in. e n Hersch^^ sittÄi~~ Eb*!.**' in * uib men. ruat, ommen 956 nd. 1 Vor- . . Die. n aar, Nachmittags !hr: ERT Eisbahn. io w . 40 Pf. Der Vorstand. ittet nochmals und »et Znlrck zur Eis rte gestattet ist. M ichen nem geehrten , M. und Köln bürgt 77i DOÖ Schriftgattung and rtonsorte über and billig ha- «teilt in der El UM N.lv \tö» Sb.id 72.« 101* 1O5JS iuar 1805. Tt. Silbmeotr teffl» DOn 1881 Mtcvb. Obi 4 Obi ^rf,190°8 Iftjüs s „kj.Laodv-^ 338.5t rebtt>8(lkn J^e'i jljetes -■' J6||? -»«Uff Rr. 26 Der -letzener A«zeiger erscheint täglich, Mit Ausnahme de- Montags. Die Gießmcr A«mitten d kälter »erden dem Anzeiger rvSchmtlich dreimal beigelegt. _____________________Donnerstag den 31. Januar Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 1895 vierteljähriger s, Avonncmcntspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. ] Durch die Post bezogoM 2 Mark 50 Pfg. Redaction, ExPcditioU und Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. / 2lnrts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Hratisöeitage: Gießener Kamikienölätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Anrtlrcher Theil. Gießen, den 26. Januar 1895. Betr.: Die Revision des Servistarifs und der Klaffen- eintheilung der Orte. DaS Großherzogliche Kreisamt Gießen iM die «rotz-. Bürgermeiftereie« des «reifes. Rach § 2 des Ges. vom 28. Mai 1887 (Reichsgesetzblatt S. 159) unterliegen der Servistarif und die Klassen- Eintheilung der Orte vom Jahre 1887 ab einer allgemeinen von 10 zu 10 Jahren zu wiederholenden Revision. Die erste nach Maßgabe dieser Bestimmung vorzunehmende Revision hat hiernach am 1. April 1897 in Kraft zu treten. Für den Fall von Ihnen hiernach Anträge auf Versetzung in eine höhere Servisklaffe zu stellen sind, sehen wir Ihrer Vorlage unter Angabe der Gründe bis zum 1. Mai ds. Jrs. spätestens entgegen. v. Gagern. Herr Obstbautechniker Metz aus Friedberg wird an den bezeichneten Tagen folgende Orte besuchen, um daselbst Vorträge über Obstbau zu halten: Samstag, 2. Februar, Lollar, Abends 8 Uhr; Sonntag, 3. „ Staufenberg, Nachmittags 3 Uhr; Montag, 4. „ Ruttershausen, Abends 8 Uhr. Alle Mitglieder des Obstbauvereins und sonstige Freunde des Obstbaues werden zu zahlreicher Betheiligung eingeladen. Gießen, den 30. Januar 1895. Der Vorsitzende des Bezirksvereins Gießen des Oberhessischen Obstbauvereins. Dr. Wallau. Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 29. Januar. Die Verhandlungen beginnen heule um 1/2 10 Uhr. Am Ministertische Staatsminister Finger, Finanz- Minister Weber, Oberbaurath v. Welzten, Mintstertal- räthe Schäffer und Mtchel, Oberbauralh Wetz. Zur Tagesordnung steht zunächst die Interpellation des Abg. Westeruacher wegen dem Stand der Vorarbeiten bei der Frankfurt-Stockheimer Eisenbahn. Finanzmintster Weber erklärt, daß die Vorarbeiten auf hessischer Seite seit Frühjahr 1894 beendigt seien. Die preußischen Vorarbeiten seien ebenfalls beendigt und an das Staatsministerium nach Berlin gegangen. Dieses habe diese an das Eisenbahnamt Frankfurt zurückgegeben. Bevor der Abschluß der Vorarbeiten mit Preußen noch nicht geregelt sei, beabsichtige die Regierung nicht oorzugeheu. Die zweite Interpellation betrifft die Neuorganisation der Hochbauämter in Hessen, gestellt durch die Abgg. Osann und Hechler. Finanzmintster Weber erwidert, durch die von der Kammer erfolgte Streichung von zwei Kreisbauämtern hätte naturgemäß eine Erweiterung der Baubezirke etntreten müssen und nach genauen Erwägungen sei die Regierung dahin gekommen, den Hochbau vom Straßenbau zu trennen. Die von der Regierung festgesetzte Neuorganisation werde ihre wohlthätigen Folgen zeigen, wenn sie einige Zeit bestanden habe. Die Befürchtung, daß dies nicht der Fall sei, theile die Regierung nicht. Bei der nun beantragten Besprechung bringen die Abgg. Hechler, Lautz, Schroeder, Erk eine Reihe von Klagen über diese Neuorganisation der Baubehörde aus ihren betreffenden Wahlkreisen. — Abg. Erk findet es nicht am Platz, daß die Regierung über die Köpfe der Kammer hinweg eine Organisation geschaffen, mit der weder der Handwerker noch das Publikum zufrieden sei. Hoffentlich werde die Regierung hier noch ändern, ehe es zu spät ist. Eine Vorlage der Regierung auf Bewilligung von 1164 Mk. für 4 Offiziersburschen der Armee für die 4 Gendarmerie-Offiziere wird ohne Debatte genehmigt. Eine Vorstellung der Gemeinden Langwaden und Hahnheim auf Errichtung einer Haltestelle an der Main- Neckarbahn wird, da sich die Direction dieser Bahn mit Entschiedenheit gegen die Anlage erklärt hat, abgelehnt. Die Regierung fordert ferner für die innere Ausstattung des Dienstgebäudes der Großh. Central- stelle für die Gewerbe 58,000 Mk. Der Ausschuß beantragt Bewilligung unter Streichung von 1684 Mk. Hierbei bringt der Abg. Dr. Schröder eine Reihe Defiderien über das hessische Submisfionswesen zur Sprache. In erster Linie werde das einheimische Gewerbe zu wenig berücksichtigt. Die Koftenvoranschläge seien unklar und die Zeichnungen dazu unverständlich. Die Zeit zur Ablieferung der Arbeiten sei zu kurz bemeffen und damit dem Kleinhandwerk unmöglich, sich an der Submission zu betheiligen. Er bittet die Regierung, die ja stets den guten Willen zeige, hier um Abhilfe. Vieles liege an den Kreisbaumeiftern und ihren Aufsehern, welche sehr oft „Wind und Wetter machten". — Abg. Lautz