Nr. 202 Der tieftentt -«»eiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag«. Die Gießener yemtrieeßfölttr werden dem Anzeiger «dchentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Donnerstag den 29. August 1891 Gießener Anzeig er Kmerat-Anzeiger. vierteljähriger ^donaementsprei«: 2 Mark 20 Pfg. mit Lringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, kxpcditioH und Druckerei: Kchnlstraße Kr.7. Fernsprecher 51. Amts- unb Anzeigeblertt für den Ttreis Gieren. Gratisbeilage: Gießener Aamilienbkätter Anrtlicher Theil Rr. 34 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 23. l. M., enthält: (Nr. 2263.) Verordnung, betreffend die Klafsenein- theilung der Militärbeamten deS Reichsheeres und der Marine. Vom 13. August 1895. Gießen, den 27. August 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen: v. Gagern. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Lnnoncen.Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger» entgegen. Nerrefte Kad^rid^n. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Bremerhafen, 27. August. Zur Begrüßung der mit der „Fulda" heute Vormittag aus Amerika eingetroffenen 194 deutschen Veteranen hatte sich der Vorsitzende des Kampfgenoffenvereins Bremen an Bord der „Fulda" begeben. Nach einer kurzen Ansprache erfolgte die Ausschiffung der amerikanischen Kameraden. Inzwischen hatte am Quai der Kriegerverein von Bremerhafen mir der Matrosenartillerie- Capelle Aufstellung genommen. Hier hielt der Vorsitzende der Kriegerverrine des Unterweserbezirks eine Begrüßungsrede und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Hierauf erfolgte der Abmarsch nach der Lloydhalle, wo der Vorsitzende der amerikanischen Krieger den hiesigen Vereinen die von den Amerikanern gestistere KrtegöerinnerungSmedaille in feier- sicher Weise überreichte. Um 81/« Uhr fuhren die Veteranen nach Bremen weiter. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 27. August. Der Kaiser und die Kaiserin reisen bereit« morgen Nachmittag 4 Uhr von WilhelmShöhe nach dem neuen Palais bei Potsdam ab. Berlin, 27. August. Der Kaiser hat befohlen, daß am Sedantage die Berliner Schuljugend Spalier bilde, wenn er mit der Fahnen-Compagnie und der Stan- darten-EScadron nach der Parade über das Garde-Corps in die Stadt zurückkehrt. Berlin, 27. August. Zur Parade des Garde- corps am 2. September werden die Könige von Sachsen und Württemberg in Berlin Eintreffen. Berlin, 27. August. Der „Relchsanzeiger" bezeichnet die Meldung eines englischen Blattes, daß eine englische Gesellschaft bis zum nächsten Januar für Deutschland Mitrailleusen nach dem System Maxim construirt, im Werthe von fast einer Biertelmillion Pfund Sterling liefern solle, für erfunden. Berlin. 27. August. In Ergänzung der Meldung, wonach das Staatsministerium den Beamten und Arbeitern den diesjährigen Sedantag unter Auszahlung der vollen Löhne freigibt, theilt die „Nordd. Allg. Ztg." mit, daß eine gleiche Maßnahme auch Seitens der Reichsregierung in Aussicht genommen ist. Berlin, 27. August. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, ist die Ernennung des Freiherrn von Huene zum Präsidenten der preußischen CentralgenossenschaftSkaffe bereits erfolgt. Berlin, 27. August. Die „Berl. Corresp." schreibt: Die Minister des CultuS, des Innern und der Justiz haben die Oberpräsidenten durch einen gemeinsamen Erlaß ersucht, die Organisation der Fürsorge für entlassene Gefangene zu fördern. Zu dem Zwecke wird empfohlen, für jede Provinz oder für mehrere benachbarte Provinzen eine Zentralstelle für daS Fürsorgewesen zu schaffen, die zwar eine vom Staate unabhängige freie Vereinigung ist, deren Bestreben aber von den Staats-, Kirchen- und Provinzialbehörden möglichst gefördert werden. Berlin, 27. August. Die „Nordd. Allg. Ztg. wendet sich heute wiederum energisch gegen daS Gebühren der socialistischen Presse anläßlich der 25jährigen Gedenkfeiern der Siege von 1870/71. In dem Artikel wird be, tont, daß es ganz unerhört sei, in welcher Weise die be- treffenden Blätter arbeiteten, um ein in ernsten und er- hebenden Gefühlen sich vereinigendes Volk zu beschimpfen und das Andenken der großen Todteu in der gehässigsten Art zu verlästern. In weiten Kreisen empfinde man mit Em- pörung, daß ein Schaar von Leuten öffentlich so etwas wagen dürfe. Leider gäben die bestehenden Gesetze keine Handhabe, ein solches Gebühren zu unterdrücken. Ein solcher Zustand könne und dürfe nicht andauern. Die Regierung habe daher die dringende Pflicht, diesen Ausschreitungen energisch Halt zu bieten. Um die Mittel hierzu zu erlangen, müsse sie sich an die gesetzgebenden Körperschaften wenden, denn das deutsche Volk dürfe fich das Andenken seiner großen Männer nicht ungestraft besudeln laffen. vertheilung durch einen der neuesten Expansions Regulir- Apparate mit vorzüglicher Präcision bewirkt. Es sollte, wie wir erfahren haben, die Maschine die Erzeugung deS elec- trischen Lichtes bewirken und dürfte eS für jeden Fachmann von Jntereffe gewesen fein, diesen Apparat in Thätigkeit zu sehen. Jedoch konnte die Firma mit dem Comiiö nicht zu günstigem Abschluß gelangen. Spenglermeister Georg Appel hat aus Zink, mit der Hand getrieben, eine Alpenlandschaft (Hochalpe mit Gletscher, Alm mit Wildbach und Heuschober, sowie Gebirgssee) aus- gestellt, ein beredtes Zeugniß seines Könnens, außerdem find die Bauornamente desselben Meisters sehenSwerth. Schloffermeister Manin Dörr hat außer kunstvoll geschmiedeten eisernen Thürbeschlägen und Gitterspitzen eine ganze Reihe von Leuchtern, Doppelleuchtern mit und ohne Spiegel oder Photographie^Umrahmung, Uhrständer und ähnliche Gegenstände in Kunstschmiedearbeit zur Anschauung gebracht. An jedem Gegenstand ist der vom Verfertiger dafür verlangte Preis angebracht. Mit dieser Ausstellung ist der Kunstschlofferei ein Feld eröffnet, welches eS auSbeuten und immer mehr vervollkommnen sollte. Für kunstgerecht aus- gestaltete kleine GebrauchSgegenftände bei mäßiger Preisstellung ist immer Bedarf und es war ein glücklicher Griff des Ausstellers, wenn er gerade hierin zeigte, was er leistet. Schlossermeister Daniel Carl Hohmeier sührt außer mehreren gut functionirenden THÜrschlöffern seine Specialität in Blitzableitern verschiedenster Art