Iv-Abteil, Der Ei w Tafeln mH toi lunjen. “»gearbeitet. 4tit , 42Uln AbbUdnn^” 9B Abteüoq Das ,,,. Abbild, ■_'ur8tiui!eundFn A 150 Pfennig. Jur Ans'“ht vorzuleqen laÜWer ; ?°5pulver 10 Psg FWW W zu Mafien — i« »woftor Prima holl. bering Psg., empfiehlt [62? Herrmann, Seltnsweg 33, Äpr Oecwom Kih. ins Haus. 6 Mhungen. seithn von Herrn in mdnttn Hause, Älln wohnte Logis, bestehend - ad 2 Mansarden nebst & mit oder ohne Pserdtk Abe und (Barten* >6er ab, event. auch kük ßd. SUbmisev. von £jtrm Schuchan l itn iottttn Stad, i | Men, Irodtnbobtn oermiethen. fuhr, Somenstraßi ofsir.51. Dritter E: mit allem Zubehör,: pater, >u vermiethen. AvQvS JWL, »weite Stock, MM , Zimmer nebst 3M" i hergerichtet, illsbald^ Weres Bahnhofstraßr t »tv fn^WgatÄenwtt’ '«Ls- udwigst*--EH^ul WUvöhüää-^ selbst^SM__jU, «tSSflfifi Neuenwegs—_ Mtz gimmer^p— "foSkJ/J ’ ver 11 4«. nflrt Rr 174 Der y<|t*er Anzeiger ' erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». Die Gießener Z»mtlie«VtL1ter werden dem Anzeiger Wdchentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Samstag de» 27. Juli Gießener Anzeiger Keneral-Wnzeiger. 189» Vierteljähriger Avonnementsprci«: 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Gxpeditioß und Druckerei: KLukstraßeAr.7. Fernsprecher 51. 2lmto» und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieszen. Hralisöeikage: Gießener Jamitienötätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgmden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle AnnonceN'Bureaux deS In- und Auslandes nehmm Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Theil. Hausen, am 24. Juli 1895. Setreffend: Das Jahresfest des Gießener Zweigvereins der Gustav - Adolf * Stiftung. Der Vorstand des Gießener Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung an die evangelischen Gemeinden und deren Geistliche im Deeanate Gießen. Es ist beschloffen worden, rubr. Jahresfeft nicht wie Anfangs beabsichtigt war, in Alten-Buseck, sondern dahier in Hansen, am 4. August, zu feiern. Die Festpredigt Hot Herr Stadtpfarrer Gyot in Darmstadt gütigst übernommen. Zu dem um 2^2 Uhr beginnenden Festgottesdienst, in welchem nach der Predigt Herr Professor Stamm den Jahresbericht erstatten wird, laden wir die Gemeinden, die zum Gießener Zweigverein gehören, mit ihren Geistlichen hiermit freundlichst ein. Der Vorstand bittet um zahlreiche Betheiligung an der Festfeier. Die Herren Geistlichen werden ccgebenst ersucht, ihre Gemeinden nächsten Sonntag von der Kanzel noch besonders einzuladen. Wahl. Neueste Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 25. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ergebnisse des Reichshaushalts im EtatSjahre 1894/95; danach ergaben die ordentlichen Einnahmen, soweit fie dem Reiche verbleiben, gegenüber dem Etat ein Mehr von 7,092,374 Mk.- hierzu kommt bei den Ausgaben eine Ersparniß von 79,858 Mk., was einen Gesammtüberschuß von 7,172,233 Mk. ergibt. Münster i. W., 24. Juli. Die Stadtverordneten-Ver- sammlung lehnte mit 16 gegen 8 Stimmen den Antrag des westfälischen Bauernvereins ab, demzufolge ein Standbild des Freiherrn v. Schorlemer-Alst auf dem hiesigen Domplatze auf Kosten des Vereins Aufstellung finden sollte. Mylaud, 25. Juli. Seine Majestät der Kaiser unter- oahm gestern einen Spaziergang nach einem etwa eine deutsche Meile entfernten Aussichtspunkt, wo ein Piknik stattfand. Abends versammelten sich um die „Hohenzollern" zahlreiche Dampfer, Segelboote, Ruderkähne und Prahme, mit Menschen überfüllt, welche der Musik zuhörten. Heute Morgen wurde Wettrudern zwischen den Booten der „Hohenzollern" und der „Gefion" veranstaltet. Heute Abend 7 Uhr geht die Rückreise bittet nach Saßnitz, wo die Ankunft SamStag Mittag erfolgen soll. Madrid, 24. Juli. Das in Vigo vor Anker liegende deutsche Geschwader nahm an der Feier des Geburtstages der Königin-Regentin Theil. Depeschen deS Bureau »Herold*. Berlin, 25. Juli. Unter großartiger Betheiligung fand heute Vormittag die Trauerfeier für Professor Gneist statt. In Vertretung des Kaisers erschien Herr v. LucanuS. Der Großherzog von Baden hatte den Gesandten v. Jagemann mit seiner Vertretung beauftragt. Mehrere Minister, die Spitzen der Behörden, zahlreiche Gelehrte und einige Hundert Studenten waren ebenfalls anwesend. Dem Leichenwagen folgte die Gala-Equipage des Kaisers. Der imposante Leichenzug bewegte sich nach dem Matthäi-Friedhofe. Berlin, 25. Juli. Wie ein Berichterstatter meldet, erhält Polizeioberst Krause seit Entsendung der Höllenmaschine noch fortgesetzt Drohungen und Schmähbriefe, in denen eine Wiederholung des Attentatsversuchs angekündigt wird. An eine Entdeckung des Absenders jener Maschine glaubt man jktzt nicht mehr. Berlin, 25. Juli. Kultusminister Dr. Bosse hat einen Urlaub bis Ende August erhalten und wird heute seine Reise nach Vorarlberg antreten. Die Unterbrechung deS Urlaubs wird deshalb erfolgen, weil sämmtliche Staatsminister zur Grundsteinlegung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals am 18. August eingeladen sind. Berlin, 25. Juli. Wie die „VolkSztg." hört, hat der Staatssecretär des Innern, v. Bötticher, dem Präfidenten deS Abgeordnetenhauses, Herrn v. Köller, in einer amtlichen Zuschrift mitgetheilt, daß zu der am 18. August stattfindenden feierlichen Grundsteinlegung zu dem National-Denkmal für Kaiser Wilhelm I. den Mitgliedern des GesammtvorstandeS deS Abgeordnetenhauses besondere Einladungen zugehen werden. Aber auch den übrigen Mitgliedern deffelben solle Gelegenheit geboten werden, an der Feier theilzunehmen. Herr v. Bötticher ersucht deshalb den Präsidenten v. Köller, den Mitgliedern des Abgeordnetenhauses davon Kenntniß zu geben. Breslau, 25. Juli. (Der Vollständigkeit wegen wiederholt.) Ein großes Eisenbahnunglück hat sich auf dem Bahnhofe Raubten zugetragen. Der Personenzug, welcher gestern Abend um 9 Uhr 53 Mtn. von Liegnitz in Raubten ankam, gerieth wahrscheinlich infolge Versagens der Bremse auf ein Geleise, welches bis an das Stationsgebäude geht und fuhr mit der Maschine direct in den Wartesaal hinein. Die Wagen thürmten sich aufeinander, sodaß eine Anzahl Passagiere Verletzungen erhielten. Der Loeomotivführer Sommer, sowie Hilfsbremser Siedel aus Liegnitz find tobt, ber Zugführer ist schwer verletzt. Wieviel Passagiere verletzt fiub, konnte noch nicht festgestellt werben. Der Betrieb war auf kurze Zeit unterbrochen. Der nach Liegnitz bestimmte Zug mußte auf ein anberes Geleise übersetzt werden. Ischl, 25. Juli. Der Premier-Minister G oluchows ki ist hier eingetroffen. Wie verlautet, wird er mit dem deutschen Reichskanzler Fürsten Hohenlohe, welcher von Ausiee wieder nach Ischl kommt, conferiren. Brüx, 25. Juli. Heute Nachmittag 2 Uhr ist der erste Zug der Aussig-Teplitzer Bahn wieder über die durch die Erdverschiebung beschädigten Stellen des Bahnterrains gefahren. Morgen wird der volle Betrieb wieder ausgenommen. Budapest, 25. Juli. Am 10. August findet hier ein National-Congreß von Serben, Rumänen und Slovenen statt. Zweck desselben ist hauptsächlich die Berathung eines Programme zur gemeinsamen Zusammenwirkung der drei Nationen. Genua, 25. Juli. Von den bei der letzten SchiffS- katastrophe Umgekommenen sind bis jetzt nur sieben Leichen aufgefunden worden. Die Uebrigen dürfen wohl nicht gefunden werden, einerseits wegen der großen Tiefe des Meeres, andererseits weil die meisten Personen in den (Sabinen umgekommen sind. Paris, 25. Juli. Der Präsident der Republik hatte fich gestern in Begleitung des Kriegsminifters nach dem Lager von Chalons begeben, wo im Beisein deS Direciors der Artillerie Schießversuche mit einem neuen Material vorgenommen wurden. Zahlreich herbeigeeilte Neugierige wurden durch einen Truppen Cordon ferngehalten. Die neuen Kanonen gaben 25 Schuß in einer Minute ab. Nach den Schießversuchen sand ein Frühstück im Militär-Casino statt, dem auch Präsident Faure beiwohnte. Loudon, 25. Juli. Das Gerücht, der Kaiser von Oesterreich werde nach London kommen, gewinnt immer mehr an Bestimmtheit. Es wäre das die erste Reise Kaiser Franz Josephs nach England. Loudon, 25. Juli. Morgen wird hier der internationale Geographen-Congreß unter dem Vorsitz des deutschen Geographen Lehmann und des Franzosen Levasseur eröffnet. „Standard" begrüßt den Congreß und sagt, solche Versammlungen seien stets geeignet, zwischen Nationen gute Beziehungen herzustellen. Belgrad, 25. Juli. Oberst Stojanow, der erste Adjutant des Fürsten von Bulgarien, ist mit dem Orient- Expreßzug hier eingetroffen und nach Karlsbad zum Fürsten weitergereist. Stojanow ist der Ueberbringer von Berichten der Regierung. Sofia, 25. Juli. Gestern fand ein kleines Mädchen in einem Garten der Rajowskistraße eine blutige Hiebwaffe, wie eine solche auf dem Attentatsplatze gefunden wurde. Damit ist der Beweis erbracht, daß zwei Attentäter auf Stambulow eingehauen haben. Newyork, 25. Juli. Im Staate Wyoming haben blutige Zusammenstöße zwischen Indianern und Colon ist en stattgefunden, bei welchen es auf beiden Seiten zahlreiche Todte und Verwundete gab. Die Regierung der Vereinigten Staaten gab den Bundestruppen Befehl, die Ordnung wieder herzuftellen. WB. Bochum, 26. Juli. Gestern fand auf der Zeche „Prinz von Preußen" infolge Entzündung von Kohlenstaub eine Explosion schlagender Wetter statt. Bis 11 Uhr Abends wurden 20 Tode zu Tage gefördert, 10 bis 12 find noch in der Grube, 9 Verwundete befinden fich im Lazareth. Die vierte Sohle des UnglücksflötzeS ist eingestürzt. WB. Bochum, 26. Juli. Auf der Unglückszeche „Prinz von Preußen" sind bis heute früh 5^2 Uhr 3 2 Todte heraufbefördert worden. Die Bergung der Verunglückten ist schwierigst. Am Schachteingang spielen fich ergreifende Scenen ab. H. Bochum, 26. Juli. Die gestrige Gruben-Katast rop he auf der Zeche „Prinz von Preußen" ist in 350 Meter Tiefe erfolgt. Bisher sind 25 Todte und 11 Schwerverwundete geborgen. Der Betrieb ist ungestört. Unter den Tobten befinben sich viele Familienväter. } Der Krieg von 1870|71, geschilbert