»i A®"' »ä“"ä KW rte!^^b ffe^ren?, wurde, und k. beren Utbtr ' d» bt"N I. £, . Lc,°6tr b » . *rin- (1329 Ä8 Sp > zu vemiethen- . 6elteW_ iTßflM-ÄÄ afft ' in§'r*St'’ KW-^ KÄä CWVyilUUB vv ..... ■ per 1, October zu oermieM gtmbau. Sahaüofstratze 27, rtt, 4 schön- Zimmer vvd t, -er tetober. __________ -iKSfT« E öUr rrt 3* -M^läge 8SUrt«n' , per 1b. Octoder ■’^Sstä30 UÄ'Ls 'T .f??PlDOn 6trtn hruvt, ?eJ '" meinem Hause, tuut> rn und 2 Mansarden nebst Zu- SnS °ber ohne Pserdesiel- ™ube und Gartenanthrtl, October ab ganz oder thellwch ethen. Cd. eiibtrdfa. Das von Herrn Schuchardt LogiS im zweiten Stock, mit Mmlichkeilen, Zrotfenbobtn ic veit zu oennietsm. »-« Anhr, Eonnmstrahe 2b. ®Dt kleine FaMenwohnung M_______Aytttveg 8, An neu hergerichteteS gamillen >rmmer nebst Zubehör, sosort zu n. «rünbergerkratze IS. Logis mit 4 Zimmern mit allem zu vermiethen. eorg Röhl, Bahnbosstraße 1 dritter Stock, 7 Zimmer nebst unb Sabttintityur.ß, per sofort t-m. 8. M L Bwe., _______Neuenweg ZK __ Ld'd Wüstnun-, Lrldwdtzstranr H : yi ttxmietyn. NbhereS jLfttnt Steed. Lüdanlage v- Ecke der verlängerten Vttmarck- i. Ltephanstraße 12, in nächster $ Realgymnasiums, der Uaiver' )b6T Rr 22« Der Gießener Anreiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS MonlagS. Die Gießener yemttieeOtiHer werden dem Anzeiger -wdchentlich dreimal beigelegt. Samstag den 28. September 189» Gießener Anzeig er General-Anzeiger. Dierteljähriger AßonnementsprcUf 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutstratze Ar.7, Fernsprecher 51. Amts- und Airzeigeblatt für den Ttveis Gietzen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamikienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2lmtlid?cr Thoil. Gießen, 24. September 1895. Betreffend: Die Ableistung des HuldigungS. und Ver- faffungseideS. Sei Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien der Amts- gerichtsbezirke Grünberg und Homberg. Die Ableistung des HuldigungS- und VerfasfungSeides Her in Ihren Gemeinden neu aufgenommenen OrtSbürger, sowie derjenigen Großherzoglich Hessischen Unteithanen, welche sich, ohne OrtSbürger zu werden, verheirathet haben, soll Samstag den 5. October d. I., Vormittags 9 Uhr, tn dem Rathhause zu Grünberg stattfinden. Wir beauftragen Sie hierdurch, die betreffenden Personen zu dem Termine vorzuladen und wie geschehen unter Angabe der Namen der Vorgeladenen anzuzeigen oder zu berichten, daß Niemand vorzuladen war. Halten sich derartige Personen auswärts auf, so wollen Sie deren Aufenthaltsort angeben. v. Gagern. Deutsche» Reich. Berlin, 26. September. Kaiser Wilhelm weilt voch in der Waldeseinsamkett von Rom int en, die Kaiserin gedenkt daselbst nächster Tage ihrem erlauchten Gemahl Gesellschaft zu leisten. Die aufgetauchten Gerüchte von einem angeblich bevorstehenden Besuche des Kaisers von Rußland beim deutschen Kaiser tn Schloß Rominteu haben sich, wie dies zu erwarten war, sehr bald als völlig unbegründet herauSgesteüt. — Der October, der erste eigentliche Herbstmonat, steht vor der Thür und hiermit wird sich auch das politische Leben tn Deutschland, welches bislang noch im Sommerschlummer lag, allmählig wieder schärfer accentutren. In den ersten Octobertagen werden die zur Zeit noch auf Urlaub abwesenden Mitglieder des preußischen Staatsmini« stertums und die StaatSsccretäre im RcichSdienste wieder nach Berltn zurückgekeh/t sein, alsdann kann man einer beschleunigten Inangriffnahme der Vorbereitungen für die parla- mentarische Wintercampagnr entgegensetzen. Die Bundes raths-AnSschußsttzungen haben sogar bereits wieder begonnen «nd im Laufe des October tritt auch der Colonialrath zu- sammen, gewiffermaßen als Vorläufer der nächsten Reichs- tagSsession. Welche Aufgaben in letzterer der Volksvertreter warten, daS muß sich allerdings erst noch klären Immerhin tann wohl daS Eine schon als feststehend betrachtet werden, Laß diesmal keine größeren Steuer- und Finanzgesetzentwürfe im Reichsparlamente zur Vorlegung gelangen, im Speciellen ins Neueste Nachrichten» Wolffs telegraphisches Correspondmz-Bureau. DarlehenSkaffen in Neuwied eine eingehende Besprechung ab- gehalten. Er fand überall das größtmöglichste Vertrauen, daß der Erfolg der neuen Anstalt gesichert erscheine. Berlin, 26. September. Die „Post" schreibt, daß nach dem Ausscheiden des englischen Botschafters die Rolle eines Doyens des diplomatischen CorpS zum ersten Male auf den türkischen Botschafter übergehen werde. DieWürde der Doyenne dürfte Frau Herbette zufallen. Berlin, 26. September. In der heute stattgehabten Sitzung des Centralausschusses der RetchSbank wurde über den Stand der Bank berichtet und constatirt, daß die Reserven der Bank am 23. September so bedeutende waren, daß eine Aenderung des DiScoulosatzes der Bank nicht in Aussicht zu nehmen sei. Schließlich wurde die Be- leihungSfähigkeit den Anleihen der Städte Mannheim, Heilbronn, Minden, Plauen, Beuthen und Bromberg zuerkannt. Berlin, 26. September. Die „Nationalzeitung" hört, daß in den nächsten Tagen tn Berlin die General-Con- ferenz für die internationale Erdmessung zusammentritt. Posen, 26. September. Die zweite und letzte Hauptversammlung des Congresses für innere Mission tagte heute unter dem Vorsitz des Profeffors Wirkt. Ober- consistortalraihs vr. Weiß-Berlin. Ueber das Thema: „Die Bedeutung b?r inneren Mission für das Gemeinbeleben besonders in der Diaspora" sprach Generalsuperintendent Dr. Rebe Münster. Nachdem der Vorsitzende eine