m. 200 Erstes Blatt Dienstag den 27. August 1898 ® er Hießeaer A«)cig«r erschemt täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener A>«mikienvtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. YierteNabriger Avonncmcutsfreirr 2 Mack 20 Psg. mit Bringcrlöhn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expeditiol und Druckerei: Schukkraße 3Är.1, Fcrnlprecher 51. Zlints- und Zluzeigcblutt für den Nreis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jiamitienökälter. Alle Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Theil. Gießen, den 24. August 1895. Betr.: Zuwiderhandlung gegen die Gewerbesteuer-Verordnung; hier die Erlaubnißscheine zum Tanz- und Musikhalten an öffentlichen Orten. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien und Polizeibehörden des Kreises. Wir benachrichtigen Sie zu Ihrem Bemeffen und zur Jnstruirung der Ihnen unterstehenden Polizei-Bediensteten, daß die Frage der Steuerfreiheit von Tanzbelustigung au Nachmittagen mit Ermächtigung Großh. Ministeriums der Finanzen und im Einverständniß mir Großh. Ministerium des Innern und der Justiz nunmehr folgendermaßen ge regelt worden ist: Von Eiitholung eines Tanzerlaubnißfcheines kann ab- gefehen roerbe»: 1. Wenn von Theilnehmern einer Gesellschaft gelegentlich an öffentlichen Orten Tanzbelustigungen nach von einem Mitglied derselben gespielter, nicht bezahlter Musik abgehalten werden, vorausgesetzt, daß die Tanzbelustigung die Dauer von 2 Stunden nicht überschreitet und während der Zeit von 12 bezw. an Sonntagen von 4 Uhr Nachmittags bis zur Feierabeudstunde stattfindet, 2. wenn gelegentlich anderer geselliger Veranstaltungen außerhalb von Wirthschaftslocalitäten Tanzbelustigungen im Freien, ohne vorgängige Herrichtung eines Tanzbodens, bei unbezahlter oder auch bei bezahlter Musik stattfinden, falls sie die Dauer von 2 Stunden nicht überschreiten und vor Eintritt der Dunkelheit beendigt find. v. Gagern. Ausland. Triest, 24. August. Auf dem aus Bombay eingetroffenen Lloyddampser „Otion" erkrankte ein Steuermann unter choleraverdächtigen Symptomen. Paris, 24. August. Hiesigen Blättern wird aus Petersburg gemeldet, die russische Regierung habe benr deutschen Consul in Odessa die nachgesuchte Erlaubniß zur Abhaltung einer Sedanfeier im Eonsulatsgarten verweigert. Paris, 24. August. In dem Momente, als König Alexander von Serbien hier eintraf, warf ein Individuum ein Packet in den Wagen, in welchem Milan und Alexander fuhren. Man glaubte an ein Attentat. Das Individuum wurde verhaftet. Der vermeintliche Attentäter, ein serbischer Schuhmacher Namens Maunwitsch, erklärte, er habe einfach ein Bittgesuch den hohen Reisenden zugeworfen, worauf er wieder freigelassen wurde. Madrid, 24. August. Bon dem erst kürzlich auf Cuba eingetroffenen spanischen Guadalajera-Regiment find bereits 10 Offiziere und 156 Soldaten gestorben. Madrid, 24. August. Zehn Erzbischöfe und 49 Bischöfe sandten an den Papst ein Protestschreiben gegen die Feier des 20. September in Rom.__ Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. München, 25. August. Anläßlich des 42. deutschen Katholikentages, welcher heute mit einem Begrüßungs- adend beginnt, sind Kirchen und Hauptstraßen festlich beflaggt. lieber 300 Fremde find, teilweise mit Extrazügen, eingetroffen, darunter fast alle Centrumsführer des Reichs- tageö und der Einzellandtage. Als Präsident des Katholikentages ist Justizrath Müller-Coblenz in Aussicht genommen, als erster Vicepräsident Freiherr von O w, früher Präsident der bayerischen Kammer. Bisher find fieben Erzblschöfe und Bischöfe angemeldet, darunter der Erzbischof von Salzburg. Ferner trafen ein Missionare auS Afrika und Amerika, sowie Vertreter katholischer Institute ans Paris Brüssel, 25. August. Der heute srüh 8 Uhr 7 Mrn. von Brüffel abgegangene Expreßzug hatte auf der Station Tirlemont einen Zusammenstoß m't einem daselbst haltenden leeren Zuge. Der Bahnhofsvorsteher wurde ge- tödtet. Sonst wurde Niemand verletzt. Euxinograd. 25. August. Fürst Ferdinand ist zu längerem Aufenthalte heute hier eingetroffen. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 25. August. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." aus zuverlässiger Quelle hört, ist nunmehr auch die sür die Beraubung der holländischen Batk „Anna" von der marokka- nischen Regierung zugesagte, erst am 9. November d. I. fällige Entschädigung von 11 2,500 Francs bereits am 9. d. M. dem mit der Vertretung der niederländischen Jntereffen betrauten kaiserlichen Gesandten in Tanger, Grafen Tattenbach, auSgezahlt worden. Berlin, 25. August. Die gerichtliche Klage deS CeremonienmeisterS von Kotze wider seinen Amtsgenoffen Freiherrn vonSchrader ist nunmehr eingereicht wordcn. Dem „Loc.-Anz." zufolge wurde ein Verhandlungstermin noch nicht anberaumt. Berlin, 25. August. Wie die „Voff. Ztg." aus Freiburg i. B. meldet, ift ein achtzehnjähriger Franzose, der die Festungswerke zu Neubreisach photographirte, unter dem Verdacht der Spionage verhaftet worden. Paris, 25. August. Die Blätter veröffentlichen alle Einzelheiten über ein gestern Abend stattgehabtes, gegen den Baron Rothschild gerichtetes Dynamitattentat. Der an Rothschild adrcssirte, 50 Gramm schwere Brief, welcher die Aufschrift trug: „Persönlich! Nachsenden!" war in der Privatwohnung deS Barons in der Florentin- straffe am Freitag eingelaufen. In Abwesenheit des Adressaten wurde der Brief gestern abgeholt und nach dem Bankhaus in der Lafittestraffe gebracht. Dort legte der Sccretär Jokovitz, welcher erst glaubte, der Brief enthalte Karten sür einen Wohlrhätigkeitszweck, das Couvert bei Seite, öffnete cs jedoch etwas später. Es kamen zwei Pappdeckel zum Vorschein, welche der Secretär mit einiger Anstrengung herauszog. Sofort erfolgte die Explosion. Die Detonation war so