fs Äon. >ih. * 8 Uhr cert e »ard htK. S ' bieueavr-, unk ____8959 Montag findet 11 der Stadt- 8952 r. Geburt 3e|u stattfinden soll, 1 allen Stimmen am b Pfungen aus dm die fich nicht eilt werben unb , Herrn Lehrer itamh UL_____ Bin, ends 8l/2 Uhr izW »stand. )s 8 Uhr: nng ind Tanz 9G ibt, W «teoto Vorstand. Mw. .W 8*/, Mr nd t Saal). Vorstand.__. ll. P-Äis '/-s » erseiie » «'S chchbck, jSrtN68, 386'1! * 86.10 102.8J 21.16 SZF *3,60 * ° 102 20 102« Nr. 253 Erstes Blatt. Sonntag den 27. October 189# Der chieheaer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag». Dir Gießener M««ilte»vläi1er werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal deigelrgt. Gießener Anzeiger Kenerat-Htnzeiger. vierteljähriger Zvonae mentiP reis l 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Rebaction, Txpcditio» und Druckerei: -ch.tstraßeAr.?. Fernsprecher 51. Amts- »nd Anzeigcblatt für den "KvcU Gieren. Hratisöeitage: Gießener Kamitienötätter. Alle Rnnoncen-Bureaux de- In« und Auslände- nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgeg«. «anahm, von Anzeigen zu der Nachmittag- für d« tokgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. Amtlicher Theil. Gefunden: 1 Kette, 1 Regenschirm, 1 Taschenmeffer, - Manschettenknöpfe, 1 Visitenkartentäschchen, 1 Ofenrost, 1 Laterne, 1 Militärmütze, 1 Deckel von einer Milchkanne, 1 Packet Stearinlichter und 2 Schürzen. Gießen, den 26. October 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen, g. 93.: v. Bechtold, Regierungs-Assessor. Uetufte Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Beilin, 25. October. Durch CabinetSordre vom 21. d. M. ist der Contreadwiral z. D. Ascheuborn zum Marine- commiffar für den Kaiser Wilhelm Canal ernannt worden. Hannover, 25. October. Der Redacteur Rauch der foc'altfttschen „DolkSstimme" ist wegen MajestätSbeleidigung, begangen durch einen Artikel: „Ein Kaiserwort", zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Dortmund, 25. October. DaS Ergebniß der Reichstags-Ersatzwahl ist bis jetzt folgendes: Möller 17,165, Leufing 14,568, Lütgenau 17,237 Stimmen. Stichwahl zwischen Möller und Lütgenau gilt als sicher. Leipzig, 25. Oclober. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe ist in Begleitung des Wirkt. Geheimen Ober- regierungsrathS v. Wilmowskt hier eingetroffen, um der Einweihung deS ReichSgcrichtögebäudeS beizuwohnen. Der sächsische Staatsminister v. Metzsch war auf dem Bahnhofe zum Empfang. Leipzig, 25. October. Eine Deputation des RathS und der Stadlverordneten unter Führung deS Oberbürgermeisters Dr. Georgi überreichte heute dem RetchSgerichtSpräsidenten v. Oelfchläger und dem Oberreichsanwalt v. Dessen- dorff den Ehrenbürgerbrief der Stadt Leipzig. München, 25. October. Heute Nachmittag gegen 5 Uhr stürzte der Neubau eines Hintergebäudes in der Amalien« straße ein. ES sollen drei Arbeiter und eine Frau verschüttet sein. Die freiwilligen Feuerwehren und eine Sani« tätScolonne erschienen sofort am Platze. Die Rettungsarbeiten werden eifrig fortgesetzt, waren jedoch biS jetzt ohne Erfolg. Paris, 25. October. Der Ackerbauminister Gadaud empfing heute Dormittag mehrere landwirthschaftliche Abordnungen des NorddepartementS, welche ihm die Bitte vortrugen, die Regierung möchte die deutsche Melasse mit einem Prohibitiv-Zoll von 10 FrcS. belegen. Fermo, 25. October. Heute früh wurden zwei starke Erderschütterun gen verspürt. Depefchcn bei Bureau »Herold*. Berlin, 25. October. Wie die „Volkszeitung" erfährt, ist auf morgen Nachmittag eine Sitzung des geschäftS« führenden Ausschusses der Berliner Gewerbe« Ausstellung 1896 anberaumt mit der Tagesordnung: Electrische Beleuchtung. Mehrere Stadtverordnete sind ein« geladen worden, der Sitzung beizuwohnen. ES darf ange« nommen werden, daß der am Mittwoch Abend gefaßte Be« schluß unter dem Drucke der öffentlichen Meinung aufgehoben werden wird. Berlin, 25. October. Nachdem die Commission für das bürgerliche Gesetzbuch die zweite Lesung des Entwurfes beendet hat, sind sämmtliche Mitglieder derselben vom Reichskanzler für nächsten Dienstag zur Tafel geladen worden. Berlin, 25. October. Wie hiesige Blätter wiffen wollen, soll der König von Portugal oificiell empfangen werden. Demselben zu Ehren soll eine Truppenrevue veranstaltet und ihm bei dieier Gelegenheit ein Regiment verliehen werden. Berlin, 25. October. Die Anarchisten werden Anfang nächsten Jahres in Elberfeld einen Congreß für Süddeutschland, Rheinland und Westfalen abhalten, auf welrem die Einigung der verschiedenen Gruppen von Individualisten, Communisten rc. vollzogen werden soll. Berlin, 25. October. In sechs öffentlichen social« demokratischen Versammlungen wurde gestern über den Breslauer Parteitag, sowie über die Frauen-Agitations- frage au» Anlaß der Wahl von BertrauenSpersonen als Ersatz für die aufgelöste Frauen-AgitationS-Commisfion Be richt erstattet. Wegen ihres Verhaltens auf dem letzten Parteitage wurden die Abgeordneten Fischer, Schippel, Schön« lank, Singer, sowie Privatdocent Dr. AronS heftig angegriffen. Seitens deö