Zum Vorfitzenden wurde der Finanzrath Fürbringer gewählt. „ Rom, 29. October. Dem „Popolo Romano zufolge ist der Termin für den Wiederzusammentritt der Kammer auf den 25. November festgesetzt. Konstantinopel, 29. October. Die Ausbrüche der zwischen den Armeniern und Türken herrschenden Erregung erfolgten in den letzten Tagen in Karput, Gumusch- chen-, Baiburt und Biiii«. Di- blutigen Bo-gäng- in b n letztgenannten zwei Stabten am 25. Oktober werben esilwiell an, Angriffe., ber Armenier zurückgesührt, die B°-«a»g-in den erstgenannten Stabten, entgegen anberw-itigen Jn or matlouen, °on türkffcher Seite al« unbedeutende Reib r en bargestellt. Au« nerlchiedenen anderen kleinafiatischen Bilai-t« werben blutige Vorgänge gemeldet. Die s°-"^ung beileibe» gilt al« wahricheinllch. I» den meist n Meldungen werden die Türke» als angreisender Th-ll bezeichnet. Dweichm de« 8m«« .v-r-lb'. Berlin, 29. Oktober. Der Kai,e, wird heute Abend von seinem Jagdausfiuge nach Potsdam in daö neue PalaiS I ^^^»erliu, 29. October. Der Besuch der Kaiserin Friedrich in England ist endgiltig auf Ende Januar fest I gesetzt und die Reise der Kaiserin nach Italien wird erst nach dem Ausenthalt in England stattfinden. Wahrscheinlich wird die Kaiserin ihre Mutter nach Italien begleiten. Berlin, 29. October. In der heutigen Nummer des „Reichsanzeigers" wird eine von den Ministern der Justiz, dcS Innern und der geistlichen Angelegenheiten erlassene Anweisung über die Aufnahme und Entlassung von Geistes- kranken, Idioten, Epileptischen in und auS Privat-Irrenanstalten, sowie über Einrichtung, Leitung und Beaufsichtigung solcher Anstalten veröffentlicht. Berlin, 29. October. Vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I fand heute unter dem Vorsitz des Land- | aerichtSdirectors Brausewetter der Proceß gegen die Redacteure Dierl undPfund vom „Vorwärts" undRaudt- mann vom „Teltower Volksblatt" wegen Majestatsbele digung, begangen in dem Artikel „Sedan und kein Ende , sowie durch den sogenannten „Kameelinschrift".Artikel statt. Nachdem der Bertheidiger, Rechtsanwalt Heine, die unvorschriftsmaß'ge Besetzung deS Gerichtshofes, welche durch die unrichtige Benennung der Anklage nach dem Angeklagten Dierl und durch i die Zusammenziehung verschiedener Strafsachen bew rkt sei, bemängelt, begründet der Erste Staatsanwalt die Anklage. U. A. führte derselbe auS, daß Dierl fünf Beleidigungen n drei Artikeln und Pfund drei Beleidigungen in Artikeln zur Last fallen, somit sei Dierl der Hauptthäter. Der als Zeuge geladene Oberhofmeister v. Mirbach erklärte, er sei in seiner Eigenschaft als Kirchenbauvereins-Mitglted wegen der an die Stadt Berlin zu richtenden Petition um Beihilfe für den Bau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnißkirche mit Stadtverordneten In Verbindung getreten und habe auch Singer besucht. Dieser habe ihm versprochen, für sachliche Verhandlung der Petition zu sorgen. Der nunmehr balddarauferchienene sachlich gehaltene Artikel im „Vorwärts" bekämpfte scharf die Beihilfe zum Kirchenbau. Der Staatsanwalt beantragte egen Dierl 1 Jahr 3 Monate, gegen Pfund 1 Jahr 2 Monate und gegen Raudtmann 1 Jahr Gefängniß. Berlin, 29. October. Der Colonialrath setzte I gestern Nachmittag seine Berathungen fort. Bei der Etat- — In Frankreich ist plötzlich wieder einmal ein poli- tischer Sceneriewechsel eingetreten, welcher durch den jähen Sturz des Ministeriums Ribot dargestellt wird. I . Soeben hatte letzteres von der Deputirtenkammer noch ein . Vertrauensvotum in der Affaire deS GlaSarbeiter-Strikes von Carmaux erhalten und es durfte daher die Stellung der Regierung ttS auf Weiteres als wieder gesichert gelten, «ber die vereinigten focialistischen und radicalcn Gegner der Regierung ließen sich nicht entmuthigen und setzten sofort an riner anderen Stelle wiederum den Hebel zum Sturze des Ministeriums Ribot an und diesmal sollte ihnen der Plan «klingen. In der Montagssitzung der Depuurtenkammer brachte der Socialist Rouanet eine Interpellation über den Südbahn-Scandal und zugleich eine Tagesordnung ein, welche völlige Klarheit in dieser Affaire verlangte. Regierungsseitig widersprachen der Justizminister wie der CabinetSchef Ribot letzterer Forderung, betonend, daß die Südbahn-Affaire ja schon ihre gerichtliche Erledigung