Nr 150 Erstes Blatt. Samstag den 29. Zmi Der Gießener Aazeiger erscheint täglich, -Mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener A»«irie«vtäl1er werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er General-Anzeiger. 1898 Vierteljähriger ^vounementsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Redaktion, Gxpeditioff und Druckerei: StSulKra^e Ar.?. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Gierst». Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Gratisöeitage: Gießener Aamilienblätter. Deutsches Reich. Darmstadt, 27. Juni. Aus London wird der „Darmst. Ztg." telegraphisch berichtet: Ihre Königlichen Hoheiten der Grobherzog und die Großherzogin besuchten am Montag Abend das Theater und begaben sich am DienStag zur Feier der Vermählung Sr. Köntgl. Hoheit deS Herzogs von Aosta, nachdem vorher das dejeuner dinatoire in Orleans House in Twincktngham eingenommen worden war. "Nach der Vermählung fand Tafel bei Ihrer Königl. Hoheit der Herzogin von Orleans im Savoy Hotel statt. Am Mittwoch den 26. ds. wohnten die Allerhöchsten Herrschaften einer Garden Party bei der Counteß Jlchester in Holland House bet, Abends 6 Uhr 20 Mtn. sand die Abreise nach Windsor Castle statt. Umfic Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 27. Juni. Der Bundesrath stimmte in seiner heurigen Sitzung dem Entwürfe einer Verordnung wegen Abänderung der Verordnung vom 25. Mai 1894 über die Erhebung eines ZollzuschlagS für Maaren aus Spanien und den spanischen Colonien zu, ebenso der Vorlage, betr. die Einrichtung einer Seequarantäne für ausländisches Vieh. Den Ausschußanträgen über die Vorlagen vom 15. und 24. Juni, b-tr. den Entwurf der Bestimmungen zur Ausführung des Gesetzes vom 16. Juni 1895 wegen Abänderung des Branntweinsteuergesetzes wurde zugestimmt, das Gesetz, betr. die Bestrafung des Sclavenraubes und Sclavenhandels, wurde in der vom Reichstage beschlossenen Fassung angenommen und die dazu gehörige Resolution dem Reichskanzler überwiesen. Dem Entwürfe eines Gesetzes, betr. die Abänderung des Gesetzes über die Einführung einer einheitlichen Zeitbestimmung, wurde die Zustimmung ertheilt. Kiel, 27. Juni. Au dem gestrigen Diner an Bord der „Newyork" bei dem commandtrenden Admiral des amerikanischen Geschwaders, Kirk land, nahm außer dem Kaiser und dem Prinzen Heinrich auch der commandirende Admiral Knorr, die Vtceadmirale Köster und Valois, der Contre- admtral Plüddemano, die Capitäne der amerikanischen Schiffe, der Flügeladjutant des Kaisers und der Chef des Marine- rabinetS Contreadmiral Freiherr v. Senden-Btbran Theil. Der Commandant des amerikanischen Flaggschiffes „Newyork", Capitän Even, hatte den Kaiser gebeten, daß daS schnellste Raceboot seines Kriegsschiffes nach seiner Tochter „Victoria" benannt werden dürfe, waS der Kaiser gestattet hatte. Diese kaiserliche Genehmigung hatte Capitän Even vor der Ankunft des Kaisers den Mannschaften seines Schiffes mit- getheilt, die tnfolgedeffen beim Eintreffen deS Kaisers an Bord der „Newyork" in stürmische Hochrufe auf die Prin- zeffin Victoria und den Kaiser ausbrachen. Der Kaiser be- fichtigte zunächst das Schiff und mit besonders eingehendem Interesse die Maschinenräume. Bei der Tafel brachte Admtral Kirkland in längerer Rede ein Hoch auf den Kaiser aus, in dem er für die gastliche Aufnahme in Kiel dankte. Der Kaiser erwiderte, indem er den Admtral Kirkland ersuchte, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten seinen Dank dafür zu übermitteln, daß die amerikanischen Schiffe zur Canalfeter erschienen seien. Er freue sich, daß eS den Amerikanern hier gefallen habe. Der Kaiser schloß mit einem Hoch auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Tafel verlief in angeregtester Stimmung. Als der Kaiser die „Newyork" verließ, intonirte die SchtffScapelle die Nationalhymne und die Besatzung brachte ein dreifaches Hurrah auS. Hamburg, 27. Juni. Nach einer Meldung der „Hamb. Börsenhalle" gedenkt „De Torenede DampfktasselSkab" in Kopenhagen demnächst eine regelmäßige Dampfer-Verbindung zwischen Odense und Hamburg durch den Kaiser-Wilhelm Canal etnzurichten - ebenso wird die hiesige WiSmar-Linien-Acriengesellschaft eine regelmäßige wöchentliche Dampfe:Verbindung zwischen Hamburg und den mecklenburgischen Häfen Wismar und Rostock durch den genannten Canal aufnehmen. Kopenhagen, 27. Juni. Carl PeterS wurde mit mehreren Vertretern der Presse vom König in Audienz empfangen. Die fremden Journalisten haben vor ihrer Ab- reise den Bürgern Kopenhagens für die großartige Gastfreundschaft gedankt. Depeschen deS Bure»u .Herold". Berlin, 27. Juni. DaS Befinden der Kaiserin ist nach den heutigen Meldungen aus Kiel ein fortdauernd SuteS. Berlin, 27. Juni. Im preußischen Landtage wurde heute der Gesetzentwurf über die Verpflegungsstationen in zweiter Lesung, unter Annahme verschiedener Anträge zu । dessen einzelnen Paragraphen, erledigt. Morgen kleine Vorlagen. Berlin, 27. Juni. Nach dem „RetchSanzeiger" hat der Kaiser dem Oberbaurath Baensch den Character als Wirkt. Geheimer Rath mit dem Prädicat „Excellenz" verliehen und ferner den Regierungsrath Loewe in Kiel zum Präsidenten des Canals und Canalrath mit dem Range der Räthe 2. Klaffe ernannt. Berlin, 27. Juni. Dem „Localanzeiger" wird aus Kiel gemeldet: Als der deutsche Postdampser „Prinz Wilhelm" in Korpö eintraf, wurde ihm ein vom Kaiser Wilhelm abgesandteS Telegramm zur Besorgung nach dem zwei Meilen von Korpö festsitzenden italienischen Thurmschiff Sardenga übergeben. Der Postdampfer lief sofort nach der Strandungsstelle aus und brachte ein Antwortschreiben zurück, das Mit- theilungen über die näheren Umstände, unter denen sich der Unfall ereignet, enthielt. DaS Schiff sitzt 5 Fuß tief im Sande und wird voraussichtlich durch Taucher auSgegraben und dann abgeschleppt werden. Berlin, 27. Juni. Zur S t t ch w a h l für den Reichstags- Wahlkreis Colberg-Cösltn proclamirt der Vorstand der antisemitischen BolkSpartei vollständige Stimmenthaltung. Berlin, 27. Juni. Heute Vormittag hat gegen Herrn v. Kotze und gegen den Freiherrn v. Schrader die Verhandlung wegen Zweikampfes stattgefunden. Jeder der Angeklagten wurde zu drei Monaten Festungshaft bet* urtheilt. Berlin, 27. Juni. Die Untersuchung gegen die am 1. d. Mts. wegen MajestätSbeleidigung verhafteten zwei bulgarischen Studenten Reinow und Iwanow ist in vollem Gange. ES verlautet, die Behörde wolle gegen verdächtige ausländische Studenten vorgehen. 