letzteren wurde die unentschiedene Haltung des „Vorwärts" gegenüber den bayerischen Genoffen gemißbilligt. Fischer verglich das Verhalten der Berliner Socialdemokraten mit demjenigen einer Alt-Weiber-Gesell« schäft, ebenso äußerte sich Stadthagen. DaS Verhalten einiger Parteiführer aus der Provinz auf dem Breslauer Parteitage gegenüber den Berliner Genoffcn wurde in einer Resolution als spießbürgerlich und reactionär gegeißelt. Frankfurt a. M., 25. October. Die „Franks. Ztg." berichtet auS München: Nach Provinzialblattern hält der Bund der Landwirthe demnächst In allen Theilen Bayerns Versammlungen ab, um die bayerische Bauernvereinigung an den Bund der Landwirthe anzugliedern. Berlin soll der Centralpunkt sein. Brüffel, 25. October. Der in MonS auSgebrocheue Ausstand der Kohlengruben-Arbeiter ist beigelegt und die Arbeit infolge einer Entscheidung deS Generalrath» der Arbeiterpartei wieder ausgenommen worden. Paris, 25. October. Der König von Portugal verläßt am 28. dS. MtS. Paris, um sich nach Berlin zu begeben. Loudon, 25. October. Wie auS Rio de Janeiro ge- meldet wird, tritt in Brasilien eine monarchische Be- wegung hervor, die beabsichtigt, Dom Pedro von Sachsen- Coburg auf den Thron zu erheben. H. Weißenfels, 26. October. Gestern Nachmittag brannte die Marteugrube bei Deuben ab. Die Ursache deS Brandes ist Keffelexplofion. Große Vorräthe sind ver- nichtet. Eine Anzahl Arbeiter find erheblich verletzt, hundert Bergleute brotlos. an* Gießen, den 26. October 1896. Erweiterung der Kompetenz der Amtsgerichte. In der nächsten Tagung des Reichstages wird, wie ein Berliner Berichterstatter auS informtrten Kreisen vernimmt, eine Vor- läge eingebracht werden, wonach die Competenz der Amtsgerichte erweitert werden soll, inoem dieselben nämlich fortan über Strettobjccte bis zur Höhe von 500 oder 600 Mk. entscheiden sollen. ** Das Jahresfest des Oberhesfischen Verein» für innere Mission wird, wie schon angezeigr, auch in diesem Jahre wieder an zwei Tagen, Montag den 28. und Dienstag den 29. October dahier gehalten. Der erste Tag bringt außer einer geschloffenen Mitgliederversammlung in der Herberge den Festgottesdienst, Abends ß1/^ Uhr in der Stadtkirche, der in gewohnter Weise unter Mitwirkung deS Ktrchengesangveretns und des KnabenchorS festlich geschmückt Fe«illeton. Schicksale. Skizze von OrmanoS Sandor. (Nachdruck verboten.) Leuchtender Frühlingshimmel blaute über die Unendlichkeit des WafferS. Majestätisch, eine Königin des OceanS, zog „Augusta Victoria" durch die silbern phoSphoreScirenden Wogen ihrer deutschen Heimath zu. Frau Rahel Baruch stand am Promenadendeck an die Brüstung gelehnt und starrte mit ihren schwarzen, träumenden Augen in die Himmel- und wogenverschwommene Ferne. Der Wind, der vom Meere her strich, spielte mit dem kostbaren Sp'tzenschleier, der aus ihrem reichen, dunklen Haare lag und ihr wunderschönes, gelblich-bleiches Gesicht in duftigem Gefältel malerisch umrahmte, und die Sonne schmiegte fich filberflüsfig in die Fallen ihres grauseidenen Mantels und funkelte in den Edelsteinen an ihren feinen Handgelenken. Die Welt ist rund. Tag und Nacht wechseln auf ihr. DaS Schicksal ist veränderlich. Als sie vor Jahren als Zwischendeckspaffagierin diesen Weg gekommen, hatte sie nicht geahnt, daß fie einst zurück- kehreu werde als die reiche — einsame Frau Rahel Baruch auS BuenoS-AyreS. DaS weichselumschlungene Krakau war ihre Heimath. In der engsten Gaffe deffelben stand daS HauS ihres Vaters, des DödlerS Samuel Lesy, und in diesem Hause war fie als die sechste von zwölf Geschwistern herangewachsen. Ihre Kindheit starrte von Armuth, Entbehrung, Unsauberkeit . . . von „Nacht" — — Aber einmal wurde eS doch „Morgen". Das war, als Hermann Oldenberg, der reiche BankierSsohn, mit seinen blauen Augen und blonden Locken über die Schwelle ihres sechzehnjährigen LebenS trat. Ihre Herzen fanden fich . . . die Herzen deS blonden Christensohnes und deS wunderschönen Judenkiudes. Ein süßer Traum umspann fie . . . DaS währte, bis man eines TageS Rahel ein Briefchen brachte, in dem Hermann ihr mittheilte, daß er auf Befehl seines VaterS die Reise nach Newyork angetreten, wo er in dem Comptoir eines Freundes deffelben sich geschäftlich vervollkommnen sollte ... Der Trennungsschmerz weckte eine ungewohnte Energie in RahelS jungem Herzen. In Newyork wohnte ja ein Bruder ihres VaterS, Jakob Levy, ebenfalls Trödler, und der hatte diesen schon lange gebeten, ihm gegen Erstattung der Reisekosten eine seiner Töchter zu senden. Rahel bat und bat und eS wurde ihr gewährt. Au einem stürmischen Herbsttage trat sie, ihr armseliges Bündelchen am Arm — den Frühling im Herzen, die lange, beschwerliche Reise an. Was fragte fie nach Sturm, Kälte, Unbequemlichkeit, Gefahren! Sie wandelte in ihrem Liebesglück und seliger Hoffnung wie im Paradiese. Im Hause ihre- Onkels fand sie ähnliche Verhältniffe wie in ihrem elterlichen Hause in Krakau. Aber das verdroß fie nicht, denn sie hatte doch täglich ein paar Stunden Zeit, um in den Straßen der großen Stadt umherzulaufen und