189® Erstes Blatt. Nr 151 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giefzen Hrattsöeitage: Gießener Kamilienötätter. Sonntag den 30. Jwi Lvnsthmt von Anzeigen zu der Nachmittag« für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Borm. 10 Uhr. Lazareth geschafft. tzamborg. 28. Juni. In dem gestern zu Ende gegangenen Prozeß gegen die Banknotenfälscher wurden die Angeklagten Thies und Cronemeyer zu 8, Nestler zu 4, Dechow zu 3 Jahren Zuchthaus und Weber zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Gentsch wurde freigesprochen. Pari-, 28. Juni. In der heutigen Sitzung der H e e r e S - commisston sprach sich der Kriegsminister gegen die zweijährige Dienstzeit aus, weil man bei einer solchen nicht wie in Deutschland ausreichende Effectivbestande haben würde und dieselbe die Bildung eines Artillerie- und EavaüeriecordonS verhindern würde. Konstantinopel, 28. Juni. Der deutsche Botschafter Freiherr von Saurma-Jeltsch wird morgen in feierlicher Audienz sein Accreditive überreichen. — Der Marschall Schakir Pascha ist zum Jnstructeur ernannt worden. Mtem, 28. Juni. Bei dem gestrigen Empfang der Tivil- und Militärbehörden und der Vertreter der Stände durch den Gouverneur anläßlich der hundertjährigen Der- daß er durch die Umstände gezwungen sei, im Auslande mehrere Schiffe zur Ueberwachuug der Küsten von Cuba anzukaufen, hat große Erregung hervorgerufeu. Petersburg, 28. Juni. Trotz der englischen Meldungen glaubt man hier nicht, daß die russisch-chinesische Anleihe gescheitert sei. Eine definitive Meldung deS russischen Gesandten in Peking über den Gang seiner Verhandlungen mit der chinesischen Regierung wird in den nächsten Tagen erwartet. __ . vierteljähriger ^»nemteUrtetot 2 Mart 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch bie Post bezog« 2 Mart 50 Psg. Äebection, Lxpeditiol und Druckerei: Kch»lstr«tzeKr.,. Fernsprecher 51. ick Elsaß zuzubringen. Berlin, 28. Juni. Der ..Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung der etatSmäßigen Stelle des AbtheilungSchefS für die Ftnanzverwaltung bei dem kaiserlichen Gouvernement von Deutsch-Ostaftika unter Beilegung deS Titels als Finanzdirector an den Landrath Rudolf v. Bennigsen, ferner des Titels als kaiserlicher Regierungsrath an den Hilf»- arbeiter bei dem Gouvernement von Deutsch - Ostafrtka Or. Theodor Bumtller. t n . ptei 28. Juni. Das im großen Belt festgelaufene italienische Panzerschiff „Sandenga" ist heute früh wieder flott geworden. DaS Schiff ist unbeschädigt. Brussel, 28. Juni. Der Senat har heute mit bl argen 11 Stimmen das Gesetz angenommen, nach welchem derCongo-Eisenbahn-Gesellschaft weitere5Millionen geliehen werden. Ebenso wurde das Gesetz über die Bor- schußleiftung von 5 Millionen zur Tilgung der Congoschuld angenommen. m _ ... Paris, 28. Juni. Der Redacteur des „Petit Journal iuterwievte den Admiral Menard über den Aufenthalt in Kiel. Menard drückte seine Befriedigung über die Ho - lichkeit der Deutschen aus und dementirt sodann alle chauvinistischen Nachrichten, welche vou der Boulevardpreffe über mißliebige Zwischenfälle in Kiel verbreitet worden find. Wenn man in Kiel gegen die französische Flotte unhöflich I gewesen wäre, so hätte der Admiral energischen und lauten Protest dagegen eingelegt. Part», 28. Juni. Der Kieler Correspoudent deS Gaulois" schreibt vom Bord deS russischen AdmiralschiffeS tu Kiel, daß das russische Geschwader, »eld)e8 Den Canalsesteo beiwohnte, unter dem Befehl deS Admirals Skrydlow im nächsten Jahre nach Brest kommen und der französischen Marine reiche Geschenke mitbringen werde. Paris, 28. Juni. Die Blätter veröffentlichen die Nachricht von dem Empsang deS französischen Botschafters, Grafen Montebello, in Petersburg durch den Czaren und heben hervor, daß dies ein hochpolitisches Eretgntß sei. ES liefere wiederum den Beweis für das französisch-russische Bündniß. Einige Blätter glauben zu wiffen, daß dem- nächst ein Document veröffentlicht werden wird, in welchem dargethan ist, daß das Bündniß unter Carnot vollzogen I wurde. . PiriS, 28. Juni. DaS französische Geschwader ist, von Kiel zurückkehrend, gestern in Cherbourg eingetwffen. Die Reise deS Geschwaders wurde durch schlechtes Zetter sehr erschwert. DaS Geschwader traf deßhalb mit großer Verspätung ein. t . Part«, 28. Juni. Nach Meldungen auS Ma da- gaScar gehen täglich zahlreiche Eingeborene «" ihren Waffen zu den Franzosen über. Die französischen Truppen haben viele Lebensmittel angesammelt und beab- sichtigen, weiter nach dem Innern deS Landes zu marschtren. I Madrid, 28. Juni. Die Erklärung des MariueministerS, Drr tUfte»« Aazeiger erscheint täglich, MN Ausnahme de« Montag«. Dir Gießener werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal drigrlrgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Gießen, den 29. Juni 1895. Das „Hotel Einhorn", welches einer durchgehenden Renovirung unterzogen und den modernen