stark, daß Jokovitz zu Boden stürzte. DaS herbeigeeilte Personal fand ihn mit blutüberströmten Händen und Kleidern auf- auch aus Kopfwunden floß daS Blut. Der Arzt erklärte die Verletzungen für nicht lebensgefährlich, dagegen befinde sich daS Auge in Gefahr. Der Sprengstoff war Merkurfulminat. Die Untersuchung hat ergeben, daß der Brief am Nordbahnhof aufgegeben war. Es wird ein Racheact eines entlassenen Beamten vermuthet. Jokovitz, der im Alter von 50 Jahren stand, war früher Notar in Metz. In dem Hause Rothschild befindet er sich seit zwanzig Jahren. Sofia, 25. August. Nach dem Zusammentritt der Sobranje werden theilweise Aenderungen im Cabinet stattfinden. Stoilow wird das Portefeuille des Innern abgeben und das Justizporteseuille übernehmen. Für das Ministerium des Innern ift ein als energisch bekannter Präfect in Aussicht genommen. Sofia, 25. August. Fürst Ferdinand ift nach Varna abgereift. WB. Mainz, 26. August, Vorm. 10 Uhr 15 Min. Der Kaiser ist soeben hier angekommen und ohne Aufent- halt nach dem Manöverseld gefahren. Der Andrang des Publikums nach dort ist groß. Die Abreise erfolgt um 2 Uhr. H. Darmstadt, 26. August. Der Großherzog wird, wie btc „Darmst. Ztg." meldet, am Donnerstag die Gewerbe- AuSstellung in Alsfeld besuchen.__ Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte auS ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck derboten.) 27. August. Ganz genau können wir heute zwar nicht sagen, wo die Vorhut unserer deutschen Heere steht, eS werden viele Orte genannt und die Ulanen haben bereits Epernay, wo der beste Champagner in den kühlen Kellern auf sie wartet, mit ihren Lanzen hineingestochert- das aber können wir versichern, sie find aus dem besten Wege und wandeln „auf den Spuren ihrer Väter" von 1813 und 1815 und werden den Weg nach Paris nicht verfehlen. Im Vorübergehen haben fie auch die Festung Longwy zur Uebergabe aufgefordert, die sich noch etwas ziert und sträubt. Noch weniger können wir bestimmt sagen, wo Napoleon steckt- man sagt, er sei am 25. August in Paris angenommen und gedenke, wenn die Temperatur nicht angenehm sei, nach BourgeS überzufiedeln, daS befestigt werden soll. Dom Prinzen Napoleon weiß man ganz gewiß, wo er ist, nämlich in Turin, wohin er sein Theuerstes geflüchtet hat- seine Frau muß daS nicht sein, denn er hätte fie in der Eile beinahe in Paris sitzen laffen, rein vergessen. Den Kaiser wollten die Leute auf dem Bahnhof in Olmütz gesehen haben- es war ein israelitischer Handelsmann aus Prerau, der ihm frappant ähnlich sah. Die Leute hatten wahrscheinlich an den ewigen Juden gedacht. General v. Bon in ist ein wackerer Mann, der den Schreibern und Sprechern von Leitartikeln viel Kopfzerbrechen über Elsaß und Lothringeu erspart hat, 1) stellt er sich den Lothringern mittelst Proclamation als Dem König er» nannten Generalgouverneur vor, 2) eröffnet er ihnen: „Die Gesetze deS Landes bleiben vorläufig bis zur Einführung des allgemeinen deutschen Gesetzbuches in Kraft, lieber das Wechselrecht und Münzwesen werden nach erfolgtem FriedenS- schlufse Gesetze und Bestimmungen erfolgen." Die Lvthringer haben bereits herausbuchstabirt, was daS heißt._________ Die Industrie- und Gewerbe-Ausstellung der Provinz Oberhefsen. In der sagenumwobenen freundlichen alten Kreisstadt Alsfeld, am Nordabhange des waldigen Vogelsberges, im Thale der Schwalm gelegen, wurde am gestrigen Sonntag die Industrie- und Gewerbe-Ausstellung der Provinz Ober- heffen eröffnet. Mannigfache Schicksale find im Laufe der Jahrhunderte über Alsfelds Mauern hinweg gezogen, doch haben diese nicht vermocht, wie in so vielen anderen Städten die Spuren vergangener Tage zu verwischen. Die Stadt hat sich ihr alterthümliches Aussehen dis auf unsere Tage bewahrt, ein Bild des in ihr herrschenden festen und freien Bürgersinnes, der zwar treu bewahrt, was ihm von der Väter Zeiten her überliefert wurde, der sich aber auch allem Fortschritt der Neuzeit nicht verschlossen bat. Prächtige alte Bauten aus dem 14., 15. und 16. Jahrhundert geben der Stadt im Innern ihr eigenartiges Gepräge. An der Querseite deS geräumigen Marktplatzes liegt daS jetzt renovirte Rathhaus, aus dem 16. Jahrhundert stammend. In ihm wird außer einigen alten Oelgemälden das angebliche Schwert Karls des Großen und ein seltenes, im 15. Jahrhundert geschriebenes mit Miniaturen geschmücktes Meßbuch aufbewahrt. Ganz in der Nähe des Rathhauses befindet sich das 1338 erbaute WeinhanS mit schlankem Thnrmban. In demselben wurde ursprünglich der von der Stadt monopolirte Wein- Handel, dann aber auch die Gewandschneidnerei betrieben. Jntereffant ist noch bas Mitte beS 16. Jahrhunderts erbaute Hochzeitshaus mit seinen architectonisch schön wirkenden Giebeln. Wir nennen ferner an beachtenswerthen alten Bauten aus dem 14. Jahrhundert die Walpurgiskirche, die Reste einer zweiten Kirche, der deS Augustinerklosters, die im gothischen Styl erbaut ist, außerdem befindet sich noch eine kleine alte Capelle auf dem Frauenberge. Interessant ist auch der an der theilweise noch erhaltenen Stadt- mauer am Fulderthor liegende burgsriedartige Leonhards- thurm, welcher zur Vertheidigung diente und Ende des 14. Jahrhunderts errichtet wurde. Manch weiteres alte Giebelhaus im Innern der Stadt erregt die Aufmerksamkeit und das Interesse des Wanderers und weckt in ihm die Erinnerung an die entschwundenen Zeiten. Aber auch manch architectonisch schön geformte Villa, die Schornsteine der zahl- reichen Fabriken der Tuch-, Leinen-, Baumwolle-, Möbel-, Holz- und Tabakinduftrie rufen ihn in die Gegenwart zurück. Auf eine reiche Geschichte zurückblickend, ist die Stadt Alsseld heute mit einer der gewerbfleißigsten und wohlhabendsten Orte des Großherzogthurns, eine Zierde unseres Hessenlandes. Die schon wenige Wochen vorher herrschende Thattgkeit