Rr. 204 Der iKießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener A««irienvlät1er werden dem Anzeiger »dchmtlich dreimal beigelegt. Samstag den 31. August Gießener Anzeig er Keneral-Anzeiger. 18f>£ Dierltljähnger Adouucmcutspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringrrlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Rcdaction, Qrptbitio» und Druckerei: Schvkaraße Ar.r. Fernsprecher 51. Zlints- und Anzeigeblatt füv den TLveis Gieszen. Fettilleton. Z\ ErmnklWgkn mks freiwilligen SauMsumuues an« den Angnst- null Septembertagen des Jahres 1870. (7. Fortsetzung.) Am 29. August brachen wir nach Jouaville auf, wo die Schwerverwundeten der preußischen Garderegimenter in großer Zahl untergebracht waren. Auch einige hessische Verwundeten lagen dort, denn die preußische Garde, hessische Jäger und Artillerie kämpften hier nebeneinander. Abends vorher vernahmen wir mit großer Befriedigung, daß es den beiden in der Mairie liegenden Offizieren: Hauptmann W. von der 2. leichten Fußbatterie und Lieutenant K. vom 2. Jager« -ataillon, obgleich schwer verwundet, verhältnißmäßig gut ginge. Letzterer hatte eine Schußwunde in den Kopf erhalten, war als gefallen gemeldet worden, hatte sich aber wieder erholt und lebte noch zehn Tage bis zum Abend des 28. August. In der Frühe des folgenden Tages trafen wir zu Jouaville ein, tief bedauernd, daß wir den kaum zwanzigjährigen Jüngling nicht mehr am Leben trafen. Die Leiche war bereits in dem großen Grabe rechts vom Eingänge des Dorfes beigesetzt worden/ ein einfaches Holzkreuz bezeichnete die Stelle, daß hier ein Offizier ruhe. Mr ließen einen hölzernen Sarg anfertigen, legten die Leiche hinein, schnitten dem Gefallenen eine Haarlocke ab und senkten die Leiche an der Dorfmauer, deren Stelle genau bezeichnet wurde, in die Erde. Acht Tage später holten wir die Leiche ab und verbrachten fie nach Darmstadt, wo sie mit allen kriegerischen Ehren beigesetzt wurde. Unter dem Gepäck des Jünglings fand sich Körners „Leher und Schwert'. Die Stelle: „Sollt ich einst im Siegerheimzug fehlen war angestrichen und das Blatt eingekniffen. Biele Krieger hatten Todesahnungen, die sich bestätigten. Andere sagten mit großer Bestimmtheit voraus: mir thut alles nichts! Sie bestanden Gefahren der schlimmsten Art, kamen glücklich durch Deutsches Reich. Berlin, 29. August. Das Kaiserpaar ist von seinem gemeinsamen Aufenthalte auf Schloß WilhelmShöhe bei Cassel wieder im Neuen Palais bet Potsdam eingetroffen, woselbst nunmehr die gesammte kaiserliche Familie bis auf Weiteres wiederum vereinigt ist. Am Freitag hatte das vorpommersche Städtchen Demmin die Ehre eines Besuches des Kaisers. Der hohe Herr wohnte der Besichtigung der dort zusammen- gezogenen Cavallerie - Division durch General v. Krosigk, sowie einer sich anschließenden Gefechtsübung bei, nahm spätem daS Frühstück im OffizierScasino des 2. pommerschen Ulanen-Regiments Nr. 9 ein und reifte dann nach Potsdam zurück. — Die von der öffentlichen Meinung Deutschlands langst mit Ungeduld erwartete authentische Veröffentlichung Ler Grundzüge der geplanten Organisation des Handwerks, wie solche der in Berlin versammelt gewesenen JnnungSconferenz unterbreitet und von ihr erörtert worden find, ist jetzt endlich erfolgt. Danach hatte das preußische Handelsministerium der genannten Conserenz die Grundzüge für eine Zwangsorganisarion deS Handwerkes und für eine Regelung des LehrlingSwesens, außerdem einen die Erricht tung von Handwerkerkammern betreffenden Gesetzentwurf vorgelegt. Den Kernpunkt der vorgeschlagenen Zwangsorganisation deS Handwerks stellt die Bildung von Innungen nur für gleiche oder höchstens verwandte Gewerbe mit bestimmt abgegrenzten Bezirken dar. Eigentliche Mitglieder der Innungen sollen die selbstständigen Handwerker, welche Gesellen oder Lehrlinge beschäftigen, sein, doch können auch Handwerksmeister ohne Hilfskräfte und die Werkmeister in Großbetrieben die Berechtigung zum Eintritt erlangen. Der- saffung, innere