lachet e*> rohe ässe, 'i«b=<98 « 5‘^g tu Betten, Ilcbernahme 4233 ack, eidenwaaren, «eeeot hnren gen etc. Dkfnrf a. M. » Telephon 2819 arbeiten nach eigenen nnd igen, 1560 ratis und franco.________ D 1895. PahuWrch 61» SübtutnU n rtntt r . D. nein 67.- 185.- 89.- 164.- 138.- 335.- 131.- 85.- 25.30 87.- 26.- 37- 89.- 98.- 103.- 148.- 139.- btt^cthn notoi to. •» Z 8116 Oft •J 4.16 fit«" „'««Lp'-o »; Iw -#*•**’■ ht 1895. 85.15 t. Silbtna» 103i6c rld-Rmte 26.15 eftii 87.40 102-00 Stntenb. Obi. l03,70 ;ObL Lvidw. K'!» m 125 Der Lietzener A«,eiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag«. Die Gießener Aimttteu blätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Donnerstag den 30. Mai 189» Gießener Anzeig er Kmeral-Wnzeiger. vierteljähriger Lbonnemeatsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Pog bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redactian, Expeditio, und Druckerei: SlSutNraße Kr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Tkreis Giefzen. ___________________________________________________________________ _____________________ .__B Gratisbeilage: Gießener Jamilienbkätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. AnrtlKher Tbeil. Gießen, den 27. Mai 1895. Betr.: Maßnahmen behufs Minderung der Arbeitslosigkeit, insbesondere die Organisation des Arbeitsnachweises. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Orotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises und das Grosth. Polizeiamt Gießen. Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz Hal uns beauftragt, innerhalb des Kreises nach dem Stand am 31. December 1894 eine Aufnahme 1. aller gewerbsmäßigen Gesindeoermiether und Stellenvermittler, 2. aller übrigen nicht gewerbsmäßigen Arbeits- und Stellen-Nachweisanstalten zu bewirken. Es soll diese Aufnahme auf Grund von Zähl- karteN'Formularien ftattftnden, und zwar sind diese Zählkarten- Formularien, deren Ausfüllung Ihnen obliegen wird, verschieden eingerichtet, je nachdem gewerbsmäßige Gesinde- vermiether und Stellenvermittler (Zählkarte A.), oder sonstige nicht gewerbsmäßige Arbeits- und Stellen-Nachweisanstalten (Zählkarte B.) in Frage stehen. Binnen 3 Tagen sehen wir Ihrem Bericht entgegen, ob sich in Ihren Gemeinden überhaupt gewerbsmäßige Gesindeoermiether und Stellenvermittler, sowie sonstige nicht gewerbsmäßige Arbeit«- und Stellen-Nachweisanstalten befinden, eventuell wie viel Zählkarten der einen oder anderen Art (Zählkarte A. oder B.) Sie demnächst muthmaßlich bedürfen. Die erforderliche Anzahl wird Ihnen alsdann baldigst mit weiterer Instruction zugehen. Wir bemerken Ihnen hierbei, daß für jede einzelne Person bezw. Anstalt eine besondere Zählkarte zu verwenden sein wird, sowie daß unter den gewerbsmäßigen Gesindeoer- miethern und Stellenvermittlern auch solche Personen zu ver- stehen sind, die dieses Gewerbe nur nebenher betreiben. Unter rie nicht gewerbsmäßigen Arbeits- und Stellen- Nachweisanstalten sind die Vereine organisirter Arbeitgeber und Arbeiter, die religiösen, gemeinnützigen und Wohlthätigkeits- Vereine oder Communalverbände zu rechnen, insbesondere also Innungen, landwirthschaftliche Vereine, Gewerbevereine, katholische oder evangelische Gesellenoereine, Herbergen, Armenvereine und Naturalverpfl.gungsstationen mit eigenen Arbeitsstätten rc. Wir empfehlen Ihnen dringend, bei der Ermittelung der hier in Betracht kommenden Personen und Anstalten sich der größten Sorgfalt zu befleißigen und unsere gegenwärtige Verfügung aus das Pünktlichste zu erledigen. v. Gagern. Aus den Verhandlungen der Ersten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt. 28. Mai 1895. Die Erste Kammer setzte heute ihre Beratungen mit der General-Debatte über das von derselben umgeänderte Einkommensteuergesetz fort. SraatSminister Finger erklärt, daß er eS im allgemeinen Jateresse des Staates liegend halten müsie, daß eine Einigung beider Kammern in Bezug auf daS Zustandekommen dieses Gesetzes statifinde und die Regierung lege einen hohen Werth darauf, daß eine Einigung erzielt werde. Er müsse es für ein bedenklich politisches Vorkommniß ansehen, wenn dieseSmal das Gesetz nicht zu Stande käme. Die Regierung lege umsomehr Werth auf die Annahme des vorliegenden Gesetz Entwurfs, als mit demselben die Decla- rationöpfltcht eingeführt werden soll und weil die von der Ausführung der Declarationspflicht zu erwartenden Resultate der demnächstigen weiteren Steuergesetzgebung zu Grunde gelegt werden können. Das vorliegende Gesetz bilde eine Etappe in der gesammten Steuerreform, welche fich nach den jetzigen finauzielleu Verhältnisien jedem Wtaat aufdrängen müsie. Finanzminister Weber kann sich dem Wunsche des Herrn Staatsministers aus Erzielung eines EinverständnisieS nur voll und ganz anschließen. DaS Reformwerk fei nun seit einer Reihe von Jahren im Gang, ohne daß ein Resultat erzielt worden sei. Das s. Z. den beiden Häusern vor- gelegte Einkommensteuer-Gesetz sei auS Mangel an Erkenntnitz gescheitert. Er sei ermächtigt, jetzt zu erklären, daß die Regierung die Bedenken, die sie gegen die Herabsetzung der unteren Steuerklaffen gehabt habe, fallen laffe und daß sie mir den Scalen, wie sie von der Minorität der AusfchuffeS vorgeschlagen sind, zu ihrer eigenen Vorlage rechne. Die von dem hohen Haus in Vorschlag gebrachte stärkere Pro- ! gression könne die Regierung nur bis zu 4 pCt. accrptiren und