1898 Sonntag den 28. April Erstes Blatt Rr. 99 Amts- und Anzeigeblatt für den Tireis Gieren. Gratisbeilage: Gießener Jamitienbtätter. Mindesten verfrüht sind. zum Reichs ta g- für Baumbach der >VheKen Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorm. 10 Uhr. Alle «nnoncen-Bureaux de» In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die spanische Fregatte untergegangen gemeldete zwischen dem Vorgebirge n Husten, "freit, heute: nisch- „JSle Schiff Tarisa freien und Hansestadt Bremen ernannt. Weimar, 26. April. Ersatzwahl r-lS Deutscher Reichstag. 77. Sitzung. Freitag, den 26. April 1895. Berlin, 26. April. Ueber Resultate der mit den neuen BekleidungS- und Ausrüstungs-Gegenständen angestellten Versuche dringen fortgesetzt Nachrichten in die Presse. Demgegenüber kann die „Post" auf Grund zuverlässigster Informationen mittheilen, daß alle derartigen Nachrichten entweder ganz auf Erfindung beruhen oder doch zum Madrid, 26. April, de Luzon" hat das als „Königin Regentin" und Trafalgar entdeckt. vierteljähriger Monnrnunlsprel»: 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlodn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redactton, ExpedittoA und Druckerei: Schukftrahe?lr.7. Fernsprecher 51. (frelf.j 4384, für Bcrudert (Soc.) 6575 Stimmen. Aus 40 Ortschaften steht das Ergebniß noch aus. Voraussichtlich kommt es zur Stichwahl zwischen Baudert und Reichmuth. Pari«, 26. April. Im heutigen Ministerrathe tbeilte der Minister des Innern LeYgueS mit, daß die ausständigen Omnibusbediensteten die Arbeit wieder ausgenommen haben. Laadoo, 26. April. In Denny, Schottland, fand heute eine schwere Grubenexplosion statt. 164 Bergleute sind gerettet. 13 sind vermuthlich umgekommen. Petersburg, 26. April. Der Kaiser und die Kaiserin begaben sich gestern nach Zarskoje-Selo. — Graf Schuwalow wird in acht Tagen hier erwartet. Lima, 26. April. Der Präsident der Republik Ecuador hat sein Amt niedergelegt. Rewyork, 26. April. DaS „Reuter'sche Bureau" meldet auS Montreal, daß gestern dort eine große Tabakfabrik theilweife vom Feuer zerstört wurde. Der Schaden beträgt eine halbe Million Dollars. Bei AuSbruch des FeuerS entstand eine Panik unter den Tausenden in der Fabrik beschäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen, da die Rettungsapparate nicht benutzbar und die Fenster mit eisernen Schiebern verschloffen waren. Schließlich wurde ein Fenster eingeschlagen und die Arbeiterinnen begannen vom vierten Stock auf die Straße zu springen) fünfzig derselben mußten ins Hospital transportirt werden, viele trugen tödtliche Verletzungen davon. tragen. ** DaS Goldene Kreuz für fünfundzwanzigjährige treue Dienste ist von Ihrer König!. Hoheit der Großherzogin als erste Serie an 75 Dienstboten aus der Provinz Starkenburg verliehen worden. ** Von der Universität. Der bisherige z w e i t e C u st u s der Universitätsbibliothek, Herr Dr. phil. SW a 111 n f e n, ist ans fein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April ds. IS. seiner Stellung enthoben worden. An seiner Stelle wurde der seitherige Assistent Herr Dr. phil. K. Eb e l zum zweiten Custos und der seitherige Volontär, Herr Dr. phil. R. Fritzsche zum Assistenten der Großh. Universitätsbibliothek ernannt. *♦ Theater. Wie uns mitgetheilt wurde, weilte Herr Theaterdirector Pollak zur Jnspection der hiesigen Bühnen- verhältniffe hier, um zu seinem Gastspiel fehlende Decora- tionen rc. rc. mitbringen zu können. — Nach Allem, was wir über die Leistungen dieses Opern-Ensembles gehört, haben wir eS diesmal mit einer Gesellschaft zu thun, welche Der „Standard" schreibt Csceit» ttttd ptwimicße* Bieten, den 27. April 1885. Neueste Nacbricttten. Wolff» telegraphisches Correspondenz-Bureau. Bremen, 26. April. Der Senat hat den Staats« fecretär Dr. v. Stephan anläßlich seines 25jährigen Jubiläums als Leiter des Reichspostamts und in Würdigung seiner hervorragenden Verdienste zum Ehrenbürger der Berlin, 26. April. Auch die Stadtverordneten-Ver- sammlung von Charlottenburg hat auf Antrag des Stadtverordneten Schenk einstimmig beschloffen, eine Petition gegen die Umsturz-Vorlage an den Reichstag zu senden. Der Magistrat ist diesem Beschluffe beigetreten. Berlin, 26. April. Die „Nationalzeitung" hört, daß Oberpräfident v. Achenbach den Stadtverordneten'Vorsteher Langerhans angewiesen habe, bet 300 Mark Geldstrafe die Absendung der gestern von der Stadtverordneten-Versammlung beschlosienen Petition gegen die Umsturz-Vorlage zu unterlassen. Die Absendung war jedoch bereits erfolgt. Berlin, 26. April. Die „Liberale Correspondenz" weiß mitzutheilen, daß die von der „Frankfurter Zeitung" angekündigten Erörterungen über den chinesisch-japanischen Friedensvertrag im Reichstage nicht ftattfinden werden. Berlin, 26. April. Das Bismarck-Comite war heute Vormittag 10 Uhr unter dem Vorsitz des Abg. v. Levetzow im neuen Reichshause zusammengetreten, um die weiteren Einzelheiten der Errichtung eines Bismarck-Denkmals zu erörtern. Zunächst wurde zur Vervollständigung der Preisrichter - Jury geschritten. Sodann wurden die Bedingungen für die beabsichtigte Ausstellung der eingegangenen Entwürfe aufgezählt- diese Ausstellung soll am 1. Juni im Ausstellungsgebäude stattfinden. Am 15. Juni soll die Jury das Urtheil über