gefunden habe, die Kammer Mehrheit war aber offenbar anderer Ansicht, denn sie ge^ nehmigte die Tagesordnung Rouanet mit 320 gegen 211 St^r «en. Sämmtliche Minister verließen infolge dieses Beschlusses die Sitzung und begaben sich bittet -um Präsidenten kau«, ihm die Demission des GesammtcabinetS überreichend, welche auch angenommen wurde. Die Kammer ihrerset S vertagte sich wegen der nothwendigan Verhandlungen über die Bildung des neuen CabinetS bts nächsten Montag. So ist denn das Ministerium Ribot dem Südbahn-Scandal zum Opfer gefallen, ein Schicksal, welches nach der glück licken Beendigung deS Madagascar-Unternehmens, dann besonders auch nach dem Besuche des russischen Ministers des Auswärtigen in Paris und endlich nach dem parlamentarischen Vertrauensvotum in der Strikeaffaire von Carmaux woh Niemand erwartet hätte. Aber das soeben gestützte Cabinet regierte seinen geheimen wie offenen Gegnern im Parlamente schon viel zu lange, war es doch schon im verflossenen Januar, alS Nachfolger des Ministeriums Dupuy, und gletckzettig mit dem Amtsantritte deS neuen Präsidenten Feltx Faure, | an die Spitze der Geschäfte berufen worden. Neun Monate RegierungSze.t sind aber in der dritten französischen Republik, bk fich manchmal gleich drei Ministerien innerhalb eines Jahres zu „leisten" pflegt, für ein Ministerium sehr viel, die Kammer wollte daher wieder einmal eine Veränderung haben, und so ist denn jetzt daS Cabinet R bot von seinem Geschick ereilt worden. Dieselbe Augenblicks - Mehrheit, welche meist sckon die früheren französischen ^binete seit der Verkündigung der Republik beseitigte, die Vereinigung von Soctaltsten, Radicalen, Conservatioen und verschiedenen unzufriedenen kleineren Gruppen, hat nun auch daS Ministerium »ibot über den Haufen geworfen, ganz unbekümmert darum, daß gerade unter der Ribot'schen Regierung das internationale Ansehen Frankreichs entschieden gewonnen hat. Die nächste Folge de» Sturzes des CabinetS Ribot wird wohl wieder einmal der Eintritt des politischen ChaoS jenseits der Vogesen sein. Zwar gehen in Pariser parlamentarischen Kreisen Ge- rückte um, wonach die baldige Bildung eines radicalen CabinetS unter Bourgeois sehr wahrscheinlich sein soll, nach dem Bet- spiele der meisten bisherigen französischen Cabinetscrisen ist jedoch eher anzunehmen, daß die Bildung des künftigen EabinetS nicht so glatt vor fich gehen wird. Wie aber auch schließlich das kommende französtsche Ministerium beschaffen sein möge — das Eine kann man wohl schon jetzt als sicher betrachten, daß der jüngste Cabinetswechsel in Frankreich dessen auswärtige Politik schwerlich besonders beeinflusse» und daß speeiell die intime Freundschast mit Rußland hiervon ^"^Wien^Ä" October. Heute Nachmittag findet eine Sitzung der clericalen Mitglieder de» Hohenwart- ClubS statt, um über die Haltung zu berathen, falls die Regierung die Wahl LuegerS zum Bürgermeister nicht be- stättgen sollte. Wie verlautet, werden die Abgeordneten auS dem Club austreten, falls die Wahl LuegerS nicht bestätigt werden sollte und in heftige Opposition gegen die Regierung elntreten.^ ^ober. Der bisherige Ministerpräsident Ribot wurde heute Vormittag vom Präsidenten Faure empfangen. Am Nachmittag wird Faure mit dem Senats- Präsidenten Challemel Lacour und dem Kammerpräsidenten Br.sson confertren. Man glaubt allgemein, daß Bourgeois die Bildung des neuen CabinetS übernehmen wird. Sollte dieser tndeß die CabinetSbildung ablehnen, so wird voraussichtlich ein Cabinet Loubet zu Stande kommen. Pari». 29. October. Präsident Faure empfing im Laufe des Nachmittags Ribot, Challemel-Lacour, Brisson Zur lind en und den bisherigen H and elSmini ster, soll aber nach neueren Meldungen noch keine Entscheidung zur Betrauung der CabinetSbildung getroffen haben. — Der Senat hält heute Nachmittag eine kurze Sitzung ab. «»»ahm, von Anzeigen zu der Nachmittag» für bt* folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Ul Berathung für Deutsch-Oftasiika wurde die Frage angeregt, ob es richtig sei, daß daS Sclaven Unwesen in 3°°^» und Pamba durch große Transporte von der ostafrikanifchea KÜste verstärkt werde. Diese Mittheilungen konnten aas Grund des amtlichen Berichtes als gänzlich aus der Luft gegriffen bezeichnet werden. Die Ueberwachung der Küste würde