18 russische und bulgarische Studenten seien der Behörde als verdächtig be* zeichnet worden. Berlin, 27. Juni. Von zuständiger Seite wird uns mitgetheilt, daß die preußische Regierung durchaus nicht beabsichtigt, die 4pCt. Consols zu convertiren. Die Frage einer Convertirung würde überhaupt erst dann in den Gesichtskreis der Regierung gezogen werden, wenn die gegenwärtigen anormalen ZinSverhältniffe sich stabiltfiren sollten, was aber nicht zu erwarten sein dürfte. Berlin, 27. Juni. Entgegen anderweitigen Meldungen können wir constatiren, daß die feierliche Grundsteinlegung zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal erst am 18. August stattfinden wird. Berlin, 27.Juni. Gestern Abend sind wiederum zwei Pockenkranke nach der Charit« überführt worden, nämlich ein Student der Medicin, Bruno Rosenberg und deffen Mutter. Der Student soll sich bei den klinischen Studien an den neulich erkrankten Personen inficirt haben. Berlin, 27. Juni. Der „Voff. Ztg." wird aus Athen telegraphirt: Briefe aus Creta bestätigen die drahtlichen Nachrichten über zwei sehr blutige Zusammenstöße zwischen türkischen Truppen, und Christen bei Vamos und Kalamitsi. Genaue Angaben über Todte und Verwundete fehlen, doch scheint die Sache trotz der unbedeutenden Ursache (ein im Hinterhalt liegender Christ schoß auf Gendarmen) sehr ernst geworden zu fein. Die Gemüther find auf der ganzen Insel sehr aufgeregt, hauptsächlich wegen der plötzlichen und vorzeitigen Schließung des Parlament- durch den Gouverneur, was als ein Streich der Pforte zur Beseitigung der letzten Reste der cretensifchen Autonomie betrachtet wird. Rom, 27. Juni. Mehrere Blätter veröffentlichen die Notiz, die Königin sei bet ihrer gestrigen Spazierfahrt von der Volksmenge mit den Rufen: „Hoch die Königin, hoch Margherita! Nieder mit dem König, nieder mit Crispi!" begrüßt worden. Brussel, 27. Juni. In der Kammer wendeten sich gestern die Socialisteu bei der Cougodebatte wieder in der heftigsten Weise gegen den König. Defuisseaux bezeichnete das Congounternehmen als eine völlig verfehlte Speculation, welche der König jetzt Belgien „anhävgen" wolle. Auf der Rechten wurde energisch gegen diese Behauptung protestirt. Der Radicale Lorand schloß sich Defuiffeaux an- die Kammer dürfe belgisches Geld nicht den Abenteuern des Königs opfern. Die Annahme der Vorlagen ist trotzdem zweifellos. Die Abstimmung wird heute stattfinden. Paris, 27. Juni. Bon Berlin aus wird die Meldung des „GauloiS", wonach die deutsche Flotte den an den Kieler Festen theilgenommenen Mächten Gegenbesuche machen werde, dementirt. Warschau, 27. Juni. Hier wurden neuerdings zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Die Verhafteten, unter denen fich ein 80jahriger Buchhändler befindet, gehören allen GesellschaftSklaffen an. Die Polizei glaubt einer geheime« Verbindung auf der Spur zu sein. . V. Friedberg, 26. Juni. Der 33* Berbarrdstag der hessischen land- wirthschaftlichen Genoffenschaften fand heute bei entsprechend starker Betheiligung unter dem Vorsitz deS VerbandsdtrectorS, Herrn Kreisrath HaaS- Offenbach a. M., im Saale des Hotel Trapp statt. — Nach dem Jahresbericht umfaßt der Verband jetzt 1 Land- wirthschastliche Genossenschaftsbank, 1 Centraleinkaufsgenofseu- schaft, 248 Spar- und Darlehenskaffen, 101 landw. Bezug-- genoffenschaften, 20 Molkereigenossenschaften, 1 Zuckerfabrik, 1 Sauerkrautfabrik, 3 ObstverwerthungSgenoffenschaften, 1 Maschinengenoffenschaft, 2 Abfuhranstalteo, 1 Immobilien- An- und Verkaufsgenossenschaft, zusammen 380 Genoffenschaften mit rund 34,000 Mitgliedern. Die gedruckt vorliegende Statistik der Genoffenschaften ergibt, daß im Geschäftsjahre 1893 der Gesammt- Kassen-Umsatz der Spar- und Darlehenskassen 50,9 Millionen Mark, der Waarenbezug der Rohstoffvereine 2,1 Millionen Mark, die Milcheinlieferung bei den Molkereigenossenschaften 8,9 Mill. Kilogramm im Werthe von etwa 1,1 Mill. Mk. betrug, die gesammten geschäftlichen Leistungen der Einzel- genoffenschaften des Verbandes sich also auf rund 54,1 Mill. Mark beziffern. Dazu der Gesammtumsatz der Centralgenossenschaft mit 1,01 Millionen Mark und der der land- wirthschaftlichen GenoffenschaftSbank mit 44,9 Millionen Mark, gibt insgesammt einen Betrag von über 100 Millionen Mark, welcher den Werth des Geschäftsumsatzes der im Verband vereinigten landw. Credit-, Rohstoff- und Molkerei-Genoffen- schaften und deren Centralstellen repräsentirt. Die bis jetzt vorliegenden statistischen Zahlen — ein Theil derselben ist immer noch nicht eingelaufen — ergeben für daS abgelaufene Geschäftsjahr 1894 eine Steigerung dieser Umsatzziffern bei den Spar- und Darlehenskassen um etwa 3 Millionen Mark, bei den Molkereigenoffenschasten um rund 2 Millionen Kilogr. Milch und bei der Genoffen* schaftsbank um 1,4 Million Mk., dagegen hat der Waarenbezug der Rohstoffvereine in Anbetracht der wirthschaft- lichen Verhältnisse wenn auch nicht sehr erheblich, so doch um einige Hunderttausende abgenommen. AuS der umfangreichen Statistik der Darlehenskassen ist noch besonders hervorzuheben: der Umsatz in lausender Rechnung mit den Mitgliedern hatte 15,1 Millionen Mark betragen, an Spareinlagen wurden 6,4 Mill. Mk. eingelegt. Dagegen beliefen fich die Ausleihungen an die Mitglieder auf Darlehen gegen Schuldschein 1,4 Mill. Mk., in laufender Rechnung auf 8,1 Millionen Mark, in Kaufschillingen auf 2,7 Millionen Mark, in Hypotheken auf 0,9 Million Mark, die Gesammtausleihungen betrugen mithin 13,1 Millionen Mark, wogegen 10,1 Millionen Mark heimgezahlt wurden, mithin wurden im Geschäftsjahre insgesammt 3 Millionen Mark mehr ausgeliehen. Die GesammtauSstände Ende 1893 hatten in laufender Rechnung 7,8 Millionen Mark, auf Darlehen gegen Schuldschein 4,7 Millionen Mark, in Kqufschillingen 7,7 Mill. Mark, in Hypotheken 4,5 Millionen Mark, zusammen also 24,7 Millionen Mark betragen. DaSaufgenommene fremdeCapital hatte Ende 1893 eine Höhe erreicht von 19,4 Millionen Mark Guthaben in laufender Rechnung, 4,7 Millionen Mark Spareinlagen, 1,8 Million Mark Guthaben der GenoffenschaftSbank, zusammen 25,9 Millionen Mark, während daS eigene Vermögen sich auf 1,13 Million Mark Geschäftsguthaben der Genoffen, 0,53 Million Mark Reserven, zusammen 1,66 Million Mark bezifferte. Nach Deckung der 130000 Mk. belaufenden Verwaltungskosten (einschließlich Gehalte der Rendanten — im Uebrigen ist die Verwaltung eine ehrenamtliche) und eines Verlustes von 8000 Mk. bei sämmt- lichen Spar- und Darlehnskaffen blieb ein Reingewinn von 165 000 Mk., welcher zur Vertheilung einer Dividende von durchschnittlich 4 bis zu 5 pCt. auf die Geschäftsguthaben der Genoffen benutzt und der Rest zu dem unthetlbaren Reservefonds, bezw. zu der nach Beschluß der Generalversammlung verwendbaren Betriebsrücklage geschrieben wurde. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die Mittheilung, daß die so beliebte und segensreich wirkende Sparkarten- Eivrichtung fich immer mehr verbreitet und durch dieselbe 568000 Mk. oder 6/10 Million Mark bei 103 dieser Spar- und Darlehenskaffen im abgelaufenen Jahre wiederum eingezahlt wurden. Es wird allen Kaffen dringend empfohlen, dieser Einrichtung die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden, da durch dieselbe wie durch keine andere Maßnahme, der Sparsinn der Bevölkerung gehoben wird. Bezüglich der 124 Bezugsgenossenschaften wird aus der bezüglichen Statistik berichtet, daß gegenüber einem Iahresbezug von 2,1 Millionen Mk. eine Schuld der Mitglieder zu Ende des Jahres von inSgesammt 863 000 Mk. bestand, die Ausstände also 41 pCt. des JahreSbezugS ausmachten, was zu viel sei. Neben 37000 Mk. Geschäfts- guthaben der Genoffen hatten die BezugSgenoffenschaften 112000 Mk. Reserve, im Ganzen also ein eigenes Vermögen von 149000 Mk. Bei einerJahreS-Milch-Einlieferung von 8,9 Millionen Kg. belief sich der Werth des Besitzes von 16 Molkereigenossenschaften an Immobilien, Maschinen und G erät hen auf 528OOO Mk., die Geschäftsguthaben und die Sicherungseinlagen der Mitglieder auf 155 000 Mk. und die Reserven auf 48 000 Mk. Das gesammte eigene Vermögen der Verbands- genoffenschaften und deren Central-Geschäftsanstalten berechnet sich bei Geschäftsguthabenrc. anReserven in Tausenden Mark den Spar- und Darlehnskasien 1 126 536 „ Bezugsgenossenschaften 37 112 „ Molkereien 155 48 der Central-Einkaufsgenossenschaft 14 50 „ Genossenschaftsbank 411 « 18 1 743 e—764 zusammen also auf 2 507 000 Mk. In 1893 wurden 228, in 1894 107 Verwaltungs- Revisionen an Ort und Stelle vorgenommen, worüber in besonderem Bericht Näheres mitgetheilt und hervorgehoben wird, daß die Zustände in den Genossenschaften, in der Verwaltung derselben sich schon von Jahr zu Jahr gebeffert haben, als durchaus gute zu bezeichnen sind, wenn auch noch manche Unregelmäßigkeiten zu verzeichnen und auszumerzen find. E. m. Allgemeine Gartenbau- und Rosen- Ausstellung in Darmstadt. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) Wenn irgend eine Stadt sich dazu eignet, den Erzeug- niflen der Gartenkunst einen der Natur der Ausstellungsobjecte angemeffenen Ausstellungsraum zu bieten, so Darm- ftadt mit seinen großen, geschmackvoll angelegten öffentlichen Gärten. Wie schon früher ist auch dies Mal der Großherzogliche Orangeriegarten, auch unter dem Namen „Beffunger Herrengarten" bekannt, von der Liebenswürdigkeit Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs dem Gartenbauverein zur Verfügung gestellt worden. Beffer als irgend einer der übrigen herrschaftlichen Gärten paßt er zu genanntem Zweck. Im französischen Geschmack angelegt, etwa im Stil von Klein-Trianon, giebt er für die symmetrische Anlage von Beeten und Rabatten einen großen Flächenraum her. Keine englischen Baumgruppen stören den paradeartigen Aufmarsch der verschiedenen Rosensorten. Für unseren Geschmack lagert über dem Orangeriegarten schon so etwas wie eine südliche Stimmung! DaS macht der betäubende Duft der in mächtigen Kübeln aufgepflanzten Orangenbäume und die Fluth von Licht, die hier von allen Seiten ungehinderten Zutritt hat. In Sonnenglanz gebadet lag der Garten mit seiner frischen Blumenherrltchkeit und seinem Festglanz auch heute um die elfte Vormittagsstunde da, als in Anwesenheit Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Ludwig von Battenberg, des Staatsministers Finger, des Finanz- mintsters Weber, des Oberbürgermeisters Morneweg, des PolizeirathS Fey rc. der EröffnungSact der Ausstellung durch den Oberhofmarschall von Westerweller vollzogen ward. Derselbe sprach das Bedauern des Großherzogs und der Großherzogin aus, am Besuch der Ausstellung nicht Theil nehmen zu können, und betonte nochmals bas warme Jntereffe des hohen Paares für das schöne Unternehmen. Hierauf ergriff der Vorsitzende, Herr Rentner H. Müller, daS Wort, und begrüßte die Anwesenden im Namen des Ge- sammtauSschusses, in kurzen Worten die Gründe anführend, infolge deren man sich veranlaßt gesehen habe, zur Zeit der Rosenblüthe in Darmstadt eine Blumenausstellung zu in- scenieren und zwar von einem Umfange, wie er seit einem Jahrzehnt hier nicht erreicht worden sei. Das Comit4 habe bet seinen Vorarbeiten mit manchen Widerwärtigkeiten kämpfen müffen, sei aber nicht emmuthigt>orden, und nach erreichtem Ziel gebühre der Dank in erster Linie dem hohen Protector der Ausstellung, Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog, welcher erstens das AusstellungSterrain hergegeben und sodann mit Ihrer Kgl. Hoheit der Großherzogin den Verein durch Stiftung werthvoller Ehrenpreise auSzuzeichnen geruhte. Ein Hoch auf den Landesfürsten, zu welchem eine Mufikcapelle die Nationalhymne intonierte, beschloß den Eröffnungsact, der in dem Gewächshause stattgefunden hatte. Durch die Arbeit umsichtiger Arrangeurs war der längliche Hallenraum in ein, den Geruchs- und Gesichtsnerven schmeichelndes Interieur verwandelt worden, in welchem Blumen die Teppiche, Palmen und Farrenkräuter die Tapeten abgaben. Die Prinzessin Ludwig von Battenberg durchschritt, geleitet vom Hofmarschall, zuerst die Halle, bei manchem seltenen Pflanzenexemplar mit Interesse verweilend,- ihr schloß sich die Zahl der zur Feier geladenen Damen und Herren in zwangloser Folge an. AuS dem kühlen, halb- dunklen Gewächshaus trat man hinaus in die Freilicht- athmosphäre des Gartens, wo sich ein auf den ersten Blick unabsehbares Rosenfeld vor den Augen des Beschauers dehnte. Wo sind die Zeiten hin, da man mit den Adjectiven roth, weiß, gelb die Farbennatur der „Königin der Blumen" erschöpft zu haben wähnte! Welche Abstufungen der Töne hat die Gartenkunst mittlerweile geschaffen. Vom dunkelsten Violett bis zur delicatesten BiScuttfarbe findet sich jede Nüance vertreten! Die Rose beherrscht selbstverständlich das Terrain, aber dazwischen eingesprengt finden sich auch andere Felder, namentlich Nelken und großblumig gefüllte englische Sommerlevkohen. ES versteht sich, daß in dieser Ausstellung alles, was zur Gartencultur in directer Beziehung steht, wie Gießapparate, Blumendünger, Samen, Baum- Bänder rc. rc. gleichfalls einen Platz gefunden hat. Wie wir ermitteln konnten, haben sich über 150 Aussteller an dem Unternehmen betheiligt, und, nach dem Verlauf des heutigen Tages zu urtheilen, werden sich die Sympathieen des Publikums demselben in reichem Maße zuwenden. ftocritet *ttd PeovLirzLeSe». Wetzen, den 28. JuntU8V5. ** Fernsprechverbindung mit oberhesfischen Städten. Die von der Frankfurter Handelskammer angeregte Herstellung einer Fernsprechverbindung zwischen den oberhessischen Städten Friedberg, Bad-Nauheim und Gießen einerseits und Frankfurt andererseits, bildet seit längerer Zeit Gegenstand von Erwägungen der betheiligten Oberpostdirectionen in Darmstadt und Frankfurt und liegt es in der