die einzelnen Entwürfe fällen. Kiel, 26. April. ES wird mitgetheilt, daß das Programm' für die Feierlichkeiten dadurch eine Erweiterung gefunden hat, daß am 22. Juni ein Abendfest im königlichen Schlöffe stattfindet, an dem etwa 250 bis 300 Personen theilnehmen werden. Prinz Heinrich hat zu diesem Fest den Bonner Männergesangverein eingeladen, der in Stärke von etwa 70 Personen hier eintrifft. Karlsruhe, 26. April. Der Kaiser erlegte auf der ‘ Auerhahnjagd in Kaltenbronn fünf Auerhähne. Karlsruhe, 26. April. Der badische Landwirth- | schaftSrath erklärte sich gegen den Antrag Kanitz und ! den Staffeltarif, dagegen für die Reform der Getreidebörse ' zur Verhinderung der Differenzgeschäfte, für die Erhöhung der Getreidezölle, für die Aufhebung der MeistbegünstigungS. clausel gegenüber Argentinien, sowie für die Untersagung der Transitlager. Budapest, 26. April. Nach den jetzt vorliegenden Be- richten sind infolge des Hochwassers in Süd-Ungarn in Mosorin 20 Häuser, in Kutzoz sämmtliche Häuser, in Vilova 90 Häuser und in Rudolsknab sämmtliche Häuser eingestürzt. Außerdem sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Die genannten Gemeinden sind vollständig vernichtet. Der Schaden beträgt über zehn Millionen Gulden. Brüssel, 26. April. Die Kammer lehnte heute nach äußerst heftiger Debatte den Antrag Anseele, den 1. Mai als Nationalfeiertag zu erklären und keine Sitzung stattfinden zu lassen, ab. Am nächsten Donnerstag wird die Kammer bei verschlossenen Thüren die Frage erörtern, ob eine Abänderung des Kammerreglements nothwendig sei. Paris, 26. April. Wie der hiesige „Newhork Herald" telegraphisch auS Berlin meldet, sollen die deutschen Inhaber griechischer Werthpapiere beabsichtigen, die von Griechenland zu den Festlichkeiten nach Kiel zu entsendenden Schiffe mit Beschlag belegen zu lassen. (?) Paris, 26. April. „Gaulois" spricht in einem Artikel über die Einw eih un gs seierlichkeiten des Nord-Ostsee- canals von der Eventualität, daß der Canal bei der großen Zahl der bei der Feier anwesenden Schiffe in seinem Wasserst a n d e erheblich und gefahrdrohend steigen würde. (?'.) Es empfehle sich deshalb eine Aenderung einzelner Theile deS Programms. leisten werde. Petersburg, 26. April. Die Regierung beschloß, demnächst eine Anzahl junger Aerzte nach Deutschland, Oesterreich-Ungarn und Frankreich zu senden behufs Studien der dortigen Kurorte. Bukarest, 26. April. Der Ministerrath beschloß, die von der socialistischen Arbeiterpartei für den 1. Mai geplanten Str aßenauszüg e zu verbieten. Der Polizeipräsect wurde mit strengster Durchführung dieses auf Grund Der Verfassung erlassenen Verbots beauftragt. Belgrad, 26. April. In der letzten Nacht sind im Morawe-Thal heftige Erderschütterungen verspürt worden. ______________ Berlin, 26. April. Die Justiz-Commission deS Reichstags hat heute eine Sitzung abgehalten, in welcher Abg. Lenzwann den Vorschlag machte, von der Durchberathung der ganzen Justiznovelle wegen der Kürze der Zeit abzusehen und nur den Abschnitt, welcher die Entschädigung unschuldig Verurtheilter behandelt, herauszunehmen. StaatSsecretär Nreberding gab hieraus die Erklärung ab, er könne sich im Namen der Regierung hierüber nicht äußern. Es entstand daraus eine längere Debatte, ein Beschluß wurde jedoch nicht Der Gießener Anzeiger drillt täglich, mit Ausnahme de» Montag». Die Gießener mtlienv lätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Bisher wurden gezählt für Rui em an n (natL)^2284, für Reichmuth (cons.-agrar.-antis.) 4215, s" ~ Loudon, 26. April. Die Haltung Rußlands und Frankreichs in der japa chinesischen V er tr a g s a n g e l e g e n h eit fei leicht er- klärlich, die Haltung Deutschlands dagegen unverständlich Japan werde in diesem Falle der Gewalt dieses antijapanischen Dreibundes weichen und auf alle territorialen Eroberungen verzichten müffen. — „Daily Telegraph" sagt: Das Vorgehen des antijapanischen Dreibundes würde schwere Folgen haben, da sicher anzunehmen fei, daß Japan Widerstand Depeschen beS Bureau „Herold". Berlin, 26. April. Zum 25jährigen Jubiläum des StaatSsecretärs Stephan hat der Kaiser in eigenem Handschreiben gratulirt. Dem gegenwärtig auf Reisen befindlichen Jubilar gingen Hunderte von Glückwunsch-Telegrammen und zahlreiche kostbare Blumenspenden zu. Berlin, 26. April. Ein Berichterstatter meldet: Der Präfident des Reichstages beabsichtige, die zweite Lesung der Umsturzvorlage am 1. Mai auf die Tagesordnung zu fetzen. Vorläufig widerstrebe die socialdemokratifche Fraction wegen der Maifeier der Verwirklichung dieser Absicht. Berlin, 26. April. Die Duelle zwischen Herrn v. Kotze und seinen Gegnern sollen mit dem neulich statt- gefundenen Duell durchaus noch nicht erledigt sein. Es verlautet, Herr v. Kotze werde sich noch mit dem Grafen Hohenau und dem Prinzen Aribert von Anhalt schießen. Berlin, 26. April. Heute Nachmittag wurden in der Druckerei des „Vorwärts" 15,000 Exemplare der Mai- Fest-Zeitung consiscirt wegen des darin enthaltenen Aufruf» an die Arbeiter. Gießener Anzeiger Generat-Mnzeiger. Tb 10 i weilere Qual. Srbfen »silin3versch.EtLrken ,d .2 „ , Karotten und (hbfen, Scmüse Teltower-Rüben, onß fn 3 oen'ch Sotten, Wortteln. trüRet, to> Mftnputet, ner sämmtliche .tzüMMU Ananas in