sorgfältig durchgcführt, die englischen Klage»^ hatten lediglich den Zweck, die auf Zanzibar und Pomba herrschenden Mißstände einem ausländischen Sündenbock aufzubürden. Berlin, 29. October. Heute früh wurde hier eine Falschmünzerbande verhaftet. Der Arbeiter Kramer hatte im Norden der Stadt eine Falschmünzer-Werkstatt ein- gerichtet. Den Vertrieb der Falfificate bewirkten zwei mit Kramer in Verbindung stehende Frauen, welche in ver- । schienen Gegenden bet Stadt Einkäufe mud} en unb mit falschem Gelbe bezahlten. ES wurden viele falsche Z«e^ Mark-Stücke beschlagnahmt, die den achten tauschend ähnlich ^enBerlin, 29. October. Ueber die Audienz der Koblen-Jndustriellen bei den Ministern Thielen und Dr. Miquel kann die „Post" noch ^stellen, daß die Deputation darauf hingewiesen hat, daß eine Vermehtung deS Wagenmaterials allein den Nothstauden^ durchaus. nicht .ab Helsen würde, dazu sei vielmehr eine vollständige Neuorgant sation deS Betriebe» nothwendig. In den Kreisen der In dustriellen ist man fest davon überzeugt, daß eine wirkliche Abhilfe nur dann geschaffen werden könne, wenn man ihren Forderungen nachkäme. Eine Beschaffung von 1500 Wagen, sür die daS Ministerium die Mittel noch an der Hand habe, I tCl blS®kn,S 29.U Oc?ober. Der Gemeindetath wählte heute Vormittag' Dr. Lueger mit 93 Stimmen L»m ersten Bürgermeister von Wien. ES wurden außerdem 44 leere denn jeden Te eifdtt daß Jelb davor her! Ick keiej- et ooch «ich umsonst!" Versailles, 30. October. Seitens der Maas Armee wird gemeldet: Am 28. October vertrieb der Feind die in lt Bourget stehenden diesseitigen Vorposten. Gegen Abend wurde durch RecognoScirung gefunden, daß der Feind den Ort mit sehr starken Kräften besetzt hielt. Infolge besten griff die 2. Garde Infanterie D-vision am 30. an und warf nach heftigem und glänzendem Gefecht den Gegner auS der von ihm inzwischen befestigten Stellung. BIS jetzt über 80 Offiziere, 1200 Mann Gefangene in unseren Händen. Unsere Verluste noch nicht sestgestellt, aber nicht unbedeutend. £»ceU» u*ö Wietze», ben 30. October 1896. Stadlverordvetea Wahl. Nach einer Bekanntmachung Großh. Bürgermeisterei im Jnseratenthei! dieses Blatte- liegt die Liste der Stimmberechtigten zur Stadtverordnetenwahl vom 31. October bis 7. November offen, und können Einwendungen gegen diese Liste während der genannten Zeit bei Grotzh. Bürgermeisterei vorgebracht werden. Wir machen unsere Leser auf die durch da- Gesetz vom 1. Jini 1895 abgeänderten Bestimmungen über die Wahlberechtigung hiermit aufmerksam. Demnach find wahlberechtigt: 1. alle in der Gemeinde wohnenden Ortsbürger, 2. alle männlichen Einwohner, welche die deutsche Reichs« angehörigkeit besitzen, und welche seit zwei Jahren ihren UnterftützungSwohnsitz in der Gemeinde erworben haben, jedoch unter der DvlauSsetzung, daß sie zur Zeit der Wahl 25 Jahre alt und vom 1. April des dem Rechnungsjahr, in welchem die Wahl stattfindet, vorhergehenden Jahres an in der Gemeinde communalsteuerpflichtig find. Die, jähriger Aufenthalt und Steuerzahlung seit dem 1. April 1894 find hiernach für die Wahlberechtigung unerläßlich. Dagegen ist tie frühere Bestimmung über die Inanspruchnahme des Stimmrecht- durch eine diesbezügliche Erklärung vor Großh. Bürgermeisterei aufgehoben worden. ** Da» Berzeichnih der Stimmberechtigten zur Stadt« vrrordueteawahl liegt der heutigen Nummer der Stadtauflage des „Gießener Anzeiger-" bei. ♦* Eissport. Der TtSverein hat seine Thätigkeit insofern begonnen, al- man mit der Legung der WafferleitungSzufluß- röhren begonnen und das Ausschlagen der Pritschen usw. in Angriff genommen hat. ES werden wieder verschiedene Der- Mietungen getroffen werden, wozu auch die Verlegung deS ConcertpodiumS an da- äußere nordöstliche Ende der Eisbahn gehört- abgesehen davon, daß an Eoncerttagen auf der ganzen Eisbahn die Musik zu hören sein dürste, bietet derselbe an gewöhnlichen Tagen den Schlittschuhläufern und -Läuferinnen ein zugfreie- Ruheplätzchen, von welchem man bequem die Eisfläche übersehen kann. — Mit der Erhebung der Jahresbeiträge wird noch in dieser Woche begonnen werden und verwetsen wir bezüglich alle- Weiteren auf unseren .heutigen Jnseratentheil. Anmeldungen find schristlich an ben Dorsitzenden zu richten, können aber an Et-tagen auch mündlich an