führt die gleiche Klage, ebenso der Abg. Breimer, welcher darauf hinweist, daß zum Neubau der Centralstelle z. B. Steine aus dem Bayerischen verwendet wurden, während man doch gutes Material im Odenwald habe. — Oberbau- rath v. Welzten bemerkt, mit den Odenwälder Steinen habe die Regierung schlechte Erfahrungen gemacht, so daß sie jetzt dieselben mit Oelfarbe streichen lasse. Zu den Auslassungen des Abg. Schröder bemerke er, daß die Regierung genau auf demselben principiellen Standpunkt stehe wie der Herr Abgeordnete, Thatsache sei aber, daß die Submittenten, denen die Regierung trotz Mehrforderung die Arbeit zugewiesen habe, diese Arbeit in Frankfurt a. M. machen ließen und die Preisdifferenz in die Tasche steckten. (Hört! Hört!) Das seien doch Dinge, die zur Vorsicht mahnten. — Die Abgg. Jöst und Ullrich stehen auf dem Standpunkte der Regierung und wünschen nur Übertragung der Arbeiten an den Mindestfordernden. — Hierauf wird die Forderung genehmigt. Ebenso eine solche im Betrage von 166,900 Mk. für Errichtung einer electrischen Centrale für die Technische Hochschule. — Abg. Schröder und 14 Abgeordnete beantragen die Erhöhung des Schulgeldes an der Technischen Hochschule, Abg. Haas u. Gen. Errichtung eines Amtsgerichts in Heppenheim. Damit ist die Sitzung geschlossen. Morgen ist Schluß der Verhandlungen. Deutscher Reichstag. 25. Sitzung. Dienstag, den 29. Januar 1895. Zweite Berathung der allerhöchsten Verordnung, betr. Zoll- zuschläge aus spanische Importen in Höhe bis zu 50 pCt. Hierzu liegt eine Resolution Salisch u. Gen. (cons.) vor, wonach auch zollfreie Maaren mit Zöllen belegt werden sollen. Ferner ein Antrag Hammacher auf Zollzuschläge bis zu 100 pCt. Abg. Bar th (irs. Vg) bittet, beide Anträge abzulehnen und es bei der allerhöchsten Verordnung belassen zu wollen. Abg. Hammacher (ntl.) begründet seinen Antrag und empfiehlt diesen nebst der Salisch'schen Resolution,'zur Vorberathung in die Zolltariscommilfion. Abg. Salisch (cons.) äußert sich im Sinne deS Vorredners. Nach weiteren Ausführungen der Abgg. Stumm, Salisch, Barth und Hammacher wird die allerhöchste Verordnung genehmigt, die gestellten zwei Anträge der Zolltarif-Commission überwiesen. Berathung der Gewerbenovelle (Bestimmung über Wandergewerbe). Die Initiativanträge Gröber u. Gen. werden mit zur Beiathung gestellt. Abg. Schädler (Centr.): Wir begrüßen die Vorlage mit großer Freude und bitten, unsere Anträge an eine besondere Com-- Mission zu überweisen. Bezüglich der Unterstellung des Drogenhandels unter den S 35 der Gewerbeordnung hält es Redner für empsehlenswerth, in der Commission zu erwägen, ob nicht die Apotheker ein zu großes Interesse an der völligen Ntederdrückung des Drogenhandels haben. Abg. Krüger (ntl.) hält die Vorlage in mancher Beziehung für nicht ausreichend und ist für die Verweisung des Antrages Gröber an eine Commission. Abg- Schneider-Nordhausen (frs. Vp.) ist gegen den Antrag Gröber, überhaupt gegen jede zu straffe Handhabung der Gewerbetreibenden. Abg. Holleusser (cons.) erklärt, seine Partei stehe der Vorlage im großen Ganzen sympathisch gegenüber. Nächste Sitzung: Morgen 1 Uhr. Priorität der Initiativanträge, Anträge Auer, betr. Aufhebung des Dictaturparagraphm in Elsaß-Lothringen, Abänderung der Eintheilung der Wahlkreise. Deutsches Reich. Berlin, 29. Januar. Der Landesausschuß von Elsaß-Lothringen ist am Montag Nachmittag 3 Uhr vom Statthalter Fürsten Hohenlohe-Langenburg eröffnet worden. Die Eröffnungsrede beschäftigt sich in ihrem ersten Theile mit der Finanzlage der Retchslande und giebt hierbei der Befürchtung Ausdruck, daß trotz der gegenwärtigen günstigen Gestaltung der reichsländischen Finanzen das Etatsjahr 1895/96 mit einem Fehlbetrag abschließen würde, falls inzwischen nicht ein befriedigender Ausgleich tu den finanziellen Beziehungen zwischen dem Reiche und den Einzelstaaren ftatt- finden sollte. Der zweite Theil der Rede des Statthalters stellt den Wegfall der veralteten Thür- und Fensterfteuer in Aussicht, hebt die Vortheile deS neuen Steuersystems hervor, und kündigt die erneute Einbringung des Sparkassengesetzes, sowie zweier Gesetzentwürfe zur Ergänzung der Gesetze über das Grundeigenthum und über die Grundbücher an. Die Rede schließt mit einem Hoch auf den Kaiser. Bet der alsdann folgenden Präsidentenwahl wurden die Herren Jean Schlumberger und Jamez zum Präsidenten, resp. ersten Vicepräfidenten durch Zuruf wiedergewählt, während zum zweiten Viceprästdenten StaatSralh Julius Klein neugewählt wurde. Ausland. Paris, 28. Januar. Marschall Frangois Certain Can robert ist gestorben. Canrobert, 1809 geboren, erhielt- am 18. März 1856 die Würde eines Marschalls in Frankreich. Im italienischen Feldzug von 1859 war er CorpS- commandeur. Beim Ausbruch des Krieges von 1870 wurde er an die Spitze der nach dem Lager von Chalons berufenen Mobilgarden gestellt,- er übernahm dann später ddS Commando des 6. ArmeecorpS, kämpfte unter Bazaiue bet St. Privat und Gravelotte, wurde mit Bazaine in Metz eingeschlossen und nach der Capitulation der Festung kriegsgefangen nach Deutschland geführt. Im Proceß Bazaine trat Canrobert als Belastungszeuge gegen den Angeklagten auf. Bis zu seinem Tode gehörte Canrobert dem französischen Senat an, doch machte er sich dort wenig und in den letzten Jahren gar nicht mehr bemerklich. Canrobert