Ueberficht der Arbeiten gegeben, wurde der Congreß geschloffen. Nachmittags sand in der Petrikirche ein SchlußgotteSdienst statt. Dresden, 26. September. Das Kriegsministerium veröffentlicht im Namen der Armee eine Danksagung an alle Betheiligte für die beim Oederaner Eisenbahnunglück geleistete Hilfe. Leipzig, 26. September. Unter dem Vorsitz von Seyffardt- Geh. RegierungSrath Dr. Gruenler im Auftrage der sächsischen Regierung und Oberbürgermeister Dr. Georgi im Auftrage der Stadt Leipzig die Versammelten begrüßt hatte, ging man zur Tagesordnung über. Anwesend waren etwa 150 Dele- flirten aus allen größeren Städten Deutschlands und auch aus Wien. Im Auftrage deS StaatSsecretärS v. Bötticher wünschte Geheimerath Kelch den Verhandlungen den besten Fortgang. Freiherr Dr. von Reitzenstein referirte Über die neueren Bestrebungen der Armenpflege in den für unS wichtigsten Staaten des Auslandes. Karlsruhe, 26. September. Wegen des lebhaften Herbst- Verkehrs und des damit verbundenen steigenden Wagenmangels hat die Generaldirection der Eisenbahnen die Sonntagsruhe vom 29. September bis auf Weiteres im Güterverkehr aufgehoben. Die pfälzischen, hessischen und württem- bergischen Bahnen beschlossen daS Gleiche. Freiburg i. Br., 26. September. In Anwesenheit deS ErbgroßherzogS ist heute dieOberbadischeLandwirth- schaftliche Ausstellung eröffnet worden. Baku, 26. September. Heute früh schlug der Blitz in eine Naphthafontaine und entzündete dieselbe. Das Feuer ergriff wettere fünf Quellen- ein Arbeiter wird vermißt, zwei sind verbrannt und drei erhielten Brandwunden. Der Brand scheint localisirt zu sein. Depeschen deS Bureau »Herold^. Berlin, 26. September. Die Kaiserin wird voraus- sichtlich am Dienstag den 1. October im neuen Palais wieder eintreffen. Berlin, 26. September. Auf richterlichen Beschluß ist heute die Nr. 37 der „Ethischen Cultur", welche wegen deS Artikels: „Der Kaiser und die Socialdemokratie" beschlagnahmt worden war, wieder freigegeben worden. Die betreffenden Exemplare wurden zurückgegeben. Berlin, 26. September. Die „National Zeitung" hält die Mittheilung einer Anzahl Blätter, wonach, wenn die Regierung im Reichstage keine Vorlage gegen die socialdemokratische Agitation einbringen sollte, die Nationalliberalen dazu die Initiative ergreifen würden, für völlig grundlos und sagt, keine Partei könne sich berufen glauben, eine derartige der Regierung obliegende Aufgabe zu übernehmen. Berlin, 26. September. Das General Comrnando des Gardecorps hat den einzelnen Truppentheilen des letzteren eine an den commandirenden General des GardecorpS v. Winterfeld gerichtete Allerhöchste CabinetSordre zur Keuntniß gebracht, in welcher der Kaiser seine volle Zufriedenheit über die im Manöver bewiesenen Leistungen deS GardecorpS ausspricht. Berlin, 26. September. Für die am 1. October d. I. Leben tretende Preußische Central-Genossen« schaftSlasse find alle Vorbereitungen getroffen. Der künftige Präsident v. Huene hat verschiedene Reisen unternommen und namentlich mit der Direction der Raiffeissen',chen dem Reichstage nicht zugehen wird. Metz, 25. September. Der Reichstagsabgeordnete Dr. Haas wird, da ein Nachfolger in der Person deS früheren EisenwaarenhänblerS, jetzigen Rentners Lvonard von hier, für ihn gefunden zu sein scheint, in allernächster Zeit sein Mandat niederlegen. Lsonard ist bis jetzt politisch noch nicht hervorgetreten, er gehört seit mehreren Jahren der Handelskammer an und ist ebenfalls clerical.F. Z. M es als ausgemacht, daß eine neue Tabaksteuer-Vorlag: I Crefeld sand heute hier die 15. Jahresversammlung deS dem Reichötaae nicht iiiaeben wird. Deutschen Vereins für Armenpflege statt. Nachdem Feuilleton. Theorie und Praxis. Novellette von Paul Bltß. (Nachdruck verboten.) Meine Frau hatte versucht, mir eine kleine Scene zu machen, aber eS blieb beim Versuch, denn ich reagtrte auf nichts. Mit einem Krach flog die Thüre zu. Meine beffere Hälfte hatte mich verlassen. Ich war allein. Ich lachte auS vollem Herzen laut auf. Die ganze Sache, der Streit um ein Nichts, kam mir zu komisch vor. Aber ich freute mich auch, daß ich meine Ruhe bewahrt und so die Würde des Hausherrn gerettet hatte. In demselben Augenblick klopfte eS und auf mein Herein Srat ein guter Freund von mir ein. „Na, was ist denn wieder vorgefallen?" begann er. „Deine Frau ist mir bleich und zstternd entgegengetreten. Du hast wohl wieder mal einen Krach gemacht?" Ich lächelte überlegen und endlich sagte ich, daß er der kleinen Geschichte eine viel zu große Bedeutung beilege. „Mir scheint nur," sprach er weiter und lächelte boshaft, „das kommt etwas oft vor." „Ach nein," antwortete ich, mich beherrschend, „so eine deutliche Aussprache ist sehr viel werth, — sie schafft Klarheit/ „Aber daß Du so viel Worte machst, beweist mir am testen, daß ich Recht habe." „Recht? Ja, waS glaubst Du denn?" „Ich glaube, daß, wenn man sich liebt, solche ©eenen überhaupt nicht Vorkommen dürfen." Der gute Junge tn seinem Eifer kam mir sehr komisch vor. Aber ich hielt an mich und antwortete ruhig: „Lieber Karl, mach Dich nickt lächerlich. Du bist noch ein glücklicher Bräutigam, aber heirathe erst — wer eine Frau ganz kennen lernen will, muß sie heirathen." „DaS sind schöne Worte," entgegnete er mir erregt, „aber weiter nichts." „Nun, wir werden ja sehen, wie weit Du mit Deiner sehr schönen Theorie kommen wirft, wenn erst die goldene Feffel Deinen Finger schmückt." Unser Gespräch wurde unterbrochen, denn