vor. Bäckermeister Fritz Schreiner hat auS dem täglichen Brod ein vollständiges Gemälde, in Rahmen an der Wand hängend, hergestellt. Vier je 2 Meter lange Brode umrahmen ein auS Wecken- und Mürbeteich-Backwaaren getroffenes Arrangement, in dem Radsahrer, Männer und Frauen natürlich die Hauptrolle spielen. Auf langem, weißgedeckten Tisch befinden fich Bäckerwaaren aller Art in der apetitlichften Art ausgelegt. Ein Kathetometer neuester, vollkommenster Construction führt uns die mechanische Werkstätte von Spür Hase, borm. Staudinger vor. Dieses Instrument dient zur Correction des Fernrohrs über den Nullpunkt des Nonius, wodurch die Prismenfehler direct ausgeglichen werden. WilhelmMayer hat auf sammetüberzogener Terraffe seinen Apfelwein - Champagner ausgestellt. Die vielseitige Flaschenausstattung, sowie deren Etiquettierung ist außer- ordentlich geschmackvoll. Zwei Postkistchen, in der je zwei Flaschen dieses Schaumweins fich präsentieren, ein sehr ge- eignete« Geburtstag- oder Weihnachtsgeschenk darstellend, haben schon häufig Besucher der Ausstellung veranlaßt, eine Postsendung zur Probe zu bestellen. Dieser Sect wird übrigens auch glasweise für den Preis von 25 Pfg. im Gail'schen Pavillon unter der Bezeichnung Mayer-Sect verlangt und credenzt. Nun kommen wir zur Gießener Led erfab rikation. Louis Lotz und Wijlhelm Plank, Lederfabriken, haben alle möglichen Sorten ihrer vorzüglichen Fabrikate in der Ausstellung. Unsere Kalk-Industrie wird, zwar nicht in großartigem Arrangement, aber immerhin doch beachtenswerth, von Carl Haas jr. repräsentirt- außer seinem Stück- und gemahlenen Kalk stellt diese Firma nockf von ihr hergestellte Schlacken- steine aus- Kalkabfälle und Kohlenschlacke bilden deren Rohmaterial. . Die Schirmfabrik von M. Levy hat in einer Koje ganz für fich ein Sortiment von Regen- und Sonnenschirmen in elegantem GlaSschrank ausgestellt. Diese Firma, welche die fabrikmäßige Herstellung dieses bedeutenden Handelsartikels in Oberheffen wohl allein betreibt, hat auch einige ihrer patentirten Regenschirme, welche als besondere Neuheit zu betrachten find, ausgestellt. Auch die Brauerei Gebr. Röhrle hat noch nachträglich in der ersten Etage der Hauptausstellungshalle ihre Flaschenbiere in sehr ansprechendem Arrangement untergebracht. , . Verlassen wir diesen Raum und gehen nun wieder durch den Park am Musikpavillon vorbei in den Hof der Realschule. Eine sehr intereffante Ausstellung von Werksteinen, Bau-ReliefS, Ornamenten und Säulen fällt uns in die Augen, all diese Gegenstände sind von künstlichem Stein und für Heffen ein neuer Industriezweig, den die Fabrik Paten- tirter Bauartikel E. Döring in die Hand genommen hat. Ferner befinden sich hier noch im Freien, von den Eisenwerken Hirzenhain und Lollar ausgestellt, ein-,zwei-und dreitheilige Glattwalzen mit und ohne Sandfüllung, Ringel- walzen, Cambridgewalzen mit und ohne Fahrvorrichtung, desgleichen Cambridge - Kroß-Rtllwalzen , ein Göpelwerk, Apfelmühlen und verschiedene Stalleinrichtungen. Thorn, 27. August. Das hiesige Militärgericht verurtheilte den Zeugfeldwebel Bockscher aus Allen- lein, welcher jahrelang Patronenhülsen an Händler verkauft und das Geld für fich verwandte, zu l1/« Jahren Festung und Versetzung in die zweite Klaffe des Soidatenstandes. Leipzig, 27. August. Bis jetzt striken mehr als 400 Maler und Lackirer, deren Forderungen in neunstündiger Arbeitszeit und 45 Pfg. Stundenlohn bestehen. Auch die Straßenpflasterer haben sich dem Ausstand angeschloffen. München, 27. August. Katholikentag. In der heute Vormittag abgehaltenen zweiten öffentlichen Generalversammlung wurde der Antrag deS Abgeordneten Lingens, welcher den Eintritt junger Männer wohlhabender Stände in den Vincenz-Verein befürwortet, debatteloS angenommen, ebenso der Antrag deS Fürsten Karol zu Isenburg, betreffend den Beitritt zum Sanct Raphael Verein zum Schutze der katholischen Auswanderer, lieber daS Thema: Wissenschaft und Presse referirte Professor Schnürer-Freiburg (Schweiz). Derselbe wünscht mehr katholische Lehrkräfte an den Uni- versitäten als bisher und lugt hierzu ein Antrag Dr. Alois von Schmiedrer vor, welcher befürwortet, daß zur Heranbildung jugendlicher Kräfte an Hochschulen im katholischen Geiste freiwillige Beiträge gestiftet werden. Einen größeren Raum in der Debatte nehmen die Ausführungen des Herrn Dr. Huppert-Bensheim ein, welcher sich über die katholische Lectüre verbreitet und bedauert, daß dieselbe eine so kleine Verbreitung findet. Professor Otto Pruchazka schildert die gegenwärtige Lage in Ungarn. Die Civilehe sei ja schließlich noch nicht so schlimm, aber fie bilde den Anfang zu der gänzlichen Unterdrückung der katholischen Kirche und des katholischen Glaubens. Die meisten Stuhlrichter seien nichts weiter als türkische Paschas, welche bei den Wahlen Hunderte von mißliebigen Wahlzetteln unterdrückten. Verschiedene andere Anträge werden dann debattelos angenommen und die Versammlung geschloffen. Bozen, 27. August. Auf der Gebirgsstraße im Sarn- thale stürzte gestern eine große Felsenmasse nieder. Ein Italiener, Namens Rigotti, wurde von den Steinmaffen getödtet. Mehrere andere Paffanten vermochten fich rechtzeitig bei dem Niederfturz in Sicherheit zu bringen. Rom, 27. August. Nachdem Cr ispi fich persönlich von dem immer mehr um sich greifenden Räuberunwesen in ©teilten und Sardinien überzeugt hat, wird er die strengsten Maßnahmen ergreifen, um hohe Prämien auf die Köpfe der Briganten aussetzen und außerdem die Entfendung von Truppen anordnen. Rom, 27. August. Aus Sieilien werden fortwährend von verschiedenen Punkten ernste Ruhestörungen gemeldet. In Piania bet Grecta durchziehen halb verhungerte Landleute die Straßen und verlangen Abschaffung der Steuern. Die Lage wird immer ernster. Paris, 27. August. Ein ministerielles Rundschreiben an alle Präfecten der Grenzdepartements fordert dieselben auf, große Sorgfalt auf die Überwachung der Fremden und aller derjenigen auswärtigen Arbeiter zu legen, welche sich an socialistischen Umtrieben beteiligen. Diese Maßregel wurde veranlaßt durch die Theilnahme der belgischen Arbeiter an den Manifestationen in Roubaix. Pari«, 27. August. Der „TempS" theilt mit, daß die französische Regierung in diesem Augenblick