Verwaltung und Geschäftsordnung jeder Innung werden durch die höhere Verwaltungsbehörde statutarisch geregelt. Bei jeder Innung wird ein Gesellen- AuSschuß errichtet, JnnungSausschüffe werden in den Bezirken der zu bildenden Handwerkerkammern errichtet. Die Grundzüge über die Regelung des Lehrlingswesens weichen von den schon früher hierüber veröffentlichten Bestimmungen nur wenig ab, sie lausen im Allgemeinen auf eine Bkschränkung der Befugnisse zum Halten und zur Anleitung von Lehrlingen hinaus. Was das Project der Handwerker- ckammern anbelangt, so denkt sich der Entwurf diese Organisation nur alS eine provisorische. Die Aufgabe der Hand« werkerkammern soll hauptsächlich in Beaufsichtigung der Innungen, JnnungsauSschüffe und des Lehrlingswesens, in Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr. Hratisbeitage: Hießener Ilamikienötätter. Erstattung von Berichten und Abgabe von Gutachten über | gewerbliche Fragen bestehen. Die Veröffentlichung der Be- schlüffe der Berliner JnnungSconferenz über die ihr unterbreiteten Vorschläge soll baldigst Nachfolgen. Offenbar ist aber der ganze Reformplan noch lange nicht genügend ausgereift, um nun baldigst ins Praktische übertragen zu werden. K. Augsburg, 29. August. Der allgemeine Verband deutscher Erwerbs- und Wirthschafts-Genoffenschaften hält hier gegenwärtig seinen 36. Verbandstag ab. Es nahmen daran Theil nach der gestrigen Präsenzliste etwa 300 Personen, die zum größten Theil als Vertreter von Creditgenoffen- schäften, zum kleineren Theil von Consumvereinen, Bau-, Rohstoff- oder Magazingenoffenschaften (sämmtlich nach dem auf Selbsthülfe beruhenden System von Schulze-Delitzsch) erschienen find. Die Vorversammlung sand am 27., die erste Hauptversammlung gestern statt. Dagegen hat der engere Ausschuß schon seit dem 24. täglich Sitzungen abgehalten. In der gestrigen Hauptversammlung waren Vertreter der bayerischen Regierung, deS schwäbischen Kreises und der Stadt Augsburg erschienen, welche, durch den Vorsitzenden Prö bst «München der Versammlung vorgestellt, diese herzlich begrüßten und den Wunsch aussprachen, daß ihre Berathungen besten Erfolg haben möchten. Auch von Seiten der dänischen Regierung war ein Herr erschienen, der als Gast den ernsten Verhandlungen folgte. Nach dem Geschäftsbericht des Anwalts F. Schenck«Berlin hielt zu dem Antrag IV. Professor Huber- Stuttgart einen von der Versammlung mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die WährungS- frage, dem eine ebenfalls beifällig aufgenommene Ergänzung durch Th orw art-Frankfurt folgte._________________ Nachekhten» Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 29. August. Die Vorbereitungen für die öffentliche Feier des Sedantages nehmen hier einen großen Umfang an. ES wird zu einer ziemlich umfaffenden Einstellung der Arbeit an diesem Tage kommen. Morgen er- scheint ein Aufruf angesehener Firmen, der die Ladenlnhaber Berlins bittet, an diesem Gedenktage ihre Geschäfte zu schließen. Berlin, 29. August. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Auf den Vorschlag des Ministers der öffentlichen Arbeiten beschloß das Staatsministerium, daß, soweit es Natur und Bedürfniffe deS einzelnen Betriebes gestatten, denjenigen Bediensteten, die am Feldzuge von 1870 theil- genommen haben, am diesjährigen ganzen Sedantage, den übrigen Nachmittags frcigegeben und in beiden Fällen der Lohn unverkürzt bezahlt werde. Berlin, 29. August. Heute sind hier die Directoren der zoologischen Gärten von Berlin, Hamburg, Köln, Breslau, Düffeldorf, Leipzig und Hannover zu einer Wanderversammlung zusammengetreten. Die Verhandlungen werden am SamStag geschloffen. München, 29. August. Die Gcmeindebevollmächtigten beschlossen, den Mitkämpfern des Krieges von 1870/71, wofern sie hier seit zehn Jahren ihren Wohnsitz haben, das unentgeltliche Bürger- und HeimathSrecht zu verleihen. Würzburg, 29. August. Versammlung deutscher Forstmänner. In der heutigen zweiten Hauptversammlung