. b. 61. Jg ch, erfahrene«, MW ?S'S W* Grünrbrrg^_— MI, Ml» z 3. @1. _______' mvesNM 11. xentabl-u- om abrrk. WA ilig U-eö' , ■< M sich[ . da zu -sttzer b°^?IimLeO. rtnl.wßn^ 'Seinem^ .«AnofUn» „ rflarten unl' ^WU« ll^, Z-G^M KSWf 1/^I^Iuüen du>^ ödien SSjs*6-^ Rr. 24 Der Klegener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener AnmikienSkäller werden dem Anzeiger wächentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Dienstag den 29. Januar 1895 Meßmer Anzeig er Kenerat-Ftnzeiger. Vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schukstraße M.7. Fernsprecher 51. Aints- und Anzeigeblatt für den Kwi« Gieren. ■ ' " ■ - ■-■■Ml ' ■■------ ■■ ■ - — «n»°hm. b« N°chmi«^, für dn. Hratisöeitage: Hießener Kamilienökätter. folgenden Tag erscheinenden Nummer biS Norm. 10 Uyr. | t? ö ö rc ö Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehmm Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Ans den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 26. Januar. Die Sitzung wurde um 9 Uhr eröffnet. Am Regierungstisch befinden sich Staatsminister Finger, Finanzminister Weber, Oberbaurath Wetz, Ftnanzrath Krug, Oberbaurath I m r o t h und Ministertalrath Schäffer. Zur Tagesordnung steht heute die Vorlage der Regierung wegen Erweiterung des Wormser Baynhofs und der Bau einer Eisenbahnbrücke in Gemeinschaft mit der Hessischen Ludwigs-Bahn, sowie die Regierungsvorlage wegen dem Bau einer festen Straßenbrücke über den Rhein bei Worms. Die erste Vorlage wird ohne Debatte genehmigt. Bei der zweiten Vorlage fordert die Regierung die Summe von 3 310000 Mk. Die Ausschußmajorität beantragt Genehmigung der Forderung, die Minortät dagegen Ablehnung. Abg. Reinhardt-Worms als erster Redner verthet- dtgt die Nothwendigkeit der Straßenbrücke in scharfer Weise. Er weist darauf hin, daß man sage, der Bau koste 12 Mil« Honen Mark. Darunter befinde sich auch bet Bau einer Etsenbahnbrücke und die längst nothwendige Erweiterung des Wormser Bahnhofs durch die Ludwigsbahn. Er verweist ferner auf die Verengung des Profils oberhalb Worms und auf daS von der RheincorrectionS-Commission hierüber abgegebene Gutachten, woraus hervorgehe, daß der Dammbruch bei Lampertheim nur auf dieses enge Fluthprofil zurückzuweisen sei. Hier frage eS sich, ob eS nicht eines Opfers von 50000 Mark jährlich werth sei, wenn man dadurch die Hochwasser-Gefahr und die dadurch hervorgerufenen Schäden beseitigen könne. Finanzminister Weber hätte gewünscht, daß der Bau der Straßenbrücke schon viel früher erfolgt wäre. Hoffentlich werde die heutige Kammer den gerechten Wünschen der Wormser Bevölkerung entgegenkommen und den geforderten Betrag genehmigen. Hoffentlich werde die Ausschußminder, heit mit ihrem Ablehnungsantrag nicht siegen. — Oberbaurath Schäffer begründet an Hand eines umfangreichen statistischen Materials die Nothwendigkeit der Straßenbrücke. — Abg. Metz-Darmstadt wird sich bei dieser Frage der Abstimmung enthalten, weil seine Mandatgeber mißgestimmt seien, daß die Stadr Worms der Gemeinde Lampertheim 370 bis 380 hessische Morgen Land der Bewirthschastung für eine Luxusidee entzogen habe. Er richtet aber die Anfrage an den Staatsminister, wie wett die Frage der Verstaatlichung der LudwigSbahn gediehen sei. — Staatsminister Finger erklärt, er sei bereit, der Aufforderung Folge zu leisten, doch müsse er erklären, daß die Eröffnungen, die er gebe, nur sehr beschränkte sein könnten. Die Regierung sei von der Ueberzeugung durchdrungen, daß die Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn ihre Aufgabe sei und bleibe. Um zu diesem Ziel zu gelangen, sei die Regierung nicht müßig gewesen. Sie habe stets die Ueberzeugung gehabt, daß dieser Erwerb für baß Land nur dann von Erfolg sein könne, wenn über Betrieb und Erwerb mit der preußischen Regierung Vereinbarungen getroffen würden. Diese konnten naturgemäß nicht rasch vorwärts gehen. Jetzt erst sei man zu einen Abschluß gekommen. Immer davon ausgehend, daß der Betrieb ein gemeinschaftlicher sein soll, werde man gegen die Ludwigsbahn in der Weise vorgehen, daß dieselbe daß Einverständniß gibt, oder daß gerichtlich festgestellt wird, daß der Erwerb innerhalb Hessens um den 20fachen Betrag deS noch festzustellenden Reingewinns zu erfolgen habe. Er mache hierauf ganz besonders aufmerksam, um das Publikum vor Schaden zu bewahren. Die Regierung werde versuchen, auf diesem Weg zum Ziel zu gelangen. Solle eine Verständigung nicht möglich sein, so werde die Regierung an die Verstaatlichung der in Rheinhessen gelegenen Linien zuerst herantreten. Für die Vorlage sprechen noch die Abgg. Osann, Jöst, Berg- sträßer, Wolfskehl, Heidenreich, Metz-Gießen. Gegen diese die Abgg. Jäckel, Sturmfels, Bähr und Schönberger. Die Abgg. Lichtenstein, Wernher und Christ beantragen, daß die Stadt Worms 300000 M. zu den Baukosten beitragen soll. Nach erfolgter Abstimmung wird der Antrag der Ausschußmehrheit auf Genehmigung von 3310000 Mk. mit allen gegen 18 Stimmen abgelehnt, dagegen der Antrag Lichtenstein und Genossen auf Bewilligung von 3010000 Mk. mit 26 Stimmen angenommen. Hierauf vertagt sich die Kammer bis zum Dienstag. Deutscher Reichstag. 