j-en, MfitM Ott» mit W'*’ ' I- •* ** .r\..ataht 0. ifelfitten, Kittonen, 2661 Äfe L-DM iüssss* lpdiner Ste!» jen, Rosinen, ndeln, 'Baniöc, »nat, Orangeat ic. Heinrich Wallach. >000000000 Mt ! Alsfelkr (ollttit ( Mark, 11 SA 10 M. ( .ft die Generalagentur für j liegen und Umgegend , retscher.MWA I d« atltiebSrM iß ein 9* ®yO *Ä - * ="' AdoHj^1 KÄ* tis Ls-sO rbe in allen Mm, und hart trocknend, iccatif zum Einölen, stein ■Oel-Lack rbe in allen Men, er's Pirquet-Wachs ispahue, e sonstige« Artikel M An hm «ad Wttzsen der -atz tl,Empfiehlt •mil Fischbach. Mkmi' cchM'Mtrr, MA, M irisch, per 1,20 Mk. bei M !t G. Wallenfels, ahri,Fems-rchtr«r. 46. ~ Äeuheitl Schwimm. Pico‘-Anzüge »amen ,„d Kinde, empfiehlt 'WäschePabrik Mz Nowack. «31 m. 124 Der -ießever *tt|tiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamtkieavlätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Mittwoch den 29. Mai 189$ Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. Bierteljähriger Lvonncmcatspreia: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Qnrpebitiot und Druckerei: ScLulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Zlnrts- und Anzeigeblutt für den Äveis Gieren. Hratisbeitage: Hießener Jamilienbkätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, folgmden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Aus den Verhandlungen der Ersten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 27. Mai 1895. Die Erste Ständekammer trat heute Vormittag um VjlO Uhr unter dem Vorsitze des zweiten Präsidenten Grafen SolmS-Laubach zu zweitägigen Verhandlungen zusammen, um die 37 Gegenstände der umfangreichen Tagesordnung zu erledigen. Die meisten Anträge und Vorlagen wurden im Sinne des Beschlusses zweiter Kammer angenommen, insbesondere der Antrag Ulrich und Genossen auf Abänderung der Städteordnung, wonach die besondere Erklärung in Wegfall kommt, daß ein zugezogener Wahlberechtigter von seinem Wahlrecht Gebrauch machen will. Bet der Vorlage der Regierung, betr. den Gesetz-Entwurf über die Abänderung des Gesetzes vom 23. April 1875, die religiösen Orden und ordensähnlichen Tougregationen betr., ergreift Bischof Haffner das Wort, um in heftiger Weise gegen diese Vorlage zu sprechen. Bekanntlich hat die Zweite Kammer beschlosien, daß nur dem Orden der Barmherzigen Brüder gestattet sein soll, einige neue Mitglieder auszunehmen und eine neue Niederlasiung z» gründen. Bischof Haffner bedauert, daß die Revision des Ordensgesetzes nach dem preußischen Standpunkt vollzogen worden sei. In katholischen Kreisen habe man dies erwartet und sich bereit- darüber gefreut. Die in dem Gesetz enthaltenen Strafbestimmungen gegen den Bischof und gegen den CleruS müsse er als komisch bezeichnen. Hier sei keine Revision, sondern nur eine Aufhebung derselben am Platz. Für ihn ständen diese Bestimmungen nur auf dem Papier, nab auch für später werde dies so bleiben. Bedauerlich sei efz daß man einem Stand Ausnahmebestimmungen dictiren wolle, der nur ersprießliche- für Staat und Kirche erstrebe. Gagen die Orden selbst sei es das höchste Unrecht gewesen, in dieser Weise vorzugehen. Er verlange keine Liebe für die religiösen Orden, aber der katholischen Kirche möge man diese üi»erlasien. Animosität gegen die Wünsche der katholischen Kirche sei. in der protestantischen Bevölkerung nicht vorhanden. Nur btt einigen leitenden Herren sei dies der Fall und das sei bedauerlich für den kirchlichen Frieden. Don der jetzt borge schlagenen Revision halte er nicht viel. Dieselbe biete dem katholischen Volke Nichts, denn die Beschränkung der Zahl bleibe bestehen und stelle alles unter Staatsaufsicht. Gerade der katholische Ordensstand sei berufen, die Gegensätze in versöhnlichem Sinne zu klären, und es werde eine Zeit kommen, In der man den Kapuzinern und Jesuiten noch dankbar sein werde für Aufrechterhaltung der Ordnung. Bedauerlich sei ferner, daß man den Orden der Schulbrüder in Mainz nicht in die Revision einbezogen habe. Trotz alledem werde er für die Vorlage stimmen. ES geschehe dies mit Ermächtigung des heiligen Stuhles und unter Festhaltung seines soeben vorgetragenen Standpunktes. Der Vorsitzende Graf Laub ach rügt den leidenschaftlichen Ton in der Rede des Herrn Bischofs, insbesondere die Bemerkung „komische Bestimmungen" u. A. Geh. Rath Dr. Goldmann erklärt, er werde nach den soeben gemachten Angriffen des Bischofs gegen die ganze Vorlage stimmen, da der durch die Revision beabsichtigte Friede mit dem katholischen CleruS nicht geschloffen werden könne. Staatsminister Finger bedauert die Ausfälle des Bischofs Haffner, die geeignet seien, nur Unfrieden in der Bevölkerung hervorzurufen. Bei den gepflogenen Verhandlungen habe selbst der Herr Bischof als oberster Hirte der katholischen Bevölkerung keine Aufhebung, sondern nur eine Revision der OrdenSgesetze erhofft. Mit dieser Vorlage glaube übrigens die Regierung dem augenblicklich vorhandenen Bedürfniß gerecht geworden zu sein. Prälat Habicht sieht in den Worten des Bischofs Haffner keine Friedensstimmung und diese Bedenken kämen ihm auch zur Genüge zum Ausdruck, wenn man die katholischen Zeitungen lese. Nicht bloS die katholische, sondern auch die evangelische Kirche habe Anspruch auf den Schutz des Staates. Gerade durch die Orden habe die evangelische Kirche am meisten gelitten, indem Hunderttausende durch einen gewissen Orden hingeschlachtet worden seien. Auch er werde gegen die Vorlage stimmen. Graf Erbach-Fjir st en au protestirt als Christ dagegen, als seien die OrdenSgesetze nur gemacht worden, um diese zu schützen. Diese schützten sich in Gefahr schon von selbst. Nachdem noch Bischof Haffner eine Abschwächung seiner Aeußerungen durch einige Erklärungen versucht hat, wird der Gesetzentwurf gegen 5 Stimmen angenommen. Für den Museums-Neubau werden unter Annahme der Resolution zweiter Kammer wegen der Besitzfrage 1500000 Mk. bewilligt. Den von der Regierung ferner gemachten Vorlagen, betr.den Gesetz-Entwurf: über die Bildung der Schulvorstände, die Abänderung des Art. 69 des Volksschulgesetzes, sowie die staatliche Unterstützung der erweiterten Volksschulen in den Landstädten und größeren Landgemeinden, Umwandlung der Bürgerschule zu GernSheim in eine staatliche Realschule, Berwilligung von weiteren Mitteln für die Land- wirthschaft, sowie einer Reihe kleinerer Forderungen trat die Kammer ohne Debatte nach den Beschlüssen zweiter Kammer bei. Eine Eingabe des Bundes Deutscher Frauenvereine auf — Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Anstellung weiblicher Fabrikinfpectoren wird nach einem Antrag des Freiherrn v. Hehl dahin erledigt, Großh. Regierung zu ersuchen, die Anstellung einer weiblichen Fabrikinspectorin herbetzuführen. Bei einer Reihe weiterer Ersuchen und Vorlagen trat die Kammer ohne Debatte den Beschlüssen Zweiter Kammer bet und erledigte die Tagesordnung bis zu Punkt 36, Einkommensteuer-Gesetz. Wegen vorgerückter Stunde wird die Sitzung auf morgen früh 1I210 Uhr vertagt. Neueste Nachrichten» WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Eronberg. 