Ansprüchen gemäß eingerichtet wurde, wird heute Abend neu eröffnet. "*» Der Berkehr auf dem Festplatze des Mittelrheinischen Turnfestes ist schon jetzt ein recht reger. Nachdem TagS über viele -fleißige Hände sich geregt, um die Gesammt- auSstattung des Platzes ihrer Vollendung entgegenzubringen, versammeln sich Abends Diejenigen, denen lediglich die Rolle des ZuschauenS zugetheilt ist, und an den letzten Abenden be- sonders war der Besuch des Oswalds Garten stark- wer sich genügend umgesehen, da« electtische Licht eingehend ge- schaut, ließ sich schließlich noch ein Stündchen in oder an der Cantine nieder zu einem Schoppen „Förtsch. Die „Akustik der Fest Halle scheint gut zu sein, denn gestern Abend konnte man, und zwar mehrere Male, in dem entferntesten Winkel hören, wenn frisch „angestochen" wurde. Gut Heil! M •» Z« «orgigeu Vorfeier des 22. Mittelrheinischen KreiSturnfesteS hat die O m n t b u S g e s e l l s ch a f t bis Nachts 12 Uhr Extrafahrten von dem Festplatz nach allen Stadt- theilen eingelegt und machen wir auf die Bettiebseinthetlung im Jnseratentheil besonders aufmerksam. ♦* Zeugenvernehmung. Die bereits gemeldete Zeugenvernehmung des Untersuchungsrichters von Darmstadt dauerte gestern bis spät Abends. Der der verschiedenen hier vor- gekommenen Einbruchsdiebstähle Beschuldigte verweigert näm- lich jede Auskunft und spielt im UntersuchungSgefangniß den wilden Mann. Der Verbrecher ist in einer sogenannten schweren Zelle untergebracht und mit Ketten gefeffelt, um damit jeden etwaigen AuSbruchversuch deffelben unmöglich zu mad)e** Einsturz. Vorgestern stürzte ein Theil deS auf dem SelterSberg belegenen WafferreservoirS der Kliniken zusammen. In Folge des diesjährigen WafferreichthumS der Quellen, welche den Behälter speisen, ist der Druck deS WafferS ein gewaltiger und ist dieses wohl die Ursache des Einstürze« gewesen. •• Ertrunken. Ein hiesiger Kutscher, welcher gestern Abend beim Baden am sogen. Confirmandensprung in die Lahn sprang, kam lebend nicht wieder zum Vorschein. Der Ertrunkene soll vorher vor der lieft jener Stelle gewarnt worden sei, worauf er geantwortet, er könne schwimmen. Selbstmord. Gestern Nachmittag gegen 6 Uhr wurde der in Marburg aus dem UntersuchungSgefäogntß entsprungene Kaminfeger Karl Gelbke hier am Bahnhofe durch einen Schutzmann wieder verhaftet. Auf dem Transporte riß der Arrestant dem Schutzmanne in der Bahnhof- straße aus und ergriff die Flucht auf dem am Felseukeller vorbei zum Biaduct führenden Fußweg nach dem sogenannten GerberhäuSchen zu. Dort kam dem Ausreißer ein Feldschütze entgegen und vertrat ihm von vorn den Weg, während der Schutzmann ihm im Rücken war. So in die Enge getrieben, nahm der Verfolgte seinen Weg durch den Stadtfluthgrabeo, lief den Bahndamm hinauf, warf fich vor eine Rangier- maschine und ließ sich überfahren. Der Tod war sofort ein- getreten. aRlttofl c„ambolirte in der Marktstraße ein Omnibus mit einem Frachtfuhrwerk infolge ungenügenden AuSweichenS von Seiten des letzteren- hierbei brach von dem Omnibus ein Scheerbaum. Trotz eingetretener empfindlicher Bestrafung der Schuldigen kommt es doch immer noch häufig vor, daß Fuhrknechte den zum Ausweichen abgegebenen Signalen wenig oder gar kem Gehör schenken, sondern in ihrem gewohnten Schlendrian vor den Pferden hergehen und so gar häufig den Zusammenstoß mit anderen Fuhrwerken herbetsühren. , Gelehrte Originale schildert ein alter Gießener Student, der Erinnerungen an unsere trauliche Universität aus den 40er Jahren in einem den Manen Moritz CariöreS und Karl BogtS gewidmeten Aussatze in der „Fr. Ztg. mtt- theilt: Profeffor Umpfenbach, ein Überaus gelehrter Alle Annoncen-Bureaux d«S In- und AuSlande« nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. einigung Kurlands mit Rußland wurde folgendes Tele- . »ramm des Ministers deS Innern verlesen: „Ich hatte die Ehre, dem Kaiser Mittheilung machen zu dürfen von dem Wunsche der Bevölkerung, die hundertjährige Vereinigung KurlanbS mit Rußland festlich zu begehen. Der Kaiser har mit herzlicher Freude die Versicherung der Dankbarkeit und Ergebenheit für die russischen Herrscher, unter deren Scepter Kurland fich im Laufe des Jahrhunderts einer weisen und gerechten Regierung erfreute, ausgenommen. Der Kaiser ist überzeugt, daß die Bevölkerung deS Gouvernements ihrem selbstherrschenden Kaiser stets in Treue und Wahrheit dienen werde." DaS Telegramm wurde mit anhaltenden Hurrah- rufen begrüßt. , Sau Francisco, 28. Juni. Gestern Abend brach in dem Geschäftsviertel des südlichen Stadttheils Feuer aus. Durch den herrschenden Sturm wurden die Flammen rasch über zahlreiche Fabriken, Waarenhäuser, Ställe und Wirthschaftsgebäude ausgeüreitet, die zerstört wurden. Hundert Familien sind obdachlos. Eine Frau wurde getödtet, mehrere Personen verletzt. Der angerichtete Schaden wird auf zwei Millionen Dollar geschätzt. Depeschen de« Bureau .Herold". Berlin, 28. Juni. DaS Befinden der Kaiserin ist nach Meldungen auS Kiel auch heute gm. Ueber die । Rückreise nach dem Neuen PalaiS ist jedoch noch keine feste Bestimmung getroffen. _ ___ Berlin 28. Juni. Der Minister deS Innern, Herr von Köller, hat seinen die-Mrigen Sommerurlaub an- getreten. Wie das „Berliner Tageblatt" hört, gedenkt Herr von Köller zunächst einige Zett aut leinen B-fitzung-n AnMichr* Theil. Bekanntmachnng, betreffend den Umbau der Bieberbrücke im Ort Heuchelheim. Die im Ort Heuchelheim befindliche Brücke über die Bieber wird von Dienstag den 2. Juli l. Js. ab bis auf Weiteres für den Verkehr gesperrt. Gießen, den 28. Juni 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. | Gefunden: 1 gold. Medaillon. 