weg? r" in fertig «' und Kiütst Mimgtn ommen und ch M Liefern,gn itxn von %tib: >e xoexbtn Wn 'ntücherinWt licken und Zeichna rasch und billigt 839 kauf ii Hmh Bibliotheken, «wie littet die Buchhandlung •en. rgcch । Heineren Paß» 954 2 % * ft-*! UfetJ l4. Eck- oxi .1 ^ieeeen ^‘a'geschäft ft, ^rbetten Erstlinge J ^^che. » ^CataLgrai.e.f* Röhrle. W. - 4»'k Pfund von 410 w n Geschmackji •h, Eberh-'Dif Fh. Herrmaiu [efßuitfleit Zimmer mit °llm J ?,([ u. 8 dW J IttfetzM 5 VdW w** '"--V rnebfl^nt »L 6I0 /*hina, per i"' iTtiSti "LsK str. 279 Erstes Blatt. Mittwoch den 27. November 1893 Der chlehevr Anzeiger ttschkwt täglich, mit Ausnahme bei Montag». Die Vießener yemt(lt0 Geburtstages deS GrohherzogS und der Großherzogin fand heute Vormittag ein FestgotteSdienst statt unb am Nachmittag tm Saalbau ein Festessen, bei welchem der Staatsminister Finger einen begeistert aufgenommenen Toast auf das Großherzogliche Paar ausbrachte. In der Festvorstellung im Hof heater wurde zum ersten Male «rebnizeckeS „Donna Diana" ausgeführt. Berlin, 20. November. Die in den letzten Tagen hier stattgehabten Sitzungen des deutschen Tabakvereins haben den erfreulichsten Erfolg gehabt. Die Zahl der Anwesenden war eine sehr große und dabei waren alle Gegenden Deutsch ;cmb6 vertreten. In Ehrung der Verdienste des Vorstandes wurde bei dem Festessen am Sonntag im Savoy Hotel dem Vorsitzenden, Herrn Eommerzienrath Collenbusch Vre-den), eine von 1220 Firmen aus dem deutschen Tabakgewerbe unterzeichnete künstlerisch-schöne Dankadresse sür die „selbstlose, umsichtige, versöhnende und erfolgreiche Leitung deS Kampfes gegen die Steuergefahr 1893—1895 kderreicht. Der Einband der Adresie stellte sich als ein tvahreS Prachtstück an Lederwaarenarbeit aus HulbeS (Hamburg) Hand dar. Der Vorsitzende dankte bewegt und wälzte die Ehrung auf den Verein und fein musterhaftes, ein« wüthiges Verhalten ab, welchem allein Alles zu verdanken fri. In Erledigung der Tagesordnung der drei Tage hin- durch fortgesetzten Beratungen wurde zunächst daS Regulativ, betreffend die AuSfuhrvergütunq für Tabak, einer Durchsicht unterzogen und ein Ausschuß mit AbänberungS- Vorschlägen zur Ausmerzung einiger Ungleichheiten und Un- aerechtigkeit n unter dem Vorsitz des Herrn Commerzien- rath Biermaun (Bremen) betraut. Sodann wurde zu dem Gesetzentwurf, betreffend den unlauteren Wettbewerb Stellung genommen. Unter Zugrundelegung der tzon Herrn SyndicuS Schloßmacher (Offenbach a. M.) schon in der Generalversammlung zu Dresden vorgeschlagenen fünf Erklärungen für die Be chlvßsaffung stellte sich der Verein im Allgemeinen aus den Boden des GefetzentwurfeS, wobei indeffen zu 8 3 der Vorlage die Unausführbarkeit rdner etwaigen Vorschrift deS Verkaufs von Rauch, Kau- «nd Schnupftabak in bestimmten Mengeneinhelten eingehend nachgewiesen wurde. Zu den Abänderungsvorschlägen, betreffend die ConcurSordnung, nahm der Verein den Vorschlägen deS Berichterstatters SyndicuS Schloßmacher (Offenbach a. M.) entsprechend Stellung mit Ausnahme eines Punktes, in welchem sich die Versammlung, allerdings mit einer nicht großen Mehrheit, dem Anträge deS Herrn Corn« merzienrath Schmidt (Altenburg) entsprechend dafür aussprach, daß neben der Zahlungsunfähigkeit auch eine bilanzmäßige Ueberschuldung bis zu 331/, pCt. zum Kriterium der ConcurSanmeldung gemacht werden solle. In Anwesen heil dreier Räthe deS Kaiserlichen Patentamtes wurde in besonderer, fast dreistündiger Sitzung die Frage der Gleich- artigkeit der verschiedenen Arten von Tabakfabrikaten für die Handhabung des W a a r e n b e z e i ch n u n g S - Gesetzes erörtert und schließlich beschloffen, an dem Gleich- artigkeitSstandpunkte festzuhalten, so daß also ein für C'garren geschütztes Zeichen auch für Rauch-, Kau-, Schnupftabak usw. geschützt ist und umgekehrt, wie auch ein für eine Fabrikat- forte anerkannte- Freizeichen als Freizeichen für die übrigen Arten von Tabakfabrikaten zu gelten bat. neuefte Nachrichten. Wolff« telegr«phifcheS Correfponden,-Bureau. Berlin, 25. November. Die „Nordd. Allgem. Ztg." warnt vor einem geschäftsmäßigen Fabrikanten dreister Sensationsnachrichten, der vor einigen Jahren in der „Saale-Zeitung" und in der Pariser Ausgabe des „Newhor. Herald" unverschämte Lügen abgelagert habe und vermuthiich auch neuerdings da« Vertrauen der „Saale 8-itnno mißbrauchte, indem er fälschlich vorgibt, über angeblich am 22. d. Mts. beim Auswärtigen Amte eingegangene Berichte Bescheid zu wissen - er verdächtigte ferner das Militärcabinet, eS habe Nachrichten über die Militärstrafproceßorbnung in die Presse lancirt. — Demselben Blatte zufolge tr'fft es nicht zu, daß die Vorlage für die Organisation deS Handwerks in der Ausarbeitung begriffen, jedoch wegen deS Umfanges des Materials aus den letzten Erhebungen der Zeitpunkt deS Abschlusses noch nicht zu übersehen ist. , . Berlin, 25. November. Der große