Ms, ' ^aWspi(>] fW. en um 4 Uhr ' Unr- 8004 Nr. 229 Der Eichener -nzeigrr erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag-. Die Gießener I>«»itie«0lL11er werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal örigelegl. Erstes Blatt. Sonntag den 29. September Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 189« Vierteljähriger >6onncmentspreUl 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Äebdction, «kxpcditio» und Druckerei Kchukstratze Fr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblntt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Hratisöeitage: Hießener Aamikienötätter. —!-.....-J11-...- ------ ■ —— Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Dm ®i*i nicht. totiel W, Mds y,9 Uhr nM. 11 9' ' NstM in bet ), KncheiM. Der Bvchand. > A>ndr 1/39-11,10 W * für Fortgeschrittene i ‘/,10 der 1895, Vneinslocal: 7488 26.50 95.- 21.50 42.50 89.- 91.- 103.- 150.- 341- 239' 146.- 183.- 81.60 66- erkaufg 0 rn,Mmeic.o en dauert nur noch 0 lschK Ptember: haltung Malier T}orWe'tn 1 b!°\ »»E ®- « £tob«b,,nt ft»- Giessen» Im Attig, 0 -sweg Nr. 9. 0 Der Vorstand. DOOOOOOO oct 113- 15V ira. Amtlicher Lheit. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Broche, Geld, 1 Claviersaite, 1 Uhrkette, 1 Sonnen- und 1 Regen- schirm, 1 seidenes Halstuch, 1 Botanisirbüchse, 1 Hosenträger und 1 Halsriemen. Gießen, den 28. September 1895. Grobherzogliche» Polizeiamt Gießen. I. 93.: Roth. Deutsches Reich. Berlin, 27. September. Der Kaise r soll beabsichtigen, bereit» am 2. oder 3. October Schloß Rominten, wo er ursprünglich länger zu verweilen gedachte, wieder zu verlassen, um sich direct nach Schloß HubertuSstock zu be geben. Alsdann tritt der Monarch seine fignalifirte Reise nach Elsaß-Lothringen — Besuche in Urville und in Straßburg, dazwischen Thetlnahme an der Enthüllung de» Denkmals für Kaiser Friedrich bei Wörth (18. October) — an. Am 20. October wird der Kaiser wieder im Neuen Palai» bei Potsdam etntreffen, — Die Nachricht b elgischer Blätter von einem bevorstehenden Besuche des Königs der Belgier am Berliner Hofe begegnet an gutunterrichteter Berliner Stelle starkem Zweifel. Dagegen will man in Berliner Hoskreisen wtsien, daß der König von Portugal im laufenden Herbst zu einem kurzen Aufenthalte nach Berlin kommen werde. — Am 1. Oct0ber tritt die neue preußische Lentralgenossenschaftskasse inS Leben. ES waren hierbei mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden, welche mehrfache Reifen des Präsidenten, Freiherrn von Huene nöthig machten. Hoffentlich bewährt sich die neue Institution und trägt daS ihrige zur Erleichterung der Lage der gewerblichen Kreise deS Mittelstandes bei, für welche die Centralgenosien- schaftSkasfe ja in erster Linie bestimmt ist. — Die Generalconfer enz der internationalen Erd Messung tritt, wie die „Nat. Ztg." hört, nächster Tage tn Berlin zusammen. Die letzte Conferenz dieser Art wurde 1892 in Brüssel abgehalten, seit 1886 führt das Unternehmen die Bezeichnung „internationale Erdmessung", während es vorher den Namen „europäische Gradmesiung" getragen hatte. Die großartige Ausdehnung, welche dieses für die geographische und erdphystkalische Wisienschaft äußerst bedeutsame Unternehmen im Laufe von dreißig Jahren erlangt hat, taffen seine Beendigung noch gar nicht absehen; über den gegenwärtigen Stand der Erdmessungsarbeiten wird die bevorstehende Berliner Conferenz Aufschluß erthetlen. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 27. September Als gestern Abend vor dem Eentraltheater em Individuum verhaftet werden sollte, rtß sich dasselbe los und stürzte in das Theater, wo es eine in daS Parket führende Thür öffnete und Feuer! Feuer! schrie, woraus daS Publ kam erschreckt nach den AuSgängen eilte. DaS Publikum hatte sich nach einiger Zeit beruhigt. Verletzungen sind nicht vorgekommen. BreSlan, 28. September. Der „Breslauer Zeitung" zufolge wurden heute die wegen des am 20. August d. I. im Bankhause Jaffe u. Comp. begangenen Einbruchs Angeklagten, WieSner, Lang und Gerhardt, vom Schwurgericht unter Zubilligung mildernder Umstände zu Zuchthausstrafen verurtheilt. Gegen Wirsner wurde auf I2Jrhre, gegen die beiden letzteren, auf je 8 Jahre Zuchthaus und 10jährigen Ehrverlust unter Zulassung der Stellung unter Polizeiaufsicht für alle drei erkannt. Dresden, 27. September. Der Literarische Son* greß wurde heute Nachmittag 3^/,Uhr geschloffen. Pouillet dankte herzlichst für die gastliche Aufnahme im schönen Sachsen- lande - Oberbürgermeister Beutler betonte die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Eongreßmitgliedern und der Bevölkerung und sprach im Namen deS LocaicomitsS den Dank dafür auS. Im Namen der gesammten Bevölkerung dankte Stadtrath Dr. Bierey für die toctvolle Art, in der die Be* strebungen deS Kongresse» gefördert worden feien; sein be- s-mderer Dank galt dem ständigen Secretär Lermina. Rechts* aawalt Schmidt-Leipzig dankte im Namen des Arbeits-AuS- fchusseS, Maillard-PariS im Namen der gesammten Geschäfts- leitung. OberregierungSrath v. Seidlitz dankte in deutscher und französischer Sprache, die Einigkeit hervorhebend, die den Songreff beseelt habe: ferner sprachen Morel-Bern, Wauver- »annS-Brüffel, Tory Kopenhagen, Shaumat Paris, Decor* Poris, Consul LenoS im Namen der griechischen, Biceconsul be Locella im Namen der italienischen Regierung, endlich der Delegirte von Mexiko und Professor Lehr-Lausanne. Abend» findet große» Promenaden-Soncert auf der Brühl'schen Terrasse statt. Der nächste Songreff wird im August 1896 in Bern stattfinden. Plauen, 27. September. Der „Plauener Anzeiger" meldet au» Hammer brück: Der Zug, welcher gestern Abend 8 Uhr 13 Min. die hiesige Haltestelle verlassen hatte, kam in der Nähe des Bahnüberganges Weibliches zum Halten, nachdem kurz vorher ein schußähnlicher Knall weithin zu hören war. Wie festgestellt wurde, war ein mit Sprengpulver gefüllter Behälter mit Draht auf den Schienen befestigt worden, der beim Ueberfahren explodirte. Größerer Schaden ist nicht angerichtet worden. Straßburg, 27. September. DaS Ergebniß des Preisgericht» der Industrie* und Gewerbe-Ans* stellung zu Straßburg ist erschienen. 