24. Sitzung. Samstag, den 26. Zauuar 1895. Eingegangen find die Tabakfieuervorlage sowie die Ftnanz- resormvorlage. Abg. Zimmermann lAntis.): Ein Verschulden dürste nur angenommen werden, wenn der Schiffer auch die gewöhnliche Vorsicht außer Acht läßt. Redner empfiehlt dann gemäß den Beschlüssen von Schifferversammlungen noch die Sonntagsruhe im Schiffergewerbe sowie die Zuständigkeit von Gewerbegerichten für Streitigkeiten zwischen Schiffer und Schiffsbemannung. Abg. Wellstein (Centr.): In Bezug auf die Haftpflicht der Schiffer ist die Vorlage in ihren Bestimmungen zu hart. Erwünscht wäre eine Regelung der Arbeitszeit. Abg. Dietrich Hahn (Wild): In Bezug auf das Verhältniß zwischen Schiffer und Mannschaften hat man sich zu sehr an die Seemannsordnung gehalten. Die Lage des Kleinschiffergewerbes hat sich verschlechtert, dem muß abgeholfen werden. Redner empfiehlt, die Unfallversicherung auf die Hochseefischerei auSzudthnen. Sodann geht die Vorlage an eine Eommtssion. Es folgt die Berathung des Gesetzentwurfs betr. die privatrechtlichen Verhältnisse der Flösserei. Rach einer kurzen Debatte der Abgg. Placke, Weber, Rickert und Gerisch geht auch diese Vorlage an eine Commission. Es folgt erste Berathung des Gesetzentwufs betr. die Berufs- und Gewerbezählung im Jahre 1895. Abg. Dr. Schönlank (Soc.): Es hat lange gedauert, ehe die Regierung sich entschließen konnte, eine neue Gewerbestatistik zu veranlassen; man hat viele Millionen für den Militarismus ausgegeben, aber die lumpigen 2 Millionen für die Statistik waren nie vorhanden. Man fürchtet sich, die Verarmung der Massen in den Städten wie auf dem Lande ziffernmäßig klarzulegen. Man fürchtet, daß die Statistik den Beweis erbringen wird, daß der Socialismus Recht, die capitaltstische Gesellschaft Unrecht habe. (Widerspruch.) Die Vorlage genügt uns nicht; wir verlangen, daß mindestens ein Rahmen dessen angegeben wird, was die Zählung berücksichtigen soll. Wir verlangen besonders eine Speciattfirung der Haushaltungslisten nameniltch bezüglich der Kinderarbeit. Besonders die Beschäftigung der schulpflichtigen Kinder mit Kegel- Aufsetzen, Gebäckaustragen, Kinderwarten soll nach Zeitdauer und Bezahlung verzeichnet werden. Auch der Umfang der Arbeitslosigkeit könnte hierbei ermittelt werden; diese Erhebung würde ganz überraschende Resultate haben, wenn sie nicht, wie vorausgesetzt wird, am 14. Juni, sondern etwa am 14. Januar ausgenommen werden möchte. Aber man erkennt hieran die ganze Tendenz der Statistik, sie soll ausgenommen werden zu einer Zeit, wo Tausende von Ziegelei-, Canal-, Erdarbeitern auswärts beschäftigt find, lieber die Rothlage der Landwtrthschast werden wir durch diese Statistik auch Nichts erfahren; freilich, um den Antrag Kanitz zu debattiren, braucht man überhaupt kein Material. Soll die Statistik überhaupt einen Zweck haben, so muß die Commission die Formulare vorschreiben und ein Volks- und Berufszählungsgesetz schaffen, wie es Oesterreich längst hat. Unterstaatssccretär Dr. von Rottenburg: Die Formulare für die Berufszählung sind in weiteren Kreisen bekannt; auch der Vorredner kennt sie und bat sie in der Presse kritistrt. Sie werden auch in Kürze im „Reichsanzeiger" publicirt; früher konnte dies nicht geschehen, da der Bundesrath sich zunächst darüber schlüssig machen mußte. Ein längerer Zeitraum war nötbig, denn, wie der Vorredner richtig bemerkte, Haden sich die wirthschaftlichen Verhältnisse sehr verändert. Erhebungen in kurzen Zwischenräumen hätten also nur einen unwesentlichen Werth. Daß der Bundesrath das Ergebniß fürchte, muß ich bestreiten. Als Pytagoras feinen berühmten Lehrsatz erfunden hatte, opferte er eine Hekatombe; seit jener Zeit zittern alle Ochsen, sobald eine neue Wahrheit entdeckt wird. Der Bundesrath zittert vor dem Ergebniß der Zählung nicht, denn einmal gehörte er nicht zum Hornvieh und sodann scheute er auch nicht die Wahrheit. Abg. Hasse (ntl.): Die Begründung der Vorlage ist sehr dürftig. Soll mit dieser Zählung zugleich eine Volkszählung stattfinden ? Das Formular weist große Fortschritte auf. Der 14. Juni iü allerdings für eine Arbeitslosenstatistik kein günstiger Zeitpunkt. Die Unterscheidung zwischen gelernten und ungelernten Arbeitern ist schwierig, namentlich wenn man den Betreffenden selbst diese Unterscheidung überläßt. Unterstaatssecretär Dr. d. Rottenburg: lieber eine Volkszählung ist eine Entscheidung noch nicht im Bundesrath gefaßt; sollte eine solche beschlossen werden, so wird sie jedenfalls im Anfang December stattfinden können und es findet sich dabei Gelegenheit, die Frage der Arbeitslosigkeit zu erörtern. Abg. Hitze (Ctr.) bemängelt gleichfalls die ungenügende Verbreitung der Vorlage. Die Vorlage gehr an eine 14er-Commisfion. Es folgt erste Lesung der Vorlage, betr. den Zoll zu schlag auf spanische Importe (festgesetzt durch die kaiserliche Verordnung vom 25. Mat 1894.) Abg. v. Salisch (cons.): Für die zweite Lesung werden meine politischen Freunde eine Resolution einbringen, welche bezwecken soll, noch weitergehende Schritte gegenüber Spanten in dem Sinne der schon bet früherer Gelegenheit von mir etngebrachten Resolution zu ermöglichen. Abg. Graf Kanitz (cons.): Es handelt sich bei dieser von uns beabsichtigten Resolution darum, Spanien gegenüber auch die zollfreien Gegenftänve mit einem Zollzuschlag zu belegen. Abg. Dr. Hammacher (ntl.): Gegen Zollzuschläge auf zollfreie Gegenstände würden sich unserer Ansicht nach doch einige Bedenken erheben lassen, da es sich dabei vorwiegend um Gegenstände handelt, deren zollfreie Einfuhr auch im Interesse Deutschlands liegt. Dagegen würde es sich empfehlen, die Regierung zu ermächtigen, den Zollzuschlag für die zollpflichtigen Gegenstände unter Umständen auch über 50 pCt. zu erhöhen, damit Spanien sieht, daß wir Ernst machen. Die zweite Lesung wird von der Tagesordnung abgesetzt. Dienstag : zweite Lesung der Vorlage, betr. die Zollzuschläge । auf spanische Importen. Erste Lesung der Gewerbe-Ordnungs Novelle ; in Verbindung mit dem Anträge Gröber u. Gen. (Ctr.), betr. das . Wandergewerbe. Deutsches Reich. Berlin, 26. Januar. Der „Reichsanzeiger" meldet: „Der Kaiser hat am 25. Januar, Abends 71/» Uhr im hiesigen Königlichen Schlosse den japanischen Gesandten am hiesigen Hose, Vicomte Aoki, in Audienz empfangen und aus dessen Händen die Insignien der Kette des Kaiserlich japanischen Chrysanthemum-OrdenS entgegengenommen. Der Audienz wohnte der Staatssecretär des Auswärtigen Amts, Staats- Minister Freiherr von Marschall bei". Berlin, 26. Januar. DaS Kaiserpaar besuchte heute Vormittag die heute eröffnete Parlaghy-Ausstellung und sprach sich wiederholt der Künstlerin gegenüber, welche die Führung der Majestäten übernommen hatte, höchst anerkennend über die 104 ausgestellten Gemälde, zumeist Porträts bekannter Persönlichkeiten, aus. Berlin, 26. Januar. In der Budgetcommission