refertrten Profeffor Lorei - Tübingen und Forstrath Engelhard-München über Waldeintheilung. Ministerialrath Ritter von Ganghoffer sprach über Noth infolge Auftretens des Kieferspinners. Mit Worten des Dankes an die Ber- sammlung, die Staatsregierung, die Stadt und an den Geschäftsführer, Forstrath Kleespries, schloß der Präsident, Ober- sorstmeifter Dankelmann-Eberswalde, die Versammlung. Nachmittags fand ein Festmahl statt, morgen wird ein AuSfiug nach dem Speflart gemacht. Petersburg, 29. August. Moskauer Blättern zufolge ist die gegen 4000 Einwohner zählende Stadr Juchnow im Gouvernement Smolensk zur Hälfte abgebrannt. Depeschen deS Bureau .Herold'. Berlin, 29. August Das Befinden der Kaiserin läßt zur Zeit nichts zu wünschen übrig. Die Kaiserin ist beim besten Wohlsein auS Wilhelmshöhe zurückgekehrt. Die Schwäche, von welcher die Kaiserin als eine Folge ihrer Krankheit in Kiel befallen war, ist vollständig geschwunden. Berlin, 29. August. Wie die Blätter melden, soll heute ein bei dem Eigenthümer deS Hotels Germania in Bad Gastein eingetroffenes Schreiben des Fürsten Bismarck deffen Ankunft zum Kurgebrauch am 17. September anzetgen. Die Nachricht bedarf noch der Bestätigung, da es hieß, daß Fürst Bismarck in diesem Sommer Friedrichsruh nicht verlaßen werde. Berlin, 29. August. In süddeutschen Regterungskreisen begegnen, wie die „Mil. Pol. Corresp." schreibt, die auf Zwangs o rganisation des Handwerks gerichteten Pläne mehrfach Bedenken. Man glaubt befürchten zu müssen, daß insbesondere die Organisation der dort bestehenden Feuer, Wasser, Hunger und ansteckende Krankheiten hindurch und langten wohlbehalten wieder bei den ihrigen an. Nachdem wir unsere Pflicht dem Gefallenen gegenüber erfüllt hatten, begaben wir uns in daS Lazareth zu Hauptmann W. zurück. „Verfügen Sie über uns, wir stehen vollständig zu Ihren Diensten," sagten wir dem Tapferen, dessen eine Oberarm, von einer Granate zerrissen, im Gypsverbande lag. — „Ich brauche gar nichts," war die Antwort. „Es ist in unübertrefflicher Weise gesorgt, oder können Sie mir vielleicht den verd.......Gypsverband abnehmen und den zerfetzten Arm wieder flicken, daß ich dem verruchten Fran- zosengesindel seine Schaudthaten helfen kann heimzuzahlen." — Nach diesen kräftigen Worten folgte eine kleine Serie noch kräftigerer Donnerworte, so daß man einen rauhen, bärbeißigen Krieger vor sich zu haben glaubte. Aber W. — er ist auch seit einigen Jahren zur großen Armee abgegangen — harte ein weiches, kindliches Herz, das sich oft in rührender Weise zeigte, die Rauhheit war nur äußerlich. Inzwischen hatte ich den Rucksack geöffnet und ein Fläschchen Kölnisches Wasser herausgenommen, daS ich vorsichtig öffnete. „Schnaps wird nicht getrunken, Mann!" rief W., „aber Wein und sogar Champagner, nota bene! nur dann, wenn wir ihn haben." — „Das ist nicht zum Trinken, sondern zum Riechen, bitte, die Nase etwas herüberzudrehen," war die Antwort. — „Mann Gottes, Ihr seid ein — — ausgezeichneter Mensch!" rief W., nachdem er einen tiefen Athemzug gethan, „daS Fläschchen dürft Ihr mir schenken, so etwas haben wir nicht. Wenn man zehn Tage lang nur Pulver, Blut, Brand und Verwesung gerochen, ist solch ein Fläschchen eine Himmelsgabe." — Meine Freude, etwas geben zu können, war mindestens ebenso groß als diejenige des Empfangenden. Am 30. August hatten wir Rasttag in Anoux la Grange. Die Ruhe that uns gut nach achttägigem Arbeiten und Entbehren. Schon am 22. August waren die Sachsen und die preußischen Garden nach der Maas aufgebrochcn/ unsere Division war weiter nach Norden in die Stellungen von Marange und Pierevillers eingerückt. Heftige Regengüsse brachen nieder und verwandelten den Boden in Sumpf und Morast. Der CernirungSdienst war hart, die eintreffenden Liebesgaben halfen über vieles Ungemach weg. Am Abend des 30. August brachten einige Leute die Nachricht: man höre schon den ganzen Tag Über dumpfe Donnerschläge von Westen her, eS müffe wieder hart gestritten