Berliner Hafen am Urban itt henke in Anwesenheit deS Ministers Thielen feierlich eröffnet worden. und bei welchem auch ernste Leute ihre Rechnung staden können. In einer Woche viermal gegeben — daS will schon etwas heißen! Nach den Erfahrungen, die Sudermann in vergangenem Herbst mit seiner „SchmetterlingSschlacht" in Berlin gemacht, konnte eS ihn nicht reizen, seine neueste Arbeit abermals dem ZerstörungSgelüft eines radaugeschulten Premiüren- Publikums auSzusetzeu, er ging damit nach Wien, Hamburg und Frankfurt. Berlin, die Thraterstadl par excellence, hat also in diesem Falle nicht daS Prevenire spielen können. ES wäre wünschenSwerth, daß andere Literaten dem Beispiel deS Autors der „Ehre" folgten, denn der Terrorismus, der seither von Berlin in Sachen der Bühnenlileratur auSgeübt wurde, ist dem deutschen Drama nicht zum Heil gediehen. Künstlerisch kann die Bühne zu Frankfurt für ein Stück genau fo viel thuu wie irgend ein Berliner Theater. Gerade am „Glück im Winkel" läßt sich dies beweisen. Alle mitwirkenden Künstler waren mit ein- einander im engen Contact, ganz und gar auf die Gefühls- und Gedankenwerthe deS Dramas gestimmt. Frl. Doch, die uns in manchem Zuge, besonders in der Behandlung des sonoren Organs, au Frl. Frank erinnert, gab die „Elisabeth" mit jener festen Würde und diScreten Zurückhaltung, die uns sofort sagt, daß die Frau deS RectorS Wiedemann weiß, was fie sich und Andern schuldig ist. Den Rector selbst, der zu jenen Menschen gehört, die eS als ein Wunder anstaunen, wenn sich daS Glück auf einmal in ihrem Winkel häuslich niederläßt, hatte Herr Bauer zu spielen, und die Anpassung wurde ihm nicht schwer. AlS schneidiger Baron v. Röcknitz brauchte Herr Barthel nur aus der Fülle seines sprudelnden Temperaments zu schöpfen. Die blinde Tochter Helene des Frl. Gieseke war eine vorzügliche Wirklichkeitsstudie. Frl. Landori fand sür die vernachlässigte und sich ganz in sich zurückziehende Frau des BaronS die rechten Töne. Der Kreisschulinspector deS Herrn Her mann orientirte uns im Eingänge sofort über das Milten, daS durch die geschickte Besetzung in jeder noch so kleinen Partie characterlsirt wurde. ___________ daß eS ihr Vergnügen macke, nach Deutschland zu gehen, | und sie konnte auch im Voraus davon überzeugt sein, daß wir eine so liebenswürdige Vertreterin des „Erbfeindes" mit allen Ehren empfangen würden. In Frankfurt kann die Judic mit ihren Erfolgen recht zufrieden fein- sie hat ihr Gastspiel noch um einen Abeud verlängern müssen, die Hörer haben ihr lebhaft applaudirt und die Presse hat fie mit Courtoifie behandelt, — eß war somit auf beiden Seiten Alles in schönster Ordnung! Der preußische Buß- und Bettag ließ den Cacilien- V e re in mit einer exact vorbereiteten Aufführung deS MendelS- sohn'schen „Paulus" hervortreten, desjenigen Werkes, daS in der Musikgeschichte unmittelbar neben die Oratorien Bachs tritt und gerade auch auf den modernen Hörer von nachhaltiger Wirkung ist. Das Concert,in welchem Herr Carl Meyer (Schwerin) den „Paulus" mit schöner und ausdrucksvoller Stimme fang, hatte noch den Vorzug, daß es wiederum eine Brücke zwischen Herrn Naval und dem Frankfurter Publikum schlug, daS diesen noblen Sänger noch nicht verschmerzt hat. Daß Herr Naval nickt bloß ein mit einigen hohen Tönen prunkender Theatertenor ist, sondern in Stimme und Vortrag ausgezeichnet für den Concertsaal paßt, konnte er gerade in der Tenorpartie des Mendelssohn'ichen Oratoriums beweisen. Frankfurt a. M. ist um ein schönes Ehrendenkmal reicher geworden, und das Frie dr ich-St o ltze-Mo nv- ment, das den Hühnerwarkt schmückt, gilt überdies dem Andenken eines Mannes, den nicht ein äußerer Zufall, sondern eine innere Zusammengehörigkeit mit Frankfurt ver- bunden hat. Die locale Bedeutung deS Herausgebers der „Laterne", der in feinen Gedichten und Humoresken die clasfische Verkörperung Altfrankfurter Lebens geschaffen, wird zu einer allgemeinmenschlichen, wenn man Friedrich Stoltze als politischen Satiriker und Anwalt einer freiheit- l chen Entwickelung unseres Volkslebens ouffaßt. In den Reden und Ansprachen, die bei der Denkmalsfeier aus berufenem Munde fielen, wurden denn auch stets die beiden Seiten des CharacterS hervorgehoben. Sudermanns „Glück im Winkel" ist wieder einmal I ein Stück, zu dem die Theaterdirectoren fich gratuliren Berlin, 25. November. Der geschäftsführende Ausschuß deSVerbandeS deutscher Berufsgenossenschafte« ersucht unS, Folgendes mitzutheilen: „Der geschäftsführende Ausschuß deutscher Berufsgenossenschaften beschäftigte sich M einer gestrigen Sitzung unter Anderem mit der Frage der Vereinfachung der Ar b ei ter v e r si ch er u n g s-G e setze. Die Mehrheit war der Ansicht, daß die BerufSgenossenfchafte« keine Veranlassung haben, eine Veränderung ihres Bestandes bezw. ihrer Organisation zu wünschen. Sollte dagegen t» allgemeinen Interesse eine