Absicht, eine solche Fernsprechverbindung höheren OrtS in Vorschlag zu bringen. Dagegen haben die angestellten Erhebungen das Ergebniß geliefert, daß in Butzbach, Großkarben und Vilbel ein Bedürfniß zur Herstellung von Stadt-Fernsprecheinrich- tungen durchaus nicht vorhanden ist. D. T. ** 22. Mittelrheinisches Kreisturnfest. Die Festbauten nahen der Vollendung und da die Tage des Festes näher rücken, dürfte es von allgemeinem Interesse fein, wenn wir heute über die Bewtrthschaftung auf dem Festplatze und in der Halle berichten. — Die Festhalle bietet Raum für 2500 Sitzplätze und wird bewirthschaftet von Herrn L. Feidel zur „Bavaria" hier und dessen Verwandten, Herrn Seebold, Pächter der großen Palmengarten- Restauration zu Frankfurt a. M. — Auf je 500 Sitzplätze kommt ein Abtheilungschef, dem wieder 6 Kellner unterstellt sind. Die Kellner sind mit weißen Armbinden und Nummern versehen und tragen dieselben Farben wie der ihnen vorgesetzte Abtheilungschef. — In der Festhalle ist nur Wein- restauratton und sind die Weine geliefert von den hiesigen Firmen Ad. Zinßer, Fr. Helm, Gebr. Mayer, Gebr. Schwan, Aug. Saame, Ferd. Schott, Emil Fischbach und A. u. G. Wallenfels. Künstliches Mineralwasser liefert Dr. Metten- heimerS Mineralwasseranstalt, das natürliche die Niederlage des Taunusbrunnen hierselbft. — Die Wein- und Speise- Ausgabe ist in der Festhalle für das Publikum nicht sichtbar, sondern spielt sich hinter der Festhalle in einem breiten Gange ab. Für die Festwirthe ist eine geräumige Küche mit 4 großen Heerden, eine Spülküche mit 3 Kesseln, eine Vorrathskammer mit Eisschränken, ein Bureau mit feuer- und diebssicherem Kaffenschrank, ein Weinlager, ein Schwenkraum und Aufenthaltsräume für männliches und weibliches Personal eingerichtet. Die ganzen Räume sind — soweit erforderlich — mit electrischer Lichtanlage und Wafferleitung versehen. — Die Festhalle selbst, in welcher abwechselnd und zusammen die gesammten Musikchöre des Großh. Hess. Leib- Garde-Jnf.-Regts. Nr. 115 und des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116 concertiren werden, ist mit einem breiten Mittelgang versehen, so daß selbst bei stärkstem Verkehre Stockungen unmöglich sind, zumal wenn das Publikum gefälligst die Anordnung beachten will „stets rechts zu gehen". Zu der am nächsten Sonntag stattfindenden Vorfeier wird der ganze große Wirthschaftsapparat bereits in Function treten. Es kommen in Betrieb: die Fest Halle mit Wein aus dem eigenen Depot des Wirthschaftsausschuffes und kalter und warmer Küche, vier Bierhallen (3/10 Citer 12Pfg.) von der Actienbrauerei, Btchler, Friedel und Röhrle, eine Schoppenweinhalle (glaSweiser Verkauf direct vom Faß), 8/io Liter 35 Pfg.), eine bayrische Bierhalle (Münchener Bürgerbräu, pro Krug 30 Pfg.), ein Caf« und Conditorei. Gleich wie die Biere (mit Ausnahme des Münchener Bürgerbräus) hat der Wirthschaftsausschuß sämmtliche Weine, Schaumweine und Mineralwasser nur von hiesigen Lieferanten bezogen und werden dieselben sicherlich allgemein befriedigen- — Die Kellner der Bierhallen sind mit gelben Armbinden versehen- auf jeder Binde steht der Name der Brauerei und die Nummer des Kellners. — Die Festwirthe sind die Herren Euler (Actienbrauerei), Horn (Bichler-Brauerei), Grün (Friedel und Asprion, Brauerei Lotz), Rühl (Röhrles Brauerei), Emil Schmoll (Bürgerliches Brauhaus, München), W. Mayer (Schoppenweinhalle) und Ludw. Döll (Cafö und Conditorei). — Der Wirthschaftsausschuß hat einen vollständigen Ordnungsdienst, sowie an der Festhalle ein Bureau eingerichtet, in welchem ständig ein Mitglied anwesend sein wird. Daselbst wird auch eine Lifte zu dem am Montag, dem zweiten Festtage, stattfindenden Fefteffen zur Einzeichnung aufliegen. * * 22. Mittelrheinisches Turnfest. Um den auswärtigen Gästen den Besuch des Festes möglichst zu erleichtern, werden wahrscheinlich eine Anzahl Sonderzüge eingelegt, so daß es auch den Fremden möglich ist, dem Feste länger beiwohnen zu können, als dies nach dem sonst Üblichen Fahr- )lan angängig ist. So wird am Sonntag den 7. Juli und Dienstag den 9. Juli, Abends 11 Uhr 30 Minuten, noch je ein Sonder.Personenzug nach Wetzlar eingelegt, welcher dort 11 Uhr 47 Minuten eintrtfft. Bei der Festsetzung dieser Ausnahme-Fahrgelegenheiten ist die König!. Eisenbahn-Dtrec- tion Frankfurt von der Annahme ausgegangen, daß am Sonntag und Dienstag der stärkste Besuch des Festes von Wetzlar aus zu erwarten sei. Gut Heil! • * 22. Mittelrheinifches Turnfest. Gestern Abend fand Probebeleuchtung des ganzen Festplatzes einschließlich )er Festhalle mittelst electrischen Lichtes statt. Der Betrieb geschieht durch eine hinter dem städtischen Magazin aufgestellte Dampfmaschine. * * Die Darmstädter Turner, welche bisher in vier Vereinen wirkten, wollen unter dem Namen „Darmstädter Turnerschaft" in eine engere Verbindung treten und dieser Verbindung die Weihe auf dem 22. Mittelrheinischen Turnfest in Gießen geben. Bon Darmstädter Turnern nehmen an den allgemeinen Freiübungen 50 Theil, ferner 6 Musterriegen, ca. 16 Wettturner und 4 bis 6 Wettfechter. ** Untersuchung. Heute Vormittag traf der Untersuchungsrichter vom Landgericht Darmstadt hier ein, um Augenschein wegen der bei Fabrikant Ackermann, in de« Bureaus der Oberhesfischen Eisenbahnen und des städtischen Gaswerks verübten Einbrüche vorzunehmen. ES sind zu ihrer Vernehmung vom Darmstädter Richter über 30 Personen nach dem Juftizgebäude geladen. Es scheint, daß man die Einbrecher, welche in Darmstadt in Haft sich befinden, auch wegen der in Gießen begangenen Delicte gleich mit aburtheilen will. * * Kaminbraud. Der von anderer Seite gemeldete Kaminbrand bei einem hiesigen, in der Löwengasse wohnenden Bäcker stellt sich als ein durch Rühren in der Feuerung verursachter Funkenregen heraus. Es dürfte indeß rathsam sein, einem derartigen bei Nacht immerhin aufregenden und auch für die Nachbarschaft gefährlichen Schauspiel durch Anbringung von Funkenfängern vorzubeugen. * * Wegen Diebstahls wurde gestern ein 16 jähriger RechtSanwaltSgehülfe verhaftet. Derselbe hatte unter Anderem im Hause des Rechtsanwalts mehrfach Silbersachen, als Messer und Gabeln rc., entwendet und verkauft. * * Erwischte Gartendiebe. Einem Gartenbesitzer am Wißmarerweg wurden am 26. d. M., Mittags zwischen 12 und 1 Uhr, Rosen, Salat und Zwiebeln gestohlen. Die Thäter, zwei Frauenspersonen, wurden gestern durch den Flurschützen abgefaßt und zur Anzeige gebracht. * * Briefmarkensammler fahnden jetzt eifrig nach Briefmarken, welche in Kiel abgeftempelt sind. Die während der Festtage einem bestimmten Postamte eingeüeferten Briefe tragen nämlich, wie Zeitungsnachrichten besagen, den Stempel: „Kiel Marine-Akademie" und darunter den historischen Vermerk: „Canal-Eröffnung". * * Einen Mordsrausch schleppte vor einigen Tagen bezw. Nächten ein Marburger Studio von Gießen nach Marburg und zwar auf dem Umwege über Hannöverisch- Mündcn. Wie Marburger Blätter melden, hatte der Student in Gießen einen Commers mitgemacht und sich in dem Nachtzug nach Marburg schlafen gelegt. In tiefen Schlummer versunken, hatte derselbe dort das AuSsteigen versäumt, trotzdem der Schaffner vorschriftsmäßig die Station nachdrücklichst auSgerufen hatte. Er war so glücklich über Cassel bis Hann.