werden. (An diesem Tage wurde die Schlacht von Beaumont geschlagen, wo die Bayern die leichtfertigen Franzosen mit Artillerie Überfallen konnten.) Der Westwind trug den Donner der Geschütze biS vor Metz. Wir machten uns am 31. August frühzeitig zum Abmarsche nach der Heimath bereit, zögerten aber doch wieder, als sich — Niemand wußte woher — die Nachricht verbreitet: heute geht es auch bei uns loS. Derartige Gerüchte liegen in ober fliegen durch die Luft, man weiß nicht, woher sie kommen oder wohin sie gehen. Wir beschlossen, noch einen Tag zu warten. Um Mittag traf die Nachricht ein: unsere Division wäre alarmirt worden und sei nach Osten ab« marschirt/ Bazaine mache einen ScheinauSfall nach Osten und Süden, würde aber wahrscheinlich den Hauptstoß nach Norden führen, weil er in dieser Richtung mit einer anderen französischen Armee, welche von Nordwesten her im Anmarsche sei, sich am leichtesten vereinigen könne. Dies änderte unseren Plan, nach Süden zu marschiren, vielmehr gingen wir von Anoux la Grange nach Batillh, St. Marie aux Chvnes über Roncourt und kamen Nachmittags 4 Uhr nach PierrevillerS, wo wir zu unserem Leidwesen erfuhren, daß unsere Division um einen halben Tagemarsch vorwärts sei und unmöglich von uns eingeholt werden könnte. Man könne dieses aber auch durchaus nicht empfehlen, weil wir von den umherstreifenden Franctireurs wahrscheinlich niedergemetzelt würden. Keiner von unS besatz Waffen, sie hätten auch den Buschkleppern und Meuchel- Mördern gegenüber keinen Zweck gehabt. Also wieder zurück, hieß eS. (Schluß folgt.) Gewerbeverelne durch eine anbertoelte Ordnung der Dinge Icioen werde. Piel, 29. August. Der Untergang be» Torpedo- bootfi S 41 fand auf der Fahrt der Herbstübungsflotte von Wilhelmshaven nach Piel bei stürmischer See statt. Die Mannschaft deS Bootes war zum Theil in Kiel wohnhaft. Unter den Ertrunkenen befinden sich mehrere Familienväter. D e ertrunkene Mannschaft befand sich zur Zeit des Unfalles unter Deck und nur die (Bereiteten waren auf Deck. München, 29. August. Katholikentag. Die dritte öffentliche Generalversammlung fand gestern Nachmittag 5 Uhr statt. Domcapitular Danner-Oesterreich übermittelte die Grüße seine Landsleute und wies darauf hin, daß die Ziele der österreichischen Katholiken gleich seien denen ihrer deutschen Brüder und verbreitete sich sodann über daS Thema: Autorität ein Begriff, der ohne Gott nicht denkbar sei. Redner erwartet die Unterstützung der deutschen Katholiken in dem Kampfe der österreichischen gegen den Atheismus mit dem Hinweis, daß die Atheisten an den sämmtlichen Hochschulen Oesterreichs die überwiegende Mehrheit bilden. Landtagsabgeordneter Dr. Schädler spricht sodann über „Arbeit im Lichte deS ChristenthurnS". Er schildert in humoristischer Weise die Ausbeutung der Arbeitskräfte durch die Fabriksherrn und Börsenjobber auf der einen Seite und Genüsse über Genüffe auf der andern und constatirt ein rapides Fortschreiten der Verarmung weiter Volkskreise. Redner schließt mit den Worten: Lasten Sie unß in religiösem Sinne jederzeit für die Arbeiter eintreten. Hierauf bringt der erste Präsident ein Telegramm des heiligen Vaters zur Verlesung, in welchem derselbe der Versammlung seinen Dank für die dargebrachte Huldigung auSspricht und seinen Segen spendet. UniverfitätS- profestor Dr. Grauer-München spricht sodann über Katholi- cismuS und Wiffenschast. Schlosser Schirmer-München verbreitet sich bann über Aufgabe und Ziele der katholischen Arbeiter-Vereine. Reichs- und Landtagsabgeordneter Gröber spricht über das Ehrtstenthum als die Grundlage des StaatS- lebenS. Der moderne Staat sehe ab von jeder Religion und von Gott und erkläre sich als absolut erhaben über jedes höhere Gebot. Unter brausendem Beifall schließt Redner seine zum Theil launigen Ausführungen. Eine Antwort des deutschen Kaisers auf daS bereits am Montag abgegangene Huldigungstelegramm ist noch nicht eingetroffen. München, 29. August. Der vierten geschloffenen