247 Aussteller erhielten ein Ehrendiplom mit Medaille, 341 ein Diplom mit Medaille und 294 ein Diplom. Depeichen des Bureau ,$erolb". Berlin, 27. September. Der „Re chsanzeiger" meldet: Am 1. October wird der Fer n spr e ch - Ver ke hr zwischen Berlin und Frankfurt a. M. einerseits und Straßburg, Colmar, Mülhausen t. ®. andererseits eröffnet. Die Gebühren für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten betragen 1 Mk. Berlin, 27. September. Das Befinden des Fürsten BiSmarck ist, wie dem „Localanzeiger" gemeldet wird, zur Zeit sehr günstig. Der Fürst genießt die schönen Herbsttage bei Ausfahrten und Spaziergängen. Sein Befinden ist biß auf das leidige Gliederreißen und eine zeitweise recht unbequem auftretende Schlaflosigkeit das denkbar beste. Der Fürst hatte die feste Absicht, in diesem Jahre nach Barzin zu reisen, um daS Grab seiner Gemahlin zu besuchen. Auf dringendes ärztliches Anrathen ist diese aufregende Reise aber unterblieben. In Verhinderung des Professor» Schwenninger weilt augenblicklich dessen Vertreter Dr. Eisenberg in der Umgebung deS Fürsten. Berlin, 27. September. Der von der Stadt Magdeburg präsentirte Oberbürgermeister Schneider ist als Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit berufen worden. Berlin, 27. September. De „Berliner Correspondenz" schreibt: Die der LedenSverficherungS-Gefellschaft „Newyork" in Newyork unterm 10. Juli 1882 erteilte Concession zum Geschäftsbetriebe in königlich preußischen Staaten ist vom Minister de» Innern zurückgenommen und vom 1. November ds. IS. ab für er! oschen erklärt worden. Köln, 27. September. Gegenüber der braunschweigischen Meldung, der Sohn des Herzogs von Cumberland solle in Deutschland eine deutsche Erziehung erhalten, um befähigt zu werden, den braunschweigischen Thron zu besteigen, sowie daß die der welfischen Thronfolge entgegenstehenden Hindernisse behoben seien, versichert die „Köln. Ztg." auf Grund sorgfältiger Erkundigung, es sei nicht da» mindeste ".nzetchen zu entdecken, daS darauf hindeute, daß Preußen gewillt sei, den braunschweigischen Thron den Welfen auszuliefern. FlevSbnrg, 27. September. Die Kaiserin stattete heute früh FlenSburg einen Besuch ab. Sie besichtigte da» Offizierscasino und wohnte der Einsegnungs Ceremonie von zwei Schwestern in der Diakonenanstalt bei. Um 1 Uhr erfolgte die Rückfahrt der Kaiierin nach Glücksburg. Staffel, 27. September. Die Socialisten haben in ihrer letzten Versammlung beschlossen, eine große anti- militärische Bewegung zu organisiren und im ganzen Lande zahlreiche Versammlungen zu veranstalten. Charleroi, 27. September. Gestern verunglückten hier vier Arbeiter auf gräßliche Weise. Dieselben wollten einen Hochofen-Behälter mit flüssigem Guß fortschaffen, kamen aber dabei zu Falle und die glühende Masse ergoß sich über sie. Drei Arbeiter wurden total verbrannt, während der vierte mit Brandwunden davvnkam. Antwerpen, 27. September. Die liberale Partei bereitet für den nächsten Sonntag eine große Manifestation gegen daS Schulgesetz vor, wobei sich alle Schüler der Gemeindeschulkn beteiligen sollen. Großartige Festlichkeiten werden bei diesem Umzuge durch die Stadt für die Schulkinder veranstaltet werden. Marseille, 26. September. Morgen geht der Dampfer „Bille d'Älgier" nach Majunga mit 60 Beamten für den Verwaltungsdienst, 40 Offizieren, 2000 Tonnen Lebensrnitteln und 189 Kisten Liebesgaben ab. Rewyork, 27. September. Durch eine Pulver-Explosion in dem Bergwerke Belgium bei Leacville im Staate Colorado find 20 Bergleute getöbtet worden und etwa 50 schwer verletzt. Gießet», den 28 September 1896. ** Berzeichniß der Sitzungen des Schwurgerichts pro 3. Quartal 1895: 1. Montag den 30. September und Dienstag den 1. October, je Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Joseph Ring, besten Ehefrau und Wilhelm Ring von Friedberg wegen Kuppelei, Erpressung, räuberische Erpressung, falsche Anschuldigung. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Dr. Güng er ich; Vertheidiger: Rechtsanwalt Justizrath Dr. Re atz. 2. Mittwoch den 2. October, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Julius Krämer von Auma und Wilhelm Krämer von Stedten wegen Nothzuchtsversuch. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zimmermann; Vertheidiger: Rechtsanwalt W e t d i g. 3. Donnerstag den 3. October, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Karl Bernhard von Angenrod wegen Meineids. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zimmermann; Vertheidiger: Rechtsanwalt Katz. 4. Freitag den 4. October, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Konrad Heidelbach von Angenrod wegen Verbrechen wider die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zimmermann; Vertheidiger: Rechtsanwalt Katz. 5. Samstag den 5. October, Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Nathan Borng ässer von Rodheim v. d. H. und Heinrich Malkmuß von Gießen wegen Meineids. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Koch; Vertheidiger: Rechtsanwälte Dr. R 0 senberg und Katz. 6. Montag den 7. October und folgende Tage, je Vormittags 9 Uhr: Anklage gegen Katharina Schad von Ruppertsburg wegen Meineids und Jakob Schultheis Wittwe von Wistelsheim wegen Anstiftung dazu. Die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Dr. Güngerich; Vertheidiger: Rechtsanwälte Metz, Jöckel und Grünewald. ** Hessischer Slädtetag. Am Montag den 4. November, Vormittags KP/2 Uhr, findet hier in Gießen in einem noch zu bestimmenden Locale der 5. Städtetag für das Großherzogthum Hessen statt. — Tagesordnung: — 1) Zulassung der Städte Kastel, Heppenheim, Groß- Gerau und Gernsheim zum Städte tag. — 2) Ausschlag und Erhebung der Gemeinde-Steuern (vgl. Beschluß des Wormser Städtetages vom 6. Juli 1891). Referent: Oberbürgermeister Küchler, WormS. — 3) Er- kennbarmachung der localen Kirchen-Steuern auf den Gemeinde-Steuer-Zetteln. Referent: Oberbürgermeister Morneweg, Darmstadt. Sorreferent: Oberbürgermeister Dr. ©offner, Mainz. — 4) Fürsorge für die Wittwen und Waisen städtischer Angestellter. Referent: Oberbürgermeister Dr. ©offner, Mainz. Sorreferent: Oberbürgermeister Gnauth, Gießen. — 5) Mttth eilung des Staatsbudgets und der Kammer-Verhandlungen an dieStädte. Referent: Oberbürgermeister Küchler, WormS. — 6) Organisation der Schulbehörden tn den Städten. Referent: Oberbürgermeister Morne weg, Darmstadt. Sorreferent: Oberbürgermeister Dr. ©offner, Mainz. — 7) Die unter sch iedliche Belastung der Stadt* und Landgemeinden beim Aufbringen der Gehalte der Volksfchullehrer. Referent: Oberbürgermeister Küchler, WormS. Sorreferent: Oberbürgermeister Gnauth, Gießen. — 8) Bestimmung de» Vororte» für den sechsten Städte tag. ♦* Der Stolze'sche Stenographen - Verein beginnt am 11. October einen weiteren LehrcursuS im Restaurant „Zum Andre»", auf welchen hierdurch aufmerksam gemacht wirb. (S. Inserat). Die Abzeichen für das beste Schießen. Der Kriegsminister veröffentlicht da» Verzeichniß der im Schießen besten Sompagnieen und Batterieen, die gemäß Sabinetßorbre vom 27. Januar 1895 im Jahre 1895 da» Kaiserabzeichen erhalten haben. ES ist beim 11. ArmeecorpS die 2. Compagnie des 2. thüringischen Infanterie * Regiment» Nr. 32. *• Zn Amerika verstorbene Hessen. New-Mor k, City. Sophie geb. Engel, Ehegattm deS Apothekers Charles Eimer, 64 Jahr alt, gestorben in Darmstadt. Belleville, Jll. Peter Kirchhöfer, 29 Jahre alt,auS Langstadt. Bellevue, O. I. H. Weder, 53 Jahre alt, au» Groß - Zimmern. Str« clev ille, O. Anna Maria Helwagen, geb. Kellftadt, 67 Jahre alt, aus Flonheim. Columbia, Jll. Henry Rück sen., 77 Jahre alt, aus WeningS. Madison, WiS. Sophie, Wittwe von Valentin Boß, 84 Jahre alt, auS Neu-Isenburg PittSburg, Pa. Margaretha Barbara,Pfeil, geb. Schneider, 91 Jahre alt, auS Darmstadt. ** Der Gtteeidemarkt. Die Getreidehändler und Specu- lauten aller Länder scheinen jetzt doch unter dem Eindrücke zu stehen, daß die vielfach etwas niedriger als voriges Jahr ausgefallenen Ernteergebniffe eine Steigerung der Getreide- preise im Gefolge haben werden, denn in Amerika, Frankreich und England zogen die Getreidepreise an und in Deutschland besserten sich dieselben auch. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen für 132 bis 144 Mk. per 20 Gentner, Roggen für 114 bis 120 Mk., Gerste für 108 bis 165 Mk. und Hafer für 114 bis 146 Mk. (Berichts- woche vom 21. bis 28. September.) G. Bad-Nauheim, 27. September. In der Woche vom 20. bis 27. September l. IS. (Schluß der Kurltste) wurden 126 Kurfremde (1894 ---- 79) angemeldet. Hierzu den Bestand vom 20. September mit 14,010, ergibt für 1895 eine Gesammt- Frequenz von 14,136 Kurfremden, wovon am 27. September noch 971 anwesend waren. Als besten Beweis für den fortschreitenden und besonders in den letzten Jahren sich beträchtlich hebenden Besuch Nauheims mögen nachstehende Zahlen dienen: 1880 = 4495, 1885 = 5248, 1890 = 8555, 1891 = 9244, 1892 = 10,272, 1894 --- 11,681. Die Zahl der wirklich verabfolgten Bäder hat sich seit dem Jahre 1880, wo deren 53,355 abgegeben wurden, mehr wie verdreifacht, denn in diesem Jahre wurden bereits vom 1. April bis einschließlich 21. September 180,026 Bäder verabreicht. Da aber Bäder noch bis zum 31. October gegeben werden, so darf man annehmen, daß in diesem Jahre ca. 200,000 Bäder verabfolgt werden. n. Hartmann-Hain, 27. September. Auf der an unserem Orte vorüberführenden Staatsstraße von Ortenberg nach Lauterbach verkehren tagtäglich viele Fuhrwerke, welche unseren obstarmen Vogelsberger Orten hauptsächlich Zwetschen auS dem Unterlande zuführen. Die sehr schönen Früchte sind verhältnißmäßig billig, da die Händler eine Dimmer (*/t Malter) davon je nach Qualität für 1 Mk. 70 Pf. bis 2 Mk. abgeben. In den letzten Jahren ist ein Umschwung im Handel von LaudeSproducten bei uns insofern eingetreten, als derselbe jetzt nicht mehr ausschließlich in den Händen der Händler vom Fuße des Vogelsbergs liegt. Viele Vogelsberger fahren jetzt mit ihren Wagen auch