Scheiben, , Kirnen, roth und weitz, i, Kirschen, Melange, m, Nüsse, Pflaumen, Preiselbeeren, Reim- [. f. W; empfiehlt in den tfttn Warten billigst !I Orbig, ihetetrane 30. Zolltartfnovelle. Abg Schumacher (Soc.) wendet sich gegen dre Resolution und geht gleichzeitig auf eine Petition kleiner Gerbereien zu Gunsten des Quebrachozolles ein, welche er als nicht maßgebend bezeichnet. Abg. Bachem (Emtr.) erklärt, im Interesse der Schälwaldungen gegen die Resolutionen stimmen zu müßen, und erläutert nochmals seinen Antrag auf Rtchtverzollung von Gerbstoffen für Farberet- itDeCftabg. Barth (frf. Dg.) fürchtet größere Schädigungen für die Lederindustrie. Abg. Salisch (conf.) bringt einen Zusatzantrag ein, welcher auch Gerbstoffe für die chemische Industrie zollfrei wissen will. An der weiteren Debatte betheiligen sich noch die Abgg. Dresler (ntl), Hitze (Centr.), Langerhans (frf. Vp.) und Brunck (ntl.). nr Sodann erfolgt die Annahme der Resolution und der Amende- Rf, finb r < 1 iu l£ J“ bitten, SasaJ^«50ti>. »Sä “Jg'ÄS it liaVanolin oon m L^.^rttbung M ' Amtti^ev Theil. Gefunden: 1 Handschuh, 1 Hundehalsband, 1 Peitsche, 1 Schürze, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 3 Hemdenkragen und 20 Mark in baar. Gießen, den 27. April 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, Regierungs - Afleffor. ** Kirchliche Dieustnachricht. Seine Königliche Hoheit Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 10. April dem Pfarrverwalter Rudolf Sommerlad zu Meiches, Decanat Alsfeld, die evangelische Pfarrstelle daselbst zu über- ments Bachem und v. Salisch. t , Cbne Debatte wird die kaiserliche Verordnung, betr. die Zollzuschläge mit Spanien befinitin genehmigt. Erste Lesung ber Branntweinsteuer-Novelle. Staatssecretar Posadowsky erklärt, ber Zweck ber Vorlage fei ein agrarischer: sie solle bie Ueberprobuction beenden und den Preis wieder zu einem lohnenden machen. Die Benefizien des Gesetzes von 1887 seien nicht ausreichend für die Brenner, der Kartostel- bau habe um 4*/g pCt. abgenommen. Etwa 20 000 Arbeiter seien weniger mit Kartoffelbau beschäftigt. Redner weist auf die Gesammt- Unkosten der Brennereien hin und kommt zu dem Schluß, daß bie Novelle auch auf bie Kleinbetriebe von Vortheil sei. A Abg. Spahn (Emir.) verhält sich abwartenb. Abg. Wurm (Soc., erklärt sich gegen bie Vorlage, da bie Mehrkosten ja boch nur der ärmeren Bevölkerung zur Last faflen würben. Aba Gamp (Np.) machtBebenken gegen bie neue Branntwein- ■ ...... *~-d—------_ .... steuer geltend. Nur die Hebung des Absatzes im Jnlande könne I gefaßt. Die freisinnigen Mitglieder der Commission beab- BortheUe bringen. Den Rückgang des Exportes sucht Redner in I ^t|ßcn nun, wenn in den nächsten Tagen vom RegterungS- anderen Ursachen als den angegebenen. I oertreter eine definitive Auskunft nicht gegeben wird, die An- E «- «— - Xf l. U-M WH« in W einer ■ I Interpellation zur Debatte zu bringen. wen in Mn ige Schnittbohnen 3Pfd2W.lPfd.Dofe .60 36 25 ttn', Brech-, Dach?., lernt und Dicke Bohnen. \t Erbsen (mittel) 2 W 1 M. Dose 65 35 |t6tbfeni Petib Poi» Am) 2 Psd. 1 M. Dose WßMIsw ’feusiniääit uns Werke auf dem Gebiete der Oper in guter, gediegener künstlerischer Ausführung darbieten wird. Der Zuspruch, den diese- Ensemble in Hanau har, trotzdem bedeuiende Theater, wie Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden in der Nähe, dürste wohl einen genügenden Beweis für dessen künstlerische Leistungen bieten. Als Orchester hat Herr Director Pollak dte Eapelle des 116. Inf. Reg. für die Abende de- Gastspiels gewonnen, welche uns für gute Wiedergabe auch des orchestralen TheilS Garantie giebt. Ueber die Vorstellungen schreibt der „Hanauer Anzeiger": Mil der vorgestrigen Auf« führung der Mozart'schen Oper: „Don Juan" zrigre uns 6a» hiesige Opern-Enscmble, wie eS auch höheren Anforderungen in musikalischer Beziehung zu entsprechen io der Lage ist. Wenn der Mozart'schen Muse überhaupt warme, edle und maßvolle Empfindung eigen ist, io sind eS namentlich einige seiner Opern, insbesondere „Don Juan", welche unS di; schöpferische Macht seines Geistes, den Reichthum der Fantasie, die Großartigkeit und Mannigfaltigkeit des musikalischen Ausdrucks und die melodische Schönheit classischer Formen erkennen und bewundern lassen. Dies alles hatten wir in der vorgestrigen Aufführung Gelegenheit zu empfinden, welche sich unter der gewandten sicheren und zielbewuhten Leitung des Herrn Max Wolfheim zu einer den localen Berhältniffen entsprechend „guten" gestaltete. Die Wirkung war groß, sicher und unausbleiblich. Die T'telrolle sang Herr Berti Eil er S- derselbe bot eine gesanglich tüchtige, sichere und dramatisch belebte Leistung. Die mit Humor gewürzte Parthte deS „Leporello" fand in Herrn Theodor Rieck einen äußerst tüchtigen Vertreter. Eine besonders gute Leistung bot Frl. Luise Rancko. Mit klarer Stimme brachte sie dte Rolle der „Donna Anna" geistig durchdacht und mit schauspielerischen Vorzügen zur Geltung. Ihr würdig zur Sette stand thr Verlobter „Don Octavio", welchen Herr Robert Becker mit der herrlichen und ansprechenden Tenorsttmme zur klangkräftigen Wirkung brachte. Frl. Lina Krüger fand in der Wiedergabe „Donna Elviras", Donna Jüans verlassenen Geliebten, mit ihren ansprechenden und natürlichen