nicht gesonnen sei, einen Feldzug im oberen Nilthal gegen die Mahdtsten zu eröffnen. Loudon, 27. August. Infolge deS Attentats auf Baron Rothschild entwickelt die hiesige Polizei eine verdoppelte Thätigkeit in Ueberwachung der Anarchisten. Eine Specialbrigade von Geheimpolizisten ist mit der Ueberwachung von sämmtlichen verdächtigen Anarchisten in London und den Provtnzstädten thatig. Die Gießener Industrie auf der Alsfelder Ausstellung. (Originalbericht für den .Gießener Anzeiger".) Zu dem im unteren Raume der großen Ausstellungshalle Ausgestellten ist noch nachzutragen ein recht geschmackvolles Arrangement der Firma Krause u. Co., vorm. Gosfi in Großen-Ltnden. In Form einer Säule stellt die Firma ihre Fabrikate in Liqueuren zur Schau. Die als Sockel um die Säule gruppirten Fäffer deuten an, daß dieses Haus auch Essigsprit, sowie Einmache- und Tafelesfig fabricirt. Die Maschinenfabrik Gießen Aug. Montanuö hat fich an der Gewerbeausstellung hervorragend betheiligt, indem sie ihre Special-Fabrikation durch eine Sieben-Pferde- kriifte-Dampfmaschiue vorführt. Diese Maschine ist in allen Theilen sehr sauber und exact gearbeitet und wird die Dampf- Von der Gail' sehen Dampfziegelei und Thon- waarenfabrik ist hier auf dem Schulhof eine recht inter« effante Bauconstrucliou aufgeführt, um die Belastungsfähigkeit eines aus ihrem Material hergerichteten, horizontalen Spann- gewölbeS vorzuführen. Gieße», den 28. August 1896. * * DaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt: durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königl. Hoheit des Groß Herzogs vom 16. August 1895 dem M'tgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Gernsheim Andreas Kissel III. * * Seda»! Wie mächtig schlägt das Soldateuherz und vornehmlich das eines Veteranen bet dem Gedanken an Sedan, und dies umsomehr jetzt zur 25jährigen Jubel- feier jener für unser geliebtes Vaterland so glücklich Der« laufeuen Ereignisse. Aber nicht allein bet dem Veteran, dem Beschützer deutscher Erde und deutschen EigenthumS, sondern auch bei dem Bürger im Ctvilrock, als dem Beschützten in jener Zettepoche ruft „Sedan" eine Begeisterung hervor, wie sie ungekünstelter nicht gedacht werden kann. ES ist nicht der Schlachtentag, sondern der Tag der Dankabstattung und der Freude über die erreichte FrtedenS- sicheruug, welche die Herzen höher schlagen läßt wie sonst. Dem Kriegerveretu ist, wie schon bekannt, die Aufgabe zugefallen, eine entsprechende Feier der 25jährtgeu Wiederkehr des SedantageS in die Wege zu leiten und hat derselbe in seiner gestrigen Generalversammlung beschloffen, die Sedanfeter wie folgt etnzuleiten: Am Samstag Abend Zapfenstreich durch die Stadt und Abbrennen eines Freuden- feoers in der Nähe der „Schönen Aussicht". Hierauf ge- mürhltcher Schoppen daselbst. Am Sonntag Morgen Reveille durch die Stadt. Nachmittage 3 Uhr wird die Fahne des K^tegerveretnS, dann die des Veteranen- und Martnevereins abgeholt und hierauf FeldgotteSdienft auf dem Brandplatze, unter freundlicher Mitwirkung deS Herrn Pfarrer Dr. Naumann abgehalten werden. Die Vereine rücken sodann nach „Steins Garten" ab, wo Banket mit Ansprachen und Gesang stattfinden und zum Schluß ein entsprechendes Feuer« werk abgebrannt werden soll. Die Festrede hat in bereitwilligster Weise Herr Professor Dr. Schwarz übernommen. Rückfichtlich des Freudenfeuers wollen wir noch bemerken, daß mit Fähnten gekennzeichnete Wagen durch die Stadt fahren, welche Brennmaterial sammeln, und bedarf es wohl kaum des Hinweises, recht freigebig sich zeigen zu wollen, wie es einer besonderen Erinnerung nicht nöthig sein dürfte, daß man Sedan auch durch Flaggenschmuck feiern möchte. • • Illumination. Wie man uns mittheilt, soll zur Feier der 25jährigen Wiederkehr deS SedantageS eine allgemeine Illumination veranstaltet werden, genau wie am Tage der Siegesnachricht hier ein Gleiches stattgefunden. * • Grnndbefitz Versteigerung. Laut Ausschreiben (siehe Nr. 201 dS. Bl.) des Großh. Amtsgerichts Bad-Nauheim wird am 14. September der in der Gemarkung Ober-Mörlen belegene Grundbesitz deS Freiherrn V. v. Nordeck zur Rabenau versteigert. Dazu gehören das im 17. Jahr- hundert massiv von Bruchsteinen erbaute Schloß mit vorzüglicher Einrichtung, umgeben von dem durch hohe Mauer eingefriedigten Park, in welchem sich noch die Oeconomie- Gebäude und Nutzgärten befinden. Dieser HerrschastSfitz ersten Ranges liegt in nächster Nähe Bad Nauheims am Fuß des TaunuSgebirgeS bei größeren, wildreichen Waldungen und dürste wohl Kauflustige unter wohlhabenden Leuten finden. * * Nobles Betragen. Ein Handelsmann lud in verflossener Nacht um 3 Uhr in der Schloßgasie Maaren auf seinen Wagen und wurde hierbei von einem Studenten und einem Einjährig-Freiwilligen auf alle möglich» Weise chicanirt. Nicht genug damit, denn als der Handelsmann zum Wall- thor hinaussuhr, sah er sich von den beiden wiederholt angegriffen, ja, mit einem dicken Prügel schlug einer auf ihn ein. Als die Frauen, die sich auf dem Wagen befanden, um Hilfe riefen und ein Schutzmann herbeteilte, nahmen die Thäter ReißauS, Stock und Hut zurücklassend. * * Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeinde- schule zu Wahlheim, Kreis Alzey, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ippesheim, Kreis Alzey, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mil der Stelle ist Organiftendtenst verbunden. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstellc an der Gemeindeschule zu Rendel, Kr. Friedberg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Oppenrod, Kreis Gießen, mit einem jährlichen Gehalt von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- metndeschule zu Londorf, Kreis Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Orgauistendienst verbunden. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lehnheim, Kreis Alsfeld, mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Vadenrod, Kreis Alsfeld, mit einem jähr- lichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ,ft Organisten- dienst verbunden. Eine Lehrerftelle an der katholischen Schule zu Dieburg mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalt von 1000 bis 1600 Mk. Mit ctr Stelle kann Organistendienst verbunden werden. Die erste Lehrerinven- stelle an der katholischen Schule zu Dieburg mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000 bis 1250 Mk. Dem KreiSrath, sowie dem kathol. Pfarrer und dem Stadtvorftand zu Dieburg steht das Prä- sentatioaSrecht zu derselben zu. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Münster, Kr. Dieburg, mit einem nach dem Dienst- alter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000—1300 Mk. Dem Herrn Fürsten zu Isenburg Birstein steht daS Prüfen- tationörecht zu derselben zu. Eine Lehrerstelle an der kathol. Schule zu GernSheim, Kreis Groß Gerau, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000—1400 Mk. Mit der Stelle kann Orgauistendienst verbunden werden. * * Schuldienst-Nachrichten. Am 16. Juli wurde der von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg, Kreiö Offenbach, präsentirte Schulamtsaspirant Heinrich Mann aus Gumbsheim für diese Stelle bestätigt- — am 30. Juli wurden den Schulverwaltern Bernhard Menke zu Bürgel und Otto Kampf zu Klein-Hausen Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu Lorsch, Kr. Bensheim, — an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Johannes Höck aus Holzhausen v. d. H. eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Okarben, Kr. Friedberg, übertragen- — am 3. August wurde der von dem Herrn Fürsten zu Asenburg und Büdingen in Büdingen auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu BücheS, Kr. Büdingen, präsentirte Schullehrer Ernst Carl Fröhlich zu Usenborn für diese Stelle bestätigt, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Ludwig Maußer zu Lützel-Wiebelsbach die zweite Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Weiskirchen, Kreis Offenbach, übertragen- — am 10. August wurde der von dem KreiSrath zu Offenbach und der Mehrheit deS Ortsvorstandes zu Jügesheim auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Jügesheim, Kr. Offenbach, präsentirte SchulamtSaspiraut Christian Rupp aus Offenbach für diese Stelle bestätigt- — an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranren Heinrich Köhler aus Bingen die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sponsheim, Kr. Bingen, — an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Johann Joseph Mohr zu Bielbrunn eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dietersheim, Kreis Bingen, — an demselben Tage wurde dem Schulamt-- aSpiranten Philipp Rudolph auS Langen-Brombach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Alsfeld, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSpiranten Georg Ertel auS Westhofen eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Elsheim, Kr. Bingen, — am 13. August wurde dem SchulamtSaSpiranten Friedrich Weicker aus Appenheim eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule daselbst, — am 17. August wurde dem SchulamtSaSpiranten Carl Müller auS Bad- Nauheim eine Lehrerstelle an der gemeinsamen Musterschule zu Friedberg übertragen. * * Die Spange für die Besitzer der KriegSdenkmünze, auf der die entsprechenden Schlachten verzeichnet sind, an denen der Besitzer Theil genommen hat, ist für baß deutsche Heer in dieser Form eine Neuheit- etwas AehnlicheS gab es nur in Baden, wo die Kriegsdenkmünzen, welche für die Feldzüge, an denen Badens Truppen seit 1848 Theil genommen haben, immer dieselben waren, am Bande broncene Spangen gleich dem Metall der Denkmünze mit der Jahres- zahl des Krieges führten. Sonst sind solche Spangen in Frankreich, und ganz besonders auch in England, im Gebrauch, wo sie ihren Ursprung haben sollen. Dann ist die Zuthat des Eichenlaubes mit der Zahl 25 zum Eisernen Kreuz etwas Neues, in diesem Falle auch Eigenartige-, weil die Vorderseite des Eisernen Kreuzes die Jahreszahl 1870 trägt. Sodann ist aber hervorzuheben, daß zum Tragen dieser Abzeichen den Betheiligten die Berechtigung verliehen ist, Spange und Eichenlaub nach vorgeschriebenem Muster zu tragen- damit ist zum Ausdrucke gebracht, daß die Be» schaffung dieser besonderen Zeichen Sache jedes Einzelnen ist, dieselben also nicht kostenfrei geliefert werden. Bezüglich der Spangen würde dies auch große Schwierigkeiten haben, da die Feststellung der Theilnahme an den einzelnen Schlachten u s. w. für den Einzelnen durch die Behörden kaum durchzuführen ist. ES muß sich daher jeder die Spange selbst beschaffen und diejenigen Schlachten und Belagerungen darauf eingraben lassen, welche er mitgemacht hat, wobei wohl manche Jrrthümer nicht ausbleiben werden. Die drei Eichenblätter von Metall mit der Zahl 25 hat sich ebenfalls jeder Inhaber des Eisernen Kreuzes zu beschaffen. * * Fleischer - Fachschule. In Worms soll mit Beginn des nächsten Winters eine Fachschule für daS Fleischergewerbe errichtet werden. ©tunberg, 26. August. In nicht geringen Schrecken versetzt wurde heute eine hier zu Besuch weilende Familie. Während sich dieselbe mit den Vorbereitungen zur Abreise, welche mit dem MittagSzuge erfolgen sollte, beschäftigte, spielte daS zweijährige Kind mit dem auf dem Tische liegenden Gelde. In einem unbewachten Augenblicke steckte eß ein Zwanzigrnarkstück in den Mund und verschluckte es. Da- Geldstück blieb jedoch im Schlunde stecken- erst den Bemühungen deS Arztes gelang eß, dasselbe mittelst eines geeigneten Instruments vollständig hinabzustoßen. Man hofft, daß es auf natürlichem Wege wieder zum Vorschein kommen wird. Wieder ein Beweis, wie gefährlich eS ist, kleine Kinder mit Geld oder ähnlichen Gegenständen fpielen zu lasten. — Auf dem Festplatze ist man gegen» wattig mit dem Aufschlagen der WirthschaftShallen beschäftigt. Auch hierzu hat die Stadt wieder in anerkennenSwerther Weise daS Holz ans unserem Stadtwalde unentgeltlich zur Verfügung gestellt. — Heute ist am Steinweg mit den Ausgrabungen zur Rohrverlegung begonnen worden. Die Annahme, daß dort und in der Neustadt größere Schwierigkeiten zu überwinden sein würden, scheint sich zu bestätigen. Schon jetzt kommen zahlreiche Felsen tum Vorschein, welche mittelst Dynamt gesprengt roerben müssen. -1- Salzhausen, 27. August. Unser kleine-, heilkräftige-, in lieblicher Gegenb gelegene- Soolbad hat bereit- im vorigen Sommer 1894 einen deutlichen Aufschwung genommen, indem die Anzahl der Curgäste gegen frühere Jahre sehr gewachsen war. Diese