burch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 27. Juli. ÄuS dem Pariser „Rappel": „Frankreich mutz den schmutzigsten Cabalen geopfert werden, weil ein tntriguantes Frauenzimmer es also befiehlt. Die Spanierin, welche die Sptelsalons mit den Sälen ber Tutlerien vertauschte, hat sich nicht begnügt, Frankreich zum Opfer ber Pfaffen zu machen und unserer Politik bte Kapuze anzuziehen; sie hat sich nicht bamit zufrieden gegeben, schlimmere Zustände über unser geistiges Leben zu verhängen, als in den schlimmsten Zeiten der Jesuiten-Congregationen Carl X., es war ihr noch nicht genug, uns durch unsere Schild- wachen vor dem päpstlichen Stuhle zum Gelächter Europas zu machen, — jetzt will sie das Blut von Hunderttausenden vergießen, um elender Rachsucht zu fröhnen, weil ihre weiblichen Eitelkeiten verletzt worden und ein deutscher Prinz sich bedankte, als sie ihm die Enkelin des Herzogs von Theba anbot, der durch Spiel ruinirt ist und von einer Gnadenpension seiner Familie in Madrid existirt. Um dieser edlen Familie willen soll Frankreich geopfert werden. Nein, nimmermehr — noch leben die Bastillestürmer von 89!" Dem alten schweigsamen Moltke erzählt man in ein» geweihten Kreisen ein großes Wort nach; es lautet: „Wenn Napoleon bis zum 21. Juli nicht einmarschirt ist, dann sieht er den Rhein zwischen Köln und Mainz niemals!" Mit der Lüge: „Das Kaiserreich ist der Friede!" hat Napoleon den Thron bestiegen, ein Krieg folgt dem andern, fast alle unter klugen und bestechenden Vorwänden begonnen. Maßloser Ehrgeiz und Herrschsucht, die unbekümmert durch Ströme von Blut und Berge von Leichen ihr Ziel verfolgen, lebten schon in dem jungen Napoleon. Als er 1839 als gefangener Abenteurer in der Festung Hamm saß, veröffentlichte er ein Buch, das er „Napoleon'sche Ideen" nannte und in welchem er barlegte, was er thun werde, wenn er der Herrscher in Frankreich sei. Man lachte damals Über diese abenteuerlichen, bluttriefenden Träume, sie sind aber Fleisch und Blut geworden. Es heißt wörtlich in dem Buche, an das man jetzt unwillkürlich erinnert wird: „Man hetzt eine Nation auf die andere und legt eine durch die andere lahm. Die Franzosen befreien die Italiener von der Herrschaft Oesterreichs (s. 1859); Deutschland und England bleiben neutral; denn was gehen sie die Oesterreicher in Italien an? DaS ist der erste Krieg. Wenn Oesterreich gebrochen ist, gehts ans neutrale Deutschland und Preußen — ohne Oesterreich, aber mit Italien (s. jetzt). Das ist der zweite Krieg, mit welchem die deutsche Frage, die Rheinfrage und der Streit über die Schelde, d. h. die Einverleibung Belgiens und Hollands, gelöst wird. Der dritte Krieg gilt England. Da gilt es, die Irländer und Schottländer von englischer Herrschaft zu befreien, Englands Herrschaft zur See zu brechen u. s. w. Wer Kriegsschiffe hat, muß dazu helfen. Dann steht das große abendländische Kaiser- thum der Napoleons fertig da und die andere Hälfte der Welt, das morgenländische Kaiserthum, d. i. Rußland — und diesem, dem seitherigen Helfer und Bundesgenossen, gilt der letzte Kampf." Gießen, den 26. Juli 1895. »♦ Von der Universität. Morgen Samstag beginnen an der Universität die theologischen Examen, sowie die Examen für das höhere Lehrfach. — Geheime» rath Professor Dr. H eß wird im nächsten Monat eine Reise durch Bosnien und die Herzegowina unternehmen. ** BerufsgenossenschaftlicheS. Der BundeSrath hat es zur Zeit abgelehnt, dem Ansuchen auf Trennung der Fleischerei von der Nahrungsmittel-Berufsgenossenschaft, sowie Begründung einer eigenen Fleischerei-Genossenschaft Folge zu leisten. ** AuS ber Strafkammer. „Das ist der Fluch der bösen That, daß sie fortwirkenb BöseS wirb gebären". Johann Faul stich, noch nicht 18 Jahr alt, von Rüdingshausen, mußte bte Wahrheit biefer Worte am eigenen Leibe bitter erfahren. Faulstich befanb fich unter dem dringenden Ver- dacht, in ber Neujahrsnacht einen Mordversuch verübt zu haben, in Haft- schon war vor den Geschworenen der Termm zur Hauptverhandlung dieser Sache festgesetzt, da entschie das Landgericht, daß fich Faulstichs That nur als TödtuugS- verfuch qualificiere und von der Strafkammer abgeurthettt werden müsse. Die Strafsache kam auch vor dieser Instanz zur Verhandlung und endigte nach sehr eingehender Beweisaufnahme damit, daß der Angeklagte, wie wir s. Z. mit- theilten, zwar nicht wegen TödtungSversuchS, wohl aber wegen groben Unfugs zu einer geringen Gefängnißstrafe verurtheilt wurde, die durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurde. Der junge Mann wäre bereits früher auf freien Fuß gesetzt worden, wenn er sich nicht während der Verhandlung der Verleitung zum Meineid verdächtig gemacht hätte. Heute verhandelte unsere Strafkammer daS zweite Mal gegen Faulstich, dieses Mal aber kam der Angeklagte nicht so gelinde davon, wie er vielleicht erwartet hatte. Der Gerichtshof verortheilte denselben wegen des Versuchs der Verleitung zu einem falschen Zeugniß zu einem Jahr Ge- fängniß. LS hätte