Stimmmitteln freundliche Ausnahme und dankbare Anerkennung. Ebenso war die Leistung deS Frl. Neumann als „Zerlinchen" recht nett und ihre Stimme von weicher, sympathischer Klangfarbe. Die übrigen Rollen, dte deö Herrn Adolf Marx als „Gouverneur" mit seiner markigen Baßstimme und die deS Herrn Jan JSlaub als „Maffetio", waren prächtige Leistungen. Der Chor erwies sich, von einigen Schwankungen in den Einsätzen abgesehen, in den wenigen Chorsätzen als durchaus geschult, und erzielte den gewünschten Erfolg. — Die FreitagSvor- stellung brachte unS eine romantische Zauber-Oper: Lortzing'S „Undine". Mit der Aufführung derselben hatte die Direc- tton einen glücklichen Griff gethan. DaS Werk war gut insce- niet, daS Zusammenspiel flott, die Chöre sicher und bestimmt. Dte Titelrolle wurde von Fräul. Neumann mit Anmuth und Grazie gespielt; auch gesanglich bot sie unS eine recht anerkennenswerthe Leistung. Dte übrigen Soloparthien lagen in bekannten bewährten Händen. Dte Parthte deö Schild- knappen Veit vermittelte uns die Bekanntschaft eines Gastes, des Herrn Meyer aus Darmstadt. Es verdienen deffen flotte» Spiel und dte gewinnenden gesanglichen Darbietungen lobende Erwähnung. Besonder» anziehend und bewundernd wirkten die theilweise neuen Decorationen. Die Burg Ring- stetten im 3. Act und insbesondere der Tropfenpalast deS Wasserfürsten Kühleborn sind von künstlerischem Jntereffe. Die Oper erfreute sich einer warmen Aufnahme. Es kann der Besuch derselben bei einer event. Wiederholung auf da» Wärmste empfohlen werden." Die Besitzer deS Theaters, die Herren Gebr. Schwan haben in entgegenkommender Weise auch den Uebelstand auf der Gallerte beseitigt. Da sich sehr selten Gelegenheit bietet, hier am Platze eine gute Oper zu hören, so empfehlen wir das Unternehmen der Unterstützung de» Publikums durch regen Besuch bestens. * * 22. Mittelrheinisches Turnfest in Gießen. Unter dieser Spitzmarke schreibt die zu Leipzig erscheinende „Deutsche Turnzeitung", Organ der Deutschen Turtierschaft: DaS den älteren Turnern als gute Feststadt bekannte Gießen rüstet sich zum vierten Male, öie Turner des MittelrheinkreiseS zu begrüßen und festlich zu bewinhen. Die Vorbereitungen zu dem Feste, deffen Frier am 7., 8., 9. und 10. Juli d. I. ftaitfindet, sind in vollem Gange. Sämmtliche Einwohner haben eS mit Freude vernommen, daß der Gießener Turner- schäft die Abhaltung de» Festes übertragen worden ist und werden es an nichts fehlen laffen, den lieben Festgästen ein paar frohe Tage zu bereiten. Gießen, von jeher bestrebt gewesen, die Turnerei zu fördern, ist im wahren Sinne deS Wortes eine Turnerstadt, giebt eS doch keinen Ort in Deutschland mehr, welcher im Verhältniffe zu seiner Einwohnerzahl eine größere Anhängerschaft unseres verehrten Turnvaters Jahn aufzuweisen hätte. Die beiden bestehenden Turnvereine haben die große Mitgliederzahl von über 1100. Ebenso giebt eß einen besonderen Damenturnvcrein, wie auch der eine Turnverein eine stattliche Damenricge aufzuweisen hat. Letztere ist bereits vor die Oeffcntlichkeit getreten. Sie hat hierbei nicht nur die Anhänger des Damenturnens, sondern auch viele Gegner überzeugt, daß e» eine ernste Ausgabe der Turnvereine sein muß, auch den jungen Mädchen Gelegenheit zu geben, sich körperlich auSzubilden. Hoffentlich haben wir da» Vergnügen, bei dem bevorstehenden Feste auch die turnerischen Leistungen unserer Turnschwestern kennen zu lernen. „Gut Heil!" • • CpielcursnS für Lehrer. Wie in den vorhergehenden Jahren, so wird auch in diesem Semester und zwar vom 24. Mai bi» 1. Juni, In Frankfurt a. M. ein Cursu» zur AttSbildung von Lehrern für Jugend- und Volk» spie le ftattfinden. Der Cursu» ist unentgeltlich. Anmeldungen zur Theilnahme an demselben sind an den städtischen Tunnnspector zu Frankfurt a. M. zu richten. ♦ h Die Fahrten von und nach de« Echiffenberger Wald werdet, auch am kommenden Sonntag von der OmnibuSGesellschaft wieder ausgenommen werden und befindet sich Nähere» in unserem Jnjeratentheil. Borgekommene Unannehmlichkeiten durch Ueberfüllung der Wagen haben den Vorstand gezwungen, den Beamten bei Strafe zu verbieten, mehr Passagiere aufzunehmen wie die amtlich vorgeschriebene Zahl, im Interesse eine» ordnungsmäßigen Betriebe» wachen auch wir nochmal» an dieser Stelle hierauf aufmerksam in der Erwartung, daß da» Publikum hierauf Rücksicht nimmt. — Vom 1. Mat ab, mit Inkrafttreten de» Sommerfahrplan», wird auch Werktag» jeden Nachmittag ein Wagen probeweise zwischen der Stadt und dem Schiffenberger Wald verkehren. • • Militärische Alarmirnng. Heute Mittag 121/« Uhr wurde da» hiesige Regiment alarmirt. Die Bataillone traten auf den Kasernenhöfeu an und wurden um 1 Uhr wieder entlassen. • Ktofdorfer Wald. Bon einem älteren Beamten, der, noch rüstig, seinen Ruhestand durch vielfache Streiszüge in unsere Umgebung verschönt, erhalten wir folgende Notiz, die zumal in jetziger FrühjahrSzeit alle Naturfreunde interessiren wird: „Die grünschimmernde Pracht de» Krofdorfer Walde», von deffen Hintergrund sich die stolzen Burgen unsere» Land- schaftSbilde» abheben und dem der mächtige Dünßberg ent- ragt, lockte mich dieser Tage zur Wiederholung eine» öfter vergeblich gemachten Versuch», abseits der aus weite Strecken gradlinigen Staatsstraße mir