Zunahme hat sich in diese« Sommer bedeutend verstärkt, roaß sich au- der Anzahl der verabfolgten Bäder am besten erkennen läßt. Die Erträge aus Babekarten betragen, wie wir au- zuverlässiger Quelle erfahren, im Mai 1895 um 50 e/0 mehr als tm Vorjahre. Im Juni wurden um ca. 30 % mehr Badekarten gelöst, als im Vorjahre unb im Juli l. J-. wurden ebenfalls um 35 % mehr an Babekarten auflgefotgt, als im Vorjahre. Da nun das Jahr 1894 schon bester war al- fein Vorgänger 1893, aber 1895 noch bester ist al- 1894, so ergiebt sich daraus die fonschreitende Zunahme der Frequenz. Daß sich diese noch bedeutend steigern wird, wenn die neue Bahn» strecke Nidda—Salzhausen—Friedberg, welche jetzt in Angriff genommen, fertig ist, bedarf keine- Beweise-. Im Laufe diese- Sommer- wurden den Curgästen wiederholt Kunstgenüsse bargeboten, auch Gießener Künstler haben sich hören lassen- sogar ein Lawn - Tennis - Spiel wurde angeschafft. Die Bälle unb Tanzvergnügen, welche hier abgebalten werden, zeichnen sich stets durch Gemüthlichkeit auS unb wer einmal hier war, denkt immer mit Vergnügen wieder an den reizenden Punkt zurück. «r- Schwickhartshausen, 26. August. Al- dieser Tage ein hiesiger Einwohner seinen GaNenzann beschnitt, stieß er auf ein Bienenvolk, daß feine Wohnung hierin auf- geschlagen. Daß Volk hatte jedenfalls feit dem Schwärmen diesen seltenen Wohnplatz bezogen, da eß bereit- viele Waben gebaut unb auch reichen Honigvorrath gesammelt hatte. -u- Büdingen, 26. August. Bei der heute dahier statt- gehabten Gemeinderath-wahl wurde Kaufmann L. Hanner wieder- und Rentner I. Hinkel, sowie Gast- Wirth L. Treser neugewählt. F. V. Vorn westlichen Fuße bt8 SogelBbergel, 27. August. Die Hühn erjagd liefert auch bei und gute Beute, aber die Preise sind recht mäßige. Man zahlt für alte Hühner 50 Pfg. pro Stück, für dießjährige ganz ausgewachsene Hühner 1 Mk., für nicht ganz ausgewachsene 50 Pfg. Dabei können die Händler bestehen. Dieser Tage wurde in Frank- furt, alß der Markt gering befahren war, 3 Mk. für daß ausgewachsene junge Feldhuhn bezahlt. — Von der Nidla berichtet eine Corresponbenz, ein junger Schütze habe daß seltene Glück gehabt, sich ar eine Kette Hühner, welche ein Staubbab nahm, heranzuschleichen und sieben Stück mit einem Schüsse zu erlegen. Die „Darmst. Ztg." theilt dasselbe mit. Der Schütze muß noch sehr jung gewesen sein, baß er einen solchen Meuchelmord an den nichts ahnenden Thierchen beging. Ein waidgerechter Jäger wird sich einen so schweren Verstoß, ober besser Frevel, niemals zu schulden kommen lassen, um hintennach auch noch von einem seltenen Jagdglück zu sprechen. Wer ein Stück Wild im Lager schießt, beweist, daß er keinen Begriff vom edlen Waidwerk hat. Eß gehört ihm fein Jagdgewehr in die Finger, wohl aber daß Waidmesser ein Dutzendmal auf eine gewisse Gegend, die man gewöhnlich mit Nordfeite bezeichnet. Worms, 25. August. Die drei Leichen, welche zusammengebunden gestern Vormittag tm Rheine am Salz- stein hier durch drei Arbeiter gelänbct wurden, sind die ctntß Mannes von 30—40 Jahren, einer Frauensperson von 35—38 Jahren unb eines Mädchens von ca. l*/a Jahren. Der Mann ist ca. 1 Mtr. 74 Cmtr. groß, von untersetzter Statur, hat dunkles, röthlicheS Kopfhaar, ist bartlos und bekleidet mit blauem Buxktn-Anzug, weißleinenem Hemd mit Zeichen M. 8., wollenen weißen Strümpfen, langen Schaften- ftiefeln und Gummihosenträgern. In dessen Taschen fand sich ein Portemonnaie mit 1 Mk. 11 Pfg., eine silberne Cylinderuhr mit Seeundenzeiger und dünner, silberner Kctte mit goldenem Schieber, ein sechsfacher Uhrschlüssel, 1 Scheere, 1 Taschenmesser und ein Blatt Papier, auf welchem mit Bleistift geschrieben steht: „Mannheim, 20. Äug. 1895. Liebe Kinder, gute Nacht Ihr lieben Kinder, bin in Mann» heim im Rhein begraben, vielmals abjeu, vtellausendmal abjeu! Mutter habt Ihr keine mehr, ich habe auch keinen Vater und Mutter mehr gehabt, aber der liebe Gott sei bei Euch." In einem weiter bei der Leiche gefundenen Notizbuch findet sich der Name Michael Schanz auß Haingrund. Dte Frauensperson ist 1 Mtr. 71 Cmtr. groß, von untersetzter Statur, hat dunkelblondes Kopfhaar und war bekleidet mit grauer Taille mit Hornknöpfen, Cattunrock, blau und weiß gestreiftem Oxfordhemd, weißen baumwollenen Strümpfen, K. K. gezeichnet, unb rothen Plüschpantoffeln. Daß Mädchen ist 74 Cmtr. groß unb war bekleidet mit rothem Röckchen, ohne Schuhe. Nach der Notiz in dem Büchelchen und dem Zeichen M. 8. an dem Hemd des Mannes und dem K. K. an den Strümpfen der Frau erscheint eß zweifellos, daß die Leichen diejenigen der Personen sind, welche nach Zeitungsberichten vor wenigen Tagen unterhalb der Oppauer Fähre freiwillig den Tod im Rheine gesucht haben. Dortselbst wurde nämlich ein Rohrstock, eine seidene Mütze und eine Kinderschürze nebst einem Brief gefunden, in welchem folgende- zu lesen war: „Michael Schanz und Katharina Bolick, geb. Kauz, haben hier ihre Ruhe gefunden, dte sie zu Hause nicht finden konnten". Nähere- war inzwischen nicht zu ermitteln. Ms. Gaffel, 27. August. Eine au- Verzweiflung bf gangene erschütternde That wird au- dem Dorfe EIberberg bei Fritzlar gemeldet. Die Tochter de- dortigen Förstrr- war feit einigen Jahren zu Dresden verheirathet- sie kam dlesen Sommer leidend zur Erholung zu ihren Eltern, ihr Zustand aber verschlimmerte sich unb sie starb. Nach erfolgter Mittheilung von bem Ableben seiner Frau traf der Gatte hier ein, begab sich sofort an daS frische Grab feiner inzwischen beigesetzten Frau und erschoß sich, ehe eß die Umstehenden verhindern konnten. • Berlin. 