Vereinfachung und Zusammenlegung der Arbeiter-Verficherung nüthig erscheinen, so seien die Berufsgenossenschaften berufen und befähigt, an der Durch- führung der hieraus erwachsenden Aufgaben mitzuwirken. In diesem Sinne steht der Ausschuß den Vorschlägen bei Präsidenten Bödiker sympathisch gegenüber, glaubt jedoch, die Begutachtung im Einzelnen aussetzen zu sollen, bis die Berufs« genossenschaften Gelegenheit zur Meinungsäußerung gehabt haben." , Dortmund, 25. November. Zur Gründung einer Altersversorgungsanstalt haben die Stadtverordneten 50000 Mark bewilligt. Dresden, 25. November. Der König ist wegen eines leichten Unwohlseins genöthigt, die sür morgen beabsichtigte Reise nach Leipzig aufzugeben. Triest, 25. November. Das Begräbniß des auf der Heimreise hier verstorbenen Matrosen Nagel von der Besatzung des in Ostasien ftationirten deutschen Kreuzers „Cor- woran" fand mit großen militärischen Ehren unter Theilnahme des Commandanten der Militärstation, Admiral Minut^llo und des Platzcommandanten, vieler Osfiziere, des deutschen GeneralconsulS und ViceconsulS, sowie der deutschen Colouie t Bonbon, 25. November. Amtlich wird bestätigt, daß Prinz Heinrich von Battenberg an der Expedition gegen die A'chantiS theilnehmen wird. Baku, 25. November. Eine aus zehn Personen bestehende Falschmünzerbände, die 10- und 100 Rubelscheine fabrteirte, ist aufgehoben. Die falschen 100-Rubelscheine tragen die Nummer 58 442, die 10-Rubelsckeine die Nummer 294 509. Biele täuschend nachgeshmte Falfificate sollen inS Ausland gelangt sein, eine große Anzahl wurde noch im Verbrecherort vorgesunden. Feuilleton. .frankfurter Dries. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) LaMviel der Madame Anne Juble. «enterte. Etoltze-Feier. Die Wiederholungen vom „Glück im Winkel". Dr M DaS Stück Frankreich, das wir in diesen Tagen abwechselnd'auf der Bühne des Schauspielhauses und der ber Over zu Gast gebeten hatten, erwies sich in genauer Jeber- einstimmung mit den Erwartungen, welche wir ihm entgegen- brachten. Daö war der Geist des frischen, pikanten Vaudevilles, daS eigentlich nur in Paris und im engsten Umkreis 2on Baris gedeiht, und Madame Anne Judic ist noch immer die entzückendste Interpretin dieses Genres, denn sie besitzt Charme", und dieser Eigenschaft können die Kalenderjahre an oben. Sie mag noch hübscher und appeUtl.cher auSgesehen haben, als der Duft der Jugend auf ihren Wangen lOfl — das ist gewiß, aber ebenso gewiß ist auch, daßdie Grazie und decente Nonchalance ihres Spiels, die herüber ,lle Gewagtheiten hinweggleitet, den Gedanken an Altern anb vollends an Vergehen im Zuschauer gar nicht aufkommen li6t Di- Ov-r-ti-n, in w-lch-n di- Judic und ihr- G-s-ll- Mitt -ms-rat, lohnen ni*t di- Müh-, d°b man eint -rnst- «ri it darüb-r i-hr-ibi- fi- sind nur --was -m Ramp-niicht, Lurch di- Darstellung und nur auf di- flllch-ige Dauer d-s Dd-at-rab-udS. Wan hat di- Gattung, «eich-r „8tii und 9Mnid>e" ang-hör-u, auch nach D-michiand pflanzen wcllen, der Versuch ist triste genug ausgefallen! Wir tragen, «ffen gesagt, auch gar kein Verlangen darnach, die Sachen, in welchen Madame Judic sich den Frankfurtern präsentirte, £ der U-b-ri-tzung zu g-ni-b-u. Ihr Esprit schemt unauf. ««(ii mit dem Pariser Idiom p-rknüpst zu [ein. Madam- ^u ic gehört zu den fiünftlerinnen, welche die Welt d-s Theaters "nicht mit der Welt der Politik vermengen. Es uenirt fie nicht im Mindesten, fich vor einem deutschen «ublikum zu verneigen und sich von diesem h-rauSrusen zu «affen Sie hat fich zu den Interviewern dahin ausgesprochen, Konstantinopel, 25. November. Die Beunruhigung ter hiefigea Bevölkerung, insbesondere in den Vorstädten Skntari und Stambul, dauert fort. Einige Stambuler Me- dresse- werden militärisch bewacht. Deveichen de« Bure« ,£)crilb'. Berlin, 25. November. Der Kaiser wird am Mitt» wocb einer Einladung deS Finanzministers Miquel zur Tafel entsprechen. Berlin, 25. November. Wie die „Vosfische Zeitung" hört, ist der ReichScomwissar Dr. Carl Peters zur Disposition gestellt worden. Berlin, 25. November. Der deutsche Gesandte in der Schweiz, Dr. Busch, ist heute Vormittag in Bern infolge von Lungenblutung und Herzlähmung im Alter von 71 Jahren gestorben. Berlin, 25. November. Bei den Mitgliedern deS socialistischen Parteivorstandes, bei den Vertrauensleuten der socialistischen Partei, bei den Mitgliedern deS Preß-ComtteS unb dem Redacteur Braun vom „Vorwärts" wurden heute früh Haussuchungen abgehalten, angeblich wegen lieber* tretung der §§ 16 und 18 deS Vereinsgesetzes. Köln a Rh, 25. November. Der „Köln. Ztg." wird aus St. P eterSb urg gemeldet, daß eine dort stattgehabte Revolte bei der weltbekannten Firma Laferme ausbrach. Frauen und Mädchen zertrümmerten, wegen angeblich un- gerechtfertigter Lohnabzüge, sämmtliche Fabrikeinrichtungen und vernichteten die gesammten TabakSvorräthe. Der Polt- zr'. gelang