27. Mai. Kaiserin Friedrich besuchte heute Nachmittag den zur Kur in Königstein weilenden General-Feldmarschall Grafen von Blumenthal in seiner Wohnung im Hotel Pfaff. Laibach, 27. Mai. Die leichten Erdschwankungen dauern noch immer fort. Der von der technischen Commission festgestellte Gesammtschaden beläuft sich auf 3,138,700 Gulden. 145 Gebäude müssen niedergelegt werden. Der auf dem Lande angerichtete Schaden ist von den Gemeinden auf etwa 4,000,000 Gulden geschätzt worden. Rom, 27. Mai. Nach amtlicher Feststellung ist das Gesammtresultat der gestrigen Wahlen folgendes: Gewählt wurden 326 Ministerielle, 102 Candidaten der con- stitutionellen Opposition, 31 der radikalen Opposition, vierzehn Socialisten. 35 Stichwahlen find erforderlich, die wahrscheinlich noch 19 Sitze für die Ministeriellen, 7 für die constitutionelle Opposition, 6 für die Radikalen und 3 für die Socialisten ergeben werden. WB. Washington, 28. Mai. Der Staatssekretär bei Auswärtigen, Gresham, ist gestorben. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 27. Mai. DaS Staatsministerium hat heute Nachmittag eine Sitzung abgehalten. Auf der Tagesordnung stand der Gesetzentwurf über die Organisation des Personal- credits der mittleren Stände, welcher noch in dieser Woche dem Abgeordnetenhause zugehen soll. Berlin, 27. Mai. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe wird sich am Pfingst-Montag nach der Insel Helgoland begeben. ES ist dies der erste Besuch, den der Reichskanzler als solcher der Insel abstattet. Berlin, 27. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." hört, daß auf Befehl des Czaren der Großfürst Alexis, der oberste Flottenchef, auf dem Landwege sich nach Kiel begibt, um den Kieler Festlichkeiten beizuwohnen. Feuilleton. Ein Künstler vor Gericht. Bor dem Berliner Gerichtshof erschien vor einigen Tagen mit dem etwas abgetragenen Sammet-Jaquett, dem weiten pemdkragen mit dem flatternden Halstuch und den bis auf ; den Kragen herabfallenden Haaren ein Künstler. Die Kunst ichien ihm aber, wie so manchem seiner Collegen, irdische schätze nicht eingetragen zu haben, augenscheinlich ging eS ihm recht schlecht. Seine GefichtSzüge zeigten die Ver- | chwommenheit, wie sie durch gewohnheitsmäßigen Alkohol- genuß zu entstehen pflegt. Aber selbstbewußt blickt er im Saale umher und auf die Frage deS Vorsitzenden, ob er der Naler Eduard G. sei, antwortete er bejahend. Vorsitzender: Sind Sie immer Maler gewesen? — Angeklagter (lächelnd): O nein, jetzt bin ich zum Seispiel Haupt-Acteur bei einem Marionetten-Theater. — 8 ors.: Was? Das ist ja wohl so eine Art Kasperle- Lheater? — Angekl.: Nun ja, aber ein gebildeter Mann !amr bei etwas Talent und ernstem Streben auch in dieser Stellung zur Bildung des Volkes beitragen. — Dors.: Nun, das wollen wir dahingestellt sein lassen. Waren Sie nicht auch einmal Dekorateur? — Angekl.: Gewiß, ich Dar schon Dekorateur, Photograph, Schnellmaler, Bildhauer, Schauspieler, Modellsteher und Souffleur. — Dors.: Gott bewahre, find Sie vielseitig. Aber es geht Ihnen bei alledem wohl nicht besonders? — Angekl.: Ich möchte nicht widersprechen, an meiner Wiege ist es mir nicht gesungen worden, daß ich in meinem fünfzigsten Jahre noch hinter Meefe Bretter muß, die die Anklagebank bedeuten. — Pors.: JH sehe auS den Acten, daß Sie aus guter Familie find. Nie sind ja auch bisher nicht mit dem Strafgesetz in Con- fliLt gekommen und was Ihnen zur Last gelegt wird, ist nicht so schlimm. Sie sollen eigenmächtige Veränderungen an dem Schilde des SchankwirthS M. vorgenommen haben, wodurch eS für den Etgenthümer unbrauchbar geworden ist. Er hat nun Strafantrag wegen Sachbeschädigung gestellt. — Angekl.: Der Mann hat mir den Auftrag gegeben, ich sollte die Sachen auf dem Schilde so natürlich wie möglich malen. Das habe ich gethan. — Vors.: WaS erhielten Sie für die Arbeit? — Angekl.: Eine Schande, daß mans sagen muß . . . neunzig Pfennige. — Dors.: Dafür war allerdings nicht viel zu leisten. — Angekl.: Und doch behaupte ich, daß es in seiner Art ein Kanstwerk ist. — Dors.: Wie sind Sie denn zu dem Auftrag gekommen? — Angekl.: Es ist eine etwas eigenthümliche Geschichte, wenn ich bitten darf, lassen Sie sich dieselbe lieber von dem Wirth vortragen. — Dors.: Gewiß, wenn Ihnen daS lieber ist. — Der Zeuge C . . . betritt den Saal, unter dem Arm einen in Papier gewickelten flachen Gegenstand, augenscheinlich das Schild, tragend. Der Aufforderung, den Sachverhalt zu erzählen, kommt der Zeuge in folgender Weise nach: Ick fitze da an eenen Januar-Abend in meinem Kellerlocal un habe bloS zwee von meine Stammjäste, een paar olle Herren, bei mir. Da kömmt der Anjeklagte rin, fordert fich Jedränke un nimmt nicht weit von die ollen Herren Platz. Diese unterhalten fich von dem Krieg mit Frankreich un wo er fich von entspinnen dhat, wobei der eene meente, bet et doch höchst nobel von dem Prinzen Heinrich war, bet er bunemals den spanischen Thron ausjeschlagen hat. — Vors.: Nun, bet Prinz Heinrich ist es wohl nicht gewesen, aber nur weiter. — Zeuge: Mit eenem Male springt der Anjeklagte uf, stellt fich mächtig in Pofitur un meent: „Meine Herren, ick habe ooch schon einen Thron ausjeschlagen!" Wir kieken ihn alle an un denken, bet er woll nid) recht unwohl im Kopp iS, da sagt er weiter: „Jawoll, da iS nischt jelogen, ick war nämlich mal Jehilfe beim Hoftapezierer in Hannover." Wir lachen denn nu über den Witz un nöthigen ihn an unfern Disch un er zeigte fich ooch als een ganz kommilfoher Kerl, der alles wußte un konnte. Er hat mir nu meine Frau mit Kreide uff 'n Disch jemalen, so ähnlich, bet et stannenswerth war. So nach 'ne Stunde jehen die beeden ollen Herren" un nach eene