nach Hermann zu suchen. Der Zufall begünstigte fie. Eines TageS begegnete fie ihm, der fich in Gesellschaft mehrerer junger Stutzer befand, am Broadway. Mit einem Jubelruf eilte sie auf ihn zu, er aber wich betreten zurück und führte fie von seinen lächelnden Freunden hinweg in einen wenig belebten Theil der Straße. „Wo kommst Du her, Rahel?" fragte er erregt und ehe fie antwortete, fuhr er fort: „Begreifst Du denn nicht, daß Du mich durch solche exaltirte Scenen auf öffentlicher Straße blamirst?" „Ich suchte Dich, weil ich Dich liebe", sagte Rahel leise, „mein Glück, Dich wtederzusehen, war es . . . vergieb ..." , „Es wäre besser für Dich und mich gewesen, Du wärest drüben geblieben," sagte Hermann finster, was soll daS werden? Meine Frau kannst Du nicht werden. Ein Christ heirathet keine Jüdin. Dazu bist Du nicht so erzogen, um in meine Kreise zu paffen. Ich muß eine Frcm haben, die repräsentiren kann. Es sei denn, daß Du Dir an meiner Liebe genügen ließest . . ." Da hatte Rahel sich stumm von ihm abgewandt und war gegangen, um ihn nie wiederzusehen. Kein Seufzer entfloh ihren Lippen, keine Thräne entfloß ihren Augen, aber in ihr war es seitdem still und kalt und hoffnungslos geworden. Nach einem Jahre starb Jakob Levy und Rahel kam durch Vermittelung eines Agenten nach BuenoS-AyreS als Verkäuferin in das große LvxuSwaarengeschäft von Nathaniel Baruch. Still und gewiffenhaft erfüllte sie dort die ihr übertragenen Pflichten. Zuweilen, - später österS — ging der Chef deS Hauses, Nathaniel Baruch, ein stattlicher Vierziger, an ihrem Platz vorüber und sah fie mit seinen ernsten, dunklen Augen finnend an. Eines Abends rief er fie in sein Comptoir. Da schloß er den gewaltigen Kaffenschrank auf und breitete vor RahelS erstaunten Augen Papiere und Banknoten in unendlichen Auflagen aus. „Das ist Alles mein," sagte er, „sechShunderttauseud spanische Thaler in Gold an Werth. DaS sagt freilich nichts, denn Retchthum ist heutzutage kein fichereS Capital. Aber ich habe mir daS Alles selbst erworben. Da» sagt auch freilich nicht viel, denn erwerben kann Jeder, der will. Aber ich habe es ehrlich erworben, ich habe Niemand um daS Seine betrogen oder übervortheilt, ich habe es mir in ehrlicher Arbeit errungen und ich kann die Augen zu dem Gott unserer Väter aufschlagen und sprechen: Ich bin ein ehrlicher Mann. Deshalb frage ich Sie, Rahel: Wollen Sie diesen Reichthum und — falls fie kommen sollten — auch schlechtere Tage mit mir theilen, als meine Frau?" Sie hatte sich einige Augenblicke besonnen, dann hatte sie ja gesagt. (Schluß folgt.) sein wird. Daran schließt sich dann die öffentliche Versammlung in Stein- Garten, zu der Jedermann gegen ein kleine- Eintrittsgeld (10 Pf. sür die Person, 20 Pf. für die Familie, ohne der Wohlthätigkeit Schranken zu fetzen) Zutritt hat. In dieser Versammlung wird Pfarrer Naumann au« Frankfurt, der bekannte christlich sociale Führer und Herausgeber der „£>tlfc", der von früheren Gelegenheiten her sich auch unter uns durch seine packende Beredsamkeit und seine geiammte Persönlichkeit viele Freunde erworben hat, über „Die Bedeutung der Preffe und deS Zeitungswesen- in unserer Zeit", und Herr Parrer Wenck au- Darmstadt, onS ebenfalls von früheren Dorträgen vortheilhaft bekannt, über „Neue Wege der Frauenarbeit in der inneren Mission" reden. ES möge auch au dieser Stelle auf diese bedeutsamen Borträge hingewiesen werden. *• Verstaatlichung do« Biehverstcheruageo. Die Abgeordneten de» Mitteldeutschen Bauernvereins, die Herren Köhler, Ripp er und Bähr, haben, wie un» telegraphisch au- Darmstadt berichtet wird, bei dec Zweiten Kammer einen Antrag auf Errichtung einer unter staatlicher Leitung stehenden, auf Gegenseitigkeit und Freiwilligkeit deS Beitritt- beruhenden LandeS-BiehversicherungS« Anstalt eingebracht. Sie wünschen, daß der betreffende Gesetzentwurf möglichst auf den Grundlagen deS entsprechenden bayerischen Gesetzentwurf» vom 28. September c. und unter Zuhilfenahme de» badischen Gesetze» vom 26. Juni 1890 aufgebaut werde. Danach soll die Verwaltung bi» auf Weitere- der Großh. Brandverficherung»»Anstalt übertragen werden. Versichert bezw. den OrtSviehkaffen rückversichert werden sollen Pferde, Rindvieh und Ziegen, LuxuS- und LodnfuhrwerkSpferde jedoch nichts die Versicherung von Schweinen und Schafen soll den freiwilligen Entschlüffen der Ort- Viehkaffen Vorbehalten bleiben. Aufnahmefähig sollen die Thtere im Gegensatz zu den bayerischen und badischen Gesetzen sofort nach der Entwöhnung, Schafe, Ziegen und Schweine erst im Alter von 8 Monaten sein. * • Gießener Schlachtvieh-Versicherung?