auf dem Aussteüungeplatze mußte in den letzten Tagen mit Fieberhaft gesteigert werden, um den Zeitpunkt der Eröffnung einhalten zu können. Ein Chaos von Kisten und sonstigem Verpackungsmaterial bedeckte noch am Samstag den Platz- Dank der Umsicht der Comitömitglieder und deren sachver- ständiaer Anordnung waren die Ausstellungsräume bald her- gerichtet und am Sonntag früh die Arbeit so vollendet, daß fich bas Ganze zur Eröffnung fertig repräfentirte. Um 11 Uhr fanben sich bie Mitglieber der verschiedenen Ausschüffe, an der Spitze der Ehrenpräsident der Ausstellung, Herr KreiSrath v. Grolmann von Alsfeld, Bürgermeister Arnold, Landtagsabgeordneter Gun drum, Realschuldirector Haller, Herr Provinzialdirector Frhr. v. Gagern, sowie eine große Anzahl geladener Gäste und Aussteller auf dem Platze ein. — Herr KreiSrath v. Gxolmann hieß von der Haupthalle aus Namens beß AlSfelber Gewerbevereins unb beß AusstellungscomiteS bie Erschienenen in Alsseld herzlich willkommen- er bedauere nur, daß der Vorstand der Centralstelle am Erscheinen verhindert sei. Alß im vorigen Jahre beschloffen wurde, eine Ausstellung in Alsfeld zu halten, trat der Vorstand deß Gewerbevereinß sofort rührig zur Verwirklichung des Planes in Thätigkeit und schritt zur Bildung der ComitöS. Es war keine große Ausstellung beabsichtigt, auch fein Jahrmarkt, es sollte nur im Rahmen der ört- lichen und gewerblichen Verhältnisse geboten werden e n °n- schaul.cheß Bild von dem Stande der Gewerdethatigkeit m Obeihessen. Daß die« gelungen, verdanke der ®etetn un das Comii« der sreundUchtn Ausnahme des Unternehmens in den Kreisen des Gewerbe« und der Industriee ES heute LndwigSiag und angesichts eint« fol*en 8cftt°9 e« angebracht, der grasen Wahithaien 6u gedenken, die unser lieber den Besitz der Dompräbendanten ernannt. Die Gießener Industrie aufderOberhessischenGewerbe-Ausstellung zn Alsfeld. (Originalbericht für dm „Gießener Anzeiger*.) GießenS Industrie, welche auf der Alsfelder Ausstellung nächst der von der Stadt Alsfeld selber die erste Stelle etn- nimmt, lohnt wohl der Mühe, in Ihrer Zeitung ausführlich besprochen zu werden. ES fällt übrigens dem Berichterstatter nicht schwer, die einzelnen AuSstellungSobjecte bei der Wanderung herauSzufinden, denn die einzelnen Firmen haben eö durch ein sehr glückliches Arrangement ihrer Erzeugnisse verstanden, die Aufmerksamkeit der Ausstellungsbesucher auf dieselben zu lenken. Betreten wir von der Lutherstraße her das AuSstellungS- gebäude durch daß von zwei Thürmen flankirte, zinnen« geschmückte, kühn gewölbte EingangSthor, so fallen unS gleich rechter Hand eine Collection Futterschneidemaschinen mit und ohne Kettenzug der verschiedensten Schnittlängen der Eisen« werke Hirzenhain und Lollar in die Augen, welche schon heute am Eröffnungstage vielseitig die Aufmerksamkeit der erschienenen Landbevölkerung erregten. — Gleich daneben liegt der in der eigenen Schmiede der Lahnkalk- und Marmor-Industrie Aug. Gabriel jr. in feiner Eisenconstruclion gefertigte zeltartige Pavillon, welcher die Erzeuqniffe des Werkes und deren Rohstoffe birgt. Die Fülle der BerwendungSarten, wozu sich das in den Bieberbrüchen bei Rodheim a. B. gewonnene Material verwenden läßt, wird uns in dieser Ausdehnung von dem ausstellenden Werk vor erlauchtes Fürstenhaus stets den werkthätigen llnterthaaen angedeihen ließ- aber auch die jetzt an öie Ehrenrage des deutschen Volkes vor 25 Jahren erinnernde festliche Zeit laffe r nS aufschauen zu unserem Kaiser, der als Sohn das fort- f ye, waS der Vater gewollt- dankbar erinnerten wir unS Derer, die uns die Einheit des deutschen Vaterlandes, unter welcher sich die ErwerbSthätigkeit fo herrlich entfalten konnte, erstritten, herrlich habe sich nach den ruhmvollen unter dem alten Kaiser Wilhelm vollbrachten Thaten erfüllt der Wunsch nach Frieden. Stolz ständen wir zum deutschen Kaiserrhrone, zu unserem Kaiser, dem Hüter und Förderer des Bermächt« ntffeS seines Großvaters. Die zum Schutze des Gewerbes gebrachten Opfer seien groß, aber die deutsche Industrie stehe auch groß da in friedlichem Wettkampfe der Nationen- auch unser Großherzog bringe dem Gewerbe seine landesväterliche Theilnahme entgegen- ihm liege stets am Herzen die Förderung der Schulen und gewerblichen Fortbildungsanstalten - die Erzeugniffe unserer Industrie legten Zeugniß ab von der fruchtbaren Thätigkeit dieser Schulen. Unter dem Schutze ' »ne« starken Reiches, unter der Fürsorge eines kunstliebenden Fürsten würden auch in Zukunft Kunst und Gewerbe gedeihen u.id in dieser frohen Zuverficht lade er die Anwesenden ein, mit ihm einzustimmen in ein Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Grobherzog! Nachdem das Hoch verklungen, spielte die Musik (116. Reg.) die Nationalhymne. — Herr KreiSrath v. Grolmann erklärte darauf die oberhesfische Industrie- und Gewerbeausstellung für eröffnet- er dankte Allen, die zum Gelingen derselben beigetragen, insbesondere den Ausstellern, welche weder Mühe noch Kosten scheuten, um die Ausstellung zu einem getreuen Bilde oberhesfischen Gewerbefleißes zu machen, der Großh. Centralstelle für das Gewerbe, die daS Unternehmen förderte, I ten Comitämitgliedern, die keine Mühe gescheut hätten, das Werk möglichst würdig zu gestalten. Herr v. Grolmann schloß seine Ansprache mit dem Wunsche, daß die Ausstellung dazu beitragen möge, die Industrie unseres Vaterlandes zu beben und anregend und fruchtbringend zu wirken auf weite Kreise. DaS walte Gott! Hierauf erfolgte ein Rundgang durch die Ausstellungsräume. Bevor wir auf die Besprechung der einzelnen AuSstellungS« gegenstände näher eingehen, bemerken wir, daß die Ausstellung in ihrer Gesammtheit in der That ein erfreuliches Bild d^imathlicher ErwerbSthätigkeit bietet und zwar deshalb, weil d e Zahl der Aussteller streng auf