sich dabei im Rahmen der Nachbarstaaten bewegen. Dabet fei in Aussicht genommen, die unteren Klaffen zu entlasten. Freiherr von Heyl weist den vomRegierungStifch der Kammer gemachten Vorwurf zurück, als fei sie an dem Nichtzustandekommen deS Gesetzes schuld. Hätte die Regie- rung den heute kundgegebenen Standpunkt früher eingenommen, so wäre das Gesetz schon unter Dach und Fach. Er müsie aber sagen, daß in unseren socialen Verhältnisien etwas geschehen müsie, umsomehr als die Grundsteuern in unserem Lande in ganz bedeutendem Maße gewachsen seien. Der wesentliche Punkt, der angestrebt werden müsie, sei eine Reform der Gemeindesteuer. Ferner sei die baldige Verstaatlichung der Heff. LudwigSbahn anzustreben, aus deren Ueberfchüsien man Steuerverminderungen eintreten taffen könne. Gerade jetzt fei der günstigste Zeitpunkt, dies zu thun- geschehe dies nicht, so werde der Schaden für den Staat später ein sehr bedeutender sein. Redner geht nunmehr ; eingehend aus die von der Mehrheit des Hauses vorgeschla- gene Steuerreform ein und empfiehlt die gestellten Anträge zur Annahme. ■ Geh. Eommerzienrath Michel begründet die von der Minderheit des Ausschusses gestellten Anträge, welche eine gleichmäßige Vertheilung der Steuerlasten bezwecken. Graf Solms-Laubach erhofft ganz.sicher von der von der Ausschußmehrheit vorgeschlagenen Progressionsscala eine Mehreinnahme, welche dann den bedrängten Bewohnern des Großherzogthums zu Gute kommen würde. Zu diesen Bedrängten rechne er auch die Landwirthschaft. Damit ist die Generaldebatte geschlossen. In die Berathung des aus 50 Artikeln bestehenden Steuer-GesetzeS übergehend, wird mit 13 gegen 11 Stimmen beschlossen, die von der Regierung als unannehmbar be- zeichnete und von der Ausschußmehrheit beantragte Steuer- scala und die Progression festzuhalten. Dagegen wurde die gleichfalls vom Ausschuß beantragte Freigabe der Steuerklasse von 500—600 Mk. mit 13 gegen 11 Stimmen ab- gelehnt. Mit diesen Beschlüssen, die eine ganz bedeutende Belastung des mittleren Bürger- und Beamtenstandes mit fich führen müßten, wird fich nun noch die zweite Kammer zu beschäftigen haben und wird dieselbe zu einer solchen Erhöhung deS Steuerausschlags bis zu 10 und 15 pCt. sicherlich nicht zustimmen. Zum Schluß der Berathung wurden noch die beantragten Abänderungen zum Capitalrentensteuer- Gesetz angenommen. Hierauf vertagte sich daS Haus bis nach Pfingsten. Deutscher Reich. Berlin, 28. Mai. Der Ex-Reichskanzler Graf Caprivi ist nach längerer Abwesenheit in der Schweiz wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Augenblicklich weilt er in Berlin, später wird er seinen ständigen Wohnsitz auf dem Gute seines Neffen bet Croffen a. d. O. nehmen. Cassel, 28. Mai. Heute tagte hier der Verein ländlicher Genossenschaften Raiffeisen'scher Organisation zu Neuwied. Die Verhandlungen nahmen unter Theilnahme der Vertreter deS Justizministeriums, deS landwirthschastlichen Ministeriums und der höcksten Behörden der Provinz einen herrlichen Verlaus. Als Ort für den nächsten VereinStag wurde Berlin gewählt. Zu dem Plane der Staatsregierung, eine staatliche Centralkaffe zur Regelung des Personalcredits für Landwirthschaft und Handwerk zu errichten, beschloß der VereinStag, eine abwartende Haltung einzunehmen. Neueste ilad^ridyten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 28. Mai. Der „Berl. Corresp." zufolge hat der LandwirthschaftSmtnister sich bereit erklärt, Domänenpächter, welche Obstbaumanlagen von erheblicher Bedeutung auszuführen beabsichtigen, aus Mitteln der Domänenverwaltung zu unterstützen. Berlin, 28. Mai. Der „Kreuzztg." zufolge ist die Einberufung des ColonialratheS nach Pfingsten zu erwarten. Die AuSfchüffe, die im vorigen Herbste eingesetzt wurden, haben neuerdings die Berathung wieder auf« genommen und fetzten sie theilweise fort. Die Berichte der AuSfchüffe für die Grunderwerbsfrage und betr. die Vorbildung der Colonialbeamten gelangen demnächst zum Abschluffe, sodaß sie im Plenum deS ColonialratheS vorgelegt werden können. Berlin, 28. Mai. Gegenüber der Meldung der „Corre- spondenz deS deutschen BimetallistenbundeS", daß die Berufung einer Münzconferenz nach Berlin als gesichert angesehen werde, hört die „Post", in maßgebenden Kreisen fei von irgend welchen Schritten, eine derartige Conserenz nach Berlin zu berufen, nichts bekannt. Der Reichskanzler habe allerdings die Zusicherung gegeben, daß er mit den verbündeten Regierungen ins Einvernehmen treten würde, in welcher Weise dem von den gesetzgebenden Körperschaften ausgesprochenen Wunsche bett, die internationale Münzconferenz nachgekommen werden könnte. Eine Einigung hierüber sei bisher jedoch noch nicht erzielt worden- eS kann also nicht davon die Rede fein, daß die Berufung nach Berlin als gesichert anzufehen fei. Afchaffeuburg, 28. Mai^ ReichStagSerf atz wähl. Nach den bisherigen Ergebniffen ist Pfarrer Gerstenberger mit 9955 Stimmen gewählt- Deckelmann (VolkSp.) erhielt 3600, OpificiuS (Soc.) 1444, Schultz (natl.) 1088 Stimmen. ES stehen nur noch die Ziffern aus wenigen Ortschaften auS, die das Wahlergebniß nicht beeinfluffen. Paris, 28. Mai. Die medicinische Section der Acadeime des Sciences wählte nahezu einstimmig Prof. Dr. Esmarch in Kiel zum correspondirenden Mitgliede. Depeichen des Bureau „Herold". Berlin, 28. Mai. Von unterrichteter Seite wird uns mitgetheilt, daß dem preußischen