war der letzte Marschall von Frankreich- diese monarchische Würde geht mit ihm ins Grab. Nerrefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 29. Januar. Die officiöse „Berl. Corresp." meldet: Der Minister des Innern beftimmre im Einver- ständniß mit dem Landwirthschaftsminister, daß Strafgefangene aus den dem Ministerium des Innern unterstehenden Strafanstalten und Gefängnissen zu von Behörden und Privatpersonen unternommenen landwirthschaftlichen Meliorationen zu verwenden seien und der Arbeitslohn pro Kopf und Arbeitstag 40 Pfg. betragen solle. Um eine ungerechtfertigte Concurrenz mit den freien Arbeitern zu vermeiden, ist bestimmt, daß nur Gefangene verwendet werden sollen, wenn sonst die Ausführung der Arbeiten unterbliebe. Nur Gefangene, die sich gut geführt haben und nicht flucht- verdächtig sind, dürfen zu diesen Arbeiten genommen werden, sie find von den freien Arbeitern fernzuhalten. Berlin, 29. Januar. Das „Militär - Wochenblatt" meldet: Dem Grafen Herbert Bismarck, Oberstlieutenant ä la suite der Armee, wurde der Charactcr als Oberst verliehen. Berlin, 29. Januar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht den Bundesrathsbeschluß, betreffend die Ausnahmen von demVerbot d er .B eschäftigung vonArbeirern in gewerblichen Anlagen an Sonn- und Festtagen vom 1. April 1895, ferner den dem Bundesrath zur Beschluß- nähme vorliegenden Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung desGesetzes über dieErwerbs- undWirth- schafts-Genossenschaften vom 1. April 1889. Köln, 29. Januar. Infolge ungemein starken Eisganges werden im Ruhrgebiet Kohlensendungen nach den Kipptrichtern von der Bahn nicht mehr angenommen, desgleichen wurde die Verladung in den Häfen eingestellt. Dickes Eis bedeckt die ganze StromeSbreite. Der Wasserstand ist rapide fallend, die Schleppschifffahrt ruht vollständig. Bern, 29. Januar. Der Bundesrath beschloß heute die Ausweisung von 17 im Tessin wohnenden Anarchisten,- die Namen derselben werden erst nach vollzogener Maßregel veröffentlicht werden. Neapel, 29. Januar. In Folge von Unruhen unter den hiesigen Studenten wurde die Universität g eschlossen. Lüttich, 29. Januar. Die Beamten des Gerichtshofes, vor dem der Anarchistenproceß anhängig ist, erhielten Drohbriefe von den Anarchisten. Paris, 29. Januar. Der Präsident der Republik, Faure, empfing heute Nachmittag die Mitglieder des diplomatischen Corps. Jedem Botschafter und jedem Gesandten wurden die militärischen Ehren erwiesen. Der Präsident war von dem Ctvil- und Militärstaote umgeben. Auch der Minister des Auswärtigen, Hanotaux, wohnte dem Empfange bei. Der Nuntius Monsignore Ferrata stellte dem Präsidenten die Gesandten vor und hielt eine Ansprache, worin er den Präsidenten zu seiner Wahl beglückwünscht und hinzufügte, in des Präsidenten Namen, welcher Frankreich an ein Leben voll Ehre und Arbeit erinnere, erblicke er ein Versprechen und die Garantie einer langen Zukunft voll Sicherheit, Wohlergehen und Frieden. Diese Hoffnungen stimmten zu sehr überein mit den Bestrebungen aller Regierungen, mit den allgemeinen Interessen der Civilisation, als daß das diplomatische Corps nicht daS Bedürfnis fühle, sich denselben mrzuschließeu. Der NuntiuS schloß, indem er die Wünsche und Sympathien aller Souveräne zum Ausdruck brachte. Der Präsident Faure sprach seinen Dank aus und bemerkte in seiner Erwiderung, daß er in der hohen Stellung, zu der ihn eine arbeitsame und friedliebende Nation berufen, sich bestreben werde, die guten Beziehungen, welche Frankreich zu den anderen Mächten unterhält, aufrecht zu halten und zu entwickeln. Hierauf wurde das diplomatische Corps dem Präfidenten vorgestellt, der sich mit jedem Mitgliede desselben aufs Freundlichste unterhielt. Auch beim Verlassen des ElhseeS wurden den Botschaftern und Gesandten die milt» tärtschen Ehren erwiesen. — Nach der Vorstellung trugen sich die fremden Militär-Attach^S in die Beileids liste für Marschall Canrobert ein und defilirten vor seiner Bahre. Paris. 29. Januar. Der Miuisterrath beschloß, die Leichenfeier für den Marschall Canrobert aus Staatskosten zu veranstalten und zu diesem Zwecke bet der Kammer einen Credit von 20,000 Frcs. zu beantragen. Die Beisetzung wird am SamStag tm Jnvaltdendome statlfinden. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 29. Januar. Wie verlautet, beauftragte der Kaiser den Botschafter General von Werder, am Sarge des verstorbenen Ministers von GierS einen Kranz niederzulegen. Berlin. 29. Januar. Nach der „Nat.-Ztg." hat der Reichskanzler den Ankauf der von Helmholtz hinterlassenen B i b l i o t h e k für die physikalisch-technischen ReichS- anstalten angeordnet. Berlin, 29. Januar. Die ReichstagS-Commission zur Berathung der Novelle zum Gerichtsverfassungsgesetz und zur Strafproceß Ordnung berieth heule zunächst über die neu vorgeschlagene Fassung der §§ 27, 28 und 75 deS Gerichlsverfasiungsgesetzes, in welcher eine Erweiterung der Competenz der Schöffengerichte vorgeschlagen wird. Im Wesentlichen waren die Redner aller Parteien mit den Vorschlägen deS Entwurfs einverstanden. Berlin, 29. Januar. Der Landwirthschafts-Minister v. Hammerstein-Loxten hat sich zur Aufnahme in den hiesigen Club der Landwirthe gemeldet. Köln, 29. Januar. Die „Köln. Ztg." bezeichnet die in der „Kreuzztg." wiedergegebenen Aeußerungcn des