die Provinz Oberheffen beschränkt blieb. Alsseld und Gießen stehen mit der Zahl der Aussteller und der Menge des Ausgestellten obenan. Als Ausstellungsräume wurden zunächst die in zwei Gebäuden befindlichen Localitäten der Realschule benutzt und das über den Schulgarten hinauSgehende Gelände pachtweise erworben, die Lutherstraße in daS AusstellungSgebtet einbezogen. Auf dem Gelände wurden errichtet: eine große geschlossene, zweistöckige, in Bocksteinfachwerk ausgeführte Halle von 30 Meter Länge und 13 Meter Breite, eine offene, 27 Meter lange und 14 Meter breite offene Halle und die große RestaurationS« halle. Sämmtliche Baulichkeiten, einschließlich der gleichzeitig als AuSstellungSobjecte dienenden Pavillons, Gartenhäuser n. s. w. haben wesentlich zur Verschönerung deS Platzes betgetragen. Für die Ausschmückung haben fleißige Gärtner- und Decorateurhände gesorgt. Zwischen der geschloffenen Halle und dem Hauptgebäude wurde der Musikpavillon errichtet. Die Beleuchtung geschieht auf electrischem Wege durch eine hinter dem Schulbau aufgestellte Dampfmaschine. Sin in Mitte deS Platzes aufgestellter Springbrunnen bringt auch das oberhalb Alsfelds quellende Wasser zur Geltung. DaS Steinmaterial zum Springbrunnen wie zu einigen anderen Anlagen lieferte Herr Aug. Gabriel in Gießen gratis. Die Ausstellung war am Eröffnungstage sehr stark besucht, u. A. auch von Gießen aus. Die Restaurationshalle erwies sich angesichts solchen Andranges als zu klein und als mit Beginn des von der Capelle deS 116. Infanterie Regiments ausgeführten ConcertS der Andrang größer wurde, wurde auf dem Ausstellungsplatz selbst Sitzgelegenheit geschaffen. Ern Waggon mit Stühlen war erst am Morgen aus Gießen eingetroffen, jedes einigermaßen geeignete Plätzchen wurde besetzt, sogar in den Pavillons und AuSstellungSzelten etablirten sich die dem Gießener Actienbier fleißig zusprechenden Besucher. I Augen geführt. Erstaunt ist man, gleitet der Blick über die I eigenartig aber prächtig gemaserten Marmorflächen, und muß man unwillkürlich bedauern, daß dieses werthvolle Material seit Jahrzehnten ausschließlich nur zu Mörtel verbrannt wurde. — Vorerst lagern in dem Zelt gewaltige rohe Marmor- I und Dolomitblöcke, wie dieselben direct in den Brüchen gewonnen werden. Hieraus wird der Marmorkalk (Weißkalk) I resp. hydraulischer Graukalk in großen 20 Kammer-Ringofen in Massenproduktion Sommer und Winter gebrannt. Die ge- brannnten Kalke werden auch in patentirter Kugelmahlmühle I fein pulverisirt und findet dieses Produkt in gemahlene« Zu- I stand sowohl alS auch in Stücken die ausgedehnteste Verwendung für Bauzwecke als auch zum Düngen für die Landwirthschäft. Das rohe Steinmaterial wird ebenfalls in den verschiedensten Körnungen hergeftellt und findet so Verwendung für chemische Zwecke, für Dungzwecke und zur Glasfabrikation. Rohe gesägte Platten zeigen unS einen anderen Zweig der Verwendbarkeit, denn fein polirte, wunderschön in der Zeichnung wirkende Tischplatten, quadratisch, oval und rund, in den verschiedenen Größen zeigen unS den Zweck der Plattenzerlegung deS MarmorgefteinS. Diese Platten sind es ganz besonders, die die Bewunderung des Beschauers erregen. An einem aus der einen Seite abgeschliffenen Marmorblock find die Initialen des Großherzoglichen PaareS, in Gold-Facett- Manier auögeführt, angebracht- in gleicher Weise prangt auch die Firma des Werkes an einem weiteren kantigen Stück deS edlen Materials. Kleinere geschliffene Marmorplatten, für Fußbodenbelag oder Wandbekleidunqen sich eignend, ver- vollständigen dieses Mustersortiment. Daß sich daS Bieber« bruchgeftein für Bauzwecke sehr eignet, beweisen die Schaustücke in verschiedenen für architektonische Zwecke in den ge« eignetsten Formen zu Werksteinen bearbeiteten Proben. Zerkleinert präsentirt sich das Gestein hervorragend zur Herstellung von Terrazzoböden. Hierzu verarbeitet, steht neben mehreren kleinen eine 3/< qm große Platte in sehr exact gearbeiteter Zeichnung zur Ansicht. Grottensteine, welche, von diesem Werk geliefert, auch in der Parkanlage vielseitig geschmackvolle dekorative Verwendung gefunden, vervollständigen daS ganze Arrangement im Innern des Pavillons, welches in feinem Aufbau von gutem Geschmack Zeugniß ablegt, und bildet dasselbe unstreitig einen Glanz- und Anziehungspunkt für die ganze Ausstellung. — Ganz nahe dabei hat eine zerlegbare eiserne Gartenhütte des Schlossermeisters Wilhelm Nagel Aufstellung gefunden, welche wegen ihrer einfachen aber praktischen Conftructton Anerkennung verdient. Einige Schritte davon stehen wir vor dem Gail'sch en Pavillon, wie die Alsfelder das thurmartige, massive Ge- I bäude, in dem glasweise Selterswaffer, Liqueure und moussirende Getränke einer Alsfelder Firma verschenkt werden, zu nennen belieben. Von einem Baustyl kann natürlich bet dem beabsichtigten Zweck, der bei Errichtung des Gebäudes die Hauptrolle spielte, keine Rede sein. Die G ail'sch e Dam p f- ziegelei und Thonwaarenfabrik führt hier einen Bau vor, der die Anwendbarkeit ihres Materials in allen nur denkbaren Formen zeigt, und war die Ausgabe, die es zu lösen galt, für den Bauentwerfer keine leichte. Wenden wir uns nun in den 1100 qm großen Park, der vom Kunst- und Handelsgärtner Carl Becker in geschmackvoller Weise arrangirt und angelegt ist. Wer diesen wüsten, mit Baumaterial, Hecken und Gräben verunzierten Fleck Erde vor vier bis sechs Wochen gesehen hat, kennt ihn nicht wieder. Betreten wir die HauptauSstellungShalle, ein zweistöckiges in Fachwerk ausgeführtes Gebäude. Gleich am Eingang fällt uns das ebenfalls von Gärtner Carl Becker arran- girte Palmen-Arrangement, welches die Büste des Großherzogs umschließt, in die Augen. — In dem unteren Raum der Halle nimmt die Ausstellung der Werke H irz en h atn und Lollar den größten Raum