Abgeordnetenhaus e gleich nach seinem Wiederzusammentritt nach Pfingsten von der Regierung eine Vortage, betreffend die Gründung einer staatlich fubüentlonhten Central-Genossenschaft»- bank, zugehen wird. Die Vorlage basirt auf den Resultaten der kürzlich fiattgefunbenen Conferenz von RegierungS« Vertretern und Delegirten der Genoffenschaftsbanken der ganzen Monarchie. Die Bank bezweckt, eine Centralstelle zu schaffen für die Hebung des Personalcredits der kleinbäuerlichen Stände auf dem Lande, sowie deS Mittelstandes in den Städten. Der Staat soll hierzu einen Zuschuß von 5 Millionen als BetriebScapital gewähren. Bei der großen Bedeutung dieser Vorlage für die schwerbedrängten mittleren und niederen Stände des ganzen Landes wünscht die Regierung, daß die Vorlage gleich nach Pfingsten berathen und noch in dieser Session verabschiedet wird. Berlin, 28. Mai. Der Verwaltungsstrelt zwischen dem Magistrat und dem Oberbürgermeister von Berlin gelangte heute Nachmittag vor dem Oberverwaltungsgericht zur Verhandlung. Der Angeklagte, Oberbürgermeister Zelle, ist nicht erschienen. Der Referent trug zunächst die vom Magistrat beschlossene Petition gegen die Umsturzvorlage, sowie die Vorgänge bet Veranstaltung dieses Beschlusses und den Inhalt der vorbereitenden Schriftsätze vor. Sodann nahm Bürgermeister Kürschner das Wort. Derselbe wies darauf hin, daß das Magistrats Collegium infolge vieler, von außen her laut gewordener Wünsche es für fein Recht und feine Pflicht erachtet habe, gegen die Bestimmungen der Umsturzvorlage zu protestiren. Berlin, 28. Mai. Im Ministerium der öffentlichen Arbeiten wird einer Berliner Correspondenz zufolge gegenwärtig sehr eifrig an der Lösung deS Problems der Staffelung der Tarife für den DiehtranSport gearbeitet. Berlin, 28. Mai. Nach der „Nordd. Allg. Ztg." gedenkt der Reichskanzler am 5.Juni eine Besichtigung der Bauwerke am Nord-Ostfee-Canal vorzunehmen, mit welcher gleichzeitig eine Probefahrt durch den Canal auf einem großen transatlantischen Dampfer verbunden werden wird. Kolo, 28. Mai. Der „Köln. Zt." wird von vertrauens- werther Seite aus Macedonien berichtet, daß die Ge- müther in Macedonien sehr erhitzt find. Die Christen haben Armenien vor Augen und verfolgen mit äußerster Aufmerksamkeit die Entwickelung der armenischen Frage. Die Moha- mrdaner fürchten eine allgemeine Erhebung. ES sei nicht zu verwundern, wenn bereits in den nächsten Tagen von Mafien- Metzeleien berichtet werde. Kiel, 28. Mal. DaS officlelle Verzeichniß der bei der Explosion Verunglückten ist 9 Todte, 8 schwer und 7 leicht Verwundete. DaS Unglück wurde, wie jetzt con- ftatirt wurde, durch Wassermangel im Kessel bei der sorcirten Fahrt veranlaßt. Wien. 28. Mai. In einer vertraulichen Conferenz haben sich heute die Vertreter aller Oppositionsgruppen dahin schlüssig gemacht, mit allen taktischen Mitteln die schnelle Erledigung der Wahlreform zu betreiben und mit aller Energie die Wahrung voller Redefreiheit zu sichern. Budapest. 28. Mai. Die bereits fandionirlen Kirchen- ' gesetzt treten am 1. October d. I. tn kcaft. Die Verordnung zur Durchführung derselben ist fertiggestellt. Die Standesbeamten wurden beauftragt, bei ihren Funcnonen sehr rücksichtsvoll vorzugehen, damit Eouflicte mit den ktrchlichen Behörden vermieden werden. Lemberg, 28. Mai. Nach einer Meldung der „Kurjer : LwowSk" wird die Zahl der Jägerbaraillene in GaUzien in nächster Zeit um drei vermehrt werden. Paris, 28. Mat. Anläßlich der bevorstehenden Kieler Festlichkeiten soll der deutsche Kaiser der Akademie der Wissenschaften in Berlin den Auftrag gegeben haben, so melden Pariser Blätter, mehrere Namen ausländischer Ge- ! lehrter ihm zu unterbreiten, welchen er den Orden pour < le merite verleihen könnte. Der Pariser Gelehrte Pasteur, < welchen man französtschersettS in Aussicht genommen hatte, erklärte, er sei als Gelehrter durch das Angebot des 1 deutschen Kaisers sehr geehrt, er könne aber den Krieg von ; 1870/71 nicht vergessen und werde deshalb den Orden nicht ! annehmen. Madrid, 28. Mai. Die Nachricht, daß wieder Truppen- sendungen nach Cuba nothwendig sind, hat im Publikum große Erregung hervorgerufen. Nach den letzten Meldungen glaubte man allgemein, daß die Expedition bald beendet sei. Don dem Marschall Martinez CampoS find in den letzten Tagen keine weiteren Nachrichten eingetroffen. London, 28. Mai. Der Anführer der Republikaner auf Formosa sandte dem König Humbert von Italien ein Telegramm, tn welchem er ihn um seinen Schutz ersucht. CocaUs nnö provinzielles, Gießen, den 29. Mai 1895. ** Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog haben Allergnädigst geruht/ den ordentlichen Professor in der juristischen Facultät der Landes-Universität, Geheimen Justizrath Dr. Gustav Kre tschmar auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienstführung, Mit Wirkung vom 1. October 1895 an, in den Ruhestand zu versetzen und demselben daS Comthurkreuz 2. Klasse deS Verdienstordens Philipps des Großmütbigen zu verleihen. ** Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Pfarrverwalter Ludwig Naumann zu Wahlen, Decauar AlSfeld, tu evangelische Psarrstelle daselbst zu übertragen. ♦* Der OrtSgewerbeverein hielt gestern Abend die alljährliche Generalversammlung^ab. Den Jahresbericht erstattete der Vorsitzende, Herr Commerzienrath Heyligenstaedt. Derselbe gedachte zunächst der Verdienste des seitherigen Vorsitzenden, des Herrn Rentner August Heß, ferner der durch Tod auS dem Dienste deS LandeSgewerbevereinS auS- uesch ebenen Herren Geh. Rath Fink und Reg.