Mr. RhodeS über die deutsch-afrikanischen Colonien als durchaus unzutreffend namentlich bezüglich der Legung des Telegraphenkabels. England habe eine bedeutende Gegenleistung verlangt, speciell die Abtretung großer Länder zu beiden Setten des Kabels, sowohl am Tanganhika-See als am Victoria-See, sowie das Recht der Anlegung von Stationen, deren Erweiterung zu wirklichen Forts mit militärischen Besatzungen in Anbetracht der Lage des Landes die natürliche Folge gewesen wäre. Zu dieser Gründung des Staates im eigenen Staat versagte Deutschland seine Einwilligung. Ob Swakop- mund nicht in einen großen Hafen umzuwandeln sei, solle demnächst ein von der deutschen Regierung entsandter Sachverständiger, ein Ingenieur, untersuchen. Kiel, 29. Januar. In einer Verjammlung von Vertretern von 20 Städten Schleswig Holsteins wurde beschlossen, tm Jahre 1896 in Kiel eine Provinzialausstellung, verbunden mit einer internationalen Schifffahrtsausstellung, zu veranstalten. Karlsruhe, 20. Januar. Dem „Badischen Beobachter" zufolge hat eine hier stattgehabte Versammlung von Vertretern der größeren badischen Städte mit Ausnahme von Pforzheim beschlossen, für den 8 0. Geburtstag des Fürsten Bismarck eine Ehrung in der Weise zu veranstalten, daß die größten Städte Badens denselben zum Ehrenbürger ernennen und ihm ein auf gemeinschaftliche Kosten hergeslellteö Ehrenbürger-Diplom überreichen lassen wollen. Die Bürger- Ausschüsse der beteiligten Städte werden sich demnächst mit dieser Sache beschäftigen. Die Centrums- und Fortschrittspartei verhält sich gegen jede derartige Ehrung ablehnend. Wien, 29. Januar. In Rekawinkcl bei Wien wurde gestern Abend 10 Uhr ein starkes Erdbeben verspürt. Der Stoß ging in einer Breite von 10 Metern mitten durch die Ortschaft, sodaß die außerhalb dieses Streifens wohnenden Personen von der Erschütterung nichts merkten. Budapest, 29. Januar. Das Amtsblatt publicirt eine kaiserliche Verordnung, welche den Landtag für Istrien auflöft. Die Neuwahlen werden ausgeschrieben. Fiume, 29. Januar. Seit gestern Abend wüthet ein furchtbarer Orkan, die gesammte Schifffahrt ist eingestellt. Viele sich unterwegs befindliche Schiffe dürften verloren sein. DaS Meer hat einen furchtbaren Anblick. Alle Eisenbahnzüge find auSgeblieben. Rom, 29. Januar. Die aus der Schweiz auSgewiesenen talienischen Anarchisten hatten eine Flugschrift verbreitet, in welcher daö italienische Volk aufgefordert wurde, gegen die Regierung mit Gewalt vorzugehen. Pari«, 29. Januar. AuS allen Theilen des Landes wird starker Schneefall gemeldet. Die Verbindung der Eisenbahn ist sehr erschwert, die Kälte ist sehr groß. An verschiedenen Stellen betrug dieselbe 20 bis 22 Grad. Man befürchtet viele Unglücksfälle. London, 29. Januar. Man glaubt sicher, daß Spa al zum Nachfolger des Herrn von GierS auSersehen sei. Nelidow geht bestimmt nach Wien und General Richter nach Constanttnopel. Loudou, 29. Januar. Die auS Mexiko eingetroffenen Nachrichten besagen, daß sich die Bevölkerung in großer Aufregung befinde, da die Kriegserklärung von Guatemala demnächst erfolgen solle. Der mexikanische Gesandte ist bereits abgeretft. Loudon, 29. Januar. Die „Times" meldet aus Shanghai, daß die Japaner am 26. Januar zweimal erfolglos den Hafen von Wei-hai-wet angegriffen haben. Odessa, 29. Januar. In den Kaufhallen zu Charkow wurden durch einen Brand große Waarenvorräthe vernichtet. Der Schaden beträgt über eine Million Rubel. Cocalts und jp*ot>ht$telUs, Gieße», den 30. Januar 1895 ** RuhestaudL-Berfetzung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 20. Januar den Kreisafststenzarzr bei dem KreiSgefundheitSamt Alsfeld, Medizinalrath Dr. Karl Stammler in Alsfeld, auf sein Nachfuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 1. Februar l. I., in den Ruhestand zu versetzen. ** Theater Verein. Her schs Anna- Lise, welches morgen Donnerstag durch das Frankfurter Ensemble dargestellt werden wird, gehört mit zu den dankbarsten Bühnenstücken, die wohl je geschrieben worden sind und ist heute noch aus dem Repertoire jeder größeren Bühne zu finden. Diese- prächtige Schauspiel hat aber nicht nur seinen Dichter zu einem bekannten Schriftsteller gemacht, sondern auch mit dazu beigetragen, einem beliebten Componisten seinen Ruhm, seine Popularität mit begründen zu helfen. Das reizende Liedchen (eine Hersch'sche Dichtung): Flieg auf, flieg auf, Frau Schwalbe mein, welches die A n n a - L i s e so quafi als E nlage singt, ist eines der herzigsten Lieder deS ungemein fruchtbaren Componisten Franz Abt. Es mag ja sein, daß daS Lied „Gute Nacht, du mein herziges Kind", welches durch Theodor Wachtel eine Weltberühmtheit als Einlage in Aubers „Postillon von Lonjumeau" erlangte, m-^hr Auflagen erlebt hat,- an Innigkeit steht es der „Frau Schwalbe" nach. Abt hat überhaupt sein Glück den Schwalben zu verdanken, sein erstes Lied „Wenn die Schwallen heimwärts ziehn" hat ihn zu Amt und Titel gebracht. Beide Schwalbenlieder werden sicherlich, wenn Abts Name längst vergessen ist, so lange man noch singt, als Volkslieder dann vaterlos ihre Wege wandeln! H. Neues Theater. Der gestrige Abend gab der Kritik — wie schon so oft in den vergangenen Monaten — Gelegenheit, ihren Beruf mehr am Publikum, als an der Vorstellung zu üben- da wir aber im Laufe der Zeil eingesehen haben, daß der Kampf nutzlos