Weile kloppt er ooch us'n Disch un will zur Verjoldung schreiten, wenigstens fragt er mir, wat er schuldig is. Ick rechne ihm vor: Sechs große Nordhäuser, zwee kleene Weißen und zwee Ziehjarren, det macht zusammen neunzig Pfennige. Ja', un nu rückt er damit heraus, det er keenen Nickel bei fich hat, er wollte det aber janz bestimmt den anderen Mittag ranbringen. Na, uf so wat sind wir nu natierlich jeaicht, ick sage ihm denn ooch meine Meinung un sage ihm ooch, bet ick ihn mch anzeig'n will, weil er sonst so ’n netter Kerl is. Er sollte man jehen. — Angekl.: Der Zeuge erzählt nich, daß er mich „Lump" und „Betrüger" genannt hat. — Zeuge: Der mag wohl find, man is natierlich ärjerlich un . . — Vors.: Schon gut, fahren Sie fort. — Zeuge: Am andern Mittag denke ick, ick soll lang hinschlagen, als der Herr richtig wtederkommt, eene Mark us'n Disch legt un fich eenen jroßen Nordhäuser jeden läßt. Ick denke so bei mir, „det iS doch een anständiger Kerl", un ick ärjere mir, bet ick ihm ben Dag zuvor so anjeranzt habe. Ick spreche denn leise mit meine Olle, un als die mit inverstanden iS, hake ick bet Schilb hier draußen von den Kellerinjang loS un bringe bet rin. Ick stelle det vor den Künstler hin und sage zu ihm, dat er mir die neunzig Pfennje jar nich zu jeden brauchte, wenn er mir bet Schild een biSken auf- repariren will. Del iS een sehr schönet Schild. Oben fitzt een kleener dicker Mann, der jerade eene rechte scheene Weiße an die Lippen setzt un unter ihm steht ein Teller mit eenem anjeschnitttznem Schinken, een Teller mit Wurst un eener mit Käse. Die Farben waren een biSken sehr durch die Witterung verblaßt. „Also det soll ick Ihnen uffrischen und den« wollen Sie mir da neunzig Pfennje for jeden?" fragte er Berlin, 27. Mai. In der bekannten anarchistischen An- gelegenheit Krebs und TöbS wird die Untersuchung von Seiten der Behörden rastlos betrieben. Die Braut des TöbS, die Kellnerin Paula Flügel, hatte neuerdings ein vierstündige» Verhör zu bestehen, bei welcher Gelegenheit ihr auch t'.e Porträt- der bekanntesten Anarchisten vorgelrgr wurden, von denen ste jedoch außer Krebs und TöbS Niemand kannte. Die Berrheidigung liegt tn den Händen des RechrSanwaltS Bieber, welcher baldige Haftentlassung beantragte. Berlin. 27. Mai. ÄuS Bremen wird gemeldet, daß der gestrigen zweiten Aufführung deS „Christus" der Flügeladjutant des Kaisers, Oberstlieutenant von Moltke, deigewohnr hat. Er iaformirre sich eingehend über die Daten der Wiederholungen, woran man in Bremen die Annahme knüpft, daß der Kaiser oder die Kaiserin den Besuch einer Christusaufführung inS Auge gefaßt haben. Berlin. 27. Mai. Bei dem Leiter de» anarchistischen UnterstützungSsondS, Schlosser Köhler, wurde dieser Tage von Geheimpolizisten Haussuchung gehalten. Sämmrliche Sammellisten, sowie die Abrechnungen Über die an die „Genossen" gewährten Unterstützungen wurden beschlagnahmt. Köhler befindet sich zur Zeit außerhalb Berlins auf Arbeit. Berlin. 27. Mai. Ein Cabeltelegramm des „Berliner Tageblattes" meldet aus Majunga: Am 17. Mai fand ein Gefecht bei Androntsh auf Madagaskar statt. Ein Bataillon der Sakalawa-Tirailleure erstürmte mit dem Bajonet die feindliche Stellung. Im Kampfe gefallen find 60 HovaS nnd nur ein Mann der französischen Colonletruppe. Die Franzosen erbeuteten mehrere Krupp sche Geschütze. Kiel. 27. Mai. Das von der Türkei bei der Germania« werft bestellte Torpedoboot, welche- angeblich wegen ZahlungS« differenzen bisher noch nicht abgeliefert worden ist, wachte heute eine Probefahrt in der Eckernförder Bucht, wobei eine Kessel-Explosion stattfand. Don der Bemannung find 6 Personen getödtet, 14 schwer verletzt. Sämmtliche Der« unglückte find Angestellte der Germania-Werft. Wien, 27. Mat. Der oberste SanirätSrath beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung unter Hinzuziehung mehrerer Profesioren vom Thierarznei-Jnstitut mit der in Ungarn ausgebrochenen Schw eine pest, welche ungeheuren materiellen Schaden anrichrer. Die Verluste tn Stetnbruch werden auf 4 Millionen Gulden geschätzt. Paris, 27. Mai. Der Botschafter Herbette ist gestern aus Berlin für einige Tage hier eingetroffen. Die Reise steht im Zusammenhänge mit der Betheiligung Frankreichs an den Kieler Festlichkeiten. London, 27. Mai. AuS Hongkong meldet die „Times", daß General Cheng KiTung für die Republikaner in Formosa Partei ergriffen habe. General Ku-tung'Kuk unterstützt ebenfalls die republikanische Bewegung mit allen seinen Truppen. Die Republikaner erhalten Geld, Waffen und Soldaten aus China. Warschau. 27. Mai. Wegen der in dem Kielcer katho- lischen Priester-Seminar entdeckten politisch«nationalen Umtriebe sind vier polnische Profesioren der Theologie des Seminars zur Verschickung nach Sibirien und 20 polnische Schüler zur Ansiedelung im Innern Rußlands verurtheilt worden. Der Kaiser hat daS Urtheil bereits bestätigt. — Die Ortschaft Agikent im Gouvernement Baku wurde von einem Erdbeben heimgesucht. 60 Häuser sind eingestürzt, 35 stark beschädigt. Viele Einwohner wurden unter den Trümmern der einstürzenden Häuser begraben. Ctcolc» rrnd ptwhtskflef« Gießen, den 28. Mai 1895. * • Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- hekzog haben Allergnädtgst geruht, die LehramtSasiesioren: 1) August Braun zu Bingen zum Lehrer an der Realschule daselbst, 2) August Todt zu Butzbach zum Lehrer an der Realschule daselbst, 3) Dr. Wilhelm Reeb zu Mainz zum Lehrer an dem Gymnasium daselbst und 4) Dr. Karl mit ’n Jesicht, als wenn er sein Glück nich trauen kann. „Jawoll," sage ick, da kommt et mir jar nicht uf an." „IS jut," sagte er, „det mache ick, ick will jleich Pinsel un Farbe holen." Er kömmt richtig nach eene halbe Stunde wieder und legt los. Ick kieke ihm über die Schulter un versäume meinen MittagSschlaf und freue mir, wie det von die Hand jeht un wie er det wunderbar schön macht, in eene Stunde war det Ding wie neu. Un als er beinahe fertig is, lege ick mir een biSken uf'r Ohr und flüstere meine Olle zu, sie soll ihm noch eenen Nordhäuser inschenken, aber for umsonst. Als ick um viere wieder runterkomme, steht det Bild uf'n Stuhl, mit die Malerei nach innen. Ick drehe det um un wat ick da zu sehen kriegte, det können Sie selbst in Dogen« schein nehmen. (Er wickelt das Schild aus der Hülle.) Sehen Sic hier den Mann, iS der mir nich zum Sprechen ähnlich? Sojar die Warze hier