es zunächst nicht, die Ruhe wieder herzustellen- erst mit herbeigeholten Feuerspritzen war dies möglich. Reutz a. Rh., 25. November. In vergangener Nacht entgleiste ein Güterzug, wobei jedoch Niemand verunglückte. Infolge der GeletSsperrung werden die Schnellzüge über Düsseldorf geleitet. Lemberg, 25. November. Großes Aufsehen erregen die Zahlungsstockungen der Bankfirma Goldberg und Löwenberg. Die PassivaS betragen 1,500.000 Gulden - bie ActivaS find bedeutend geringer. Die hiesigen Banken find bemüht, eine außergerichtliche Liquidation herbei- zuführen. Klausenburg, 25. November. Hier und in der Umgegend schneit rS unausgesetzt. Seit drei Tagen haben sämmtliche Eisenbahnzüge bedeutende Verspätungen. Budapest, 25. November. Der König hat aus Vorschlag d S UnterrichtSministerS gestattet, daß Frauen zum Studium bet der hiesigen Universität zugelasien werden und zwar für t«e medicinische, pharmacrutische und philosophische Facultät. Sobald sich eine Anzahl Hörerinnen gemeldet hat, soll auch für ihre Vorbereitungen zum Besuche der Universität Sorge getragen werden. Triest, 25. November. Seit zwei Tagen herrscht hier- ielbft eine furchtbare Bora. Das Passiren der Straßen ist nur mit Lebensgefahr verbunden. Bis jetzt haben dreißig Personen Verletzungen erhalten, die zum Theil schwerer Natur find. Kein Schiff kann den hiesigen Hafen verlaffen. Fiume, 25. November. Seit gestern herrscht eine orkanartige Bora. Heute Nacht sind auf der österreichischen Staatsbahn 18 Waggons eines Nachtzuges und auf der ungarischen Staatsbahn 15 Waggons eines Nachtzuges den Bahndamm hinuntergestürzt. Der heute Morgen fällige Courierzug war bis Mittag noch ausständig. Venedig, 25. November. Seit gestern gehen in ganz Venetien heftige Unwetter nieder. Die Dampfschiffe mußten ihre Abfahrt verschieben. Kein Schiffer wagt fich auf die See hinaus. Paris, 25. November. Alexander Dumas ist schwer erkranke. Toulon, 25. November. Gestern Abend sprachen die SchiffScommandanten des Mittelmeer Geschwaders dem Admiral Gervais ihre Sympathie und Vertrauen auS- sie Oer* urtheilen die gehässigen Angriffe, denen .der Admiral im Parlament und in der Presse auSgeietzt war. Toulou, 25. November. Auf dem Admiralsschiffe „Formidable" ereignete sich wiederum ein doppelter Unfall. Zwei auf Wachtposten befindliche Soldaten wurden von den Wellen über Bord geworfen und ertranken. Loudon, 25. November. Seit Samstag Nacht wüthet im Canal ein heftiger Sturm. Die Schiffsverbindung zwischen Dover und Calais mußte unterbrochen werden. Philippopel, 25. November. Heute Vormittag wurde hier ein heftiger, 10 Secunden anhaltender Erdstoß mit vorangehendem donnerähnlichen Rollen verspürt. Athen, 25. November. Behufs schleuniger Ausrüstung der gesammten Flotte soll eine Anleihe von D/, Millionen Drachmen abg-schlofien werden. Der Äticg von 187O[71, geschUdert durch Ausschnitte «u8 Zeitung» - Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 27. November. TS kommt bereits vor, daß vor Paris französische Offiziere unter dem Schutze der Parlamentärflagge fich den diesseitigen Umfaffnng-linten nähern und, ihre Noth klagend, bei den deutschen Truppen um Lebensrnittel bitten. Die Soldaten vor Paris würden jubeln, wenn endlich der Befehl zum Bombardement gegeben würde. Sie sagen, von den Forts Jvry, DauvreS und Montrouge auS könne die Stadt recht gut beschossen werden. Aergerltch find sie über die Laubfrösche, die ihnen jetzt viel Schaden thun. So nennen sie die Kanonenboote aus der Seine, die grün angestrichen und mit schweren Geschützen ausgerüstet find. Die Partie ist übrigen» gar nicht so ungleich, wie manche fich einbilden, wenn efl zum letzten Kampfe kommt. Ring» um die Riesenstadt liegen 220 — 230,000 Deutsche, der französischen Soldaten in Pari» find e» aber 300,000, die Nationalgarke ungerechnet. Die BertheidigungSfähigkeit von Pari» ist seither unterschätzt worden, daher auch die Verzögerung mit dem Bombardement. Gießen, bat 26. November 1E95. Ordensverleihungen. Se. König!. Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht, am 25. d. MtS. u. A. nachstehende OrdenS-AuSzeichnungen zu verleihen: DaS Comthurkreuz 1. Klaffe des Verdienstordens Philipps deS Großmüthigen: dem Präsidenten de« OberlandeSgericht» und lebenslänglichen Mitgliede der Ersten Kammer der Stände Ludwig Knorr. DaS Comthurkreuz 2. Klasse dem Präsidenten der Kriegerkamerad- schast „Hassia" Obcrstlieutenant z. D. CaSPary. Da« Ritterkreuz 1. Klasse dieses OroenS: dem ordentlichen Proseffor an der Landes Universität Dr. Moritz Pasch zu Gießen, dem Director des Realgymnasiums und der Realschule zu Gießen Dr. Emil Rausch, dem Ober- amtsrichtcr Karl Songer mann zu Gießen, dem Rechtsanwalt Justizrath Dr. Karl Ferdinand Reatz zu Gießen, dem Bau Jnspector deS Hochbauamts Gießen, Baurath Kar! Neuling, dem Stenercommiffär deS Steuer Commiffariat» Hungen, Steu'rrath