auf Zuchthaus erkannt werden müssen, wenn der Angeklagte das 18. Lebensjahr überschritten gehabt hätte. * • Ruder-Regatta Die Ehrenpreise für die nächsten Sonntag stattfindende Regatta, bestehend auS reichen und geschmackvoll gearbeiteten Humpen und Pokalen, sind in den Schaufenstern deS Herrn Ernst Balser auf der Mäusburg zur Ansicht ausgestellt. — Ganz besonders schön find die drei Wanderpreise, um welche schon wiederholt auf den früheren Regatten gestritten wurde, und die bestimmungS- gemäß nach einjährigem Besitz dem Regatta-Comite zurück- gegeben werden müssen. ES sind dies der von Sr. Königs. Hoheit den Großherzog Ernst Ludwig verliehene Wanderpreis für Achter, der Preis der Stadt Gießen für Vierer und der Lahnpokal, Stiftung des Deutschen Ruder- VerbandeS für Einer (Skiff). Der vorjährige Gewinner deS letzteren, Herr Albert Rübsamen von hier, ist leider nicht in der Lage, den prachtvollen Preis zu vertheidigen, da er z. Zt. in Straßburg seiner Militärpflicht genügt. * * Regatta. Heute Vormittag sind die drei ersten auswärtigen Boote eingetroffen. Die Mannschaft deS Schweinfurter Ruder-Clubs „Franken" wird heute Abend erwartet. • • Ottomar Anschütz' ProjectiouS-Borträge finden eingetretener Hinderniffe halber (durch verspätetes Eintreffen der Apparate mit der Bahn) erst morgen Samstag Abend in Steins Garten statt. • * Theater. Herr Theaterdirector Pollak wird die ihm für Gießen bewilligte Theater-Concession fallen lassen und das Stadttheater zu Dortmund zur Winter-Saison übernehmen. Sine Balloupost. Einen originellen Spaß machte sich ein Weilburger kürzlich dadurch, daß er sich drei kleine Luftballons kaufte, dieselben mit einander verband und mit seiner Visitenkarte versah, die Folgendes enthielt: „Der Auffinder dieses wird gebeten, diese Karte an die umstehende Adresse zu senden", worauf er die Ballons in die Lüfte steigen ließ. Am 18. dS. Mts. erhielt erwähnter Herr aus Gießen folgende, die Auffindung deS Ballons anzeigende Mittheilung: „Unbekannter freut sich, mit Beigefügtem Ihrem gefälligem Wunsche nachkommen zu können. Ich will mich gerne Ihrem kleinen Interesse fügen und Ihnen bezüglich meines Fundes Näheres mittheilen. Gelangte nämlich heute Morgen bet einer Felddtenstübung als Patrouille zum Absuchen eines Waldes nordöstlich von dem Dorfe Münchholzhausen, genannt „Finsterloh", und fand inmitten des Gehölzes, am Fußende einer Birke hängend, drei Ballons mit Ihrer freundlichen Karte. Um natürlich Ihrer Bitte zu folgen, sandte dieselben sofort an Ihre Adresse ab. Ergeben st grüßt N. N., Gefreiter der 14. Compagnie im Inf. - Regt. Kaiser Wilhelm." Froh über den gelungenen Spaß drückte der Empfänger dem Gefreiten seinen Dank in „klingender Münze" aus, woraus derselbe in einem nochmaligen Schreiben seinen Dank abstattete mit dem Bemerken, daß er mit der Patrouille vom 18. d. MtS. einen kräftigen Schluck auf das Wohl des freundlichen Spenders trinke. • * Gedenktage aus dem Jahre 1870. Die Truppen der Großh. Hessischen (25.) Division hatten sich am 25. Juli »ur Concentrirung bet Göllheim in Marsch gesetzt. DaS Stabsquartier des Prinzen Ludwig von Hessen wurde nach Gernsheim verlegt. Arn 26. Juli erreichte die Division Worms und bezog CantonnementS, worauf am 27. Juli da« Stabsquartier nach Worms verlegt wurde, wo es bis zum 1. August verblieb. • • 25jährige SrinnerungSfeier au 1870, zugleich Verbands- lest der Kriegerkameradschast „Hasfia" zu Darmstadt. DaS Präsidium der Kriegerkameradschast „Hassta" hat an die Commandeure der der Großh. Division angehörenden Regimenter folgende Danksagung gerichtet: „Den Truppen- theilen der Großh. Division spricht daS Präsidium der „Hassia" seinen Dank dafür auS, daß dieselben im Interesse deS von der „Hasfia" in Darmstadt veranstalteten Landes- festes bereitwillig verzichtet haben, Veteranen, welche unsere Mitglieder sind, zu den gleicher Zeit bet den Truppeutheilen stattfindenden Feierlichkeiten aufzufordern." * • Der Festausschuß für die 25jährige Gedeukseier der Schlachteu um Metz theilt mit, daß die Befürchtungen, eS könnte gelegentlich der 25jährigen Gedenkfeier der Schlachten um Metz für die Unterbringung der nach Metz kommenden Veteranen an Quartieren fehlen, Dank der Seitens der Militär- und Ctvilbehörden, der Hotel- und GasthauSbefitzer zu Theil gewordenen großen Unterstützung, jetzt vollständig gehoben sein. Bei voller Benutzung der zur Verfügung gestellten schönen CasernementS, der Schul- und Turnsäle, der Quaniere in Hotel«, Gast- und Privathäusern, können 10,000 Kameraden unlergebracht werden. Die Preise der Quartiere sind: Hotels ersten Range» . einschläfrige Betten UM. 2.50 bis Mk. 3 pro Nacht, zweischläfrige Betten Mk. 4 allein pro Nacht, Mk. 2.50 zu zweien pro Nacht - Hotels zweiten Ranges und Privathäuser: einschläfrige Betten Mk. 1 bi» Mk. 2.50 pro Nacht, zweischläfrige Betten Mk. 2 biü Mk. 2.50 allein pro Nacht, Mk. 1 bis Mk. 1.50 zu zweien pro Nacht, CasernementS (nur Betten): pro Person und Nacht 50 Pfg. Diese kleine