an die Nase iS mir druf. Aber denn sehen Sie hier. In die Weiße schwimmen sieben Fliejen, man sieht deitlich, det drei davon schon dodt sind. Un hier uf den Käse! Sehen Sie bloß die Maden un uf den Schinken den Schimmel und allenS so narierlich zum Jreisen. Wie iS et bloß möglich, det der Mensch der so schnell fertig jekriegt hat? Wo kann der Mann mir so ne Blamage anthun? — Bors.: Ich will Ihnen mal etwaß sagen, Herr Zeuge. Vergessen Sie nicht, daß Sie den An« geklagten Tagß zuvor geschimpft haben. Wenn derselbe sich nun dazu versteht, Ihnen daß Schild wieder umzuändern, so wie Sie eß haben wollen, würden Sie denn nicht den Straf« antrag zurückztehen? Nicht wahr, Angeklagter, Sie werden daß Schild ändern? — Ange kl.: Ich verspreche eß. — Zeuge. Schön, bet jede ick Beifall, ick habe nischt davon, det er bestraft wird, denn een tüchtiger Kerl iß er doch. — Bors.: Dann ist die Sache damit erledigt. — «Zeuge zum Angekl.: Also ohne Maden un Fliegen! Becker zu Alzey zum Lehrer an der Realschule und dem ( Progymnafium daselbst zu ernennen. •• Die Vierte Lanbeßverfammtnug btt jnternatUnelen 1 Crimiaalisiischeu Bereinigung. Landesgruppe Deutsches Reich, welche vom 5.—7. Juni dahier stattfiudet, har folgende Be« rathungßgegenstände auf die Tageßordnuvg gesetzt: 1. Erscheinen die Bestimmungen deß Reichsftrafgesetzbuchß über die correctionelle Nachhaft reformbedürftig? Bericht- •statter Dr. v. Engelberg, Strafanftaltßdirector in auuheim, und Schellmann, Direetor der Provinzial- ArbeitSanstalt Brauweiler bei Köln a. Rh. (auf Grund der außführlichen, von Profeffor v. Hippel in Srraßburg demnächst zu veröffentlichenden Darstellung). — 2. Individual- statistik wiederholt vorbestrafter Personen als Vorbereitung einer allgemeinen Rückfallstatistik (vergl. daß Gutachten von Dr. Kobner, Z. XIII. 615). Berichterstatter Geheimerath Dr. Kröhne in Berlin und Assessor Dr. Klein in Berlin. — 3. Daß bei einer Revision des Reichsstrafgesetzbuchs zu Grunde zu legende Strafensystem. Berichterstatter Geheime« rath Profeffor Dr. Seuffert in Bonn, Reichßgrrichtßrath Dr. Olßhausen in Leipzig. „In einem wohlgeordneten Staate dürfen Verbrecher nach überstandener Strafzeit uichl ihrem Schicksal überlasten werden, ohne daß der Staat sich mit Bedacht die Frage vorlegt, waß soll nun auß den Menschen werden, die entweder schon vor der Strafe nicht im Stande waren, sich zu nähren, oder denen jetzt, wo sie der Welt verächtlich und fremd geworden find, die Subflstenz erschwert worden ist? Wie können fie wieder am besten in die Welt eingeführr, wie kann ihnen durch ehrliche Thätigkeit ihre Existenz erhalten und überhaupt der Staat gegen neue Anfälle vor ihnen gesichert werden?" So schrieb an der Wende des vorigen Jahrhunderts der Criminalist Feuerbach, in demselben Sinne schrieben und wirkten damals viele Andere — die criminalistische Litteratur war damals kaum weniger reichhaltig als heute — und dieselben Worte könnten heute in jedem Aussatze stehen, der sich mit der Reform unserer Strafrechtspflege, mit dem Problem der staatlichen Reaction gegen da» rückfällige, gewohnheitsmäßige Berbrecherthum be- fchäfngt. ES ist eben ein altes Problem, kein neues, vor dessen Lösung die heutige bürgerliche Gesellschaft gestellt ist, | eß hat stets bestanden und wird wahrscheinlich leider bestehen, so lange es Menschen gibt, nur um graduelle Unterschiede kann und wird es sich beim Vergleiche der einzelnen Zeitabschnitte handeln. Die Resormbestrebungeu werden lebhafter sein in Zeiten, in welchen das sociale Gewisteu der bürgerlichen Gesellschaft besonders tief aufgerüttelt wird, fie werden ruhen, wenn dastelbe schlummert. ES ist deßhalb kein Zufall, daß wir heute denselben Bestrebungen begegnen, wie vor hundert Jahren, ist doch die bürgerliche Gesellschaft in ähnlicher socialer Gährung wie damals. Damals suchte man die Lösung wisienschaftlicher Fragen durch AuSschreiben von Preisarbeiten zu finden, heute vereinigt man zu diesem Be- huse die Fachleute in Vereinen, Congressen und Versammlungen. Die Internationale criminalistische Vereinigung hat sich die Aufgabe gestellt, „die Auffassung, daß Verbrechen und Strafe ebensosehr vom sociologischen, wie vom juristischen Standpunkte aus ins Auge zu fassen ist und die sich daraus ergebenden Folgerungen in Wissenschaft und Gesetzgebung zur Anerkennung zu dringen." Schon heute, nach kaum sechsjährigem Bestände der Vereinigung, kann man sagen, daß es der Vereinigung allenthalben gelungen ist, wesentlichen Einfluß auf die Gesetzgebung zu erlangen: man verweist insbesondere auf die Schwerz und auf Belgien. Auch in Deutschland werden und müssen die gesetzgebenden Factoren den Bestrebungen der Vereinigung mehr und mehr Rechnung tragen und können sich der Einsicht nicht verschließen, daß auch in diese» dunkelste Gebiet des socialen LebcnS die Fackel der socialen Reform hineinleuchten muß. — Die Reformbestrebungen im Zeitalter der Aufklärung wurden erstickt durch den Mehlthau, welchen die Folgen der französischen Revolution, der code penal, dem Leben entfremdete philosophische Theorieen Über die Strafgesetzgebung außbreiteten, nur spärliche Spuren hinterließen fie In der Gesetzgebung. Heute ist die Lage eine günstigere, der Boden in der bürgen lichen Gesellschaft ist vorberettet und eß gilt, einen Schritt vorwärts zu thun, auf daß das Strafrecht, die Strafgesetz- gebung der starren Formen des Civilrechtß entkleidet, nicht das objektive Verbrechen zum Gegenstand juristischer Eon- struction und Systematik ferner gemacht, sondern daß Verbrechen als eine sociale Erscheinung auf gefaßt und behandelt werde- daS Strafrecht hat es eben nicht mit Sachen, Lebens« und BermögenSverhältnifien zu thun, welche in handliche BegriffSformen, RechtSfiguren gepreßt, knapp und scharf aus- geprägt werden können, fein einziges Substrat ist der Mensch in seiner unendlichen individuellen Mannigfaltigkeit. Der Verbrecher, nicht baß Verbrechen ist in den Vordergrund der Betrachtung zu stellen, wenn man die Mittel und Wege zur wirksamen Bekämpfung de» Verbrecherthumß finden will. Zu diesem Studium anzuregen, die theoretischen Grundlagen für eine auf sociologischer und anthropologischer Betrachtungsweise deß verbrechens aufgebaute Strafgesetzgebung zu suchen, ist daß Bestreben der Internationalen Crrminaliftischen Vereinigung, fie erkennt deßhalb in der Unterscheidung zwischen