’kmrttit >- » Uh." ""NlUNg "“•Hm. Srunb b« SS 4, kauf. nstaud. bei dem Ab- Ubmen. int. 1617 geziemend nn bet Milt. en Beerdigung e6 Mitglieder !is>er Dir. und 1.10 Ml, ) W, 1.- Ml, 1.25 M »ck, -n^eesivn. lastrie XX Hessen. Ä Ärf K 84. ulischer (Graa-, mahlen. 1598 W ä. m Miteft, i unorrheirathcter^ ia war unb tm Ml Ht gegen tmtn •* za engagirrngtM 1895, iilbflttiilt lft lenke 251 715 echcn von 1887 3(1 mb. Obi jfl l. Dp. Y* .qQ4 105.'. «Ä «lM" llndsv. ^lcv‘ Donnerstag den 28. Februar Nr. 50 1S95 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Aints- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. Die Gießener y«mtrt6'ontumrnbprtiM 2 Mark 20 Pjg. mit Bringerloha. Durch die Potz bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rrdoction, Expeditto» und Druckerei: KchutftraßeAr.V. Kerafprecher 51. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den solgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Sonn. 10 Uhr. Hratisöeikage: Hießener Kamitienökätter. -Ule Anrroneen-Burraux de» In« und Auslände» nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger- entgegen Anrtlicheu Theil. Bekanntmachung. Montag den 4. März, Nachmittags 3 Uhr wird auf Lony'S Felsenkeller (Westanlage) zu Gießen eine General-Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirksoereins Gießen abgehalten werden. Alle Mitglieder des landwinhschaftlichm Bezirks- und der Ortsvereine, sowie alle Freunde der Landwirthschaft werden zu dieser Versammlung hierdurch freundlichst eingeladen. Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben, und auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Tagesordnung. 1) Vortrag des Hrn. Landwirthschaftslehrers Leithiger zu Alsfeld über Viehzucht. 2) Mittheilungen über den Anbau der Futterpflanze, Lathyrus eilvestris (Waldplatterbse) und Polygorum sachalinenae (Sachalin-Knöterich). 3) Mithellungen der Resultate über die auf den Versuchsstationen neu angebauten Kartoffelsorten Juli, Kleopatra, Nothhaut, Helios, Germania, Bruce. 4) Beschlußfassung a) über die Verwendung der zur Hebung der Rindviehzucht von dem Provinzialverein zur Disposttion gestellten Mittel (Rest 450 Mk., 550 Mk. sind bereits bei der im verflossenen Jahr zu Hungen abgehaltenen Viehpreisoertheilung zur Verwendung gelangt;) . b) über die dem Provinzialverein zu unterbreitenden Vorschläge über die Verwendung der zur Hebung der Ziegenzucht bewilligten Mittel in dem Betrage von 140 Mk. 5) Bestimmung der Kartoffelsorten, welche durch Vermittelung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins unter den bekannten Bedingungen aus fremden Gegenden in diesem Frühjahr bezogen werden sollen. Bildung der Commission zum Empfang und Vertheilung der Kartoffeln in Gießen, Hungen und Grünberg. Rach Vorschlag des Ausschusses sollen angekaust werden: Magnum bonum, frühe Rose und Bruce. Diese Kartoffelsorten sind zu 2 Mk. 50 Pf. pro 50 Kilo (1 Centner) aus Sachsen angeboten worden. Anmeldungen können in der Generalversammlung und auch schon früher schrift- Feuilleton. Aus der hessischen FraiyoscnM. 1806—1814. Von Dr. Otto Buchner. (Fortsetzung.) Auch in Hessen empfand man den preußisch-russischen Wind. Es erschien ein in deutscher und russischer Sprache veröffentlichter Armeebefehl vom 18. November 1813, unterzeichnet von dem Grafen Barklay de Tolly, in welchem bei folgende bekannt gemacht wurde : „Da S. K. Hoheit der Großherzog von Hessen der Allianz der hohen verbündeten Mächte gegen Frankreich beigetreten sind, so haben sämmtliche Truppen der mir anvertrauten Armee das Großherzogthum Hessen und dessen Bewohner als befreundet, und die Großh. Truppen als zur alliirten Armee gehörig anzusehen und zu behandeln. Das Staats- und Privateigenthum soll geschützt und die strengste Mannszucht beobachtet werden." Durch Ausschreiben vom 7. Januar 1814 wurde nach dem Beispiel der hohen verbündeten Mächte und der übrigen deutschen Staaten auch in dem Großherzogthum eine allgemeine Landesbewaffnung eingeführt, wodurch alle bisher der Conscription unterworfenen Stände und Klassen die Linientruppen wie seither bilden, alle übrigen Unterthanen aber die allgemeine Bewaffnungsmasse. Letztere werden in drei Klassen der Landwehr eingelheilt: I. Kl. von 17—30 Jahren und den Bürgersöhnen von Darmstadt und Gießen, deren Famillen nicht wenigstens einen Freiwilligen gestellt haben. II. Kl. von 36—45 Jahren und die bisher von der Conscnptron befreit gewesenen Patrimonialgerichtsherrlichen Adeligen, Hos- und Staatsdiener und die übrigen schriftsäßigen Familien vo 20—35 Jahren. HL Kl. die ganze Masse der männlichen Bevölkerung vom 46. bis zum zurückgelegten 60. Jahre. Zugleich wurde die Dienstaufgabe und die Verwendung der einzelnen Klassen der Landwehr genauer ausgeführt. lich bei dem Unterzeichneten eingereicht werden. Nähere Bekanntmachung wird noch erlassen werden. 