27. August. Der „Localanzeiger" meldet auß Rom: Der bekannte Alpenführer Rey auS Courmajeur ist dies» Tage 'M, stich er Meritt aus- ^chwärvieo viele Waben hatte. dahier statt- Kaufmann 'M Tast- b« *= ®>W9 Wäft u, “'“"liebt "W U 1 > Sauft * S«nfc 1M litltt Iltt" »eiben, ttet einmal reizenden ^'AützUh. Beute, ab» alte hühan ^sgewachleit Psg. Dok 'de in Frlli- Mk. fflrN 'n btr M g 't l)abt bat welche ein k mit einem lt daLfelbe iein, bah er en Thiercheu i so schweren den kommen :,tn Jagbglück ieht, beweist, ■ Es gehört ■X bas ÜBaib’ nb, bit man bei Besteigung deS Deute del Gizante verunglückt und als Leiche aufgefunden worden. Ein Engländer, den er begleitete, wurde gerettet. • Kiel, 27. August. Bor der Schwentine - Mündung kenterte ein Segelboot mit vier Insassen, Landleute aus DiedrichSdorf. Während das Ehepaar Wiese gerettet wurde, ertrank das Ehepaar Rohr, Wieses Schwiegersohn und Tochter. * Görlitz, 27. August. Wie die „Görlitzer Nachrichtru" melden, stad in der Nacht vom Sonntag zum Montag fünfzehn Gehöfte des Dorfes Kotten im Kreise Hoyerswerda rin geäschert worden, wobei ein Knecht in den Flammen umgekommen ist. Diel Vieh und Mobiliar ist verbrannt. * Zausbruck, 27. August. Im Pfossenthal, einem Seitenthale des Schnalserthals, ist vorgestern ein Berliner Tourist Namens Model sammt seinem Führer G st re in ab gestürzt- ersterer blieb sofort tobt, der Führer schleppte sich bis zum EiShof und lebt noch. * Eia Roß von Mars la Tour. An ein wildes Cavallerie- pferd erinnert der „Berl. Localanz." • ES war am Tage von MarS-la-Tour, die Cavalleriebrigade deS Generalmajors von Döring harrte des Augenblicks, um sich auf die französische Infanterie zu stürzen. Da durchbricht plötzlich ein Reiter die Reihen des Frankfurter 12. Dragonerregiments und jagt, den Säbel in der Faust, in rasendem Galopp über das Feld, den feindlichen Tirailleurlinien entgegen. In gewaltigen Sätzen nimmt der wie ein Sturmwind dahinbrausende Fucbs- wallach, das schnellfüßigste, aber auch zugleich daS widerspenstigste Pferd der ganzen 2. Schwadron, alle Hindernisse; immer näher kommt er den im Anschläge liegenden Franzosen. Erstaunt wie die Seinigen, blicken auch diese auf den rasenden Prussien; nun kracht Schuß auf Schuß. Das hält ihn nicht auf, immer weiter jagt er- mit ein paar Sätzen ist er mitten unter den Rothhosen. Erschreckt springen sie zur Sette, um von den Hufen des dahin stürmenden Gauls nicht zertreten zu werden. Nun ist der schon hinter ihnen: noch einige Schüsse sendet man ihm nach, aber ohne Erfolg, Wetter, immer weiter geht die wilde Jagd, endlich wendet der rasende Fuchs, jagt im weiten Bogen zurück, durchbricht dabet eine französische Batterie und langt endlich schaumbedeckt und dampfend vor der Front seines Regiments wieder an, um, nun ruhig geworden, in Reih und Glied wieder etnzurangtren. Der Fuchs hatte wieder einmal seinem alten Hange zum Durchgehen gefröhnt. Der flotte Dragoner aber, der alle bedeutenderen Reitergefechte des ruhmreichen Krieges mttgemacht, lebt heute noch; sein Name ist F. Scheibe, wohlbestallter Kassenbote des Zoologischen Gartens in Berlin. * Werthvolle Sammlung. Der Herzog v. York hat seine berühmte Briefmarkensammlung an den Baron Ferdinand v. Rothschild verkauft. Der Preis wird geheim gehalten, man kann sich aber eine Vorstellung davon machen, wenn man weiß, daß die Sammlung mit 1200000 Mk. versichert war. • Bom Webergefelleu zum Millionär und Baron. Kürzlich verstarb auf seinem Schlosse Hohenfels in Sachsen-Coburg- Gotha der Lodzer Großindustrielle Julius Heinzel Baron von Hohenfels. Seiner Zeit war Julius Heinzel Webergeselle in Lodz, wo er rüstig in der einfachen Stellung arbeitete, bis er sich so viel erworben, daß er eine eigene Weberei begründen konnte. Mit einem unternehmenden Geiste ausgestaltet, wurde er vom Glücke so begünstigt, daß in einem verhältmßmäßig kurzen Zeiträume der ehemalige Webergeselle Millionen sein Eigen nennen konnte und über eine der größten Fabrtkgruppen der Stadt verfügte. Die Firma wurde sodann in eine Actien-Gesellschast verwandelt, ohne daß der Besitz jedoch aus den Händen der Familie gekommen wäre. Die Millionen-Firma der Actien-Gesellschaft der Manufac uren von I. Heinzel erfreut sich gegenwcnlig deS besten Rufes in der ganzen HaudelSwelt. Heinzel war mit der Stadt Lodz groß geworden, an deren Entwickelung er das regste Interesse nahm. Nicht nur förderte er alle gemeinnützigen Unternehmungen, sondern er regte sogar zu neuen Begründungen an. In keinem örtlichen WohllhätigkeitS- institute fehlt sein Name, sei es als Mitglied oder als Begründer. Durch den Ankauf deS Schlosses Hohenfels erwarb sich Julius Heinzel den Titel eines BaronS, der behördlicherseits in Rußland angefochten, jedoch durch den AuSgang des Processes anerkannt wurde. Schiff-nachpichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 27. August. jPer transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Saale, Capitän M. Möller, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Eingesandt. Gieße«, 28. August 1895_ In Ihrem geschätzten Bläste wurde vor einigen Tagen darapide Steige« der Lederpreise in einem Leitartikel als künstliche Macte und Folge eines „RtngeS" amerikanischer Capitalisten hingestellt. Wir bitten Sie, dem gegenüber auf die Versammlung Berliner Lederhändler hinzuweisen, welche vorgestern tagte und nach sorgfältiger Sichtung des vorliegenden Materiales, sowie eingehender Prüfung deS Für und Wider einstimmig nachstehende Resolution annahm: „Die heutige außerordentliche Versammlung des Vereins Berliner Lederhändler erklärt, daß die Hausse in gegerbtem Leder nicht als künstlich gemachte, willkürliche Bewegung angesehen werden kann, vielmehr ihre Begründung und Berechtigung aus dem Steigen der Rohhäutepreise hergeleitet werden, d. h. als eine natürliche Folge von Angebot und Nachfrage betrachtet werden muß und deshalb nach allen im Rohhäute-Markt bestehenden Aussichten auch noch ferner anhalten wird. Es ist demgemäß Pflicht unseres Verein«, dafür zu sorgen, daß durch die Presse, nicht durch die Fachzettungen allein, dem Publikum bekannt bemacht wird, daß durch das Steigen der Lederpretse eine Erhöhung der Preise für Schuh- und Ledcrwaaren gerechtfertigt und geboten erscheint." Hochachtungsvoll: B. u. B. Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gieße«.' 34. Woche. Pom 18. August drS 24 August 1895. Einwohnerzahl: angenommen »u 22 400 (inet. 1600 Mann Militär). LsterbltchkeitSzister: 16,25, nach Abzug von 4 Ortsfremden 6,96°/«. ES starben an: Zusammen: Erwachsene: tm * *" & « vom 1. Lebensjahr: 2.