der Kasse auf der Eisbahn erfolgen. Zu Amerika verstorbene Hessen. Neto-York C'th. Loeb Heß, 74 Jahre alt, au- Frischborn. Anna Elise Hebbel geb. Biel, 69 Jahre alt, auS Ortenberg. Ottawa, Jll. LouiS Heß, 62 Jahre alt, auS Güttersbach. Saginaw, Mich. Frau Maria Deibel, 68 Jahre alt, auS Beuern. Springfield, O. Fran Anna Marg. German, 63 Jahre alt, auS Linnenbach. • * Sonntagsruhe in den Rebeapostamtern. Nach der Meldung eines auswärtigen Blatte- soll die Sonntagsruhe in den Nebenpostämtern vom 1. November ab eine Erweiterung erfahren. Die Postämter, die sich nur mit der Annahme von Einschreibebriefen, Geldbriefen, Postanweisungen, sowie mit dem Verkauf von Werthzeichen befaffen, werden, wie eS heißt, an Sonn- und Feiertagen nicht mehr Nachmittag- von 5 bis 7 Uhr geöffnet sein. Diese Maßregel wird damit motivirt, daß man einer größeren Anzahl von Postbeamten gleichzeitig den freien Sonntag Nachmittag verschaffen will. — Vielleicht gibt die Postoerwaltung über diese Frage, die da- Publikum doch im höchsten Grade interessirt, baldmöglicht AuSkunst. • • Die Nachprüfungen der Fahrtausweise der in den Eisenbahnzügen befindlichen Reisenden sollen fortan in erweitertem Umfange durch besondere Zugrevisoren vorgenommen werden, die den Verkehr- Jnspectionen unterstellt werden. Außerdem ist jeder Etsenbahndirection ein Zugrevisor direct unterstellt, der den arfammten DirectionSbezirk zu bereisen hat. • * Für Angehörige aktiver Soldaten. Nach dem Ein- treffen der Recruten kommen viele Eltern und sonstige An« gehörige in die Lage, zum ersten Male Briefe und Packete an da- Militär zu senden. ES scheint daher angebracht, an dieBortovergünstigungen zu erinnern, die unser Militär genießt. Diese sind folgende: Ein Brief an einen Soldaten bis zum Feldwebel, bezw. Wachtmeister aufwärts ist bei einem Gewicht bis zu 60 Gramm portofrei, wenn man denselben mit dec Bezeichnung: „Soldatenbrief. Eigene An gelegenheit des Empfänger-" versieht. Das Gewicht eines PacketeS kann 3 Kilogramm — 6 Pfund schwer lein, und muß ebenfall mit dem Vermerk versehen fein: „Soldaten- brief. Eigene Angelegenheit deS Empfängers". DaS Porto kostet bann, ohne Unterschied der Entfernung, 20 Pfg. Schwerere Packete unterliegen den tarifmäßigen Portosätzen. • • Eine zeitgemäße Mahnung bringt die „Schaumb. Ztg" i« Folgendem: „E- ist eine ebenso alte als ungerechte Sitte, die Kleinhandwerker jahrelang auf Bezahlung der von diesen geleisteten Arbeiten und gelieferten Gegenstände warten zu laffen. Wir wollen nicht untersuchen, ob e- Bequemlichkeit oder sogenannter »guter Ton" sein soll, welcher solche- unpaffende verhalten hervorruft - aber manchem jener „Gewohnbeit-schuldenmacher" wäre zi wünschen, daß er einmal in den Schuhen eine» Handwerksmeister« stecken würde. Kein Geld im Hau«, Rechnungen und Wechsel in Hülle und Fülle, kein Rohmaterial zur Arbeit, Sorgen Überi Dach hinaus, da käme Mancher zur Einsicht, daß da- Baarbezahlen denn noch eine feiner* Manier ist, al- da« Borgen, wenn man doch bezahlen ka- v. Bei alledem muß aber d-r Handwerker immer noch hüdich den Mund halten, damit ihm dte Kundschaft nicht davonlüust, und gar Andere noch ab- wendig macht. Solche- Verhalten trägt an dem Untergang manche- braven Handwerker- oft die meiste Schuld." -e- «»rkhardSfeldett, 29. October. Nack längerem, chwerem Leiben ist der Bürgermeister unsere- Ort-, Herr Hoffmann, heute Morgen gestorben. Er wurde im Jahre 1893 zum zweiten Male zum Bürgermeister gewählt, und verliert der Ort an ihm eine tüchtige Kraft. DaS Hinscheiden deS in weiten Kreisen beliebten Manne» wird allgemein bedauert. n Burkhardsfelden, 27. October. Heute wurde dahier ein Mann zu Grabe getragen, welcher in feinem Leben ein recht sonderbarer Kautz war. Obwohl jetzt, nach seinem Tode, ein Baarvermögen von über zehntausend Mark vorhanden ist, ging er doch gekleidet, wie Jemand, der keinen Pfennig sein Eigen nennt, in die Umgegend, um sich ba- Nöthige, waS er zu seinem Unterhalt brauchte, zu erbetteln. DaS, was er durch übermäßige Sparsamkeit zusammen- gescharrt, fällt jetzt entfernten Verwandten zu. □ Ruppertenrod, 29. October. Gestern Abend ereig« nete sich hier ein schwerer Uns all. Der hiesige Schweine- Hirt Loch hatte mit dem Pferde seines Sohne«, der Fuhrmann ist, Krautstrünke vom Felde