Karl Snell, dem Oberförster der Oberförsterei Ober-RoSbach Forstmeister Ludwig Strack. DaS Ritterkreuz 2. Klasse dieses OrdeuS: dem Director des GaS> und Wasserwerk» zu Gießen, Otto Bergen daselbst, dem Verlagsbuchhändler Otto Roth, Inhaber der Firma Emil Roth zu Gießen. Da» Silberne Kreuz dieses OrdenS: dem Lehrer Wilhelm Jäger zu Lich, dem äBcitmeifter bei den Oberheff. Bahnen Georg Stephanyzu Gießen, dem Bahnmeister bei'beu Oberh.Bahnen Johann Phil. Wassam zu Großen-Buseck, dem unherit tenen Wachtmeister Johann Ernst Graulich im District Oberheffen, den Bezirksvorstehern in der Kriegerkameradschaft „Hassia": Gustav Weck, Uhrmacher in Hungen, Heinrich Goldmann, gräflicher Secretär in Laubach. DaS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" dem Bürgermeister Heinrich Müller zu Klein-Eichen, dem Gemeindeeinnehmer und Kirchcnrechner Ludwig Frehmann zu Gedern, dem Ortsgerichtsmann Ludwig Rehe zu Lich, dem Orts- gerichtSmanu Heinrich Möller III. zu Maar, dem Ge- fangenaufseher Bernhard Tröster zu Marienschloß, dem Gemeindeforftwart Karl Müller zu WeningS. ** Auszeichnungen. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 25. Novbr. dem ordentlichen Profeffor bet der theologischen Facultät der LandeS-Universttät Dr. Bernhard Wilhelm Stade zu Gießen den Character als „Geheimer Kirchenrath", dem ordentlichen Professor bei der medicinischen Facultät und Vorstand der chirurgischen Klinik der Landes-Universität Dr. Heinrich Bose zu Gießen den Character als ^Geheimer Medicinalrath", dem practtschen Arzt Dr. Heinrich Weckerling zu Friedberg den Character als „M e d ic i n a l - ra th", dem Bergmeister für die Provinz Oberhessen Wilhelm Ziegler zu Gießen den Character als „Bergrath", den OberamtSrichteru Karl Sellheim zu Friedberg, Moritz Hempel zu Lauterbach und Wilhelm Hofmann zu Nidda den Character als „Geheimer Justizrath", dem Rechtsanwalt Dr. Anton Rosenberg zu Gießen den Character als „I u ft i z r a t h" zu ertheilen. — Ferner erhielten den Character als „Baurath": der Bauinspector des StraßenbauamtS Grünberg Conrad Schnitzel, der Eisenbahnbau' und Betriebs- Jnspector bei den Oberhessischen Eisenbahnen Georg S ch o b e r t h ju Gießen, den Character als „Steuerrath": der Steuer- Commiffär des Steuercommtssariats Butzbach Karl Klingel- jöffer, den Character als „Rendant": cer DistrictS- Einnehmer der DtstrictSeinnehmerei Homberg a. d. Ohm Berthold Gutfleisch, den Character als „Förster": der Forstwort der Forstwartei Siechenhausen Johannes Strauch hu Siechenhausen, der Forstwart der Forstwartei Liederbach Heinrich Vierheller zu Liederbach. ** DaS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für augjährige treue Dienste" wurde u. A. verliehen: dem Auf- eher bet dec Grube „Ludwigshoffnung" Johannes Köbel ■ u Bauernheim, dem Gradierer bei btt Saline Bad Nauheim Martin Grünewald II., dem Zimmermann bei der Sa- tne Bad Nauheim Jacob Kltngemeier II. ** Das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Zuschrift: „Für treue Dienste" wurde v. A. verliehen: dem Lokomotivführer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Wilhelm Kalberlah, dem Zugführer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Hermann Winter, dcm Weichensteller bet den Oberhesfischen Eisenbahnen Kaspar Döring, dem Weichensteller bei den Oberhesfischen Eisenbahnen Konrad Walter, dem Weichenteller bet den Oberhessischen Elsenbahnen Heinrich Dechert, dem Bahnwärter bei den Oberhejsiichcn Eisenbahnen Adam Schmidt. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Verfammluug Donnerstag, den 28. November 1895, Nachmittags 4 Uhr: 1) Die Volkszählung im Jahre 1895. 2) Vergütung für Reinigung eines im ThurmhauS eingenommenen Zimmers für die Realschule. 3) Regulirung der Grünbergerstraße- hier: Geländeerwerb. 4) Baugesuch deS H. Rinn V. vou Heuchelheim für die Krofdorferstraße- fier: Geländeerwerb. 5) Gesuch des Gottlieb Na u heim er !>etr.: die Einfahrten an seinen Häusern an der Löberstraße. 6) Verbefferung des GrenzwegS an der alten Marburger- iraße. 7) Fortsetzung der Wasserleitung durch die Eich- garten. 8) Versehung der Landmannstraße mit GaS und Wo fier, bezw. Ermäßigung deS MindestbetrogeS an Waffer- geld für kleinere Wohnungen. 9) Beseitigung deS Ventil- brunnen» in der Schulstraße. 