-15.3* - Summa: 7 (4) 3 (3) 3 (1) 1 8nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auSwärt« nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Angeborene Lebens- schwäche 1 (1) Diarrhö- 2 Tuberkulofed.G hi: nS 1 Lungentuberkulose 1 (1) Lungenentzündung 1 (1) tüjuetten fertigt tu bOHgen Pr*w die BrüMsche Druckerei. AirchlicheAnzeigen der evang.Gemein-e. Donnerstag den 29. August, Nachmittag 3 Uhr: Versammlung der neuconfirmirten Mädchen aus der Matthäusgemeinde. Brief- und Packet-Siegelmarken Witterungsbericht vom 27. August. Im Nordwesten der britischen Inseln ist dos Barometer sehr stark gesunken und liegt daselbst beule eine tiefe Devression, welche ihren Einfluß bis zum Canal und der deutschen Westküste, sow'e über die Nordsee bis Schweden erstreckt. Das barometrische Maximum verlegte sich mehr ost- und südwärts, doch bedeckte der hohe Druck am Morgen noch die größere Südhälfte des Continents. Die Ver- theilung desselben ist aber weniger gleichmäßig und die Druckunterschiede überhaupt etwas größer geworden. BoranSftchtliche Witter««-» Bet wechselnder Bewölkung zunächst noch warm mit Neigung zu Gewittern. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 28. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag? Wasser 16°, Luft 16° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. □oooooooooooooooooooa 0 Cheviots, Loden, Kammgarn und Buxkin 0 0 ä Mk. 1.35 per Meter 6626 Q Q doppeltbreit, nadelfertig, in den vorzüglichsten Qualitäten, Q Ov versenden in einzelnen Metern portofrei in’s Haus a Tuchversandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a.M. Q ——= Musterauswahl umgehend franco. .—;;■■■■■ V ooooooooooooooooooooa jerr, Mr e am tify suld bit eimS Besson von V/i Jahren, m untersetzter t bartlos unb •m Hemd mit M Schäften' saschen fanb •int filbernt ierner Rtftt , 1 Schecre, istchem mit m MM> Mackabml t auch keine e Gott sri bei tuen Notizbuch Ingrunb. Die >n untersetzter c bekleidet mit blau unb weiß n Strümpfen, DaS Mädchen ihm Rölkchen, >lchen und dem ab dem K. K. IfelloS, daß die Mn 3»* )ppauer Fäh" n.? Dortselbfi stütze und eine lchem folgendes M SÄ«' zu Haufe m41 ht zu ermitt^' erzmeifluuö rotW m -r'r Bergebuug von Banarbeiteu. Die zur Erweiterung des Kesselhauses der hiesigen neuen Kliniken nöthigen Arbeiten, nämlich: 1) Maurerarbeit, 2) Zimmerarbeit, 3) Dachdeckerarbeit, 4) Schlosserarbeit, 5) Weißbinderarbeit, sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Bedingungen, Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen liegen auf unserem Bureau zur Einsicht offen und sind letztere ebendaselbst mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen zum Selbstkostenpreis erhältlich. Die Angebote sind bis zum Sam8> tag den 7. September l. I., Vormittags 11 Uhr, portofrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, hierher einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 27. August 1895. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. _________Neuling. 7177 Restauration „znm Rebstock". tW Jeden Mittwoch Abend: gesottene Schellfische rc.; jeden Donnerstag von Morgens an: gebackene Seefische. Beste Lager» «nd Exportbiere. Zum Besuch lade freundlichst ein 6653 Helnr. Jentzen. Bekanntmachung. Das Frühobst von den Bäumen am Krofdorfer-, Wiesecker-, Anne- tobet» und Steinbacher - Weg, am Lutherberg und am Lärchenwäldchen, sowie die Kastanien von den Bäumen an der Garten-, Grünberger- und Licher-Straße sollen Freitag, 30. August, Nachmittags 4 Uhr, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft um 4 Uhr auf der Lahnbrücke. Gießen, den 28. August 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 7188 Knmbk- uni Industrie-AiisMmg zu Alsfeld. 25. August bis 15. September 1895. Die sehr reich beschickte Ausstellung bietet ein übersichtliches Bild der gewerblichen und industriellen Leistungen Oberhessens. Eröffnung* s am 25. August, Vormittags 11 Uhr. Vorzügliche Restauration in der Ausstellung. Concerte hervorragender Militär- und Civil- Capellen. Eintrittskarten: Einzelkarten 0.50 Mk., Sonntags 1 Mk., Dauerkarten 3 Mk., für Familien 6 Mk. Cataloa mit Führer durch Stadt und Umgebung 1 Mk. Freie Rückfahrt auf den Oberhessischen Bahnen gegen einfache, in der Ausstellung abgestempelte Fahrkarte. Loose: 1 Mk. Hauptgewinne zu Mk. 2000, Mk. 1000, Mk. 800 rc. Grummetgras- Bersteigeruug Das Grummetgras von den Wiesen der Gemeinde Wieseck soll nächsten Samstag den 31. August ver- steigert werden. Der Anfang zu den Wiesen bei Wieseck ist des Vormittags 10 Uhr in dem Dorfeld'fchen Garten dahier und zu- den Wiesen bei der Badenburg des Nachmittags 5 Uhr auf der Badenburg. Wieseck, am 27. August 1895. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck- Sommerlad. 7173 Das Grummetgras von den hiesigen Pfarrwiesen soll nächsten Samstag den 31. d. Mts., Vormittags nach 10 Uhr, in dem Dorfeld'fchen Garten zu Wieseck versteigert werden. Wieseck, am 27. August 1895. Sommerlad, Bürgermeister. 7174 Mr die Manöver verleihe ich Pferde für Herren Offiziere und Militärärzte. Reit-Institut R. Reimann, Darmstadt. 7175 Große Schellfische in Eispackung frisch zu haben 5862]_______________tot -Rebstock-. 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Gold-Rente 3% Portugtefm 6°/,: Mexikaner 20 15 10 5 JL r> - 169 10 - 4.15 „Electra“ n •n Letzte Auszeichnung: Auf der Internationalen Bierausstellung zu München 1895 die goldene Medaille nebst Ehrendiplom. 7187] Brave« fleißiges Dienstmädchen wird gegen hohen Vofcn alsbald gesucht. _________________Letter« wea 19. Kentier Spies freiwerdende erste 5 Zimmer und Lüche. Wasserleitung, in Giessen. Größte Brauerei Oberhefsens Achtungsvoll E. Kess Unwiderruflich letzte Vorstellung! Bon! ■ Inhaber diese« zahlt an der Laste auf 7189] Taschenuhr gesunde«. Ab- zuholen »ahnhosstratze 15, IV. 7183] Gesunde« zwei »i«ge (Herren- und Damenrtng). Abzuholen gegen Lr- ftati ung der Gebühren bet Laternenwärter Tidoreck, Kirchenplotz 2. 70891 Der durch den Wegzug de« Herrn entter Spies freiwerdende erste Stock, 8Vi°/o Deutsche Reich«#ml. 8°/o Preutz. Lonsol« B«/i°/o Gr. Hesfische Obl. 40/e Stadt Darmstedt v. 1891. 