2 Spazierstöcke, 1 Reife-Tragriemen, 1 Regenschirm, 1 Kinderschuh. 2 einzelne Handschuhe. 1 Taschentuch. 1 Traggurt, 1 ZntungS- Halter, 1 Gummisack, 1 Senkblei. 1 Gießkanne, 1 Pfeifen- köpf, 1 Feuerzeugbüchse, 1 Hundehalsband, 1 Knops einer Fahnenstange und 1 Kollegheft. Zugeflogeu. 2 Kanarienvogel. Gießen, den 29. Juni 1895. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, Regierungs - Affeffor._________ Neueste Nuchrkhtett. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. | Berlin, 28. Juni. Ueber die Eröffnung be« 5. intet» I nationalen CongresseS für Gefängnißwesen in Paris sind folgende Bestimmungen getroffen worden: Am Sonnabend den 29. Abends ist Empsang im Elysve, die feierliche Eröffnung erfolgt in der Sorbonne am Sonntag den 30. Juni 4 Uhr Nachmittags in Gegenwart des Präsidenten der Republik. Abends gibt das Cornitv den Dele- gtrten ein Bankett. Montag den l.Juli, Vormittags 9 Uhr beginnen die Arbeiten des CongreffeS. Siel, 28. Juni. Bei dem Minenlegen vor Fried- »ichSort durch Mannschaften des Panzers „Kurfürst Friedrich Wilhelm", welche in einer Pinaffe fuhren, wurden durch eine Explosion sieben Mann getödtet. Der Unterlieutenant Starcke wurde verletzt. Kiel, 28. Juni. Nach amtlicher Meldung wurden bei der heute Nachmittag auf dem Schiff „Kurfürst Friedrich | Wilhelm" abgehaltenen Sprengdienstübung durch v o r - zeitiges Entzünden einer Spreu gpatrone folgende Personen getödtet bezw. verwundet: 1. Getödtet Seecadett Bahlen, TorpedobootsmannSmaat Neumann und die Torpedomatrosen Buhlmann, Elster und Fischlack von der zweiten Torpedo-Abtheilung. 2. Schwer verwundet find bie Heizer Ludwig und Schulz von der zweiten Werstdivifion. 3. Leicht verwundet: Lieutenant zur See Starcke, Torpedo - Obermaschinenmaat GloyStein und Torpebomatrose Betain von ber zweiten Torpebo-Abthei- lung. — Die im Hafen liegenden Kriegsschiffe einschließlich ber amerikanischen flaggten auf Halbmast. Giel, 28. Juni. DaS gemeldete SchifsSungluck ereignete sich um 3 Uhr in der Strauber Bucht. Das Gxplobiren ber Sprengpatrone erfolgte infolge vorzeitiger tzntzünbung an Borb ber Pinaffe, beren Borberbeck fortgeriffen würbe. Die Pinaffe würbe von bem Dampfer „Steinmann", nachbem bie Aerzte von ben Schiffen „Stein" und „Moltke", sowie von FriebrichSort an Borb gegangen waren, nach bem in btt Wiker Bucht liegenben Panzer „Kurfürst Friebrich Wilhelm" geschleppt. Die Tobten unb bie Berwunbeten würben von dem Dampfer „Steinmann" nach ber Acabemiebrücke gebracht n«b von hier aus nach ber Leichenhalle bezw. nach bem Mathematiker, war immer zerstreut und so ganz in seine mathemalhischen Probleme vertieft, daß er alles um sich her vergaß. Zu früher Morgenstunde stolzirte er einst, den Hut auf dem Kopf, aber in Hchlafrock, Pantoffeln und Unterhosen nach dem Collegium, und erst das Gelächter der Zuhörer bei seinem Eintritt machte ihn auf sein Versehen aufmerksam. Da er den Rückweg noch seiner Wohnung doch nicht im gleichen Aufzuge antreten mochte, ersuchte er einen der Anwesenden, ihm die nöthigen Garderobenstücke inzwischen aus seiner Wohnung zu holen: „Sagen Sie der Frau Professorin", rief er dem Betreffenden nach, „eS wäre zu heiß für die Hosen, sie möchte mir die Höschen schicken." Derselbe Gelehrte machte täglich um die Abendstunde im Sturmschritt und ohne aufzuseheu seinen Spaziergang um die „Schur", eine sich ringS um die Stadt ziehende Promenade. Am SelterSberg kam ihm ein Ochse in den Weg, an den er ziemlich unsanft anrannte, worauf er sofort den Hut zog und den „etwas starken Herrn" um Entschuldigung wegen des Anrempelns bat. — Der alte Professor Wilbrandt kam in seinem anatomischen Vortrag darauf zu sprechen, daß die meisten Säugethiere die Ohren willkürlich bewegen, was dem Menschen in der Regel versagt sei. „Mein Sohn, der Profeffor", fügte er hinzu, „kann's aber auch. Julius, fpitz' mal den Herren die Ohren!" Und Profeffor Wilbrandt jun., ein liebenswürdiger, kenntnißreicher, junger Mann, erschien auf dem Katheder und erfüllte den Wunsch Papas, natürlich zum nicht geringen Amüsement der Herren. * * Urter die Litewka für Offiziere hat der Kaiser folgende Bestimmung erlassen: „Im Verfolg meiner Ordre vom 