meine Frau trat wieder ein und brachte mir einen soeben angekommenen Brief. ES war eine Einladung zu einer größeren Abendgesellschaft. „Wie ich mich darauf freue!" jubelte mein Weibchen. Ich aber zog meine Stirn in Falten und sagte ruhig und langsam: „Mein liebes Kind, wir gehen nicht zu der Gesellschaft." Der Freund starrte mich an und meine Frau war ganz sprachlos. „Nein," wiederholte ich, „wir gehen nicht hin." „Aber warum denn nicht?" fragte sie. „Erstens, weil ich mit den freundlichen Gastgebern keine Verbindungen anknüpfen will und bann, weil es mir zu kostspielig wird." „WaS kostet denn daS schon viel," warf meine Frau erregt ein, „meine Garderobe ist ja im Stande und nur ein Paar Handschuhe brauche ich." „Das ist auch daS Wenigste," sagte ich ernst, „aber wenn wir der Einladung Folge leisten, so haben wir auch die Verpflichtung, wieder Gesellschaft zu geben, — na, kurz und gut, es verursacht Kosten und macht Unruhe und beides möchte ich vermeiden." Meine Frau schwieg und kämpfte eine böse Antwort hinunter. Mein Freund schwieg und sah bald mich, bald mein Weibchen staunend an. Und ich schwieg auch und zündete mir eine Cigarrette an. Unausgesetzt, aber heimlich beobachtete ich meine Frau. Sie war in maßloser Erregung, aber sie schluckte all ihren Groll hinunter, um in Gegenwart meines Freundes keine Scene zu provociren. Endlich aber erhob sie sich, sagte meinem Freunde Adieu, würdigte mich keines Blicke» unb rauschte hinaus wie eine beleidigte Fürstin. Mein Freund zuckte die Schultern. Ich sei ihm ein Räthsel. Mich aber ließ baß ganz kalt. Ich kenne meine Frau und weiß, wie lange solche Stimmung vorhält: beim ersten Kuß, den ich ihr gebe, liegt sie wieder in meinem Arm. Aber ich wollte mir auch keine Blöße geben und deßhalb ließ ich sie grollend hinauSgehen. „Ein Räthsel bist Du mir." „Warum?" fragte ich. „Man soll seiner Frau eine solche kleine Bitte nicht abschlagen." „Lieber Junge, daS nennt man Ehepolitik: ich ersticke da» Hebel im Keime. Aus kleinen Bitten werden große und schließlich hat meine Frau die Hosen an." „Aber man kann bock mal nachgeben." „Nein, baS soll man nie, wenn man im Recht ist." (Schluß folgt.) Berlin, 26. September. In einer hier gestern abge- haltenen stark besuchten focialdemokratischen Frauen- Versammlung wurde lebhaft über die geringe Berück- stchtigung geklagt, welche die Frauen in der socialdemokratischen Partei finden. ES wurden zu dem Parteitage in BreSlau zwei Delegirte, die Frauen Lutz und Rohrlack, gewählt, die dahin wirken sollen, daß Frauen aSch in die Leitung der socialdemokratischen Partei defignirt werden sollen. Stuttgart, 26. September. In der letzten Nacht find in Trossingen bei Rottweil 30 Gebäude abgebrannt. Prag, 26. September. In Cladno und Zibuschin haben Erdsenkungen stattgefuoden. Die Häuser zeigen vielfach Riffe. Die Senkungen erfolgen durch den Abbau der in nächster Nähe befindlichen Kohlengruben. Rom, 26. September. Die Nachrichten über die Lage der Städte und Districte auf Sieilten lauten sehr düster. Zahlreiche Gruben, deren Betrieb entschiedene Verluste aufweist, find geschloffen und der Schluß anderer ist bevorstehend. Die Zahl der beschäftigungslosen Arbeiter beträgt 40000. Die Noth ist unbeschreiblich und treibt zu einer Katastrophe. Rom, 26. September. Der dem Vatikan nahestehende „Offervatore Romano" bespricht die Wiener Gemein de- rathSwahlen und drückt dabei die Hoffnung aus, daß am Schluß des 19. Jahrhunderts die liberale Partei nicht mehr rxistiren werde. Rom, 26. September. Das „Heilige Collegium", resp. ein großer Theil desselben, beabsichtigt, den Papst zu bewegen, gegen die festliche Begehung deS 20. September und gegen die Rede des Ministerpräsidenten CriSpi Protest zu e heben. Paris, 26. September. Alle Chefs der Armeecorps von Frankreich und Afrika haben der Regierung mitgetheilt, daß feit Veröffentlichung der Einzelheiten über die Lage des ExpeditionScorpS auf MadagaScar trotz aller Aufforderungen keine Freiwilligen für dieses ExpeditionScorpS mehr anzuwerben seien. Dieselben müßten vielmehr aus den dazu bezeichneten Mannschaften vervollständigt werden. Der Minister ist somit gezwungen, den Mannschaften des 19. Armeecorps große Prämien zu bewilligen, um die Bataillone von MadagaScar vervollständigen zu können. London, 26. September. Auf dem hiesigen Bahnhofe KingScroß wurde gestern ein Wagen mit 25 Gentnern Silberbarren gestohlen, welchen der Kutscher auf kurze Zeit verkästen hatte. Den Wagen mit den leeren Kisten -nb den noch vorgespannten Pferden fand man später in einem anderen Viertel der Stadt. Das Silber im Werthe vm über 60000 Pfund war für eine Firma in der City bestimmt. Die Polizei leitete sofort Recherchen ein. London, 26. September. In den „Daily News" wird ein Brief eines Reisenden veröffentlicht, welcher in China den Schauplatz der Niedermetzelung in Augenschein genommen hat. Dem Inhalte des Schreibens nach bleiben die Vorstellungen, die man sich in Europa von den verübten Grausamkeiten gemacht hat, weit hinter der Wirklichkeit zurück. Die Chinesen hätten, so heißt es in dem Briese, mit einem unbeschreiblichen Vandalismus gehaust. Petersburg, 26. September. Kaiser Nikolaus beabsichtigt anläßlich der Niederkunft der Kaiserin aus seiner Privatschatulle eine Million 300000 Rubel zum Bau eine» Offizier-CasinoS zu spenden. Er will damit dem Offiziersstande einen Beweis feines Wohlwollens geben. Der Krieg von 1870(71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 