Generalversammlung, welche heute Vormittag 8 Uhr stattfand, reihte sich die vierte und letzte öffentliche Generalversammlung an. Professor Dr. Schäpmann auS Utrecht sprach über die religiösen Bestrebungen LeoS XIII., Graf Ferdinand Zichy (Ungarn), von lebhaftem Beifall empfangen, schilderte die Lage der ungarischen Katholiken als eine höchst traurige, Dr. Lieber verbreitete sich hierauf über die Verdienste Bayerns um die katholische Kirche und Deutschland. Es wurden noch e ne Reihe von Zustimmungstelegrammen verlesen und nach einer Schlußansprache deS Präsidenten, in welcher derselbe aufforberte, treu zur katholischen Sache zu halten, die Versammlung unter Ertheilung deS erzbischöflichen Segens geschlossen. Damit hatte die 42. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands ihr Ende erreicht. Laibach, 29. August. Heute früh gegen 4 Uhr wurde hier ein heftiges Erdbeben verspürt, welches zwei Secundcn dauerte, von unterirdischem Rollen begleitet war und wellenförmig mit kurzem, kräftigen Stoß auslief. Zahlreiche Häuser sind beschädigt. Die Bevölkerung ist in höchster Aufregung. Venedig, 29. August. Der hier gelegentlich des Augen- ärzte-CongresteS weilende berühmte Augenarzt Ugo Tailor aus Neapel schnitt fich in einem WahnsinnSanfalle die Pulsadern auf und verletzte sich dadurch lebensgefährlich. Mailand, 29. August. Der „©ecolo* meldet aus Sofia, daß in den letzten Nächten drei politische Morde vorgekommen seien. Die Köpfe der Opfer habe man in den öffentlichen Anlagen an Bäumen aufgenagelt gefunden. Der österreichische Botschafter erhielt mehrere Drohbriefe. Pari«, 29. August. Der Generalrath nahm eine Resolution an, in weicher energisch gegen eine Weitaus- Teilung im Jahre 1900 in Paris protestirt wird. Eine diesbezügliche Petition wird der Kammer übersandt werden. Paris, 29. August. Mit großer Bestimmtheit geht hier daS Gerücht, die Polizei habe den muthmaßlichen Urheber des Attentatsversuchs gegen Rothschild entdeckt und zwar auf Grund anarchistischer Drohbriefe. Die Verhaftung steht bevor. Madrid, 29. August. Die fortwährenden Truppen- abfenbungen nach Euba werben dahin gedeutet, daß die Jnsurrection weiter um fich greift. Gestern ist eine weitere Abtheilung von Truppen nach Cuba abgegangen. DaS KönigSbataillon hat Madrid verlaffen, um ebenfalls nach Cuba eingeschifft zu werden. London, 29. August. Arn 1. September veranstalten bie Deutschen in Lonbon zur Erinnerung an den Tag von Sedan eine großartige patriotische Feier. Die Veteranen werden im Hotel Lambrecht durch ein Festbankett geehrt. Alle in und um London lebenden Deutschen, welche den Krieg von 1870 mitgemacht haben, sind zu diesem Feste eingelaben. Außer ber vollständig freien, reichlichen Verpflegung erhält jeder Veteran noch ein größeres Geldgeschenk. 3n ber katholischen St. BonifaciuSkirche wird am 2. September eine kirchkiche Feier zur Erinnerung an die im Feldzüge 1870/71 Gefallenen abgehalten und ein Requiem gelesen werden. Der deutsche Botschafter, Graf Hatzfeld, wird ber Feier beiwohnen. Tarnopol, 29. August. Die Cholera breitet fich immer weiter au»; bie Tobeßsälle mehren sich. Da daS Brunnen- waffer ebenfalls inficirt ist, wurde angeorbnet, nur filtrirteS Wasser zu benutzen. Rio de Janeiro, 29. August. Der von ber Regierung auSgearbcitete Amnestie-An trag, der besonders zahlreichen politischen Sträflingen zu Gute kommen soll, wird tm Congreß eine große Mehrheit finden. Der Krieg von 1870,71, geschildert durch Ausschnitte aus Zeitung»-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 31. August. Nach den letzten Berichten muß in Metz ein Zustand unendlichen Elends herrschen. Lazarethbrand ober HoSpital- seuche, bereu Ausbruch in Metz gemelbet wird, diese furchtbare ansteckende Krankheit, welche bi» auf meilenweiten Umkreis die Luft zu verpesten im Stande ist, verbunden mit Mangel an Aerzten, an Krankenpfleger-Personal und an Nahrungsmitteln, alles dieses wird schwerlich die Stadt befähigen, eine längere Belagerung