-Münden gelangt, und erst hier wurde ihm klar, daß die dtrecte Fahrt von Gießen nach Marburg denn doch ein wenig kürzer ist. § Gniuingen, 28. Juni. Gestern Abend Va7 Uhr stürzte Dachdeckermeifter Walz von Sich von dem Gerüst des Schlauchthurmes und war sofort tobt. Derselbe war verheirathet und hatte den Feldzug 1870/71 mitgernacht- Die Untersuchung ergab Genickbruch. St. Butzbach, 27. Juni. Nächsten Sonntag den 30. Ium findet in unserer Stadt das 16. Gauv er bandsfest mittelrheinischer Fechtclubs statt. Am Vormittag wird im Hessischen Hofe das Preisfechten, welches SamStaK begonnen hat, fortgesetzt und beendet. Sodann wird in dem- selben Locale um die Ehrenpreise gerungen. Gegen 12^/z Uhr beginnt das Festbankett. Um 2% Uhr stellt sich der Festzug auf, welcher sich durch die Straßen der Stadt nach dew Festplatze (Marktplatz am Wetzlarer Thor) bewegt. Dort werden in der großen, herrlich geschmückten Festhalle Schaufechten vorgenommen und Reigen von hiesigen Fechtern und Realschülern aufgeführt. Die Marburger Jägercapelle con- certirt dabei. Ein hübsches Abendfest in der Halle beschließt die Feier, welche sehr schön zu werden verspricht. Mainz, 27. Juni. Ein Soldat vom Infanterie^ Regiment Nr. 88, welcher zu einem Offizier als Bursche commandirt war, erbrach dessen Schrank und stahl etwa 450 Mk. Der Leichtsinnige stattete zwei Freundinnen flott aus, kaufte sich einen Civilanzug und begab sich dann auf die Reise. Schon in Castel wurde er festgenommen und in daS hiesige Militärgefängniß eingeliefert, wo er nun einer schweren Bestrafung entgegensieht, zumal er sich auch noch durch unpassende Aeußerungen über den Offizier vergangen haben soll. Vermischte». * Barmeu, 27. Juni. Vor dem Elberfelder Schwurgericht wurde heute gegen den Erdarbeiter Henzerling, welcher am 21. Mai in Elberfeld den Erdarbeiter Kretzler niederstach, verhandelt. Der Angeklagte wurde zu.m Tode verurtheilt. Citeratar und Kunft — Wie wie ««ser eisern «ren» erwarben, «riegS» erinnernnge«, unter diesem Titel erscheint im »Verlage be« Deutschen Verlagshauses Bong L Co., Berlin W. 57, ein neues Lieferungs • Prachtwerk (vollständig in 15 Lieferungen A 50 Pfg.), das unter ähnlichen Verherrlichungen der Jubeljahre 1870—71 eine hervorragende Stelle einzunehmen bestimmt ist. Im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen handelt es fich hier nicht um eine nachträgliche Schilderung der Krtegsereigniffe, sondern um eine lebhafte Darstellung der Einzelerlebniffe der Mitkämpfer durch diese selbst. DaS Ganze stellt sich als ein Ruhmes-Album der deutschen Armee dar, in das jeder Krieger den bescheidenen Antheil, den er an der Wiedererrichtung des deutschen Reiches genommen, in der ihm eigen- thümlichen schlichten Sprache erzählt. Birgt der Name des Herausgebers, des Generalmajors z. D. Freiherrn Friedrich von Dincklage- Campe, der sich der Redaction des groß angelegten Werkes unters zogen, für die militärische Correctheit sowohl, wie für eine geschmackvolle Auswahl und Bearbeitung, so liegt der Hauptreiz deS originellen Unternehmens in der Heranziehung der ihre eigenen Erlebnisse erzählenden Mitarbeiter, in der Lebhaftigkeit einer Darstellung, die unter dem Einflüsse der frischen Erinnerung entstanden, sich wie ein Ausschnitt auS dem gesammten Kriegstableau giebt. „Preußen und Bayern Hand in Hand", „Ohne Signal", „Nächt- Angriff", „Schwerts Geschütz", „Im Feuer genommen", „Allen voran , „Ein schneidiger Reservemann". „Der erste Gefangene , „Diable de Pruaaien“, das find die Spitzmarken, unter bcn5t, E^zelschttderungen stch mosaikartig zu einem bunten, ab- wechselungtzretchen Bilde zusammenschteben. Dem in seiner Gedrungenheit und Anschaulichkeit packenden Text entspricht eine übercms prächtige Illustration. Jedem Erlebnitz ist das Porträt ^?"^thelden betgegeben, hervorragende Thaten sind durch m ,<*e bild er veranschaulicht, deren Reihenfolge durch große Bollselten - Illustrationen unterbrochen wird. So schmückt die erste Lieferung ein meisterhafter Aquarellfacsimile - Druck: „Der Kron- prtnz überreicht im Auftrage des Kaisers Wilhelm dem Feldmarschall Grafen Moltke das Eiserne Kreuz I. Klasse." DaS ganze Unter» ne|tntn iDtrb nach seiner Vollendung nicht nur ein Volksbuch im besten Sinne des Wortes, ein nationales Prachtwerk sein, das in keinem patriotisch gesinnten Familienkreise fehlen sollte, es stellt sich zugleich als eine unentbehrliche Ergänzung zu allen Kriegs- orschichten 1870—71 dar, indem es wie ein IheureS Vermächtntß der Mitkämpfer des großen Jahres an die Nachkommen erscheint, die es zu gleich ruhmvollem Thun begeistern soll. m - Jlttrstrirte Weltgeschichte für da» Bolt von I. G. Vogt. Verlag von E. Wiest Nachf., Leipzig. In wöchentlichen Lieferungen d 10 Pfg. zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Colporteure. Lief. 64-70. D-S Werk ist nunmehr bis zum Schlüsse des Alterthums gediehen. In klar verständlicher, überaus übersicht- Weise ist diese Geschtchtspertode behandelt, vor Allem zieht die Geschichte des gewaltigen Römerreiches in markanten Zügen vor unserem geistigen Auge vorüber. Spkctell in dm vorliegenden Heften Md die Ursachm seines Niederganges dargelegt. Die wirtschaftlichen Gesichtspunkte, die der Verfasser allenthalben für die geschichtlichen Ereignisse eröffnet, sind von bahnbrechender Bedeutung und gebm dem Werke eine durchaus characteristtsche Färbung. Es tritt aus der alten Schablone der Geschichtsschreibung heraus und muß daher als eine völlig neue Erscheinung begrüßt werden. Weise«. Das uns vorliegende 12. Heft (Schlußheft des 1. Semesterbandes 1895) bat nachstehenden abwechslungsreichen Inhalt: Sonnenflecken, Nordlichterscheinungen, Erdbebm von Prof K. W. Zenger; Ueber Wohnungseinrichtungen K dUd«) von Architect Lothar Abel; Leitungsthätigkett der Nerventhätigkett von F. Siegmund; die cölestische Photographie ““bmcn?