durch daS unendliche Äewirre der Holzabfuhrwege einen Pfad quer durch den Forst nach der Schmelz und Fron hausen zu suchen. — Fand tch doch bei allen meinen Wanderungen in deutschen Gebirgen kaum Etwa», was ich diesem Waldgange mit seinen wechselnden Beständen, seiner Folge von Höhen und Tiefen, lieblichen Waldrändern und Wiesenbächen, Eichen- und Buchenhochwäldern und düsterem Tannendickicht, überraschenden Ausblicken auf ein tief unten wogendes grüne» Waldmeer an Schönheit an die Seite stellen möchte. Doch man war mir zuvorgekommen. Der Krofdorferstraße bis zur Eisenbahnüberführung folgend, wandte ich mich recht» ab nach LaunSbach, um von da die Höhe zu gewinnen. Am Dorfausgang nach WtSmar zu fand ich nun eine gelbe Wegbezeichnung, die erst kürzlich angebracht worden sein muß und die noch einen Fußpfad zur Linken hinaufwieS. Ich überließ mich wohlgemuth dieser Führung, die nirgend» versagte, und gelangte nach im ganzen ^/zstündiger Wanderung nach Fronhausen,- mithin ist der bezeichnete Weg noch etwas kürzer als die Cdauffee über baß Forsthauß, weiht unß aber in alle verborgenen Schönheiten deS Walde» ein. Ich kann dem unbekannten Wohlthäter für die musterhafte Anlage dieser Wegbezeichnung nur meinen herzlichsten Dank sagen." — (Soviel unS bekannt, hat die hiesige Sektion des D. u. Oe. Alpenverein» diese Wegbezeichnung, wie andere über Krofdorf—Fellingshausen—Dünsderg—Bubenrod-Wetzlar srothe Striches und Gießen—Kinzenbach—Bubenrod (weiße Striche) Herstellen laffen. Dort beginnen alle diese Marktrungen, wie dem Einsender offenbar nicht bekannt war, an der Labn brücke. D. Red.) * * Ein Jubiläum. Staatssecretär Dr. v. Stephan, der oberste Leiter der Deutschen Reichßpost, beging gestern sein 25jährigeß Amtsjubiläum al» General Postdirector. Der Jubilar hat eß verstanden, weit über die Grenzen seineß Ressortß wie Heimathlandeß hinaus ordnend und fördernd in den Völkerverkehr einzugreifen und Deutschland auch auf diesem Gebiete den ersten Rang zu sichern. Deshalb gingen dem Jubilar aus allen Theilen der Welt die herzlichsten Glückwünsche zu. * * Nachdem mit dem 1. April d. I. die Sonntagsruhe für Industrie und Handwerk Geltung erlangt hat, regen sich vielfach Zweifel über den Umfang der Personen, auf welche sich die bezüglichen Bestimmungen der Gewerbeordnung»- Novelle vom 1. Juni 1891 beziehen. Es ist zunächst klar, daß die Sonn- und FesttagSruhebestimmungen auf die Personen, welche man gemeinhin als Arbeiter bezeichnet, sowie auf die Gesellen und Lehrlinge Anwendung zu finden haben. Sodann muß die vorgeschriebene Ruhezeit auch den Betrieb»- beamten, Werkmeistern und Technikern gewährt werden, weil diese Kategorie von in Industrie und Handwerk beschäftigten Personen ausdrücklich in die Ueberschrist deS Titels VII. ber (Seroerbeorbnung, deffen Anfang die Sonnlagsruhebestim- mungen bilden, aufgenommen sind. Nicht unter diese Bestimmungen fällt dagegen einmal der Arbeitgeber selbst. Er kann, soweit nicht lanbeSgesetzltche oder ortßpolizetltche Anordnungen entgegenstehen, auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Dasselbe wirb in ber Regel von ben Angehörigen beß Arbeitgebers gelten, wenigsten» in allen den Fällen, wo sich dieselben zu dem letzteren nicht in einem ArbeitSverhältniß befinden. Sodann ist von den ©eftimmungen daS ganze sogenannte Comptoirpersonal ausgenommen, also alle diejenigen Personen, welche nicht zum technischen, sondern zum kaufmännischen Theile eine» Betriebe» gehören. Für diese haben natürlich schon die SonntagSruhebestimmungen im Handelsgewerbe Geltung erlangt. * * Die Vorarbeiten zur Gartenbau- und RosenauSstellung in Darmstadt nehmen ihren ungestörten Fortgang, und ist der mit der Vorbereitung betraute Ausschuß bemüht gewesen, sowohl Begünstigungen für die Aussteller, als auch für die Besucher der Ausstellung zu erlangen. Die Direc- tionen der Hessischen LudwigS-Eisenbahn, der Main-Neckar- bahn, der badischen, württembergischen und bayerischen Staat»- bahnen Haden für sämmtliche zur Ausstellung gelangende und daselbst unverkauft bleibende Gegenstände frachtfreien Rücktransport gewährt. Außerdem hat die Direction der Hessischen Ludwigs Eisenbahn in anzuerkennendster Weise auch für zwei Tage, den 28. und 30. Juni, eine Fahrbegünstigung für ihre auf nichtpreußischem Gebiet belegen» Stationen gewährt, wonach baß einfache Biller zur Rückfahrt berechtigt, wenn eß ben Stempel ber Außstellungß- Commission trägt. • • Der Getreidemarkt (Berichtswache vom 18. biß 25. April). . In letzter Woche stand der Getreidemarkt unter einer geradezu belebten Stimmung mit wesentlich fieigenbnr Preisen und lebhafter Nachfrage. Dieselbe wurde dadurch hervorgerufen, weil man nach den amtlichen Schätzungen in Preußen keineswegs eine so gute Ernte wie im vorigen ! Jahre erwartet und wetl auch in Amerika die Getreidtpreise gestiegen find. Ob sich dieselben noch weiter nach oben bewegen ober für nächste Zett auf dem jetzigen ziemlich gestiegenen Niveau stehen bleiben, läßt sich nicht Voraussagen. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Ceotner für 132 bi» 150 Mk, Roggen für 121 biß 129 Mk., Gerste 105 biß 165 Mk. und Hafer für 113 bi» 140 Wk. • • Streit für Haadlnngß Tommi» von 1858 in Hamborg. Der am 30. October 1894 erfolgte Entzug in da» eigene Gefchäftßhau» und die am 14. November 1894 statt- gefundene Besetzung der 50,000sten Stelle, da» sind, wie wir dem soeben erschienenen 36. Berichte de» „Verein» für Handlungß-Lommiß von 1858* entnehmen, die beiden Ereignisse, die dem Jahre 1894 in der Geschichte de» 1858er Verein» eine hervorragende Bedeutung verleihen. Linen erheblichen Zuwach» erhielt auch der Mitgliederstand, nämlich 10,182 neue Mitglieder und Lehrlinge, so daß der Verein am 31. Decernber 1894 schon 46,316 Angehörige zählte. Die Rechnung-Verhältnisse weisen wieder eine stark vermehrte Einnahme, aber auch eine wesentlich größere Ausgabe auf, al» im Vorjahre. Während die Gesammteinnabme Mark 265,028.35 betrug, stellte sich die Ausgabe für Mitglieder stand und Stellenvermittelung auf Mark 171,244.36. M. Au» dem Segellbetg. 26. April. In der Nähe de» Taufsteins wurden vor einigen Tagen fünf verendete Wildsauen, worunter ein starker Keiler, aufgefunben. Offenbar ist bas Wilb verhungert. Ganze Wiesenflächen sind furchtbar aufgewühlt. Trotz der seitherigen warmen Witterung und beß starken Regenwetterß liegt ber Schnee auf den Höhen beß Bogelßbergeß durchschnittlich noch einen Meter hoch. vermischtes. Fravkfort a M>, 26. April. Neue T hie re de» Zoologischen Garten». Neben einigen afrikanischen Meerkatzen sind vier allerliebste Pinseläffchen im Zoologischen Garten eingeiroffen. Es find die» die kleinsten Affen, die e» giebt; der Leib ist nur etwa 15 cm groß und der Kops hat nur die Dicke einer Nuß In Südamerika, wo die Thiere zu Hause sind, kommen sie häufig in die Gärten, wo sie, wie bei unß die Eichhörnchen, mit großer Schnelligkeit die Bäume auf und nieder laufen. * Essen, 26. Apiil. Heute Vormittag stürzte im städtischen Schlachthofe daß Deckengewölbe ein. Die Betonmaffen begruben zwei Arbeiter, welche schwer verletzt heroorgezogen wurden. * Mit seltenem Herottmu» ist der Husaren Lieutenant v. Osten-Sackcu, ber vor einigen Tagen auf dem Gute eine» Verwandten beim Einschießen von Waffen verunglückte, in ben Tob gegangen. Demselben war von dem Arzte mitgetheilt worben, daß alle menschliche Kunst und Wissepschaft bei ihm nutzlos, er bagegen höchstens nur noch zwei biß drei Stunden zu leben habe. Mit dem tödtlichen Geschoß im Körper und ben sicheren Tod vor Augen ordnete er nun nicht nur alle seine Privatverhältnisse, sondern schrieb selbst noch an die Direction der Kriegsakademie, zu der er commanbirt, sowie an ben Commanbeur seine» in Potsdam garnifonirenben Regiments seine eigene TobeSmelbung mit einer bienstlichen Nachricht, wie sich ber Unfall zugetragen. * Ein merkwürdiger Unfall hat sich in Wellmitz bei Guben ereignet. Ein zehnjähriger Knabe, der mit dem Schneiden von Weidenruthrn beschäftigt war. steckte da» offene Messer in die Hosentasche, der Knabe fiel, und da» Meffer drang ihm in baß Herz. Der schnell hinzu- gezogene Arzt konnte nur den schon eingetretenen Tod feststellen. * Karlsruhe, 26. April. In der Nähe von Donaueschingen wurde die 31 Jahre alte Frau de» Hauptlehrer» Hogg durch einen Blitzstrahl getödtet. • Brunn, 26. April. Ein Corpora! de» 8. Infanterie-Regiment» schoß heute früh mit seinem Dienst- gewehr auf zwei Infanteristen, welche ihn wegen Mißhandlung angezeigt hatten. Alsdann richtete der Corpora! die Waffe gegen sich selbst. Alle drei find tödtttch verletzt. ♦ Paris. 24. April. Eine in der Rue Montmartre wohnende Familie Pie tri hatte ben einzigen Sohn, einen hoffnungsvollen Jüngling von 22 Jahren, vor einigen Monaten verloren. Der juvge Mann hatte sich au» Liebe»- gram entleibt. Die Mutter grämte sich hierüber derartig, daß sie nicht weiter leben wollte, und sich mit einem Revolver erschoß. Der Gatte, der in dem Erdgeschoß der Wohnung ein kleine» Bankgeschäft hat und al» ein sehr braver Herr in der ganzen Nachbarschaft gilt, fand seine Frau auf einen Stuhl fitzend tobt, neben ihr auf der Erde einen Revolver. Lin Brief von der Hand der Selbstmörderin, worin sie den Grund der Tdat bezeichnete, fand sich auf dem Tische vor. Pictri begab sich nach Durchlesen diese» Briese» in ein andere» Zimmer und erfchoß sich ebenfalls. • Aus Belgrad wird über da» Gepäck der Königin Natalie geschrieben: Acht große Eisenbahn Möbelwagen hielten heute ihren Einzug in den Königlichen Konak. Die Riesenwaggon» kommen birect auf Pari» und enthalten einen Theil beß Gepäck» der am 10. Mai hier eintreffenden Königin Natalie. Wahrscheinlich wird btß zum 10. Mai noch ein weiterer Transport nachkommen. Für einen kurzen Besuch sind die acht MöbelwaggonS jedenfalls zu viel, auch wenn e» sich um da» Gepäck einer Königin handelt. Sunäif Verkehr •ict«; Witt. Dir Dev tut unb vcifl ■ttbrt biddbt niltaid Hl i taritaljtl) bei tfrwn iui bt» iluiibtude (Mädnur.gtn lu6 heule ü trübt unb fit »er iulfliru all afllMa □ofdHi heul« Di)mt eul. 2 10-11* * ■W etter 18 ; litt 1.00, HL r 1,60-1,8C 72-76* tu W. 60-70 2 M 60-70 . DT gr etter 1b-- 445000 *1" tijttaP*' -rannn HE sria-une j»l hübitie W «r tat In flrrem'' cu-tW®1 «remei u- frantn, W snidesa®- Ml: 2 h'*t. L. Silbdmlnt dahier, mit trnMIn bah ij. be i(n Schiit,^«, wie In? h®tn in dir ®etr |?oti9tn ‘iltr v«? 'Preise Mlö be- <8?* !