28. September. In und vor Metz ist jetzt die Noth sehr groß. Von der Armee deS Prinzen Friedrich Carl sind einige tausend Mann an der Ruhr, am TyphuS und am Rheumatismus erkrankt und in den naheliegenden Spitälern untergebracht. ES mangelt sehr an Lebensmitteln, daS Brod ist verschimmelt, Fleisch gibt es nicht, weil die Rinderpest wüthet. Das einzige Labsal ist ReiS und Erbswurst. Zum Glück ist jetzt anhaltend gutes Wetter. Der Vorpostendienft ist sehr beschwerlich, weil die Franzosen in Metz fort und fort Alarm schlagen. In der Festung gibt eS ebenfalls sehr viele Kranke und die Lebensrnittel werden immer knapper. Straßburg hat am 27. September, Abends 9 Uhr, capitulirt, das ist die frohe Kunde, welche heute alle deutsche Herzen mit Freude erfüllt. Mit diesem starken Bollwerk ist Frankreichs Herrschaft über den Elsaß thatsäch- lich völlig zu Ende und hoffentlich wird die uralte Stadt nun wieder, was sie Jahrhunderte lang mit Ehren war: eine deutsche Stabt — für immer. Obwohl erwartet, hat die Nachricht von der Ucbergabe Straßburgs überall in Deutschland die freudigste Aufregung hervorgerufen. In kürzester Zeit sah man in allen Straßen die Häuser mit Stegeflflaggen schmücken, welche, glänzend beleuchtet durch daS goldene Sonnenlicht deS prächtigen Herbsttages und durch die mäßige Luftströmung leicht bewegt, diesmal einen besonders schönen Anblick boten. — Ein eigen- thÜmlichcS Schicksal ist efl, daß Straßburg an demselben Tage in deutschen Besitz Überging, an welchem vor nun 189 Jahren franzöfischerseits die ersten militärischen Vorbereitungen zu dessen Wegnahme getroffen wurden. Den Grafen BiSmarck sicht man seit einigen Tagen in der Uniform eines Jnfanterieoffizierfl. Aller Haß sammelt sich nämlich auf seinem Haupte: er allein ist schuld an dem Kriege- er war eß, der Napoleon zum Kriege verleitet hat, der also an all dem Elend schuld ist. Dem König will Niemand Übel hier, aber ihm haben sie hier schon an die Thür seines HauseS „A bas Bismarck!“ geschrieben. Wie tief dieser Haß in daS Volk gedrungen, davon gab mir schon in RheimS die sonst sehr sauste Köchin deS Hauses ein Beispiel, in welchem einer meiner Freunde einquartien war. Sie war ein liebes, gutes Geschöpf und über die Zeit der Passionen hinaus. Sie hatte nichts gegen den König, gegen die Preußen, aber, befeuerte sie mit leuchtenden Augen, wenn ihr Bis« marck begegne, werde sie ihn mit dem Küchenmeffer niederstechen. Wachenhusen i. d. „Köln. Ztg." MnO Gieße», ben 27. September 1895. •* hoher Besuch. Auf der Durchreise nach dem Süden passirten Ihre König!. Hoheit Prinzessin Adolf zu Schaumburg - Lippe mit dem gestrigen Abend - Schnellzuge 5 Uhr 57 Mio. die hiesige Station und nahmen nebst Gefolge und Dienerschaften den Kaffee daselbst ein. Au8 dem Znstizdienst. Durch Entschließung Groß- herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 23. September l. I. ist der GerichtSaffeffor Dr. Glässtng in Gießen vom 1. k. MtS. an dis auf weitere- mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines AmtSanwaltS bei dem Amtsgericht Darmstadt I beauftragt worden. Zum neuen Einkommensteuergesetz. Herr Steuerrath Bähr theilt uns mit, daß er von dem im vorletzten Absatz unseres gestrigen Berichtes erwähnten: „Einvernehmen mit den Nachbarregierungen" nichts gesagt, und von einem derartigen Ueberetnfommen auch keine Kenntniß habe. ES ist dies richtig: Herr Steuerrath Bahr hat nur bemerkt, daß die Steuercommiffäre angewiesen seien, die betreffende Der- theilung in Verbindung mit den Steuerbehörden der bethei- ligten anderen Staaten vorzunehmen. Die weiter gehende Mittheilung unseres Berichtes beruht auf einem Mißverständnisse unseres Berichterstatters, der übrigens wie die Redaction nach wie vor der Ansicht ist, daß die betreffende Instruction wohl im Einvernehmen mit den Nachbarstaaten erlassen worden fein dürfte. *♦ Eissport. In der gestern Abend im Hotel Victoria abgehaltenen Vorstandssitzung des EiSvereinS wurde einstimmig beschlossen, die Eisbahn mit drei Hydranten zu versehen und die Arbeiten so zu beschleunigen, daß dieselben bereits diesen Winter in Thatigkeit treten können. — ES sind bedeutende Kosten, ca. 1500 Mk., welche dem Verein erwachsen, derselbe wird aber hierdurch in der Lage sein, die Eisbahn Abendfl besprengen zu [affen, sodaß den vielen Freunden und Freundinnen des Schlittschuhlaufens eine vorzügliche und glatte Fläche zur Ausübung der gesunden und so allgemein gewordenen Leibesübung zur Verfügung stehen wird. •* Todesfall. Herr Dr. med. Otto Christel, früher Assistenzarzt an der hiesigen Universitäts-Klinik, ist in Bielefeld im Alter von 28 Jahren gestorben. ** AnS bet Nachfeier deS landwirlhfchaftlichea Festes, worüber wir kürzlich aus sonst verläßlicher Quelle Andeutung machten, wird nichts, weil die Festhalle hierzu nicht mehr zur Verfügung steht. Die Festhalle durste vertragsmäßig nur bis zum 24. September benutzt und muß alsdann geräumt werden. ES ist auch bereits mit dem Abbruch begonnen worden, welcher so beschleunigt wird, daß in nächster Woche von der schönen Halle nichts ober nicht viel mehr stehen wird. Der Abbruch der Halle, deren Erhaltung während der in ihr stattgehabten Festlichkeiten so oft gewünscht wurde, bildet den Abschluß einer Reihe glänzender Feste, wie sie innerhalb eines JahreS die Stabt Gießen noch nicht erlebt. Es würben in ber Halle gehalten: 1) bas Mittelrheinische Turnfest währeub breier Sonntage unb einer