deS Reichstages wurde heute die Berathung des Poftetats fortgesetzt. Die auch im vorigen Jahre abgelehnte Forderung für einen Unterstaatssecretär (20 000 Mk) wurde wiederum abgelehnt und zwar mit 13 gegen 11 Stimmen. Berlin, 26. Januar. Die „Post" veröffentlicht folgende Notiz. „Freiherr von Stumm-Halberg hat den Professor Wagner auffordern lassen, entweder die in seiner durch das „Volk" veröffentlichten Erklärung vom 24. Januar enthaltenen beleidigenden Aeußerungen zurückzunehmen oder? die unter Ehrenmännern übliche Genugthuung zu gewähren. Nachdem Professor Wagner beides unter nichtigen Vorwänden abgelehnt hat, überlassen wir das Urtheil über die Person und das Verhalten des Professors Wagner allen anständig Denkenden." Berlin, 26. Januar. Dem „Berl. Tagebl." wird telegraphisch aus Abbazia gemeldet, daß die deutsche Kaiserfamilie auch in diesem Jahre wieder, wahrscheinlich im Monat März, nach Abbazia kommen und einige Wochen daselbst verbleiben werde. — Das preußische Abgeordnetenhaus berieth am Freitag in vereinigter Discussion zum ersten Male die beiden Gesetzentwürfe, betreffend die Regelung der Gerichtskosten in Preußen, und betreffend die einheitliche Gestaltung der Gebührenordnung für Notare. Beide Vorlagen fanden auf allen Seiten des Hauses im Allgemeinen eine freundliche Aufnahme, trotz mancher Bemängelungen in Einzelheiten. Die Vorlagen gingen schließlich an die iJustiz-Commission. Nächste Sitzung Dienstag. Berlin, 26. Januar. Am Schluffe der heutigen Reichstagssitzung theilte der Präsident seine Geschäftsdispositionen dahin mit, daß am nächsten Mittwoch Schwerins- tag, Donnerstag event. Fortsetzung der Berathung über die Gewerbeordnungs-Novelle stattfinden soll. Dann sollen Wahl- prüsungen (Freitag und Samstag) und demnächst die zweite Etatsberathung folgen. Berlin, 26. Januar. Reichstagspräsident v. Levetzow hat am Schluß der gestrigen Sitzung in der Geschästsordnungs- commission erklärt, daß er sein Amt niederlege, wenn das Plenum die Erweiterung der Disciplinargewalt des Präsidenten ebenso ablehne, wie es in der Commission geschehen sei. Berlin,27. Januar. Das GeburtS fest des Kaisers ist heute Sonntag am Berliner Hofe im Rahmen der hierbei üblichen Feierlichkeiten begangen worden. Der Tag erhielt indessen diesmal noch einen erhöhten glanzvollen Anstrich gegenüber der letzten Feier von Kaisers Geburtstag bei Hofe, insofern, als eine besonders große Anzahl von Fürstlichkeiten die Gäste Kaiser Wilhelms an dessen Ehrentage waren. Neben den nächsten Verwandten des Kaiserhauses, wie dem Großherzog von Hessen, dem erbprinzlich Meiningenschen Paare, dem Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen u. s. w. waren u. A. noch erschienen die Könige von Sachsen und von Württemberg, der Großherzog und der Erbgroßherzog von Oldenburg, der Herzog von Coburg, der Fürst von Waldeck usw. Die meisten der fürstlichen Gäste verließen Berlin bereits im Laufe des Sonntag Abend wieder. Witten a. d. Ruhr, 26. Januar. Heute trug sich auf der Zeche „Rheinpreußen" ein schreckliches Unglück zu. Fünf Bergarbeiter stürzten aus dem Förderkorb und blieben sofort tobt. Karlsruhe, 26. Januar. Aus allen Theilen des Schwarzwaldes laufen fortgesetzt Nachrichten über Betriebsstörungen auf den Bahnen infolge der heftigen Schnee- stürme ein. Der Postverkehr wurde auf mehreren Strecken ganz eingestellt. Der 2 Meter hoch liegende Schnee wird von dem Sturme zu Dünen zusammengeweht, die Landstraßen von RothhauS nach Schluchten, Bonndorf und Grafenhausen find völlig verschneit. DaS in einem Thalkefsel liegende Dorf AmertSfeld ist von den über die Berge sich herunterwälzenden Schneemaffen lawinenartig zugeschüttet. Die Bewohner verkehren nur durch Canäle und Stollen von HauS zu HauS. In Sulzberg wurde gestern während eines heftigen West- sturmes ein leichter Erdstoß verspürt. Amberg, 26. Januar. Wie die „Amberger Bolksztg." meldet, ist in FuchSmühl die Anklageschrift deS Staatsanwalts eingetroffen. 146 Personen werden wegen Landsriedensbruchs vor das Landgericht Weiden verwiesen, ferner werden 13 Personen wegen Mißbrauchs der elterlichen Gewalt und der Dienstgewalt unter Anklage gestellt. Att-land. Wien, 26. Januar. In der hiesigen Gesellschaft der Aerzte sprach sich Hofrath Dräsche dahin aus, daß nach seinen Erfahrungen daS Diphtherie-Heilserum den gehegten Erwartungen nicht entspreche. Thatsächlich sei bei injicirten Kindern Eiweiß im Harne gefunden worden. DaS Urtheil sei wohl noch nicht abgeschlossen, doch ließen die unbestreitbaren Mißerfolge der Präventiv-Jmpfung und nicht ersichtliche Einwirkung des Heilserums auf Diphtherie an der Heilkraft des Pferde Serums von Roux und Behring nicht glauben. / Wie», 26. Januar. Wie die „N. Fr. Pr." meldet, erklärte König Alexander von Serbien den ihn in Wien erwartenden Herren, daß alle Gerüchte über einen Minister- Wechsel in Serbien unbegründet seien. Ber», 26. Januar. In Folge der heftigen Schn erstürme ist nunmehr auch der Eisenbahnverkehr über den Jura beinahe vollkommen eingestellt. Die Bergpässe sind unpassirbar. Brüssel, 26. Januar. Im Justizministerium brach heute Mittag Feuer aus. Der Brand konnte noch rechtzeitig gelöscht werden, ohne daß größerer Schaden entstanden wäre. Paris, 27. Januar. Das Cabin et Ribot setzt sich wie folgt zusammen: Ribot: Präsidium und Finanzen, Hanotaux: Auswärtiges, Trarieur: Justiz, LeygueS: Inneres, Poincare: Unterricht, Gadaud: Ackerbau, Chauremps: Colonien, Dupuy: Arbeiten, Lebou: Handel, Jamont: Krieg, Admiral Bernard: Marine. Paris, 26. Januar. Aus Toulon wird gemeldet, daß der Dampfer „Sarnorow" gestern den Hafen verlaffen hal und mit schwerer Ladung Kriegsmaterial und den ersten Truppen an Bord nach Madagaskar abgegangen ist. Die Volksmenge begrüßte das abgehende Schiff mit Hochrufen auf Frankreich. Mailand, 26. Januar. Der Verfertiger der Bombe, welche kürzlich in der Via Borgonnovo gefunden wurde, ist in der Person eines jungen Mechanikers Namens Arturo Milani verhaftet worden. In seiner Wohnung wurden Explosivstoffe gefunden. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 27. Januar. Graf Finck v. Finkenstein/ General-Lieutenant und Commandeur der 17. Division, wurde unter Beförderung zum General der Infanterie, zum comman- direnden General des 1. Armeecorps ernannt. Petersburg, 27. Januar. Der Minister v. Giers ist einer Brustbräune, zu der Lungenentzündung getreten war, erlegen. — Das „Journal de St. Petersbourg" schreibt zu dem Tode Gier'S: Rußland hat einen seiner hervorragendsten Staatsmänner verloren. Seine Ernennung zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten datirt vom März 1882, aber bereits seit dem Berliner Congreß leitete er unabhängig die auswärtige Politik, und es ist bekannt, ein wie treuer, begabter und überzeugter Aussührer der friedlichen Bestrebungen seiner erhabenen Herrscher er unter drei Regierungen gewesen ist, deren Dienste er, getrieben von heißer Vaterlandsliebe, seine Talente, seine Kräfte, seine unermüdliche Arbeitskraft und seine unschätzbaren Erfahrungen während seiner langen, fruchtbaren Laufbahn gewidmet hat. Unter dem schmerzlichen Eindrücke der Todesnachricht beschränken wir uns heute auf djcse wenigen Worte zum Gedächtniß des verstorbenen Ministers und behalten uns vor, später auf die Einzelheiten dieses dem Vaterlande so nützlich gewesenen Lebens zurückzukommen. WB. Berlin, 27. Januar. Eine heute früh erschienene Extraausgabe des „Reichsanzeigers" veröffentlicht an ihrer Spitze ein Schreiben des Kaisers an den Magistrat und die Stadtverordneten von Berlin, in welchem zunächst an die siegreichen Kämpfe im Jahre 1870/71 angeknüpst wird. In dem Schreiben heißt es dann weiter : Als Zeichen Meiner Anerkennung für die Stadt Berlin und zur Erinnerung an die ruhmreiche Vergangenheit unseres Vaterlandes will Ich daher einen bleibenden Ehrenschmuck für Meine Haupt- und Residenzstadt stiften, welcher die Entwickelung der vaterländischen Geschichte von der Begründung der Mark Brandenburg bis zur Wiederaufrichtung deS Reiches darstellen soll. Mein Plan geht dahin, in der SiegeSallee die Marmorstandbilderder Fürsten Brandenburgs und Preußens, beginnend mit dem Markgrafen Albrecht dem Bären und schließend mit Kaiser Wilhelm I. und neben ihnen die Bildwerke je eines für seine Zeit besonders charakteristischen ManneS, sei er Soldat, Staatsmann oder Bürger, in fortlaufender Reihe errichten zu lassen. Die Kosten der GesammtauSführung will Ich auf meine Schatulle übernehmen. Indem Ich Mir hierüber die weiteren Bestimmungen Vorbehalte, freue Ich Mich, dem Magistrat und den Stadtverordneten hiervon an Meinem Geburtstage Kenntniß zu geben- — Außer zwei weiteren Schreiben an den Cultusminister publicirt der „ReichSanz." eine größere Anzahl von Ordensverleihungen an Staatsbeamte und Offiziere und von Personalveränderungen in der Marine. Es erhielten u. a. die Minister Thielen, v. Hammer- steto, Schoenstedt und v. Koeller hohe Orden. Dem Staats- secretär deS Reichs-Postamts Dr. v. Stephan wurde der Rang eines Staatsministers verliehen. WB. Berlin, 27. Januar. Das Armee-Verordnungsblatt veröffentlicht einen Armeebefehl des Kaisers, in welchem der Monarch anläßlich der 25. Wiederkehr des Krieges von 1870/71 allen Denen seinen Dank ausspricht, welche an der Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches mitgewirkt haben- besonders richtet sich der Dank des Monarchen an daS Heer, welches mit den Truppen der BundeSgenoffen gewetteifert hat zur Erreichung des hohen Zieles. In dem Armeebefehl bestimmt der Kaiser, daß, so oft in der Zeit vom 15. Juli d. I. bis 10. Mai k. I. die Fahnen entfaltet werden, fämmtliche Fahnen und Standarten, denen Kaiser Wilhelm I. für die Theilnahme an dem Kriege Auszeichnungen verliehen hat, mit Eichenlaub geschmückt werden und die ersten Geschütze derjenigen Batterien, welche im Kriege 1870/71 gefochten haben, Eichenkränze tragen. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 27. Januar*. Anläßlich des heutigen Geburtstages des Kaisers prangt die Stadt in Flaggenschmuck, zahl- reiche Privatgebäude sind mit Guirlanden geziert. — Am Kaiserlichen Hofe fand zunächst Gratulation im engsten Familienkreise statt. Gegen 10 Uhr wurde in der Schloß- capelle feierlicher Gottesdienst abgehalten, um 11 Uhr begann die Gratulationscour, um 12*/, Uhr begab sich der Kaiser zu Fuß mit einer glänzenden militärischen Suite nach dem Zeuqbause, wo große Paroleausgabe stattfand - »ach derselben war im Königlichen Schlöffe Familien-Frühstückstafel, an welcher alle im Königlichen Schlosse erschienenen fürstlichen Gäste theilnahmen. Abends 6 Uhr findet Familientafel zu einigen 50 Gedecken und Marschalltafel zu ungefähr 120 Gedecken statt. kseater un» ptouhtjtcae» Siebe», den 28. Januar 1885 ** Zur Feier des Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers fand am Samstag Abend der übliche Zapfenstreich, gestern Morgen Tagreveille statt. Die Parade, welche dem Militärgottesdienste um IV]4 Uhr folgte, fand auf Oswalds Garten statt. Die in der Nacht vorher eingetretene Kälte (das Thermometer zeigte 15 Gr.) hielt auch während deS Vormittags mit geringer Abschwächung an, so daß das zahlreich zu dem militärischen Schauspiele erschienene Publikum fast in steter Bewegung blieb. DaS Regiment war der Kälte wegen in Mänteln angetreten. Nachdem die Aufstellung beendet, brachte der Regiments kommandeur Oberst v. Rosenberg das „Hurrah" auf den Kaiser aus, worauf nach Abschreiten der Front der Parademarsch erfolgte. Die Truppen rückten nach dem Vorbeimarsch sofort wieder in die Kasernen ab. Die Mannschaften wurden in der üblichen Weife be- wirthet und für dieselben am Abend Festlichkeiten veranstaltet. — Ein großes Festdiner fand um 2 Uhr im Clubsaale statt. *♦ Oberhesfischer Geschichtsvereiu. Mittwoch den 30. d. M. wird der Verein seine Januarfitzung abhalten. Herr Privat- docent Dr. Sauer hat für den Abend einen Vortrag zu- gesagt, deßen Thema: „Museen in alter und neuer Zeit", allseitigem Jnsereffe begegnen dürfte. (S. Inserat.) — Der