Gebühr muß erhoben werden, um die erwachsenden Kosten für gelieferte Bettwäsche und Handtücher, sowie Ankauf von Stroh für die in Schul- und Turnsälen zur Verwendung kommenden Stroh- säcke zu decken. Um möglichst viele Kameraden unterbringen zu können, ist die Benutzung der zweischläfrigen Betten zu je zwei Kameraden zu empfehlen. Frühstück ist schon von 50 Pfg., Mittagessen von Mk. 1 bis Mk. 1.50 (ohne Wein) pro Person zu haben. Sollte für die auf die Schlachtfelder beabsichtigten Touren Fahrgelegenheit gewünscht werden, ist es rathsam, dem Pofthalter Koeßler, St. Marcellenstraße in Metz, im Voraus Bestellung zugehen zu lassen. Dem- selben wird eS hierdurch möglich, die im Voraus bestellten Wagen pro Tag und Tour sicher zu stellen. Bei großen, voll besetzten Wagen kommen die in besonderem Programm angeführten Vorzugspreise in Anrechnung, für kleinere Wagen, Landauer usw. stellen sich dieselben etwa« höher. Der Commuoalstenerausschlag stellt sich für daS Jahr 1895/96 in den Städten deS Großherzogthums, in welchen die Städteorduung eingeführt ist, wie folgt, wobei zur Vergleichung die betreffenden Zahlen deS Vorjahres beigefügt sind: 1895/96 AuSfchlagscoefsicient 1894/95 Darmstadt 1,188,172 Mk. 44 Pf. bei 27 Pf. Mainz 1,819,776 „ 40 n n 29,4 n Offenbach 641,512 // tt n 25,8 n WormS 495,000 M n tt 26,898 tt Gießen 408,266 „ 55 ft ff 28,8 tt Alzey 89,800 // H ff 25,728 tt Bingen 145,000 // tt m 23,616 tt Darmstadt 1,149,896 Mk. — Pf. 26,673 tt V Mainz 1,804,470 „ 98 n n 29,4 Offenbach 620,287 n — n tt 25,8 tt WormS 483,000 tt tt tt 27,744 tt Gießen 395,686 , 86 tt tt 28,8 ' ft Alzey 75,600 tt tt tt 22,092 ft Bingen 140,000 n — tt tt 23,059 ft ES geht aus der Vergleichung hervor, daß die Stadt Worms in der Lage war, gegen daS Vorjahr eine kleine Erniedrigung des Ausfchlagcoefficienten (nicht ganz 1 Pf. auf die Mark Steuercapital) eintreten zu lassen und daß Mainz, Offenbach und Gießen die vorjährigen Ausfchlagcoefficienten beibehalten haben. Darmstadt und Bingen weisen geringfügige Erhöhungen der Coefficienlen auf, Darmstadt 0,327 Pf. und Bingen 0,557 Pf. auf die Mark Steuercapital, während bei Alzey eine Erhöhung von 3,636 Pf. vorliegt. Nach der Höhe deS Ausfchlagcoefficienten geordnet folgen sich die Städte in der Reihenfolge: 1) Mainz, 2) Gießen, 3) Darmstadt, 4) WormS, 5) Offenbach, 6) Alzey und 7) Bingen. -R.- Londorf, 25. Juli. Heute Morgen lV/g Uhr gerieth das ca. 1 ,/2 Jahr alte Kind des Kaufmanns Br auu unter einen mit Sand beladenen Wagen. Das Hinterrad aßte daS bedauernswerthe Kind derart am Kopfe, daß eS nur als Leiche weggetragen werden konnte. Nach Aussagen von Augenzeugen faß der Knabe bei Ankunft des Wagens noch mindestens einen Schritt seitwärts und ist eS deshalb unerklärlich, wie das Unglück geschehen konnte. Der Fuhrmann, welcher als tüchtiger, solider und nüchterner Mann bekannt ft, ist der Knecht des Müllers Becker von Kesselbach. n. Düdelsheim, 24. Juli. Heute tagte in der Sch eid- chen Wirthschaft hier eine zahlreich besuchte Lehrer- Versammlung, zu welcher Mitglieder auS den Bezirks- vereinen Altenstadt und Büdingen, sowie einige Gäste, unter diesen auch der Obmann des LandeS-LehrervereinS, Herr Backes von Darmstadt, erschienen waren. Dieser schilderte in einem längeren Vortrag die Verhältnisse der Lehrer in rüherer Zeit, und zeigte, wie durch daS Wohlwollen der Regierung und die Thätigkeit des Landes«LehrerveretnS diese eine bedeutende Umgestaltung zum Besseren erfahren -ätten, obwohl noch nicht alle Wünsche der Lehrer erfüllt eien. AuS diesem Grunde forderte Redner die Lehrer zur Einigkeit und zum festen Zusammenstehen auf. Hierauf ollte zum zweiten Punkt der Tagesordnung, der Statuten- berathnng für das Lehrerheim in Schotten, übergegangen werden. Von maßgebender Sette wurde der Versammlung ndessen mitgetheilt, daß diese die amtSgerichtliche Genehmigung nicht erhalten hätten. Daher wurde von der geplanten Berathung abgesehen. ES ist möglich, daß daS Unternehmen nun doch kein genossenschaftliches, sondern von irgend einem Verein von Lehrern in die Hand genommen wird. Die Einweihung deS Lehrerheims wird am 24. oder 25. August tattfinden. -s- Berstadt, 25. Juli. Im Briefkasten der heutigen Nummer 172 erstes Blatt des „Gießener Anzeigers" wird der Einsender des Artikels auS dem Niddathale gebeten, einige Oeconomen (warum nicht Landwirthe?) zu nennen, welche Frühkartoffeln zu 6 Mk. pro Doppelcentner liefern. Wir find in der Lage, dem Herrn Einsender B. im Brief asten die Sache vielleicht etwas bequemer und leichter zu machen, indem wir ihm den Bezug von neuen Kartoffeln (Frührosen) von hier auS empfehlen. Letztere Sorte, welche wahrscheinlich auch im Niddathale zum Verkaufe gelangt, kostet 6 Mk. pro Doppelcentner. Zum Bezüge von Kartoffeln aus unserem Orte empfehlen wir den Landwirth JohS. Roth I., der Lieferungen von Frührosen ä 6 Mk. nach Nau- heim gemacht hat. Auch Makler ASmuS ist jederzeit zur Auskunft und Besorgung von Abschlüssen bereit. ch. Aus dem Kreise