6) Versicherung der Landwirthe bei der land- und forst- wirthschaftlichen Unfall-Berufsgenossenschaft. Gießen, den 19. Februar 1895. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Carl Jost, Regierungsrath i. P., Rechtsanwalt. Deutscher Reichstag. 46. Sitzung. Dienstag, den 26. Februar 1896. Ftnanzreformgefetz. Abg. EnnecceruS (ntl.) macht den Abgeordneten Richter darauf aufmerksam, daß dieses G'setz ja gerade den Schwankungen abhelfen soll, unter denen die Etnzelstaaten bisher gelitten haben. Diese Vorlage stärke die ReichSfinanzoerwaltung gegenüber den Einzelttaalen. Redner empfiehlt die Besteuerung erst von der Sechsp^ennig-Cigarre an, da diese von Leuten geraucht werde, welche man zu den ärmsten nicht zu zählen brauche. Allerdings würden dann statt 32 Millionen nur 20 Millionen Mark etnkommen, dieser Ausfall ließe sich jedoch durch Ei Höhung des Zolles ausgleichen. Sächsischer Finanzminister v. Watzdorfs: Mit so schwankenden Matricularbeiträgcn könne kein Ftnanzmtntster wtrthschaften, zumal in den nächsten Jahren die Einzelstaaten voraussichlltch mehr als \ jetzt an das Reich zu zahlen haben werden. Abg. Bebel (Soc.). Der gegenwärtige Zustand habe doch wenigstens den Erfolg gehabt, den Etnzelstaaten die Reform ihres j directen Steuerwesens nahe zu legen, lieber den Zweck, der mit ! dieser Vorlage eigentlich verfolgt werde, ließen alle die gestern ge- fallenen Anspielungen keinen Zweifel mehr. Man wolle den Weg I für neue indtrecte (Steuern ebnen. Redner warnt sodann vor dem Vorschläge desAbg. Lieber und den daraus entstehenden Consequenzen, s Bayerischer Bevollmächtigter o. Steng el erklärt,daß in Bayern ! Erwägungen über eine Reform des directen Steuersystems stattsänden. ‘ Der Minister erwartet jedoch vom Zustandekommen dieser Reform < wenig Vortheile. , s Weimartscher Bevollmächtigter vr. Heerwart führt aus, durch j die Ablehnung tiefer sowie der Tabaksteueroorlage würden die Deficite noch größer werden. , , Abg. v. Kardorss (Rp.) bezeichnet die Dorlageais eine Roth- j Wendigkeit. > Schatzsecretär Graf Posadowsky tritt den Ausführungen der , Abgg. Richter und Bebel entgegen. Abg. Rickert tfrs.Vg) zweifelt die Wichtigkeit der Vorlage nicht an, bemerkt jedoch, daß er schon 1879 gesagt habe, daß das Reich alles, j was es an Ueberweisungen den Etnzelstaaten gebe, an Matricular- beiträgen wieder nehmen werde. Abg. Hug (Centc.) spricht sich für die Vorlage aus. Abg Richter (frs. Vv.): Wenn man von den üblen Folgen ' der Schwankungen in den Beziehungen der Einzelstaaten zum Reich rede, so meine er (Richter), daß sie vick weniger unter den Schwankungen zu leiden hätten, als durch die Schwankungen ihrer Staatsbahn- Einnahmen. Don der Franckenstein'ichen Clausel bleibe, wenn dieses Gesetz angenommen werde, mehr oder weniger nichts übrig. Auch dürften neue indirecte Steuern die Folge kein. Nach einer kurzen Debatte geht die Vorlage an die Tabaksteuer- Commission. Die Wahlen der Abag v. Gustedt - Lablocken, v. Elm, Lüders, Hilgendorfs, Werner und Frank werden für gültig, daS Mandat deS Abg. König für ungültig erklärt. Nächste Sitzung: Morgen 1 Uhr. SchwerinStag. (Dictatur- Paragraph, CentrumSantrag, betr. Gewerbearbeiterinnen, Antrag Hammerstein, betr. Jud-neinwande'una ) Deutscher Reich. Berlin, 25. Februar. Der RetchstagSabgeorduete für Dresden-Land, Haeuichen (anttsem.), hat, wie bereits gemeldet, wegen andauernder Krankheit sein Mandat niedergelegt. Haenichen siegte bei den Wahlen deS Jahres 1893 in der Stichwahl nur mit 94 Stimmen Mehrheit über feinen socialistischen Gegner. Es ist darum sehr wabrscheinl'ch, daß dieser industriereiche sächsische ReichStagSwahlkreiS bei der Nachwahl der Soctaldemokratie zufällt. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 26. Februar. Der Antrag Paasche auf Reform der Zuckersteuer ist im Reichstage eingebracht und hat die Unterschriften vieler Mitglieder der conservativea Fraction, des CentrumS, der Reichspartei, 40 Nationalliberaler und mehrerer Mitglieder der polnischen Fraction und der Antisemiten erhalten. Berlin, 26. Februar. Die von dem „Bunde der Land- wirthe" eingesetzte Zuckersteuer-Commtssiou ist heute zusammengetreten. Es sind Vertreter auS allen Gegenden anwesend. Auf der Tagesordnung stand der Antrag Paasche auf Reform der Zuckersteuer. Nach lebhafter Debatte wurden mehrere Resolutionen zu Gunsten des Antrags angenommen. Köln, 26. Februar. Seitens der Rheinstromverwaltung wurde nunmehr ein Hochwasser-Nachrichtendienst bis zur Grenze eingerichtet. Vom Oberpräsidenten wurde zur Ueberwachung deS Eisganges der Wasserbauinspector Luyken nach Emmerich commandirt. Bremen, 26. Februar. Der Llohddampfer „Karlsruhe" rettete die ganze Besatzung der untergegangenen Bark „Nasgaard". London, 26. Februar. DaS Reuter'sche Bureau er- fährt, daß der Zar den Posten deS Ministers deS Auswärtigen dem russischen Botschafter in London, Baron St aal, avbot. Angesichts der Form, in der die Einladung erfolgte, glaube man nicht, daß Staal die angebotene Ehre ablehnen werde. , In außerordentlicher Eile wurden nun alle diese Neugestaltungen angegriffen, auch die alten Regimenter ergänzt und neugeordnet, sodaß schon am 10. Februar 1814 das Garde- und Gardesüsilier-Regiment, 3400 Mann stark, das Leibregiment mit 1700 Mann und die Artillerie mit acht Geschützen und 280 Mann unter Anführung des Prinzen । Emil den verbündeten Heeren über den Rhein nachfolgen I konnten. Dieselben bildeten einen Theil des 228 600 Mann starken Hauptheeres, das noch durch das sechste Bundescorps mit den beififdjen Truppen auf 261600 Mann mit 736 bespannten Geschützen verstärkt wurde. Da der ungehinderte Marsch durch die Schweiz gesichert war, so bewegte sich dieses mächtige Heer theilS auf diesem Weg, theils durch das Elsaß gegen Lyon. Die hessischen Regimenter rückten am 28. Februar unter der Führung des Prinzen Emil über die Brücke bei Basel in der Schweiz ein und nahmen ebenfalls ihren Weg auf Lyon zu. Es fielen wenige Gefechte vor- einmal (bei St. George) verlor daS Leibregiment 186 Mann. Auch bei Lyon kam es ins Feuer, wobei 2 Mann fielen und 29 verwundet wurden. Die Bildung eines neuen hessischen Regiments „Prmz Emil" mit 1660 Mann und d e Organisation der hessischen freiwilligen Jäger erforderte etwas längere Zeit. In Preußen bis 1806 und in anderen Staaten noch länger rekrutirten sich die Truppen aus der Hefe des Volkes. Mittellose Leute und Leibeigene adeliger Gutsherren waren zu Rekruten ausersehen. Ganze Landstriche und die nur einigermaßen besitzenden Stände waren vom Militärdienst befreit. Die Soldaten wurden grob behandelt und waren allezeit entehrenden Strafen ausgesetzt. Kein Wunder, daß der Soldatendienst nicht beliebt und geachtet war. Vielmehr suchte sich Jeder der Einstellung in denselben nach Kräften zu entziehen. Nach dem herrschenden Werbesystem bestand ein großer Theil der Regimenter aus Ausländern und der Soldat diente so lange, bis er vollkommen untauglich war. . Aber dadurch drückte die Rekrutirung auch nicht schwer auf l das Land. Die Umgestaltung der preußischen Armee fand ! nur langsam in den übrigen deutschen Heeren Nachahmung. Aber immer noch fehlte gerade der gebildete Theil der Bevölkerung. Eine Aufforderung, in die Linie zu treten, wäre bei der Erinnerung an den seitherigen Zustand des Heeres ganz nutz- und erfolglos gewesen. Doch ging es wohl an, daß man besondere Heeresabtheilungen für den gebildeten Theil der jungen Männer errichtete, denen zugleich auch die Selbft- bekleidung, Ausrüstung und Bewaffnung zugemuthet werden konnte. So entstanden im Februar 1813 in Preußen die freiwilligen Jäger zu Fuß und Roß, die während bei ganzen Jahres und auch im Krieg in Frankreich 1814 so vorzügliche Dienste leisteten. Nun nachdem Hessen vom Rheinbund abgefallen und den Verbündeten beigetreten war, hatten die jungen gebildeten Männer des Landes die Hoffnung, ebenfalls als freiwillige Jäger am Kampfe gegen Napoleon theilnehmen zu können. Schon am 27. November richteten die Gießener Studenten einen Brief „An des Großherzogs Königl. Hoheit! Wir bitten unterthäwgst um eine baldige Aufforderung zum Kampfe für Vaterland und Freiheit, indem ei unser höchster Wunsch ist, als Hessisches Freicorps für die gerechte Sache, für Gottes Sache im heiligen Krieg mit hinauszuziehen gegen den Unterdrücker der Deutschheit, zu beweisen, daß deutsche Tugend noch in den Herzen bet Deutschen wohnt. Die Studenten der Universität Gießen." Doch ging diese Bitte nicht unmittelbar an den Groß- Herzog, sondern zum Abdruck an die Großh. Hess. Zeitung in Darmstadt, die ihn aber nicht abdruckte, wohl aber weiter gabr denn er ist jetzt noch im Hessischen Staatsarchiv auf- dewahrt. (Fortsetzung folgt.) buchstäbliche blinde Befolgung Gefahr bringt. DaS Storthing lehnte ein- Der Zustand des 81* 75* 8 Wir empfehlen unseren Lesern, in ehren Fahrplänen ' adgehalren werden soll, ist ein ungewöhnlich starker Zudrang, denn die Zahl der Anmeldungen beträgt