10) Errichtung einer kauf- männischen Fortbildungsschule,- hier: Gesuch um Bewilligung eine- höheren Beitrag-. •* Dresdener «efawmt Vorstellung. Wir machen ncchmals darauf aufmerksam, daß die Vorstellung der „Chprienue", welche un» von den Dresdner kästen in überau» glänzender Besetzung am Mittwoch Abend geboten wird, voraussichtlich sehr stark besucht werden dürfte und e» em- pfieblt fich daher frühzeitige Sicherung der Plätze für Mitt woch sowohl, wie für die Luftspiel-Borstelluog „DaS Sttf- tungflieft", welche am Donnerstag stattfindet. •• Oderhefstsche Industrie. und «ewerbe AuSstellnug. Die Diplome und Medaillen, welche den prämtirten AuS- ftellern für ihre Erzeugnisse verliehen wurden, kommen dem- nächst zur Bertheilung. SS erhalten nicht nur die für her- vorragende und lehr gute Leistungen Ausgezeichneten Diplome^ sondern auch Diejenigen, deren Leistungen da» Prädicat „lobend erwäbnt" enheilt wurde. Mit btm Druck der Diplome rst die Brühl'sche Universität» Buck- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen betraut worden. ♦* Pestalozzifeier. Die deutsche Lehrerwelt rüstet fich allenthalben zur Feier de» 150jährigen Geburtstag e» des großen Schul- unt Unterrichts Reformator» Joh. Heinr. Pestalozzi am 12. Januar 1896. Auch die hiesige Bezirks- Lehrerconferenz hat in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, eine der Bedeutung dieses Tages würdige Feier zu veranstalten, und für diesen Zweck bereit« einen Ausschuß berufen. Privatbeamten Verein. Wir machen Kaufleute, vüreau- beamte, Ingenieure, Techniker, Chemiker u. f. w. auf da» im Annoncentheile befindliche Inserat de« Deutschen Privatbeamten-Verein» besonder« aufmerksam. Wie wir hören, beabsichtigt der südwestdeutsche Zweigvereiv«- verband auch hier einen selbstständigen Zweigverein zu er- richten, sobald sich noch einige weitere Mitglieder gemeldet haben, und die zur ZweigvereinSbildung erforderliche Mmdest- Mitgliederzabl erreicht ist. ** Zithercoucert. In Ergänzung der bereit« gebrachten Mittheilung deS von dem neugegründeten Lahnthal- Zitherbunde zu veranstaltenden Zitherconcerte» können wir nunmehr mittheilen, daß sich sammtl che BundeSvereine mitwirkend betheiligen, und die Proben hierzu recht eifrig betrieben werden. DaS Concert findet Anfang« December in Stein« Saalbau statt. —1.— Salzhaufen, 24. November. Unser Eurpark, zwar klein, aber fein, wird nicht blo« mit Sorgfalt unterhalten, sondern auch an dessen Erweiterung und Verschönerung gedacht. Kürzlich wurde er nru vermessen und eine Karte darüber angefertigt. — Die ungewöhnlich milden, sonnigen Novembertage in den beiden ersten Decaden de» Monats haben auch in unserer Gegend mitunter das Pflauzenleben rege gemacht. Wir schnitten eine stark tiorgetriebeae RohkaftavievknoSpe durch und fanden die Blüthe darin, en miniature natürlich, deutlich entwickelt. Gänseblümchen blühen auf vielen Wiesen, als wären wir im Monat März. In der Nacht vom 21. zum 22. November gab e» scharfen Reif, am 23. leichten Schneefall mit mäßiger Kälte, welche die weitere Entwickelung der Vegetation, die nicht von Bortheil wäre, zum Stillstände gebracht hat. Die gegenwärtige Witterung ist gut und der Jahreszeit entsprechend. § Nieder Gemünden, 25. November. Die diesjährige letzte amtliche Conferenz der Lehrer de» Bezirk» Nieder Gemünden fand am vorgestrigen Samstage unter dem Vorsitz de» Großh. Kreis Schulinspector», Herrn MüNer aus Alsfeld, im Saale der Södler scheu Gastwirthfchaft hier statt. Die Conferenz begann mit einer Probelection in der Schule, gehalten von Herrn Lehrer Eimer au» Ober Ohmen. Zum Lehrgegenstand hatte derselbe „Die Kohle" erwählt. In recht anschaulicher Weise führte er den Schülern die verschiedenen Arten der Kohle, ihre Gewinnung und ihre prac- tische Verwerthung vor. AIS zweiten Punkt der Tagesordnung behandelte Herr Lehrer Bernhard au» Nieder Ohmen „Walther von der Vogelweide". In einer sehr fleißigen Arbeit schilderte der Referent die dichterische und pädagogische Bedeutung deS berühmten Minnesänger». Beiden Referenten wurde der wohlverdiente Dank deS Vorsitzenden zu Theil. Nach einigen Bemerkungen über die Zusammenstellung der Lehrbücher in den Volksschulen und Feststellung der Tagesordnung für die erste nächstjährige Bezirköconferenz schloß der Vorsitzende den amtlichen Theil der Conferenz. Ein gemeinsames Mittagsmahl folgte den Conferenzverhandlungen gegen 1 Uhr. *,* Bannerod (Kreis Lauterbach), 23 November. Der »iefige Landwirth Luft wollte vorgestern einen sogenannten Brauiwagen fahren. Unterwegs gingen die Pferde durch, ein Mann fiel vom Wagen und der Wagen ging über ihn. Der Mann erlitt einen Armbruch und sonstige schwere Verletzungen. □ Au« dem BogelSderg, 25. November. Die seither chon auf einer ungewöhnlich niedrigen Stufe stehenden Preise ür Schweine find noch weiter zurückgegangen: man be- zahlt jetzt von Händlern und Metzgern nur 33 Pig. für >aS Pfund Lebendgewicht. Da» Schlachten der Schweine und der Verkauf des Fleisches durch die Befitzer wird deß- halb in vielen Orten dem bloßen Verkauf d-r Schweine vor- gezogen. DaS Pfund Sckwein?:!eifch wird Ü erall für 50, elbst für 48 Pfennig verkauft. △ Mainz, 25. November. Der Geburtstag de» Großherzoglichen Paare« wurde hier in üblicher Weife gefeiert, jedoch mit einem äußerlich merklichen Unter» chied, nämlich, daß eine größere Anzahl Privathäufer Flaggenschmuck angelegt hatten al« in früheren Jahren. Am SamStag Abend fand Fackelferenade nach dem Regierung»- geb&ube