hinunter, um uns daS Obst, die Zwiebeln und dgl. zu holen. — Im ganzen Vogelsberg, in dem ja bekanntlich die Viehzucht in hoher Blüthe steht, ist man sehr erfreut darüber, daß der Ehrenpreis Sr. Königl. Hoheit auf der land- wirthschaftlichen Ausstellung in Gießen der Vogelsberger Rtndviehrasse zugesprochen wurde und nicht einer fremden imporrirten Rasse. -o.r- Dornafsenheim, 27. September. Die anhaltende Dürre und Trockenheit hat Wassermangel bei uns er- zcugt, die Brunnen geben den Bedarf nicht mehr, das Wasser wird den Leuten zugemesien. — Die große Staatsstraße durch unseren Ort wird ganz neu hergerichtet. Die neue Brücke über die Wetter bei Offenheim ist nahezu vollendet. Eine leichte ArbeitSlocomotive wurde nach der neuen Bahnstrecke Beienheim—Hungen geschafft, eS wimmelt von Arbeitern und die verschiedensten Dialecte und Sprachen kann man vernehmen- die Italiener sind stark vertreten. § Bermuthshain, 27. September. Ein junges Apfelbäumchen tm Garten des hiesigen Landwirth Johannes Oechler VI. trägt außer einigen beinahe reifen Aepfeln auch verschiedene Blüthen. -1- Salzhausen, 27. September. Wie die Bäder überhaupt, hat auch unser Bad durch die überaus günstige warme Witterung in den Nachsommermonaten August und September ungemein gewonnen. Nun fangen die Wälder an sich zu färben und die Curgäste ziehen sich in die Heimath zurück. Wir haben daS Vergnügen, auf eine sehr erfreuliche Saison zurückblicken zu können und hoffen, daß der Aufschwung des Bades seit einigen Jahren durch die bereits in Angriff genommene neue Bahnlinie noch viel kräftiger erfolgen wird, weil das reizende Plätzchen viel leichter und bequemer erreichbar ist. A AuS dem Ohmthal, 27. September. Im Felde richten die Mäuse, die in einer Unmaffe auftreten, großen Schaden an. Namentl ch ist dieser Schaden bemerkenöwerth an der frischen Kornsaat und dem jungen Klee. DaS überaus schöne Herbstwetter ist der Vermehrung der Mäuse sehr günstig gewesen. — Die Kornsaat neigt sich ihrem Ende zu- sie war im Gegensatz zu der vorjährigen überaus naffen Bestellung eine sehr trockene, so wie sie die Bauernregel: „Korn in Schorn (Scholle)" als grundbedingender Factor zur guten Kornernte voraussetzt. Wenn etwas bei der Korn- faat zu bemängeln wäre, so ist eS daS oft zu feine Bearbeiten des Bodens, der wie Mehl sich zerkleinerte. Kleeäcker, die zur Kornsaat vorgesehen, find wegen ihrer steinharten Beschaffenheit nicht auszustellen; sie müssen bis zum Eintritt naffen WetierS warten. Der junge Klee steht ganz prächtig im Felde, fängt aber auf trockenen Lagen bei dieser Julihitze im September an zu welken. A Allfeld. 27. September. Zögen sich nicht Silberstreifen durch die kahlen Häupter der Stoppeln, bräche nicht der Abend immer früher herein, man wäre bei dem vorgestern dahier abgehaltenen „Michaelimarkt" zu glauben versucht gewesen, eS sei dieS kein Herbst-, sondern ein Sommermarkt, so hochsommerlich heiß ist eS noch zu Ende des Herbstmonats. Der Markt war mit Rindvieh schwach, mit Schweinen sehr stark befahren und hatte guten Besuch. Der Handel ging beim Rindvieh malt, da um diese Zeit fast alljährlich die Nachfrage etwa- stockt. Bessere Bewegung herrschte auf dem Schweinemarkl trotz dem se^r bcmerkenSwerthen Rückgang der seither so hohen Ferkelpreise. Bezahlt wurde für da» Paar Ferkel zweiter Güte 12—20 und 20—25 Mk., für daS Paar erster Güte 25—30 und 30—40 Mk. DaS Paar Läufer galt 60—70 und 70—90 Mk. Schwere Schweine kosteten per Stück 50—60 und 60—75 Mk. A Mainz, 27. September. Nach längerem Krankenlager ist, wie schon telegraphisch mitgetheilt, verfloffene Nacht auf seinem Landgut in Gaubischofsheim der frühere Oberbürgermeister von Mainz, Dr. Georg OechSner, in dem Alter von annähernd 74 Jahren gestorben. Längere Zeit der zweiten hessischen Kammer angehörend und kurze Zeit Mitglied deS Reichstags, wurde der Verstorbene 1874 zum Beigeordneten und am 15. August 1885 als Nachfolger de» Dr. Dumont zum Bürgermeister von Mainz gewählt. Gleich seinem Amtsvorgänger und Jugendfreund Dumont war Dr. OechSner Demokrat und hatte als solcher lebhaften Antheil an der freiheitlichen Bewegung im Jahre 1848 genommen, wodurch er sich nebst 143 Genoffen aus Rheinheffen eine mit Freisprechung endigende Anklage wegen Hochverrath zuzog. Nach seinem Eintritt in die städtische Verwaltung nahm Dr. OechSner unter den streitenden Parteien im Stadtverordneten-Collegium mehr eine vermittelnde Haltung ein, wodurch er auf manchen Gebieten der Stadtverwaltung größere Erfolge erzielte wie sein Vorgänger Dumont, der, obwohl er zu den besten Bürgermeistern und Bürgern von Mainz zählte, nie sein früheres Amt als Advokat verleugnen konnte. Einige Zeit kränkelnd, suchte Dr. OechSner zu Beginn des vorigen Jahres um seinen Ruhestand nach, der ihm auch gewährt wurde und er in der Person deS gegenwärtigen Oberbürgermeisters Dr. Gaßner einen Nachfolger erhielt. In feinen Jugendjahren war Dr. OechSner ein intimer Freund von dem früheren Abgeordneten Ludwig Bamberger, mit dem er in feiner Studienzeit in Gießen das Z'mmer theilte. • Bad Salzschlirf. Wenn auch in den letzten Jahren schon der Besuch deS hiesigen Bades in steter Zunahme begriffen war, so hat doch die Frequenzsteigerung der diesjährigen, jetzt zu Ende gehenden Saison die gehegten Erwartungen bedeutend übertroffen. Zu verdanken hat dies Salzschlirf der außerordentlichen Heilkraft seiner