ein. Ein tetraffenartiger Aufbau führt uns die Leistungen der Werke auf kunstgewerblichem Gebiete vor. Schön ornamentlite Wandteller, Schalen, Reliefs rc. in Eisen, gegoffen vergoldet, vernickelt, verkupfert rc. in vollendeter Ausführung erregen das Interesse jeden Kenners. Auf einem aus Schlackensteinen, welche ebenfalls ein Erzeug- niß des Werkes in Lollar sind, aufgemauerten Postament thront als Prachtstück dieser Kunstgußerzeugnisse die Germania, deren Ausführung in der Feinheit der Formen sowohl als auch betreffs der Galvanisirung tadellos ist. Zwischen den kunstgewerblichen Gegenständen liegen noch Proben der Erzeugnisse der Eisenabtheilung, für die verschiedenen Verwendungszwecke und Hartguß-, Gießerei-, Spiegeleisen rc., wie sie auf den Hütten erzeugt und gebraucht werden. Eine ganze Serie Keltern von den kleinsten Leeren ■ bis zu den größten Weinpressen mit Übersetzten Druckwerken bereichern die Ausstellung nebst in diversen Größen ausgestellten Rüben- brockenmaschinen um sehenswerthe Objecte. Hieran reiht sich eine wahre Musterkarte von Oefen neuester, zum Theil pa- tentirter Construction von den allereinfachsten und billigsten Mustern bis zu den kostbarsten Salonstücken, in kunstvollen stylgerechten Zeichnungen ausgeführt in schwarz, theilweise mit mehr oder weniger reicher Vernickelung, Bemalung und als besondere Neuheit mit Majolika-Einlagen auSgestattet. Einzelne Einsätze, für Majolika- oder Porzellanöfen verschiedener Systeme sind vorhanden. Die vielseitigen Kochherde veranschaulichen die Leistungen der Werke auch auf diesem Gebiete. Hier findet die ärmste aber auch die wohlhabendste Familie das nöthige Requisit für die Küche. Gewaltige Siebe- kessel mit darunter befindlicher Feuerung, im Freien eventuell aufzustellen, sind besonders für den landwirthschaftlichen Betrieb zum Kochen deS DiehsutterS als praktisch zu empfehlen. Gleich als Nachbar neben dieser räumlich umfangreichen I Abtheilung hat daS sehr interessante Modell des Werkes der Gail'schen Dam pf z i eg elei und Thonwaaren« fabrik, welches f. Zt. mit Recht daS allergrößte Interesse der Amerikaner erregte, Aufstellung gefunden, woran sich eine umfangreiche Gruppe von Verblendsteinen, Klinkern, Normal- profilfteinen, Keilsteinen, Kamin- und Brunnenfteinen, Cha- mottefteinn, Drainröhren sowie Falzziegeln rc. reiht in den I nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juli 1887 , die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur Uebernahme eines Kirchenamtes nothwendigen Eigenschaften ist der Nachweis erbracht worden bezüglich der katholischen Geistlichen: Jacob Blum aus Seligenstadt, Jacob Ebers- mann auS Büdesheim und Johann Baptist Schäfer aui Mainz. * * Goncert Salzhausen. Am Sonntag den 25. August gab der Kronbauer jche Quartett-Verein in Salzhausen ein Concert, in. welchem neben Männerchören eiet Anzahl von Solooorträgen, aus der Reihe der Mitglieder, dargeboten wurden. Der Tendenz des Vereins entsprechend, waren selbstredend erstere den letzteren an Zahl überlegen, aber eben nur an Zahl. Alle Leistungen dürfen ausnahmslos als wohlgelungen bezeichnet werden und haben bewiesen, bafc der Verein noch auf feiner alten Höhe steht. Schade, daß diese Vereinigung, die über so vortreffliche Mittel gebietet, sich so wenig dem Kunstleben Gießens dienstbar macht- ein Einschwenken nach gedachter Richtung hin wäre wirklich z» empfehlen. DaS abwechslungsreiche Programm war mit Geschmack und Geschick zusammengestellt, wenn auch einige Coeakt tuet prötxwfeO** Gießen, den 26. August 1x1)6 ** Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog empfingen am 24. August u. A. eine Deputation der landwirthschaftlichen Ausstellung in Gießen, bestehend aus dem Provinziald-rector Frhr. v. Gagern, dem Oberbürgermeister Gnauty und dem Oeconom Sch lenke- den Commandanten bei freiwilligen Feuerwehr von Lollar Feller, den Herrn Georg Buderus von Lollar. • • Seine Majestät der Kaiser und Ihre Majestät die Kaiferin passirten heute morgen 78/4 Uhr mittelst Sonderzug mit kurzem Aufenthalt auf der Reife von WilhelmShöhe nach Ma-nz die hiesige Station. Dadurch, daß es nicht bekannt geworden war, hatte sich nur wenig Publikum am Bahnhofe emgefunben. Frau Oberst v. Rosenberg überreichte Ihrer Majestät ber Kaiserin ein Blumenbouquet auS LiedltngS- rofen Ihrer Majestät mit weißer Schleife, unb wurde darauf huldvollst empfangen. * • Kirchliche Dienstnachrichten. Am 30. Juli wurde de« Pfarrer und Decan Stumpf zu Offenbach die katholische Psarrstelle zu Dieburg übertragen; am 31. Juli wurde der Domcaplan Eduard Hellmeister in Mainz zum brüten I verschiedensten Formaten, Dimensionen oder Farbentonungen^ wie daS Werk seine Fabrikate für die verschiedenen Zwecke liefert. — Hier Wollen wir auch ein Werk deS SchlossermerfterS Carl Stohr erwähnen. Als ein wahres Meisterwerk ber Kunst har betreibe ein reich ornamentirteS schmiebeeiserneS Fahnenschilb ausgestellt, welches von besten Können beredte» Zeugniß ablegt. Berechtigtes Aufsehen erregt bie ausgestellte Gruppe der Firma A. Kilbinger, bestehenb a) aus einem Herr- schnftsschlitten auS gebogenem Natur-Eschenholz. Die Eisentheile sinb mit Mattfilber belegt. Die Dorbertasel ist in leichter, geschmackvoller Zeichnung mit Rabterarbeit ver- ziert. Die innere Ausstattung besteht auS russisch-grünem Plüschpolster unb schwarzen Pelzdecken mit Angorabesatz - b) einem Jagdwagen, ebenfalls in Naturholz ausgeführt, besten Eisentheile in schwarz gehalten unb besten innerer Ausschlag mit grünem Tuch auSgesührt ist - c) alS dritter Luxuswagen, in Naturholz auögeführt, fällt ein Parkwagen, mit Alluminium-Bronze lacfirt, auf- die innere Ausstattung ist aus blauem Tuch- Vortheilhaft für daS Gefährt ist ein Sitz zum Selbstkutfchiren und ein abnehmbarer Dienersitz. Diese beiden Equipagen zeichnen