nahezu 80. — hiervon Notiz zu nehmen. waren. Ehristiauia, 26. Februar. „Berl. Corresp." eine Lungenentzündung zugetreten ist. Generals ist nicht ganz unbedenklich. Berlin, 26. Februar. Die officiöse Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 26. Februar. Im preußischen Landtage sand heute die Weiterberathung des CultuSetats statt. Berlin, 26. Februar. In der Justiz-Commission des Reichstages wurde heute die Berathung deS § 77, nach welchem die Strafkammern künftig nur mit drei Mit- gliedern zu besetzen sind, fortgesetzt, doch kam dieselbe heute noch nicht zum Abschluß. Berlin, 26. Februar. Dem „Reichsanzeiger" zufolge wurde dem Gouverneur von Ostafrika, v. S ch e e l e, der Orden poar le m6rito verliehen. Berlin, 26. Februar. Der „Reichsanzeiger" bezeichnet die Blättermeldung, wonach sowohl an Artillerie-Truppen- theile der Garde als auch bei denen der Linie neuerdings Umfrage gehalten wurde, ob jüngere Unteroffiziere oder Sergeanten geneigt seien, in den japanischen Militärdienst zu treten, um dort als Jnstructeure thätig zu sein, aiS auf Erfindung beruhend. Berlin, 26. Februar. Der commandirende General Freiherr von der Goltz ist an Influenza erkrankt, der F. Friedberg, 26. Februar. Die Schwierigkeiten, welche sich in letzter Zett bei Einführung der Nebenbahnlinien Hungen-Friedberg und Nidda-Friedberg hinsichtlich unseres Bahnhofes, der eine Verbreiterung erfahren sollte, gezeigt hakten, sind nun auch gehoben. Der Stadt werden hierdurch bedeutende Kosten erspart. Ebenso ist die Schwierigkeit gehoben, welche sich dadurch ergebe» hatte, daß ein großes, standeSherrliche» Grundstück hätte durchschnitten werden müffen und wodurch dieses sehr defor- mirt und in seiner zukünftigen Bebauung empfindlich beeinträchtigt worden wäre. Man muß den Herren Ingenieure» lebhafte Anerkennung über die Gewandtheit und Geschicklichkeit zollen, welche sie bei Beseitigung dieser Schwierigkette» an den Tag legten. Die Gemeinde Beienheim wird z» beiden Linien: Hungen Friedberg und Nldda Friedberg con- tribuiren müffen, sie hat aber auch größere Bortheile al- andere Orte, weil sie Knotenpunkt für beide Linien wird. Unser Herr Bürgermeister war dieser Tage wieder in Darmstadt, um die Jntereffen unserer Stadt und den Bau der Bahnen weiter zu fördern. § Aus dem Ohmthal, 25. Februar. Auffallend billig sind die Preise für Baumwollenwaaren in letzterer Zeit geworden zum freudigen Erstaunen unserer Hausfrauen. Man kauft eben die baumwollenen Tuche, wie Bettzeug, Vor Hangsstoffe u. a. fast für die Hälfte deS vorjährigen Preise». Bet den mannigfachen Stoffen, die auS Baumwolle gefertigt werden und die in den Familien stet- nöthig sind, ist dieier Preisabschlag der Baumwollstoffe sehr beachtenSwerth. Bet Ausstattungen wird hierdurch schon ein ganz erklecklicher Betrag gespart. — Büdingen, 24. Februar. Sicherem Vernehmen nach ist Herr Apotheker Salzer dahier zum Nachfolger de- verstorbenen Ober > MedicinalrathS Dr. Uloth in Darmstadt auSersehen und wird deffen Ernennung in aller Kürze erfolgen. E. Aus dem Kreise Büdingen, 25. Februar. Zur einheitlichen Regelung der Dauer de- Nach twachendtenste» ist für die Gemeinden deS Kreises bestimmt worden, daß derselbe vom 1. März bi- 1. Mat, vom 1. September bl» 1. Mär» um 10 Uhr Abends, vom l. Ma« bi» 1. September um 11 Uhr Abends beginnt und vom 1. März bi» 1. November bi- 2 Uhr Morgen-, vom 1. November bi» 1. März bi» 4 Uhr Morgens dauert. △ Darmstadt, 25. Februar. Der sehr beliebte Arzt, Herr Mebictnalrath vr. Kü chler, welcher an Blutvergiftung — inficirt bei einer Operation — schwer erkrankt war, ist jetzt wieder hergestellt- e- mußte ihm aber der vierte Finger an der rechten Hand amputirt werden. Die Gefahr war eine zeitlang so groß, daß man fürchtete, der rechte Arm ginge ganz verloren. Dte meisterhafte Behandlung der Assi stenzärzte und die eigenen trefflichen Dispositionen de» Patteoten verhüteten weiteres Unglück. — Seit einiger Zeit zeigen sich bet un» wieder Fälle von Influenza. — Zu dem Finanzexamen erster Eategorie (Berechtigung za Stellen für Distr.ct» Einnehmer, Ealculatoren, Probatoren, Revisoren, Buchhaltern u. dgl. m.), welche- demnächst dahier stimmig in geheimer Sitzung die Regierungsvorlage, betr. die Erhöhung des Tabakzolles von 175 Oere auf 2 Kronen per Kilogramm, ab. Petersburg, 26. Februar. Wie der „Grashdanin" hört, wird ein russisches Geschwader der Eröffnung des Nord-Ostsee-CanalS beiwohnen. Newyork, 26. Februar. Einer Meldung aus Havana zufolge empörten sich mehrere revolutionäre Parteien in verschiedenen Theilen CubaS. Zwischen den Truppen und