< 20 C,8“11« Lkl' b°id>» 6, 5* d" 1858« *■ «nenn, ?16.,bl« Benin ® irrige jS41lt 11 f,a,f “ernennt int »ui* 'S «Minne U„, In der Nähe des >u»f verendete mer, aufgesunden. W Wi-senflächen I^herigen warmen ^."egt der Schnee hnittiich noch einen 'ue Thiere deinigen asrikauisäien hen im Zaoiogischen insten Assen, die es L und der Kops hat tka, wo die Thiere Gärten, wo sie, wir Welligkeit die Bäume mittag stürzte im iwölbe eiu. Die -eiche schwer verletzt $u[aren;£ieutennnt mf dem Gute eines en verunMLte, in )M Arzte mtgrtM Wissepschast bei ihm wei bis drei Stunden ichoß im Körper und ; nun nicht nur alle । selbst noch an die r commandirt, sowie ;am garnisonirenden mt einer dienstlichen i. j) in WeUmitz bei -nabe, der mit dem igt war, steckte das Knabe fiel, und M Der schnell hin-u^ ! eingetretenen Tod Nähe von Donau- QU deö Hauptlehrers t et. noxat M «■> mit (einen ®W' . Corporal die Wau i) verletzt. «ue MoutmaNlk SxL Ä«6‘«e "J Stau «ui ”* Ntta, Sä*".. eP^ÄwU“' ?ift»h L,„ Son«1' , ':7 t-1 tan??0(L(i ^bb'^nerKM'" ag@ePfl(fcl * Woraus besteht ein transatlantisches Kabel? ^Die ^Commercial Cable Company“ legt demnächst ein neues Kabel von Waterville in Irland nach Canso in Neuschottland, Nordamerika. Es wird die Länge von 2200 Seemeilen haben. Zu diesem Kabel werden zur Verwendung kommen: 445 000 Kilogramm reiner Kupferdraht, 260 000 Kilogramm Guttapercha, 4 275000 Kilogramm Stahldraht, 585 000 Kilogramm Hanffaden und 810 000 Kilogramm Verpackung. Das gesammte zur Verwendung kommende Material wird also.das hübsche Gewicht von 6 475000 Kilogramm haben. Scbiftsttacb richten* Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 26. April. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Schnelldampfer Trave, Capitän C. Thalenhorst, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 26 April. sPer transatlantischen Telearapb.f Der Postdampfer Salier, Capitän H. Christoffers, vom Nordd- Lloyd in Bremen, ist gestern 10 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork ongekommen. Verkehr, £anö» und VoU-wirthschaft. 27. April. Marktbericht- Auf dem heutigen »ochenmmckt kostete: Butter pr- Dfd. X 0,80—1,00, Hühnerei er 2 Stück 10-11 A. Enteneier pr. St. 6 A, GSnseeier pr. St- 10—11 A, KLse pr. St. 5—8 A, Ä’ftfemctie or. St- S A. Erbsen nr Utter 18 A, Linsen or. Liter 30 A. Tauben pr. Paar X 0,80 bis 1,00, Hühner pr. Stück X 0,90 bis 1 30, Hahnen pr. Stück " 1.50-1,80, Enten pr. St- X 1,70-2,00, Ochsenfleisch pr. Pfd 72—76 A- Kuh» u. Rindfleisch pr. Pfd. 66—68-3, Schwcw fleisch pr. Md. 60—70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 56-60 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00-7,00 ^ Weißkraut pr Stück A, Zwiebeln pr. Centner 7,00-9,00 X, Milch pr. Liter 16—20 A- Witterungsbericht vom 26. April. Die Depresfion im Nordwesten springt in östlicher RiAung vor und weist ihr Centrum heute über England auf. Außerdem fend-'t dieselbe ein Theil-Minimum über die Nordsee und die dänische Halbinsel bi« zur Obermündung voraus. Am Südrande des großen Depresstonsgkdietes sind zahlreiche Thrilminima vorgelagert, weiche bei ihrem Vurchzuge auf die unteren Gebiete gestern starkes Sinken des Luftdruckes verursachten und im südlichen Bayern zu Gewitter- Erscheinungen mit erheblichen Niederschlägen Veranlassung gaben. Auch heute Morgen war im südöstlichen Bayern das Wetter noch trübe und fiel daselbst Regen. In der Schweiz. sowie in der Pfalz war Aufklärung eingetrcten. Die Temperaturen lagen etwas niedriger als am Vortage und wiesen dieselben besondersanden Hochstationen, woselbst heute Nacht vielfach Schnee gefallen ist, eine erhebliche Abnahme auf. Voraussichtliche Witterung t Zunächst noch wolkiges Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. ans den StandefamtmgifUm der Stadt Sieben. Mufgedote. April: 20. Heinrich Fourier, Bureau-Vorsteher dahier, mit Wilhelmine Justine Schomber hierselbst. 20. Hermann Philipp Eulerv BezirkSseldwebel zu Schotten, mit Wilhelmine Therese Bourgeois dahier. 22. Heinrich Klaus, Hoboist dahier, mit Sophie Luise Wilhelmine Geismar hierselbst. 22. Peter Schneider, Fuhrmann dahier, mit Margarethe Gilbert von Heuchelheim. 22. Franz Zehrt, Drechsler dahier, mit Anna Katharine Erb hierselbst. 23. Philipp Siegler, Schneider zu Richen, mit Margarethe Katbarine Bundschuh zu Heubach. 24. Heinrich Ludwig Steinbrecher, Schneider dahier, mit Marie Wilhelmine Wagner hierselbst. 25 Heinrich Drommershausen,Maurer dahier,mit WilhelmineSchneider hierselbst. 25.Johann Peter Wilhelm Haas, Kaufmann dahier, mit Wilhelmine Lutle Helene Heuser hierselbst. 26. Philipp Rühl, Schreiner dahier, mit Christina Wagner von^Burkhardsfelden.^ April: 20. Roben Adam Weller, Eisenbahnbeamter zu Mainz, mit Sophie Marie Schüßler hierselbst. 20. Johannes Ortstadt, Sergeant dahier, mit Appollonia Elisabetha Küfer von Neckarsulm. 24. Georg Schardt, Schlosser dahier, mit Katharina Schmidt von Langsdorf. 26. Heinrich Opper, Knecht dahier, mit Maria Fischer hierselbst. »eboretM. April: 16. Dem Taglöbner Heinrich MalkemuS eine Tochter, Emma. 17. Dem Schmiedmetster Philipp Klotz eine Tochter, Margarethe Wilhelmine. 17. Dem Bremser Michael Nonnenbrotch eine Tochter, Gertraud. 17. Dem Kutscher Karl Stroh eine Tochter, Luise Katharine. 18. Dem Bautechniker Martin Abermann ein Sohn. 19. Dem Restaurateur Josef Rüsing ein Sohn, Adolf Wilhelm. 19. Dem Heizer Heinrich Hammel eine Tochter. 