ist, geben wir ihn auf. Nur soviel fei bemerkt, daß daS kunstsinnige Publikum der Provinzialhaupt-, Universitäts- und Garnisonstadt Gießen durch seine Abwesenheit Herrn Häcker eher einen Malefiz- alS einen B enefizabend bereitet hat. Die Aufführung des sehr hübschen Lustspiels „Goldfische" von Schönthan und Kadelburg war trotz der im Saale herrschenden Kälte fast einwandfrei. Wir wunderten uns ein über das andere Mal, daß die Laune der Darsteller nicht unter den Gefrierpunkt gesunken war, daß so fr'schweg gespielt wurde, als ob statt der gähnenden Leere ein volles Haus der Bühne entgegenstarrte, wie unser verehrter College Wippchen sagen würde. Ohne den übrigen Damen und Herren zu nahe treten zu wollen, nennen wir den Bcneficiauten honoris causa zuerst. Zunächst danken wir Herrn Häcker für die Wahl des Stückes, dte wohl jedem der Anwesenden einen behaglichen Genuß verschafft hat. Dann wollen wir lobend anerkennen, daß er seiner Parthie in allen Stücken gerecht wurde, daS bischen Uebermuth stand ihm recht gut. Herr Otto als Lieutenant v. Felsen war „ein ganz verfluchter Kerl"; seine Leistung wäre eine vollendete gewesen, wenn die Schneidigkeit auch im Tone der Stimme etwas mehr hervorgetreten wäre. Nach sehr langer Pause hatten wir gestern das Vergnügen, Herrn Reiners wieder auf den Brettern zu sehen. Sein Benzberg war von drastischer Komik und fand ungeteilten Beifall. Herrn Heynes Oberst, Herrn Niemeiers Wlnter und Herrn Geisels Stettendorf verdienen Anerkennung. Don den Damen nennen wir Frau ReinerS, Fräulein Egger und Fräulein Ronneberg. Erstere war wie immer — naiv, Fräulein Ronneberg temperamentvoll, aber öfters zu hastig- letzteres gilt auch von Fräulein Egger. In der leichten Conoersatiou etwas mehr Ruhe, etwas weniger hohe Töne — und es geht! Zum Schlüsse Herrn Otto ein Wort des Dankes für die geschickte Jnscenirnng. * * Bon der Eisbahn. Wegen des heute herrschenden heftigen und rauhen Windes ist das Concert auf der Eisbahn des Eisvereins ausgefallen. * * Todt aufgesnnden. Der kurz vor der Station Lang- Göns statiouirte Bahnwärter Helfenbein wurde heute früh tobt auf dem Bahnkörper gefunden. Wahrscheinlich wurde Helfendem beim Begehen der Strecke von einem tödtlichen Schlaganfall betroffen. * * Befitzwechsel. Verkauft wurde das Haus Westanlage 17 an Herrn I. Dem. ♦ * Die Erinnerungen an Moritz Geniere in Nro. 23 dss. Bl. rufen dem Einsender dieses eine Episode auS dem Parteileben unserer Stadt im Jahre 1848 lebhaft in Erinnerung, durch welche bestätigt wird, daß Moritz (Saniere anfänglich sich entschieden zur demokratischen Partei bekannte, was Friedrich Dernburg in einem Nachruf an (Saniere im „Berl. Tagedl." in Abrede stellt. Der weitaus stärkeren demokratischen Partei gegenüber stand oer Daterlandsverein, dessen Mitglieder kurzer Hand „die Dunkelmänner" genannt wurden, obwohl recht helle Köpfe von bewährter liberaler Gesinnung sich in der Leitung befanden. Beide Parteien machten von cem Recht, nach Belieben Volksversammlungen abzuhalten, ausgiebigen Gebrauch. So beriefen eines Tags die Demokraten eine solche nach Garbenteich, das mit Watzenborn und Steinberg den Ersteren zuneigte. Nachdem einige demokratische Reden gehalten worden, betrat Professor Köllner, mit Credner und HofgerichtSrath Kraft im Vorstand deS Vaterlands Vereins, die Rednerbühne. Sofort hieß eS „herunter, herunter" und als Köllner dennoch versuchte zum Won zu kommen, gingen die Stöcke hoch. Da sich bei dieser neuen Art der Abstimmung zeigte, daß die Dunkelmänner sehr in der Minderzahl waren, zogen diese vor, den Heimweg anzutreten. Einige Tage darauf hielten die Dunkelmänner eme Volksversammlung auf den LückebachSwiesen in der Nähe von GroßenLinden ab. Zuerst redeten ßraft und Köllner. Dann bestieg Car« | riere die ziemlich hohe Rednerbühne. Seine ersten Wone bekundeten seine Angehörigkeit zur demokratischen Partei. Da rtef ein Bauer: „Wer iS dann der LäuSbub da drobe?" Der Angerufene antwortete verbindlich lächelnd: „Moritz (Saniere aus Griedel bei Butzbach." — „Herabber mit ihm, herabber," rtef es von allen Seiten. Vergeblich versuchte Carriöre weiter zu sprechen. Er mußte herunter. Da gingen die Stöcke der Demokraten wieder hoch. ES zeigte sich aber, daß sie diesmal bedeutend in der Minorität waren. Die Großlindner waren entschieden Dunkelmänner, und eS ! blieb den Demokraten nichts übrig, als mit Carriöre in der । Mitte abzuziehen. Zur Revanche brachte die demokratische i Jugend Abends den hervorragenderen Dunkelmännern, vor- nehmlich Credner und Kraft, riesige Katzenmusiken. Soweit die Fenster des Kraft'schen HauseS nicht durch Läden geschützt waren, wurden sie eingeworfen und dabei ein Lärm vollführt, wie wenn die Indianer in Gießen eingefallen wären. DieS ’ dauerte so lange, bis von oben herab einige Schüsseln voll • Wasser auf die Tumultuanten herabgeschüttet wurden, worauf dieselben abzogen. Die Stadt aber mußte den entstandenen Schaden ersetzen. ... t Neue SchießauSjeichuuugeo. Zum weiteren Ansporn : für die Förderung des Schießdienstes hat der Kaiser bestimmt, daß von der Infanterie jeden ArmeecorpS — auS- j schließlich Jäger und Schützen —, von sämmtlichen Jäger- und Schützen-Bataillonen, von der gesammten Feldartillerie, von der gesammten Fußartillerie alljährlich diejenige Compagnie beziehungsweise Batterie, welche in ihrer