Gewohnheitß- und Gelegenheitßverbrechern den AuSgangß- punkt und die Grundlage für die künftige Strafgesetzgebung. Gerettet auß den Reformbestrebungen de» vorigen Jahr« Hunderts in die heutige Strafgesetzgebung hat sich als eine den Eingangs citirten Erwägungen entsprungene Maßregel bie correctionelle Nachhaft unsere» Reichsstrasgesetz- buchs. Sie bildet neben der Polizeiaufsicht, der vorläufigen Entlaffung den Ansatz für die organische Weiterentwicklung unsere» Strafsystemß, der Maßregeln zur Bekämpfung der Gewohnheitsverbrecher, ihr Studium ist deshalb ebenso historisch intereffant, wie eß anregend und lehrreich ist de lege ferenda. Auf Anregung v. Liszt » hat deshalb v. Hippel f. Zt. die Uebermeifung an die Landeßpolizeibehörde im geltenden Rechte zum Gegenstände seiner Differtation gemacht, der er nun eine • eingehendere Arbeit über dieselbe Frage folgen läßt. Arbeitfcheu und Landstreicherei find da» A unb O de» Dasein» der meitaul mersten Gewohnheitsverbrecher. Müßiggang — mag er nun ein freiwilliger ober unfreiwilliger sein — ift aller Laster Anfang, unb die Landstreicherei bildet da» große Reservoir, in dem der weitaus größte Procentsatz aller Gewodnbetts- Verbrecher untertaucht- wenn nicht im Zuchthaus, so rm ArbertShau», ober auf der Lanbstraße enden sie ihren trostlosen Lebenslauf. Gegen Arbeuscheu, Betteln und Landstreicherei wirksame Maßregeln treffen, heißt deshalb die Reservearmee des Gewohnheitkverbrecherthums in einem Augenblicke unschädlich machen, in dem sie zu schweren Verletzungen der bürgerlichen Ordnung noch nicht übergegangen ist- es ist bie erste zur Berathung gestellte Frage deshalb eine der wichtigsten der Criminalpolitik unb verdient baß Interesse weitester Kreise. Sie ist practisch wie theoretisch intereffant, weil gerade bei ihrer Lösung große socialpolitische Fragen mit Forderungen der Criminalpolitik verquickt find, weil bisher ihre Behandlung zwischen Justiz und Polizei getheilt war und weil endlich durch Aufnahme der logen. Nebenstrafe der carrectionellen Nachhaft in bie Strafgesetzgebung ein theoretischer Zwiespalt getragen worden, welcher auf Grund der bislang in der Gesetzgebung und Literatur herrschenden Strafrechtstheorie nicht gelöst werden konnte. Man umging die Lösung in unserem Reichsstrafgesetzbuch, in dem man neben der Hauptstrafe — Haft bi» zu ,ech» Wochen — noch die Neben- strase der Ueberweisung an die Lande»polizeibehörde schuf unb deren Vollstreckung den Verwaltungsdehörben überwies. Die Unzulänglichkeit unb Reformbebürftigkeit der einschlägigen Bestimmungen unseres Strafgesetzbuchs ist allgemein anerkannt, man wird von den bestellten Referenten eine sachkundige unb gründliche Beleuchtung der Frage erwarten dürfen und kant» auf anregende Verhandlungen gefaßt sein, da an der Lösung nicht nur önminaliften und Verwaltungsbeamte, sondern auch die Organe der Armenpflege, die Vertreter der Arbeitsnachweise, der Verpflegungsstationen, der Arbeitercolonien in» höchsten Maße interessier sind. Eins der wichtigsten, ober vielleicht richtiger gesagt ba» wichtigste Hilfsmittel zur richtigen Erkenntniß socialer Erscheinungen ist die Statistik, zuverlässig ist sie jedoch nur dann unb brauchbar, wenn sie richtig ist, wenn bie von ihr gebrachten Zahlenreihen unb Ziffern da» Ergedniß consequenten logischen Denkens find, und ihre Elemente entnommen find aus öen richtigen Quellen. Die Nothwendigkeit einer Reorganisation unserer Criminaistatistik unwiderleglich nachgewiesen zu haben, ist ein Verdienst Söbners, dessen Arbeit unb Vorschläge allenthalben Beifall gefunden haben. Dor Allem beim Studium der Frage, tn welcher Weise die Unterscheidung zwischen Gewohnheits- und Gelegen- heitSverbrecher in Gesetzesform zu bringen sei, bet der Suche nach den greifbaren Unterscheidungsmerkmalen dieser beiden Kategorien mußte die heutige Statistik versagen, weil in derselben das verbrecherische Individuum in der Gattung, im Verbrechen, verschwindet, während nur aus Grund der Mafien- Vergleichung individueller Entwicklungsgänge feste Anhaltspunkte für diese Frage gesunden werben können. Schon vor Köbner war für daS Studium der rückfälligen Verbrecher dieser Weg gewiesen worden, es ist da» Verdienst Köbners, den Weg abgesteckt unb festgelegt zu haben. Die Tagesordnung verläßt alsdann die Besprechung der Einzelfragen und verspricht den Theilnehmern schließlich ein Gesammtdild der zu erstrebenden Reform unserer Strafgesetzgebung. Bei der Bedeutung, welche die beiden Berichterstatter al» Theoretiker und Practiker in den Reihen der lebenden Criminaliften besitzen, kann man mit Recht auf deren Vorschläge in hohem Grade gespannt sein. Alles in Allem barf man sonach von ben gelammten Verhandlungen recht viel Anregung erwarten, bie geschickt ausgewählte Tagesordnung wird ihre Anziehungskraft nicht versagen und die Betheiligung an der Versammlung eine um so regere werden, als Jedermann Zutritt zu den Berathungen hat unb sich an bet Discnssion betheilige" kann. Dr. Karl Fuhr. • * Gießener Roder 'tzesellschafl. Auf dem Bootßplatz der Gießener Ruder Gesellschaft herrscht seit einiger Zeit rege« Leben. Neb n der Junior-Mannschaft, die schon seit vier Wochen fleißig trainirt und sich schon in sehr guter Rennverfaffung befindet, ist auch seit letzter Woche eine Senior Mannschaft zusammengesetzt worden Wie verlautet, vertheidigt in diesem Jahre die Gießener Ruder - Gesellschaft auf der 5. Regatta im Juli im Achter den Ehrenpreis Seiner Königl. Hoheit des Großherzog». • • Frühjahrs «aschießeu des Schützeaverems. Das An- schießen fand am Sonntag unb Montag theilweise bei schönstem Wettet statt. Am Sonntag wat die Betheiligung am Schießen eine mittlere, am Montag knallte eß unaufhörlich. Nach beendetem Schießen fand Preisvertheilung statt. Die Gaben bestanden in 4 Preisen auf 300 Meter Scheibe, in 6 Preisen auf 175 Meter Scheibe und in 6 Preisen auf Wildstand. Die als Preise ausgesetzten Werthgcgenstänbe waren gediegen und geschmackvoll. * • Mittelrheiaisches letufe#. Gestern wurde mit de« Anfahren des Holzes zu den Fest baut en begonnen. Letztere, besonders die große Festhalle, werden nach Pfingsten in Angriff genommen * • Radfahren. Am Sonntag siegte in Groß-Gerau Philipp Nicolau» von Gießen beim Straßenrennen auf eine Strecke von 13000 Meter mit einer Fahrzeit von 20 Minuten 35 Secunden. Der preisgekrönte Fahret ,st 19 Iahte alt und