den Aufständischen fand ein Gefecht statt. ES wurden viele Separatisten verhaftet. ihrer Vernehmung ihre bekannten Erlebniffe und erklärte, eS hätte keine Verwirrung geherrscht. Ein Offizier habe erklärt, e» wäre hinreichend Zeit vorhanden gewesen, die Rettungsboote herunterzulaffen. Der Lootse Greenham sagt auS, bie Mannschaft der „Elbe" hätte die Befehle deS Capitän» ohne Confussion auSgeführt. Greenham sagte ferner auS, nach feiner Beurtheilung des grünen und weißen Lichtes de» fremden Dampfers fei dieser */3 bis ®/4 Meilen entfernt gewesen. Die „Elbe" blieS in Zwischenräumen mit dem Dampfhorn, so lange Dampf vorhanden war. Er habe sich binnen 3 Minuten nach dem Zusammenstoß auf Deck befunden- die Maschine gab Gegendampf. Die „Elbe" feuerte Raketen ab und zündete blaue Lichter an. Er sah die Lichter deS fremden Schiffe» ungefähr noch eine Stunde nach dcm Untergang der „Elbe". Hütte die „Crathie" guten Ausguck gehalten, so hätte man dort möglicherweise die brennenden Papiere gesehen, die Greenham, um Ausmerk- samkeit zu erregen, abbrannte, obgleich eS nur alte Briefe Cocak» und ptottittjkßo. Gießen, den 27. Februar 1885 ** Parlamentarisches. Nicht am 13., sondern am 19. März tritt die Erste Kammer zu mehreren Sitzungen zusammen, bald darauf die Zweite Kammer. ** Diejenigen Studirenden des Finanz- und des Forstfaches, welche sich zu Anfang deS Sommersemesters 1895 der Fachprüfuni zu unterziehen beabsichtigen, haben ihre Meldungen unter Beifügung der im § 6 der Ordnung der Hoch- schulprüsungen im Finanz- und Forstfache in Gießen vom 25. Juni 1889 angeführten Belege bis zum 16. April 1895 bei dem Vorsitzenden der Großb. kameralistischen PrüfungS- Lommiffion in Gießen, Herrn Dr. Heß, einzureichen. h. Fahrplanaoderung der Omnidnsgeseüschaft. Durch die Verlegung de» Zug s 408 (Marburg-Gießen), seither Ankunft 819 Vormittag» und nunmehr 74' vormittag-, wird auch eine Fahrplanänderung im OmnibuSverkehr nothwendig. Der seither 820 Vorm vom Bahnhof abgehende Wagen nach der Marburgerstraße wird vom 1. März ab in folgendem Fahrplan gefahren (f. a. Kanoncentbeil): Bahnhof SelterSihor Kreuz Markt Marburgerstraße 8» 8« der Zug vor der Kapuzinerkirche an. Der Sarg wurde von Kapuzinern nach der ^rnft getragen. Inzwischen hatten sich auf dem neuen Markte, welcher bis dahin abgefperrt war, viele Generale und Stabsoffiziere eingefunden. Wien, 26. Februar. Sämmtliche Blätter bezeichnen die Hierherkunft des deutschen Kaisers als ein wichtiges Politisches Ereigniß, deffen Bedeutung weit übet einen Act der persönlichen Theiltahme an dem Tode de» Erzherzogs Albrecht hinauSreiche. Wien, 26. Februar. Der „Polit. Corr." geht aus London die Meldung zu, daß die türkische Regierung die Verfügung, wodurch englischen ZeitungScorrespon- deuten das Reisen in Armenien verboten wird, auf da» ganze Gebiet der asiatischen Türkei ausgedehnt hat. Triest, 26. Februar. Nach einer ZeitungSmeldung werden Ende April vier der größten deutschen Kriegsschiffe, Kronprinz Friedrich Wilhelm, Brandenburg, Wörth und Weißenburg die Häsi-n von Triest, Polo, Fiume und Para besuchen und dann sich mit dem österreichischen, unter dem Commando deS Erzherzogs Karl stehenden Geschwader vereinigen und zur Einweihung de» Nordostsee-CanalS nach Deutschland abdampfen. Rom, 26. Februar. Die Aerzte haben den Papst ersucht, die Audienzen bis zum 2. März zu suSpendiren, um seine Kräfte zu schonen für die dann in der sixtinischen Capelle stattfindende Zeremonie, wobei der Papst eine lange Rede an daS Episcopat halten wird. Die Gesundheit des Papstes ist zwar nicht schlecht, erfordert aber große Schonung. Paris, 26. Februar. Wie die officiöse Preffe mittheilt, wird die französische Regierung in den nächsten Tagen die Einladungen an die verschiedenen Mächte zur Weltausstellung von 1900 ergehen lasten. Paris, 26. Februar. Faure beabsichtigt, während der nächsten parlamentarischen Ferien eine Reise nach Algier zu machen. Paris, 26. Februar. Wie auS Laon gemeldet wird, hat sich auf der Nordbahn ein schweres Eisenbahnunglück zugetragen. Infolge des eingetretenen ThauwetterS hat auf einer Strecke ein Erdrutsch stattgefunden, wobei die Locomotive eines Zuges vom Bahndamm herabgeworfen wurde, z Zwei Eisenbahnbeamte wurden getödtet. London, 26. Februar. Eine Meldung ans C h e f 0 0 besagt, der japanische Admiral Ito habe befohlen, die Festung und die Festungswerke deS Hafens Wei-Hai wei abzutragen. Sodann wird die japanische Flotte nach Shang-hai-Kwang abgehen. Li-hung-tschang wurde gestern in Peking von dem chinesischen Kaiser empfangen. Warfchau, 26. Februar. Hier wurden bei Studenten Haussuchungen abgehalten und mehrere Verhaftungen vorgenommen. Konstantinopel, 26. Februar. AuS dem Umstande, daß an den Ufern deS Bosporus feit einigen Tagen das Meer zahlreiche Mens-chenleichen auswirft, schließt man, daß eS sich wahrscheinlich um an Cholera gestorbene Personen handele, welche von der Bemannung eines Schiffe» ins Wafler geworfen wurden. Die Untersuchung ist eingeleitet worden. Newyork, 26. Februar. Unweit Alabama entgleiste gestern ein Bahnzug mit AuSflÜglern auS LouiSville. Der Schlafwagen und zwei Waggons gerieten in Brand. Bier Personen wurden getödtet, acht schwer und vierzig leicht verletzt.