Reihe bazwischenliegenber Wochentage- 2) bas Fest bes Kaiser Wilhelm-Regiments zur Feier beS 18. August- 3) bas große lanbwirthschastliche Fest vom 19. bl822. September. Dazwischen fanben in Gießen an größeren Festlichkeiten statt: Die große Ruber-Regatta ber hiesigen Rubergesellschaft unb bie große Sedanfeier, nicht zu vergessen bie Feste ber Fechtvereine, ber Metzger rc., welche alle sehr große Theilnehrnerschaaren zusammenführten. Alle Feste, ohne Ausnahme, waren vom schönsten Wetter begünstigt unb bomit nicht nur festlich, fonbern auch finanziell von Erfolg gekrönt, letzteres glauben wir wohl auch vom lanbwirthschaftlichen Feste voraussetzen zu können. DaS Jahr 1895, baS Jubeljahr ber 25jährigen Erinnerung an die Einigung Deutschlands, hat sich sonach auch für Gießen zu einem Jubeljahr gestaltet, unb wirb lange in Erinnerung Derer bleiben, bie alle Feste mit durchkosten konnten. ♦♦ Der Hauptgewinn der landwirthfchaftlichen Ausstellung, ber Erntewagen mit ben 4 belgischen Stuten, ist bekanntlich nach Vilbel gekommen unb zwar an vier einfache Leute. Gestern waren bie glücklichen Gewinner hier, um sich von Herrn Pferbehänbler Michel 4000 Mark für den Gewinn auflzahlen zu laffen. Den Wagen mit zwei Pferden hat Herr Michel bereits an Herrn Director Paflcoe für das Femie'sche Braunfteinwerk weiter verkauft. — Unter ben übrigen Gewinnen, welche noch nicht abgeholt wurden, befinden sich recht ansehnliche. So harren beispielsweise noch der Erntewagen mit zwei Kühen, ferner ein Lauterbacher Wägelchen, mehrere Rinder unb Schweine, sowie mehrere werthvolle lanbwirthschastliche Maschinen unb eine größere Anzahl kleinerer Gewinne ber Abholung. Don Gießener LooSinhabern sinb verhältnißmäßig viel Gewinne gemacht worben. ** ArbeiterwohlfahrtSeinrichtungen. Sämmtliche Familien- angehörigen ber Arbeiter unb Beamten deS Fernie' scheu Braun st ein berg Werkes erhalten auf Anordnung des Herrn Director PaScoe vom 1. October d. I. ab in Erkrankungsfällen freien Arzt unb freie Arznei, eventuell nach ben befonberen Umftänben beS Einzelnen auch Unterkunft in einem Krankenhause auf Kosten bes Werkes. Für die auf dem Werke wohnenden Steiger wurden seither schon gesunde uod bequeme WohnungSneubauten geschaffen nebst Stallungen für die Viehhaltung. ES ist anzuerkennen, wenn in dieser Weise die Arbeitgeber die Lage ihrer Beamten und Arbeiter zu oerbeffern bestrebt bleiben. * Die entlassenen Reservisten seien auf Folgendes aufmerksam gemacht: Sie haben sich spätestens 14 Tage nach ihrer Entlastung auS dem activen Dienst bei dem Haupt- melbeamt bezw. Meldeamt ober Bezirksfeldwebel ihres nunmehrigen Wohnortes unter Vorlage ihrer Militärpapiere anzumelden. Die Meldung ist auch dann erforderlich, wenn der Entlaffene an dem Orte bleibt, an dem sein bisheriger Truppentheil in Garnison stehe. Jeder Aufenthaltflwechsel ist der oben bezeichneten Controlftelle anzuzeigen. Sie Haden dienstlichen Befehlen der Controle, öffentlichen Aufforderungen und Gestellungsbefehlen unbedingt Folge zu leisten. Bei Anbringung dienstlicher Gesuche und Beschwerden sind bie Mannschaften beS BeurlaubtenstanbeS verpflichtet, den vor- geschriebenen Dienstweg (Hauptmeldeamt, Meldeamt Bezirks- feldwebel) einzuhalten. Im Gleichen sind sie im dienstlichen Verkehr mit ihren Vorgesetzten (Bezlrkflfeldwebel, BezirkS- offizier, BezirkScommandeur), oder wenn sie in Militär- uniform erscheinen, der milikärischen DiSciplin unterworfen. • • Zum Militärdienst der BolkSfchnllehrer. Dom Jahre 1900 ab werden die DolkSschullehrer unb Candlbaten des DolkSfchulamtS, welche ihre Befähigung für bafl Schulamt in vorschriftsmäßiger Prüfung nachgewiefen haben, erst nach einjähriger activer Dienstzeit bei einem Infanterie-Regiment zur Reserve beurlaubt. Durch biese Anordnung wirb bie Ableistung deS Einjährig Freiwilligendienstes der DolkSschullehrer nicht berührt- es finden vielmehr hierfür die für den Einjährig-Freiwilligendienst allgemein gUtigcn Bestimmungen Anwendung. Für die bis 1900 währende Uebergangfljeit ist, wie ber „Darmst. Tägl. Anzeiger" mittheilt, seitens des preußischen kriegflmimsteriumS mit dem preußischen Unterrichtsministerium eine Vereinbarung getroffen worden, wonach tfr den unmittelbar nach bestandener Prüfung aus dem Seminar ausscheidenden Lehramtsbewerbern bereit« vom 1. October dS. IS. ab freigestellt werden soll, ein Jahr zu dienen. Im Uebrtgen soll eS bis zum Jahre 1900 bei der bisherigen, zehnwöchigen activen Dienstzeit sein Bewenden haben. Bezüglich der DolkSschullehrer, die sich dem einjährigen activen Dienst zu unterziehen gedenken, hat der Rriegflminlfter folgende Bestimmungen erlassen: Die Einstellung erfolgt am 1. April und 1. October jedes JahreS, zum ersten Mal am. 1. October bfl. Js. Diejenigen DolkSschullehrer, welche sich dem einjährigen Militärdienst unterziehen wollen, dürfen sich, den Truppentheil, bei welchem sie bien.n möchten, nicht selbst auSwählen- vielmehr erfolgt ihre Bertheilung auf die Jnfanterietruppenthelle seitens der zuständigen General-- commandoS. Die eingestellten Lehrer werden an der Rekruten- auSbildung der Einjährig-Freiwilligen theilnehmen und bann in die Compagnieen eintreten. Soweit sie sich nach ihrer militärischen Beanlagung und ihrem Diensteifer hierzu eignen, werden sie nach Anordnung der RegimentS-Commandeurc zu Unteroffizieren ber Reserve unb ber Lanbwehr ausgebildet. Nach sechSmvnatlicher Dienstzeit darf eine Beförderung der- jenigen DolkSschullehrer, welche