-Rath Hesse. Unter den wesentlichen Aufgaben deS Vereins im abgelaufenen Jahre wird im Jahresbericht hervorgehoben die Reorganisation der Handwerkerschule, während einer bisher mehr gepflogenen Aufgabe, der Abhaltung öffentlicher Vorträge, ntcht in gewünschtem Sinne entsprochen werden konnte- es ist beabsichtigt, künftig allgemeinverständliche Vorträge in Gemeinschaft mit dem Kaufmännischen Verein abzuhalten. Die Bibliothek deS Vereins erfuhr einen erfreulichen Zuwachs, doch ließ ihre Benutzung zu wünschen übrig- es soll versucht werden, durch Abhaltung besonderer zwangloser Zusammenkünfte daS Inter- effe für die neuesten Erzeugniffe der einschlägigen Literatur zu heben- für das laufende Jahr werden einige Excursionen in benachbarte größere gewerbliche Betriebe in Aussicht gestellt. — Die Kaffenverhältniffe des Vereins gestalteten sich tm abgelaufenen Jahre wie folgt: Mk. 131 Kaffenbestand, Mk. 200 Zuschuß der Stadt, Mk. 646 Mitgliederbeiträge, Mk. 500 Guthaben bei dem Banquier, in Summa Mk. 1478.55, welcher die gleiche Ausgabe gegenübersteht, nämlich Mk. 440 für Bibtiothekzwecke, Mk. 55 für Druck- fachen und Anzeigen, Mk. 25 für Vorträge, Mk. 125 Baarbeftand, Mk. 33 l Beiträge an den Landesgewerbeverein, Mk. 500 angelegte Capitalien. DaS Vermögen der Kaffe beziffert sich auf Mk. 11,738.—. AuS dem von Herrn Hauptlehrer Traber erstatteten Bericht über die Handwerkerschule ist zu entnehmen, daß dieselbe von 112 Schülern (worunter 83 auswärtige) besucht wurde, die SonntagSzeichenschule wurde besucht von 347 Schülern (darunter 225 auS 49 Orten der Umgebung)- der Besuch der Schüler war sonst im Allgemeinen befriedigend. — Die hierauf erfolgende Wahl von 6 Vorstandsmitgliedern an Stelle der statutenmäßig auS- fcheidenden ergab die Wiederwahl der Herren Barthel, Heß, Traber, Leo, während die Herren Schreinermeister Schäfer und Schloffermeister Krogmann neu gewählt wurden. — An die hierauf erstatteten Commissionsberichte über a) Berechtigung der besonders befähigten jungen Handwerker zum einjährig-freiwilligen Militärdienst, b) Freiwillige Gesellenprüfung und Lehrlingsstellen Vermittlung, c) Ausstellung in AlSfeld, d) Eintritt der im HauSgewerbe beschäftigten selbstständigen Schuhmacher und Schneider in die JnoaliditätS- und Altersversicherung schloß sich eine ein- gehende Besprechung, in welcher volles Einverständniß mit den CommtssionSbeschlÜffen auSgedrückt wurde. Man war bezüglich deS unter a) erwähnten Punktes der Ansicht, daß eine Ausbildung des Einjährigen Systems nach den Vorschlägen deSRechtSanwaltS I)r. Callmann für den Handwerkerstand sowohl wie das Heer selbst ohne Werth sei- in der Frage der Lehrlingsstellenvermittlung hielt man eS für zweckmäßig, daß erst Versuche in der von der Commission dargelegten Richtung angestellt werden möchten; die Betheiligung an der Ausstellung in AlSfeld wurde empfohlen, da die Ausstellung nach den bisher getroffenen Vorbereitungen jedenfalls eine bedeutende werden würde, und was schließlich die AlterS- und JnvaliditätSversichcrung der zu House arbeitenden selbstständigen Handwerker betrifft, so konnte man sich nicht für eine Heranz ehung derselben aussprechen. Nach der Erledi- gung sonstiger Vereins- und Gewerbsangelegenheiten wurde die Versammlung geschloffen. •• Tie Freie Bereinigung ber Kraukeukssieu im «roß' herzogthum Hessen hielt am vergangenen Sonntag in BenS- he:m a. d. Bergstraße ihre ordentliche Versammlung ab, in welcher über daS abgelaufene Geschäftsjahr sowie über die am 25. November v. I. in Frankfurt stattgefandere ’ constituireude Versammlung deS Centralverbandes der OrtS- ! krankenkaffeu im Deutschen Reiche berichtet wurde. Die diesem Verbände vorschwebenden Ziele können nicht mit denen der Freien Bereinigung der Krankenkaffen im Großherzog- thum Hessen vereinbart werden, weshalb letztere dem Verbände nicht beizutreten beabsichtigt. Hebet die Abgabe von Heilmitteln aus den Apotheken entspann sich eine Debatte, in welcher der Wunsch auSgedrückt wurde, die Apotheker zur billigeren Hergabe von Heilmitteln zu bewegen und eventuell solche von den Droguisten zu beziehen. Man solle durch eine jährliche Recept • Revision die Ausstellung von Durchschnittspreisen bewirken. Seitens der Friedberger Delegirteu wurde bemerkt, daß man in seinem Wohnort die Heilmittel nicht durch Droguisten zu beziehen vermöge- man sei gegenüber den Apotheken, wenn sie einig seien, machtlos, und müsse daher andere Wege finden, fic zu billigen Preisen ; zu veranlassen. Nach einem die Statistiken durch Krankenkassen warm empfehlenden Vortrag des Herrn RrgierungSrathS : Feh wurde eine Eingabe an die Central - LandeSbebörde de- \ schlossen, in welcher um obligatorische Veröffentlichung der ; Statistiken SettenS dieser Behörde gebeten wird. Regierung-- : rath Dr. Dietz empfahl dringend, die Bescheinigung von Krankheiten in den OuittungSkarten nicht zu unterlassen, damit der Versicherte vor Nachtheilen bewahrt werde. Im Laufe der Verhandlung ergab sich, daß viele zur JnvaliditätS- und Altersversicherung Derpfllchtete noch nicht versichert sind. Bezüglich der Hebegebühr wurde folgender Antrag angenommen: „Der Vorstand der Freien Vereinigung wird beauftragt, bei Gr. Ministerium des Innern