fünfte Band der „Mittheilungen des Oberhefsifchen GefchichtSvercinS" ist nun auch erschienen und wird demnächst an die Mitglieder ausgegeben werden. Er enthält: Klewitz und Ebel: Die Gießener Matrikel (Fortsetzung)- Otto Buchner: Die Anfänge des Buchdrucks und der Cenfur in Gießen - H. v. Ritgen: Das Alter der Kirche zu Großen- Linden- A. Matt haei: Erwiderung auf diesen Aufsatz - Ritgen: Schlußwort hierzu- E. Heuser: Chastels Tagebuch vom 6. Juli bis 18. September 1796; G. Freiherr v. d. Ropp. Urkundliche Beiträge zur Geschichte der Herren von Falkenstein-Münzcnberg- K. Ebel: Regesten zur Geschichte der Stadt Alsfeld. I. Ferner kleinere Mittheilungen von H. Haupt, A. Rösche'n und G. Frhr. v. d. Ropp, Auszüge aus den Vorträgen des vergangenen VereinßjahreS, die Chronik des Vereins und das Mitgliederverzeichniß. **i Kriegerverein Gießen. „Ich bin eins mit meinem Volke!" Dieses Kaiserwort empfindet man so recht als wahr an Kaisers Geburtstag, wo Alles sich anschickt, dem Herrscher seine Huldigung darzubringen. Da können auch unsere Krieger- nnb Veteranen-Vereine nicht zurückbleiben; sie entfalten vielmehr einen regen Wetteifer, den hrhren Tag festlich zu begehen. Auch der Krieger Verein Gießen hat mit seinem 21jährigenStiftungsfest am 26. Januar (im Gießener Feftsaal) eine würdige Kaiser-Ehrung verbunden. Vor hochansehnlicher Festversammlung hielt der Vorsitzende, Herr Post- secretär Meyer, eine kernige Ansprache, auSklingend in stürmisch aufgenommenem Hoch auf Se. Maj. den Kaiser, sowie Se. Königl. Hoheit, unseren geliebten Landeövater. Dann folgte daS sehr amüsante Theaterstück „Militärfromm"- es erklangen patriotische Weisen- auch fehlten nicht die humoristischen Vorträge rc. Diesem wirk ich angenehmen Programm schloß sich ein geschickt arrangirter Ball an, so daß Allen die frohen Stunden nur zu rasch verflogen. ES spendeten auch unser verehrter Herr Regimentscommandeur, Herr Oberst v. Rosenberg, sowie die zahlreich erschienenen • Herren Offiziere vollstes Lob, welchem wir uns herzlich gern 1 anschließen. Sehr viel hat zum Gelingen des Ganzen wieder Herr Jopp Kremer beigetragen, was speciell erwähnt sein möge, auch fämmtliche übrigen Mitwirkenden botren den reichlich gezollten Beifall vollauf verdient. „Viribus unitis“ bleibe stets die Devise deS Vereins! •* Neues Theater. Morgen, Dienstag, Abend wird Herr Arthur Hücker seine Benefizvorftellung geben, zu der er das reizende Lustspiel „Goldfische" gewählt hat. Der junge Künstler hat in den verschiedensten Rollen bewiesen, daß er Talent besitzt und sich schnell — besonders durch seine schüchternen Liebhaber — die Gunst deS Publikums errungen. Wir wünschen ihm von Herzen ein volles HauS. Vou der Eisbahn. Mittwoch Nachmittag- findet Concert der RegimentSmufik auf der Eisbahn deS EiS- Vereins statt. Militärisches. DaS „Militär-Wochenblatt" meldet die Ernennung des Generals v. Bülow, CommandeurS der Großh. Hefsi'chen (25.) Division, zum commandirenden General des 8. ArmeecorpS, unter Beförderung zum General der Cavallerie. •• Einen neuen Wanderpreis hat der Kaiser an feinem Geburtstag gestiftet. Der diesbezügliche Erlaß lautet: Zu Meiner Freude habe Ich in letzter Zeit mehrfach Gelegenheit gehabt, wahrzunehmen, wie die Deutschen Männergefangvereine bestrebt sind, den vaterländischen Gesang zu pflegen und zu fördern. Eingedenk dcffen, daß Deutsches Sieb unb deutscher Sang alle Zeit auf die Veredelung ber Volksseele eine» segensreichen Einfluß geübt und die Nation in ber Treue gegen Gott, Thron, Vaterland und Familie gestärkt habe», wünsche Ich am heutigen Tage Meiner warmen Theilnahme an diesen Bestrebungen besonderen Ausdruck zu geben. Zu dem Ende will Ich hierdurch einen Wanderpreis stiften, welcher bei einem etwa jährlich zu veranstaltenden Wettstreit Deutscher Männergesangvereine dem jedesmaligen Sieger für die beste Leistung auf diesem Gebiet zuerkannt werden soll. Der Preis soll in Form eines Kleinodes auö edlem Metal hergestellt und bei feierlichen Gelegenheiten um den HalS getragen werden. Wegen der näheren Bestimmungen über die Veranstaltung des Wettbewerbes und die Verleihung dek Ehrenpreises sehe Ich Ihren Vorschlägen alßbalb entgegen. ♦* Der neue Entwurf eines Tabaksteuer Gesetzes beckt sich im Wesentlichen mit bem vorjährigen. In dem vorliegende» Entwurf ist eine Erhöhung der Einnahmen aus der Tabaksteuer um 32 Millionen Mark geplant. In dem Entwurf wird die Einführung der Fabrikatbesteuerung in Vorschlag gebracht. Die Jnlandsfteuer von 45 Mk. für 100 kg fermentirten Rohtabaks soll wegfallen und der Zoll deS ausländischen Rohtabaks um den gleichen Betrag, von 85 auf 40 Mk. für 100 kg, herabgemindert werden. Die gleiche Zollminderung soll auch den Tabaksdosen zu Theil werden. Von den ausländischen Tabaksfabrikaten soll nur noch ein Eingangszoll erhoben werden, unb zwar Cigarren und Cigarretten 900 Mk., für andere Tabakfabrikate 450 Mk. für 100 kg. WaS die Controle betrifft, so bleibt für den inländischen Pflanzer die Verpflichtung fortbestehen, ber Steuerbehörde die bepflanzten Grundstücke anzumelden und den geernteten Tabak zur Verwiegung zu stellen. Die bisherige Feldcontrole fällt fort. Der wesentliche Gesichtspunkt der Controle liegt in der Anordnung, die Lager unter Mitverschluß der Steuerbehörde zu stellen. Die Controle der Fabriken besteht im Wesentliche» in einer Buch Controle und in periodischen Bestandaufnahmen. Für den Kleinbetrieb ist auch in dieser Beziehung weit- gehende Erleichterung Vorbehalten. Die Facturen derFabrikante» sollen von dem Empfänger mit einem ihre Richtigkeit bestätigenden Vermerk versehen und dem Fabrikanten zur Belegung des Faciurenbuches wieder zugestellt werden. 