__ Wien, 26. Februar. Kaiser Wilhelm ist heute Vormittag 11 Uhr hierselbst eingetroffea und von Kaiser Franz Josef und allen Erzherzögen und Würdenträgern der öfter; reich ungarischen Monarchie, vielen Generalen, den in Wien anwesenden deutschen Fürsten und Deputationen am Bahnhofe empfangen worden. Die Begrüßung zwischen beiden Monarchen war eine herzliche. Sie tauschten wiederbolt Küffe auS. Die Erzherzöge waren in einer Front nach dem Alter geordnet, Alle salutirend, als der deutsche Kaiser einfuhr. Bei der Fahrt nach der Hofburg begrüßte die auf den Straßen zahlreich anwesende Menschenmenge die beiden Kaiser ehrerbietig, aber dem ernsten An'aß entsprechend ohne Znrufe. Wie», 26. Februar. Das Leichenbegangniß ist unter dem bekannten Ceremoniell unter kolossalem, in Wien noch nicht dagewesenen Menschenandrange ohne Zwischenfall verlaufen. Hinter dem Leichenwagen schritten der österreichische und deutsche Kaiser, sowie sämmtliche Vertreter der auswärtigen Mächte und die Erzherzöge. Kurz vor 4 Uhr langte Sachverständiger in Schifffahrtsangelegenheiten anwesend. Fräulein Böcker und der britische Lootse, die sich auf der r®lbe" befanden, waren ebenfalls anwesend, ebenso der Oder- Ingenieur und verschiedene Mitglieder von der Mannschaft der „Crathie". Im Verlause der Verhandlung wurde be- fchloffen, wegen de» in Rotterdam schwebenden CivilproceffeS die Untersuchung vorläufig auf die Ereignisse nach dem Zusammenstöße zu beschränken. Fräulein Böcker erzählte bei bezeichnet die Blättermeldung, wonach im Ministerium des Innern auf der Grundlage des früheren Entwurf» wiederum eine „lex Heinze" ausgearbeitet werde, al» nicht zutreffend. Berlin, 26. Februar. Vice-Admiral Batfch veröffentlicht im März Heft der „Deutschen Revue" einen Artikel zur „Verhütung von See-Unfällen", in welchem er sich eingehend mit der „Elbe"-Catastrophe beschäftigt. Ein abschließendes Urtheil über die Schuldfrage hält er für jetzt noch nicht möglich. So viel schiene festzustehen, daß die Nacht zwar klar und frei von Nebel, aber doch sehr dunkel war. Der Wind war Ostsüdost und stürmisch, die See konnte nicht sehr hoch sein, was auch die Anwesenheit der kleinen Fischerfahrzeuge bewies. Die „Elbe" steuerte südwestlich in den Kanal, die „Crathie" nördlich und etwas westlich, vielleicht Nord zu West, von Rotterdam nach Aberdeen. Nach aller Aussage war auf der „Elbe" guter AuSguck. Nahm der Capitän der „Elbe" an, daß der von ihm gesehene Dampfer wachsam »nb deS rothen Backbord-LichteS der „Elbe" ansichtig geworden fei, so war er nicht allein berechtigt, sondern gewiffermaßen auch verpflichtet, seinen Curs zu halten. Denn er mußte annehmen, daß da» gesehene Schiff darauf bedacht sein werde, dem rothen Licht der „Elbe" auch fein rotheS Licht zu zeigen, Senn jeder Seemann weiß, daß die Gefahr der Colliision erst dann ausgeschlossen ist, wenn Roth gegen Roth ober @rün gegen Grün steht. „Crathie" mag, da auch sie den Wind von achter hatte, 10—11 Knoten gelaufen fein, der „ölbe" mag an 15 Knoten nicht viel gefehlt haben- diese Schnelligkeit hat der Capitän der „Crathie" vermuthlich nicht i» Rechnung gezogen, sondern bei seiner eigenen ihm groß erscheinenden Fahrt geglaubt, den Bug der „Elbe" noch passiren zu können. Diese Rechnung war falsch und verdoppelte den Fehler, den er dadurch beging, daß er beim »»sichtigwerden des Schiffe» an Steuerbord nicht sofort stoppte und derart abdrehte, daß er dem rothen Licht der „Eibe" fein eigene- rothe» Licht gegenüber stellte. E» wird lei Beurtheilung der ganzen Sache die Frage auftauchen, ob die jetzt gütigen Ausweichebestimmungen genügen- man wird sie für lückenhaft halien und für revisionsbedürftig. Mag dem fein, wie Ihm wolle, man wird auf dem Wege de- * • Der »estrige Fastiachikdienstag war, trotzdem bat Wetter sich günflig gestaltet, nicht so lebhaft, wie nach den mancherlei angefünbigten Veranstaltungen zu erwarten gewesen. Die hauptsächlichsten Veranstaltungen bestanden