-Gesellschaft. Die äußerst günstigen Erfolge, welche biß jetzt die Gießener Schlachtvieh»Versicherung». Gesellschaft stetig zu verzeichnen gehabt hat, trotz mancherlei Vorurtheile und Angriffe, veranlaßt die Gesellschaft nunmehr, den bi- jetzt eng begrenzten Rahmen ihrer VcrsicherungSthätigkeit zu verlaffen und der Landwirthschaft, insbesondere mehr al» je zuvor, Gelegenheit zu bieten, an den Vortheilen diese» Institut- theil- nehmen zu können- so wird beabsichtigt, weitgehendste Versicherung-Ueberetnkommen mit Gemeinden, bereit» bestehenden BerstcherungSkaffen, den zu Gießen ansässigen Ochsenmetzgern (wegen Aufnahme von Ochsen rc. al- DersicherungSobjecte) und weiteren Jntereffenten abzuschließen. Da diese Verhandlungen nothwendigerweise längere Zeit beanspruchen dürsten, so hat die Gesellschaft, um nur den lebhaftesten Wünschen einer Reihe von Jntereffenten entgegenzukommen, vorläufig befchloffen, daß jeder Landwtrth von Montag den 21. October c. ab alle von ihm nach dem Schlachthof zu Gießen verkauften Schweine, gleichviel ob dieselben in Besitz von BereinSmitgltedern oder irgend eines anderen Metzger» oder Händler« gelangen sollen, zu dem Prämiensatz von Mk. 1 pro Stück (siehe Inserat) statutengemäß versichern kann. — Für beanstandete» oder für nicht ladenrein erklärte» Vieh und Organe solchen wird der volle Einkaufspreis ersetzt. (Verkaufspreis de- Objecte» ist stet» anzugeben). — Zur Entgegennahme von Versicherungs-Anträgen und Prämiengebühren ist nur der GesellschaftSkafster, Herr Schlachthausverwalter Möhl berechtigt- eS liegt nur im Jntereffe eine» jeden LandwirtheS, daß er, sobald er seine Schweine nicht persönlich nach dem Schlachthof bringt oder bringen läßt, den Kassier postwendend oder durch Vermittelung de» Händler- vom beabsichtigten VerstcherungS - Anträge rc. in Kenntniß setzt. Sparsamkeit, Vorsicht, strenge Rechtlichkeit, dabei humane« Entgegenkommen dem Versicherten gegenüber- diese Geschäftsgrundsätze finden immer mehr Beachtung und Zustimmung unserer sachverständigen, landwirthschaftlicheu Kreise und auch der verknüpften Gewerbe. Ein hoher, ehrender Beweis de» Vertrauens und der Anerkennung wurde erst kürzlich der Gesellschaft zu Theil, indem Seilen» Großh. KreiSamt» die Oberaufsicht, Seitens Großh. Bürgermeisterei zu Gießen die Aufsicht über dieselbe übernommen worden ist. Wünschen wir ihr ein stetige- Blühen, Wachsen und Gedeihen! ♦♦ Die hiesige Metzger-Znuuug hat, entsprechend dem Vorgehen anderer Vereinigungen in Frankfurt u. s. w., be- schloffen, die Trinkgelder, die bisher neben dem eigentlichen Preis bei Kaufabschlüffen über Vieh gezahlt wurden, vom 1. November an nicht mehr zu gewähren. • * Die hessische« Metzger Zaaungeo halten morgen Sonntag Nachmittag 3 Uhr im Hotel Einhorn eine Versammlung, für welche folgende Tagesordnung ausgestellt wurde: 1. Die hessische Steuergesetzgebung. 2. Die Organisation de» Handwerks. 3. Die Agitation gegen die Margarine-Fabrikation. 4. Die Tuberkulin Impfung. Ref.: Herr Schlachthofthier- arzt Dr. Liebe. 6. Die hessische Fleischbeschau. 6. Die der Wasenmetster-Gebühren. 7. Die Gründung von Metzger-Innungen in Oberheffen. * • Havsev« Soiree. Wie im Jnseratentheil ersichtlich, findet heute Sonntag noch ein letzter Vortrag über Hypn o tiSmu», verbunden mit Experimenten, zu ermäßigten Preisen statt. Herr Prof. Hansen erntete in den seitherigen Vorträgen stetS reichsten Beifall, sodaß auf diesen letzten Vortrag besonder- aufmerksam gemacht sei. • • «ecruteo Vereidigung. Die am 16 October beim Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm hier eingetretenen Recluten leisteten heute den Fahneneid. • • Für die Lixddrieftrager soll mit Beginn de- nächsten EtatSjahreS eine Gehalt-aufbesserung stattfinden. So soll, wie die „Post" vernimmt, bet der Aufstellung de« Etat» der ReichSpost- und Telegrapbenverwaltung eine bestimmte Summe zur Aufbefferung der bisher schlecht besoldeten Beamten tu Vorschlag gebracht sein. • • Ta? Tur«e« in Winter, da- wirkliche, echte deutsche Turnen, da» un» in seinem vollen Ernst noch kein andere- Volk nachgemacht hat, e» kann bei den nun mit aller Macht hereinbrechenden langen Abenden gar nicht genug empfohlen werden. Und r» ist wirklich keiner zu gut dazu, Jever kann eS gebrauchen, und wer e» nach deS Tage-arbeit regelmäßig an einem bestimmten Abend übt, dem wird da- Turnen nicht etwa al- eine Strapaze erscheinen, sondern al- eine Erholung. Wie viele jüngere und ältere Leute klagen im Herbst und Winter nicht über allerlei Mißbehagen, schwere Köpfe und machen, wenn die Herbstluft einmal etwa« schärfer geht, ein Gesicht, al» würben sie nächsten» per Telegraph nach dem Nordpol versandt! Der Deutsche hat in Folge seine- löblichen BierconsumS überhaupt schon eine Anlage zum Phlegma, und diese Anlage wächst mit den Jahren. Bor Allem wird er im Herbst und Winter bei der immer mehr sich verkürzenden Bewegung im Freien bequem, aber daß ihm dabei wohl wird, da» kann er nicht sagen. Die Alten stöhnen, und die Jungen flöten die Melodie allerliebst nach, biß sie zum Commiß kommen, und die Sache dann wieder einmal etwa- ander- herum geht. Hättest du doch mehr geturnt, ist dann ihr Jammerruf! Der Deutsche hat aber auch eine hohe Vorliebe für Aeußerlichkeiten, und so hat daß elegantere Sportwesen eine Ausdehnung erlangt, die zum Theil auf Kosten de- Turnen- erfolgte. Und batst da- Betrübende bei der Sache. Gegen den Sport soll ja nicht- an und für sich gesagt werden, aber unsere guten deutschen Sitten wollen