4- Büdingen, 27. Januar. Zur Feier deS Kaisers Geburtstag sand gestern Nachmittag im „Stern" ein Festessen und Abends im „Fürstenhof'/ eine vom Kriege» unb Militär-Verein veranstaltete gesellige Bereinigung mit Musik statt. A Mainz, 27. Januar. Seit heute Morgen geht der Main wieder schwer mit EiS und ist bei andauernder Kälte auch bald Treibeis im Rhein zu erwarten. Im Freien wäre» verfloffene Nacht hier 11 — 12 Grad unter Null. — Der Geburtstag deS Kaisers wurde hier mit einer Fackel- serenade an dem gestrigen Abend unb einer groß-n militärischen Parade am heutigen Mittag begangen. In den Kirchen der verschiedenen Consessionen sand FestgotieSdienst unb nach demselben Gratulation und Empfang ber Behörden bei bem Gouverneur statt. Neben ben staatlichen und städtischen Gebäuden haben eine große Anzahl Privathäuser Flaggenschmuck angelegt. — Das vor einigen Tagen statt- gehabte Entweichen eines gefährlichen Verbrechers auö bem hiesigen UntersuchungSgefängniß hat die Staatsanwaltschaft zu strengen Maßnahmen über die Bewachung ber befangenen veranlaßt. Insbesondere finb auch Vorkehrungen zum Schutze beS GefängnißpersonalS gegen Uederfälle durch Gefangene getroffen. Vermischte». • Frankfurt a. M., 26. Januar. Ein seltener Anblick wird seit voriger Woche den Besuchern deS zoologischen Gartens zu Theil, Dort sitzen nämlich in einem ‘tauben- fäfig zwei Raubvöge l friedlich in der Gesellschaft der sanften Täubchen, ohne diesen eine Feder zu krümmen. Sie sind an ihre Hausgenossen vollständig gewöhnt unb lassen sich gerne von diesen im Gefieder grauen, während sie jeden fremden zu ihnen gebrachten Vogel sofort erwürgen. Diese biologische Merkwürdigkeit ist ein Geschenk, daS Herr Opel in Rüffelsheim bem Garten überwacht hat. Die Geschenke ! für den Garten scheinen überhaupt im neuen Jahre wieder ! recht reichlich zu fließen. Auch durch Ankauf erwarb der pecieQ ertoäbnt t1 ’ 'ribus Mi,« "*bl« ;»*ä. tat ™bgh d-r N,. ’S** Uta ' '5on,manbeuiÄ w omm*tnben £. erun9 zuw General an seine« ®i1q6 Uuttt: au A^ach Gelegenheit ^nnergesangvereine 6^MNu und iji unb beutschrr !” Wt einen “J“ ,n Treue mtIle gestärkt haben, ^°l°len Theilnahme )rui zu geben. Z„ Wanderpreis stiften, nstaltenden Wettstreit -smaiigen Sieger siir erkannt werden soll. 1 aus edlem MM m um den Hals ftt. stimrnungen über dir die Dnlchuntz des tu alsbald entgegen. stmr.tzesehes deckt sich Ja dem vorliegend» imen aus der Tabak- i. In dem Entwurf !rung in Vorschlag ge- ir 100 kg fermentixten >es ausländischen Roh- 85 aus 40 Mk. siir gleiche Mwinderung uben. Von den aus- noch ein Eingangszoll 1 ßigarretien 900 SU!., 100 kg. Was die rudischeu Mu^ex da Grde die bepsianzteu ntetm Tabak zur Der« feldcontrole fällt fort, itrok liegt in der An- j der Steuerbehörde zu besteht iw Wesentlich» chen Bestandausnahwen. >ieser Beziehung weit- factum der Fabrikant» n ihre Richtigkeit be- n Fabrikanten zur Be- gestellt werden. rFeierdesKaisers lag im ,Mn" tln l0f" eine vom Krieger- ellige Bereinigung mit (lllU mmWJ?, in a«6MetnitI S , m. 1S»W "7. Di« «II md -m« 6*5 «« »JU en fcnb o „ «MM 1 “•JSÄ* fit 61' ti- 8(Äf|t* iS 8s SZlffSt ®*"'t $1- ®‘£1 acht F* c^ahre ;S-<" itd) * Garten schon über 20 Thiere in diesem Jahre, worunter baß interessanteste ein Faulthier ist, eine Thierart, die der Garten erst einmal, vor nunmehr 20 Jahren, besessen hat. — Dem gegenüber hat der Garten den Verlust eines schönen Tigers zu beklagen. * Schwelm, 24. Januar. In Folge eines äußerst lebhaften Traumes hat der Schmied Mosblech sein Leben eingebüßt. Mosblech träumte Nachts, er befände sich in einem Eisenbahnzuge und müsse außfteigen. Er begab sich aus dem Bette zum Fenster, öffnete und stieg hinaus und brach bei dem Sturz zur Erde das Rückgrat. Einigen herzueilenden Personen konme er noch von seinem verhängniß- vollen Traume Mitthetlung machen, dann hauchte er sein Leben aus. • Stettin, 25. Januar. Der Dampfer „Patience", auf der Fahrt von Portugal hierher, mit 32 Menschen und einer Erzladuug, ist in der Nordsee untergegangen. * Rostock, 25. Januar. Laut hier eingetroffener Drahtmeldung ist das diesseitige Schiff „Karl Linck", Capitän Zeplin, im Atlantischen Ocean in sinkendem Zustande ohne Bemannung angetroffen worden. Das Schicksal der Besatzung ist ungewiß. • Goldberg (Mecklenburg), 25. Januar. Während der Güterverladung im hiesigen Bahnhofe ist der Kran geborsten. Zwei Arbeiter wurden getödtet, mehrere verwundet. * Leipzig, 22. Januar. Ein eigenartiges Er- ziehungsverfahren wandte der Schneider Karl Trompler bei seinem ältesten Sohne an. Als dieser eines Tages nicht gearbeitet, sondern mit seinen Geschwistern gespielt hatte, nahm Trompler ein heißes Bügeleisen und drückte es wie ein Petschaft auf das entblößte Rückenende feines Sprößlings. Die Wirkung blieb nicht aus: der Knabe erlitt eine handtellergroße Hautverbrennung zweiten Grades und trägt nun zeitlebens das Schneiderwappen in Form einer großen Narbe mit sich umher. Ein anderes Mal gab er dem Sohne 20 Stockschläge, sodaß dessen Kehrseite eine große Anzahl blutunterlaufener Striemen zeigte. Das Landgericht Bautzen verurtheilte den bösartigen Bater am 22. November v. I. wegen gefährlicher Körperverletzung zu 5 Monaten Gefängniß. Die Revision des Angeklagten, die nur Einwendungen gegen die thalsächlichen Feststellungen enthielt und den gemißhandelten Knaben als verlogen hinstellte, wurde heute vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. * Mannheim, 267 Januar. Wegen verschmähter Liebe jagte sich verflossene Nacht im Wiener „Cafe Central" dahier der 31 Jahre alte Kaufmann Carl Kohl aus Unter Schnaidheim eine Kugel in die Brust. Er starb noch in der Nacht. * Konstantinopel, 25. Januar. Zum Besten des Neu" baues der deutschen Schule in Konstantinopel, welche durch daß Erdbeben vom 10. Juli vor. Js. zerstört wurde, find bisher 90,000 Freß, gesammelt worden. Der Neubau wird 120,000—130,000 Frcs. kosten. * Einwohnerzahl der Erde. Mit Bezug auf die in Nr. 19 d. Bl. 2. Bl. enthaltenen Ravensteinschen Angaben wird uns mitgetheilt, daß die Zahl der römisch-katholischen Christen nicht 195 Mill., sondern 225 Mill., die Zahl der evangelischen Christen nicht 200 Mill., sondern 145 Mill, beträgt. Letztere Zahlen sind der Hickmann'schen Statistik entnommen. * Der Central Ausschuß zur Förderung der Jugend- und Volksspiele in Deutschland richtet bereits seit mehreren Jahren Curse zur Ausbildung von Lehrern und Lehrerinnen ein. Nach der hierüber vorliegenden Statistik sind seit 1890 bereits 1437 Lehrer und 903 Lehrerinnen ausgebildet worden. Auch für das Jahr 1895 find von dem Central-AuSschuß wiederum in allen Theilen Deutschlands 20 solcher Curse in Aussicht genommen und zwar erstens für Lehrer in: Altona im Mai (Oberlehrer Dr. Schnell)- Barmen 13.