BonifaciuS- quelle gegen die große Zahl der Stoffwechselkrankheiten, wie Gicht, Rheumatismus, HarngrieS, Stein-, Nieren- und Blasenleiden, Magen-Catarrh, Leber- und Gallensteinleiden, Hämorrhoiden, Fettsucht tc. Als wirksamstes Mittel, den Stoff wechsel neu zu beleben, zu reguliren und damit die erwähnten Leiden zu beseitigen, gelten die alkalischen Mineralwäffer, besonders aber diejenigen, welche in Folge ihrer chemischen Zusammensetzung und ihres Gehalts an Lithium die Fähigkeit besitzen, die sich im Blut und Körper bildenden und ab» lagernden Harnsäuren Salze wieder auszulösen und auSzu- scheiden. Unter allen, diese Eigenschaften besitzenden Mineralquellen nimmt nun der hiesige BonifaciuSbrunnen den ersten Rang ein und wird deshalb auch von allen ärztlichen Autoritäten und medicinischen Lehrbüchern deS Jn- und Auslandes gegen jene Krankheiten in erster Linie empfohlen. — Der Versandt des Salzschlirfer Bonifacius- brunnens erfolgt durch alle Mineralwafferhandlungen und Apotheken, sowie durch die hiesige Brunnenverwaltung, von welcher auch Analyse und Gebrauchsanweisung kostenfrei verschickt werden. * Die Sächsische Viehversicheruogsbavk in Dresden, welche die angesehenste und populärste Anstalt ihrer Branche ist, hat im laufenden Jahre befriedigende Geschäftsresultate erzielt. Alle berechtigten Schäden wurden wie bisher in voller, statutarischer Höhe prompt auSgezahlt. Leider bildet in der Diehversicherung der von vielen Gesellschaften in den letzten Jahren erhobene Prämien-Nach- bezw. Zuschuß eine große Calamität und berührt den Viehbesitzer um so empfindlicher, als die nachträglich eingeforderten Beträge häufig recht an- sehnliche Summen ausmachen. Die Sächsische Vieh-Versicherungs-Bank dagegen versichert zu festen billigen Prämien unter Wegfall eines jeden Nach- oder Zuschusses und gewährt außerdem Stundung der Prämien ohne jede Zinsberechnung. Durch diese Erleichterung wird es jedem Viehbesitzer vom kleinsten bis zum größten ohne fühlbare pecuniäre Opfer ermöglicht, sich gegen den oft unerwartet eintretenden Verlust seines lebenden Inventars zu versichern. (Siehe heutiges Agenten-Gesuch.) • lieber das „Teheimuiß bei Sieges" schreibt man den „Hamb. Nachr." von militärischer Seite: DaS Geheimniß des Steges ist bet den eben beendeten Katsermanövern, aller- dingS nur auf dem Manöverfelde, in besonderer Klarheit und Bestimmtheit zu Tage getreten. Dasselbe besteht, ganz abgesehen von den moralischen Factoren, sowie dem Stande der Ausbildung, Bewaffnung und der Anzahl der Truppen, in tactischer Hinsicht tm Wesentlichen darin, möglichst starke Kräfte für den entscheidenden Angriff bezw. die Vertheidtgung gegen denselben in der Hand und auf gehörig begrenztem Raume zusammenzuhalten, der jedoch andrerseits die volle Entwickelung der Waffenwirkung der zur Entscheidung verwandten Truppen bet gehöriger Tiesengliederung für die Näherung und Unterstützung deS Kampfes der ersten Gefechts- linte gestattet. An beiden HauptgefechtStageu fiel der Sieg derjenigen Partei zu, welche etwa 3 Divisionen und 1 bis 2 Corpsartillerien unmittelbar nebeneinander, in einem Falle auf einer Frontbreite von 6000 Schritt, zum Angriff bezw. zur offensiv geführten Vertheidtgung an der entscheidenden Stelle verwandte. Obgleich die Befolgung dieses Grundsatzes sehr einfach erscheint, ist fie cs in der Praxis nicht, und zahlreiche Gefechte und Schlachten der Kriegsgeschichte, sowie deS ManöoerfeldeS beweisen dies. DaS Bestreben nach Umfaffung und Flankirung beim Angriff führt nur zu häufig zu weit ausholenden Bewegungen, und dadurch zur Trennung der Kräfte tm Moment der Entscheidung, and ebenso daS Bestreben deS VertheidigerS, die Flanken und Flügel gegen Umfaffung und Umgehung zu decken. In diesen Cardinal- punkten sind die Katsermanöver besonder» lehrreich gewesen. Citeratur und lUnft — Der Kunstsinn der Hobenjollern bat von jeher eine noch Bethäiigung hn vractischen Leben strebende R chlung genommen. Friedrich Wilhelm I. malte seine „'angen Kerl»' in Lebens«' äße und oerfab die unter beftigm GiLischmerzen entstandenen Bilder mit der Jnschlist: „In coloribae pinxit.- Der große Friedrich ent- roirf die Pläne für sein LieblingSschloß SanS-souci selbst. Friedrich WUbelm IV. war ein hoch be gabt.-r Zeichner. Außer zahlreichen genial bingeworsenen (Saricaturen hinterließ er eine Reibe von Skizzenbüchern mit interessanten architecioniichen Plänen und Ent. würsen. Kaiser Wilhelm I. richtete sich Schloß Babelsberg nach eigenen Ideen mit einem Geschmack ein, der die Bewunderung der Gartenbaukünstler von Fach erregt. S:in Enkel bat die künnlerilche Begabung von seiner Mutter geerbt. Sein malerische» Jntereffe wendet sich der See und der Marine zu. Kaiser WUbelm II. beherrscht die Aquarell- und Tusch-Technik mit seltener Meisterschaft und stellt sein rege» Können gern in den Dienst der WoHUHätigkeit. AIS die königliche Academie der Künste in Berlin eine Ausstellung für die Nothleidenden in Sicilien und (Salabrien veranstaltete, bildete den Mittelpunkt des Interesses eine Mai ine von der Hand de» Kaiser», welche in Tuschzeichnung einen Kamps von Panzer- schissen auf hoher See schilderte. Die unter den etnfcblagenben Geschossen hoch auffpritzenden Wellen, die mächtigen au» bem Pulver dampf austauchenden SchisfScolosse ergaben ein grandiose» Gesechttzbild. Durch Permittelung der Akademie ging