geholt. Aus dem Wagen befanden sich außer dem Fuhcmann seine Frau und eine zehnjährige Tochter. Das Fuhrwerk kam die Alsfelder Straße herab, die zum Dorfe sehr steil absällt. Im Ort angekommen, scheute das Pserb vor einem anderen Fuhr werke und ging durch. In rasender Eile rannte eS die steile Straße herab, der Wagen stürzte kopfüber um, und die Daraufsitzenden wurden herabgelchleudert. Die Frau erlitt einen schweren Schulterbruch und mußte heute zur Klinik nach Gießen verbracht werden. DaS Kmb trug eine Quetschung deS Nasenbeins davon. Nur Fuhrmann und Pferd biteben tote durch ein Wunder verschont. Rieder«MooS, 25. October. Heute wurde unser alter Polizeidiener Möller, welcher über 50 Jahre Polizeidiener gewesen ist, unter zahlreicher Begleitung beerdigt. Am Grabe gab der Kriegerverein die drei Ehrensalven. ♦♦ Lauterbach, 30. October. Der für dieses Jahr beabsichtigte Molker ei-Cursu- mußte, wie der hiesige „Anzeiger" meldet, Umstände halber auf nächste- Jahr verschoben werden. — Bei dem am Samstag stattgehabten Fruchtmarkte betrug der Durchschnittspreis für 100 Kilo Gerste 13 Mk., Hafer 11 Mk., Erbsen 17,13 Mk., Kar- toffeln 3,84 Mk. Bübingen, 26. October. Zu Michelau ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag baß Wohnhaus des Joh. Sauer ein Raub der Flammen geworden. DaS Feuer entstand kurz nach 1 Uhr auf dem Speicher. Die Bewohner konnten nur notdürftig bekleidet sich das Leben retten. Der Geschädigte ist nicht versichert. A Bom Vogelsberg, 29. October. Obgleich der Winter bereits die Bortruppen feiner Ankunft vorau-g^chickt, hängt doch noch das meiste Laub an den Bäumen. DaS soll der Erfahrung gemäß einen strengen Winter erwarten laffen. In den Gärten findet man noch vielfach vollkommen blühende Rosen. Rosen und Schnee, welch seltener Contrast! Im vorigen Jahre war die Witterung viel gelinder als gegenwärtig, und damals hielt da« gelinde Wetter bis zu Weihnachten an. Noch im December vermochte man im Felde zu pflügen, und von Schnee war bis dahin keine Spur zu sehen. Wenn auch die Feldarbeit fast bewältigt ist, so find doch noch manche Stoppelfelder umzupflügen. In Anbetracht des großen Nutzens für den Acker, der im UmpflÜgen der Stoppeln liegt, wären ein paar schöne Tage noch sehr wünschenswerth. nn. Darmstadt, 29. October. Der FestcommerS der Studentenschaft der Technischen Hochschule auS Anlaß der Einweihungsfeierlichkeiten und der Eröffnung der neuen Hochschulgebäude war wohl da- Glänzendste, was Darmstadt seit langen Jahren gesehen hat. Draußen im Nordosten der Stadt, im sogen. Hohlen Weg, liegt daS Scating- Rink -Orpheum, ein großartiges, rotunbcnartigel Gebäude, in dem ehedem in Rollschuhen gefahren und daS später als FourageMagazin und als Museum für Darmstädter historische Kleinigkeiten diente und daS jetzt von seinem Be- sitzer auf daS Prächtigste als Orpheum renovirt wurde und bequem 2000 Menschen faßt, in diesem, auf da« herrlichste mit Blumen und Guirlanden becortrten Saäl, wurde der CommerS abgehalten. Schon von 7 Uhr ab füllten sich die Gallerien mit einem prächtigen Damenflor, während auf den Estraden und im Saal die CommerStheilnchrner sich placirten, unter denen wir Prinz Wilhelm, die Herren StaatS- mintster Finger, DivifionS Commanbeur v. Goßler, ben Rector ber Universität zu Gießen, Prof. Dr. Behaghel, sowie sämmtliche Profefforen und Stubirenden der Hochschule, die sämmtlichen EorpS und Burschenschaften in studentischem Wich! bemerkten. Um 9 Uhr traf ber Großherzog in Begleitung seine« Adjutanten, beS Herrn Major v. Röder, im Orpheum ein. Beim Eintritt tu ben Saal wurde Seine König!. Hoheit der Großherzog von brausenden Hoch- empfangen, worauf von ben Anwesenden stehend die Nationalhymne gesungen wurde. Der Großherzog nahm hierauf Platz an dem Tische del PtäfidiumS, rechts von dem stud. DerrapSky, Vorsitzender deS S'udentenauSschuffeS, der in schneidiger Weise den Vorsitz führte, während Prioz W'lhelm auf der Linken Platz nahm. Sofort ergriff Seine König!. Hoheit der Großherzog baß Wort, i.m in einer kurzen Rede ein Hoch auf baß Blühen der Technischen Hochschule zu Darmstadt und da« Wohl der Studentenschaft au«- zubringen, stud. DerrapSky brachte in zündender Rede den Dank ber Darmstädter Studentenschaft dar und forderte diese auf, in ein Hoch auf Seine