—18. Mai (Oberbürgermeister Wegner und Oberturnlehrer Schröter)- Berlin im Mai (Prof. Eckler, Friedrichstr. 229); Bonn 26. Mai bis 1 Juni (Dr. med. F. A. Schmidt)- Braunschweig, 27. Mai bis 1. Juni (Ghmnafialdirector Dr. Koldewey) - Breslau 29.—31. Mat (Oberturnlehrer Krampe) - D a n z i g im September (Oberlehrer Dr. Roßbund) ; Frankfurt a. M. 24. Mai bis 1. Juni (Turninspector Weidenbusch)- Görlitz 27. August bis 1. September (Ghm- nasialdirecior Dr. Eitner)- Hadersleb en 16.—20. April (Gymnasial Oberlehrer Dunker)- Karlsruhe im Laufe des Sommers (Director Alfred Maul)- Königsberg in Pr. 23.—29. Juni (Stadtschulrath Dr. Tribukait)- München 5.—12. Juni (Kgl. wirklicher Rath Weber) und Stuttgart im Sommer (Professor Keßler)- zweitens für Lehrerinnen in: Barmen 27. Mat bis 1. Juni (s. o.)- Berlin 4 Tage Ende Juni oder Anfang Juli (s. o.)- Bonn 4. bis 7. Juni (s. o.): Braunschweig 4.—8. Juni (Turninspector A. Hermann)- Breslau 8.—13. April (s. o.) und in Königsberg in Pr. vom 23.-29. Juni (s. o.). Die eingeklammerten Namen find die Herren, an welche die An- rneldung zu richten ist. Dieselbe muß thunlichft 3 Wochen vor Beginn der Curse erfolgen. Dieselben sind kostenfrei. * Prompte Reguliruug. Die Kölnische Unfallversicherung hat den vollen Betrag von 10000 Mk., mit welcher der Reisende Adolf Reining von Offenbach gegen Unfall mit Todesfolge versichert war, unverweilt an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Reining wurde bekanntlich in Nürnberg von einem Schneeabsturz tödtlich getroffen. * Die Verweiblichung der Hochschule. Und wir Männer . «ollen das starke Geschlecht fein? Wie thöricht diese Annahme, beweist schon ein Blick auf die Universität. Ist nicht die Mater des Ganzen eine Alma? Heißt nicht ihre bekannteste Schönheit Aula? Werden in den chemischen Hörsälen nicht mit Basen die anrüchigsten Dinge vorgenommen? Und stets schlimmer scheint eß werden zu wollen. Denn soeben sind an der Berliner Universität sechs Damen als Hospi-Tanten zugelaffen worden, auch wird immer lauter und lauter die Klage, daß die meisten Musensöhne mit Nichten studiren. Wie soll das enden? * Billige Correspoudeuz. Die „Deutsche Postzeitung" schreibt: Studiosus Pumpmeyer (im 10. Semester) zahlt seufzend das Porto für eine unfrankirte Postkarte und bemerkt zu seinen Commilitonen: Tempora mutantur (die Zeiten ändern sich), es wird alles theurer- wenn wir nicht verdursten wollen, müssen wir schließlich auf die Merkur- dtenste der Reichspoft verzichten, denn sie zapft uns jeden Heller ab. „Nun", meint schüchtern ein jüngeres Semester, „man sagt doch, Porto und Telegrammgebühren seien ermäßigt worden gegen früher." „Fuchs, Säugling", bemerkt mitleidig Pumpmeyer, „was weißt du Epigone von jenem goldenen Zeitalter, als noch des Reiches Postkuriere unentgeltlich unsere Nachrichten beförderten." Ungläubig lächeln die Füchse und wagen die Bitte, in ihrer Unwissenheit belehrt zu werden. „Gut", spricht erhaben Pumpmeyer, „ich will euer kindliches Gemüth bereichern: Mein Freund Klump, — Gott hab ihn selig, seinem Andenken meinen Ganzen, Füchse, ihr dürft ehrerbietig euch anschlteßen — also mein Freund Klump und ich theilen uns unfern Bummelplan häufig durch Postkarte mit. So schrieb ich z. B. an Klump: Lieber Pumpmeyer! Morgen früh als erste Thätigkeit 11 Uhr Couleurbummel auf d-r Promenade- dann Frühschoppen, daran anschließend Abendessen und Commers im „Faulen Affen." Dein Klump, stud. jur., Alte Bachstraße 10IV. Die Karte wurde, weil unfranktn, als unzuläsfig an den vermeintlichen Absender zurückgegeben, in diesem Falle mein Freund Klump. In gleicher Weise schrieb Klump an mich, Empfänger und Absender verdrehend, ebenfalls auf unsrankirter Karte, die dann mir.als unzulässig überbracht wurde. — Die unfrankirten Postkarten sind aber seit einigen Jahren nicht mehr zulässig, nein, sie kosten sogar doppeltes Porto. So ändern sich die Zeiten! * Mittel gegen Toastreden. Ein bekannter Feinschmecker hatte eine Anzahl Gäste bei sich versammelt, unter denen sich auch einige gefürchtete Toastredner 'befanden, von denen er sich für sein Diner nichts Gutes versah. Noch ehe das Voressen aufgetragen war, erhob sich der Gastgeber, klopfte zum allgemeinen Erstaunen an das Glas und begann: „Meine Herren! Ich bitte, sich diesen Speisesaal einmal genau anzusehen - fällt Ihnen nichts darin auf?" Die Gäste sahen sich vergeblich um. „Daß Merkwürdige an diesem Saal ist," fuhr der Gastgeber fort, „daß noch nie ein Toast hier ge'prochen worden ist, und mit meinem Willen auch nie hier einer gesprochen werden soll. Und nun guten Appetit." Die erschrockenen Toastreduer versenkten ihre Manuskripte in die Tiefe ihrer Taschen. _ Eingesandt. Gießen, 28. Januar 1895. Die Feier von Kaiser- Geburtstag. Ein Rückblick auf die verflossenen Tage zeigt uns zu unserer Freude, daß der „Pessimismus", von dem alle Zeitungen leitartikeln, in den Kreisen unserer Bürgerschaft noch nicht so tief Wurzel geschlagen hat, daß er die Feier von Kaisers Geburtstag irgend beeinträchtigen könnte. All die vielfachen Beranstaltungen erfreuten sich eines sehr zahlreichen Besuches, und es macht fast den Eindruck, als habe man sich vielseitig von dem Gefühle leiten lassen, daß es Ehrenpflicht sei, den immer dreister auftretenden Versuchen der radicalen Parteien, dem deutschen Volke die Freude an Kaiser und Reich zu vergällen, Mißtrauen zu säen zwischen dem Träger der Krone und feinem Volke — daß es Ehrenpflicht sei, diesen vaterlandslosen Demagogen zu beweisen, daß man noch treu zu seinem Kaiser hält und daß der Ruf „Kaiser und Reich" noch nichts von