wir nicht vernachlässigen, und durch und durch deutsch ist da- Turnen. Freilich schlichter dazu, aber gerade da- rechnen wir ihm zum Ruhme an. Unsere Turner sind wackere, junge Männer, und daß ihre Vereinigungen immer mehr wachsen und gedeihen mögen, zum Winter gerade sei eß gewünscht. • • Der Getreidemarkt. (Bericht-woche vom 18. biß 25. October.) Die Lage deß Getreidemarkte- ist einfach die, daß die großen Anhäufungen von Getreidezufuhren in Berlin im letzten Frühjahr und die Kunststückchen der Baiffe-Specu- lanten eine rechte Befferung der Getreidepreise für Deutschland und Mitteleuropa nicht aufkommen laffen. An diesem mit der wirklichen Marktlage in einem gewissen Widerspruche stehenden Zustande wird sich noch auf Wochen hinauß nicht viel ändern laffen, soviel Eiertänze einige Berliner Börsenblätter auch darüber noch au-sühren werden. So zeigten die Getreidebörsen in Frankreich, England und Amerika in den letzten Tagen eine Neigung zur Preissteigerung, aber davon war auf dem Berliner Markte wenig zu spüren. In Berlin und Leipzig wurde gekauft; Wetzen per 20 Gentner zu 134 biß 145 Mk., Roggen zu 114 dis 121 Mk., Gerste zu 108 biß 170 Mk., Hafer zu 113 biß 148 Mk. □ Ruppertenrod, 25. October. Auf unserem gestrigen Herbstmarkt hat der Winter frineuEinzug gehalten. Erstaunt sah Jedermann am gestrigen Morgen die dtchtge- schloffene Schneedecke, die heute noch vom oberen Vogelsberg herableuchtet. So nahe hatte man den Winter doch nicht gehalten, um so weniger, alß zwei Tage vorauß noch prächtige- Herbftwetter herrschte. Der Markt litt sehr unter der ungünstigen winterlichen Witterung, die auch Tags vorher den „Kaltmarkt" zu Homberg a. d. O. fast zu Wasser gemacht hatte. Der Schweinemarkt war indeffen stark mit Jungschweinen befahren, aber der Handel ging sehr schlecht. Daß Angebot übertraf bei Weitem die Nachfrage, sodaß Ferkel unverkauft blieben. Und waß für erstaunlich billige Preise forderte und bezahlte man. Sie betrugen kaum da- Drittel der vorjährigen Preisstufe. Kaufte man doch schon da» Paar Ferkel zu 10 Mk. Bessere kosteten 12 bi- 15 Mk. und 15 bi» 20 Mk. Ganz starke Ferkel galten per Paar höchsten- 25 bis 30 Mk. Für daß Paar Einlegeschweine bezahlte man 40 biß 50 und 50 biß 60 Mk. Dieser auffallende Rückgang in den Ferkelpreisen wird ver- ursacht durch die maffenhafle Zucht von Ferkeln. Die früher so hohen Preise verleiteten selbst die geringsten Leute zur Haltung von Mutterschweinen. Eß ist übrigens keine Frage, daß im kommenden Frühjahre diese niedrigen Preise nicht mehr vorhanden sind. — Der Krämermarkt hatte deß schlechten Wetierß wegen wenig auswärtigen Besuch aufzuweisen. Darmstadt, 25.October. Geheimrath Ferdinand Grosch, badisches Mitglied der Direction der Main-Neckarbahn, ist heute im 76. Lebensjahr gestorben. Bon 1875 ab war er hier thätig, hauptsächlich als Referent des Tarifwesens. Die Beamten verlieren an ihm einen gerechten und wohlwollenden Vorgesetzten, der auf berechtigte Wünsche mit sachlicher Klarheit einging. Mato-, 25. October. Das Hessische Pionierbataillon Nr. 11 befand sich bekanntlich in dem Kriege gegen Frankreich bei der Pariser Einschließungsarmee. Em Veteran dieses EorpS, der als Unterosfizier den Feldzug mitgemacht hat, theilt der „Darrnst. Ztg." im Gegensätze zu den traurigen Erfahrungen, die so manche Truppenabtheiiung im Feindeßlande gemacht hat, Nachstehende«, als selbst erlebte Episode mit: Daß Soldaten im FetndeSlande bet ihrem Abmarsche von den Einwohnern stundenlang begleitet wurden, dürste wohl zu den Außnahmen gehören. Bei dem Abmarsche der zweiten mobilen Feldcompagnie deß Hessischen Pionierbataillon« Nr. 11, welche« damals der 22. Division zugetheilt worden war, konnten sich die meisten Einwohner von Romainville vor Pari«, woselbst die Compagnie mehrere Male in Quartier gelegen hatte, kaum trennen, die meisten der Soldaten wurden bei ihren Quartierwirthen wie zur Familie gehörig gerechnet, sie theilten Leid und Freud mit einander. Der Abmarsch von Pari«, bezw. von Romain- ville, erfolgte heute vor 24 Jahren, und zwar am 25. October 1871. Eme große Anzahl Einwohner begleitete die Compagnie bei ihrem Abmarsche von Romainville bi» Botsy de Sec und noch weiter, stundenlang begleiteten so die Bewohner de» Orte« die Compagnie, wobei viele der Leute Erfrischungen, Cognac, Wein rc. mitgenommen hatten, die sie nnlerweg» ihren bekannten Quartiergäftea au-thetlte«. Der Abschied von den Einzelnen war immer ein Herzlicherwenn sie auch immer scherzweise meinten, ,tn zehn Jahren sehen wir un« wieder". Al» die Leute schon lange in Deutschland waren, stand noch manch r d.r Pioniere mir seinem Quartiergeber im Briefwechsel. • Ma. Sa« bet Diemel. 