sich gut geführt und sich ausreichende Dienstkenntnlß erworben haben, zu überzähligen Gefreiten stattfinden. Diejenigen, die sich bei der Entlassung nach dem Unheil der Vorgesetzten zu Unteroffizieren der Reserve unb Lanbwehr eignen, werben ole Unterosfi-ierSasptranten entlassen. In Fällen hervorragender Leistungen kann br- musterhafter Führung unb Haltung eine Beförberung zum überzähligen Unteroffizier ausnahmsweise schon bei ber Entlassung aus bem activen Dienst erfolgen. Im Uebrigen sind Beförderungen gelegentlich der Uebungen zulässig. Die Heranziehung der Scminarablturtenten zu der verlängerten einjährigen Dienstzeit für die UebergangSzeit findet zunächst nur auf die Abiturienten ber preußischen Seminare Anwendung- Ob diejenigen der anderen Bundesstaaten nach den gleichen Grundsätzen zu behandeln fein werden, bleibt einer weitern Entscheidung Vorbehalten. ♦* Lebensmittel-Preise Ende August 1895. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landes stattsük kosteten: Rindfleisch ; per Pfund Kalbfleisch , ver Piund 1 il ZN- S 9 » Hammelfleisch per Pfund Gemischtes I ■Brob 1 Roggen- Brod Sier 1 Stück 1 Ochsenfleisch per Pfund Sutter per Pfund Milch 1 Liter Städte mit Octrot Darmstadt 76 70 76 - 66 70 11.5 10 107-117 18 6-7 Mainz 72 63 75 77 55 115 10 96-106 18 5-7 Dffenbach 76 66 76 70 70 12 10 110-120 21 5-9 Worms 74 70 76 ' 64 68 10,5 9.5 105-116! 17 4-8 Dießen 72 65 63 65 65 10,5 10 96-107 18 5-7 Städte ohne Octrot Bingen 75 65 60 70 60 11 10 85-100 19 5—7 BenSheim Alzev Friedberg 70 66 70 60 CO 12 9,5 85- 90 17 5—7 68 64 70 60 60 16 10 94—104 17 6-8 75 70 70 52 65 12 11 120 18 7 AlSseld 70 63 70 56 — 12,5 10 95—1001 16 6 Lauterbach 64 64 60 50 55 13 10 100 | 16 5 △ Stoße»-Bufeck, 26. September. Heute Nachmittag brannte dahier eine Scheuer vollständig ab. DaS Feuer blieb auf seinen Herd beschränkt. Entstehungsursache ist unbekannt. Bad Nauheim, 25. September. In der Kinderheilstätte „ElisabethhauS" werden jetzt jährlich gegen 500 Kinder ohne Unterschied der Confesfion, auch israelitische, ausgenommen. Für solche Israeliten, die rituelle Verpflegung beanspruchen, bestand eine eigene israelitische Kinder- Heilstätte, deren Kosten hauptsächlich von Frankfurter Glaubensgenossen bestritten werden. Au der Spitze deS> CornitöS steht dermalen Bankier Michael Mainzer. Auf dessen Betreiben wurde zu dem Preise von 25 000 Mk. ein größeres Baugelände vor Bad-Nauheim erworben, um ein eigenes HauS zu erbauen. Die seitherige Unterbringung der Anstalt in Miethlocalen war mit vielen Unzulänglichkeiten verknüpft. Darmst. Ztg. Ruddiugihauseu, 25. September. Heute Vormittag gegen 10 Uhr brach hier in dem Wohnhaus deS Heinrich Magel V. Feuer auS und verbreitete sich auch dasselbe auf daS anhängende HauS des SchreinermeisterS Rudi er- J?'”- V-n- L. d-- 01 !** ° d. i >rt we'. 97 B- HW * oWtanfitn rabren eine* puotrt i«i f'e$“ ii« 8 Pteferunflen sur Ucn stit '""Ser f&8 der W tmpitblen. Diese QÜtn wtsevtlichk" seiner Zeit Worten pnb. - talttt Men 2 •flottn. S- finden der >1 schüft „Undine" zu die guwltlMtv dubw zu 3 unb bi Hui WW dauernden Trocken große M Lus epi Sartossel-, Rittern. Zu ihrer Be sie auch durch g töbttt fit dann. • Frankfurt £ vn erste Preis fi » 2 • 3 // 0 n O Gi Es wird hi ersten Wildschadet all Saimftäiibi; @utibt/ij fiotßmeifle. unb all tzfiatzE ^titbxi Dv' Forstwar Louis Ansprüche n Zvtcke der Einleil Gießen, I Montag Anmeldungen ®e _ Sie 9ied Wifften für 18 Wijaufl an der H"ßen, d 8010 SB« !>, i4; „'n“n8«pl«6 Berkaus: m Hecloli 21 Haschen ’ ÄQt “v5 * 6 tijeine $ (0,20 Mell ’ '2 Staf ;«6,6t . 10 " . 40 " " RA : 6,t' i 5 H ',7 fe iÄ “• äS-Ä: ? verpflicht?nb die ^eamt W.,. 1 vor« Ä«>. “ »tnn fip h ^'ckr ben ^|6cih e ,n Militär, wwä? n* Mehrer JiJ? S°hre 'i'iwg |h bT^n“ h«be *3"'”“ ?“Ä£* , “*-* Ueb ,le„ " ^preußische» Unterrichts, L* ^°rden, wonach e& Mung aus dem (Seminar vom 1. October iu dienen. Im • JWO bei der bisherig !rin Bewenden haben. Be- dem rinWizen activen '' M der ück-rminister Die Einstellung erfolgt am Wahres, zum ersten Mal am. Volksschullehrer, welche sich Erziehen wollen, dürfen sich ie bienen möchten, nicht W ihre Venheilung auf dir. der zuständigen @tnttaV hrer werden an der Rckrutrn- illigen theilnehmen unb dann Soweit sie sich nach ihrer nm Diensteifer hierzu eignen, Regiments'-lLowmandeurc zu ) der Landwehr ausgebildet, darf eine Beförderung der« sich gut geführt und sich aus- iben haben, zu überzähligen en, die sich bei der Eatlaflung zu Unteroffizieren der Reserve als UntiroffijiirSalpiraiittn qtnbtr Mftungin tann öer avg M Befdrdn^ Ml ,ws«üfr fchvn bei der Ent- ufvlgen. L« übrigen sind lrbungen zulässig. Die Heran- en zu der verlängerten tin> rgangSzeit findet zunächst nur jschen Seminare Anwendung ndesstaaten nach den gleichen werden, bleibt einer weitern e MW 1896. Rach einer L-Mch-S- Sp Fh - 65 10,5 107—117 18 fc»B tiäSp : 5 S-e 60 11 60 12 C P'* - '««VC- 70 111-5110 55 jll-° l? 70 12 '10 6810.5 ^9,5 10 d«H |si»Ä ■*&$**; »6«. L u L “!* J,( «o * ■" ,,5& rr "S ,J*S>' : u »> k 1 Glücklicherweise wurde daS Feuer bald gelöscht, so daß die herbeigeeilten Feuerwehren der Nachbargemeinden nicht mehr nöthig waren. Darmstadt. 26. September. Der Rappe des ehemaligen tapferen Bulgarenfürsten Alexander, der seinen Herrn in der Schlacht bei Sltvnitza trug, ist noch am Leben und erhält das Gnadenbrod in einer bekannten Fabrik in Jugenheim a. d. B. Die Firma muthet ihm nur ganz leichte Arbeit zu, eine Bedingung erfüllend, die ihr bet Erwerbung des RosseS gesetzt worden ist. „Phönix", so heißt der Rappe, hat bereit« das zwanzigste Lebensjahr erreicht. B. Mainz. 