«^ne2sf!nfterniffe (3 Abbildungen) von K. Kuryll; Oran (mit Vollbild); Die europäischen Kornartm; Technische Mittheilungen. Sodann die kleinen Beiträge (mit zusammm 10 Abbildungen): Katalepsie, ein neuer Respirator, die Strömungen in Flüssen, das geographische Schulcabinel und physicalische Experimente Außerdem auf dem Umschläge „Städtepläne auS allen Welttheilen": Rom, Neapel, Lissabon, Madrid, Bücherbesprechungen, Briefkasten, Titel, &n6u!Lun£ ^^tster zum 13. Band. Die beliebte populär - wissenschaftliche Revue (A. Hartlebens Verlag, Wien) beweist |tn dem Inhalte dieses Heftes neuerdings ihre bewährte Leistungsfähigkeit, welche alle Anerkennung verdient. V«?ehr, £an6< «nd volk»«>irthschast. , Bietzen, 26. Juni. Der hmte und gestern dahier abgehaltene Viehmarkt war im Allgemeinen gut befahren. Es waren auf- getrieben: 1544 Stück Rindvieh und 1263 Stück Schweine. Fast sämmtltches aufgetriebene Vieh war schön und gut genährt. Der Handel bet Zucht- und Arbeitsvieh war lebhaft und die Preise höher als am letztm Markte, dagegen machte sich bei Schweinen in dem Handel und in dm Pretsm ein bedeutender Rückgang merklich. Nächster Markt Dienstag den 9. Juli d. I. Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 30. Juni. 3. nach Trinitatis. I« der Stadtktrche. Vormittags 78/« Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein. Gottesdienst mit Christmlehre für die Nmconfirmirten aus der MarmSgemetnde. Vormittags 9V, Uhr: Pfarrer Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für die MatthäuSgemeinde. Anmeldungen werden zuvor bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Vormittags 11 Uhr: MtlitärgotteSdienst. PfarrerDingeldev. Die Kinderktrche fällt aus. In den Gottesdiensten wird eine Collecte erhoben für die Gemeinde Lorsch zum Besten deS Neubaus einer Kirche. 3tt der IohanrreSkirche. Vormittags 78/< Ubr: Pfarrer Dingeldev. Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmtrten aus der Lucasgemeinde- Vormittags 9'/r Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Beichte und heil. Abmdmahl für die Johannesgemetnde. Vormittags IIV4 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. In der Friedhof»capelle. Vormittags 9*/2 Uhr: Kinderktrche für die LucaSgemeinde: Marrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. Sonntag, den 30. Juni. 4. Sonntag nach Pfingsten. Samstag: Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6V2 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; „ um 6V, Uhr erste hl. Messe; « um 7i/9 Uhr Austheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Messe; „ um 9Vr Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre; darauf Andacht mit Segen. Gottesdienst in der Synagoge. Samstag, den 29. Juni. Vorabend 7«- Uhr, Morgens 8« Uhr, Nachmittags 4«> Uhr, Sabbathausgang 930 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Freitag Abend 7" Uhr, SamStag Vormittag 8«- Uhr, Nachmittag 400 Uhr, Sabbathausgang 9*° Uhr. Wochengottesdienst Morgens 6 Uhr, Abends 8 Uhr. am 28. Juni Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Witterungsbericht vom 27. Juni. Barometerstand Thermometer: min. 4-10° R., max. 4- 208 R. Hygrometer: Gewitterbildung. Im Norden Europas und im äußersten Westen liegen zwei Gebiete niederen Barometerstandes. Zwischen denselben zieht stch über Scandtnavien und durch den Continent ein Rücken hohen Druckes nach dem Süden. In demselben ist ein kleiner Kern über Bayern zu erkennen, doch ist die Vertheilung deS Luftdruckes bei geringen Unterschieden ziemlich regelmäßig. Ein Theilmintma lag heute Morgen über dem westlichen Mtttelmeerbecken, ein zweites, surchenartigeS Gebiet niederen Druckes verlief von der oftltdjer. Depression über Mitteldeutschland, die Rheinpfalz und die Retchtzlande bis zum Fuße der Weftalpen. In Süddeutschland war am Morgen unter dem Einflüsse des Maximums das Wetter meist heiter und lagen auch die Temperaturen außer im östlichen Bayern wieder etwas höher als gestern. vora«»stchtliche Witterung: Allgemein heiteres und warmeS Wetter; einzelne G.'Witter nicht ausgeschlossen. _________________________________ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 28. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag». Wasser 18°, Luft 201 im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. mässigen Pi in der Bersteigerung von Bauarbeiten. Die zur Erbauung eines Faselstalles für die Gemeinde Wieseck erforderlichen nachstehenden Arbeiten sollen nächsten Mittwoch den 3. Juli 1895, Nachmittag» 5 Uhr, auf hiesigem Rathhaus versteigert werden und zwar: veranschlagt zu $ 1. Erdarbeiten 45.40 2. Maurerarbeiten 4453.20 3. Asphaltarbeiten 63.88 4. Steinhauerarbeiten 349.04 5. Zimmerarbeiten 792.96 6. Eisenlieferung 559.45 7. Schmiedarbeiten 67.— 8. Dachdeckerarbeiten 239.86 9. Spenglerarbeiten 123.33 10. Schreinerarbeiten 505.02 11. Glaserarbeiten 45.— 12. Schlosserarbeiten 299.10 13. Weißbinderarbeiten 120.95 Mäne, Kostenanschlag und Bedingungen liegen zur Einsichtnahme auf unterzeichneter Bürgermeisterei offen. 5620 Wieseck, am 28. Juni 1895. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. Montag drn 1. Juli i. J., Nachmittag» 2 Uhr, werben Ludwigstratze 24 zu Gießen durch den Unterzeichneten öffentlich gegen Baar versteigert: 1 RipS'Garnitur, 1 einz. Sopha, 8 vollständige Betten, 1 «utzb. Eommode mit Gla»a«fsatz, drei ditto ohne Aussatz, 1 nußb. Consol, 1 Sophatisch, 1 Viereck. Tisch, diverse Stühle, 1 Etagöre, 1 Waschtisch, 3 Nachttische, 2 Kleiderschränke, ein Küchenschrank mit Glasaufsatz, drei Spiegel, diverse Bilder, Vorhänge, Rouleaux u. s. w. Versteigerung bestimmt. 5623 _ E«gel, Gerichtsvollzieher. Versteigerung von Kchlkinel-Mkrk?kog u. -Gkräthcu. Montag den 1. Juli l. I., Mittags 2 Uhr, werben Neustabt 55, im Bieker'schen Saale, nachoerzeichnete Gegenstände versteigert: 1 Stoßkarren, 1 Hobelbank, Schraubzwingen, Kehl- und sonstige Hobel, Sägen, Stemmeisen rc., sowie eine Partie eichenes Werkholz. 5642 I. A: Schneider. ARNSBURG Geschichte und Beschreibung des Klosters zugleich Führer durch die Ruine, herauagegeben von Dr. Sauer und Dr. Ebel. ----- 1 Mark. ----- «54 J. Ricker’sche Buchhdlg. Bruchleidende! Die größte Schonung des Körpers bieten die 5609 elast. Gürtelbruchbänder ohne Keder«, für jeden Bruch paffend. Bei fortgesetztem Tragen dieser Bänder Verklei- nerung, auch Heilung möglich. Vorfall- binden. In Gießen am 3. Juli von 2 bis 7 Uhr im Hotel Weber werden Bestellungen entgegengenommen. § Kogifch, Stuttgart, Reuchlinftr. 6. Aaßnenßoffe mit Zubehör empfiehlt 5614 Ernst Bloedner. 1893er Bordeauxwein. Von den so sehr gut geratenen 1893er Bordeauxweinen habe ich eine größere Parthie leichter angenehmer Sorten auf Flaschen gelegt, und offerire in garantirt reiner Waare: [3723 1893er Laferlingue Ambes, bei Abnahme von 2b Flaschen die Flasche einschließlich Glas und Packung M. 1.—, bei 50 Flaschen Mk. 0.90, in Wetzlar genommen. Proben stehen zu Diensten. Flaschen nehme ich zu 10 Pfg. das Stück frei zurück. Georg Ortenbach, Wetzlar. Jtal. Rothwein, garantirt rein, pr. Fl. 60 Pfg., bei 12 Fl. 55 Pfg. empfiehlt 3035 Louis Lind, ________________Kirchenplatz 10. Hochfeine 43» deutsche und französische Cognacs empfehlen zu billigen Preisen A. 8t G. Wallenfels Telephon Nr. 46. Markt 21. 