24. Oktober... In dem Dorfe Bontkirchen bei Medebach kam ein Junge auf merkwürdige Weise um« Leben. Da« sechs Jahre alte Söhnchen eine« SchrelnermeisterS war in den Garten gegangen, um sich heimlich einige Aepfel zu holen. Auf dem Rückwege wollte der Junge, roetl die Gartenthüe verschlossen war, über den Gartenzaun klettern, blieb aber mit dem Rockkragen beim Abspringen an dem spitzen Skacketenzaun hängen, ohne daß e« Jemand bemerkte. Da der Junge nicht um Hülfe schreien konnte, so war er bereit« erstickt, al« Leute vorbeigingen und den Knaben am Stacketenzaun hängend bemerkte«. • Berlin, 25. October. Der „Localanzeiger" meldet au« © r eß lau: Gegen den Wiegemeister Springstein, der seine Ehefrau mit Strychnin vergiftet haben soll, wirb am 4. November vor dem hiesigen Schwurgericht verhandelt. Derselbe ist auch dringend verdächtig, vor sieben Jahren feine Mutter, seinen Schwager und deffen Kind, sowie einen seiner Gesellen und seinen Vater vergiftet zu haben. • Altona, 24. October. Heute Morgen 8 Uhr wurde der Doppelmörder Witt durch den Scharfrichter Reindel au« Magdeburg hin gerichtet. Der Verbrecher behielt die bisher gezeigte Ruhe und Kaltblüiigkeit bis zum letzte« Augenblick. Ucber den gleichfalls zum Tode verurtheilten Knabenmörder Breit rück ist die Entscheidung nocht nicht eingetroffen. • Leipzig, 24. October. Der verantwortliche Redacteur der socialdemokratischen „Neuen Wurzener Zeitung", Otto Hermann Weich eit, wurde vom hiesigen Landgericht wegen MajestätSbeleidigung durch den Abdruck de« Artikel« „WaS ist eine Rotte?" zu sechs Monaten Gesäogniß ver- urtheilt. Scbiffsttacb richten* Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten 6erl Loo» und I. M. Sch ul dos. Bremen, 24. October. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Aller, Capttän A. (S briftoff er«, vom Nordd Lloyd in Bremen, ist heute 5 Uhr Morgen« wohlbehalten in Newyort angefommen. Bremen, 24. October. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer München, Capttän A. v. Zöllen, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute, 5 Uhr Morgens, wohlbehalten in New; york angekommen. AWAZMg oms den Stan&exmtMttgiftewi in «ladt eufcciu Bafgetott. October: 12. Johanne« Rad Schäfer, Musiker zu Inheiden, mit Johanna voll Hierselbst. 19. Martin Spieser, Schmied ,u Mühlbach, mit Emilie Hermine Pauline Dörr daselbst. 19 Ludwig Rühl, Küfer dahier, mit Ka hadna Fischer zu Hermannfteln. 22. Johann Philipp Losekrug, Schlosser dahier, mit Christine Luis« Susanne Elisadethe Giffel, geb. Meyer, zu Neu-Isenburg. •DdÄlUganaeau October: 19. Friedrich Ludwig Jakob Bickhardt, Buchhalter dahier, mit Marie Philippine Frutig dahier. 19. Johann Leonhard Dörflein, Küfer dahier, mit Wilhelmine Marte Amanda Schütz bierselbst. 23. Georg Graf, Eonditor zu Frankfurt a. M., mU Christina Friederike Josephine Clementine Battz hterselbst. •ebotma. October 14. Dem Kutscher Philipp Blum eine Tochter. 16. Dem Briefträger Georg DehuS eine Tochter, Lina Marie. 17. Dem Steinhauer Heinrich Heinz eine Tochter, Cmilie Dina Anna Luise. 18. Dem Postillon Heinrich Scharmann ein Sohn, Heinrich Karl Otto. 18. Dem Gärtner Johanne« Hcß ein Sohn, Johanne- Georg Karl. 18. Dem Schreiner Karl Horn eine Tochter, Marie Wilhelmine. 20. Dem Taglöhner Johanne« Becker eine Tochter, Louise. 20 Dem Fabrikant Alfred Bock ein Sohn, Erich. 23. De« OmntbuSschastner Josef Baue« eine Tochter. 23. Dem Kaufmann Georg Karl Wallenfels ein Sohn. tttilotMae. October: 19. Betty Mtchel, 62 Jahre alt, Ehefrau von Pferdehändler Salomon Michel zu Gladenbach. 19. Loren, Jost, 82 Jahre alt, Octroi-Jnspector dahier. 19. Adolf Wilhelm Rüstng, 6 Monate alt, Sohn von Restaurateur Josef Rüstng dahier. 20. Georg Repp, 40 Jahre alt, Kaufmann dahier. 20 Anna Sophie Siebert. 8 tage alt, Tochter von Locomotivheizer Eduard Siebert dahier. 22. Peter Rupp, 26 Jahre alt, Arbeiter dahier. 23. Ludwig Hermann Ohr, 24 Tage alt, Sohn von Taglöhner Adam Ohr dahier. 23 Bernhard Sandner, 64 Jahre alt, Privatier dahier. 24. Georg Philipp Hermann Herrmann, 14 Jahre alt, Präparandenschüler von L'ch. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt (Siesten. Soaugelifche «emeiade. SetraaU. Matth äuSgemeinde. Den 20. October. Johanne« Döring, Knecht zu Gießen, nab Elisadethe Katharine Röhm, Tochter von dem Leinweber Friedrich Röhm zu Frau Rombach. MarkuSgemein de. Den 23. October. Georg Graf, Conditor zu Frankfurt a. W., und Christine Friederike Josephine Clementine Ba'tz, Tochter von dem Ober-Telegraphen-Assistenten Johann Carl Gottlieb Battz z» Gießen. JohanneSgemeinde. Dm 19. October. Johann Leonhard Dörflein, Küfer zu Gießen, und Wilhelmine Marie Amanda Schütz, Tochter de« Verstorbenen Barbier« Friedrich August Schütz zu Bünde. Dms ld'N. Friedrich Ludwig Jacob Bickhardt, Buchhalter zu Gießen, und Marte Philippine Frutig, Tochter de« Locomotivsührertz Georg Balthasar Daniel Frutig zu Gießen. Markuögemeinde. Ten 20 October. Dem Schriftsetzer August Holland ein Sohn, Carl Loui« Willy, geboren den 25. August. Denselben. Dem Apotheker Hermann Dornberger ein Sohn, Walter Hugo Heinrich Robert, geboren den 6 S-ptemder. Denselben Cme uneheliche Tochter, Helene Auguste, gebotan den 29. August. Denselben Dem Obermüller Carl Fritz Woldt eine Tochter, Elisabeth Margarethe Marte Ottilie, geboren dm 8. October. Dmselbm. Dem Schubmacher KaSpar Fehl eine Tochter, Auguste, geboren den 6. September. itf80,11 QuI merk- '«'* ’m ""»«ff» tole; Äs an8tnb htmtihti Ner» meibtt h°brn iott, toilj 1?