do» Journal- Reyroductionsrecht de» Gemäldes in den ausschließlichen Besitz der im Berlage von Rich. Bong, Berlin erscheinenden „Wlebmuil Ännfi* über und bildet den Hauptschmuck der ersten Wummer bei 10. Jubiläum»-Jahrganges dieser unserer vornehmsten und verbreitetsten Jllustrirten Wochenschrift. — Wie prüfe ich meine Augen? Die außerordentlich wichtige Frage ist von der beliebten Familienreitschrift ,Z«r •ttiMl ttante* (Berlin W., Deutsche» PcrlagShau» Bong A Co., Preis des VierzehntagShefte» 40 Pfg) aufgenommen worden und soll in einer Reih: populärer Artrkel behandelt werden, die e» dem L«ser ermöglichen, seine Augen selbst einer genauen Prüfung zu unterziehen. Der erste dieser Artikel liegt in dem eben erschienenen zweiten Hefte de» neuen (neunten) Jahrgang» vor und behandelt die Prüfung de» AugeS in lichtvoller, Jedem verständlicher Weise. Diese populären Artikel sind ein Verdienst der vorzüglich geleiteten Zeitschrift, und indem die Redaction immer wieder ihre Stosse mitten au» dem practischen Leben herauSgreiit und mit der Bearbeitung die berufenfien Gelehrten beauftragt, erweist sie Tausenden und aber Tausenden einen sehr wichtigen Dienst. — DieEinschulungunsererA-BC-Rekruten steht bald wieder bevor und da wird ein hochinteressanter iüuftrhter Aussatz über Schulkrankheiten, ihre Ursachm und ihre Verhütung, den wir in dem soeben erschienenen Heft 5 der Fomilienzeitschri't »Hür Alle Welt* (Deutsches Verlagshou» Bong & Co., Berlin W. 57) finden, die allgemeine Aufmerksamkeit erregen. Derselbe stammt au« der Feder de« bekannten Kinderarztes Dr. Cassel und wäre Mi en Lectüre ollen Eltern und Kinder freunden nicht allein zu empfehlen, sondern auch zur Pflicht zu machen, denn e» gibt nicht», do« so ernst genommen werden muß, alS die körperliche Erziehung unserer Jugend. — Der Mittelrheinische verband» • Kalender ans da» Jahr 1896 in erschienen und wild von seinen vielen Verehrern als alter und bewährter Freund sicherlich von Herzen willkommen geheißen. Der Kalender ist seiner ganzen Einrichtung nach dazu bestimmt, ein nützlicher unb unentbehrlicher Hau-freund de« Landwirth» zu fein. Dem umfangreichen Kalendarium sind Termin- und Witterungskalender betgegebtn unb die einzelnen Monate von einem kurzen Arbeitskalender begleitet. E» folgen die übersichtlich und zweckmäßig angeordneten Blätter für die londwirthfchaft- liche Buchhaltung Heinern Wtrthschaften, für deren richtige Ausfüllung im Jahrgang 1894 erfreulicher Weise wieder zwei Preise im Werthe von 75 Mk. gegeben werden konnten. Mit ganz le> sonder er Sorgfalt sind die landwirthschastttchen Hülsstabellen aut- gewählt, die Alles enthalten, was dem Landwirth bei Ausübung seines Berufes zu wisien frommt. An Aufsätzen bringt der Kalender in diesem Jahre: Die Bedeutung der Sortenwahl für die Erträge unserer Culiurpflanzen, von Profeffor Dr. Kirchner, Der Verkauf des Schlachtviehs nach Lebendgewicht, von Oeconomierath Dr. C. I. Eisbein, Unfall - Verhütung und Beitrags-Erhebung tm Gebiete der land- und forstwirthschaftlichen Unfall-Versicherung, von LandeSrath Dr. Schroeder, Werth und Unwerth der Raffe im Betriebe der Rtndoiehzucht, von LandwirthschafiSlehrer R. Müller-Brünn. Die gesetzliche Haftpflicht und ihre Bedeutung für den Landwirth, Die Herstellung von Kindermilch, von Profeffor Dr. Backhaus. AW»MS ans den »ifHwi »er eutt Gietze«. nufaebot«. September: 13. Friedrich Gradwohl, Schreiner zu Konstanz, mit Raroline Einhart daselbst. 23. Franz Berthold Friedrich Möhring, Rechtsanwalt zu Oldenburg, mit Julie Marie Johanna Altoaier Hierselbst. 26. Konrad Becker, PotthilfSbote dahier, mit Elisabelhe Schmidt zu Rüddingshousen. 26 Karl Lorenz Faber, Spengler dahier, mit Johannette Luise Schopbach Hierselbst. 27. Georg Graf, Conditor zu Frankfurt a. M, mit Christine Friederike Josephine Clementine Baitz zu Gießen. GbaschlieHnAOaN. September: 25. Friedrich Amend, Taglöhner dahier, mit Sophie Christiane Wilhelmine Pauline Möbus Hierselbst. •afcornM. September: 18. Dem Bierhändler Heinrich Kempf ein Sohn, Heinrich August F.iedrich Karl. 21. Dem Glaser Friedrich Wilhelm Roßberg eine Tochter. 21. Dem Schneider Robert Gärtner ein Sohn, Robert. 21. Dem Kaufmann Jacob Jung ein Sohn, Walter Johann. 21. Dem Kutscher Heinrich Hofmann IV. eine Tochter, Paula. 22. Dem Gymnasiallehrer Dr. Karl Roack eine Tochter. 23. Dem Maurer Philipp Peter ein Sohn. 23. Dem Bremser Heinrich Schneider ein Sohn, Heinrich. 23. Dem Taglöhner Jobanne» Schieserstein ein Sohn, Heinrich. 23. Dem Knecht Heinrich Opper ein Sohn, Karl. 23. Dem Schmied KaSpar Conrad eine Tochter. 23 Dem Metall- dreher Johannes Adam eine Tochter, Antonie Katharine. 24. Dem Brauereibesitzer Eugen ASprion ein Sohn. 25. Dem Taglöhner Heinrich Pfeffer ein Sohn, Adolf. Seflortim September. 23. Luise Wilhelmine Mankel, 1 Jahr alt, Tochter von Taglöhner Gottfried Mankel dahier. 23. Johann Gaul, Eisen bahnarbeiter von Lollar. 24. Heinrich Schneider, 16 Stunden elf, Sohn von Bremser Heinrich Schneider dahier. 24. Amalie Frank, 56 Jahre alt, ledig, von Reddighäuser Hammer bei Battenberg. 25. Leon Loui« Ernest Douffet, 55 Jahre alt, Rentner von Leipzig. 