500 Paar russische Turnschuhe prima 6628 für Herren, Knaben u. Mädchen zu billigen Preisen bei L. Süss, Marktstraße 9. Für Festlichkeiten!! 5633 Dekoration» • Fahnen, «ecnsprüche als „Gut Heil" rc., Turner-Preis- krünze, Schärpe« in allen Farben, Bersin»- abzeiche«, Radel«, Lampion», Fest Me» daillen, Eichenlaub« u. Papierrose«, Ratio- nalbLnder rc rc. Frdr. Rüger, Kreuzplatz 4. Pa. Bienenhonig, aus der Bienenzüchterei (prämiirt 1894) H. A. Lindenstruth III., Beuern, empfiehlt Hch. Bellos II., 6612 Alicestraße 2 0. Große Schellfische in Eispackung frisch zu haben 3219)_______________im -Rebstock*. Neue UMhiirillge, Neue florrnt. Kurtoffeln empfiehlt 5645 Heinrich Wallach. Aechten Lmmkiichaltt Käse, „ Edauikr Käse 5638 empfiehlt Emil Fischbach. ■$ Achtung!! I Sandalen I für Herren und Damen 5632 System Pfarrer Kneipp zu haben bei L. Süss, ■ Marktstraße 9. ■ W Unübertroffen! als Schönheitsmittel u. zur Hautpflege, zur Bedeckung von Wunden u. io der Kinderstube Lanolin ^“'.'Lanolin der Lanolinfabrik, Martlnikenfelde bei Berlin. Nur ächt >JHpL/A Schutzmarke Zu haben in \( )Nin Blechdosen Zinntuben ä 20 und h 40 Pf. 10 Pf. in der Hirschapotheke, in der Pelikanapotheke u. in der Engel- U«iversttLt»apotheke, sowie in den Drogerien von Benner «. Krumm, von Emil Fischbach, von Otto Schaaf und von A. «, «. Wallenfels. 1539 Kirschen, f jeden Tag frisch gebrochen, auf dem Trieb zu haben. Ebel. Eine 3/4-Violine nebst Kasten, sowie einige alte Zithern, welche gut erhalten sind, hat zu verkaufe« Ad. Arnold, Zitherlehrer, 5253________Dammstraße 24.______ 5603] Ein gut erhaltener «M- Flügel "WB wegen Mangel an Raum billig abzugeben. Näheres Restaurant Elge», ____________________Seltersweg 79. Für Festwirthe! 5617] Gebrauchter, großer -erd billig zu verkaufen. ____________Ludwigstratze 14. ische, Stühle, Betten, Kleiderschränke, Sopha, Commode mit Glasaufsatz, Bilder, Spiegel, Kücheneinrichtung, Wand- und Taschenuhren zu verkaufen. 5636__Wolfstraste 9. 1 Zweirad billig zu verkaufen- Marktplatz 20. Fahrrad mit Pneumaticreife«, fast noch neu, preiswert!) zu verkaufen. 5611 Steinstratze 29, II. Vermietyungen. 5630] Zum 1. October ist daS von Fräulein Lip s bewohnte Logis in meinem Hause anderwrit zu vermiethen- Professor Dr. Thaer. 1 5635] Ein kleines MansardenlogiS za I vermiethen.___________Wolfstratze 9. z^er von Herrn Prof. Dr. Weiffenbach bewohnte dritte Stock ist anderweitig zu vermiethen- Buchbinder Häuser, 5503]_______Ludwigstr- 8, Telephon Nr. 6. 5629] Berl. Bleichstr., Neub., 2. Stock, 3 gr. Zimm, 2 Cab und allem Zubehör, per 1- August zu vermiethen.___________ 3989] Bahnhofstratze 61, 3. Stock, 3 große Zimmer mit Zubehör, per ersten August l. I. frei. August Roll. 5360] Ostanlage 30, ui: große Wohnung, 6—9 Zimmer, zu vermiethen. Näheres daselbst Parterre. ___________ 3583] 8 Zimmer mit Zubeh. Ali«- strotze 12, Hl per 1. Aug., 7 eo. 8 Zimmer mit Zub. Südanlage 18,11 per 1. Oct. zu oerm. Näheres Südanlage 19, II. 5238] Schöne Hochparterre - Wohnung von 6 Zimm. u. Badez- mit all- Zubeh., in freier, hübscher Lage, ist p. l.Oct. zu vermiethen. Näheres bei E. Stta»nh. 2938] Freundliches Logis, 3 Zimmer mit Zubehör, per 1. Juli zu vermiethen. Näheres____________Lahnstratze 11. 2816] In meinem Hause, Fra«k- furterstratze 12, ist der halbe Par« terrestock (2 große Zimmer mit besonderem «orridor und allem Zubehör) zum 1. Juli l. 3». zu ver« miethen. ___________Rechtsanwalt Holzapfel. 5226] Freund!. Familienlogis, «de SelterSweg «< Plockstr., mit Zubehör und Wasserleitung, per 1. October, eoent. auch früher, an ruhige Familie zu vers miethen.__________Ernst Bloedner. 5157] Selter»weg 91, Neubau, ist eine Mansardenwohnung mit 4 Zimmern und Zubehör zu vermiethen __________^Näheres Reuenweg 9. 5637] Parterre - Localitäten zur Einrichtung eines Specereigeschäftes in günstiger Lage zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d- Bl._____________________ 5613] Ei« Stall zu vermiethen. ____________ Reustadt 48. Südanlage 5. | Der Eckladen (3 gr. Schaufenster, 2 Nebenzimmer) ist baldigst — und eine Mansarden -Wohnung von vier Zimmern, Corridor, Küche rc. zum 1. October an ruhige Mietber zu ver- miethen. Näheres daselbst im Hinterhause. 468] Lade« mit Logis im W i n d e cker- schen Hause am Kreuz sofort zu vermiethen. Näheres bei Herrn Rechtsanwalt Labroisfe.__ 5572] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ___________Bahnhofstratze 89, II. 1856] MöblirteS Zimmer mit Cabinet und einfach möblirtes Zimmer zu ver- miethen.____________Mü«»b«rg 7. 5616] Schön möbltrte Zimmer zu vermiethen. Bleichstratze 12, L NB. Zahlreiche Betheiligung wäre sehr erwünscht. 5626 1895 zur Rückzahlung auf den 1. October 1895 verloosten 5627 Grossh. Hof- u. Universitätsbuchdrucker. 22265, 22380, diejenigen noch Heinr. Jeutzen. 5641 Vor Ankauf wird gewarnt. [5621 Ioh. Härrser, Weißbinder, Klein-Linden. Exped. d. Bl. 5610 Zimmergesellen 4°/d Monopol-Griechen von 1887 38.20 37s°/oH«mbrgr.Hyp.Bk.unkch.l90ö 102J)0 47,0/0 Fr«nkf. Lemdw. Ereb. Bk. 103.40 158 601 Oesterr. Credit-Acttm 340.’/» Darmst. Bk.-Acttc» ®elb 26409, 27303, 27594, 28514, 29549, 26611, 27314, 20.36 4.16 102M6 101.50 20 Fremkar-St. Engl. Sovereign» Doll«» te Gold 23710, 24761, 26649, 27328, 23874, 24776, 26900, 27338, 28036, 29145, 29988. 23184, 24269, 25748, 27207, 27546, 28360, 29457, 23512, 24594, 26392, 27264, 27588, 28361, 29501, 22928, 24266, 25280, 27160, 27536, 28259, 29331, 101.40 99.85 104.60 104.60 105.60 Ein angehender Kellner oder Kelluerlehrling sofort gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 56U 4Vb°/o Oesterr. Silberrente 4% Ung. Gold-Rente 3% Portugiefen 6/r°/o Gr. Hefstfche Obl. 40/2 Stobt Darmstadt 0. INI. IVo r WormS unk. b. 1901 Wo Oesterr. DtaatSbaha 0.1885 30/0 Jtal. staat»gar. Essend. Entwendet wurde von dem Brunnen an meinem Neubau in derAranksrrrterstratze (beim Viaduct) ei» eiserner Kübel Wer mir den Thäler für gerichtliche Belangung Nachweisen kann, erhält gute Belohnung. Frankfurter Hypothekenbank. Nachdem die in unserer Bekanntmachung vom 6. Juni 1895 gesetzte Umtauschfrist abgelaufen ist, wird hierdurch die Serie IX unserer 4°/0igctt Asandöriefe Jahrgänge 1879 und 1880) soweit die Stücke nicht zum Umtausch gegen 31/2%i9C Pfandbriefe bei uns eingereicht worden sind, zur Rückzahlung auf deu 1. October 1895 gekündigt, mit welchem Tage die Verzinsung endigt. Gleichzeitig bringen wir wiederholt die Nummern der am 6. Juni 85.40 103 50 27.10 91.20 Turnverein Giessen. Die Mitglieder, welche sich in die Anmeldeliste zu Turnerfestkarten eingezeichnet haben, wollen ihre Karten gefl. nächsten Samstag, bis Abends 7 Uhr in unserer Turnhalle, gegen Zahlung des Betrages in Empfang nehmens • @ I* M 5622^_________^?Der Vorstand. 