hatte 1500 Meter Vorsprung vor seinen Concurtenten. . • • Die Wasserleitung wird nun auch in die jenseits bet Lahn liegenden Stabttheile geführt. Gegenwänig ist man mit den Arbeiten auf bet ©rüde beschäftigt. — Rahrendruch. Gestern Abend gegen 8 Uhr erfolgte auf dem Ludwigsplatz ein Rohtbtuch bet ffianetlettung an eine« 225 mm weiten Rohr des älteren, dem Hochdruck angehörenden Rohrnetzes, infolge besten bas Master die Straßendecke durchwühlte und sich frei auf die Sttatze ergoß. Um nicht das Wastet für einen größeren Stadttheil ad- sperren zu müssen, wurden die Zuleitungsschieber offen ge»- - jft Qn ®er nUfl Sä; «ft? »«-« i»; tat'?1**'" (l "lt«fi«nt, tot” t fi?h '“#!n * ,«, wt ble6 "■ N'b-chrH d» ®r""6 ta dL llubl" StrafrtdM* le*l di-Um. “ ®“ neben b„ i«bch«'d- IM u«l ^den überwies. Dir Ver "tägigen ottgemtin anerkannt, einc sachkundige und ten dürfen und kann '/ da an der Lösung Jeamte, sondern auch Keter der Arbeits» Arbeitercolonien im 1 wichtigsten, oder IsmittriM richtigen tatistik^MMs venu sie richtig ift, Heu uni Mn da» ws sind, und chre !ligen Qurüru. Dir erer CriwinaistatW iu Verdienst AduerS, im Drisaii gesunden t Frage, in welcher chuheits- und Gelegenen sei, bei der Tuche rkmalen dieser beiden ik versagen, weil in i in der Gattung, int mf Grund der Massen- tätigt ftfit AnhaltS- tonnen. Sion not Migen Verbrecher i Verdienst Mner», staden. Die Tages- inug der Einzelsragen glich rin Gesammtbild er Ttrasgesetzgebung. in Berichterstatter als Reihen der lebenden »echt ans beten Vor- Alles in Allem darf unblutigen recht biet oiihtte Tagesordnung unddieMriligung werden, als Tedrr- hat und sich an ver Dr. Sari W; luj dev V°olr?iatz der herrscht seit eimzer ^-Mannschaft, die scho sich schon in W 8u tI # letzter * M iri),n Wie verlau.e , iet Ruder-GrM°st ckeuvereiuS. > •SVÄ? •* i,S££ Preisverthelluns "--7.-2 murde Mi de« Gestel" gönnen. ’S*«* >eim - h eil * uit einer 8 rt preiSgekl°° J ’ seine- ;t BoriprE , in Ht u auch ,nwiirliq ist " ° ffit «i* | K!""', Oß-> 6 i-ß-n >2* * ’ < Jmflh»™ lassen und die nächsten Schieber der angrenzenden Straßen sofort abgeschlossen. Nachdem der in dem abgeschlossenen, durchgehends in Gefälle liegende Theil des weiten Rohrnetzes vorhanden gewesene größere Wasservorrath sich in die alS- dald angefertigte Baugrube ergossen hatte und auS derselben auSgepumpt war, wurde noch während der Nacht an Stelle des gesprungenen ein neues Rohr eingesetzt, so daß die Leitung heute Morgen gegen 5 Uhr schon wieder vollständig hergestellt war. * * Wiedergesuodeu. Der seit vorigen Mittwoch fehlende Schulknabe Emden von hier ift gestern in Frankfurt a. M. betroffen und seinen Eltern zugeführt worden. • • Pfingstreiseude machen wir auf die in vorliegender Nummer enthaltende Bekanntmachung der Kgl. Eisenbahn- Direction Frankfurt a. M., betr. den Verkehr von Sonderzügen während der Pfingstseiertage, aufmerksam. ♦ ♦ Blitzschläge. Anknüpfend an unsere gestrige Notiz Über Blitzschläge während der Gewitter in den letzten Tagen wurden uns noch ferner gemeldet Einschläge an der Straße Lollar—Fronhausen und bei Dorlar- der interessanteste jedoch vom Sonntag auf der Badenburg. Daselbst fuhr der Blitz in eine Fichte, ein Theil des Strahls an dieser in die Erde, während ein anderer Theil in das Haus ab- sprang, glücklicher Weise ohne größeren Schadest anzurichten, aber überall die Spuren seiner Gewalt zurücklassend. • • Warnung. Es werden täglich und wiederholt Schulkinder, der Schule Entwachsene und Kinder unter 6 Jahren dabei betroffen, daß sie die Tags über von den Handwerks- leuren (Weißbindern) verfertigte Arbeit in der Senkenberg- straße beschädigen, indem sie den frisch aufgetragenen Speiß mit Holz, Steinen oder den Fingern abkratzen und so nicht allein den Meister schädigen, sondern auch die Vollendung der Arbeit beeinträchtigen. Sollte es den Eltern bei gutem Willen nicht möglich sein, von solchen strafbaren Handlungen abzuhalten? • * Reich au silbernen Hochzeiten wird der kommende Monat Juli sein. Als im Jahre 1870 der Ausbruch des Krieges bevorstand, ließen sich viele der AuSrückenden vor der Mobilmachung noch trauen. In der Garnisonkirche in Berlin wurden z. B. in der ersten Hälfte deS Juli fast täglich 15 bis 20 Paare durch Priesterhand verbunden, aber auch in anderen Kirchen der Umgegend und Provinz fanden schleunige Eheschließungen auS gleichem Anlaß in großer Zahl statt. Manche dieser Ehen ist ja durch den auf dem Felde der Ehre erfolgten Tod deS Mannes wieder gelöst worden, aber viele von ihnen können jetzt nach 25 Jahren erneuert and als Silber-Hochzeiten gefeiert werden. • Deutsches Turnfest. In einer am Samstag Abend in Hamburg abgehaltenen Versammlung der Vorstände der Turnvereine von Hamburg und Altona sprachen sich sämmt- liche Delegirte der 14 vertretenen Vereine für eine Abhaltung deS nächsten deutschen Turnfestes (1898) in Hamburg aus. Die Vorsitzenden der beiden größten Hamburger Vereine, „Turnerschaft von 1816" und „Sr. Pauli-Turnverein", die Herren Niernhetm und Dr. Hahn, wurden beauf- iragt, sich mit dem Senat und den Behörden darüber in's Einvernehmen zu fetzen, in wie weit diese dem Plane sympathisch gegenüberstehen. » • Schuldienst-Nachrichten. Am 13. April wurde der von dem KreiSrath zu Offenbach und der Mehrheit des OrtSvorstandeS zu Klein-Krotzenburg auf die erste Lehrer« stelle an der Gemeindeschule zu Klein-Krotzenburg, Kreis Offenbach, präsentirte Schullehrer Johannes Loy daselbst für diese Stelle bestätigt- — am 14. April wurde der Schulamtsaspirantin Gertrude Nischwitz auS Darmstadt eine Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Pfungstadt, Kr. Darmstadt, übertragen - — am 24. April? wurde der SchulamtSaSpirantin Therese Reck er t auS Groß-Zimmern eine Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Bieber, Sh. Offenbach, — am 27. April wurde dem SchulamtS- aSpiranten Conrad Hildebrand aus Nieder-Wetsel die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Udenhausen, Sh. Alsfeld, — am 3. Mat wurde dem SchulamtSaspiranten Wilhelm Bechtolsheimer auS Wonsheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bad Nauheim, Sh. Friedberg, — am 4. Mai wurde dem SchulamtSaspiranten David Jacob Gört sch auS Seeheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wembach-Hahn, Kr. Dieburg, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Jacob Zimmermann zu Gabsheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschvle zu Kostheim, Kreis Mainz, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranten Philipp Breyer aus Udenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Leehetm, Kreis Groß-Gerau, — an demselben Tage wurde dem Schullehrer Wilhelm Roth zu Rai«Brettenbach eine Lehrerstelle an der evangel. Schule zu Wimpfen a. B., Kr. Heppenheim, — am 7. Mai wurde dem Schullehrer Heinrich Büttner zu GraS-Ellenbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu BonSweiher, Sh. Heppenheim, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranten Otto Jung aus Darmstadt die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gras-Ellenbach, Kr. Heppenheim, — am 11. Mai wurde dem SchulamtSaspiranten Jacob Henkel aus Hillesheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Framersheim, Kr. Alzey, übertragen. ** Lebensmittel-Preise Ende April 1895. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landes- statistik kosteten: 1—--------- . ■€? rrL.o — jo »» c; »> g 0® ja w S tzL-2. 5» — s HA G 5 meist Pfu misch Brod ogger Brod "s N- Milch Lite »->« 'et « L 13 L g ä « D. «£> K TI Städte mit Octroi Darmstadt 76 70 76 66 70 11,5 10 97-107 18 5-6 Mainz 72 63 70 78 55 11,5 10 95-105 18 5-7 Offenbach 76 66 76 70 70 11 9 120-130 21 5—7 Worms 74 70 76 68 68 10 9 96-107 17 5—7 Gießen Städte ohne Octroi Lingen 72 67 58 65 65 9,5 8,5 84- 96 18 5-6 75 65 60 70 60 11 10 98-113 19 5-7 Bensheim 72 64 70 64 60 11,5 9 90-100 17 6—7 Alzen Friedberg 68 64 65 60 60 15 9 96-104 17 6-7 75 70 70 52 65 11,5 10 85- 90 18 5-6 Alsfeld 65 57 70 55 — 12,5 9,5 90-100 16 5 Lauterbach 64 64 60 60 55 15 10 100 16 5 Bürstadt, 24. Mai. Peter Diehl und Joseph Her le vergnügten sich beim Kegelspiel. Durch die Dazwischenkunft der Ehefrau Herle entstand zwischen Diehl und Herle Streit, welcher derart ausartete, daß Diehl, trotzdem er mehrmals vor die Thür gesetzt wurde, Gelegenheit fand, seinem Gegner Herle einen Stich ins Herz zu versetzen, welcher Herles augenblicklichen Tod zur Folge hatte. Diehl, welcher als Raufbold bekannt und bereits wegen Körper- Verletzung mehrfach bestraft, ift flüchtig. Bis zur Stunde ist sein Aufenthalt nicht ermittelt. Tragisch wirkte die Erinnerung, daß der Vater des Ermordeten im Jahre 1869 fast auf denselben Tag aus ähnlicher Veranlaffung sein Leben lassen mußte. Büdiugeu, 26. Mai. Heute wurden uns von Herrn W. Kaltenschnee einige vollständig reife Erdbeeren vorgezeigt. — Unsere Hofapotheke wurde heute, wie wir hören, für die Summe von 200,000 Mark an Herrn Dr. Schäfer von Darmstadt verkauft. B. A. 2Ctrd?lid?c Anzeige« der Stadt Gietzen. iSottesdieust In der Synagoge. Mittwoch, den 29. Mai, Wochenfest. 1. Tag. Vorabend 780 Uhr, Morgen« 881 Ubr, Nachmittags 4 Uhr. Donnerstag, den 30. Mat, Wochenfest 2. Taa. Vorabend 9 Uhr, Morgens 880 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Festes- ausgang 9,s Uhr. _____________ GotteSdtrust der israelitischen ReligionSgeiellichast. Mittwoch den 29. Mat und Donnerstag den 30. Mai, Wochenfest. . , Vorabend 7<5 Uhr, Mittwoch Vormittag 980 Ubr, Predigt 10» Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Abends 915 Uhr, Donnerstag Vor- mittag 8 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Festesausgang 9-° Uhr. Verkehr, Land- «nd Velksrnirthschast Gieße«, 28. Mai. Marktbericht- Auf dem Hernien «ochennunckt kostete: Butter or. W 0,75-0,96, tfttbnuetr 2 Stück 9-11 4, Enteneier pr- St. 6 Gänseeier vr- Er. 10-11 H, »äse vr. St. 5-8 X Käseumtte or. 6t 8 X, Erv n vr. Liter 18 H, Linsen or. Ater 30 4, Tauben pr. Vaar -X 0,70 bis 0,80, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,20, Hahn,*- pr. Stück x 1.00-1.60, Enten vr. St. JL 1,80-2,00, Ochsenfleisch pr. Psd- 72—76 Kuh- u. Rindfleisch pr. Pfd. 66-68-9,, Schweinefleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Dsd. 56-60 X Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 -X Kartoffeln pr. 100 Mio 5,00-6,00 Jt, Wettzkrmir pr. Stück —.— -1, Zwiebeln pr- Eentt"" 9,00—10,00 X, Milch pr. Liter 16—20 X Kirschen pr. Pfund 60—70 H. Witterung» an» fithtin am 28. Mai Mittag? 12 Uhr (Wetterhäuschen tn der Südenlage). Anmerkung: Die punktirte Linie bei der Barometerscala gibt den Stand deS vorhergehenden TageS an. Barometerstand. co MU s s- __&- 3 « "9 3 ___L__L— Thermometer: min. + 8° R., max. 4-19° R. Hygrometer: Trocken. Witterungsbericht vom 27. Mai. Hoher Druck drängt, vom Westen her in den Continent herein, während die Depressionen ostwärts in daS Innere von Rußland abziehen. Gleichzeitig ift aber im Mittelmeergebiet der Luftdruck wieder gesunken. Soweit die mangelhaften Nachrichten erkennen lassen, ziehen dort mehrere kleine Depressionen von Westen nach Osten. In Deutschland klärt das Wetter auf, nachdem gestern in der Pfalz und in Franken noch Gewitter stattgesunden haben. Im südlichen Bayern ist Regen gefallen, im Gebirge in beträchtlicher Menge. Die Morgentemperaturen sind im Allgemeinen wenig verändert. Voraussichtliche Witterung r Allgemein warmes Wetter. Im Norden heiter, im Süden noch wechselnde Bewölkung. _______________________________ Temperatur der Lahn und Luft nach Reeumur gemessen am 28. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 14°, Luft 14» im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. Foulard-Seide 95 Pf. bis 5.85 p. Mk. — japanesische, chinesische :c. in den neuesten Dessin? u. Farben, sowie schwarze, weiße und farbige Henneberg-Seide von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, karrtrt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 oersch. Farben, Dessins 2C.), Porto- und steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. 8081 Seiden-Fabrik G. Henneberg (k. u. k. ho«.), Zürich. Bekanntmachung. In da» Handelsregister wurde eingetragen: 1. Die Firma „Lahnkalk-Jndustrie A u g. Gabriel jr." zu Gießen erhielt den Zusatz „und Marmor", sodaß die Firma jetzt heißt: „Lahnkalk- und Marmor-Industrie Aug. Gabriel jr.". 2. Für die Firma Benner L Krumm zu Gießen erhielt der Buchhalter Georg Kreuder zu Gießen Procura. 3. Für die Firma Wilhelm Seuling zu Gießen erhielt Wilhelm Seuling Ehefrau, Emma, geb. Reffling, zu Gießen Procura. 4. Carl Nowack zu Gießen betreibt seit dem 15. October 1894 zu Gießen unter der Firma „Carl Nowack" ein Mode- und Seidewaaren- Geschäft. 