27. September. Der frühere Oberbürger« meister Dr. OechSner ist in verflossener Nacht verstorben. △ Mainz. 26. September. Seitens der hiesigen Bürger- meisterei ist die Mainzer Handelskammer um ein Gutachten angegangen worden, inwiefern das bei der Vergebung städtischer Arbeiten seither eingehaltene Der. fahren einer Aenderung bedürftig sei. Nach ein- gehender Prüfung aller in Betracht kommenden Gesichtspunkte hat die Handelskammer beschlossen, der Bürgermeisterei eine thunlichste Berücksichtigung der für die Leistungen und Lieferungen für die Staatsverwaltung im Großherzogthum Hessen seit einiger Zeit bestehenden Vorschriften bei der Auf- stellung der Bedingungen für die städtischen Lieferungen zu empfehlen. Diese staatlichen Vorschriften schließen sich in allen wesentlichen Punkten denjenigen Vorschlägen an, welche seiner Zeit von den Gewerbevereins-Vertretungen auSgearbeitet worden find. — Die Mainz er Rudergesellschaft veranstaltet nächsten Sonntag ihre erste Regatta in deutschen Booten. ES finden 13 Rennen statt, zu denselben haben gemeldet der „Ruderclub Concordia" zu 5, die Rudergesell- schäft „Undine" zu 4, die „Mainzer Rudergesellschaft" zu 11, die Rudergesellschaft „Moguntia" zu 3, der „Mainzer Ruderclub" zu 3 und der „Kasteler Ruderclub" zu 7 Rennen. Aus Rheinhessen. 25. September. Infolge der andauernden Trockenheit macht sich in der ganzen Provinz eine große Mäuseplage bemerkbar. DieThiere richten in den Kartoffel-, Klee« und Dtckwurzfeldern beträchtlichen Schaden an. Zu ihrer Vernichtung legt man Gift, vielfach fängt man fie auch durch glatte, in die Erde eingelassene Töpfe und tödtet sie dann. Verirrischtes. * Frankfurt a. M., 25. September. Pferdelotterie. Der erste Preis fiel bei der heutigen Ziehung auf Nr. 33237, an eine Familie, die ihn „brauchen kann", insofern fie schon die' Villa zu dem Diererzug besitzt. * Fraukfurt a. M., 26. September. Capellmeister Gottlöber vom Palmengarten ist heute Nachmittag nach längerem Leiden an den Folgen einer Zahnoperation gestorben. A Hochheim a. M., 26. September. Die heute statt- gehabte Wetnverfteigerung deS Geh. Commerzienrath Franz Werner hatte sich eines zahlreichen Zuspruchs zu erfreuen und nahm bei coulantem Zuschlag einen recht flotten Verlauf. Zum Ausgebot kam ausschließlich eigenes Wachslhum auS dem wohlrenommirten Gute des Versteigerers und zwar 10/1 und 4/2 Stück 1890r, 10/2 Stück 1889r und 10/1 und 10/2 Stück 1893r. Für die ganzen Stücke 1890r wurden Mk. 750 bis Mk. 1110 und für die Halbstück Mk. 700 bis Mk. 960 bezahlt. Die 1889r Halbstück erzielten Preise von Mk. 1020 bis Mk. 1800. Für die ganzen Stücke 1893t wurden erlöst Mk. 930 bis Mk. 1680 und für die Halbstück Mk. 1700 bis Mk. 3000. Die qualitativ günstigen Herbst- aussichten machten sich bei den Geboten auf die 1893r sichtlich bemerkbar, ansonsten bet der vorzüglichen Qualität des zum AuSgebot gekommenen 1894t sicher eine größere Kauf-, lüft vorhanden gewesen wäre. ♦Ms. Cassel, 26. September. Gestern Abend tagte hier eine sehr zahlreich besuchte Versammlung von Vertretern der hiesigen Innungen, Vereine, Gewerkschaften rc. unter Vorsitz des Herrn Oberbürgermeisters Westerburg und beschloß die regelmäßige Abhaltung von Volksvorträgen gegen freien Eintritt. — In einem Laden wurde ein falsches Goldstück (Doppelkrone) in Zahlung gegeben, welches aus schlechtem Metall hergestellt war. Universität» - Nachrichten. — Der außerordentliche Professor vr o. Hippel in Straßburg ist als ordentlicher Professor des Strafrechts und Clvtlprocesses an die Universität Rostock berufen. Er wird hier Nachfolger des Professor Oetker.__ ^kirchlich« Anzeige« der Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 29. September. 16. nach Trinitatis. I« der Gtadttirche. Vormittags 7»/4 Uhr: Pfarrer Dr. Grein. Zugleich letzte «hristeeUehre für die Neuconfirmirten aus der MarenSgemetnde. Vormittags 9Vi Ubr: Professor Stamm. Demnächst wird der Sonstrmandenunterricht wieder beginnen- Die Eltern bezw Angehörigen der zu confirmirenden Kinder werden gebeten, ihre Kinder bei dem zuständigen Pfarrer anzumelden. Die Anmeldungen, bei denen die Kinder zugegen sein sollen, werden entgegcngenommen in den Wohnungen der Geistlichen (MalthLvSgemeinde r Sirchflratze 1; Marcusgemeinde : LLanzenstraße 22) am Dienstag den 1. und Mittwoch den 2. October, jedesmal in den Stunden von 12—1 Uhr Mt'tagS und 6—7 Uhr Abends Am Sonntag den 6. October wird alsdann die feierliche kirchliche Aufnahme der Confirmanden ber Marcus- gemetnde in Verbindung mit dem VormittagsgotteSdienst, die der Matlhäusgemeinde in Verbindung mit dem Abendgottesdienst stattfinden. Am Sonntag den 6. October beginnt wieder die Kinderktrche. Die Vorbereitung dazu wird Donnerstag den 3. Oktober, um 5 Uhr Nachmittags, im Conferenzzimmer der Stadtknabenschule gehalten werden. Mit Sonntag den 6. October nehmen auch die regelmäßigen Abendgottesdienste wieder ihren Anfang und zwar vorläufig,um 6 Uhr Abends. 