auszuhalten, zumal wenn zu dem vorhandenen Ungemach die feindlichen Batterien noch Brand und Verwüstung in die Ringmauern schleudern. ES scheint absolut unmöglich, daß Bazaine seine passive Rolle noch lange beibehält. Gießen, den 30. August 1896. Sedan.' und immerfort Sedan! Die Erinnerung an die glorreiche Zeit vor und um Sedan ist so fest ein- gravirt, fo unauslöschlich, daß daran Niemand rütteln kann. Die Herzen aller patriotischen Deutschen — und deren gibt es Gott sei Dank noch recht viele — wallen auf und den Gefühlen wird in mannichfacher Weise dankbarer Ausdruck verliehen. Mit Freude vernimmt man, daß die hier entrirte Sedanfeier viele, man darf wohl sagen alle Herzen erwärmt. Die Weltgeschichte gleicht eben einem eisernen Vermächtniß- und ein Theil dieses Lermächtnisses, sofern es unsere deutsche Geschichte betrifft, find unsere Veteranen, die traditionellen Vermittler jener großen Zeit. Ihnen gebührt immerfort und vornehmlich jetzt der Dank derer, die davon verschont blieben, Gut und Blut ein« setzen zu müssen, zum Schutze deS Vaterlandes, zum Schutze des Liebsten im engeren Sinne, und die in gefahrlosem Beschauen die Dinge kommen lassen konnten. Wer seine Veteranen ehrt, der ehrt sich selbst- darum Alle zum Sedan- Appell ber Kriegervereine, bie uns mit gutem Beispiel vorangehen, als sie burch bie Sebanfeier zuerst ihre in ben Vereinen noch lebenben Veteranen zu ehren gebuchten, aber auch allen Denjenigen, welche außerhalb ber Vereine stehen, Gelegenheit zu geben, ihr Erscheinen zu heben. Darum alle Mann zum Sedan-Appell. * * Ein Allgemeiner Fackelzug findet morgen Samstag Abend von ben hiesigen Vereinen zur Vorfeier vonSeban statt. Zusammenkunft Abenbs 8 Uhr beim Restaurant ,/Zur Bavaria", Brandplatz. Der Zug bewegt fich alßbann durch die Branbgasje, Wallthorftraße, Markt, SelterSweg, Wllhelmstraße nach der „Schönen Aussicht", woselbst da» Abbrennen beS Freudenfeuers den Abschluß bildet. * * Wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen, Vergehen gegen § 183 deS R.-St.-GesetzeS, wurde gestern ein dahier wohnhafter und aus Gaffel stammender junger Mann verhaftet. * * Die Veteranen bet ehemaligen Großh. Heff. Pionier- Compagnie waren auch mit ca. 50 Köpfen bei ber LandeS- gebenffeier am 18. b. M. tn Darmstabt vertreten. Der frühere Hauptmann derselben, jetziger Oberstlieutenant i. P. Brentano, hielt beim Festesten eine Ansprache an seine Leute, in der er ihre aufopfernde Thätigkeit während deS Feldzuges 1870/71 hervorhob und zum Beweise, welcher Geist in ber Compagnie geherrscht habe, anführte, baß von ben 156 Unteroffizieren, welche bie Compagnie in ber Zeit ihres ca. 30jährigen Bestehens ausgebilbet habe, 145 in geachtete Stellungen in Staats- unb Communalwefen eingerückt feien. Der Vorschlag des Herrn Brentano, am 18. August 1900 eine Feier ber Veteranen ber Pionier - Compagnie auf ber LanbSkrone bei Oppenheim zu arrangieren, fanb allgemeine Zustimmung. Cinkommenstenerpflichtige hat bas Großherzog- thurn Hessen tm Etatsjahre 1895/96 227020, 207 725 in ber zweiten, 19 295 in ber ersten Abtheilung. DaS Ein- fommcnfteuercapital beläuft sich auf 30581840 Mk., wovon auf bie erste Abtheilung 16245480 Mk., auf bie zweite Abtheilung 14336 360 Mk. entfallen. e. Saasen, 28. August. Zur Vervollstänbigung beS gestrigen Berichts sei rnitgetheilt, baß ber aufgefunbene Tobte K. L. von Beltershain war. Er staub im 38. Lebensjahre unb litt an sehr schwerer Krankheit, bereu Opfer er geworben ist. Nach ber heute ftottgefunbenen ge- richtlichen Besichtigung an Ort unb Stelle würben bie sterblichen Ueberrefte beS BtrnitleibenSwertheu nach Beltershain verbracht. -1. Windhausen, 28. August. Zur Feier des Namenstages Sr. Königl. Hoheit beS Großherzogs Ernst Lub wi g versammelten sich auch in biesem Jahre, wie früher, bie Schulen von Ober- unb Nieber Breitenbach, Stornborf, Strebeuborf, Stumperteurob, Windhausen, Kestrich unb Romrob auf ber sogenannten „Bers", einem schön gelegenen Festplatz