sich durch flotte Bauart, sowie wegen ihrer zweckdienlichen Construction besonders aus. Ein geschmackvolles Halbverdeck (Mylord), sowie ein Herrschafts- Landauer zeigen, daß in diesem Gebiete Gießen- Gewerbe- I treibende Tüchtiges leisten und mit jeder größeren Stadt in Concurrevz treten können. Ein Paar hochelegante, silberplattirte Gefcknrre, sowie ein Einspänner-Kutschgeschirr mit vergoldeten Beschlügen erregten schon heute häufig da» Jntereste von Pferdebefitzern, weil sich dieselben durch taubere, tadellose Sattlerarbeit auSzelchnen. A. Kretz sch mar hat die Ausstellung mit werthvollen Pelzen und Pelzsachen beschickt. CapeS in Sealskin und Bieber, Neuheiten in geschmackvollen Damen-BarettS, eine Collection von 30—40 Muffen, aus den verschiedensten Pelzarten gearbeitet, interesfiren besonders die Damenwelt. Eine Seehundfußtasche, sowie ein auS 18 Fuchsfellen kunstvoll arrangirter Teppich bilden werthvolle Objecte. Für Jäger und Sportleute dürfte die eigenartige Umrahmung eine» Wandspiegels mit Seehundfell und Büffelhörnern Ausmerk« famfeit erregen. Verlusten wir diesen Ausstellungsraum unb gehen wir durch ben Park, der inzwischen in electrischem Lichte strahlt, in die 4- bis 500 Personen Platz bietende Restaurations- Halle. Die innere, große Giebelseite derselben wird tönernem Arrangement der Actienbr auerei Gießen decorativ benutzt. Hier an ber Stätte ihrer Wirksamkeit in ber Halle wird daS mit ber golbenen Medaille jüngst in München prämiirte Pilsener Bräu verzapft unb hängt an ber oben bezeichneten Wanb, von Scheich- Gießen in Del gemalt, in gewaltigen Dimensionen auSgesührt „Actienbrauerei Gießens geschmackvoll becoratiti umrahmt, gleichsam ben Sockel de» Bildes auSmachend, ein stylvoll wirkendes Arrangement von Fässern und Flaschen, auf dem GambrinuS mit erhobenem Becher thront. — Nun zum Schluß der Festwirth Reinhold. Er hat heute gezeigt, daß er gastronomisch tüchtig etwa» leisten kann. Allgemein war dqS Urtheil, daß daS Essen gut und die Bedienung prompt war. lieber daS zum Verzapf gekommene Bier ein Wort zu reden, wäre überflüssig, machte es die Hitze heute, oder der vorzügliche Tropfen, wer kanns wissen. Aber es wurde bis spät in die Nacht hinein tüchtig gezecht und der Stoff mundete vorzüglich. ™ 3Sän»t,s ’ 5-ä; rfuWlb‘8$tn »8 eö ntd)tur IMgtN dkv &8’ Sro-ramm 9 6«li« Ver BrunM Die zur fy; mberForstm MN morde, arbeit soll Angebot» Der ^usyjhrunc beltSbeschreibu Öfireau, fonrit wamt ©rtinl tonnen ai ^u öem be, flehen, ön 1 ^Mnprei« Wbote iinb ' ^Ptemb Ö 11 Uhr. SV» An i > 2- Derllei $ef?4tne B Mit«. * DaS Drava/ Prozrtzattt-' Prozess^ deS gvP" ! aller lebenbrgf auttflii# 'M fle THTltti. Die ijgvttliAt Mi^ pninnien mit l ftattflnbenbe letz - Plötziil! heou Morgen t -in Sdjlaflanf- Derselbe hinter •• Born 1 schäften del In Rr. 116 (fe förmige Zelte, der Vagerflrafe' Mtbaraden a «VA. ! melier 70 Ja den Jahren 141 Seien S Wartezeit öoi wer diese 9 auf fllterfiren treffende In f er tebflrftig kommen. Zu gerechnet fhai m einem feften Weitgebei fie zm höchstbetv Vechützleit sÄr 8'U ab« nur ArbeitSvnhall all versichern richtet sich na dom 1. Zanu der am 1. 4x4 7 = Wartezeit wird karten. Dem beit und die Ze regelmi Umstellungen in der Reihenfolge den E.folg wohl noch erhöbt hätten. Herr Leopold Geller, der derzeitige Dirigenr deS Quartetts, hat sich um dasselbe im Speciellen und um den Männergesang im Allgemeinen verdient gemacht- er hat Geschmack, weiß was er will und ist ein würdiger Nachfolger deS unvergeßlichen Kronbauer. Auch der pecuniäre Erfolg, der ja, wie bekannt, unverkürzt unbemittelten Badebedürftigen zu Gute kommt, war trotz des mehr als bescheidenen Eintrittsgeldes ein recht erfreulicher. Ein verhältnißmäßig namhafter Betrag kann dem edlen Zwecke zugeführt werden. Ist eS nicht unbescheiden, wenn wir bei solchem schönen Gelingen den Herren Sängern den Vorschlag machen, dasselbe Programm hier in Gießen für den Tonhallenfond zu wiederholen ? ** Neue« Theater. Unter Direktion der Herrn Löon Saliz wurde gestern Abend den Theaterbesuchern ein Sensattonsdrama „Der Irre von Maria berg" geboten, welches, wie wir von vornherein eingestehen müssen, daß Jnteresie während re8 ganzen Abends festzuhalten wußte. DaS Drama, das sich in seiner Bearbeitung genau an die Prozeßacten des in jüngster Zeit sich abgespielten Mellage« Prozesses hält, bietet ein ergreifendes wahrheitsgetreues Bild des ganzen Vorkommnisses. In mächtig wirkenden, frei aller TheaterkUnstelei vorgeführten Sccnen erhält man eine lebendige Darstellung jener an das Tageslicht gekommenen „Anstalts" Enthüllungen, welche unglaublich erscheinen, wären sie nicht durch die gerichtliche Untersuchung als wahr erwiesen worden. Die Darstellung deS Stückes war eine tadellose, sämmtliche Mttwirkende zeigten gutes schauspielerisches Können, verbunden mit der nöthigeu Routine. — Auf die heute Abend stattfindende letzte Vorstellung sei hiermit aufmerksam gemacht. * • Plötzlicher Tod. Ein junger Bureaubeamter wurde heute Morgen vor der Thür seines Zimmers tobt aufgefunden. Ein Schlaganfall hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Derselbe hinterläßt Frau mit einem Kind. • • Vom Griesheimer Lager. Zur Aufnahme der Mannschaften des in dieser Woche ankommenden Infanterieregiments Nr. 116 (Kaiser Wilhelm) find schon nahezu 100 kegel- förmige Zelte, deren jedes zehn Mann faßt, theils südlich der Lagerstraße, theils nördlich derselben zwischen den großen Zeltbaracken aufgeschlagen worden. •*VA. Wer kauu Altersrente beanspruchen k Derjenige, welcher 70 Jahre alt ist und nachweisen kann, daß er 1) in den Jahren 1888, 89 und 90 zusammen in mindestens 141 Wochen Lohnarbeit verrichtet hat- und 2) die gesetzliche Wartezeit vom 1. Januar 1891 ab erfüllt hat. — Nur wer diese Voraussetzungen alle erfüllt, hat Recht auf