und der Justiz dahin vorstellig zu werden, 1. daß die von der Versicherungsanstalt zu gewährende Vergütung für die den Kassen übertragenen Geschäfte der Jnvaliditäts- und Alters - Versicherung auf mindestens 6 Procent erhöht werde- sollte diesem Gesuche nicht oder nur in minderem Maße entsprochen werden können, so wird ein Eingreifen Gr. Ministeriums dahin erbeten- 2. daß die Kreisämter in bestimmterer Form als bisher an- , gewiesen werden zu einer Einwirkung anf die Gemeinden j wegen Gewährung einer ausreichenden Vergütung für die in § 103 und 113 des Gesetzes erwähnten Geschäfte, namentlich auf dem Weg deS Ansinnens gemäß Art. 48 IP der Kreisordnung für den Fall des Widerspruchs einer Gemeinde gegen Erstattung der von den Kassen dem § 29 deS Kranken- VersicherungSgesetzeS zuwider aufzuwendenden Beträge." Ein weiterer Antrag, „dahin wirken zu wollen, daß, im Falle die Erwerbsunfähigkeit nicht 13 Wochen dauert, aber nach Aufhören der Unterstützung durch die Krankenkasse eine Verminderung der Arbeitskraft des Verletzten eintritt, die Unfallversicherung von dem Tage deS AufhörenS der Kranken- Unterstützung schon zahlungspflichtig sei", wurde gleichfalls angenommen. * * Der Veteranen - Verein Gießen wird zur 25j äh r. Gedächtnißfeier der Schlacht von Gravelotte am 18. August in einer Stärke von 112 Mann und einer Musikcap-.lle nach Darmstadt gehen. Um den alten Veteranen die Reise zum Fest zu erleichtern und um zu veranlassen, daß sich die Kriegskameraden von 1870/71, so weit sie noch am Leben, einmal wieder möglichst zahlreich Zusammentreffen, hat der Deteranenverein seinen Mitgliedern, welche das Fest in Darmstadt mitmachen wollen, pro Munn 10 Mark bewilligt, welche Summe von Ersparntffen gedeckt wird, die der Verein hinter sich hat. Ebenso erhalten diejenigen Kriegskameraden, welche wegen Krankheit die Reise zum Fest unterlassen müssen, je 10 Mark am Jahrestage der Schlacht ausgezahlt. *’ Oberhesfische Industrie- und Gewerbe-AnSyellnng zu AlSfeld. DaS Comitv für die Ausstellung hat vor Kurzem den sehr wichtigen Beschluß gefaßt, grundsätzlich zum AuS- stellen ihrer Erzeugnisse nur Industrie- und Gewerbetreibende auS der Provinz Oberhessen zuzulassen. ES würde sehr erwünscht sein, wenn bei diesem Unternehmen die Betheiligung von Kleingewerbetreibenden eine noch zahlreichere sein würde, als sich nach den bisherigen Anmel- billigen annehmen läßt. Die Herren vom Local-Comitö kommen den Ausstellern nach jeder Richtung hin gern entgegen, so daß für kleinere Aussteller keine bedeutenden Kosten entstehen werden, wenn sie ihre Erzeugnisse dem großen Publikum-dort vorführen. ES werden selbst jetzt noch Anmeldungen entgegengenommen. • • Sonderzug nach Straßburg, der auch vou hier anl benutzt werde» rann. Am 31. Mai wird ein Sonderzug von Franksurt a. M- nach Straßburg zum Besuche der Ausstellung über Mainz—Worms abgeloffen, zu welchem auf den genannten Stationen Rückfahrkarten mit siebentägiger Giltig- keit-dauer zum Preise einfacher Schnellzugsfahrkarten aus- gegeben werden. ES bietet sich hier günstige Gelegenheit zu einem Besuche der Vogesen, wozu in Straßburg Rundreise- karten mit ermäßigten Preisen erhältlich find. * * Eisenbahnwesen. ES ist bereits gemeldet worden, daß vom 1. October dsS. IS. ab auf allen Hauptstrecken der preußischen StaatSdahncn die Bahnsteigsperre durch- geführt werden soll. Damit wird eine weitere Einschränkung der Zahl der bei den Personen- und Schnellzügen tätigen Schaffner eintreten, da die Fahrkarten-Controle alsdann nur beim Betreten und Verlassen der Stationen stattzufinden hat. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat angeordnet, daß die hiernach entbehrlich werdenden Schaffner thunlichst ali Bahnsteiglchaffner Verwendung finden sollen. Trotzdem dürste eine nicht geringe Anzahl der bisherigen Zugschaffner zum 1. October d. I. entlassen werden. Hoffentlich werden die anderen Verwaltungen diese bedauernSwerthen Leute alsdann in erster Linie berückfichtigen und anstellen. Tie Leibeigenschaft im Sroßtzerzagttzurn Hessen ist im Jahre 1811 aufgehoben worden. — Die Leibeigenschaft ift die Unterwürfigkeit der Bauern unter Personen höheren Standes, vermöge welcher diese über die Personen jener eine Gewalt und solche Befugnisse autjuüben haben, dir sonst nur an Suchen zuständig find. In Deutschland gab e- ihrer Strenge nach, drei Grade der Leibeigenschaft. Jenseits der Elb- war der Leibeigene dem Leibherrn völlig unterworfen und bat von ihm besessene Gut bebaute er nur oll Wirth- schaiter. In Westphalen war daß verbaltniß ein mildere« und beschränkte den Leibeigenen hauptsächlich nur in der Wahl seines Gewerbes und Standes. In Süddeutsch'.anb war die Leibeigenschaft, als die gelindeste, mit sicherem Besitz und Erbrecht an dem Bauerngut verbunden, von dem jedoch der Leibeigene sich ohne Erlaubniß seines Herrn entfernen, noch sich nach Freiheit einem Stand oder Gewerbe widmen durfte. Auch durfte er sich ohne E nwilligung seines Herrn nicht verheirathen und mußte die Einwilligung, durch Entrichtung einer Abgabe (Bödemund) erlaufen. Wenn er starb, fiel dem Herrn ein gewisser Theil seine- Nachlasse- oder ein seiner Wahl überlassener Gegenstand diese- Nachlasse-, das Beste davon, daher „Besthaupt" genannt, zu. In Hessen bestand die Leibeigenschaft hauptsächlich darin, daß der Leibherr von dem Leibeigenen gewisse Abgaben, auch wohl Frohnden und