Schotten, 25. Juli. Unsere Steuer- behär d en find eifrig bemüht, die Arbeiten zu einer Reform der dtrecten Steuern, in erster Linie der Bewerb- und Grundsteuer durchzuführen. Zu diesem Zwecke fand schon im Frühjahre eine Versammlung der Steuercowmissäre unserer Provinz in Gießen statt, welche von dem Finanz- mtniftcrium berufen war und wobei alle diejenigen Punkte besprochen wurden, welche bei einer Reform der Grund- und Gewerbsteuer zu berücksichtigen find. Darnach wurden Probeabschätzungen zur Ermittelung der reinen Einkommensverhalt, nisse in den einzelnen Steuercommissariaten vorgenommen, indem eine Gemarkung von jedem Steuerbezirk herauß- gegriffen, die Hypothekfchulden festgestellt und darnach eine förmliche Probefteuerregulirung oorgenommen wurde. unserem Sreuerbezirke ist eS, wenn wir nicht irren, die Gemarkung Rainrod, welche als Probegemarkung abgeschätzt worden ist- in dem Bezirke Nidda soll eS Ober-Mockstadt sein. Daß eS sich hier um eine gewaltige Arbeit von größter Wichtigkeit handelt, wird jeder Leser leicht einsehen. Solche Arbeiten können nicht überS Knie gebrochen werden, sonderr müssen Zeit und Weile haben, denn neben diesen auße» ordentlichen Arbeiten haben die Steuerbeamten auch notz ihren ordentlichen, regelmäßigen Dienst zu thun. ES ist daher leicht, über solche Riesenarbeiten zu krttifiren und zu mauliren, aber sehr schwer, es selber oder gar besser zu machen. Ein Sprichwort sagt: Ein Kritiker ist ein Mann, der alles weiß, aber selbst nichts kann. Bon eine» Steuerreformkritiker läßt sich in den meisten Fällen sagen: Ein Steuerreformkritiker ist ein Mann, der selbst nicht» weiß und gar nichts kann. — ES mögen jetzt gerade fiebenzig Jahre her fein, daß solche Arbeiten, wie sie gegen- wärtig vorgenommen werden, in unserem Großherzogthunn gemacht worden sind. Damals, Mitte der zwanziger Jahre, fielen die Arbeiten sehr gut aus, wie auch unser Grundbuch- und Katasterwesen ein sehr gutes ist und vou anderen deutschen Staaten oft geprüft und nachgeah« worden ist. Die jetzigen Arbeiten werden sicher auch sehr wohl gelingen, dafür bürgen unsere tüchtigen Behörden und Beamten. Alzey, 25. Juli. Der hiesige OrtSgewerbeoereia hat die Absicht, im Jahre 1897 in Alzey eine Gewerbe- und Industrie ^Ausstellung abzuhalten. Mainz, 25. Juli. Zwei 16- bi» 17jährtge junge Leute, Söhne aus hiesigen guten Familien, haben gestern Nachmittag auf den Militärposten am Neuthor zwei Revolver- schüsse abgefeuert, ohne jedoch den Mann zu treffen. Sie wurden verhaftet. Mainz, 25. Juli. Ein Arbeiter von Kostheim, der an der Eisenbahvbrücke beschäftigt war, stürzte von dem Hänge- gerüst in den Rhein und ertrank. A Mainz, 25. Juli. Unter dem Verdacht der Spionage wurde gestern unfern der Festungswerke in Kastel von einem Wachtposten ein Fremder verhaftet, der in sein Notizbuch Zeichnungen machte. Bei dem Verhör durch ^•gfi «e mit b" nad>be' is!"" ab 6 w°-,1 S< wte, 21 Lltmtv, , rtrf* wi>»4ä ' tt,e «ui Bl. L9nl“ifl unb i, f‘ ""d „i,, . 7°° tat M **«*»■; f e fl e u> erben cte, W * (Statri, iahen. ^Wge junge Lind »archmNachvitt, blIt ^Qna zu treffet Jon Kostheim, btt y *rR don dem 'em Verdachts 'er Festungswerke •: "der verhaftet, der 1: et dem Verhör bin: >« Fremde ein Ham \ aus einer Rheins i'uige Zeichnungen $: rt die Freilassung bi ibung, die heute 81: auf einer umdegenii B ein mit fünf Mn "stürzte, wodurch I iß geriet- unb zi etzr wmx^vr. Du [Veiten in dis M esuch des Schla^v zu erleichtern, ist ba n, die den Feldzug r, wrthin freie Fahrt k lhr 10 Min. hier ai , M. erlitt bei feier Entgleisung bi lens unb mußte wird Die Passagiere i greifen davon. ? Berfpäwn- die [ Alzey die nach In dem rechtsseitig ib dem Rafteier Uft iten deS PiomerbM. a statt. Zu he* von den Damen «■ :ben. wM. d°h * S die abgebrannten W •jn.wi iw** f LA? • ?5(Ä' sfi-ss -Ks Sil"1 , »eräts« 61 unb ReepschlägergetverbeS verbunden sein. Angemeldet sind schon jetzt Maschinen verschiedener Art, darunter auch AuS- treibe- und Seilschlagmaschinen u. s. w. * Strohhüte für — Pferde. Die eigenartige, aber sehr »lachahmenswerrhe Sitte, auch die Köpfe der Pferde während der heißen Tage mit einem schützenden Hute zu versehen, scheint nun, nachdem dieses bisher nur in Paris und London üblich war, auch in Deutschland Eingang zu finden. Wie wir erfahren, sind solche Srrohschutzhüte einer Dresdener Fabrik gesetzlich geschützt worden. Sd?iffsttad?rid?tem Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agenten Gerl Loos und I. M. Schulhos. Bremen, 24. Juli. [93er transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Willehad, Capitain Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist heute 4 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommm. Bremen, 24. Juli. [Per transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Havel, Capt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. Juli von Bremen und am 17. Juli von Southampton abgegangen war, ifi heute 9 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Derfefpr, rrnd