Gesammt- leiftung im Schießen, bei der Artillerie mit Geschützen, als die beste befunden wird, ein auf dem rechten Oderarm von i sämmtlichen Mannschaften der Compagnie beziehungsweise j Batterte zu tragendes Kaiserabzeichen erhält. Ferner soll der betreffenden Compagnie beziehungsweise Batterie ein i dauernd in ihren Besitz Übergehender Kaiserpreis, sowie auch 1 dem Compagnie- beziehungsweise Batterie-Chef ein bleibendes i Erinnerungszeichen verliehen werden. ** Militärdienst der VolkSschullehrer. Die militärische Ausbildung der Volksschullehrer und Candidaten deS Volks- schulamtes, welche ihre Befähigung für daS Schulamt in vorschriftsmäßiger Prüfung nachgewiesen Haden, wirb nach einer eben veröffentlichten kaiferlichen Ordre durch die seitherige Heranziehung zu einer nur zehnwvchigen aciiven Dienstzeit für nicht ausreichend erachtet, indem die Genannten hierdurch von späterer nutzbringender Verwendung als Unter» ; Offiziere des BeurlaubtenftandeS zur Zeit gänzlich ausgeschlossen seien. Der Kaiser hat daher bestimmt, daß die Einübung mit den Waffen auf einen vollen JahreSkurfuS ausgedehnt und so gestaltet werde, daß die Heranbildung der । VolkSschullehrer und Candidaten deS VolkSschulamteS fo weit I als thunlich zu brauchbaren Unteroffizieren erfolgt. + Lang GöuS, 28. Januar. Auch in unserer Gemeinde blieb der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers ! nicht vergeffen. Der Kriegerverein hatte eine Festlichkeit mit ' Ball im „Gasthaus zum Schwanen" abgehalten, wo Alle* i in schönster Weise verlies. Der Wunsch, daß Gott unser« Kaiser lang dem deutschen Volke erhalten werde, damit noch öfters sein Geburtstag gefeiert werben kann, hat gestern Abenb manch guten Patrioten bewegt. Laubach, 26. Januar. Heute hatte Förster Mönnig das seltene Glück, in der Nähe des „Jägerhauses" (zwischen ! Laubach und Schotten) eine gewaltige Wildkatze (Männ- ! chen, etwa 5 Jahre alt, 15 Pfund schwer) zu schießen. □ An8 dem Ohmthal, 28. Januar. „Wenn die Tage langen, kommt erst der Winter gegangen". Diese bekannte Regel erweist sich sehr zutreffend für unseren jetzigen Winter. Die verflossene Nacht brachte die bis jetzt größte Kälte- das Thermometer zeigte noch Morgens acht Uhr — 13 Grad nach R. Die Ohm ist zugefroren, eine Erscheinung, die nur bei sehr starker Kälte eintritt. Für die Wintersaat ist eS sehr heilsam, daß sie durch eine so hohe Schneedecke geschützt ist. Im oberen Gedirg, wo der Sturm auf den Plateaus in feiner ganzen Gewalt gehaust, sind doch ganz granbiofe Schneewehen zusammengefegt worben. Selbst am gestrigen Sonntage wurde eine starke Anzahl von Mannschaften zum Schneeschippen aufgeboten. WaS an den Tage» vorher auf den Straßen und Wegen aufgeschippt worben war, hatte der Sturm alflbalb wieder zugeweht. Derselbe war oft fo heftig, daß Hunderte von Schneeschippern die ! Arbeit einftellen mußten. Diese gewaltige Schneemasse im i Verein mit einer sehr strengen Kälte bringt Wild und Vögel ! in die größte Noth. War letztere wohl auch schon beim । vorausgegangenen heftigen Schneefall eingetreten, so ist ! selbige doch jetzt durch die viel größere Kälte noch größer ! geworden. Alle Vögel im Felde sind in die Nähe der Ort- ! schäften ober in diese selbst gekommen. Wie zutraulich sie ; der Hunger gemacht, daS zeigt ihr Kommen auf die Futter- , Plätze, wo solche errichtet, und ihr Aufhalten in nächster > Nähe der Menschen. ES berührt wohlthuenb, wenn man jetzt eine größere Anzahl von Fütterungsstellen für die armen Vöglein erblickt, als früher- verräth doch ein solches Interesse eine bessere Einsicht und Erkenntniß. Darmstadt, 29. Januar. Der VerwaltungSrath der Hessischen LudwigSbahn erhielt heute seitens der i hessischen Regierung eine Einladung zu commissarischen Ser« ! Handlungen Über die Verstaatlichung. A Mainz, 29. Januar. Der als berühmter Kanzel« 1 redner in weiteren Kreisen bekannte Guardian deS hiesigen ! CapuzinerklosterS Paier AlphonS ist heute Mittag in Folge eines Schlaganfalls plötzlich verschieden. — Verflossene Nacht war hier die größte Kälte in diesem Winter. Am > Rhein zeigte das Thermometer 15 Grad Reaumur unter 1 Null. Während der Rhein gestern nur ganz wenig dÜnneS Treibeis mit sich führte, geht derselbe von heute Morgen au in seiner ganzen Breite mit dichten Eismassen. In Folge hiervon ist die Schifffahrt plötzlich wieder ganz eingestellt, und beeilten sich die Schiffe, in schützende Häfen zu kommen. Die Schiffbrücke in Worms, wie auch die fliegenden Brücken in Gernsheim und Oppenheim, wurden gestern bereits ab- Melvd- sm °>abber *tV;Ä b«®U?‘ *(l8te V'AtL« t durch?xx' LLH •ftSj*» *--L .t01ltI»n Non 9“l(" »ettotps - Qu8, n ’Qm®fIid)en Ja«». **> J®} .Wenige C°m. w Nt Tchwm. 