von der verlaffenschaft daS sog. Mortuarium bezog- daß der Leibeigene sich nur unter gewissen Umständen, und nur dann bloS gegen Entrichtung sogen. Manumisfion-gelder von diesem an der Person klebenden lästigen Verhältnisse frei machen konnte. In der Verordnung vom 25. Mai 1811 heißt eS im Eingänge: „Wir finden die in mehreren Theilen unserer Provinzen Starkenburg und Hessen noch fortbeftanbene Leibeigenschaft weder dem Geist der Zeit, noch der Würde angemessen, dir wir in unfern sammtlichen geliebten Unterthanen al-Staatsbürger erkannt haben wollen." In § 18 dieser Verordnung wird die Leibeigenschaft „eine den ersten Rechten der Menschheit widerstreitende Dienst- barkeit" genannt. Mit Ablaus deS Jahres 1813 war die Leibeigenschaft in sämmtlichen hessischen LandeStheilen der Provinzen Starkenburg und Oberbessen, vorbehaltlich der den Leibherren zu leistenden Entschädigungen, aufgehoben. V. A AuS bet Vogklwelt. tilfl eine Folge des harten, lang andauernden Winter- hat sich eine große Verwinde rung der Sing- und Nutzvögel bemerkbar gemacht. ES ist daher Ausgabe aller Naturfreunde, in den nach derartigen Wintern folgenden Sommern dafür zu sorgen, daß jene großen Verluste an Vögeln so viel wie möglich ausgeglichen werden, und daß zu diesem Zwecke vor Allem der Dogelbrut ein sehr wachsamer Schutz zu Theil wird. Bürstadt, 26. Mai. Der Umsicht und dem Eifer der Sicherheit-organe ist e- endlich gelungen, des Schuldigen an dem jüngst zu Bürstadt verübten Morde habhaft zu werden und den Thäter in sicheren Gewahrsam zu bringen. Von zuverlässiger Seite wird Über die bewirkte Verhaftung folgende- Nähere berichtet: Heute Morgen um 5 Uhr fuhren die hiesigen zwei GenSdarmen mit dem ersten Bahnzug mit den Arbeitern von Bürstadt nach Lampertheim, wo sie mit den Lampertheimer GenSdarmen zusammentrafen, um gemeinsam den Wald zu durchstreifen. Die Bürstadter Gen-darmen hatten sich als Metzger verkleidet- die Lampertheimer Gens- barmen trugen ebenfalls Civilkleider. Im Walde vertheitte man sich. Nach längerem Umherstreifen gewahrten die Bürstadter GenSdarmen gegen 8 Uhr in der Ferne zwei Männer, denen sie im Dickicht deö Walde- di- an das Blockhäuschen, welches mitten zwischen dem Bürstadter und Lorscher Wald steht, folgten. Dort gewahrten die zwei GenSdarmen des Mörder- Vater und dessen HauSrnann, welche im Begriffe standen, dem Mörder Brod, Fleisch und SchnapS zuzudringen. Beide Männer wurden sogleich festgenommen. Während des Festhalten- der zwei Leute wurde von GenSdarm Rosa auch der Mörder entdeckt un'* verfolgt. Auf ein Signal eilten nunmehr die beiden Lampertheimer ®enbormtr aus der Mannheimer Straße im Laufschritt heran, und nahmen mit Hülfe von zwei Lorscher handfesten Männern nach kurze« Handgemenge dcn Mörder (Peter Diehl) fest. Geschlossen wurde derselbe dann nach Lorsch an da- Amtsgericht abgeliefert, wo er sich derzeit in Gewahrsam befindet. Mainz. 28. Mai. Als heute Mittag ein Zug der Dampfbahn nach Gonzenheim da- Binger FestungSthor paifirte, stürzte ein 30 Centner schweres eisernes Gitter- | rhor, daS sich von der Mauer lo-gelöst hatte, auf den letzte» Wagen deS Zuge-. Zum Glück wurde Niemand verletzt, > jedoch ist der Materialschaden nicht unbedeutend. • Kiuzeubach, 25. Mai. Einen hübschen Auftrag Hot die Firma Otto Müller Hierselbst erhalten. Derselbe» wurde die Lieferung von 885,000 Stück Bruchsteinen für die Marburger Caualisations - Anlage zu einem Preise von Mk. 45,322.72 übertragen. ®- 1 (1) 1 (1) 1 (1) 1 5 (2) 6 (2) 1 1 1 2 (1) 1 Lungentuberkulose Tuberkulose anderer Organe Lungenentzündung Altersschwäche Son tilgt benannte fcrenfbetten__ Summ«: 11(4) 9(3) - - «l? Inm. Die in Klammern geletzten Ziffer» «eben «n. w« mw ber InbrtfMe tn der betreffenden Krank, r:t auf von auSwart» m Gießen gebrachte Kranke kommen. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle ta Gieße». 21. Woche, vom 19. Mai bis 25. Mat 1896. Einwohnerzahl: «ngenommen »» 22 400 (tnd. 1600 M«m MUttfr)* SterblichMs»iffer: 25 54»/« dezw. 16,25nach Äu4id)L der Ortsfremd«. « fl-rkn «: «Sw: L’"w . Sn WZ ■ to\ . NMiMa i V«ro*tiM I Nil Mcksiö ftgrftn Serkhr ß lrcheilig an den Um Beqogk ebne «Mwa-i sabtMmM» v ,Mer punftliä 3 toüM 3«r »e tm 31. Mai m Frankfurt a. Ä- ( ei nächsten Tage iioaug zum Zuge fltarffutl a. M- j ist am Schalter zu B. Aus tm I., *3. und Abfahrt 7 Uhr' Mm.), sowie a (Dsshü 3 Uhr ist am Tie für ger mtb 30 - letzter tag den 4. 3uni .iuBtrbem h wn Sadjjenfaujtn 1786 .ft MiM > unserem Fii halt eingetragen: Kaufmann \ rchmalenba Ludwig ssri bnoe in Sieker W 1. Mai 18 Nhir unbGo Eer der Firm« nZdunalenbi 'n offener fymt Mtn, dm 2 ^herzogliches 3 Neuer Bekannt 3» das Genosse ^lmeichneten S 32 ■ keile 102 NumntTt HW morde eM1 d °usge «6m 28 ^eueni e^^tn «ft 5» Morden. 466 ■ !U 1 - di 'S**** «i . jS n „16.9*' H^iBewU*4 2‘ - (1) “" 616l64,to«ai®'^ M * )0 f" !