König!. Hoheit und daS Grohh. Hau» einzustiwmev, da- die Festversammlung, auch die Damen, begeistert aufnahm. ES folgte nunmehr Gesang und Rede uni zwar Dem Senior beS D C. auf Kois r und Reich, deß 8 6. an die Erbauer ber Hochschule, D.C. ar • ben Rector, au daß Profefforen Collegium und die Chattier, auf ©labt und Land und die FrdelitaS, die Vertreter und Gäste und der Alemannia. Mit einer Rede auf die dem CommerS beirootnenben Damen deS stud SieverS vom Akademischen Verein, die von geradezu zündender Wirkung mar, schloß der osficielle Theil deS prächtig arranglrten FestcommerseS. Seme Königs Hoheit der Großherzog wohnte dem CommerS biß gegen 1 Uhr bei und unterhielt sich in der liebenswürdigsten Weise mit den ©tu’urenben. Erst gegen 4 Uhr Morgen- verließen die letzten Ritter der @e- müthlichke r die prächtigen Räume deS Orpheum-. Heute Moraen findet nochmal- ein Frühschoppen der Studentenschaft im Orpheum statt. Oppenheim, 27. October, vor dem AmtSge icht kam am Fretag ein Heiterkeit erregender Proceß zur Verhandlung. Ein Heirathsvermritler von Hangen-Wei-Heim klagte gegen einen jungen Landwirth von Gimb-Heim cus Zahlung von 25 Mk für Auslagen, die entstauben burch feine Bemühung, dem Landwirth eine Frau zu verschaffen. Kläger hatte nämlich ben »etiagien auf ein vermögendc- Mädchen aufmerksam gemacht und schien auch ber Herrath-- canbtbat nicht abgeneigt, die Dame zu seiner Lebensgefährtin zu erwählen, biß er auf einmal erfuhr, daß dieselbe nicht (wie iqm AnsangS mitgeiheilt), „Christine", sondern „Sydilla" heiße. Der G mb-heimcr scheint aber eine unüberwiirdftche Antipathie gegen ben Namen Shdilla zu haben, da er h-.ute zur großen Belustigung b<6 Auditorium« dem Vorsitzenden de- Gericht- erklärte, daß der Name „Sybilla" ihn veranlaßt habe, die nngeknüpfren Beziehungen wieder abzubrechen. Nach langem Zögern verstand sich der Beklagte dazu, dem Kläger 20 Mark zu zahlen und die ent« ftanbenen Kosten zu tragen. Worms, 28. Cctober. Nach einer provisorischen Zu samrnenstellung wirb da- 14. Verband-schießen, welchc- vom 14. bi- 21. Juli dahier abgebalten wurde, mit einem Uederschuß von nahezu 10,000 Mk. obsch'.ießen. In den nächsten Tagen wird dem Lentealau-jchuß die General« Abrechnung vorgelegt wer dem D. Z. Scbift-nach richten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen d er treten durch die Agenten Carl Loo- und I. M. Schulhof. Bremen, 29. Oktober. IPer transatlantischen Telegraph ) Der Schnelldampfer Trave, Capi 6 Thalenborfi, vom jloibbeutfatn Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr Abend- wohlbehalten tn Newyork angekommen. ,, , Bremen, 29. October. (Per transatlantischen Telegraph./ Der Posidampser Dresden, Capi. W Kuhlmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork an gekommen. ______________ Oerkehr, £anö* tmfc P. Siebener Biehmarkt. Der Auftrieb auf dem gestrigen Kuhmarkl beftanb aut 600 Stück tragenden und frtfefcmdhnbar Kühen, Vogelsberger und Kreuzungen, ca. 100 Stück Rindern int Stieren und 100 Stück Kälbern. Infolge de- Orienderger Herbst- Marktes waren die rheinischen und Frankiurter Käufer dem Maekte fern geblieben, aber auch die stramme Eontrole, welche hier statt: findet wegen der angeblich in den benachbarten Ke eisen Marbrrrg, Kirchhain und Homberg auSgebroch-nen Maul- und Klauenseuche drückte den Handel auf ein tieferes Niveau zurück, als wir eS sonst gewohnt find. Viele kleinere Käufer, die den Markt besuchten, fauftce nicht auS Furcht vor der Maul- und Klauenseuche und zogen unverrichteter Sache wieder ab. Schwere Milchkühe waren, wie schon beim letzten Markt, stark begehrt und wurden biß 450 Mk. per Stück bezahlt, doch war diese Waare selten. Die Preise für allen sonstig en Gattungen roareu nach Lage der Sache stark abweichend. Kübe 1. Qual, wurden gehandelt mit 350 biß 400 Mk, 2. Qual. 250 biß 300 Ulf., 3. Qual., die überwiegend vertreten war, mit 180 hiß 250 Mk. per Stück. Fettvieh wurde verkauft: 1. Qual mit 52 biß 54 Mk., 2. Qual, mit 47 biß 50 Mk. per 100 Pfund Schlachtgewicht. Kälber notirten in bester Waare 60 Pfg per Pfund. Unter blefm Umständen zogen viele Verkäufer eß vor, ihre Waare wieder v'm Markt zu treiben und wa, derselbe um 10 Uhr beendet. — Auch ber Vorhandel, welcher sonst am Montag schon zu einem lebhaften Geschäft