Altersrente. Andere Rücksichten, wie z. B. ob der Betreffende in früheren Jahren ein fleißiger Arbeiter war, ob er bedürftig oder würdig ist, dürfen gar nicht in Betracht kommen. Zu 1): Den Beschäftigungswochen werden gleichgerechnet Krankheitszeiten, ferner bei den Arbeitern, welche in einem festen Arbeitsoerhältniß zu einem bestimmten Arbeitgeber stehen, die Unterbrechungen dieser Arbeit bis zom Höchstöetrag von 4 Monaten jährlich. Dies ist von Wichtigkeit für Maurer, Steinhauer, Ziegler u. dgl. Dies gilt aber nur für die Jahre 1888, 89 und 90. Das ArbeitSverhältniß muß ein solches sein, welches das Gesetz als versicherungßpflichtig anfieht. Zu 2): Die Wartezeit richtet sich nach dem Geburtstag und beträgt für jedes Jahr vom 1. Januar 1891 ab 47 Wochen, so daß z. B. Jemand, der am 1. Januar 1895 70 Jahre alt geworden ist, 4 x 47 — 188 Wochen Beitragszeit nachweisen muß. Die Wartezeit wird nachgewiesen durch die Marken in den Quittungs- karten. Dem stehen gleich die Zeiten vorübergehender Krankheit und die Zeiten rnttitärischer Dienstleistungen. Die Marken müssen regelmäßig auf Grund der Versicherungspflicht verwendet fein, doch g ltrn auch Marken, welche zur Fortsetzung der Versicherung freiwillig für Arbeitspausen verklebt werden. Diese Arbeitspausen gelten hier nicht mehr, wie oben unter 1), kurzer Hand als Beitragszeit, sondern können nur nach Verwendung der entsprechenden Marken angerechnet werden. Für solche Pausen können die Marken nicht mehr nachträglich giltig verwendet werden, wenn das 70. Jahr überschritten ist, oder wenn das ArbeitSverhältniß wieder ausgenommen ist und Marken dafür verwendet find. Wenn Jemand ferner sein ArbeitSverhältniß ganz aufgiebt, so kann er noch fortfahren, Doppelmarken freiwillig zu verwenden- sobald er ober dauernd erwerbsunfähig geworden ist, kann er eS nicht mehr- alsdann muß er Invalidenrente verlangen. ES stellt fich bei den Rentenanträgen immer mehr heraus, welchen Nachtheil diejenigen Arbeiter haben, welche fich nicht rechtzeitig die Nachwetse für ihre Beschäftigungen in 1888—90 verschafft haben. ES ist oft unmöglich jetzt noch Bestimmtes darüber festzustellen. Ebenso ist eS bei Denjenigen, welche anS Gleichgiltigkeit fich seit Jahren nicht um ihre Versicherung gekümmert haben. Die Behandlung der Anträge hat seither vielfach darauf Rücksicht genommen, daß daS Gesetz sich so langsam eingebürgert hat, daS wird mit der Zeit immer weniger geschehen, da jeder Arbeiter weiß, daß für seine Beschäftigung Marken verwendet werden müffen. ____________ § Bellersheim, 23. August. Bei der heute dahier stattgefundenen Gemeinderathswahl wurden wiedergewählt: Joh. Gg. Hahn, Gaftwirth, mit 71 Stimmen, Ludwig Müller III., Schreinermeister, mit 68 Stimmen, neugewählt Wilhelm Bopp IV., Landwirth, mit 38 Stimmen. M. 0. Ober-Mockstadt, 25. August. Der Zwiebel- Ha ndel beginnt lebhaft zu werden. Alltäglich kommen Fuhrwerke nach Dauernheim, Leidhecken, Stammheim, Ober» und Nieder - Mockstadt, kaufen Posten von 9 bis 12 Centner auf und fahren mit diesen Quantitäten auf den Hausirhandel. Man bezahlt den Centner mit 2 Mk. 50 bis 3 Mk. auf dem Acker und erzielt im Kleinhandel 5 bis 6 Mk. Die Kleinhändler kommen sogar aus der Gegend von Gießen und Grünberg- sie liefern die Zwiebel bis Alsfeld und Fulda. Auch aus unserer Gegend wird eifrig Kleinhandel mit Zwiebeln getrieben, doch richtet fich dieser mehr nach Hanau und Frankfurt. Die 1895t Zwiebel zeichnet sich durch guten Geschmack und Aroma aus. Auch bei der Zwiebel giebt eS große Unterschieden in den Eigenschaften, je nach den Jahrgängen. Die Zwiebelbauern machen in diesem Jahre wieder beffere Geschäfte als die Rübenbauern und wollen ihre Specialcultur, für die fich Boden und Klima sehr gut eignen, durch andere (Kulturen nicht ersetzen lassen, wie gelegentlich schon Versuche gemacht worden sind. §? Hattenrod, 24. August. Hier sand gestern die regelmäßige Ergänzungswahl des Gemeinderaths statt, wobei wiedergewählt wurden, Konrad Pfeiffer mit 35 Stimmen, Karl Neeb mit 33 Stimmen. Neu gewählt wurde Förster Friedrich Stein II. mit 32 Stimmen. Vermischte-. • * Kaiserslautern, 21. August. Eine interessante Wette um 300 Mark wurde dieser Tage zwischen einem hiesigen und auswärtigen Radfahrer abgeschlossen. Der fremde Radfahrer will nämlich eine Strecke von 320 Kilometern in einer Tour fahren, ohne vom Rade abzusteigen. Als Fahrtour hat sich derselbe die Strecke von St. Ingbert bis Nürnberg gewähr. Diese Wette kann der wagemuthige junge Mann sehr leicht verlieren. ♦ Hohe Würde. Daß er wenigstens „Zeitgenosse" sei, damit hat sich schon Mancher trösten müssen, der sich nach einem Stand umschaute. Auf einen neuen Titel ist, wie der „Figaro" mittheilt, ein Pariser gekommen. Seine Visitenkarten zeigen die Aufschrift: „Jouardain, Mitinhaber dcS allgemeinen Stimmrechts." • Fluch. Börsianer (zu einem Geschäftsfreund, mit dem er in Streit geraden): „Kassier sollst Du werden und befraubiren unb flüchten müffen auf einer Secundärbahn!" • Au8 der Kaserne. Unteroffizier (zu den soeben ein» gekleideten Rekruten): „So, ihr Kerls, jetzt seid ihr 'mal der traurigen CivUkleibung los. Na — ich gebe euch jetzt zehn Minuten Pause, damit ihr euren Stolz auStoben lassen könnt." * Kleines Mihverständnitz. „Was kostet es, wenn ich unseren Jungen photographieren laffe?" „Sechs Mark, gnädige Frau — im Dutzend aber ist eS bedeutend billiger!" „Ein Dutzend?! . . . Nein, so lange möchten wir doch nicht warten!" • Auch ein Racheact. Ein Berliner Uhrmacherleb^l ng hatte sich mit seinem Lehrherrn veruneinigt und verließ dess-n Geschäft. Von einem panischen Schrecken wurde nun oer Prinzipal in der folgenden Nacht ergriffen, als in dem Laden ein wahrer Höllenlärm loSging. Auch auf der Straße blieben die Paffanten unb Schutzleute stehen. Wie sich