25. Heinrich Riehm, 7 Monate alt, Sohn von Former Friedrich Riehm PI. zu Lollar._______________________ Attszrsg au» öett Wrdicnbäcberw vcr Stadt Gicsten. E» a u g eltsch e Gemeinde. eetteoU. Matthäusgemeinde Den 25. September. Friedrich Amend, ein Wittwer, Taglöhner zu Gießen, und Sophie Christiane Wilhelmine Pauline Möda», Tochter de» »erstorbenen Schullehrers Ludwig Möbu» zu Steten. Mckvk wurden am Heul o. bestimm!. Ten 22 Str Mnd Ludwig, e Denselben., Jkorg Adolf, gebe Dm 22. Set Lohn, Robert, geb Dmselbm. s ),ies 6arl Adolf, i 2 HE P ■:«® ^Kreisarzt' £ (fernen __itr Sie 3 ttn 6flf übende Ä lehn ch,. *n Kttli- ?» «oromi * Ä"'eaj"te i'.FÄtc" ^L«L yn «-mi 7«»"»^' .*« unter dm Xu.?4®»1 l°N'.bie tnäiyNttbtn C0Mtt Ergaben ei? Öu8<. 'den luBfcbiSr830umab schmuck da erfbn ebtt*t* m,w --'Lvrrr &äää ^"Sshaus Song &ßg SS äsFIR® M-LLr J?h"9eflIbe?un«WebnuÄ ™ und aber Taujmdm einen rA-B-C-RekrutenWbald tttchanlrrillustrtltttAuis-hübkl 'Mr VrihulWg, dm wir tu dem lilienjeil christ,-ürAlleW.lf °m Berlin W. 57) findm, dir all- Tnlelbe ftammi tu§ btr Feder itl und wäre dessen Lerlüre allen llein zu mpjehim, sondem auch l nichlS, diS so ernst gmomeneo Ziehung unfern Jugend. -erhandS • Kalrvder auf bat )hb von seinen vielen Vereburn sicherlich von Herzen willkommen r ganzen Einrichtung nach baju mlbehrltcher Hausfreund bei rmfangreichen Kalendarium find (gegeben unb bie einzelnen Monate •gltiltt. 68 folgen bit fibtrfW1 Witter für bie luibmirtbWfh isten, für deren richtige l»v lchn ’n>\ibu M ^rise Dtxbm lvrrviw. M Mi t[l McherMw tzäistztadellm aut- btm ßanbwktl) bei Ausübun? An «Mm bringt dei Kalentn der Sortenwahl für die Ertrage essor Dr. Kirchner, Der Verkaui idaewicht, von Ottonomieratd rhütung und Beitrags-Erhebung IbschasllichmUnfall-MficherM Wertb und llnwerth der Raffe w oon LanbwtrthfchafMra e Haftpflicht und ihre Bedeutung J von SinbernM von Professor ?Atedrtch SS' ?nwW ÄÄ*‘* ** Ulöbu§ htnseW- eine -ZÄ5S WS» ein Sohn- f‘ u Tochter b-?s-7 """ all, nt e* e^etnh dn®lttff‘ttoe^^ •'SS'5'* MerkuSgemeindc. Den 22. September. Friedrich Schupp, Anstreicher zu Gießen, und Helene Heuser, Tochter des verstorbenen TaglohnerS Gotthard Heuser zu Wetzlar. JohanneSgemeinde. Den 21. September. Bernhard Julius Carl Sellhetm, Kaufmann zu Gießen, und Luise Henriette Caroline Emma Stammler, Tochter des Kreisarztes t. P. Dr. Eduard Stammler zu Gießen. •etaofte. Matth Lusgemeinde. Den 22. September. Dem Fuhrmann Johann Georg Müller ein Sohn, Wilhelm, geboren den 11 August. Den 22. September. Ein unehelicher Sohn, Ernst Georg Wilhelm, geboren den 8. August. , _ , Denselben. Dem Gärtner Friedrich Kyritz ein Sohn, Georg Philipp Wilhelm, geboren den 30. August. Denselben. Dem Kaufmann Fritz Egly ein -Sohn, HanS Emil Gustav, geboren den 22. August. , _ , Denselben. Dem Taglöhner Heinrich Pitz ein Sohn, Arthur, geboren den 26. Juli. ~ t Ä ,. Denselben. Dem Schuhmacher Friedrich Keil eine Tochter, Elisabeth Philippine Clara, geboren den 20. Juli Denselben. Dem Fuhrmann Albert Dreier ein Sohn, Karl Ludwig Albert, geboren den 23. August. , , Denselben. Dem Taglöhner Fran, Goffelmeyer eine Tochter, Käthchen, geboren den 4. Juli. Den 25. September. Dem Tbeaterdirector Adam Reiners ein Sohn, Welf Ruthard, geboren den 11. August. MarkuSgemeinde. Den 22. September. Dem Schuhmachermeister Ludwig Bernhardt ein Sohn, Otto August Heinrich, geboren den 8. September. Denselben. Dem Maurer Wilhelm Steinmüller ein Sohn, Wilhelm, geboren den 31. Juli. Denselben. Dem Schreiner Wilhelm Walter ein Sohn, Heinrich, geboren den 3. September. Denselben. Dem Postschaffner Louis Rühl ein Sohn, Willy Otto Georg, geboren den 3. August. Denselben. Dem Hilfsbremser Heinrich Lang ein Sohn, Otto, geboren den 27. Mai. Denselben. Dem Kaufmann Heinrich Fillmann II. ein Sohn, Heinrich Karl Albert Hermann, geboren den 27. August. Lukasgemeinde. Den 22 September. Dem Juwelier Heinrich Huhn ein Sohn, Richard Ludwig, geboren den 12. Juni. Denselben. Dem Maurer Wilhelm Kipper ein Sohn, Wilhelm Georg Adolf, geboren den 8. August. Johannesgemeinde. Den 22. September. Dem Taglöhner Heinrich Hartmann ein Sohn, Robert, geboren den 14. August. Denfelben. Dem Braumeister Carl Adolf Beichele ein Sohn, 3ofef Carl Adolf, geboren den 1. September. Vermehr, Land- und VoUstvirthschaft. VietzM, 28. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd JL 0,80—1,00, Hühnereier pr. Sr. 6—7 2 St. 00 H, Enteneier pr. St 00 Gänse« eier pr. St. 00—00H, Käte pr. St. 5—8 Kasematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 15 Linsen pr. Liter 26 H. Tauben pr. Paar jl 0,60 bis 0,60, Hübner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr. Stück JL 0,50—0,75, Enten pr. Stück JL 1,60—1,80, Gänse pr. Ptund X 0,50-0,60, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72-76 Kub- und Rindfleisch pr. Pfd. 66-68 Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 64—00 Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00 - 6,00 JL, Weißkraut pr. Stück —.— H, Zwiebeln pr. Centner JL 4,50—5,CO, Milch pr. Liter 16—20 Zwetschen pr. Centner 1,20—1,80. Witterungsbericht vom 27. September. Der größte Theil Europas wird noch immer von hohem Druck beherrscht, wenn schon die Intensität des Letzteren in langsamer Abnahme begriffen ist. Auch treten verschiedene kleine Unregelmäßigkeiten auf, welche stellenweise zu Wolkenbildung'n Veranlasiung geben, doch dürste eine wesentliche Aendcrung noch nicht ctntreten. »ora«Sstchttiche Witterung, Roch immer ohne wesentliche Aenderungen. rMtterun-»au»flcht« am 28. Septbr. Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand MM M Thermometer: min. 4- 8° R., max. 4- 21° R. Hygrometer: Trocken. = A. Bretscher, dessen Neustadt 78. dessen empfiehlt Loose aller genehmigten Lotterien. ■ - Prompte Zusendung der Gewinnliste. — Wir machen unsere Leser aus die im Annoncentbeil unseres heutigen Blattes enthaltene Bekanntmachung der Technischen Hoch schule zu Darmstadt aufmerksam. Dieselbe gewährt eine vollständige wiffenschaftliche und künstlerriche Ausbildung für den lech- nischen Beruf In besonderen Adtbrilungen werden Ärchttecien, Bau-Ingenieure, Cultur Ingenieure, Maschinen Ingenieure. E eciio- Jngenieure, Chemiker, Electro Chemiker und Apotheker ausgebildet; desgleichen in der allgemeinen Abtheilung, C-'bier für Matbemottk und Raturwiffenschasten, sowie Geometer Auch Fabrikanten, Kui U und Gewerbetreibenden ist die Hochschule zur Erlangung der rrior- derltchen Kenntnisse behülfl-ch. Das akademische Studium an der technischen Hochschule berechtigt zur Zulaffung zur Staatsprüfung für Hochbau, Jngenieurweierr unb Maschinentechnik in sämmllichen deutschen Staaten, welche solche Staattzprüsungen adhaltrn. Für die Reichsprüfung der Apotheker ist der Beiuch d.r Technischen Hochschule demjenigen einer Universität gleichgestellt', auch ist der phar- maceutischen Prüsungscommiision zu Darmstadt durch Bundlsrath;- beschluß die Berechtigung zur Erthetlung für das ganze Reich gültiger Approbationen gegeben worden. Die Vorbereitung zum höheren Staatsdienst de« Großherzoglhums Hessen im Camel al- und Forst fach kann theilweise auf der technischen Hochschule erlangt werden: für die Vorbereitung zum Gymnasial- und Real-Lehramt, soweit dieselbe Mathematik unb Naim Wissenschaften betrifft, gilt "e technische Hochschule zu Darmstabt als der UnioerfUät gleichstehend. Die neuen Gebäude der Hochschule sind vollendet-, das neue electro- technisch physikalische Institut ist bezogen, das Hauptgebäude wird zu Herbst 1895 in Benutzung genommen. Die Einweihung der Neubauten findet am 24. October statt. Inoerbmte üanknagungskiirleii Marten mit, Trauerrand nebst dass passenden Couverts. Anfertigung In IciZLiÄOetex Fxiet in mässigen Preisen In der MMen Druckerei Schulstmeae 7. , -n ■ ■ fff feder Art, tonne OAIJAwSIOilöÄÄ ß | B G Man tchrn^m Must!r 'GöF MA S VQ uy a Bunter Angabe dcS Äcwuntchten. Von Elten & Keusson« Seidenwaaren-Fabrik, Crefeld» Von den Schuldverschreibungen der Stadl Grünberg wurden am Heutigen durch Ausloosung zur Rückzahlung auf Ende December reS Parterrezimmer in der Nähe der Zeughauskaserne zu ver- miethen.Dammftrabe 28. Für Einjährige. 8071) MSbtirte Zimmer zu ver« »leihe«. J. Hengst, _____________Ltcherftrobe 20. 8057] Circa 250 Zimmer, mödl und ««möbl., mit genauer Auskunft werden ««entgeltl. nachgewiesen durch das WohnungSnachwe,-»Institut von C. Stiasny, Bahnboistraße 11. 8067] Zwei inrinanderg., möbl. Zimmer zu vermtethen.________«sterweg _15. 8066] t^Ttunbl möbl. Zimmer zu ver« miethen. GrünbergeiOe. 4, mitll. St. 8069] MöiltrteS Zimmer zu oermietben- Wildelmstrab« 3, 1. Stock links. 80t 3] ErotzcS und kleines Zimmer mit Kost zu vermtethen. Ltahsntztatz 7. 8031] Mödl Zimmer zu oermiethen- ________»rstndergerstroße 28 pari. 8030) Stübchen mit Belt au oer- »tetben. ÄUine »ckhlgaste 7. 8086] Möblirics Zimmer ,u vermtethen ____________rdeankfurierstratze 71. »084j Mödltrtes Zimmer im ersten Siock^zu^ oermiethen. __Nesstadt 48. 8<87] MöbltrteS Zimmer mit Cabtnet, sowie Stube mit Bett zu vermtethen _ __________«äu-bnrg 9. 7412) Zwei freundlich möblirte Zimmer in oermiethen. Liedigstrab« 65. Lagerräume, sehr umjargretche, in der »empff'schen Hofraithe, Wallthotstraße 24, zu ver« miethen Nähere« bei 80611 J. Boeck. Walltborllraße 18. Samstag den 5. Oktober, Abends 8 Uhr, im Saale de« „Caf6 Leib“ Feier des 9. Stiftungsfestes, verbunden mit Coneert, Theater und Tanz Karten ä 75 Pfg. sind zu haben bei Herrn Friseur Wahl und Gastwirth Böhm, Neustadt, Friseur Balser, Grünbergerstraße, sowie Abends an der Kasse. Es ladet ergebens] ein Der Vorstand. Damen ohne Einladungskarten haben keinen Zutritt. 8044 8042 Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Fritz Nowack und Frau (*lfe, geb. Engelbrecht Coneert im Dereinsiocal (Kellauration Karl Iorfeld). Stolze’scher Stenographen-Verein Giessen. Am 11. October d. I , Abend» 8t/, Uhr, beginnt im Restaurant „Zum Andres" (Weidig), I. Etage, ein neuer Cursus in Stotze'scher Stenographie. Cursus incl. Lehrmittel 6 JL Anmeldungen werden von der Ricker'fchen Buchhandlung und im Vereinslocal (Weidig) entgegengenommen. 8034 Der Vorstand. »WVWWWWOWRARRRRRRWi ) 5 Wohnungs-Veränderung. Wohne jetzt N e u 8 t n (l t 78, 8062] am Oswalds-Garten. A. Gretscher, Agentur- und Loosegeechäft. Vermischte Anzeigen. decken und Titohdeoken, Portieren (6912 Annahme und Mueterlager bei J. C. Wallenfels, Kirchenplat«. 1 Ein Aienllmädchm Frankfurter vürfe vom 27. September 1885. 3 gesucht. Ehr. -yrntig, Asterweg 5. 103 80 tn Giehen. 99.75 10410 104-56 105.70 4°/e Ung. GoLd-Rente 3% Portugiesen 6®/o Mexicaner 4®/q Monopol-(Ariechen von Brtef 16.19 20.40 4 19 *6 OS- lOS.‘20 95 40 1887 35 6.5 102 3) 102 4 1 30 Frarcken'St. -ngl. SovereignS D-llar« «old 8074) «tidarMt wird angenommen. Näheres«onvenstratze 82. Heute Samstag und morgen Sonntag: Spansau ThätigeAcquißteiirk bez. Agenten, sowie Zdfpecioreu werden unter recht günstigen Bedingungen allenthalben gesucht. 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