#. ** Wage j“ A, I. ftdjt unb bim Eifer der jungen, des Schuldigen ten Morde habhaft zu Gewahrsam zu bringen, die bewirkte Bnhafiun- lorgen um 5 Uhr illfrv atm txN WR mt lampertheim, wo sie mit amnenttasen, um gemeiu« e Bürstadter Seusdamrn die Lampertheimer GenS> L Zm Walde vertheilic eisen gewahrten die Mr- der Ferne ^eiTlänntr. \% an das BlockhauScher, iahtet und Lorsch« die zwei Gensdarm^' nanu, welche im^ uni SchnapS F* » auf ein ft”' " Sw* Ä.SS ereS fktliie|» 6S-»--mb * it ®*1'*ee=e fty*» 1 ^ufchast ifj 5,l net eine hland L nur «11« tt[ ° -r «V y- chiiltnib 2* *41*; ine« V.. Oem I'-d°ch :» S« dm hge ®=»= *W«i Manbbte Ä® »m tat 9. Mben und von g?” ‘l’Ji M btr ”1X1, und nur bann anuunsfiorisgelder von l’9tn Verhältnisse frei v°°' 25. Mai 1811 , bie w mehreren «Md Hessen noch em Geist der Zeit, noch mfern sämwtlichen ge- erkannt haben wollen." e Leibeigenschaft „eine widerstreitende Dienst, ichetz 1813 war die tyn LandeStheilen der n, vorbehaltlich btr bln gen, ausgthobm. L.Sl. ine Folge big horten, Ine große Serminbe« gel bemerkbar gemacht, runde, in den nach der« i dafür zu sorgen, daß viel wie möglich aus. a Zwecke vor Allem der $ zu Theil wird. Eingesandt. Kietzen, 29 Mat 1895 An die Verwaltung der QmnibuS-Gefellschast ergeht die Bitte, dock dafür Sorge tragen zu wollen, daß die Omnibvff« frei der «»fahrt Marburgerstratze pünktlich Ihre Fahrzeit etnhalten. Einsender dieses macht leit längerer Zett dte Beobachtung, daß eine Reihe »on Abfahrten In der Marburgerftraße wesentlich Mter stattfinden, als sie fahrplanmäßig ,u erfolgen habm. Hierdurch entstehen für dte Passagiere, welche Bahnzüge benutzen wollen, dte größten Unannehmlichkeiten, und sollte daS Personal entschieden zu größerer Pünktlichkeit angehalten werden. Witfemngsausfid^teti am 29. Mat Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen tn der Südanlage). Barometerstand. £2. Thermometer r min. 4- 7° R., max. -f- 199 R. Hygrometer: Trocken. f Witternngsbericht vom-28. Mai.^^ Der Kern des Maximums hat an Umfang verloren und üi7n zwei Thetle getrennt, von denen der eine über hem mittleren Norwegen lagert, während der zweite sich von Süd-England über den Eanil, die Niederlande bis nach Nordwest-Deutschland erstreckt. In Rordost- Europa ist das Barometer gestiegen, während den Süden und Südosten geringer Druck bedeckt. Das Wetter tn Süddeutschland ist vorwiegend beiter; dte Temperaturen sind besonders über den brtttschen Inseln und im Nordsee-Gebiet gestiegen. voraussichtliche Witterung r Warmes, tm Allgemeinen heiteres Wetter. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 29. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Master 15°, Luft 18« im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. Schiffsnachrkhten. Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 28. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Ems, Capt. W. Retmkasten, vom Norddeutschen Lloyd tn Bremen, tst gestern 5 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Verkehr, €awb* ttnö Volksruirthsehaft. gfraukfurt a. 29. Diät. Der ooraemtge yauptmartt im städttscyen B'eohof zeigte eine Anfuhr von 405 Ochsen, 37 Bullen, 654 Kühen, Rindern und Stieren, |265 Kälbern, 156 Hammeln und 831 Schweinen. Aus Oesterreich waren 55 Ochsen vorhanden. Dte Preise für Hornvieh, namentlich aber für Kälber, sind nicht un« beträchtlich in dte Höbe gegangen. Es stellten sich: Ochsen erster Qualität 68 bis 71 Mk (gegen;64 bt« 66 Mk). zweiter Qualität 60 bis 66 Mk (gegen 56 bis 60 Mk ), Bullen erster Qual. 57 bis 60 Mk zweiter Qual. 54 bis 56 Mk., Kühe, Rinder und Sttere erster Qual. 58 bis 60 Mk., zweiter Qual. 48 bt« 54 Mk für 100 Pfund Schlachtgewicht. Kälber erster Qual. 75 btS 80 Pfg. (gegen 65 biS 70 Pfg.), zweiter Qual. 65 bis 70 Ptg. (gegen 55 bis 60 Pfg.), HSrnmel unverändert, erster Qual. 62 bis 64 Pfg., zweiter Qual. 58 bis 60 Pfg-, Schweine erster Qual. 49 bi« 50 Pfg., zweiter Qual. 47 bis 48 Pie. für daS Pfund Schlachtgewicht._____________________ ooöOoaDOQOooooaoaQaQDOuQaDoaöc Q Buxkin. Kammgarn u. Cheviots, doppelbreit £ ä Mk. 135 pr. Mtr. Q nadelfertig, in solider Qualität, versenden in einzelnen C ö Metern portofrei in’s Haus £ Ö Tuchversandtgeschäft Oettinger&Co., Frankfurt a M. C Q Z~TT Muster umgehend franco. .~~ZZ? ■ tue f aDOöooQaoooaoooooaooooaooooooc Bekanntmachung. In das Genoffenschaftsregister des unterzeichneten Gerichts ist unter Nr. 32, Seite 102, „landwirthschaft- licher Konsumverein Hausen, eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht," Folgendes eingetragen worden: An Stelle des aus dem Vorstände ausgeschiedenen Georg Müller III. von Hausen ist der Konrad Jäger von da zum Vorstandsmitglied gewählt worden. Gießen, den 28. Mai 1895. Großh. Amtsgericht Gießen. ______Neuenhagen. 4816 Bekanntmachung. In unserem Genoffenschastsregifter ist unter Nr. 7, Seite 25, „Sparund Vorschubverein I zu Beuern, eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht," Folgendes eingetragen worden: An Stelle des aus dem Vorstande ausscheidenden Rechners Jost Sommerlad von Beuern ist der Kaspar Walther von da gewählt worden. 4815 Gießen, den 28. Mai 1895. Großh. Amtsgericht Gießen. ________Neu enha gen._______ Bienenschwärme «r-d »Böller zu verkaufen. 4659 Otts Schmidt, Seltersweg 67. Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf den vor den Pfingstfeiertagen zu erwartenden starken Verkehr liegt es im eigenen Jntereffe des Reisenden, sich möglichst frühzeitig an den Fahrkartenschaltern einzufinden.* •;$ Um Verzögerungen im Zugverkehr zu vermeiden, müffen die Züge ohne Rücksichtnahme auf die etwa verspätet eintreffenden Fahrgäste zur fahrplanmäßigen Zeit abgelaffen werden. Auch werden die Fahrkartenschalter pünktlich 3 Minuten vor der Abfahrtzeit eines jeden Zuges geschlossen. Zur Bewältigung des Verkehrs werden die nachfolgend näher bezeichneten Sonderzüge befördert: A. Auf der Strecke Frankfurt a. M.