5. Kaufmann Ludwig Rinn von Heuchelheim und Kaufmann Heinrich Wilhelm Cloos von Nidda betreiben zu Heuchelheim seit 1. April 1895 ein Cigarrenfabrikationsgeschäft unter der Firma: „Rinn und ClooS" in offener Handelsgesellschaft. Jeder der beiden Theilhaber ist zur Zeichnung und Vertretung der Firma berechtigt. 6. Kaufmann Sally Flörsheim zu Gießen und Schirmmacher Johannes Spieß zu Hintermeilingen Kreis Limburg, betreiben zu Gießen seit 1. Mai 1895 einen Handel mit Schirmen, verbunden mit einer Schirmfabrik unter der Firma „Johann Spieß & Cie." in offener Handelsgesellschaft. Der Theilhaber Sally Flörsheim hat allem das Recht, die Firma zu zeichnen und zu vertreten. Gießen, den 28. Mai 1895. 4790 Großherzogl. Amtsgericht Gießen. Neuenhag en. General-Berfammlung -cs Spar- und Vorschuß - Vereins Allendorf a. d. Lda., eingetr. Genoffenschaft mit unbeschr. Haftpflicht, Dienstag den 4. Juni 1895, Bormittags 10 Uhr, im Rathhaussaale zu Allendorf a. d. Lumda. Tagesordnung: 1. Rechnungsvorlage vom Jahre 1894. 2. Aufstchtsraths- und Vorstandswahl. Allendorf a. d. Lda., am 24. Mai 1895. Der Vorsitzende des Auffichtsrathes. Wallenfels. 4727 Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf den vor den Pfingstfeiertagen zu erwartenden starken Verkehr liegt es im eigenen Interesse des Reisenden, sich möglichst frühzeitig an den Fahrkartenschaltern einzufinden. Um Verzögerungen im Zugverkehr zu vermeiden, müssen die Züge ohne Rücksichtnahme auf die etwa verspätet eintreffenden Fahrgäste zur fahrplanmäßigen Zeit abgelassen werden. Auch werden die Fahrkartenschalter pünktlich 3 Minuten vor der Abfahrtzeit eines jeden Zuges geschlossen. Zur Bewältigung des Verkehrs werden die nachfolgend näher bezeichneten Sonderzüge befördert: A. Auf der Strecke Frankfurt a. M.—Gießen am 31. Mai und 1. Juni d. Js. je ein Vorzug zum Zug 81 von Frankfurt a. M. (Abfahrt 11 Uhr 14 Mt. Abends) bis Gießen (Ankunft am nächsten Tage 1 Uhr 15 Mt. Vorm.), sowie am 1. und 4. Juni ein Vorzug zum Zuge 100 von Gießen (Abfahrt 4 Uhr 49 Mt. Nachm.) bis Frankfurt a. M. H.-P.-B. (Ankunft 6 Uhr 41 Mt. Nachm.). Fahrplan ist am Schalter zu ersehen. B. Auf der Strecke Frankfurt a. M.—Fulda am 1., 3. und 4. Juni d. Js. ein Nachzug zum Zug 22 von Fulda (Abfahrt 7 Uhr Nachm.) bis Frankfurt a. M. (Ankunft 10 Uhr 40 Mt. Nachm.), sowie am 1. Juni ein Vorzug zum Zug 25 von Frankfurt a. M. (Abfahrt 3 Uhr Nachm.) bis Fulda (Ankunft 6 Uhr 30 Mt. Nachm.). Fahrplan ist am Schalter zu ersehen. Die für gewöhnlich Montags zur Beförderung kommenden Züge 30a und 30 — letztere von Salmünster bis Gelnhausen — werden am Dienstag den 4. Juni dss. Js. gefahren. Außerdem kommt Samstag den 1. Juni d. Js. der Arbeiterzug 27a von Sachsenhausen bis Steinau zur Beförderung. 4786 Königliche Eifeubahu-Betriebs-Direction. Thierschutz-Verein Giessen. Henerat-Iersammlung Dienstag den 11. Juni d. I., Abends 8y2 Uhr, im „Hotel Schütz". Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht. 2. Borstandswahl. 3) Verschiedene Mittheilungen. 4781 Curfchmann, Vorsitzender. Berdiugirug von Ejsencoustructioneu. Für den zweiten Thril der Erweiter- ungsbruten des Großh. Landeshospitals Ho'heim (Station Goddelau der Eisenbahnlinie Frankfurt-Mannhttm) soll die Lieferun geiserner Stützen aus vernietetem Wtnkeleisen, sammt vernieteten Füßen und Köpfen aus Schweißeisen im Ge- sammtgewicht von circa 12000 Kilo vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen, Zeichnungen und Bedingungen liegen während der Wochentage auf dem Baubüreau des LandeS- bospitals Hösheim zur Einsicht auf, auch können Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen und Skizzen gegen Enttichtung von 60 Pfennigen daselbst bezogen werden. Bezüglich der Bedingungen für die Bewerbung um diese Lieferung im Allgemeinen wird auf den Ministerial-Erlaß vom 16. Juni 1893 verwiesen- Die Angebote sind verschlossen, postsret und mit entsprechender Aufschrift bis r tenstag den 11. J««i d. I«, Bormittags 11 Uhr, bet unterzeichneter Dienststelle einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote um diese Zett stattfindet. 4784 Bensheim, den 25. Mai 1895. Großh. Hochbauamt Bensheim. _________Jaeger.__________ GrHbrrheMr Eisenbahnen Die Lieferung von zwei vollständigen Morseapparaten (Normalfarbschretber) mit Zubehör und Tischen ist zu vergebm. Die Bedingungen können bei unserem Secretariat etngesehen werden, Angebote mit Zeichnungen sind bis zum 1- Juni einzusenden. Gießen, den 28. Mai 1895. 4797 Gr Direktion- Brennholz empfiehlt billigst 4550 E. H. Müller, Schillerstraße. empfiehlt 4759 4382 L. Thoma. 3219] im 4645] Kleine Mansardenwohnung zu I verm. E. Leib Wwe, Schützenftr-14.1 an die Exped. d. Bl. 4627 Martin Schmal» Aceord d. Bl. erbeten. Mädchen^'.« Antwerpe noch oermiethen. «aptanvgafie tS. Meinen Mitmenschen Post' in Gelinge« a. «. [6Ud t! Danksagung — nach fast 3 Zähren — kein Rück'all MAGGI5 schnelle Fahnen, gute Rkrpflcflinia. billigste Preise. 4765] Lache noch 6 bis 8 tüchtige Steinmetzen bei gutem Lohn oder 4712] ®in Lommerwagen, zwei» spLnniger Wagen und ein Hand» wagen zu verkaufen. St Jnghardt in, Mühlgasse 19. 477h] Ein gut erhaltener Kinderwagen zu verkaufen. Wottengass« 11. Schweser in Körbchen. Roastbeef 4626] Kleines Familienlogis zu oer- mietben.Rittergaffe 23 4745 Wallthor- 4522 1 gelben, trockenen Hautausschlaa am ganzen IrptT, welcher mich durch sein lästiges Benrath. Kölnerfir- 124. ch. »tckboff, Kutscher. 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Lloyd 106.— | Beloce 67.— Dortmunder Union 71.- Harpener 148.— Gelsenkirchener 16i .— L'auta 139.— 001J. Kurz & Co., Giessen, Hahllhlfstraßt 63. Frankfurter Börse vom 27. Mai 1896. iVi’/o Oefterr. SUbcrrentt 106.35 102 00 108 70 86.16 103.60 26.15 87.40 38.00 99.00 10475 104.25 106.15 4»/e Ung. Gold. Rente 3°/0 Portugiesen 6°, c Mericaner 4®/Q Monopol-Griechen von 1887 30/n Oefterr. StaatSbahn 0. 1886 92.10 1 4®/0 Etsenb. Rentenb. CM. 30/0 3UL staatSgar. Etsenb. 54.70,50/0 BuderuS Cbl. 8»/,°/o Deutsche ReichSanl. 30/0 Preuß. EonsolS 3Vio/o «r. Hesfische Obi. 40/0 Stadt Darmstadt v. 1891. 41/0 , Worm« unt b. 1901 31/, o/o Frankfurter Hyp. Bk. 101B0 3° “** »•«»*- von un> naiv de» rchiffenberger t»«lb Sonn, und Feiertags «achm. 2" alle 20 Kin. 1 Fahrpreis Werktag- Nach» 3 und 3« l 20 Pfg- An Wochentagen Fabrkartenvorperkaui bei v. ch G. Wallenftt» , Lelepdon 4o>. •UUbBX e. — Sm« * 4 ■* SH i «tat« * ta Die ßeutige Kummer umfaßt G Seneu.