25. Januar 1890, betreffend das Tragen von Sommerröcken Seitens der Offiziere aller Waffen, genehmige ich, daß bei den dort angeführten Gelegenheiten neben diesen Röcken, beziehungsweise an Stelle derselben, Lttewkas nach beifolgender Probe — bei den Jägern (Schützen) in der Farbe der Mannschafts-Litewka — getragen werden dürfen. DaS Kriegsministerium hat hiernach das Weitere zu veranlaffen." * • Freifahrlfcheiue für Eifeubahuarbeiter. Nach neuester Bestimmung durch die Bahnverwaltung der Staatsbahnen sollen, wie der „Wetzl. Anz." schreibt, die Arbeiter, welche entfernt von der Arbeitsstelle wohnen, und seither eine Jahreszeitkarte für den halben Preis erhielten, der aber von dem Lohne in Abzug gebracht wurde, nunmehr Freifahrt- scheine nach und von der Arbeitsstelle erhalten. * * Eriuueruugsfeier au 1870. Wie in der am Mittwoch stattgehabten Sitzung Les Geschäftsführenden Ausschusses zu Darmstadt berichtet wurde, sind bis jetzt zu der vorgenannten Feier aus der Kriegerkameradschaft „Hasfia" angemeldet: 9854 Festgäfte, 4216 Theilnehmer an dem Fest- effen, 1471 Gesuche um Freiquartier und 244 Fahnen. ES fehlt noch die Mittheilung aus 4 kleinen Bezirken. Ein vorläufiger Ueberschlag über die Gesammtbetheiligung der „Hasfia" an dem Feste ergibt in runden Zahlen 12000 Fest- päste, 4800 Theilnehmer an dem Festeffen und höchstens 2000 Freiquartiere. * * Der 18. Deutsche FleischerVerbaudSlag in Köln hat verschiedene Beschlüffe von allgemeinem Interesse gefaßt. So soll eine Eingabe an den Bundesrath gerichtet werden, in der die Einführung einer allgemeinen staatlichen Viehversicherung befürwortet wird. Zur Prüfung der Frage des Wurst- färbenS wurde eine Commission gewählt. Es wurde sodann beschlossen, um Einführung der obligatorischen Fleischschau für Stadt und Land zu petitionieren, sowie um Abänderung des Gesetzes, betr. Besteuerung und Amortisation der commu- nalen Schlachthäuser. Aufs Neue soll um Einführung einer besonderen Berufsgenoffenschaft für das Fleischergewerbe petitioniert werden, außerdem wurde Stellung genommen gegen die Absicht, die Geschäfte um 8 Uhr Abends zu schließen. ** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 21.—28. Juni.) In der verfloffenen Woche bestand auf allen Getreidemärkten des In- und Auslandes die Neigung, die Preise zu steigern, da man immer noch große Bedenken in Bezug auf den Ausfall der Ernte hegt. Die steigernde Tendenz konnte sich aber nicht befestigen, weil immer noch viel Getreide, zumal russischer Roggen und amerikanischer Wetzen für nächste Termine zum Kaufe angeboten wurde. Die kleinen Preiserhöhungen, welche theilweise für Weizen und Roggen erzielt wurden, gingen daher im weiteren Verlaufe des Geschäftes wieder verloren und schließlich waren die Preise etwas abgeschwächt. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen per 20 Gentner für 146 bis 158 Mk., Roggen für 126 bis 130 Mk., Gerste für 108 bis 156 Mk., Hafer 122 bis 148 Mk. B. Albach, 28. Juni. (Verspätet eingesandt). Das Krieger-Fest zu Albach am 23. dieses Mts. hat bei günstiger Witterung einen sehr schönen Verlauf genommen. Die Festrede hielt Herr Lehrer Lanz, welchem im Namen der Anwesenden der Präsident des Lollarer Krieger-VereinS feinen Dank aussprach. Grüuberg, 26. Juni. Infolge der neuen Wasser- leitungSanlage entfaltet sich gegenwärtig in unserem Städtchen eine sehr rege Thätigkeit. Herr Bauunternehmer Winn auS Gießen, der sämmtliche Bau- und Erdarbeiten, sowie das Verlegen der Rohre übernommen hat, beschäftigt lt. „Darmst. Ztg." etwa 80 bis 100 Mann, die zum Theil in hiesiger Stadt und Umgegend und theilweise tu der Gegend von Wetzlar ansässig sind. Den Leuten erwächst ein ganz annehmbarer Verdienst- sie erhalten je nach ihren Leistungen durchschnittlich 3 Mk. Tagelohn und darüber. Unserer größtentheilS Landwirthschaft treibenden Bevölkerung ist diese Einnahme sehr willkommen. Auch der Bau der Bahnstrecke Grün berg—Londorf bietet vielen Bewohnern der Gegend lohnende Beschäftigung, wodurch es freilich den Landwirthen bei den sich jetzt häufenden Feld- arbeiten oft an den nöthigen Hilfskräften mangelt. Friedberg, 26. Juni. Die heute im Saale des „Hotel Trapp" abgehaltene Versammlung der evangelischen Conferenz für das Großherzogthum Hessen be- I •r 38 60 Rocker auS Gießen. den 40 42 23 40 42 Thema. Die Mitarbeit der Kirche an der Lösung der socialen Frage. Der Inhalt der 15 Thesen ist im Wesentlichen: „Bei Lösung der socialen Frage, der brennendsten der Gegenwart, hat außer den anderen Factoren des Volkslebens auch die Kirche mttzuwirken, weil diese Frage neben ihrer technischen noch eine allgemein menschliche Seile darbietet. Doch wäre eine directe und von einem bestimmten socialen Programm aus die Lösung in die Hand nehmende Mitwirkung der Kirche sowohl principiell unzulässig als practisch undurchführbar- nur die aus den human-socialen Prtncipien des Christenthums sich ergebenden Forderungen des gesellschaftlichen Lebens sind in das Auge zu faffen. Die ethisch - sociale Anschauung des Christenthums sieht die höchste Bestimmung in der Gotteskindschaft- LieGemeinschaft der GolteSkinder ist das Gottesreich, deffen Glieder eine Familie von Brüdern darstellen, deren Band die Nächstenliebe - ist. Dieses Ideal muß die Kirche durch die ihr zu Gebote stehenden Mittel zu fördern suchen- sie muß auf eine materielle und moralische Hebung der unteren Gesellschaftsklassen hinzuwirken suchen - sie muß daS rechtlich contractliche Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I- V.: Wolff, Regierungs-Affeffor. Schiff-nachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 27. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Havel. Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutsche Lloyd in Bremen, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. q a z, mti \ r~ * 2V. Weitzel von Lang-GönS - 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot» bei Louis Schmidt v.Gr.-Linden, Joh. Kd.Velte v.Ktrch-GönS, F. Schön o. Ruttershausen, W. Weitzel o. Lang-Göns W. Steinmüller v. Lang-Göns G. Jacoby v. Alten-Buseck o Aug. Deibel v. Wieseck 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei G. Jacoby v. Alten-Buseck Balth. Christ. Ww. v. Wieseck u. Wilh. Fabel von Wieseck Der Brodverküufer. Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gl eß en, den 29. Juni 1895. Auszug aus -en Airchenbüchern der Stadt Gießer,. Svaugelifche Gemeinde. Getraute. Markusgemeinde. Den 22. Juni. Julius Adam Ludwig Martin Schleuning, Lackirer zu Gießen, und Karoline Hof, Tochter des Maurer« Geora Hof zu Gedern. Verhältniß zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in ein ethisches und humanes umsetzen helfen, indem sie auf die Gesinnung der einzelnen Gesellschaftsklassen umgestaltend und versöhnend einwirkt. Durch diese Mitarbeit kommt die Kirche in die rechte Stellung zur Socialdemokratie mit ihrem RepublikanismuS, CommuniSmus und Jndifferentismus. Bet aller Anerkennung der dem Socialtsmus innewohnenden Wahrheitsmomente muß die Kirche jedoch den Verirrungen derselben ganz entschieden gegenübertreten, da dieselben daS Familien-, Gesellschafts- und Volksleben, wie die ewigen Grundlagen der Religion und Moral in ihrer Wurzel bedrohen. Endgültig kann aber die materialistische, atheistische Weltanschauung der Soctaldemokratie nur durch Beseitigung der Entfremdung von Religion und durch Zurückführung der Gesammtheit des Volkes zur christlichen - theistischen Weltanschauung überwunden werden. Vorbedingung hierzu ist, daß die Kirche, statt bloß eine Geistlichkeits- und Bekenntniß- kirche zu fein, alle lebendigen Kräfte deS christlichen Volkes entfesselt und in ihren Dienst zieht, wodurch das Christen- thum als eine sociale Macht ersten Ranges anerkannt werden wird!" Darmst. Ztg. Nidda, 27. Juni. Der 18jährtge Gehilfe eines hiesigen Agenturgeschäfts, der sich zur persönlichen Sicherheit bei seinen auswärtigen Berufsarbeiten mit einem Revolver bewaffnete, schoß gestern Abend aus Unvorsichtigkeit auf offener Straße einen Metzgerlehrling aus Gelnhaar und verletzte denselben an der Seite nicht unbedeutend. Zur Entfernung des Geschosses wurde derselbe heute nach Gießen verbracht. Ortenberg, 27. Juni. Die heutige Nummer des „Büdinger Kreisblattes" enthält wortgetreu folgendes,^ auf ein nettes Familienleben schließendes Inserat: „Unter- zeichneter macht hiermit bekannt, daß meine Frau am Sonntag von Merkenfritz nach Hirtzenhain in die Kirche ging und bis heute noch nicht da ist. Ferner mache ich noch bekannt, daß ich nicht haftbar bin dafür, wenn ihr jemand etwas borgt ober leiht. Wilhelm Keutzer, 3er, Merkenfritz." Der Kirchgang der guten Gattin ist allerdings etwas lang ausgedehnt. Beairdigße. Matthäusgemeinde. Den 23. Juni. Auguste Hobmeier, Tochter des verstorbene« Leinewebers Christian Hvhmeier, 36 Jahre alt, sterb den 21. Juni. Markusgemeinde. Den 23. Juni. Friederike Weber, geb. Eiff, Wittwe des SchreinermetsterS Johann Georg Weber, 73 Jahre alt, starb den 21. Juni. Lukasgemeinde. Den 23. Juni. Heinrich Jullmann, Calculator i. P, alt 71 Jahre, starb dm 21. Juni. Johannesgemeinde. Den 23. Juni. Dem Installateur Peter Walter ein Sohn, Heinrich Theodor Christian, geboren den 20. Mai. Denselben Ein außerehelicher Sohn, Carl Reinhold, geborm 10. April. Getaufte. Mattbäusgemeinde. _fe Jen 23. Juni. Dem Briefträger Konrad Frees eine Tochter, Else Elisabeth Reinbardine. geboren den 1. Juni. Denselben. D-m Kutscher Christian Werner eine Tochter, Marie Friederike, geborm den 27. Mai. Markusgemeinde. Den 23. Juni. Dem Kaufmann Karl Textor ein Sohn, Carl Paul, geboren den 9. Juni. LukaSgemeinde. Den 23. Juni. Dem Posthilfsbotm Hermann Mickel eine Tochter, Elly Eleonore Marie, geboren den 12. Mai. Militärgemeinde. Den 22. Juni. Heinrich Flach, Vicefeldwebel, und Marie schäftigte sich mit der Besprechung deS Referats und der I in vieler Hinsicht. AuS dem reichm illustrativm Theil nennen wir Thesen deS Herrn Profeffors D. W eiff enbach zu dem &ic vorzüglich ausgeführten Reproduktionen „Tennis-Court Brodpreise vom 30. Juni bis 14. Juli 1895. . Ä Der hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Taselbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot» 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot» ' 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.... Roggm-Schwarzbrod bei Ernst Muth u.W.Amend .' 