4^/g , Warm« unk. b. 1901 M/o Oefterr. StaatSbatm o. 1886 3o/o Jtal. staattzgar. Eisenb. Auszug aus dem Bericht des chemischen Untersuchungsamtes zu Darmstadt vom 16. Juli 1895 über Pilsener Bier der Aetien Brauerei Gießen in Gießen: Nach der chemischen Analyse ist das von der Actien-Brauerei Gießen gebraute Pilsener Bier von Surrogaten, wie überhaupt von fremden, also auch conservirenden Zusätzen vollkommen frei und in jeder Beziehung als ein reines sowohl im Sommer wie im Winter möglichst gleichmäßig zusammengesetztes Bier zu bezeichnen. wie dies sich aus unserer mehrjährigen, chemischen Untersuchung desselben ergibt, auch ist da«, selbe nach einem rationellen Brauverfahren hergestellt. Wenn man außerdem den hohen Gehalt an Extract bei verhältnißmäßig geringem Alkoholgehalt berücksichtigt, so sind wir in der Lage erklären zu muffen, daß die un« vorgelegte Bierprobe mit zu den gehaltreichsten Bieren de« Handels, dem „Pilsener" gleichkommenden Bier, zu zählen ist, welchem, seine« hohen Gehaltes an löslichen Beftandrheilen wegen, ein sehr bedeutender Nährwerth zukommt und im Vergleich zu „echtem Pilsener Bier" denselben sogar übertrifft und deshalb sowohl für Kranke oder ReconvaleScente, wie überhaupt für schwächliche Personen, sehr empfohlen werden kann. Unser Pilsener Bräu kommt zum Ausschank: Auf der Gewerbe- und Industrie-Ausstellung her Provinz Oberhefsen zu Alsfeld. Auf der im September d. I. stattfindenden Land- wirthschaftl. Ausstellung für das Großherzogthum Hessen zu Gießen. Aetien-Brauerei Giessen AtzkMiilk Scbonfrirr4« Sonntag den 1. September. Fest - Programm: Lamstag: 8 Uhr Abends: Zapfenstreich durch die Stadt und Abbrennen eines Freudenfeuers aus der Schönen Aussicht. Tonntag: 6 Uhr früh: Reveille durch die Stadt. 4 Uhr Nachmittags: Feldgottesdienst aus dem Brandplatz. 7 Uhr Abends: Banket in Steins Garten; Ansprachen, Gesang und Feuerwerk. Jedermann hat Zutritt. — Um die Kosten für die Programme zu bestreiten, werden 20 Pfg. erhoben. — Lpeciellc Einladungen ergehen nicht. — Verein-abzeichen und Orden sind anzulegen. — Zu» Zapfenstreich Versammlung der Vereine bei Feidel. — An dem Fest- gottesdienft am Sonntag Vormittag in der Iohannesktrche nimmt der Kriegerverein theil. Zusammenkunft im Vereinslocal. Der Vorstand drs Krikgervereins. mit meinem Siegel versehene Flaschen enthalten ächte 6073 Rich Buchacker, Gießen Reuen-Bäue 11. Korbflasche » Ausgabe der „Modenwelt" mit Unterhaltungsblatt. Jährlich 24 Doppel - Rümmer«, vom 1. Januar 1895 ab enthaltend je: Seiten Unterhaltvng-blattr Romane, Novellen, Feuilletons, R'dactioas Post, Aus dem Leserkreise. Jährlich etwa 200 Vollbilder u. Text-Illustrationen. Seite« Beiblatt: Portraits, Kunstgewerbliches, Aus der Frauenwelt, Mode und Handarbeiten, Literarische«. Meinen Mitmenschen, welche an Magenbeschwerden, Verdauung«- 0wache, Appetitmangel rc. leiden, theile herzlich gern und ««entgeltlich mit, wie sehr ich selbst daran gelitten und wie ich hiervon befreit wurde. Pastor a. D. Kypke in Schreiberhau, (Ittesengebirge). [2266 (Nur Waare.) Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, nach längerem Leiden heute Morgen 3 Uhr meine innigst geliebte Gattin, die sorgsame Mutter meines Sohnes, unsere theuere, unvergeßliche Tochter, Schwester und Schwägerin Katharina Mueller, geb. St-iianzlehj im Alter von 34 Jahren zu sich zu rufen. Max Mueller, Geheimer Commerzienrath und Hofbauquier, nebst Sohn Max. Wilhelm Schanzleh, Rentner. Cäcilie Schanzleh, geb. Offermann Matthias Schanzleh, Fabrikbesitzer. Julie Mueller, geb. Schanzleh. (tzustav Mueller, Fabrikbesitzer. Margarethe Schanzleh, geb. Weber. Heinrich Mueller, cand. med. Gotha, Köln und Gießen, den 25. August 1895. 7190 Ein Arbeiter 5 der selbstständig an der Kreissäge für Vauhol, arbeiten kann, sofort gesucht. Au erfragen in der Exped. d. Bl. 7151] Brave« Mädchen, am liebsten vom Lande, zu mietben ges. Löwengaste 23 1.30 wird für die leere Flasche ^rückvergütet. Die von der Firma Bvrk * Storck seither in Grttnberg tnnegehabten AabrtlloealitLten (ganze« Hau«) find sofort anderweit billig zu vermtethen. Da« Fabriktnventar kann ebenfalls billig abgegeben werden Nähere« bei I Boock, Gießen, 7114] Junge Dame, Manusacturistin, lucht per September in einer geb. kath. Familie volle Benston. Familienanschluß erw- Offerten mit Preisangabe unt. Chiffre H. H. an der Exped. d. Bl. 6 7000 Mark auf gute zweite Hypothek zu leihen gesucht Nähere« in der Erped. d Bl- 7186 I derlaobwirthschastl. 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Wwe., Neuenweg 39. 6763] MSbltrttA Zimmer zu per« Mitthen. Bahnhofstr. 39, 2. St. 6826] Möbl- Zimmer zu vermtethen. _________________«berstratze 5, patt. 7099] Möblirtes Zimmer zu vermtethen. Bahnhofstraße 40. 1856] Möblirtes Zimmer mit (Sabine! unb einfach möblirtes Zimmer zu ver- Fahrprci« 10 Pfg- Bo« und «Lch dem va-»hof. j 0 u»t Omnibus - Verbindnng vo« und «ach dem Schtstenverger Wald Sonn» unb Feiertag« Nachm. 3 Uhr alle 20 Mtn Werktags Nachm- 8 unb 3<° Uhr Mitgetheilt von J. Kars & Co., Giessen, Bahuhofüraße 63. 4% Deutsche ReichSanl. 105^0 4*/ee/g Oesterr. Stlberrente 85.50 3% Preußische Consols 100.- 3 /. Mexicaner 26.— 4°/o Egyptische unific. 105.60 6 /g 93.— 4% Griechen von 1887 37 — 3°/g Portugiesen 27.— 5o/8 „ , 1890 33.- 4,/t°/o dto. 42.— 3% Italiener Rente 53.- 4°/0 Rumänier 5o/g Italiener Rente 89.50 3Wo Rusien 97.50 5®/o Zoll-Türken 102.— 4% Ung. Goldrente — Berliner Handelsges. 164.- Nationalbank f. D. 148.— Darmst. Bank 161.60 Oesterr. Credit 341.- Disconto Comm. 228.- Wiener Bankverein 143.— Hcss. Ludwigsbahn 120.— Gotthard 186.— Lübeck-Büchen 154- Prince Henri 90.— Norbb. Lloyd 108.— Deloce 66.- Dortmunder Union 73.— Harpener. 166.— Gelsenkirchener 182.- Laura 144.- Kfbactien: Ä. Scheyda. — Druck und Verlag ter vrühl'schen Un,vkrfiläl4-Buch. and Steinbrutferei (Pietsch ck Scheyda) in Gießen. 3>ie heutige Kummer umfaßt 6 Seiten. *> ****$* * w* D ge.W tot r°s fin auf b« gni, ÄawtiiS ( iit Zäh" 1866_ W|U, bttnet U .unbeten i» gebeugt von o Schicklai», bie i bet fit von alli fivd btteitS vo te» eine Äono: erschoß fich 01 terounbeten bi stetzn fie selbst ielten lM. Di bie Llthnn, lv beotschea Stär Leichtvnwmbel ba ihnen die Q Burschen, oel( hört man jode balb gesund zi fönnen'. iTflt nur tim Stimn uni fsclifil 1 taten, tmbtttya fcie verschiedenen ^GMche^el^M aibersuhr, b\6 lleder den MahonS fehl richten, da jebi masten auf bei jedenfalls schon man nothwenbi cknbeutllngen bi ,Wan* Mac stlen unb baß zarßckgehe. A friutn tu iti Jaj ES war °uf der Straß, da unb bott tl fnb vermehrten mn trblidt u Jler, N btt H, \ai hatten wir ni,»rig ,,7 »rat,,, ««Mi, . * ^oral 6 tn - "s iem L u^i LK -H SS"? * ■ ■« s&s