führt, war dieses Mal ganz unbebcutenb. kirchliche Anzeige« der Stabt Gietzen foangeliffte «emeinbt. Donnerstag ben 31. Cctober, Abends 8 Uhr, im Turnsaal der Stadtknabenschule: Vtdetstnada. Pfarrer Schlosser. (Jarobuß, brief Capitel 1, Verß 13-27). Katholische Gemeinde. Freitag den 1. November, ftefl «lleryeilige». Donnerstag: Nachmittag- um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit jux hl. Beichte Freitag: VormMagß von 6'/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6V, Uhr erste hl. Mefie; um 7*/i Uhr Sußtheilun > der hl. Communion; um 8 Uhr zweite hl Mrffe; Militärgotteßdienst mit Predigt; um 9«, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittag- um 5 Uhr und Abend- um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte. Nachmittag- um 54/i Uhr: Predigt; darauf Rosmkrauzandacht mit Segen SarnStag den 2. November. «llerseele«t»s. Vormittag- von 61/« Ubr an Gelegenheit zur hl Beichte. um 67i Ubr erste hl Messe. um 7' i Uhr Seelenamt für alle Abgistorbeneu der Pfarrei. Nachmittag- um 6‘/i Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Am Allerfeelentage wirb in ber hl. Messe unb im Seeleaennt die hl. Cornmunion außgetheilt 5000000000DQQ Velour, Kammgarn, Cheviots und Buxkin i Mk. 1.35 pr. Str. doppelbreit, n adel fertig, In solider Qualität, versenden ia einzelnen Metern portofrei in’e Haos Tuchversandtgeschaft Oettinger&Co.,Frankfurta M. -----Muster-Auswahl umgehend franco.---— ÖOOOOOOOOOOQOOOOOOOOOOaOOOCXX Bekanntmachung. 9098 Gnauth. 9082 auSgekührt von der Anfang 8 Uhr. 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Pfosten und Leithölzer zu Einfriedigungen. 4. Pfähle, Pflöcke und Brennholz. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G n a u t I). Betr.: Da» Einhalten der Tauben während der Saatzeit. Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Art. 79 des Feldstrafgesetzes aufgefordert, ihre Tauben wegen der Saatzeit noch cifi zum 10. November l. I. einzuhalten. Gießen, den 28. October 1895 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 9054] Ein schön rnöbl Cabinet sofort zu vermiethen Liebigstratze 58, l. Hüte und Mützen verkaufe wegen Ausgabe dieser Artikel zu jedem Preis. 9070 Wilh. Stumpf, Sonnenstr 9. Alte Minik. Ei» Hausbursche, sowie ein Auslauser gesucht. „„ Giessen 9 Beltersweg 9. Misor!sch;u ftu- chietzen, wklchck ®urbt, mit einem Wn. In den die General, ______W-Z. n. Der Jahresbeitrag beträgt Mk. 2.— Deielbe g) wird im Laufe dieser Woche von dem Vereinsdiener erhoben werden. Wir machen darauf aufmerksam, daß jeder Beitragsquittung eine Beikarte beigefügt wird, daß aber weitere Betkarten für Familienangehörige gegen Entrichtung von 50 Pfg. per Stück vom Diener gefordert werden können. Die Zahl der benöthigten Beikarten bitten bet Zeiten festzustellen. Ohne Bei- oder Tageskarte hat Niemand Zutritt zur Eisbahn. (Diese Bestimmung bezieht sich auch auf Burschen, Diener, Kinder, und Dienstmädchen.) Verweigerung der Zahlung des Jahresbeitrages güt nach § 9 und 10 der Statuten als Austrittserklärung. Offene Stellen für Comptoir, Laden, Lager, Reise besetzt kostenfrei der Kaufmännische Verein zu Frankfurt (Main). «88 „Schn «dt. Ukhtiltg"»' 8 M '"*■ Tages-Ordnung: 40 Stiftungsfest. - Geldbewilligung hierzu aus dem Angelegien. Der Vorstand. Ceptlt des 2. «M. jeff. M-Lkgimeiits llr. 116, Sailtr Wilhelm unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn C. Krauße. DM" Entree 50 Pfg. Gießen, den 29. October 1895. Bau- u. Platz-Ausschutz der Landwirthfchaftl. Ausstellung I A.: Stahl. Landwirtschaftliche Ausstellung Gießen. Das zu den Stallungen verwendete Holz soll Samstag, 2. November d. I., Nachmittags 2 Uhr Kreitag, 1. Yovernöer, Aöends 9 Mr Sei Alöold: Allversanmilung‘ F.St.F tm bies. Wartesaal SöCTlPFCU dritter Klaffe ein «otizbuch. Abzugeben gegen 3 Mark Belohnung bei 9106 JohS. eit», Hammstrahe. Hroßes Grtra-Koncert zum Vesten hilfsbedürftiger Musiker der deutschen Armee nnd der Marine Bekanntmachung, Offenlegung der Liften der Stimmberechtigten zur Stadtverordnetenwahl betreffend. Während der Zeit vom 31. October bis 7. November 1895 einschließlich. Vormittags von 8-12 Uhr und Nachmittags von 2—5 Uhr, liegt die Liste der in der Stadt Gießen zur Stadtoerordnetenwahl Stimmberechtigten, sowie das Verzeichniß der