4t E TWtzrv. Q|8 1 te$tetl Oberarm non föflBie beziehungsweise «t. Ferm soll '"»sweise Batterie ein ^^erpreis, sowie and> "ie-Chef eia bleibendes hrer. Die militärische Kandidaten des Volks- das Schulamt in vor- ^Qben, wirb nach einer ^rbre bnrch bie ick- Dbchigev aeliven Dienst- dem die Genannten hier- Lerwendung als Unterer Zeit gänzlich aus« her bestimmt, daß die Em- ollen JahreSkursnS aus« ; die Heranbildung der TolksschulamteS so weil zieren erfolgt. MV ourdt" F uch in unserer Gemein- ijtftäi des Kaisers satte tint fftftlffliit mit '' abgeüalten, wo HQc# nfch, datz Gatt un\«u ihm «erbe, damit noch irden iann, hat gestern hatte Förster Mönniz „Jägerhauses' fzwische» ige Wildkatze Wnn- schwer) zu schießen, muar. „Wenn die Tagt angen'. Diese bekannte r unseren jetzigen Winter. S seht größte Kälte,- daß acht Uhr -13 Grad oren, eine Erscheinung, r|tt. Für die Wintersaat eine so hohe Schneedecke „o der Sturm auf du gehaust, st°b doch M s„t worden. Selbst u-> arke Anzahl von Mnn- [r Was an den Tage» ’er 5,1,11 1 matte M««®*" ■t bringt fflitb re wohl auch föon e’ngetret'n, ozste noch5°°^ » fgji ÄS näd£ *»*•* r« «w i- is gefahren. — Da- Barometer steigt schnell und zeigt sich der Himmel an dem heutigen Abend sternhell, so daß noch anhaltende Kälte zu erwarten ist. — Die Strafkammer des hiesigen Landgerichts verurtheilte in ihrer heutigen Sitzung den 45jährigen Schneider Johann Trebur aus Darmstadt wegen Beleidigung zu 6 Monaten Gefäng- «iß. Derselbe hatte sich gelegentlich des Verhaltens der sozialistischen Reichsboten bei Eröffnung des neuen RetchS- tagSgebäudeS in seiner Werkstätte Collegen gegenüber unehr- erbi-tiq über den Kaiser ausgesprochen. vermischtes. • Ms. Kassel, 29. Januar. Frost und Schnee. Heber Nacht ist bei uns eine ungewöhnlich starke Steigerung der Kältewelle eingetreten; während wir gestern Nacht 10 Grad Cels. unter Null hatten, war eS vergangene Nacht doppelt so viel — 20 Grad Cels. An exponirten Stellen sank das Quecksilber noch tiefer. Die Fulda ist hier und wahrscheinlich auch auf ihrem ganzen Oberlaufe völlig zugefroren. Verkehrsstörungen aller Art find unvermeidlich. Im Rhöngebirge, im Knüllgebirge k. liegt der Schnee so tief/ daß fast sämmtliche Verkehrswege unpasfirbar find und der Postverkehr theilwetse eingestellt ist. Einzelne Dörfer find thatsächlich eingefchneit und von allem Verkehr mit den Nachbardörfern abgeschnitten. * Trier, 28. Januar. Der Schnee liegt in der Eifel und auf dem Hochwald 1/2 Meter hoch bei 15 Grad Kälte. Die Mosel führt starkes Treibeis. * Durch den Kaiser vom Tode des Erfrierens gerettet wurde am SamStag der Arbeiter Heinrich Fritz aus Charlottenburg, der sich in der Trunkenheit in einsamer Gegend am Kurfürstendamm in den Schnee gebettet hatte. Als der Kaiser, von einer Schlittenfahrt aus dem Grünewald heimkehrend, des Schlafenden ansichtig wurde, gab er einem ihm begegnenden Schutzmanne den Befehl, für schleunige Fortschaffung des ManneS Sorge zu tragen, was auch alsbald geschah. Ohne die ihm gewordene Hilfe hätte der Trunkene bei dem herrschenden Frost und Schneetreiben sicherlich elendiglich umkommen müffen. TJM— ES starben an: Zusammen: 1 Summa: 4 1 1 1 1 1 Lungenentzündung Gehtrnschlagfluß Darmcatairh Alterskrankheit WSch-nMchi Uebersicht der TodesMe in Gieße«. 4. Loche. Vom 20 Januar btS 26. Januar 1895. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 9,41°/«. Kinder Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: 1 3 kirchliche Anzeigen der evang. Gemeinde. Die vibelstnnde am Donnerstag Abend in der Stadtknabenschule fällt au». Pfarrer, Kehrer. Beamte rc. empf. den vorz. chollönd. Tabak'bet B. Becker in Keese« a.H. 10 Pfd.loseim Beutel nur acht Mk.ico. 124 — Die Deutsche Gruuvschuld-Bank in Berlin hat, wie n» mttgetheilt wird, in Folge stärke»er Hypoih-krückzahlungen eine Ber- loosung ihrer Real - Obligationen Serie I. und II. vorgenommen. Die betreffende Annonce befindet sich im heutigen Jnseratentheile. 962 Feinster mm HeliiriMlIfbtttlit« Otto Schaaf ' 687 976 Später eingereichte Gebote bleiben unberücksichtigt. seiche Aichte Lieser« Mal-eignthLmkr Q »zimmer mit Badez. u. all- Comf-, Gartenanth, gleich beziehbar. — Asterweg 44, 2. Stock, 5 Zimmer mit all Zubeh, per 1. April zu verm- Näh, das, od- durch Agent KleeS. 225] Kleines Logis an einzelne Dame ober kinberlose Leute zu vermiethen. PH. Weiler^Markt 1. 9‘/a Uhr a«r 31 rrn Buchen- Scheiter; 73 rrn Buchen», 21 rm Eichen-, 40 rrn Nadel-KnÜpvel; 2t rm Buck en-, 8 rm Eichen-, 36 rm Nabel-Stöcke; 730 Buch n-, 710 Eichen-, 1450 Nadel-Wellen. Bekanntmachung. ; ÄmMakNIU Der Voranschlag der Gemeinde Bellersheim pro 1895/96 . ~ liegt vom 1. k. Mts. ab nochmals acht Tage auf dem Bürgermeisterei- lll vtt jUrstl. Vokrsölstkrtl fidj. Büreau zur Einsicht der Betheiligten offen. ! Es sollen versteigert werden: Bellersheim, 30. Januar 1895. Montag, den 11. Februar, im Großherzogliche Bürgermeisterei Bellersheim. Dtstriet Siiedwald. von Vormittags Bopp. 6t. SberhelWe Eisknbahoe». c* < £ Die Lieferung der Schreibmaterialien ä f und sonstigen Süreaubcbürfrdffe für das <5>wV lV IV Rechnungsjahr 1895/96 soll vergeben nnnPfprHnf fnm;p hio si-st-n werden. Die Bedingungen und das Ver-1 werben mtgerertigt, sowie ore Vesten zeichniß der Gegenstände find bei unserer Sorten Wollgarne empfiehlt Magazi.nsverwaltung einzusehen; Liefe-! B. Katzenstein rungsangebote, versiegelt und mit bezüg- ßnq «>? licher Aufschrift auf dem Briefumschlag 603 Schlllerftratze 2-.___ versehen, sind bis zum 15. Februar l. I., i Vormittags 10 Uhr, hier einzureichen. Gießen, den 28. Januar 1895. wird billig und gut besorgt. Moltkekratze 3 elegante Wobnung mit Balkon und Badezimmer für kleine Familie auf 1. April zu vermiethen- 147 Näheres «chillerstratze 16 I. 835] Mansardeu-Wohnuug Süd- anlage 11, 3 Zimmer mit Nebenräumen und Zubehör, auf 1. April zu vermiethen. Näheres Rechtsanwalt Katz, Bahnhofstraße^______________________ 871] Scharrzenstratze Rr. 4 schöne Wohnung, 4 Zimmer und Zubehör, vom 1. April an zu verm'ethen.