VoUrrvirth schäft« Gießen, 25. Juli. Der Auftrieb zu dem am 23. und 24 d. M. lahier abgehaltenen Vieh markt war sehr bedeutend, an Rindvieh waren 1373 Stück und Schweine 879 Stück vorhanden. Bei Rindvieh war der Handel durch die günstigen Futteraussichten lebhaft, wodurch die Preise höher als am letzten Markte waren. Bei Zchweinen dagegen waren die Preise niedriger als an den letzten Märkten und zwar in Folge der niedrigen Schlachtgewichtpreise, nächster Markt Diensttag den 13. und Mittwoch den 14. August b. I., am letzteren Tage auch KrLmermarkt. — Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Asm- und Stahlindustrieller belief sich die Roheiserrprodrretto« xs Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat juni 1895 auf 469 892 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Zpiegeleisen 115 577 Tonnen, Bessemerroheisen 41 704 Tonnen, Thomasroheisen 242 245 Tonnen und Gießereiroheisen 70 366 Tonnen. — Die Production im Juni 1894 betrug 471 922 Tonnen, im JÄai 1895 489629 Tonnen. — Vom 1. Januar bis 30. Juni 1895 wurden producirt 2 835 364 Tonnen gegen 2 649 071 Tonnen im gleichen Zetraume des Vorjahres. — Die Allgemeine BersorgnngS-Anftalt in Karlsruhe -1'at, wie der für das sechzigste Geschäftsjahr 1894 ausgegebene Rechenschaftsbericht zeigt, wieder sehr günstige Ergebnisse gehabt. Ter Neuzugang in der Lebensversicherung war der größte, welchen -die Anstalt bisher in einem Jahr erreicht hat und die Sterblichkeit blieb um 30 pCt. hinter der Erwartung zurück, sodaß trotz dem sinkenden Zinse der Ueberschuß beträchtlich zunabm. Abgeschlossen wurden 6268 Versicherungen über 26 512 400 Mk. (1893: 5859 über 24 027 700 Mk.); der Reinzuwachs betrug 4330 Versicherungen über 18 658 351 Mk. (1893: 3966 über 16434 856 Mk.) Der Jabres- überschutz der Lebensversicherung war 2 929 644 Mk. (1893: 2 426 243 Mk.). Die Dividende ist durch AussichtsrathSbeschlutz auf 3V» pCt. der Deckungscapitalien festgesetzt; sie erfordert 2 079 539 Mk. unb macht bei den ältesten Versicherungen schon bis zu 91 pEt. der vollen Jahresprämie aus. Die besondere Kriegsreserve soll eine außerordentliche Zuweisung von 100 000 Mk. erhalten, während der Rest des Ueberschusses der Gewinnreserve zufließt. Die Gesammt- activa sind von rund 92 auf rund 99 Mlll'onen Mark gewachsen; der Courswerth der Werthpapiere ist beträchtlich gestiegen und an verkauften Effec!en ist ein Gewinn von 191507 Mk. realisirt worden, welcher grötztentheils für den ndthig gewordenen Neubau eines Dienstgebäudes zurückgestellt w rden soll. Mrchliche Anzeigen der Stadt Gietzen. Svaugelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag den 28. Juli. 7. nach Trinitatis. In de» «tadttirche. Vormittags 7'/«Uhr: Pfarrer Schlosser. Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten au8 der Matthäusgemeinde. Vormittags 91/« Uhr: Professor Stamm. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. PfarrerDingeldey. Die Kinderkirche fällt aus. Die Vorbereitung für die nächste Ktnderkirche wird Samstag den 3. August, Nachmittags 3 Uhr, in der Stadtkirche gehalten. 3» der JohanneSltrche. Vormittags 73/< Uhr: Pfarrer Dingeldey. Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der Lucasgemeinde- Vormittags 9>/r Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann. Am 8. Sonntag nach Trinitatis, 4. August, findet im Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl statt für die Lucasgemeinde. Katholische Gemeinde. Sonntag, den 28. Juli. 8. Sonntag nach Pfingsten. Samstag: Nachmittags um 41/« Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6<6. 5 H-0 ütktlllo Itt II IlMN vtl. ajeffoff III., Dammstr. 29. ^verhard 3>ort, Wallthorstr. 45. Aboff Heisse, Sellersweg 2. Mik,. Laas. Bletchstraße. aäuftr i'ubmioftrafet Aobttl Decker Brandpasse 4. 2»Sif. Lerrmann, Seltersweg 31. eftalkhof Zöwe., Westanlage 2. 4. Aohfermann II., Neustadt 53. Zoh. Aiky. Kur,, ÖabM»9'ta ImfJ>. 2. Jileri.«, Aankiunerstr. 64. Arik Lon, N-chf., Dammstr 34. Hart ^ehrmund, Neu.nwea 36. Ludw. Laib, Wallthorstr. 23. Eber». S iMb 8 1 AaLfüS II., Bahnholstr. 51. Hmlt Hrvig, Babnhofstr. 30. LartF'etri, Marktplatz 18. K-nr. Aoth, Wallthorstr. 5. Hart Säiwaaö, SetterS- ' Ä Schwaäer Setters 4. 28m. Scki-mb-r, NeuenbSuen 10 tz-rf Schutze II., Schtll-rstr. 5. 2t. Stuht, N-ustadr 23. A. 28. Schulhof, Morklstr. 4. Mark?v?'8. K. Aassenfets, Marktpl.21. Hust. Matter, Mausburg 13. A. ZSrautigmu, NeuenbSuen 5. K. H. Aughardt, Markipl. 15. 28. 28. Moll, Sdnftr. 1. Hd. AuLert, NeuenbSuen Albert Aöchkin, Bergstraße 22. En-gros Niederlagen: Gebr. Haustein. Gebr. Züleh. cL de- F K°sag-- ha» * «achrichleii im im®® 1Jrtee*Ht * 11 **• ’ rq r#® Wirchweihfest fr^tbunpsb' Anständige Arbeiter können Xloft und Logis erhalten. Kanzleiberg 5 6154 Wermischte Anzeigen. ßtoninj Starke !1M Bmsheim. . Evangelischer Tirmstadt 6349 Weiblicher Eigensinn UME 6322 Die Billets sind im Vorverkauf zu habe». Dienstag. 30. Juli 1895, 1 iwWtt K Oi>nhi Aechter Bereits gelöste Billet» behalte« Gültigkeit. 