3n der Iahanneskirch«. Vormittags 9'/« Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittags 11 Uhr: Kinderktrche der Lucasgemeinde. Pfarrer Dingeldey. Am nächsten Sonntag den 6. Oktober, wird im Vormttiags, gottesdicnst Beichte und heil. Abendmahl für die Lucas- und die Johannesgemetnde gefeiert werden. Vom nächsten Sonntage an werden wieder NachmtttagSgottes- dienste, zunächst um 6 Uhr, gebalten werden. Am Donnerstag den 3. October findet Vormittags 9 Uhr zur Eröffnung der diesjährigen Decanatssynode Gottesdienst in der JohanneSkircke statt. Da in der nächstkünfttgen Woche der Confirmandenunterrtcht beginnt, so werden die Eltern der zu confirmirenden Kinder auS der LucaS- und der MilitLrgemeinde gebeten, ihre Kinder in der Wohnung des Pfarrers, Göthestraße 44, am Dienstag den 1. oder Mittwoch den 2. Oktober, Mittags zwischen 12 und 1 Uhr, und Nachmittag« von 5—7 Uhr anzumelden. Katholische Gemeinde. Sonntag, den 29. September. 17. Sonntag nach Pfingsten. Samstag: Nachmittags um 5 Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6Vi Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6>/j Uhr erste hl. Messe; „ um 7«/« Uhr Austheilung der hl. Communion; „ um 8 Uhr zweite hl. Messe; „ um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt; Nachmittags um 51/» Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Dienstag den 1. October beginnen die Rosenkranzandachten; dieselben werden während des MonatS October täglich des AbendS um 6V2 Uhr gehalten werden. BekarmrMüchrmg. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß für den ersten Wildschadensbezirk, welchem die Gemarkung Gießen zugetheilt ist, als Sachverständige gewählt sind die Herren: Gutsbesitzer Schlenke zu Hardthof (zugleich Vorsitzender der Sachverständigen-Commission), Forstmeister Amendt zu Treis a. d. Lda., Pachtet Rudolf Güngerich zu Heibertshausen und als Ersatzmänner die Herren: Friedrich Helfrich zu Gießen (zugleich Stellvertreter des Vorsitzenden der Sachverständigen-Commission), Forstwart Schlag zu Baumgarten, Louis Flett zu Gießen. Ansprüche wegen Wildschadens in der Gemarkung Gießen sind zum Zwecke der Einleitung des Sühneverfahrens bei uns anzumelden. Gießen, den 24. September 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth._____________________8000 Die Rechnung der evangelischen Kirchengemeinde Gießen für 1894/95 liegt vom 28. d. Mts. an acht Tage lang im Pfarrhaus an der Südanlage zur Einsicht offen. Gießen, den 27. September 1895. Der evangelische Gesammt-Kirchenvorstand. 8010________________Dr. Naumann.____________________ “ Alice - Kochschnle. 1 Montag den 7. Oktober nimmt die Schule ihren Anfang. Anmeldungen werden in der Schule (Oswaldsplatz) entgegengenommen. landio. Ansfltllung Gieße«. Verkauf. Ssmstsa den 28. September, Am Samstag den 28. September d. I., Nachmittags 4 Uhr, kommen auf dem Ausstellungsplatz gegen Baarzahlung zum Verkauf: ca. 7 Hectoliter Weißwein, 21 Flaschen Schaumwein (Matth. Müller), 6 Stück Karpfen, ca. 25 Mistgabeln, 6 eiserne Schubkarren, ca. 20 Melkstühle, „ 12 Stahlschaufeln, „ 10 Stück Blecheimer, „ 40 „ Züber, „ 10 „ Stalleimer, „ 40 „ Piasavabesen, „ 5 Rechen, „ 60 Ctr. " // „ // 2 „ // 3 // v 2 „ sämmtlicher Dünger und Abfallholz. Gießen, am 25. September 1895. Für den Bau- und Platz-Ausschuß: Stahl, 7960 Kreis- und Provinzial-Jngenieur. Nachmittags 2'/» Uhr, werden Westanlage 9 die zum Nachlaß der Elisabeth Müller gehörigen: Haus u. Küchengeräthe, Bilder, Spiegel, eine Damenuhr mit Kette, Federbetten, Stoff zu Bettzeug rc. gegen Baarzahlung versteigert. 7981_____________g. Hoffmann. Kttlm-AijdwkstdeLtschkr Cüttt- verkehr. Zu dem Tarif für den vorbezeichneten Verkehr tritt mit dem 1. October d. I. der Nachtrag XI in Kraft. Nähere Auskunft ertheilen die Güterabfertigungen. Gießen, den 25. September 1895. Gr. Direktion der Oberhessischen Eisen- ___bahnen.___________8016 Samstag den 28.1. M., werden auf dem Ausstellungsplatz, Oswaldsgarten, versteigert: Dielen, Latten, Thüren, Holzabfälle rc. 8012 Döll & Demper. Mein Pferd steht zum Verkauf. 7987 Giese, Lieutenant, Bismarckstr. 14. 80141 Awetschen ~unb Birnen zu verkaufen. Bahnhofstraße 17. Stadt. SchtaWans. Freibank. [8013 Heute und morgen: Rindfleisch, nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 Pfg. Schwemeffeisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 4« $f«. Zahnbürsten. Garantie für jedes Stück. Haarbürsten, Kleiderbürsten, Frisir- und Auf- fteckkämme, Schwämme, Parfümerien und Seifen. A. Welz, § Ecke Lindenplatz—Wallthorstr. Verlag von Emil Roth in Gießen. Vorräthig bei: Frees & Tasche, ilniv.-Süchhandlg., Seltersweg 53; in der J. Nicker'schen Suchhandlung, ©Übanlage 5; in der Ferber'schen jlniv.-Suchhandl., Kirchenplatz 11: Gewerbeordnung für das Deutsche Reich. Zweite, gänzlich neu bearbeitete Auflage nebst allen Verordnungen rc. biS 17. Juli 1895. Herausgegeben von Dr. C. Gareis. Geheimer Justizrath, 0. S. Prof, der Rechte a. d. Universität Königsberg. = PreiS 1 Mk. 60 Pf-. = Für Gewerbtreibende jeglicher Branche blldet vorstehend angezeigtes Werkchen ein unentbehrliches Hand- und Nachschlagebuch; in Zweiselsfällen einen sicheren Rathgeber und in Streitfällen einen Wegweiser für Entscheidungen. Die Gewerbeordnung für das Deutsche Reich gehört auf den Schreibtisch jede» Gewerb- treibenden. ______________________ 8017] Ein Wurf junger, deutscher Hühnerhunde, deren Ellern vorzüglichste Gebrauchshunde, die Mutter von eingetragenen Eltern, sind zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl_________ Gebrauchter Herd Z billig zu verkaufen. «renzplatz 8. Hafer, Obst, Gerste, Kohlen, la. FeMckliitge und la. gerauch. Schellfische frifch eingetroffen bei soos A. & G. Wallenfels, Markt 21. — Telephon 46. ___ Ger. Fr. 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