herausstellte, waren mehrere Dutzend Wecker auf ein Uhr gestellt und hatten um diese Zeit prompt ihre Thätigkeit begonnen. Der Vorfall wurde von allen Seiten herzlich belacht. v«r-h-, Land- «nd l'oir.tvirtbfdiaft. Grünberg, 24. August. Fruchtpreise. Weiten X 14,00, Korn X 13,76, Gerste X 12,50, Hafer X 11,78, Erbsen X 00,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 4,50, Samen X 19,60. Auf der JubilLnm» - AnSyellnng der Kaiserlichen Landwirihschaftliche« Gesellschaft zu Moskau haben ersreu- ltcher Weise deutsche Erzeugnifie gegenüber den ausländischen wiederum erhebliche Siege zu verzeichnen. — Es erhielten nämlich: für Petroleum-Motoren: Gebr. Körting in KSrtiNgSdorf bei Hannover die Goldene Medaille, Gasmotorenfabrik Deutz, Deutz bei (Köln die silberne Medaille, Swiftersky in Leipzig, ebenfalls die silberne Medaille, für eine Naphta-Locomobilr die GaSmotoren- fabrik Deutz die broneene Medaille. ' UllllllIHlllIHniilllllllllllllllllllllllllllllMM rtr~ran3na Thermometer: min. 4- 81 R., max. 4-17° R. Hygrometer: Feucht. rvrtte**ns»«tt"stcht« am 26. August Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen^ in der Südanlage). Barometerstand. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 26. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag». Wasser 16«/»°, Luft 15° im Schatten. Rübf amen'fche Bade- und Schwimmanstalt. , - - r- 'v-i. ■ iS g jeder Art. loroie S Mg ÄMöiU3flt2u- «elveto liefern - irret an Pri- ®CSB B BM B B vale. Man schreibe um Muster ™ WB ■ B unter Angabe deS Gewünschten, von Elten & Keusssn, Seidenwaaren-Fabrik, Crefelti. Buhe für 2 Pfennige erhält man vor Fliegen, Schnatrn, Flöhen usw. durch „Dalma". Für 2 Pfennige davon tobtet alle Fliegen ufw. eines Zimmers, der Küche oder Stallung in 3 Minuten unter Garantie. Für Menschen und Hausthiere unschädlich. Glas 30 u. 50 Pfg., dazu gehöriger Patentbeutel 15 Psg. In allen Apotheken auf Lager. In Gießen in der Hirschapofhek». 5664 Vergebung von Brunnenmacher-Arbeit Die zur Herstellung eines Brunnens in der Forstwarthosraithe zu Weickarts- Hain ersorderl. Brunnenmacherarbeit soll im Wege öffentlichen Angebots verdungen werden. Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Büreau, sowie bei Großh. Straßen- bauamt Grünberg zur Einsicht offen und können auch letztere, mit Vordruck zu dem bezügl. Angebotsoermerk versehen, an beiden Stellen zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote sind längstens bis zum 11. September d. I., Vormittags 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschloffen und portofrei an unterzeichnete Behörde abzugeben. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 24. August 1895. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. __Reuttng.______7126 Versteigerung. Dienstag de« 27. August 5. 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I., Nachmittags 2 Ubr, versteigere ich im Bieter'schen Saale dahier — Neustadt 55 — meistbietend gegen Baarzahlung: 1 Verticow, 2 viereckige Tische, eine Partie Filzhüte von verschiedener Art, 2 Nähmaschinen. 1 Büchergestell, 1 Sessel, 14 Bilder, 1 Sopha, eine Commode, 1 Secretär, 2 Regulateure, 1 Kleiderschrank, v goldene Damenuhren, 1 großes Oelbild, 1 GlaS- schrank mehrere Biergläser, 6 eiserne Schwellen, 4 Buchevstämme. Gießen, am 26. August 1895. 7142 Goutrum, GerichtSvollzieher-AspiraiU. SM. Schlachthaus. Freibank. [7131 Heute und morgen: 8chwemefleffch nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 Pfg. Mirthschast oder Photograph. 6095] In der Licherstratze steht ein Anwesen, Wohnhaus, in welchem Wirtschaft betrieben wurde, Hinterhaus, Hausgärtchen re., zu ausnahmsweise günstigen Bedingungen zum Verkauf. Auskunft ertbeilt A. Buxbaum, Sensal, Marburg. Generalversammlung Dienstag den 27. d. M., Abends 8V- Uhr, *■ im Vereinslocal. Ä Tagesordnung: Sedanfest. 7130 Helene 7141 Gießen, den 25. August 1895. nach kurzem, schweren Leiden, im Alter von 5 Jahren sanft dem Herrn entschlafen ist. Die tieftrauernde Familie <*eorg laih, Neuenweg 20. Todes-Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten theilen wir betrübt mit, daß heute Morgen um V26 Uhr unser liebes Kind Danksagung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, welche meinen lieben Mann zur letzten Ruhestätte begleiteten, spreche ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank aus, insbesondere Herrn Pfarrer Grein für die schöne, trostreiche Grabrede. Herzlichsten Dank für die überaus schöne Blumenspende. Anna Bröckel, geb. Nassauer, 7136___________________im Namen der Hinterbliebenen._______ Für die zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdlgung unserer unvergeßlichen, lieben Mutter, Großmutter und Urgroßmutter. Fra» Kchame Fisch« Witta sagen innigen Dank Die trauernden HinterbNedenen. Lich, am 24. August 1895. Statt jeder besonderen Anzeige Rentner Job. Fischer im Alter von 73 Jahren heute Morgen *22 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 26. August 1895. 7187 Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 2 Uhr, vom Trauerhause, Alicestrasse Nr. 19, statt. empfohlen 7133 dass es dem Allmäch- Grossvater, Onkel und Schmerzerfüllt theilen wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit, tigen gefallen hat, unseren lieben, guten Gatten, Vater, Schwiegervater, Schwager, den 7140] Eine kleine Familienwohnung zu vermiethkn.Alsierweg 6. H. Rüger, Kreuzplatz 4. Ausschneiden von Schablonen, Abzeichen, Monogramms u. dgl. aus Metall wird sauber ausgeführt. Dermietßungen. 7119] Eine Parterrewohnung sofort zu vermieden S-Ützenfteatze 17. Grummetgras Mit mehreren Wiesen z ■ verkaufen. 7122 Spruck, Schulstraße 6. 71341 Ein zuverlässiger Pferdebursche wird für ein hiefigeS Geschäft gesucht. Guter Lohn; angenehme, dauernde ®teb lung. 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