in rinim Umzug de» Carn evalvereins, in einer Kappenfahrt, außerdem hatten die Studenten da» übliche 6ahmanberrciben veranstaltet, und wenn wir noch einiger Wagengruppen gedenken, fo ist damit dasjenige, was die Zu chauermenge neben einzelnen mehr ober weniger originellen Masken ergötzte, erschöpft. — ES ging, nachdem die oben bezeichneten Veranstaltungen vorüber, ziemlich ruhig her, das GroS der Zuschauer zog sich in die WiNhschafte» zurück Mit Genugthuung kann conftatirt werden, daß da» gefährliche Erdsenwerfen diesmal unterblieb- Papierschneeballen, Apfelsinen und Papierbandrollen wurden al» weniger gefährliche Wurfgeschosse benutzt. Ausschreitungen tarne» nickt vor, einige Verhaftungen erstreckten sich auf Betrunkene u»d Obdachlose. — An Unfällen find zwei zu verzeichnen, und zwar erlitt ein Herr beim Abspringen von einem Wage» einen Knöchelbruch und ein Anderer fiel von einem Wagen und verletzte sich derart am Kopfe, daß er in die Klinik gebracht werden mußte. • * Zimmerbrand. Gestern Abend entstand in einem Hause der Grünbergerstraße ein Zimmerbrand und Nacht» 2 Uhr ein solcher in einem Hanse der Nordanlage. I» beiden Fällen konnte durch rechtzeittge» Eingreifen größerer Schaden verhütet werden. * • Falsche Zweimarkstücke werden noch immer in de» Verkehr gebracht und ist deßhalb Vorsicht geboten. Die Falsifikate tragen daS Brustbild de» König» von Sachsen und find au» febr schlechtem Metall, so daß sie bei einiger Aufmerksamkeit leicht al» unächt zu erkennen find. Am SamStag wurde in Mainz ein Mann verhaftet, der im verdacht war, solche Stücke auSgegeben zu haben, mußte aber wieder frrigelaffen werden. * * Lolksfchuldader. Im ärztlichen Bezirksverein Dresden- Stadt hat ein Herr Dr. med. Paul Seifert einen inzwischen auch im Druck erschienenen Vortrag über „Volks- und Schulbrausebäder" gehalten und daran den von dem Verein einstimmig angenommenen Antrag geschloffen: „Der Verein hält die Einführung von Schulbädern für sehr wünschen»- werth und ersucht den Rath, in Volksschulen Schulbäder einzurichten." Bekanntlich bestehen solche Schulbraulebäder fdion längere Zeit in der hiesigen Volksschule und erfreue» sich einer im Ganzen recht guten Benutzung. Für die Knaben ist während der Sommermonate noch hinlänglich durch Lahnbäder unter Aufsicht gesorgt. L»»estost, 26. Februar. Die Leiche »schau der bei Wortlaute» der Bestimmunge» derartige Unfälle nicht derbem Untergänge der „Elbe" verunglückten wurde heute hlUen können, denn eine Vereinbarung mag laute», wie sie wieder aufgenommen. Da» Hondel»amt, der Norddeutsche will, e» wird >mmer^ Fälle geben, wo den Beth-iligten eine riohd, der Eigenthümer und Capitän der „Crathie" sind ............ ' durch Rechtskundige vertreten. Capitän Donner vertritt die deutsche Regierung- vom HandelSamt ist Capttän Wilson al» u " M X : >» ’?a sFi'S . a ä »tnigt, llu”e«i farn« ***c ln i'- 8l*\v Unsere FastnachtSfeftivitäte« werden außerordentlich fleißig srequentirt, man nrnft wenig von den schlechten Zeiten. Main-, 22. Februar. Ein junges Mädchen nahm gestern im Fürstenberger Hof ein Bad. AIS ficb dasselbe mifltiben wollte, war ein Strumpf vom Stuhl verschwunden, den eS schließlich auf dem Boden dick und fest angefüllt sich bewegend vorfand. Boller Schrecken rief die Geängstigte der Bademeisterin, welche dann in gemüthlicher Kürze sagte: ,Ach, bei ist unser Meerschweinchen, daS sucht die Wärme auf.* DaS Mädchen ist von dem Schrecken erkrankr. Mainz. 23. Februar. Gegen einen Soldaten des 118. Jnfam.-RegimentS ist eine Untersuchung eingeleitet worden, weil ein höherer Offizier in seinem Besitz ein Exem- plar der socialdemokratifchen „Volkszeitung" gefunden hat. Mainz. 25. Februar. Der verendete Elepbant des Herrn Wallenda wurde am Freitag von drei Kostheimer Metzgern kunstgerecht zerlegt und alsdann daS Fleisch auf den dortigen Schindanger befördert. Ohne Kopf wog das Fleisch nahezu 25 Centner. Die von dem Conservator unseres naturhistorischen Museums unbegreiflicher Weise abgelehuie \ Haut bei Elephanten, die ein Gewicht von 5 Centner hat, ist von dem naturhistoriichen Muieum in Frankfurt mir bestem Dank acceptirt worden. Mainz. 