im Walbe. Außer ber Schuljugenb hatte fich eine große Menge von Feftgästen zu ber immer beliebter werben- ben Feier eingefunben. Mit bem allgemeinen Gesang: „Lode ben Herrn" würbe bie Feier eröffnet. Hiernach ergriff Herr Lehrer Stein, ber erst kürzlich sein 50jährigeS Dieustjubiläum gefeiert, von Ober Breitenbach daS Wort zur Festrede, auSführend den erziehlichen Zweck solcher Jugeudfeste unb dabei betonend, wie sie erweckten: 1) daS Mitgefühl, 2) den Gehorsam unb bie Austänbigkeit, 3) bie Verträglichkeit unb Dulbsamkeit, 4) bie VaterlanbSltede. Die von jugenb« licher Wärme getragenen Worte deS RebuerS klangen auS in einem Hoch auf Sr. König!. Hoheit ben Großherzog, da« begeisterten Widerhall bei bet Festversammlung weckte. Hierauf stimmte dieselbe bie GroßherzogS-Hymue an. Nun entwickelte sich unter ben Spielen ber Schuljugenb, geleitet unb beaufsichtigt von ihren Lehrern, ein fröhliches Feste»- treiben, da» anhielt, bi» bie Sonne fich zum Untergang neigte. Damit hatte das Fest allerdings feinen Abschluß noch nicht gesunden, indem nach Abzug ber Schüler bie erwachsene Jugend fich dem Tanzvergnügen widmete. So nahm das beliebt geworbene Jugendfeft zur Feier be» Namenstages Seiner Königlichen Hoheit be» Großherzog« in allen seinen Theilen einen ebenso schönen al» »ürbigen Verlauf. n. Altenstadt, 28. August. Am betroffenen Sonntage fanb hier bei Gastwirth Holzapfel eine Versammlung von Gemeinbevertretern und Mühlenbefitzetn au» an ber Nibder gelegenen Orten statt. ES handelte fich um eine Besprechung über Einleitung der Abwässer der Stockheimer Zuckerfabrik in die Nidder. Anfang» Juli stellte bte Fabrik bei Gtoßh. KreiSamt Büdingen ben Antrag, «an möge ihr gestatten, ihre burch da» Opperrnann'sche Reinigung»- verfahren geklärten Abwässer in ben Bleichenbach, ber bei Stockheim in bie Nibber fällt, ableiten zu bürfen. Dagegen haben obige Interessenten in Rücksicht auf bie Fischzucht unb die Mühlenwerke Einspruch erhoben. Die Abwässer führten nämlich seither eine flockige, graue Masse mit fich, die, an Pflanzen unb Steinen tm Wasser sich ansetzend, ber Fischzucht schäblich wurde unb bte Triebwerke unb Turbinen bet Mühlen stark verunreinigte. Zur Regelung btefer Angelegenheit ist auf Mittwoch den 28. August Termin vor Großh. KteiSaou Büdingen anberaumt, auf dessen Entscheidung man in den interessitten Kreisen sehr gespannt ist. — Leute, bie gewöhnt finb, ihre Cortesponbenzen aufzubewahten, sollten nicht versäumen, nach älteren Briefmarken auf ben Couvert» zu sehen. Gestern ftnb hier von einem Markensammler 14 Mark für zwei Kreuzer-Marken au» ben Jahren 1872 bi« 1874 bezahlt worben. E. AlSfeld, 29. August. Unserer obethessischen Industrie- unb Gewerbe-AuSstellung würbe heute die Ehre be» Besuches Sr. Kgl. Hoheit be 6 Großherzog» zu Theil. Au» diesem Anlaß war AlSfeld festlich mit Fahnen geschmückt. Vom Bahnhofe au» bildeten die Krieger- unb Veteranen-Vereine deS Hasfia Bezirks AlSfelb unter Führung des Herrn Kurtz-AlSfeld Spalier, biesem schlossen sich die Schüler ber Realschule, sowie bie Schüler unb Schülerinnen ber Stabtschulen, bie Knaben mit rothweißen Fahnen, an, wonach vor ber Ausstellung bet Turnverein und bie Feuerwehr Aufstellung genommen hatten. Kutz nach 11 Uhr lief der Extrazug in ben Bahnhof em. Se. Kgl. Hoheit, in Civtl, unb in Begleitung bes Herrn Oberhofmarschall v. Wester- weller, Oberstallmeister Freiherr v. Riede sei unb Mr. Wemyß, entstiegen bem Wagen unb würben von Herrn Kreisrath v. Grolmann, Bürgermeister Arnolb unb ben Beigeorbneten Schneider und Hilscher empfangen. Als Se. Kgl. Hoheit den Bahnsteig betreten, brachten ihm bie in Stärke von 860 Mann mit 20 Fahnen erschienenen Krieger ein breifacheS Huttah. Nach Entgegennahme beS Front- Rapports schritt Se. Kgl. Hoheit die Front ungefähr bi» zur Mitte ab unb fuhr dann im Schritt, von ber spalier- bilbenben Schuljugenb unb dem Publikum begrüßt, zur Ausstellung. Hier erfolgte zunächst nach kurzer Begrüßung eine Vorstellung bes