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod 1 « ™ ™ Der auswärtigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot» bei W. Weitzel von Lang-GönS Aug. Deibel von Wieseck o ~ WUh. Fabel von Wieseck 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei L. Schmidt von Gr.-Lindm 25 Pfg 50 „ 23 „ 46 „ 21 , 20 „ 42 „ 40 „ 63 , 21 Pfg. 22 „ Sr. Majestät d «Kaisers", „Die russi chen Windhunde Sr. Majestät des Kaisers", Ausmärker", „Bumping-Race in Oxford-, „Reiterfest in Prag , „Sporiwoche und Blumencorso in Dresden". Der textliche Inhalt muß ein wahrhaft gcdiegmer genannt werben und "Sport und Bild" dürfte unter den deutschen Zeitschriften bald einen hervorragenden Platz einnehmm. ! den der Stadt «letze«. _ «ufgebota. et 1,. Sunt: 22 Äarl Biedenkopf, Postschaffner dahier, mit Anna Fritz von Ober-Seibertenrod. 24. Friedrich Anrud, Wittwer, Tag- lohner dahier, mit Sophie Christiane Wilhelmine Pamine Möbus Hierselbst. 25. Dr. Wilhelm Friedrich Rudolf Theodor Heinrich Grein, Pfarrer dahier, mit Paula Marie Gebühr zu Köln. 25. Nicolaus Koob,Realgymnasiallehrer dahier, mit Albertine Eltsabethe ©opfert ju Pfeddersheim 25. Ludwig Gräf, Hüttenarbeiter dahier, mit Karoline Katharine Elisabeth Röder zu Queckborn. 25. Otto Stier, A^ant dahier, mit Sophia Seum von Schwickartshausm. 27. Dr. Reinhard Anton Brauns, Universitäts-Professor dahier, mit K«roline Wirth zu Nürnberg. 28. Wilhelm Gerhardt, Gastwirth dahier, mit Katharine Scherer von Odernheim, Kr. Alzey. •«otttu» Juni: 17. Dem Gärtner Johannes Kuba ein Sohn, Wilhelm Konrad. 17. Dem Kaufmann Heinrich Lorbericb eine Tochter. 20. Dem Bildhauer Karl Schmidt eine Tochter. 21. Dem Gerber Konrad Fink eine Tochter, Eltsabethe. 22. Dem Polizei-Secrelär gronj $eter JRotfc eine Tochter, Elisabeth Katharine Regine Franziska. 23. Dem Handelsmann Jacob Neustädter ein Sohn, Sigmund. 23. Dem Schreiner Martin Wacker eine Tochter. 24. Dem Handelsgäxtner Louis Becker eine Tochter. 24. Dem Z^lhSndler Franz Brück ein Sohn. 25. Dem Zahntechniker Friedrich Lehrmund ein Sohn, Philipp Karl. 26. Dem Schreiner Johannes Vogel eine Tochter, Maria Minna. 26. Dem Musiklehrer Ludwig Huntemann eine Tochter. «eKorbsne. »Hlmi: 2L Auguste Hohrneier, 36 Jahre alt, ledig dahier. 21. Friederike Weber,, geb. Eiff, 73 Jahre alt, Wittwe von Schrekrer- metster Georg Weber dabier. 26. Heinrich FrieS, 57 Jahre alt, Müller von Friedewald, Kreis Altenkirchen. 26. Luise Rinn, geb. Wagner, 27 Jahre alt, Ehefrau von Landwirth Philipp Rinn XVin. von Heuchelheim. 27. Ernst Emil Schmidt, 1 Jahr alt, Sohn von Bahnarbeiter Konrad Schmidt III. dahier. 27. Jean Retter, 75 Jahre 5", Schneidermeister dahier. 27. Peter Jmmel, 47 Jahre alt, Wirtb dahier. 27. Ludwig Bastelt, 30 Jahre alt, Schuhmacher dahier. Vermischtes. * Marburg, 27. Juni. Ein gefährlicher Einbrecher, der Schornsteinfegergeselle Gelbke, der bereits eine mehrjährige Zuchthausstrafe hinter sich hat, ist heute Mittag beim Transport vom Landgericht ins Untersuchungsgefängniß entwischt. (S. heutiges „LocaleS.") * Bonn, 27. Juni. In dem benachbarten Mehlem geriethen zwei junge Leute in Streit darüber, wer den besten Sand zu einer Baustelle gefahren habe. Einer von ihnen, der Knecht Karlach, ergriff eine Flasche und schlug den anderen, den 17jährigen Sohn des Ackerers Bauer, tobt zu Boden. ♦ Lieguitz, 26. Juni. Die Verhanblungen bes 2 2. beutschen Gaftwirthstages, zu besten Ehren bie Stadt ein festliches Gewand angelegt hat, begannen gestern mit einer Sitzung der Bevollmächtigten der einzelnen Vereine, die der Vorsitzende des Verbandes, Th. Müller Berlin, leitete. Die Verbandskasse weift einen Baarbestand von 3372 Mk. und an Einnahme 18,187 Mk auf, denen Stuß» gaben in gleicher Höhe gegenüberstehen. Die Th. Müller- Stiftung schließt in Einnahme und Ausgabe mit 8480 Mk. bei einem Baarbestcmb von 255 Mk. Das Gesammtvermögen deS Verbandes^ beträgt 110,448 Mk., und zwar die Verbandskasse 28,675 Mark und die Th. Müller-Stiftung 81,773 Mk. Von den in der ersten Sitzung gefaßten Beschlüssen beziehen sich die meisten auf Skalierungen der Satzungen. Ein Ergänzungsantrag des GastwirthSvereinS Nürnberg, betreffend die Verleihung einer goldenen Medaille für 25jährtge Dienstzeit, wurde angenommen. F. Lasse- Berlin theilte mit, daß der Verband im verflossenen Geschäftsjahre 738 Auszeichnungen verliehen habe und zwar 32 Gedenkblätter für mehr als