statt und der heutige Tag begann mit einer großen Reveille, bei welcher die sieben Regimentkcopellen auf ver- chiedenen Plätz'N der Stadt spielten. In den Kirchen der verschiedentn Confessionen war Fcftgctte«dienst, dem um 10 Uhr die officielle Gratulation beim Provinzialdirector Geheimrath Rothe folgte, an welcher fich die Sptzen der Militär» und Cwilbehörden betheiligten. Am Nachmittag and ein größere« Festessen in dem RegierungSg'bäude statt. >— > -- ■ ..... Universität- - Nachrichten. BreSlau, 25. November. Tie .BreSlauer Zeitung meldet: Dr Hermann Schott, P^estor de» römischen Recht» an der hiesigen Unioerfitäk, ist heute Nacht gestorben. '«•Mis, j, u ' htrn. r« !? '-«<> m * »«ihn, "» ^Wtiflen, .,,, i" «Nm. *6 6"«fer das Pflanzen- rk vorgrtriebeiu lüthe darin, ei ebiümchen blühe, it März. In der 1 scharfen Reis, Mr, welche die cht von Aorthell \t gegenwärtige -d)tnb. )/? bitijäbrigt r btS ßtjiifS rgr Mn de.» ttn D^er MMch bin ibtltction inh ui Ober Oh»» Kohle" rrwP. Schülern bltW g und ihre R :t der TageSoü- 18 Nieder-Ohw» :r sehr fieihik» und pädagogW leiden Reserenu- senden zu Th^ mmenstelluug in hing der Ta^ sconferenz M nfereuz. An gt eenzverhandlunzn November. einen logen-w'« die »ft* .««I-« ftljt «»<«8" ... 1*5 ",<**? »w * 7»°L p60- Lütt6t°9 t(l str Ät rfl$: zdieust / (aI((tit *rtP 4 Nachv^ Eingesandt. SS Grebenhui«, 25. November. Wie au» der amtlichen Prämtirunysufte der landwtith'chafi- lichen Ausstellung in Gi ften hervora-b«. erhielt auch die diesige Oberförsterei in der Abtbeilung stfischzuchl den höchsten P eis: die st'berne Medaille für ausgestellte Karpfen, Forellen u. s w. Luch der Fischmeister hier wurde mit einem Geldprci' von 30 Mk. bedacht. Gigenthümlich ist es nun, daß sich in unserer Oberförsterei ein Fischmeister nicht befinden soll, eben owenig sollen in unserem Großherzogthum Hessen Beamte mit dem Titel „Fischmeister" exittiren. Es wäre im Interesse des Publikums zu wünschen, daß diese Sache von berufener Seite aufgeklärt würd? und die Prämie auch ihrer Bestimmung gemäß, dem eigentlichen Aufseher und Pfleger der Fischzucht, übermittelt würde. Allgemein ist die öffentliche Stimmung dafür da. Auch dürfte e-t sich empfehlen, daß die yrL'nmiirungs Commission sich der Sache annebmen würde. Derfet^, Land- «nd Volkrwirthschast. Gietzm, 26. November. Marktbericht. Aus dem heutigen Mochenmaikt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,00—1,20, Hühnereier pr. St. 7—8 4, 2 St. 00 A, Enteneier pr. St 00 Gänse» etcr pr. St 00—00 Käse pr. St. 4—8 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Mer 18 Linsen vr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar X 0.60 b:4 0,70, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X 0,75—1,0'*, Enten pr. Stück X 1,60—2.00, Gänse pr. Ptund X 0 45—0.56, Ocksenfletsch pr. Pfd. 72—76 4- Äub‘ und Rtndflcisch pr. Pfd. 66 - 68 Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bi6 68 Schweinefleisch , gesalzen, p'. Pfd. 72 Kalbfleisch pr Pfd. 60—64 H, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00 bis 5,00 X, Weißkraut pr. S'ück 8—16 H, Zwiebeln pr. Centner X 3,00—4.00, Milch pr. Liter 16-20 H. Seiden-Damaste Mk. 1.35 bis 18.65 p. Met. — sowie schwarze, weiße und farb'ge Henne- beeg-Leide von 60 Pf. bi« Mk. 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, carrtrt, gemustert, Damaste rc (ca. 240 versch. Qual und 2000 versch. Farben, Dessins rc-), porto- und steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. 8151 Seiden-Fabriken 6, Henneberg (k. u. k. ho«.), Zijrich. — Lebensversicherung. Bei der Allgemeinen ver« sorgunasanftatt tn Karlsruhe treten mit dem 1. De- cember 1895 die von der vorjLvrtgen Generalversammlung beschloffrnen Neuen Statuten inK-ast, welche für die Veisicherten neue werthoolle Verbesserungen in den V'rsicherungtzbedinaunaen bringen und insbesondere die Unverfallvaikett und Unanfechtbarkeit in weitestem Umfange gewährleisten. Gegen den Verfall der Versicherungen durch nicht rechtzeitige Prämienzahlung ist wirksamer Schutz gegeben. Berufsän^erungen sind a f den Fortbestand der Versicherung ganz ohne Emfluß. Die Freiheit in Aufenthaltsänderungen ist weit ausgedehnt, sodaß sie auch sehr viele übe seetsche Länder umfaßt. Die Kriegsgefahr w>rd für die ge'ehlich Wehrpflichtigen kostenfrei mit übernommen. Beim Tode durch eigene Hand erfolgt die Zahlung der vollen Versicherungssumme, wenn die Versicherung fünf Jahre in Kraft war; nach kürzerem Bestände dann, wenn die Tvat in unzurechnungsfähigem Zustande begangen ist. Auch der Tod im Zweikampf oder durch gefährliche Unternehmungen, wie Bergbesteigungen rc. giebt keinen Grund zur Zahlungsverweigerung. Diefe Bedingungen, welche die Rechte der Be- sicherten bis an die Grenze des Möglichen sicherstellen, werden für die zadlr ichen Mitglieder der Anstalt von Interesse sein und werden dazu beitragen, ihr noch neue Freund» zu gewinnen. Die Säuglings-Ernährung nach dem bewährten System von Prof. Dr. Soxhlet ist in zuverlässiger Weise ausschliesslich nur mittelst des von Prof. Dr. Soxhlet selbst erfundenen Sterilisir-Apparates mit L-ufldruck verschlug# 0. R.