dem Zauber verloren hat, den er für unsere Väter und in den ersten Jahren des jungen Reiches hatte. Am sympattschsten von all den Festlichkeiten, Festessen, Fest- commersen, Bällen u. s. w. hat Einsender dieses die Feier berührt, zu der der Beteranenvereirr «Nb der Martneverein am Freitag Abend viele Hunderte aus den Kreisen unseres mittleren Bürger- standrs im Festsaale versammelt hatte. Die Feier wurde veranstaltet ohne den Ansporn einer osficiellen Verpflichtung und ohne die Unterstützung anderer größerer Organisationen, die Vorbereitung derselben legte den Mitgliedern der Vereine ganz erhebliche Opfer an Geld und Zeit auf, die Aufstellung des Programms und dessen Ausführung bewies, welch guter Geschmack und wieviel Geschick für solche Aufführungen in unseren Bürger- kretsen heimisch ist, und jedem Mttwirkenden sah man es an, daß er freudig die Arbeit auf sich genommen hatte und von wahrer patriotischer Begeisterung erfüllt war. Die Feier verdient deshalb nochmals besprochen zu werden. Alle lebenden Bilder wurden tadellos "gestellt, insbesondere waren die Settenreltefs des Ntederwalddenkmals: „Abschied" und „Heimkehr" sehr geschickt arrangirt, die Auswahl der dabei Mtt^ wirkenden vor Allem war eine äußerst glückliche. Ein sehr gut ausgeführtes Intermezzo war „die Wacht in den Colonien." Den elastischen, kraftvollen blauen Jungens sah man es an, man hörte es an ihrem gut eingeschulten Gesang, daß sie ächte Seeleute waren und mit Stolz die Uniform von Sr. Majestät Marine getragen hatten und noch trugen. An ihnen war alles ächt, auch die Uniform. Das Marinecommando in Kiel hatte, wie schon bet früheren Gelegenheiten, dem Marineverein die erforderlichen Uniformen zu der Feier geliehen; ein schöner Beweis, mit welch kameradschaftlichem Bande unsere Marine ihre Angehörigen auch nach der activen Dienstzeit umschlingt. Das wirkungsvollste Bild war für den Schluß aufgespart: die Wacht am Rhein, das Niederwalddenkmal. Dieses außerordentlich packende, vorzüglich aufgeführte Bild hob die patriotische Begeisterung der Festoersammlung auf den Höhepunkt. In gleichzeitigem, gemeinsamen Impulse stimmte die Versammlung begeistert die Wacht am Rhein an, während das Denkmal in schönster bengalischer Beleuchtung erstrahlte. Der Darstellerin der Germania dürfen wir unser Compliment nicht vorenthalten für die geradezu majestätische Ruhe und Sicherheit, mit der sie auf dem hohen Sockel Stand hielt, bis endlich der Jubel des Publikums sich gelegt hatte und der Vorhang zum letzten Male gefallen war. Die alten Kämpfer aus 1870/71 und die Angehörigen der immer kriegsbereiten jungen deutschen Marine können mit Stolz auf das schöne Fest zurückblicken. Sie haben nicht durch phrasenhafte patriotische Reden, mit denen man sich anderwärts ost genügen läßt, sondern durch die That bewiesen, daß ihr Herz warm und begeistert schlägt für Kaiser und Reich, daß die Treue zum angestammten Fürstenhause, die Liebe rum Vaterlande in ihren Kreisen gepflegt und gehegt werden. Möge cs den beiden Vereinen vergönnt fein, noch lange Jahre der Pflege dieser Tugenden obzuliegen, sie werden dadurch sich zufriedene, glückliche Mitglieder, dem Staate wackere Burger erziehen und darin den besten Lohn für ihre Arbeit und Mühe finden. Sie können auch der Anerkennung und freudigen Unterstützung aller Vaterlandsfreunde versichert sein, die es nicht für nothwendtg, nicht einmal für wünschenswerth halten, daß alle derartige Vereine untformirt und in einer großen Organisation zu- sammengefaßt werden. Darum frischauf zur Weiterarbeit unter der Devise: „Allzeit treu bereit für des Reiches Herrlichkeit!" Gieße«, den 28. Januar 1895. Allgemein hört man bittere Klagen über die schlechten Zustände des Tiefenwegs von der Bahnhofstraße aus. Die Pflasterung ist daselbst wirklich in solch erbärmlichem Zustande, daß der Decke r für das Publikum beschwerlich ist. Daß sich unsere Stadtverwc. - tung nicht einmal von diesen Uebelständen überzeugt, und daß bie Bewohner des Tiefenwegs nicht einmal darum etnkommen, damit wenigstens die Pflasterung etwas verbessert wird, ist sehr zu bedauern. Viele Passanten. Schiff-nachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 26.Januar. (Per transatlantifchenTelegraph.) Der Postdampfer Salier, Capitän A. Winkel, vom Nordd Lloyd in Bremen, ist am 25. Januar, 9 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampfer „Illinois" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 25. Januar wohlbehalten in Philadelphia angekommen. AivchttcheAnzeigen der evang. Gemeinde. Montag den 28. Januar, Abends 8 Uhr: Bibelftunde im Confirmandensaal der Johanneekirche. Erster Brief des Johannes, Cap 4, von Vers 7 an: Ursprung der Liebe aus Gott, Gemeinschaft mit Gott durch die Liebe. Pfarrer Dr. Naumann. Ucrrcsto Ovts- und Landeskunde. Soeben erschien vollständig: Weumanns OM-Wim te RliWll WA, dritte, von Direktor W. Keil neubearbeitete Auflage, mit 31S1ädteplänen, 3 Karten u. 275 Wappenbildern. In Halbledcr geb. 15 Mk. oder 26 Lieferungen zu je 50 Pf. ßin HilsSbuch ersten Ranges, enthält in ca. 70,000 Artikeln alle auf Deutschland bezüglichen topograpinschcn Warnen, sämtliche Staaten und deren B e r w a l t u u g s b e z i r k c sowie alle irgendwie erwähnenswerten Ortschaften, die Einwohnerzahlen, die Erhebungen über die NeligionSvcrhält- nissc, Angaben über die Lerlehrsanstalten, Banken, Behörden, Kirchen, Schulen, die Garnison, Gerichtsorganisation, Industrie, Handel und Gewerbe sowie zahlreiche historische Nollzen. = Prospekte gratis, die erste Lieferung zur Ansicht durch jede Buchhandlung. — Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig - Wien. £<3 - Ausführliche Verzeichnisse gratis in allen Buchhandlungen. = Bibliographisches Institut in Leipzig und Wien. Touristen und. Sommerfrischlern j» aufs wärmste zu empfehlen ist die bekannte Sammlung von Meyers Reisebüchern. Geschickte und zuverlässige Führung. Vortreffliches und reichhaltiges Kartenmaterial. 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