zu dem höchstbesteuerten Drittheil der Wählbaren gehörigen Personen auf dem Bürgermeistereigebäude — Zimmer Nr. 15 — zu Jedermanns Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist kann ui dem bezeichneten Locale jedes Mitglied der Stadtgemeinde Einsicht von diesen Listen nehmen und Einwendungen gegen dieselben vorbringen. Gießen, den 30. October 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bekanntmachung. Das zum ehemals von Rabenau'schen Gut gehörige, zwischen der Frankfurterstraße und dem Mittelweg einerseits und den beiden Bahnhof, zufuhrwegen anderseits gelegene Gelände, welches in 22 Viertel von 545 bis zu 625 qm Größe eingetheilt ist, soll Samstag, 2. November d. I, Nachmittags vou 3 Uhr au an Ort und Stelle öffentlich verpachtet werden. Gießen, den 28. October 1895. Festsaal Cafe Leib Donnerstag, den 31. Oktober: Kdtrheff.-tzMcher Güterverkehr. Vom 10. f. M. ob wirb die Station Wendelsheim in vorbezeichneten Verkehr einbeiogen. Nähere Auskunft ertheilen die Güter- abseriigungen. Gießen, den 28. October 1895. Gr. Direciion der Oberhessischen Eilen, bahnen.9 04 Unterzeichnete empfiehlt sich im 8761 Anftrtigen sämmtlichcr Daraen-Garderobe. Auch werden daselbst Damen-Mäntel aller Art, sowie Jaquets, Caves, Pelerinen -c. re. nach dem neuesten Schmit unter «arantie guten Sitzens hergestellt. SW Reelle Bedienung. UG Bitte die geehrten Damen von Gießen und Umgegend vertrauensvoll sich an mich wenden zu wollen. Hochachtungsvoll Bahnhosstraße 23, ii. Irau K. Leonhard. - dr°ceh iUt T'vbShriv cui lnlftQnbtn durch 1 vrrjchcho. e” vermögendes Qd) der Hetrathz- 1 ^inrr Lebens-. "° «fuhr, d°ß llt), „Christiur«, scheint aber eine mcn Shbilla zu des Suöi/orfuu’i der Name itteu Brzichungkn sich der lhlrn uud dir tut. chule, vo . ""ter uud 5*“’ bi! d«n ' b" ^udrvirv^.k. pirtbfdMfa tuf hm flefldaeti mb ieiichmrtiuivm Ltüä Mm vx\t Oärvdntzn hrE Wa btm Mllr U, wclche hin statt itn Kiäien Marbmz, ,ul- und Klauenseuche trücf, als wir es sonst larft besuchten, fmihti beuche und zogm uik übe waren, wie schon bis 450 M. per SM Ift für allm soostipm lk abweichend. Kübe ) M, 2. Qual. 256 len war, mit 180 «S 1. Dual mit 52 bis ßfunb Schlachttzewichl. Mund. Wn Wm „Ware wiebtrö-m W bembet. - kluch :on zu einew lebhaslen Mb^ ___- itatt Siche»- glt. M, im Turviaal »n Silin«. (»*” Stabt ZchlaMavs. Freibank 190801 Heute und morgen: Ochsensteifch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. ffW Wer schnell und mit geringsten «osten Stellung finde« rottl, verlavs per Vostkarte die .Deutsche ör----- Post' in «tzlinge« «. 9L Fklddrand la. Qualität. Jedes Quantum billigst. Rahe und gute Abfahrt. A>'ch können dieselben an die Ban» stelle geliefert werden. 56s» Andr. 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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christine Hoffmann, geb. Albach. Giessen, den 29. October 1895. Die Beerdigung findet Freitag, den 1. November, Vormittags 11 Uhr vorn Sterbehause, Seltersweg 68, aus statt. Gestern Mittag 1 Uhr verschied sanft unser lieber, guter Vater, Schwiegervater und Grossvater T odes-Anzeige Heute Vormittag um 11 Uhr entschlief sanft im 83. Lebensjahr unser lieber Gatte, Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der practische Arzt und Kreisassistenzarzt l P. Dr. med. Ferdinand Schmidt, was wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille fheilnahme Todes Anzeige. Freunden und Bekannten die Mittheilung, daß unser lieber Onkel und Groß'Onkel Herr Peter Ullmann seinem schweren Leiden erlegen ist. Um stille» Beileid bitten Familie Albold. Familie Ullmauu. Gtetze», Lollar, den 29. October 1895. Die Beerdigung findet Donnerstag den 31. October, Nachmittags 4Vi Uhr, von den Neuen Kliniken aus statt. 9101 Todes-Anzeige. Heute früh um ^6 Uhr entschlief sanft nach längerem, schmerzlichen Leiden im Alter von 47 Jahren unser lieber Gatte, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Theodor Hoffmann, Grossh. Bürgermeister. Wohnungs-Veränderung. 9084 Wohne jetzt Arankfurterkraße AIo. 52 früher von Rabenarr'sche Besitzung. Gesicht IHtigrr S4rrinrrlÄÄTmU9U,enSeuanlflen Laufmädchcn gesucht. yc2. oon - ea3, Part. I ÄrO.Htion; L. Echryda. — Druck und vrrlaq der vrithl schco NorverfttL^Vuch. und Stttnbcuderri Pietsch ch. bchehd«) ix OlKfrm.