6340 6248 Gießener Rudrrgesellschafl. V. Regatta Ausflug- 6362 Eine 6i; sowie Rappen. 6858 die Büchsen erbeten. 6311 Nedacnon: M, kcheytzs. — Druck und Verlag btt Brüdl'schtn Umvrrsttät-.Buch- unb Slrindruckerei (Pietsch A Scheyda) in Sichen. , Mail , 9Hebt n Cppei , Oföoi . Vftbbt „ WW< , Wörrstl - Worms Proiinir unb Sübingai. 5rkbbtrg . . flltfrn. . . Lauinbach. . L-vttkn . . . Dieburg . . . tzrbiub. ■ • . GrchGmu. . htMnheim . . Lsimbach. . Heute (Freitag) Abend bis 9 Uhr: Meldeschluß für die Kellner im Hotel zum die Wirthe: Philipp Schaum Wwe Johannes Weigandt. oder Gott sei Dank, der Tisch ist gedeckt. Schwank in 1 Act von G. Moser. 1856] MöblirteS Zimmer mit Cabinet und einfach möblirtes Zimmer zu ver» mtethen«LuSburg 7. 6347] Ein schön möbltrteS Zimmer ver 15 August zu vermietben. LSberstratze S, HthS. Üeckendors L Wests. August Dahme. Kjlchwkiijsrß ni Großkil-Lindkii Sonntag den 28. und Montag den 29. Juli, 'wozu ergebenft einladen 6299 Abende 8 Uhr: in der Stadtkirche zu Giessen. PROGRAMM. 1) Fuge In a-moll für die Orgel ist anerkannt der beste Kaffee-Zusatz. C. TRAMPLER, Lahr i. Baden. Gegründet 1793. Mit der goldenen Medaille prämllrt Dresden 1894. DLÄchnilt für 6ladei I Provinz Oberhi l SKrriA .W . . . J. 8. Bach (1685—1750). 2) Zwei Choräle für gern. Chor: a) Hosianna dem Sohne David M. Pretorias (1571 — 1621). i b) Freut euch, ihr lieben Christen L. Schröter (1587). 3) Komm, süsser Tod, für Altsolo mit Orgolbegl. J. 8. Bach (1685 — 1750)., 4) Drei Choräle für gern. Chor: a) 0 Haupt voll Blut und Wunden I H. L. Hassler (1564-1612). b) Macht auf das Thor der G'rechtig- keit Alte Weise aus J. A. Frey- lingshausens Gesb. c) Der heilig Geist vom Himmel kam J. Eccard (1585). 5) Lobe den Herren, bearb. für Knabenchor StralsunderGesangb. (1665). 6) Zwei Characterstüokc, für die Orgel J. Rheinberger (geb. 1839). a) Canzonetta. b) Intermezzo. 7) Zwei Frauenchöre M. Hauptmann (1792—1868). a) Pfiegstlied. b) Dreifaltigkeitslied 8) Der Herr ist mein Hirt, für Knabenchor B. Klein (1793—1832). 9) Zwei geistl. Lieder für gern. Chor u. Altsolo, mit Orgelbegleitung F. Mendelssohn J809—1847). a) tass, o Herr, mich Hülfe finden, b) Deines Kinds Gebot erhöre. 10) Ehre sei Gott in der Höhe, Motette für gern. Chor, mit Begleitung von 2 Hörnern u. 3 Posaueen M. Hauptmann (1792—1868). ■■ Eintritt frei. Für die inBctiven Mitglieder sind Plätze auf dem Chor und den beiden unteren Emporbühnen resorvirt. Programme zu 20 sind an den Kirchthüren zu haben. Neues Theater in Gießen. (Cafe Leib.) Direction: Tresper - Baars Freitag, den 26. Juli 1895, unter Mitwirkung der hiesigen Regiments - Capelle: wozu freundlichst einladet Kirchengesangverein. । GeOI*U Post Geistliche Musikaufführung------------—-------— -----— Gießener MMnrrgksMgverkin. W Samstag Abend: *WG für Rheinhl Danksagung. Meine Frau litt vier Monate an einer Entzündung der Brust unb waren alle Mngewandten Mittel vergeblich. Da wandte > ich mich an den homSopathischen «rzt Dr. med. voldeding in Düffel-; KänigSalle« 6, welcher meine • 15 16 17 18 19 Cavalleria rusticana (Ticilianische Bauernehre). Oper in 1 Aufzuge von Pietro Matzcagni. Krau in der ganz kurzen Zett von drei für Maschinenguß und für Ofenguß Lochen von ihrem Leiden vollständig be» freite. Ich kann darum nicht unterlassen, auf 9U^ lohnende und dauernde Jrbeit Herrn Dr. Bolbeding hiermit meinen Herz- gesucht von der lichsten Dank auSzusprect-cn 5608 Gesellschaftsvcrein. Behufs Revision der Bibliothek sind alle Bücher bis Montag den LS. Juli zurück zu liefern. Iöl Wer schnell und mit geringsten -kosten Stellung stnde« rotfl, verlange ver Postkarte die »Deutsche Bacanzen, Post" in Gstlimgen a. [6026 Steins Garten in Gießen. Ottmar AasGH' Nrojerliias-Uartchk gehalten von Dr. Emil Kindler. Eingetreteuer Hindernisse halber findet der erste Vortrag über „Bilder ans dem Leben“ heute Samstag den 27. Juli, der zweite am Montag den 29. Juli, Abends SV2 Uhr, statt. Achim, linker ' «w» er n "ch iaram, als iWftn war, bQfe aS? « @,lfl Cl=6 £ L" ,0| k-pk-u t|al , 5“’ " «uf, n>qtf 1 "'"'M. au«■ 1 »Ä h--,b »nJh blt «fatale fei** k:itftni 01,1 ihrem Q Großen - Linden. .Sonntag, den 28. und Montag, den 29. Juli Locomobilen und Dampfdreschmaschinen aus den ernten Fabriken Englands sind stets auf Lager bei A. Henninger & Co., Darmstadt, Maschinenfabrik und Kesselschmiede. Cataloge und Beschreibungen gratis und franco 6185 Fahrpreis 10 Pfg- von und «ach dem Bahnhof. Fahrpreis 10 Pf«. 6 Uhr Morgen». Omnibus - Verbindung 10 Uhr «ldend» von und noch de« Schiffenberger Wald Lvnn- und Fetertag« Nachm 3 Uhr alle 20 Min < t Werktags Nachm. 3 und 3<° Uhr ' Fahrpreis Ab Wald 7 Uhr | W An «ochentaaen Fahrkartenoorverkaui bet N. & e. Wallenfels (Telephon 46).- ---—--- ------ (Eisengießerei Julius Wurmbach -lOU) ffloinunrOTmm«, gibiüd. I___«• Küche rc-, zu mtethen gesucht. Cff. mit 6346) Ein Schretuergefelle sofort Prets unter P. LL en die Epped. b. Bl gesucht. Wild. Weigel, Löberstr. 9. Piovtni Rhttvh 14|fc