Comitös unb sodann unter Führung be» Herrn KreiSrath v. Grolmann unb in Begleitung be» Herrn Provinztalbirectors Ftht. v. (Bagern ein Rund- gang burch bie Ausstellung. Währenb desselben unterhielt sich Se. Kgl. Hoheit mit einzelnen Ausstellern über die Herstellungswelse ber Gegenstände u. s. w. Einige Ausstellungsgegenstände wurden von Sr. Königl. Hoheit angekauft, so der tm zweiten Stock ber Realschule stehende große alterthümliche Schrank von I u l i u » Schultheß in Lich und ein schmiebeisemer Wanbarm von Peter Sann in Weiter« Hain. Währenb de« ungesähr eine Stunbe währenben Rundgange« nahmen bie Krieger Vereine nochmals Aufstellung am HerSfelbet Thor, n ber Nähe ber Wohnung be« Herrn KreiSrath«. Nachbem bie Ausstellung besichtigt, nahm Se. Kgl. Hoheit, wie bereit» telegraphisch gemelbet, einen ihm auf bem Ausstellungsplatze von Herrn Reinhold (Kaiserhof in Gießen) dargereichten Trunk Gießener Actienbiere« an, worauf nach bem HerSfelber Thor gefahren würbe. Hter besichtigte Se. Kgl. Hoheit nochmals bte Priegeiüereine und nahm dann Absteigquartter bei Herrn KreiSrath von Grolmann behufs Einnahme de» Mittagsmahles. Gegen 5 Uhr reifte ber Großherzog per Wagen nach Romrob, von wo auS morgen früh 9 Uhr bie Rückreise nach Darmstabt erfolgt. — Herr Photograph Hölscher machte während ber Ankunft, wie während be» Verweilens Sr. Kgl. Hoheit in ber Ausstellung mehrere gelungene Moment-Aufnahmen. — Der Besuch ber Ausstellung, n welcher Nachmittags Goncert ber hiesigen Capelle ftattfand, war ein sehr starker, besonberS aus Gießen waren viele Besucher anwesenb. X Ans Starfenburg. 29. August. Genossenschaftlicher Getreideverkauf. Unter dieser Ueberschrtft j bringt bie „Deutsche Volk-wacht" in Nr. 66 vom 28. b. M. I >ie Behauptung: Immer mehr bricht fich unsere alte For- Jerung, bie wir schon im Jahre 1890 erhoben, Bahn, ben Getreideverkauf berufsgenossenschaftlich zu organtsiren. Da bieS felbftverstänblich von ben anbeten Parteien verschwiegen wirb, fo müssen wir eS hervorheben, baß wir bte ersten waren, bte biefe Frage angeregt ic. rc. haben. Wir gestatten un», einige Bemerkungen dazu zu machen: Im Jahre 1883 feierte ber landwirthschastliche Verein für baß Großherzogthum Hessen fein goldenes Jubiläum durch eine allgemeine Landesausstellung in Darmstadt (Bessunget Herrngarten und OrangeriehauS). Die hessischen land' wirthschastlichen Genossenschaften beteiligten ft* in hervorragender Weife an dieser Ausstellung und hielten ihren Delegirtentag während der Ausstellungswoche ab. Aus diesem Delegirtentage wurde ein Festvortrag. „lieber bie Entstehung unb Entwickelung be» Genossenschaftswesen»*, gehalten und darin unter anderen Anträgen ber gemein • chaf tliche genossenschaftliche Verkauf aller lanb« wirths chaftli chen Producte — nicht blo» de» Getreide» — verlangt, mit dem Anfügen, daß diese Forderung SÄ' !" Z 6'f[ i:n, t**6. llflttt CI« in ttnt.n W »t* \taW G' °n> fl^rbtr , Deutsche Vo Haupt nur ' üwdert W < ri; die erste» sondern auch Sammer MN nicht durch V* Aber sich iaal * $ebnntri " rar .'«««' .fgifia, daß di /z/MtthschasE übertragen wor AntbemitiSmu« iBorel, 21 hin zusammeng ognoßcltrt al« dessen Geliebte, beide au« Hai' einjährige Rin' zefundener 8ri lob ift den SB ' Mbrv öffneten Verae: wahrschMch I Abend« Don $ bewußtlos. 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Collecte zum Besten der Kaisrr-Wilhelm-Stiftung für deutsche Krieg-invaliden Katholische Gemeinde. Sonntag, den 1. September. 13. Sonntag nach Pfingsten. Samstag: Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uh» Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6>/r Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 61/1 Uhr erste hl. Meffe; „ um 71/« Uhr Autztheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Messe; „ um 9i/, Uhr Hochamt mit Predigt und Te Deum; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Andacht zu den hl. Engeln mit Segen- üotttsdieuS in der Lliuagoge Samstag, den 31. August. Vorabend 6