19. Dem Bierkutscher Johannes Marker eine Tochter, Mathilde Katharine. 21. Dem Schreinermeister Karl Köhler II. ein Sohn. 22. Dem Mehgermeister Gustav Trinkaus ein Sohn, Karl. April: 19. Gertrud Schnierle, 2 Monate alt, Tochter von Taglöbner Johann Friedrich Schnierle dahier. 21. Friedrich Hohmeier, 35 Jahre alt, Eisenbahn-Kanzlist t. P. dahier. 22. Wilhelm Emil Kornmann, 20 Jahre alt, von Wetzlar, Kanonier der 1. Compagnie Fuß-Artillerie-Regiments General-Feldzeugmeister (Sran denburgischeS) Nr. 3. 22. Katharine Nani, 14'/, Jahre alt, von Offenbach a. M. 23. Walburga Volz, geb. Schraner, 66 Jahre alt, Wittwe von Buchdrucker Ballbasar Volz dahier. 24. Karoline Zimmermann, geb. Burkhardt, 63 Jahre alt, Ehefrau von Schreinermeister Karl Zimmermann dahier. 24. Heinrich Justus Ruckstuhl, 39 Jahre alt, Zimmermeister dahier. 24. Margarethe Kling, 84 Jahre alt, Privativ dahier. 25. Albert Plessow, 40 Jahre alt, Lehrer von Spandau. 25. Karl Dahl, 18 Jahre alt, von Dauernheim. 25. Max von der Osten, 35 Jahre alt, Finanzrath von Weimar. 26. Adolf Büttner, 23 Jahre alt, Kaufmann von Butzdach. 26. Katharine Menges, 1«/, Jahre alt, Tochter von Zimmermann Philipp Menges von Großen-Linden. Auszug aus den Mrcherrbüehern der Stadt (Siehrn. Evangelische Gemeinde. Getraute. Matthäusgemeinde. Den 20. April. Robert Adam IWeller, Eisenbahnbeamier zu Mainz, und Sophie Marie Schüßler, Tochter des verstorbenen Vorarbeiters Philipp Schüßler zu Gießen. Den 26. April. Heinrich Opper, Knecht zu Gießen, und Marie Fischer, Tochter des verstorbenen Taglöhners Johann Kaspar Fischer zu Elpenrod. Lukasgemeinde. Den 24. April. Georg Schardt, Schlosser, ein Wittwer, und Katharina Schmidt, Tochter des Bahnwärters Adam Schmidt von Langsdorf. Militärgemeinde. Den 21. Avril. Johannes Ortstadt, Sergeant, und Apollonia Elisabeth Küfer, Tochter des verstorbenen Wachtmeisters FranzsJosef Küfer, von Neckarsulm. Getaufte. Matthäusgemeinde. Den 25. April. August Friedrich Heinrich, ein unehelicher Sohn, geboren den 9. April. Markusgemeinde. Den 21. April. Dem Dachdecker Wilhelm Panz eine Tochter, Anna Marie Josephine Pbilipplne, geboren den 9. März. Denselben. Dem Dampfmolkereibesih'.r Philipp Lahr ein Sohn, Willy Heinrich, geboren den 21. Januar. LukaSgemeinde. Den 21. April. Dem Hilfebremser Philipp Karl Rahm eine Tochter, Margarethe Lina Katharina, geboren den 31. März. tSeerdigtr. Matthäusgemeinde. Den 20. April. Ludwig Becker, Photograph zu Mannheim, Sohn des verstorbenen Spenglers August Becker zu G'eßen, 24 Jahre alt, starb btn 18. April. Den 21. April. Hildebrand Kammer, Maschinenwärter, 79 Jahre alt, starb den 17. April. Den 26. April. Justus Heinrich Ruckstuhl, Zimmerme'sier, 39 Jahre alt, starb den 24. April. MarkuSgemeinde. Den 23. April. Friedrich Hohmeier, König!. Etsenbahn-Eanzlist i. P., 35 Jahre alt, starb den 21. April. Den 26. April. Karoline Zimmermann, geb. Burkhardt, Ehefrau von Schreinermeister Karl Zimmermann, 63 Jahre alt, starb den 24. April. Denselben. Margarethe Kling, 84 Jahre alt, starb den 24. April. A. Kreischet, Gießen w Neustadt 55 -m empfiehlt Loose aller genehmigten Lotterien. Prompte Zusendung der Gewinnliste. 1119 Ew p r DtN 1 S Sang vom <"s • 1 > dem -rn * Verlag von Walther Fiedler, Leipzig. 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Die Fahrten von und ;ur Bahn werden um 3 Touren (433, 532, 617 zur Bahn) beschränkt. Unseren Beamten ist es bei Strafe verboten, nicht mehr als die vorgeschriebene Anzahl von Paffagieren znzulaffen und bitten wir verehr!. Publikum dringend, hierauf Rücksicht nehmen zu wollen. 3881 (Kiesten, un April 1895.Der Dorftaud. SchiitzeBiverein. “ t IGeneralversammlung Donnerstag den 2. Mai, Abends 8V2 Uhr, im Schützenhaus. Tagesordnung: 1. Berichterstattung, 2. Ausloosung eines Antheilscheins, 3. Festsetzung des Anschießens, 4. Statutenänderung, 5. Vereinsangelegenheiten. 3866> Der Vorstand. Als besonders schöne Festgeschenke für Hochzeiten etc. empfehle ich mein reichhaltiges, «stets mit Neuheiten versehenes Lager eingerahmter Bilder (Photographien, Stiche, Photogravüren etc.) in allen Preislagen. 3867 Otto Hochstätter, Kunsthandlung, Bahnhofstr. 29. Das Ein rahmen von Bildern, sowie das Bleichen und Reinigen von alten Kupferstichen wird bestens besorgt. Grösste Auswahl in Rahmen von den billigsten bis zu den hochfeinsten Mustern. 3867 Todes-Anzeige 3864 Gießen und Neustadt (Rbeinpfalz), den 27. April 1895. Die Beerdigung findet Montag den 29. d. Ml-.. Nachmittags 2 Uhr, vom Trauer- Hause,. Wolfstraße 8, aus statt. 3869 Familien Pfan nnb Helfenbein. 3M6 M ■ Tff 3850 2 Uhr, in Trohe statt. 3878 Die trauernden Hinterbliebenen. Gewandte Mherinllkli gesucht. 3781 übernommen- 3856 dieses Blattes. 3830 1890 5% miethen. OIanlqge 35. Nordd. Lloyd «elter-weg 35, 2. Stock. WormS unk. b. 1901 106.10 3Vi% Frankfurter Hyp. Bk. 3' ,0/g Frkj. Hyp. »red. B. bto. 3637 Gebrüder Gtarnm. en#* 4.20 4.16 149.201 Oesterr. Eredit,«ctien Detmft. Bk -Netten 330», tW Wer schnell und mit geringsten Kosten Stellung stnden will, verlange Ehr. Haubach 11., Krofdorierstraße 2. 5°/0 Italiener Rente 31/e Italiener Rente 106.00 98.80 104.85 104.25 Berliner HandelSges. Darmst. Bank DtSconto Comm. 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