372%töett Mandöriefe zur Kenntniß, mit dem Bemerken, daß diese Nummern sich auf sämmtliche Literae (H. N. 0. P. Q. R.) beziehen: Nr. 20238, 20268, 20283, 20382, 20681, 20809, 20873, 21708, Nebenverdienst Mk. 3600 jährlich festes Gehalt können Personen jeden Standes, welche sich in ihren freien Stunden beschäftigen wollen, verdienen. Off. u. „W. X.“ an G. L. Daube & Co., Frankfurt a. M. 5502 Aechte holländische Büttenpapiere (Handpapier) sowie Pergamente für Drucksachen in altdeutscher Manier geeignet, empfiehlt 5346 Herr Mmatem Peter Immel gestern Nachmittag 3/46 Uhr nach langem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Brief 16.22 20.40 4.20 aSä. Das Bezirksfest iu Großen - Bnseck indet Sonntag deu 30. Juui statt. Abfahrt Mittags 12 Uhr 10 Min. Zusammenkunft am Bahnhof. Todes - Anzeige. Verwandten und Freunden die traurige Mittheilung, dass unser lieber Gatte und Vater Maurer, 8 bis 10 Mann, sinken bet gutem Lohn dauernde Beschäftigung in Fra«kenberg (Marburg) bei Maurermeister Droste. Nähere Auskunft wird ertheilt 5615 SelterSweg 85, Hinterh. I». 16.18 I Franz. Bankvoten I Oesterr. dto. I Amertc. . Brief Selb 814)5 168 50 4.15 22. WittetrheinischesHurnfeff Heute Samstag, de» 29. Juni, Abends 8 Uhr, komm>, MWf Concert ausgekübrt von der Sapklle des 2. Sroßh. Hess, jnf.dltgiments fir. 116, Kaiser Wilhelm unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn C. Krauße. Eleetrifche Beleuchtung. Alle Ausschußmitglieder, alle Bürger Gießens und alle Freunde der Turnfache sind freundlich geladen. 5618 Entrse für Jedermann 20 Pfg. Bier im Glas. Wir empfehlen unser reich ausgestattetes Lager in [2746 Gasbeleuchtungs- Gegenständen, als Kronleuchter, Ampeln, Suspensions, Lyren, Wandarme u. s. w., Auer’sche Gasglühlichte, Gas-Koch- und Heizapparate in den zweckmässigsten Ausführungen. Anfertigung von Gas- und Wasserleitungs-Anlagen jeder Art. Städtisches Gas- und Wasserwerk Giessen. 3»/«°/g Frankfurter Hyp. Bk. 101.60 _____ _ _... 3l/t% Frkf. Hyp. Cred. B. 101.20 3«/,o/oPreuß.Hyp.A.Bk.unk.b.l905 10150 4c/d DensscheGrdsch^.unk.b.1904 105.00 4o/o Pomm.Hyp.A.Bk.unkch.1904 105^0 31/10/0 dto. 101.30 r.v: Die trauernde Gattin nebst Kinder. Giessen, den 28. Juni 1895. Die Beerdigung findet Sonntag Mittag um 2 Uhr, vom Trauerhause, Wiener Hof, aus statt. 5640 • WlksOjUW ni GlsstzenOisklk. | Ä Sonntag den 30. Juni und Montag den 1. Juli feiern die . hiesigen vereinigten Krieger- und Veteranen-Vereine das Bezirks-Kriegcrfest des ™ W Bezirks Gießen, verbunden mit Einweihung eines Denkmals zur Krinneruna Ä G der glorreichen Siege von 1870/71. w Programm für Sonntag den 30. Juni. Ä Tüchtiger Vertreter, zum Vertrieb eines berühmten Mediciualbieres gesucht. Offerten unter J. B. N. an die C. W Bogel, Zimmermstr., __________Siegen.__________ 6574] Ein jüngerer Hausbursche gesucht. Bah«hosressa«raut Gieße«. 4084] Einen Lehrling sucht Wilh. Hosch, Mechaniker. Verloren welchem eine Eisenbahnfahrkarte. Abzugeben gegen Beloh- vung Bahnhofftratze 5«, Laden. (5613 SchMverschreibungenß der hiesigen Religionsgemeinde werden angekauft. Schrift!. Anerbietungen unter Z. 171 bef. die Exped. d. Bl. 5646] Ein Sind. phil. i. höh. Sem. wird zur Anleitung und Ueberwachung in d. Häusl- Arbeiten e. schon älteren Schülers gesucht. Gefl Offerten aub. B. 8. an die Exped. d. Bl__________ Wer in Marburg ein Hau» oder Geschäft r« kaufe«, einen Lade« oder Wohnung zu pachten beabstchtigt, der wende sich vertrauens, voll an das seit 20 Jahren bestehende, als reell bekannte Commissionsgeschäft von J. Hühner, Marburg, 5424],Rotbergraben 2. Kräftiges Mädchen SUtÄ 5593] Ein braves Mädchen gesucht. _______Frau Schürz, Hintere Bleiche. 6239] Für Hotel» und «efiaurants werden perfecte «Schinnen und bessere Zimmermädchen, welche auch serotren können, ges. «. StiaSny, Bahnhofstr. 11. Assen Amen, welche am Mage« leide«, bin ich gern bereit, unentgeltlich mitzutbetlen, wie sehr ich am Magen gelitten und wie ich unge, achtet meines hohen Alters davon befreit bin. Li«de« bei Hannover. 3553 Ungerstr. 14. Meyer, Lehrer a D. Danksagung. Mein Sohn Rudolf litt 4 Jahre lang ganz entsetzlich an den Augen. Dieselben waren stets entzündet, roth, geschwollen, thaten sehr weh, eiterten und thränten stark, waren furchtbar lichtscheu und schmerzhaft, so daß er zeitweise die Augen überhaupt nicht öffnen tonnte und ein Jahr die Schule versäumen mußte. Dabei bestand viel Kopfschmerz, Steifigkeit im Genick und bedeutende Schlafsucht; das Kind war stets matt, lag auf dem Gesichte und wimmerte vor Schmerzen. Nachdem ich sehr lange Zeit bei zwei berühmten, tüchtigen Augenärzten in Magdeburg ganz vergeblich gedoctort hatte — das Kind wurde meist äußerlich behandelt, mit Tropfen und Pinseln — und da das liebel sich gar nicht bessern wollte, wandte ich mich an den homöopathische« «lrzt Herr« Dr. med. »olbedirrg in Düsseldorf, »Snigsallee 6, der mein1 Kind in 6 Wochen vollständig von fiinem schweren Leiden heilte, so daß wir Eltern voller Glück und Freude sind und dem Herrn Doctor gerne von Herzen unfern innigsten, heißesten Dank aussprechen. Krau Ratl Düsseldorf, 5608___________Golzheim 53. nicht eingelösten Nummern der Jahrgänge 1882, 1883 und 1884, welche nicht auf S^o/oige abgestempelt worden sind; 2. aus Verloosungen früherer Jahre die folgenden Nummern: Serie IX. Lit. 0. 4461. Lit. P. 2346, 4588. Lit. Q. 4399. Serie XII. Lit. N. 2835, 3606, 6143. Lit. P. 6567. Serie XIII. Lit. P. 20299, 21194, 22807, 27023, 27267. Lit. Q. 24105, 26622, 26640. Lit. R. 22247, 22263, 24144, 24196. Die Einlösung erfolgt in Frankfurt a. M. an unserer Kaffe, auswärts bet unseren Coupons-Einlösungsstellen, insbesondere in Darmstadt bei der Bank für Handel und Industrie, in Gießen bei Herrn A. Heichelheim, in Mainz bei Herren Schmitz, Heidelberger & Co. Auf verlooste Stücke, welche einen Monat nach dem Rückzahlungstermin noch nicht zur Einlösung gebracht sind, gewähren wir von da ab bis auf Weiteres einen l°/oigen Depositalzins. Die Controlle über Verloosungen und Kündigungen unserer Pfandbriefe übernehmen wir auf Antrag kostenfrei; Antragsformulare, aus welchen die Bedingungen ersichtlich sind, können an unserer Kaffe, sowie bei unserern Einlösungsstellen bezogen werden. Frankfurt a. M., den 27. Juni.1895. _____________________Frankfurter Hypothekenbank. Coursbericht UM J. Kurz & Co., Giessen, Kahuhsfstttßt 63. Frankfurter Börse vom 27. Juni 1895. Bem Nedaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'scheu UmversiklUs.Buch- und Stemdruckerei (Pietsch &. Scheyda) in Gießen. Kie hculcgc G SeiU»-