-P. Mr. 57524 durchzuführen. Wer sich vor Misserfolgen schützen will, weise alle Ab- änderungenUnberufener oder Nachahmungen zurück und verlange den Original-Soxhlet-Apparat mit dem Namenszug des Erfinders; insbesondere achte man darauf, dass jede Flasche diesen Namenszug trügt. Nur diesen Apparaten ist eine richtige, vom Erfinder des Systems verfasste Gebrauchsanweisung beigegeben. Alleinige Fabrikation und Vertrieb für Hessen-Nassau und das Grossherzogthum Hessen 5929 Gebrüder Weil, ” Concessionäre der Firma: Metzele? tfcCo. München. Niederlagen in Gleesen bei: C. A. Faber; W. Hosch; C. Liebrichs Nachf.; J. Sohellenberg; Bruder Schmidt. In Wetzlar bei: F. Brenner; R. Spiess. In Friedberg bei: Helene Hess. In Nauheim bei: R. Schwab. In Butzbach bei: E. C. Vogt. 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AUgkmrinkr Verein für Amen- und Krankenpsiege. Außerordentliche Generalversammlung Montag den 1. December, Abends 6y2 Uhr, im Saale des Schwesternhauses. Tagesordnung: 1. Erweiterung des Schwesternhauses. 2. Weiterführung des Miethspatronats. Die Mitglieder werden hiermit auf Grund der §§ 4, 5 und 7 der Statuten ergebens! eingeladen. 9922 Der Vorstand: Schlosser. eTäTv. Mittwoch, den 27. November d. I., Abends 8 Uhr: klßer Vortrag über die französische Revolution. Auch die Frauen unserer Mitglieder haben Zutritt. 9920 Der Vorstand. 9844] Ein noch neuer Schlitten und Schellengelänte, sowie circa 30 Ctr. Heu zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. 9811] Ein trüchtiges Zuchtschwein (Erstling) zu verkaufen. _________Kg. Lchmiit, LaunSbach Ein Dän. Dogge Sittte, Ve Jahr alt, Prachtexemplar, sieht billig zu verkaufen bei 9836 Ar. Virkelbach in Straßebersbach. Mermietßungen. 9910] KleincS Logis zu vermiethen unb gleich zu beziehen. Katharinengaste 10. 9911] Schönes, großes, möbl Zimmer billig zu vermietben. Bahnhofstraße 27, III, links. Vermischte Anzeigen. Verloren: Zwei Hundertmarkscheine. — Gegen gute Belohnung abzugeben in der Expedition ds. Bl.9926 Gefunden eine Summe Geldes. haudelSgiirtner Louis Becker, 9921 Grunbergettzraße 11. JDanksagnng. Ich liit schon über 9 Jahre an Magen- unb Unterleibs leiben; seit 4 Jähren batte ich sehr oft hesttge Mage, krampsantälle, war bei vielen Aerzien, ober um so Moritz Gregori & Sohn 9726 Giessen Kreuzplatz 14. Filiale Seltersweg 2. Die grosse Weihnachts-Ausstellung in Kinderspielwaaren ist eröffnet. schlimmer rouxbe mein Leiben, so daß ich von keinem Arzte mehr waS wissen mochte. Als aber mein Bruber unb meine Schwester mir »uredeten, welche auch von langem Leiben burch Herrn Dr. med. Voldeding, Homöopath. Arzt in Düstctdorf, »Snigsalle« 6, gebellt wurden, wandt' ich mich auch an denselben unb eS g-lang biesem Herrn mich sowohl von dem Magen« al« auch »on dem Unterleib4leiben in kurzer Zeii gesund zu machen Ebenso litt mein Mann längere Zeil an Magen« unb baS Kind an großer Nervenschwäche, welchen auch durch bhfen Herrn geholfen würbe Wir freuen unS der erlangten ® cf unb» beit unb sprechen da ür Herrn Dr. vol> bebing unfern innigsten Dank au«. Wir empfehlen diese* Herrn allen ähnlich Leibenden. ... Ä geeilte Wenger Dalmin b.KarstLbt.Reg «Be,.Poi«dam x Allgemeine Versorgungs-Anstalt « KARLSRUHE. Ä' Lebensversicherung. 1OO Millionen Mark Vermögen. —» 8.3 574 öttfidirrungri über 341 Millionen Änrh Capital, meine Gegenseitigkeit; ganzer UebetfdiuW be* versickerten. Unanf«»1dMrke«t unb Unverfallbarkeit ber Bersicherungen streit ckriegesersicherung für Wehrpsttchltge. „Mitversicherung auf Pramieofretheit im Javaliditätlfalle". Dienst Santione« an Beamte- 9916 vertrüge mit »irlen Behörden unb Vereine« "WG Vertreter in Gießen: Jean Voerk und Fritz t^gly. Akademische Vorträge, Im Laufe des Wintere werden in der Uniyereitätaaula folgende fünf allgemein verständliche Vorträge abgehalten: 1. Priratdocent Dr. Wetz: Ueber die Shakespearische Tragödie. 2. Professor Dr. Elb*: Die chemische Arbeit des Lichtes. 3. Priratdocent Dr. Collin: Gottfried Keller. 4. Geh. Hofrath Professor Dr. Oncken: Kaiser und Reich in der Paulskirche 1848/49. 5. Professor Dr. Sommer: Die Idee der persönlichen Freiheit in der practischen Psychiatrie. Der Ertrag ist zu gemeinnützigen Zwecken bestimmt. Abonnementskarten (für 1 Person zu 4 Mk., für 2 Personen derselben Familie zu 5 Mk., für 3 und mehr Personen derselben Familie zu 6 Mk.), Einzelkarten zu 1 50 Mk und Studentenkarten sind in der Ferber’ichen Buch handlang, letztere auch beim lIniver*ität*hauMinei*ter zu haben. 9798 Ferber’sche Univ.- Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung (C. 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