zehnjährige, 142 für dreijährige, sechsjährige und zehnjährige Dienstzeit und 342 Lehrbriefe. Mit dem GastwirthStag ist eine Ausstellung von Arbeiten der Fachschulen verbunden. * Colmar, 26. Juni. Gestern Abend erschoß sich in der neuen Jägercaserne ein 17jähriger Avantageur des 10. Jägerbataillons. Als Grund des Selbstmordes gibt die „Colm. Ztg." an, der junge Mann habe einer Aufforderung nicht Folge geleistet und sich die darauffolgende Scene so zu Herzen genommen, daß er die Thal beging. Citeratur unb Arrnst. — Von im Bild", Jllustrirte Zeitschrift für alle Sportzweige, (trn Verlage von Pttcairn-Knowles, Simon & Co. Berlin W.) liegt nunmehr die zweite Nummer vor. Dieselbe reiht sich der ersten nicht nur ebenbürtig an, sondern übertrifft sie sogar Für die Neber schwemmten im Vberamt-bezirk Balingen Lingen ferner bet uns ein: Bon Kauffmann & Co. 20 A, 2B. 3 JL Zusammen 23 A Jnsgesammt 86.20 A Weitere Gaben nimmt gerne entgegen Die Expedition des „Gießener Anzeiger". Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases. Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen. Monat Juni 1895 : 14 Kerzen. Buchner. Verkehr, Land- tmb Volkswirthschaft. _ Gistze«, 29. Juni. Marktbericht Aus dem heutigen WoLenmarkt kostete: Butter or Bfd- A 0,85-0,95, öühner^er T; 5r6 2 St. 00 X Enteneier pr. St. 6 X GLnseeier pr. St. 10—X We pr. St. 5-8 X Mtfemctte ot- St- 3 X Erbin, vr- Liter 15 X Ansen vr. Ltter 26 X Tauben pr. Baer A 0.61 0,75, Hühner pr. Stück A 0,90 bi« 1.20, Hahne?- pr. Stück 1,00-1,30, Enten pr. St. JL 1,80-2,00, Ochsevfleisch pr. Pfd. 72—76 X Kuh-u. Rindfleisch pr. Pfd. 66-68-3, Schweim fleisch pr. Pfd- 60—70 A, Kalbfleisch pr. Dfd. 60—68 X Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 X Kartoffeln vr. 100 Kilo 6,00—8,00 A, Weißkrrw pr- Stück —A, Zwiebeln pr. Szntrrr 9.00—10,00 JL, MUch pr. Liter 16—20 A. Kirschen pr. Pfund 18-20 X Witterung* ousfidtt** am 29. Juni Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). L. Barometerstand. üb|iiliiiiiiiilll Iiiiiiiii iiiiiiiii|iiiiiiiiiiiiiiiiiii|Hii O> Q> I v> | ö> » sä___Le___Lfc. Thermometer: min. + 91 R., max. 4- 25° R. Hygrometer: Gewitterbildung. Witterungsbericht vom 28. Juni. Central-Europa und der Süden des Erdtheils war auch heute von hohem Druck bedeckt, welcher seinen Kern über Italien und der ■MM——MMW Adria aufweist. Das Minimum über Rußland hat an Jniensitäk noch weiter gewonnen. Auch im Nordwesten liegt eine umfangreiche Depression, welcher über dem St. Georgs-Canat, den nördlichen Thetlen der Ostsee, sowie zwischen der Rhein- und Wcsermündung bereits Theil-Minima vorgelagert sind Dieselben dürsten eine östliche Bahn über Scandinavien einschlagen. In Süddeutschland (ft bei steigender Temperatur das Wetter meist heiter, doch machte fich beretts am Morgen Neigung zu Gewitterbildung geltend. VorauSstchtliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung warmes Wetter mit Steigung zur Gewitterbildung. Temperatur der Lahn und Luft nach Reamnur gemeffen am 29. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag« Wasser 19°, Luft 21° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und SchwimmanstaU. Buhe für 2 Pfennige erhält man vor Fliegen, Schnaken, Flöhen usw. durch „Dalma". Für 2 Pfennige davon lobtet alle Fliegen usw. eines Zimmers, der Küche oder Stallung in 3 Minuten unter Garantie. Für Menschen und Hausthiere unschädlich. Glas 30 u. 50 Psg., dazu gehöriger Patentbeutel 15 "Pfa. In allen Avo- theken auf Lager. In Gießen in der Hirschapotheke. 5664 Hotel Einhorn. Hierdurch erlaube mir, einem geehrten hiesigen sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mit dem heutigen Tage das von mir erworbene • Hotel Einh.oi*n G Wieder eröffne. 5682 Dasselbe ist in allen Räumen durch bauliche Veränderungen wesentlich verbessert, neu möblirt und mit Centralheizung versehen. Die früher betriebene Restauration habe ich beibehalten und werde durch vorzügliche Weine und gute Küche, sowie feine Biere, hell und dunkel, bei aufmerksamer Bedienung stets die mich beehrenden Gäste zu befriedigen suchen. Gießen, den 29. Juni 1895. Hochachtungsvoll Hch. Huhne. Dienstag bin 2. Inti l. I., Nachmittags 2 Uhr, im .Adler" zu Gießen sollen gegen .Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 2 Schweine, 1 Partie Eichen,Nutz, Holz, 1 Handwagen, 1 Handkarren, 1 Decimalwaage, 1 Billard, 4 Betten, 1 Ladeneinrichtung, 1 Waschtisch mit Spülvorrichtung, 1 Salonspiegel, Wirthstische und -Stühle, dio. neue und gebrauchte Sophas und sonstige Möbelstücke, Kupfergeräthe, Oelbilder und Aquarellen, Bücher rc.; unmittelbar darnach um 4 Uhr an Ort und Stelle (Zusammenkunst am Neu- städier Thor) ein Sägewerk. Versteigerung vorauSs. theilw. bestimmt. 5674 Engel, Gerichtsvollzieher. Am 1. Juli d.J. werden zu den Verbands, Gütertarifheften Nr. 1, 2 a, 2 b, 3 und 4 die Nachträge X, zu Nr- 5 der Nachtrag XII und zu Nr. 6 der Nachtrag XIV eingeführt. Nähere Auskunft über deren Inhalt ertbeilen die Güterabfertigungen. Gießen, den 25. Juni 1895. Gr- Directton der Oberhesstschen Eisen« ________________bahnen.