—Gießen am 31. Mai und 1. Juni d. Js. je ein Vorzug zum Zug 81 von Frankfurt a. M. (Abfahrt 11 Uhr 14 Mt. Abends) bis Gießen (Ankunft am nächsten Tage 1 Uhr 15 Mt. Vorm.), sowie am 1. und 4. Juni ein Vorzug zum Zuge 100 von Gießen (Abfahrt 4 Uhr 49 Mt. Nachm.) bis Frankfurt a. M. H.-P.-B. (Ankunft 6 Uhr 41 Mt. Nachm.). Fahrplan ist am Schalter zu ersehen. B. Auf der Strecke Frankfurt a. M.—Fulda am 1., 3. und 4. Juni d. Js. ein Nachzug zum Zug 22 von Fulda (Abfahrt 7 Uhr Nachm.) bis Frankfurt a. M. (Ankunft 10 Uhr 40 Mt. Nachm.), sowie am 1. Juni ein Vorzug zum Zug 25 von Frankfurt a. M. (Abfahrt 3 Uhr Nachm.) bis Fulda (Ankunft 6 Uhr 30 Mt. Nachm.). Fahrplan ist am Schalter zu ersehen. Die für gewöhnlich Montags zur Beförderung kommenden Züge 30a und 30 — letztere von Salmünster bis Gelnhausen — werden am Dienstag den 4. Juni dss. Js. gefahren. Außerdem kommt Samstag den 1. Juni d. Js. der Arbeiterzug 27a von Sachsenhausen bis Steinau zur Beförderung. 4786 Königliche Eifenbahu-Direction. Bekanntmachung. In unserem Firmenregister wurde heute eingetragen: Kaufmann Franz Wilhelm Schmalenbach und Kaufmann Lndwig Friedrich Stnmpf, beide zu Gießen, betreiben dahier seit 1. Mai 1895 ein Cigarren-, Agentur- und Commissions-Geschäst unter der Firma „Schmalenbach Hf Stumpf" in offener Handelsgesellschaft. Gießen, den 28. Mai 1895. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Neuenhagen. 4801 Bekanntmachung. In unserem Genoffenschastsregifter ist unter Nr. 30, Seite 98, „landw. KonsumvereinLeihgestern, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht," Folgendes eingetragen mordens -.M . W An Stelle der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder: Johannes Seipp XIII. von Leihgestern und Johannes Häuser, Schneider von da wurden in den Vorstand neu gewählt :i Johann Georg Eiff II., Bergmann von Leihgestern und Ludwig Belten IX., Cigarrenarbeiter von da. Gießen, den 28. Mai 1895. Großh. Amtsgericht Gießen. _______Neuenhagen. 4814 Vergebnug von Bauarbeiten. Die zur Erbauung eines Schulsaales für die Gemeinde Münster erforderlichen Arbeiten und Lieferungen und zwar Erd-, Maurer-, Steinhauer-, Zimmer-, Dachdecker-, Spengler-, Schlosser-, Schreiner- u. Weißbinder-Arbeiten, sowie die Eisenlieferung sollen im Submissionsweg vergeben werden und sind Offerten bis Mittwoch den 12. Juni, Bormittags 11 Uhr, bei Großb. Bürgermeisterei Münster, woselbst Plan, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen. Gießen, am 28. Mai 1895. Der Kreisingenieur. 4825_______Stahl.__________ 48i 9] Em noch neuer, sein gearbeiteter Kleiderfchrank weg. Umzug zu verk. Wallthorstr. 22. Circa 10 Ctr. Henß abzugeben. Schisteudergerwrg 39. Bekanntmachung. Nachstehende im Grundbuche theils dem Freiherrn Victor Hugo von Nordeck zur Rabenau dahier allein, theils ihm und seiner verstorbenen Ehefrau gemeinschaftlich zugeschriebenen Items: Flur 18 Nr. l83/ioo» te7/iooi 7fl/io j 96,/ioo; l 888/ioooi 8,2; 9,4; 14; 21; 2223,5; 243*/100; 16,7; Flur 25 Nr. 42; 43; 44; 45; 51; 52Vio; Flur 31 Nr. 90; Flur 23 Nr. 149; 157; 158; Flur 24 Nr. 68; 105; 106; 48; Flur 25 Nr. 49; 50; 117; 149; 159; Flur 18 Nr. 10; 11; 12; 18,7; Flur 31 Nr. 91; Flur 25 Nr. 102,5; Flur 18 Nr. 13 ollen bei unterzeichnetem Gerichte Donnerstag d. I3.Juni I8S5, Nachmittags 4 Uhr, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 29. April 1895. Großherzogliches Amtsgericht. _______Neuenhagen. 3966 Sotzgeld - Erhebung. Künftigen Freitag den 31. Mai d. I soll die zweite auswärtige Erhebung von Fret- herrlich von Rabenau'fchen Holzgeldern stattfinden und zwar: 1) von Vormittags 8—11 Uhr in der Wirthschaft des Herrn Karl Ranft in Beuern; 2) von Mittags 1—3 Uhr in der Wirthschaft des Herrn Ferdinand Guntrum in Reiskirchen. Londorf, den 27. Mai 1895. Der Rentmeister: _________Schmidt. 4785 Gras-Versteigerung in Arnstmrg. Samstag den 1. Juni l. I soll auf den Gräflichen Wiesen im Gottesackerthal, Kl. Petersee und Deckelborn die diesjährige Grasernte öffentlich versteigert werden. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr in Arnsburg. Arnsburg, den 27. Mai 1895. 4788 Grast. Oberförsterei. Fuhr-Accord. Die Stellung der Gespanne zum Abwalzen der Neubaustrecke Wiefeck- Trohe mittelst Pferdewalze soll verdungen werden. — Offerten sind bis Samstag den 8. Juni, Bormittags 9 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten abzugeben. Gießen, am 28. Mai 1895. Der Kreisingenieur. 4824______Stahl.__________ Freitag den 31. Mai 1895, Nachmittags 2 Uhr, im Adler zu Gießen sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: 1 Ladeneinrichtung, 1 Partie Nutzholz, 1 Billard, 1 Pianino, 1 Bett, 1 Causruse, 2 gewöhnliche Sophas, 1 Commode, div. sonst. Möbel, ein Lexicon und eine größere Partie Bücher bw. Inhalts, Oelbilder und Aquarelle, dio. Stlbersachen rc. 4832_______Vugel, Gerichtsoollzieber. ! 4717J Junge Bulldogge zu verkaufen. Karl »linfl, i Grabsteingeschäft, Wieseck. Tnumps- la. Sauerkraut, klßppniihle, per Pfund 5 Pfg-, 4822 Verandamöbkl, Gasthaus z. weißen Roß. Roll- 3526 lammtllchc zur PHOTOGRAPHIE 4514 Eis Adolf Geiftse, am Kreuz. 1000 früher Bahnhofstraße 48. früher Bahnhofstraße 4v. i _____ — ’_____ GE SchMch- LLL Feinste Rollmöpse «iSmarckhLringe, Hummer, Salm, jungen (in Dosen) rc. empfiehlt K®- Alle Bestellungen werden bestens ausgeführt. Cognacbrennerei g. Scherer & Co. 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