__________ 914) Em möbl Zimmer, mir ober ohne Pension, zu vermiethen. Asterweg 2. Goethestraste 31 Parterre unb 1. Stock per sofort ober mittags 9Vs Uhr anr 259 rm Buchen-, 11 rm Eichen-, 4 rm Nabel - Scheiter; 129 rm Buchen-, 61 rm Eichen-, 28 rm Weichholz-, 24 rm Nabel - Knüppel: 121 rm Buchen-, 82 rm Eichen-, 20 rm Nabel, Stöcke; 3790 Buchen-, 3260 Eichen-, 610 Nadel,Wellen. 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Februar 1895, Vormitt. 10'/- Uhr, auf »«■»mV.? bem Bürg-rul°ist°rei-Bur°°u in Gegenwart der etwa erschienenen Sietev. vonSor. Die Gebote sind getrennt nach Waldeigenthümer, Holzart und Sorti-: ment pro Festmeter einzureichen und zwar ohne jeden Vorbehalt. Die allgemeinen Verkaufsbedingungen, welchen sich die Käufer still- schweigend zu unterwerfen haben, sind bei den betr. Waldeigenthümern j einzusehen oder gegen 70 Pfg. in Briefmarken bei uns zu beziehen. An- und Berkaus von getragenen Kleider«, Weißzeug, Möbeln, Betten, Gold- unb Silber- sache«. Büchern, Zeitungen, Arten, Papier, «upfer, Messtng, Zinn, Blei unb Eise«. Ebenso werben Lumpen unb Knoche« auf Verlangen jeberzeit abgeholt burch 137 Louis Rothenberger Wwe. Schellfisch und Caviiau stets frisch im »Rebstock^. 164 lliirnli. Klnder-Wikback (vorzügl. Nährmittel) allein acht zu haben bei 442 J, M. Schulhof, 373] In der Bahnhofstraße »in LogtS, 4 Zimmer, Gartenanth. u. all Zubehör, billig zu verm. 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Februar, Brauerei Röhrte (Bourgeois-, Abends 9 Uhr. • Tagesordnung: Bericht des Vorstandes, Prüfung der Rechnung, Ersatzwahl des Vorstandes, Verschiedenes. bei Serie I. alle mit der Zahl 4, bei Serie II. alle mit der Zahl 7 endigenden Nummern, also beispielsweise bet Serie 1. die Nummern 4, 14,24 afro 104, 114, 124 usw, 1004, 1014, 1024 usw. und bei Serie II die Nummer» 7, 17, 27 usw., 107, 117, 127 usw., 1007, 1017, 1027 usw verloost und werde» hiermit zur Rückzahlung aufgerufen. Die verloosten Stücke werden von heute ab bei unserer Kaffe und bei alle» Pfandbrief'VerkaufSstellen eingelöst und treten mit dem 31. December 1895 außer Verzinsung. Die ferneren Bekanntmachungen dieser Verloosung erfolgen je Anfang« October, November und December d. I Berlin, den 28. Januar 1895. Deutsche (Srundschuld-Bauk. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Theilnahme beim Heimgange unseres geliebten Gatten und Vaters, des Herrn Drechslermeister Chr. Vrückel sagen hiermit innigsten Dank « Dan. Wirths Nachfolger, Th. Geilfus. 520) Möbl. Zimm. pr. Sofort zu oerm LouiS Frohnbäuser, Mäusbu g 7. Venus von Medici. Büro mutzte zerstört werden. Büchse ist in Sicherheit. 966 Eine Wohnung mit 7 Zimmern und Zubehör gesucht. Angebote werden unter C. T. bei der Expedition • gesucht. — Off. unter A. 4 an die j —954, fuifataes s b « Ktndermärchen in 5 Acten von A. Körner- Expedition diese« Blatte-. »Ldchen p. sof g s. ' Wilhelmstr. 2 1L Theater-V er ein. Donnerstag, den 31. Januar, im Festsaal (Wallrhorstrafte-, Ansang 7^2 Uhr. Gastspiel von Mitgliedern der vereinigte« Stadttheater in Franksirrt a. M.: Weftanlage Nr. 39 Gießen, den 8. Januar 1895. Mein Comptoir befindet sich von heute an nicht mehr Marktstraße, sondern neben meinem Wohnhaus I. Rothenberger, Lindenplatz 8- Daselbst: 1 Kassenschrank, 1 Secretär, 1 Echreihpult zu verkaufen.____________ 155) Möbl. Zimmer mit ob. ohne Pension zu verm Nordanlage-W'ierstr. 1 1. Schneewittchen und die lieben Zwerge Hofmannftraste Nr. 5, in der Nähe der Bahnhöse. Lindenstruth, Gr. Geom. L Kl Kunstverein. Die Gemäldeausstellung im Thurmhaus am Brand ist Werktags von 11 bis 1 Uhr, Sonntags von 11 bis 3 Uhr geöffnet. Mitglieder des Kunstvereins und deren Familienangehörige genieße» freien Eintritt, für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis: Sonntag« 20 Pfg., an Werktagen 50 Pfg. 12T AAarne hiermit Jedermann, meinem Sohn auf meinen Namen etwas zu verabfolgen, da ich keine Zahlung leiste. AI)rycr Viehmarkt-Lotterie. Bestellungen auf Loose des Alzeyer Zucht- und Fettviehmarktes vom 8. Mai 1895, deren Vertrieb im ganzen Großherzogthum gestattet ist, werden jetzt schon angenommen. Ausgegeben werden 10 000 Loose ä 1 Mk. Zur Verloosung gelangen 7 — 10 trächtige Kühe und Rinder, Dresch- und Düngerstreumaschinen, Weinpumpen, Keltern, Pferderechen, Häckselmaschinen und andere landw. Maschinen und Geräthe im Gesammtwerthe von 5000 Mk. Die übrige Netto-Einnahme wird zur Prämiirung verwendet. Wiederverkäufer, Vereine und Gesellschaften rc. erhalten 10% Rabatt (11 Loose für 10 Mk.). Wegen Uebernahme wende man sich an den alleinigen Vertrieb der Loose 972 A. Meschett, Alzey. In Gegenwart eines Notars fand heute die erste Verloosung unserer 4°/» Real-Obligationen (Pfandbriefe) der Serie l. und ll. statt mittels Ziehung je einer Endzahl, welche für Lit. A. bis einschließlich F. (Stücke ä Mk. 3000 bis luO) der betreffenden Serie giltig ist. Es wurden gezogen für Serie I. die Zahl 4, für Serie II. die Zahl 7 ^fMein Bureau""365® befindet sich jetzt hiesigen Cigarrenfabrik wird per April Junges Mädchen Photographische Anstalt Neuen^Bäue Lud-Wig Orth Neue^Bäue Täglich geöffnet von Morgen* 9 bis Nachmittags 5 Uhr, auf vorheriges Bestellen bis Abends 9 Uhr. Neu! Photographie bei Nacht. Neu! 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