__________ 6651 AdbruihsmstkMrullg. Montag, den 1. Juli, Bor mittags IO Uhr, wird Wall- thorstraste 27 eine Partbie altes Bauholz, zu Brennholz geeignet, sowie eine Anzahl Ziegel gegen Baarzahlung versteigert. 5684 Marca-Italia (Jtal. Rothwein) per Flasche, excl. Glas, SO Pfg. empfiehlt 5692 PH. Herrmann, Se1tersioeg33. MAGGI5 ist in Original-Fläschchen von 65 Pfennig an auch zu haben bet A. & G. Wallenfels. Bestens empfohlen werden Maggi's praktische Sietzhähuchen zum sparsamen und bequemen Gebrauch der S uppen-Würze.5123 150 Centner Silnddruslh-Klirnstroh preiswürdig zu verkaufen. [5678 Hch. Simon, Neuenweg 32. kür Festwirthe! 5617] Gebrauchter, großer Herd .billig zu verkaufen. Ludwigstratze 14. Todes-Anzeige. Am 28. Juni Nachts I Uhr verschied nach langem Leiden unsere liebe Gattin, Tochter, Schwester und Schwiegertochter Maria Bastian, 6695 geb. Pfeifer was wir Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Theil- nahme tiefbetrübt anzeigen. dir trauernden Hinterbliebenen. Gießen und Heuchelheim, 29. Juni 1895. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 4 Uhr in Heuchelheim statt ZeldbranS'Backfleine empfiehlt Louis Tross, 5103] Dornt. Hch. Schomber. 5669] Mist zu verkaufen. »leint Mühlgasse 7. Wermietyungen. ^Stt Laden des Herrn Salomon mit Wohnung von 4 Zimmern re., ist vom 1. Januar 1896 ab zu vermiethen. 5691 W. Ferber, Kirchrnpkatz 11. 5658] Eine aus 4 Zimmern und Zubehör bestehende freundliche Mansardenwohnung ist wegzugshalber per 1. October an eine ruhige Familie zu vermiethen. I. Kann Söhne, Westanlage 30. 5681] Zweiter Stock zu vermiethen. __lGrünbergerstratze 48. 5675] Ein Logis zu vermiethen. _______vahnhosstratze 26, Hinterh. 5671] Kleines Mansardenlogis zu ver- miethen.___________Neuenweg 68. 5613] Ei« Stall zu vermiethen. ____________________Neustadt 45. 5692] Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.___Kirchstratze 2« 5673] Schön möblirtes Zimmer. SelterSweg 57, III. vermischte Anzeigen. Dienstag Abend: Textors Terrasse. 5694 Uebung am l.Juli fällt ans. __________Commando. (killkUkrücherungs-Gkskllschaft ! Lebens-, Unfall- und Kinderversicherung) ucht für den Platz Gießen eine Persönlichkeit, aus besseren Kreisen, für die Uebernahme ihrer Agentur mit bt* deutendem Jneasso. Offerten sub. S. 1OO an die Exped. b. Bl. 5680 Ein Kellner während des Festes gesucht. 5683 Iß. Schnell. 5677] Braver Junge in die Lehre gesucht. W. Heirrzerling, Schuhmachermeister, Rtegelpfad 2. Ein Bursche, der mit Pferde« umgehe« kann, gesucht von 5690 Wilhelm Loeber, Brandgasse. 5679] Anständiges Dienstmädchen für Haus- und Küchenarbeit gesucht. _____________Nordanlage 88, i. 5672] Suche tüchtige Mädchen. _______Frau Bärr«, Mäusburg 12. 5693] Eine reinliche Lauffra« sofort gesucht.__________ Kirchstratze 2. Laufmädchen ß gesucht. Bleichstratze 18, pari. 5670] Ordentliches Lausmädchen oder Krau für Morgens gesucht. Landau, Grabenstratze 11. Postkeller. Heute Samstag Abend: Krebssuppe. Gedämpfte Ochsenrippe garnirt. a Couvert 90 Pfennig. Erbsensuppe mit Schweinsohren. a Teller 25 Pfg. SS Sonntag: SS Grüne Erbsensuppe. Hammelcotelettes m. Bohnen und neuen Kartoffeln. Junge Gans mit Salat und Früchten. Süssspeise. Abends: ■■■■ 4317 Zunge, picant. Kalbsrücken, garnirt. _w o S' s Ä s ' s=» 22. Mittelrheinisches Kreisturnfest zu Giessen. Zur Dekoration empfiehlt: Turuerwappen (mit Bildniß Vater Jahns), Turnerische Sinn- nnd Kernsprüche, Hessisches Wappen, Gießener Stadtwappen 56.86 in schönster Ausführung zu billigsten Preisen ________________Curt von Münchow. £ 3um Turnestest 5c empfiehlt in großer Auswahl: Turner-Wappen, Transparente, Vater Jahn, Sprüche, Willkommen, Lampions und Papier-Rosen billigst Wilhelm Z166 5685 ____________________________Marktstraste 2.________ Keschäfts-Arkegung. Meiner verehrten Kundschaft thetle hierdurch mit, daß ich von jetzt ab nicht mehr Seltersweg 52, sondern 5688 Weftanlage 45, Ecke Äsumldsgatteu, wohne. 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Credtt-Actten 339.7, Freunden und Bekannten schmerzerfüllt die tieftraurige Mittheilung, dass unser heissgeliebter, treuer Gatte, Vater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Inhaber des Ritterkreuzes I, Klasse des Verdienstordens Philipps des Grossmüthigen heute Abend 3|49 Uhr nach kurzem, schweren, mit seltener Geduld ertragenem Leiden, nach eben vollendetem 57. Lebensjahre, sanft entßchlafen ist. Die tieftrauernde Familie Buderus. Main-Weser-Hütte bei Lollar, 28. Juni 1895. 5687 Die Beerdigung findet Montag, den 1. .Juli, Nachmittags 21- Uhr in Lollar vom Trauerhause aus statt. IKrtnction: A. Schenda. — Druck und Berlaq der BrÄsil schrn Nmvrrsttä^Buch. und ©tembrnrfcrti ,P irisch & Schon d<0 in Gießen. Die heutige Stummer «mfatzt 12 Seite»