^ verhandelt, ^ben Jahren seine iottlle einen seiner en. W 8 Uhr tvnrde °rfrichter Reiodel recher behielt die bls zum letzten )bt derortheiite, >««S oocht nicht Nrdartrur Otto Lanv-er^t Le-tL druck der KM«. 1 Gesängnih der- h । die Sgmtm 6irl )f. d)tnltltfltO Der Dom Nordd. Aoi»v fallen in Newyorl )tn Tüitzrwh.s Da vom Nordd. Lloyd Wrhaltm iu Niiv' nbw^ipcw , Wrrm von Mde- LorentJost'M« dm Rüstng. 6 Mvaie .in 20. Georg Repp. LhU Siebert. 8 Uff bett dahin. 22. W luboiig Lerna"» Ohl, 'S 23 «»"Hard SrorgMtyvhemva ^von^eh- ___ enböch--- luftfcr zu Zaheib«. pltltr, &bmltb jv afdbft. 19 ßubm/ zu Hermanostitn. mit Lhristtnr W Zsmdmtz. MM, Ws 19. Johann Leonhard mit Amanda Schütz irenlfutt a. M., mit itz Hinselbst. Blum eine Tochin. oiter, Lina Mair, r, Emilie Dina Hunt ein Sohn, Heinrich in Sohn, Zohannetz eine lochier, M-rie Becker eine toller, bn, Erich. Ä.Dm 23. Dem Kaufmann >' tiknI*** grS**»1’ t E ’S» zu B^nchhsltrrL alt- „ Leinwtdn dtvtu Zs--" Irl» rochitt. Denselben. Dem Wagnermeister Carl Livdenfiruth ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geboren den 12. September. LukaSgemetnde Den 20. October. Dem Heieer Kaspar Römer ein Sohn, Wilhelm Hermann, geboren dm 10. Da ober. Den 25. October. Dem Privatgel, hrten Dr. Carl Kunze ein Sohn, Otto Alfred Ludwig Theodor, geboren dm 12. August. JobanneSgemeinde. Den 20. Otober. Dem Fuhrmann Carl Schneider ein Sohn, Philipp Emil, geboren dm 2 October. Mtlitärgemeinde. Dm 23. October. Dem Zahlmeister Hugo Hoffmann eine Tochter, Hedwig Rosa Maria, geboren den 3. August. BmMau. Matthäutzgemetnde. Den 20. October. starb den 18. October. Den 23. October. den 22. October. Den 21. October. starb den 19. October. Den 25. October. alt 61 Jahre, starb den Wilhelm Keller, R ntner, 80 Jahre alt, Peter Stopp, Knecht, 26 Jahre alt, starb LukaSgemeinde. Lorenz Jost, Octroi-Jnspector, alt 82 Jahre, Wilhelm Bernhard Sandner, Privatmann, 23. October. Witterrrugsbericht vom 25. Oktober. Der Luftdruck nimmt zwar allgemein zu. doch steht nock fast ganz Europa unter der Herrschaft niederm Druckes. Ein Rücken relativ höheren Barometerstandes dringt von Südwest Frankreich über die Schweiz nach Süddeutschtand vor, derselbe wird aber vorerst wohl wenig Einfluß auf B ff-rung der Witterung gewinnen, zumal die Druckunterschtede zwischen dem Norden und Süden der Alpen beträchtlich sind. DoravSstchUiche Witter««-» Zunächst noch wenig Aenderung. Verehr, Cant» unt VoUswirthschafi. Girtzm, 26. October. Marktbericht. Auf dem hmtigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,80—0,90, Hühnereier vr. St. 6—7 4, 2 St. 00 4, Enteneier pr. St. 00 4, Gänse der pr. St. 00—004, Käse pr. ©t.4-8 4, Käsematte pr. ©t. 3 4, Erbsen pr. Liter 18 4. Linsen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar X 0 60 bi« 0,60, Hühner pr. Stück 1,00 bis 0,00, Hahnen pr. Stück X 0*50—0 80, Enten pr. Stück X 1,60—2,10, Gänse pr. P'und X 0*46-0*58, Dchsenfleisch pr. Pfd. 72 -76 4, Kub- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 64—68 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3 60-4.60 X, Weißkraut pr. Stück 8-16 4. Zwiebeln pr. Centner X 4,00—4 60, Milch pr. Liter 16-20 4, Zwischen pr. Cemner X 3,20—3,80. Bankgeschäft S. Klein GIESSEN Marktstr. 4. «97! 1 Tharkus jßauerQ) | 1 9 Seltersweg 9. I Herren-, Knaben- und Kinder-Anzüge. 7 £ Tuch und Buckskin. ■r MM" Feste Preise. WDtz^, m Anfertigung nach Maass. Ät. SchlMMö. Freibank. [9015 Heute und Montag: Ochsenfleisch nicht ladenrcin, pr. Pfd. 54 Pfg. Der GesangS-Komiker. Aukgewäblle ®u«U<, Totzoscenen rc mtt Melodien und Ptanosorte-Begl^ itung 30 Bände (Band 26—30 neu), jeder Band 1 X * ^nvattsverzeichnitz gratis vnd franco. ■ Kadtmelllm für Dileltauten Eine theor etisch-prakttscheAnldiung zum Sffeniltchen Auftreten Von Max Traueil. Geh. Preis-1 X 20 4- Die bestenDeclamationen und komische Vorträge für frohe Menschenkreffe. 10. Auflage- Geh. Preis 1 X 50 4- probst md Eröffnungsrede- für festliche Gelegenheiten. Don A. Bourset. Geh. Preis 1 X 20 4- Der Zauber-Salon. Vollständiger Unterricht in den interessantesten Kunststücken der modernen Salon-Magie und deren verwandten Fächern Von Robert Robin. Mit 122 Abbildungen^ Geh. Preis Die Bauchrednerkunst. Von Gastav Lund. 2 Aufl Mit Illustrationen. Geh. Preis 50 4- C.A.Koch’sVerlag Leipzig u. Dresden. Concursverfahren. Das Concursverfahren über das Vermögendes Friedrich Wilhelm Reuschliug in Klein-Linden wird nach Vertheilung der Masse und Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. Gießen, den 21. October 1895. Großherzogliches Amtsgericht. 8986] Langermann.