26. Februar. Heute Morgen hat sich ein Einjähriger vom 87. Regiment erschossen. DaS Motiv ist unbekannt. «- AuS Worms brachten wir in Nummer 48 eine dem „Darmst. Tägl. Anzeiger" entnommene Mittheilung, nach der dem Herrn Reichstagsabgeordneten Freiherrn v. Hehl während einer Bierreise der Ueberzieher nebst Brieftasche vertauscht worden sei. Freiherr v. Hehl hat unS heute telegraphisch ersucht, unseren Lesern mitzutheilen, daß diese Nachricht unzutreffend sei. Bickenbach, 25. Februar. Am gestrigen Tage trafen Herr Storch nebst Gemahlin zum Sommeraufenthalt hier ein und haben auf der Villa Götz in der Katserstraße ihren luftigen Aufenthalt genommen. Ein jubelnder Empfang von Jung und Alt wurde dem erlauchten Paare zu Theil. Schiff-nachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten 6ar< LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 25.Februar. sPertransatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Braunschweig, 6apli8n H. Wempe, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. — Je nach den Körvertheilen, an denen sie sich cm stärksten äußert, weiden drei Formen der Anstuenza unlirschieden. Die celebrale oder nervöse Art macht sich vor Allem durch Kopfweb und Niedergeschlagenheit geltend, mit deren stcv meist wi-der heftige ! Gliederschmerzen verbinden. In anderen Fällen werden vorn-dmlich die Verdauungsorgane ergriffen; zumal mangelt der Appetit vollständig. Am häufigsten befällt die J"fluk",a die Atbmung-oraane; ein ungemein varträck'ger räuber Eaiorrd d«r Naw-n u«d ’-P r o n (bi a < roti E M b ib-- am 'du un,n um durch Fays äcbtt Loden er Mtnerat VaUttlrn erfolgreich dr'ämp", w liDe u>m li'.t'e voi'8.'>P'u ü " au < t ■ älti-d) n d. 491 Pf irrer, Lehrer Beamte rc. empf. den vor,. HollLnd. Tab. k bei B. Becker in Seefen a.H. 1VPfd.loseimBeutelnurachtMk.ico 124 "»•«b tu ,1,,, ‘“«b »tibSRndm Korbanlage. gröberer j Wt in btt M geboten. Die von Sachse, QÜ bei einiger tnntn sind. »st«, der im y„, abrri, rnnbte aber 'ksverein Dresden. E’fett einen In« * Übersolls, unb von dem Bered» 1: «Der Berel, sehr wünschens. t SchnlbLder rin« Schuldrausrbäder )ule und erstenei uhung. Für die ch hinlänglich burdj Gierigkeiten, teilte r Nebenbei. dda-Friedberz Verbreiterung tt* i gtbobtn. Ttr erspart. Ebenso dadurch ttybti BrundM Hölle diese- sehr desor- empfindlich dem' erren Angenienren t unb Geschiiklich' er Schmmgkeit» eienheim wird j» dda Friedberg con- gere Vortheiie al- beide Sinitn wirb. fieber in Dam. md den brr Aussallend b'N :en in letzter« P \\tttx HauSfram. nit Vettzeug, U Ihrigen Preises, rumwolle gefertigt ll« ß°d, » di-'» tten6®«tf). » H etlWl'4« 8f n Sero*1"11,1 ch in®«** g in »W|t tebruoT. 8* i t eo'toiia tl* i bi» i- ®ä ter 0. 8. 20 befördert die Exped b- Bl. _______________ A erz flieh empfohlen. Amtliche Analysen decken sich vollkommen mit solchen ächt franz. Cognacs. 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Mendelssohn. 7) Arie aus dem Oratorium „Paulus“ für Basssolo mit Orgelbegleitung . Mendelssohn, 8) Zwei Violir.soli mit Orgelbegleitung: a. Largo J. 8. Bach. b. Largo Händel. 9) Die sieben Worte Christi am Kreuz, f. Chor, Soli und Orgel Schütz. ZZZ Eintritt anentgeltlich. — Die Plätze auf dem Chor, den beiden vorderen Abtheilungon im Schiff, sowie die nach dem Kirchenplatz zu gelegene entere Emporbühne der Kirche sind lur die inactiven Mitglied er reNer- ▼irt. (Karton für 18«4 gütig.) Programme und Text der Gesänge sind zu 20 Pfg. am Eingang der Kirche zu haben. Freiwillige Beiträge zur Deckeng der Kosten werden in die Büchsen erbeten. 1601 Neues Theater Giessen (Direction: Adam Reiner*.) <*ie**ener Fe*t*aal 1036 (Cafe Leib). G Donnerstag, 28. Februar: G Gastspiel der Herren Direc- torcn Gebr. Hartmann vom Victoria-Theater Berlin: Unter «bonnement. Erhöhte Preise. Großes Ausstattungsstück! --------- Die Reise um die Erde in 80 Tagen. Anfang G Ibr. “Bn 1657J Ein tüchiiger, solider, energischer Werkmeister, oeithten Alters, der in einer Cigarrenfabrik die ausschließliche Letlung der Wtcfelmacheret auszufüh'en bat, wird geaen guten, festen Wochenlohn, möglichst auf sofort oder 1. Avril, nach AuSwäri« gesucht. Bewerbungen um diese Stelle, welchen bie Zeugnisse über die bisherige Tbüiig» kett beizusügen sind, besorgt die Exped. b. Bl- unter D. 5. Halb-Invalide für leichte Arbeit und ein Ausläufer -gesucht. 1697| fflebr. Rührle. 17001 HandlungAt«hrlinge süHr- lchiedene Bronchen gesucht. Nähere« durch E. Ltia»ny.__________ Gewandte Verkäuferin für ein Wäfche- und Belten Geschäft )um 1. April gesuchk. Kenntnis ,w. Zuschneiden erwünscht. Nähere« durch d. Exved. d«. Bl. (1638 Wohlthätigkeits-Vorstellung. Donnerstag, 28. Februar 1895, in Steins Garten - Etablissement, zu Gunsten des Näh-Abends für Nnbemilteltk. Von 41/, Uhr an ohne besonderes Entree: Gesellige Vereinigung WW mit Cafe- und Thee - Buden, d verbunden mit einem Hausir-Bazar. Um 7 Uhr: Aufführung des vieractigen Schwanks „Der Raub -er Sabinerinnen" t von Franz und Paul von Schönthan. Vortrag des Vereins „Giessener Zitherkranz“* Von 9