______ 8980] Wer die Holzfällungen im Lützellindener Markwald, Gemeinde Großen-Linden für 1895/96 übernehmen will, wolle seine Forderungen bis Freitag den 1. f. Mt«., Vormtt- tag« 11 Uhr bei mir einreichen. Bedingungen hier vorher ein- rusehen. Groß Rechtenbach, 24. Oct. 1895. Das Bürgermeister-Amt. Bekannt machung. Die in der Zeit vom 1. April bi« 80. Juni 1895 im Bereich der Königlichen Eisenbahn-Directionen zu Frankfurt a. M. und Caffel gefundenen, nicht zurückgeforderten Gegenstände sollen Mittwoch den 5. und Donnerstag den 6. November d. A., Vormittags von 9 Ubr und Nachmittags von 2>/r Ubr ab, in den Speicherräumen deS Hauses, Poststrabe Nr. 6 zu Frankfurt a. M. Zugang durch den^Hof), gegen gleich baare Zahlung öffentlich und meistbietend »ersteigert werden. Die unbekannten Eigenthümer dieser Gegenstände werden hiermit aufaeforbert etwaige Ansprüche bis zum 1. November 1>. I. geltend zu machen, anderenfalls zum Verkauf der Gegenstände nach S 38 der Verkehrsordnung iür die Eifenbahnen Deutschland« geschrttten wird. Frankfurt a M, den 19 October 1895. 9019] Königliche Eisenbahn-Direction. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Großen-Linden pro 1896/97 liegt vom 29. d. Mts. einschließlich ab während acht Tagen zur Einsicht und Entgegennahme etwaiger Einwendungen auf dem Geschäftszimmer der unterfertigten Bürgermeisterei offen. Großen-Linden, am 26. October 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 8973 Bekanntmachung. Eröffnung. Mit dem heutigen Tage habe ich die Wirthschaft „Zum Kronprinzen“ Ecke Wolfstratze und Licherstratze übernommen. Ich empfehle hiermit meine Localitäten nebst schönem Saal mit Orchestrion dem geehrten Publikum und sichere bei einem Glas la. Actienbier und guten Speisen reellste Bedienung zu. 8985 Hochachtungsvoll Ludwig Krömmelbein anlagen, 8984 9007 ”Ä6u“rr Omnibus-Verbindung (Abonnement billiger) und zurück. Marburgerstraße—Wieseck Marburgerftraße—Bahnhof Gi ünbergrrstraße—Bahnhof Linie A Linie B Linie C Linie D Frankfurt a. M. 5 Holzgraben 5. Die unter Aufsicht Großh. Hessischen Kreisamts und Großh. Hessischer Bürgermeisterei zu Gießen stehende SchlachtviehVersicherungs-Gesellschaft gibt hiermit kund, daß vom 21. October er. ab jeder Laudwirth Schweine gegen eine Prämie von Mk. 1.— versichern kann. Versicherung«.Anträge mit Angabe des Verkaufspreises wie der Prämiengebühren sind entweder persönlich oder durch die Post oder auch in sonst geeigneter Weise nur unserem Kassier, Herrn Schlachthausverwalter Möhl, dahier, zu übermitteln. 1. Ausschluß von Mitgliedern. 2. Ergänzungswahl des Vorstandes und Aufsichtsrathes. 3. Verschiedenes. Alten-Buseck, am 26. October 1895. Für den Vorstand: K. Ran, Director. Kleinkinder Bewahranftalt. Die Mitglieder des Vereins der Kleinkinder-Bewahranstalt lade ich ein zu einer Versammlung, die am Dienstag, den 29. October d. I., Nachmittags 4Va Uhr, im Saal der Kieinkinderschule stattfinden soll zur Ergänzungswahl von weiblichen Mitglieder des Vorstandes. Gießen, den 26. October 1895. 8992 Dr. Naumann, Pfarrer. E. Weis, Eier - Großhandlung. ungen U. S. W. in vorzüglicher Ausführung und unter Verwendung besten Materiales, sowie zur Vornahme von Reparaturen vorhandener Haus-Wasserleitungen. • Neuester vervollständigter | Placat» Fahrplan D enthalt, die Fahrzeiten der auf den Stationen Gleesen, • Frankfurt a. M., Cassel, Marburg, Friedberg, O Lollar, Fronhausen, Wetzlar, Coblenz, Deutz, O Fulda, Alsfeld. Gelnhausen, Nidda, Stockheim, 9 Gedern, Schotten und Laubach ankommenden und ä abgehenden Eisenbahnznge, zum Preise von ÄO Pf. X in der Expedition des „Giessener Anzeiger“ Ä vorr&thig. — Der Fahrplan kann auch durch fas Aue- 9 träger des „Anzeiger- bezogen werden. Das Garnieren von Damen und Kinder-Hüten wird schnell und gut besorgt. Auch werden daselst Kinder-Kappen, und für ältere Da 'en Spitzenhäubchen angefertigt. 9004 Frau Schepers, Grabenstraße 10. Musterlager in Badeöfen, Zink- und gusseis. emaillirten ade-Wannen, Boilers, Closets in den bewährtesten Con- tructionen, Pissoirs, Wandbrunnen in Gusseisen und Porzelan, Waschbecken, Küchenausgüssen, Gartenhydranten usw. Closets, Wandbrunnen und Badeöfen können durch Leitungsanschlüsse in Thätigkeit gesetzt — gezeigt werden. Zu jeder Auskunft und Anfertigung von Kostenanschlägen sind wir gern bereit. <274G Städtisches Gas- und Wasserwerk Giessen. Bekanntmachung. Die Mitglieder des Consumvereins Alten-Buseck, E. G. m. u. H.. werden hiermit zu der Samstag, den 2. November, Abends 8 Uhr, im Saale der Louis Rabenau Wittwe statt- findenden General-Versammlung ergebenst eingeladen. Tages-Ordnung: Wir empfehlen uns zur Anfertigung von: Haus -Wasserleitungen Gießen, den 20. October 1895. Der Vorstand: L. Vogt. EIER!! Offerire garantirt frische deutsche Eier, pro Mille 51, 52, 53 und 54 Mark, prima Kalkeier, pro Mille 50 Mark in Originalkisten ;u 720 und 1440 Stück, sowie jedes beliebige Quantum. Conditionen: ab hier, gegen Nachnahme oder la. Referenzen. #3^8981 und zurück. und zurück. Markt—Schiffenberg-.rwald und zurück günstig^Mithun") jeder Art, als: Kalt- und Warmwasser- Closet- und Badeeinricht- SSS D-gge» (sehr schön) zu verkaufen. 9002 Bahnhofstraße 22. In jeder deutschen Familie sollte die „Thierbörse" gehalten werden; denn die „Tbierbörse", welche im 8. Jahrgang in Berlin erscheint, ist unstreitig da- tnlerifsantefte Fach- und Aamilienblatt Deu'sch'andS. 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